{"id":64121,"date":"2020-08-27T08:22:13","date_gmt":"2020-08-27T06:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121"},"modified":"2020-08-27T08:35:48","modified_gmt":"2020-08-27T06:35:48","slug":"hinweise-des-tages-3684","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h01\">Wahlrechtsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h02\">Interne Dokumente: Verheimlichte das Kanzleramt Lobbytreffen zwischen Guttenberg und Merkel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h03\">Der Berliner Senat hat Demokratie offenbar nicht begriffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h04\">Deutschland feiert sich naiv f&uuml;r Corona-Erfolge &ndash; doch Macht flie&szlig;t l&auml;ngst woandershin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h05\">Wegen Corona pl&ouml;tzlich Hartz-IV-Empf&auml;nger: &ldquo;Es sind Leute, denen es eigentlich gut ging&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h06\">Wie sich psychische Erkrankungen auf die Teilhabe am Arbeitsmarkt auswirken &ndash; ein &Uuml;berblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h07\">Besch&auml;ftigte mit Tarif haben bessere Arbeitsbedingungen, doch Tarifbindung sinkt: Das Beispiel Bremen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h08\">745 Millionen Euro Steuern hinterzogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h09\">&bdquo;Seit &uuml;ber zehn Jahren wird eine Feindbildproduktion bef&ouml;rdert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h10\">Eskalation im Mittelmeer (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h11\">Zur vermeintlichen Unabh&auml;ngigkeit Afghanistans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h12\">Tote und Folter nach Putsch in Bolivien: UNO fordert Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h13\">Vernetzte Register: Seehofer macht Ernst mit Steuer-ID als B&uuml;rgernummer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h14\">In der Dunkelkammer des Strafrechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h15\">HdS fordert Wiederherstellung der Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64121#h16\">Wo ist die Debatte? Wer baut noch Br&uuml;cken? Ein offener Brief an die Leitmedien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlrechtsreform<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So macht sich der Bundestag zur Lachnummer<\/strong><br>\nWas der Koalitionsausschuss zum Wahlrecht vorlegt, bringt wenig. Das Ergebnis ist peinlich und unw&uuml;rdig. [&hellip;]<br>\nAngetreten waren sie vor drei Jahren mit dem Anspruch, das Parlament m&uuml;sse nach der Vergr&ouml;&szlig;erung auf 709 Sitze durch &Uuml;berh&auml;nge und Ausgleichsmandate wieder kleiner werden. Zur Erinnerung: 598 Sitze ist die Ausgangsgr&ouml;&szlig;e.<br>\nDas Ziel &auml;nderte sich im Verlauf der Debatte: Nun sollte das Parlament zumindest nicht noch gr&ouml;&szlig;er werden. Mit dem Beschluss aus der Nacht ist aber nicht einmal mehr das gesichert. Die Koalitionsspitzen konnten nicht erkl&auml;ren, wo man mit diesem Beschluss landen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/der-beschluss-von-union-und-spd-zum-wahlrecht-so-macht-sich-der-bundestag-zur-lachnummer\/26127910.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Jetzt droht ein Bl&auml;h-Wahlrecht<\/strong><br>\nDie Koalition hat sich auf eine Wahlrechtsreform geeinigt, um eine Blamage zu verhindern. Aber schon am Tag danach ger&auml;t sie in Erkl&auml;rungsnot. [&hellip;]<br>\nDie Phantasie von CDU und SPD muss nicht weiter angestrengt werden, um sich vorzustellen, wie das gehen soll. &Uuml;berhangmandate mit Listenmandaten derselben Partei in einem Bundesland zu verrechnen, geht nicht: Wo eine Partei &Uuml;berhangmandate produziert, zieht deren Landesliste nicht. Also kann &bdquo;Verrechnung&ldquo; nur hei&szlig;en, dass eine Liste der jeweiligen Partei in einem anderen Land als in dem gemeint ist, wo &Uuml;berhangmandate entstehen. Soweit alles klar f&uuml;r CDU und SPD &ndash; denn sie haben Listen in (fast) allen Bundesl&auml;ndern.<br>\nAber f&uuml;r die CSU? Sie gibt es nur in Bayern, nirgendwo sonst, also kann nichts verrechnet werden. Gerade sie aber produziert &Uuml;berhangmandate: da sie in der Regel sehr viele Direktmandate in Bayern erringt, aber bundesweit nur mit einstelligem Ergebnis aufwarten kann. Wie da eine &bdquo;f&ouml;deral ausgewogene Verteilung der Bundestagsmandate gew&auml;hrleistet&ldquo; werden soll, wie die Koalition beteuert, wird spannend zu verfolgen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/ueberhangmandate-wer-soll-dieses-wahlrecht-noch-verstehen-16921652.html%20\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Vertrauen verzockt<\/strong><br>\nWieder nur Wortgeklingel aus der deutschen Beamtenh&ouml;lle: