{"id":64029,"date":"2020-08-24T08:41:45","date_gmt":"2020-08-24T06:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029"},"modified":"2020-08-24T08:41:45","modified_gmt":"2020-08-24T06:41:45","slug":"hinweise-des-tages-3681","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h01\">Extreme Pfennigfuchserei: Wie die neuen Hartz-IV-Regels&auml;tze kleingerechnet werden sollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h02\">Arbeitsbedingungen und Gehalt treiben Pflegende aus dem Beruf <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h03\">&bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Problem sind unbesetzte Stellen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h04\">Die Nebenwirkungen von Covid-19 im Gesundheitssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h05\">Stillstand am Karawankeltunnel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h06\">&ldquo;Sehr gef&auml;hrlich&rdquo;: Schwedens Chef-Epidemiologe warnt vor falscher Sicherheit durch Gesichtsmasken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h07\">Enorme Nachfrage: Allein die erste Impfwelle verspricht 20 Milliarden Dollar Umsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h08\">Geldw&auml;scheparadies Deutschland &ndash; Lehren aus dem aktuellen Jahresbericht der obersten deutschen Geldw&auml;schebeh&ouml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h09\">Susanne Ferschl &uuml;ber Tarifflucht bei der Deutschen Post<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h10\">Wie oft die Bundeswehr in Klassenzimmern wirbt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h11\">Ukraine 2.0 oder wem die Stunde schl&auml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h12\">Navalny wird nach Deutschland geflogen &ndash; Die deutschen Medien klammern die wichtigsten Fragen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h13\">Symbolpolitik mit Hund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64029#h14\">Zu wenige Menschen nutzen die Corona-Warn-App<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Extreme Pfennigfuchserei: Wie die neuen Hartz-IV-Regels&auml;tze kleingerechnet werden sollen<\/strong><br>\nPolitisch motiviert und methodisch unsauber<br>\nMalstifte und die Kugel Eis f&uuml;r Kinder sind irrelevanter Luxus? Auf eine neue Waschmaschine soll man 13 Jahre sparen? Der DGB hat die Vorschl&auml;ge des Arbeitsministeriums zur Neuberechnung von Hartz-IV analysiert. Und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis: Die Regels&auml;tze bek&auml;mpfen Armut nicht, sie zementieren sie.<br>\nAlle f&uuml;nf Jahre ist die Bundesregierung in der Pflicht, zu ermitteln, was ein Mensch im reichen Deutschland mindestens zum Leben braucht und die die Hartz-IV-Regels&auml;tze neu festzusetzen. Im August 2020 soll das Bundeskabinett &uuml;ber einen Vorschlag des Arbeitsministeriums zur Herleitung der Regels&auml;tze beschlie&szlig;en. Der DGB hat den Gesetzentwurf analysiert und findet deutliche Worte: Die Regels&auml;tze w&uuml;rden politisch motiviert kleingerechnet und Armut nicht bek&auml;mpft sondern zementiert. Die Festsetzung sei methodisch unsauber und die Begr&uuml;ndungen, die die neuen Regels&auml;tze rechtfertigen sollen, seien teilweise unzutreffend und irref&uuml;hrend. (&hellip;)<br>\nSeit Jahren fordern Sozial- und Wohlfahrtsverb&auml;nde und der DGB die sogenannten &bdquo;verdeckten Armen&ldquo; aus der Vergleichsgruppe herauszunehmen, also Personen, deren Einkommen unterhalb des Grundsicherungsniveaus liegen, die aber ihren Anspruch auf Grundsicherung nicht geltend machen. Das Arbeitsministerium lehnt dies im vorgelegten Gesetzentwurf ab. Die &bdquo;verdeckten Armen&ldquo; k&ouml;nnten statistisch nicht exakt ermittelt werden, sondern mit Modellrechnungen nur ann&auml;herungsweise gesch&auml;tzt werden; dies sei fehleranf&auml;llig. Der DGB h&auml;lt diese Argumentation f&uuml;r &bdquo;abenteuerlich&ldquo;: Es ist sei doch viel sachgerechter, kleine Fehler bei der Absch&auml;tzung der verdeckten Armen in Kauf zu nehmen als den &bdquo;gro&szlig;en Fehler&ldquo; zu begehen, die verdeckten Armen vollst&auml;ndig in der Vergleichsgruppe zu belassen und so die Regels&auml;tze auch von Haushalten abzuleiten, die weniger als die Grundsicherung zum Leben zur Verf&uuml;gung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ebbc85c2-dae8-11ea-9e25-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Studie_Was_der_Mensch_braucht_2015.pdf%20\">Was der Mensch braucht<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47007#h07\">Hartz IV: Wie die Bundesregierung die Regels&auml;tze niedrig rechnet<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Der &bdquo;Monitor&ldquo;-Bericht ist <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/hartz-vier-114.html\">hier<\/a> komplett nachlesbar bzw. zu sehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Hartz 4: Wie Bundesregierung arme Menschen konsequent benachteiligt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kjmZRqaD7oU\">Jung und naiv via YouTube<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Voller Kinderbonus f&uuml;r Alleinerziehende!