{"id":63728,"date":"2020-08-11T08:33:07","date_gmt":"2020-08-11T06:33:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728"},"modified":"2020-08-11T09:23:31","modified_gmt":"2020-08-11T07:23:31","slug":"hinweise-des-tages-3671","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h01\">Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h02\">Lisa Eckhart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h03\">Streit um Corona-Politik &ndash; Astronomische Fehlrechnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h04\">Thailands Abschottung m&uuml;ndet in Asiens heftigste Wirtschaftskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h05\">Cum-Ex-Aufkl&auml;rung kommt nur schleppend voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h06\">Wildcard f&uuml;r Organisierte Kriminalit&auml;t und ein Trojanisches Pferd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h07\">Verteidigung des Scheinesystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h08\">Der aktuelle Mindestlohn ist ein Armutslohn und teuer f&uuml;r alle Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h09\">Rund die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten verlieren ihre Tarifbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h10\">Kalkulierte Kindeswohlgef&auml;hrdung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h11\">Die T&uuml;cken des Digitalpaket und wann die Sch&uuml;ler*innen erst zu ihren Schul-PC&rsquo;s kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h12\">The real Covid-19 threat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h13\">T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h14\">Corona-Demonstranten wollen den Staat vorf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h15\">Offener Brief: &Auml;rzte gegen Maskenpflicht f&uuml;r Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h16\">Wenn alle &uuml;ber 60 zu Hause bleiben, bricht alles zusammen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Scholz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Weiter so! &ndash; Olaf Scholz ist Kanzlerkandidat<\/strong><br>\nEinstimmig hat der SPD-Vorstand Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gek&uuml;rt. Er steht f&uuml;r die Politik, mit der die SPD seit Jahren eine Bundestagswahl nach der anderen verloren hat.<br>\nEin britischer Intellektueller beobachtete einmal: Gro&szlig;organisationen verhalten sich oft so, als seien sie von Agenten des Gegners gesteuert. Die SPD ist seit 20 Jahren das beste Beispiel f&uuml;r die Richtigkeit dieser Beobachtung. Zum Verst&auml;ndnis: Der Agent, der ihr die Agenda 2010 aufs Auge dr&uuml;ckte, hat einen Namen: BDI (Bundesverband der deutschen Industrie).<br>\nMit der SPD wurde der Sozialstaat abgebaut.<br>\nMit Zustimmung der SPD beteiligt sich die Bundeswehr an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen &ndash; siehe Syrien.<br>\nIm Au&szlig;enministerium sitzt ein Sozialdemokrat, der von der Friedenspolitik des legend&auml;ren ehemaligen SPD-Vorsitzenden Willy Brandt offenbar noch nie etwas geh&ouml;rt hat.<br>\nUnd mit der SPD als Regierungspartei w&auml;chst die Ungleichheit immer weiter.<br>\nEs ist erstaunlich, mit welcher Hartn&auml;ckigkeit die SPD an ihrem Niedergang arbeitet und das Votum der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3287929184601859\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Kanzlerkandidat Scholz: Es gibt keinen Grund f&uuml;r eine positive Prognose<\/strong><br>\nFinanzminister Olaf Scholz steht f&uuml;r alles M&ouml;gliche. Aber f&uuml;r die Alternative zum &bdquo;Weiter so&ldquo;, die das Land br&auml;uchte, steht er nicht. Kann sich das noch &auml;ndern? (&hellip;)<br>\nDie Definitionsmacht &uuml;ber die Mitte von links her zur&uuml;ckzugewinnen: Das m&uuml;sste auch jetzt noch (beziehungsweise wieder) das Ziel der Sozialdemokratie sein. Sie m&uuml;sste einiges klarmachen, das in Groko-Zeiten fast in Vergessenheit geraten ist:<br>\nDass das Wohnungsproblem nicht zu l&ouml;sen ist, auch nicht f&uuml;r die Mitte der Gesellschaft, wenn man mit Leuten regiert, denen nichts Radikaleres einf&auml;llt als fast wirkungslose Mietpreisbremsen.<br>\nDass Gesundheit f&uuml;r alle auf Dauer nicht gehen wird mit einem System, in dem mit Krankheit Profit erwirtschaftet werden darf und soll.<br>\nDass es nicht reicht, eine Krise wie Corona professionell zu managen, wenn &ouml;konomischer Wiederaufbau nicht auch mit &ouml;kologisch-sozialem Umbau verbunden ist.<br>\nDass der Skandal der Ungerechtigkeit sowohl in den Armuts- als auch in den Reichtumszahlen verborgen liegt.<br>\nDass ein Finanzminister, der kanzlerf&auml;hig sein will, das skandal&ouml;se Versagen der Finanzaufsicht in einem Fall wie Wirecard fr&uuml;her h&auml;tte zur Kenntnis nehmen m&uuml;ssen. (&hellip;)<br>\nSollte Olaf Scholz f&uuml;r all dies und die vielen anderen, notwendigen Ver&auml;nderungen brennen, hat er das bisher zumindest erfolgreich verborgen. So stellt sich &ndash; wie schon bei den Kandidaten Steinmeier 2009, Steinbr&uuml;ck 2013 und Martin Schulz 2017 &ndash; die alles entscheidende Frage: Kann sich die SPD mit diesem Mann an der Spitze als f&uuml;hrende Reformkraft pr&auml;sentieren, als Alternative, die etwas anderes tut, als den Merkelismus mit anderem Parteilogo weitgehend fortzusetzen?<br>\nEs wird sich zeigen, welche inhaltlichen Zugest&auml;ndnisse die beiden Linken an der Parteispitze dem k&uuml;nftigen Kandidaten abgerungen haben oder noch abringen werden. Einstweilen gibt es hier keinen Grund f&uuml;r eine positive Prognose. Das Schlimme daran ist nicht so sehr, dass die SPD daf&uuml;r wom&ouml;glich auch bei der n&auml;chsten Wahl wieder bestraft werden wird. Das Schlimme ist: Wieder droht die notwendige Alternative zum Weiter so, deren Notwendigkeit doch sp&auml;testens seit Corona auf der Hand liegen sollte, hinter der Ideologie der Mitte zu verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/spd-kanzlerkandidat-olaf-scholz-angela-merkel-ideologie-der-mitte-alternative-zum-weiter-so-90020724.html\">Stephan Hebel in Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63724\">Der fremdbestimmte Spitzenkandidat: Olaf Scholz<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>S&ouml;der nennt Zeitpunkt der Scholz-Nominierung &ldquo;verheerend&rdquo;<\/strong><br>\nDie SPD schlie&szlig;t die Reihen hinter ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Der politische Gegner wirkt &uuml;berrumpelt und kritisiert die Personalie harsch bis sp&ouml;ttisch. [&hellip;]<br>\nDer FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner &auml;u&szlig;erte sich verwundert &uuml;ber die Wahlkampfstrategie der Sozialdemokraten. &ldquo;Die SPD macht es spannend. Gestern Koalitionsangebot an die Linke und gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Kanzler Habeck &ndash; heute wird mit Olaf Scholz ein Kanzlerkandidat aus dem eher rechten Spektrum der Partei benannt&rdquo;, schrieb Lindner auf Twitter. &ldquo;Respektabel ist er, aber die Strategie erscheint noch r&auml;tselhaft.