{"id":63860,"date":"2020-08-17T14:11:06","date_gmt":"2020-08-17T12:11:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63860"},"modified":"2020-08-18T10:27:08","modified_gmt":"2020-08-18T08:27:08","slug":"russischer-impfstoff-gerechtfertigte-zweifel-und-zweierlei-mass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63860","title":{"rendered":"Russischer Impfstoff \u2013 gerechtfertigte Zweifel und zweierlei Ma\u00df"},"content":{"rendered":"<p>Der russische Covid-19-Impfstoffkandidat &bdquo;Sputnik V&ldquo; macht zur Zeit weltweit Schlagzeilen. Vor allem deutsche Kommentatoren &uuml;bertreffen sich dabei gegenseitig mit teils schrillen Warnungen vor den m&ouml;glichen Nebenwirkungen und kritisieren einhellig die dramatische Verk&uuml;rzung der Testphasen. Das ist auch vollkommen berechtigt. Bei all der Kritik scheinen die Kommentatoren jedoch zu vergessen, dass Russland sich hier nur unwesentlich vom Rest der Welt unterscheidet. Auch Deutschland, die EU und die USA haben die Testphasen f&uuml;r &bdquo;ihre&ldquo; Impfstoffkandidaten massiv verk&uuml;rzt und sich f&uuml;r Milliarden Euro sogar bereits Impfstoffe gesichert, die &uuml;berhaupt noch nicht in einer gr&ouml;&szlig;eren Studie auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet wurden. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9006\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-63860-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200817_Russischer_Impfstoff_gerechtfertigte_Zweifel_und_zweierlei_Mass_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200817_Russischer_Impfstoff_gerechtfertigte_Zweifel_und_zweierlei_Mass_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200817_Russischer_Impfstoff_gerechtfertigte_Zweifel_und_zweierlei_Mass_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200817_Russischer_Impfstoff_gerechtfertigte_Zweifel_und_zweierlei_Mass_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=63860-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200817_Russischer_Impfstoff_gerechtfertigte_Zweifel_und_zweierlei_Mass_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200817_Russischer_Impfstoff_gerechtfertigte_Zweifel_und_zweierlei_Mass_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie dazu bitte auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63388\">Covid-19-Impfstoffentwicklung &ndash; eine Debatte ist dringend n&ouml;tig, findet aber nicht statt<\/a>.<\/em><\/p><p>So wenig bislang in den wissenschaftlichen Datenbanken &uuml;ber den russischen Impfstoffkandidaten &bdquo;Gam-COVID-Vac Lyo&ldquo; zu finden ist, so professionell ist seine Vermarktung. Alleine dessen neuer Name &bdquo;Sputnik V&ldquo; weckt Erinnerungen an eine Zeit, in der die damalige Sowjetunion in einem geschichtstr&auml;chtigen Wettlauf die Nase vorn hatte. Daran will auch die <a href=\"https:\/\/sputnikvaccine.com\/\">Hochglanz-Internetseite zum Impfstoffkandidaten<\/a> erinnern, auf der er in verschiedenen Sprachen vollmundig als &bdquo;weltweit erster registrierter Impfstoff&ldquo; gegen Covid-19 gefeiert wird. Das ist nat&uuml;rlich falsch, sind doch bereits <a href=\"https:\/\/www.who.int\/publications\/m\/item\/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines\">sechs andere Impfstoffkandidaten<\/a> international f&uuml;r die dritte klinische Testphase freigegeben und somit ebenfalls registriert. Der vermeintliche Sputnik-Schock l&ouml;ste in Deutschland vor allem harsche Kritik aus. So kritisierte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/russland-impfstoff-103.html\">die Tagesschau<\/a> die &bdquo;Zulassung&ldquo; des