{"id":63949,"date":"2020-08-21T08:05:24","date_gmt":"2020-08-21T06:05:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949"},"modified":"2020-08-21T07:29:07","modified_gmt":"2020-08-21T05:29:07","slug":"hinweise-des-tages-3680","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h01\">Spahn finanzierte Villen-Kauf zum Teil mit einem Sparkassen-Kredit &mdash; zuvor sa&szlig; er jahrelang im Verwaltungsrat der Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h02\">Kann er Kanzler? Olaf Scholz &ndash; ein kritisches Portr&auml;t &uuml;ber den Kanzlerkandidaten der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h03\">Verlust der Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac: Weisung kam vom Bundesfinanzministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h04\">Wei&szlig;russland und der Westen &ndash; eine Lageeinsch&auml;tzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h05\">Ungleichheit: Superreiche an Corona-Kosten beteiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h06\">Reisebeschr&auml;nkungen in der EU: Alarm ohne Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h07\">Inflation in Zeiten von COVID-19<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h08\">Hauptsache Maske!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h09\">Kampagne f&uuml;r Grippeimpfung &ndash; eine Hoffnung ohne grosse Evidenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h10\">Recht auf Homeoffice: Arbeit und Freizeit m&uuml;ssen klar getrennt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h11\">Bundesregierung l&auml;sst sich mit Vorschl&auml;gen des Datenschutzbeauftragten Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h12\">Kommentar: Digitale Souver&auml;nit&auml;t zum Schn&auml;ppchenpreis &ndash; von Europa und Mozilla<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h13\">Putsch in Mali<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63949#h14\">Prek&auml;r und schlecht bezahlt: Ikone ist ein klassischer Frauenjob<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Spahn finanzierte Villen-Kauf zum Teil mit einem Sparkassen-Kredit &mdash; zuvor sa&szlig; er jahrelang im Verwaltungsrat der Bank<\/strong><br>\nNachdem Business Insider vergangene Woche berichtet hatte, dass Spahn ein Haus f&uuml;r mehr als vier Millionen Euro gekauft hat, meldete sich auch sein Anwalt zu Wort. In einem Schreiben erkl&auml;rte der Jurist, dass die Berichterstattung unwahr und unzul&auml;ssig sei. Nach R&uuml;cksprache mit seinem Mandanten habe der Kaufpreis &bdquo;unter vier Millionen Euro&ldquo; gelegen. Der Anwalt des Ministers forderte Business Insider auf, den Artikel &uuml;ber die private Angelegenheit von Spahn wieder zu l&ouml;schen.<br>\nDaraufhin ver&ouml;ffentlichte Business Insider als Beleg die exakte Summe aus dem Kaufvertrag, den Spahn und sein Ehemann am 21. Juli 2020 beim Notar unterschrieben haben: 4,125 Millionen Euro.<br>\nEinige Stunden sp&auml;ter meldete sich Spahns Anwalt erneut. Nur aufgrund eines &bdquo;Kommunikationsversehens&ldquo; sei der Jurist davon ausgegangen, &bdquo;dass der Kaufpreis f&uuml;r die betreffende Immobilie tats&auml;chlich nicht &sbquo;mehr als vier Millionen Euro&lsquo; betragen habe&ldquo;, schrieb er. &bdquo;Insoweit halten wir nicht mehr daran fest, dass die entsprechende Behauptung wahrheitswidrig sei.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/spahn-finanzierte-villen-kauf-zum-teil-mit-einem-sparkassen-kredit-zuvor-sass-er-jahrelang-im-verwaltungsrat-der-bank\/\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Brisant ist auch die Auswahl des Kreditinstituts, das den Kunden Spahn als einen Ausnahmefall einstuft. Warum? Weil er mal im Verwaltungsrat dieser Sparkasse gesessen hat? Dass Jens Spahn Millionen f&uuml;r einen Hauskauf ausgibt, ist auch keine private Angelegenheit. Er geh&ouml;rt einer Regierung an, die Hartz IV und Niedrigl&ouml;hne offen duldet und selbst sogar behauptet hat, mit den Sozialleistungen habe man alles, was man braucht. Ein Minister, der sich so verh&auml;lt und eine kritische Berichterstattung mit unwahren Behauptungen zu unterbinden versucht, handelt unanst&auml;ndig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kann er Kanzler? Olaf Scholz &ndash; ein kritisches Portr&auml;t &uuml;ber den Kanzlerkandidaten der SPD<\/strong><br>\nDer Finanzminister sieht sich als der nat&uuml;rliche Nachfolger von Angela Merkel im Kanzleramt. Doch seine Partei und die eigenen Defizite erschweren den Weg dorthin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp2.