{"id":63889,"date":"2020-08-19T08:15:23","date_gmt":"2020-08-19T06:15:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889"},"modified":"2020-08-19T08:15:23","modified_gmt":"2020-08-19T06:15:23","slug":"hinweise-des-tages-3678","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h01\">Forscher bescheinigen ARD und ZDF &bdquo;Tunnelblick&ldquo; w&auml;hrend Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h02\">Erwerbst&auml;tigkeit im 2. Quartal 2020: Gr&ouml;&szlig;ter R&uuml;ckgang seit der deutschen Vereinigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h03\">Studie zu bedingungslosem Grundeinkommen gestartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h04\">&ldquo;Pantoffelrevolution&rdquo;: Regime Change in Wei&szlig;russland hat begonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h05\">Angela Merkel: &ldquo;Man muss die Z&uuml;gel anziehen, um bei Corona nicht in ein Desaster reinzulaufen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h06\">Deutschland bleibt Geldw&auml;sche-Paradies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h07\">Keine Werkvertrags- und Leiharbeit mehr in der Fleischindustrie? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h08\">B&auml;ckerei Kamps schr&ouml;pft Barzahler &ndash; mit R&uuml;ckenwind von EU und Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h09\">&Uuml;ber die konkrete Lebenssituation armer Menschen in der Gro&szlig;stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h10\">Ecolog und die Corona-Tests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h11\">&Auml;rzte ohne Grenzen: &ldquo;Horror&rdquo; in spanischen Altenheimen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h12\">Historische Isolation der USA im UNO-Sicherheitsrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h13\">Ein historisches Ereignis: Gedenkflug &uuml;ber Dachau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h14\">Belarus, T&uuml;rkei: Was Maas verschweigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h15\">Wie stehen USA und Verb&uuml;ndete zu den Parlamentswahlen in Venezuela?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h16\">Spannungen im &ouml;stlichen Mittelmeer spitzen sich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h17\">Keiner schaut nach Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h18\">Um rassistische Ungleichheit zu bek&auml;mpfen, m&uuml;ssen wir die Macht der Konzerne angreifen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Forscher bescheinigen ARD und ZDF &bdquo;Tunnelblick&ldquo; w&auml;hrend Corona-Krise<\/strong><br>\nMedienwissenschaftler untersuchen die Corona-Berichte von ARD und ZDF. Es werde nicht genug differenziert, ein &bdquo;Tunnelblick&ldquo; entsteht. Die Sender wehren sich.<br>\nARD und ZDF haben nach Ansicht von Wissenschaftlern in den ersten Monaten der Corona-Pandemie mit ihren Sendungen einen massenmedialen &bdquo;Tunnelblick&ldquo; erzeugt. &bdquo;Sondersendungen wurden zum Normalfall und gesellschaftlich relevante Themen jenseits von Covid-19 ausgeblendet: Es war eine Verengung der Welt&ldquo;, sagte der Medienforscher Dennis Gr&auml;f vom Lehrstuhl f&uuml;r Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universit&auml;t Passau dem Evangelischen Pressedienst (epd)&hellip;<br>\nDie Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass Journalismus differenzierter sein und Ma&szlig;nahmen in der Corona-Pandemie auch grunds&auml;tzlich hinterfragen m&uuml;sse. Dies sei in den Beitr&auml;gen der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen aber nicht geschehen, res&uuml;mierten sie&hellip;<br>\nNach Angaben der Medienwissenschaftler Gr&auml;f und Hennig vermittelte schon die H&auml;ufigkeit der Sondersendungen Zuschauern ein permanentes Krisen- und Bedrohungsszenario. Die Inhalte h&auml;tten dies noch verst&auml;rkt: Fu&szlig;g&auml;ngerzonen ohne Fu&szlig;g&auml;nger seien gezeigt worden, leere Gesch&auml;fte, begleitet von Spekulationen &uuml;ber eine langanhaltende Krise, die aber noch gar nicht da sei. &bdquo;Solche Bilder kennen wir aus Endzeiterz&auml;hlungen und Zombiegeschichten&ldquo;, sagte Gr&auml;f&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/kritik-an-oeffentlich-rechtlichen-forscher-bescheinigen-ard-und-zdf-tunnelblick-waehrend-corona-krise\/26105458.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Diese Forschungsergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen und vermutlich mit der Erfahrung der meisten betroffenen Menschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erwerbst&auml;tigkeit im 2. Quartal 2020: Gr&ouml;&szlig;ter R&uuml;ckgang seit der deutschen Vereinigung<\/strong><br>\nIm 2. Quartal 2020 waren rund 44,7 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbst&auml;tig. Nach vorl&auml;ufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ging die Erwerbst&auml;tigenzahl im Vergleich zum 1. Quartal 2020 saisonbereinigt um 618 000 Personen oder 1,4 % zur&uuml;ck und damit so stark wie noch nie seit der deutschen Vereinigung. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Einschr&auml;nkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, ging die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im 2. Quartal 2020 saisonbereinigt ebenfalls um 1,4 % oder 634 000 Personen zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nDie zur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie getroffenen Ma&szlig;nahmen f&uuml;hren zu einer erh&ouml;hten Unsicherheit bei der Sch&auml;tzung der Erwerbst&auml;tigenzahlen. Die massiv gestiegene Kurzarbeit wirkte sich dabei nicht auf die Erwerbst&auml;tigenzahlen aus, da Kurzarbeitende unabh&auml;ngig vom Ausma&szlig; der Kurzarbeit nach den Konzepten der Erwerbst&auml;tigenrechnung zu den Erwerbst&auml;tigen z&auml;hlen und nicht als Erwerbslose. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2020\/08\/PD20_312_13321.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bundesregierung versagt bei der Krisenbew&auml;ltigung am Arbeitsmarkt<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat zu wenig getan, um Arbeitspl&auml;tze und Besch&auml;ftigung zu sichern. Das zeigt der R&uuml;ckgang der Erwerbst&auml;tigenzahl deutlich auf. W&auml;hrend Gro&szlig;konzernen das Geld hinterhergeschmissen wird, die trotzdem Personal abbauen, m&uuml;ssen sich viele kleinere Unternehmen und Soloselbst&auml;ndige mit nichts oder nicht ausreichender Unterst&uuml;tzung begn&uuml;gen. Insbesondere Solo-Selbst&auml;ndigen verwehrt die Bundesregierung eine Unterst&uuml;tzung zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts. Viele Besch&auml;ftigte und Selbst&auml;ndige sind in dieser Krise in existenzielle Schwierigkeiten geraten oder bereits zum Sozialfall geworden. Hier hat die Bundesregierung versagt&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur viertelj&auml;hrlichen Arbeitsmarktstatistik des Statistischen Bundesamtes. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die Hilfen an Gro&szlig;unternehmen m&uuml;ssen an Jobgarantien gekoppelt werden. Selbst&auml;ndigen m&uuml;ssen nicht nur Hilfen zu ihren Betriebsausgaben gew&auml;hrt werden, sondern auch zum Lebensunterhalt. Das Kurzarbeitergeld muss sofort auf 90 Prozent des Nettoentgelts erh&ouml;ht werden, f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die nur den gesetzlichen Mindestlohn bekommen, auf 100 Prozent. Auch die Arbeitslosenversicherung muss gest&auml;rkt und krisenfest gemacht werden. Das Arbeitslosengeld muss auf 68 Prozent des Nettoentgelts erh&ouml;ht werden. Es geht aber auch darum, dass wieder mehr Menschen &uuml;berhaupt Zugang erhalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-versagt-bei-der-krisenbewaeltigung-am-arbeitsmarkt\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Studie zu bedingungslosem Grundeinkommen gestartet<\/strong><br>\nIn Deutschland wird erstmals die Wirkung eines bedingungslosen Grundeinkommens in der Praxis untersucht. 