{"id":640,"date":"2005-07-20T14:24:02","date_gmt":"2005-07-20T12:24:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=640"},"modified":"2016-03-07T18:26:28","modified_gmt":"2016-03-07T17:26:28","slug":"die-produktivitat-ist-zu-hoch-die-arbeit-geht-aus-jeder-bekommt-ein-grundeinkommen-abstrus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=640","title":{"rendered":"&#8220;Die Produktivit\u00e4t ist zu hoch; die Arbeit geht aus; jeder bekommt ein Grundeinkommen&#8221; &#8230; Abstrus."},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur Gerhard Schr&ouml;der hat mit seinem Vorsto&szlig; f&uuml;r Neuwahlen die neoliberalen Ideologen vor dem Offenbarungseid ihres Scheiterns gerettet. Das tun nun zunehmend auch eine Gruppe von Personen, die in ihrer Mehrzahl eigentlich keine Anh&auml;nger der neoliberalen Ideologie sind und aus eher ehrenwerten Motiven die Vorstellung kritisieren, wir k&ouml;nnten mit Wachstum die Probleme der Arbeitslosigkeit l&ouml;sen, oder besorgte Menschen, die Wachstum &ouml;kologisch f&uuml;r problematisch halten. Es gibt tats&auml;chlich eine, den politischen Widerstand gegen die neoliberalen Modernisierer schw&auml;chende Spaltung.<br>\n<!--more--><br>\nSchon seit einiger Zeit kann man nahezu t&auml;glich von Autoren lesen, die behaupten, Vollbesch&auml;ftigung sei nicht mehr m&ouml;glich, Wachstum bringe es nicht und sei ohnehin &uuml;berholt; die Produktivit&auml;t sei so hoch, dass die Arbeit ausgeht; es sei deshalb sinnlos, auf Erwerbsarbeit zu setzen; ohnehin sei unsere Welt &ouml;kologisch &uuml;berlastet, wir k&ouml;nnten &ldquo;langsamer machen&rdquo; (Fritz Reheis, FR 18.6.), es gebe eine &ldquo;W&uuml;rde ohne Arbeit&rdquo; (Hans-J&uuml;rgen Arlt, FR 24.6.), &ldquo;Genug ist genug&rdquo; (Hans Dieffenbacher und Volker Teichert, FR 22.6), wir seien am &ldquo;Ende des Arbeitszwangs&rdquo; angekommen (Volker Koehnen, FR 1.7.), Wachstum sei &ldquo;unwirtschaftlich&rdquo; (Wolfgang Sachs, FR 1.7.), &ldquo;Die Wirtschaft befreit die Menschen von der Arbeit&rdquo; (G&ouml;tz Werner, Chef der Drogeriemarktkette DM, Stuttgarter Zeitung 2.7.), &ldquo;Die Arbeit verschwindet&rdquo; (Jeremy Rifkin, Stuttgarter Zeitung, 29.4.), &ldquo;Wir haben genug. Wir brauchen nichts mehr. Leben an der Ekelgrenze &ndash; die Krise der Marktwirtschaft resultiert aus dem &Uuml;berfluss, nicht aus dem Mangel&rdquo; (Ludger L&uuml;tkehaus, DIE ZEIT, 7.7.2005); die Zeit sei reif f&uuml;r ein Grundeinkommen, das an jeden gezahlt wird, das B&uuml;rgergeld. <\/p><p>Diese bunte Gruppe von Autoren &ndash; sie reicht vom erfolgreichen Unternehmer, G&ouml;tz Werner bis zum ehemaligen Pressesprecher des DGB, Hans-J&uuml;rgen Arlt &ndash; bestreitet wie die neoliberalen Modernisierer, dass wir vor allem ein Konjunkturproblem h&auml;tten. Aus ihrer Sicht stimmen die Strukturen nicht, wir h&auml;tten den Zustand der S&auml;ttigung erreicht, der Kapitalismus scheitere an seiner &Uuml;berproduktion , oder &ndash; aus anderem Blickwinkel &ndash; noch nie gehe es uns so gut wie heute.