&rdquo;<br>\nFDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte, die Nominierung werde der Sozialdemokratie eher schaden: &ldquo;Denn die F&uuml;hrung der SPD muss erkl&auml;ren, warum Scholz von den Menschen im Land gew&auml;hlt werden soll, wenn er es selbst nicht einmal schafft, von den eigenen Genossen zum Vorsitzenden gew&auml;hlt zu werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-und-olaf-scholz-markus-soeder-nennt-zeitpunkt-der-nominierung-verheerend-a-e7c598a8-0840-40db-877e-7f6e4c077795\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Am&uuml;sant, dass sowohl Lindner als auch Kubicki mit ihren Kommentaren diesmal voll ins Schwarze treffen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lisa Eckhart<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lisa Eckhart schl&auml;gt Kompromissvorschlag aus<\/strong><br>\nDer Versuch der Harbour Front Festivalleitung, Lisa Eckhart per Videoschalte teilnehmen zu lassen, ist gescheitert. Nun sollen alle Deb&uuml;tantenlesungen verlegt werden. Derweil gab es eine weitere Absage.<br>\nErst sollte sie lesen, dann durfte sie nicht, und zuletzt wollte das Harbour Front Literaturfestival den Auftritt der Kabarettistin und Schriftstellerin Lisa Eckhart doch noch erm&ouml;glichen. Diese Bem&uuml;hungen sind nun offenbar endg&uuml;ltig gescheitert.<br>\nIn einer dem SPIEGEL vorliegenden Mail teilt ihr Verlag der Leitung des Festivals am Montag mit, Lisa Eckhart werde &ldquo;das Angebot, am Wettbewerb um den K&uuml;hne-Preis 2020 &uuml;ber den Umweg einer Videolesung teilzunehmen, nicht annehmen&rdquo;. Von einer Chancengleichheit f&uuml;r alle Nominierten des Deb&uuml;tantenpreises k&ouml;nne keine Rede mehr sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/lisa-eckhart-beim-harbour-front-festival-wettbewerbsteilnahme-ausgeschlagen-a-56f33f8a-0f54-4ba7-b162-a729d7f2d01b\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt, da das Kind in den Brunnen gefallen ist versucht man sich mit einem faulen Kompromiss aus der Aff&auml;re zu ziehen. Weshalb sollte sich Lisa Eckhart darauf einlassen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Statement von Sascha Reh<\/strong><br>\n[&hellip;] Doppelt unrecht hat die Linke, weil es bei Eckhardts geplantem Auftritt nicht einmal um ihr in keiner Weise antisemitisches Programm von vor zwei Jahren, sondern um ihren Deb&uuml;troman geht, den die betreffenden ProtestlerInnen ebensowenig kennen d&uuml;rften wie ich. Die Ank&uuml;ndigung, die Veranstaltung zu sprengen, entbehrt also jeder Rechtfertigung.<br>\nEbensowenig finde ich es nun gerechtfertigt, vor dieser Androhung einzuknicken und als Veranstalter damit zu signalisieren, irgendetwas an der Kritik der Linken sei legitim. Dies diskreditiert die K&uuml;nstlerin, und man muss in diesen hypersensiblen Zeiten wohl auch sagen: die Kunst. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=3417908634906354&amp;id=100000617527905\">Sascha Reh via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Offener Brief von PEN-Pr&auml;sidentin Regula Venske an das Team des HarbourFront Literaturfestivals<\/strong><br>\n[&hellip;] Die Beschwichtigung, es handle sich hier nicht um Zensur, Frau Eckhart k&ouml;nne ja an anderen Veranstaltungsorten oder auch im Fernsehen auftreten, greift &ndash; pardon, lieber Niko &ndash; zu kurz.<br>\nEs gibt vielf&auml;ltige Formen von Zensur, klassisch durch staatliche Obrigkeit, moderner (aber vielleicht nicht einmal das) durch organisierte Kriminalit&auml;t und\/oder politischen Terror, versch&auml;rft in beiden F&auml;llen durch die Duldung und Straflosigkeit seitens eines handlungsunf&auml;higen Staates. Und, noch moderner, durch &sbquo;Volksabstimmung&lsquo; im Internet.<br>\nIm Dezember 1930 wurde die Premiere von &bdquo;Im Westen nichts Neues&ldquo; nach dem Roman von Erich Maria Remarque derart massiv gest&ouml;rt, dass die Vorstellung schlie&szlig;lich abgebrochen werden musste. Verantwortlich waren damals nationalsozialistische Schl&auml;gertrupps. Am Ende machte sich die Oberpr&uuml;fstelle die nationalsozialistische Argumentation zu eigen und verh&auml;ngte ein Auff&uuml;hrungsverbot. &Uuml;brigens beklagte Heinrich Mann, der in den 1920er Jahren in mehreren Essays gegen Zensur Stellung bezog, dass sich das wilhelminische liberale B&uuml;rgertum viel st&auml;rker dagegen zur Wehr gesetzt h&auml;tte als es das Publikum der Weimarer Republik tat.<br>\nWo wollen wir uns heute verorten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pen-deutschland.de\/de\/2020\/08\/10\/offener-brief-von-pen-praesidentin-regula-venske-an-das-team-des-harbourfront-literaturfestivals\/\">PEN Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63631\">Der Fall Lisa Eckhart &ndash; Cancel Culture in Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Hier wird ja auf Verdacht randaliert<\/strong><br>\nDie &ouml;sterreichische Kabarettistin und Autorin Lisa Eckhart wurde vom Hamburger Lesefest &ldquo;Harbour Front&rdquo; ausgeladen, weil es angeblich Drohungen gegen die Veranstaltung gegeben habe. Kritiker werfen Eckhardt vor, antisemitische und rassistische Klischees zu bedienen. Eckhart ist aber nicht der einzige Fall, bei dem Wissenschaftler und Kulturschaffende nach Kritik im Netz wieder ausgeladen wurden. &hellip;<br>\n&bdquo;Vieles was jetzt passiert, passiert auf der Basis blanker Ger&uuml;chte. Das ist die Entm&uuml;ndigung eines mitdenkenden und wom&ouml;glich kritischen Publikums &ndash; und zwar im Schutz der Anonymit&auml;t&ldquo;, sagt der Politologe Claus Leggewie. Die Veranstalter verhielten sich feige, weil sie sich dem Druck nicht aussetzten. Der Druck sei meistens virtuell, da gebe es zun&auml;chst Ger&uuml;chte. &bdquo;Wenn wir so weitermachen, ist das ein Todessto&szlig; f&uuml;r eine Gesellschaft, die auf Gedanken- und Meinungsfreiheit beruht,&ldquo; so Leggewie. &bdquo;Hier wird ja auf Verdacht randaliert.