120 Personen sollen ab kommendem Fr&uuml;hjahr drei Jahre lang ein Grundeinkommen von je 1.200 Euro im Monat erhalten. Die Forscherinnen und Forscher wollen wissen, wie sich das Grundeinkommen auf Arbeit, Familie, Sozialleben, Gesundheit und Konsumverhalten auswirkt.<br>\nIn Deutschland werden ab kommendem Jahr in einer Studie erstmals die langfristigen Wirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens untersucht. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und der Verein &ldquo;Mein Grundeinkommen&rdquo; starteten das Experiment am Dienstag in Berlin. &ldquo;Wir wollen wissen, was es mit Verhalten und Einstellungen macht und ob das Grundeinkommen helfen kann, mit den gegenw&auml;rtigen Herausforderungen der Gesellschaft umzugehen&rdquo;, erkl&auml;rte Michael Bohmeyer vom Verein &ldquo;Mein Grundeinkommen&rdquo;.<br>\nBewerber gesucht<br>\nDas Grundeinkommen soll ab Fr&uuml;hjahr 2021 zun&auml;chst 120 Menschen f&uuml;r jeweils drei Jahre erhalten. Weitere 1.380 Personen sollen als Vergleichsgruppe ohne Grundeinkommen dienen. Zum Start am Dienstag schalteten die Initiatoren eine Website frei, auf der sich Interessierte bewerben k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/panorama\/start-studie-bedingungsloses-grundeinkommen-100.html\">mdr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Aussagekraft dieser Studie ist sehr beschr&auml;nkt. Man gibt den Probanden Geld, simuliert aber nicht die Auswirkungen eines bedingungslosen Einkommens auf die Preise und den Arbeitsmarkt. Was will man so herausfinden? Ob die Probanden in Teilzeit gehen? Die Frage w&uuml;rde sich f&uuml;r die Menschen aber gar nicht stellen, wenn sie das volle Gehalt zus&auml;tzlich zum Grundeinkommen schlicht ben&ouml;tigen, um die Kosten zu tragen, die zur Refinanzierung des Grundeinkommens nun einmal anfallen w&uuml;rden. Mit diesem Studiendesign kann man auch die zu erwartende Senkung der L&ouml;hne simulieren. Man packt also die Vorteile des BGE in das Studiendesign und l&auml;sst die Nachteile raus. Das ist teurer Quatsch. Nur gut, dass das Experiment nicht vom Staat, sondern von privaten Spendern finanziert wird. <\/em><\/p>\n<p><em>Die NachDenkSeiten haben sich bereits mehrfach sehr kritisch mit dem Konzept eines <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=31\">bedingungslosen Grundeinkommens<\/a> besch&auml;ftigt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15187\">Konstruktionsfehler des Grundeinkommens<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46469\">Eine illusion&auml;re Forderung und keine soziale Alternative &ndash; Gewerkschaftliche Argumente gegen das Grundeinkommen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41787\">Das Grundeinkommen ist kein &bdquo;No-Brainer&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26307\">Argumente gegen das &bdquo;emanzipatorische Grundeinkommen&ldquo; der LINKEN-BAG<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2364\">Christoph Butterwegge: Argumente gegen das bedingungslose Grundeinkommen<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Pantoffelrevolution&rdquo;: Regime Change in Wei&szlig;russland hat begonnen<\/strong><br>\nDie Opposition in Wei&szlig;russland erkennt die vorl&auml;ufigen Wahlergebnisse nicht an, Protestler gehen auf die Stra&szlig;e, die Polizei greift hart durch. Ist es ein musterhaftes Beispiel einer Demokratie-Bewegung oder eine Farbrevolution nach klassischem Drehbuch?<br>\n(&hellip;) Die Aufgabe der Denkfabrik sei es deshalb, die &ldquo;soziale Kodierung&rdquo; zu entziffern. RT Deutsch sprach mit dem SEA-Chef Anton Dawydchenko&hellip;<br>\nBereits im Jahr 2018 stellte SEA f&uuml;r Wei&szlig;russland eine hohe Wahrscheinlichkeit fest, dass in den n&auml;chsten zwei Jahren eine klassische Farbrevolution &ndash; nach der Methodik des US-Publizisten und Theoretikers der &ldquo;gewaltlosen Proteste&rdquo; Gene Sharp &ndash; stattfinden k&ouml;nne. Das entsprechende Instrumentarium sei bereits vorhanden &ndash; ein dichtes Netz aus mehreren Dutzend NGOs, Thinktanks, Medien und Hunderten von Bloggern und Meinungsf&uuml;hrern. Alles haupts&auml;chlich westlich (USAID, Open-Society von George Soros und &auml;hnliche Strukturen) &uuml;ber &ldquo;Polster-Firmen&rdquo; in Polen und Litauen mit einem zweistelligen Millionen-Budget (US-Dollar) finanziert.<br>\nDiese Strukturen h&auml;tten es vermocht, die aktivsten und talentiertesten unter den j&uuml;ngeren Wei&szlig;russen zu rekrutieren. Hauptziel ihrer Arbeit sei die systematische Diskreditierung des Lukaschenko-Systems, Russlands und der Sowjetunion sowie die Pflege und Popularisierung der nationalistischen Narrative unter dem Deckmantel einer demokratischen Bewegung&hellip;<br>\nLaut dem Mitglied der Gesellschaftskammer der Russischen F&ouml;deration, Maxim Grigorjew, der die Studie kommentierte, zeige sie eine signifikante Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Belarus durch die Gr&uuml;ndung und Arbeit verschiedener Organisationen.<br>\n&bdquo;Die Besonderheiten ihrer Aktivit&auml;ten zeigen ein hohes Ma&szlig; an Koordination und die Existenz eines einzigen Zentrums f&uuml;r die Entscheidungsfindung&rdquo;, sagte er in einem Interview&hellip;.<br>\nLaut der Studie bezeichnete die Opposition die Wahlen bereits im Vorfeld als illegitim. Dieses Herangehen f&auml;llt nun aber umso leichter, da die Regierung und die Justizbeh&ouml;rden Repressalien gegen die Oppositionskandidaten einsetzten und drei von ihnen vom Rennen ausschlossen, was die gesamte Opposition hinter die Kandidatin Swetlana Tichanowskaja brachte, so Dawydchenko. Diese Erkl&auml;rung sei die Schl&uuml;sselkomponente f&uuml;r eine klassische Farbrevolution &ndash; die Anfechtung der Wahlergebnisse&hellip;.<br>\nDie Polizeigewalt, die man in den ersten Protesttagen beobachtete, sei nicht nur &uuml;berm&auml;&szlig;ig, sondern auch unn&ouml;tig gewesen.<br>\nDamit bringt der Pr&auml;sident, der die Wahl eigentlich gewonnen hat, auch viele unbeteiligte Menschen gegen sich auf. Damit wird die sp&auml;tere Spaltung der Gesellschaft und die Entfremdung der B&uuml;rger von ihrer Regierung erleichtert, und das spielt den Interventionisten in die H&auml;nde.<br>\nDiese seien vor allem in Warschau, in den USA, aber auch in der EU zu finden. Sie w&uuml;rden mittels der Proteststimmung und den Oppositionsfiguren, die zunehmend aus dem Ausland agieren werden, das Land weiter in ihre Einflusssph&auml;re ziehen, bis letztendlich alle B&uuml;ndnisvertr&auml;ge mit Russland aufgek&uuml;ndigt werden &ndash; von denjenigen, die nach Lukaschenko an die Macht kommen. Sollte Lukaschenko weiterhin so viele Fehler machen wie in den letzten Monaten, sei es unwahrscheinlich, dass er bis zum Ende seiner neuen Legislaturperiode im Amt bleibt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/105481-pantoffeln-revolution-regime-change-wei%C3%9Frussland-begonnen\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Belarus: Eine schwierige Wahl<\/strong><br>\n(&hellip;) W&auml;hrend die exzessive Polizeigewalt zweifellos zu verurteilen ist, muss dar&uuml;ber hinaus &uuml;ber die politische Perspektive nachgedacht werden. Was ist der Inhalt dieser Proteste? Was passiert, wenn das &bdquo;Volk&ldquo; den &bdquo;Diktator&ldquo; besiegt? Diese Fragen m&uuml;ssen gestellt werden, insbesondere nach den Erfahrungen mit der von westlichen L&auml;ndern ma&szlig;geblich unterst&uuml;tzten &bdquo;Maidan-Revolution&ldquo; in der benachbarten Ukraine von 2013\/2014. Sie hat einen Block von Neoliberalen und Ultrarechten an die Schalthebel der Macht gebracht, der das Land sukzessive deindustrialisiert und durchprivatisiert, durch Sozialabbau verarmen l&auml;sst und jegliche linken Positionen massiv verfolgt.