{"id":64174,"date":"2020-08-30T09:00:48","date_gmt":"2020-08-30T07:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174"},"modified":"2020-08-28T09:25:39","modified_gmt":"2020-08-28T07:25:39","slug":"hinweise-der-woche-174","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h01\">Corona und die Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h02\">Notstandsgesetze ohne Notstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h03\">Die Nebenwirkungen von Covid-19 im Gesundheitssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h04\">F&uuml;r die Kinder in unserem Land wird gute Bildung zum Lotteriespiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h05\">Eine Krise im Zeitraffertempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h06\">Wegen Corona pl&ouml;tzlich Hartz-IV-Empf&auml;nger: &ldquo;Es sind Leute, denen es eigentlich gut ging&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h07\">Maskenpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h08\">Schon jetzt eine schwere Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h09\">Extreme Pfennigfuchserei: Wie die neuen Hartz-IV-Regels&auml;tze kleingerechnet werden sollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h10\">Jede zweite Rente liegt unter 1000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h11\">Gekaufte Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h12\">Kollektive Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h13\">Ukraine 2.0 oder wem die Stunde schl&auml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h14\">Navalny<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174#h15\">Unterst&uuml;tzung des Aufrufs &ldquo;Solidarit&auml;t statt Schulterschluss mit Nazis&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona und die Wahrheit<\/strong><br>\n&ldquo;Zeuge der Wahrheit&rdquo; sein &ndash; das erwartet die Gesellschaft von den Medien, von den Journalisten. Erwartet wird hier zu allererst, dass sie f&uuml;r &ldquo;Aletheia&rdquo; sorgen, dass sie das Verborgene aufdecken, dass sie den Teppich wegziehen, unter den Skandal&ouml;ses gekehrt worden ist. Der Journalismus soll dubiose Waffengesch&auml;fte enth&uuml;llen, er soll aufdecken, wo Reiche und M&auml;chtige ihr Geld verstecken, um Steuern zu sparen, er soll politische L&uuml;ge und Korruption aufsp&uuml;ren. Die Wahrheit soll ans Licht. Als, zum Beispiel, die Panama-Papers ver&ouml;ffentlicht wurden, war das so eine Licht- und Sternstunde. Diese Aufdeckungsarbeit aber ist es nicht allein. Aufdeckung geschieht nicht um der Erregung willen, sondern, nehmen wir ruhig dieses Wort, um der Treue zu Demokratie und Rechtsstaat willen.<br>\nDie journalistische Wahrheitssuche muss mit Neugier, Urteilskraft und Integrit&auml;t betrieben werden, sie muss in Zuverl&auml;ssigkeit, Vertrauensw&uuml;rdigkeit und Vertrauen eingebettet sein.<br>\nZwei wissenschaftliche Studien haben nun untersucht, wie es sich damit in der journalistischen Begleitung und Behandlung der Corona-Krise verh&auml;lt. Die eine Studie stammt vom Schweizer Forschungszentrum &Ouml;ffentlichkeit und Gesellschaft (f&ouml;g) und befasst sich mit der &ldquo;Qualit&auml;t der Berichterstattung zur Corona-Pandemie&rdquo;; sie kommt zwar zu einem tendenziell eher positiven Ergebnis, legt aber den Finger in einige tiefe Wunden, wie sie der Journalistikprofessor Klaus Meier von der katholischen Universit&auml;t Eichst&auml;tt-Ingolstadt schon im April beschrieben hat: &ldquo;zu wenig Einordnung, zu wenig Recherche, zu beh&ouml;rdennah&rdquo;.<br>\nDie andere Studie stammt von den Medienforschern Dennis Gr&auml;f und Martin Hennig, die an der Universit&auml;t Passau arbeiten und mehr als 90 Sendungen von &ldquo;ARD Extra&rdquo; und &ldquo;ZDF-Spezial&rdquo; untersucht haben. Die Gr&auml;f\/Hennig-Studie erhebt den Vorwurf, es werde nicht gen&uuml;gend differenziert; die Sender h&auml;tten einen massenmedialen &ldquo;Tunnelblick&rdquo; erzeugt. Schon die H&auml;ufigkeit der Sondersendungen vermittle Zuschauern ein permanentes Krisen- und Bedrohungsszenario. Die immer wieder gezeigten Bilder kennt man &ldquo;aus Endzeiterz&auml;hlungen und Zombiegeschichten&rdquo;, meinte der Literaturwissenschaftler