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kann-er-kanzler-olaf-scholz-ein-kritisches-portraet-ueber-den-kanzlerkandidaten-der-spd\/26106816.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein erstaunlich informativer Artikel des Handelsblatts &uuml;ber den Kanzler Kandidaten der SPD, mit Haken und &Ouml;sen aber trotzdem interessant.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verlust der Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac: Weisung kam vom Bundesfinanzministerium<\/strong><br>\nHessen wollte nicht, aber die Weisung kam von oben: Wir ver&ouml;ffentlichen das Schreiben des Bundesfinanzministeriums, das letztlich zur Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit von attac f&uuml;hrte &ndash; und zu einem fatalen Urteil. Das Ministerium hatte sich lange gegen die Herausgabe gewehrt.<br>\nDas Hessische Finanzministerium entzieht dem Verein attac 2014 seine Gemeinn&uuml;tzigkeit, attac klagt dagegen und gewinnt etwas mehr als zwei Jahre danach beim Hessischen Finanzgericht. Fertig. W&auml;re es nach dem Hessischen Finanzministerium und nach attac gegangen, h&auml;tten das Frankfurter Finanzamt und der globalisierungskritische Verein im Fr&uuml;hjahr 2017 ihren Rechtsstreit beerdigt.<br>\nAttac h&auml;tte wieder als gemeinn&uuml;tzig gegolten, h&auml;tte wieder Spenden sammeln und damit Kampagnen finanzieren k&ouml;nnen. Im Mai 2017 allerdings, wenige Tage vor Ende der Beschwerdefrist, erreichte den Leiter der Steuerabteilung im Hessischen Ministerium ein Brief mit einer klaren Weisung: Das Ministerium m&uuml;sse Beschwerde gegen die Entscheidung beim Bundesfinanzhof einlegen. Unterzeichnet ist das Schreiben von einem weiteren Leiter der Steuerabteilung &ndash; des vorgesetzten Bundesfinanzministeriums.<br>\nWie aus der Weisung des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, die wir nach Medienberichten und einer Anfrage mit dem Informationsfreiheitsgesetz ver&ouml;ffentlichen, &uuml;berstimmten Beamte aus Berlin ihre Kollegen aus Hessen. Sie sorgten daf&uuml;r, dass das Hessische Finanzministerium einen Tag sp&auml;ter hastig Beschwerde einreichen lie&szlig; &ndash; und letztlich der Bundesfinanzhof im Jahr 2019 das Urteil des Frankfurter Finanzgerichts aufhob. Seit dem Urteil sind viele weitere Vereine davon bedroht, ihre Gemeinn&uuml;tzigkeit zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2020\/08\/20\/attac-gemeinnuetzigkeit-weisung-finanzministerium\/\">Frag den Staat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wei&szlig;russland und der Westen &ndash; eine Lageeinsch&auml;tzung<\/strong><br>\nDie Vorg&auml;nge in Wei&szlig;russland erinnern an die Ukraine. Die Solidarit&auml;tsbekundungen aus der EU deuten auf eine tiefere Einflussnahme hin. Denn Wei&szlig;russland ist strategisch zu bedeutend, um die Entwicklungen dort tats&auml;chlich einer B&uuml;rgerbewegung zu &uuml;berlassen.<br>\nEs vergeht kaum eine Stunde ohne neue Wendungen in Wei&szlig;russland. Hat Pr&auml;sident Lukaschenko Neuwahlen bisher vehement abgelehnt, bietet er jetzt Neuwahlen nach einem Verfassungsreferendum an und er hat gegen&uuml;ber der Opposition seine Bereitschaft signalisiert, die Wahlausz&auml;hlung zu wiederholen. Die Opposition fordert hingegen die &Uuml;bergabe der Macht und bietet im Gegenzug Sicherheitsgarantien f&uuml;r Lukaschenko an. Der kompromisslose Ton, den die Sprecherin der Pr&auml;sidentschaftskandidatin Tichanowskaja in diesem Video anschl&auml;gt wirkt sehr vertraut. Er weist auf &auml;hnliche westliche Einflusskan&auml;le hin, die auch in der Ukraine wirksam waren.