Union und SPD haben getagt und die Wahlrechtsreform vertagt. Sie nennen es nur nicht so. [&hellip;]<br>\nArbeitskreis und Wiedervorlage &ndash; so sieht die Verschleppungstaktik von CDU, CSU und SPD bei der Wahlrechtsreform aus. Ein weiteres Anwachsen des Bundestags nach der Wahl in einem Jahr soll durch eine &bdquo;D&auml;mpfungsma&szlig;nahme&ldquo; verhindert werden. Die richtige Reform soll dann erst 2025 greifen. Daf&uuml;r soll noch in dieser Wahlperiode eine &bdquo;Reformkommission&ldquo; eingesetzt werden. Es ist das &uuml;bliche Wortgeklingel aus der deutschen Beamtenh&ouml;lle. Im Klartext hei&szlig;t dies: vertagen und er&ouml;rtern. Doch klar ist auch: Dieses Lavieren war zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nach-dem-Koalitionsausschuss\/!5710186\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahlrechtsreform der GroKo ist eine Beruhigungspille ohne Wirkstoff<\/strong><br>\n&bdquo;Die Einigung der CDU\/CSU und der SPD bei der Wahlrechtsreform ist nicht mehr als ein Feigenblatt. Das Ziel, ein substanzielles Anwachsen des Bundestages zu verhindern, wird mit dieser Einigung nicht erreicht. Das kraftlose Agieren der CDU\/CSU und der SPD bei der Wahlrechtsreform ist Ausdruck von Handlungsunf&auml;higkeit&ldquo;, erkl&auml;rt Friedrich Straetmanns, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Straetmanns weiter:<br>\n&bdquo;Ein von vornherein festgelegter, absichtlicher Nicht-Ausgleich von &Uuml;berhangmandaten, egal in welcher H&ouml;he, entspricht nicht den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes. Die &Auml;nderung im Zuteilungsverfahren ist gut, weshalb wir sie auch schon mehrfach eingebracht haben. Ohne weitere flankierende Regelungen bleibt die Wirkung jedoch gering. Diese Reform bringt mit sehr gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit keinen kleineren Bundestag hervor.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/wahlrechtsreform-der-groko-ist-eine-beruhigungspille-ohne-wirkstoff\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Interne Dokumente: Verheimlichte das Kanzleramt Lobbytreffen zwischen Guttenberg und Merkel?<\/strong><br>\nEx-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich bei Kanzlerin Angela Merkel st&auml;rker f&uuml;r das umstrittene Unternehmen Augustus Intelligence eingesetzt als angenommen. Nach Recherchen von abgeordnetenwatch.de und FragDenStaat gab es zwischen beiden im September 2019 ein bislang unbekanntes Treffen zur Causa Augustus. Nun steht der Verdacht im Raum, das Kanzleramt habe die brisante Unterhaltung verheimlicht &ndash; und es taucht eine r&auml;tselhafte Querverbindung zum Wirecard-Skandal auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/lobbyismus\/verheimlichte-das-kanzleramt-lobbytreffen-zwischen-guttenberg-und-merkel\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<p><strong>dazu: Gesetzentwurf von Union und SPD Geplantes Lobbyregister laut Kritikern &ldquo;mangelhaft&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition legt einen Gesetzentwurf f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Lobbyregisters vor. Bei Verst&ouml;&szlig;en drohen empfindliche Strafen. Doch die Vereine Lobbycontrol und Abgeordnetenwatch &auml;u&szlig;ern scharfe Kritik. [&hellip;]<br>\nDie Organisationen bem&auml;ngeln, dass nur Lobbyt&auml;tigkeit im Bundestag, nicht aber gegen&uuml;ber der Bundesregierung thematisiert wird. Au&szlig;erdem w&uuml;rden konkrete Aktivit&auml;ten von Lobbyakteuren, etwa Treffen oder Veranstaltungen, weder erfasst noch ver&ouml;ffentlicht. Das sei aber zwingend notwendig, um Lobbyismus &ouml;ffentlich nachvollziehbar zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lobbyarbeit-kritik-an-gesetzesentwurf-fuer-lobbyregister-a-616f3549-e193-4557-8a88-28d080394001\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Berliner Senat hat Demokratie offenbar nicht begriffen<\/strong><br>\nDie linke Stadtregierung der Hauptstadt hat mehrere Grossdemonstrationen verboten, die sich gegen die deutsche Corona-Politik wenden. In der Begr&uuml;ndung vermischt sie virologische und weltanschauliche Bedenken. Das ist skandal&ouml;s. [&hellip;]<br>\nInnensenator Geisel legt zugleich eine Begr&uuml;ndung vor, die die virologische mit der politischen Ebene verquickt. Der Sozialdemokrat ist nach eigenen Angaben &laquo;nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als B&uuml;hne f&uuml;r Corona-Leugner, Reichsb&uuml;rger und Rechtsextremisten missbraucht wird&raquo;. Er erwarte &laquo;eine klare Abgrenzung aller Demokratinnen und Demokraten gegen&uuml;ber denjenigen, die unter dem Deckmantel der Versammlungs- und Meinungsfreiheit unser System ver&auml;chtlich machen&raquo;.