Gr&auml;f. &ldquo;Sondersendungen wurden zum Normalfall und gesellschaftlich relevante Themen jenseits von Covid-19 ausgeblendet&rdquo;, fasste Gr&auml;f gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur epd zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-corona-presse-1.5007606\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Die seltsame Pandemie<\/strong><br>\nChristian Drosten k&ouml;nnte uns wirklich alles erz&auml;hlen. Wer sollte seine Aussagen richtigstellen? Seine Botschaft ist kein Dialog mit der Fachwelt, sondern ein Monolog an die unwissende Bev&ouml;lkerung. Und von dieser ist gewiss keine Korrektur zu erwarten. Alle Drostens dieser Welt haben in der Pandemie sozusagen eine Carte Blanche. Niemand widerspricht! Experten mit anderer Meinung werden einfach konsequent ignoriert oder gar diffamiert. In der &Ouml;ffentlichkeit werden sie bestenfalls als seltsame Trottel wahrgenommen. Wer ihnen zuh&ouml;rt, ist ein &ldquo;Covidiot&rdquo;. Hillary Clintons &ldquo;basket of deplorables&rdquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nAber muss man vom Fach sein? Wenn mir ein Astronom erkl&auml;rt, der Mond sei aus K&auml;se, dann wage ich zu widersprechen. Wenn mir ein Elektroingenieur sagt, der Strom komme aus der Schokoladenfabrik, dann widerspreche ich. Das sind &uuml;berzogene Beispiele, doch man braucht wirklich kein Experte zu sein, um auch weniger offenkundige L&uuml;gen zu durchschauen. Sogar bei v&ouml;lligem Unverst&auml;ndnis der Materie sind wir durchaus in der Lage, zwischen Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden. [&hellip;]<br>\nAufgabe der Journalisten w&auml;re es, diese Schwingungen in der Gesellschaft in verst&auml;ndliche Informationen zu &uuml;bersetzen. Was genau geht da vor sich? Was sind die Urspr&uuml;nge, welches die Auswirkungen? Sind Interessen im Spiel? Wenn ja, welche? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer?<br>\nVor allem aber sind Journalisten dazu verpflichtet (!), sich alle Seiten anzuh&ouml;ren, Gegenstimmen einzuholen, besonders solche von Experten. Denn nicht selten haben sie selbst auch keine Ahnung von der Materie, &uuml;ber die sie berichten. Und genau das ist ihre Aufgabe: m&ouml;glichst neutral &uuml;ber das Geschehen zu &ldquo;berichten&rdquo;.<br>\nUnd wenn genau das nicht geschieht &ndash; wenn die geballte Macht des Mainstreams nur eine Perspektive zeigt, wenn die immer gleichen Experten auf allen Kan&auml;len die immer gleiche Meinung verbreiten, wenn Gegenstimmen nicht zugelassen und diffamiert werden, wenn man alle Zweifler der L&auml;cherlichkeit preisgibt, sie beleidigt und verh&ouml;hnt &ndash;, dann ist klar, dass da etwas nicht stimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/105804-seltsame-pandemie\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Warum Verschw&ouml;rungsideologien die Demokratie gef&auml;hrden<\/strong><br>\nUnd auch Bildung kann einen Unterschied machen: &bdquo;Je niedriger die Schulbildung, um so eher glauben Menschen an Verschw&ouml;rungen. Da muss man aber so ein bisschen vorsichtig sein, dass man nicht hier zu Fehlschl&uuml;ssen kommt. Es ist n&auml;mlich so, dass nicht Intelligenz hier relevant ist oder Wissen vielleicht und den Unterschied erkl&auml;rt, sondern dass Menschen mit einer niedrigeren Schuldbildung eher das Gef&uuml;hl haben, dass sie in der Gesellschaft nicht mitspracheberechtigt sind, und dass das den Unterschied eigentlich erkl&auml;rt.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDoch in der Coronakrise sind es nicht nur Rechtsextreme, die Verschw&ouml;rungsideologien befeuern. Die Akteurinnen und Akteure h&auml;tten teils auch ganz andere politische Hintergr&uuml;nde, so Jan Rathje mit Blick auf die Corona-Proteste:<br>\n&bdquo;Die Menschen, die dort hinkommen, k&ouml;nnen sich selbst vielleicht auch individuell eher als links verorten oder eher aus einem esoterisch-hippiesken Milieu entstammen. Und gleichzeitig ist es aber auch so, dass wir Hardcore-Verschw&ouml;rungsideologen dabei haben, die keine Scheu haben, mit Neurechten oder Rechtsextrem oder auch Antisemitinnen und Antisemiten zusammenzuarbeiten.