{"id":6388,"date":"2010-08-04T14:15:30","date_gmt":"2010-08-04T12:15:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6388"},"modified":"2014-02-25T11:35:55","modified_gmt":"2014-02-25T10:35:55","slug":"einige-interessante-mails-zur-debatte-um-den-angeblichen-fachkraeftemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6388","title":{"rendered":"Einige Interessante Mails zur Debatte um den angeblichen Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge zum Fachkr&auml;ftemangel (<a href=\"?p=6371\">hier<\/a> und <a href=\"?p=6378\">hier<\/a>) haben ein gro&szlig;es Echo ausgel&ouml;st. Danke vielmals. Die Mails sind wegen der berichteten eigenen Erfahrungen interessant und sie enthalten weiterf&uuml;hrende Hinweise. Deshalb die folgende Zusammenstellung. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nDie ausgew&auml;hlten Mails sind der Einfachheit halber durchnummeriert. Teilweise sind sie etwas gek&uuml;rzt:<\/p><ol>\n<li>Die Erfahrung des Kollegen habe ich in dieser Zeit genauso gemacht und kann diese voll best&auml;tigen. Die Darstellung ist absolut treffend. Was man in diesem Zeitraum als Absolvent erleben konnte spottet jeder Beschreibung.<br>\nDie Kampagne zum angeblichen Fachkr&auml;ftemangel entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Man fragt sich nur wie kann man als Journalist mit noch einigerma&szlig;en vorhandenem Verstand derartiges verbreiten?<br>\nHinzu kommt, dass etwa in vielen Firmen die Budgets f&uuml;r die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter faktisch nicht mehr vorhanden sind, da den &ldquo;Costreductions&rdquo; zum Opfer gefallen.<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ. K-<\/li>\n<li>Es ist fast schon grotesk, wie die im Artikel&nbsp; &ldquo;Eine pers&ouml;nliche Erfahrung zum Mythos Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; geschilderten Erfahrungen den Ausk&uuml;nften gleichen, die mir meine Mit-Studenten der Physik an der FU-Berlin von 1990-95 zuteil werden lie&szlig;en; ich studierte allerdings damals &ldquo;brotlose K&uuml;nste&rdquo; (von denen ich heute ganz gut lebe). So das ganze Geschw&auml;tz von: &ldquo;Wir brauchen keine Physiker mehr, die in Indien sind billiger&rdquo;, w&auml;hrend gleichzeitig Siemens 5000 Ingenieure abbaute. Echte Zukunftsangst griff um sich. Angst scheint seit 30 Jahren eines der bevorzugtes Durchsetzungsinstrumente unserer &ldquo;Neocons&rdquo; f&uuml;r ihre asozialen Ziele zu sein. Seit ich 1982\/83 in Newsweek lesen mu&szlig;te, (West-)Deutschland gleiche einem Stein, der gerade &uuml;ber die Kante eines Abgrundes gerollt sei und nur noch einen Herzschlag in der Luft schwebe, bevor er in rasendem Fall in die Tiefe sause, geht Deutschland st&auml;ndig unter (wie auch neulich wieder, im 3Sat-Interview mit Roman Herzog &ndash; ich habe gleich umgeschaltet). Was Sie interessieren d&uuml;rfte: w&auml;hrend, wie Sie schildern, in &ldquo;Spiegel-Online&rdquo; der Fachkr&auml;ftemangel beschworen wird, findet sich im Wirtschaftsteil der Druckausgabe des &ldquo;Spiegel&rdquo; (Nr. 31, 2.8.2010) auf Seite 63 unter der &Uuml;berschrift: &ldquo;Siemens: Aussteigerpr&auml;mie ab Jahrgang 1954&rdquo; folgende Meldung:<br>\n<blockquote><p>&ldquo;Siemens greift tief in de Tasche, um &auml;ltere Mitarbeiter seines Tochterunternehmens SIS zum vorzeitigen Ausscheiden zu bewegen. Nach den Pl&auml;nen der F&uuml;hrung sollen bei dem IT-Dienstleister deutschlandweit 2000 Stellen wegfallen. Verst&auml;rkt ansprechen will der Konzern Besch&auml;ftigte schon ab Jahrgang 1954. Wer zu dieser Gruppe geh&ouml;rt und bis zum 15.August dieses Jahres einen Altersteilzeitvertrag unterschreibt, erh&auml;lt eine Pr&auml;mie von 35.000 Euro. Wenn der Mitarbeiter dann sp&auml;testens zwei Jahre sp&auml;ter sein Arbeitspensum reduziert, wird das monatliche Bruttogehalt bis zum Auslaufen der Vereinbarung am 63.Geburtstag&nbsp; sogar noch etwas aufgestockt. Au&szlig;erdem garantiert Siemens den Altersteilzeit-Mitarbeitern &auml;hnlich hohe Betriebsrenten- und Pensionsbez&uuml;ge wie allen anderen Vollzeit-Besch&auml;ftigten. SIS-Angeh&ouml;rige, die das 55. Lebensjahr vollendet und mindestens 15 Jahre im Konzern gearbeitet haben, k&ouml;nnen auf Wunsch auch ganz ausscheiden &ndash; und eine einmalige Abschiedszahlung von 10.000 Euro mitnehmen. Dazu d&uuml;rfen zwischen Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses und dem Beginn der gesetzlichen Rente nur zwei bis maximal f&uuml;nf Jahre liegen. Bei ihrer Abfindung k&ouml;nnen die SIS-Besch&auml;ftigten in diesem Fall zwischen einer Einmalzahlung oder einer monatlichen Leistung von bis zu 55 Prozent ihrer fr&uuml;heren Bez&uuml;ge w&auml;hlen. Etwaige L&uuml;cken bis zum Renteneintritt m&uuml;ssen sie aus Ersparnissen finanzieren.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Autor ist nicht angegeben. Vielleicht sollten &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;Spiegel-Online&rdquo; ihre Kommunikation untereinander verbessern (oder vielleicht besser nicht!). Was den Artikel selbst betrifft: Da es sich bei den in Aussicht genommenen Mitarbeiter des IT-Dienstleisters SIS wohl kaum um Kantinenkr&auml;fte handeln d&uuml;rfte, scheint der beschworene Fachkr&auml;ftemangel tats&auml;chlich eher eine Schim&auml;re zu sein. Also doch Meinungsmache!<br>\nMit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIhr St. P.<\/p><\/li>\n<li>Ein Hinweis schon vom 03.07.10:\n<p>Liebe NachDenkseiten<br>\nst&auml;ndig wird derzeit &uuml;ber den angeblich drohenden Fachkr&auml;ftemangel und Auszubildendenmangel aufgrund geburtenschwacher Jahrg&auml;nge und des demografischen Wandels schwadroniert. Dahinter stecken&nbsp;ideologische Man&ouml;ver, die &uuml;ber die kapitalistischen Ursachen von Arbeitslosigkeit und Bildungsnotstand hinwegt&auml;uschen,&nbsp;u.a. auch&nbsp;die weitere &Ouml;konomisierung und Privatisierung der Bildung vorantreiben sollen,&nbsp;vor allem&nbsp;nat&uuml;rlich das Kapital auf Kosten&nbsp;der&nbsp;Lohnarbeit &nbsp;und des Staates &ldquo;entlasten&rdquo; sollen. Ich sehe dahinter eine Kampagne nach &auml;hnlichem Muster, wie beim Rentenbetrug.&nbsp;Der gesamte&nbsp;&ldquo;Experten&rdquo;-Chor haut in die selbe Demografismus-Kerbe.