{"id":6396,"date":"2010-08-05T09:14:18","date_gmt":"2010-08-05T07:14:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6396"},"modified":"2010-08-05T09:14:18","modified_gmt":"2010-08-05T07:14:18","slug":"hinweise-des-tages-1196","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6396","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Nach der Krise ist vor der Krise, tr&uuml;be Aussichten, drei Jahre und kein bisschen weiser, Aufschwung kommt bei den Menschen nicht an, Industrie fordert Lockerung beim K&uuml;ndigungsschutz, Pl&auml;doyer f&uuml;r H&auml;rte im Job: Nicht geschimpft ist Lob genug, Deutsche Bank in den USA am Pranger, EU-Kommission genehmigt Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria, .Lobbyisten gesucht, Parlament pr&uuml;ft Machtmissbrauch der Energiegiganten, Kostenexplosion im Gesundheitswesen: ein Irrglaube, Food Stamps mit Allzeithoch, 40 Superreiche spenden H&auml;lfte ihres Verm&ouml;gens, Ex-Atommanager soll Gorleben-Gutachten schreiben, Stuttgart 21: Kritiker fordern Moratorium, mit einem Partizipations- und Integrationsgesetz will der Senat Nachteile f&uuml;r Zuwanderer abbauen, Migranten in Berlin, Einwanderer-Politik in Frankreich: Sarkozy entdeckt rechte Parolen wieder, Buchmarkt: Druckmethoden, f&uuml;r Westerwelle sind gezielte T&ouml;tungen legal. Umfrage-Absturz von Schwarz-Gelb kein Grund zur Euphorie und Selbstzufriedenheit. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Harald Schumann: Nach der Krise ist vor der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Dierk Hirschel: Tr&uuml;be Aussichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Lucas Zeise &ndash; Drei Jahre und kein bisschen weiser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Aufschwung kommt bei den Menschen nicht an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">B&uuml;rokratieabbau: Industrie fordert Lockerung beim K&uuml;ndigungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Pl&auml;doyer f&uuml;r H&auml;rte im Job: Nicht geschimpft ist Lob genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Deutsche Bank in den USA am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">EU-Kommission genehmigt Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Lobbyisten gesucht: Das EU-Parlament hofft in Finanzfragen auf die Zivilgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Parlament pr&uuml;ft Machtmissbrauch der Energiegiganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kostenexplosion im Gesundheitswesen: ein Irrglaube<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Food Stamps mit Allzeithoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">40 Superreiche spenden H&auml;lfte ihres Verm&ouml;gens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ex-Atommanager soll Gorleben-Gutachten schreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Stuttgart 21: Kritiker fordern Moratorium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Mit einem Partizipations- und Integrationsgesetz will der Senat Nachteile f&uuml;r Zuwanderer abbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Einwanderer-Politik in Frankreich: Sarkozy entdeckt rechte Parolen wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Buchmarkt: Druckmethoden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">F&uuml;r Westerwelle sind gezielte T&ouml;tungen legal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Umfrage-Absturz von Schwarz-Gelb kein Grund zur Euphorie und Selbstzufriedenheit!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6396&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Harald Schumann: Nach der Krise ist vor der Krise<\/strong><br>\nDoch so vielversprechend die Erfolgsmeldungen klingen, so wahrscheinlich ist, dass der Boom nur von kurzer Dauer sein wird. Denn er baut in erster Linie auf die Nachfrage aus dem Ausland und eben nicht auf steigende Ums&auml;tze und Investitionen im Lande selbst. So ist Deutschland nach wie vor im gro&szlig;en Umfang von der Entwicklung im &uuml;brigen Europa sowie den USA und China abh&auml;ngig.<br>\nDort aber werden nun die in der Krise aufgelegten staatlichen Konjunkturprogramme auf breiter Front zur&uuml;ckgefahren. Sei es aus Not wie in den &uuml;berschuldeten Staaten der Euro-Zone sowie Gro&szlig;britannien, Ungarn und im Baltikum. Oder sei es aus Vorsicht wie in China, wo der Staat nun schon so viele Autobahnen, Kraftwerke, Stahlwerke oder Hochhaussiedlungen auf Pump hat errichten lassen, dass bei Fortf&uuml;hrung des Programms die staatlichen Banken in einem Meer aus faulen Krediten versinken k&ouml;nnten, weil ihre Kreditnehmer mangels Kundschaft, Umsatz und Steuereinnahmen die Schulden nicht mehr bedienen k&ouml;nnen.