{"id":63852,"date":"2020-08-17T08:24:26","date_gmt":"2020-08-17T06:24:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852"},"modified":"2020-08-17T08:24:26","modified_gmt":"2020-08-17T06:24:26","slug":"hinweise-des-tages-3676","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h01\">S&ouml;der oder die Lust am Autorit&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h02\">F&uuml;nf Dinge, die Sie &uuml;ber Kamala Harris wissen sollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h03\">Der ausgefeilte Lobbyismus eines Konzerns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h04\">Helios-Manager: &ldquo;Wir haben in Deutschland immer noch zu viele Krankenh&auml;user&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h05\">Armutsrisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h06\">Studien-Irrtum: Ergebnisse zu Corona-Ansteckung durch Kinder m&uuml;ssen revidiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h07\">Kammer warnt &Auml;rzte vor Teilnahme an Anti-Corona-Demo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h08\">Corona-G&auml;stelisten &ndash; ma&szlig;lose polizeiliche Datennutzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h09\">Ups, das wollten wir nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h10\">NSU-2.0-Aff&auml;re: Hessens Polizei kontrolliert Datenabfragen mit Venenscanner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h11\">&bdquo;Sie r&auml;umen als Sklaven die Folgen der Explosion auf.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h12\">Machtverschiebungen im Nahen und Mittleren Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h13\">Die USA bek&auml;mpfen Nord Stream 2, um ihr Konzept der &bdquo;Weltinsel&ldquo; zu retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h14\">Die Chance f&uuml;r Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h15\">SPD, die Arbeiterpartei? &bdquo;Wir f&uuml;hlen uns verraten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h16\">Lisa Eckhart kommt heut nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h17\">Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kauft mit seinem Ehemann Luxusvilla in Berlin f&uuml;r mehr als vier Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63852#h18\">Covid-19-Statistik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>S&ouml;der oder die Lust am Autorit&auml;ren<\/strong><br>\nWie ein konservativer Politiker in der Corona-Krise zum Kanzler hochgeschrieben wurde (&hellip;)<br>\nBei aller Kritik, die S&ouml;der jetzt wegen der Pannen bei den Tests erf&auml;hrt, f&uuml;r den Satz, dass Corona immer gef&auml;hrlicher werde, erntet er kaum Kritik. Denn f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der b&uuml;rgerlichen und auch linken &Ouml;ffentlichkeit ist klar, eine Kritik daran w&uuml;rde den sogenannten Coronaleugnern in die H&auml;nde spielten. Dabei gibt es durchaus Menschen, die nicht aus der irrationalen Str&ouml;mung der Coronama&szlig;nahmengegner kommen und die These von S&ouml;der und Co. infrage stellen. So schreiben die Mediziner Angelika Speisberg und Ulrich Keil in einem Taz-Beitrag, dass sich die Politik bei den Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen auf den Rat von zu wenigen Experten gest&uuml;tzt habe. (&hellip;)<br>\nEine Studie zur Corona-Entwicklung im Hotspot Kupferzell best&auml;tigt die Argumente der beiden Mediziner. Es gab in dem Ort eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von Menschen, die sich angesteckt, aber nur leichte Symptomen hatten. Daher ist die nicht nur von S&ouml;der immer wieder gebrauchte Aussage, dass Corona immer gef&auml;hrlicher wird, sachlich in dieser Allgemeinheit nicht richtig. Sie dient aber einer Politik der Angst, die allerdings keine Verschw&ouml;rung, sondern ein langj&auml;hriges probates Mittel bei der Durchsetzung gesundheitspolitischer Ma&szlig;nahmen ist, wie der Psychologe Steven Taylor in seinem k&uuml;rzlich ins Deutsche &uuml;bersetzten Buch &ldquo;Die Pandemie als psychologische Herausforderung&rdquo; schrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Soeder-oder-die-Lust-am-Autoritaeren-4871576.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch Albrechts M&uuml;llers Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59500\">Das bemerkenswerte Geschw&auml;tz des Ministerpr&auml;sidenten Kretschmann, der Missbrauch der Pandemie durch S&ouml;der und andere Ungereimtheiten<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>F&uuml;nf Dinge, die Sie &uuml;ber Kamala Harris wissen sollten<\/strong><br>\nDie Demokratin moderierte eine eigene Kochshow auf YouTube, h&ouml;rt gerne Hip-Hop und Rap &ndash; und verpasste Biden im Vorwahlkampf der Demokraten einen schmerzhaften Kinnhaken. (&hellip;)<br>\nBiden war damals dagegen, das sogenannte Busing bundesweit verpflichtend zu machen. Er arbeitete damals eng mit zwei Senatoren zusammen, die als Verfechter der Rassentrennung bekannt waren. Noch wenige Tage vor der Debatte im Sommer 2019 lobte Biden die beiden M&auml;nner f&uuml;r ihre Kollegialit&auml;t. Harris nahm das pers&ouml;nlich: Es habe da ein junges M&auml;dchen gegeben, das zu den Ersten geh&ouml;rte, die jeden Tag mit dem Bus zu einer Schule mit &uuml;berwiegend wei&szlig;en Sch&uuml;lern gebracht wurde. &ldquo;Und dieses M&auml;dchen war ich.&rdquo; Bidens wichtigstes Argument, nur er k&ouml;nne als ehemaliger Vizepr&auml;sident von Barack Obama die schwarzen W&auml;hlerschichten gewinnen, hatte danach f&uuml;r gewisse Zeit deutlich an Zugkraft verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-wahl-2020-kamala-harris-1.4996982?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Zuverl&auml;ssig wie das Amen in der Kirche, wie bei Hillary Clinton, ein triefender Artikel &uuml;ber Harris. Welche politische Positionen Harris vertritt, egal, Hauptsache Frau und PoC wie es im linksliberalen Neusprech hei&szlig;t. Dabei zeigt gerade Harris, dass die Kausalit&auml;t weiblich, farbig, progressiv absoluter Unsinn ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63810\">Joe Bidens Wahl von Kamala Harris zur Vizekandidatin besiegelt Trumps Wiederwahl<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der ausgefeilte Lobbyismus eines Konzerns<\/strong><br>\nDie Zeremonie im Gro&szlig;en Saal des Roten Rathauses gleicht einem Staatsakt. Der Regierende B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller (SPD) und seine Stellvertreter, die Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Gr&uuml;ne) und der Kultursenator Klaus Lederer (Linke), sitzen unter einem barocken Gem&auml;lde und unterzeichnen nacheinander den &bdquo;Letter of Intent&ldquo;. Feierlich verk&uuml;nden die Regierenden Berlins damit den Karstadt-Durchbruch.