{"id":63700,"date":"2020-08-10T09:37:52","date_gmt":"2020-08-10T07:37:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63700"},"modified":"2020-08-10T11:59:40","modified_gmt":"2020-08-10T09:59:40","slug":"china-usa-nicht-die-systeme-sondern-die-menschen-politiker-sind-das-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63700","title":{"rendered":"China-USA: Nicht die Systeme, sondern die Menschen (Politiker) sind das Problem."},"content":{"rendered":"<p>Die Eskalation der politischen Spannungen zwischen den USA und China wurde weltweit trotz der Corona-Krise wahrgenommen. Die vereinfachte Analyse, dass die USA den H&ouml;hepunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht &uuml;berschritten haben und China langsam, aber sicher an ihre Stelle tritt &ndash; und damit zum ersten ernsthaften Konkurrenten bzw. Herausforderer seit einem Jahrhundert wird &ndash; ist im Grundsatz richtig, jedoch eine wenig hilfreiche Vereinfachung. Von <strong>Horst Rudolf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDenn angesichts der Tatsache, dass die meisten L&auml;nder dieser Welt von beiden atomar mehr als ausreichend bewaffneten Superstaaten mehr oder weniger stark &ndash; politisch wie wirtschaftlich &ndash; abh&auml;ngen, brauchen wir, bzw. unsere Politiker, weitaus mehr Kenntnisse sowie das Verst&auml;ndnis von Geschichte und Hintergr&uuml;nden, um zumindest Fehler zu vermeiden oder sogar einen konstruktiven Beitrag zur Entspannung der Lage zu leisten. Im Prinzip stehen alle Informationen und viele kluge Analysen zur Verf&uuml;gung &ndash; doch fehlt es am Willen, diese auch zu nutzen bzw. umzusetzen. <\/p><p><strong>Vorab in Beispiel zur Einf&uuml;hrung und zum Nachdenken<\/strong><\/p><p>Die Spannungen USA-China haben &ndash; man kann kaum Schritt halten &ndash; erst in dieser Woche einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht, als der US-Au&szlig;enminister Michael Pompeo, der sich derzeit als Hardliner profiliert, erkl&auml;rte, alles &bdquo;Chinesische&ldquo; solle in den USA aus den Bereichen IT-Software (Apps), Hardware (Huawei etc.), Cloud- und Community-Diensten (TikToc etc.) ab sofort reduziert und dann abgeschafft werden. Sicher wird man ein &auml;hnliches Vorgehen in den n&auml;chsten Tagen auch den Euro-Partnern und anderen &bdquo;empfehlen&ldquo;.<\/p><p>Den aktuellen &bdquo;Fall Hongkong&ldquo; kann man &ndash; wenn man nur will &ndash; auch in Europa eher nachvollziehen als die Gesamtproblematik der Spannungen China-USA. <\/p><p>Westliche\/europ&auml;ische Politiker und fast alle Medien verurteilen die verst&auml;rkte Kontrolle Hongkongs durch Peking schlicht als &bdquo;Angriff auf die demokratischen Strukturen dieses Landes, auf die dortigen Freiheitsrechte&ldquo; etc.<\/p><p>Doch wer fragt noch, ob Hongkong jemals eine Demokratie war &ndash; ebenso wie das bei Gesch&auml;ftsleuten und Urlaubern beliebte Singapur &ndash; das schlicht eine diktatorische (aber erfolgreiche) Regierung bzw. j&uuml;ngere Geschichte hat.<\/p><p>Wir verurteilen Sklavenhandel, Rassismus und angeblich auch Kolonialismus &ndash; aber Hongkong war bisher eine britische &bdquo;Kron-Kolonie&ldquo;. &bdquo;Erworben&ldquo; hatten die Briten diese Region unter &uuml;belsten Umst&auml;nden, dem gezielten Einsatz von Heroin und riesigen Opfern unter den Chinesen. Es baute sp&auml;ter &ndash; nach dem Zweiten Weltkrieg &ndash; das heutige moderne Hongkong auf, w&auml;hrend die Chinesen sich erst einmal vom Maoismus befreien mussten.<\/p><p>Richtig ist: In Hongkong gab\/gibt es weitgehende Freiheitsrechte, vor allem wirtschaftliche. Doch die Mafia-Organisation der Triaden hat immer noch f&uuml;nfstellige Mitgliederzahlen (und spielt bei den Demonstrationen mit) und kein Ort der Welt war\/ist wohl so erfolgreich bei der Geldw&auml;sche wie das Duo Macao-Hongkong.<\/p><p>Dabei findet die &bdquo;Vor- und Hauptw&auml;sche&ldquo; in Macao statt (weiterhin organisiert durch professionelle mafi&ouml;se Organisationen), die &bdquo;Klarsp&uuml;lung und Trocknung&ldquo; in Hongkong &ndash; womit das in Hongkong angekommene Geld schon fast sauber ist, in jede beliebige W&auml;hrung der Welt mit Hilfe internationaler Banken konvertiert werden kann und der Ruf des Stadtstaates ebenso sauber bleibt &ndash; oder sogar als &bdquo;demokratisch&ldquo; bezeichnet wird.<\/p><p>Der ehem. britische Chef der Geheimpolizei im Stadtstaat (auch das war typisch f&uuml;r die Hongkong-Demokratie!), der seit vielen Jahren auch mit einem US-Geheimdienstler zusammenarbeitet (inzwischen als privates Sicherheitsunternehmen) sch&auml;tzte die j&auml;hrliche Geldw&auml;sche auf weit &uuml;ber 100 Mrd. US-Dollar. Doch w&auml;hrend man sich &uuml;ber Panama-Papers und Steueroasen in Europa und anderswo aufregt, ist all dies in Hongkong Teil der &bdquo;Demokratie&ldquo;, die es zu erhalten gilt?<\/p><p>Schlimmer noch: Wem ging es in Hongkong, wo man &uuml;ber viele Jahrzehnte keinerlei ernsthafte demokratische Opposition sah, denn gut? Den reichen In- und Ausl&auml;ndern, Banken, Reedereien, Gesch&auml;ftsleuten, Geldw&auml;schern, etc. <\/p><p>Hingegen hatten Millionen von &bdquo;Gastarbeitern&ldquo;, die aus Festland-China oder anderen L&auml;ndern einstr&ouml;mten, niemals demokratische Rechte oder gar vollst&auml;ndige allgemeine &bdquo;Menschenrechte&ldquo; auch nur zu erhoffen.<\/p><p>Denn eine gro&szlig;e Zahl von ihnen lebt\/vegetiert neben den vielen Reichen und Ultrareichen in erb&auml;rmlichen Unterk&uuml;nften. H&auml;ufig sind es 2 (zwei!) Quadratmeter, die jeden Vergleich mit den T&ouml;nnies-Arbeitern bestehen. Basisgesundheit und andere soziale Dienste stehen ihnen zwar zur Verf&uuml;gung &ndash; doch h&ouml;chstens in Gr&ouml;&szlig;enordnungen, die dem &bdquo;kommunistischen&ldquo; China entsprechen. Diese Gruppen haben nie f&uuml;r Demokratie, sondern h&ouml;chstens f&uuml;r ihre minimalen Rechte demonstriert &ndash; wenn &uuml;berhaupt.