<br>\nDie jetzt nach Litauen geflohene Swetlana Tichanowskaja beansprucht das Pr&auml;sidentenamt f&uuml;r sich. Erw&auml;hnenswert an der Personalie Tichanowskaja ist das Fehlen jeder politische Erfahrung. Sie bleibt in ihrem politischen Profil relativ blass. Wie der Journalist Ulrich Heyden auf den Nachdenkseiten ausf&uuml;hrt, will sie h&ouml;here Renten und h&ouml;here L&ouml;hne, eine Privatisierung der Bildung und Unterst&uuml;tzung von Gesch&auml;ftsleuten. Ihre zentrale und wichtigste politische Forderung bildet daher lediglich die Abl&ouml;sung von Lukaschenko als Pr&auml;sident. F&uuml;r was sie selbst steht, bleibt unscharf. Dass sich hinter der politisch unerfahrenen Tichanowskaja ein westlicher Beraterstab sammelt, der sie unterst&uuml;tzt und f&uuml;hrt, kann angenommen werden. Der Ton ihrer Sprecherin Olga Kowalkowa l&auml;sst auf eine Schulung in westlichen NGOs schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/105707-weissrussland-und-westen-lageeinschatzung\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ungleichheit: Superreiche an Corona-Kosten beteiligen<\/strong><br>\nDie wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise sind immens. Doch sie treffen keineswegs alle gleich: W&auml;hrend viele um ihren Arbeitsplatz bangen oder in Kurzarbeit mit viel weniger Geld &uuml;ber die Runden kommen m&uuml;ssen, leben andere nach wie vor in gro&szlig;em Reichtum. Warum es jetzt einen Kurswechsel in der Steuerpolitik braucht, erkl&auml;rt der DGB-klartext.<br>\nNeueste Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung kommen zu dem Ergebnis, dass die Verm&ouml;gen hierzulande noch ungleicher verteilt sind als bisher angenommen. Demnach verf&uuml;gen die 10 Prozent reichsten Personen &uuml;ber 67,3 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens. Auf der anderen Seite besitzt die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung gerade einmal 1,3 Prozent des Verm&ouml;gens. Das reichste Prozent verf&uuml;gt &uuml;ber mehr als ein Drittel des Verm&ouml;gens. Bisher nahm man an, dass diese erlauchte Gruppe &bdquo;lediglich&ldquo; etwas mehr als ein F&uuml;nftel ihr Eigen nennen durfte.<br>\nNicht nur die Verm&ouml;gen, auch die Einkommen sind sehr ungleich verteilt. W&auml;hrend Top-Manager und Spitzenverdiener von Jahr zu Jahr ein gr&ouml;&szlig;eres St&uuml;ck des Kuchens erhalten, reicht bei vielen das Geld nicht bis zum Monatsende. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass die Armutsgefahr hierzulande so hoch wie nie zuvor ist. Als arm gilt jemand, wenn er oder sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) zur Verf&uuml;gung hat. F&uuml;r eine alleinlebende Person bedeutet dies 1.074 Euro monatlich, f&uuml;r einen Haushalt mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern 2.256 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++128a3766-e21a-11ea-9dc2-001a4a16011a\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Reisebeschr&auml;nkungen in der EU: Alarm ohne Plan<\/strong><br>\nDie EU warnt vor steigenden Coronazahlen. Doch eine gemeinsame Strategie bei Reisebeschr&auml;nkungen fehlt. Jedes Land macht seins. F&uuml;nf Beispiele.<br>\nEuropa droht eine neue Coronakrise. Nach Spanien und Frankreich verzeichnet nun auch Deutschland einen massiven Anstieg der Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheits&auml;mter am Donnerstag 1.707 neue Ansteckungen, den h&ouml;chsten Wert seit Ende April. Auch in anderen EU-L&auml;ndern gehen die Zahlen steil nach oben.