<br>\nAuch in den Vereinigten Staaten wird die Nachfrage nach deutschen G&uuml;tern eher sinken. Sowohl die Regierung als auch ihre B&uuml;rger m&uuml;ssen sparen&hellip;<br>\nVor diesem Hintergrund ist es verantwortungslos, wenn Deutschlands Wirtschaftslenker in den Unternehmen und der Bundesregierung an der extremen Exportabh&auml;ngigkeit der deutschen &Ouml;konomie festhalten. Sie ist keineswegs allein Ausdruck der &Uuml;berlegenheit deutscher Produkte, sondern vor allem eine Folge der Lohndr&uuml;ckerei, die &ndash; anders als in den meisten anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern &ndash; den Arbeitnehmern seit mehr als einem Jahrzehnt ihren Anteil am Zuwachs der Produktivit&auml;t vorenth&auml;lt. In der Folge stagniert die Binnennachfrage &uuml;ber alle Konjunkturzyklen hinweg. Das ist kein Ausdruck wirtschaftlicher St&auml;rke, sondern eine Schw&auml;che, die Deutschlands Volkswirtschaft h&ouml;chst verwundbar macht und zudem die Stabilit&auml;t des Euro untergr&auml;bt. Solange die Deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse innerhalb der Euro-Zone erwirtschaften, m&uuml;ssen andere Euro-L&auml;nder zwangsl&auml;ufig Defizite anh&auml;ufen. Die daraus resultierenden Schulden k&ouml;nnen sie nur abtragen, wenn Deutschland mehr importiert, und sei es in Form von Dienstleistungen f&uuml;r deutsche Touristen.<br>\nDaf&uuml;r aber m&uuml;ssen endlich die Masseneinkommen in Deutschland wieder steigen, und die Staatsfinanzen d&uuml;rfen nicht auf Kosten von Arbeitslosen und Normalverdienern saniert werden, sondern &uuml;ber die Wiederherstellung eines fairen Steuersystems.<br>\nIn den zehn Jahren bis 2009, w&auml;hrend die Lohneinkommen stagnierten und die Staatsverschuldung um 458 Milliarden Euro zulegte, wuchs das bei einer kleinen Minderheit konzentrierte Geldverm&ouml;gen hierzulande um mehr als eine Billion Euro. W&uuml;rde es gelingen, diese Summe wieder in Nachfrage nach G&uuml;tern und Dienstleistungen zu verwandeln anstatt nach Finanzanlagen, m&uuml;sste Deutschland den absehbaren Einbruch der Weltkonjunktur nicht f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/nach-der-krise-ist-vor-der-krise\/1897634.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dierk Hirschel: Tr&uuml;be Aussichten<\/strong><br>\nDas &shy;griechische Drama droht neu aufgef&uuml;hrt zu werden. Ob die Eurozone diesen Kurs &uuml;berlebt, ist ungewiss. Die Alternative: Investieren, Umverteilen, Regulieren. (&hellip;)<br>\nDer deutsche Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss mit der Eurozone hat sich verf&uuml;nffacht. Athen, Madrid und Lissabon schreiben hingegen rote Zahlen. Entscheidend f&uuml;r die deutschen Exporterfolge ist nicht nur die Qualit&auml;t sondern auch der Preis. Deutsche Waren wurden schlicht billiger. Warum dies m&ouml;glich war, zeigt ein Blick auf die Lohnst&uuml;ckkosten &ndash; das Verh&auml;ltnis von Arbeitskosten und Produktivit&auml;t. Wenn die Arbeitskosten hinter der Produktivit&auml;t zur&uuml;ckbleiben, dann purzeln die Lohnst&uuml;ckkosten und somit auch die Preise. Im Hochproduktivit&auml;tsland Deutschland kommen die L&ouml;hne nicht vom Fleck. Folglich sind die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten seit Euroeinf&uuml;hrung kaum gestiegen. Die spanischen, portugiesischen und griechischen Lohnst&uuml;ckkosten kletterten neun- bis elfmal so stark. (&hellip;)<br>\nEin Abbau der Ungleichgewichte ist nicht absehbar. Im Gegenteil: Die europ&auml;ische Sparorgie versch&auml;rft die Probleme. Die &Uuml;berschussl&auml;nder setzen auch in der Krise alles auf Export. Der Binnenmarkt der gr&ouml;&szlig;ten Euro-Volkswirtschaft kommt hingegen nicht in Schwung. Die gesamtwirtschaftliche Lohnschw&auml;che setzt sich hierzulande fort. Die &ouml;ffentlichen Investitionen fallen der Sparpolitik zum Opfer. (&hellip;)<br>\nDie aktuellen Sparpakete im Umfang von drei bis sieben Prozent der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit drohen die s&uuml;dliche Eurozone in eine tiefe Rezession zu st&uuml;rzen. In Spanien, Griechenland und Portugal dr&uuml;cken die K&uuml;rzungen das heimische Wachstum zwischen 0,3 und 1,1 Prozent. 