<\/p><p>Von wegen Demokratie und Rechtsstaat! Ja, auf der unteren Ebene, vom Stra&szlig;enverkehr bis zum Baurecht, aber auch bei akademischen Freiheiten und den Medien funktioniert es in Hongkong bisher vergleichsweise gut. Doch niemand kannte bzw. wollte unter der britischen &bdquo;Demokratie&ldquo; ein mit uns vergleichbares Arbeits- oder Aufenthaltsrecht.<\/p><p>Umgekehrt: Wer in Hongkong die Mittel hat, hat das Sagen. Und die &bdquo;dumme&ldquo; chinesische F&uuml;hrung hat es niemals geschafft (siehe Analysen weiter unten), der Welt klarzumachen, dass ihr teilweise erfolgreicher Kampf gegen Korruption solange l&ouml;cherig war, wie sich immer wieder eine gro&szlig;e Zahl von Festland-Chinesen mit ihren erschlichenen oder erpressten Millionen ins &bdquo;freie&ldquo; Hongkong absetzte &ndash; und von dort u.a. in die USA, gesch&uuml;tzt vom britischen &bdquo;Protektorat&ldquo; &ndash; wie das Wort selbst erkl&auml;rt. <\/p><p>Kein Wunder nun, dass die F&uuml;hrung in Peking kocht, wenn Boris Johnson bis zu drei Millionen Hongkong-Chinesen &ouml;ffentlich einen Umzug ins K&ouml;nigreich anbietet &ndash; nicht zuletzt werden das wieder mehrheitlich die Gruppen sein, die schon bisher Angst hatten, ihre Konten in Hongkong irgendwann nicht mehr vor der chinesischen Steuerfahndung verbergen zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Der vormals reichste Mann Chinas, Li Ka-ching, dessen Sohn Victor Li der Pr&auml;sident der Handelskammer Hongkongs ist, unterst&uuml;tzt die Demokratiebewegung &ndash; seine Gesch&auml;ftsinteressen stehen gegen Peking. Was kein deutscher Journalist oder Abgeordneter wissen will: Der gro&szlig;e Dienstleister &bdquo;ISTA&ldquo; geh&ouml;rt Li Ka-ching und dessen Messger&auml;te funken rund um die Uhr aus Millionen deutscher Haushalte &ndash; aber das ist eben ein demokratischer Hongkong-Chinese und kein &bdquo;b&ouml;ser Huawei-Kommunist&ldquo;. Zur Beruhigung: Lange Zeit taten sich die Huawei-Programmierer mit ihren eigenen Sicherheitsprogrammen schwer und waren lange den Angriffen der NSA ausgesetzt. Zum Gl&uuml;ck vertreten diese aber den demokratischen Westen.<\/p><p>Unser Medien-Schwerpunkt &uuml;ber Hongkong liegt hingegen vorwiegend bei dem H&auml;uflein von &uuml;berzeugten Demokraten, die schon fr&uuml;her gegen die halb-demokratische Regierung aufgestanden waren. Dass sich diesen eine Mehrzahl von Pseudo-Demokraten hinzugesellt hat, die allen Grund haben, einige Sauberm&auml;nner aus Peking zu f&uuml;rchten, ist kein Thema.<\/p><p>Und was au&szlig;erdem nicht in der Presse steht: Wahrscheinlich h&auml;tten die Briten Hongkong noch viel l&auml;nger als ihre Kronkolonie behalten wollen, h&auml;tten die Chinesen nicht ein &bdquo;unschlagbares&ldquo; Druckmittel zur Hand: Ohne die Wasserversorgung aus dem benachbarten chinesischen Festland k&ouml;nnte Hongkong nicht &uuml;berleben. Denn die eigene Produktion ist zu gering und eine Meerwasser-Entsalzung f&uuml;r Millionen Einwohner nicht realisierbar.<\/p><p>Was wollen wir damit sagen? Schon den vergleichsweise transparenten &bdquo;Fall Hongkong&ldquo; muss man weitaus differenzierter beurteilen, statt wie die USA oder Europa (AM Maas) ihre angebliche moralische &bdquo;Erhabenheit&ldquo; und Entr&uuml;stung &uuml;ber Chinas Hongkong-Politik durch scharfe Kritik und Sanktionen gegen Peking zu praktizieren. <\/p><p>Womit wir zur&uuml;ck zu den grundlegenden Fragen der Systeme kommen. Denn noch weitaus mehr, als was an mangelnden Detail-, Hintergrund- und historischen Kenntnissen &uuml;ber Hongkong fehlt, wird im Falle des bev&ouml;lkerungsreichsten Staates der Welt verf&auml;lscht und ignoriert.<\/p><p><strong>Vom Beispiel Hongkong zu den Hintergr&uuml;nden China-USA<\/strong><\/p><p>Ohne um den hei&szlig;en Brei zu reden: Obwohl China seit der Regierung Deng Xiaoping in das vorher sowjetisch-planwirtschaftliche System viele neue Freiheitsgrade einf&uuml;hrte, blieben die grundlegenden politischen Strukturen immer noch weitgehend leninistisch, gelenkt von einer zentralen Parteistruktur, die sich derzeit einer durchaus fachlich\/technokratisch qualifizierten Regierung unter Xi Jinping bedient.<\/p><p>Xi wiederum &ndash; wie die meisten seiner Mitstreiter &ndash; ist von der Sinnhaftigkeit dieser Grundstruktur bzw. Ideologie weitgehend &uuml;berzeugt und die Mehrheit des Parteiapparates steht ebenso hinter ihm, wie er hinter dem Apparat der Partei steht. Die Berichte &uuml;ber interne Auseinandersetzungen treffen ebenso zu, wie man sich die Einzelheiten sparen kann. Doch ebensolche &bdquo;Zust&auml;nde&ldquo; kennzeichnen in unseren modellhaften Demokratien doch gerade deren Lebendigkeit &ndash; und das ist in China nicht anders, nur dass man dort sein Gesicht wahrt und den B&uuml;rgern nicht rund um die Uhr die Nachtruhe nimmt &ndash; <strong>wissen<\/strong> tun es alle, auch in Diktaturen.<\/p><p>Mehr noch als US-Politiker, die &uuml;berzeugt sind oder auch sich einreden, einer freiheitlichen Demokratie zu dienen, gehen chinesische Politiker davon aus, dass ihr System einer straffen F&uuml;hrung mit modernen Elementen und einer florierenden Wirtschaft f&uuml;r das bev&ouml;lkerungsreichste Land der Erde optimal ist. Schlie&szlig;lich ist China die erfolgreichste Entwicklungsdiktatur der Welt und hat im letzten Jahrzehnt ca. ein Drittel des weltweiten Wirtschaftswachstums generiert &ndash; sowie mehr als eine halbe Milliarde Menschen aus Armut befreit.