<br>\nIn Berlin und Br&uuml;ssel schrillen nun die Alarmglocken, dabei hat es an Warnungen nicht gefehlt. Schon am 10. August hat die europ&auml;ische Pr&auml;ventionsbeh&ouml;rde ECDC vor einer zweiten Welle gewarnt und entschiedenes Gegensteuern gefordert. Die Gefahr einer &bdquo;Eskalation&ldquo; sei &bdquo;sehr hoch&ldquo;, wenn keine geeigneten Ma&szlig;nahmen eingeleitet w&uuml;rden, so die EU-Experten. Doch von einer entschlossenen und koordinierten Reaktion kann keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Reisebeschraenkungen-in-der-EU\/!5702955\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Inflation in Zeiten von COVID-19<\/strong><br>\nDer Lockdown im M&auml;rz 2020 hatte drastische Folgen f&uuml;r viele, und die Bew&auml;ltigung der Krise wird uns noch lange besch&auml;ftigen. Im Rahmen der umfassenden nationalen und europ&auml;ischen Krisenbew&auml;ltigungsma&szlig;nahmen sch&uuml;ren manche die Angst vor hohen Inflationsraten. Die Einsch&auml;tzungen der meisten ExpertInnen deuten jedoch auf mittelfristig eher sinkende Preise hin. Die Deflationstendenz sollte mit allen Mitteln bek&auml;mpft werden, damit ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden kann.<br>\nSind die Sorgen vor steigender Inflation berechtigt?<br>\nManche &Ouml;konomInnen warnen vor hohen Inflationsraten, die uns in Zukunft noch bevorstehen w&uuml;rden. Sie argumentieren dies h&auml;ufig mit den umfangreichen und kreditfinanzierten Rettungs- und Konjunkturpaketen und mit der Ausweitung der Notenbankbilanzen im Rahmen ausgedehnter Anleihek&auml;ufe. Der Hintergrund der Warnungen dieser ExpertInnen k&ouml;nnte aber auch in einer reflexartigen Ablehnung expansiver Fiskalpolitik (Konjunkturpakete) liegen. Ihre Pr&auml;ferenzen liegen in der Austerit&auml;tspolitik, die bereits in der letzten Finanzkrise 2008 verheerende wirtschaftliche und politische Folgen hatte.<br>\nDie meisten ExpertInnen sind sich jedoch einig, dass genau entgegengesetzte Tendenzen eintreten werden, n&auml;mlich das Stagnieren oder sogar Sinken der Preise. Das birgt die Gefahr des Auftretens von &bdquo;Attentismus&ldquo;. Gemeint ist damit, dass KonsumentInnen sich in Erwartung sinkender Preise in starker Nachfragezur&uuml;ckhaltung &uuml;ben. Dies f&uuml;hrt zu Insolvenzen und einer weiteren Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit. Wenn sich diese Vorg&auml;nge wiederholen und gegenseitig verst&auml;rken, entsteht eine Deflationsspirale. Das Beispiel Japan zeigt, dass eine solche Spirale ein Land &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum fesseln kann.<br>\nDaher ist ein rasches Handeln zur Stabilisierung der Wirtschaft und der Besch&auml;ftigung notwendig. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) verfolgt ein Inflationsziel von knapp unter 2 Prozent. Gem&auml;&szlig; diesem Ziel muss sie auch &uuml;ber expansive Geldpolitik aktiv eine Deflation verhindern &ndash; was deutlich einfacher ist als das sp&auml;tere Entfliehen aus einer einmal in Gang gesetzten Deflationsspirale.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/inflation-in-zeiten-von-covid-19\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hauptsache Maske!?<\/strong><br>\nF&uuml;r Schutzmasken gibt es Normen, die ohne Wenn und Aber bis Ende letzten Jahres eingehalten werden mussten und ohne deren Erf&uuml;llung (medizinische) sie in Deutschland nicht verkauft werden durften. Vor einem Jahr w&auml;re es ein Skandal gewesen, wenn Professionelle im Gesundheitsbereich &ndash; wie das Robert Koch-Institut (RKI) &ndash; zur Verwendung von Masken aufgerufen h&auml;tten, die nicht ein Zertifizierungsverfahren f&uuml;r Medizinprodukte durchlaufen haben und kein CE-Signum tragen. Heute gilt das offenbar &shy;alles nicht mehr. Selbst unsere Politiker gefallen sich im Tragen von sogenannten Alltagsmasken f&uuml;r den Infektionsschutz. (&hellip;)<br>\nWie wir als Apothekerinnen und &shy;Apotheker wissen sollten, werden im Gesundheitsbereich Masken verwendet, um Menschen und Produkte zu sch&uuml;tzen. Beispielsweise sch&uuml;tzen sie Patienten im OP vor Keimen (nicht Viren!), die von den &Auml;rzten kommen, oder sie sch&uuml;tzen die &Auml;rzte bei der Behandlung vor Keimen, die von den Patienten kommen, oder bei der aseptischen Herstellung die Produkte vor Keimen, die von den herstellenden Menschen kommen. Daneben gibt es au&szlig;erhalb des Gesundheitsbereichs zahllose andere Einsatzgebiete f&uuml;r Masken. (&hellip;)<br>\nUnabh&auml;ngig vom Einsatzgebiet mussten bisher alle Masken individuelle Normen erf&uuml;llen. Diese Normen zielen einerseits darauf ab, die Funktionalit&auml;t der Schutzmasken sicherzustellen und andererseits den Anwender vor der Einatmung von lungeng&auml;ngigen Stoffen und St&auml;uben, die aus den Masken kommen k&ouml;nnen, zu sch&uuml;tzen und die Beeintr&auml;chtigung der Atmung auf ein Minimum zu reduzieren.