<br>\nMachen Sie sich selbst ein Bild &uuml;ber diese Meinungen. Am Ende des Textes finden Sie die Links zu den verf&uuml;gbaren genannten Beitr&auml;gen. <\/p><p><strong>Ich halte die Diagnosen teils f&uuml;r sehr fragw&uuml;rdig, teils sogar f&uuml;r gewollte oder ungewollte Hilfskonstrukte zu Gunsten der herrschenden Mainstream-Meinung; die Therapie halte ich f&uuml;r abstrus. <\/strong><\/p><p>In Stichworten werde ich im Folgenden mein Urteil begr&uuml;nden. Ich verweise Interessierte zugleich auf mehrere Kapitel meines Buches &ldquo;Die Reforml&uuml;ge&rdquo;: dort gibt es Analysen der Denkfehler &ldquo;Wachstum bringt es nicht&rdquo; (Denkfehler Nr. 8), &ldquo;Die Produktivit&auml;t ist zu hoch &ldquo;(Nr. 9), &ldquo;Wachstum ist auch &ouml;kologisch nicht vertretbar&rdquo; (Nr. 14), &ldquo;Konjunkturprogramme sind Strohfeuer&rdquo; (Nr.15). Den Text des Denkfehlers Nr. 14 finden Sie auch in der NachDenkSeiten-Rubrik <a href=\"?p=259\">&ldquo;Ver&ouml;ffentlichungen der Herausgeber&rdquo;<\/a>. <\/p><p>Nun also in Stichworten einige Hinweise und Fakten zur Beurteilung und Kommentierung der in den erw&auml;hnten Beitr&auml;gen entwickelten Analysen und Vorschl&auml;ge:<\/p><ol>\n<li><strong>F&uuml;r ein Grundeinkommen m&uuml;sste ungef&auml;hr das Doppelte des bisherigen Bundeshaushalts eingesetzt werden. Eine unvorstellbare Summe.<\/strong><br>\nBeginnen wir mit dem zentralen Vorschlag, der Einf&uuml;hrung eines Grundeinkommens beziehungsweise eines B&uuml;rgergelds. Dazu hei&szlig;t es bei Arlt in der Frankfurter Rundschau vom 24.6.: &ldquo;Wir brauchen ein garantiertes Grundeinkommen&rdquo;. Und dann w&ouml;rtlich beim ver.di-Bereichsleiter Jugend in Hessen, Volker Koehnen, in der Frankfurter Rundschau vom 1.7.: &ldquo;Jeder Staatsb&uuml;rger bekommt vom Staat einen monatlichen Betrag zur Verf&uuml;gung gestellt, mit dem er seine Existenz langfristig sichern kann. Das &ldquo;Neue&rdquo; daran im Unterschied zum erwerbsf&ouml;rmigen Einkommen ist, dass dieser Betrag jedem zu steht &ndash; ob er arbeitet oder nicht. Das Grundeinkommen ist nicht gekoppelt an eine Gegenleistung, die zu erbringen w&auml;re. Es wird gezahlt &ndash; einfach nur aufgrund der Tatsache, dass ein Mensch hier lebt und Teil der Gesellschaft ist.&rdquo;<br>\nZur H&ouml;he dieses Betrages macht Koehnen keine Zahlenangaben, aber er nennt eine konkrete Orientierung: Er soll so hoch sein, &ldquo;dass er jedem ein existenzsicherndes Leben erm&ouml;glicht.&rdquo;<br>\nGerechnet hat Koehnen offenbar nicht. Versuchen wir es: Wenn wir uns an den Sozialhilfes&auml;tzen als Untergrenze und als Obergrenze an 60% des durchschnittlichen Nettolohns ( &euro; 1500.-) , das ist nach internationalen Ma&szlig;st&auml;ben etwas oberhalb der Armutsgrenze,orientieren, dann kommen wir auf ein existenzsicherndes Einkommen von 700 bis 800 &euro;.. Nehmen wir vorsichtshalber 700 &euro; und multiplizieren dies mit der Anzahl der Erwachsenen in Deutschland von rund 65 Millionen, dann kommen wir auf Gesamtausgaben f&uuml;r das Grundeinkommen von j&auml;hrlich 546 Milliarden &euro;. Das ist rund das Doppelte des Bundeshaushalts von circa 255 Milliarden. Woher soll dieses Geld kommen? W&uuml;rde man sich bescheiden und darauf beschr&auml;nken, nur(!) den gesamten &ndash; und nicht den doppelten &ndash; Bundeshaushalt f&uuml;r das Grundeinkommen zu verwenden, dann k&auml;me man auf ein Grundeinkommen von rund 350 &euro; im Monat. Leider ist das nicht mehr existenzsichernd, also nicht ausreichend.