2011 senken die Sparpl&auml;ne das Wachstum um weitere 0,4 bis 1,2 Prozent. Tr&uuml;be Aussichten. Denn die s&uuml;deurop&auml;ischen Volkswirtschaften schrumpften schon, bevor ihre Schatzmeister den Hahn zudrehten. Wenn aber in Athen, Madrid und Lissabon der Wachstumsmotor stottert und die Arbeitslosigkeit steigt, dann sinken auch die Steuereinnahmen. Folglich wachsen die Schuldenberge. Die schwache Wirtschaftsdynamik reicht nicht mehr aus, um die Schulden zu bedienen. Es ist dann nur eine Frage der Zeit bis Investmentbanken und Hedge-Fonds auf die n&auml;chste Staatspleite spekulieren. Das griechische Drama droht in Madrid und Rom neu aufgef&uuml;hrt zu werden. Ob die Eurozone dies &uuml;berlebt, ist ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1030-tr-be-aussichten\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> &ldquo;Freitag&rdquo;-Autor Dierk Hirschel schreibt: &ldquo;Dem Handel folgt das Kapital. Mangels rentabler heimischer Anlagem&ouml;glichkeiten werden die Ersparnisse im Ausland investiert. Der deutsche Kapitalexport finanziert den griechischen, spanischen, portugiesischen und italienischen Konsum auf Pump. Mittelfristig sind diese wachsenden Ungleichgewichte untragbar. Der &bdquo;Club Med&ldquo; droht im Schuldenmeer zu ertrinken.&rdquo;<br>\nDie aus den deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;ssen resultierenden Ersparnisse flie&szlig;en zwingend in die unter Au&szlig;enhandelsdefiziten leidenden Staaten der Eurozone. Sie werden in diesen Staaten zur Gegenfinanzierung der gegen&uuml;ber Deutschland hochwachsenden Auslandsverschuldung und damit zum Ausgleich der Zahlungsbilanz ben&ouml;tigt.<br>\nEs sei daran erinnert, dass die s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten (Spanien, Griechenland, Portugal und Italien) die Staatsverschuldung in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt im Zeitraum zwischen 1999 (dem Zeitpunkt der Fixierung der Euro-Umtauschkurse) und 2007 (dem Jahr vor Ausbruch der Wirtschaftskrise) von 93 Prozent auf 77 Prozent gesenkt hatten. Im gleichen Zeitraum stieg der deutsche Verschuldungsgrad hingegen von 61 Prozent auf 65 Prozent. Dieser Anstieg resultierte jedoch nicht aus einem angeblich &ldquo;&uuml;berbordenden Sozialstaat&rdquo; (wie von den hiesigen neoliberalen Interessenvertretern h&auml;ufig suggeriert wird), sondern (neben den Lohn- und Beitragssenkungen und einem geringen Wachstum)  aus den Steuersenkungen zu Gunsten der Besser- und Spitzenverdiener sowie der Unternehmen. Die von den deutschen Unternehmen tats&auml;chlich zu entrichtenden Unternehmenssteuern bewegen sich &ndash; insbesondere wegen der vergleichsweise &uuml;ppigen &ldquo;Gestaltungsspielr&auml;ume&rdquo; des hiesigen Unternehmenssteuerrechtes &ndash; im europ&auml;ischen Vergleich mittlerweile im unteren Bereich. Auch bei den Unternehmenssteuern droht mittlerweile eine deutsche Dumpingpolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Drei Jahre und kein bisschen weiser<\/strong><br>\nDie Vorschl&auml;ge Volkswirten, Notenbankern und konservativen Politiker zum Ausweg aus der Krise verfehlen das Ziel. Tats&auml;chlich m&uuml;ssen die Einkommen anders verteilt werden.<br>\nEs ist schon merkw&uuml;rdig. Einerseits erz&auml;hlen uns Volkswirte, Notenbanker und konservative Politiker, dass der Aufschwung in vollem Gange ist, andererseits r&auml;umen sie ein, dass die Krise nicht vorbei ist. Einerseits ruft EZB-Pr&auml;sident Jean-Claude Trichet   die Staaten dazu auf, ihre expansive Politik aufzugeben und den G&uuml;rtel enger zu schnallen, andererseits l&auml;sst er den eigenen Leitzins auf dem Notstandsniveau von einem Prozent.<br>\nWas denn nun? Sind wir noch in der Krise oder nicht? Wenn aber ja, kann man dann so handeln, als w&auml;re sie schon &uuml;berwunden?<br>\nNun sagen uns durchaus kluge Leute, die unm&auml;&szlig;ige Kreditexpansion sei die Ursache f&uuml;r die Krise gewesen. Da ist viel Wahres dran. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Schlimmer ist, wenn diese klugen Leute argumentieren, es k&ouml;nne nicht richtig sein, die aus zu viel Verschuldung entstandene Krise mit noch mehr Verschuldung zu bek&auml;mpfen. Diese klugen Leute (es sind die &Ouml;sterreicher, also die strikteren und meist kl&uuml;geren der traditionellen Neoklassiker) wissen auch, dass sie ein wenig demagogisch argumentieren. Denn wie immer kommt es beim Geld darauf an, wer dar&uuml;ber verf&uuml;gt. Es kommt darauf an, wer zu welchem Zweck welche Schulden macht und bei wem.<br>\nBeispielsweise ist es erfreulich, wenn der Unternehmenssektor eines Landes sich hoch verschuldet, um zu investieren. Weniger sch&ouml;n ist es, wenn, wie geschehen, die Verschuldung Banken, Hedge- und Private-Equity-Fonds dazu dient, die Rendite auf ihre spekulativen Investments zu steigern. Weniger gut ist es auch, wenn, wie ebenfalls geschehen, sich Privathaushalte verschulden, um bei stagnierendem Einkommen mehr Konsum zu finanzieren. In beiden F&auml;llen ist das Ende der Geschichte abzusehen. Beides lief eine Zeit lang ganz gut. W&auml;hrend die massive Verschuldung der Fonds und Banken volkswirtschaftlich v&ouml;llig unn&uuml;tz war und nur dazu diente, die Gruppe der Superreichen ein wenig gr&ouml;&szlig;er und sehr viel wohlhabender zu machen, hat die Verschuldung der Privathaushalte wenigstens ein paar Jahre lang die Weltwirtschaft in Schwung gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-lucas-zeise-drei-jahre-und-kein-bisschen-weiser\/50152104.