<\/strong><br>\nDas Kabinett hat heute zentrale Vorhaben des Konjunkturpakets verabschiedet. Es ist geplant, den Kinderbonus bei getrennten Eltern h&auml;lftig mit dem Kindesunterhalt zu verrechnen. Die Kinder von Alleinerziehenden erhalten damit unterm Strich statt 300 Euro nur 150 Euro Kinderbonus.<br>\n&bdquo;Viele Alleinerziehende haben schon mit dem Geld gerechnet. Schlie&szlig;lich hatte das Familienministerium ank&uuml;ndigt, dass der Kinderbonus nicht mit Unterhaltsleistungen verrechnet wird. Die 300 Euro sollen laut Ministerium dabei helfen, die Belastungen der Corona-Pandemie etwas abzufedern und den Familien finanziellen Handlungsspielraum zur&uuml;ckgeben. F&uuml;r Alleinerziehende haben sich Belastungen durch die Corona-Krise potenziert: Existenzsorgen in Folge der Kita- und Schulschlie&szlig;ungen, Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling, wegen Social Distancing nicht auf das soziale Netzwerk zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Der Kinderbonus wird dort gebraucht, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, da hier die Kosten f&uuml;r das Kind entstehen&ldquo;, kritisiert Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender M&uuml;tter und V&auml;ter e.V. (VAMV).<br>\nDas Kindergeld als Teil des steuerlichen Familienleistungsausgleichs tr&auml;gt dazu bei, das Existenzminimum von Kindern nicht zu besteuern. Hier ist es bei getrennten Eltern folgerichtig, das h&auml;lftige Kindergeld mit dem Kindesunterhalt zu verrechnen. Da der Kinderbonus als einmalige Erh&ouml;hung des Kindesgelds umgesetzt ist, greift auch hier die h&auml;lftige Aufteilung. Der Kinderbonus hat aber einen anderen Zweck als das Kindergeld: Belastungen aufzufangen und so die Konjunktur anzukurbeln. &bdquo;Nur wenige Alleinerziehende sind in der gl&uuml;cklichen Situation, dass der andere Elternteil die fehlende Kinderbetreuung mit ausgleicht. Hinzu kommt, dass sich f&uuml;r Familien mit kleinen Einkommen und somit f&uuml;r viele Alleinerziehende die Kosten erh&ouml;ht haben: Trotz Kitageb&uuml;hren kein Mittagessen, ein Rechner reicht nicht f&uuml;rs Homeoffice und Homeschooling, billige Lebensmittel als Mangelware. 300 Euro sind ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein. Diese auch noch zu halbieren, wird viele Alleinziehende vor den Kopf sto&szlig;en! Positiv zu verbuchen ist, dass der Kinderbonus nicht auf den Unterhaltsvorschuss und auf Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet werden soll. Diese Ausnahmeregelung muss auf den Kindesunterhalt ausgeweitet werden&ldquo;, fordert Jaspers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vamv.de\/presse\/pressemitteilungen\/presse-detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=698&amp;cHash=ff5937cc2c2cbc432de379a6fa12a938\">VAMV<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Beschluss der Regierung stammt vom 12. Juni 2020. Offenbar hat die SPD auch beim Kinderbonus zu viel versprochen, wenn sie schreibt: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/kinderbonus\/\">Wird nicht angerechnet auf andere Sozialleistungen, wie zum Beispiel die Grundsicherung.<\/a>&ldquo;. Wo war das Veto von Bundesfinanzminister Scholz, der inzwischen Kanzlerkandidat seiner Partei geworden ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsbedingungen und Gehalt treiben Pflegende aus dem Beruf<\/strong><br>\nProfessionell Pflegende sind zwar h&ouml;chst zufrieden mit ihrer pflegerischen T&auml;tigkeit, allerdings sehr unzufrieden mit den aktuellen Arbeitsbedingungen. Das verdeutlichen gleich 2 Umfragen: von der Pflegekammer Schleswig-Holstein und der Pflegekammer Rheinland-Pfalz. In den Ergebnissen spiegele sich einerseits der t&auml;gliche Spagat wider zwischen dem eigentlich geliebten Beruf und einem hohen Ethos sowie andererseits den widrigen Umst&auml;nden der Berufsaus&uuml;bung, teilte der Deutsche Berufsverband f&uuml;r Pflegeberufe (DBfK) Nordwest mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bibliomed-pflege.de\/news\/arbeitsbedingungen-und-gehalt-treiben-pflegende-aus-dem-beruf\">Bibliomed Pflege<\/a>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Die Pflegekosten sind eine tickende