&ldquo; &hellip;<br>\nMan m&uuml;sse sich fragen, woher dieser &bdquo;Wahn&ldquo; komme, sagt Leggewie. &bdquo;Es handelt sich meines Erachtens um einen Narzissmus der allerkleinsten Differenz.&ldquo; In der Regel seien dabei nicht ultrarechte und damit wirklich gef&auml;hrliche Gegner unserer Gesellschaft und Demokratie im Visier, sondern es sei vielmehr ein Streit zwischen besonders Linken und anderen Linken oder zwischen Linken und Liberalen. Es gehe also um Ordnung im eigenen Lager.<br>\nEr habe zwar Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass ein Veranstalter nicht wolle, dass ihm die Bude demoliert werde. Aber seine Erfahrung zeige, dass es oft nur eine kleine Gruppe von St&ouml;rern sei, die auch den Saal wieder verlasse, wenn das Publikum mutig genug sei. Sein Rezept gegen den wachsenden Druck lautet:  Mehr R&uuml;ckgrat von Kulturveranstaltern, die Artikulation der sogenannten schweigenden Mehrheit und notfalls polizeilicher Schutz von Meinungs&auml;u&szlig;erungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/claus-leggewie-ueber-cancel-culture-hier-wird-ja-auf.1013.de.html?dram:article_id=482017\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Abk&uuml;hlung &ouml;ffentlicher Debatten<\/strong><br>\nKaum eine &ouml;ffentliche Debatte wird derzeit sachlich gef&uuml;hrt. &Uuml;berall sind heftige Gef&uuml;hle im Spiel. Das sei typisch f&uuml;r unsere sp&auml;tmoderne Lebensform, meint Soziologe Andreas Reckwitz. Er pl&auml;diert f&uuml;r eine Entemotionalisierung im &ouml;ffentlichen Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/soziologe-andreas-reckwitz-plaedoyer-fuer-eine-abkuehlung.990.de.html?dram:article_id=468219\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streit um Corona-Politik &ndash; Astronomische Fehlrechnungen<\/strong><br>\nDie Politik hat sich bei den Ma&szlig;nahmen gegen Corona auf den Rat von zu wenigen Fachleuten gest&uuml;tzt. N&ouml;tig ist ein breit aufgestelltes Expertengremium. [&hellip;]<br>\nAus unserer Sicht haben sich Politik und &ouml;ffentliche Meinung selten so sehr auf den Rat von nur wenigen Fachleuten gest&uuml;tzt wie jetzt in der Coronakrise. Und es stellt sich die Frage, ob die Expertengremien gen&uuml;gend interdisziplin&auml;r und ausgewogen zusammengesetzt sind, um die Politik in dieser Krise mit Gelassenheit und Augenma&szlig; und ohne Interessenkonflikte beraten zu k&ouml;nnen.<br>\nEs geht ja nicht nur um die Beurteilung der Gef&auml;hrlichkeit der Pandemie, sondern auch um die Absch&auml;tzung des tats&auml;chlichen Nutzens der Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Eind&auml;mmung der Pandemie; und nicht zuletzt geht es auch um die Beurteilung der durch die Ma&szlig;nahmen m&ouml;glicherweise verursachten Kollateralsch&auml;den &ndash; nicht nur f&uuml;r die Gesundheit, sondern auch f&uuml;r Gesellschaft, Demokratie, Kultur, Bildung und Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Einsch&auml;tzung einer Pandemie ist es grunds&auml;tzlich wichtig, gen&uuml;gend gro&szlig;e repr&auml;sentative Zufallsstichproben der gesamten Bev&ouml;lkerung mit validierten serologischen Antik&ouml;rpertests in regelm&auml;&szlig;igen zeitlichen Abst&auml;nden zu untersuchen, um die Dynamik des viralen Geschehens und den Immunstatus der Bev&ouml;lkerung richtig beurteilen zu k&ouml;nnen. Nur so kann die Gef&auml;hrlichkeit der Infektion f&uuml;r die Menschen, je nach deren Alter und sozialer Gruppe, genauer berechnet werden.<br>\nDiese Arbeitsweise der bev&ouml;lkerungsbezogenen Epidemiologie ist in der Lage, mit empirisch gewonnenen Daten Hochrechnungen, Prognosen und Modellannahmen zu &uuml;berpr&uuml;fen. Gleich zu Beginn der Pandemie wurde von Epidemiologen wie John Ioannidis, Professor an der Stanford-Universit&auml;t in Kalifornien, gefordert, repr&auml;sentative Bev&ouml;lkerungsstichproben zu untersuchen, um zu realistischen Todesraten und einer realistischen Einsch&auml;tzung der Gef&auml;hrlichkeit der Pandemie zu kommen. Inzwischen hat er eine &Uuml;bersichtsarbeit &uuml;ber 36 solcher weltweit durchgef&uuml;hrten Zufallsstichprobenuntersuchungen mit serologischen Antik&ouml;rpertests vorgelegt: Die darin erhaltenen IFR-Zahlen liegen viel niedriger als die zu Beginn der Pandemie gemachten Sch&auml;tzungen einiger Virologen.<br>\nDie vom RKI Anfang Mai angek&uuml;ndigte repr&auml;sentative Zufallsstichprobenuntersuchung der deutschen Bev&ouml;lkerung steht bis heute aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Corona-Politik\/!5701892\/\">Angela Spelsberg und Ulrich Keil in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Thailands Abschottung m&uuml;ndet in Asiens heftigste Wirtschaftskrise<\/strong><br>\n[&hellip;] Seit Anfang April l&auml;sst Thailand keine Touristen mehr ins Land &ndash; aus Sorge davor, dass Urlauber eine neue Corona-Welle ausl&ouml;sen k&ouml;nnten. Bislang hat das gut funktioniert: Seit mehr als zwei Monaten wurde in dem s&uuml;dostasiatischen Urlaubsland keine einzige lokale Infektion mehr festgestellt. Doch die Abschottungsstrategie hat einen hohen Preis: Der vom Tourismus abh&auml;ngigen Volkswirtschaft droht die schwerste Rezession seiner Geschichte.<br>\nUnter Asiens gro&szlig;en L&auml;ndern ist Prognosen zufolge kein anderes von der Coronakrise derart stark betroffen. Angesichts der desastr&ouml;sen Lage ist eine Debatte dar&uuml;ber entbrannt, wie lange sich eines der beliebtesten Urlaubsl&auml;nder der Welt geschlossene Grenzen noch leisten kann. Nach Berechnungen der Zentralbank wird die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um mehr als acht Prozent zur&uuml;ckgehen. Die Volkswirte an der Universit&auml;t der thail&auml;ndischen Handelskammer gehen sogar von einem Konjunktureinbruch um bis zu elfeinhalb Prozent aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/coronafolgen-thailands-abschottung-muendet-in-asiens-heftigste-wirtschaftskrise\/26072362-all.html?-np-&amp;rtfm=1&amp;j=776884&amp;sfmc_sub=276547894&amp;l=266_HTML&amp;u=18401943&amp;mid=7322111&amp;jb=379&amp;ticket=ST-2972702-SdzdKRFTMO1zeopZRYi0-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Cum-Ex-Aufkl&auml;rung kommt nur schleppend voran<\/strong><br>\nZahlreiche Banken und deren Berater hatten bis mindestens 2012 bestehende Kontrolll&uuml;cken ausgenutzt und sich beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende zuvor nicht gezahlte Steuern erstatten oder anrechnen lassen.