<br>\nWas ist Belarus?<br>\nBelarus unterscheidet sich politisch und sozial von den L&auml;ndern in seiner &ouml;stlichen und s&uuml;dlichen Nachbarschaft &minus; Russland, Ukraine und Moldawien &minus; dadurch, dass der im Jahr 1994 an die Macht gelangte st&auml;ndige Pr&auml;sident Alexander Lukaschenko keine Massenprivatisierung und Zerst&ouml;rung der sozialen Infrastruktur durchgef&uuml;hrt hat. Die meisten Gro&szlig;unternehmen blieben in Staatsbesitz. Die Landwirtschaft ist staatlich gef&ouml;rdert und bietet einem bedeutenden Teil der Bev&ouml;lkerung Besch&auml;ftigung und Einkommen.<br>\nDer Preis f&uuml;r die wirtschaftliche und soziale Stabilit&auml;t war die brutale Unterdr&uuml;ckung der Opposition, was Lukaschenko in den westlichen Medien den Spitznamen &bdquo;Europas letzter Diktator&ldquo; einbrachte&hellip;<br>\nSwetlana Tichanowskaja &ndash; Hauptkandidatin der Opposition<br>\n(&hellip;) Entgegen der Aussagen f&uuml;hrender westlicher Medien, denen gem&auml;&szlig; Tichanowskaja nur Demokratie und freie Wahlen bef&uuml;rworte, haben sie und die hinter ihr stehenden Kr&auml;fte ein klares politisches Wahlprogramm vorgelegt, das als prowestlich und neoliberal bezeichnet werden kann. Weitreichende Privatisierungen werden darin vorgesehen. Ein wesentlicher Programmpunkt beinhaltet K&uuml;rzungen im Gesundheitswesen, was angesichts der COVID-19-Pandemie besonders schwer wiegt. Ein weiterer Bestandteil ist die Schleifung des Arbeitsrechts, welches Arbeitgebern die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnen soll, den Arbeitnehmer jederzeit zu entlassen.<br>\nNach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse verlie&szlig; Swetlana Tichanowskaja das Land und befindet sich nun in Litauen.<br>\nFolgt ein belarussischer Maidan?<br>\nDie Gegner der gegenw&auml;rtigen Protestbewegung ziehen Parallelen zu den Maidan-Ereignissen in der Ukraine von 2013\/2014, die eine prowestliche und von Ultrarechten unterst&uuml;tzte Regierung an die Macht brachte. Die Demonstrierenden verneinen dies.<br>\nTeile der ukrainischen Linken, die in den Maidan-Ereignissen Erfahrung gesammelt haben, zeigen sich besorgt. In der Erkl&auml;rung der ukrainischen Gruppe &bdquo;Chervoni&ldquo; (&bdquo;Rote&ldquo;) ist zu lesen: &bdquo;Die Programme der Pr&auml;sidentschaftskandidaten &ndash; Gegner von Lukaschenko &ndash; und die Zusammensetzung der Protestveranstalter bezeugen [, dass sie] darauf abzielen, Belarus wie auch die Ukraine in ein Drittweltland zu verwandeln. Das Land ist ein Rohstoffanh&auml;ngsel und ein Markt mit billigen Arbeitskr&auml;ften.&ldquo; Weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Wir wissen genau, wie die Macht&uuml;bernahme auf der Protestwelle der national-liberalen Kompradorenbourgeoisie zu einer noch gr&ouml;&szlig;eren Zerst&ouml;rung der b&uuml;rgerlichen Freiheiten zugunsten des transnationalen Kapitals gef&uuml;hrt hat.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-08-16\/belarus-eine-schwierige-wahl\/\">justice now<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es d&uuml;rfte ziemlich unumstritten sein, dass Lukaschenko die Wahlen gewonnen hat, die meisten Belarussen unterst&uuml;tzen ihn weiterhin. Die tats&auml;chlichen Wahlergebnisse spielen aber f&uuml;r die Opposition keine Rolle, sie hatten schon vor den Wahlen angek&uuml;ndigt, dass sie das Wahlergebnis nicht anerkennen w&uuml;rden, wohl wissend, dass sie diese auch nicht gewinnen k&ouml;nnten. Aber dieses Mal hat es mehr Proteste gegen Lukaschenkos Wiederwahl gegeben als sonst, nicht nur in der Hauptstadt Minsk, sondern im ganzen Land. Lukaschenko h&auml;lt sich durch einen gut ausgebauten Repressionsapparat an der Macht. Als &bdquo;letzter Diktator Europas&ldquo; ist mit ihm von keiner Seite ein Blumentopf zu gewinnen, auch nicht von Russland. Und die Beziehungen zwischen Lukaschenko und dem Kreml sind denn auch angespannt, Lukaschenko ist auch f&uuml;r Russland zum Problem geworden. <\/em><\/p>\n<p><em>Belarus liegt an einem strategisch wichtigen geographischen Ort, es hat gemeinsame Grenzen mit Litauen, Lettland, Polen und der Ukraine sowie eine lange Grenze mit Russland. Bis nach Moskau sind es von der wei&szlig;russischen Grenze aus keine 500 km mehr. Russland und Wei&szlig;russland sind milit&auml;rische Verb&uuml;ndete, russische Soldaten sind in Wei&szlig;russland stationiert. Die Flugabwehr gegen die NATO in Belarus ist in die russische Flugabwehr mit eingebunden. Sollte es der NATO gelingen sich in Belarus festzusetzen und dort eine ihr genehme Regierung zu installieren, dann w&auml;re das eine weitere Bedrohung f&uuml;r die russische Sicherheit und w&uuml;rde die milit&auml;rische Einkreisung Russlands vervollst&auml;ndigen. Die USA sind auf jeden Fall an einer Farbenrevolution &agrave; la Ukraine interessiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Hinzu kommt noch, dass alles Land und die Produktionsmittel noch wie in alten Sowjetzeiten in Staatsbesitz sind. Lukaschenko hat sich stets gegen jede Privatisierungsversucche gewehrt. Es g&auml;be also f&uuml;r westliche Kapitalisten hier noch viel zu ergattern. Das Programm der weissrussischen Opposition geht dann auch ganz klar in diese Richtung: Privatisierungen und Losl&ouml;sung von Russland. Siehe hier: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2020\/08\/18\/unsere-werte-das-programm-der-weissrussischen-opposition\/\">&bdquo;Unsere Werte&ldquo; &ndash; Das Programm der &bdquo;weissrussischen Opposition&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Belarus ist Mitglied der Europ&auml;isch-Asiatischen Wirtschaftsunion und damit weitgehend in die russische Wirtschaft integriert. Seine Energie, vorwiegend Erdgas und Erd&ouml;l, bezieht Belarus aus Russland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angela Merkel: &ldquo;Man muss die Z&uuml;gel anziehen, um bei Corona nicht in ein Desaster reinzulaufen&rdquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel gibt sich besorgt &uuml;ber die durch das Robert Koch-Institut vermeldete steigende Zahl angeblicher &ldquo;Neuinfektionen&rdquo;. Die Lage sei bedrohlich, man m&uuml;sse die Z&uuml;gel anziehen. Dabei gibt es kaum COVID-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung.<br>\nTrotz des offensichtlichen Ausbleibens einer tats&auml;chlichen &ldquo;zweiten Welle&rdquo; nannte die Kanzlerin die steigenden Zahlen an positiven Tests &ldquo;bedrohlich&rdquo;. Noch sei Corona &ldquo;beherrschbar&rdquo;. Weitere Lockerungen k&ouml;nne es aber nicht geben. Bundesligaspiele mit Publikum seien so undenkbar. Laut Bild bef&uuml;rchtet Merkel eine Katastrophe, die Deutschland drohe. Das Boulevardblatt zitiert die fr&uuml;here CDU-Vorsitzende mit der Aussage<br>\n&bdquo;Man muss die Z&uuml;gel anziehen, um bei Corona nicht in ein Desaster reinzulaufen.&ldquo;<br>\nAuch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gab sich am Montag angesichts der steigenden Zahl der angeblichen &ldquo;Neuinfektionen&rdquo; besorgt. Spahn erkl&auml;rte:<br>\n&bdquo;Ich bin sehr daf&uuml;r, dass wir wachsam und aufmerksam sind, ernsthaft, aber auch nicht in Endzeitstimmung. Bis hierhin k&ouml;nnen wir damit umgehen. Besorgniserregend w&auml;re, wenn es weiter steigt und daf&uuml;r m&uuml;ssen wir abstufen, was ist jetzt zuerst wichtig.