<br>\nSeit M&auml;rz ist es nun v&ouml;llig egal, welche Masken wir (auch in der Apotheke) zum Infektionsschutz verwenden, ob wir die aus der Werkstatt holen, beim Fanclub einkaufen oder selbst n&auml;hen &ndash; Hauptsache Maske! Schon daraus l&auml;sst sich ableiten, dass der Schutz all dieser verschiedenen Masken vor Viren und ihre Wirksamkeit bei der Infektions&uuml;bertragung zweifelhaft ist. Da muss man nur den gesunden Menschenverstand einsetzen, es braucht kein Studium der wissenschaftlichen Literatur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutsche-apotheker-zeitung.de\/daz-az\/2020\/daz-33-2020\/hauptsache-maske\">Markus Veit in Deutsche Apotheker Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampagne f&uuml;r Grippeimpfung &ndash; eine Hoffnung ohne grosse Evidenz<\/strong><br>\nIm Herbst startet eine pr&auml;zedenzlose Werbung f&uuml;r die j&auml;hrliche Grippeimpfung. Doch ausgerechnet den Risikopersonen n&uuml;tzt sie wenig.<br>\nDie medizinische Fachzeitschrift &laquo;Pharma-Kritik&raquo;, die unabh&auml;ngig ist von Beh&ouml;rden und Pharmaindustrie, best&auml;tigt fr&uuml;here unabh&auml;ngige Befunde. Nach erneuter Durchsicht der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur stellt sie in ihrer neusten Nummer fest:\n<ul>\n<li>&laquo;Um eine einzige Grippeerkrankung zu verhindern, m&uuml;ssen entweder 71 gesunde Erwachsene geimpft werden oder 30 &uuml;ber 65-J&auml;hrige.&raquo;<\/li>\n<li>&laquo;Die Impfung beeinflusst wenig oder gar nicht\n<ul>\n<li>das Risiko von Hospitalisationen;<\/li>\n<li>die Absenzen bei der Arbeit;<\/li>\n<li>Grippe-Komplikationen;<\/li>\n<li>die Sterblichkeit.&raquo;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>&laquo;Die Datenlage zur Wirksamkeit der Impfung bei chronischen Erkrankungen sowie bei Personen, die im Gesundheitswesen t&auml;tig sind, ist ebenfalls wenig &uuml;berzeugend &hellip; Es gibt keine verl&auml;sslichen Daten, welche ein Impf-Obligatorium f&uuml;r Angestellte im Gesundheitswesen rechtfertigen w&uuml;rde.&raquo;<\/li>\n<li>&laquo;Trotz einem immer h&ouml;heren Durchimpfungsgrad der Bev&ouml;lkerung konnte die gesamte Grippesterblichkeit nicht in relevantem Masse reduziert werden.&raquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu &auml;hnlichen Schl&uuml;ssen waren das Cochrane-Zentrum und die Gesundheitsabteilung der deutschen Stiftung Warentest gekommen. Im Informationsmaterial des BAG findet man keine dieser unabh&auml;ngigen Beurteilungen, weil diese Informationen dem Ziel entgegenst&uuml;nden, die Impfbeteiligung zu erh&ouml;hen.<br>\nEs stellt sich die Frage, ob grosse Kampagnen im Winter f&uuml;r mehr k&ouml;rperliche Bewegung, gesunde Ern&auml;hrung, Abstandhalten und Schutzmasken in geschlossenen R&auml;umen, in denen sich viele Personen eng zusammen aufhalten, nicht viel mehr Influenza-Erkrankungen vermeiden w&uuml;rden als die j&auml;hrlichen Impfkampagnen. Eine solche Abw&auml;gung des Mitteleinsatzes hat das BAG nie vorgenommen.