<br>\nViele Jahre nach dem milliardenschweren Griff in die Staatskasse sind die meisten Verdachtsf&auml;lle noch immer offen. In vielen F&auml;llen droht nun Verj&auml;hrung.<br>\nEin Steuerfahnder, der &uuml;ber Jahre hinweg gerade mal 51 seiner mehr als 400 F&auml;lle abgearbeitet hat, bek&auml;me ziemlich sicher &Auml;rger. Eine R&uuml;ge seines Vorgesetzten zumindest, oder eine Abmahnung &ndash; vielleicht w&uuml;rde er auch strafversetzt. Wie gut, dass kein Minister in Berlin oder in den L&auml;ndern mit solchen Konsequenzen rechnen muss, auch wenn deren Bilanz in Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem Steuerdiebstahl, dem Cum-Ex-Skandal, ebenso miserabel ausf&auml;llt. Die Politik hat die Aufkl&auml;rung des dreisten Griffs der Banken in die Staatskasse, bislang zumindest, kr&auml;ftig verbockt: Von dem hohen Druck, mit dem Finanzbeh&ouml;rden deutschlandweit versucht haben, das mutma&szlig;lich gestohlene Geld zur&uuml;ckzuholen, scheint wenig &uuml;brig.<br>\nNach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind bislang 51 Verfahren, in denen der Fiskus 1,1 Milliarden Euro gerettet hat, rechtskr&auml;ftig abgeschlossen. 391 Verdachtsf&auml;lle, in denen es um 4,3 Milliarden Euro geht, waren bei der j&uuml;ngsten Umfrage des Ministeriums unter den Bundesl&auml;ndern und beim Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern in Bonn noch offen. Das teilte das Berliner Finanzministerium jetzt auf Anfrage von SZ und WDR mit. Steuerfahnder gehen von einer hohen Dunkelziffer aus und sch&auml;tzen den Gesamtschaden auf mehr als zehn Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-aufklaerung-verjaehrung-1.4994864\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und wer ist Finanzminister? Der Olaf mit Wumms.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wildcard f&uuml;r Organisierte Kriminalit&auml;t und ein Trojanisches Pferd<\/strong><br>\nDer Chef dieses Unternehmens Jan Marsalek wird seit ein paar Wochen als echter Bad Boy pr&auml;sentiert. Das ist wahr und heuchlerisch<br>\nDer j&auml;he Fall des B&ouml;rsenlieblings Wirecard AG, der die &ldquo;Deutschland-AG 2.0&rdquo; verk&ouml;rpert hat und nun mit H&auml;me und Spott aus dem DAX-Olymp verjagt wird, z&auml;hlt ganz n&uuml;chtern zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsskandale in der Bundesrepublik Deutschland. Innerhalb weniger Tagen sank der B&ouml;rsenwert von sieben Milliarden Euro um circa 75 Prozent.<br>\nDie breit ausgetretene Spur, die den Fall aufkl&auml;ren soll, hat die S&uuml;ddeutsche Zeitung in den D&uuml;nensand geschrieben: &ldquo;Falsche Freunde, falsche F&auml;hrten&rdquo;.<br>\nWas ist aber, wenn der Wirtschaftskrimi &ldquo;Wirecard AG&rdquo; vor allem von ganz vielen hochkar&auml;tigen &ldquo;Freunden&rdquo; aus der Spitze von Politik und Staat geschrieben wird, und diese nun mit falschen F&auml;hrten und ganz viel Nebelkerzen gesch&uuml;tzt werden sollen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wirecard-Wildcard-fuer-Organisierte-Kriminalitaet-und-ein-Trojanisches-Pferd-4861551.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verteidigung des Scheinesystems<\/strong><br>\nDie Abschaffung des Bargelds scheint in Deutschland in weiter Ferne zu liegen. Laut der Bundesbank-Studie &bdquo;Zahlungsverhalten in Deutschland 2017&ldquo; werden drei von vier Eink&auml;ufe noch immer bar bezahlt. Durchschnittlich 107 Euro tr&auml;gt der Deutsche im Portemonnaie mit sich herum, daran hat sich in den vergangenen Jahren wenig ge&auml;ndert. In anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern ist das bargeldlose Bezahlen wesentlich beliebter &ndash; oder gar alternativlos. In den Niederlanden etwa k&ouml;nnen oft Parktickets oder Busfahrkarten nur noch elektronisch bezahlt werden und immer mehr Superm&auml;rkte nehmen keine Scheine und M&uuml;nzen mehr an.<br>\nIn Zeiten von Covid-19 hat sich diese Tendenz verst&auml;rkt &ndash; aus Angst vor Ansteckung. Bereits im M&auml;rz wurde laut Guardian an britischen Geldautomaten halb so viel Bargeld abgehoben wie sonst. Die deutschen Sparkassen verzeichnen seit Ausbruch der Pandemie deutlich mehr Transaktionen &uuml;ber ihre Apps als zuvor. Global betrachtet, befand sich das Bargeld jedoch schon vor Corona auf dem R&uuml;ckzug. 63,5 Prozent aller elektronischen Transaktionen weltweit finden in China statt. Die Chinesen zahlen allerdings kaum mit EC- oder Kreditkarte, stattdessen nutzen sie ihr Smartphone und greifen dabei in erster Linie auf zwei Dienste zur&uuml;ck: Alipay und Wechat Pay.<br>\nInzwischen bieten deutsche Banken ebenfalls das Zahlen mit dem Handy an, auch k&ouml;nnen kleinere Betr&auml;ge mit den neuen EC-Karten kontaktlos, also ohne das Eingeben der PIN-Nummer und ohne eine Unterschrift leisten zu m&uuml;ssen, an der Kasse beglichen werden. Das hat sich in Zeiten der Pandemie bew&auml;hrt &ndash; einerseits. Da die Funktion bei den meisten Karten automatisch freigeschaltet ist, k&ouml;nnte sie andererseits f&uuml;r Kriminelle mit entsprechenden Leseger&auml;ten eine neue Geldquelle sein. Wer das bef&uuml;rchtet, muss eine Sperrung bei der Bank vornehmen lassen. Diese Strategie ist im &Uuml;berwachungskapitalismus allenthalben anzutreffen: Wer nicht alle Aussp&auml;happlikationen von Smartphones oder Social-Media-Plattformen haben m&ouml;chte, muss aktiv werden. Datenschutz wird jedem selbst aufgeb&uuml;rdet, spekuliert wird auf die Bequemlichkeit der B&uuml;rger. (&hellip;)<br>\nWer jedoch vor einer Abschaffung des Bargelds warnt, wird rasch als Fortschrittsfeind oder Verschw&ouml;rungstheoretiker hingestellt oder als Deutscher Michel verlacht. Was daran aber fortschrittlich sein soll, dass jeder Einkauf Daten produziert, regelm&auml;&szlig;ig die Kontoausz&uuml;ge &uuml;berpr&uuml;ft werden m&uuml;ssen und der B&uuml;rger seiner Geheimnisse beraubt wird, erkl&auml;ren die Verfechter des bargeldlosen Bezahlens nicht. Auch ist nicht zu leugnen, dass es Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard sind, die, unterst&uuml;tzt von dem Halbtagsphilanthropen Bill Gates, seit Jahren mit einer aggressiven Lobbyarbeit Scheine und M&uuml;nzen zur&uuml;ckdr&auml;ngen wollen. Auf den ersten Blick scheint nur der Verdacht der Deutscht&uuml;melei berechtigt zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/verteidigung-des-scheinesystems\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Massive