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufschwung kommt bei den Menschen nicht an<\/strong><br>\nDer Konjunkturaufschwung geht an den meisten Deutschen vor&uuml;ber. In einer Umfrage f&uuml;r den stern gaben 82 Prozent der Befragten an, sie h&auml;tten davon noch nichts gemerkt. Lediglich die Gutverdienenden sahen das etwas anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/stern-umfrage-aufschwung-kommt-bei-den-menschen-nicht-an-1589742-print.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es denn gemessen an dem Einbruch im letzten Jahr &uuml;berhaupt um einen Aufschwung handelt. Die viel immer wieder behaupteten Aufschw&uuml;nge sind in der Vergangenheit ohnehin nicht angekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>B&uuml;rokratieabbau: Industrie fordert Lockerung beim K&uuml;ndigungsschutz<\/strong><br>\nDer DIHK hat zu einem st&auml;rkeren B&uuml;rokratieabbau aufgerufen. Pr&auml;sident Driftmann fordert unter anderem die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes. DIHK-Pr&auml;sident Hans Heinrich Driftmann hat von der Bundesregierung mehr Mut beim Abbau b&uuml;rokratischer H&uuml;rden gefordert und dazu 71 Vorschl&auml;ge vorgelegt. &bdquo;B&uuml;rokratieabbau ist ein geniales Wachstumspaket, das die Bundesregierung nichts kostet und der Wirtschaft enorm nutzt&ldquo;, warb der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article8813599\/Industrie-fordert-Lockerung-beim-Kuendigungsschutz.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wie um alles in der Welt kann man die Abschaffung des K&uuml;ndigungsschutzes &ndash; also von Arbeitnehmerschutzgesetzen &ndash; unter &ldquo;B&uuml;rokratieabbau&rdquo; subsumieren?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Im Hinblick auf den K&uuml;ndigungsschutz fragt man sich, ob die Wirtschaftslobbyisten  &uuml;berhaupt noch wissen, wor&uuml;ber sie reden. Das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat unl&auml;ngst ermittelt, dass inzwischen 10 Prozent der Arbeitsverh&auml;ltnisse befristet sind und Neueinstellungen bis zur H&auml;lfte nur noch befristet erfolgen. Wir haben schon seit Jahren eine Erosion des Normalarbeitsverh&auml;ltnisses, der K&uuml;ndigungsschutz wird von vielen Unternehmen schon l&auml;ngst unterlaufen.<br>\nJegliche Einstellung in Arbeit kann ohne sachlichen Grund befristet &ndash; bis auf zwei Jahre &ndash; erfolgen: Auch Mehrfachbefristungen beim selben Arbeitgeber sind erlaubt. F&uuml;r &uuml;ber 50-j&auml;hrige Arbeitslose besteht buchst&auml;blich &ldquo;Vogelfreiheit&ldquo;. Noch vor kurzem berichtete die OECD, dass Deutschland bei den Zeitarbeitern und befristet Besch&auml;ftigten im Vergleich der 30 OECD-Mitglieder in der unteren H&auml;lfte liegen.<br>\nDen Arbeitgebern kann es bei ihrer Forderung nach Hire and Fire gar nicht mehr prim&auml;r um eine Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes gehen. Es geht darum noch mehr Angst um den Arbeitsplatz auszul&ouml;sen um die Arbeitsbedingungen noch mehr versch&auml;rfen zu k&ouml;nnen und die L&ouml;hne noch mehr dr&uuml;cken zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pl&auml;doyer f&uuml;r H&auml;rte im Job: Nicht geschimpft ist Lob genug<\/strong><br>\nDisziplin und Kontrolle statt Eigenverantwortung und netter Worte: Nur so kann eine Firma im Wettbewerb bestehen, glaubt Sachbuchautor Roland Springer. Im manager-magazin-Interview erkl&auml;rt er, warum Chefs ihre Mitarbeiter streng erziehen sollten &ndash; und warum liberale F&uuml;hrungsmodelle gescheitert seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,709995,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nachdem sich der uns&auml;gliche Bueb vom Internat Schlo&szlig; Salem lange im SPIEGEL ausbreiten durfte, jetzt also ein &ldquo;Mitarbeiter-Erzieher&rdquo; mit strenger Hand. Als w&auml;re der Job f&uuml;r 95% der Arbeitnehmer nicht so schon hart genug, trotz &ldquo;Kuschelp&auml;dagogik&rdquo; der Chefs. Der SPIEGEL wird immer reaktion&auml;rer.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Na, wenn das die angeblich fehlende Fachkr&auml;fte nicht nach Deutschland lockt!