<\/p>\n<p>&ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; bei anhaltender Massenarbeitslosigkeit ist ja eigentlich ein irrsinniger Widerspruch in sich. Wenn Fachkr&auml;fte fehlen, dann liegt das einzig daran, dass die Unternehmen massenhaft zu wenig ausbilden und sich noch damit herausreden, dass die Jugend &ldquo;nicht ausbildungsf&auml;hig&rdquo; sei. Ansonsten h&auml;ngt der Fachkr&auml;ftebedarf ja wohl auch von der Binnennachfrage ab, die r&uuml;ckl&auml;ufig sein d&uuml;rfte, wenn die Bev&ouml;lkerung altert oder schrumpft. Das Deutsche Kapital und seine Ideologen gehen&nbsp;dagegen von einer ewig w&auml;hrenden&nbsp;Exportweltmeisterschaft und damit einem vom Binnenmarkt abgehobenen Fachkr&auml;ftebedarf aus;&nbsp;die weitere Dauer&nbsp;der Export&uuml;bersch&uuml;sse seht jedoch durch ganz andere Gr&uuml;nde in Frage,&nbsp; als&nbsp;durch einen wahrgesagten&nbsp;Fachkr&auml;ftemangel.<br>\n&hellip;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nK.-H. G.<\/p><\/li>\n<li><a href=\"?p=6378\">Ihre Aussagen<\/a> in kann ich auf Grund meiner Erfahrungen nur best&auml;tigen. Damit meine ich nicht nur meine pers&ouml;nliche Betroffenheit als zurzeit berufsfremd &amp; prek&auml;r besch&auml;ftigter Ingenieur, sondern auch meine beruflichen Erfahrungen als Arbeitsvermittler in einem Berliner Jobcenter, wo ich ca. 260 hochqualifizierte arbeitslose Akademiker aus allen technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen zu meinen &ldquo;Kunden&rdquo; z&auml;hlen durfte.<br>\nV.W.<\/li>\n<li>Ein ganz vern&uuml;nftiger Artikel im Focus&hellip;\n<p><strong>Arbeitsmarkt<br>\nDas M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit steigt leicht. Dennoch fehlen Fachkr&auml;fte, hei&szlig;t es immer wieder. Aber stimmt das wirklich? Experten sind sich einig: Einen Mangel gibt es nur in wenigen Bereichen &ndash; wenn &uuml;berhaupt. Das M&auml;rchen beginnt diesmal nicht mit dem klassischen &bdquo;Es war einmal&ldquo;. Passender f&uuml;r die Geschichte vom Fachkr&auml;ftemangel ist der Satz: Es wird einmal. Denn tats&auml;chlich sagen Arbeitsmarktexperten: Wenn wir nicht gegensteuern, dann suchen Deutschlands Unternehmen in einigen Jahren verzweifelt nach qualifiziertem Personal. Aber warum reden schon heute alle vom Fachkr&auml;ftemangel? Wo beginnt der Mangel und wo endet der Bedarf? Hier scheiden sich die Geister &ndash; und oft spielt eine gute Portion politisches Gepolter mit hinein in den Streit um den Fachkr&auml;ftemangel.<\/p>\n<p>Fakt ist: Ein fl&auml;chendeckender Fachkr&auml;ftemangel besteht in Deutschland derzeit nicht. Noch nicht. Das Institut f&uuml;r Arbeits- und Berufsforschung (IAB) sowie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sagen, dass in bestimmten Bereichen zwar ein erh&ouml;hter Bedarf an Arbeitskr&auml;ften best&uuml;nde, n&auml;mlich im Gesundheitssektor und bei den Ingenieuren. Von einem generellen und branchen&uuml;bergreifenden Mangel k&ouml;nne aber keine Rede sein. Und auch das Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln, das den Fachkr&auml;ftemangel oft medienwirksam bewirbt, schreibt in einer Studie aus dem Oktober 2008: &bdquo;Ein qualifikationsgruppen&uuml;bergreifender Fachkr&auml;fteengpass im Segment Hochqualifizierter kann (&hellip;) nicht konstatiert werden.&ldquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/tid-19321\/arbeitsmarkt-das-maerchen-vom-fachkraeftemangel_aid_535617.html\">Focus<\/a><\/p>\n<p>&hellip; und dann f&uuml;nf Tage sp&auml;ter wieder das <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/steuern\/thewes\/kolumne-thewes-rechnet-ab-mit-begruessungsgeld-locken-mit-steuern-vertreiben_aid_537376.html\">M&auml;rchen von den hohen L&ouml;hnen und den hohen &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; in Deutschland<\/a>.