<br>\nViel zu leicht und oft wird Skandal gerufen. Geisels Worte aber sind skandal&ouml;s. Sie wecken Zweifel an der Verfassungstreue des rot-rot-gr&uuml;nen Berliner Senats. Und sie n&auml;hren den Verdacht, der Kampf gegen die Pandemie werde missbraucht, um missliebige Meinungen zum Schweigen zu bringen.<br>\nBerlin ist tats&auml;chlich eine B&uuml;hne, und sie dient verschiedenen Zwecken. Der Innensenator aber ist nicht der Zirkusdirektor, der nach Gutd&uuml;nken entscheiden darf, welche St&uuml;cke aufgef&uuml;hrt werden und welche nicht. Oder warum durften die &laquo;Black Lives Matter&raquo;-Demonstrationen im Juni und Juli stattfinden, bei denen die Teilnehmer ebenfalls dicht an dicht standen und viele von ihnen keine Masken trugen: Waren die Botschaften auf den Plakaten damals politisch opportun?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/demo-verbot-die-begruendung-des-berliner-senats-ist-skandaloes-ld.1573331\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt muss sich die deutsche Politik aus der Schweiz sagen lassen, wie Demokratie funktioniert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gute Demo, schlechte Demo<\/strong><br>\nNach dem Verbot der Demonstrationen gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen wird klar: F&uuml;r Berlins rot-rot-gr&uuml;ne Regierungskoalition ist das Coronavirus nur dann gef&auml;hrlich, wenn ihr das Thema einer Demo nicht passt.<br>\nSPD-Innensenator Andreas Geisel lie&szlig; die f&uuml;r das Wochenende geplanten Versammlungen gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen verbieten, weil zu erwarten sei, dass es zu Verst&ouml;&szlig;en gegen die Infektionsschutzverordnung komme. Doch es gibt einen Sch&ouml;nheitsfehler: &bdquo;Ich bin nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als B&uuml;hne f&uuml;r Corona-Leugner, Reichsb&uuml;rger und Rechtsextremisten missbraucht wird&ldquo;, so Geisel. &bdquo;Ich erwarte eine klare Abgrenzung aller Demokratinnen und Demokraten gegen&uuml;ber denjenigen, die unter dem Deckmantel der Versammlungs- und Meinungsfreiheit unser System ver&auml;chtlich machen.&ldquo;<br>\nAus solchen S&auml;tzen kann man ableiten, Geisel gehe es um die Gesinnung der Teilnehmer. Man kann daraus ableiten, dass er alle Teilnehmer in die rechte Ecke stellt. Dass er den Infektionsschutz benutzt, um eine unliebsame Demo zu verbieten.<br>\nBei der &ldquo;Black Lives Matter&rdquo; Demo gegen Rassismus dr&auml;ngten sich im Juni 15.000 Leute auf dem Alexanderplatz. Mund-Nasen-Schutz war damals keine Auflage (warum eigentlich nicht?). Viele trugen auch keine Maske. Den Aufforderungen der Polizei, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, folgten die meisten nicht. In der Bewertung der Demo, bei der der Infektionsschutz nicht so wichtig schien, zeigten sich Linke, Gr&uuml;ne und SPD begeistert. Offenbar gilt das Motto: Gute Demo, schlechte Demo.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/es-gilt-offenbar-das-motto-gute-demo-schlechte-demo-li.101203%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Entscheidung die Querdenker-Demonstration zu verbieten, ist eindeutig eine politische Entscheidung und zeugt von einem katastrophalen Demokratieverst&auml;ndnis des Berliner Senats, gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Gegendemonstrationen <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article214387480\/Gegenproteste-gegen-Anti-Corona-Demos-in-Berlin-duerfen-stattfinden.html\">erlaubt bleiben<\/a>. Auf die gerichtsfeste Begr&uuml;ndung, weshalb gerade auf den Gegendemonstrationen die Infektionsschutzvorschriften eingehalten werden sollen und auf der Querdenker-Demonstration aber nicht, darf man gespannt sein. Der rot-rot-gr&uuml;ne Senat dachte vermutlich, er k&ouml;nne auf der durch die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; aufgeheizten Stimmung segeln und so politische Lorbeeren einheimsen. Da kommt es auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit nicht so genau an. Im Grunde m&uuml;sste der Berliner Innensenator zur&uuml;cktreten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland feiert sich naiv f&uuml;r Corona-Erfolge &ndash; doch Macht flie&szlig;t l&auml;ngst woandershin<\/strong><br>\nAmazon, Google, Microsoft, Facebook und Apple sind die gro&szlig;en Gewinner der Coronakrise. Nicht nur ihre Ums&auml;tze und Gewinne sind rapide gewachsen, sondern auch ihre Macht. W&auml;hrend Politiker naiv die fortschreitende Digitalisierung feiern, bedeutet die aktuelle Entwicklung f&uuml;r Europa vor allem eins: zunehmende Abh&auml;ngigkeit.