soziale Zeitbombe&rdquo;<\/strong><br>\nMehr als 2000 Euro im Monat m&uuml;ssen Menschen hierzulande im Schnitt f&uuml;r ein Leben im Pflegeheim aufbringen. Die Verbraucherzentralen sehen darin sozialen Sprengstoff &ndash; und fordern einen Zuschuss aus Steuergeldern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/verbraucherschuetzer-steigende-pflegekosten-sind-tickende-soziale-zeitbombe-a-e5451e62-e2f6-4143-9408-f5a5d96868b0\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Problem sind unbesetzte Stellen&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Covid-19 Krise stehen die Gesundheits&auml;mter vermehrt im Fokus. Gleichzeitig klagen sie seit Jahren &uuml;ber unbesetzte Stellen und Nachwuchsprobleme. Wir haben mit Dr. Henrik Reygers, Leiter des Gesundheitsamtes des Vogelsbergkreises, &uuml;ber die Krise, seinen Alltag und die Probleme des &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienstes gesprochen. (&hellip;)<br>\nWo hat die Krise Probleme beim &Ouml;GD aufgezeigt, die dringend behoben werden m&uuml;ssen?<br>\nReygers: Das gr&ouml;&szlig;te Problem ist die personelle Ausstattung. Weit &uuml;ber 50 % aller &Auml;rzte werden in den n&auml;chsten 5&ndash;10 Jahren das Rentenalter erreichen. Diese L&uuml;cke m&uuml;sste schon l&auml;ngst nachbesetzt worden sein.<br>\nUrs&auml;chlich f&uuml;r den &Auml;rztemangel sind zwei Dinge: Erstens die Gehaltssituationen: ein Amtsleiter eines Gesundheitsamtes verdient maximal 6921 Euro. Dies entspricht dem Endgehalt plus Zulage beim MDK f&uuml;r einen Assistenzarzt. Die Differenz zum Krankenhaus ist so deutlich, dass es zwischen 1.000 und 2.500 Euro Unterschied im Monat sein k&ouml;nnen. Bei dieser Gehaltssituation ist es nicht verwunderlich, dass die Bewerbungen in den einzelnen Gesundheits&auml;mtern &uuml;berschaubar sind und es viele freie Stellen gibt.<br>\nEin zweites Problem ist die mangelnde Information der Studierenden. Wenn ich an meine eigene Studienzeit zur&uuml;ck denke waren dies circa f&uuml;nf Semester-Stunden.<br>\nWeiterhin hat das Gesundheitsamt nicht das beste Image. Von Studierenden werden wir als reine Akten-Beh&ouml;rde gesehen. Dies wird &uuml;brigens auch vom Verband der kommunalen Arbeitgeber kommuniziert. Hier erfolgte die Original-Aussage: &bdquo;Sie sind ja nur Verwaltungsmediziner&ldquo;. Dass man mit solch einer geringen Wertsch&auml;tzung der &Auml;rzte keine Stellen besetzen kann, d&uuml;rfte klar sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marburger-bund.de\/hessen\/meldungen\/das-groesste-problem-sind-unbesetzte-stellen\">Marburger Bund Hessen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Covid 19 hat die Defizite im &Ouml;GD sch&ouml;nungslos offen gelegt. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Personalprobleme im &Ouml;GD sind eine mangelnde Wertsch&auml;tzung und eine schlechtere Bezahlung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Nebenwirkungen von Covid-19 im Gesundheitssystem<\/strong><br>\nEs hat im Fr&uuml;hling, inmitten der ersten Epidemiewelle, etwas gedauert, bis sich die Aufmerksamkeit der &Ouml;ffentlichkeit auch auf m&ouml;gliche direkte Nebenwirkungen der Corona-Krise gerichtet hat. Das gesamte Gesundheitssystem hatte sich in jenen Wochen auf die Behandlung (und zugleich die Abwehr) von Covid-19 fokussiert: Niedergelassene &Auml;rztinnen stellten auf Telemedizin um; Ambulanzen wurden gesperrt; nicht notwendige Operationen verschoben; Behandlungen von chronisch Erkrankten umgestellt.<br>\nDass all dies wohl nicht folgenlos sein wird, wurde damals zwar diskutiert, doch die Sorge vor Corona war gr&ouml;&szlig;er als jene aufgrund m&ouml;glicher Kollateralsch&auml;den &ndash; bei Patienten, bei der Politik, auch in den Medien. Dabei hatte es Anfang April bereits erste aufsehenerregende Berichte &uuml;ber einen massiven R&uuml;ckgang an diagnostizierten Herzinfarkten gegeben. Kardiologen warnten damals, dass nicht behandelte Infarkte zu Folgesch&auml;den und h&ouml;herer Sterblichkeit f&uuml;hren w&uuml;rden.<br>\nAm Mittwoch hat das Gesundheitsministerium nun eine erste Folgenabsch&auml;tzung zum Gesundheitssystem w&auml;hrend des Lockdowns pr&auml;sentiert. Und dabei offenbaren sich doch sehr deutliche Leistungseinschr&auml;nkungen. Laut der Analyse der Gesundheit &Ouml;sterreich GmbH (G&Ouml;G) wurde bis Mai bei Herzinfarkten ein Minus von 25 Prozent verzeichnet (im M&auml;rz waren es noch 40 Prozent). Besonders bedenklich war die Entwicklung bei Krebs und Krebsverdacht, wo ein R&uuml;ckgang der Spitalsaufenthalte um 20 Prozent beobachtet wurde. Das betreffe sowohl Therapien als auch diagnostische Eingriffe, sagte Karin Eglau von der G&Ouml;G. Ein Beispiel: Die Zahl der Brustkrebsoperationen ging von rund 500 in &Ouml;sterreich im M&auml;rz 2020 (&auml;hnliches Niveau wie 2019) auf etwa 350 im Mai zur&uuml;ck, sie steigt seither nur langsam an.