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank in den USA am Pranger<\/strong><br>\nWegen vermeintlicher Wetten gegen ihre eigenen Finanzprodukte im US-Immobilienmarkt kommt die Deutsche Bank in den USA nicht aus den negativen Schlagzeilen. In einem detaillierten Bericht hat das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; die Vorgehensweise des Instituts bei diesen Deals beschrieben und Spekulationen &uuml;ber ein Ermittlungsverfahren der  US-B&ouml;rsenaufsicht SEC weiter angeheizt.<br>\nUm verbriefte Hypothekenkredite geht es auch bei der Deutschen Bank. Dem Bericht zufolge hat das Geldhaus in den USA die Hypothekenkredite etwa des Subprime-Anbieters Novastar Financial geb&uuml;ndelt und als Verbriefungen anderen Investoren angeboten. Als der Markt f&uuml;r Immobilienkredite im Laufe des Jahres 2007 ins Wanken geriet, hat die Bank damit begonnen, einzelne Scheiben aus dem Anlagepaket bei Hedge-Fonds und anderen Investoren als Wette &uuml;ber den Ausfall dieser Papiere anzubieten. Gegen den tats&auml;chlichen Ausfall dieser Kreditpakete versicherte sich die Deutsche Bank zudem bei AIG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:umstrittene-geschaefte-deutsche-bank-in-den-usa-am-pranger\/50152782.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Kommission genehmigt Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat die Verstaatlichung der Hypo Gruppe Alpe Adria (HGAA) in &Ouml;sterreich genehmigt. In der Begr&uuml;ndung der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde hei&szlig;t es, dass der Kauf nicht wesentlich die Wettbewerbsbedingungen in der EU behindere. Es ist bereits das zweite Mal, dass die EU-Kommission die Verstaatlichung einer Bank aufgrund der Finanzkrise gepr&uuml;ft hat. Der erste Fall betraf den Erwerb der deutschen Hypo Real Estate AG durch den deutschen Finanzmarkt-Stabilisierungsfonds, teilte die Kommission am Mittwoch in Br&uuml;ssel mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:eu-kommission-genehmigt-verstaatlichung-der-hypo-alpe-adria\/50152962.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn die Linke die Verstaatlichung von Banken fordert, dann ist das mindestens ein Zeichen von Politikunf&auml;higkeit. Wenn die EU-Kommission Verstaatlichungen genehmigt, ist das eine Routineangelegenheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lobbyisten gesucht: Das EU-Parlament hofft in Finanzfragen auf die Zivilgesellschaft<\/strong><br>\nKaum ein EU-Abgeordneter, der nicht g&auml;nzlich eigenn&uuml;tzig von diversen profitorientierten Organisationen vor wichtigen EU-Entscheidungen &ldquo;beraten&rdquo; wird. Jetzt wehren sich die Parlamentarier gegen den unliebsamen Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1240469\/\">Dradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Parlament pr&uuml;ft Machtmissbrauch der Energiegiganten<\/strong><br>\nDie Energieriesen haben mit fragw&uuml;rdigen Begr&uuml;ndungen die Strompreise erh&ouml;ht &ndash; jetzt soll das Parlament pr&uuml;fen, ob sie den Verbrauchern zu viel Geld abkn&ouml;pfen. Der Verbraucherausschuss des Bundestags werde entsprechenden Vorw&uuml;rfen in seiner n&auml;chsten Sitzung nachgehen, sagte dessen Vorsitzender Hans-Michael Goldmann (FDP) der &ldquo;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,710026,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von der parlamentarischen Pr&uuml;fung wird man allerdings nicht allzu viel erwarten d&uuml;rfen. Dazu sitzen zu viele Energielobbyisten bzw. Abgeordnete mit Aufsichtsrats- oder Beratungsposten in der Energiewirtschaft. Interessant ist die Angabe, dass die vier Oligopolisten RWE, E.on; Vattenfall,EnBW 89 Prozent der Strommenge produzieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kostenexplosion im Gesundheitswesen: ein Irrglaube<\/strong><br>\nMythen dr&auml;ngen gesundheitspolitische Fakten in den Hintergrund. Die gesetzlich Versicherten halten die Verwaltungskosten der Krankenkassen vermeintlich f&uuml;r eine der Hauptursachen der Kostenexplosion im  deutschen Gesundheitswesen. Dem Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung  zufolge gehen diesem Irrglauben rund 60% nach. Tats&auml;chlich liegen die Kosten seit  Jahrzehnten bei moderaten 5%-6%.  Nicht nur an dieser Stelle in der Gesundheitspolitik haben offenkundig  Mythen die Fakten in den Hintergrund gedr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-E05CF2FF-FE2C9311\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_102416.