Anti-Bargeld-Propaganda aus Anlass eines bargeldfreundlichen Bundesbank-Berichts<\/strong><br>\nEs sind nicht nur die &ouml;ffentlich- rechtlichen Sender, die oft dreiste Anti-Bargeld-Propaganda machen. Ein leider gar nicht so selten schlimmes Beispiel gab es am Montagnachmittag in der Teleb&ouml;rse, der Wirtschaftsendung des Senders ntv, der zu RTL geh&ouml;rt. Mit Unwissenheit l&auml;sst sich nicht erkl&auml;ren, was in dieser Sendung pr&auml;sentiert wurde, aus mindestens zwei Gr&uuml;nden. (&hellip;)<br>\nFalschinformationen<br>\nEs war nicht nur die sehr einseitige Intonation und Wortwahl, die in den Beitr&auml;gen auffiel. Falsch oder grob verzerrt war an der Darstellung,:<\/p>\n<ul>\n<li>dass die Deutschen in Sachen Bargeld eine Sonderrolle einnehmen, &ldquo;ein deutsches Ph&auml;nomen&rdquo;, wie der Moderator paraphrasiert. Das wird dadurch nicht richtig, dass es die Bargeldgegner immer wieder behaupten. Die Bargeldnutzung in Deutschland bewegt sich im Industriel&auml;ndervergleich im Mittelfeld, weltweit im unteren Bereich;<\/li>\n<li>dass Bargeld auf der Bank v&ouml;llig sicher ist;<\/li>\n<li>dass das Vertrauen in den Aktienmarkt und die Komplexit&auml;t vieler Finanzprodukte viel mit der Bargeldhaltung zu tun hat;<\/li>\n<li>dass die Bundesb&uuml;rger durchschnittlich &ldquo;1.364 Euro in den eigenen vier W&auml;nden horten&rdquo;. Die von der Bundesbank ermittelten 1.364 Euro beziehen sich entgegen der durchgehend falschen Darstellung bei der Teleb&ouml;rse auf &ldquo;zu Hause oder in einem Schlie&szlig;fach&rdquo;. Vermutlich werden die gro&szlig;en Betr&auml;ge in Schlie&szlig;f&auml;chern aufbewahrt, sodass der erweckte Eindruck, die Deutschen bewahrten typischerweise gro&szlig;e Betr&auml;ge unter der Matratze auf, ein falscher sein d&uuml;rfte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass die Psychologin Lochner es nicht besser wei&szlig;, leuchtet mir ein. Durch Internetrecherche und auf ihrem Lebenslauf habe ich kein Indiz gefunden, dass sie beruflich-wissenschaftlich je etwas mit Bargeld, ja nicht einmal mit Finanzm&auml;rkten zu tun hatte. Der Redaktion war offenbar jede Schein-Expertin recht, die bereit war, das aus ihrer Sicht Passende zu sagen.<br>\nWas fehlte<br>\nNicht einmal ansatzweise erw&auml;hnt wurden die &uuml;brigen Vorteile des Bargelds wie die Sicherheit vor Bankenpleiten, und das Vermeiden von Negativzinsen oder die Nutzbarkeit bei Stromausfall, Technikversagen und sonstigen Katastrophen. In der Bundesbankanalyse findet sich das alles. Man wollte es also nicht erw&auml;hnen. Auch der Bundesbank-Experte h&auml;tte es sicher gerne umfassender gesagt, wenn man ihn gelassen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/teleboerse-anti-bargeld\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Journalist Norbert H&auml;ring ist ein echter Kenner &uuml;ber das Thema. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62196#h11\">Sudan als Versuchskaninchen f&uuml;r Bargeldabschaffung, universelles Grundeinkommen und Total&uuml;berwachung<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48192\">Eine Dystopie kommt selten allein. Nach Huxleys &bdquo;Sch&ouml;ner neuer Welt&ldquo; nun H&auml;rings &bdquo;Sch&ouml;nes neues Geld&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39234\">Der &bdquo;Krieg gegen das Bargeld&ldquo; ist eine milliardenschwere &Ouml;lquelle f&uuml;r den Finanzsektor<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33851\">Rezension: Norbert H&auml;ring &bdquo;Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen &ndash; Der Weg in die totale Kontrolle&ldquo;<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der aktuelle Mindestlohn ist ein Armutslohn und teuer f&uuml;r alle Steuerzahler<\/strong><br>\nHandwerkspr&auml;sident Hans Peter Wollseifer hat eine rasche Erh&ouml;hung des Mindestlohns auf zw&ouml;lf Euro scharf kritisiert. Der Vorsto&szlig; von Arbeitsminister Hubertus Heil f&uuml;hre die Arbeit der Mindestlohnkommission und die Arbeit der Sozialpartner &bdquo;ad absurdum&ldquo;, sagte Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur. Die Politik solle sich raushalten, die Sozialpartner machten das gut.<br>\nDietmar Bartsch kommentiert: &bdquo;Politik soll sich raushalten? Falsch! Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r einen Mindestlohn von 12 Euro in der Stunde. Der aktuelle Mindestlohn ist ein Armutslohn und teuer f&uuml;r alle Steuerzahler. Er bedeutet Ausbeutung und sp&auml;ter millionenfache Altersarmut. Mini-L&ouml;hne und Mini-Renten kosten die Steuerzahler j&auml;hrlich 17 Milliarden Euro. &Uuml;ber eine Million Menschen k&ouml;nnen von ihrer Arbeit nicht leben und m&uuml;ssen ihren Lohn beim Sozialamt mit Hartz IV aufstocken. Darunter sind viele, die noch vor Wochen beklatscht wurden, aber keine dauerhafte Lohnerh&ouml;hung erhielten: zum Beispiel Kranken- und Altenpfleger, Verk&auml;uferinnen, Paketboten.<br>\nDiese unw&uuml;rdige &lsquo;Aufstockerei&rsquo; kostet j&auml;hrlich rund zehn Milliarden Euro Steuergeld. Niedrigl&ouml;hne f&uuml;hren in die Altersarmut. F&uuml;r die sogenannte Grundsicherung im Alter gibt der Staat j&auml;hrlich etwa sieben Milliarden Euro. Viele Ausgaben w&auml;ren &uuml;berfl&uuml;ssig, h&auml;tten wir nicht seit Jahrzehnten einen riesigen Niedriglohnsektor, der verhindert, dass die Menschen im Alter eine ausk&ouml;mmliche Rente beziehen. Wir brauchen also einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus mehreren Gr&uuml;nden: Gegen Ausbeutung, gegen Armut im Job und im Alter und gegen ausufernde Staatsausgaben, die anderswo &ndash; zum Beispiel in Schulen und Krankenh&auml;usern &ndash; fehlen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/der-aktuelle-mindestlohn-ist-ein-armutslohn-und-teuer-fuer-alle-steuerzahler\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rund die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten verlieren ihre Tarifbindung<\/strong><br>\nSeit Corona gelten sie als systemrelevant. Doch die Tarifbindung wird bei Kassiererinnen und Kassierer im Einzelhandel zur Ausnahme &ndash; viele verdienen sogar real weniger Geld. (&hellip;)<br>\nEine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zeigt: Die Stundenl&ouml;hne bei Teilzeitbesch&auml;ftigten im Einzelhandel ohne Tarifbindung nahmen in dem Zeitraum nur um 8,5 Prozent zu, laut Statistischem Bundesamt von 12, 22 Euro auf 13, 26 Euro. Inflationsbereinigt sanken die Stundenl&ouml;hne damit.