<\/p><p>F&uuml;r chinesische Politiker, aber auch f&uuml;r eine gro&szlig;e Zahl der Chinesen, haben wirtschaftliche Menschenrechte schlicht Vorrang vor den &ndash; von uns als h&ouml;herwertig eingestuften &ndash; allgemeinen Menschenrechten. <\/p><p>Und w&auml;hrend im &bdquo;reichsten Land der Erde&ldquo; immer weniger Menschen an ihre &bdquo;unbegrenzten M&ouml;glichkeiten&ldquo; glauben, ging es vielen Chinesen in den vergangenen zwei Jahrzehnten tats&auml;chlich immer besser &ndash; zwar nicht allen, jedoch nicht nur den reichen Eliten (wie in den USA), sondern auch einer riesigen, der Armut entwachsenen Unter- und neuerdings wohlhabenden Mittelschicht. <\/p><p>Das gab es in den USA auch &ndash; jedoch ist dieser Zyklus nun entweder vor&uuml;ber oder seit langem unterbrochen, w&auml;hrend China tats&auml;chlich noch &bdquo;Luft nach oben hat&ldquo;. Vor allem hat es seine eigenen (strukturellen) Probleme durchaus erkannt und geht sie &ndash; teilweise erfolgreich &ndash; energisch an. Dazu geh&ouml;rt der Umweltschutz, die Digitalisierung der Wirtschaft, gro&szlig;e Anstrengungen im Erziehungswesen und nat&uuml;rlich der schwierige Umstieg von &bdquo;alten&ldquo; Industriezweigen wie Kohle und Stahl auf Hightech, etc.<\/p><p>Die mediale westliche Propaganda, China sei trotz allem ein Kontrollstaat und damit grunds&auml;tzlich negativ zu sehen &ndash; oder nun gar zu bek&auml;mpfen &ndash; wird nicht einmal von amerikanischen wissenschaftlichen Untersuchungen gedeckt.<\/p><p>Erst k&uuml;rzlich wurde eine Langzeit-Studie vom Ash-Center der renommierten Harvard-School ver&ouml;ffentlicht (vielleicht auch als kleiner Seitenhieb gegen das aktuelle Washington), die klar darlegt, dass die Chinesen zwischen 2003 und 2016 immer zufriedener mit ihrer Regierung waren als jemals zuvor. Mehr als 30.000 Chinesen in Stadt- und Landregionen wurden dazu befragt.<\/p><p>Unter anderem glaubte kaum ein Drittel der Chinesen vor zwanzig Jahren, dass der Kampf gegen Korruption erfolgreich sein k&ouml;nnte. Unter Xi Jinping stieg die Zustimmungsrate auf &uuml;ber 70% an. Seitdem haben sich die meisten Umfragewerte zwar etwas abgeschw&auml;cht, doch verbleiben sie auf relativ hohem Niveau.<\/p><p>Und im Gegensatz zu westlichen Demokratien, wo h&auml;ufiger lokale Politiker mehr Lob bekommen als die F&uuml;hrung in der Hauptstadt, ist es in China umgekehrt: Dort lobt man eher die straffen zentralen Vorgaben und kritisiert h&auml;ufiger die lokalen Vertreter. <\/p><p>Der Ausdruck &bdquo;hierarchical satisfaction&ldquo; &ndash; zu &uuml;bersetzen mit h&ouml;herer Zufriedenheit mit der h&ouml;heren Ebene &ndash; ist f&uuml;r westliche Denkweisen eher unverst&auml;ndlich, jedoch sehr chinesisch, wie auch ein namhafter Professor an der Lee-Kwan-Yew-Universit&auml;t in Singapur unterstreicht.<\/p><p>Dass ein Teil der Zustimmung auch durch wirksame Propaganda unterst&uuml;tzt wird, stellt niemand infrage, ebenso die Tatsache, dass B&uuml;rger h&ouml;herer Bildungsschichten weitaus weniger propaganda-abh&auml;ngig sind als ungebildete &ndash; aber dies gilt weltweit, allen voran in den USA.<\/p><p><strong>Wo stehen wir nun im Konflikt China-USA?<\/strong><\/p><p>Es k&ouml;nnte so aussehen, als h&auml;tten die Chinesen mit ihrer &bdquo;Expansion&ldquo; im S&uuml;dchinesischen Meer (SCS -South China Sea) und der Militarisierung dieser Region das Problem los- und w&auml;ren den Amerikanern auf den geostrategischen Schlips getreten. Chinas wirtschaftliche Erfolge &ndash; die sie tats&auml;chlich auch unter Einsatz &auml;hnlich unfairer Mittel wie vormals die Japaner errungen haben (was bei uns wohl vergessen wurde), wurden f&uuml;r die USA erst zum Problem, als deren eigene Wirtschaft sich immer weniger dem weltweiten Wettbewerb gewachsen zeigte.<\/p><p>Hinzu kam, dass die weltweite Finanzkrise 2008 die westlichen Staaten weitaus h&auml;rter traf als Asien bzw. China. Denn die Asiaten hatten aus der &ndash; vom &bdquo;Demokratie-Propagandisten&ldquo; George Soros 1998 brutal losgetretenen &ndash; Asien-W&auml;hrungskrise zumindest gelernt, dass Finanzm&auml;rkte gef&auml;hrlich sind und Hochgeschwindigkeits-Zocken b&ouml;se enden kann.<\/p><p>Die Obama-Regierung versuchte noch ab etwa 2010 das Gesch&auml;ft bzw. den Handel mit den asiatischen Staaten &uuml;ber China hinaus zu beleben &ndash; doch blieb dies relativ kraftlos, da die Initiative ebenso unsystematisch wie wenig nachhaltig angelegt war.<\/p><p>Zum Verst&auml;ndnis f&uuml;r den weiteren Verlauf &ndash; bis hin zur j&uuml;ngsten &bdquo;Kriegserkl&auml;rung&ldquo; durch den US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo &ndash; braucht man weder akademische Vorbildung noch allzu tiefe Kenntnisse der US-Mentalit&auml;t. Donald Trumps urspr&uuml;ngliche Idee, die Weltpolitik gesch&auml;ftlich und auf einfachste Weise zu regeln &ndash; seine eigentliche St&auml;rke &ndash; scheiterte nicht nur an den Chinesen, sondern an der tief eingefahrenen US-Mentalit&auml;t und -Politik.<\/p><p>Diese bewegt sich seit langem in ideologischen und religi&ouml;s-pseudo-moralischen Kategorien. Vereinfacht: Nicht am deutschen, sondern am US-amerikanischen Wesen soll die Welt genesen. In der weltweiten (Schaden-)Freude &uuml;ber den Zwist zwischen dem ehemaligen Berater und Hardliner Bolton und Donald Trump wird v&ouml;llig &uuml;bersehen, dass Trump vielleicht der &bdquo;Verr&uuml;ckte&ldquo;, zumindest der Chaot ist &ndash; doch die wahren Feinde Chinas (und des Weltfriedens) sind Menschen wie Bolton, Pence, Cruz, Pompeo und viele andere &ndash; die gerade von US-Milit&auml;rs unterst&uuml;tzt werden.<\/p><p>Wahrscheinlich hat Trump l&auml;ngst die &Uuml;bersicht dar&uuml;ber verloren, wie viele Man&ouml;ver, &bdquo;FONOPS&ldquo;, &Uuml;bungen und Aktionen seine Gener&auml;le in den vergangenen drei Monaten im S&uuml;dchinesischen Meer, in der Taiwan-Stra&szlig;e und nahe dem chinesischen Festland durchf&uuml;hrten. Lt. interner US-Quellen dient dieses &bdquo;hohe operationelle Tempo&ldquo; dazu, den Chinesen zu zeigen, dass trotz der Corona-Probleme das US-Milit&auml;r in der Lage ist, seine Kampfbereitschaft auch im Pazifik aufrecht zu erhalten.