<br>\n&ldquo;Wenn keine Mammografien erfolgen, k&ouml;nnen keine Diagnosen gestellt werden. Dann kann man nicht operieren&rdquo;, sagte Eglau. Sie stellte auch in den Raum, dass Diagnosen versp&auml;tet gestellt wurden und deshalb Krebserkrankungen nicht mehr so gut behandelt werden k&ouml;nnten. In diese Richtung gehen auch Aussagen des Onkologen Leopold &Ouml;hler des St. Josef-Krankenhaus in Wien. &ldquo;Wir haben jetzt den Eindruck, dass es einen Anstieg bei fortgeschrittenen Krebsdiagnosen gibt&rdquo;, sagte er der Tageszeitung &ldquo;Der Standard&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2072086-Unbeachtete-Nebenwirkungen.html\">Wiener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In Deutschland d&uuml;rfte die Situation &auml;hnlich sein. Aber wird das hierzulande auch untersucht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stillstand am Karawankeltunnel<\/strong><br>\nDer Verkehr kam am Wochenende an der Grenze zwischen K&auml;rnten und Slowenien zum Erliegen &ndash; wegen einer Corona-Verordnung. Tausende Touristen mussten bis zu 15 Stunden in ihren Autos ausharren. Der &Auml;rger ist gro&szlig; und die Suche nach Schuldigen hat begonnen.<br>\nMenschen, die auf dem Autobahn-Asphalt &uuml;bernachteten, weinende Kinder, hochschwangere Frauen, die stundenlang im Auto ausharren mussten &ndash; die Szenen, die sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag an den Grenz&uuml;berg&auml;ngen zwischen Slowenien und dem &ouml;sterreichischen Bundeslang K&auml;rnten abspielten, erinnerten nicht an eine Heimfahrt aus dem Sommerurlaub, sondern an eine Krisensituation.<br>\nAuf zahlreichen Videos in den sozialen Medien machten die vielen Touristen, die insbesondere vor dem Karawankentunnel bis zu zehn Stunden lang im Stau standen, ihrem &Auml;rger Luft. &ldquo;15 Stunden hat es gedauert&rdquo;, twitterte der BR-Journalist Bernhard Neuhoff, &ldquo;15 Stunden Warten im Auto&rdquo;. Ein anderer betroffener Autofahrer sagte der ORF-Sendung Zeit im Bild: &ldquo;Jeder ist schwer &uuml;berm&uuml;det, wenn es dann schwere Unf&auml;lle gibt, das kann sich der Bundeskanzler (Sebastian, d.Red.) Kurz auf den Deckel schreiben.&rdquo; Die Tiroler Tageszeitung titelt an diesem Montag ihren Leitartikel zum Stillstand am Karawankentunnel mit: &ldquo;Management by Chaos&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/karawankentunnel-grenze-oesterreich-kontrollen-stau-1.5008216\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Sehr gef&auml;hrlich&rdquo;: Schwedens Chef-Epidemiologe warnt vor falscher Sicherheit durch Gesichtsmasken<\/strong><br>\nIn den vergangenen Monaten musste sich Anders Tegnell oft f&uuml;r seine Strategie und Empfehlungen im Umgang mit der Coronakrise rechtfertigen. Schweden, das nicht den Weg des wirtschaftlichen Lockdowns gegangen ist wie nahezu alle anderen europ&auml;ischen L&auml;nder, stand deswegen am medialen Pranger.<br>\nEnde Juni sorgte Tegnell f&uuml;r Furore, nachdem er in einem Interview sagte, dass andere Regierungen nach Ausbruch des SARS-CoV-2-Erregers in ihren L&auml;ndern durchgedreht seien.<br>\nNun d&uuml;rfte er mit einer Warnung erneut f&uuml;r Schlagzeilen sorgen. Tegnell hat sich wiedergeholt gegen eine allgemeine Maskenpflicht, auch in Gesch&auml;ften oder dem &ouml;ffentlichen Nahverkehr, ausgesprochen. Anderenfalls w&uuml;rden die Menschen in den Glauben verfallen, dass damit eine Verbreitung des Coronavirus verhindert werden k&ouml;nne. Viele Menschen w&uuml;rden sich dann in falscher Sicherheit wiegen und m&ouml;glicherweise die weiteren Empfehlungen wie die Abstandsregeln nicht einhalten. Das sei sehr gef&auml;hrlich, warnte Tegnell.<br>\nGesichtsmasken k&ouml;nnen eine Erg&auml;nzung zu anderen Dingen sein, wenn die anderen Dinge sicher angewendet werden. Aber mit Gesichtsmasken anzufangen und dann denken, dass man die Busse und die Einkaufszentren vollpackt, das ist definitiv falsch.<br>\nTegnell verwies auf L&auml;nder wie Belgien oder Spanien, die trotz Maskenpflicht steigende Zahlen von positiven Corona-Labortests haben.<br>\nErst vergangenen Monat erteilte der schwedische Chefepidemiologe einer Maskenpflicht f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr eine Absage. &ldquo;Wir sehen keinen Grund, in Schweden Masken zu tragen&rdquo;, sagte er. Die Zahlen seien r&uuml;ckl&auml;ufig. (&hellip;)<br>\nHingegen gestand er in dem Interview erneut ein, dass Fehler gemacht wurden. Man habe die Altersheime und die H&auml;user oder Wohnungen von &auml;lteren Menschen, die zur Risikogruppe geh&ouml;ren, nicht vor dem Virus gesch&uuml;tzt.