<br>\nDer Personenkreis derjenigen im Einzelhandel ohne Tarifbindung w&auml;chst zudem &uuml;berdurchschnittlich schnell. Zwischen 2010 und 2019 verlor fast die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten &ndash; 44 Prozent &ndash; den Schutz des Tarifvertrags. Der Anteil der Besch&auml;ftigten mit Tarifbindung im Einzelhandel sank von 50 Prozent im Jahr 2010 auf 28 Prozent 2019.<br>\nIn der Gesamtwirtschaft ging der Anteil gem&auml;&szlig; der Daten des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit von 60 auf 52 Prozent zur&uuml;ck. Auch der Anteil der Betriebe mit Tarifvertragsbindung sank im Einzelhandel schneller als im Rest der Wirtschaft. Im Jahr 2019 waren nur noch 20 Prozent der Einzelh&auml;ndler an einen Tarifvertrag gebunden &ndash; ein R&uuml;ckgang um ein Drittel binnen zehn Jahren. In der Gesamtwirtschaft verringerte sich der Anteil vom gleichen Niveau auf 27 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/einzelhandel-tarifbindung-gehalt-deutschland-1.4992605\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kalkulierte Kindeswohlgef&auml;hrdung?<\/strong><br>\nAm Montag hatte das Schulministerium in NRW seine neuen &ldquo;Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Um &ldquo;den Schulen einen Regelbetrieb zu erm&ouml;glichen&rdquo;, gelten zun&auml;chst bis zum 31. August versch&auml;rfte Bedingungen. &ldquo;Insbesondere wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Schulen deutlich ausgeweitet&rdquo;, teilte es mit. Danach m&uuml;ssen alle Kinder und Jugendlichen ab Klassenstufe 5 aufw&auml;rts die ganze Zeit &uuml;ber eine Maske tragen &ndash; im gesamten Schulgel&auml;nde und auch im Unterricht.<br>\nSollten Sch&uuml;ler dagegen versto&szlig;en, droht ihnen in letzter Konsequenz sogar ein Verweis von der Schule, wie Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem Interview ank&uuml;ndigte. Ihr sei zwar bewusst, dass Masken ihre Tr&auml;ger gerade bei hei&szlig;em Wetter &ldquo;besonders beeintr&auml;chtigen&rdquo;. Wegen des Infektionsgeschehens seien sie aber &ldquo;alternativlos&rdquo;.<br>\nNachdem erste kritische Stimmen, auch von Eltern, laut geworden waren, mischte sich die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina ein. In einer &ldquo;Ad-hoc-Stellungnahme&rdquo; empfahl sie die Maskenpflicht ab Klasse 5, &ldquo;wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden k&ouml;nnen&rdquo; auch im Unterricht. An dem Papier arbeitete der Charit&eacute;-Virologe Christian Drosten mit. Er und das RKI geben in Sachen Corona weitgehend den Ton an. (&hellip;)<br>\nDie angebliche Wirksamkeit von Stoffmasken im Unterricht als Infektionsschutzma&szlig;nahme scheint indes durch nichts belegt zu sein. Im Gegenteil: Einer im Juli ver&ouml;ffentlichen Studie von Herzspezialisten, Chirurgen und Sportmedizinern des Universit&auml;tsklinikums Leipzig zufolge vermindert das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die k&ouml;rperliche Belastbarkeit sogar von Gesunden erheblich.<br>\nIn ihren Versuchen mit OP-Masken sowie FFP2-Masken habe sich ergeben, so die Autoren, &ldquo;dass die kardiopulmonale Leistungsf&auml;higkeit durch beide Masken-Typen signifikant reduziert wird&rdquo;. Das bedeutet: Herz- und Lungenfunktion werden massiv beeintr&auml;chtigt. Dies f&uuml;hre besonders bei k&ouml;rperlicher Anstrengung schnell zu einer Ans&auml;uerung des Blutes, hei&szlig;t es. Zudem f&uuml;hlten sich die Probanden auch subjektiv enorm beeintr&auml;chtigt. Dass dieses Gef&uuml;hl kein Hirngespinst ist, sei nun wissenschaftlich belegt, so die Autoren. (&hellip;)<br>\nAuch Mediziner &uuml;berwanden sich und stellten sich dem feindseligen gesellschaftlichen und politischen Klima gegen&uuml;ber sogenannten &ldquo;Maskenverweigerern&rdquo;. &ldquo;Ein l&auml;ngeres Maskentragen beeintr&auml;chtigt bei Sch&uuml;lern die Leistungsf&auml;higkeit&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Kinder- und Jugend&auml;rzte, Thomas Fischbach, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er sieht zudem psychische Auswirkungen auf die Kinder, da der Blickkontakt in der Kommunikation gest&ouml;rt werde. In einer gemeinsamen Stellungnahme empfehlen Kinder- und Jugendmediziner je nach Infektionsgeschehen lediglich das Maskentragen au&szlig;erhalb der Unterrichtsr&auml;ume.<br>\nDie Gewerkschaft f&uuml;r Erziehung und Wissenschaften (GEW) in NRW h&auml;lt Masken im Unterricht f&uuml;r &ldquo;p&auml;dagogisch unsinnig&rdquo; und einen &ldquo;hilflosen Versuch, den Regelbetrieb durchzusetzen&rdquo;. Seitens der Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW wurde kritisiert, dass Ministerin Gebauer k&uuml;rzlich zugesichert hatte, keinen Maskenzwang im Unterricht einzuf&uuml;hren. Den Schwenk ins Gegenteil habe ihre Beh&ouml;rde nicht begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105310-maskenpflicht-im-unterricht-kalkulierte-kindeswohlgefahrdung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die T&uuml;cken des Digitalpaket und wann die Sch&uuml;ler*innen erst zu ihren Schul-PC&rsquo;s kommen<\/strong><br>\nDigitalpaket und die Realit&auml;t. Der Bund hat 500 Mio. EUR f&uuml;r digitale Endger&auml;te zur Verf&uuml;gung gestellt. Davon kriegt die Stadt Wuppertal 3,38 Mio. Euro und muss noch 10 % drauf legen, somit 3,76 Mio. Euro. Um f&uuml;r bed&uuml;rftige Sch&uuml;ler Laptops anzuschaffen, muss es ein europaweites Ausschreibungsverfahren geben. Bis die Ger&auml;te beschafft werden k&ouml;nnen, rechnet die Stadt mit drei Monaten, also f&uuml;r ab Nov. 2020.<br>\nGleichzeitig wird berichtet, dass alleine nur an einer Gesamtschule mit 1400 Sch&uuml;lerInnen ungef&auml;hr 400 Sch&uuml;ler*innen au&szlig;er einem Handy nicht &uuml;ber digitale Endger&auml;te verf&uuml;gen.<br>\nEindrucksvolle und viele Details aus Wuppertal <a href=\"https:\/\/t1p.de\/ulay\">dazu in unserer &ouml;rtlichen Qualit&auml;tspresse<\/a>.<br>\nGleichzeitig wird bekannt, dass das Wuppertaler Jobcenter lediglich 24 Darlehen zur Beschaffung von digitalen Endger&auml;ten gew&auml;hrt hat. 1\/3 aller Minderj&auml;hrigen in Wuppertal sind im SGB II- Bezug, das sind 20.000 Kinder- und Jugendliche. Davon wird ein betr&auml;chtlicher Teil digitale Endger&auml;te ben&ouml;tigen.