<\/p><p>Der Ausl&ouml;ser war nicht etwa die peinliche Lahmlegung der USS Theodore Roosevelt mit 1156 infizierten Soldaten, sondern dies war schon vorher als politisch-milit&auml;rische Strategie angelegt: Bereits am 16. April stellte der Republikaner Mac Thornberry vor dem &bdquo;House Armed Services Committee&ldquo; die sog. &bdquo;Indo-Pacific Deterrence Initiative&ldquo; vor, die dazu dienen soll &ndash; so die US-Sicht &ndash; ein Gegengewicht zur chinesischen Aggression zu bilden.<\/p><p>Auch deutsche Medien verga&szlig;en nicht nur, dies zu analysieren, sondern &uuml;bersahen wohl auch, dass der Text der &bdquo;European Deterrence Initiative&ldquo; von 2014 nachgestrickt war, die dazu dienen sollte, eine ebensolche Aggression in Europa zu verhindern &ndash; diesmal von Seiten Russlands.<\/p><p>Doch sind diese neuen Programme keineswegs Kriegsspiele auf geduldigem Papier, sondern echte milit&auml;rische Hardware, Systeme zur Raketenabwehr, Beobachtungs- und Spionageaktivit&auml;ten, die Bereitstellung von Ausr&uuml;stung, Truppenverschiebungen sowie der Ausbau milit&auml;rischer Einrichtung und &Uuml;bungen mit regionalen Partnern von Thailand bis Tokyo &ndash; f&uuml;r zusammen sechs Milliarden US-Dollar.<\/p><p>Vor allem gibt es klare Informationen, dass sich die USA noch st&auml;rker an der Seite Taiwans profilieren will, &bdquo;nat&uuml;rlich, um China von einer gewaltsamen &Uuml;bernahme abzuhalten.&ldquo;<\/p><p><strong>Nicht der russische, der chinesische &bdquo;B&auml;r&ldquo; wurde geweckt<\/strong><\/p><p>Chinas &bdquo;Militarismus&ldquo; ist vergleichsweise neueren Datums &ndash; und daher den USA bisher kaum vergleichbar, wenn auch schnell wachsend. Denn das chinesische &bdquo;Imperium&ldquo; besch&auml;ftigte sich &uuml;ber Jahrtausende vorwiegend mit seinem eigenen Zusammenhalt, statt andere L&auml;nder zu erobern. <\/p><p>Nichts unterstreicht dies besser als der Bau der Chinesischen Mauer &ndash; die zur Verteidigung zumindest etwas erfolgreicher war als der neuzeitliche Versuch Donald Trumps im S&uuml;den der USA.<\/p><p>Schlimmer noch, Chinas historische interne Schw&auml;chen wurden immer wieder brutal ausgenutzt, beispielsweise durch die kolonialen Eroberungen durch das britische Weltreich &ndash; deren Pr&auml;senz bis heute in Hongkong zu &bdquo;bewundern&ldquo; ist. Noch mehr gedem&uuml;tigt wurden Chinas selbstverliebte Herrscher durch die &ndash; weitaus &uuml;blere &ndash; lange Zeit der Knechtschaft unter japanischer Herrschaft.<\/p><p>Dieser sehr vereinfachte geschichtliche Exkurs dient schlicht der Beantwortung der Frage, &bdquo;Wie wird China auf den wachsenden Druck der USA reagieren?&ldquo; Die Antwort kann nicht in einer detaillierten Voraussage der Zukunft liegen, jedoch in einer klaren Analyse: China wird einen Teufel tun, sich noch einmal bevormunden, unterdr&uuml;cken oder gar entm&uuml;ndigen zu lassen, koste es, was es wolle.<\/p><p>China seit einiger Zeit auch als wirtschaftlich aggresiv einzustufen, ist nicht abwegig, aber in den vergangenen f&uuml;nf Jahrzehnten galt dies f&uuml;r die USA, Deutschland und viele andere &bdquo;Marktwirtschaften&ldquo; schlicht als Zeichen klugen Handelns, flei&szlig;iger B&uuml;rger und kreativer Denker. <\/p><p>Franz&ouml;sische Handelsvertretungen nennen sich stolz &bdquo;poste d&rsquo;expansion &eacute;conomique&ldquo; &ndash; etwa &bdquo;Vorposten wirtschaftlicher Ausdehnung&ldquo;. Was den westlich-demokratischen &bdquo;G&ouml;ttern&ldquo; &uuml;ber Jahrhunderte erlaubt war, nimmt man den aufstrebenden Chinesen nun &uuml;bel.<\/p><p>US-Au&szlig;enminister Pompeo hielt vor zwei Wochen eine Rede, wie man sie von einem ehemaligen CIA-Chef schon lange erwarten konnte: &bdquo;Kommunisten l&uuml;gen immer&hellip; am meisten, wenn sie denken, sie spr&auml;chen f&uuml;r 1,4 Milliarden Menschen, die sie &uuml;berwachen, unterdr&uuml;cken oder durch Druck zum Schweigen bringen..&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Ich fordere die F&uuml;hrer aller L&auml;nder auf, das zu tun, was Amerika getan hat &ndash; ganz einfach auf Gegenseitigkeit, Transparenz und Verantwortung (accountability) der Kommunistischen Partei Chinas zu bestehen.&ldquo;<\/p><p>Beachtet man &ndash; ganz ohne Hintergedanken &ndash; dass die Forderung nach Transparenz bei den Kommunisten just zum Zeitpunkt erfolgte, als sein eigener Chef, Pr&auml;sident Trump, wieder einmal ablehnte, seine Einkommens-, Steuer- und Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse zu erkl&auml;ren, braucht man &uuml;ber den Begriff Doppelmoral keine Talkshow abzuhalten &ndash; oder sollte dies erst recht tun.<\/p><p>Pompeo hielt seine Rede bewusst im Garten der &bdquo;Richard Nixon Library&ldquo; bzw. vor dessen Geburtshaus im kalifornischen Yorba Linda, denn &ndash; was immer Nixon sonst anrichtete &ndash; er war es, der, zusammen mit Henry Kissinger, die eingefrorenen politischen Beziehungen zu China erstmals nach den Zweiten Weltkrieg wieder auftaute.<\/p><p>Kurz und schmerzlos erkl&auml;rte der US-Au&szlig;enminister diesen Versuch f&uuml;r beendet mit den Worten, &bdquo;Wir d&uuml;rfen das nicht fortsetzen. Wir d&uuml;rfen nicht dahin zur&uuml;ckkehren.&ldquo; Das offizielle Washington hat damit &ndash; vielleicht sogar an Trump vorbei &ndash; die globale Entspannung f&uuml;r beendet erkl&auml;rt &ndash; mit den Russland-Sanktionen schon vorher.