&ldquo;<br>\n&Uuml;berschneidungen zwischen Esoterik und rechten Bewegungen gibt es zwar schon lange. Die aktuellen Studien geben allerdings noch keine Antwort darauf, ob beispielsweise sogenannte Impfgegner &bdquo;nur&ldquo; gegen die Corona-Beschr&auml;nkungen auf die Stra&szlig;e gehen oder auch rechten Denkmustern anh&auml;ngen. Festhalten kann man aber offenbar, dass der gemeinsame Verschw&ouml;rungsglaube oft st&auml;rker ist als trennende politische Ansichten. So entsteht eine politische Querfront der Verschw&ouml;rungsideologen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/anti-corona-proteste-warum-verschwoerungsideologien-die.724.de.html?dram:article_id=482935\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein ellenlanger Artikel, in dem es nur darum geht, jede Kritik an den Corona-Ma&szlig;nahmen der Regierung zu denunzieren und zu diffamieren. Allerdings mit einer neuen Steigerung, der rechtsextreme Stephan B., der in Halle im Oktober 2019 zwei Menschen erschoss, wird in einem Atemzug mit eben jenen genannt, die nicht bedingungslos dem Regierungsnarrativ folgen wollen. Hier wird dann durchaus eine neue Dimension er&ouml;ffnet, denn gegen potentielle Terroristen muss sicher mehr eingesetzt werden als die, durch Matthias Koch, einem leitenden Redakteur des RedaktionsNetzerk Deutschland (RND), empfohlenen Wasserwerfer. Selbstverst&auml;ndlich darf auch der &uuml;bliche intellektuelle D&uuml;nkel der &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; nicht fehlen. Die &Uuml;berschrift ist allerdings an Zynismus nicht zu &uuml;berbieten, nicht das kritische Hinterfragen der Regierungsma&szlig;nahmen gef&auml;hrdet die Demokratie, sondern das Handeln der Regierung auf der Basis des permanenten Ausnahmezustandes.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Wenn die Sorge um eine Demokratiegef&auml;hrdung durch Verschw&ouml;rungsideologien glaubw&uuml;rdig sein soll, dann reicht es nicht, Individualpsychologie zu betreiben, die feststellt, dass Menschen, die zu Verschw&ouml;rungserz&auml;hlungen tendieren sich meist von der Komplexit&auml;t gesellschaftlicher Verh&auml;ltnisse &uuml;berfordert f&uuml;hlen, sondern es braucht ebenso systemische Analysen &uuml;ber Herrschaftsverh&auml;ltnisse, welche die Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten der politischen &Ouml;konomie eines imperialistischen Kapitalismus aufzeigen, der Menschen in Ohnmacht und destruktive Abh&auml;ngigkeit treibt. Das ist doch die eigentliche Verschw&ouml;rung: Reichtum gegen Armut.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Wo ist die Debatte? Wer baut noch Br&uuml;cken? Ein offener Brief an die Leitmedien<\/strong><br>\nEs herrscht Sprachlosigkeit im Land: Die einen protestieren gegen Corona-Ma&szlig;nahmen, die sie als unsinnig, freiheitsberaubend und dem&uuml;tigend ansehen, die anderen beschimpfen solche Demonstranten als verantwortungslose &bdquo;Covidioten&ldquo;, deren Unvernunft mit aller H&auml;rte zu bek&auml;mpfen sei. Manche, wie die Berliner Landesregierung, wollen Demonstrationen der Kritiker gleich ganz verbieten. Was fehlt, ist eine offene, evidenzbasierte und respektvolle Diskussion, die den Graben &uuml;berbr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/wo-ist-die-debatte\">multipolar-magazin.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein &auml;hnlicher, bis in die Sprache &auml;hnlicher Ansatz wie gestern auf den NachDenkSeiten: Lauter Empfang f&uuml;r Spahn in Wuppertal und keine Br&uuml;cken zur Protestbewegung &ndash; ein Vorgeschmack auf den kommenden Bundestagswahlkampf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Notstandsgesetze ohne Notstand<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Politik sollte sich darauf konzentrieren, einen dynamischen Re-Start der gebeutelten Branchen zu erm&ouml;glichen. Doch was erleben wir? Eine hingebungsvolle Debatte &uuml;ber Auflagen f&uuml;r Familienfeiern, Partyverbote und Untergrenzen f&uuml;r Bu&szlig;gelder &ndash; Letzteres ausgerechnet aus Bayern, wo man just mal ein paar hundert Tests verschusselt hat. Die CDU-Chefin pl&auml;diert f&uuml;r eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz, &ldquo;wenn damit die Schlie&szlig;ung ganzer Branchen verhindert werden