<br>\nDie Wuppertaler Situation d&uuml;rfte mit anderen St&auml;dten und Kreisen vergleichbar sein, daher sind digitale Endger&auml;te auf Antrag bed&uuml;rftigen Sch&uuml;ler*innen zu gew&auml;hren. Der Verweis auf das Digitalpaket ist systematisch richtig, die Ger&auml;te werden aber jetzt gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/tickerarchiv\/d\/n\/2680\/\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>The real Covid-19 threat<\/strong><br>\nAnalysis of NHS data reveals the deadly consequences of the government&rsquo;s messaging to &lsquo;stay at home, save lives, protect the NHS.&rsquo; During the lockdown, there was a near 50 per cent decline in admissions for heart attacks. The risks of Covid-19 outweighed the risk of seeking NHS care despite worsening symptoms for many people: 40 per cent more people died from lower-risk treatable heart attacks than usual. For strokes, the situation is further exacerbated by living alone and not having visitors as 98 per cent of emergency calls for strokes are made by someone else.<br>\nThere have been seven registered Covid deaths in children &ndash; representing a tiny risk. However, delays in seeking medical help might have contributed to the deaths of at least nine children, according to a survey of doctors. One-third of the 241 emergency paediatricians asked had witnessed delayed presentations. Some doctors reported late presentations during labour that resulted in adverse outcomes; some said early discharges after birth led to infants returning with severe dehydration.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spectator.co.uk\/article\/the-real-covid-19-threat\">The Spectator<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein unbedingt lesenswerter Artikel des britischen Epidemiologe Carl Heneghan aus Oxford. Die H&ouml;here Sterblichkeit in den britischen Privathaushalten f&uuml;hrt Heneghan darauf zur&uuml;ck, dass Krankheiten zu sp&auml;t oder gar nicht behandelt wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2<\/strong><br>\nT-Zellen k&ouml;nnen nach Kontakt zu saisonalen humanen Coronaviren auch Struk&ndash;tu&ndash;ren des SARS-CoV-2-Virus erkennen. Das legt eine Studie der Universit&auml;tsklinik T&uuml;bingen nahe, die Mitte Juni als Vorver&ouml;ffentlichung erschienen ist (DOI: 10.21203\/rs.3.rs-35331\/v1). (&hellip;)<br>\nDie Wissenschaftler identifizierten nun erstmals 120 virale Peptidketten aus dem Genom von SARS-CoV-2, deren Pr&auml;sentation an HLA-Rezeptoren eine T-Zell-Immunantwort aus&ndash;l&ouml;sten, sogenannte Epitope.<br>\nDie Forscher verglichen daf&uuml;r Blutproben von 180 Personen, die eine SARS-CoV-2-Infek&ndash;tion ohne station&auml;re Behandlung durchgemacht hatten, mit 185 Blutproben aus der Zeit vor der Pandemie.<br>\nAus der Vielzahl der erkannten Epitope stellten sie 2 unterschiedliche Kompositionen zusammen. Die erste dieser Gruppen enthielt SARS-CoV-2-spezifische Epitope, die nur von T-Zellen erkannt wurden, die bereits Kontakt zu SARS-CoV-2 gehabt hatten.<br>\nEine zweite Epitop-Komposition enthielt ausschlie&szlig;lich kreuzreaktive Peptidketten von SARS-CoV-2, die also auch von vorher nicht exponierten T-Zellen erkannt wurden. Einige davon zeigten &Auml;hnlichkeiten mit Epitopen von 4 anderen humanen Coronaviren (HCoV-OC43, HCoV-229E, HCoV-NL63 und HCoV- HKU1).<br>\nDie Proben von Personen, die vorher an COVID-19 erkrankt waren, zeigten zu 100 % eine CD4- oder CD8-T-Zell-Antwort auf wenigstens eine der beiden Kompositionen.<br>\nUnter den nicht exponierten Proben zeigten 81 % eine T-Zell-Antwort auf die kreuz&ndash;reak&ndash;tive Epitopkomposition. Sie fiel geringer aus als bei den vorher exponierten Proben. Die SARS-CoV-2-spezifische Komposition l&ouml;ste hier keine Immunreaktion aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/115217\/T-Zellen-gegen-saisonale-Coronaviren-erkennen-auch-SARS-CoV-2\">aerzteblatt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der schweizer Immunologe Bela M. Stadler schrieb von einer &ldquo;Grundimmunit&auml;t&rdquo; durch T-Zellen. Er erw&auml;hnt dabei u.a. auch das Studien-Ergebnis einer Wissenschaftlergruppe um Thiel\/Drosten im April 2020 und vor allem die Erkenntnisse des &ldquo;wissenschaftlichen Schwergewicht&rdquo; Ioannidis. Vor diesem Hintergrund kritisiert Stadler politische Entscheidungen wie &ldquo;strengere Lockdown-Massnahmen&rdquo;, das Tragen von Masken und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h03\">alle Politiker, die TESTEN, TESTEN, TESTEN forderten<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Corona-Demonstranten wollen den Staat vorf&uuml;hren<\/strong><br>\nSie tragen keine Maske und ignorieren den Abstand. Die Teilnehmer von Corona-Hygiene-Demos bringen so den Unmut &uuml;ber die geltenden Schutzma&szlig;nahmen zum Ausdruck. Dabei protestieren nicht nur Esoteriker gemeinsam mit Verschw&ouml;rungstheoretikern, sondern auch Menschen mit wirtschaftlichen &Auml;ngsten, wie der Soziologe und Ost-Experte Wolfgang Engler sagt. Im Interview erkl&auml;rt er, warum sich so viele verschiedene Gruppen auf den umstrittenen Demos zusammentun, wieso die Wut vieler Menschen in Ost und West so gro&szlig; ist und zieht Parallelen zu Pegida.<br>\nSie sagen, die Demonstranten wollen den Staat vorf&uuml;hren. Woher kommt diese Wut auf den Staat?<br>\nNat&uuml;rlich sind das Minderheiten. Aber diese Minderheiten werden in den letzten Jahren zunehmend politisch relevant, wie man auch anhand der letzten Bundestagswahl und bei Landtagswahlen &ndash; nicht nur im Osten Deutschlands &ndash; gesehen hat. Die Unzufriedenheit hat viele Gr&uuml;nde. Zus&auml;tzlich zu denen, die sich sozial ausgeschlossen oder an den Rand gedr&auml;ngt f&uuml;hlen, die die schlechteren oder keine Jobs haben oder in abgeh&auml;ngten Regionen leben, sind da offensichtlich auch Leute unterwegs, die von anderen Motiven getragen sind. Davon etwa, dass sie den Eindruck haben, da wird etwas von oben beschlossen und sie baden das dann aus, nach dem Motto &bdquo;Wir schaffen das&ldquo; aus der Fl&uuml;chtlingskrise. Man f&uuml;hlt sich nicht gefragt, nicht ernst genommen.<br>\nGlauben Sie, dass auch Medien Verantwortung an der aufgeheizten Stimmung tragen?<br>\nInsofern sie zu Pauschalformeln greifen, wie das auch jetzt wieder der Fall war. Das ver&auml;rgert die Leute ungemein. Ich w&uuml;rde sehr dazu raten, davon Abstand zu nehmen und zu differenzieren.<br>\nUnd so gelingt es, Menschen wieder zur&uuml;ckzugewinnen?