<\/p><p>In der zwanzigmin&uuml;tigen Rede kritisierte er nebenbei noch Deutschland, das sich nicht eindeutig an die Seite der USA stelle, und rief die &bdquo;freie Welt&ldquo; dazu auf, sich gegen China zu vereinen, denn &bdquo;die Chinesen sind st&auml;rker auf uns angewiesen, als wir auf sie angewiesen sind&hellip;&ldquo; <\/p><p>Wenn er da nicht irrt, obwohl dies &ouml;konomisch tats&auml;chlich zutrifft. Denn China braucht seinen Au&szlig;enhandel und seine Investoren derzeit nicht nur wegen der Corona-Krise, sondern mittelfristig vor allem, um seine angelaufenen massiven Strukturreformen und Programme wie das &bdquo;Go West&ldquo; und die &bdquo;Seidenstra&szlig;e&ldquo; durchzuziehen. <\/p><p>Auch die &ndash; extrem wichtige &ndash; weitere St&auml;rkung von Chinas Mittelschicht kostet viel Geld, ebenso wie die Sanierung des Bankensystems. Doch die USA &ndash; die ein B&ouml;rsianer in Frankfurt k&uuml;rzlich als &bdquo;ein WireCard mit 350 Millionen Einwohnern&ldquo; bezeichnete &ndash; sitzen im Verschuldungs-Glashaus &ndash; und das Volk wartet auch dort auf Besserung.<\/p><p>Hingegen sind die Chinesen, auch und gerade aufgrund des permanenten Druckes durch die USA, in den vergangenen Jahren heute st&auml;rker vereint als in den vergangenen zweitausend Jahren ihrer Geschichte. Und &ndash; ebenso wie die Amerikaner seit langem &ndash; haben sie endlich auch viel zu verlieren, allen voran Jahrzehnte eines unvergleichbaren wirtschaftlichen Aufschwunges.<\/p><p>Pompeos Rede-Versuch, auch noch einen Keil zwischen die &bdquo;guten, flei&szlig;igen&ldquo; Chinesen&ldquo; und deren &bdquo;vom Volk abgehobene, unverantwortliche&ldquo; Regierung (Kurzfassung) zu treiben, zeigt, dass auch er die Analysen seiner Nachrichtendienste ebenso wenig liest wie Trump selber.<\/p><p><strong>Zweierlei, dreierlei, vielerlei Ma&szlig; (Maas)<\/strong><\/p><p>Dass sich die USA nur bei &bdquo;Atlantikern&ldquo;, Mainstream-JournalistInnen und ebensolchen PolitikerInnen &ndash; und damit leider auch bei den &bdquo;demokratisch f&uuml;hlenden Massen&ldquo; &ndash; auch in Deutschland noch Geh&ouml;r verschaffen, liegt schlicht an selektiver Informationsverarbeitung. <\/p><p>&bdquo;China kauft Europa auf&ldquo;, ist fast schon ein Klassiker. Niemand rechnet nach, dass US-Finanzkonzerne ein Vielfaches an deutschen und europ&auml;ischen Unternehmen in der Tasche (Fachsprache Portfolio &ndash; Investitionen) haben. Vor Huawei zittern europ&auml;ische Politiker, die kaum Hard- und Software unterscheiden k&ouml;nnen &ndash; und in ihren Geb&auml;uden l&auml;uft das gesamte Internet &uuml;ber Cisco-Server.<\/p><p>Diese US-Firma hat uns &bdquo;garantiert&ldquo;, keine &bdquo;Backdoors&ldquo; in ihre Ger&auml;te einzubauen. Tun sie auch nicht, denn jeder halbwegs n&uuml;chterne Amateur-Spion wei&szlig;, dass die Ger&auml;te &bdquo;sauber&ldquo; die Cisco-Werke verlassen, danach jedoch von bekannten Dienstleistern mit drei Buchstaben in einer getrennten Hightech-Operation vor dem Export (nach Deutschland etc.) noch nachger&uuml;stet werden.<\/p><p>Der (echte) Witz unter Geheimdienstlern ist der Code, solche Ger&auml;te schlicht als &bdquo;Export-Version&ldquo; zu bezeichnen, w&auml;hrend die (korrekt verschl&uuml;sselnden bzw. hintert&uuml;r-freien) Ger&auml;te f&uuml;r den Eigengebrauch reserviert sind. <\/p><p>Das machen (fast) alle L&auml;nder so. Und wenn Kzl&rsquo;in Merkel vor der Presse sagte, &bdquo;Freunde abh&ouml;ren, das geht schon gar nicht&ldquo;, hat sie sich auf das &bdquo;naive&ldquo; bzw. anst&auml;ndige Deutschland bezogen. Denn &bdquo;Export&ldquo;-Ger&auml;te mit Hintert&uuml;rchen wurden tats&auml;chlich (zumindest f&uuml;r lange Zeit) nur an &bdquo;weniger befreundete&ldquo; Staaten verkauft.<\/p><p>Dass Kanzler Kohl und das AA verwanzte Telefonanlagen von Frankreich bekamen, die USA mit ihren Antennen bei Bonn und in Bayern Airbus- und andere Firmen ebenso abh&ouml;rten, wie die Schweizer bis nach Karlsruhe oder Stuttgart hin lauschten &ndash; alles kein Problem im Vergleich zur heutigen angeblichen &bdquo;chinesischen Gefahr&ldquo; f&uuml;r Deutschland?<\/p><p>Eine Analyse des &bdquo;China-Bashing&ldquo; durch die USA und Konsorten (im Wortsinn gemeint) und die damit verbundenen Spannungen und Risiken w&auml;re ohne das S&uuml;dchinesische Meer (SCS) mehr als l&uuml;ckenhaft. Auch diesbez&uuml;glich ist die Beurteilung auf den ersten Blick eindeutig, zumal China sogar die Klagen vor dem Internationalen Seegerichtshof (dem ISGH in Hamburg) klar verloren hat. Das Verdikt: China hat keinesfalls umfassende territoriale Anspr&uuml;che auf die meisten der k&uuml;nstlichen oder &bdquo;aufgearbeiteten&ldquo; Inseln.<\/p><p>Die Position der USA: China behindert (tats&auml;chlich und potenziell) die &bdquo;FONOP&ldquo;, die freie Seeschifffahrt bzw. &bdquo;Freedom of Navigation Operations&ldquo; &ndash; wobei sich die USA bei FONOP in der Praxis auf ihre 7. US-Flotte beziehen, die gerade dort und im Indischen Ozean zusammen mit der 6. US-Flotte umfassende Man&ouml;ver durchf&uuml;hrt. <\/p><p>Wer &uuml;ber diese gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rflotte der Welt mehr erfahren m&ouml;chte, findet fast f&uuml;r jeden Flugzeugtr&auml;ger oder Fregatte deren eigene (!) Website &ndash; man hat schlie&szlig;lich nichts zu verbergen, sondern verteidigt (wie an ca. 1.000 weiteren globalen milit&auml;rischen Au&szlig;enposten) die Freie Welt. <\/p><p>Dagegen sieht China mit seinen paar Dutzend kulturell-politischen &bdquo;Konfuzius-Instituten&ldquo;, die ebenso der Verbreitung ihrer Ideologie und Denkweise dienen wie vergleichbare westliche Einrichtungen, weltweit bisher ohne gr&ouml;&szlig;ere Milit&auml;rh&auml;fen (die jetzt langsam entstehen) nicht sehr militant aus &ndash; wird aber als der Aggressor dargestellt.