Impfstoffs und die S&uuml;ddeutsche wetterte sogleich gegen &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-russland-impfstoff-kommentar-1.4995973\">Putins &uuml;ble Impfstoff-Propaganda<\/a>&ldquo;. Sogleich entflammte <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105514-faktencheck-hat-russland-tatsachlich-impfstoff-zugelassen\/\">ein Streit<\/a>, ob Russland den Impfstoff nun eigentlich &bdquo;registriert&ldquo; oder &bdquo;zugelassen&ldquo; habe. <\/p><p>Offenbar ist beides der Fall. Laut <a href=\"http:\/\/grls.rosminzdrav.ru\/Grls_View_v2.aspx?routingGuid=d494c688-0bc6-4c30-9e81-23f043ceb43e&amp;t=%C2%A0\">staatlichen Arzneimittelregister<\/a> wurde der Impfstoff f&uuml;r die dritte klinische Phase &bdquo;registriert&ldquo;, aber auch gleichzeitig f&uuml;r die Verabreichung an &bdquo;eine kleine Anzahl von B&uuml;rgern aus gef&auml;hrdeten Gruppen&ldquo;, wie beispielsweise Mitarbeitern des Gesundheitssystems, &bdquo;zugelassen&ldquo; &ndash; und zwar bis zum 1. Januar 2021. Erst dann darf der Impfstoff bei positiven Ergebnissen aus den nun folgenden Tests auch regul&auml;r und in gro&szlig;em Umfang eingesetzt werden. Die dritte klinische Phase begann &uuml;brigens in der letzten Woche und soll sowohl in Russland als auch in Brasilien, Saudi Arabien und Mexiko <a href=\"https:\/\/sputnikvaccine.com\/about-vaccine\/clinical-trials\/\">stattfinden<\/a>. Ist dieses Vorgehen ungew&ouml;hnlich und zu kritisieren?<\/p><p>Ungew&ouml;hnlich ist es ganz und gar nicht. In Deutschland nennt sich dieses Verfahren &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.bfarm.de\/SharedDocs\/Glossareintraege\/DE\/B\/Bedingte%20Zulassung.html\">bedingte Zulassung<\/a>&ldquo; und wird vom Bundesinstitut f&uuml;r Arzneimittel und Medizinprodukte als M&ouml;glichkeit einer vorzeitigen Zulassung unter Auslassung der sonst n&ouml;tigen Testphasen f&uuml;r Arzneimittel in den folgenden Szenarien genannt:<\/p><ul>\n<li>zur Behandlung, Vorbeugung oder &auml;rztlichen Diagnose von zu schwerer Invalidit&auml;t f&uuml;hrenden oder lebensbedrohenden Krankheiten bestimmt sind<\/li>\n<li>in Krisensituationen gegen eine Bedrohung der &ouml;ffentlichen Gesundheit eingesetzt werden sollen<\/li>\n<li>zur Behandlung von seltenen Leiden eingesetzt werden<\/li>\n<\/ul><p>Die ersten beiden F&auml;lle treffen auf Covid-19 zu, eine bedingte Zulassung f&uuml;r &bdquo;Sputnik V&ldquo; w&auml;re also genau so auch in Deutschland oder auf Ebene der EU bzw. in den USA m&ouml;glich, wo es sehr &auml;hnliche Ausnahmeregelungen gibt. Nur weil die Zulassung nicht ungew&ouml;hnlich ist, hei&szlig;t dies jedoch nicht, dass sie nicht gleichzeitig zu kritisieren w&auml;re.<\/p><p>&bdquo;Sputnik V&ldquo; ist ein neu entwickelter Vektorimpfstoff auf Basis zweier menschlicher Adenoviren. Diese Viren wurden genetisch ver&auml;ndert und sollen Erbmaterial des neuartigen Coronavirus in menschliche Zellen einschleusen, die daraufhin SARS-CoV-2-Antigene produzieren und dem Abwehrsystem pr&auml;sentieren. Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es jedoch keinen einzigen humanen Impfstoff, der nach dieser Methode hergestellt wurde, sich als wirkungsvoll herausgestellt hat und international zugelassen wurde. Und harmlos ist das Verfahren auch nicht. Ganz im Gegenteil. Es kann zu einer &Uuml;berstimulation, Kreuzimmunit&auml;ten und Verst&auml;rkereffekten kommen, die zu teils schweren Nebenwirkungen f&uuml;hren. Im schlimmsten Fall k&ouml;nnen solche Impfstoffe sogar die Wahrscheinlichkeit erh&ouml;hen, dass die Geimpften sp&auml;ter erkranken.