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105691-angela-merkel-man-muss-zugel\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die zweite &ldquo;Corona-Welle&rdquo; kommt angeblich &ndash; aber wo sind die Kranken?<\/strong><br>\nDie Regierung und das Robert Koch-Institut warnen vor einer zweiten &ldquo;Corona-Welle&rdquo;. Die Zahl der Infizierten wachse. Tats&auml;chlich w&auml;chst offenbar nur die Zahl der positiv Getesteten, nicht die der wirklich Erkrankten, die auch Symptome aufweisen und behandelt werden m&uuml;ssen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105480-zweite-corona-welle-kommt-aber\/\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland bleibt Geldw&auml;sche-Paradies<\/strong><br>\n&bdquo;Deutschland bleibt ein &sbquo;Gangsters Paradise&lsquo; f&uuml;r Geldw&auml;sche und Finanzkriminalit&auml;t, insbesondere im Immobiliensektor. Das Chaos bei der Geldw&auml;schebek&auml;mpfung r&auml;cht sich nun beim Wirecard-Skandal und freut Jan Marsalek und Co. Durch digitale Gesch&auml;ftsmodelle und Kryptow&auml;hrungen w&auml;chst sich das Problem in Deutschland zu einer sicherheitspolitischen Zeitbombe aus&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, den Jahresbericht der Anti-Geldw&auml;sche-Beh&ouml;rde beim Zoll (Financial Intelligence Unit, FIU). De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Die FIU bleibt eine Desaster-Fabrik: Der H&ouml;hepunkt war die Durchsuchung der FIU wegen Strafvereitelung im Amt. Der Anstieg der eingegangenen Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen ist nicht identisch mit einer besseren Geldw&auml;schebek&auml;mpfung. Mit dem vermeintlich risikoorientierten Ansatz verzichtet die FIU auf die Weiterleitung von Straftaten au&szlig;erhalb der Bereiche Geldw&auml;sche und Terrorfinanzierung. Dies betraf beim Wirecard-Skandal etwa Vorg&auml;nge wie Bilanzmanipulation.<br>\nEs ist zwar zu begr&uuml;&szlig;en, wenn die Meldungen aus dem Nicht-Finanzsektor zunehmen, aber Italien hat alleine mehr Meldungen von Notaren als Deutschland aus dem gesamten Nicht-Finanzsektor. Die Meldepflicht sowie Kontrollen und Strafen bei Notaren sind zu verst&auml;rken.<br>\nGerade im Hinblick auf Geldw&auml;sche im Immobiliensektor wird deutlich, dass es im Transparenzregister eine l&uuml;ckenlose Eintragung der wahren Firmeneigent&uuml;mer braucht. Daf&uuml;r m&uuml;ssen Unternehmen dazu verpflichtet sein, ihre wahren Eigent&uuml;mer zu kennen.<br>\nEs ist zu begr&uuml;&szlig;en, dass die Bundesregierung auf einen All-Crimes-Ansatz bei Vortaten setzt und so die Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche erleichtert. Dies wird aber nur etwas &auml;ndern, wenn die L&auml;nder die zust&auml;ndigen Ermittler und Strafgerichte st&auml;rken. Der FIU fehlt es durchg&auml;ngig an kriminalistischer Expertise. Daher sind die Landeskriminal&auml;mter wieder enger in die Erstbewertung einzubeziehen. Perspektivisch braucht es dann auch eine Bundesfinanzpolizei. DIE LINKE hat bereits vor geraumer Zeit einen Masterplan zur Geldw&auml;schebek&auml;mpfung im Bundestag vorgelegt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/deutschland-bleibt-geldwaesche-paradies\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dem derzeitigen Kanzlerkandidaten der SPD, Herrn Scholz, d&uuml;rfte es also auch als amtierender Bundesfinanzminister an Arbeit nicht mangeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Keine Werkvertrags- und Leiharbeit mehr in der Fleischindustrie? <\/strong><br>\nDer Gesetzentwurf von Arbeitsminister Heil l&auml;sst alle wichtigen Fragen offen<br>\nVon Werner R&uuml;gemer<br>\nAm 30. Juli 2020 hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil den Gesetzentwurf zur Neuregelung der Arbeitsverh&auml;ltnisse in der Fleischindustrie vorgelegt. Nicht nur die bisherigen Werkvertr&auml;ge der osteurop&auml;ischen Fleischarbeiter sollen abgeschafft werden, auch Leiharbeit soll verboten sein. Alle Arbeitsstunden sollen dokumentiert, die beh&ouml;rdliche Kontrolle soll verbessert werden. F&uuml;r die Unterk&uuml;nfte sollen &bdquo;Mindeststandards&ldquo; gelten. Heil versprach lautstark: &bdquo;Wir werden in der Fleischindustrie aufr&auml;umen!&ldquo;<br>\nDer Gesetzentwurf reagiert auf einen &bdquo;Skandal&ldquo;: Nach drei Monaten &bdquo;Corona-Krise&ldquo; wurden wie aus heiterem Himmel, in deutschen Fleischfabriken zahlreiche Infektionen von Fleischarbeitern bekannt, bei Westfleisch, M&uuml;ller Fleisch, Vion, Danish Crown und anderen Schlachth&ouml;fen, am meisten, n&auml;mlich 1.500, im gr&ouml;&szlig;ten Schweineschlachthaus Deutschlands, bei T&ouml;nnies in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck. Die Zust&auml;nde waren seit zwei Jahrzehnten bekannt, wurden aber von Bundes- und Landesregierungen und den Aufsichtsbeh&ouml;rden gedeckt &ndash; auch w&auml;hrend der Pandemie.<br>\nErst die hohe, &bdquo;&uuml;berraschende&ldquo; Infektion machte die Zust&auml;nde zum Skandal &ndash; und so verengt und vordergr&uuml;ndig sind auch die Gegenma&szlig;nahmen im Gesetzentwurf angelegt&hellip;<br>\nDer Kern der Ausbeutung der osteurop&auml;ischen Fleischarbeiter ist der Werkvertrag. Aber nicht die rechtliche Konstruktion ist das Problem. Denn es handelt sich in der Fleischindustrie in der Regel gar nicht um Werkvertr&auml;ge, sondern um betr&uuml;gerische Leiharbeit&hellip;<br>\nDer Bundesarbeitsminister umgeht diese Feststellung vollst&auml;ndig. Sie w&uuml;rde n&auml;mlich zur Folge haben, dass etwa das gute Dutzend Werkvertragsfirmen, die f&uuml;r T&ouml;nnies die Arbeiter beschafft haben, bestraft werden m&uuml;ssen, ebenso T&ouml;nnies &amp; Co wegen Beihilfe. Wer diesen Missbrauch heutiger Vertragsformen nicht benennt, ist auch nicht gegen den Missbrauch zuk&uuml;nftiger, anderer Vertragsformen gewappnet&hellip;<br>\nWenn die Bundesregierung das erpresserische Angst- und Zwangsregime jetzt nicht offenlegt, dann wird sie auch in zuk&uuml;nftiger neuer rechtlicher Gestalt diese au&szlig;errechtlichen Begleitstrukturen nicht verhindern. Zu diesem Regime geh&ouml;ren als Komplizen nicht nur die Auftraggeber T&ouml;nnies&amp;Co, sondern auch die die Landesregierungen, der Landrat, der Regierungspr&auml;sident, die Gewerbeaufsicht, die Gesundheits&auml;mter, der Zoll, die Stadtverwaltungen, die B&uuml;rgermeister &ndash; und auch z.B. die von T&ouml;nnies wie in G&uuml;tersloh jahrelang bespendete CDU ( 9 mal von 2002 &ndash; 2017 insgesamt 158.000 Euro) und die von anderen Parteien herangeholten und mit monatlich 10.000 Euro bezahlten Einflussagenten wie der ehemalige SPD-Parteivorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.<br>\n(&hellip;) Auch in den Normal-Unternehmen: Kein Arbeitsschutz<br>\nW&auml;hrend &uuml;berall in der &Ouml;ffentlichkeit die Corona-Ma&szlig;nahmen streng kontrolliert werden, ordnet der Staat in den Unternehmen weder Ma&szlig;nahmen an noch kontrolliert er die Einhaltung der als allgemein ausgegebenen Ma&szlig;nahmen &ndash; weder in der besonders gef&auml;hrdeten Fleischindustrie noch sonst in den anderen Unternehmen.<br>\nDie Lobby aus BDA und BDI hat bis heute verhindert, dass es eine bundesweite Regelung zum Schutz der Arbeitnehmer gibt. Erst Anfang Juli hat die Bundesregierung einen Entwurf vorgelegt. Der ist aber auch Anfang August immer noch nicht verabschiedet &bdquo;Auch sechs Monate nach Ausbruch der Pandemie in Deutschland fehlen Vorschriften zum Infektionsschutz im Job. Arbeitgebervertreter wehren sich gegen verbindliche Regeln.