{"id":63821,"date":"2020-08-16T09:00:45","date_gmt":"2020-08-16T07:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821"},"modified":"2020-08-14T09:04:05","modified_gmt":"2020-08-14T07:04:05","slug":"hinweise-der-woche-172","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h01\">Die zweite &ldquo;Corona-Welle&rdquo; kommt angeblich &ndash; aber wo sind die Kranken?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h02\">Wie schlimm ist Covid wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h03\">Streit um Corona-Politik &ndash; Astronomische Fehlrechnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h04\">Offener Brief: &Auml;rzte gegen Maskenpflicht f&uuml;r Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h05\">The real Covid-19 threat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h06\">Kommt jetzt die Diskussion mit den Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen noch in Gang?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h07\">14 Unternehmen wollen Kapital vom Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h08\">Die EU &ndash; ein Tr&uuml;mmerhaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h09\">Europ&auml;ische Solidarit&auml;t f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h10\">Armutsgef&auml;hrdung in Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen von 2009 bis 2019 am st&auml;rksten gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h11\">Wildcard f&uuml;r Organisierte Kriminalit&auml;t und ein Trojanisches Pferd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h12\">Verteidigung des Scheinesystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h13\">&ldquo;Deutsche Krankheit&rdquo; &ndash; Die Rentenschwindsucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63821#h14\">Weiter so! &ndash; Olaf Scholz ist Kanzlerkandidat<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die zweite &ldquo;Corona-Welle&rdquo; kommt angeblich &ndash; aber wo sind die Kranken?<\/strong><br>\nDie Regierung und das Robert Koch-Institut warnen vor einer zweiten &ldquo;Corona-Welle&rdquo;. Die Zahl der Infizierten wachse. Tats&auml;chlich w&auml;chst offenbar nur die Zahl der positiv Getesteten, nicht die der wirklich Erkrankten, die auch Symptome aufweisen und behandelt werden m&uuml;ssen.<br>\nAm Montag warnte der bayerische Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der, dem Ambitionen auf das Kanzleramt nachgesagt werden, vor einem &ldquo;wachsenden Infektionsrisiko&rdquo; durch das Coronavirus. Nach einer au&szlig;erplanm&auml;&szlig;igen Video-Kabinettssitzung erkl&auml;rte S&ouml;der: &ldquo;Corona wird jeden Tag gef&auml;hrlicher.&rdquo;<br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn schrieb am Dienstag auf Twitter:<br>\n20 Millionen Infizierte weltweit und steigende Zahlen in Deutschland sind eine deutliche Warnung: Wir d&uuml;rfen im Alltag nicht sorglos werden &ndash; auch wenn unser Gesundheitssystem die Lage aktuell bew&auml;ltigen kann. Das Virus nutzt jede Chance. Passen wir weiter gut aufeinander auf.<br>\nDiese Aussagen f&uuml;gen sich in zahlreiche gleichlautende oder &auml;hnliche Feststellungen von Politikern, nach denen die sogenannte &ldquo;zweite Welle&rdquo; schon da sei oder bevorstehe. Diese von den Mainstreammedien intensiv verbreiteten Meldungen st&uuml;tzen sich auf die Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI). (&hellip;)<br>\nDie alarmierenden Meldungen lassen allerdings regelm&auml;&szlig;ig mehrere bedeutende Umst&auml;nde au&szlig;er Acht. Zum einen wurde und wird der Anstieg wenigstens zum Teil durch das stetige Hochfahren der Tests bedingt. Diese Testzahlen lassen sich den Lageberichten entnehmen, die das RKI mittwochs ver&ouml;ffentlicht.<br>\nZu erw&auml;hnen ist in diesem Zusammenhang, dass diese PCR-Tests ganz grunds&auml;tzliche Fragen aufwerfen und der Anteil der positiv Getesteten &ndash; um die ein Prozent &ndash; seit Monaten innerhalb der Fehlermarge der Tests liegt. Anders gesagt, allein durch das Durchf&uuml;hren von mehr Tests l&auml;sst sich die Zahl der angeblich &ldquo;Infizierten&rdquo; beinahe nach Belieben erh&ouml;hen.<br>\nZum anderen nimmt die Zahl der &ldquo;F&auml;lle&rdquo; ab, die tats&auml;chlich Symptome der Erkrankung COVID-19 aufzeigen. Dazu ist zu sagen, dass das RKI nicht nur grunds&auml;tzlich jeden positiv auf das Virus SARS-CoV2 Getesteten als &ldquo;Infizierten&rdquo; bezeichnet. Das ist wissenschaftlich mindestens fragw&uuml;rdig.<br>\nDas RKI bezeichnet auch jeden dieser angeblich &ldquo;Infizierten&rdquo; als COVID-19-Fall, also als tats&auml;chlich Erkrankten. Die Journalistin Susan Bonath, die auch f&uuml;r RT Deutsch schreibt, fragte das Robert Koch-Institut Ende Juli, warum es alle erstmalig positiv Getesteten als COVID-19-F&auml;lle verbuche. Die Antwort lautete:<br>\nDas entspricht dem international &uuml;blichen Vorgehen und den Vorgaben der Meldepflicht in Deutschland.<br>\nDie t&auml;glichen Lageberichte des RKI liefern aber auch Hinweise auf die tats&auml;chliche Verbreitung von COVID-19. Gegen Ende wird t&auml;glich die Zahl der intensivmedizinisch betreuten COVID-19-Patienten genannt. Dies waren am Dienstag bundesweit 234 Patienten. Am 1. Juli lag diese Zahl bei 329, am 1. Juni bei 677, am 1. Mai bei 2.189. (&hellip;)<br>\nDennoch zeigen die Zahlen des RKI eine Tendenz. Am 11. August verzeichnete der Lagebericht vier Tote, am 10. August einen, am 9. August einen, am 8. August zw&ouml;lf, am 7. August acht, am 6. August sieben, am 5. August zw&ouml;lf. Ganz &auml;hnlich sahen die Zahlen vor einem Monat aus. Im Mai und vor allem im April waren die Zahlen deutlich h&ouml;her und oft deutlich dreistellig. Auch hier ist von einer &ldquo;zweiten Welle&rdquo; nichts zu sehen. Nur zur Einordnung: T&auml;glich sterben in Deutschland insgesamt etwa 2.700 Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105480-zweite-corona-welle-kommt-aber\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar vergessen (oder was sonst?) hat insbesondere der Bundesgesundheitsminister seine Erkenntnis: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h01\">Spahn &ndash; Durch zu viele Tests mehr falsch-positive F&auml;lle als Echte<\/a>. Dienen die gesteigerten Testzahlen und das Warnen vor einer &ldquo;zweiten Welle&rdquo; dem gesundheitlichen Wohl der Bev&ouml;lkerung? Durch mehr Tests k&ouml;nnten auch Daten von mehr Patientinnen und Patienten gesammelt werden. Wenn ein <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Pharmalobbyist<\/a> Gesundheitsminister geworden ist, d&uuml;rfte das sogar nahe liegen. Bitte sehen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63685#h10\">Narrative #12: Goldgr&auml;berstimmung &ndash; Globale Konzerne freuen sich &uuml;ber mehr Daten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie schlimm ist Covid wirklich?<\/strong><br>\nIch bin praktizierender Arzt in Stockholm. Jeden Tag stellen mir Patienten Fragen zu Gesundheit, Di&auml;ten, Bewegung, Erg&auml;nzungsstoffen, Medikation. Es gibt sehr viel Fehlinformation im Internet, es ist leicht, den falschen Rat zu erhalten, und schwer zu sagen, was richtig und was falsch ist, wenn man nicht vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse hat. Die Aufgabe meines Blogs Wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit und Medizin (Health and medical information grounded in science) ist es, mitzuteilen, was die Wissenschaft wirklich sagt.