<br>\nTats&auml;chlich sind die relevanten Zahlen in Schweden kontinuierlich r&uuml;ckl&auml;ufig. Seit Anfang Juli sind die t&auml;glichen intensivmedizinischen F&auml;lle einstellig geworden, am 17. August war es sogar nur noch eine Person.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/105817-sehr-gefaehrlich-schwedens-chef-epidemiologe\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich hat Herr Tegnell u.a. auch aus dem Umgang mit der &bdquo;Schweinegrippe&ldquo; viele richtige Lehren gezogen &ndash; und gesteht in der aktuellen Corona-Zeit gemachte Fehler offen ein: Der lange Schatten der Schweinegrippe https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/corona-impfangst-in-schweden-der-lange-schatten-der.1773.de.html?dram:article_id=481403. Hierzulande ist Kritik an den politisch beschlossenen Ma&szlig;nahmen offensichtlich unerw&uuml;nscht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Nur noch mit Maske ins B&uuml;ro?<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte die Aussagen Kramp-Karrenbauers zu einer m&ouml;glichen Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Es k&ouml;nne nicht sein, dass mit einer &ldquo;billigen Maskenl&ouml;sung&rdquo; Arbeitgeber und L&auml;nder aus der Pflicht entlassen w&uuml;rden, f&uuml;r wirksame Ma&szlig;nahmen zu sorgen, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der Nachrichtenagentur dpa.<br>\n&ldquo;Nicht blinder Aktionismus, sondern sachgerechte Ma&szlig;nahmen, die tats&auml;chlich vor Infektionen sch&uuml;tzen, sind nun gefragt&rdquo;, betonte Piel. Sie rief dazu auf, in Geb&auml;ude und Technik zu investieren. Masken st&uuml;nden beim Arbeitsschutz an letzter Stelle, h&auml;tten Bundesarbeitsministerium und der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin festgestellt.<br>\nPiel bezeichnete das stundenlange Tragen einer Maske als &ldquo;erhebliche Belastung&rdquo;. Zuallererst m&uuml;ssten technische und organisatorische Schutzma&szlig;nahmen des Arbeitgebers und der Schulverwaltungen umgesetzt werden, um m&ouml;gliche Gef&auml;hrdungen abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/coronavirus-schutzmassnahmen-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Enorme Nachfrage: Allein die erste Impfwelle verspricht 20 Milliarden Dollar Umsatz<\/strong><br>\nBis zu 21 Dollar kostet eine Dosis des Impfstoffs, Milliarden Dosen sind bereits geordert. Das Umsatzpotenzial steigt in zweistellige Milliarden-Dollar-H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/milliardenmarkt-impfstoffe-enorme-nachfrage-allein-die-erste-impfwelle-verspricht-20-milliarden-dollar-umsatz\/26108338.html?ticket=ST-1245172-Zdwg3fJrvKVmvqoVJPmk-ap3\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Stellungnahme der St&auml;ndigen Impfkommission zu einer k&uuml;nftigen Impfung gegen COVID-19 (Stand: 17.8.2020)<\/strong><br>\nEs ist davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfstoffe &ndash; wie andere Impf-stoffe auch &ndash; bei einem Teil der geimpften Personen Impfreaktionen an der Einstichstelle und passagere Beeintr&auml;chtigungen des Allgemeinbefindens ausl&ouml;sen werden. Hierzu werden bei der Zulassung Daten vorliegen und von der STIKO ber&uuml;cksichtigt wer-den. Daten zu m&ouml;glichen sehr seltenen Impfkomplikationen werden aufgrund der Gr&ouml;&szlig;e der Studien-populationen &ndash; wie immer bei neuen Impfstoffen &ndash; begrenzt sein. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnten m&ouml;glicher-weise v&ouml;llig neuartige Impfstoffarten zur Anwendung kommen. Die STIKO wird deshalb mit der Impf-empfehlung auf die notwendige intensivierte und zeitnahe Erfassung m&ouml;glicher Impfkomplikationen eindringlich hinweisen. Insbesondere ist eine m&ouml;glichst vollst&auml;ndige Erfassung unerw&uuml;nschter Impfwirkungen &uuml;ber das spontane Meldesystem anzustreben. Wie bei allen Impfstoffen besteht auch f&uuml;r COVID-19-Impfstoffe die M&ouml;glichkeit von Impfsch&auml;den. STIKO-Empfehlungen bilden die Grundlage der &ouml;ffentlichen Impfempfehlungen der Bundesl&auml;nder. Es ist gesetzlich geregelt, dass derjenige, der durch eine &ouml;ffentlich empfohlene Schutzimpfung einen Schaden erlitten hat, auf Antrag eine Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz erh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Infekt\/EpidBull\/Archiv\/2020\/Ausgaben\/35_20.pdf?