&ldquo;<br>\nAuch dies l&auml;sst daran zweifeln, ob das von Heil versprochene &bdquo;Aufr&auml;umen in der Fleischindustrie&ldquo; &uuml;ber vordergr&uuml;ndiges Skandal-Management hinausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/8918-2\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>B&auml;ckerei Kamps schr&ouml;pft Barzahler &ndash; mit R&uuml;ckenwind von EU und Bundesregierung<\/strong><br>\nDie B&auml;ckereikette Kamps hat die Mehrwertsteuersenkung im Juli zu einer Aktion gegen Barzahler genutzt. Wer bar bezahlt bekommt die Mehrwertsteuersenkung nicht weitergereicht und zahlt den alten Preis. Wer mit Karte oder kontaktlos bezahlt, bekommt Rabatt. Sogar die komplette Bargeldverweigerung in Gastst&auml;tten breitet sich bis in die Provinz aus&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Argumente sind zum Teil haneb&uuml;chen. Mein Favorit: &ldquo;Es ist logisch, transparent (bon-Pflicht) und konsequent.&rdquo; Oder: &ldquo;Auch wenn nicht erwiesen ist, dass sich Covid-Viren auf Geldscheinen und -M&uuml;nzen festsetzten k&ouml;nnen, bleibt eine Zahlung mit Karte sehr viel hygienischer, weil Bargeld generell voller Bakterien ist.&rdquo; Man k&ouml;nnte auch sagen, es ist weitgehend erwiesen, dass Viren sich nicht &uuml;ber Bargeld verbreiten. Und alles, was Menschen anfassen, ist voller Bakterien, nicht zuletzt Kartenterminals, Kugelschreiber und Pin-Pads&hellip;<br>\nPolitisch gew&uuml;nschte Barzahlerdiskriminierung<br>\nSolche Aktionen kommen nicht von ungef&auml;hr, sondern sind politisch gewollt. Es war einmal, da bekam man f&uuml;rs Barzahlen Rabatt oder Kartenzahler mussten wegen der Zusatzkosten f&uuml;r die H&auml;ndler einen Aufschlag bezahlen. Aber die EU-Kommission, die an vorderster Front im unerkl&auml;rten, heimlichen Krieg gegen das Bargeld k&auml;mpft, hat daf&uuml;r gesorgt, dass das nicht mehr geht. Regierungen und EU-Parlament haben wie &uuml;blich mitgemacht. In der Richtlinie 2015\/2366 &uuml;ber Zahlungsdienste im Binnenmarkt wird den Mitgliedstaaten aufgetragen, sicherzustellen, dass H&auml;ndler keine Aufschl&auml;ge f&uuml;r Kartenzahlungen erheben d&uuml;rfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/kamps\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;ber die konkrete Lebenssituation armer Menschen in der Gro&szlig;stadt<\/strong><br>\nFahren ohne Fahrschein<br>\n(&hellip;) Fahren ohne Ticket ist neben Ladendiebst&auml;hlen ein klassisches Armutsdelikt. Die meisten Fahrscheins&uuml;nder haben kein Geld f&uuml;r eine Fahrkarte und k&ouml;nnten ohne Nutzung der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel nicht zur Arbeit, zur Schule, zum Jobcenter, zu Verwandten und Freunden kommen. Wer erwischt wird und nicht zahlen kann, wird irgendwann eingesperrt&hellip;<br>\nDas Zauberwort f&uuml;r die juristische Auslegung des Tatbestandmerkmales beim Fahren ohne Fahrschein ist der &auml;u&szlig;erst problematische Begriff &bdquo;Erschleichen&ldquo;. Der Begriff &bdquo;Erschleichen&ldquo; beinhaltet immer das Element der T&auml;uschung oder der Manipulation und unterstellt etwas mit List erringen zu wollen. Dies kann man annehmen, wenn jemand beispielsweise Kontroll- oder Zugangssperren umgeht, was beim Fahren ohne Fahrschein aber gar nicht der Fall ist&hellip;<br>\nGrunds&auml;tzlich sollte auch nicht jedes Verhalten, das man prinzipiell bestrafen k&ouml;nnte, auch bestraft werden. Sanktionen und die Strafe selbst sind dann legitim, wenn sie insgesamt positiven Nutzen f&uuml;r die Gesellschaft bringen. Diesen positiven Nutzen f&uuml;r die Gesellschaft kann man beim Strafen f&uuml;r das Fahren ohne Fahrschein kaum konstruieren, da es sich um Bagatellf&auml;lle mit einem Wert von 2-4 Euro handelt, die Verfolgungskosten sich aber auf j&auml;hrlich rund 15 Millionen Euro belaufen&hellip;<br>\nDer Deutsche Richterbund (DRB) hat neuerdings die Wertung des Fahrens ohne Fahrschein als Straftatbestand infrage gestellt.<br>\nFahrscheinfreier &Ouml;ffentlicher Personennahverkehr<br>\nDie ganze Debatte ums Fahren ohne Fahrschein k&ouml;nnten wir uns sparen. Es ist keine utopische Zukunftsvision, den fahrscheinfreien &Ouml;ffentlichen Personennahverkehr (&Ouml;PNV) zu fordern. Es w&auml;re leicht, in der Mobilit&auml;t eine Gleichheit zu schaffen, die allen, unabh&auml;ngig von Einkommen und Verm&ouml;gen, eine Teilhabe erm&ouml;glicht. Doch auch hier kommt man &uuml;ber einige lokale Initiativen nicht hinaus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/ueber-die-konkrete-lebenssituation-armer-menschen-in-der-grossstadt-fahren-ohne-fahrschein\/#more-8914\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ecolog und die Corona-Tests<\/strong><br>\nEs w&auml;re lustig, wenn es nicht so ernst w&auml;re.<br>\nTagelange Wartezeiten, falsche Testergebnisse und 900 unidentifizierte Infizierte1: Bayern macht zur Zeit Schlagzeilen mit massiven Pannen in ihren neuen Corona-Testzentren an Flugh&auml;fen, Bahnh&ouml;fen und Autobahnen. Im Zentrum des Schlamassels steht wieder einmal Ecolog.<br>\nDas D&uuml;sseldorfer Unternehmen ist kein unbeschriebenes Blatt in Deutschland: der auf milit&auml;rische Infrastruktur spezialisierte Logistik-Dienstleister ist seit Jahren in Auslandseins&auml;tzen f&uuml;r die Bundeswehr t&auml;tig. Wie die Firma nun an den Auftrag kam, mobile Testzentren zu betreuen, ist fragw&uuml;rdig. Denn die Zusammenarbeit mit Ecolog ist seit je her gepr&auml;gt von Skandalen. Die Liste beginnt mit so schlechtem Essen, dass die Bundeswehr einen neuen Anbieter forderte und geht weiter mit flockendem Diesel im Panzer und Pink verf&auml;rbten Uniformen. Aber nicht immer ist die Unf&auml;higkeit von Ecolog so anekdotisch. Die unsachgerechte Entsorgung von Abwasser an den Bundeswehrst&uuml;tzpunkten sorgte zum Beispiel f&uuml;r die gro&szlig;fl&auml;chige Verschmutzung von Feldern in Afghanistan. Die rosa Uniformen machten die Soldt*innen im Einsatz auf Nachtsichtger&auml;ten besser sichtbar. Ein Sicherheitsrisiko, dass zur Vertragsk&uuml;ndigung f&uuml;hrte. Wer entschied die Neuausschreibung f&uuml;r sich?<br>\nBei allen Fauxpas und fatalen Fehlern schafft es Ecolog immer wieder, stattliche Ausschreibungen f&uuml;r sich zu entscheiden, h&auml;ufig sogar freih&auml;ndig statt im &ouml;ffentlichen Wettbewerb.<br>\nSo auch jetzt wieder in Bayern. Der Freistaat hatte buchst&auml;blich &uuml;ber Nacht die Einrichtung von Corona-Testzentren f&uuml;r Reiser&uuml;ckkehrende aus Risikogebieten veranlasst. Binnen 24 Stunden fand sich vor allem ehrenamtliches Personal von Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz, welche unter strapazi&ouml;sen Bedingungen die Coronatests interimsm&auml;&szlig;ig durchf&uuml;hrten. Dann sollten private Unternehmen diese Aufgabe &uuml;bernehmen. Angeboten hatte sich beispielsweise die Aichinger Ambulanz Union, welche seit Jahrzehnten f&uuml;r den M&uuml;nchner Rettungsdienst t&auml;tig ist.<br>\nBekommen hat den Auftrag: Ecolog. Und das Chaos nahm seinen Lauf, denn es gab bei weitem nicht genug Personal, um die Aufgabe zu stemmen. Ironischer Weise bat Ecolog daraufhin jene Hilfswerke um personelle Unterst&uuml;tzung, die den Job bis dahin eh schon ehrenamtlich gemacht hatten und dies, trotz &Uuml;berlastung, auch weiterhin tun, bis Ecolog seinen Auftrag anst&auml;ndig erf&uuml;llt. Das Unternehmen macht derweil Umsatz und das Virus breitet sich weiter aus. Ecolog ist das Stehaufm&auml;nnchen unter den Dienstleistern. Die Grundlage daf&uuml;r entbehrt jeder Vernunft.