<br>\nDie Schl&uuml;ssel-Infrastruktur des 21. Jahrhunderts einer Handvoll US-&Uuml;berwachungskonzernen zu &uuml;berlassen, hei&szlig;t nicht nur, eine zunehmende Absch&ouml;pfung von Werten und Wohlstand zulasten unserer Wirtschaft hinzunehmen. Es bedeutet vor allem, die Chance auf Souver&auml;nit&auml;t und eine an den eigenen Interessen orientierte Politik in Deutschland und Europa endg&uuml;ltig zu verspielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/weitergedacht\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-deutschland-feiert-sich-naiv-fuer-corona-erfolge-doch-macht-fliesst-laengst-woandershin_id_12356730.html\">Sahra Wagenknecht auf Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wegen Corona pl&ouml;tzlich Hartz-IV-Empf&auml;nger: &ldquo;Es sind Leute, denen es eigentlich gut ging&rdquo;<\/strong><br>\nMehrere Millionen Menschen sind wegen der Corona-Pandemie noch immer in Kurzarbeit. Vor allem im Niedriglohnsektor hat die Krise massive Auswirkungen &ndash; viele Geringverdiener rutschen jetzt in die Hartz-IV-Bed&uuml;rftigkeit. Und mit ihnen ihre Familien. Ein Blick in Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Jobcenter.<br>\nDirk Heyden kennt viele solcher F&auml;lle. Er ist Chef des Jobcenters team.arbeit.hamburg. Das Haus ist mit 200.000 Leistungsberechtigten das gr&ouml;&szlig;te in Deutschland. Das war es schon vor Corona. Doch durch die Krise hat sich die Zahl der Leistungsbezieher in Hamburg um 12 Prozent erh&ouml;ht, 15.000 Leistungsberechtigte sind dazugekommen. &bdquo;Die letzten Monate waren eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Zeit f&uuml;r uns&ldquo;, sagt Heyden im Gespr&auml;ch mit FOCUS Online. Etwas wie die Coronakrise haben er und seine Mitarbeiter im Jobcenter noch nie erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/perspektiven\/arbeit-und-leben\/jobcenter-chef-ueber-soziale-folgen-der-krise-wegen-corona-ploetzlich-hartz-iv-empfaenger-es-sind-leute-denen-es-eigentlich-gut-ging_id_12354782.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Kurzarbeit verl&auml;ngert, aber der Regierung fehlt der Mut zu grunds&auml;tzlichen Entscheidungen<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist richtig, das Kurzarbeitergeld zu verl&auml;ngern und die Erstattung der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge endlich an die Bedingung zur Weiterbildung zu kn&uuml;pfen. Die Bundesregierung folgt somit den Vorschl&auml;gen, die DIE LINKE bereits im April in einem entsprechenden Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht hat. Im n&auml;chsten Schritt ist das nun auch mit einem Rechtsanspruch f&uuml;r Besch&auml;ftigte auf Qualifizierung und auf ein Weiterbildungsgeld zu verbinden. Denn der Wandel der Arbeitswelt wird sich durch Corona nicht aufhalten lassen&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die im Koalitionsausschuss beschlossene Verl&auml;ngerung des Kurzarbeitergeldes. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung bleibt bei einer ungerechten Lastenverteilung. W&auml;hrend Arbeitgebern 100 Prozent der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge erstattet werden, haben Besch&auml;ftigte fr&uuml;hestens nach sechs Monaten einen Anspruch auf eine Erh&ouml;hung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent. DIE LINKE fordert eine sofortige Anhebung auf 90 Prozent, f&uuml;r Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich auf 100 Prozent, um Einkommensverluste zu vermeiden. Dies ist auch wirtschaftlich sinnvoll, da es die Kaufkraft und somit die Konjunktur st&auml;rkt.<br>\nLeider hat es die Bundesregierung erneut vers&auml;umt, die Weichen f&uuml;r die Zukunft richtig zu stellen. Die Frage, wie die Sozialversicherungen gest&auml;rkt werden, l&auml;sst sie unbeantwortet und vertagt sie auf die Zeit nach der Bundestagswahl 2021. Es ist richtig, der Arbeitslosenversicherung durch Steuergelder auszuhelfen, denn die Bew&auml;ltigung der Krise ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir brauchen aber bereits heute Vorschl&auml;ge, wie man in einer Phase des erneuten wirtschaftlichen Aufschwungs mittelfristig die Unternehmen st&auml;rker an der Finanzierung beteiligt. Starke Sozialversicherungssysteme sind n&auml;mlich die S&auml;ulen eines handlungsf&auml;higen Sozialstaates.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kurzarbeit-verlaengert-aber-der-regierung-fehlt-der-mut-zu-grundsaetzlichen-entscheidungen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Um mehr als 20 Prozent Arbeitslosigkeit steigt auch bei Pflegekr&auml;ften<\/strong><br>\nNur in wenigen Branchen ist der Bedarf an Fachkr&auml;ften h&ouml;her als in der Pflege. Trotzdem finden in der Coronakrise viele keinen Job &ndash; und die L&ouml;hne bleiben weiter niedrig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitslosigkeit-steigt-auch-bei-pflegekraeften-a-1a76cd85-edef-4079-a6be-3119e685104f\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie sich psychische Erkrankungen auf die Teilhabe am Arbeitsmarkt auswirken &ndash; ein &Uuml;berblick<\/strong><br>\nPsychische Erkrankungen sind auch unter Erwerbst&auml;tigen weit verbreitet. Dennoch sind Arbeitslose, insbesondere, wenn sie Leistungen der Grundsicherung beziehen, &uuml;berproportional betroffen. Die Art und der Verlauf psychischer St&ouml;rungen sind dabei vielf&auml;ltig, ebenso deren Auswirkungen auf die berufliche Teilhabe. Die Chancen auf eine nachhaltige Integration in den regul&auml;ren Arbeitsmarkt h&auml;ngen vom Zusammenspiel der individuellen F&auml;higkeiten und Beeintr&auml;chtigungen, von den Arbeitsanforderungen und weiteren Kontextfaktoren ab.