<br>\nAllein schon diese einfachen Berechnungen belegen, dass mein Urteil, es handle sich um abstruse Vorstellungen, mehr als berechtigt ist. Man muss den Eindruck gewinnen, dass die Autoren allesamt einen Goldesel zuhause stehen haben. \n<p>Das enthebt sie offenbar auch der Notwendigkeit, sich dar&uuml;ber Gedanken zu machen, wie entschieden wird und wer dar&uuml;ber entscheidet, wer in dieser sch&ouml;nen neuen Welt der arbeitslosen Grundeinkommen noch arbeiten muss und wer das Vergn&uuml;gen hat, sich nur der Muse hinzugeben. Diese Frage zu beantworten ist ja nicht unbedeutend, vor allem, wenn man daran denkt, wie viele Menschen heute in den Betrieben gro&szlig;em Stress und Willk&uuml;r ausgesetzt sind, und wie viele mit einem Job nicht auskommen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Der Sturm auf die arbeitslosen Grundeinkommen w&auml;re vermutlich ziemlich gro&szlig;, jedenfalls kann man an die Realisierung eines solchen Systems nicht gehen, ohne sich dar&uuml;ber Gedanken gemacht zu haben, wie entschieden wird, wer das Joch der Arbeit zu tragen hat. <\/p>\n<p>Aber nicht nur die Therapie auch die Analysen sind h&ouml;chst seltsam.<\/p><\/li>\n<li><strong>Es stimmt nicht, dass Wachstum nicht mehr m&ouml;glich ist.<\/strong><br>\nEs werde immer deutlicher, &ldquo;dass Wachstum nicht einfach weiter gesteigert werden kann, wenn das BIP (= Bruttoinlandsprodukt, d.Verf.) pro Kopf einmal ein sehr hohes Niveau erreicht hat. Die dann noch m&ouml;glichen Wachstumsraten erfolgen in aller Regel ohne Ausweitung von Arbeitspl&auml;tzen oder f&uuml;hren sogar zum Abbau von Arbeitspl&auml;tzen&rdquo;, hei&szlig;t es bei Dieffenbacher und Teichert.<br>\nDas stimmt nicht. Es wird einfach nur so daher gesagt. Die erreichten Wachstumsraten sowohl in Deutschland wie auch bei vergleichbaren anderen Industriel&auml;ndern sind im Zeitablauf sehr verschieden ausgefallen. In den USA sind in den neunziger Jahren mehrmals &uuml;ber 4% reales BIP-Wachstum erreicht worden. In Schweden gab es anfangs der neunziger Jahre einen massiven Einbruch mit dreimal einem Minuszeichen vor der &ldquo;Wachstums&rdquo;rate und dann von 1994 bis 2000 viermal hintereinander Wachstumsraten von &uuml;ber 4%, danach Werte zwischen 1% und 2%. Nirgendwo steht geschrieben, dass es demn&auml;chst nicht wieder 3 oder 4% sein k&ouml;nnten. Es gibt keine Gesetzm&auml;&szlig;igkeit abnehmender Wachstumsraten.<br>\nAuch in Deutschland gibt es keinen gesetzm&auml;&szlig;igen Abstieg. Soweit es einen gibt, ist er gemacht. Nach einer Durststrecke in den achtziger Jahren wurden Ende der achtziger Jahre 3,7 und 3,9% und dann im Einheitsboom 5,7 und 5,0% reales Wachstum erzielt. Dann wurde die Konjunktur 1992 gr&uuml;ndlich abgew&uuml;rgt und dann noch einmal 2001 &ndash; mit der Folge, dass wir seit 1992 gerade mal ein durchschnittliches Wachstum von 1,3% erreichen. Dieses miserable, unterhalb der Produktivit&auml;tsentwicklung liegende Wachstum ist nicht die Folge dessen, dass wir ein hohes wirtschaftliches Niveau erreicht haben, es ist die Folge einer falschen Makropolitik.<\/li>\n<li><strong>Leben wir in einer andern Welt als unsere Nachbarn? Unter ganz anderen strukturellen Bedingungen?<\/strong><br>\nIn den letzten zwei Jahrzehnten haben andere L&auml;nder &ndash; zum Beispiel Schweden, die USA, &Ouml;sterreich &ndash; viel h&ouml;here Wachstumsraten erreicht. Gelten f&uuml;r diese L&auml;nder andere Grundbedingungen? Leben diese V&ouml;lker in einer anderen Welt? Das kann doch wohl nicht wahr sein.<br>\nSchon allein der Blick zu den verwandten und vergleichbaren Volkswirtschaften m&uuml;sste den Autoren doch klarmachen, dass ihre Analysen abwegig sind. Zitieren wir noch einmal Koehnen: &ldquo;Was soll die Industriegesellschaft tun, deren einst tragendes Fundament &ndash; Erwerbsarbeit und Vollbesch&auml;ftigung &ndash; br&ouml;ckelt? Was soll demokratische Politik tun, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r die Funktionsf&auml;higkeit des Sozialstaates nicht mehr gegeben sind? Will man den Kollaps unseres Gemeinwesens verhindern, muss ein alternatives gesellschaftliches Leitbild demokratischer Politik jenseits der Vollbesch&auml;ftigung entworfen werden.