[&hellip;]<br>\nAuf dem H&ouml;hepunkt vor drei Monaten starben am Tag hundert Menschen an Covid, in einem Land mit zehn Millionen Einwohnern. Wir sind nun bei ungef&auml;hr f&uuml;nf Verstorbenen am Tag im ganzen Land und diese Zahl f&auml;llt weiter. Weil Menschen im allgemeinen drei Wochen nach einer Ansteckung versterben, bedeutet das, dass praktisch niemand mehr angesteckt wird. Wenn wir annehmen, dass ungef&auml;hr 0,5 Prozent der Angesteckten sterben (eine sehr gro&szlig;z&uuml;gige Annahme, mehr dazu unten), dann hei&szlig;t das, dass vor drei Wochen tausend Menschen angesteckt wurden, einer von zehntausend, eine verschwindend geringe Zahl. Man bedenke, das Risiko zu sterben, betr&auml;gt 1 zu 200, wenn man wirklich angesteckt wird. Und das war vor drei Wochen. Im Wesentlichen ist es mit Covid in Schweden aus und vorbei. Nach vier Monaten.<br>\nInsgesamt hat Covid weniger als 6000 Menschenleben gekostet, in einem Land mit zehn Millionen Einwohnern, einem Land, in dem j&auml;hrlich 100.000 Menschen sterben. Bedenkt man, dass 70% der an Covid Verstorbenen &uuml;ber 80 Jahre alt waren, dann w&auml;ren viele der 6000 in diesem Jahr sowieso gestorben. Das macht Covid zu einer kleinen Beule in seinem Effekt auf die Jahressterblichkeit.<br>\nAus diesem Grund ist es unsinnig Covid mit anderen gro&szlig;en Pandemien wie der Spanischen Grippe von 1918 zu vergleichen [&hellip;]<br>\nWir machen Antik&ouml;rpertests, weil es einfach und g&uuml;nstig ist. Antik&ouml;rper sind allerdings nicht die Hauptabwehr des K&ouml;rpers gegen Virusinfektionen. Das sind die T-Zellen. Jedoch sind T-Zellen schwieriger zu messen als Antik&ouml;rper, weswegen wir das klinisch selten machen. Es ist ziemlich gut m&ouml;glich, T-Zellen zu haben, die spezifisch f&uuml;r Covid sind und einen daher immun machen, ohne dass man Antik&ouml;rper hat. Pers&ouml;nlich denke ich, ist es das, was passiert ist.<br>\nJeder, der in meiner Notfallaufnahme hier arbeitet, hat einen Antik&ouml;rpertest gemacht. Sehr wenige haben tats&auml;chlich Antik&ouml;rper, obwohl wir einer riesigen Zahl von Infizierten ausgesetzt waren. Und am Anfang der Pandemie trug noch niemand Schutzausr&uuml;stung, bevor wir bemerkt haben, wie verbreitet Covid ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-schlimm-ist-Covid-wirklich-4868723.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst interessanter Bericht von &bdquo;der Front&ldquo;. Wichtig ist auch der Hinweis auf den Unterschied zwischen Antik&ouml;rpern und T-Zellen bei der Bewertung der Immunit&auml;t. Hier spielt &uuml;brigens auch die vielzitierte &bdquo;Kreuzimmunit&auml;t&ldquo; eine Rolle, bei der die T-Zellen durch vergangene harmlose Corona-Viren offenbar bei vielen Menschen so trainiert sind, dass sie auch das Sars-CoV-2-Virus erfolgreich bek&auml;mpfen k&ouml;nnen. Leider wird auch in Deutschland nicht auf eine m&ouml;gliche Immunit&auml;t durch die T-Zellen getestet. Dadurch verlieren z.B. die gerade laufenden Antik&ouml;rpertests des RKI an Aussagekraft, zumal bekannt ist, dass die Konzentration der spezifischen Antik&ouml;rper bereits nach wenigen Wochen so deutlich zur&uuml;ckgeht, dass man sie kaum mehr messen kann. Nun hatten wir aber in Deutschland den Peak bei den Todeszahlen im April. Rechnet man drei Wochen zwischen Infektion und Tod, hei&szlig;t dies, dass der Peak der Infektionen in der zweiten M&auml;rzh&auml;lfte lag. Wenn wir erst jetzt auf Antik&ouml;rper testen, werden wir jedoch bei den allermeisten Menschen, die sich als &bdquo;Dunkelziffer&ldquo; in diesem Zeitraum infizierten haben &ndash; und das d&uuml;rfte das Gros sein &ndash; gar kein positives Testergebnis mehr bekommen, da die Antik&ouml;rper l&auml;ngst verschwunden sind. Wie viele Menschen in Deutschland infiziert waren oder gar immun sind, bleibt also eine gro&szlig;e Unbekannte. Verantwortlich daf&uuml;r ist vor allem das tr&auml;ge RKI, das sich viel zu viel Zeit mit den n&ouml;tigen Tests und Studien l&auml;sst. Die politische Verantwortung tr&auml;gt Bundesgesundheitsminister Spahn.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser Artikel mit Erkenntnissen aus Schweden deckt sich auch mit Forschungsergebnissen in Deutschland. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h13\">T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Graal-M&uuml;ritz: Corona-Test war fehlerhaft &ndash; Schule &ouml;ffnet wieder<\/strong><br>\nDer positive Corona-Test eines Sch&uuml;lers in Graal-M&uuml;ritz (Landkreis Rostock) war fehlerhaft. Das teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. &ldquo;Das Probenmaterial des Kindes war stark mit biologischem Material einer anderen Person verunreinigt, die tats&auml;chlich Covid19-positiv ist&rdquo;, hei&szlig;t es in der Mitteilung. Das habe eine umfangreiche rechtsmedizinische Kontrolluntersuchung ergeben.<br>\nSchulkind mehrfach getestet &ndash; immer negativ<br>\nDas betreffende Schulkind war nach dem ersten Test noch mehrfach getestet worden &ndash; immer mit negativem Ergebnis. Nun ist das Ergebnis laut dem Landkreis hieb- und stichfest. Eine Covid19-Infektion k&ouml;nne ausgeschlossen werden.<br>\nWegen des vermeintlichen Corona-Falles war die Ostsee-Grundschule in der vergangenen Woche geschlossen worden. Mitsch&uuml;ler, Lehrer und Servicepersonal wurden unter Quarant&auml;ne gestellt, umfangreiche Testungen aufgenommen. Die Quarant&auml;ne f&uuml;r die gut 100 Schulkinder und Lehrkr&auml;fte wird nun aufgehoben, wie Landrat Sebastian Constien (SPD) erkl&auml;rte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Graal-Mueritz-Corona-Test-war-fehlerhaft-Schule-oeffnet-wieder,coronavirus2884.html\">NDR 1 Radio MV<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streit um Corona-Politik &ndash; Astronomische Fehlrechnungen<\/strong><br>\nDie Politik hat sich bei den Ma&szlig;nahmen gegen Corona auf den Rat von zu wenigen Fachleuten gest&uuml;tzt. N&ouml;tig ist ein breit aufgestelltes Expertengremium. [&hellip;]<br>\nAus unserer Sicht haben sich Politik und &ouml;ffentliche Meinung selten so sehr auf den Rat von nur wenigen Fachleuten gest&uuml;tzt wie jetzt in der Coronakrise. Und es stellt sich die Frage, ob die Expertengremien gen&uuml;gend interdisziplin&auml;r und ausgewogen zusammengesetzt sind, um die Politik in dieser Krise mit Gelassenheit und Augenma&szlig; und ohne Interessenkonflikte beraten zu k&ouml;nnen.<br>\nEs geht ja nicht nur um die Beurteilung der Gef&auml;hrlichkeit der Pandemie, sondern auch um die Absch&auml;tzung des tats&auml;chlichen Nutzens der Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Eind&auml;mmung der Pandemie; und nicht zuletzt geht es auch um die Beurteilung der durch die Ma&szlig;nahmen m&ouml;glicherweise verursachten Kollateralsch&auml;den &ndash; nicht nur f&uuml;r die Gesundheit, sondern auch f&uuml;r Gesellschaft, Demokratie, Kultur, Bildung und Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Einsch&auml;tzung einer Pandemie ist es grunds&auml;tzlich wichtig, gen&uuml;gend gro&szlig;e repr&auml;sentative Zufallsstichproben der gesamten Bev&ouml;lkerung mit validierten serologischen Antik&ouml;rpertests in regelm&auml;&szlig;igen zeitlichen Abst&auml;nden zu untersuchen, um die Dynamik des viralen Geschehens und den Immunstatus der Bev&ouml;lkerung richtig beurteilen zu k&ouml;nnen. Nur so kann die Gef&auml;hrlichkeit der Infektion f&uuml;r die Menschen, je nach deren Alter und sozialer Gruppe, genauer berechnet werden.