k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nNichts gegen Masken im Bus oder am Buffet, aber zur Rettung ganzer Branchen &ndash; Gastronomie, Tourismus, Konzertveranstalter &ndash; sollte einem nicht gerade eine weitere Pflicht einfallen. Und wenn denn doch alles so dramatisch ist: Eine Verpflichtung der Gesundheits&auml;mter, nach einem halben Jahr Pandemie bittesch&ouml;n nun auch am Wochenende vollst&auml;ndige und aktuelle Zahlen zu liefern, w&auml;re sicher vermittelbar &ndash; bundesweit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/120321\/article\/1196418\/2\/3\/render\/?token=a070350541d54a4b4ecb540655aaf771&amp;vl_platform=ios&amp;vl_app_id=com.newscope.weserkurier.PDFReader&amp;vl_app_version=4.2.0\">Weser-Kurier<\/a>\n<p><strong>dazu: Sch&auml;uble wittert gro&szlig;e Corona-Chance f&uuml;r EU: &ldquo;K&ouml;nnen Wirtschafts- und Finanzunion jetzt hinbekommen&rdquo;<\/strong><br>\nBundestagspr&auml;sident Sch&auml;uble sorgt mit seinen j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen f&uuml;r Aufruhr. Dass die Menschen so sehr mit der Corona-Krise besch&auml;ftigt seien, erkl&auml;rt der ehemalige deutsche Finanzminister zur &ldquo;gro&szlig;en Chance&rdquo; f&uuml;r die Europ&auml;ische Union. Der Wille zum &ldquo;Widerstand&rdquo; werde geringer.<br>\n&bdquo;Wir k&ouml;nnen die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen&rdquo;, erg&auml;nzte Sch&auml;uble nun in der Neuen Westf&auml;lischen in Sachen schwindender Widerstand.&ldquo;<br>\nUnd es ist keineswegs so, dass Sch&auml;uble frisch aus dem Urlaub zur&uuml;ckgekehrt, die Katze un&uuml;berlegt aus dem Sack lie&szlig;. Bereits Ende Juni verlieh er seiner Hoffnung mit ganz &auml;hnlichen Worten Ausdruck:<br>\n&bdquo;Wir k&ouml;nnen jetzt Dinge ver&auml;ndern, die wir in der Vergangenheit gerne ge&auml;ndert h&auml;tten, es aber nicht konnten oder wollten. Darin liegt die Chance&rdquo;, wurde Sch&auml;uble zitiert.<br>\nNeben der &ldquo;Wirtschafts- und Finanzunion&rdquo; geht es dem 77-J&auml;hrigen dabei auch um die EU-Sicherheitspolitik. Hier gehe es nun darum, dass Einstimmigkeitsprinzip endlich ad acta zu legen, um &ldquo;handlungsf&auml;higer&rdquo; zu werden.<br>\n&bdquo;Europa als Ganzes muss mehr Verantwortung &uuml;bernehmen, gerade auch in Sicherheits- und Verteidigungspolitik&rdquo;, erkl&auml;rte der CDU-Politiker der Zeitung aus Bielefeld.<br>\nGleichzeitig verwahrt sich der ehemalige Bundesinnenminister gegen eine pauschale Verurteilung der im &ouml;ffentlichen Diskurs ohnehin schon l&auml;ngst etwa als &ldquo;Corona-Leugner&rdquo;, &ldquo;Covidioten&rdquo; und &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; gebrandmarkten Kritiker der Corona-Ma&szlig;nahmen. Schlie&szlig;lich seien Proteste ja immer ein Hinweis darauf, dass es &ldquo;Kl&auml;rungsbedarf&rdquo; g&auml;be&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/105888-corona-krise-laut-schauble-chance\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Nebenwirkungen von Covid-19 im Gesundheitssystem<\/strong><br>\nEs hat im Fr&uuml;hling, inmitten der ersten Epidemiewelle, etwas gedauert, bis sich die Aufmerksamkeit der &Ouml;ffentlichkeit auch auf m&ouml;gliche direkte Nebenwirkungen der Corona-Krise gerichtet hat. Das gesamte Gesundheitssystem hatte sich in jenen Wochen auf die Behandlung (und zugleich die Abwehr) von Covid-19 fokussiert: Niedergelassene &Auml;rztinnen stellten auf Telemedizin um; Ambulanzen wurden gesperrt; nicht notwendige Operationen verschoben; Behandlungen von chronisch Erkrankten umgestellt.<br>\nDass all dies wohl nicht folgenlos sein wird, wurde damals zwar diskutiert, doch die Sorge vor Corona war gr&ouml;&szlig;er als jene aufgrund m&ouml;glicher Kollateralsch&auml;den &ndash; bei Patienten, bei der Politik, auch in den Medien. Dabei hatte es Anfang April bereits erste aufsehenerregende Berichte &uuml;ber einen massiven R&uuml;ckgang an diagnostizierten Herzinfarkten gegeben. Kardiologen warnten damals, dass nicht behandelte Infarkte zu Folgesch&auml;den und h&ouml;herer Sterblichkeit f&uuml;hren w&uuml;rden.