<\/p><p>Doch China ist nicht nur ein (bisher) schwacher Aggressor, sondern ein &bdquo;lausiger&ldquo; PR-Praktiker: Denn im SCS h&auml;tte China seit Jahren mit offenen Karten spielen k&ouml;nnen, statt sich in alt-kommunistischer Geheimniskr&auml;merei und Abstreiterei einen schlechten Ruf zu machen.<\/p><p>Denn die &bdquo;Besetzung&ldquo; des SCS fand nicht &ndash; wie ebenfalls behauptet wird &ndash; vorwiegend wegen der dortigen Tiefsee-Rohstoffe oder Fischereirechte statt (die es durchaus gibt und an denen die Chinesen tats&auml;chlich interessiert sind), sondern als Antwort auf (um nicht zu sagen: aus Angst vor) der 6. und 7. US-Flotte. Denn China hat ein riesiges Problem: Ein essentieller Teil seiner Energie- (und auch Waren-) Versorgung l&auml;uft durch die Meerenge von Singapur bzw. die Magellan-Stra&szlig;e.<\/p><p>Nicht die dort notorischen Piraten, sondern schon ein einziges U-Boot der Amerikaner k&ouml;nnte diese abriegeln &ndash; und China in wenigen Wochen wirtschaftlich in die Knie zwingen. Milit&auml;risch sind die USA den Chinesen immer noch haushoch &uuml;berlegen. Nicht nur hat China erst angefangen, &uuml;berhaupt brauchbare Flugzeugtr&auml;ger zu bauen bzw. auszur&uuml;sten, auch seine Atom-U-Boote sind vergleichsweise zu langsam und die diesel-elektrischen zu laut.<\/p><p>Vor allem fehlt den Chinesen f&uuml;r einen wirksamen Einsatz eine Navigations-Logistik aus der Luft. Wenn also &ndash; wie k&uuml;rzlich &ndash; die USA ihre &uuml;berlegenen P-8 (Poseidon) und weitere &bdquo;Sp&uuml;rhunde&ldquo; wie die EP-3E demonstrativ bis auf 76,5 Kilometer vor Shanghai (!) patrouillieren lassen, k&ouml;nnen die Chinesen nur mit den Z&auml;hnen knirschen &ndash; oder endlich nachr&uuml;sten, was das Zeug h&auml;lt.<\/p><p>Leider fehlt den meisten europ&auml;ischen Politikern augenscheinlich die Zeit und\/oder Fantasie, sich ein umgedrehtes Szenario mit chinesischen U-Booten am Panama- oder Suez-Kanal auszumalen &ndash; aber was dann passieren w&uuml;rde, kennen wir ja von der Kuba-Krise.<\/p><p>Klartext: Letztendlich geht es im S&uuml;dchinesischen Meer nicht um die freie Seefahrt der USA, sondern um die von China. Und in einer gewissen Verzweiflung haben die Chinesen die vielen Inseln im SCS f&uuml;r die n&auml;chsten 10-20 Jahre zu Ersatz-Flugzeugtr&auml;gern &bdquo;aufger&uuml;stet&ldquo;, um von dort ihr lebensnotwendiges &bdquo;FONOP&ldquo;, d.h. ihren Energie- und Warenverkehr mit dem Nahen Osten und Europa mit dem bisher vorhandenen Flug- und Raketenmaterial sicherzustellen.<\/p><p>So hemds&auml;rmelig die amerikanische China-Politik ist, so unf&auml;hig bzw. unwillig sind die Chinesen, der Welt zu sagen, was Sache ist und wo der Schwerpunkt ihrer Interessen liegt. Ein tragischer &bdquo;Treppenwitz&ldquo; der Weltgeschichte, denn selbst wenn China mehr oder weniger brutal die Wahrheit sagen w&uuml;rde, w&auml;re dies glaubhaft bzw. nachvollziehbar und w&uuml;rde (wie heute schon von den ASEAN-Staaten) &bdquo;geschluckt&ldquo; &ndash; w&auml;hrend die USA ihre Glaubw&uuml;rdigkeit an vielen Stellen l&auml;ngst eingeb&uuml;&szlig;t haben.<\/p><p>Die Mehrzahl aller auch nur einfach gebildeten B&uuml;rger bis ins Innere Afrikas wei&szlig;, dass Chinesen nicht kommen, um Almosen zu vergeben, sondern dass es um Gesch&auml;ft, Anerkennung und Pr&auml;senz geht &ndash; nicht mehr, nicht weniger, und vor allem &bdquo;verkaufen&ldquo; sie (fast) keine Ideologie mehr &ndash; au&szlig;er dass man den &bdquo;chinesischen Weg&ldquo; akzeptiert. <\/p><p>Wenn immer wieder westliche\/deutsche Medien afrikanische oder andere L&auml;nder, die China-Hilfe oder Investitionen empfangen, vor diesen warnen, ist dies l&auml;ngst zu einer Beleidigung geworden. In einem Bonner Restaurant fragte ich eine Kellnerin aus Sri Lanka, was sie denn vom chinesischen (medial: Skandal-) Projekt des Hambantota-Hafens halte, der im Rahmen der Seidenstra&szlig;e entstand.<\/p><p>Antwort: &bdquo;Ohne die Chinesen h&auml;tten wir immer noch keinen Hafen, und h&auml;tte es unsere eigene Regierung allein gemacht, w&auml;re das Geld in den Taschen verschwunden und der Hafen eine Geisterstadt&ldquo;. Kurz: Wer diesen L&auml;ndern Vortr&auml;ge &uuml;ber &bdquo;b&ouml;se Chinesen&ldquo; h&auml;lt, ist ein Rassist, v&ouml;llig unabh&auml;ngig vom Wahrheitsgehalt der Information.<\/p><p>Dass Chinesen durch ihr h&auml;ufig ungehobeltes Auftreten &auml;hnlich negativ &bdquo;rassistisch&ldquo; eingestuft werden wie eine Gruppe Stiefel tragender Texaner in einer buddhistischen Pagode, zeigt nur, dass Chinesen &ndash; wie dazumal die USA &ndash; enorme wirtschaftliche Fortschritte gemacht haben, doch noch viel &bdquo;inter-kulturelles&ldquo; Verst&auml;ndnis und Erfahrung brauchen, um nicht nur akzeptiert, sondern auch gemocht zu werden &ndash; derzeit Fehlanzeige.<\/p><p>Die USA wiederum haben &ndash; seit Vietnam &ndash; weltweit blutige und teure Kreuzz&uuml;ge gef&uuml;hrt und sich (nach durchaus vern&uuml;nftigen Quellen) in ca. 80 L&auml;ndern in Wahlen eingemischt. Doch dass dies &uuml;berwiegend zu mehr Freiheit und (echter) Demokratie in den betroffenen Staaten gef&uuml;hrt h&auml;tte, ist h&ouml;flich gesagt kaum nachweisbar &ndash; was sich inzwischen, wenn auch sehr langsam, herumspricht.