<br>\nDiese Arbeitsweise der bev&ouml;lkerungsbezogenen Epidemiologie ist in der Lage, mit empirisch gewonnenen Daten Hochrechnungen, Prognosen und Modellannahmen zu &uuml;berpr&uuml;fen. Gleich zu Beginn der Pandemie wurde von Epidemiologen wie John Ioannidis, Professor an der Stanford-Universit&auml;t in Kalifornien, gefordert, repr&auml;sentative Bev&ouml;lkerungsstichproben zu untersuchen, um zu realistischen Todesraten und einer realistischen Einsch&auml;tzung der Gef&auml;hrlichkeit der Pandemie zu kommen. Inzwischen hat er eine &Uuml;bersichtsarbeit &uuml;ber 36 solcher weltweit durchgef&uuml;hrten Zufallsstichprobenuntersuchungen mit serologischen Antik&ouml;rpertests vorgelegt: Die darin erhaltenen IFR-Zahlen liegen viel niedriger als die zu Beginn der Pandemie gemachten Sch&auml;tzungen einiger Virologen.<br>\nDie vom RKI Anfang Mai angek&uuml;ndigte repr&auml;sentative Zufallsstichprobenuntersuchung der deutschen Bev&ouml;lkerung steht bis heute aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Corona-Politik\/!5701892\/\">Angela Spelsberg und Ulrich Keil in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Offener Brief: &Auml;rzte gegen Maskenpflicht f&uuml;r Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nDie Kritik an der Maskenpflicht in Schulen w&auml;chst. Die Ober&auml;rztin der Kinderambulanz des Gemeinschaftskrankenhauses in Herdecke, Dr. med. Karin Michael, hat sie in einem offen Brief an die NRW-Schulministerin zusammengefasst. Diesen Brief haben mehr als 100 Mediziner, Sozialarbeiter und Lehrer aus ganz Deutschland unterschrieben. (&hellip;)<br>\nDie Unterzeichner machen sich Sorgen, dass sich die Maskenpflicht negativ auf die Entwicklung und Psyche der Kinder auswirken k&ouml;nnte. F&uuml;r junge Sch&uuml;ler sei es sehr wichtig, Gesicht und Mimik ihres Gegen&uuml;bers sehen zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie Maskenpflicht k&ouml;nne zudem Angstst&ouml;rungen, wie Waschzwang oder Schlafst&ouml;rungen verst&auml;rken. Diese h&auml;tten seit Beginn der Corona-Pandemie n&auml;mlich merklich zugenommen. Die Unterzeichner fordern nun eindeutige Nachweise f&uuml;r den Nutzen einer Maskenpflicht an Schulen. Auch wolle man juristische Schritte pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/ruhrgebiet\/corona-mund-nasen-schutz-schule-offener-brief-aerzte-100.html\">WDR<\/a>\n<p><strong>dazu: Kommentar: Maskenpflicht an Schulen &ndash; warum?<\/strong><br>\nWow, das hat gesessen! Nordrhein-Westfalen ordnet eine Maskenpflicht in den Schulen an. Und zwar nicht nur auf den Schulh&ouml;fen und auf den G&auml;ngen &ndash; dar&uuml;ber h&auml;tte man notfalls ja noch reden k&ouml;nnen &ndash; sondern auch im Unterricht. Lehrer sind dabei &uuml;brigens eingeschlossen, wenn sie den Mindestabstand von 1 Meter 50 nicht sicher einhalten k&ouml;nnen.<br>\nIm Klartext hei&szlig;t das: Sch&uuml;ler sollen ab kommender Woche f&uuml;nf, sechs, sieben Stunden am St&uuml;ck beim Pauken eine Maske tragen, damit sie sich bei Freunden und Mitsch&uuml;lern nicht anstecken, die sie nach der Schule nat&uuml;rlich ohne Maske treffen. Bei Klassenarbeiten, Referaten oder beim Erlernen des englischen &bdquo;th&ldquo; darf die Maske abgenommen werden; klar, in solchen Situationen werden ja auch keine Aerosole ausgeatmet. (&hellip;)<br>\nIch frage mich wirklich nach dem &bdquo;Warum&ldquo;. Und werde das Gef&uuml;hl einfach nicht los, dass es Ministerin Gebauer, vor allem aber Ministerpr&auml;sident Armin Laschet, mit diesem strengen Corona-Regiment weniger um das Infektionsrisiko ging, als vielmehr um die Gefahr, &ouml;ffentlich wieder mal als unverantwortlicher Prediger neuer Corona-Lockerungen dazustehen. Im Kampf um die Kanzlerkandidatur also endlich mal Punkte machen gegen S&ouml;der, der nat&uuml;rlich jede Neuinfektion in einer NRW-Schule gen&uuml;sslich als Scheitern Laschets und Best&auml;tigung seiner harten Linie ausgekostet h&auml;tte.<br>\nDie Sch&uuml;ler und Lehrer m&uuml;ssen das jetzt ausbaden. Schade! Ich hatte gehofft, die R&uuml;ckkehr zum Regelschulbetrieb k&ouml;nnte so etwas werden wie ein St&uuml;ck wieder erlangte Normalit&auml;t. Jetzt mit der Maskenpflicht im Unterricht, ist es nicht mehr als ein Akt der &Auml;ngstlichkeit und Mutlosigkeit daraus geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/kommentar-maskenpflicht-an-schulen-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63588\">Maskenzwang im Unterricht: Ein bizarrer Plan<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60520\">Wie die Maskenpflicht unsere Intelligenz beleidigt &ndash; Und wie sie uns vom Wesentlichen ablenkt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The real Covid-19 threat<\/strong><br>\nAnalysis of NHS data reveals the deadly consequences of the government&rsquo;s messaging to &lsquo;stay at home, save lives, protect the NHS.&rsquo; During the lockdown, there was a near 50 per cent decline in admissions for heart attacks. The risks of Covid-19 outweighed the risk of seeking NHS care despite worsening symptoms for many people: 40 per cent more people died from lower-risk treatable heart attacks than usual. For strokes, the situation is further exacerbated by living alone and not having visitors as 98 per cent of emergency calls for strokes are made by someone else.<br>\nThere have been seven registered Covid deaths in children &ndash; representing a tiny risk. However, delays in seeking medical help might have contributed to the deaths of at least nine children, according to a survey of doctors. One-third of the 241 emergency paediatricians asked had witnessed delayed presentations. Some doctors reported late presentations during labour that resulted in adverse outcomes; some said early discharges after birth led to infants returning with severe dehydration.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spectator.co.uk\/article\/the-real-covid-19-threat\">The Spectator<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein unbedingt lesenswerter Artikel des britischen Epidemiologe Carl Heneghan aus Oxford. Die H&ouml;here Sterblichkeit in den britischen Privathaushalten f&uuml;hrt Heneghan darauf zur&uuml;ck, dass Krankheiten zu sp&auml;t oder gar nicht behandelt wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kommt jetzt die Diskussion mit den Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen noch in Gang?<\/strong><br>\nDas Interview mit Anselm Lenz im Deutschlandfunk h&auml;tte Ende M&auml;rz gesendet werden sollen. Dann w&auml;re vielleicht verhindert worden, dass sich Rechte als Freiheitsfreunde aufspielen<br>\nDie Massendemonstration der Coronama&szlig;nahmen-Kritiker vom 1. August hat wohl auch den offiziellen Medien gezeigt, dass die Bewegung nicht so schnell wieder verschwinden wird. Dann sucht man Menschen, die bereit und in der Lage sind, f&uuml;r die Bewegung zu sprechen. Doch in der Regel haben die Bewegungen keine Sprecher, aber es gibt Aktive, die sprechen k&ouml;nnen.<br>\nSo brachte der Deutschlandfunk am Samstag ein Interview mit Anselm Lenz, einen der Mitgr&uuml;nder der Koordinationsstelle Demokratischer Widerstand, des liberalen Fl&uuml;gel der heterogenen Protestbewegung. Lenz monierte in dem Interview, dass Wissenschaftler, die das Virus als nicht gef&auml;hrlicher als eine Grippe sehen, in den &ouml;ffentlichen Medien in Deutschland kaum zu Wort kommen. Dem entgegnete der Moderator, dass kritische Stimmen durchaus zu Wort kamen, was Lenz aber bestritt. [&hellip;]<br>\nEs w&auml;re auf jeden Fall sinnvoller gewesen, nicht so schnell mit Begriffen wie Verschw&ouml;rungstheoretiker oder Coronaleugner zu hantieren und damit Wissenschaftler, die begr&uuml;ndete Zweifel an der offiziellen Version ge&auml;u&szlig;ert haben, praktisch aus der Debatte auszugrenzen. H&auml;tte es Interviews mit Anselm Lenz oder anderen Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen schon Mitte M&auml;rz gegeben, h&auml;tte vielleicht verhindert werden k&ouml;nnen, dass sich Rechte aller Couleur pl&ouml;tzlich als Freunde der Freiheit ausgeben.