{"id":6411,"date":"2010-08-06T16:26:37","date_gmt":"2010-08-06T14:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6411"},"modified":"2010-08-06T16:26:37","modified_gmt":"2010-08-06T14:26:37","slug":"hinweise-des-tages-2-142","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6411","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Wachstumsbeschleunigungsgesetz, ein Gesetz ins Blaue; Besch&auml;ftigung und Mindestl&ouml;hne; Ausbildungsstart; Begr&uuml;&szlig;ungsgeld f&uuml;r Fachkr&auml;fte; Rohstoff-Roulette; Tiefseebohrungen; Kurswechsel; K&ouml;lner Karlspreis; Turbo-Schule hat versagt; Sauerland als S&uuml;ndenbock; Milliard&auml;re spenden; Eintrittsgeld f&uuml;r Papst-Messen; griechische Pein; Pakistans innerer Glaubenskrieg; Jahrestag des Atombombenabwurfs; Charta der Heimatvertriebenen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Theoretische und empirischen Grundlagen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Gerhard Bosch: Besch&auml;ftigung und Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Ausbildungsstart im August &ndash; f&uuml;r viele Jugendliche leider nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">DGB lehnt &ldquo;Begr&uuml;&szlig;ungsgeld&rdquo; f&uuml;r Fachkr&auml;fte ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Rohstoff-Roulette: Wie Investmentbanken die Preise manipulieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">EU lehnt Tiefsee-Bohrungen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Berthold Huber: Kurswechsel f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">K&ouml;lner Karlspreis: Rede des Schriftstellers Wolfgang Bittner in Ausz&uuml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die Turbo-Schule hat versagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Sauerland als S&uuml;ndenbock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Milliard&auml;re spenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Gl&auml;ubige m&uuml;ssen bei Papst-Messen Eintritt zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Alltag in der Schuldenkrise: Griechische Pein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Pakistans innerer Glaubenskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Herr Sotobayashi bricht sein Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Charta der Heimatvertriebenen: Ein wahres deutsches Wunder<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6411&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zu den theoretischen und empirischen Grundlagen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes und der gem&auml;&szlig; Koalitionsvertrag beabsichtigten Steuerreform<\/strong><br>\n<em>Hat die Bundesregierung ein &ouml;konometrisches Modell, mit dem sich unter realit&auml;tsnahen Annahmen die Auswirkungen von Steuerrechts&auml;nderungen auf Wachstum, Besch&auml;ftigung und Steuereinnahmen sch&auml;tzen lassen, und wie sieht ggf. die Grundstruktur dieses Modells aus?<\/em><br>\nDie Bundesregierung verf&uuml;gt nicht &uuml;ber ein solches &ouml;konometrisches Modell. Allerdings umfassen Gesetzentw&uuml;rfe, die Steuerrechts&auml;nderungen zum Gegenstand haben, regelm&auml;&szlig;ig Sch&auml;tzungen zu den hieraus resultierenden finanziellen Auswirkungen auf die &ouml;ffentlichen Haushalte f&uuml;r den Finanzplanungszeitraum (Finanztableau), die als Entscheidungsgrundlage f&uuml;r die parlamentarischen Beratungen dienen.<br>\nDie Auswirkungen der Steuerpolitik auf das Wirtschaftswachstum werden im Zusammenhang mit den offiziellen mittelfristigen Voraussch&auml;tzungen auf der Grundlage einer Gesamtschau der steuerpolitischen Ma&szlig;nahmen bei den gesch&auml;tzten Wachstumsraten ber&uuml;cksichtigt, wobei aber keine Separierung bezogen auf die Effekte der Steuerpolitik im Verh&auml;ltnis zu anderen das Wachstum beeinflussenden Faktoren erfolgt. Auch gibt es bei den offiziellen gesamtwirtschaftlichen Projektionen keine gesonderte Sch&auml;tzung von Wachstumseffekten einzelner steuerlicher Ma&szlig;nahmen.<br>\nGab es in der Vergangenheit in anderen Staaten Beispiele f&uuml;r ausgepr&auml;gte Wachstumsphasen, die durch Steuersenkungen ausgel&ouml;st wurden und als empirische Untermauerung des Laffer-Theorems gelten k&ouml;nnen?<br>\nWenn ja, welche L&auml;nder waren dies, und zu welchem Wirtschaftswachstum haben diese Steuersenkungen gef&uuml;hrt?<br>\nInsbesondere in den USA wurde versucht, Wachstums- und Selbstfinanzierungseffekte von Steuersenkungen empirisch nachzuweisen. Problematisch ist dabei, zwischen Kausalit&auml;t und Korrelation zu unterscheiden. Aus dem zeitlichen Zusammentreffen von Steuersenkung und Wachstum kann n&auml;mlich nicht zwingend auf einen urs&auml;chlichen Zusammenhang geschlossen werden.<br>\nEine erfolgreiche Wachstums- und Besch&auml;ftigungspolitik zeichnet sich im Regelfall durch eine Gesamtstrategie mit zahlreichen aufeinander abgestimmten Ma&szlig;nahmen in verschiedenen Politikfeldern aus, zu denen als wichtiger Teil auch Steuersenkungsma&szlig;nahmen geh&ouml;ren k&ouml;nnen. Da eine Vielzahl von Ma&szlig;nahmen und vielfach auch externen Einfl&uuml;ssen, z. B. Weltmarktentwicklungen, zusammenwirken, ist es nicht m&ouml;glich, den auf einzelne Elemente, z. B. Steuersenkungen, entfallenden Wachstums- und Besch&auml;ftigungseffekt gesondert zu ermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100806_Antwort_GA-SPD%20Theoretische%20Grundlagen-17-2661.