&rdquo;<br>\nAuch das ist einfach so daher gesagt. Nirgendwo wird vom Autor belegt, dass und warum die Erwerbsarbeit nicht weiter das tragende Fundament der Existenz der Menschen und der Gesellschaft ist. Es wird auch nicht gesagt, wie es ohne Erwerbsarbeit gehen soll.<\/li>\n<li><strong>Wenn Gewerkschafter das Ziel Vollbesch&auml;ftigung aufgeben, dann k&ouml;nnen sie auch ihren Beruf und ihre Organisation aufgeben.<\/strong><br>\nDas Hauptproblem der Gewerkschaften heute ist, dass der Arbeitsmarkt v&ouml;llig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wer Arbeitskr&auml;fte nachfragt, kann unter einer Reservearmee von Arbeitslosen ausw&auml;hlen, wer Arbeit nachfragt, muss zig Bewerbungen schreiben. Die Arbeitnehmer sitzen hoffnungslos am k&uuml;rzeren Hebel; das schw&auml;cht ihre Marktmacht; das setzt sie permanent den Erpressungen aus &ndash; der Drohung mit der Verlagerung, der Drohung mit Lohnk&uuml;rzungen und\/oder mit Arbeitszeitverl&auml;ngerung ohne Lohnausgleich. Die erk&auml;mpften Rechte der Arbeitnehmerschaft werden in einer solchen ungleichgewichtigen Situation auf dem Arbeitsmarkt immer weniger wert. Sie sind nur dann wieder etwas wert, wenn endlich wieder einigerma&szlig;en Wettbewerb und das hei&szlig;t Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt herrscht. Das geht nur, wenn ein h&ouml;herer Grad von Besch&auml;ftigung, am besten Vollbesch&auml;ftigung, erreicht ist. So schwierig es ist, der Vollbesch&auml;ftigung wieder nahe zu kommen, es muss das Hauptziel von Gewerkschaften sein. Andernfalls k&ouml;nnen sie sich &ndash; bildlich gesprochen &ndash; einen Strick kaufen.<br>\nEs gibt auch volkswirtschaftlich betrachtet &uuml;berhaupt keinen Grund, dieses Ziel aufzugeben. Es gibt genug zu tun.<\/li>\n<li><strong>Es kommt drauf an, was w&auml;chst.<\/strong><br>\nIch kann jene, die davor warnen, die Energie- und Treibstoffvergeudung der USA auf andere wachsende Volkswirtschaften rund um den Erdball zu &uuml;bertragen, gut verstehen; ich kann jene, die vor weiterer Motorisierung warnen, weil sie sich vorstellen k&ouml;nnen, was ein solches Wachstum, &uuml;bertragen auf China oder Indien, f&uuml;r die &ouml;kologische Belastung des Erdballs und des Klimas bedeutet, gut verstehen. Aber ich kann nicht verstehen, warum sie diese Sorgen dann auf unsere jetzige Situation in Deutschland meinen &uuml;bertragen zu k&ouml;nnen. Wir stecken in einer tiefen Rezession, und zur &Uuml;berwindung dieser Rezession und der bedr&uuml;ckenden Arbeitslosigkeit ist es notwendig, mehr Besch&auml;ftigung und mehr Wachstum zu erreichen. Ob dies &ouml;kologisch verantwortbar ist, h&auml;ngt einzig davon ab, was w&auml;chst. Es gibt in unserem Land sehr viel zu tun, das &ouml;kologisch unbedenklich oder sogar f&ouml;rderlich ist: Wenn wir die Sch&uuml;ler-Lehrer-Relation verbessern, wenn wir begradigte und von B&auml;umen nicht mehr ums&auml;umte Bachl&auml;ufe renaturieren, wenn wir Handwerker statt Eltern Klassenr&auml;ume reparieren und streichen lassen, wenn wir unsere Universit&auml;ten modernisieren, wenn die Aussiedler- und Ausl&auml;nderkinder ausreichend Sprachunterricht bekommen, wenn sich alle Familien, die wollen, Ferien und gelegentlich ein sch&ouml;nes Essen in der n&auml;chsten Gastwirtschaft leisten k&ouml;nnen &ndash; was ist daran &ouml;kologisch bedenklich? In allen diesen F&auml;llen und bei vielen anderen sonstigen M&ouml;glichkeit der Produktion von G&uuml;tern und Dienstleistungen gilt &uuml;brigens nicht, was Wolfgang Sachs einfach so behauptet: &ldquo;Mit steigendem BIP geht abnehmender Wohlstand einher.