<br>\nEs ist allerdings fraglich, ob das Lenz-Interview der Auftakt einer Diskussion ist. Zumindest, wenn die Coronaproteste anhalten, k&ouml;nnte es da Verschiebungen geben. Das w&uuml;rde voraussetzen, dass auch bei den Gegnern der Coronama&szlig;nahmen die Differenzierung einsetzt. Sie m&uuml;ssten ihren Wahrheitsanspruch, den viele von ihnen vor sich hertragen, aufgeben und einr&auml;umen, dass sie sich geirrt haben k&ouml;nnten. Zudem m&uuml;ssten sich Leute, die ernsthaft gegen autorit&auml;re Staatlichkeit auf die Stra&szlig;e gehen, klar von Rechten trennen, die Freunde von Staatsautorit&auml;t sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kommt-jetzt-die-Diskussion-mit-den-Kritikern-der-Corona-Massnahmen-noch-in-Gang-4866063.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Corona und die Demonstrationen &ndash; Einordnung des Interviews mit Anselm Lenz [AUDIO]<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview.693.de.html?drbm:date=2020-08-08\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein wenig nach unten scrollen.<\/em><\/p>\n<p><strong>au&szlig;erdem: Corona-Demonstranten wollen den Staat vorf&uuml;hren<\/strong><br>\nSie tragen keine Maske und ignorieren den Abstand. Die Teilnehmer von Corona-Hygiene-Demos bringen so den Unmut &uuml;ber die geltenden Schutzma&szlig;nahmen zum Ausdruck. Dabei protestieren nicht nur Esoteriker gemeinsam mit Verschw&ouml;rungstheoretikern, sondern auch Menschen mit wirtschaftlichen &Auml;ngsten, wie der Soziologe und Ost-Experte Wolfgang Engler sagt. Im Interview erkl&auml;rt er, warum sich so viele verschiedene Gruppen auf den umstrittenen Demos zusammentun, wieso die Wut vieler Menschen in Ost und West so gro&szlig; ist und zieht Parallelen zu Pegida.<br>\nSie sagen, die Demonstranten wollen den Staat vorf&uuml;hren. Woher kommt diese Wut auf den Staat?<br>\nNat&uuml;rlich sind das Minderheiten. Aber diese Minderheiten werden in den letzten Jahren zunehmend politisch relevant, wie man auch anhand der letzten Bundestagswahl und bei Landtagswahlen &ndash; nicht nur im Osten Deutschlands &ndash; gesehen hat. Die Unzufriedenheit hat viele Gr&uuml;nde. Zus&auml;tzlich zu denen, die sich sozial ausgeschlossen oder an den Rand gedr&auml;ngt f&uuml;hlen, die die schlechteren oder keine Jobs haben oder in abgeh&auml;ngten Regionen leben, sind da offensichtlich auch Leute unterwegs, die von anderen Motiven getragen sind. Davon etwa, dass sie den Eindruck haben, da wird etwas von oben beschlossen und sie baden das dann aus, nach dem Motto &bdquo;Wir schaffen das&ldquo; aus der Fl&uuml;chtlingskrise. Man f&uuml;hlt sich nicht gefragt, nicht ernst genommen.<br>\nGlauben Sie, dass auch Medien Verantwortung an der aufgeheizten Stimmung tragen?<br>\nInsofern sie zu Pauschalformeln greifen, wie das auch jetzt wieder der Fall war. Das ver&auml;rgert die Leute ungemein. Ich w&uuml;rde sehr dazu raten, davon Abstand zu nehmen und zu differenzieren.<br>\nUnd so gelingt es, Menschen wieder zur&uuml;ckzugewinnen?<br>\nDas vermag ich nicht zu sagen. Es w&auml;re schon viel erreicht, wenn man Menschen, die am &bdquo;System&ldquo; zweifeln, nicht so vor den Kopf st&ouml;&szlig;t, dass aus Zweiflern Gegner der offenen Gesellschaft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/corona-demonstranten-wollen-den-staat-vorfuehren-li.97353?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>14 Unternehmen wollen Kapital vom Staat<\/strong><br>\nInfolge der Corona-Krise hat sich der Bund an Lufthansa beteiligt. Dabei wird es nicht bleiben.<br>\nNach der Teilverstaatlichung der Lufthansa pr&uuml;ft die Bundesregierung, sich an zahlreichen weiteren Unternehmen zu beteiligen. &bdquo;14 Unternehmen haben bereits ausdr&uuml;cklich Bedarf an einer Rekapitalisierung angezeigt&ldquo;, sagte Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Ulrich Nu&szlig;baum auf eine schriftliche Frage der Gr&uuml;nen-Politikerin Katharina Dr&ouml;ge nach einem Bericht des &bdquo;Handelsblatt&ldquo;.<br>\nBei der &bdquo;weit &uuml;berwiegenden Anzahl der Unternehmen&ldquo; stehe die Pr&uuml;fung demnach am Anfang, f&uuml;gte Nu&szlig;baum hinzu. Es lie&szlig;en sich daher &bdquo;zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt keine belastbaren Aussagen &uuml;ber die Art etwaiger Stabilisierungsma&szlig;nahmen treffen&ldquo;.<br>\nDass auf die Lufthansa weitere Unternehmen folgen, hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) unl&auml;ngst im Interview mit der F.A.Z. wiederum schon angedeutet. Auf die Frage, wie viele Unternehmen der Bund in den kommenden Monaten &auml;hnlich wie die Lufthansa unterst&uuml;tzen m&uuml;sse, antwortete er: &bdquo;Wir reden wahrscheinlich &uuml;ber einige Dutzend F&auml;lle.&ldquo; [&hellip;]<br>\n&bdquo;Dass so viele gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen auf staatliche Unterst&uuml;tzung setzen, zeigt einmal mehr den Ernst der Lage&ldquo;, sagte Gr&uuml;nen-Politikerin Dr&ouml;ge. Sie f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Wenn es um direkte Staatsbeteiligungen geht, muss aber klar sein, dass es sich dabei um Rettungsbeteiligungen handelt und nicht um ein dauerhaftes Portfolio f&uuml;r Minister Altmaier.&ldquo; Die Bundesregierung m&uuml;sse nun eine Strategie vorlegen, &bdquo;wann und wie sie die Anteile wieder ver&auml;u&szlig;ern wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/14-unternehmen-wollen-kapital-vom-staat-gegen-die-krise-16899604.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nicht &ldquo;bitten um&rdquo;, sondern &ldquo;wollen&rdquo; oder &ldquo;fordern&rdquo; Hilfe vom Staat (z. B. auch <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/coronakrise-industrie-fordert-zusaetzliche-hilfen-vom-staat-a-0542442f-f36d-492c-80a5-f3637128ec2c\">hier<\/a>). Dieselbe Industrie, dieselbe Wirtschaft, die oder deren Interessenvertreter\/Lobbyisten Mal f&uuml;r Mal fordern, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik-lieber-staat-bitte-halte-dich-raus-1.1107464\">der Staat solle sich aus der Wirtschaft heraushalten<\/a>, insbesondere, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-staat-sollte-sich-hier-heraus-halten.694.de.html?dram:article_id=64162\">wenn es um Arbeitnehmerschutz oder einen minimalen Mindestlohn<\/a> &ndash; und das sogar jetzt, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/buero-co\/handwerkspraesident-wollseifer-ueber-mindestlohn-debatte-16894037.html\">w&auml;hrend der Staat den Unternehmen massiv hilft<\/a>. Und schon immer (<a href=\"http:\/\/www.wsm-net.de\/fileadmin\/user_upload\/wsm-net\/documents\/WSM_Nachrichten_3_2019_Web.pdf\">wsm-net.de\/fileadmin\/user_upload\/wsm-net\/documents\/WSM_Nachrichten_3_2019_Web.pdf<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/industrie-deutsche-unternehmen-fuerchten-im-internationalen-wettbewerb-abgehaengt-zu-werden\/23801334.html?ticket=ST-3768205-VcVwO0mjf3fbE7sfSwvu-ap1\">handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/industrie-deutsche-unternehmen-fuerchten-im-internationalen-wettbewerb-abgehaengt-zu-werden\/23801334.html?ticket=ST-3768205-VcVwO0mjf3fbE7sfSwvu-ap1<\/a>), aber