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf die Gro&szlig;e Anfrage der Fraktion der SPD [PDF &ndash; 66 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wachstumsbeschleunigung nach dem Prinzip Hoffnung. Diese Antwort sollte man sich merken, wenn jemals ein Mitglied der Bundesregierung behaupten sollte, von dem sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz gingen positive Impulse auf das Wachstum aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gerhard Bosch: Besch&auml;ftigung und Mindestl&ouml;hne &ndash; Neue Ergebnisse der empirischen Mindestlohnforschung<\/strong><br>\nUnter Bezug vor allem auf die neoklassische Arbeitsmarkttheorie zeigt der Beitrag zun&auml;chst, dass sich aus theoretischen Modellen keine eindeutigen Aussagen &uuml;ber die Besch&auml;ftigungswirkungen von Mindestl&ouml;hnen ableiten lassen. Ergiebiger ist die neue empirische Mindestlohnforschung. Sie macht deutlich, dass nicht nur sehr niedrige Mindestl&ouml;hne, wie sie in vielen US-Staaten gezahlt werden, besch&auml;ftigungsneutral sind, sondern auch h&ouml;here Mindestl&ouml;hne, die es in einigen westeurop&auml;ischen Staaten, aber auch in Form der &ldquo;living wages&rdquo; in den USA gibt. Weiterhin k&ouml;nnen Mindestl&ouml;hne die Gesch&auml;ftsmodelle von Unternehmen nachhaltig beeinflussen. Indem sie die im Niedriglohnbereich oft sehr hohe Fluktuation verringern, werden f&uuml;r Unternehmen Investitionen in Weiterbildung und erweiterte Aufgabenzuschnitte lohnend. Gleichzeitig sinkt der Kontrollaufwand bei Besch&auml;ftigten, die besser motiviert sind und eigenst&auml;ndiger arbeiten. Durch Mindestl&ouml;hne k&ouml;nnen die Extraprofite der vielfach monopsonistischen <em>(nachfragemonopolistisch, WL)<\/em> Arbeitsmarkstrukturen in Niedriglohnbereichen abgebaut und marktgerechte L&ouml;hne gesichert werden. L&auml;nder mit einem institutionellen Umfeld, das Weiterbildung, Modernisierung der Arbeitsorganisation und Innovation unterst&uuml;tzt, k&ouml;nnen sich h&ouml;here Mindestl&ouml;hne &ldquo;leisten&rdquo; als L&auml;nder ohne solche positiven R&uuml;ckkoppelungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/119_108025.html\">WSI-Mitteilungen 8\/2010, Seiten 404-411<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ausbildungsstart im August &ndash; f&uuml;r viele Jugendliche leider nicht<\/strong><br>\nDer Ausbildungsstart in vielen Unternehmen und Bundesl&auml;ndern hat begonnen &ndash; leider bei Weitem nicht f&uuml;r alle Jugendlichen. Nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) stehen zum 29. Juli den 511.000 BewerberInnen lediglich rund 405.000 betriebliche Ausbildungspl&auml;tze zur Verf&uuml;gung. Das bedeutet, dass zum Ausbildungsstart im August 106.000 betriebliche Ausbildungspl&auml;tze fehlen.<br>\n&bdquo;Diese Situation f&uuml;gt sich nahtlos in die dramatische Entwicklung der letzten Jahre und stellt der Wirtschaft und der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus&ldquo;, kritisierte der DGB-Bundesjugendsekret&auml;r Ren&eacute; Rudolf am Freitag in Berlin. &bdquo;Trotz Ausbildungspakt und Beteuerungen bleibt das Angebot an Ausbildungspl&auml;tzen laut Nationalem Bildungsbericht in fast allen Berufen hinter der Nachfrage zur&uuml;ck. Jahr f&uuml;r Jahr landen fast 400.000 Jugendliche im sogenannten &bdquo;&Uuml;bergangssystem&ldquo; zwischen Schule und Beruf &ndash; ohne Chance auf eine voll qualifizierende Ausbildung.&ldquo;<br>\nNach wie vor beteiligen sich weniger als ein Viertel aller Unternehmen in Deutschland aktiv an Ausbildung. Dieser Anteil muss kurzfristig und konjunkturunabh&auml;ngig im Sinne der beruflichen Zukunft aller Jugendlichen und dem zuk&uuml;nftigen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkr&auml;ften erh&ouml;ht werden. Die Tatsache, dass in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren (17 Prozent der Altersgruppe) keinen Berufsabschluss haben, ist f&uuml;r die DGB-Jugend inakzeptabel. &bdquo;Die junge Generation hat ein Recht auf eine Perspektive im Berufsleben, ohne Langzeitarbeitslosigkeit und prek&auml;re Besch&auml;ftigung&ldquo;, forderte Ren&eacute; Rudolf.<br>\nIn einer solchen Situation Vorschl&auml;ge zu unterbreiten, die die Arbeitsschutzrechte von jungen Auszubildenden in der Hotel- und Gastst&auml;ttenbranche verschlechtern, wie es k&uuml;rzlich der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) tat, ist ein unglaublicher Vorfall und erinnert an die bereits gemachten Geschenke f&uuml;r Hotels und Gastst&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++c929b08e-9bc9-11df-6658-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum NDS-Artikel &bdquo;Fehlen Lehrlinge oder Lehrstellen?&ldquo; vom 06.08.2010<\/strong> schreibt uns ein Leser: <\/p>\n<blockquote><p>Seit vielen Jahren bin ich auf diesem Gebiet professionell t&auml;tig. Von Jahr zu Jahr wiederholt sich diese Prozedur. Je nach Bedarf der Wirtschaft &ndash; gleich Handwerk oder Industrie &ndash; wird ein Mangel an Stellen oder an geeigneten Bewerbern dargestellt.<br>\nDie sogenannten B&ouml;rsen bei den Kammern (IHK; HWK) sind absolut ungenau. Die Aktualit&auml;t ist ungesichert, nicht nachweisbar. Am Ende ist wieder nur die Rede von neu abgeschlossenen Vertr&auml;gen. Wer wo und wie &bdquo;auf der Strecke&ldquo; blieb, bleibt im Dunst von Verlautbarungen und Statistiken unklar!