<\/p><p>Chinas Fehler &ndash; sogar Dummheit &ndash; liegt hingegen darin, v&ouml;llig logische, sogar geo-strategisch durch den Druck der USA provozierte Aktionen wie die &bdquo;Neue Seidenstra&szlig;e&ldquo; (BRI) als eine Art Dienst an der Menschheit zu verkaufen, statt als Handels-, Wirtschafts- und Au&szlig;enpolitik mit durchaus expansiven Absichten. <\/p><p>Letztendlich hat sich die F&uuml;hrung in Peking schneller in eine potenzielle &bdquo;Thukydides-Falle&ldquo; hineinman&ouml;vriert, als n&ouml;tig &ndash; vor allem, ohne sich beim Rest der Welt diplomatisch-professionell um fr&uuml;hzeitigen Beistand zu bem&uuml;hen. (Kurzfassung der Thukydides-Falle: Die Kriegsgefahr w&auml;chst, wenn eine Macht eine andere &uuml;berfl&uuml;gelt.) <\/p><p>Denn derzeit profitiert China &ndash; bei der Mehrzahl westlicher L&auml;nder (anders in Asien oder Afrika) &ndash; weniger von seinen &bdquo;guten Taten&ldquo; oder zumindest kooperativ-pazifistischem Verhalten (keine Sanktionen, keine milit&auml;rischen Interventionen, aber &bdquo;&uuml;blicher&ldquo; politischer oder wirtschaftlicher Druck), als von der uns&auml;glichen Politik Trumps und seiner &bdquo;Genossen&ldquo; wie Pompeo.<\/p><p>Warum haben die Chinesen &ndash; im weltweiten Vergleich &ndash; trotzdem immer noch einen schlechteren Ruf als die Amerikaner? Vereinfachte Antwort: Wer ein Volk nicht kennt, verh&auml;lt sich verdeckt rassistisch &ndash; und die Chinesen kennt man weitaus weniger als die Amerikaner. <\/p><p>Immerhin, zumindest bei der Person Trump &bdquo;h&ouml;rt der Spa&szlig; auf.&ldquo; Noch einfacher, aber weiterhin wahr: &bdquo;Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht&ldquo; &ndash; und wer kennt schon China?<\/p><p>Hatte Au&szlig;enminister Genscher 1978\/79 recht, als er (nach der SS-20-Bedrohung durch die UdSSR) die USA mit einem riskanten diplomatischen Trick zwang, die US-Nuklearwaffen nicht nur in Deutschland zu belassen, sondern sogar zu modernisieren, dann k&ouml;nnte die Welt auch diesmal darauf hoffen, dass die Thukydides-Falle vorerst nicht zuschnappt, es also nicht zum Krieg zwischen den USA und China kommt.<\/p><p>Eine Warnung ist allerdings angebracht: Wer glaubt, bei einem Abgang Trumps w&uuml;rde die Welt sicherer, der irrt. Zum einen ist die &bdquo;politische USA&ldquo; seit langem auf die Umsetzung seiner &ndash; von Gott gegebenen &ndash; Weltpolizei-Rolle eingeschworen. Und bis auf wenige Pazifisten glaubt immer noch eine Mehrheit an das Gute im Kapitalismus und das B&ouml;se im (gedacht) kommunistischen China.<\/p><p>Trumps &bdquo;Schnapsidee &ndash; Business statt Krieg&ldquo; war immerhin einen Versuch wert. Dass man die Welt mit Geld &bdquo;einkaufen&ldquo; kann, dass man mit Russen und Chinesen die Politik vergessen und statt dessen &bdquo;hearts and minds&ldquo; durch Gesch&auml;fte erobern kann, war fast schon genial &ndash; wenn auch ebenso naiv wie gr&ouml;&szlig;enwahnsinnig. Doch mehr noch als Obama zuvor scheiterte Trump nicht an den eigenen Pl&auml;nen, sondern am US-Politik-Establishment.<br>\nUnd dieses praktiziert keine &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo;, sondern l&auml;ngst eine eingefahrene Praxis einer Welt-Hegemonie.<\/p><p>Ob das (geheimgehaltene?) Szenario sich realisiert, dass sein Vertreter Pence kurzfristig die Kandidatur von Trump &uuml;bernimmt (wof&uuml;r dieser viel Ehre und eine umfassende Amnestie erh&auml;lt), ist noch offen. Die Republikaner k&ouml;nnten mehrheitlich hinter einer solchen Operation stehen, denn das &bdquo;moralische Niveau&ldquo; bzw. Ansehen des demokratischen Gegen-Kandidaten Biden ist auch nicht viel h&ouml;her. <\/p><p>Eine verfassungstechnische H&uuml;rde liegt allerdings darin, dass Amnestien generell nur f&uuml;r die nationale US-Rechtsprechung gelten &ndash; nicht aber f&uuml;r Anklagen, wie sie derzeit u.a. der Staat New York erhoben hat. Ggf. k&ouml;nnte Trump dann dem Vorbild des alten spanischen K&ouml;nigs folgen.<\/p><p>Auch in Peking macht man derzeit US-Planspiele, doch Xi Jinping (der die USA weitaus besser versteht als Trump die Chinesen, zumal Xis Tochter sogar dort studierte) wei&szlig; ebenso, wie er selbst und die gro&szlig;e kommunistische Partei Chinas, dass die Apparate bzw. Systeme letztendlich wie die W&uuml;ste sind, an der die Karawane vorbeizieht. <\/p><p>Immerhin, auch in China l&auml;uft es keineswegs stromlinienf&ouml;rmig: Im Februar schwappte in Wuhan die Corona-Krise hoch, kurz danach verschwand der fotogene nordkoreanische Herrscher in der Nachbarschaft f&uuml;r zwei Wochen von der Bildfl&auml;che, was von den Medien weltweit intensiv beobachtet und spekulativ kommentiert wurde.<\/p><p>Dass auch Pr&auml;sident Xi f&uuml;r mehrere Tage &bdquo;offline&ldquo; war und in China nicht nur wilde Ger&uuml;chte zirkulierten, sondern sich bisher unvorstellbare &ouml;ffentliche Kritik verbreitete &ndash; und nicht unterdr&uuml;ckt wurde &ndash; hat im Westen kaum ein Medienmensch oder gar ein Politiker vermerkt &ndash; oder gar ausgewertet.<\/p><p>Doch ganz vereinzelte F&auml;lle, wie der tragisch verstorbene Arzt, der an den (altkommunistisch reagierenden) lokalen Beh&ouml;rden in Wuhan scheiterte, f&uuml;llten pl&ouml;tzlich unsere Seiten. Dass die Schuldigen dann scharf bestraft wurden, fehlte wiederum in der medialen Wahrnehmung = selektiver Journalismus\/Politik. Die Bezeichnung &bdquo;intellektueller Rassismus&ldquo; m&uuml;sste daf&uuml;r noch erfunden werden.<\/p><p>Wichtig ist zu verstehen, dass wir auch von den Chinesen noch einiges lernen k&ouml;nnen, denn welche Politiker, Beamte oder Beh&ouml;rdenleiter werden bei uns zur Rechenschaft gezogen f&uuml;r Korruption, Fehlverhalten, Dummheit, Frechheit etc.? Dumme, b&ouml;se junge Menschen und Rechte pfeifen auf die Maskenpflicht. Die Medien l&uuml;gen nicht, aber im M&auml;rz\/April, als ich &ndash; aus Asien kommend &ndash; l&auml;ngst Maske trug, pfiffen Merkel, Spahn und der Rest der &bdquo;F&uuml;hrung&ldquo; ebenso auf Masken &ndash; und wiesen so das Volk an.<\/p><p>Eine (gebildete, weit gereiste) asiatische Besucherin stellte nach einem Besuch in China fest: &bdquo;unglaublich, alles sauber, alles gut organisiert, alles sicher, sogar vor Superm&auml;rkten ein Uniformierter, da gibt es nicht mal Taschendiebe&hellip; Das ist besser als in Schweden, glaube ich &hellip; dort gibt man sein Steuergeld der Regierung und die macht viel daf&uuml;r &hellip; aber in China habe ich mich irgendwie besser gef&uuml;hlt.