<\/p><p>So geschehen bei einem Impfstoffprojekt des Pharmamultis Merck (MSD), bei dem auf Basis eines humanen Adenovirus Erbmaterial des HIV-Virus in die Zellen eingeschleust werden sollte, um die Probanden immun gegen AIDS zu machen. Auch hier zeigten 2005 die ersten beiden Phasen der klinischen Erprobung eine &bdquo;gute Immunantwort&ldquo;, w&auml;hrend der dritten klinischen Phase mussten die Tests jedoch zwei Jahre sp&auml;ter <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC2483718\/\">abgebrochen werden<\/a>, da sich keine immunisierende Wirkung zeigte. Doch das war l&auml;ngst nicht alles. Sp&auml;tere Studien <a href=\"https:\/\/www.fiercebiotech.com\/r-d\/new-study-confirms-worst-fears-about-merck-s-hiv-vaccine\">haben gezeigt<\/a>, dass die Geimpften sogar h&auml;ufiger an AIDS erkrankt sind als die Placebo-Kontrollgruppe. Besonders pikant ist in diesem Zusammenhang, dass bei der Merck-Studie mit dem Adenovirus 5 das gleiche Tr&auml;gervirus eingesetzt wurde, das auch die Moskauer Forscher f&uuml;r den &bdquo;Sputnik-Impfstoff&ldquo; f&uuml;r die zweite Impfdosis ausgew&auml;hlt haben. Weitere Impfstoffprojekte mit diesem Tr&auml;gervirus gegen Tuberkulose, Ebola und die Vogelgrippe erwiesen sich ebenfalls als erfolglos. Das alles hei&szlig;t freilich nicht, dass der russische Impfstoff per se wirkungslos oder gar gef&auml;hrlich sei &ndash; er k&ouml;nnte es jedoch sein und ohne weitreichende, sorgf&auml;ltige Tests ist dies nicht herauszufinden. Wenn der Impfstoff allerdings bereits jetzt in kleinem Umfang an Freiwilligen und in gr&ouml;&szlig;erem Umfang an Probanden einer dritten klinischen Studie getestet wird, ist dies nicht in dem ambitionierten Zeitrahmen herauszufinden, den sich die Hersteller des Impfstoffs gesetzt haben. Bereits im September soll schlie&szlig;lich mit der Massenproduktion begonnen werden.<\/p><p>Diese Kritikpunkte treffen jedoch ebenso &ndash; wenn auch mit leichten Abstrichen &ndash; auf die anderen Impfstoffkandidaten zu. So hat die auf einen Monat verk&uuml;rzte und zusammengefasste erste und zweite klinische Testphase des Vektorimpfstoffprojekts der Universit&auml;t Oxford und des Pharmamultis AstraZeneca bereits <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=libQ-GjuNn8&amp;feature=share\">bedenkliche Nebenwirkungen<\/a> offenbart &ndash; Follow-Up-Studien ergaben bei 46% der Probanden einen Verlust der wei&szlig;en Blutk&ouml;rper, woraus eine Schw&auml;chung des Immunsystems resultiert. Nichtsdestotrotz startete bereits im Juni &ndash; vor dem Ergebnis der Follow-Up-Studien &ndash; die dritte klinische Testphase des Impfstoffkandidaten in Gro&szlig;britannien und Brasilien. AstraZeneca hat auch bereits konkrete Schritte f&uuml;r die Produktion und den Vertrieb von zwei Milliarden Impfdosen eingeleitet. So sicherte man Gro&szlig;britannien 100 Millionen Dosen, der Impfallianz rund um Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden 400 Millionen Dosen und den USA 300 Millionen Dosen zu &ndash; die USA bezahlten daf&uuml;r bereits 1,2 Mrd. US$; wohlgemerkt f&uuml;r einen Impfstoff, der zu diesem Zeitpunkt in der fr&uuml;hen klinischen Testphase war. Besonders interessant ist diesem Zusammenhang das Timing. AstraZeneca sichert den europ&auml;ischen L&auml;ndern die ersten Dosen bereits <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/coronavirus\/corona-impfstoff-deutschland-schliesst-vertrag-mit-astrazeneca-ab_aid-51630883\">f&uuml;r &bdquo;Ende dieses Jahres&ldquo; zu<\/a> &ndash; dabei wurde die Laufzeit der dritten klinischen Phase erst j&uuml;ngst von Juli 2021 auf <a href=\"http:\/\/www.isrctn.com\/ISRCTN89951424\">Oktober 