<br>\nEin Blick in die Berufsbildungsberichte der vergangenen Jahre ist hilfreich, ferner ein Blick in die Statistiken der BA. Deutlich wird, dass eine hohe Zahl von potenziellen Bewerbern im beruflichen Schulsystem verschwinden, weil sie keine passende Ausbildungsstelle fanden und sie schul- oder berufsschulpflichtig sind. Viele m&ouml;gliche Bewerber  werden als nicht &bdquo;berufs-&ldquo; oder &bdquo;ausbildungsreif&ldquo; ausgemustert und in Ma&szlig;nahmen der BA f&uuml;r viel Geld &bdquo;zwischengeparkt&ldquo;. Die BA &uuml;bernimmt aktuell sogar unter Einsatz von Steuer- bzw. Beitragsmitteln das Nachholen von fehlenden Schulabschl&uuml;ssen. Es entstand neben dem Ausbildungsstellenmarkt ein Markt f&uuml;r Praktikumsstellen, in dem sich mehr oder weniger ausbildungswillige Betriebe bedienen, um Ausbildungsstellen zu besetzen oder sich willf&auml;hrige Lehrlinge zu suchen. Die &bdquo;Generation Praktikum&ldquo; findet sich auch hier wieder!<br>\nDas hochgelobte duale Ausbildungssystem ist aus den Fugen, weder Schulen, noch Betriebe k&ouml;nnen oder wollen in ausreichendem Ma&szlig; etwas zur Verbesserung der Situation tun! In der Politik ist man offenbar planlos, ahnungslos und willenlos. Es l&auml;uft nach dem Muster der Arbeitsmarktzahlen: aus  festgelegten und manipulierbaren Statistikwerten, werden entsprechende Zahlen produziert und je nach Bedarf in der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert!<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>DGB lehnt &ldquo;Begr&uuml;&szlig;ungsgeld&rdquo; f&uuml;r Fachkr&auml;fte ab<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Br&uuml;derle will Fachkr&auml;fte mit einem Begr&uuml;&szlig;ungsgeld nach Deutschland holen. Der DGB lehnt diesen Vorschlag ab. Er fordert stattdessen bessere Kinderbetreuungsangebote f&uuml;r Alleinerziehende und Qualifikationsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Arbeitslose. Zudem m&uuml;ssten im Ausland erworbene Abschl&uuml;sse von Migranten anerkannt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++fdf0a24e-9ed2-11df-6658-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rohstoff-Roulette: Wie Investmentbanken die Preise manipulieren<\/strong><br>\nDie Geldh&auml;user haben das Gesch&auml;ft mit Metallen, &Ouml;l und Strom f&uuml;r sich entdeckt. Sie steigen in den physischen Handel ein, sichern sich Tanker, Lagerst&auml;tten und Kraftwerke. Durch diese Marktmacht verknappen sie das Angebot und treiben die Preise hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/rohstoffe\/:rohstoff-roulette-wie-investmentbanken-die-preise-manipulieren\/50150564.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU lehnt Tiefsee-Bohrungen ab<\/strong><br>\nDas Bohrloch im Golf von Mexiko ist noch nicht endg&uuml;ltig abgedichtet, geschweige denn, dass neue Techniken zum Schlie&szlig;en von undichten Quellen existierten. Doch der f&uuml;r die &Ouml;lpest verantwortliche Konzern BP macht unverdrossen weiter mit der Suche nach Rohstoffen in der Tiefsee. Vor Libyen, im Golf von Sidra, sollen f&uuml;nf Bohrungen nach &Ouml;l- und Gasvorr&auml;ten in den &bdquo;kommenden Wochen&ldquo; stattfinden, die Bohrinsel ist schon vor Ort. Die Wassertiefe betr&auml;gt bis 1700 Meter und damit 200 Meter mehr als bei der Katastrophen-Bohrung der Deepwater Horizon. In der EU mehren sich die Stimmen, die solche Bohrungen in der N&auml;he europ&auml;ischer K&uuml;sten verhindern wollen. Die neue BP-Bohrung liegt nur rund 500 Kilometer von Italien entfernt.<br>\nEnergiekommissar G&uuml;nther Oettinger spricht sich f&uuml;r ein Moratorium aus, bis die Gr&uuml;nde f&uuml;r das US-Desaster endg&uuml;ltig gekl&auml;rt sind. Nun fangen auch die europ&auml;ischen Regierungen an, Druck zu machen. Die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo pl&auml;diert ebenfalls f&uuml;r ein Moratorium, zumindest so lange, bis die 21 Mittelmeer-Anrainerstaaten einen gemeinsamen Standpunkt beim Thema Tiefseebohrungen gefunden haben. Im Fall Libyen kann die EU derzeit nur auf die Einsicht der Beteiligten hoffen. Direkte M&ouml;glichkeiten auf BP oder die libysche Regierung einzuwirken, hat sie nicht. Es gibt kein Regelwerk, an das Tripolis sich halten m&uuml;sste. Dass BP sich offenbar unbeeindruckt zeigt, k&ouml;nnte auch an einem Definitionsproblem liegen. Denn es ist v&ouml;llig unklar, von welcher Tiefe an, von &bdquo;Tiefseebohrungen&ldquo; gesprochen werden darf. Die einen legen die Schwelle bei 200 bis 250 Meter unter dem Meeresspiegel fest, weil Taucher nur so tief tauchen k&ouml;nnen, um Fehler manuell zu beheben. WWF-Experte Lutter zum Beispiel h&auml;lt diese Grenze f&uuml;r sinnvoll. Dagegen nennt die Industrie gelegentlich erst Tiefen unterhalb von mehr als 1000 Metern &bdquo;Tiefsee&ldquo;.L&auml;ngerfristig will die EU ihre Handlungsm&ouml;glichkeiten st&auml;rken. Sie strebt ein internationales Abkommen zum Schutz der K&uuml;sten an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/energie\/eu-lehnt-tiefsee-bohrungen-ab\/-\/1473634\/4526566\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sehen wir einmal davon ab, dass das Mittelmeer bereits durch Schwermetalle, Organohalogenen, organischen Abf&auml;lle und Plastikabf&auml;lle bereits schwer belastet ist, so durchschiffen ca. 300 &Ouml;ltanker t&auml;glich das Mittelmeer, in den &Ouml;lh&auml;fen kommen 100.000 bis 150.000 Tonnen &Ouml;l in das Wasser. Das Mittelmeer weist die h&ouml;chste Teerkonzentration der Welt auf, 20-mal mehr als im Atlantik. Das Wasser des Mittelmeers wird in einem Zeitraum von etwa 180 Jahren durch den Zufluss vom Atlantik &uuml;ber die Stra&szlig;e von Gibraltar ausgetauscht. Eine Katastrophe wie diejenige im Golf von Mexiko w&auml;re&nbsp; f&uuml;r das bereits vorbelastete Mittelmeer &auml;u&szlig;erst bedrohlich. Der Tourismus an der lybischen, aber auch tunesischen, &auml;gyptischen und italienischen K&uuml;ste w&auml;re f&uuml;r viele Jahre erledigt.