{"id":63817,"date":"2020-08-14T08:30:49","date_gmt":"2020-08-14T06:30:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817"},"modified":"2020-08-14T12:11:37","modified_gmt":"2020-08-14T10:11:37","slug":"hinweise-des-tages-3674","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h01\">Wie schlimm ist Covid wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h02\">Vergesst die Corona-Opfer in den Pflegeheimen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h03\">Nach Russland-Kritik: Spahn will deutschen Corona-Impfstoff &bdquo;so schnell wie noch nie in Geschichte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h04\">Kontroverse: Patientendaten in Gefahr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h05\">Armutsgef&auml;hrdung in Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen von 2009 bis 2019 am st&auml;rksten gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h06\">&ldquo;Gegen fast alle Werte, an die wir bei N26 glauben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h07\">Bafin-Besch&auml;ftigte handelten eifrig mit Wirecard-Aktien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h08\">EU bildet Abwehrfront gegen USA im Streit um Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h09\">Erdgasstreit in der &Auml;g&auml;is: Deutschland muss die Aufr&uuml;stung der t&uuml;rkischen Marine stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h10\">EU-Aufbaufonds: Integrationssprung mit Fallstricken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h11\">Julian Assange-Update: Neueste Nachrichten zur letzten Gerichtsverhandlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h12\">Permanente Anschuldigungen und Provokationen gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h13\">Sind so s&uuml;&szlig;e Robben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h14\">Das Letzte: Hand in Hand mit Faschisten: Die Corona-Kritiker versinken im braunen Sumpf<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie schlimm ist Covid wirklich?<\/strong><br>\nIch bin praktizierender Arzt in Stockholm. Jeden Tag stellen mir Patienten Fragen zu Gesundheit, Di&auml;ten, Bewegung, Erg&auml;nzungsstoffen, Medikation. Es gibt sehr viel Fehlinformation im Internet, es ist leicht, den falschen Rat zu erhalten, und schwer zu sagen, was richtig und was falsch ist, wenn man nicht vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse hat. Die Aufgabe meines Blogs Wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit und Medizin (Health and medical information grounded in science) ist es, mitzuteilen, was die Wissenschaft wirklich sagt.[&hellip;]<br>\nAuf dem H&ouml;hepunkt vor drei Monaten starben am Tag hundert Menschen an Covid, in einem Land mit zehn Millionen Einwohnern. Wir sind nun bei ungef&auml;hr f&uuml;nf Verstorbenen am Tag im ganzen Land und diese Zahl f&auml;llt weiter. Weil Menschen im allgemeinen drei Wochen nach einer Ansteckung versterben, bedeutet das, dass praktisch niemand mehr angesteckt wird. Wenn wir annehmen, dass ungef&auml;hr 0,5 Prozent der Angesteckten sterben (eine sehr gro&szlig;z&uuml;gige Annahme, mehr dazu unten), dann hei&szlig;t das, dass vor drei Wochen tausend Menschen angesteckt wurden, einer von zehntausend, eine verschwindend geringe Zahl. Man bedenke, das Risiko zu sterben, betr&auml;gt 1 zu 200, wenn man wirklich angesteckt wird. Und das war vor drei Wochen. Im Wesentlichen ist es mit Covid in Schweden aus und vorbei. Nach vier Monaten.<br>\nInsgesamt hat Covid weniger als 6000 Menschenleben gekostet, in einem Land mit zehn Millionen Einwohnern, einem Land, in dem j&auml;hrlich 100.000 Menschen sterben. Bedenkt man, dass 70% der an Covid Verstorbenen &uuml;ber 80 Jahre alt waren, dann w&auml;ren viele der 6000 in diesem Jahr sowieso gestorben. Das macht Covid zu einer kleinen Beule in seinem Effekt auf die Jahressterblichkeit.<br>\nAus diesem Grund ist es unsinnig Covid mit anderen gro&szlig;en Pandemien wie der Spanischen Grippe von 1918 zu vergleichen [&hellip;]<br>\nWir machen Antik&ouml;rpertests, weil es einfach und g&uuml;nstig ist. Antik&ouml;rper sind allerdings nicht die Hauptabwehr des K&ouml;rpers gegen Virusinfektionen. Das sind die T-Zellen. Jedoch sind T-Zellen schwieriger zu messen als Antik&ouml;rper, weswegen wir das klinisch selten machen. Es ist ziemlich gut m&ouml;glich, T-Zellen zu haben, die spezifisch f&uuml;r Covid sind und einen daher immun machen, ohne dass man Antik&ouml;rper hat. Pers&ouml;nlich denke ich, ist es das, was passiert ist.<br>\nJeder, der in meiner Notfallaufnahme hier arbeitet, hat einen Antik&ouml;rpertest gemacht. Sehr wenige haben tats&auml;chlich Antik&ouml;rper, obwohl wir einer riesigen Zahl von Infizierten ausgesetzt waren. Und am Anfang der Pandemie trug noch niemand Schutzausr&uuml;stung, bevor wir bemerkt haben, wie verbreitet Covid ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-schlimm-ist-Covid-wirklich-4868723.