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss sich allerdings fragen, warum gerade die Bertelsmann Stiftung diesen Irrglauben aufdeckt. In den fr&uuml;heren Gesundheitsmonitoren ging es doch etwa darum, &bdquo;die Pr&auml;ferenzen und Zahlungsbereitschaft der Versicherten f&uuml;r neue Versorgungspakete&ldquo; herauszufinden und um den &bdquo;Vergleich von gesetzlich und privat Krankenversicherten&ldquo;, also etwa darum ob die Leute bereit w&auml;ren f&uuml;r geringere Beitr&auml;ge h&ouml;here <a href=\"?p=2077\">private Kostenbeteiligungen in Kauf zu nehmen<\/a>. Oder man versuchte mit einer zweifelhaften Studie &uuml;ber die &bdquo;dicken Deutschen&ldquo; die <a href=\"?p=2387\">Puppen in der Politik tanzen zu lassen<\/a>. Wenn also nicht die Verwaltungskosten der Krankenkassen (der privaten oder der gesetzlichen?) Ursache f&uuml;r die Kostenexplosion sind, was ist da eigentlich explodiert?<br>\nAn dieser Stelle h&auml;tte die Bertelsmann Stiftung gleich mit einem zweiten Irrglauben aufr&auml;umen k&ouml;nnen: Es gab n&auml;mlich gar keine Kostenexplosion. 1991 betrugen die Gesundheitsausgaben 9,9 % des BIP, 2005 lag der Anteil bei 10,7% und die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen sind gemessen am <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/index.php\/gesundheit-datensammlung.html#iv-kosten-und-finanzierung-des-gesundheitswesens\">BIP nahezu gleich geblieben<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Food Stamps mit Allzeithoch<\/strong><br>\nWie man einen nachhaltigen Aufschwung erkennt, dar&uuml;ber gibt es sicher verschiedene Definitionen, ein Anstieg von +5,9502 Millionen Hilfsbed&uuml;rftigen zum Vorjahresmonat, die an staatlichen Lebensmittelprogrammen teilnehmen, d&uuml;rfte allerdings jeder Definition zuwider sprechen. Wie das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) f&uuml;r den Mai 2010 berichtete, stieg die Zahl der Food Stamps Bezieher bereits den 19. Monat in Folge, auf ein neues Allzeithoch! Besch&auml;mende 40,801392 Millionen US-B&uuml;rger bezogen im Mai die moderne Version der Food Stamps, Lebensmittel per Kreditkarte f&uuml;r durchschnittliche 133,77 Dollar pro Person auf Basis des staatlichen Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP).<br>\nIm Mai 2010 wurde mit 5,458 Mrd. Dollar auch ein neuer Monatsrekord bei den Kosten an direkten Hilfen durch Food Stamps, ohne die Kosten f&uuml;r den Verwaltungsaufwand erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftquerschuss.blogspot.com\/2010\/08\/food-stamps-wie-jeden-monat-mit.html\">Wirtschaftsquersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>40 Superreiche spenden H&auml;lfte ihres Verm&ouml;gens<\/strong><br>\n40 Milliard&auml;re in den USA haben an diesem Mittwoch zugesagt, mindestens 50 Prozent ihres Verm&ouml;gens f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke zu spenden. Darunter sind auch die Initiatoren der Kampagne &ldquo;The Giving Pledge&rdquo;, der legend&auml;re Investor Warren Buffett und Microsoft-Gr&uuml;nders Bill Gates. Beide hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Geld f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke gegeben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,710192,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/givingpledge.org\/#enter\">Liste der bisherigen Wohlt&auml;ter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das h&ouml;rt sich zun&auml;chst wie <a href=\"?p=4317\">Sloterdijks Vorschlag<\/a> an, dass die Reichen statt Steuern zahlen zu m&uuml;ssen, lieber Almosen spenden sollten. Immerhin, schl&auml;gt manchen Milliard&auml;ren angesichts der zunehmenden Armut (siehe Artikel oben) doch das Gewissen. Doch man muss wohl abwarten wie das Spenden von statten gehen soll. Sollten nur Stiftungen gegr&uuml;ndet werden, in denen dann die Spender das Sagen haben, so bedeutet das nicht mehr und nicht weniger, als eine privat gesteuerte Alternative zum Wohlfahrtsstaat. Dann ist es wohl eher ein Ablenkungsman&ouml;ver vor einer falschen Steuerpolitik, die diese Verm&ouml;gen nicht ausreichend zur Finanzierung der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge herangezogen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ex-Atommanager soll Gorleben-Gutachten schreiben<\/strong><br>\nIn Berlin versucht gerade ein Untersuchungsausschuss des Bundestags zu ergr&uuml;nden, wie der Salzstock von Gorleben zum geplanten deutschen Atomendlager werden konnte. Unterdessen gehen die Arbeiten unter Tage voran. Schon bald soll erneut gepr&uuml;ft werden, ob in Gorleben die geologischen Voraussetzungen f&uuml;r eine sichere Lagerung des Strahlenabfalls gegeben sind. Bundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen (CDU) will die seit zehn Jahren unterbrochenen Erkundungsarbeiten noch in diesem Jahr wieder aufnehmen lassen.