<br>\nBei den Verhandlungen mit der Signa-Gruppe, die hinter Karstadt-Kaufhof steht, k&ouml;nnen mehrere Standorte gerettet werden, 800 Arbeitspl&auml;tze sind vorerst sicher. Gute Nachrichten in der Corona-Krise, die besonders in Berlin die Arbeitslosigkeit in die H&ouml;he treibt.<br>\n&bdquo;So sichern wir die Vielfalt des Warenangebots in der Hauptstadt&ldquo;, teilt M&uuml;ller mit. F&uuml;r Berlin und f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte sei das &bdquo;ein gro&szlig;er Erfolg&ldquo;.<br>\nDie Anspannung war gro&szlig;. Mitte Juni hatte Signa bekannt gegeben, dass bundesweit 62 Kaufh&auml;user infolge der Corona-Krise geschlossen werden sollten, sechs davon in der Stadt. Nun werden es wohl nur zwei sein. Der Standort Ring-Center ist f&uuml;r 10 Jahre gesichert, Tempelhofer Damm f&uuml;r 5 Jahre, M&uuml;llerstra&szlig;e und Wilmersdorfer Stra&szlig;e f&uuml;r drei Jahre. &bdquo;Ich bin erleichtert&ldquo;, sagt Pop. Ein politischer Coup in schweren Zeiten.<br>\nUm dies zu erreichen, macht das Land der Signa-Gruppe erstaunlich weitreichende. Dabei riskiert M&uuml;ller sogar den Koalitionsfrieden, weil er interne Vereinbarungen der Regierung aushebelt. Denn eigentlich galt das ungeschriebene Gesetz, dass der Senat nicht mehr in die Belange der Bezirke hineinregiert, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/der-hochhaus-deal-li.98625\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Karstadt-Deal im Wortlaut: Berlin bekommt Hochh&auml;user f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze<\/strong><br>\nMit einer Absichtserkl&auml;rung hat die Berliner Landesregierung in der vergangenen Woche erreicht, dass manche Karstadt-Warenh&auml;user offen bleiben. Das Land Berlin hat sich &uuml;ber den Tisch ziehen lassen, kritisieren Abgeordnete. Wir ver&ouml;ffentlichen die Abmachung im Wortlaut. (&hellip;)<br>\nWie aus der Vereinbarung hervorgeht, die wir im Wortlaut nach einer Anfrage an die Wirtschaftsverwaltung ver&ouml;ffentlichen, darf Signa etwa am Kurf&uuml;rstendamm jetzt doch Hochh&auml;user bauen, was vorher noch verboten war. Signa setzte dem Senat bei den Verhandlungen offenbar die Pistole auf die Brust. In der Karstadt-Filiale am Hermannplatz sichert das Unternehmen die dortigen Arbeitspl&auml;tze nur f&uuml;r drei Jahre &ndash; und erst bei einem erfolgreichen Bauantrag f&uuml;r einen umstrittenen Neubau f&uuml;r weitere sieben Jahre. (&hellip;)<br>\nZumindest am Hermannplatz soll die Zivilgesellschaft in die Erarbeitung eines Masterplan eingebunden werden. Wie genau ein solches Verfahren aussehen soll, ist in der Vereinbarung nicht festgelegt.<br>\n&bdquo;Diesem Konzern geht es &uuml;berhaupt nicht um die Warenh&auml;user, sondern nur um die Fl&auml;chen&ldquo;, kritisierte die linke Abgeordnete Katalin Gennburg nach Bekanntwerden des Deals. &bdquo;Wenn das umgesetzt wird, was Signa in Aussicht gestellt worden ist, muss man sagen: So billig hat in dieser Stadt noch keiner einen Hochhausstandort geschenkt bekommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2020\/08\/14\/absichtserklarung-zum-karstadt-deal-im-wortlaut-berlin-bekommt-hochhauser-fur-arbeitsplatze\/\">FragDenStaat<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Helios-Manager: &ldquo;Wir haben in Deutschland immer noch zu viele Krankenh&auml;user&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutschen Krankenh&auml;user haben die Corona-Stresssituation im Gro&szlig;en und Ganzen gut bew&auml;ltigt. Doch es lief nicht alles rund, erz&auml;hlt der COO des Klinik-Konzerns Helios Enrico Jensch im Podcast. Und: An der Strukturdiskussion habe die Pandemie nichts ge&auml;ndert. (&hellip;)<br>\nDer Alltag in den Krankenh&auml;usern wird sich aus seiner Sicht auch dauerhaft ver&auml;ndern &ndash; da man mit Covid-19 als Faktor leben m&uuml;sse. Die Trennung in einen &ldquo;Covid-Bereich&rdquo; und einen &ldquo;Non-Covid-Bereich&rdquo; werde noch lange erhalten bleiben. Zudem h&auml;tten sich die Anforderungen der Besucher ge&auml;ndert: &ldquo;Die Patienten, die heute in die Kliniken kommen, haben einen deutlich anderen Anspruch an das Thema Sicherheit.&rdquo;<br>\nVor allem aber r&uuml;gt Jensch einen Schluss, der in der Politik derzeit h&auml;ufig gezogen wird: Die Debatte &uuml;ber &Uuml;berkapazit&auml;ten im Gesundheitswesen, so h&ouml;rt man jetzt oft, k&ouml;nne beendet werden &ndash; da Corona den gro&szlig;en Bedarf gezeigt habe. Jensch sieht das anders. &ldquo;An der Strukturdiskussion, dass wir zu viele Krankenh&auml;user in Deutschland haben, hat sich nichts ver&auml;ndert&rdquo;, sagt der Helios-COO. Auch m&uuml;sse vermehrt dar&uuml;ber nachgedacht werden, welche Patienten k&uuml;nftig ambulant versorgt werden k&ouml;nnten, um Platz in den H&auml;usern zu schaffen, der f&uuml;r andere ben&ouml;tig werde. Auch in der Digitalisierung sieht der Helios-COO einen wichtigen Weg &ndash; da viele Kontakte mit Patienten &uuml;ber die so genannte Telemedizin auch am Bildschirm abgewickelt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/stunde-null\/helios-manager---wir-haben-in-deutschland-immer-noch-zu-viele-krankenhaeuser--9377052.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> &ldquo;Das Letzte&rdquo; zur Corona Krise.