&rdquo; Mit der Produktion w&auml;chst auch der Wohlstand. Dass wachsende Produktion mit sinkendem Wohlstand verbunden sein kann, wei&szlig; man seit langem. Das war ja zum Beispiel einer der Kerne der Debatte um die so genannten &ldquo;external diseconomies&rdquo;, also um die externen Kosten, die vom Produzenten nicht einkalkuliert werden, wenn die &ouml;konomischen Rahmenbedingungen nicht entsprechend gesetzt werden. Die &Ouml;kosteuer zum Beispiel ist der einigerma&szlig;en gelungene Versuch, die Rahmen so zu setzen, dass wenigstens ein Teil der externen Kosten in die betriebswirtschaftlichen Kalkulationen hinein gezwungen wird. \n<p>Gerade &ouml;kologisch interessierte und engagierte Zeitgenossen sollten auch bedenken, welche Folgen die hohe Arbeitslosigkeit und die Sorgen der Menschen um ihren Arbeitsplatz f&uuml;r die Bereitschaft haben, sich f&uuml;r &ouml;kologische Belange zu interessieren, zu engagieren und den Politikern zuzugestehen, dass sie &ouml;kologisch vern&uuml;nftig handeln. Hier gilt die bittere alte Erfahrung &ldquo;Erst das Fressen, dann die Moral&rdquo; &ndash; ob uns das gef&auml;llt oder nicht.<br>\nWer als Politiker nicht mehr daf&uuml;r sorgt, beziehungsweise schon das Ziel aufgibt, m&ouml;glichst allen Menschen eine berufliche Perspektive und einen Arbeitsplatz zu geben, der wird ihre Herzen nicht f&uuml;r &ouml;kologische Anliegen zu &ouml;ffnen verm&ouml;gen. So gesehen ist &ouml;kologisch vern&uuml;nftige Politik eng verklammert mit Wachstumspolitik. Das gilt jedenfalls f&uuml;r die jetzige Situation und auf absehbare Zeit. In 10, 20 oder 30 Jahren kann man anders denken und entscheiden, das will ich nicht ausschlie&szlig;en.<\/p><\/li>\n<li><strong>Sind Arbeitspl&auml;tze ein Opfer der zu hohen Produktivit&auml;t? Schafft der Kapitalismus die Arbeit ab? Geht uns die Arbeit aus?<\/strong><br>\nUnterschwellig &ndash; und zum Teil offen formuliert &ndash; schwingt bei den Wachstumsskeptikern und Propagandisten des Grundeinkommens die Sorge mit, die Produktivit&auml;t sei zu hoch, deshalb gingen Arbeitspl&auml;tze verloren, deshalb auch k&ouml;nnten wir uns k&uuml;nftig den Luxus leisten, auf Erwerbsarbeit zu verzichten und auf der Basis eines Grundeinkommens kreativ, nach eigenen Geschmack oder einfach nur so in den Tag hinein leben. Dabei schwingt weiter mit, dass unsere Bed&uuml;rfnisse insgesamt ges&auml;ttigt seien. &ndash; An diesen Vorstellungen stimmt vieles nicht:<br>\nBei der Vorstellung von S&auml;ttigung und &Uuml;berproduktion mischen sich auf seltsame Weise die Erfahrungen einer ges&auml;ttigten Wohlstands-Mittel- und Oberschicht mit alten vulg&auml;r-marxistischen Vorstellungen von der Selbsterledigung und Verwertungs-Krise des Kapitalismus.