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst interessanter Bericht von &bdquo;der Front&ldquo;. Wichtig ist auch der Hinweis auf den Unterschied zwischen Antik&ouml;rpern und T-Zellen bei der Bewertung der Immunit&auml;t. Hier spielt &uuml;brigens auch die vielzitierte &bdquo;Kreuzimmunit&auml;t&ldquo; eine Rolle, bei der die T-Zellen durch vergangene harmlose Corona-Viren offenbar bei vielen Menschen so trainiert sind, dass sie auch das Sars-CoV-2-Virus erfolgreich bek&auml;mpfen k&ouml;nnen. Leider wird auch in Deutschland nicht auf eine m&ouml;gliche Immunit&auml;t durch die T-Zellen getestet. Dadurch verlieren z.B. die gerade laufenden Antik&ouml;rpertests des RKI an Aussagekraft, zumal bekannt ist, dass die Konzentration der spezifischen Antik&ouml;rper bereits nach wenigen Wochen so deutlich zur&uuml;ckgeht, dass man sie kaum mehr messen kann. Nun hatten wir aber in Deutschland den Peak bei den Todeszahlen im April. Rechnet man drei Wochen zwischen Infektion und Tod, hei&szlig;t dies, dass der Peak der Infektionen in der zweiten M&auml;rzh&auml;lfte lag. Wenn wir erst jetzt auf Antik&ouml;rper testen, werden wir jedoch bei den allermeisten Menschen, die sich als &bdquo;Dunkelziffer&ldquo; in diesem Zeitraum infizierten haben &ndash; und das d&uuml;rfte das Gros sein &ndash; gar kein positives Testergebnis mehr bekommen, da die Antik&ouml;rper l&auml;ngst verschwunden sind. Wie viele Menschen in Deutschland infiziert waren oder gar immun sind, bleibt also eine gro&szlig;e Unbekannte. Verantwortlich daf&uuml;r ist vor allem das tr&auml;ge RKI, das sich viel zu viel Zeit mit den n&ouml;tigen Tests und Studien l&auml;sst. Die politische Verantwortung tr&auml;gt Bundesgesundheitsminister Spahn.  <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser Artikel mit Erkenntnissen aus Schweden deckt sich auch mit Forschungsergebnissen in Deutschland. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h13\">T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Graal-M&uuml;ritz: Corona-Test war fehlerhaft &ndash; Schule &ouml;ffnet wieder<\/strong><br>\nDer positive Corona-Test eines Sch&uuml;lers in Graal-M&uuml;ritz (Landkreis Rostock) war fehlerhaft. Das teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. &ldquo;Das Probenmaterial des Kindes war stark mit biologischem Material einer anderen Person verunreinigt, die tats&auml;chlich Covid19-positiv ist&rdquo;, hei&szlig;t es in der Mitteilung. Das habe eine umfangreiche rechtsmedizinische Kontrolluntersuchung ergeben.<br>\nSchulkind mehrfach getestet &ndash; immer negativ<br>\nDas betreffende Schulkind war nach dem ersten Test noch mehrfach getestet worden &ndash; immer mit negativem Ergebnis. Nun ist das Ergebnis laut dem Landkreis hieb- und stichfest. Eine Covid19-Infektion k&ouml;nne ausgeschlossen werden.<br>\nWegen des vermeintlichen Corona-Falles war die Ostsee-Grundschule in der vergangenen Woche geschlossen worden. Mitsch&uuml;ler, Lehrer und Servicepersonal wurden unter Quarant&auml;ne gestellt, umfangreiche Testungen aufgenommen. Die Quarant&auml;ne f&uuml;r die gut 100 Schulkinder und Lehrkr&auml;fte wird nun aufgehoben, wie Landrat Sebastian Constien (SPD) erkl&auml;rte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Graal-Mueritz-Corona-Test-war-fehlerhaft-Schule-oeffnet-wieder,coronavirus2884.html\">NDR 1 Radio MV<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vergesst die Corona-Opfer in den Pflegeheimen nicht<\/strong><br>\nDie Corona-Krise zwang die Menschen in Deutschlands Pflegeheimen in die Isolation. Bundeskanzlerin Merkel nannte das &bdquo;grausam&ldquo;, die Politik versprach Hilfe. Doch nun f&uuml;hlen viele Betreiber sich alleingelassen.<br>\nDas Thema schien Angela Merkel pers&ouml;nlich ernsthaft betroffen zu machen, damals, Mitte April. Die sonst so n&uuml;chterne Bundeskanzlerin wurde emotional wie selten, ihr brach fast die Stimme, als sie in ihrer Regierungsansprache dar&uuml;ber sprach, wie sehr die Corona-Krise Menschen in Deutschlands Pflegeheimen getroffen hatte: &bdquo;Grausam&ldquo; sei es, wie sie dort nun in unfreiwilliger Isolation leben m&uuml;ssten.