<br>\nGegen die normalen Erk&auml;ltungskrankheiten wie Schnupfen, Halsweh oder Husten, im Volksmund f&auml;lschlicherweise oft &laquo;Grippe&raquo; genannt, n&uuml;tzt die Grippe-Impfung ohnehin nichts. Wer an Influenza erkrankt, bekommt sofort hohes Fieber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Kampagne-fur-Grippeimpfung--eine-Hoffnung-ohne-grosse-Evidenz\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Recht auf Homeoffice: Arbeit und Freizeit m&uuml;ssen klar getrennt werden<\/strong><br>\nLange wurde &uuml;ber Homeoffice diskutiert und dann wurde es Mitte M&auml;rz pl&ouml;tzlich g&auml;nzlich unreguliert f&uuml;r Millionen Besch&auml;ftigte zur t&auml;glichen Realit&auml;t: das Arbeiten von zu Hause. Laut Deutschem Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) arbeitete im April ein Drittel der Besch&auml;ftigten im Homeoffice &ndash; zuvor waren es nur knapp 10 Prozent, die regelm&auml;&szlig;ig von zu Hause arbeiteten. Der s&uuml;&szlig;e Traum vom entspannten Arbeiten und freier Zeiteinteilung entpuppte sich angesichts hoher Arbeitsbelastung, permanenter Erreichbarkeit und Kinderbetreuung sowie Hausarbeit als extreme Belastungssituation f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte.<br>\nWenn Arbeitsminister Heil f&uuml;r den Herbst ein Gesetz zum Recht auf Homeoffice ank&uuml;ndigt, ist das zu begr&uuml;&szlig;en. Zugleich muss klar sein, dass hierf&uuml;r gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig sind und dass Besch&auml;ftigte, deren Arbeit eine Pr&auml;senz erfordert (etwa Pflegekr&auml;fte und Verk&auml;uferinnen), nicht leer ausgehen d&uuml;rfen. Zentral ist, dass Homeoffice zwingend freiwillig bleibt und die Besch&auml;ftigten selbst dar&uuml;ber entscheiden k&ouml;nnen. Die Linke fordert, dass auch im Homeoffice die komplette Arbeitszeit erfasst werden muss, um eine klare Trennung von Arbeit und Freizeit zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/recht-auf-homeoffice-arbeit-und-freizeit-muessen-klar-getrennt-werden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesregierung l&auml;sst sich mit Vorschl&auml;gen des Datenschutzbeauftragten Zeit<\/strong><br>\nDer letzte Jahresbericht des Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) Ulrich Kelber enth&auml;lt eine lange Liste an Empfehlungen f&uuml;r Bundesregierung und Beh&ouml;rden, um aktuelle Defizite beim Datenschutz zu verbessern. Besonders kritisch sieht der Datensch&uuml;tzer, dass Sicherheitsbeh&ouml;rden immer weitere Befugnisse bekommen, ohne dass fr&uuml;here Kompetenzerweiterungen evaluiert wurden (wir berichteten). Zwei Monate sind seitdem vergangen und die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke von Die Linke hat bei der Regierung nachgefragt, welche Schlussfolgerungen sie aus der Kritik und den Empfehlungen Kelbers zieht.<br>\nKelber stellte beispielsweise fest, dass er als Bundesdatenschutzbeauftragter Abhilfebefugnisse gegen&uuml;ber der Bundespolizei ben&ouml;tigt. Er hatte bem&auml;ngelt, dass zwar im Entwurf f&uuml;r ein neues Bundespolizeigesetz M&ouml;glichkeiten wie Anordnungen f&uuml;r ihn vorgesehen sind, die gingen ihm jedoch nicht weit genug: &bdquo;So soll etwa eine Anordnung nur nach einer Beanstandung m&ouml;glich sein. Es fehlt zudem an der ausdr&uuml;cklichen M&ouml;glichkeit zur L&ouml;schanordnung. Eine wirksame Abhilfe ist so gef&auml;hrdet&ldquo;, hei&szlig;t es in seinem T&auml;tigkeitsbericht.<br>\nLaut Fragestellerin Jelpke seien solche Befugnisse &bdquo;schon lange &uuml;berf&auml;llig&ldquo;, doch in der Antwort auf ihre Kleine Anfrage verweist die Bundesregierung lediglich auf die geplante Novelle des Bundespolizeigesetzes. Die droht jedoch Medienberichten zufolge an Uneinigkeiten innerhalb der Gro&szlig;en Koalition zu scheitern.<br>\nJelpke dauert das offensichtlich zu lange: &bdquo;Das k&ouml;nnte auch kurzfristig eingef&uuml;hrt werden, ohne auf den &sbquo;gro&szlig;en Wurf&lsquo; eines neuen Bundespolizeigesetzes zu warten. Aber die Bundesregierung hat offenbar keine gro&szlig;e Eile damit, Datenschutzverst&ouml;&szlig;e der Polizei konsequent anzugehen&ldquo;, so die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/kleine-anfrage-bundesregierung-laesst-sich-mit-vorschlaegen-des-datenschutzbeauftragten-zeit\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kommentar: Digitale Souver&auml;nit&auml;t zum Schn&auml;ppchenpreis &ndash; von Europa und Mozilla<\/strong><br>\nEuropa schwingt zu digitaler Souver&auml;nit&auml;t nur &ldquo;m&uuml;sste man mal&rdquo;-Reden. Jetzt sollte aber gehandelt werden, denn der Moment ist g&uuml;nstig, meint Felix von Leitner.