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Jensch scheint immer noch gewinn-orientiert zu denken. Als Manager eines privaten Klinikbetreibers muss er das wohl auch. Bei der Digitalisierung denkt er vermutlich auch an die Daten von Patientinnen und Patienten. Sie sind das &bdquo;Gold&ldquo; der Privaten im Gesundheitssektor &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63685#h10\">Narrative #12: Goldgr&auml;berstimmung &ndash; Globale Konzerne freuen sich &uuml;ber mehr Daten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armutsrisiko<\/strong><br>\nDie Messung von Einkommensarmut<br>\nEinkommensarmut wird gemeinhin anhand von Indikatoren zur Ungleichheit der Einkommensverteilung gemessen (relative Einkommensarmut). Die Einkommensverteilung wiederum ist in Zeit und Raum variabel &ndash; und mit ihr sind es auch die Indikatoren zur Messung von Einkommensarmut. Dies ist bei Interpretation der ausgewiesenen Gr&ouml;&szlig;en stets zu beachten.<br>\nNach EU-Standard gilt eine Person als armutsgef&auml;hrdet, deren monatliches Nettoeinkommen unterhalb von 60 Prozent des &raquo;Durchschnitts&laquo; (Median der sogenannten &Auml;quivalenzeinkommen) aller Haushalte liegt. Armutsgef&auml;hrdet &ndash; und nicht arm &ndash; unter anderem deshalb, weil in die Erhebung nur laufende Einkommen einflie&szlig;en; eventuell vorhandenes Verm&ouml;gen wird ebenso wenig ber&uuml;cksichtigt wie bestehende Forderungen oder Verbindlichkeiten (Schulden); zudem spielen unterschiedliche Bedarfe keine Rolle.<br>\nUm die Einkommen verschiedener Haushaltsgr&ouml;&szlig;en miteinander vergleichbar zu machen, wird das Haushaltseinkommen nach Anzahl und Alter der Haushaltsmitglieder gewichtet. Entsprechend der sogenannten &raquo;neuen OECD-Skala&laquo; erh&auml;lt die erste (das Haupteinkommen erzielende) Person im Haushalt den Wichtefaktor 1,0 &ndash; weitere Personen im Alter von 14 und mehr Jahren werden mit dem Faktor 0,5 und Kinder unter 14 Jahren mit dem Faktor 0,3 ber&uuml;cksichtigt. [1] Anschlie&szlig;end wird das verf&uuml;gbare Haushalts&not;einkommen durch die Summe der Gewichte geteilt. Ergebnis der Umrechnung ist eine fiktive Rechengr&ouml;&szlig;e &ndash; das sogenannte Netto&auml;quivalenzeinkommen der Haushaltsmitglieder. (&hellip;)<br>\nAuf Basis der Daten des Mikrozensus lag die Armutsrisikoschwelle 2019 in Deutschland f&uuml;r Single-Haushalte bei 1.074 Euro im Monat (60-Prozent-Schwelle). [4] Die Armutsrisikoquote betrug 15,9 Prozent. Den r&auml;umlichen Bezug f&uuml;r die Ermittlung des Schwellenwertes bildet hierbei das auf Bundesebene ermittelte Medianeinkommen (Nationalkonzept &ndash; NK). Die nach dem Nationalkonzept ermittelten Armutsrisikoquoten in den L&auml;ndern streuen sehr stark und lagen zuletzt zwischen 11,9 Prozent in Bayern  und 24,9 Prozent in Bremen. Hierbei werden allerdings regionale Unterschiede im Preisniveau &ndash; u. a. im Mietpreisniveau &ndash; nicht ber&uuml;cksichtigt. In wirtschaftlich schwachen (&raquo;preisg&uuml;nstigen&laquo;) Regionen wird das auf der Grundlage des Nationalkonzepts ermittelte Armutsrisiko dadurch &uuml;berzeichnet und umgekehrt in wirtschaftlich starken (&raquo;hochpreisigen&raquo;) Regionen unterzeichnet.<br>\nErst die erg&auml;nzende Ber&uuml;cksichtigung der nach dem Regionalkonzept (RK) ermittelten Quoten liefert ein differenzierteres Bild; Ma&szlig;stab ist hierbei die aus dem regionalen Medianeinkommen (z.B. Bundesland) ermittelte Armutsrisikoschwelle. Die Streubreite der Quoten zwischen den Bundesl&auml;ndern f&auml;llt dadurch naturgem&auml;&szlig; merklich geringer aus und bewegt sich zwischen 12,4 Prozent (Th&uuml;ringen) und 18,5 Prozent (Bremen). W&auml;hrend die nach dem Regionalkonzept ermittelte Quote die vertikale Einkommensungleichheit in der Region indiziert, liefert die nach dem Nationalkonzept ermittelte regionale Armutsrisikoquote zudem Anhaltspunkte zur horizontalen Ungleichverteilung des Risikos von Einkommensarmut im nationalen Kontext.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=armutsrisiko-mikrozensus\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studien-Irrtum: Ergebnisse zu Corona-Ansteckung durch Kinder m&uuml;ssen revidiert werden<\/strong><br>\nWaren die Ergebnisse nun richtig oder nicht? Neuen Erkenntnissen zufolge m&uuml;ssen die Resultate einer s&uuml;dkoreanischen Studie zur Verbreitung des Coronavirus revidiert oder zumindest relativiert werden. Es ist nicht der erste Fall dieser Art seit dem Pandemiebeginn.<br>\nEine Studie aus dem Juli 2020 ergab, dass Kinder in den Altersstufen zwischen 10 und 19 Jahren das Coronavirus h&auml;ufiger verbreiten als Erwachsene. Diese Ergebnisse sorgten f&uuml;r ein Aufflammen der Diskussionen um die Risiken bei Wiederer&ouml;ffnungen von Schulen.<br>\nDoch zus&auml;tzliche Daten der Studie, die jetzt ver&ouml;ffentlicht wurden, stellen diese nun in Frage, wie die Forscher aus S&uuml;dkorea erkl&auml;ren, denn es sei nicht ganz klar, wer wen infiziert hat. Genauer gesagt seien einige Mitglieder des gleichen Haushalts, in dem infizierte Kinder lebten, zeitgleich dem Virus ausgesetzt gewesen wie der Nachwuchs. Dementsprechend sei nicht auszuschlie&szlig;en, dass die Ansteckung durch gemeinsame Kontakte und nicht &uuml;ber die Kinder selbst erfolgte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/wie-ansteckend-sind-aeltere-kinder-suedkoreanische-forscher-muessen-erneut-studienergebnisse-zu-corona-revidieren_id_12322963.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Aber auf Basis dessen werden weitreichende politische Entscheidungen getroffen und, das ist das entscheidende, nicht mehr revidiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kammer warnt &Auml;rzte vor Teilnahme an Anti-Corona-Demo<\/strong><br>\nIn der Hansestadt ist f&uuml;r Samstag eine Gro&szlig;demonstration auch gegen Maskenpflicht und Abstandsregeln geplant. Sollten &Auml;rzte unter den Teilnehmern sein, will der Kammervorstand pr&uuml;fen, ob gegen die Berufsordnung versto&szlig;en wird. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Halten Sie sich bitte weiterhin unbedingt an die einfachen AHA-Regeln &ndash; Abstand, Hygiene, Alltagsmasken. Tun Sie das f&uuml;r sich, f&uuml;r Ihre Mitmenschen und f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen. Alle m&uuml;ssen dazu beitragen, dieses Virus in den Griff zu bekommen, und jeder und jede wei&szlig; mittlerweile, was auf dem Spiel steht, wenn wir das nicht schaffen&ldquo;, sagten Kammerpr&auml;sident Dr. Pedram Emami und Vizepr&auml;sidentin PD Dr. Birgit Wulff, die beide an die Hamburger Bev&ouml;lkerung appellieren, nicht teilzunehmen.