<br>\nDas vermag ich nicht zu sagen. Es w&auml;re schon viel erreicht, wenn man Menschen, die am &bdquo;System&ldquo; zweifeln, nicht so vor den Kopf st&ouml;&szlig;t, dass aus Zweiflern Gegner der offenen Gesellschaft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/corona-demonstranten-wollen-den-staat-vorfuehren-li.97353?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Offener Brief: &Auml;rzte gegen Maskenpflicht f&uuml;r Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nDie Kritik an der Maskenpflicht in Schulen w&auml;chst. Die Ober&auml;rztin der Kinderambulanz des Gemeinschaftskrankenhauses in Herdecke, Dr. med. Karin Michael, hat sie in einem offen Brief an die NRW-Schulministerin zusammengefasst. Diesen Brief haben mehr als 100 Mediziner, Sozialarbeiter und Lehrer aus ganz Deutschland unterschrieben. (&hellip;)<br>\nDie Unterzeichner machen sich Sorgen, dass sich die Maskenpflicht negativ auf die Entwicklung und Psyche der Kinder auswirken k&ouml;nnte. F&uuml;r junge Sch&uuml;ler sei es sehr wichtig, Gesicht und Mimik ihres Gegen&uuml;bers sehen zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie Maskenpflicht k&ouml;nne zudem Angstst&ouml;rungen, wie Waschzwang oder Schlafst&ouml;rungen verst&auml;rken. Diese h&auml;tten seit Beginn der Corona-Pandemie n&auml;mlich merklich zugenommen. Die Unterzeichner fordern nun eindeutige Nachweise f&uuml;r den Nutzen einer Maskenpflicht an Schulen. Auch wolle man juristische Schritte pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/ruhrgebiet\/corona-mund-nasen-schutz-schule-offener-brief-aerzte-100.html\">WDR<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kommentar: Maskenpflicht an Schulen &ndash; warum?<\/strong><br>\nWow, das hat gesessen! Nordrhein-Westfalen ordnet eine Maskenpflicht in den Schulen an. Und zwar nicht nur auf den Schulh&ouml;fen und auf den G&auml;ngen &ndash; dar&uuml;ber h&auml;tte man notfalls ja noch reden k&ouml;nnen &ndash; sondern auch im Unterricht. Lehrer sind dabei &uuml;brigens eingeschlossen, wenn sie den Mindestabstand von 1 Meter 50 nicht sicher einhalten k&ouml;nnen.<br>\nIm Klartext hei&szlig;t das: Sch&uuml;ler sollen ab kommender Woche f&uuml;nf, sechs, sieben Stunden am St&uuml;ck beim Pauken eine Maske tragen, damit sie sich bei Freunden und Mitsch&uuml;lern nicht anstecken, die sie nach der Schule nat&uuml;rlich ohne Maske treffen. Bei Klassenarbeiten, Referaten oder beim Erlernen des englischen &bdquo;th&ldquo; darf  die Maske abgenommen werden; klar, in solchen Situationen werden ja auch keine Aerosole ausgeatmet. (&hellip;)<br>\nIch frage mich wirklich nach dem &bdquo;Warum&ldquo;. Und werde das Gef&uuml;hl einfach nicht los, dass es Ministerin Gebauer, vor allem aber Ministerpr&auml;sident Armin Laschet, mit diesem strengen Corona-Regiment weniger um das Infektionsrisiko ging, als vielmehr um die Gefahr, &ouml;ffentlich wieder mal als unverantwortlicher Prediger neuer Corona-Lockerungen dazustehen. Im Kampf um die Kanzlerkandidatur also endlich mal Punkte machen gegen S&ouml;der, der nat&uuml;rlich jede Neuinfektion in einer NRW-Schule gen&uuml;sslich als Scheitern Laschets und Best&auml;tigung seiner harten Linie ausgekostet h&auml;tte.<br>\nDie Sch&uuml;ler und Lehrer m&uuml;ssen das jetzt ausbaden. Schade! Ich hatte gehofft, die R&uuml;ckkehr zum Regelschulbetrieb k&ouml;nnte so etwas werden wie ein St&uuml;ck wieder erlangte Normalit&auml;t. Jetzt mit der Maskenpflicht im Unterricht, ist es nicht mehr als ein Akt der &Auml;ngstlichkeit und Mutlosigkeit daraus geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/kommentar-maskenpflicht-an-schulen-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63588\">Maskenzwang im Unterricht: Ein bizarrer Plan<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60520\">Wie die Maskenpflicht unsere Intelligenz beleidigt &ndash; Und wie sie uns vom Wesentlichen ablenkt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn alle &uuml;ber 60 zu Hause bleiben, bricht alles zusammen<\/strong><br>\nEigentlich hatte die Kultusministerkonferenz (KMK) vor den Ferien Optimismus verbreitet und angek&uuml;ndigt, alle Schulen w&uuml;rden nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zur&uuml;ckkehren. Doch schon das Thema Risikogruppe zeigt: Die Schule kann nicht so sein, wie man sie vor der Pandemie kannte. Deutschlandweit werden Lehrerkollegien teils dezimiert in das neue Schuljahr starten, weil f&uuml;r viele, gesundheitlich angeschlagene P&auml;dagogen das Unterrichten schlicht viel zu gef&auml;hrlich ist. Und das, obwohl der Lehrermangel im ganzen Land auch schon vor Corona erheblich war. &ldquo;In vielen Bundesl&auml;ndern steht zudem eine Pensionierungswelle an&rdquo;, sagt Ilka Hoffmann von der Lehrergewerkschaft GEW. &ldquo;Wenn alle zu Hause bleiben w&uuml;rden, die &uuml;ber 60 sind, bricht alles zusammen.&rdquo;<br>\nAuch deshalb wohl haben die Beh&ouml;rden bei der Einstufung zur Risikogruppe nachgearbeitet. Laut Hoffmann werde das in allen Bundesl&auml;ndern inzwischen sehr restriktiv gehandhabt. Alle Lehrerinnen und Lehrer m&uuml;ssen nachweisen, dass sie eine Krankheit haben, die das Robert Koch-Institut als riskant f&uuml;r einen schweren Verlauf von Covid-19-Infektion einstuft. Der Hinweis auf einen gef&auml;hrdeten Angeh&ouml;rigen zu Hause reicht anders als vor den Ferien heute nicht mehr aus, um vom Schuldienst vor Ort freigestellt zu werden. Auch wer &uuml;ber 60 Jahre alt ist, bekomme deswegen kein Attest, sagt Hoffmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2020-08\/coronavirus-schule-risikogruppe-lehrer-schuloeffnungen\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie auch in anderen Bereichen, explizit dem Gesundheitssystem, bringt die Corona-Krise alle, eigentlich schon lange bekannten, M&auml;ngel und Vers&auml;umnisse einer neoliberalaen &ldquo;Sparpolitik&rdquo; ans Tageslicht. Konsequenzen, vermutlich keine. Lieber feiern sich die daf&uuml;r verantwortlichen Angeh&ouml;rigen der politischen Elite als die gro&szlig;en Krisenmanager selbst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-63728","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=63728"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63737,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63728\/revisions\/63737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=63728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=63728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=63728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}