<br>\nPsychische Gesundheit gilt als Grundvoraussetzung sowohl f&uuml;r die Lebensqualit&auml;t jedes Einzelnen als auch f&uuml;r das Zusammenleben von Menschen. Sie ist Voraussetzung daf&uuml;r, dass Menschen ihr Leben als sinnvoll erfahren und sich als kreative und aktive B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger bet&auml;tigen. &bdquo;Es kann keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit geben&ldquo;, formulierte denn auch die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2005.<br>\nPsychische Erkrankungen geh&ouml;ren heute zu den gr&ouml;&szlig;ten gesundheitlichen Herausforderungen. Neben den unmittelbaren Symptomen sind vor allem die aus der Erkrankung resultierenden Konsequenzen f&uuml;r den Einzelnen und sein soziales Umfeld ebenso von Bedeutung wie f&uuml;r die Solidargemeinschaft. Die berufliche T&auml;tigkeit spielt hier eine immense Rolle: Eingeschr&auml;nkte Erwerbschancen k&ouml;nnen zu materiellen Problemen, verringerten Chancen auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und einer weiteren Verschlechterung der psychischen Gesundheit f&uuml;hren. F&uuml;r die Solidargemeinschaft entstehen Kosten im Gesundheitssystem, aber auch Mindereinnahmen an anderer Stelle, weil die Betroffenen ihr produktives Potenzial nicht voll aussch&ouml;pfen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/wie-sich-psychische-erkrankungen-auf-die-teilhabe-am-arbeitsmarkt-auswirken-ein-ueberblick\/\">IAB Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigte mit Tarif haben bessere Arbeitsbedingungen, doch Tarifbindung sinkt: Das Beispiel Bremen<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte, die nach Tarif bezahlt werden, verdienen deutlich besser als Arbeitnehmer in Unternehmen ohne Tarifvertrag. In Bremen betr&auml;gt der Abstand beispielsweise 10,5 Prozent, dabei sind m&ouml;gliche andere Einflussfaktoren schon herausgerechnet. Damit bewegt sich der Bremer Tarif-Gap in der Gr&ouml;&szlig;enordnung, die verschiedene westdeutsche Bundesl&auml;nder aufweisen, w&auml;hrend er in Ostdeutschland noch deutlich ausgepr&auml;gter ist. Auch die Tarifbindung in Deutschland unterscheidet sich regional erheblich. Schaut man auf die Quote der Besch&auml;ftigten, die nach Tarifvertrag bezahlt werden, reicht diese von 60 Prozent in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bis 40 Prozent in Sachsen. Gemessen am Anteil der tarifgebundenen Betriebe liegt Rheinland-Pfalz mit 38 Prozent vorne, das Schlusslicht bildet wieder Sachsen mit 15 Prozent. Bundesweit ist die Tarifbindung &uuml;ber das letzte Jahrzehnt zur&uuml;ckgegangen, hat sich aber zuletzt in einigen L&auml;ndern stabilisiert. In keinem anderen Bundesland ist der Anteil tarifgebundener Betriebe so stark gesunken wie im Land Bremen. Zwischen 2008 und 2018 ist er von 39 auf nur noch 17 Prozent zur&uuml;ckgegangen und hat sich innerhalb von nur zehn Jahren mehr als halbiert. Damit liegt Bremen im Vergleich der Bundesl&auml;nder auf dem vorletzten Platz. Ein wichtiger Grund daf&uuml;r ist, dass neu gegr&uuml;ndete, meist kleinere, Unternehmen in der Hansestadt deutlich seltener nach Tarif bezahlen als eingesessene und gr&ouml;&szlig;ere (Details weiter unten). Das sind Ergebnisse einer neuen Studie &uuml;ber &bdquo;Tarifvertr&auml;ge und Tarifflicht in Bremen&ldquo;, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gemeinsam mit dem Institut f&uuml;r Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universit&auml;t Bremen und in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmerkammer Bremen erstellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-beschaftigte-mit-tarif-haben-bessere-arbeitsbedingungen-25944.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>745 Millionen Euro Steuern hinterzogen<\/strong><br>\nDie Zahl der Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung ist im vergangenen Jahr sp&uuml;rbar zur&uuml;ckgegangen. Das ergibt sich aus Antworten des Bundesfinanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die der F.A.Z. vorliegen. Laut den im Jahr 2019 ergangenen rechtskr&auml;ftigen Urteilen und Strafbefehlen wurden Steuern in H&ouml;he von 745,5 Millionen Euro hinterzogen &ndash; 17,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der F&auml;lle sank um 391 auf 6835. In den Jahren 2016 und 2017 dagegen wurden noch hinterzogene Steuern in H&ouml;he von 1,1 und 1,2 Milliarden Euro festgestellt.