<br>\nHaben die EU oder auch einzelne Mitgliedstaaten M&ouml;glichkeiten, auf&nbsp; BP oder die libysche Regierung Druck auszu&uuml;ben?&nbsp; Die britische Regierung hat der konsensseligen Europ&auml;ische Kommission bereits signalisiert, dass sie Oettingers Initiative f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig halte. Und Lybien: Der Chef der National Oil Corporation und fr&uuml;here Premierminister Shokri M. Ghanem h&auml;lt die Aufregung &uuml;ber die &Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko f&uuml;r &ldquo;irgendwie &uuml;bertrieben&rdquo;. Besonders hilfreich ist auch nicht, wenn die US-Wetter- und Ozeanbeh&ouml;rde NOAA&nbsp; und&nbsp; die US-Regierung im Gefolge bereits jetzt verk&uuml;nden, dass drei Viertel des ausgestr&ouml;mten &Ouml;ls schon verschwunden seien. Es sei verdunstet, aufgel&ouml;st und beseitigt. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/0,1518,710382,00.html\">Die Kritik<\/a> an dieser These wird nat&uuml;rlich in der Propaganda der &Ouml;lindustrie und der interessierten US-Regierung untergehen.<br>\nBei den Probebohrungen in rund 1750 Metern wird der Meeresboden zwar kaum besch&auml;digt, aber ganz anders stellt sich die Situation dar, sobald &Ouml;l gefunden wird. Irgendwie erinnert das Ganze an das &sbquo;Weiter-So&lsquo; unserer Banken in der der gegenw&auml;rtigen Krise. BP-Sprecher Nicholas klingt irgendwie sehr vertraut: &ldquo;Wir haben weltweit viele Bohrungen durchgef&uuml;hrt und dort nun zus&auml;tzliche Vorsichtsma&szlig;nahmen getroffen, darunter eine vollst&auml;ndige Kontrolle der &Ouml;lbohrplattform vom Typ &ldquo;Noble&rdquo;, die wir nutzen werden.&rdquo; Es ist schon seltsam. Da sind die Ursachen, die zum Desaster im Golf von Mexiko f&uuml;hrten, nicht im Geringsten gekl&auml;rt, aber BP hat schon das Rezept um solche Katastrophe verhindern. Und Libyen besitzt nach Angaben der UN nicht einmal einen Notfallplan, mit dem einer &Ouml;lkatastrophe in der Region begegnet werden k&ouml;nnte. &ndash; Da bleiben wohl nur noch Unterwasserkommandos unserer Geheimdienste (Scherz) oder wir als BP-Konsumenten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berthold Huber: Kurswechsel f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDiese Krise konnte sich nur vor dem Hintergrund einer Entwicklung vollziehen, die von Colin Crouch als Postdemokratie beschrieben wurde: Die formale Fortexistenz demokratischer Institutionen bei gleichzeitiger Verlagerung der Macht- und Entscheidungszentren in die H&auml;nde &ouml;konomischer Eliten, einhergehend mit einer weitreichenden Selbstaufgabe der Politik, die nicht l&auml;nger willens oder in der Lage ist, im Rahmen demokratischer Willensbildungsprozesse gesellschaftliche Ziele zu bestimmen, also ihrer ureigensten Bestimmung nachzukommen.<br>\nDamit ist klar, wo der Hebel grunds&auml;tzlich anzusetzen ist. Die Wiedergewinnung des Primates demokratisch legitimierter Politik ist notwendige Voraussetzung f&uuml;r den Kurswechsel, den ich einfordere.<br>\nKonkret hei&szlig;t das: Mitbestimmungsrechte in Betrieben und Unternehmen m&uuml;ssen erheblich erweitert, die soziale Selbstverwaltung gest&auml;rkt, Elemente direkter Demokratie in Form von Plebisziten oder B&uuml;rgerhaushalten auf kommunaler Ebene eingef&uuml;hrt sowie ein gerechtes und leistungsf&auml;higes Bildungssystem endlich umgesetzt werden.<br>\nWas aber sind die inhaltlich-programmatischen Eckpunkte?<br>\nSiehe dazu weiter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2010_08_Huber.pdf\">WSI-Mitteilungen [PDF &ndash; 214 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>K&ouml;lner Karlspreis: Rede des Schriftstellers Wolfgang Bittner in Ausz&uuml;gen<\/strong><br>\nDie Redeausz&uuml;ge finden sich in dieser Audiodatei von Minute 8:40 bis 16:22<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1281030481\/radio\/politikum\/wdr5_politikum_20100805.mp3\">WDR 5 [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Turbo-Schule hat versagt<\/strong><br>\nDie Turbo-Schule ist eine riesige Black-Box, die Geld, Zeit und Energie vernichtet: Geld der Steuerzahler, die f&uuml;r Unterrichtsstunden l&ouml;hnen, in denen rein gar nichts mehr l&auml;uft, weil Sch&uuml;ler und Lehrer nach der Mittagspause tr&auml;ge im Nachmittagsunterricht dahind&auml;mmern. Vernichtet wird die bislang unverplante Zeit der Sch&uuml;ler am Nachmittag, in der diese ihren individuellen Interessen nachgehen und sich abseits von der k&uuml;nstlichen Schulwelt auch mal selbst ein Bild von der wirklichen Welt machen k&ouml;nnten; Zeit der Lehrer, die f&uuml;r Regeneration und Unterrichtsvorbereitung dringend gebraucht w&uuml;rde. Kurz: Die Turbo-Schule ist eine Geldschleuder, die sich sparen k&ouml;nnte, wer Lerneffizienz im Auge hat. Sp&auml;testens jetzt &ndash; nach den ersten Jahren ihrer Existenz &ndash; geh&ouml;rt sie auf den Pr&uuml;fstand. Denn sie verschlei&szlig;t &ndash; um es in der Sprache ihrer Erfinder auszudr&uuml;cken &ndash; Humankapital.