sogar <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/konjunktureinbruch-wirtschaft-fordert-weitere-steuerliche-entlastungen-wegen-der-coronakrise\/25686390.html?ticket=ST-980543-EPO1RoOAw0eErINdQ17g-ap3\">w&auml;hrend der Corona-Pandemie<\/a> fordern der BDI, der DIHK, welcher Verbandschef auch immer unverdrossen Steuersenkungen &ndash; und gleichzeitig Hilfen vom Staat. Nat&uuml;rlich soll der Staat, so wurde viele Jahre lang gefordert, die Schulden abbauen, und der BDI bef&uuml;rwortete auch die Schuldenbremse; nur allm&auml;hlich w&auml;chst die Erkenntnis, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/schuldenbremse-und-schwarze-null-warum-sie-wackeln-a-1282596.html\">dass eine verrottete Infrastruktur doch nicht so toll ist<\/a>. Die (f&uuml;r Unternehmen und Reiche) ohnehin viel zu geringen Steuers&auml;tze noch weiter senken, keine Schulden machen (trotz Rezession und Corona-Krise) und *gleichzeitig* der Wirtschaft mit Milliarden unter die Arme greifen: alle Forderungen zusammen genommen sind noch viel schwieriger als die Quadratur des Kreises. Aber: die Grundrente einzuf&uuml;hren (Kostenpunkt 1-3 Milliarden Euro pro Jahr, ein Klacks), &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/bdi-bundesregierung-ruiniert-wettbewerbsfahigkeit-BFDZPLQD2NHJ7B2NWL63ETJ24I.html\">ruiniert die Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/a>&rdquo; und den Staatshaushalt gleich mit. Ist das eigentlich nur totale Unversch&auml;mtheit oder doch schon klinische Schizophrenie? Und dass den Gr&uuml;nen auch nur einf&auml;llt, dass sich der Staat so schnell wie m&ouml;glich wieder aus seinen Beteiligungen zur&uuml;ck ziehen soll &ndash; dass der Staat sich aus der Wirtschaft raushalten soll -, zeigt doch auch nur, wes FDP-Geistes Kind diese Partei ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die EU &ndash; ein Tr&uuml;mmerhaufen<\/strong><br>\nvon Hannes Hofbauer, Wien<br>\n(&hellip;) Der erste analoge Gipfel mit physischer Anwesenheit seit den Lockdowns war ein einziges Wundenlecken. Mitte M&auml;rz hatte die Europ&auml;ische Union ihre bisher dunkelste Stunde erlebt. Ein Virus, oder besser: das Virus-Management, f&ouml;rderte zutage, was Worth&uuml;lsen wie &bdquo;europ&auml;ische Solidarit&auml;t&ldquo;, &bdquo;Grenzenlosigkeit&ldquo; und &bdquo;Weltoffenheit&ldquo; wert sind, wenn es auf sie ank&auml;me: nichts. Die ausschlie&szlig;lich nationalstaatlich verordneten Notstandsgesetze und Grenzschlie&szlig;ungen hatten f&uuml;r EU-Kommission und EU-Rat den Charakter eines politischen Offenbarungseids. Br&uuml;ssel war abgemeldet. Dazu kam der nun endg&uuml;ltige R&uuml;ckzug der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft, Gro&szlig;britannien. Der Vollzug des Brexit machte es f&uuml;r die &uuml;brig gebliebenen Mitglieder deutlich: Es wird teurer&hellip;<br>\n(&hellip;) Was das Corona-&bdquo;Rettungspaket&ldquo; noch offenbart, ist die Fortschreibung der &ouml;konomischen Ungleichheit im &bdquo;Euro&ldquo;-Raum. Denn die Kreditvergabe von 360 Milliarden Euro (bei 390 Milliarden Zusch&uuml;ssen) an haupts&auml;chlich Staaten des europ&auml;ischen S&uuml;dens garantiert den Bestand des Systems, wonach Export-L&auml;nder wie Deutschland den Euro und billige Arbeitskr&auml;fte dazu n&uuml;tzen k&ouml;nnen, im Gesch&auml;ft zu bleiben, und die Peripherie mittels Zusch&uuml;ssen und Krediten notgef&uuml;ttert wird. Damit kann ihre Nachfrage nach hochwertigen Industrieg&uuml;tern aus den Zentralr&auml;umen aufrechterhalten werden&hellip;<br>\n(&hellip;) Der EU-Gipfel vom Juli 2020 hat zudem einen Vorgeschmack auf k&uuml;nftige Auseinandersetzungen gegeben. Blockbildungen innerhalb der Europ&auml;ischen Union werden in Zukunft h&auml;ufiger und nicht mehr hinter den Kulissen stattfinden. Die erfolgreiche Allianz der vier oder f&uuml;nf Sparmeister wird Nachahmer finden. Zudem wurde deutlich, wie labil die entscheidende Achse Berlin-Paris ist, sie kann bereits nach dem n&auml;chsten Wahlgang der Vergangenheit angeh&ouml;ren. Damit ist nicht nur die Abh&auml;ngigkeit von den Urneng&auml;ngen in Deutschland und Frankreich gemeint, sondern auch von jenem in den USA. Die Frage, wer nach dem Ausscheren Gro&szlig;britanniens aus der EU das Liebkind Washingtons sein wird, kann auch Einfluss auf die deutsch-franz&ouml;sischen Beziehungen haben. Sich von den USA zu l&ouml;sen, dazu waren die westeurop&auml;ischen Einigungsbestrebungen seit dem Kohle-Stahl-Pakt des Jahres 1950 nicht gemacht und das scheint auch heute nicht auf der Tagesordnung zu stehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2020\/07\/die-eu-%e2%80%93-ein-truemmerhaufen-53587.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Solidarit&auml;t f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nWer Europa wirklich einigen will, hat die Pflicht, zun&auml;chst Solidarit&auml;t mit jener H&auml;lfte Deutschlands zu zeigen, die nur 1,5 Prozent des Verm&ouml;gens besitzt. Bevor wir &uuml;ber Eurobonds reden, m&uuml;ssen wir zun&auml;chst h&ouml;here deutsche L&ouml;hne, ein Verbot von Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen sowie drastisch einged&auml;mmte Bonuszahlungen in Unternehmen durchsetzen. (&hellip;)<br>\nMan stelle sich den Horror vor, m&uuml;sste der Deutsche Bundestag oder ein Forum aus Ministerpr&auml;sidenten der Bundesl&auml;nder verhandeln, wie viel Geld jedes der reicheren L&auml;nder wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-W&uuml;rttemberg jedem der &auml;rmeren L&auml;nder wie Th&uuml;ringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu &uuml;berweisen h&auml;tte. Und man stelle sich dar&uuml;ber hinaus vor, der bayerische Ministerpr&auml;sident k&ouml;nnte vor der Auszahlung der Finanzmittel die f&uuml;r Th&uuml;ringen bestimmten Gelder bis zu drei Monate blockieren, um die &ouml;ffentlichen Finanzen Th&uuml;ringens zu pr&uuml;fen. Die deutsche Einheit w&auml;re dahin und das Land gel&auml;hmt.<br>\nDamit habe ich gerade die verh&auml;ngnisvolle Entzweiung beschrieben, die in Next Generation EU festgeschrieben wurde. Wie ich schon an anderer Stelle festhielt, pr&auml;sentiert sich die Situation so, als w&auml;re die ganze Sache von einem raffinierten Euroskeptiker konzipiert worden. Wenn Next Generation EU bald aktiviert ist, werden Deutschlands Eliten die &ouml;ffentlichen Finanzen Italiens, Spaniens und Griechenlands unter die Lupe nehmen. Das wird dabei helfen, die Wut der deutschen Arbeitnehmer*innen &uuml;ber die Sparma&szlig;nahmen unter denen sie (gemeinsam mit italienischen, griechischen und spanischen Arbeitnehmer*innen) leiden, auf ihre Leidensgenossen in Italien, Spanien und Griechenland umzulenken &ndash; die die Animosit&auml;ten nat&uuml;rlich erwidern werden. So etwas ist kein Rezept f&uuml;r die Einigung Europas, sondern ein Plan f&uuml;r die Spaltung von Menschen, die eigentlich die gleichen Interessen haben.<br>\nWer Europa wirklich einigen will, hat die Pflicht, zun&auml;chst Solidarit&auml;t mit jener H&auml;lfte Deutschlands zu zeigen, die nur 1,5 Prozent des Verm&ouml;gens besitzt. Bevor wir &uuml;ber Eurobonds reden, m&uuml;ssen wir uns zun&auml;chst f&uuml;r h&ouml;here deutsche L&ouml;hne, ein Verbot von Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen sowie drastisch einged&auml;mmte Bonuszahlungen in Unternehmen einsetzen.