<\/p>\n<p>Unbeantwortet bleibt weiterhin die auf der Hand liegende Frage, warum jedes Jahr 150.000 Fachkr&auml;fte Deutschland verlassen, wenn doch angeblich die L&ouml;hne so hoch sind. In Norwegen, in Schweden, D&auml;nemark und der Schweiz sind die Bruttol&ouml;hne f&uuml;r Ingenieure, Informatiker und andere technische Fachkr&auml;fte zumindest deutlich h&ouml;her, teilweise bis 50%, vom besseren Arbeitsklima und der h&ouml;heren Lebensqualit&auml;t ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Und selbst wenn irgendwann ein Fachkr&auml;ftemangel existieren sollte: ist das Vorhandensein der &ldquo;pa&szlig;genauen Spezialisten&rdquo; f&uuml;r die Unternehmen verfassungsm&auml;&szlig;ig garantiert? Ich denke nicht. Der Drang der Unternehmen ins Ausland ist zwar gebremst, aber weiterhin ungebrochen; wozu also noch mehr arbeitslose (!!) Fachkr&auml;fte in Deutschland? F&uuml;r die Arbeitnehmer gibt es im &Uuml;brigen nicht einmal ein Recht auf Arbeit,<br>\ngeschweige denn auf &ldquo;pa&szlig;genauen Arbeitsplatz bei guter Bezahlung und null Anforderungen an die Flexibilit&auml;t&rdquo;, im Gegenteil.<\/p>\n<p>MfG<br>\nJ. A.<\/p><\/li>\n<li>Hallo,\n<p>vielen Dank f&uuml;r den guten Beitrag zum Mythos &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;. Ich bin selbst promovierter Informatiker und hangele mich seit der Promotion von einem befristeten 2-monatigen Hiwi-Vertrag &uuml;ber kurzzeitige<br>\nArbeitslosigkeitsphasen bis zu l&auml;ngeren 6-monatigen Projektanstellungen auf 50% oder 75% Stellen irgendwie durch. Dabei gilt es als selbstverst&auml;ndlich, da&szlig; ich Lehrveranstaltungen vertrete, Pr&uuml;fungsbeisitz mache, Doktoranden mitbetreue und an den Wochenenden Ver&ouml;ffentlichungen und Projektantr&auml;gen schreibe. Ohne dieses zus&auml;tzliche Engagement auch &uuml;ber die vertragliche Arbeitszeit und die eigentlichen Arbeitsinhalte hinaus w&auml;re ich wohl schon l&auml;ngst weg vom Fenster und irgendein anderer, williger Informatik-PostDoc w&uuml;rde an meiner statt eingestellt.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich ist das &ldquo;nur&rdquo; mein Einzelschicksal, aber wenn ich vor diesem Hintergrund vom &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; lese, dann treibt&rsquo;s mir einfach nur die Galle hoch. Daher nochmals vielen Dank f&uuml;r die Aufkl&auml;rungsarbeit!<\/p>\n<p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nS. H.<\/p><\/li>\n<li>Das kann ich zu 100% unterschreiben.\n<p>Ich bin 1993 mit dem Studium der Informatik fertig geworden und hatte grosse Probleme, eine Arbeit zu finden und das sogar im Raum Muenchen. Ich bin nur ueber einen Bekannten in eine Firma gekommen, fuer die ich als Student vorher gearbeitet hatte. Erst 1998 ist es besser geworden und ich wurde ploetzlich von einem Headhunter kontaktiert. Ploetzlich war auch ein vernuenftiges Gehalt moeglich. Ich hab bei einem Start-up angefangen, das von einem Amerikaner gegruendet wurde und wo fast schon US Gehaelter gezahlt wurden. 