&nbsp; Bis auf Rheinland-Pfalz, wo das G8 nur an einigen Ganztagsgymnasien realisiert ist, einigten sich alle L&auml;nder im Turbo-Tempo auf die Turbo-Schule. Doch was Eltern von G8-Kindern l&auml;ngst beobachtet haben, best&auml;tigt seit Kurzem die empirische Forschung: Der k&uuml;rzere Weg zum Abitur wird mit einem Qualit&auml;tsverlust erkauft. In Sachsen-Anhalt gab es bereits 2007 ein Doppelabitur. Eine Studie des Europ&auml;ischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung von April, die hier 1500 Abiturienten ins Visier genommen hatte, zeigte: Die Turbo-Abiturienten besa&szlig;en deutlich schlechtere Mathematik-Kenntnisse, die weiblichen Absolventen schnitten auch schlechter in Englisch ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/die-turbo-schule-hat-versagt\/-\/1472788\/4523282\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sauerland als S&uuml;ndenbock<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>S&uuml;ndenbock Sauerland<\/strong><br>\nZehn Tage nach der Loveparade-Katastrophe, nach zehn Tagen &ouml;ffentlicher Schuldzuweisung ist es Zeit, auf eine Tatsache hinzuweisen: Oberb&uuml;rgermeister Adolf Sauerland hat sein Verbleiben im Amt verwirkt. Aber alles B&ouml;se auf einer Person symbolisch abzuladen, bedeutet nicht Aufkl&auml;rung, sondern ihr Gegenteil. &bdquo;Sauerland ist schuld&ldquo;? Das geht zu weit. Es macht die absolut nachvollziehbare Wut der Opfer zu dem Stoff, aus dem Hetzkampagnen entstehen. Es ist das Gegenteil von Aufkl&auml;rung, weil es die (m&ouml;glichen, ja wahrscheinlichen) Fehler anderer hinter dem S&uuml;ndenbock Sauerland verschwinden l&auml;sst. Es personalisiert das Versagen, um jemanden zu haben, den man &bdquo;in die W&uuml;ste schicken&ldquo; kann. Was ist eigentlich, wenn Sauerland endlich abgetreten ist? Gehen wir dann zur Tagesordnung &uuml;ber? Lassen wir dann die Opfer, aus deren Wut wir unsere allzu eindeutige Schuldzuweisung gestrickt haben, mit ihrem Bed&uuml;rfnis nach Aufkl&auml;rung allein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/suendenbock-sauerland\/-\/1472602\/4528784\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Durch solche medialen Darstellungen entsteht Hass<\/strong><br>\nDer Duisburger Medienethiker Christian Schicha kritisiert die Loveparade-Berichterstattung.<br>\n&ldquo;Bilder werden h&auml;ufig missbraucht, um die These eines Artikels zu best&auml;rken. Zum Beispiel zeigte der Spiegel ein Bild des Duisburger Oberb&uuml;rgermeisters Adolf Sauerland, in dem dieser seine H&auml;nde nach oben streckte. Das sollte symbolisieren, dass er sich f&uuml;r unschuldig halte, was er selbst gar nicht gesagt hat. Auch die Bilder von der Pressekonferenz mit Sauerland, anderen Vertretern der Stadt und dem Veranstalter Rainer Schaller wurden immer wieder in Zeitlupe und in Wiederholung gezeigt, um zu demonstrieren: Diese Menschen kamen mit der Situation nicht klar. Da wollten Journalisten ihre Thesen mit Bildern best&auml;tigen. Durch solche medialen Darstellungen entsteht ein regelrechter Hass auf diesen Oberb&uuml;rgermeister. Er hat sicherlich in der Geschichte keine gl&uuml;ckliche Rolle gespielt, aber es sind eine Vielzahl von Akteuren an dieser Loveparade, an der Konzeption und an der Umsetzung beteiligt gewesen. Insofern gibt es eine Vielzahl von m&ouml;glichen Schuldigen. Durch die mediale Personalisierung reduziert sich das aber und man meint, &uuml;ber eine einzige Person die Verantwortlichkeit feststellen zu k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F08%2F04%2Fa0069&amp;cHash=e044b7a1d4\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Milliard&auml;re spenden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Reiche retten ihre Seele<\/strong><br>\nDas neue Gel&ouml;bnis einiger amerikanischer Milliard&auml;re, die H&auml;lfte ihres Verm&ouml;gens zu spenden, ist eine v&ouml;llig rationale Entscheidung. Auch zugunsten der eigenen Kinder.<br>\nNun unterhalten viele Superreiche in den USA bereits vielf&auml;ltige Stiftungen und haben mit der neuen Initiative jetzt nur eine Plattform, um das &ouml;ffentlich zu machen. Auch k&ouml;nnen Spenden &ouml;ffentliche Sozialausgaben nicht ersetzen. Halten die Leute ihre Zusagen ein, k&ouml;nnten mehr als 100 Milliarden Dollar f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke zusammenkommen. Die US-Gesundheitsreform kostet ein Vielfaches.<br>\nEs handelt sich f&uuml;r die Superreichen aber letztlich um ein rationales Tauschgesch&auml;ft. Denn erstens behalten sie mit den Stiftungen die Zuteilungsmacht &uuml;ber das gespendete Verm&ouml;gen, das sonst zu einem gut Teil von der Steuer kassiert w&uuml;rde. Die Familien bringen zudem keine sp&uuml;rbaren materiellen Opfer: Die Bloomberg-Erben etwa bleiben reich, denn ein Prozent von 18 Milliarden Dollar sind immer noch 180 Millionen. Die Familie bekommt durch das Spenden einen emotionalen Mehrwert, eine moralische Aufwertung, einen Imagegewinn zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/reiche-retten-ihre-seele\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Spenden statt Steuern<\/strong><br>\nUS-Milliard&auml;re wollen einen Teil ihres Verm&ouml;gens abgeben. Sie k&ouml;nnten es einfach an den Staat &uuml;berweisen. Doch so weit geht ihr Verst&auml;ndnis vom Gemeinwesen denn doch nicht. (&hellip;) Bevor aber nun jemand vor den Spendern in spe auf die Knie f&auml;llt, sei angemerkt, dass deren Nachwuchs auch dann noch die H&auml;nde in den Scho&szlig; legen k&ouml;nnte, wenn er nur ein halbes Prozent des elterlichen Verm&ouml;gens erben w&uuml;rde. Nach dem j&uuml;ngsten Reichen-Ranking des Wirtschaftsmagazins Forbes verf&uuml;gen mehr als 1000 Menschen auf der Welt &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von mehr als einer Milliarde US-Dollar. (&hellip;) Vielleicht hat der eine oder andere mal zu Hause durchgerechnet, dass alle Milliard&auml;re zusammen viele Banken-Rettungsprogramme problemlos h&auml;tten stemmen k&ouml;nnen, f&uuml;r die sich Staaten (und damit Gesellschaften) auf lange Jahre verschulden m&uuml;ssen.