<br>\nDer R&uuml;ckgang macht sich dar&uuml;ber hinaus sowohl bei von den Finanz&auml;mtern selbst abgeschlossenen Verfahren bemerkbar als auch bei den Verfahren von Finanzgerichten und Staatsanwaltschaften. Demnach wurden im Jahr 2019 auf Ebene der Finanz&auml;mter 54&#8198;369 Verfahren abgeschlossen &ndash; 5,5 Prozent weniger als im Jahr davor. &Auml;hnlich sieht die Entwicklung mit Blick auf die Steuerhinterziehungs-Verfahren aus, die von Gerichten und Staatsanwaltschaften abgeschlossen wurden. Diese gingen im Jahr 2019 um 3,1 Prozent auf 11&#8198;772 zur&uuml;ck.<br>\nIm Wirrwarr des Steuerdschungels<br>\nNach Ansicht des FDP-Finanzpolitikers Markus Herbrand bieten diese Zahlen allerdings keinen Anlass zur Entwarnung. &bdquo;Die Dunkelziffer d&uuml;rfte deutlich h&ouml;her liegen als die entdeckten und bestraften F&auml;lle&ldquo;, sagt Herbrand der F.A.Z.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/strafverfahren-745-millionen-euro-steuern-hinterzogen-16920986.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Seit &uuml;ber zehn Jahren wird eine Feindbildproduktion bef&ouml;rdert&ldquo;<\/strong><br>\nKerstin Kaiser &uuml;ber den Fall Nawalny, die Krise in Belarus, das deutsch-russische Verh&auml;ltnis und das Lavieren der EU [&hellip;]<br>\nIn Russland ist Nawalny eine schillernde Figur, ein klassischer Populist. Ich w&uuml;rde ihn als rechtskonservativ und nationalliberal einordnen. Aber er kann auch, wenn n&ouml;tig, links blinken, wie man bei den Rentenreform-Protesten 2018 gesehen hat. Nawalny wurde schon vor Jahren aus der Jabloko-Partei ausgeschlossen, die ja als gr&uuml;n-liberal und europ&auml;isch orientiert gilt, und zwar wegen nationalistischer Positionen. Er war und ist in Russland umstritten. Aber wenn im Westen mit Putin eine Art Highlander aufgebaut wird, der angeblich allm&auml;chtig und immer pers&ouml;nlich schuld ist, aber &raquo;sein&laquo; Land &ndash; nach westlichen Vorstellungen &ndash; von oben herab wieder in Ordnung bringen soll, dann braucht es dazu nat&uuml;rlich eine Art Gegenspieler. Mit solchen Erwartungen wird Nawalny &uuml;berfordert, sein politischer Einfluss &uuml;bersch&auml;tzt. Ganz klar ist allerdings, dass er sich mit seinem Kampf gegen staatlich gedeckte Korruption viele Feinde gemacht hat, auf allen Ebenen und in allen Bereichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/die-zukunft.eu\/seit-ueber-zehn-jahren-wird-eine-feindbildproduktion-befoerdert\/\">die-zukunft.eu<\/a>\n<p><strong>dazu: Beginn einer politischen Wende<\/strong><br>\nBei Ereignissen in ehemaligen Republiken der UdSSR und an den Grenzen zur heutigen Russl&auml;ndischen F&ouml;deration versperren leider jahrzehntelang gepflegte Klischees und eindimensionale Analysen m&ouml;glicher Entwicklungspfade auch seri&ouml;sen Berichterstatter*innen den Blick auf Ursachen, Motive und L&ouml;sungsvorschl&auml;ge der jeweils innergesellschaftlichen Opposition. Die Situation in Belarus ist eine gute Gelegenheit, um diesen Ballast abzuwerfen.<br>\nDie erst kurz vor dem Knall des Wahlbetrugs aufgewachten Beobachter*innen spekulierten tagelang &uuml;ber die Aufgaben der EU gegen&uuml;ber Belarus, beschworen einen erneuten Maidan und bringen Putins &laquo;Interventionsgel&uuml;ste&raquo; ins Spiel. M&ouml;gliche Interessen, Widerspr&uuml;che, Entwicklungen in der Gesellschaft von Belarus und die Durchsetzungsm&ouml;glichkeiten der oppositionellen Forderungen wurden praktisch nur in dieser Klammer gedacht.<br>\nOpposition und Zivilgesellschaft &ndash; bis hin zu vorher offenen Unterst&uuml;tzer*innen Lukaschenkos &ndash;  reagierten w&auml;hrenddessen auf die staatlichen Gewaltexzesse der Nachwahl-Woche mit Aufrufen und friedlichen Demonstrationen gegen gewaltsame L&ouml;sungen. Die vorher kaum bekannten oppositionellen Kr&auml;fte traten entschieden, selbstbewusst und eher nachdenklich auf die politische B&uuml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/42855\">Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eskalation im Mittelmeer (II)<\/strong><br>\nOhne erkennbare Erfolge hat sich Au&szlig;enminister Heiko Maas am gestrigen Dienstag um eine D&auml;mpfung des Konflikts zwischen Griechenland und der T&uuml;rkei im &ouml;stlichen Mittelmeer bem&uuml;ht. Athen und Ankara streiten sich um Gew&auml;sser rings um die griechischen &Auml;g&auml;isinseln; der Streit verbindet sich mit erbitterten Auseinandersetzungen zwischen der T&uuml;rkei und Zypern um Erdgasvorkommen ebenfalls im &ouml;stlichen Mittelmeer. Zuletzt ist der Konflikt eskaliert, als ein t&uuml;rkisches