<br>\nMozilla, Hersteller des beliebten Firefox-Browsers und des Mailprogramms Thunderbird, hat k&uuml;rzlich 25 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Thunderbird h&auml;ngt seit Jahren am Wartungstropf, ist sogar schon abgek&uuml;ndigt worden (scheint das aber &uuml;berlebt zu haben). Firefox ist inzwischen der letzte erw&auml;hnenswerte Browser, der nicht blo&szlig; eine leicht angepasste Version der Open-Source-Komponenten von Google Chrome ist.<br>\nWas uns zu einem Thema f&uuml;hrt, das viele mit dieser Entwicklung bei Mozilla spontan nicht verbinden w&uuml;rden: Digitale Souver&auml;nit&auml;t ist eigentlich die Idee, dass wir genug Kapazit&auml;ten vorhalten, um den Bedarf unserer von IT abh&auml;ngigen Wirtschaft zur Not selbst befriedigen zu k&ouml;nnen. Wenn die Politik in der EU wie die Chinesen auf 30 bis 50 Jahre Planungshorizont arbeiten w&uuml;rde und nicht auf 4 bis 5 Jahre, dann g&auml;be es Nixdorf noch und ARM w&auml;re nicht an Softbank verkauft worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Kommentar-Digitale-Souveraenitaet-zum-Schnaeppchenpreis-von-Europa-und-Mozilla-4874038.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Putsch in Mali<\/strong><br>\nBundeswehr soll erstmal in den Kasernen bleiben<br>\nAm 29. Mai, sehr kurz vor dem Ablauf des bestehenden Mandates, verl&auml;ngerte der deutsche Bundestag mit 437 von 644 Stimmen den Bundeswehreinsatz im Rahmen der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali. Das Mandat umfasst bis zu 450 deutsche Kr&auml;fte, deren Hauptaufgabe darin besteht, die malische Armee auszubilden.[1] Begonnen hatte der Einsatz 2013 auf dem Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Koulikoro, etwa 50 Kilometer n&ouml;rdlich von Bamako, wo der malische Standortkommandat die deutschen Soldaten in ihrer Muttersprache begr&uuml;&szlig;en konnte. Er war bereits Jahre zuvor in Deutschland ausgebildet worden &ndash; Mali ist bereits seit Jahrzehnten ein Schwerpunktland der sog. Milit&auml;rischen Ausbildungshilfe Deutschlands. (&hellip;)<br>\nDie deutschen Soldaten &ndash; bei MINUSMA und EUTM &uuml;brigens insgesamt mit der Aufkl&auml;rung, dem &bdquo;milit&auml;rischen Nachrichtenwesen&ldquo; und der Beratung des malischen Verteidigungsministeriums betraut &ndash; werden vermutlich erstmal vor Ort bleiben und stillhalten. EUTM Mali l&auml;uft wegen Corona seit Monaten ohnehin auf Sparflamme. Insgesamt steht zu vermuten, dass die Putschisten und die sie unterst&uuml;tzenden Bewegungen vielleicht Kritik an der franz&ouml;sischen Milit&auml;rpr&auml;senz &auml;u&szlig;ern, aber zugleich ohne internationale Unterst&uuml;tzung schlicht kein Land sehen werden. Im besten Falle setzt sich auch im aufstrebenden B&uuml;rgertum Bamakos und im malischen Milit&auml;r die Einsicht durch, dass eine L&ouml;sung von Konflikten nur damit beginnen kann, unterschiedliche Interessen innerhalb des Landes und unter den intervenierenden M&auml;chten anzuerkennen und einen Ausgleich zu suchen. Die Forschungsstelle Flucht und Migration (FFM) meint dazu &ndash; kurz zusammengefasst &ndash; &bdquo;Territorialstaaten Typ 1648 sind im Sahel keine Friedensl&ouml;sung&ldquo;.[5] Das ebenfalls in der Bewegungslinken verortete Netzwerk Afrique-Europe-Interact hingegen spricht sich f&uuml;r eine weitere St&auml;rkung der dortigen Streitrk&auml;fte v.a. durch die Bundeswehr aus, um &bdquo;Frankreich einzuhegen&ldquo;.