<br>\nEr h&auml;tte es aber nur spa&szlig;eshalber durchgerechnet, denn nichts liegt den meisten Reichen dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung ferner, als auch nur einen Teil ihres Besitzes dem Staat zu &uuml;bereignen, auf dass der damit f&uuml;r h&ouml;here Bildung oder bessere Gesundheit sorgen k&ouml;nnte. Gerade dort, wo die Giving-Pledge-Idee geboren wurde, hat Staatsferne Tradition; ehe man dem US-Staat Geld gibt, der damit vielleicht gar ein Museum errichten k&ouml;nnte, baut man lieber selber eins, das dann auch den eigenen Namen tragen kann.<br>\nVerm&ouml;gende, gern auch solche aus dem Show- und Sportgesch&auml;ft, inszenieren sich in ihrer Rolle als gro&szlig;herziger Mensch. Charity Lady ist zu einer Berufs- oder sagen wir mal T&auml;tigkeitsbezeichung f&uuml;r Damen geworden, die glamour&ouml;se Galas organisieren, deren zahlende Teilnehmer alsdann eine Seite bei Bl&auml;ttern wie Gala f&uuml;llen. Diese elit&auml;ren Treffen k&ouml;nnten auch ohne Anlass stattfinden, werden aber erst geadelt, wenn dabei f&uuml;r arme Negerkinder auch noch was abf&auml;llt.<br>\nEine bevorzugte Art, sich einen Namen zu machen, ist die Stiftung. Mit den Zuwendungen f&uuml;r sie reduzieren viele Reiche zudem just jenen Beitrag f&uuml;r die Allgemeinheit, den sie f&uuml;r eine Zwangsabgabe halten: Steuern. Nicht dass M&auml;zene nur Projekte aus purer Eitelkeit f&ouml;rdern w&uuml;rden, aber typisch ist eben, dass die Gabe umso gro&szlig;z&uuml;giger ausf&auml;llt, je st&auml;rker der Geber Einfluss auf seine Verwendung nehmen kann. Und nichts liegt ihm ferner, als mehr Geld als unbedingt n&ouml;tig in jenen gro&szlig;en Topf zu tun, der Haushalt hei&szlig;t. Da w&auml;re er ja nur ein popeliger Steuerzahler unter vielen. Ein Reicher aber, der viel spenden und wenig Steuern zahlen will, missachtet das Sozialwesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/spenden-statt-steuern\/-\/1472602\/4535216\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es ist die &ldquo;verdammte Pflicht&rdquo; des Staates, die Bezieher hoher Einkommen und die Besitzer gro&szlig;er Verm&ouml;gen entsprechend ihrer finanziellen Leistungsf&auml;higkeit &uuml;ber eine angemessene Steuer- und Abgabenbelastung zur Finanzierung staatlicher Aufgaben heranzuziehen. Es kann nicht angehen, dass es ins pers&ouml;nliche Ermessen dieses Personenkreises gestellt wird, in welcher H&ouml;he sie f&uuml;r welche &ldquo;gemeinn&uuml;tzige&rdquo; Ma&szlig;nahme ihren finanziellen Beitrag leisten. Die Negativ-Beispiele &ldquo;Bertelsmann-Stiftung&rdquo; und &ldquo;Roland Berger-Stiftung&rdquo; sollten nicht weiter vervielf&auml;ltigt werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass unsere Finanz-&ldquo;Elite&rdquo; dies zur PR in eigener Sache nutzen wird, indem sie sich auch noch von den Medien (m&ouml;glicherweise sogar ihren eigenen Medien) oder gesellschaftlichen Organisationen f&uuml;r ihre &ldquo;Gro&szlig;herzigkeit&rdquo; &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee loben l&auml;sst. Siehe hierzu den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=3099\">&ldquo;Am Geld der Roland Berger Stiftung kleben der Schwei&szlig; und das Leid von Millionen Menschen &ndash; und amnesty international bildet die Staffage&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gl&auml;ubige m&uuml;ssen bei Papst-Messen Eintritt zahlen<\/strong><br>\nZwischen zw&ouml;lf und 30 Euro kostet die Teilnahme an einer Messe w&auml;hrend des Papstbesuches in Gro&szlig;britannien. Der Vatikan sieht darin eine Beteiligung an den Kosten. Bed&uuml;rftige kommen dennoch gratis rein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/panorama\/religion\/585703\/index.do?_vl_backlink=\/home\/chrono.do\">die Presse.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jesus ging in den Tempel und fing an, die H&auml;ndler und jene, die bei ihnen kauften, hinauszutreiben. Er stie&szlig; die Tische der Geldwechsler und die St&auml;nde der Taubenverk&auml;ufer um. Dabei sagte er: &ldquo;In der Schrift steht: &lsquo;Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein&rsquo;, aber ihr habt eine R&auml;uberh&ouml;hle daraus gemacht!&rdquo; (Matth&auml;us 21:12-13)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Alltag in der Schuldenkrise: Griechische Pein<\/strong><br>\nSorgenfreier Urlaub in Griechenland war gestern: Auch Anfang August ist die Krise allgegenw&auml;rtig, wenn sich die meisten Griechen zehn, zw&ouml;lf Tage Sommerferien g&ouml;nnen. Oder auch nur eine Woche &ndash; denn viele Familien k&ouml;nnen sich ein Hotel nicht l&auml;nger leisten. Und wenn sie ein Ferienhaus haben, wird h&auml;ufiger zu Hause gegessen und seltener in der Taverne, wie es eigentlich zum griechischen Urlaubsstandard geh&ouml;rt. Das Sparprogramm, das die Regierung Papandreou im Auftrag der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF der Gesellschaft zumutet, trifft die &Auml;rmeren am h&auml;rtesten. Doch der Sparzwang ist l&auml;ngst auch in der Mittelschicht angekommen. Im Durchschnitt m&uuml;ssen die Besch&auml;ftigten im privaten wie im &ouml;ffentlichen Sektor einen realen Einkommensverlust von 20 Prozent gegen&uuml;ber dem letzten Sommer hinnehmen.