<br>\nJetzt soll ausgerechnet der umstrittene fr&uuml;here Atommanager Bruno Thomauske bei den Vorarbeiten zur weiteren Erkundung Gorlebens mitwirken. Das Bundesumweltministerium ist Auftraggeber der Arbeiten &ndash; und best&auml;tigt die Personalie, &uuml;ber die zuvor der &ldquo;Stern&rdquo; berichtet hatte.<br>\nDie Auftraggeber im Bundesumweltministerium halten das f&uuml;r unproblematisch: Es gebe eben nicht mehr so viele Experten zum Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/0,1518,710145,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie bei der <a href=\"?p=3521\">Regulierung des Finanzmarktes<\/a>, werden nun auch bei der Erkundung von Atomlagern B&ouml;cke G&auml;rtnern gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Kritiker fordern Moratorium<\/strong><br>\nEin Bericht des in D&uuml;sseldorf erscheinenden &ldquo;Handelsblatts&rdquo; hat in Stuttgart Aufsehen erregt. Die Zeitung hat unter Berufung auf einen internen Vermerk aus dem Bundesverkehrsministerium berichtet, dass der Bund wegen Finanzknappheit bis auf Weiteres keine neuen Stra&szlig;en, Schienen und Wasserwege mehr bauen will. Auch eine Streckung laufender Projekte wird demnach nicht ausgeschlossen.<br>\nStuttgart-21-Gegner, aber auch kritische Bahnexperten sehen dies als Beleg f&uuml;r ihre These, wonach die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm die finanziellen Reserven des Bundes f&uuml;r Infrastrukturbauten aufzehrt. Bahn-Chef R&uuml;diger Grube und Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus (CDU) hatten vor wenigen Tagen Kostensteigerungen von 865 Millionen Euro f&uuml;r den Bau der Hochgeschwindigkeitstrasse verk&uuml;ndet, die bis dato auf rund 2,1 Milliarden taxiert worden war. Eine Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums zu dem Bericht des &ldquo;Handelsblatts&rdquo; lag bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht vor.<br>\nAngesichts der Mehrkosten und der laufenden Vorbereitungen f&uuml;r den Abbruch des Bahnhofsnordfl&uuml;gels haben sich in den vergangenen Tagen Politiker, Verb&auml;nde, Architekten, Denkmalsch&uuml;tzer und Intellektuelle nochmals daf&uuml;r ausgesprochen, die Bauarbeiten auszusetzen und aus dem Projekt Stuttgart 21 auszusteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2580955_0_9223_-stuttgart-21-kritiker-fordern-moratorium.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mit einem Partizipations- und Integrationsgesetz will der Senat Nachteile f&uuml;r Zuwanderer abbauen<\/strong><br>\nAls erstes Bundesland will die Stadt ein Partizipations- und Integrationsgesetz auf den Weg bringen. Das beschloss gestern der rot-rote Senat. Wenn alles klappt, soll das Gesetz bis zum Ende des Jahres im Abgeordnetenhaus abgestimmt werden, so dass es noch zum 1. Januar 2011 in Kraft treten k&ouml;nnte.<br>\nNeben der Schaffung einer gesetzlich verbrieften Grundlage f&uuml;r die Chancengleichheit beinhaltet das Gesetz eine Reihe weiterer Regelungen. So werden sowohl die Bedingungen f&uuml;r einen Landesbeauftragten f&uuml;r Integration geregelt als auch f&uuml;r einen Landesbeirat. Auf Bezirksebene werden f&uuml;r 35 000 Euro dar&uuml;ber hinaus Integrationsaussch&uuml;sse und die Stelle eines Integrationsbeauftragten verbindlich festgelegt. In den neuen Institutionen sollen die Ma&szlig;nahmen diskutiert werden, mit denen die Hemmnisse f&uuml;r Migranten abgebaut werden k&ouml;nnen. Die Bezirksbeauftragten fungieren auch als Ansprechpartner f&uuml;r die lokalen Vereine und Initiativen.<br>\nDas Partizipationsgesetz beinhaltet dar&uuml;ber hinaus eine Reihe von &Auml;nderungen anderer Gesetze.\n<p><strong>Migranten in Berlin<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Jeder vierte Berliner hat einen Migrationshintergrund &ndash; nach der neuen Berliner Definition, die im Integrationsgesetz verankert ist, besitzen rund 23,5 Prozent einen Migrationshintergrund.<\/li>\n<li>Unter den insgesamt 3,38 Millionen Einwohnern Berlins machen nicht-deutsche Staatsangeh&ouml;rige ca. 13,2 Prozent aus. Dazu kommen die zahlreichen Migranten, die die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit besitzen, unter ihnen auch mehre zehntausend Aussiedler, die aus Osteuropa und Zentralasien nach Deutschland gekommen sind.<\/li>\n<li>In Berlin leben Migranten aus &uuml;ber 180 Nationen. Die gr&ouml;&szlig;ten Gruppe ohne deutschen Pass stellen die Communities aus der T&uuml;rkei (111 285), Polen (43 700) sowie Serbien und Montenegro (22 251) (Stand 2008) dar.<\/li>\n<li>Bei den Neugeborenen hat jedes zweite einen Migrationshintergrund. Junge Migranten stellen mit 40 Prozent in Berlin eine wachsende Gruppe in der Bev&ouml;lkerung. W&auml;hrend jetzt noch 25 Prozent aller Schulabg&auml;nger einen Migrationshintergrund haben, werden es in zehn Jahren 50 Prozent sein.