<br>\nAm Mittwoch hat das Gesundheitsministerium nun eine erste Folgenabsch&auml;tzung zum Gesundheitssystem w&auml;hrend des Lockdowns pr&auml;sentiert. Und dabei offenbaren sich doch sehr deutliche Leistungseinschr&auml;nkungen. Laut der Analyse der Gesundheit &Ouml;sterreich GmbH (G&Ouml;G) wurde bis Mai bei Herzinfarkten ein Minus von 25 Prozent verzeichnet (im M&auml;rz waren es noch 40 Prozent). Besonders bedenklich war die Entwicklung bei Krebs und Krebsverdacht, wo ein R&uuml;ckgang der Spitalsaufenthalte um 20 Prozent beobachtet wurde. Das betreffe sowohl Therapien als auch diagnostische Eingriffe, sagte Karin Eglau von der G&Ouml;G. Ein Beispiel: Die Zahl der Brustkrebsoperationen ging von rund 500 in &Ouml;sterreich im M&auml;rz 2020 (&auml;hnliches Niveau wie 2019) auf etwa 350 im Mai zur&uuml;ck, sie steigt seither nur langsam an.<br>\n&ldquo;Wenn keine Mammografien erfolgen, k&ouml;nnen keine Diagnosen gestellt werden. Dann kann man nicht operieren&rdquo;, sagte Eglau. Sie stellte auch in den Raum, dass Diagnosen versp&auml;tet gestellt wurden und deshalb Krebserkrankungen nicht mehr so gut behandelt werden k&ouml;nnten. In diese Richtung gehen auch Aussagen des Onkologen Leopold &Ouml;hler des St. Josef-Krankenhaus in Wien. &ldquo;Wir haben jetzt den Eindruck, dass es einen Anstieg bei fortgeschrittenen Krebsdiagnosen gibt&rdquo;, sagte er der Tageszeitung &ldquo;Der Standard&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2072086-Unbeachtete-Nebenwirkungen.html\">Wiener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In Deutschland d&uuml;rfte die Situation &auml;hnlich sein. Aber wird das hierzulande auch untersucht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r die Kinder in unserem Land wird gute Bildung zum Lotteriespiel<\/strong><br>\nKommen in der Pandemie die Rechte von Kindern zu kurz? Ja, sagt Heinz Hilgers, Pr&auml;sident des Deutschen Kinderschutzbundes. Kern seiner Kritik: Die Kultusminister handelten kurzsichtig.<br>\nSPIEGEL: Sie sagen, die Kinderrechte seien in der Pandemie st&auml;rker als andere eingeschr&auml;nkt worden. Was sagt das &uuml;ber das Verh&auml;ltnis unserer Gesellschaft zu Kindern aus?<br>\nHilgers: Unsere Gesellschaft hat die Kinderrechte nach wie vor nicht anerkannt, &uuml;brigens auch deren Beteiligungsrecht. Umfragen unter Kindern und Jugendlichen zeigen: Sie haben den Eindruck, dass sie &uuml;berhaupt nicht gefragt werden. Ihre Rechte werden nicht ernst genommen. Und ich sage das deutlich: Das gilt leider auch f&uuml;r die Rechte vieler M&uuml;tter, die in der Krise benachteiligt wurden und ihren Beruf nur noch teilweise aus&uuml;ben konnten. Da hat ein gesellschaftlicher R&uuml;ckschritt stattgefunden, sowohl was die Rechte der Kinder als auch die Rechte der Frauen angeht.<br>\nSPIEGEL: F&uuml;r den Fall, dass es zu erneuten Schulschlie&szlig;ungen kommt, hatten die Schulen dieses Mal Zeit, sich besser auf Fernunterricht vorzubereiten. Ist das gelungen?<br>\nHilgers: Das wirklich Bedr&uuml;ckende ist: Das ist von Schule zu Schule sehr unterschiedlich. Wir haben Schulen mit sehr engagierten Schulleitungen und Lehrkr&auml;ften, die schon zu Beginn der Coronakrise gut vorbereitet und bestens digital ausgestattet waren oder inzwischen gute Konzepte entwickelt haben. Aber wir haben leider auch Schulen, bei denen das &uuml;berhaupt nicht der Fall ist. F&uuml;r die Kinder in unserem Land wird gute Bildung so zum Lotteriespiel. Die Politik nimmt hier ihre Verantwortung nicht wahr. Sie m&uuml;sste daf&uuml;r sorgen, dass auch die Kinder gleiche Lebensverh&auml;ltnisse und gleiche Chancen haben.<br>\nSPIEGEL: Fehlende Chancengerechtigkeit war schon vor Corona ein Problem.<br>\nHilgers: Das stimmt. In unserem Schulsystem brauchte ein Kind schon immer auch Gl&uuml;ck. Sehr viel Gl&uuml;ck. Das ist in der Pandemie noch deutlicher geworden. Aber die Politiker hatten gute sechs Wochen Zeit, die Situation zu verbessern und vorzubereiten. Offensichtlich ist das nicht geschehen, und das ist sehr bedauerlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/schulen-waehrend-corona-fuer-die-kinder-in-unserem-land-wird-gute-bildung-zum-lotteriespiel-a-73beb1b8-9c23-4eed-af38-ce76095d6298\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Krise im Zeitraffertempo<\/strong><br>\nIm April, als Corona in