<br>\ndas Sparprogramm wird zwar von einer gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung als ungerecht empfunden, zugleich aber als unvermeidlich hingenommen. Sogar Aktionen wie der Streik der Lastwagenfahrer werden von vielen Griechen zunehmend kritisch gesehen: als Sumpfbl&uuml;ten jenes Klientelstaats, der f&uuml;r die Misere ihres Landes verantwortlich ist. Allerdings droht zugleich etwas, das f&uuml;r die Regierung genauso gef&auml;hrlich werden kann wie Massenproteste: Allgemeine Emp&ouml;rung kann in Griechenland rasch in Apathie umschlagen. Das w&auml;re fatal. Denn der Aufbruch, zu dem die Reformen animieren sollen, ist mit resignierten B&uuml;rgern nicht zu schaffen. Kein gutes Zeichen daher, dass sich die Zahl derjenigen, die aus Protest nicht mehr zur Urne gehen oder ung&uuml;ltig stimmen wollen, seit Oktober 2009 von acht auf &uuml;ber 30 Prozent erh&ouml;ht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:alltag-in-der-schuldenkrise-griechische-pein\/50152763.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hinzuzuf&uuml;gen w&auml;re, dass die Konjunktur unter dem Sparkurs leidet und die Wirtschaftsleistung weiterhin abnimmt. Woher Wachstumsimpulse kommen sollen, um steht in den Sternen. Griechenland hat im ersten Halbjahr das Haushaltsdefizit um 46 Prozent reduziert und IWF, EZB und EU sind voll des Lobes. Bleibt abzuwarten, wie gro&szlig; der Wirtschaftseinbruch Ende des Jahres ausf&auml;llt. Vielleicht werden wir dann erleben, dass die Quote ann&auml;hernd gleich geblieben ist. Ansonsten von den Kontrolleuren das &Uuml;bliche: Liberalisierung des&nbsp; Arbeitsmarktes, Privatisierung von Krankenh&auml;usern, Eisenbahn und <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/schuldenkrise-griechenland-bekommt-mehr-geld_aid_538334.html\">Stromgesellschaft<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pakistans innerer Glaubenskrieg<\/strong><br>\nObwohl Pakistan als explizit islamische Nation gegr&uuml;ndet wurde, hielt sich dort vielerorts die sufistisch gepr&auml;gte, tolerante Glaubensform, die vormals Muslime, Hindus und Sikhs geeint hatte. Mehr noch als &laquo;westliche&raquo; Einfl&uuml;sse steht diese im Visier der religi&ouml;sen Fundamentalisten. Im Falle Pakistans hat das Schema des Kulturkampfs zwischen westlicher und islamischer Welt das eigentliche grosse Thema der Landesgeschichte in den Hintergrund der Wahrnehmung gedr&auml;ngt: die allm&auml;hliche Erstickung der regionalen, synkretistischen Kultur durch einen triumphalistischen, globalen Islam, der einen neuen Geist der Rigidit&auml;t und Intoleranz mit sich bringt. Es ist dieser Krieg &ndash; den die Pakistaner wie einen zweiten arabischen Eroberungsfeldzug empfinden &ndash;, der unl&auml;ngst beim Selbstmordanschlag auf den Data-Sahib-Schrein in Lahore, eines der bedeutendsten sufistischen Heiligt&uuml;mer der Region, 42 Todesopfer und rund 180 Verletzte forderte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/pakistans_innerer_glaubenskrieg_1.7080040.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein lesenswerter und trauriger Artikel des britisch-indischen Journalisten Aatish Taseer, der uns darauf hinweist, dass wir viel zu kurz greifen, wenn wir die Probleme Pakistans auf den Gegensatz, westliche Werte versus militanten Islamismus, reduzieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Herr Sotobayashi bricht sein Schweigen<\/strong><br>\nSeine Familie bat ihn: Sprich nicht, du schadest uns! Und er hielt sich daran, sechs Jahrzehnte lang. Doch weil er sieht, dass die Welt nichts lernt aus Katastrophen, redet er nun, erz&auml;hlt vom Abwurf der Atombombe auf Hiroshima und wie er &uuml;berlebte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/herr-sotobayashi-bricht-sein-schweigen\/1897420.html;jsessionid=3EC0EE7838D2B5CF9B504688ACA0FBF4\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Charta der Heimatvertriebenen: Ein wahres deutsches Wunder<\/strong><br>\nVor sechzig Jahren wurde die Charta der deutschen Heimatvertriebenen verk&uuml;ndet. F&uuml;nf Jahre nach dem Krieg dachten die Deutschen aus dem Osten nicht an Rache. Sie hofften auf eine baldige R&uuml;ckkehr in die Heimat &ndash; was jedoch nur selten gelang. In Stuttgart schrieben die Vertreter der Vertriebenen &bdquo;als ihr Grundgesetz und als unumg&auml;ngliche Voraussetzung f&uuml;r die Herbeif&uuml;hrung eines freien und geeinten Europas&ldquo; etwas fest, das durchaus nicht selbstverst&auml;ndlich war und ist: &bdquo;Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung.&ldquo; Und: &bdquo;Wir werden durch harte, unerm&uuml;dliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EC7C2F5C2D5AD445D8F803481474E2C45~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mehr als nachdenklich kann es den Leser stimmen, wenn die Zeitung der &ldquo;klugen K&ouml;pfe&rdquo; diesen Gedenktag w&uuml;rdigt, ohne auf die Debatte einzugehen, die die Entsendung zweier Mitglieder des Bundes der Vertriebenen (BdV) als stellvertretenden Mitglieder der Stiftung &lsquo;Flucht, Vertreibung, Vers&ouml;hnung&rsquo; ausgel&ouml;st hatten, die mit h&ouml;chst zweifelhaften &Auml;u&szlig;erungen wenig Vers&ouml;hnliches vermittelten. So meinte Arnold T&ouml;lg 2000 in einem Interview&nbsp; u.a., dass die ehemaligen Zwangsarbeiter&nbsp; des NS- Regimes &ldquo;Entsch&auml;digungsleistungen gigantischer Art&rdquo; erhalten h&auml;tten und:&nbsp; &ldquo;Gerade die L&auml;nder, die am massivsten Forderungen gegen uns richten, haben gen&uuml;gend Dreck am Stecken, weil sie Hunderttausende deutscher Zwangsarbeiter in zahllosen Lagern hatten.&rdquo; Quasi offiziellen Charakter erhielten solche &Auml;u&szlig;erungen durch die Vertriebenen-Chefin Erika Steinbach unl&auml;ngst in einem Interview im Deutschlandfunk mit der seltsamen Aussage: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1241102\/\">&ldquo;Die, die Verfolgte gewesen sind im Nationalsozialismus, die waren in dieser Situation dann auch materiell besser dran als die Vertriebenen.&rdquo;<\/a><br>\nWas sollen Leute wie T&ouml;lg in einem Vers&ouml;hnungswerk, wenn sie die deutsche Verantwortung nicht akzeptieren k&ouml;nnen, ohne diese wieder einer Revision zu unterziehen:<br>\n&ldquo;Da bin ich der Meinung, dass der Krieg nat&uuml;rlich &ndash; der von Hitler ausgel&ouml;ste Krieg &ndash; den L&auml;ndern, die die Deutschen vertrieben haben, eine Chance gegeben hat, die Deutschen loszuwerden. Es war ja ein von Polen und auch teilweise Tschechien, ein langfristiger Plan, schon 1848 wollte man die Linie Stettin-Triest herstellen. Also, da sind Dinge zusammengekommen: Auf der einen Seite war das der Krieg Hitlers, der Schreckliches in diesen L&auml;ndern angerichtet hat; auf der anderen Seite kam es auch der polnischen und wohl auch tschechischen Politik entgegen, siehe Londoner Exilregierung, die sich intensiv darum bem&uuml;ht hat, die deutschen Ostgebiete in die Hand zu bekommen, sodass hier durchaus auch Schuld <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1239563\/\">auf der anderen Seite zu sehen ist<\/a>.&rdquo;<br>\n&Auml;hnlich der zweite Vertreter des BdV, Hartmut Saenger: &ldquo;Der historische Kontext zum Sommer 1939 weist bei allen europ&auml;ischen Gro&szlig;m&auml;chten eine erstaunliche Bereitschaft zum Krieg aus, um staatliche Ziele durchzusetzen oder Bedrohungen durch B&uuml;ndnisse abzuwehren.&rdquo; Auch diese &Auml;u&szlig;erung erh&auml;lt durch Frau Steinbach auf der Website des Vertriebenenbundes die h&ouml;heren Weihen: &ldquo;Seine sehr knappe Darstellung ist korrekt. Um das festzustellen, muss man weder in polnischen noch deutschen Archiven graben. Der dargestellte Sachverhalt geh&ouml;rt zum <a href=\"http:\/\/www.bund-der-vertriebenen.de\/presse\/index.php3?id=1043\">Grundwissen eines jeden Zeithistorikers<\/a>.&rdquo;<br>\nDie Besetzung des Stiftungsrats und die Reaktionen auf die Debatte seitens des BdV stellen nicht nur die Stiftung in Frage, sondern dr&auml;ngen dem heutigen Zeitgenossen die Frage auf, warum die Politik und Teile der Medien um die Charta der Heimatvertriebenen ein solchen Aufwand betreiben. Die Charta kann nur als Zeitdokument eine G&uuml;ltigkeit haben und h&auml;tte schon l&auml;ngst durch den BdV auf eine neue Grundlage gestellt werden m&uuml;ssen. Dass der BdV dazu nicht bereit ist, zeigt das Interview von Frau Steinbach, in dem sie den &nbsp;Verzicht auf &ldquo;Rache und Vergeltung&rdquo; immer noch als Gro&szlig;tat verteidigt. Micha Brumlik hat dazu in der taz hellsichtig ausgef&uuml;hrt: &ldquo;Verzichten &ndash; feierlich dazu &ndash; kann man n&auml;mlich nur auf etwas, was einem legitimerweise zusteht; dass es so etwas wie ein moralisches Recht auf Rache und Revanche gibt, haben noch nicht einmal die k&uuml;hnsten Philosophen behauptet; bestenfalls lie&szlig;e sich sagen, dass entsprechende Gel&uuml;ste verst&auml;ndlich und entschuldbar sind. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F08%2F05%2Fa0129&amp;cHash=fb61d6723c\">Verzichten kann man auf sie nicht, man kann sie sich allenfalls untersagen.<\/a>&rdquo;<br>\nEs wird Zeit, dass zu solchen Gedenktagen keine Spitzenpolitiker geschickt werden, die Frau Steinbach gar zu einem nationalen Gedenktag erheben m&ouml;chte. W&auml;hler wird es da kaum zu gewinnen geben, oder vielleicht doch? Sollten Politik und Medien tats&auml;chlich auf die einen unterschwelligen Geschichtsrevisionismus setzen?<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch noch einmal:<\/em><\/p>\n<p><strong>Otto K&ouml;hler: Der Bund der Vertriebenen sucht seine Vergangenheit<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/download\/123226\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Wachstumsbeschleunigungsgesetz, ein Gesetz ins Blaue; Besch&auml;ftigung und Mindestl&ouml;hne; Ausbildungsstart; Begr&uuml;&szlig;ungsgeld f&uuml;r Fachkr&auml;fte; Rohstoff-Roulette; Tiefseebohrungen; Kurswechsel; K&ouml;lner Karlspreis; Turbo-Schule hat versagt; Sauerland als S&uuml;ndenbock; Milliard&auml;re spenden; Eintrittsgeld f&uuml;r Papst-Messen; griechische Pein; Pakistans innerer Glaubenskrieg; Jahrestag des Atombombenabwurfs; Charta der Heimatvertriebenen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6411","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6411"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6414,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6411\/revisions\/6414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}