<br>\nIn den Einrichtungen war Besuch von au&szlig;en komplett verboten worden, um die alten Menschen und die Pfleger vor Ansteckung mit dem Virus zu sch&uuml;tzen. Das verstanden gerade die Demenzkranken unter den Heimbewohnern nicht, viele von ihnen f&uuml;hlten sich komplett alleingelassen, hilflos wie Kinder. Und vielerorts durften auch Therapeuten nicht mehr in die Heime kommen. [&hellip;]<br>\nNun allerdings, vier Monate sp&auml;ter, sind viele von ihnen bitter entt&auml;uscht. Denn die angek&uuml;ndigte umfassende Testung in den Pflegeheimen findet offenbar kaum statt. So schildert es Herbert Mauel, der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, also des Verbandes, der viele der Betreiber vertritt. Mauel sagt, es hapere an den Kapazit&auml;ten der Gesundheits&auml;mter.<br>\nWas Gro&szlig;eltern und Enkel beim Treffen beachten sollten<br>\nKaum eines schaffe es, regelm&auml;&szlig;ig in die Pflegeeinrichtungen zu kommen. Er sagt auch: Seit dem Beginn der Sommerferien habe sich diese Mangelsituation noch einmal sp&uuml;rbar versch&auml;rft: Seither konzentrierten sich die meisten Gesundheits&auml;mter vor allem darauf, Urlaubsr&uuml;ckkehrer auf Corona zu testen. Er konstatiert ern&uuml;chtert: Diejenigen, die den meisten Schutz im Land brauchten, bek&auml;men ihn kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article213451056\/Corona-Bewohner-von-Pflegeheimen-brauchen-jetzt-Hilfe.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nach Russland-Kritik: Spahn will deutschen Corona-Impfstoff &bdquo;so schnell wie noch nie in Geschichte&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Eins stimmt mich optimistisch&ldquo;, sagte Spahn am Donnerstag auf eine entsprechende Frage im ZDF-Morgenmagazin. &bdquo;Wir werden wahrscheinlich so schnell einen Impfstoff haben bei dem neuen Virus wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.&ldquo; Dabei hat der CDU-Politiker den ersten russischen Impfstoff indirekt angegriffen, der am Dienstag registriert wurde. &bdquo;Es gibt viele verschiedene Ans&auml;tze, &uuml;brigens auch Ans&auml;tze mit sehr guter und transparenter Studienlage&ldquo;, so Spahn weiter, &bdquo;Das ist das Problem mit dem russischen Impfstoff, dass wir leider nicht so viele Daten haben, auch nicht sehr breite Studien.&ldquo; Andere Impfstoffkandidaten h&auml;tten das.<br>\n&bdquo;Und deswegen bin ich optimistisch, dass es in den n&auml;chsten Monaten &ndash; ich halte nichts davon, jetzt auch den Monat festzulegen, in den n&auml;chsten Monaten und es sicher auch im n&auml;chsten Jahr einen Impfstoff verf&uuml;gbar geben kann.&ldquo; Wie oft er dann geimpft werden m&uuml;sse, wie lange es zur Immunit&auml;t f&uuml;hre, das k&ouml;nne man man jetzt noch nicht sagen. &bdquo;Aber eins kann man sagen, die Menschheit dadurch, dass wir uns alle zusammengetan haben, Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, das &ouml;ffentliche Leben und die Politik &ndash; wir werden wahrscheinlich so schnell einen Impfstoff haben wie noch nie zuvor&ldquo;, bekr&auml;ftigte Spahn zum Schluss. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland werden die entsprechenden Impfstoffentwicklungen von BioNTech SE, Curevac und IDT Biologika durchgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/deutschland\/20200813327695199-spahn-corona-impfstoff\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aha, das sollte nachdenklich machen &ndash; u.a. mit Worten wie &ldquo;wir werden wahrscheinlich so schnell einen Impfstoff haben wie noch nie zuvor&ldquo; l&auml;sst sich der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Pharmalobbyist<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit zitieren. Es sollten Fragen gestellt werden. Zum Beispiel: Wer ist mit &ldquo;wir&rdquo; gemeint? Das &ldquo;wir&rdquo; d&uuml;rfte in Deutschland doch dann auf die im &ldquo;Sputnik&rdquo;-Artikel genannten Firmen der Pharmabranche reduziert werden. Warum die Eile &ndash; wegen der m&ouml;glichen Konkurrenz aus Russland? Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63784#h05\">Warnung vor russischem Corona-Impfstoff<\/a> mit einer Anmerkung auch &uuml;ber m&ouml;gliche Risiken durch potentielle mRNA-Impfstoffe.<\/em><\/p>\n<p><em>Es w&auml;re auch gut, wenn Herr Spahn viel transparenter mitteilen w&uuml;rde, wer genau sich &ldquo;alle zusammengetan&rdquo; hat. Ein Beispiel ist ja bekannt: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62160#h05\">Bundesregierung beteiligt sich an Impfstoffhersteller CureVac und eine Folge war CureVac erh&auml;lt von deutschen und belgischen Zulassungsbeh&ouml;rden gr&uuml;nes Licht zum Start der klinischen Phase 1 mit seinem SARS-CoV-2 Impfstoffkandidaten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kontroverse: Patientendaten in Gefahr?<\/strong><br>\nDie Gesellschaft f&uuml;r Informatik spricht von einer &ldquo;enormen Bedrohung f&uuml;r alle pers&ouml;nlichen und personenbezogenen Gesundheitsdaten&rdquo;. Auch Patientensch&uuml;tzer warnen vor erheblichen Risiken. Wir haben den Bundesdatenschutzbeauftragten um eine datenschutzrechtliche Bewertung gebeten.