2002 bin ich betriebsbedingt gekuendigt worden, der &ldquo;Greencard-Inder&rdquo; den es in der kleinen Firma gab, hat diese Welle ueberstanden und sogar etwas mehr Geld verdient als ich, obwohl er die gleich Arbeit erledigt hat, wenn sich auch ueber Qualitaet streiten laesst. Mein Eindruck war jedenfalls das er fuer einen deutschen Webservice nur bedingt qualifiziert war und unter den Kulturellen unterschieden sehr gelitten hat was seiner Motivation nicht gut tat. <\/p>\n<p>Die wenigen Angebote die sich in dem 1 Jahr suche ergeben haben waren streckenweise sehr bizarr und extrem unter bezahlt. <\/p>\n<p>2002-3 war ich dann 1 Jahr arbeitslos und ja ich hab gerade letztes Jahr in etwa wieder das Gehalt von 2000 erreicht, wobei die Kaufkraft entsprechend geringer ist.<br>\nDas Gerede vom Fachkraeftemangel ist zumindest was die Informatik anbelangt kompletter Unfug.<br>\nDie Traumgehaelter die immer wieder propagiert werden spielen in meiner Realitaet ebenfalls keine Rolle.<br>\nUnd ich habe auch mit absoluten Genies zusammen gearbeitet und auch die haben streckenweise die gleichen Probleme. Es liegt nicht an der Qualifikation oder dem Koennen.<br>\nAlles in allem hatte ich offensichtlich noch Glueck im Vergleich zu den beschriebenen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Viele gruesse<br>\nm. b.<\/p><\/li>\n<li>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,\n<p>Sehr gefreut habe ich mich, dass Sie den Erfahrungsbericht <a href=\"?p=6378\">&ldquo;Eine pers&ouml;nliche Erfahrung zum Mythos Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;<\/a> ver&ouml;ffentlichten.<br>\nMeine Beobachtungen als promovierter Bauingenieur sind strukturell die gleichen, lediglich die Konjunkturzyklen der Branchen unterscheiden sich.<br>\nEine Vorsto&szlig; des DGB bei den Arbeitgeberverb&auml;nden, von dem ich erfuhr, (warum man von Fachfr&auml;ftemangel rede, w&auml;hrend mehrere 10.000 Ingenieure arbeitslos sind,) f&uuml;hrte zu der Auskunft, dass man diese ja nicht einstellen k&ouml;nne, da sie schon &uuml;ber 45 sind.<br>\nIch sehe es so, dass mit dem &ldquo;Mythos Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; neben Lohndr&uuml;ckerei und Disziplinierung auch Altersdiskriminierung betrieben wird. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr.-Ing. J. W.<\/p><\/li>\n<li>Lieber Herr M&uuml;ller\n<p>Ich (geb. 1969) bin praktisch mit dem SPIEGEL aufgewachsen und gro&szlig;geworden. Aus der von ihnen zutreffend beschriebenen Degeneration dieses einstmals investigativen und wichtigen Nachrichtenmagazins habe ich f&uuml;r mich seit einiger Zeit die meiner Meinung nach einzig richtige Konsequenz gezogen: ich lese ihn nicht mehr und &auml;rgere mich weniger!<br>\nIhnen und ihren Freunden vielen Dank f&uuml;r ihre wichtige Arbeit!<\/p>\n<p>Aus Frankfurt am Main<br>\nC. F. <\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge zum Fachkr&auml;ftemangel (<a href=\"?p=6371\">hier<\/a> und <a href=\"?p=6378\">hier<\/a>) haben ein gro&szlig;es Echo ausgel&ouml;st. Danke vielmals. Die Mails sind wegen der berichteten eigenen Erfahrungen interessant und sie enthalten weiterf&uuml;hrende Hinweise. Deshalb die folgende Zusammenstellung. 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