<br>\nMeine Bed&uuml;rfnisse m&ouml;gen ja einigerma&szlig;en ges&auml;ttigt sein. Aber wer mit offenen Augen in Berlin U-Bahn oder in Gelsenkirchen Stra&szlig;enbahn f&auml;hrt, sieht schon an der Kleidung der Menschen, dass die S&auml;ttigungstheorie eine arrogante Theorie der Mittel- und Oberschicht ist. Es wachsen auch immer neue Generationen nach, die auch leben wollen und daf&uuml;r G&uuml;ter und Dienste in Anspruch nehmen und nicht unbedingt in den M&ouml;beln ihrer Gro&szlig;eltern wohnen wollen. Wer alleine an der Allgegenwart von Handys und der &uuml;ppigen Ausstattung mit Fernsehern und Video misst, ob die Bed&uuml;rfnisse dieser jungen Generation ges&auml;ttigt sind, vertut sich.<br>\nAu&szlig;erdem gibt es gro&szlig;e gesellschaftliche Bed&uuml;rfnisse, Bed&uuml;rfnisse die durch Erwerbsarbeit gestillt werden k&ouml;nnen. Au&szlig;er den zuvor schon genannten Beispielen w&auml;ren zu nennen: Reparatur und Ausbau der Infrastruktur, in vielen Gemeinden ist die Kanalisation marode, der &ouml;ffentliche Nahverkehr k&ouml;nnte in vielen Teilen unseres Landes noch einen Schub gebrauchen; junge Paare, die Beruf und Familie verbinden wollen, brauchen die n&ouml;tigen Einrichtungen f&uuml;r ihre Kinder, und so weiter. Wer von der Vorstellung ausgeht, die Bed&uuml;rfnisse der Menschen seien ges&auml;ttigt, irrt. In der &Uuml;berflussgesellschaft mag ein Teil unserer Mitbewohner dieses Landes leben, der gr&ouml;&szlig;ere Teil tut dies nicht. Dass in Anbetracht der Informationen, die in letzter Zeit zum Anwachsen der Armut in Deutschland bekannt wurden, ein Autor pauschal von &Uuml;berflussgesellschaft schreiben kann, ist schon eigenartig. Dass dies in der ZEIT gedruckt wird, verwundert inzwischen schon weniger.\n<p>Immer wieder wird uns erz&auml;hlt, die Produktivit&auml;t sei so hoch, dass das damit verbundene Wachstum keine Arbeitspl&auml;tze mehr schaffe. Die Produktivit&auml;t laufe sozusagen dem Wachstum davon. Empirisch ist das nicht nachzuweisen, eher das Gegenteil: Selbst in unserem von falscher Wirtschaftspolitik gebeutelten Land sind Phasen hohen Produktivit&auml;tszuwachses auffallend oft verbunden mit Phasen hohen Wachstums des Bruttoinlandsproduktes und zeigen in der Regel auch sinkende Arbeitslosenquoten. Die folgende Tabelle zeigt f&uuml;r die Zeit von 1987 bis 1992, und f&uuml;r 1997 bis 2003 diese erstaunlichen Zusammenh&auml;nge. Dass dies in der wachstums- und produktivit&auml;tskritischen Debatte anders gesehen wird, hat viel damit zu tun, dass diese Autoren einzelwirtschaftlich denken. Sie &uuml;bertragen, was f&uuml;r einen einzelnen Betrieb gelten mag, auf die gesamte Volkwirtschaft. Wenn ein Betrieb eine neue, viel produktivere Produktionsanlage installiert und damit die Arbeitsproduktivit&auml;t der Mitarbeiter erh&ouml;ht und den Umsatz nicht ausweitet, dann wird er Arbeitskr&auml;fte &ldquo;freisetzen&rdquo;, wie es so unsch&ouml;n hei&szlig;t. Ein typischer Vertreter dieser einzelwirtschaftlichen Sichtweise ist Ulrich Beck. Er besuchte vor Jahren einmal einen Betrieb von BMW, erfuhr, dass dort immer mehr Roboter eingebaut werden und schloss in einem Essay messerscharf, dass der Kapitalismus die Arbeit abschafft. Das ist typisch f&uuml;r die einzelbetriebliche Betrachtungsweise; hier wird ohne Beachtung der volkswirtschaftlichen Anpassungsprozesse geurteilt. Diese Kritik gilt auch f&uuml;r Jeremy Rifkin, der eine Art neuer Erfinder der Behauptung vom &ldquo;Ende der Arbeit&rdquo; ist. So sehr ich sein Engagement f&uuml;r das soziale Element in den europ&auml;ischen Gesellschaften sch&auml;tze, in seinem Buch vom Ende der Arbeit fand ich keinen schl&uuml;ssigen Beleg f&uuml;r seine These und auch nicht in einem k&uuml;rzlich in der Stuttgarter Zeitung erschienenen Interview. (Siehe Link.) Behauptungen