2021 verl&auml;ngert<\/a>. W&uuml;rde Deutschland den Impfstoff also erst nach dem regul&auml;ren Abschluss der ohnehin schon verk&uuml;rzten klinischen Testphase erhalten, st&uuml;nde er erst fr&uuml;hesten Ende n&auml;chsten, aber nicht bereits Ende dieses Jahres zur Verf&uuml;gung. Wie soll das also gehen? Ohne eine &bdquo;bedingte Zulassung&ldquo; nach russischem Vorbild kann der anvisierte Zeitplan gar nicht eingehalten werden. <\/p><p>Und AstraZeneca ist da keine Ausnahme. Die dritte klinische Testphase des deutsch-amerikanischen Impfstoffkandidaten der Firmen BioNTech und Pfizer endet offiziell <a href=\"https:\/\/clinicaltrials.gov\/ct2\/show\/NCT04368728?term=vaccine&amp;cond=covid-19&amp;draw=3\">am 11. November 2021<\/a>, die des Kandidaten der US-Firma Moderna <a href=\"https:\/\/clinicaltrials.gov\/ct2\/show\/NCT04470427?term=vaccine&amp;cond=covid-19&amp;draw=5\">sogar erst am 27. Oktober 2022<\/a>. Dennoch haben beide Unternehmen bereits konkrete Vertr&auml;ge mit der US-Regierung unterzeichnet, die einen Einsatz ihrer Impfstoffe zu Beginn des n&auml;chsten Jahres beinhalten. Noch dramatischer ist die zeitliche Diskrepanz beim vielzitierten deutschen Projekt des Unternehmens CureVac. CureVac befindet sich zur Zeit noch in der ersten klinischen Testphase und die soll offiziell auch bis <a href=\"https:\/\/clinicaltrials.gov\/ct2\/show\/NCT04449276?term=vaccine&amp;cond=covid-19&amp;draw=6\">zum August 2021<\/a> gehen. Dennoch peilt das T&uuml;binger Unternehmen, an dem sowohl der Bund als auch Bill Gates beteiligt sind, nach eigenen Aussagen eine <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2020-08\/curevac-corona-impfstoff-impfdosen-pharmaunternehmen-tuebingen\">&bdquo;Zulassung in der ersten Jahresh&auml;lfte 2021&ldquo;<\/a> an &ndash; der Impfstoff soll also zugelassen werden, bevor nach regul&auml;rer Studienpraxis die Ergebnisse der ersten klinischen Testphase ausgewertet sind. Gleichzeitig plant das Unternehmen bereits die Produktion von einer Milliarde(!) Impfdosen pro Jahr. Ist das nicht auch unverantwortlich?<\/p><p>Wir m&uuml;ssen also nicht nach Russland blicken, um eine unverantwortliche Verk&uuml;rzung der sonst &uuml;blichen Zulassungskriterien f&uuml;r die Impfstoffkandidaten festzustellen. Der einzige erkennbare Unterschied zwischen den &bdquo;westlichen&ldquo; Projekten und &bdquo;Sputnik V&ldquo; ist, dass die westlichen Forscher ihre Ergebnisse zumindest vergleichsweise transparent ver&ouml;ffentlichen. Aber das macht die Sache auch nicht besser, da die immense zeitliche Straffung der Studien eine sorgf&auml;ltige Beobachtung potentieller Nebenwirkungen ohnehin nicht gew&auml;hrleistet. Nicht nur Russland, sondern die ganze Welt spielt voll auf Risiko; nur dass dies unsere Leitartikler offenbar nur dann interessiert, wenn es um Russland geht. Die Methode kennen wir aus anderen Bereichen: Je schriller man das russische Vorgehen kritisiert, desto besser steht man selbst da. In diesem Fall ist dies jedoch tr&uuml;gerisch und gef&auml;hrlich. <\/p><p>Titelbild: JHDT Productions\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/f1ab330d0b76455fa46863ccd8e331a3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der russische Covid-19-Impfstoffkandidat &bdquo;Sputnik V&ldquo; macht zur Zeit weltweit Schlagzeilen. Vor allem deutsche Kommentatoren &uuml;bertreffen sich dabei gegenseitig mit teils schrillen Warnungen vor den m&ouml;glichen Nebenwirkungen und kritisieren einhellig die dramatische Verk&uuml;rzung der Testphasen. Das ist auch vollkommen berechtigt. 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