<br>\nAls n&auml;chstes m&uuml;ssen wir unseren deutschen Freunden zeigen, dass die aktuelle EU-Politik das Wohlstandsgef&auml;lle in Deutschland verst&auml;rkt, weil sich der Reichtum der 0,1 Prozent ebenso vergr&ouml;&szlig;ert wie die Probleme der Mehrheit. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen wir ihnen erkl&auml;ren, was eine echte Fiskalunion ausmacht: n&auml;mlich nicht den Wohlstandstransfer von Deutschland nach Griechenland oder von den Niederlanden nach Italien, sondern von Hamburg, der Lombardei und Nord-Athen nach Th&uuml;ringen, Kalabrien und Thrakien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++071e0b24-d733-11ea-9efe-001a4a160123\">Yanis Varoufakis in Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdung in Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen von 2009 bis 2019 am st&auml;rksten gestiegen<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdung &ndash; gemessen an der Armutsgef&auml;hrdungsquote &ndash; ist im Zeitraum von 2009 bis 2019 in allen westlichen Bundesl&auml;ndern und in Berlin gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat sich der Anteil der von Armut bedrohten Menschen in Bremen am st&auml;rksten erh&ouml;ht: Dort war 2019 fast ein Viertel (24,9 %) der Bev&ouml;lkerung armutsgef&auml;hrdet, mehr als in jedem anderen Bundesland. 2009 hatte der Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Personen in Bremen gut ein F&uuml;nftel (20,1 %) betragen. Auch in Hessen (2019: 16,1 %, 2009: 12,4 %) und Nordrhein-Westfalen (2019: 18,5 %, 2009: 15,2 %) ist das Risiko, von Einkommensarmut bedroht zu sein, seit 2009 vergleichsweise stark gestiegen. Die Armutsgef&auml;hrdungsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2020\/08\/PD20_308_634.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Bedrohung durch Armut w&auml;chst &ndash; Ein Interview mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Politikwissenschaftler)<\/strong><br>\nDas statistische Bundesamt meldet: Die Bedrohung durch Armut ist zwischen 2009 und 2019 gewachsen. Wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie sich zeigen, werden die Zahlen noch einmal ansteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.domradio.de\/audio\/bedrohung-durch-armut-waechst-ein-interview-mit-prof-dr-christoph-butterwegge\">Domradio<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Jeder Sechste an der Armutsgrenze<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko hat einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Laut dem Statistischen Bundesamt lebte 2019 in Deutschland jeder sechste B&uuml;rger an der Armutsgrenze. Besonders schlimm ist die Lage in Bremen.<br>\nDas Armutsrisiko in Deutschland ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im vergangenen Jahr 15,9 Prozent der B&uuml;rger von Armut bedroht, 2018 waren es noch 15,5 Prozent.<br>\nDie Armutsstatistik reicht in dieser Form nur bis 2005 zur&uuml;ck. Doch auch danach handelt es sich um einen neuen H&ouml;chstwert. Der Armutsforscher Christoph Butterwegge ist sich sicher: &ldquo;Das ist der h&ouml;chste Wert seit der Wiedervereinigung.&rdquo;<br>\nDie Armutsschwelle liegt laut dem Statistischen Bundesamt bei 1074 Euro bei einem Einpersonenhaushalt, das sind 60 Prozent eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Wer weniger Geld zur Verf&uuml;gung hat, gilt als armutsgef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/armustrisiko-deutschland-gestiegen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Arme Gesellschaft<\/strong><br>\nDie Bildzeitung brachte am 4. August die Schlagzeile: &bdquo;Jedem Dritten droht Rente auf Hartz-IV-Niveau&ldquo;. Sie st&uuml;tzt sich bei der Meldung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD. Offensichtlich haben sich hier zwei Helfershelfer des Neoliberalismus zusammengetan, um mit &Auml;ngsten der Menschen Gel&auml;ndegewinne zu erzielen &ndash; mit &Auml;ngsten, die durch neoliberale Politik erzeugt wurden. Die Fakten allerdings sind in der Tat alarmierend: &Uuml;ber zehn Millionen Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 1991 Euro brutto im Monat. Damit k&ouml;nnen sie sp&auml;ter mit ihrer Rente nicht &uuml;ber die gesetzliche Grundsicherung kommen. Das bedeutet: Bald ist rund ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten im Alter arm. Frauen sind fast doppelt so oft betroffen wie M&auml;nner.<br>\nF&uuml;r die Betroffenen ist das eine menschliche Trag&ouml;die, f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft eine Katastrophe. Nat&uuml;rlich war diese Entwicklung lange abzusehen; unz&auml;hlige parlamentarische Anfragen und Antr&auml;ge der Opposition &ndash; besonders der Linkspartei, &uuml;ber die die Bildzeitung wohl nicht berichtet hat &ndash; lie&szlig;en den massiven Anstieg der Altersarmut klar erkennen. Heuchlerisch ist also die &Uuml;berraschung der verantwortlichen PolitikerInnen: Die Regierungskoalitionen der letzten 20 Jahre haben diese Lage durch Niedrigl&ouml;hne, Werkvertr&auml;ge, Teilzeitarbeit, Minijobs, also durch das ganze Instrumentarium der Prekarit&auml;t, bewusst und gezielt erzeugt und gef&ouml;rdert.<br>\nWenige Tage vor der Meldung &uuml;ber die drohende Zunahme der Altersarmut h&auml;tte eine andere Nachricht &uuml;ber eine aktuelle Studie aufr&uuml;tteln k&ouml;nnen. 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind &ndash; hier muss wieder betont werden: im reichen Deutschland! &ndash; nach offiziellen Statistiken arm, mehr als jede\/r F&uuml;nfte (21,3 Prozent). Von der relativ guten wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre konnten arme Familien &ndash; Kinderarmut ist immer Familienarmut &ndash; offensichtlich nicht profitieren. Die Studie der Bertelsmann Stiftung fasst zusammen: &bdquo;Aufwachsen in Armut begrenzt, besch&auml;mt und bestimmt das Leben von Kindern und Jugendlichen &ndash; heute und mit Blick auf ihre Zukunft. Das hat auch f&uuml;r die Gesellschaft erhebliche negative Folgen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/arme-gesellschaft\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wildcard f&uuml;r Organisierte Kriminalit&auml;t und ein Trojanisches Pferd<\/strong><br>\nDer Chef dieses Unternehmens Jan Marsalek wird seit ein paar Wochen als echter Bad Boy pr&auml;sentiert. Das ist wahr und heuchlerisch<br>\nDer j&auml;he Fall des B&ouml;rsenlieblings Wirecard AG, der die &ldquo;Deutschland-AG 2.0&rdquo; verk&ouml;rpert hat und nun mit H&auml;me und Spott aus dem DAX-Olymp verjagt wird, z&auml;hlt ganz n&uuml;chtern zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsskandale in der Bundesrepublik Deutschland. Innerhalb weniger Tagen sank der B&ouml;rsenwert von sieben Milliarden Euro um circa 75 Prozent.<br>\nDie breit ausgetretene Spur, die den Fall aufkl&auml;ren soll, hat die S&uuml;ddeutsche Zeitung in den D&uuml;nensand geschrieben: &ldquo;Falsche Freunde, falsche F&auml;hrten&rdquo;.<br>\nWas ist aber, wenn der Wirtschaftskrimi &ldquo;Wirecard AG&rdquo; vor allem von ganz vielen hochkar&auml;tigen &ldquo;Freunden&rdquo; aus der Spitze von Politik und Staat geschrieben wird, und diese nun mit falschen F&auml;hrten und ganz viel Nebelkerzen gesch&uuml;tzt werden sollen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wirecard-Wildcard-fuer-Organisierte-Kriminalitaet-und-ein-Trojanisches-Pferd-4861551.