werden nicht dadurch richtig, dass sie immer wiederholt und von verschiedenen Absendern formuliert werden. <\/p>\n<p>Die Volkswirtschaft insgesamt wird mit steigender Produktivit&auml;t wettbewerbsf&auml;higer. Wie die gesamtwirtschaftliche Arbeitsplatzbilanz am Ende auszieht, h&auml;ngt ganz wesentlich auch von makro&ouml;konomischen Faktoren ab, also auch davon, ob die Nachfrageseite in der gesamten Volkswirtschaft stimmt, genauer davon, ob die Wirtschaftspolitik darauf achtet, der Produktivit&auml;tsentwicklung entsprechend die Einkommen und Kaufkraft der Menschen auch wachsen und damit der Binnennachfrage freieren Lauf zu lassen. Dass es daran in Deutschland sp&auml;testens seit 1992 mangelt, wissen alle, die sich mit Makro&ouml;konomie besch&auml;ftigen und nicht zur neoliberalen Glaubensgemeinschaft geh&ouml;ren.<\/p><\/li>\n<\/ol><p><em>Tabelle: Entwicklung der Arbeitsproduktivit&auml;t, des Bruttoinlandsprodukts, der Arbeitslosenquote und der Kapazit&auml;tsauslastung in Westdeutschland<\/em><\/p><table>\n<tr>\n<th>&nbsp;<\/th>\n<th>Wachstum der Arbeitsproduktivit&auml;t je Erwerbst&auml;tigenstunde (Ver&auml;nderung gegen&uuml;ber dem Vorjahr in Prozent<\/th>\n<th>Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (Ver&auml;nderung gegen&uuml;ber dem Vorjahr in Prozent)<\/th>\n<th>Arbeitslosenquote<\/th>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>1987<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>8,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>1988<\/td>\n<td>3,0<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>8,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>1989<\/td>\n<td>3,3<\/td>\n<td>3,6<\/td>\n<td>7,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>1990<\/td>\n<td>5,0<\/td>\n<td>5,7<\/td>\n<td>7,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>1991<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>5,0<\/td>\n<td>7,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>1992<\/td>\n<td>2,7<\/td>\n<td>2,2<\/td>\n<td>8,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>1997<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>1,4<\/td>\n<td>12,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>1998<\/td>\n<td>1,3<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>12,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>1999<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>11,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>2000<\/td>\n<td>2,2<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<td>10,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>2001<\/td>\n<td>1,0<\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>10,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>2002<\/td>\n<td>1,2<\/td>\n<td>0,2<\/td>\n<td>10,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>2003<\/td>\n<td>0,8<\/td>\n<td>-0,1<\/td>\n<td>11,6<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><p>In den letzten Jahren &ndash; von 2001 bis heute &ndash; haben wir besonders niedrige Produktivit&auml;tszuw&auml;chse. Es m&uuml;sste nach der allenthalben verk&uuml;ndeten Lehre heute also noch relativ gut um die Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen stehen. Das ist offenbar nicht so und m&uuml;sste alleine schon zu denken geben.