<br>\nNoch eine Anekdote zum Schluss: Ecolog steht schon in den Startl&ouml;chern, die n&auml;chsten Corona-Testzentren in Bayern zu &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/08\/17\/ecolog-und-die-corona-tests\/\">imi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Auml;rzte ohne Grenzen: &ldquo;Horror&rdquo; in spanischen Altenheimen<\/strong><br>\nZu schwach, zu sp&auml;t und schlecht&rdquo; ist eine Studie der spanischen &Auml;rzte ohne Grenzen &uuml;ber die Lage in den spanischen Altenheimen w&auml;hrend der Corona-Krise &uuml;berschrieben. Die Unter&uuml;berschrift: &ldquo;Das inakzeptable Elend alter Menschen w&auml;hrend COVID-19 in Spanien&rdquo; beschreibt den Inhalt einer vernichtenden Studie von Medicos Sin Fronteras (MSF).<br>\nIn Spanien wird sie von vielen Medien aufgegriffen. Sie zitieren daraus zum Beispiel die Forderung, dass das, was in Altenheimen passiert ist, &ldquo;sich nie wieder wiederholen d&uuml;rfe&rdquo;.<br>\nDie gro&szlig;e Tageszeitung El Pa&iacute;s greift vor allem den &ldquo;Mangel an Koordination unter Institutionen und das Fehlen von F&uuml;hrung&rdquo; heraus. Sie kritisiert damit auch die ihr nahestehende sozialdemokratische Regierung, die nur schwach, sp&auml;t und schlecht eingegriffen hat. Eine effektive Hilfe habe es nicht gegeben.<br>\nDurch die Unterbringung der Menschen in geschlossenen R&auml;umen und angesichts einer fehlenden medizinischen Versorgung habe sich die Ansteckung vervielfacht und die Sterblichkeit erh&ouml;ht. F&uuml;r MSF h&auml;ngt &ldquo;ein guter Teil der Schwierigkeiten mit strukturellen M&auml;ngeln sowie mit prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und K&uuml;rzungen in diesem Sektor zusammen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nEin gro&szlig;es Problem ist, wie immer in Spanien, die d&uuml;rftige und unklare Datenlage. Sch&auml;tzungen des Gesundheitsministeriums zufolge, genauere Daten gibt es nicht, sollen 27.350 alte Menschen zwischen dem 6. April und dem 20. Juni gestorben sein. Man schiebt das auf schlechte Daten aus den Regionen, eine habe nie Daten geliefert.<br>\nJetzt d&uuml;rfen sich die Leser aber nicht wundern, dass Spanien offiziell insgesamt bisher nur von 28.646 &ldquo;Coronavirustote&rdquo; angibt. Diese Zahl glaubt ohnehin niemand mehr, da alte Menschen in Altenheimen nicht getestet wurden und deshalb nicht als &ldquo;Corornavirustote&rdquo; in die Statistik einflie&szlig;en. Auch deshalb fordern namhafte Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Lancet eine unabh&auml;ngige Untersuchung der Vorg&auml;nge. Das spanische Statistikamt (INE) hat &Uuml;bersterblichkeit im Fr&uuml;hjahr allein bis zum 24. Mai schon mit fast 44.000 beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Aerzte-ohne-Grenzen-Horror-in-spanischen-Altenheimen-4873408.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Historische Isolation der USA im UNO-Sicherheitsrat<\/strong><br>\nNur eines der 15 Ratsmitglieder stimmte f&uuml;r Washingtons Antrag auf Verl&auml;ngerung des Waffenembargos gegen Iran.<br>\nSo isoliert waren die USA im Sicherheitsrat der UNO noch nie in der Geschichte der 75-j&auml;hrigen Weltorganisation: In der Nacht zum Samstag stimmte mit der Dominikanischen Republik lediglich eines der 15 Ratsmitglieder f&uuml;r den Resolutionsantrag, das im Oktober auslaufende Waffenembargo gegen Iran vollumf&auml;nglich und auf unbegrenzte Zeit zu verl&auml;ngern. Die Nein-Stimmen der beiden Vetom&auml;chte Russland und China h&auml;tten bereits zur Ablehnung des Antrages ausgereicht. Doch alle &uuml;brigen elf Ratsmitglieder enthielten sich der Stimme. F&uuml;r die Annahme einer Resolution im Sicherheitsrat sind laut UNO-Charta mindestens neun Ja-Stimmen erforderlich. Die Isolation der USA ist umso bemerkenswerter, als die Trump-Administration w&auml;hrend der seit Anfang 2020 laufenden Verhandlungen &uuml;ber eine Verl&auml;ngerung des Waffenembargos gegen Iran massiven Druck auf die anderen 14 Ratsmitglieder aus&uuml;bte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Historische-Isolation-der-USA-im-UNO-Sicherheitsrat\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein historisches Ereignis: Gedenkflug &uuml;ber Dachau<\/strong><br>\nKampfflugzeuge der deutschen und israelischen Luftwaffe fliegen gemeinsam &uuml;ber Dachau, um an die Opfer des KZ zu erinnern. Es ist ein historisches Man&ouml;ver.<br>\nAm vergangenen Montag wurde im nordrhein-westf&auml;lischen N&ouml;rvenich Geschichte geschrieben: Erstmals landeten Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe auf deutschem Boden. Im Rahmen der gemeinsamen &Uuml;bung &ldquo;Blue Wings&rdquo; der israelischen und deutschen Luftwaffe wurden sechs israelische Kampfjets nach Deutschland verlegt. Zwei von ihnen werden als Teil einer Formation an diesem Dienstagvormittag auch &uuml;ber Dachau und weiter zum Fliegerhorst nach F&uuml;rstenfeldbruck fliegen. Mit der Veranstaltung soll dem Olympiaattentat von 1972 sowie den Opfern des Holocausts gedacht werden.<br>\n&ldquo;Nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa ist es ein bewegendes Zeichen unserer heutigen Freundschaft, dass wir erstmals in unserer Geschichte Seite an Seite mit der israelischen Luftwaffe fliegen&rdquo;, sagt der Inspekteur der deutschen Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz. Gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen, Generalmajor Amikam Norkin, wird er gegen zehn Uhr vormittags an der Spitze der Formation in einem F&uuml;hrungsflugzeug an der Dachauer KZ-Gedenkst&auml;tte vorbeifliegen. Flankiert wird dieses Flugzeug von je zwei deutschen Eurofightern und zwei israelischen F-16 Kampfflugzeugen. Wichtig bei der Routenwahl ist das &ldquo;vorbei&rdquo; &ndash; denn deutsche Kampfjets sollen nicht direkt &uuml;ber das ehemalige KZ-Gel&auml;nde fliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/dachau\/dachau-kz-luftwaffe-1.5001818\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Was hier die S&uuml;ddeutsche Zeitung berichtet, ist eigentlich ein unglaublicher Vorgang. Es ist die Militarisierung des Gedenkens an die Verbrechen und die In Dachau und anderen Konzentrationslagern ermordeten Menschen. Es ist die Degradierung der gew&auml;hlten Politiker und im konkreten Fall der Deutschen Verteidigungsministerin. Es zeugt vom Grad der milit&auml;rischen Albernheit unsere Spitzenmilit&auml;rs auf deutscher und israelischer Seite. Und es zeugt schlie&szlig;lich vom Absturz der S&uuml;ddeutschen Zeitung in die Gedankenlosigkeit. So eine unreflektierte Lobhudelei h&auml;tte die Redaktion nie durchgehen lassen d&uuml;rfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Belarus, T&uuml;rkei: Was Maas verschweigt<\/strong><br>\nDas Krisentreffen der EU-Au&szlig;enminister zu Belarus und der T&uuml;rkei verlief nicht so harmonisch, wie es Au&szlig;enminister Maas suggeriert. Sogar das wichtigste Ergebnis &ndash; neue Sanktionen gegen Belarus &ndash; ist umstritten.<br>\n&ldquo;EU bringt Sanktionen gegen Belarus auf den Weg&rdquo;, meldete dpa nach der Videokonferenz am Freitag. &ldquo;Wir verteidigen unsere Werte auch jenseits unserer Au&szlig;engrenze&rdquo;, die EU habe Geschlossenheit demonstriert, erkl&auml;rte Maas am Sonntag per Twitter.<br>\nDoch das stimmt so nicht. Folgt man griechischen, franz&ouml;sischen und britischen Berichten, so gab es vor der Einigung auf Sanktionen massiven Streit &uuml;ber die Frage, ob die EU auch Strafma&szlig;nahmen gegen die T&uuml;rkei einleiten oder androhen sollte &ndash; wegen der Gasbohrungen im Mittelmeer.