<br>\nZwar sei die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ein hohes Gut, aber: &bdquo;Hier wird die irrige Meinung Einzelner zur Gefahr f&uuml;r viele.&ldquo; Emami und Wulff sehen es als &bdquo;reales Risiko f&uuml;r neue Infektionen&ldquo;, wenn Menschen dazu aufgerufen werden, ihre Masken nicht zu tragen und Abstandsregeln nicht zu beachten. (&hellip;)<br>\nAls &bdquo;besonders unverst&auml;ndlich&ldquo; bezeichnete es der Kammervorstand, dass sich auch &Auml;rzte an solchen Protestveranstaltungen beteiligen und &bdquo;dabei die dem &auml;rztlichen Berufsstand zugeschriebene Kompetenz und Glaubw&uuml;rdigkeit zur Verbreitung ihrer Privatmeinung nutzen, die nicht dem aktuellen medizinischem Wissensstand entspricht.&ldquo;<br>\nDer Vorstand k&uuml;ndigte an, bei Mitgliedern der Hamburger &Auml;rztekammer genau zu beobachten, ob es zu Verst&ouml;&szlig;en gegen die Berufsordnung kommt. Ein solcher Versto&szlig; k&ouml;nne etwa das Ausstellen falscher Atteste sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Nachrichten\/Kammer-warnt-Aerzte-vor-Teilnahme-an-Anti-Corona-Demo-412015.html?utm_campaign=SocialMediaShare&amp;utm_source=Story&amp;utm_medium=Email\">&Auml;rzteZeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.P.:<\/strong> Wir haben ein Grundgesetz und darin steht etwas &uuml;ber Meinungsfreiheit; und so sieht die Wahrheit aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-G&auml;stelisten &ndash; ma&szlig;lose polizeiliche Datennutzung<\/strong><br>\nWer heutzutage Veranstaltungen, Restaurants, Hotels, Spielhallen, Gottesdienste, Bestattungen, Prostitutionsst&auml;tten, Kinos, Sporteinrichtungen oder Kosmetikstudios besucht, muss dies in den meisten Bundesl&auml;ndern dokumentieren, nur in Sachsen ist dies freiwillig. Auch f&uuml;r Familienfeiern ab 20 Personen ist die Anwesenheitsdokumentation etwa in Berlin vorgeschrieben, &sect; 3 Abs. 1 S. 2 Corona-Verordnung Berlin auf dem Stand vom 4. August 2020. Mit Unterschieden im Detail schreiben die Corona-Verordnungen der Bundesl&auml;nder derzeit vor, dass Anwesende ihre Kontaktdaten in eine Liste eintragen m&uuml;ssen, damit die Gesundheits&auml;mter Infektionsketten nachvollziehen k&ouml;nnen, falls andere G&auml;ste sp&auml;ter positiv auf das Virus getestet werden. Die Dokumentation h&auml;ngt auch davon ab, wie die Lokalit&auml;ten ihre Pflichten aus der jeweiligen Corona-Verordnung interpretieren. Die Varianten reichen von einzelnen Zetteln &uuml;ber Absprachen mit bekannten G&auml;sten (&bdquo;ihr wisst doch, wer alles da war, oder?&ldquo;) bis zu Listen, die f&uuml;r alle einsehbar und damit datenschutzwidrig offen ausliegen. Auch die erhobenen Daten variieren. Gefordert werden Angaben wie Name, Adresse, Mobiltelefonnummer, Emailadresse, Ankunftszeitpunkt oder Zeitraum der Anwesenheit. Auf diese Daten haben Ermittler*innen der Kriminalpolizei offenbar mehrfach zugegriffen (z.B. hier, hier und hier). Die Hamburger Polizei bezeichnete das Vorgehen als Ausdruck eines &bdquo;gesunden Menschenverstands&ldquo;. Aus der Politik gibt es geteiltes Echo; einige Politiker*innen halten das Verhalten f&uuml;r unzul&auml;ssig, andere f&uuml;r richtig und unterst&uuml;tzen die Polizei darin (hier und hier). (&hellip;)<br>\nDie Gesetzeslage l&auml;sst aktuell keine Verwendung der Corona-G&auml;stelisten zur Strafverfolgung zu. Dazu bed&uuml;rfte es einer bereichsspezifischen Norm, die datenschutzrechtliche Grunds&auml;tze beachtet. Die Nachverfolgung von Infektionen sollte bereits im IfSG genauer geregelt werden. Die Verwendung hierf&uuml;r erhobener Daten sollte grunds&auml;tzlich auf den Zweck der Infektionsr&uuml;ckverfolgung beschr&auml;nkt werden. Dort k&ouml;nnte eine eng begrenzte gesetzliche Ausnahme vorgesehen werden, die aber hinreichend bestimmt und abgrenzungsscharf eine eindeutige Regelung enth&auml;lt, unter welchen engen Voraussetzungen eine Zweck&auml;nderung zugunsten der Strafverfolgung im Einzelfall zul&auml;ssig ist. Dabei sollten Schutzg&uuml;ter benannt oder ein Bezug auf die Mindeststrafe der in Betracht kommenden Straftaten genommen werden; eine Beschr&auml;nkung auf Verbrechen erscheint im Sinne der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit angemessen. Nach der Doppelt&uuml;r-Rechtsprechung des BVerfG w&uuml;rde eine solche Regelung Wirt*innen und Veranstalter*innen Rechtssicherheit verschaffen, wenn die Polizei die Herausgabe von Daten verlangt. Zugleich sind die StPO-Regelungen dem heutigen Stand des Grundrechtsschutzes anzupassen. Anderenfalls k&ouml;nnte der Staat Privatpersonen dazu erm&auml;chtigen, personenbezogene Daten zu erheben und zu speichern und diese dann einfach beschlagnahmen, sogar solche, die staatliche Stellen gar nicht erheben d&uuml;rften.<br>\nUnabh&auml;ngig davon stellt sich die Frage, wie zwingend der Zugriff auf die Corona-Listen f&uuml;r strafrechtliche Ermittlungen ist. W&auml;hrend einer Pandemie muss der Gesundheitsschutz der Bev&ouml;lkerung auch im Verh&auml;ltnis zur Strafverfolgung einen hohen Stellenwert genie&szlig;en. Wenn die M&ouml;glichkeit eines jederzeitigen polizeilichen Zugriffs auf diese Listen &ndash; mit einer Vielzahl von Daten Unverd&auml;chtiger &ndash; viele Menschen dazu motiviert, dort falsche Angaben zu machen, sollte im Interesse des Gesundheitsschutzes auf den Zugriff verzichtet werden. Und schlie&szlig;lich zeigt das Beispiel der Corona-Listen einmal mehr, dass die Vorschriften zur Sicherstellung und Beschlagnahme ebenso wie andere StPO-Vorschriften dringend an das im Informationszeitalter erforderliche Schutzniveau f&uuml;r die Grundrechte anzupassen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/corona-gaestelisten-masslose-polizeiliche-datennutzung\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ups, das wollten wir nicht<\/strong><br>\nEine &Ouml;lkatastrophe wie die vor der K&uuml;ste von Mauritius ist kein Unfall, sondern im fossilen Zeitalter mit eingepreist (&hellip;)<br>\nBei keinem Energietr&auml;ger gibt es so viele verheerende Unf&auml;lle. Wer angesichts dieser Desaster noch einmal von einer angeblichen Verschandelung von Landschaften durch Windr&auml;der oder Solard&auml;cher spricht, kann einem leidtun. Wer f&uuml;r eine Weile t&auml;glich ein Elektroauto oder Pedelec aufl&auml;dt, statt Diesel zu saugen oder Motorroller zu betanken, wird schnell feststellen, wie r&uuml;ckst&auml;ndig eine normale Tankstelle ist: Aus den tropfenden Tankr&uuml;sseln sabbert gern mal ein Tropfen Benzin oder Diesel auf den Schuh, und auch der bei&szlig;ende Geruch unges&auml;ttigter Kohlenwasserstoffe l&auml;dt nicht gerade zum Verweilen ein.