Deutschland durchschlug, schnellte die Zahl der Zeitarbeiter, die arbeitslos wurden, um mehr als 30 Prozent in die H&ouml;he und lag um rund 30 Prozent h&ouml;her als im gleichen Monat des Vorjahrs. Auch im Mai 2020 lag der Wert noch rund 13 Prozent h&ouml;her als im Mai des Vorjahres. Zu sehen ist allerdings auch: &ldquo;Im Juni und Juli haben die Verleihunternehmen offenbar schon weniger Leute rausgeworfen als im Vorjahr&rdquo;, sagt Eric Seils von der Hanns-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nF&uuml;r ihn zeigt die rasend schnelle Reaktion der Branche, dass die Pufferwirkung f&uuml;r Arbeitnehmer kaum funktioniert. Denn demnach m&uuml;ssten solche massiven Einbr&uuml;che eben nicht zu so schnellen Entlassungen f&uuml;hren. Aber, so Seils: &ldquo;So l&auml;uft das ja nicht.&rdquo; Vielmehr h&auml;nge der Gro&szlig;teil der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse &ldquo;direkt von bestimmten Eins&auml;tzen beim Entleihunternehmen ab und wird oft in der Probezeit ohne gro&szlig;e Fristen wieder gek&uuml;ndigt&rdquo;.<br>\nDas liegt daran, dass die Branche in einem wichtigen Punkt dereguliert wurde. Bereits im Zuge der Hartz-Gesetze wurde 2004 das sogenannte Synchronisationsverbot aufgehoben, das Zeitarbeitsunternehmen an einem schnellen Hire and Fire hindern sollte. Dass Arbeitnehmer synchron zu einem bestimmten Auftrag angestellt und wieder entlassen werde, sei heute deshalb Regel. Theoretisch gelten zwar dieselben K&uuml;ndigungsfristen wie f&uuml;r alle Arbeitnehmer, &ldquo;aber die meisten Besch&auml;ftigten werden noch in der Probezeit entlassen&rdquo;, bevor diese Fristen greifen. Damit stehen die Leute im Ernstfall binnen weniger Tage auf der Stra&szlig;e. &ldquo;Viele Unternehmen f&uuml;hren sie danach weiter in Listen, um zu wissen, wen sie f&uuml;r den n&auml;chsten Arbeitseinsatz ansprechen k&ouml;nnen.&rdquo; Auch das eine umstrittene Praxis.<br>\nWeil Leiharbeit derart prek&auml;r ist, treffe der Wirtschaftseinbruch durch Corona die Besch&auml;ftigten dieser Branche als Erste, sagt Seils. Eine Umfrage der B&ouml;ckler-Stiftung vom April zeigt das. Erwerbst&auml;tige aller Branchen wurden gefragt, ob sie nach Corona bereits finanzielle Einbu&szlig;en hinnehmen mussten und ob sie sich um ihre Lage Sorgen machen. Beide Werte lagen nirgendwo so hoch wie in der Leiharbeit &ndash; 30 Prozent und 37 Prozent. Selbst Minijobber kamen auf nicht ganz so hohe Werte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/leiharbeit-in-der-corona-krise-das-schlaegt-voll-auf-die-arbeitnehmer-durch-a-5860683b-790d-4590-a9fd-df9c8c8bc7e1\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><strong>dazu: Arbeitgeber warnen: Bald Entlassungen statt Kurzarbeit<\/strong><br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat umfangreiche Vorschl&auml;ge zur Verl&auml;ngerung von Kurzarbeit in der Corona-Krise vorgelegt &ndash; doch den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie greift das Paket in einem zentralen Punkt viel zu kurz: W&uuml;rden Betriebe nicht verl&auml;sslich bis Ende 2021 von den Sozialabgaben auf das Kurzarbeitergeld ihrer Arbeitnehmer entlastet, m&uuml;ssten im kommenden Jahr viele krisengeplagte Unternehmen von Arbeitsplatzsicherung auf Entlassungen umschalten, warnte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall. In diesem Fall &bdquo;droht ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht nur in der Metall- und Elektro-Industrie&ldquo;, sagte Gesamtmetall-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Oliver Zander.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/heils-kurzarbeits-plan-reicht-industrie-nicht-aus-16919311.