<\/li>\n<li>Die Zahl der arbeitslosen Einwanderer liegt mit 31 Prozent aller Erwerbsf&auml;higen in Berlin so hoch wie in keinem anderen Bundesland. MK<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Zahlen belegen, dass Migrationspolitik alles andere als ein Randthema ist.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/176711.migranten-hoert-die-signale.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Einwanderer-Politik in Frankreich: Sarkozy entdeckt rechte Parolen wieder<\/strong><br>\nPr&auml;sident Sarkozy will eingewanderten Franzosen die Staatsb&uuml;rgerschaft entziehen, wenn sie straff&auml;llig geworden sind. Dabei d&uuml;rfte er auch die Wahl 2012 im Blick haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/sarkozy-entdeckt-rechte-parolen-wieder\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Buchmarkt: Druckmethoden<\/strong><br>\nDie Buchhandelskette Thalia bedr&auml;ngte mit r&uuml;den Mitteln einen kleinen Familienbetrieb in &Ouml;sterreich. Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber eine hartumk&auml;mpfte Branche.<br>\nNormale Buchhandlungen schm&uuml;cken ihre W&auml;nde gern mit Postern von Goethe, Max Frisch oder Paulo Coelho. In der Wand rechts neben dem Eingang zur Buchhandlung Ennsthaler in Steyr, Ober&ouml;sterreich, steckt eine alte Kanonenkugel, eine Erinnerung an Napoleons Truppen, die die Stadt einst besetzt hatten und am Ende doch besiegt wurden. Man kann das als Warnung verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,709746,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>F&uuml;r Westerwelle sind gezielte T&ouml;tungen legal<\/strong><br>\nNachdem durch die von Wikileaks ver&ouml;ffentlichten geheimen Dokumente des US-Milit&auml;rs bekannt geworden ist, dass auch deutsche Soldaten an der Erstellung der Listen von hohen Taliban mitarbeiten, die dann von US-Spezialeinheiten gejagt und gezielt get&ouml;tet werden. Das Bundesverteidigungsministerium r&auml;umte[1] dies daraufhin ein, versicherte aber, dass die Bundeswehr sich nur auf die Gefangennahme beschr&auml;nke, aber nicht wissen k&ouml;nne, ob die Namen dann nicht auch auf den Todeslisten auftauchen.<br>\nDie Regeln des Isaf-Einsatzes lie&szlig;en nicht nur den Einsatz milit&auml;rischer Mittel gegen Aufst&auml;ndische, sondern auch gezielte T&ouml;tungen zu, versicherte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Heute erkl&auml;rte Bundesau&szlig;enminister Westerwelle, dass gezielte T&ouml;tungen nach dem V&ouml;lkerrecht in Afghanistan ganz legal seien. Die Rechtslage sei eindeutig: &ldquo;Diesbez&uuml;glich geht es nicht um Legitimit&auml;t, sondern um Legalit&auml;t. Wir m&uuml;ssen wissen, dass gegnerische K&auml;mpfer in einem nicht-internationalen bewaffneten Konflikt in dem vom humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht gesteckten Rahmen gezielt bek&auml;mpft werden k&ouml;nnen und d&uuml;rfen&rdquo;, so Westerwelle.  &ldquo;Ob es uns gef&auml;llt oder nicht, so ist die Lage.&ldquo; Man habe die Aufgabe, die Sicherheit von Deutschland und der Soldaten zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148128\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Umfrage-Absturz von Schwarz-Gelb kein Grund zur Euphorie und Selbstzufriedenheit!<\/strong><br>\nWer die derzeitigen fallenden Umfragewerte f&uuml;r die Merkeltruppe wie auch die M&ouml;venpickpartei sieht, der k&ouml;nnte meinen, es entwickele sich schon alles wieder in Richtung Rot-Gr&uuml;n, man m&uuml;sse nur abwarten. Und notfalls m&uuml;sse man dann mal sehen, wie man die l&auml;stige Linke behandelt. Beides d&uuml;rfte sich als fataler Irrtum erweisen, zumindest w&auml;re es so, wenn man einfach abwartet, dass sich die Schwarz-Gelbe Koalition von selbst erledigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-sozialdemokraten.de\/content\/umfrage-absturz-von-schwarz-gelb-kein-grund-zur-euphorie-und-selbstzufriedenheit\">Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Nach der Krise ist vor der Krise, tr&uuml;be Aussichten, drei Jahre und kein bisschen weiser, Aufschwung kommt bei den Menschen nicht an, Industrie fordert Lockerung beim K&uuml;ndigungsschutz, Pl&auml;doyer f&uuml;r H&auml;rte im<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6396\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6396","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6396"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6400,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6396\/revisions\/6400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}