<br>\nWorum es geht: Die neue Datentransparenzverordnung von Gesundheitsminister Spahn soll Regelungen des im November mit den Stimmen der Regierungsfraktionen beschlossenen Digitale-Versorgung-Gesetz konkretisieren, das die bereits 2003 unter Rot-Gr&uuml;n eingef&uuml;hrte Nutzung von Versichertendaten noch einmal erheblich ausgeweitet hatte, ohne den Versicherten ein Widerspruchsrecht einzur&auml;umen. Der Bundesrat hatte dies letztes Jahr heftig kritisiert.<br>\nDie nun von Gesundheitsminister Spahn erlassene neue Datentransparenzverordnung dient zur Konkretisierung dieses im Digitale-Versorgung-Gesetz erweiterten Verfahrens zur Datennutzung.<br>\nPatientensch&uuml;tzer und Verb&auml;nde kritisieren das Re-Identifikationsrisiko, das u.a. dadurch erh&ouml;ht wurde, dass die Nutzung von blo&szlig; pseudonymisierten Einzeldatens&auml;tzen nun &ldquo;nicht mehr nur im Ausnahmefall&rdquo; in Betracht kommt, wie es im Entwurf zur Verordnung hei&szlig;t. Gesundheitsminister Spahn hatte im November mehrfach zugesichert, dass die Versichertendaten der Forschung nur anonymisiert zur Verf&uuml;gung gestellt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kontroverse-Patientendaten-in-Gefahr-4869531.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63614#h06\">Oberster Datensch&uuml;tzer und 73 Mio. B&uuml;rger ausgetrickst<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63784#h04\">Die zweite &ldquo;Corona-Welle&rdquo; kommt angeblich &ndash; aber wo sind die Kranken?<\/a>&rdquo; jeweils mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdung in Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen von 2009 bis 2019 am st&auml;rksten gestiegen<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdung &ndash; gemessen an der Armutsgef&auml;hrdungsquote &ndash; ist im Zeitraum von 2009 bis 2019 in allen westlichen Bundesl&auml;ndern und in Berlin gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat sich der Anteil der von Armut bedrohten Menschen in Bremen am st&auml;rksten erh&ouml;ht: Dort war 2019 fast ein Viertel (24,9 %) der Bev&ouml;lkerung armutsgef&auml;hrdet, mehr als in jedem anderen Bundesland. 2009 hatte der Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Personen in Bremen gut ein F&uuml;nftel (20,1 %) betragen. Auch in Hessen (2019: 16,1 %, 2009: 12,4 %) und Nordrhein-Westfalen (2019: 18,5 %, 2009: 15,2 %) ist das Risiko, von Einkommensarmut bedroht zu sein, seit 2009 vergleichsweise stark gestiegen. Die Armutsgef&auml;hrdungsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2020\/08\/PD20_308_634.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Bedrohung durch Armut w&auml;chst &ndash; Ein Interview mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Politikwissenschaftler)<\/strong><br>\nDas statistische Bundesamt meldet: Die Bedrohung durch Armut ist zwischen 2009 und 2019 gewachsen. Wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie sich zeigen, werden die Zahlen noch einmal ansteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.domradio.de\/audio\/bedrohung-durch-armut-waechst-ein-interview-mit-prof-dr-christoph-butterwegge\">Domradio<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Jeder Sechste an der Armutsgrenze<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko hat einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Laut dem Statistischen Bundesamt lebte 2019 in Deutschland jeder sechste B&uuml;rger an der Armutsgrenze. Besonders schlimm ist die Lage in Bremen.<br>\nDas Armutsrisiko in Deutschland ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im vergangenen Jahr 15,9 Prozent der B&uuml;rger von Armut bedroht, 2018 waren es noch 15,5 Prozent.<br>\nDie Armutsstatistik reicht in dieser Form nur bis 2005 zur&uuml;ck. Doch auch danach handelt es sich um einen neuen H&ouml;chstwert. Der Armutsforscher Christoph Butterwegge ist sich sicher: &ldquo;Das ist der h&ouml;chste Wert seit der Wiedervereinigung.&rdquo;<br>\nDie Armutsschwelle liegt laut dem Statistischen Bundesamt bei 1074 Euro bei einem Einpersonenhaushalt, das sind 60 Prozent eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Wer weniger Geld zur Verf&uuml;gung hat, gilt als armutsgef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/armustrisiko-deutschland-gestiegen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Arme Gesellschaft<\/strong><br>\nDie Bildzeitung brachte am 4. August die Schlagzeile: &bdquo;Jedem Dritten droht Rente auf Hartz-IV-Niveau&ldquo;. Sie st&uuml;tzt sich bei der Meldung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD. Offensichtlich haben sich hier zwei Helfershelfer des Neoliberalismus zusammengetan, um mit &Auml;ngsten der Menschen Gel&auml;ndegewinne zu erzielen &ndash; mit &Auml;ngsten, die durch neoliberale Politik erzeugt wurden. Die Fakten allerdings sind in der Tat alarmierend: &Uuml;ber zehn Millionen Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 1991 Euro brutto im Monat. Damit k&ouml;nnen sie sp&auml;ter mit ihrer Rente nicht &uuml;ber die gesetzliche Grundsicherung kommen. Das bedeutet: Bald ist rund ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten im Alter arm. Frauen sind fast doppelt so oft betroffen wie M&auml;nner.