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Kurzarbeitergeld m&uuml;ssen die Unternehmen schon nicht zahlen, sondern das macht die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und demn&auml;chst der Staat (der sich fast ausschlie&szlig;lich aus Steuern der Arbeitnehmer finanziert). Die Sozialabgaben auf das Kurzarbeitergeld wollen sie nun unter gar keinen Umst&auml;nden zahlen &ndash; und da reden wir von den Metall-Unternehmen, die in den letzten 10 Jahren vom Export profitiert haben. &bdquo;Kurzarbeit ohne Sozialaufwandserstattung &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume entzieht den Unternehmen zu viel Liquidit&auml;t&ldquo; &ndash; das mag sein, aber entsprechende Aussagen waren in den letzten Jahren nicht zu h&ouml;ren, wenn die Unternehmen ihre Liquidit&auml;t durch irrsinnige Dividendenzahlungen selbst gef&auml;hrdeten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wegen Corona pl&ouml;tzlich Hartz-IV-Empf&auml;nger: &ldquo;Es sind Leute, denen es eigentlich gut ging&rdquo;<\/strong><br>\nMehrere Millionen Menschen sind wegen der Corona-Pandemie noch immer in Kurzarbeit. Vor allem im Niedriglohnsektor hat die Krise massive Auswirkungen &ndash; viele Geringverdiener rutschen jetzt in die Hartz-IV-Bed&uuml;rftigkeit. Und mit ihnen ihre Familien. Ein Blick in Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Jobcenter.<br>\nDirk Heyden kennt viele solcher F&auml;lle. Er ist Chef des Jobcenters team.arbeit.hamburg. Das Haus ist mit 200.000 Leistungsberechtigten das gr&ouml;&szlig;te in Deutschland. Das war es schon vor Corona. Doch durch die Krise hat sich die Zahl der Leistungsbezieher in Hamburg um 12 Prozent erh&ouml;ht, 15.000 Leistungsberechtigte sind dazugekommen. &bdquo;Die letzten Monate waren eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Zeit f&uuml;r uns&ldquo;, sagt Heyden im Gespr&auml;ch mit FOCUS Online. Etwas wie die Coronakrise haben er und seine Mitarbeiter im Jobcenter noch nie erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/perspektiven\/arbeit-und-leben\/jobcenter-chef-ueber-soziale-folgen-der-krise-wegen-corona-ploetzlich-hartz-iv-empfaenger-es-sind-leute-denen-es-eigentlich-gut-ging_id_12354782.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Kurzarbeit verl&auml;ngert, aber der Regierung fehlt der Mut zu grunds&auml;tzlichen Entscheidungen<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist richtig, das Kurzarbeitergeld zu verl&auml;ngern und die Erstattung der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge endlich an die Bedingung zur Weiterbildung zu kn&uuml;pfen. Die Bundesregierung folgt somit den Vorschl&auml;gen, die DIE LINKE bereits im April in einem entsprechenden Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht hat. Im n&auml;chsten Schritt ist das nun auch mit einem Rechtsanspruch f&uuml;r Besch&auml;ftigte auf Qualifizierung und auf ein Weiterbildungsgeld zu verbinden. Denn der Wandel der Arbeitswelt wird sich durch Corona nicht aufhalten lassen&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die im Koalitionsausschuss beschlossene Verl&auml;ngerung des Kurzarbeitergeldes. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung bleibt bei einer ungerechten Lastenverteilung. W&auml;hrend Arbeitgebern 100 Prozent der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge erstattet werden, haben Besch&auml;ftigte fr&uuml;hestens nach sechs Monaten einen Anspruch auf eine Erh&ouml;hung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent. DIE LINKE fordert eine sofortige Anhebung auf 90 Prozent, f&uuml;r Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich auf 100 Prozent, um Einkommensverluste zu vermeiden. Dies ist auch wirtschaftlich sinnvoll, da es die Kaufkraft und somit die Konjunktur st&auml;rkt.<br>\nLeider hat es die Bundesregierung erneut vers&auml;umt, die Weichen f&uuml;r die Zukunft richtig zu stellen. Die Frage, wie die Sozialversicherungen gest&auml;rkt werden, l&auml;sst sie unbeantwortet und vertagt sie auf die Zeit nach der Bundestagswahl 2021. Es ist richtig, der Arbeitslosenversicherung durch Steuergelder auszuhelfen, denn die Bew&auml;ltigung der Krise ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir brauchen aber bereits heute Vorschl&auml;ge, wie man in einer Phase des erneuten wirtschaftlichen Aufschwungs mittelfristig die Unternehmen st&auml;rker an der Finanzierung beteiligt. Starke Sozialversicherungssysteme sind n&auml;mlich die S&auml;ulen eines handlungsf&auml;higen Sozialstaates.