Forschungsschiff unweit einer griechischen Insel Erkundungst&auml;tigkeiten durchf&uuml;hrte und dabei von t&uuml;rkischen Kriegsschiffen eskortiert wurde. Laut offiziell nicht best&auml;tigten Berichten kam es zu einem Zusammensto&szlig; zweier Fregatten &ndash; darunter eine aus deutscher Produktion. W&auml;hrend Griechenland und Frankreich fordern, die EU m&uuml;sse entschlossene Ma&szlig;nahmen gegen Ankara ergreifen, beharrt Deutschland auf einer R&uuml;cksichtnahme auf die T&uuml;rkei &ndash; aus strategischen Gr&uuml;nden. Dar&uuml;ber hinaus sucht sich Berlin dauerhaft als Mittler zwischen Athen und Ankara zu positionieren; diese Rolle nahm traditionell Washington ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8360\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zur vermeintlichen Unabh&auml;ngigkeit Afghanistans<\/strong><br>\nGanze drei Mal hat das britische Imperium versucht, Afghanistan unter seine Kontrolle zu bringen. Dies h&auml;tte eigentlich eine Lehre f&uuml;r all jene sein m&uuml;ssen, die danach ins Land einmarschierten, sprich, Russen und Amerikaner. Doch wer meint, dass die britischen Invasoren damals einfach &uuml;ber den Khyber-Pass nach Afghanistan gingen und dort von einer homogenen Masse von afghanischen Rebellen zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wurden, liegt falsch.<br>\nStattdessen lie&szlig; sich auch w&auml;hrend der sogenannten anglo-afghanischen Kriege im 19. sowie im 20. Jahrhundert eine Situation wiederfinden, die der heutigen nicht un&auml;hnlich ist. Es gab Zentralregierungen in Kabul, meist angef&uuml;hrt von brutalen M&auml;nnern, die ihren Bruder, Onkel oder Vetter entmachtet hatten und von ausl&auml;ndischen Akteuren unterst&uuml;tzt wurden, w&auml;hrend die l&auml;ndlichen Gebiete von Aufst&auml;ndischen kontrolliert wurden, die heute als Freiheitsk&auml;mpfer besungen werden.<br>\nZentral waren auch damals die geopolitischen Verh&auml;ltnisse. So wurde etwa das sogenannte Great Game zwischen Gro&szlig;britannien und Russland in der Region auf Kosten der afghanischen Bev&ouml;lkerung ausgetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zur-vermeintlichen-Unabhaengigkeit-Afghanistans-4875069.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tote und Folter nach Putsch in Bolivien: UNO fordert Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nDie Vereinten Nationen (UN) haben am Montag einen Bericht zu den Menschenrechtsverletzungen vorgelegt, die in Bolivien im Anschluss an die Pr&auml;sidentschafts- und Parlamentswahlen und den darauffolgenden Protesten im November 2019 ver&uuml;bt wurden. In dem Bericht wird von der De-facto-Regierung von Jeanine &Aacute;&ntilde;ez unmissverst&auml;ndlich gefordert, endlich eine angemessene Aufkl&auml;rungsarbeit zu leisten. Die UN-Hochkommissarin f&uuml;r Menschenrechte, Michelle Bachelet, &auml;u&szlig;erte in einer begleitenden Presseerkl&auml;rung ihre &ldquo;gro&szlig;e Besorgnis&rdquo;, dass noch immer keine Verantwortlichen f&uuml;r die Toten, allen voran der Massaker von Sacaba und Senkata, identifiziert wurden.<br>\nInfolge des Putsches war es damals in Hochburgen der zuvor regierenden Partei Bewegung zum Sozialismus (MAS) bei Protesten zu vielen Toten gekommen. Ein &auml;hnliches Vorgehen, insbesondere durch &ldquo;irregul&auml;re Gruppen&rdquo;, war durch die UN zuletzt auch bei den Protesten in K&rsquo;ara K&rsquo;ara festgestellt worden.<br>\nBereits seit den Wahlen am 20. Oktober 2019 sei eine technische Mission der UN durchgehend im Land gewesen. Seitdem habe das B&uuml;ro des Hohen Kommissars f&uuml;r Menschenrechte (OHCHR) mehr als &ldquo;50 Treffen mit Beh&ouml;rden und Institutionen auf nationaler und lokaler Ebene&rdquo; sowie &ldquo;&uuml;ber 100 Interviews mit Opfern, Zeugen und Vertretern von Organisationen der Zivilgesellschaft&rdquo; gef&uuml;hrt. Insbesondere nach dem erzwungenen R&uuml;cktritt von Evo Morales am 10. November sei es landesweit zu Hunderten von Protesten und Blockaden gekommen, bei denen &ldquo;verschiedene Menschenrechtsverletzungen, einschlie&szlig;lich des Rechts auf Leben, Sicherheit, Freiheit, das Verbot von Folter und das Recht auf Meinungsfreiheit&rdquo; gebrochen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/08\/242909\/uno-bolivien-bachelet-gewalt-massaker\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vernetzte Register: Seehofer macht Ernst mit Steuer-ID als B&uuml;rgernummer<\/strong><br>\nDas Innenministerium hat einen Gesetzentwurf f&uuml;r ein register&uuml;bergreifendes Identit&auml;tsmanagement erstellt, mit dem die Steuernummer zur Personenkennziffer wird.