__blob=publicationFile\">Robert Koch-Institut<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;Auf Antrag eine Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz&ldquo; soll erhalten, wer &bdquo;einen Schaden&ldquo; erlitten hat. Das soll wohl beruhigend klingen. Es gibt aber auch Nebenwirkungen, die lange, m&ouml;glicherweise lebenslang andauern k&ouml;nnten. Beispielsweise war wohl <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/gut-zu-wissen\/artikel\/437763\/narkolepsie-nach-schweinegrippe-impfung\">Narkolepsie nach Schweinegrippe-Impfung<\/a> eine solche Folge &ndash; und k&ouml;nnte nun erneut auftreten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geldw&auml;scheparadies Deutschland &ndash; Lehren aus dem aktuellen Jahresbericht der obersten deutschen Geldw&auml;schebeh&ouml;rde<\/strong><br>\nIhr Name FIU steht f&uuml;r Financial Intelligence Unit und sie ist theoretisch das Gehirn einer guten Geldw&auml;schebek&auml;mpfung. Praktisch ist die beim Zoll angesiedelte FIU die Stelle, die Verdachtsmeldungen von Banken und zahlreichen anderen Verpflichteten wie Maklern, Wirtschaftspr&uuml;fern, Notaren und G&uuml;terh&auml;ndlern (die sie aber nicht selbst beaufsichtigt) entgegennimmt und auswertet. Bei Bedarf leitet sie die Meldungen an die zust&auml;ndigen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weiter. Zudem tauscht sich die FIU mit internationalen Partnern aus. F&uuml;r diese Arbeit stand die Beh&ouml;rde in den letzten Monaten und Jahren immer wieder in der Kritik.<br>\nIm Zusammenhang mit dutzenden dubiosen &Uuml;berweisungen von deutschen Konten nach Afrika (wahrscheinlich im Zusammenhang mit Betrugsf&auml;llen) war sie zuletzt sogar selbst Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Untersuchungen wegen des Verdachts der &bdquo;Strafvereitlung im Amt&ldquo; &ndash; also Behinderung der Strafverfolgung durch versp&auml;tete oder fehlende Weiterleitung von Verdachtsmeldungen. Und auch bei dem Skandal um Wirecard machte sie keine gute Figur. Jetzt hat die FIU ihren Jahresbericht f&uuml;r 2019 vorgelegt und damit zumindest ein paar interessante Anregungen f&uuml;r die &ouml;ffentliche Diskussion geliefert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/geldwaesche-paradies-deutschland-lehren-aus-fiu-bericht\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Susanne Ferschl &uuml;ber Tarifflucht bei der Deutschen Post<\/strong><br>\nIm Juli habe ich an Minister Altmaier und Minister Scholz einen gemeinsamen Brief mit meinem Kollegen Pascal Meiser geschrieben, in der es um die Tarifflucht bei der Deutschen Post ging. Das Deutsche Post Unternehmen Customer Sevice Center GmbH (DP CSC GmbH) ist eine Tochterfirma des Konzerns, zahlt Armutsl&ouml;hne und verweigert kategorisch Tarifverhandlungen. Die DP CSC GmbH muss wieder voll in die Deutsche Post AG eingegliedert werden, das ist unsere Forderung.<br>\nJetzt kam eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf unseren Brief &ndash; und wie schon fast erwartet, ist die Antwort nicht zufriedenstellend und nichtssagend. Es stinkt zum Himmel, dass der Staat &uuml;ber die KfW sogar Anteilseigner des Unternehmens ist und der Staatssekret&auml;r des SPD-gef&uuml;hrten Finanzministeriums im Aufsichtsrat sitzt, aber nichts gegen diese miesen Machenschaften unternommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/FerschlSusanne\/photos\/a.1757847314535080\/2705140863139049\/?type=3&amp;theater\">Susanne Ferschl via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie oft die Bundeswehr in Klassenzimmern wirbt<\/strong><br>\nNeue Zahlen der Bundesregierung zeigen, wie h&auml;ufig Karriereberater des Milit&auml;rs im vergangenen Jahr in Deutschlands Klassenzimmern unterwegs waren. 4551 Vortr&auml;ge hielten sie demnach im Jahr 2019 in Bildungseinrichtungen, um f&uuml;r eine Laufbahn bei der Truppe zu werben, vor allem an Gymnasien, Real- und Berufsschulen. Mehr als 100 000 Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wurden so erreicht. Weitere 343 mal besuchten Schulklassen Kasernen und andere Bundeswehrstandorte &ndash; mehr als 16 000 junge Menschen kamen auf diese Weise mit der Truppe in Kontakt. Das geht aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.<br>\nUlla Jelpke von den Linken kritisiert die Nachwuchswerbung an Schulen scharf. &ldquo;Wenn Milit&auml;rs im Unterricht Reklame in eigener Sache machen, ist das ein Missbrauch der Schulpflicht&rdquo;, sagt sie.<br>\nIm Vergleich zum Vorjahr sind die Auftritte vor Klassen und die Schulexkursionen zur Truppe allerdings leicht zur&uuml;ckgegangen.  (&hellip;)<br>\nAu&szlig;erhalb der Schule bem&uuml;ht sich die Bundeswehr daf&uuml;r inzwischen jedenfalls umso st&auml;rker um k&uuml;nftige Soldatinnen und Soldaten. Eine weitere Anfrage aus dem B&uuml;ro von Ulla Jelpke zeigt: Im Jahr 2019 war die Truppe 2620 mal auf Job- und Personalmessen pr&auml;sent &ndash; und damit laut der Linken-Abgeordneten so oft wie noch nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 2006.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bundeswehr-schule-jobmesse-karriereberater-1.5006302\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ukraine 2.0 oder wem die Stunde schl&auml;gt<\/strong><br>\nEs hat sich nichts ge&auml;ndert. Nach der Lerntheorie eine Katastrophe. Nachdem das Abenteuer Ukraine zu einem einzigen Debakel wurde, sollte man meinen, es h&auml;tte so etwas wie eine Man&ouml;verkritik im eigenen Lager stattgefunden. Aber mitnichten. (&hellip;)<br>\nDas, was in Sachen Belarus noch zu erwarten ist, wird dem Drehbuch der Ukraine folgen. Alle Anzeichen sprechen daf&uuml;r. Aber was sagt das aus &uuml;ber den Teil der Welt, der behauptet, in ihm seien die Vernunft, die kritische Reflexion und die Menschenrechte zuhause? Die Antwort ist ganz einfach: die einstigen Bewohner sind l&auml;ngst ausgezogen.<br>\nWenn selbst die Utensilien immer dieselben sind, wird es langweilig. Die neue Ikone gegen den Autokraten Lukaschenko, der er zweifellos ist, ist selbst von der ersten Welle der ukrainischen Aufl&ouml;sung begleiteten Dame1 optisch kaum zu unterscheiden: Jung, unschuldig und reinen Herzens demokratisch, bis sich herausstellte, dass sie k&auml;mpfte, um eine korrupte Oligarchin zu werden.<br>\nWer sich neben den Emp&ouml;rungswellen fragt, wof&uuml;r die Dame eigentlich steht, findet zun&auml;chst nichts au&szlig;er der obligaten Freiheitsparole. Dann aber finden sich Aussagen, die ganz im Hymnus des Wirtschaftsliberalismus stehen und f&uuml;r die Verh&ouml;kerung des Staates sprechen.<br>\nDa w&auml;re den Wei&szlig;russen zu raten, sich bei Ukrainern wie Russen einmal zu erkundigen, wohin das beim gemeinen Volke f&uuml;hren wird. Gemeint sind bittere Verarmung und Hunger. Dass Waldimir Putin dem freien Treiben der Ausbeinung einer Volkswirtschaft ein Ende bereitet hat, ist die Ursache f&uuml;r seine D&auml;monisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/08\/21\/ukraine-2-0-oder-wem-die-stunde-schlagt\/\">Neue Debatte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten betrachten die Vorg&auml;nge in Belarus und die Berichterstattung dar&uuml;ber kritisch. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63885\">Wei&szlig;russland &ndash; eine Einsch&auml;tzung des Umgangs mit diesem Land von Willy Wimmer<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63981\">Tagesschau-Halali zum Abschuss Lukaschenkos<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wer zieht die F&auml;den hinter den Unruhen in Wei&szlig;russland?<\/strong><br>\nDass Frau Tichanowskaja in Wei&szlig;russland nur eine Scheinkandidatin war und ist, wird nun langsam auch im deutschen Mainstream deutlich. Aber wer steckt tats&auml;chlich hinter den Protesten und wer wird aller Wahrscheinlichkeit vom Westen als tats&auml;chlicher Nachfolger f&uuml;r Pr&auml;sident Lukaschenko unterst&uuml;tzt? Auf diese Fragen gibt es durchaus Antworten.<br>\nHaben Sie in Deutschland schon mal den Namen Waleri Zepkalo geh&ouml;rt? Nein? Das k&ouml;nnte sich in den n&auml;chsten Monaten &auml;ndern, denn er scheint der heimliche Kopf der Opposition gegen Lukaschenko zu sein. Aber der Reihe nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/wer-zieht-die-faeden-hinter-den-unruhen-in-weissrussland\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Navalny wird nach Deutschland geflogen &ndash; Die deutschen Medien klammern die wichtigsten Fragen aus<\/strong><br>\nMit keinem Wort wird in Deutschland erw&auml;hnt, dass die Grenzen wegen Corona geschlossen sind. Dass Deutschland, das derzeit keine Russen ins Land l&auml;sst, f&uuml;r Navalny eine Ausnahme macht, verwundert nicht. Aber wenn die russische Regierung etwas zu vertuschen oder gar einen Giftanschlag auf Navalny ver&uuml;bt hat, wie die deutschen Medien suggerieren, dann fragt man sich, warum Russland v&ouml;llig unb&uuml;rokratisch ein Flugzeug mit deutschen &Auml;rzten ins Land gelassen hat. Russlands Grenzen sind f&uuml;r Deutsche ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung n&auml;mlich auch geschlossen. Alle Bem&uuml;hungen der deutschen Medien, Russland in ein schlechtes Licht zu stellen, werden zumindest schwer ersch&uuml;ttert, wenn man darauf hinweist, dass Russland hier ganz unb&uuml;rokratisch eine Ausnahme gemacht hat.