<br>\nTrotzdem ist ein Ende des &Ouml;lzeitalters zwar auf dem Papier (des Pariser Weltklimavertrags), kaum aber in der Praxis abzusehen &ndash; obwohl das Ende des &Ouml;ls nicht nur aus Klima-, sondern auch aus Umweltsicht notwendig ist. (&hellip;)<br>\nDas funktioniert so lange, wie wir die dunkle Schlammbr&uuml;he nachfragen. Allein in Deutschland h&auml;ngen wir noch zu 80 Prozent von fossilen Rohstoffen ab: Kein Flieger steigt ohne &Ouml;l in den Himmel, die meisten Autos und Busse bewegen sich nicht, sch&ouml;ne Tupperdosen gibt es ohne den Stoff auch nicht.<br>\nFossile Infrastruktur braucht fossile Nahrung. Deshalb produziert das &Ouml;lungl&uuml;ck in Mauritius nicht nur h&auml;ssliche Bilder und einen medialen Seufzer, sondern es erinnert uns daran, dass wir nur mit einem radikalen Umbau die &Ouml;lf&ouml;rderung &uuml;berfl&uuml;ssig machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ups-das-wollten-wir-nicht\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NSU-2.0-Aff&auml;re: Hessens Polizei kontrolliert Datenabfragen mit Venenscanner<\/strong><br>\nUnberechtigte Zugriffe auf Polizeidatenbanken will das hessische Innenministerium mit der Biometrietechnik verhindern, die aber schon als gehackt gilt. (&hellip;)<br>\nDas einschl&auml;gige Pilotprojekt l&auml;uft zun&auml;chst bis Ende des Jahres im Echtbetrieb und soll dann voraussichtlich erweitert werden. Beuth hatte vorigen Monat einen Ma&szlig;nahmenkatalog vorgestellt, um die sensiblen Polizeidatenbanken besser abzudichten und Zugriffe darauf etwa st&auml;rker zu protokollieren. Damals hatte es zun&auml;chst gehei&szlig;en, dass mittel- bis langfristig eine Zwei-Faktor-Authentifizierung biometrisch per Fingerabdruck oder einem &ldquo;Token-Code auf dem pers&ouml;nlichen Smartphone&rdquo; eingef&uuml;hrt werden sollte.<br>\n&ldquo;Wir nehmen die in den vergangenen Monaten aufgekommenen Vorw&uuml;rfe gegen&uuml;ber der Polizei sehr ernst&rdquo;, betonte Ullmann jetzt. Eine hohe Verf&uuml;gbarkeit von Daten bedeute auch ein hohes Ma&szlig; an Verantwortung. &ldquo;Die &Uuml;berpr&uuml;fung der Identit&auml;t mittels biometrischer Methode mit dem Handvenenscanner gilt bereits als sehr sicher&rdquo;, meinte der Polizeichef. Die wie eine Computermaus gestalteten Ger&auml;te erm&ouml;glichten es Nutzern, den Anmeldevorgang am Rechner per Handauflegen in Sekundenbruchteilen vorzunehmen oder die Bildschirmsperre wieder aufzuheben. (&hellip;)<br>\nZus&auml;tzlich m&uuml;ssten Beamte ihre individuelle Kennung in das &ldquo;Polizeiliche Auskunftssystem&rdquo; (Polas) eingeben, erl&auml;uterte Ullmann. Dass ein Arbeitsplatz von mehreren Ermittlern gleichzeitig genutzt werden kann, soll so deutlich erschwert werden.<br>\nHersteller vermarkten Venenscanner als Hochsicherheitstechnik. Dem Chaos Computer Club (CCC) gelang es aber bereits, die Erkennungsverfahren solcher Ger&auml;te mit vergleichsweise einfachen Mitteln wie Wachs und g&auml;ngigen Kameras zu &uuml;berwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/NSU-2-0-Affaere-Hessens-Polizei-kontrolliert-Datenabfragen-mit-Venenscanner-4871657.html?wt_mc=nl.red.ho.ho-nl-daily.2020-08-16.link.link\">heise online<\/a>\n<p><strong>dazu: Innenministerium Hessen: Die FAZ verbreitet Fake News<\/strong><br>\nDie FAZ verbreitet Fake News, ganz im Sinne des hessischen Innenministeriums.&bdquo;Venenscanner gegen unbefugte Abfragen&ldquo; lautet der Titel. Das erweckt den Eindruck, als gen&uuml;gte es v&ouml;llig, diese Ger&auml;te nachzur&uuml;sten und schon sei das Problem der illegalen Abfragen von Polizeidatenbanken vom Tisch. In der Vergangenheit standen solche Abfragen in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit Drohschreiben von &sbquo;NSU2.0&lsquo;. Deren Urheber die hessische Polizei nach eigener Aussage bis heute nicht ermitteln konnte.Ich h&auml;tte dazu gerne meine Stellungnahme in einem Kommentar unter dem Artikel bei FAZ-Online eingereicht. Also habe ich mich mit meinem Email-Account von police-it.net registriert. Auf die Validierung warte ich seither &ndash; vergeblich. Und habe daher diese Form einer Entgegnung gew&auml;hlt: [&hellip;]<br>\nMerkt die Autorin nicht oder hilft sie freiwillig mit, das Image des hessischen Innenministeriums aufzupolieren, das stark besch&auml;digt ist vom Versagen bei der Verhinderung zahlreicher illegaler Abfragen von Polizeidatenbanken und nach wie vor offenen Ermittlungen in Sachen NSU2.0?!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.net\/im-hessen-die-faz-verbreitet-fake-news\">Police-IT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Sie r&auml;umen als Sklaven die Folgen der Explosion auf.&ldquo;<\/strong><br>\nSeit Monaten werden die ausl&auml;ndischen Angestellten schon nicht mehr bezahlt. Viele wurden von ihren Arbeitgebern auf die Stra&szlig;e gesetzt, andere befinden sich in Zwangsarbeit. Ihre Botschaften lassen sie im Stich. Sie sitzen im Libanon fest. Nun die Explosion im Hafen von Beirut, bei der &uuml;ber 200 Menschen starben, &uuml;ber 6.000 verletzt und 300.000 Menschen obdachlos wurden. Die Meisten wollen nur noch eins, endlich nach Hause k&ouml;nnen.<br>\nEine &auml;ltere Dame sitzt in ihrem von der Explosion zerst&ouml;rten Wohnzimmer und spielt das Lied Auld Lang Syne auf dem Klavier. Die Kamera schwenkt langsam und wir sehen das Ausma&szlig; der Zerst&ouml;rung. Die kaputte, im Wohnzimmer liegende Balkont&uuml;r, der teppichbedeckte Boden voller Schutt, das kaputte Glas der Innent&uuml;ren und dahinter die afrikanische Hausangestellte, die dabei ist, aufzur&auml;umen und zu putzen.