<br>\nDies hat Griechenland gefordert, konnte sich aber nicht durchsetzen. Als Reaktion habe Athen letztlich auch nicht die Sanktionen gegen Belarus mitgetragen, berichtet T. Nuttall vom &ldquo;Economist&rdquo;. Die EU habe sich auch nicht auf ein gemeinsames Statement zu Belarus einigen k&ouml;nnen.<br>\nTats&auml;chlich gibt es keinen formellen Beschlu&szlig;, sondern nur eine Zusammenfassung des Au&szlig;enbeauftragten Borrell. Das passiert immer, wenn sich die EU nicht einig ist, dies nach au&szlig;en aber nicht kenntlich machen will. In der Frage der Sanktionen ist genau dies passiert.<br>\nStreng genommen hat die EU denn auch keine Strafma&szlig;nahmen gegen Belarus beschlossen, sondern nur einen Pr&uuml;fauftrag an Borrell und seinen Stab erteilt. Sie tritt auch nicht geschlossen f&uuml;r einen &ldquo;Dialog&rdquo; mit Erdogan ein, wie dies Maas und Borrell darstellen.<br>\nVielmehr sind die Mittel der T&uuml;rkei-Politik extrem umstritten. Sie reichen von Appeasement &agrave; la Maas bis hin zu milit&auml;rischem Druck, wie ihn Frankreichs Pr&auml;sident Macron praktiziert. Dass die Bundesregierung Macrons Kurs nur &ldquo;zur Kenntnis&rdquo; nahm, sorgte &uuml;brigens in Paris f&uuml;r Irritationen.<br>\nUm den Streit beizulegen, reist Merkel in der kommenden Woche auf Macrons Sommersitz nach S&uuml;dfrankreich. Auch das zeigt, wie gro&szlig; die Spannungen sind &ndash; und wie wenig die Au&szlig;enminister geschafft haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/belarus-tuerkei-was-maas-verschweigt\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie stehen USA und Verb&uuml;ndete zu den Parlamentswahlen in Venezuela?<\/strong><br>\n(&hellip;) Washington. Die USA haben mit etwa 30 weiteren Staaten als &ldquo;Gruppe besorgter L&auml;nder&rdquo; eine gemeinsame Erkl&auml;rung ver&ouml;ffentlicht, die &ldquo;alle Venezolaner aller ideologischen Tendenzen und Parteizugeh&ouml;rigkeiten&rdquo; aufruft, f&uuml;r die Einsetzung einer &ldquo;inklusiven &Uuml;bergangsregierung&rdquo; aktiv zu werden. Diese solle &ldquo;freie und faire Pr&auml;sidentschaftswahlen&rdquo; in dem s&uuml;damerikanischen Land ausrichten.<br>\nDie Erkl&auml;rung folgt anhaltenden Bem&uuml;hungen der USA, der Europ&auml;ischen Union und verschiedener lateinamerikanischer Regierungen, die in der sogenannten Lima-Gruppe zusammengeschlossen sind, den venezolanischen Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro zu st&uuml;rzen. Dessen Amtszeit geht bis 2025&hellip;<br>\nDie extremen Kr&auml;fte der Opposition haben bereits einen Boykott der Parlamentswahlen und eine Ablehnung deren Ergebnisse verk&uuml;ndet. Die &ldquo;besorgten L&auml;nder&rdquo; hingegen bezeichnen diese Wahlen &ldquo;allein&rdquo; als nicht ausreichend f&uuml;r eine politische L&ouml;sung der Krise. Eine ausdr&uuml;ckliche Ablehnung ist in der gemeinsamen Erkl&auml;rung nicht enthalten.<br>\nDer angek&uuml;ndigte Wahlboykott wird offenkundig auch bei strikt gegen die amtierende Regierung eingestellten Kreisen unterschiedlich eingesch&auml;tzt&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Oppositionspolitiker und Vertraute des selbsternannten Interimspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute;, Julio Borges, schlussfolgerte daraus: &ldquo;Mit dieser gemeinsamen Erkl&auml;rung befindet sich zum ersten Mal die gesamte freie Welt in Bezug auf Venezuela auf derselben Seite und fordert einen demokratischen &Uuml;bergang, der zu freien Pr&auml;sidentschaftswahlen f&uuml;hrt.&rdquo;&hellip;<br>\nF&uuml;r seine Regierung &auml;u&szlig;erte sich Venezuelas Au&szlig;enminister Jorge Arreaza nur kurz dazu und bezeichnete sie als &ldquo;spleenig&rdquo;, &ldquo;absurd&rdquo; und &ldquo;einmischend&rdquo;&hellip;<br>\nUnterdessen hat die venezolanische Wahlbeh&ouml;rde den internationalen diplomatischen Vertretungen in der Hauptstadt Caracas eine Einladung zur Beobachtung der Wahlen im Dezember zugestellt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/08\/242669\/positionen-parlamentswahlen-venezuela\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Spannungen im &ouml;stlichen Mittelmeer spitzen sich zu<\/strong><br>\nIm &ouml;stlichen Mittelmeer nehmen die Spannungen zwischen der T&uuml;rkei und Griechenland zu. Die franz&ouml;sische und die griechische Marine unternahmen am Donnerstag eine gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bung als Signal im Streit um Explorationsrechte von Gas und &Ouml;l&hellip;<br>\nEinigen Berichten zufolge hatte es eine seitliche Kollision zwischen einer griechischen und einer t&uuml;rkischen Fregatte gegeben. Andere berichteten, eine griechische Fregatte habe eines der Begleitschiffe der &bdquo;Oruc Reis&ldquo; seitlich touchiert. Aus Athen wurden die Ger&uuml;chte zun&auml;chst weder best&auml;tigt noch dementiert.<br>\nNach Berichten des griechischen Staatsfernsehens fanden zudem umfangreiche Man&ouml;ver griechischer und franz&ouml;sischer Kriegsschiffe s&uuml;dlich von Kreta statt. Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron hatte zuvor angek&uuml;ndigt, die franz&ouml;sische Milit&auml;rpr&auml;senz im &ouml;stlichen Mittelmeer zu verst&auml;rken. Frankreich hat wie die EU die T&uuml;rkei aufgefordert, Bohrungen nach &Ouml;l und Gas in umstrittenen Gew&auml;ssern zu stoppen&hellip;<br>\nSeit Anfang der Woche sucht die &bdquo;Oruc Reis&ldquo; s&uuml;dlich von Rhodos und der kleinen Insel Kastelorizo nach Erdgas. Die T&uuml;rkei beansprucht damit ein Gebiet, das eigentlich zur Ausschlie&szlig;lichen Wirtschaftszone (AWZ) Griechenlands geh&ouml;rt. Kastelorizo ist nur rund zwei Kilometer vom t&uuml;rkischen Festland entfernt, geh&ouml;rt aber wie Rhodos zu Griechenland&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stol.it\/artikel\/politik\/spannungen-im-oestlichen-mittelmeer-spitzen-sich-zu\">stol.it<\/a>\n<p><strong>Dazu: Schweiz will im Gasstreit zwischen T&uuml;rkei und Griechenland vermitteln<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Au&szlig;enminister zeigt sich gespr&auml;chsbereit &ndash; In Br&uuml;ssel wird der Ton gegen&uuml;ber der T&uuml;rkei rauer<br>\nBern &ndash; Die Schweiz will im Konflikt zwischen Griechenland und der T&uuml;rkei um Gasvorkommen im &ouml;stlichen Mittelmeer vermitteln. Der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t &Ccedil;avu&#351;o&#287;lu sagte am Freitag bei einem Besuch in Bern, sein Land stimme dem Angebot grunds&auml;tzlich zu.<br>\nGriechenland fordert er auf, von weiteren Provokationen des t&uuml;rkischen Explorationsschiffs abzusehen, dass in der umstrittenen Region nach Gas- und &Ouml;lvorkommen sucht. Pr&auml;sident Tayyip Erdo&#287;an drohte mit Vergeltung, sollte das Schiff attackiert werden. Inmitten der wachsenden Spannungen sind offenbar k&uuml;rzlich zwei Kriegsschiffe beider Seiten in der Region kollidiert. Dies sch&uuml;rte die Furcht vor einer kriegerischen Auseinandersetzung&hellip;<br>\nKonflikt sorgt f&uuml;r Unruhe in der EU<br>\nDie Zuspitzung des Streits sorgt jedenfalls in der EU zunehmend f&uuml;r Besorgnis. Bei Gespr&auml;chen der EU-Au&szlig;enminister wurde an diesem Freitagnachmittag beraten, wie die EU den betroffenen Mitgliedstaaten Griechenland und Zypern noch st&auml;rker unter die Arme greifen k&ouml;nnte. Zur Debatte steht auch eine Versch&auml;rfung von Sanktionen.