<br>\nSp&auml;testens dann jedoch m&uuml;sste die Sorge und Skepsis gegen&uuml;ber dem Produktivit&auml;tsfortschritt verschwinden, wenn man sie mit einer anderen Sorge zusammenbringt: Mit der Angst wegen des &Auml;lterwerdens unserer Gesellschaft w&uuml;rde die junge Generation zunehmend &uuml;berlastet, weil sich die Relation von zu versorgenden &Auml;lteren zu den arbeitenden Jungen zulasten der Jungen verschiebt. Wenn diese Sorge richtig ist, dann braucht man sich nicht um den Zuwachs der Produktivit&auml;t zu sorgen. Dieser Zuwachs ist das beste Mittel, um mit dem Anwachsen der so genannten Alterslast fertig zu werden &ndash; weil sich die Masse des zu verteilenden vergr&ouml;&szlig;ert und Jung und Alt etwas davon abbekommen k&ouml;nnten. <\/p><p><strong>Anhang: Links zu den einbezogenen Beitr&auml;gen<\/strong><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/?cnt=692126\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/?cnt=692126\">Arlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/?cnt=691287\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/?cnt=691287\">Dieffenbacher u. Teichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/?cnt=690669\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/?cnt=690669\">Koehnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/_inc\/_globals\/print.php?client=fr&amp;cnt=694725&amp;ref=\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.fr-aktuell.de\/_inc\/_globals\/print.php?client=fr&amp;cnt=694725&amp;ref=\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/standpunkte\/\">Koehnen (2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/949236\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/949236\">Werner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2005\/28\/Kapitalism__2fL_9ftkehaus\" title=\"Externer Link zu http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2005\/28\/Kapitalism__2fL_9ftkehaus\">L&uuml;tkehaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/uebersicht\/alle_dossiers\/politik_inland\/gewinn_statt_profit\/nachhaltigkeit_funktioniert_und_wie\/?cnt=697796\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.fr-aktuell.de\/uebersicht\/alle_dossiers\/politik_inland\/gewinn_statt_profit\/nachhaltigkeit_funktioniert_und_wie\/?cnt=697796\">Sachs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/916564\/artikel_bildlinks_druck_teile\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/916564\/artikel_bildlinks_druck_teile\">Rifkin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur Gerhard Schr&ouml;der hat mit seinem Vorsto&szlig; f&uuml;r Neuwahlen die neoliberalen Ideologen vor dem Offenbarungseid ihres Scheiterns gerettet. Das tun nun zunehmend auch eine Gruppe von Personen, die in ihrer Mehrzahl eigentlich keine Anh&auml;nger der neoliberalen Ideologie sind und aus eher ehrenwerten Motiven die Vorstellung kritisieren, wir k&ouml;nnten mit Wachstum die Probleme der Arbeitslosigkeit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=640\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,13,31,202],"tags":[1862,487,479,510,402],"class_list":["post-640","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-denkfehler-wirtschaftsdebatte","category-grundeinkommen","category-postwachstumskritik","tag-buergergeld","tag-produktivitaet","tag-reservearmee","tag-vollbeschaeftigung","tag-wachstum"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=640"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/640\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31950,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/640\/revisions\/31950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}