<br>\nDas Video wurde &uuml;ber tausende Male in sozialen Medien geteilt und von internationalen Medien aufgegriffen. Menschen lieben es, dass die Libanesin das Passierte auf so einem positiven Weg zu verarbeiten scheint. Wie libanesische und andere Nutzer in Instagram und Facebook jedoch hervorheben, wird dabei gerne die afrikanische Hausangestellte &uuml;bersehen, welche dasselbe Trauma durchgemacht hat, wie die &auml;ltere Dame und die Familie, der sie dient. Sie hat jedoch keine Zeit, die Erfahrung zu verarbeiten. Als Haushaltsgegenstand wahrgenommen, muss sie funktionieren wie immer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2020\/08\/13\/arbeitsmigranten-libanon-sie-sklaven-folgen\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Machtverschiebungen im Nahen und Mittleren Osten<\/strong><br>\n W&auml;hrend US-Pr&auml;sident Donald Trump und sein Au&szlig;enminister Mike Pompeo die Gangart gegen China weiter versch&auml;rfen und versuchen, eine Allianz &raquo;freiheitsliebender Nationen&laquo; gegen die &raquo;neue Tyrannei&laquo; in China zu formieren, intensivieren China und der Iran die Zusammenarbeit. Peking gibt damit seine bisherige au&szlig;enpolitische Zur&uuml;ckhaltung im Konflikt der USA mit Iran auf. Die Konsequenzen sind weitreichend. Die FAZ spricht von einer &raquo;geotektonischen Verschiebung&laquo;.[1] (&hellip;)<br>\nNun hat sich die chinesischen Au&szlig;enpolitik eindeutig ge&auml;ndert: Rund 400 Mrd. US-Dollar sollen &uuml;ber ein Vierteljahrhundert bereitstehen f&uuml;r den Ausbau iranischer Br&uuml;cken und H&auml;fen, Pipelines und Eisenbahnlinien, Ferienhotels, Telekommunikation und Landwirtschaft. Im Gegenzug liefert der Iran das Erd&ouml;l f&uuml;r den (nach der Eind&auml;mmung der Pandemie wieder in Gang gekommenen) chinesischen Wachstumsprozess. Mit dem Iran und seinen 82 Mio. Einwohner*innen bietet sich zugleich ein gro&szlig;er neuer Wachstumsmarkt f&uuml;r chinesische Waren.<br>\nFlankiert werden soll das Wirtschaftsabkommen durch eine milit&auml;rische Partnerschaft. Nach dem ersten milit&auml;rischen St&uuml;tzpunkt au&szlig;erhalb Chinas im ost-afrikanischen Djibouti folgt nun der zweite im iranischen Jask, am Eingang vom Indischen Ozean in die Stra&szlig;e von Hormuz. Die Stra&szlig;e von Hormuz gilt als das Nadel&ouml;hr f&uuml;r den Export von Erd&ouml;l per Schiff aus der Golf-Region. Mit einem Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt an dieser geo-politisch h&ouml;chst sensiblen Stelle sendet China auch ein machtpolitisches Signal in die Region.<br>\nInsgesamt erm&ouml;glicht die chinesische Unterst&uuml;tzung dem Iran wohl das wirtschaftliche &Uuml;berleben. Die Intensivierung der wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Kooperation zwischen China und Iran bedeutet keineswegs automatisch eine Konfliktbefeuerung, sondern k&ouml;nnte im Gegenteil zu einer Stabilisierung dieser konflikt- und kriegstr&auml;chtigen Region beitragen. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung zeigt sich bisher zu der von den USA geforderten massiven Frontstellung gegen Russland und vor allem gegen China nicht bereit, hinsichtlich China schon allein nicht wegen der hohen Bedeutung des chinesischen Absatzmarktes f&uuml;r die Premium-Hersteller der deutschen Autoindustrie, die in Deutschland und Europa massive Absatzverluste hinnehmen mussten und nur langsam wieder an Fahrt gewinnen. Aber auch wenn es im November zu einem Wechsel in der US-Pr&auml;sidentschaft kommen sollte, wird die Gretchenfrage deutscher und europ&auml;ischer Au&szlig;enpolitik &ndash; &raquo;Wie halten wir es in der Zukunft mit den Beziehungen zu China und den USA&laquo; &ndash; auf dem Tisch bleiben.<br>\nAuch ein Joe Biden als neuer US-Pr&auml;sident wird die Frontstellung gegen&uuml;ber China nicht grunds&auml;tzlich aufgeben, weil China aus US-Sicht zu einer Bedrohung der wirtschaftlich-technologischen, geo-milit&auml;rischen und damit auch geo-politischen Vorherrschaft der USA geworden ist. Fakt ist, dass die hegemoniale Position der USA schon l&auml;ngst vor der Coronavirus-Pandemie in einen Erosionsprozess geraten ist.[3] Gerade in einer solchen geo-politischen Gemengelage liegt ein hohes Eskalationsrisiko von Konflikten.<br>\nNoch kann sich die Bundesregierung mit Beziehungsstrukturierungs-Formeln wie China als politischer Partner, wirtschaftlicher Konkurrent und strategischer Rivale begn&uuml;gen. Der Druck des erodierenden US-Hegemon, die Ebene der systemischen Konkurrenz zulasten der anderen Beziehungsebenen in den Vordergrund zu stellen und daf&uuml;r auch wirtschaftliche Nachteile in Kauf zu nehmen, wird zunehmen, und Deutschland und die EU sich st&auml;rker durch eine klare Entscheidung positionieren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/machtverschiebungen-im-nahen-und-mittleren-osten\/\">Friedrich Steinfeld in Sozialismus.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die USA bek&auml;mpfen Nord Stream 2, um ihr Konzept der &bdquo;Weltinsel&ldquo; zu retten<\/strong><br>\nDie USA versuchen vehement die Fertigstellung der Gas-Pipeline Nord Stream 2 zu be- oder gar verhindern, indem sie unverhohlen mit Sanktionen in die Souver&auml;nit&auml;t anderer Staaten eingreifen. Unser Gastautor, Oberstleutnant a.D. der Bundeswehr, hat konkrete Vorstellungen, wie Deutschland darauf reagieren sollte. (&hellip;)<br>\nWas also rate ich der Bundesregierung? Keinesfalls sollte sie versuchen, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, also ihrerseits zu Sanktionen zu greifen. Denn dann befeuerte sie die Erosion des V&ouml;lkerrechts, die sie ja gerade beklagt. Die Charta der Vereinten Nationen weist den Weg. Deutschland ist bis zum Jahresende nicht-st&auml;ndiges Mitglied des Sicherheitsrats und hat noch bis Ende Juli den Vorsitz inne. Sie sollte die Initiative zur Anwendung des Artikels 96 der Charta ergreifen. Dort hei&szlig;t es:<br>\n&bdquo;Artikel 96 (1). Die Generalversammlung oder der Sicherheitsrat kann &uuml;ber jede Rechtsfrage ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs anfordern. (2) Andere Organe der Vereinten Nationen und Sonderorganisationen k&ouml;nnen mit jeweiliger Erm&auml;chtigung durch die Generalversammlung ebenfalls Gutachten des Gerichtshofs &uuml;ber Rechtsfragen anfordern, die sich in ihrem T&auml;tigkeitsbereich stellen.