<br>\nDer EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell hatte nach dem letzten Ministerrat im Juli bereits die Vorbereitung weiterer Strafma&szlig;nahmen gegen die T&uuml;rkei angek&uuml;ndigt. Diese k&ouml;nnten beschlossen werden, wenn Ankara seine als illegal erachteten Erdgas-Erkundungen im &ouml;stlichen Mittelmeer noch einmal ausweite, hie&szlig; es damals.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000119367978\/schweiz-will-im-gasstreit-zwischen-tuerkei-und-griechenland-vermitteln\">Der Standard<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Macron hat bereits gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bungen der franz&ouml;sischen und griechischen Streitkr&auml;fte im &ouml;stlichen Mittelmeer in die Wege geleitet. <\/em><\/p>\n<p><em>Zudem sind inzwischen zwei franz&ouml;sische Rafaele-Kampfflugzeuge auf Zypern gelandet.  Die griechischen Streitkr&auml;fte sind in h&ouml;chster Alarmbereitschaft. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Spannungen zwischen Frankreich und der T&uuml;rkei spielen sich auch vor dem Hintergrund gegens&auml;tzlicher Interessen in Libyen ab. Frankreich, das 2011 federf&uuml;hrend am Sturz von Ghaddafi beteiligt war, unterst&uuml;tzt derzeit in Libyen zusammen mit &Auml;gypten und Russland die Streitkr&auml;fte von Chalifa Haftar gegen die von Italien und der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzte GNA von Fayez al-Sarraj in der libyschen Hauptstadt Tripolis, welche derzeit gegen die Hafenstadt Sirte vorr&uuml;cken. Auch hier geht es um Erd&ouml;l und Seegebietsanspr&uuml;che im Mittelmeer, die sich beide Seiten sichern wollen. Und auch Israel mischt mit und hat sich auf die Seite von Griechenland und damit von Frankreich und Russland geschlagen. Alles h&auml;ngt mit Allem zusammen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Keiner schaut nach Afrika<\/strong><br>\nGisela Schneider wirft so schnell nichts aus der Bahn. Sie hat als &Auml;rztin in Uganda gearbeitet, zu Aids, HIV und Malaria geforscht. Aber die Folgen der Corona-Krise in Teilen Afrikas lassen ihr keine Ruhe. Auch, weil dort gerade kaum einer hinschaut&hellip;.<br>\nFrau Schneider, was macht Ihnen so gro&szlig;e Sorgen?<br>\nJetzt wo die ganze Welt auf die Corona-Pandemie fokussiert ist, nehmen die Vertreibungen und die Gewalt im Ostkongo, wo wir arbeiten, ganz neue Ausma&szlig;e an. Rund 300.000 Binnenfl&uuml;chtlinge in ein paar Monaten in der Ituri-Region zeigen das ganze Ausma&szlig;. Mich schockiert die ungeheure Brutalit&auml;t, mit der vorgegangen wird. Uns erreichen Berichte &uuml;ber sehr gro&szlig;e Grausamkeiten, die mit einem normalen Konflikt einfach nicht mehr zu erkl&auml;ren sind&hellip;<br>\nHier erf&auml;hrt man so gut wie nichts von diesen Vorg&auml;ngen?<br>\nJa, all das ist in Zeiten von Corona weit in den Hintergrund ger&uuml;ckt. International nimmt kaum jemand die Vorg&auml;nge im Kongo wahr. Schon bei seinem Besuch in Deutschland 2019, in dessen Rahmen Denis Mukwege auch von Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann empfangen wurde, hat der Friedensnobelpreistr&auml;ger einen dramatischen Appell an die Bundesregierung gerichtet, sich f&uuml;r ein Ende der Gewalt im Ostkongo einzusetzen. Das scheint niemanden mehr zu interessieren. Wie es scheint, kann der Kampf um die Rohstoffe, wie Coltan f&uuml;r die Mobiltelefone oder auch Kobalt, ungest&ouml;rt weitergef&uuml;hrt werden. F&uuml;r die Betroffenen, die um ihr Leben f&uuml;rchten und in existenziellen N&ouml;ten sind, wirkt aus dieser Perspektive die Bedrohung durch Corona sehr klein&hellip;.<br>\nAber die L&auml;nder haben auch strenge Ma&szlig;nahmen ergriffen?<br>\nViele L&auml;nder haben strikte Lockdowns angeordnet, als die Epidemie in Europa begann. Grenzen und Flugh&auml;fen wurden geschlossen. Als zum Beispiel die Grenze zwischen Ruanda und dem Kongo geschlossen wurde, verloren viele Menschen von einem Tag auf den anderen die M&ouml;glichkeit zu arbeiten, G&uuml;ter zu verkaufen und sich das &Uuml;berleben zu sichern. Am Ende werden mehr Menschen an der Zunahme von Hunger und Armut leiden und sterben als direkt an der Krankheit. Weltweit leiden die &Auml;rmsten am meisten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/489\/keiner-schaut-nach-afrika-6929.html\">kontext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Um rassistische Ungleichheit zu bek&auml;mpfen, m&uuml;ssen wir die Macht der Konzerne angreifen<\/strong><br>\n(&hellip;) Aber Unternehmen sind von dem Anspruch getrieben, ihre Profite zu maximieren. Es ist dieser Antrieb &ndash; nicht das Fehlen anti-rassistischer &Uuml;berzeugungen &ndash;, der letztlich ethnische Hierarchien immer weiter verfestigt (und h&auml;ufig vertieft). Vom Umweltrassismus bis hin zur &raquo;raffgierigen Vereinnahmung&laquo; des Wohnungsmarktes ist es der Daseinsgrund der Konzerne an sich, der sie dazu bringt, die Lebensperspektive der Schwarzen in der US-Bev&ouml;lkerung zu schm&auml;lern. Um gegen Rassismus vorzugehen, muss man gegen die Macht der Konzerne vorgehen.<br>\n(&hellip;) &raquo;In einer Gesellschaft mit tiefgehenden ethnischen Ungleichheiten wie den USA werden die grunds&auml;tzlichen Aufgaben des Marktes daf&uuml;r sorgen, dass sich an der brutalen Diskriminierung in unserer Gesellschaft nur wenig &auml;ndert.&laquo;&hellip;<br>\nOhne Eingriffe von au&szlig;en werden Firmen nicht aufh&ouml;ren, die Arbeitskr&auml;fte auszubeuten, die sich am wenigsten dagegen wehren k&ouml;nnen, die Wohnviertel mit den am meisten gef&auml;hrdeten Menschen zu pl&uuml;ndern und ihre Kosten denjenigen aufzub&uuml;rden, die sie am wenigsten daran hindern k&ouml;nnen. In einer Gesellschaft mit tiefgehenden ethnischen Ungleichheiten wie den USA werden die grunds&auml;tzlichen Aufgaben des Marktes daf&uuml;r sorgen, dass sich an der brutalen Diskriminierung in unserer Gesellschaft nur wenig &auml;ndert.<br>\nDer Weg nach vorne kann deshalb nicht darin bestehen, den F&uuml;hrungskr&auml;ften von Blackstone oder der Bank of America geh&ouml;rig ins Gewissen zu reden. Zu welch d&uuml;nnen Verpflichtungen f&uuml;r soziale Gerechtigkeit diese Konzerne sich dann auch immer gen&ouml;tigt sehen, nichts wird sie je davon abhalten, bei jeder sich bietenden Gelegenheit Profite zu machen. Einzig eine riesige Volksbewegung, die es sich zum Ziel setzt, die Macht der Konzerne einzud&auml;mmen, kann Unternehmen dazu bringen, &bdquo;das Richtige zu tun&ldquo;.<br>\nKurz vor seiner Ermordung hatte Dr. Martin Luther King Jr. vor streikenden Arbeitern in der Abfallwirtschaft die Frage gestellt: &raquo;Was ist Macht? Der Gewerkschaftsf&uuml;hrer Walter Reuther sagte einst, dass &rsaquo;Macht die F&auml;higkeit von Gewerkschaften wie der UAW ist, den m&auml;chtigsten Konzern der Welt &ndash; General Motors &ndash; dazu zu bringen, ja zu sagen, wenn er eigentlich nein sagen will&lsaquo;&laquo;. Heute sind viele Konzerne mit Freuden bereit, ja zu Slogans f&uuml;r Black Lives zu sagen. Aber um ihre ethnischen Pl&uuml;nderungen zu stoppen, m&uuml;ssen sie gezwungen werden, mit ihrem erbarmungslosen Profitstreben aufzuh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/ungleichheit-rassismus-konzerne-blackstone-kapitalismus\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-63889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=63889"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63889\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63892,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63889\/revisions\/63892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=63889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=63889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=63889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}