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verteidigung des Scheinesystems<\/strong><br>\nDie Abschaffung des Bargelds scheint in Deutschland in weiter Ferne zu liegen. Laut der Bundesbank-Studie &bdquo;Zahlungsverhalten in Deutschland 2017&ldquo; werden drei von vier Eink&auml;ufe noch immer bar bezahlt. Durchschnittlich 107 Euro tr&auml;gt der Deutsche im Portemonnaie mit sich herum, daran hat sich in den vergangenen Jahren wenig ge&auml;ndert. In anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern ist das bargeldlose Bezahlen wesentlich beliebter &ndash; oder gar alternativlos. In den Niederlanden etwa k&ouml;nnen oft Parktickets oder Busfahrkarten nur noch elektronisch bezahlt werden und immer mehr Superm&auml;rkte nehmen keine Scheine und M&uuml;nzen mehr an.<br>\nIn Zeiten von Covid-19 hat sich diese Tendenz verst&auml;rkt &ndash; aus Angst vor Ansteckung. Bereits im M&auml;rz wurde laut Guardian an britischen Geldautomaten halb so viel Bargeld abgehoben wie sonst. Die deutschen Sparkassen verzeichnen seit Ausbruch der Pandemie deutlich mehr Transaktionen &uuml;ber ihre Apps als zuvor. Global betrachtet, befand sich das Bargeld jedoch schon vor Corona auf dem R&uuml;ckzug. 63,5 Prozent aller elektronischen Transaktionen weltweit finden in China statt. Die Chinesen zahlen allerdings kaum mit EC- oder Kreditkarte, stattdessen nutzen sie ihr Smartphone und greifen dabei in erster Linie auf zwei Dienste zur&uuml;ck: Alipay und Wechat Pay.<br>\nInzwischen bieten deutsche Banken ebenfalls das Zahlen mit dem Handy an, auch k&ouml;nnen kleinere Betr&auml;ge mit den neuen EC-Karten kontaktlos, also ohne das Eingeben der PIN-Nummer und ohne eine Unterschrift leisten zu m&uuml;ssen, an der Kasse beglichen werden. Das hat sich in Zeiten der Pandemie bew&auml;hrt &ndash; einerseits. Da die Funktion bei den meisten Karten automatisch freigeschaltet ist, k&ouml;nnte sie andererseits f&uuml;r Kriminelle mit entsprechenden Leseger&auml;ten eine neue Geldquelle sein. Wer das bef&uuml;rchtet, muss eine Sperrung bei der Bank vornehmen lassen. Diese Strategie ist im &Uuml;berwachungskapitalismus allenthalben anzutreffen: Wer nicht alle Aussp&auml;happlikationen von Smartphones oder Social-Media-Plattformen haben m&ouml;chte, muss aktiv werden. Datenschutz wird jedem selbst aufgeb&uuml;rdet, spekuliert wird auf die Bequemlichkeit der B&uuml;rger. (&hellip;)<br>\nWer jedoch vor einer Abschaffung des Bargelds warnt, wird rasch als Fortschrittsfeind oder Verschw&ouml;rungstheoretiker hingestellt oder als Deutscher Michel verlacht. Was daran aber fortschrittlich sein soll, dass jeder Einkauf Daten produziert, regelm&auml;&szlig;ig die Kontoausz&uuml;ge &uuml;berpr&uuml;ft werden m&uuml;ssen und der B&uuml;rger seiner Geheimnisse beraubt wird, erkl&auml;ren die Verfechter des bargeldlosen Bezahlens nicht. Auch ist nicht zu leugnen, dass es Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard sind, die, unterst&uuml;tzt von dem Halbtagsphilanthropen Bill Gates, seit Jahren mit einer aggressiven Lobbyarbeit Scheine und M&uuml;nzen zur&uuml;ckdr&auml;ngen wollen. Auf den ersten Blick scheint nur der Verdacht der Deutscht&uuml;melei berechtigt zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/verteidigung-des-scheinesystems\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Massive Anti-Bargeld-Propaganda aus Anlass eines bargeldfreundlichen Bundesbank-Berichts<\/strong><br>\nEs sind nicht nur die &ouml;ffentlich- rechtlichen Sender, die oft dreiste Anti-Bargeld-Propaganda machen. Ein leider gar nicht so selten schlimmes Beispiel gab es am Montagnachmittag in der Teleb&ouml;rse, der Wirtschaftsendung des Senders ntv, der zu RTL geh&ouml;rt. Mit Unwissenheit l&auml;sst sich nicht erkl&auml;ren, was in dieser Sendung pr&auml;sentiert wurde, aus mindestens zwei Gr&uuml;nden. (&hellip;)<br>\nFalschinformationen<br>\nEs war nicht nur die sehr einseitige Intonation und Wortwahl, die in den Beitr&auml;gen auffiel. Falsch oder grob verzerrt war an der Darstellung,:<\/p>\n<ul>\n<li>dass die Deutschen in Sachen Bargeld eine Sonderrolle einnehmen, &ldquo;ein deutsches Ph&auml;nomen&rdquo;, wie der Moderator paraphrasiert. Das wird dadurch nicht richtig, dass es die Bargeldgegner immer wieder behaupten. Die Bargeldnutzung in Deutschland bewegt sich im Industriel&auml;ndervergleich im Mittelfeld, weltweit im unteren Bereich;<\/li>\n<li>dass Bargeld auf der Bank v&ouml;llig sicher ist;<\/li>\n<li>dass das Vertrauen in den Aktienmarkt und die Komplexit&auml;t vieler Finanzprodukte viel mit der Bargeldhaltung zu tun hat;<\/li>\n<li>dass die Bundesb&uuml;rger durchschnittlich &ldquo;1.364 Euro in den eigenen vier W&auml;nden horten&rdquo;. Die von der Bundesbank ermittelten 1.364 Euro beziehen sich entgegen der durchgehend falschen Darstellung bei der Teleb&ouml;rse auf &ldquo;zu Hause oder in einem Schlie&szlig;fach&rdquo;. Vermutlich werden die gro&szlig;en Betr&auml;ge in Schlie&szlig;f&auml;chern aufbewahrt, sodass der erweckte Eindruck, die Deutschen bewahrten typischerweise gro&szlig;e Betr&auml;ge unter der Matratze auf, ein falscher sein d&uuml;rfte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass die Psychologin Lochner es nicht besser wei&szlig;, leuchtet mir ein. Durch Internetrecherche und auf ihrem Lebenslauf habe ich kein Indiz gefunden, dass sie beruflich-wissenschaftlich je etwas mit Bargeld, ja nicht einmal mit Finanzm&auml;rkten zu tun hatte. Der Redaktion war offenbar jede Schein-Expertin recht, die bereit war, das aus ihrer Sicht Passende zu sagen.<br>\nWas fehlte<br>\nNicht einmal ansatzweise erw&auml;hnt wurden die &uuml;brigen Vorteile des Bargelds wie die Sicherheit vor Bankenpleiten, und das Vermeiden von Negativzinsen oder die Nutzbarkeit bei Stromausfall, Technikversagen und sonstigen Katastrophen. In der Bundesbankanalyse findet sich das alles. Man wollte es also nicht erw&auml;hnen. Auch der Bundesbank-Experte h&auml;tte es sicher gerne umfassender gesagt, wenn man ihn gelassen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/teleboerse-anti-bargeld\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Deutsche Krankheit&rdquo; &ndash; Die Rentenschwindsucht<\/strong><br>\nAls &ldquo;Deutsche Krankheit&rdquo; wird die Rentenschwindsucht in diesem Land bezeichnet werden k&ouml;nnen. Diese Krankheit ist gesellschaftlicher Natur und hat im Wesentlichen drei Erreger. Alle drei wurden durch den Bundestag kalkuliert mit Gesetzeskraft in die Welt gesetzt. Das erste Virus ist die Rentenformel zur Anpassung des aktuellen Rentenwerts (Riester- und Nachhaltigkeits-D&auml;mpfungsfaktoren) aus den Jahren 2001 und 2004 &ndash; siehe auch: Weg mit der Rentenformel! Es gibt starke Alternativen &hellip; [3]<br>\nDas zweite Virus ist die nachgelagerte Besteuerung, ebenfalls 2004 beschlossen als Alterseink&uuml;nftegesetz &ndash; siehe auch: Rentenschwindsucht durch die nachgelagerte Besteuerung [4]. (&hellip;)<br>\nDurch eine Vielzahl von Gesetzen hat der Gesetzgeber die Zahl der erreichbaren Entgeltpunkte systematisch reduziert:\n<ul>\n<li>F&uuml;r l&auml;ngerfristige Arbeitslose (ALG II-Empf&auml;nger) werden keinerlei Rentenpunkte mehr gut geschrieben (wie noch bei der Arbeitslosenhilfe bis 2000 &ndash; 80%, danach bis 2011 auf Null heruntergefahren).<\/li>\n<li>F&uuml;r Niedriglohnempf&auml;nger werden seit 1992 keine Aufstockungspunkte mehr angerechnet.<\/li>\n<li>F&uuml;r Ausbildungszeiten werden seit 2009 keine Entgeltpunkte mehr gut geschrieben, das waren bis 1996 noch 7 Jahre, die auf Null zusammengestrichen wurden.