<br>\nF&uuml;r die Betroffenen ist das eine menschliche Trag&ouml;die, f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft eine Katastrophe. Nat&uuml;rlich war diese Entwicklung lange abzusehen; unz&auml;hlige parlamentarische Anfragen und Antr&auml;ge der Opposition &ndash; besonders der Linkspartei, &uuml;ber die die Bildzeitung wohl nicht berichtet hat &ndash; lie&szlig;en den massiven Anstieg der Altersarmut klar erkennen. Heuchlerisch ist also die &Uuml;berraschung der verantwortlichen PolitikerInnen: Die Regierungskoalitionen der letzten 20 Jahre haben diese Lage durch Niedrigl&ouml;hne, Werkvertr&auml;ge, Teilzeitarbeit, Minijobs, also durch das ganze Instrumentarium der Prekarit&auml;t, bewusst und gezielt erzeugt und gef&ouml;rdert.<br>\nWenige Tage vor der Meldung &uuml;ber die drohende Zunahme der Altersarmut h&auml;tte eine andere Nachricht &uuml;ber eine aktuelle Studie aufr&uuml;tteln k&ouml;nnen. 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind &ndash; hier muss wieder betont werden: im reichen Deutschland! &ndash; nach offiziellen Statistiken arm, mehr als jede\/r F&uuml;nfte (21,3 Prozent). Von der relativ guten wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre konnten arme Familien &ndash; Kinderarmut ist immer Familienarmut &ndash; offensichtlich nicht profitieren. Die Studie der Bertelsmann Stiftung fasst zusammen: &bdquo;Aufwachsen in Armut begrenzt, besch&auml;mt und bestimmt das Leben von Kindern und Jugendlichen &ndash; heute und mit Blick auf ihre Zukunft. Das hat auch f&uuml;r die Gesellschaft erhebliche negative Folgen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/arme-gesellschaft\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Gegen fast alle Werte, an die wir bei N26 glauben&rdquo;<\/strong><br>\nBei der Onlinebank N26 will sich ein Betriebsrat formieren, das Management versucht das zu verhindern. Und legt dabei ein zweifelhaftes Demokratieverst&auml;ndnis an den Tag.<br>\nDas Leben muss so sch&ouml;n sein in dieser Welt der neuen Unternehmen, in der junge Mitarbeiter in ausgetretenen Turnschuhen und mit Dreitagebart die App f&uuml;rs Girokonto programmieren. Essen gibt&rsquo;s aus Papptellern in der Sofalounge. Und hin und wieder schaut ein puscheliger Hund im B&uuml;ro vorbei. Dieses Gef&uuml;hl zumindest vermitteln die Bilder, mit denen die Berliner Onlinebank N26 ihr Team auf der eigenen Website pr&auml;sentiert. &ldquo;Zusammen arbeiten wir an unserer Vision, Banking von Grund auf zu ver&auml;ndern&rdquo;, steht dort noch.<br>\nDazu passt nat&uuml;rlich nicht, dass eine ganze Reihe von Mitarbeitenden jetzt unzufrieden ist mit ihrem coolen Fintec-Unternehmen. Die Besch&auml;ftigten wollen so etwas furchtbar R&uuml;ckst&auml;ndiges wie einen Betriebsrat gr&uuml;nden. Und da hat man gleich eher den dick beschn&auml;uzten Sachbearbeiter mit Lederweste und Handyhalter am G&uuml;rtel vor Augen. Nein, so was m&ouml;chte man bei N26 eher nicht sehen und daher haben die Initiatoren des Gremiums mit allerhand Widerst&auml;nden zu k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2020-08\/betriebsrat-n26-arbeitsbedingungen-einstweilige-verfuegung-management\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder eins von diesen super-innovativen Fintech-Unternehmen, das seinen Erfolg ganz uninnovativ im Stile des Fr&uuml;hkapitalismus auf nackter Ausbeutung der Mitarbeiter erwirtschaftet. So schlimm scheint der viel beklagte Fachkr&auml;ftemangel gerade in diesem High-Tech-Bereich ja nicht zu sein, wenn man f&uuml;r viel harte Arbeitsleistung nur eine &ldquo;geringe Verg&uuml;tung&rdquo; zahlen muss. Die &ldquo;Werte&rdquo;, gegen die die Gr&uuml;ndung eines Betriebsrats verst&ouml;&szlig;t, sind nat&uuml;rlich die B&ouml;rsenwerte von N26; <a href=\"https:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/zeitplan-fuer-ipo-trotz-corona-krise-kommt-n26-aktie-n26-haelt-an-plaenen-fuer-boersengang-fest-8663937\">das Unternehmen will ca. 2025 an die B&ouml;rse gehen<\/a>. Nebenbei erf&auml;hrt man noch, dass ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte, deren Aufenthaltsvisum von der Arbeitsstelle abh&auml;ngt, weniger verdienen als die anderen mit gesichertem Aufenthaltstitel und sich offenbar gegen die Ungleichbehandlung nicht wehren k&ouml;nnen oder wollen: genau daf&uuml;r ist dieses System gedacht. L&auml;uft doch alles wie geschmiert f&uuml;r die Unternehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bafin-Besch&auml;ftigte handelten eifrig mit Wirecard-Aktien<\/strong><br>\nDer politische Skandal um die Wirecard-Pleite erh&auml;lt neue Nahrung. Anfragen der Gr&uuml;nen brachten private Aktiengesch&auml;fte der Aufseher und weitere Beratungsmandate fr&uuml;herer Spitzenpolitiker zutage.