&ldquo;<br>\nDamit w&auml;re das Thema auf der Weltb&uuml;hne und w&uuml;rde breiter wahrgenommen, w&auml;hrend es derzeit im Wesentlichen lediglich in der amerikanischen und europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit debattiert wird, was die Russische F&ouml;deration miteinschlie&szlig;t. Dies gilt auch f&uuml;r den wahrscheinlichen Fall, dass die USA im Sicherheitsrat ein Veto einlegen. (&hellip;)<br>\nDer entscheidende Grund f&uuml;r die Obstruktion der USA durch deren Machtelite, die unabh&auml;ngig von der jeweiligen Pr&auml;sidentschaft agiert, ist geopolitischer Natur. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland im Energiesektor ist zweifelsohne ein Baustein auf dem langen Weg zu einem eurasischen Wirtschaftsraum, der auch zwangsl&auml;ufig eine neue Sicherheitsarchitektur nach sich z&ouml;ge. Damit w&auml;re der seit Jahrzehnten andauernde anglo-amerikanische Kampf um die &bdquo;Weltinsel&ldquo; vergeblich gewesen, deren Beherrschung nach Halford Mackinder die Voraussetzung f&uuml;r die Dominanz in der Welt ist. Andere Gr&uuml;nde, wie der Verkauf des US-amerikanischen Fracking-Gases in fl&uuml;ssiger Form in die EU, spielen demgegen&uuml;ber eine untergeordnete Rolle und dienen Pr&auml;sident Trump allenfalls als Wahlkampfthema. Hingegen ist das Pipeline-Projekt f&uuml;r Russland sowohl in geopolitischer, als auch &ndash; angesichts seiner Wirtschaftsstruktur &ndash; in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutend.<br>\nInsofern w&auml;re es begr&uuml;&szlig;enswert, wenn Russland als st&auml;ndiges Mitglied des Sicherheitsrates die Anwendung des Artikels 96 der Charta in Erw&auml;gung z&ouml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/kommentare\/20200730327589887-usa-kampf-nord-stream-2\/\">Jochen Scholz in Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben das Thema mehrfach behandelt. Bitte lesen Sie dazu u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62056\">Nord Stream 2 &ndash; Die USA drehen weiter an der Sanktionsschraube und haben nun auch Deutschland im Visier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57084\">Nord Stream 2: US-Sanktionen, &bdquo;Putins Pipeline&ldquo; und die Propaganda<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Chance f&uuml;r Scholz<\/strong><br>\nIn Umfragen ist die SPD nur noch ein Schatten ihrer selbst. Trotzdem k&ouml;nnte sie den n&auml;chsten Bundeskanzler stellen. (&hellip;)<br>\nScholz hat einen Vorteil, den es in der Geschichte der Bundesrepublik bisher nicht gab: Er braucht keinen &uuml;berw&auml;ltigenden Wahlerfolg, um eine Mehrheit zu erringen. Nimmt man die j&uuml;ngste Umfrage, sie ist von INSA, dann k&auml;men SPD, Gr&uuml;ne und Linke zusammen auf 42 Prozent. Zur Mehrheit fehlen also acht Prozentpunkte.<br>\nDaf&uuml;r w&uuml;rde es reichen, wenn der Finanzminister seine Partei auf 26 Prozent bringt. Und wenn seine potentiellen Koalitionspartner ein wenig zulegen, dann m&uuml;sste Scholz vielleicht nur knapp &uuml;ber 20 Prozent erreichen. Selbst eine Ampelkoalition l&auml;ge mit leichten Zugewinnen aller Beteiligten nicht in unerreichbarer Ferne, sie h&auml;tte aktuell nur zwei Prozentpunkte weniger als Rot-Rot-Gr&uuml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/kanzlerkandidatur-die-chance-fuer-scholz-16905244.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die Presse legt sich die SPD zurecht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD, die Arbeiterpartei? &bdquo;Wir f&uuml;hlen uns verraten&ldquo;<\/strong><br>\nWarum Arbeiter die Sozialdemokraten als ihre Vertreter aufgegeben haben &ndash; und auch die Nominierung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten daran nichts &auml;ndert. (&hellip;)<br>\nLaut einer Erhebung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung findet die SPD wie auch die Union &uuml;berproportional Zuspruch bei Ruhest&auml;ndlern. Vor allem Facharbeiter haben sich jedoch abgewendet. (&hellip;)<br>\nThomas Brendel arbeitet als Lackierer in der Automobilindustrie. Er ist 44 Jahre alt und w&auml;hlt immer SPD. In seinem Freundeskreis sei er damit ein absoluter Exot, sagt er. &bdquo;Arbeiter w&auml;hlen heute AfD&ldquo;, sagt er. Das belegen auch die Wahlstatistiken. Bei der Bundestagswahl 2017 war der Anteil von 34 Prozent an der W&auml;hlerschaft der AfD doppelt so gro&szlig; wie bei der SPD. Es gebe ja auch kaum noch eine Arbeiterklasse, die sich als solche versteht. Leiharbeiter, Befristete, Betriebsleiter, Angestellte, wie ein Kastensystem sei das. Je l&auml;nger man ihm zuh&ouml;rt, umso mehr gewinnt man den Eindruck, dass seine Wahlentscheidung viel mit Treue zu tun hat. Er versp&uuml;rt eine Verbundenheit, die dar&uuml;ber hinweg tr&auml;gt, dass die SPD sich von den allt&auml;glichen Sorgen der Arbeiter weit entfernt hat. &bdquo;Ich bin ein Gewohnheitstier&ldquo;, sagt er. Doch davon gibt es immer weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wir-fuehlen-uns-verraten-li.98727?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Vorsitzende des Forums Demokratische Linke 21 der SPD, Hilde Mattheis hat die Problematik um Herrn Scholz als Kanzlerkandidaten so <a href=\"https:\/\/taz.de\/SPD-Linke-ueber-Olaf-Scholz-Kandidatur\/!5706326\/\">auf den Punkt gebracht<\/a>:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Aber die Kernfrage ist doch: Kann ein Kanzlerkandidat mit so vielen Altlasten die Glaubw&uuml;rdigkeit der Partei erh&ouml;hen? (&hellip;) Wir haben auf dem Weg der Erneuerung eine klare linke, sozialdemokratische Profilierung angepeilt. Aber in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung wirkt die Entscheidung f&uuml;r Scholz wie das Dr&uuml;cken der Reset-Taste &ndash; alles zur&uuml;ck auf Anfang. Das finde ich sehr problematisch. (&hellip;) Aber man darf ja noch fragen d&uuml;rfen: Wie ist die Entscheidung zustande gekommen und war es die richtige Entscheidung?&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56779\">Scholz will die neue SPD-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzen. Gut so. Die Konsequenz w&auml;re, das Amt des Finanzministers und Vizekanzlers zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63724\">Der fremdbestimmte Spitzenkandidat: Olaf Scholz<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lisa Eckhart kommt heut nicht<\/strong><br>\nEs geht um Frauen, die Widerstand leisten gegen sexuelle Gewalt und Unterdr&uuml;ckung. Lisa Eckhart ist eine Frau. Eine, die sich dem sackdummen Hass auf die Weiber andient. Und es geh&ouml;rt zur Logik des Betriebs, dass man die besondere Form der Unterwerfung in der Pose des Einzelk&auml;mpfers vollziehen muss.