[6] Ob die &bdquo;Internationale Gemeinschaft&ldquo; aber bereit ist, noch mehr (milit&auml;rische) Ressourcen in die Kaskade von Konflikten im Sahel zu investieren, ist ebenso fraglich wie das Interesse ihrer ma&szlig;geblichen Akteure, hier wirklich stabile und demokratische Gesellschaften aufzubauen &ndash; die dann ihrerseits wiederum Interessen vertreten und durchsetzen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/08\/19\/putsch-in-mali\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Prek&auml;r und schlecht bezahlt: Ikone ist ein klassischer Frauenjob<\/strong><br>\nDie Klimastreiks sind kein Triumphzug dieser Tage, die Corona-Krise hat die Bewegung weit zur&uuml;ckgeworfen in ihrem Kampf gegen den Klimawandel. Es ist still geworden um Greta Thunberg. Zu sagen, das Treffen mit Merkel sei ein rein symbolischer Akt, greift trotzdem zu kurz: Thunberg und Neubauer werfen der Bundesregierung vehement mangelnde Entschlossenheit in Sachen Klimaschutz vor. Merkel stellt sich der Kritik und zeigt damit, wie ernst sie die Argumente der Aktivistinnen nimmt. Die jungen Frauen haben sich Geh&ouml;r verschafft und ihre Anliegen weit oben auf die Agenda gesetzt &ndash; und daran kommen auch Spitzenpolitikerinnen nicht mehr vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/pekaer-und-schlecht-bezahlt-ikone-ist-ein-klassischer-frauenjob-li.99736\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was f&uuml;r ein affirmatives Geschw&auml;tz. Ist unter den Journalistinnen und Journalisten des Mainstreams &uuml;berhaupt noch irgendjemand zu finden, der auch nur ansatzweise eine kritische Distanz zur Regierung einnimmt? Merkel ist knallharte und eiskalte Machtpolitikerin, im Grunde sind ihr die Anliegen der Klimaaktivisten v&ouml;llig Schurz. F&uuml;r Merkel ist ein Fototermin mit Thumberg &amp; Co nur aus taktischen Erw&auml;gungen interessant, da erst einmal kein Politiker, es sei denn, er hei&szlig;t Donald Trump, am globalen Aufstand der B&uuml;rgerkinder vorbeikommt. Und das links-liberale B&uuml;rgertum ist eine wichtige W&auml;hlerklientel, nicht direkt f&uuml;r die CDU, aber f&uuml;r den zuk&uuml;nftigen Koalitionspartner der Union, die Gr&uuml;nen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Merkel habe die Argumente ernstgenommen, hei&szlig;t es in dem Bericht. Dabei war im Anschluss an die 90-min&uuml;tige Unterredung von den Beteiligten nur Folgendes zu erfahren: Merkel habe versprochen, sie w&uuml;rde es in Erw&auml;gung ziehen, in Zukunft mutiger zu sein. Das ist so ziemlich das Gegenteil von ernstnehmen. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Klimagespr&auml;ch im Kanzleramt<\/strong><br>\nDas Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Greta Thunberg wird vor allem der deutschen Regierungschefin nutzen, meint der Soziologe Manuel Rivera. Fridays for Future profitiere eher davon, an den Gegens&auml;tzen zur Politik festzuhalten.<br>\nMerkel werde vom Treffen politisch profitieren, weil sie zeige, dass sie mit der jungen Generation spreche. &bdquo;Das kann sie dann in kleineren Zirkeln nutzen als Legitimit&auml;tsressource.&ldquo; Schlie&szlig;lich habe Merkel nach 16 Jahren Kanzlerschaft durchaus Ambitionen, als jemand dazustehen, der etwas f&uuml;r das Klima getan habe.<br>\n&bdquo;Ob es der Bewegung Fridays for Future so gut tut, da bin ich durchaus zweifelnd&ldquo;, sagt Rivera. Soziale Bewegungen ben&ouml;tigten den Gegensatz. Die Rhetorik von Greta Thunberg sei eigentlich immer stark gegen Politik und Wirtschaft gerichtet gewesen, aber auch gegen die &auml;ltere Generation. Eine &bdquo;Allumarmung&ldquo; berge gewisse Risiken.<br>\nThunberg werde von einem M&auml;dchen zu einer jungen Frau, die sich auf die Ebene der Interessen begeben und sich darin verstricken werde, erwartet der Soziologe. Sie werde den &bdquo;Effekt des Kindes&ldquo; verlieren. Aber als Figur, wie sie vor zwei Jahren aufgetreten sei, werde sie die Fantasie der Menschen weiter besch&auml;ftigen. &bdquo;Das ist fast wie die Jeanne d&acute;Arc im Sp&auml;tmittelalter&ldquo;, so Rivera.<br>\nDer Appell der Klimaaktivistin an die Angst nutze sich ab, sagt Rivera &ndash; und werde von unmittelbaren &Auml;ngsten durch Corona sehr schnell ausgestochen. &bdquo;Das Panikmotiv ist kein sehr tragf&auml;higes.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/angela-merkel-trifft-greta-thunberg-klimagespraech-im.1008.de.html?dram:article_id=482690\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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