&ldquo; Nur eine Einzelmeinung &ndash; aber des Nachdenkens wert.<\/p><p>Letztendlich, auch in Peking l&auml;uft es so wie bei Au&szlig;enminister Maas, der zwar die BND-Berichte aus China, &uuml;ber Hongkong, das S&uuml;dchinesische Meer oder die Seidenstra&szlig;e bekommt (in denen sicher hundert Mal mehr steht als hier), doch letztendlich dem Strom der Dinge und Meinungen folgt &ndash; und der flie&szlig;t derzeit immer noch von West nach Ost.<\/p><p>Eine aktuelle Beobachtung zum Schluss &ndash; das Puzzle muss sich jeder Leser selber zusammensetzen: Aus indischen Quellen kommt die Information (bewusst lanciert oder nicht), dass zwei chinesische Gener&auml;le ihrer eigenen F&uuml;hrung, namentlich Pr&auml;sident Xi Jinping, angeraten h&auml;tten, in Zukunft au&szlig;enpolitisch etwas sorgsamer bzw. diplomatischer mit den USA umzugehen(!).<\/p><p>Die als &bdquo;Hardliner&ldquo; (hawks) bezeichneten Gener&auml;le Dai Xu und Qiao Liang (letzterer pensioniert, unterrichtet an der Universit&auml;t der Volksbefreiungsarmee &ndash; PLA) h&auml;tten gefordert, China m&uuml;sse sein Verst&auml;ndnis der USA neu bewerten. Dies m&uuml;sse unter ideologischen Gesichtspunkten geschehen und die eigene Strategie und Taktik ber&uuml;cksichtigen, um nicht gef&auml;hrliche Fehler zu begehen.<\/p><p>Der General bezieht sich auf die &ndash; relativ neue &ndash; Weisung an chinesische Diplomaten, sich als &bdquo;wolf warriors&ldquo; zu verstehen &ndash; d.h. in Zukunft etwas weniger zur&uuml;ckhaltend zu operieren. Chinas Au&szlig;enminister Wang Yi hatte seine Botschaften im Mai des Jahres entsprechend angewiesen und dies mehr oder weniger eindeutig damit begr&uuml;ndet, man sei von &bdquo;hegemonialen W&ouml;lfen&ldquo; umgeben &ndash; womit klar die USA und Gro&szlig;britannien gemeint waren.<\/p><p>Die Gener&auml;le fordern u.a., Xi solle jede Idee einer milit&auml;rischen Einnahme Taiwans aufgeben, ebenso wie jede Art von Kriegsf&uuml;hrung an mehreren Fronten &ndash; oder gar die Corona-Situation f&uuml;r derartige Aktionen nutzen. Die indische Quelle behauptet mit dieser (TV-)Sendung, in China g&auml;be es massive Kritik an Xi &ndash; was nicht ganz falsch, aber auch gewollte Propaganda ist.<\/p><p>Dass es sich die Inder nicht verkneifen k&ouml;nnen, die &ndash; in der Sendung als interne &bdquo;Friedensengel&ldquo; dargestellten chinesischen Gener&auml;le gleichzeitig als Falken (hawks) zu bezeichnen, ist wiederum typisch f&uuml;r das indische Denken bzw. Milit&auml;r. Einen (grunds&auml;tzlich feindlichen) chinesischen oder gar pakistanischen Milit&auml;r kann man nur mit einem negativen Attribut zitieren &ndash; egal, in welchem Zusammenhang, sonst ist man selbst ein Verr&auml;ter &ndash; Asien ist eben etwas anders. <\/p><p>Wer von unseren nachdenklichen Lesern dies nicht glaubt, sollte einmal nach indischen oder pakistanischen milit&auml;rischen Webseiten (viele auf Englisch) &bdquo;googeln&ldquo;. <\/p><p>Liest man die Texte dortiger Milit&auml;rs oder Pressesprecher, str&auml;uben sich nicht nur europ&auml;ische Haare, sondern man fragt sich auch, wieso zwischen Pakistan, Indien, aber auch China nicht schon l&auml;ngst heftige Atomkriege ausgebrochen sind.<\/p><p>Die gute Nachricht: Wenn dem &ndash; wie wir zum Gl&uuml;ck wissen &ndash; nicht so ist, dann k&ouml;nnen wir auch das Risiko einer eskalierenden (milit&auml;rischen) Auseinandersetzung zwischen den USA und China vorerst als kritisch, jedoch als nicht sehr wahrscheinlich einsch&auml;tzen.<\/p><p>Fazit: Bei einem &bdquo;Kampf der Giganten&ldquo;, wie zwischen China und den USA, ist man versucht, zu viel an Details und Meinungen oder gar &bdquo;tagesaktuelle Informationen&ldquo; hinein zu interpretieren und damit den Wald vor lauter B&auml;umen zu &uuml;bersehen. Doch beide L&auml;nder haben eindeutige Interessen und grundlegende Strategien, die sich kaum ver&auml;ndern werden, auch wenn Medien und Politiker dies t&auml;glich anders darstellen.<\/p><p>Die atomare Vernichtung der Welt w&auml;re &ndash; bis auf die Kuba-Krise und sowjetische Einm&auml;rsche &ndash; bisher fast nur durch technische Fehler oder Missverst&auml;ndnisse passiert. Auch im Falle eines Konfliktes China-USA k&ouml;nnte eher Letzteres passieren. <\/p><p>F&uuml;r einen bewussten Milit&auml;rschlag spricht derzeit wenig, denn beide Seiten sind heutzutage zwar von Ideologien, aber noch mehr von materiellen Interessen gesteuert &ndash; wer etwas zu verlieren hat und daf&uuml;r nicht das Himmelreich bekommt, denkt zweimal nach. Zumindest f&uuml;r die Chinesen gilt dies &ndash; die USA stecken inzwischen weitaus tiefer in ideologischen und pseudo-religi&ouml;sen Denkschemen.<\/p><p><em>Hinweis: f&uuml;r eine tiefere Analyse der chinesischen Wirtschaft findet man auf den NDS u.a. die Gedanken von Werner R&uuml;gemer: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40470\">Varianten des Kapitalismus &ndash; Ein Vergleich des westlichen mit dem chinesischen Kapitalismus<\/a>&ldquo; &ndash; nach wie vor aktuell und mit vielen Quellen erg&auml;nzt.<\/em><\/p><p>Titelbild: rawf8\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Eskalation der politischen Spannungen zwischen den USA und China wurde weltweit trotz der Corona-Krise wahrgenommen. Die vereinfachte Analyse, dass die USA den H&ouml;hepunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht &uuml;berschritten haben und China langsam, aber sicher an ihre Stelle tritt &ndash; und damit zum ersten ernsthaften Konkurrenten bzw. 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