<br>\nBesch&auml;ftigte der Finanzaufsicht Bafin handelten in den Monaten vor der Wirecard-Pleite verst&auml;rkt mit Papieren des Zahlungsanbieters. Im ersten Halbjahr 2020 entfielen 2,4 Prozent aller gemeldeten privaten Finanzgesch&auml;fte von Bafin-Mitarbeitern auf Gesch&auml;fte mit Wirecard-Aktien oder -Aktienderivaten, wie aus den Reuters am Donnerstag vorliegenden Antworten des Bundesfinanzministeriums auf einen Fragenkatalog der Gr&uuml;nen hervorgeht. Im Gesamtjahr 2018 lag der Anteil demnach nur bei 1,2 Prozent, 2019 bei 1,7 Prozent. Finanzminister Olaf Scholz (62, SPD) und die ihm unterstellte Finanzaufsicht Bafin stehen wegen des Wirecard-Skandals in der Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/wirecard-bafin-beschaeftigte-handelten-eifrig-mit-aktien-a-092f3ea6-481a-4f36-8a9a-8430d64ba3ed\">manager magazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Auch Ole von Beust arbeitete f&uuml;r Wirecard<\/strong><br>\nBei ihrer Lobbyarbeit setzte die Wirecard AG auf prominente Ex-Politiker der CDU. Neben Karl-Theodor zu Guttenberg warb nach SPIEGEL-Informationen auch Ole von Beust im Kanzleramt f&uuml;r Anliegen des Skandalkonzerns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/auch-ole-von-beust-arbeitete-fuer-wirecard-a-2deb52e6-5fea-4e66-9e70-f0ffa36a6114\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU bildet Abwehrfront gegen USA im Streit um Nord Stream 2<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union hat sich in einer Protestnote die weitere Einmischung der USA beim Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 verbeten. In der Demarche werfen die EU-Staaten der US-Regierung explizit einen Bruch internationalen Rechts vor.<br>\nDie Europ&auml;ische Union hat sich nahezu geschlossen mit einer scharfen Protestnote gegen weitere amerikanische Einmischungen beim Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 verwahrt. Der Wortlaut der im US-Au&szlig;enministerium vorgebrachten Protestnote liegt WELT exklusiv vor.<br>\n&bdquo;Wir k&ouml;nnen best&auml;tigen, dass es am 12. August eine Demarche auf Einladung der EU-Delegation beim US-Au&szlig;enministerium zur amerikanischen Sanktionspolitik gab&ldquo;, verlautete aus europ&auml;ischen Diplomatenkreisen auf Anfrage von WELT: &bdquo;24 EU-Mitgliedsstaaten beteiligten sich an der Demarche, die per Videokonferenz erfolgte.&ldquo;<br>\nDamit hat der europ&auml;ische Protest gegen die US-Einmischungen &uuml;berraschend starken R&uuml;ckhalt. Obwohl der Bau der Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland von nicht wenigen europ&auml;ischen L&auml;ndern kritisiert wird, zeigt sich die Europ&auml;ische Union in der Ablehnung der US-Einmischung nun weitgehend geschlossen. Nur drei EU-Staaten schlossen sich der Protestnote nicht an. Um welche L&auml;nder es sich dabei handelte, blieb vorerst unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus213529196\/Sanktionsdrohung-EU-bildet-Abwehrfront-gegen-USA-im-Streit-um-Nord-Stream-2.html\">WELT.de (leider hinter einer Bezahlschranke)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung macht durchaus Hoffnung, dass die EU vielleicht ihre gemeinsamen Interessen doch gegen die imperialen und &ouml;konomischen Interessen der USA verteidigen k&ouml;nnte. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erdgasstreit in der &Auml;g&auml;is: Deutschland muss die Aufr&uuml;stung der t&uuml;rkischen Marine stoppen<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei bekommt genau die Waffen, die sie f&uuml;r eine kriegerische Auseinandersetzung mit Griechenland braucht. Das ist ein Skandal.<br>\nIm Streit um die Ausbeutung von Erdgasressourcen im &Ouml;stlichen Mittelmeer droht offener Krieg zwischen der T&uuml;rkei und Griechenland. Zynischer Treppenwitz der Geschichte: Sollte es zum Waffengang kommen, d&uuml;rften deutsche Jagd-U-Boote von Thyssenkrupp Marine Systems den &Uuml;berfall auf ein EU-Mitglied m&ouml;glich machen.