<br>\nAuf Eckpunkte f&uuml;r einen virtuellen Zusammenschluss der Melderegister und zahlreicher anderer beh&ouml;rdlicher Datenbanken hatte sich die gro&szlig;e Koalition j&uuml;ngst bereits geeinigt, nun hat das Bundesinnenministerium einen Referentenentwurf zur &ldquo;Einf&uuml;hrung einer Identifikationsnummer in die &ouml;ffentliche Verwaltung&rdquo; vorgelegt. Ressortchef Horst Seehofer (CSU) bleibt demnach bei dem Vorhaben, die Steuer-ID zu einer allgemeine B&uuml;rgernummer f&uuml;r alle m&ouml;glichen &Auml;mter zu erweitern.<br>\nKommen soll laut dem Papier mit Stand Ende Juli, das Netzpolitik.org ver&ouml;ffentlicht hat, eine Identifikationsnummer, um die mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) vorgesehenen E-Government-Dienste mithilfe der relevanten Verwaltungsregister von Bund und L&auml;ndern umzusetzen. Die Kennung soll gew&auml;hrleisten, dass sogenannte Basisdaten nat&uuml;rlicher Personen &ldquo;von einer daf&uuml;r verantwortlichen Stelle auf Inkonsistenzen gepr&uuml;ft, verl&auml;sslich gepflegt, aktualisiert und bereitgestellt werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Vernetze-Register-Seehofer-macht-Ernst-mit-Steuer-ID-als-Buergernummer-4878923.html\">Heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den kompletten, 83 Seiten langen Referentenentwurf mit Datum vom 31.07.2020 k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/cdn.netzpolitik.org\/wp-upload\/2020\/08\/2020-07-31_BMI_RefE_Registermodernisierungsgesetz.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62866#h07\">Steuer-ID soll B&uuml;rgernummer werden &ndash; Datensch&uuml;tzer sind alarmiert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>In der Dunkelkammer des Strafrechts<\/strong><br>\nIn den forensischen Kliniken des Ma&szlig;regelvollzugs soll psychisch Kranken, die straff&auml;llig geworden sind, geholfen werden. Aber in den hochgesicherten Anstalten fehlen Standards und &ouml;ffentliche Kontrolle. F&uuml;r die Patientinnen und Patienten ist der Alltag ein Kampf gegen Ungewissheit, Willk&uuml;r und das Vergessenwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/was-mit-psychisch-kranken-im-massregelvollzug-passiert-in.3720.de.html?dram:article_id=480002\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>HdS fordert Wiederherstellung der Menschenrechte<\/strong><br>\nEine Betrachtung zu Corona-Virus, Querfront und Verschw&ouml;rungstheorien. Ja, unser Magazin &bdquo;Hinter den Schlagzeilen&ldquo; hatte l&auml;ngere Zeit zu Corona geschwiegen, zum dominierenden Thema der letzten Monate also. Der Grund daf&uuml;r &ndash; so viel m&ouml;chten wir heute verraten &ndash; lag in teilweise weit auseinandergehenden Ansichten innerhalb unseres Teams. Wir sind dann irgendwann dazu &uuml;bergegangen, zu Corona ganz zu schweigen. Und das hat dem Magazin nicht gut getan. Schlie&szlig;lich ber&uuml;hrt dieses Thema essentielle Fragen wie Gesundheit und Lebensschutz, aber auch die Zukunft der Demokratie und der Freiheit in unserem Land &uuml;berhaupt. Wir versprechen, das es auf HdS ab jetzt wieder eine differenzierte Berichterstattung zu Corona geben wird. Vorab wollen wir aber auch einiges klarstellen: etwa die Tatsache, dass wir zwar Proteste f&uuml;r die Wiederherstellung der Grundrechte f&uuml;r legitim, ja f&uuml;r notwendig halten, dass dies aber nicht gleichzusetzen ist mit Zustimmung zur Ideologie einer Minderheit rechter Mitl&auml;ufer. Wir entwickeln au&szlig;erdem ein Programm f&uuml;r die dringend gebotene vollst&auml;ndige Wiederherstellung der Demokratie in unserem Land, was nicht zu trennen ist von der Wiederherstellung der Menschenw&uuml;rde in ihrer sozialen Dimension<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/hds-fordert-wiederherstellung-der-menschenrechte\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wo ist die Debatte? Wer baut noch Br&uuml;cken? Ein offener Brief an die Leitmedien<\/strong><br>\nEs herrscht Sprachlosigkeit im Land: Die einen protestieren gegen Corona-Ma&szlig;nahmen, die sie als unsinnig, freiheitsberaubend und dem&uuml;tigend ansehen, die anderen beschimpfen solche Demonstranten als verantwortungslose &bdquo;Covidioten&ldquo;, deren Unvernunft mit aller H&auml;rte zu bek&auml;mpfen sei. Manche, wie die Berliner Landesregierung, wollen Demonstrationen der Kritiker gleich ganz verbieten. Was fehlt, ist eine offene, evidenzbasierte und respektvolle Diskussion, die den Graben &uuml;berbr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/wo-ist-die-debatte\">multipolar-magazin.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein &auml;hnlicher, bis in die Sprache &auml;hnlicher Ansatz wie gestern auf den NachDenkSeiten: Lauter Empfang f&uuml;r Spahn in Wuppertal und keine Br&uuml;cken zur Protestbewegung &ndash; ein Vorgeschmack auf den kommenden Bundestagswahlkampf.<\/em>\n<\/p><\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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