<\/li>\n<li>Die Hinterbliebenen-Anwartschaften (gro&szlig;e Witwenrente) wurden von 60% auf 55% reduziert.<\/li>\n<li>Wer vor der Regelarbeitsgrenze in Rente geht, dem werden die bereits erworbenen Entgeltpunkte reduziert (0,3% pro Monat). Diese Abz&uuml;ge werden mit der Erh&ouml;hung der Regelarbeitsgrenze auf 67 Jahre noch um einiges zunehmen.<\/li>\n<li>Zwangsverrentungen von ALG II-Empf&auml;ngern ab 63. Sie werden mit entsprechenden Rentenpunktabschl&auml;gen zus&auml;tzlich bestraft.<\/li>\n<li>Hinzu kommt, dass die stark gestiegenen Mini-Job Arbeitsverh&auml;ltnisse keine bis &auml;u&szlig;erst geringe Rentenanwartschaften erzielen.<\/li>\n<li>Generell sorgen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (Niedrigl&ouml;hne, Leiharbeit, Werkvertragsarbeit, Ketten-Praktika, sachgrundlose Befristungen&hellip;) daf&uuml;r, dass nur sehr geringe Entgeltpunkte erworben werden.<\/li>\n<li>Von all diesen Ma&szlig;nahmen sind viele in den aktuellen Rentenjahrg&auml;ngen nicht oder nur teilweise betroffen. Die fatalen Wirkungen werden die k&uuml;nftigen Rentenjahrg&auml;nge in zunehmender H&auml;rte erfahren m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie gesagt, diese Schwindsuchtfaktoren kommen noch auf die beiden ersten (D&auml;mpfungsfaktoren und Besteuerungssteigerung) hinzu. Sie sind in ihrer Auswirkung schwer zu berechnen und bisher auch noch von niemandem konkret untersucht worden. (&hellip;)<br>\nDas deutsche System der undurchschaubar komplexen Rentenberechnung ist weltweit einmalig. Um zu sehen, wie es einfacher und transparenter geht, muss man gar nicht weit &uuml;ber den Tellerrand schauen. (&hellip;)<br>\nDie Altersversorgungssysteme der Parlamentarier, der Beamten und der (aller) &ouml;sterreichischen Erwerbst&auml;tigen haben einen festen Prozentsatz von ihrem Einkommen als j&auml;hrliche Anwartschaftssteigerung. Das sind stabile und verl&auml;ssliche Rechengr&ouml;&szlig;en, da sinkt nichts. (&hellip;)<br>\nDie Therapie k&ouml;nnte so einfach und transparent sein. Sie ist aber nicht gewollt, weil die Interessen der Versicherungen und der Finanzkonzerne einer Gesundung der gesetzlichen Rente diametral entgegenstehen. Sie haben derzeit etwa eine Billion Euro f&uuml;r private Alterssicherungen auf ihren Konten und machen damit pr&auml;chtige Gewinne. Das Gesch&auml;ftsfeld soll erweitert werden. Eine Billion Euro (nur in Deutschland), daf&uuml;r lassen sich etliche Millionen f&uuml;r die politische &ldquo;Landschaftspflege&rdquo; locker machen. Die finanzierten Think Tanks, Lobbyisten, einschl&auml;gigen Politiker, &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; und besonders engagierte Medienvertreter beherrschen offensichtlich Politik und &ouml;ffentliche Wahrnehmung. (&hellip;)<br>\nBlack Rock, Allianz und Co. betreiben seit l&auml;ngerem Lobbyarbeit auf h&ouml;chstem Niveau. Der Verordnungsentwurf &uuml;ber ein &ldquo;Paneurop&auml;isches Privates Pensionsprodukt&rdquo; (PEPP) kursiert seit Juni 2019 in den zust&auml;ndigen EU-Gremien (Aktien als Heilmittel gegen Altersarmut und gegen das sinkende Rentenniveau? [7] und Die Party braucht neuen Stoff! &ndash; CSU und Merz als willige Dealer [8]).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutsche-Krankheit-Die-Rentenschwindsucht-4859738.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Eine Rentenkasse von allen f&uuml;r alle<\/strong><br>\nEine Reform der Rente fordert Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag. Wie die aussehen soll, verr&auml;t Bartsch in einem Gastkommentar. (&hellip;)<br>\nDreh- und Angelpunkt einer gro&szlig;en Rentenreform ist die Finanzierung und die Frage, wer in die Rentenkasse einzahlt. Warum zahle ich z.B. nicht ein? Warum zahlt Frau Merkel nicht ein? Warum zahlen Beamte, Freiberufler und Selbstst&auml;ndige nicht ein? Warum zahlen Top-Verdiener nur auf einen Teil ihres Gehalts Beitr&auml;ge?<br>\nDie Rente ist weniger eine Generationenfrage, sondern es geht vielmehr darum, wer einzahlen muss und wer sich aus der Solidarit&auml;t verabschieden kann. Es braucht einen Systemwechsel. Wir wollen, dass nicht nur Arbeitnehmer in die gesetzliche Rente einzahlen, sondern alle Menschen mit Erwerbseinkommen. Dabei sollten Bundestagsabgeordnete vorangehen. (&hellip;)<br>\nEs ist nicht akzeptabel, dass wir durch ein Extra-System &uuml;ppig versorgt sind. Ohne eigene Beitr&auml;ge erwerben Bundestagsabgeordnete bereits nach vier Jahren im Parlament einen h&ouml;heren Anspruch als viele Rentner nach einem gesamten Erwerbsleben an gesetzlicher Rente erhalten. Mitglieder der Bundesregierung haben nach vier Jahren im Amt einen Anspruch auf eine Altersversorgung von etwa 4500 Euro.<br>\nDie Rentenbeitragspflicht f&uuml;r Abgeordnete w&auml;re zwar zun&auml;chst symbolisch, aber letztlich ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r einen Systemwechsel. Danach m&uuml;ssen alle anderen einbezogen werden. Dies w&auml;re ein notwendiges Signal gegen den zunehmenden Vertrauensverlust der B&uuml;rger gegen&uuml;ber der gesetzlichen Rente und gegen&uuml;ber unserem politischen System insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lr-online.de\/nachrichten\/lesermeinungen\/gastkommentar-von-dietmar-bartsch-eine-rentenkasse-von-allen-fuer-alle-50254173.html?fbclid=IwAR2MxyxLraeXPiGdgkw7dVS50xILOtkcC-cB9HU5WBoJCj2y8FLVBfC4DrY\">LR-online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Weiter so! &ndash; Olaf Scholz ist Kanzlerkandidat<\/strong><br>\nEinstimmig hat der SPD-Vorstand Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gek&uuml;rt. Er steht f&uuml;r die Politik, mit der die SPD seit Jahren eine Bundestagswahl nach der anderen verloren hat.<br>\nEin britischer Intellektueller beobachtete einmal: Gro&szlig;organisationen verhalten sich oft so, als seien sie von Agenten des Gegners gesteuert. Die SPD ist seit 20 Jahren das beste Beispiel f&uuml;r die Richtigkeit dieser Beobachtung. Zum Verst&auml;ndnis: Der Agent, der ihr die Agenda 2010 aufs Auge dr&uuml;ckte, hat einen Namen: BDI (Bundesverband der deutschen Industrie).<br>\nMit der SPD wurde der Sozialstaat abgebaut.<br>\nMit Zustimmung der SPD beteiligt sich die Bundeswehr an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen &ndash; siehe Syrien.<br>\nIm Au&szlig;enministerium sitzt ein Sozialdemokrat, der von der Friedenspolitik des legend&auml;ren ehemaligen SPD-Vorsitzenden Willy Brandt offenbar noch nie etwas geh&ouml;rt hat.<br>\nUnd mit der SPD als Regierungspartei w&auml;chst die Ungleichheit immer weiter.<br>\nEs ist erstaunlich, mit welcher Hartn&auml;ckigkeit die SPD an ihrem Niedergang arbeitet und das Votum der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3287929184601859\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Austrittsschreiben Steve Hudson<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=10220620242190581&amp;set=a.1767168733600&amp;type=3&amp;theater\">Steve Hudson via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Olaf Scholz ist unser Kanzlerkandidat!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DBTZth6bcxE\">SPD via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dazu f&auml;llt mir nur noch ein Gedicht von Erich K&auml;stner ein &hellip;<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nWas immer auch geschieht,<br>\nnie sollt ihr so tief sinken,<br>\nvon dem Kakao, durch den man euch zieht,<br>\nauch noch zu trinken!\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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