<br>\nUngeachtet der aggressiven Au&szlig;enpolitik von Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan ist die T&uuml;rkei seit Jahren Spitzenabnehmer deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter. 2018 ging Kriegsware im Wert von 243 Millionen Euro an den Bosporus, 2019 f&uuml;r 345 Millionen Euro. Und die Liefergenehmigungen in den zur&uuml;ckliegenden sieben Monaten lassen neue Rekordzahlen f&uuml;r dieses Jahr erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/erdgasstreit-in-der-aegaeis-deutschland-muss-die-aufruestung-der-tuerkischen-marine-stoppen\/26092262.html\">Sevim Dagdelen im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Aufbaufonds: Integrationssprung mit Fallstricken<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie verursacht einen EU-weiten Wirtschaftseinbruch. Die Staats- und Regierungschefs haben deshalb beschlossen, dass die EU Kredite f&uuml;r ein 750 Milliarden Euro schweres Aufbauprogramm aufnehmen darf. Gut so, meint der DGB-klartext. Allerdings muss &uuml;ber die Verwendung der Gelder demokratisch abgestimmt werden. [&hellip;]<br>\nPolitisch betrachtet bedeuten die Beschl&uuml;sse einen Integrationssprung: Die M&ouml;glichkeit, als EU selbst Kredite aufzunehmen, ist ein zentrales Merkmal moderner Staaten. Es ist klar, dass die EU k&uuml;nftig st&auml;rker mitreden wird bei der Ausrichtung der nationalen Wirtschaftspolitik. Das ist im Kern auch richtig und notwendig, denn in einer W&auml;hrungsunion ist eine st&auml;rkere Koordinierung notwendig.<br>\nDoch die Art und Weise, wie die EU &ndash; insbesondere die Europ&auml;ische Kommission &ndash; hier mitbestimmen will, sieht der DGB kritisch. Denn die Mitgliedstaaten sollen nur Gelder zur Verf&uuml;gung gestellt bekommen, wenn sie sich an die wirtschaftspolitischen Empfehlungen halten, die von der Kommission formuliert und vom Rat beschlossen werden. Der Inhalt dieser Empfehlungen wird aber hinter verschlossenen T&uuml;ren in Expertenzirkeln verhandelt und war in der Vergangenheit allzu oft von unsozialem und neoliberalem Denken gepr&auml;gt. Das ist inakzeptabel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8f12b798-dd44-11ea-8e28-001a4a16011a\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Julian Assange-Update: Neueste Nachrichten zur letzten Gerichtsverhandlung<\/strong><br>\nIn diesem Video berichten wir &uuml;ber Assanges letzte Anh&ouml;rung, die am Montag, den 27. Juli stattfand. Die USA haben es vers&auml;umt, die j&uuml;ngste Anklageschrift dem britischen Gericht ordnungsgem&auml;&szlig; vorzulegen. Assanges Verlobte, Stella Moris, und sein Verteidigerteam vermuten, dass die USA alle Anklagepunkte fallen lassen werden, um Assange im Rahmen eines neuen Auslieferungsersuchens erneut festzunehmen. Weltweit setzen sich weiterhin Gruppen und Initiativen f&uuml;r Assange ein. Die zweite H&auml;lfte der Auslieferungsanh&ouml;rung wird am 7. September im Old Bailey in London beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=M_MmuqHgSMo\">acTVism Munich via You Tube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Permanente Anschuldigungen und Provokationen gegen Russland<\/strong><br>\nDie deutsche Regierung ist ein williger Pitbull der US-Kriegshetzer.<br>\nDie Bundesregierung l&auml;sst keine Gelegenheit aus, Russland unter Drohung mit Sanktionen Vorkommnisse anzulasten, die nicht bewiesen sind. Im Mai 2020 ging es um angeblich aus Russland ver&uuml;bte Hackerangriffe auf den Deutschen Bundestag im Jahre 2015. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich schon wegen des Mordanschlags auf den britisch-russischen Doppelagenten Skripal mit Hassreden und Diplomatenausweisungen hervorgetan hatte, sprach von einem ungeheuerlichen Angriff, der sie sehr schmerze und der nach harten Reaktionen verlange. Dagegen hatte sie nichts unternommen, als ans Licht kam, dass der US-Geheimdienst NSA die deutsche Kommunikation &uuml;berwacht und sogar ihr Handy abh&ouml;rte.<br>\nK&uuml;rzlich griff Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas den &bdquo;ungeheuerlichen Hackerangriff&ldquo; aus Russland anl&auml;sslich einer Reise nach Moskau erneut auf und wiederholte die Anschuldigungen, ohne Beweise vorzulegen. Au&szlig;erdem ging er auf den Mord an einem Tschetschenen mit georgischer Staatsangeh&ouml;rigkeit am 23. August 2019 im Berliner Tiergarten ein, der ebenfalls Russland angelastet wird. Auch dieser Vorfall hatte eine Krise &ndash; eine der vielen in den letzten Jahren &ndash; in den deutsch-russischen Beziehungen ausgel&ouml;st und Diplomatenausweisungen zur Folge. Obwohl der Prozess vor dem Berliner Kammergericht erst noch bevorsteht, drohte Maas bereits mit Konsequenzen.