<br>\nNoch interessanter ist aber eine andere Frage, die die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; auch geflissentlich aussparen. Navalnys Organisation wird in Russland als &bdquo;ausl&auml;ndischer Agent&ldquo; gef&uuml;hrt, weil sie aus dem Ausland finanziert wird und es gibt auch massive Ungereimtheiten bei der Finanzierung von Navalny. Die westlichen Medien stellen ihn als K&auml;mpfer gegen Korruption dar, deshalb berichten sie nicht dar&uuml;ber, dass Navalnys Stiftung selbst keineswegs transparent ist. Er konnte die Herkunft von 14 Millionen Euro an angeblichen Spenden n&auml;mlich nicht erkl&auml;ren.<br>\nNavalny, der in den deutschen Medien als russischer Oppositioneller dargestellt wird und dessen (finanzielle) Verbindungen in den Westen als russische Propaganda abgetan werden, wird hingegen sehr wohl aus dem westlichen Ausland unterst&uuml;tzt. Ganz offen wurde zum Beispiel zugegeben, dass Chodorkowski mindestens Navalnys Anwaltskosten bezahlt. &Uuml;ber die finanziellen Verbindungen von Chodorkowski zu Navalny und angeblich unabh&auml;ngigen russischen Oppositionsmedien habe ich hier ausf&uuml;hrlich berichtet. Wie unabh&auml;ngig kann eine in Russland popul&auml;re, aber in Riga ans&auml;ssige Internetplattform wie Meduza aber sein, wenn sie von Chodorkowski gegr&uuml;ndet und mit Millionen finanziert wird? Er ist der einzige Finanzier von Meduza.<br>\nNavalny h&auml;ngt nach allem, was an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Informationen vorhanden ist, am finanziellen Tropf von Chodorkowski und anderen pro-westlichen NGOs. Wie w&uuml;rde wohl in Deutschland &uuml;ber einen deutschen &bdquo;Oppositionellen&ldquo; berichtet werden, der sich seine regierungskritische Arbeit aus Russland oder China finanzieren l&auml;sst?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/navalny-wird-nach-deutschland-geflogen-die-deutschen-medien-klammern-die-wichtigsten-fragen-aus\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Polizeischutz f&uuml;r Nawalny &ndash; Signal an Moskau<\/strong><br>\nAlexej Nawalny wird in der Charit&eacute; behandelt &ndash; und als &ldquo;Kanzlerin-Gast&rdquo; schwer bewacht. Durchaus &ldquo;ein Statement&rdquo; der Bundesregierung gen nach Moskau, sagt ZDF-Korrespondent Koll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/berlin-nawalny-charite-zustand-koma-100.html\">ZDF heute<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Symbolpolitik mit Hund<\/strong><br>\nMit einer Gassigehpflicht will Landwirtschaftsministerin Kl&ouml;ckner sich als tierfreundlich darstellen. Politik fern der Realit&auml;t, nennt das Roberto J. De Lapuente<br>\nNun hat Landwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner doch noch ihr Herz f&uuml;r Tiere entdeckt. F&uuml;r Haustiere. Die seien keine Kuscheltiere, h&auml;tten Bed&uuml;rfnisse. Daher sei eine neue Verordnung notwendig, die bereits 2021 in Kraft treten soll. Hundez&uuml;chter sollen zu mehr F&uuml;rsorge verpflichtet werden. Au&szlig;erdem geht es um artgerechtere Tiertransporte. Das alleine klingt freilich nicht ganz unvern&uuml;nftig. Aber halt nicht genug. Frau Ministerin legt noch einen drauf: Hundebesitzer sollen k&uuml;nftig zu zwei Stunden t&auml;glichem Gassigehen angehalten sein.<br>\nMan sieht schon, hier wird geklotzt, nicht gekleckert. Bei der Masttierhaltung h&auml;lt sich die Ministerin traditionell zur&uuml;ck. Da wird das Tierwohl bestenfalls freiwillig gelabelt, verbindliche Regelungen scheut sie. Aber die Hundebesitzer, die nun allgemein nicht unbedingt daf&uuml;r bekannt sind, ihre Hunde so schlecht zu behandeln wie Konzerne der Massentierhaltung ihre Tiere etwa, kann man schon mal mit einer fantastischen Anordnung aus der Reserve locken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1140806.julia-kloeckner-symbolpolitik-mit-hund.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu wenige Menschen nutzen die Corona-Warn-App<\/strong><br>\nGut 17 Millionen Menschen haben die Corona-Warn-App heruntergeladen. Zu wenige, um Infektionen nachzuverfolgen, sagen Experten: Die Downloads m&uuml;ssten sich verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2020-08\/corona-warn-app-contact-tracing-downloads-nutzung-niedrig\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nach der anf&auml;nglichen Euphorie auf allen Kan&auml;len, die auch von der PR-Maschinerie der Bundesregierung ma&szlig;geblich gef&uuml;ttert worden war, erfolgt nun die Ern&uuml;chterung. Die NachDenkSeiten hatten das vorausgesehen. So nannte Albrecht M&uuml;ller das Projekt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63223\">eine teure und unverantwortliche Spielerei<\/a> und Jens Berger bezeichnete die App als <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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