<br>\nIch schaue ihre B&uuml;hnennummern, und mir f&auml;llt auf, was mich vor allem abst&ouml;&szlig;t. Es ist nicht das gestochen sein sollende Gerede, nicht die langweilige Geste der Provokateurin, nicht die Durchschnittlichkeit der Gedanken, nicht mal ihre unerwiderte Liebe zum Humor. Es ist der feiste Hass, der ihr aus den Augen tritt, die Verachtung ihres Publikums, jedes Kritikers, mithin jedes Menschen, der nicht begriffen hat, was sie, der Offenbarung teilhaftig, begriffen hat. Sie spielt nicht, kritisiert nicht, verlacht nicht, sie hat eine Agenda.<br>\nIn dieser Hinsicht geht sie weiter als Meister Nuhr, die Masche aber scheint dieselbe: eine ausgepr&auml;gte Neigung zur politischen Rechten verbunden mit Scham dar&uuml;ber. Weil diese Neigung nicht offen gelebt werden kann, dient Kritik als Schleier, das ideologische Programm zu verdecken. Hieraus wieder entsteht die enervierende Selbsterz&auml;hlung intellektueller &Uuml;berlegenheit. Denn die Differenz, die eine politische ist, aber nicht sein darf &ndash; man &uuml;bt ja blo&szlig; Kritik &ndash;, muss sich als Differenz der Vernunft zur Unvernunft ausgeben. Man kann darauf hereinfallen, dem K&uuml;nstler moralisch begegnen und damit nur das Klischee bedienen, dass Emp&ouml;rung f&uuml;r die Dummen und Provokation f&uuml;r die Schlauen ist. Oder man l&auml;dt den K&uuml;nstler einfach nicht mehr ein.<br>\nJede Absage ist ein freundlicher Versuch, Lisa Eckhart dabei zu helfen, einen Beruf zu finden, in dem sie nicht &uuml;berfordert ist und vielleicht gl&uuml;cklich werden kann. Die Kuh indes muss selbst vom Eis wollen. Will sie es nicht, steht ihr eine ruhmreiche Karriere von Auftritten bei Burschenschaftlern, AfD-Parteitagen und subversiven Channels wie Bild-TV bevor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/384262.provokation-emp%C3%B6rung-lisa-eckhart-kommt-heut-nicht.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Insbesondere den 2. Absatz kann man wohl nur als die Projektion eigener Hassgef&uuml;hle des politisch korrekten Autors (Felix Bartels) auf Lisa Eckhart bezeichnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und im 3. Absatz mal wieder die &uuml;bliche Masche &bdquo;moderner&ldquo; Linker: Wenn du nicht meiner Meinung bist, bist du rechts, was eigentlich nur noch ein Synonym f&uuml;r &bdquo;b&ouml;se&ldquo; ist. Geht es noch infantiler? Wahrscheinlich (siehe den letzten Absatz) spielt auch eine geh&ouml;rige Portion von etwas ganz Profanem eine Rolle: Neid des Autors auf Lisa Eckhart.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Hohn dabei, ruft man dieses St&uuml;ck auf, erscheint auf der Webseite der Einblender<\/em><\/p>\n<p><em>Die inhaltliche Basis f&uuml;r Protest: Konsequent linker Journalismus. Jetzt Protest-Abo bestellen!<\/em><\/p>\n<p><em>Was ist an dieser P&ouml;belei &ldquo;konsequent linker Journalismus&rdquo; sein soll wei&szlig; wohl nur der Autor oder die Redaktion der &ldquo;Jungen Welt&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63631\">Der Fall Lisa Eckhart &ndash; Cancel Culture in Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kauft mit seinem Ehemann Luxusvilla in Berlin f&uuml;r mehr als vier Millionen Euro<\/strong><br>\nOft sind es Provokationen aus der Vergangenheit, die Politiker immer wieder einholen. Bei Jens Spahn sind es die &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Arbeitslose aus dem Jahr 2018. &bdquo;Hartz IV bedeutet keine Armut&ldquo;, sagte der Bundesgesundheitsminister damals und &bdquo;dass unser Sozialsystem tats&auml;chlich f&uuml;r jeden ein Dach &uuml;ber dem Kopf vorsieht&ldquo;.<br>\nDie Kritik kam prompt und war wohl auch einkalkuliert. Hunderttausende forderten den Minister auf, einen Monat lang von 416 Euro zu leben. Er wies dies zur&uuml;ck, weil sein beruflicher Alltag zu weit von der Hartz-IV-Realit&auml;t entfernt sei. Ein Satiremagazin zeigte daraufhin in einer Fotomontage, wie Spahn in einem Nobelrestaurant speist und schrieb dazu: &bdquo;Jens Spahn beweist, dass man von 416 Euro Hartz IV locker satt wird.&ldquo;<br>\nZwei Jahre sp&auml;ter ist die Schere zwischen Spahn und arm offenbar noch ein wenig gr&ouml;&szlig;er geworden. Nach Informationen von Business Insider haben sich der Politiker und sein Ehemann Daniel Funke ein gemeinsames Haus in einem noblen Berliner Stadtteil gekauft. Nach Angaben von Nachbarn soll die denkmalgesch&uuml;tzte Villa aus den 1920er Jahren zuletzt auf rund drei Millionen Euro gesch&auml;tzt worden sein. In internen Unterlagen des Maklers hei&szlig;t es dagegen, dass Spahn und Funke 4,2 Millionen Euro bezahlt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/bundesgesundheitsminister-spahn-kauft-luxusvilla-in-berlin-fuer-mehr-als-vier-millionen-euro\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Covid-19-Statistik<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200817_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200817_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland stieg in der letzten Woche um 2.952 auf 12.682, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. In der letzten Woche sind lt. RKI 35 Menschen an Covid-19 gestorben.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200817_coronatot.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200817_coronatot.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>In der Kalenderwoche 32 wurden 672.171 Tests vorgenommen, von denen 1,0% positiv ausfielen.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200817_coronatests.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200817_coronatests.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Laut DIVI-Intensivregister sind zur Zeit 226 (-8 zur Vorwoche) Covid-19-F&auml;lle in intensivmedizinischer Behandlung.<\/p>\n<p>Die NachDenkSeiten werden diese Statistik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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