<br>\nAuch Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier mag sich gelegentlicher Ausf&auml;lle gegen Russland nicht enthalten. Schon als Au&szlig;enminister der Regierung Merkel warf er Russland in Umkehrung der Fakten immer wieder Missachtung des V&ouml;lkerrechts vor, so in den Auseinandersetzungen um Syrien, Venezuela und die Ukraine. Donald Trump, der sich f&uuml;r Frieden mit Russland aussprach, bezeichnete er als &bdquo;Hassprediger&ldquo;, und beim Anschluss Montenegros an die NATO erwies er sich als Vertreter der US-Interessen. Da es der westlichen Allianz nach Meinung Steinmeiers nicht m&ouml;glich ist, Russland zu ver&auml;ndern, h&auml;lt er ein distanziertes Verh&auml;ltnis f&uuml;r angebracht.<br>\nDass sich mit solchen Politikern, zu denen sich gerne russophobe NATO-Propagandisten wie der CDU-Kanzlerkandidat Norbert R&ouml;ttgen, Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer oder der im Hintergrund heftig agierende Europaabgeordnete der Gr&uuml;nen Reinhard B&uuml;tikofer gesellen, keine vernunftbasierten Beziehungen mit Russland unterhalten lassen, ist offensichtlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/permanente-anschuldigungen-und-provokationen-gegen-russland\">Wolfgang Bittner bei KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sind so s&uuml;&szlig;e Robben<\/strong><br>\nMarkus S&ouml;der geht ins Watt. Das muss jetzt einfach sein. [&hellip;]<br>\nUnd weil ein Staatsmann gelegentlich danach schauen muss, was andere Staatsm&auml;nner so treiben, ist Markus S&ouml;der kurz darauf nach Schleswig-Holstein aufgebrochen, um mit seinem Ministerpr&auml;sidentenkollegen Daniel G&uuml;nther eine Wattwanderung zu unternehmen. Es geht, so vermeldete die bayerische Staatskanzlei, in den Nationalpark Wattenmeer, auf eine Schutzstation und zu Seehundb&auml;nken. Auch die Seehundb&auml;nke geh&ouml;ren schlie&szlig;lich zum &ldquo;Land&rdquo;, und das Watt ist wie die deutschen Alpen oder der deutsche Wald ein Anliegen des Staatsmanns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/34\/markus-soeder-nominierung-olaf-scholz-spd-kanzlerkandidat\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dumm nur, liebe ZEIT, dass Markus S&ouml;der gar nicht &bdquo;ins Watt gegangen&ldquo; ist, da er seinen Nordseeurlaub wegen der Pannen bei den von ihm vollmundig angek&uuml;ndigten Corona-Tests lieber <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Bayern-meldet-massive-Panne-bei-Corona-Tests-article21969695.html\">abgeblasen hat<\/a>. Noch d&uuml;mmer, dass dieser Artikel schon vorher geschrieben und gedruckt wurde. Fake News &aacute; la Zeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Hand in Hand mit Faschisten: Die Corona-Kritiker versinken im braunen Sumpf<\/strong><br>\n[&hellip;] in aktuelles Beispiel gef&auml;llig? Thomas Berthold, immerhin auch mal ein prominenter Kicker, sogar Fu&szlig;ballnationalspieler, der sich einst im Dienst der sch&ouml;nen SGE befunden hat, meint halt jetzt auf einmal, eine neue Partei gr&uuml;nden zu wollen. Ob er sich fr&uuml;her richtig im Raum befand, ist nicht die Frage. Aber jetzt sind die Masken im Raum pl&ouml;tzlich das Problem.<br>\nWas ist nur los mit solchen Typen? Alle kollektiv bewusstlos? Sind Reichskriegsflaggen wie in Stuttgart und Berlin pl&ouml;tzlich egal? Soll hier etwa der uns&auml;gliche, extrem rechte &bdquo;Pegida&ldquo;-Unfug wiederbelebt werden? Und alles nur, weil das mit der Maske einfach voll in die Pers&ouml;nlichkeitsrechte eingreift &ndash; um die sich vorher die meisten einen feuchten Kehricht geschert haben?<br>\nIst den Leuten eigentlich klar, dass es Orte gibt, an denen sich alleine das Sprechen der deutschen Sprache wie ein Verbrechen anf&uuml;hlt? Dass man vor einem Denkmal steht und feststellt: Ach, hier sind Tausende Menschen deportiert worden, in erster Linie Frauen und Kinder. In Nordfrankreich hat der Hitler-Fan und als &bdquo;W&uuml;stenfuchs&ldquo; bekannte Erwin Rommel den &bdquo;Atlantik-Wall&ldquo; &uuml;berwacht. Dies an die Adresse der Rommel-Denkmal-Verfechter in Heidenheim.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/kolumnen\/die-maske-ist-nicht-das-problem-90022354.html\">Katja Thorwarth in der Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein unglaubliches St&uuml;ck. Die Autorin wagt einen Parforceritt &uuml;ber die Corona-Demos, Thomas Berthold, Hitler, Rommel bis hin zu H&ouml;cke &ndash; ohne Verstand und erkennbare Linie. Ein neuer Tiefpunkt in der an Tiefpunkten wahrlich reichen Kommentierung der Coronademos. Nat&uuml;rlich muss man es kritisieren, wenn Reichskriegsflaggen auf solchen Demos gehisst werden &ndash; aber doch bitte inhaltlich und wenn m&ouml;glich differenziert und nicht in Form eines derart zusammenhanglosen wirren Gestammels, das nur darauf aus ist, alle Demonstranten mit brachialer Gewalt in den Nazi-Ecke zu stellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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