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kurzarbeit-verlaengert-aber-der-regierung-fehlt-der-mut-zu-grundsaetzlichen-entscheidungen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Um mehr als 20 Prozent Arbeitslosigkeit steigt auch bei Pflegekr&auml;ften<\/strong><br>\nNur in wenigen Branchen ist der Bedarf an Fachkr&auml;ften h&ouml;her als in der Pflege. Trotzdem finden in der Coronakrise viele keinen Job &ndash; und die L&ouml;hne bleiben weiter niedrig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitslosigkeit-steigt-auch-bei-pflegekraeften-a-1a76cd85-edef-4079-a6be-3119e685104f\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Maskenpflicht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Sehr gef&auml;hrlich&rdquo;: Schwedens Chef-Epidemiologe warnt vor falscher Sicherheit durch Gesichtsmasken<\/strong><br>\nIn den vergangenen Monaten musste sich Anders Tegnell oft f&uuml;r seine Strategie und Empfehlungen im Umgang mit der Coronakrise rechtfertigen. Schweden, das nicht den Weg des wirtschaftlichen Lockdowns gegangen ist wie nahezu alle anderen europ&auml;ischen L&auml;nder, stand deswegen am medialen Pranger.<br>\nEnde Juni sorgte Tegnell f&uuml;r Furore, nachdem er in einem Interview sagte, dass andere Regierungen nach Ausbruch des SARS-CoV-2-Erregers in ihren L&auml;ndern durchgedreht seien.<br>\nNun d&uuml;rfte er mit einer Warnung erneut f&uuml;r Schlagzeilen sorgen. Tegnell hat sich wiedergeholt gegen eine allgemeine Maskenpflicht, auch in Gesch&auml;ften oder dem &ouml;ffentlichen Nahverkehr, ausgesprochen. Anderenfalls w&uuml;rden die Menschen in den Glauben verfallen, dass damit eine Verbreitung des Coronavirus verhindert werden k&ouml;nne. Viele Menschen w&uuml;rden sich dann in falscher Sicherheit wiegen und m&ouml;glicherweise die weiteren Empfehlungen wie die Abstandsregeln nicht einhalten. Das sei sehr gef&auml;hrlich, warnte Tegnell.<br>\nGesichtsmasken k&ouml;nnen eine Erg&auml;nzung zu anderen Dingen sein, wenn die anderen Dinge sicher angewendet werden. Aber mit Gesichtsmasken anzufangen und dann denken, dass man die Busse und die Einkaufszentren vollpackt, das ist definitiv falsch.<br>\nTegnell verwies auf L&auml;nder wie Belgien oder Spanien, die trotz Maskenpflicht steigende Zahlen von positiven Corona-Labortests haben.<br>\nErst vergangenen Monat erteilte der schwedische Chefepidemiologe einer Maskenpflicht f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr eine Absage. &ldquo;Wir sehen keinen Grund, in Schweden Masken zu tragen&rdquo;, sagte er. Die Zahlen seien r&uuml;ckl&auml;ufig. (&hellip;)<br>\nHingegen gestand er in dem Interview erneut ein, dass Fehler gemacht wurden. Man habe die Altersheime und die H&auml;user oder Wohnungen von &auml;lteren Menschen, die zur Risikogruppe geh&ouml;ren, nicht vor dem Virus gesch&uuml;tzt.<br>\nTats&auml;chlich sind die relevanten Zahlen in Schweden kontinuierlich r&uuml;ckl&auml;ufig. Seit Anfang Juli sind die t&auml;glichen intensivmedizinischen F&auml;lle einstellig geworden, am 17. August war es sogar nur noch eine Person.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/105817-sehr-gefaehrlich-schwedens-chef-epidemiologe\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich hat Herr Tegnell u.a. auch aus dem Umgang mit der &bdquo;Schweinegrippe&ldquo; viele richtige Lehren gezogen &ndash; und gesteht in der aktuellen Corona-Zeit gemachte Fehler offen ein: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/corona-impfangst-in-schweden-der-lange-schatten-der.1773.de.html?dram:article_id=481403\">Der lange Schatten der Schweinegrippe<\/a>. Hierzulande ist Kritik an den politisch beschlossenen Ma&szlig;nahmen offensichtlich unerw&uuml;nscht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ma&szlig; und Maske<\/strong><br>\nMaskenverweigerer ihrer Strafe zuzuf&uuml;hren, k&ouml;nnte der neue deutsche Volkssport werden. Und die Politik macht mit, weil sie von ihren Vers&auml;umnissen ablenken will.<br>\nVergangene Woche sa&szlig; ich mit der sehr sympathischen Amelie Fried in der &ldquo;Maischberger&rdquo;-Talkshow. Sie berichtete dort, wie ihr Mann und sie sich j&uuml;ngst auf einem Flug nach Belgien mit einer renitenten Maskenverweigerin auseinandersetzen mussten, die am Ende der Polizei in Br&uuml;ssel &uuml;bergeben wurde. Frau Fried erz&auml;hlte die Geschichte mit einer Mischung aus Zorn und Genugtuung. Bei der Genugtuung habe ich gestutzt, aber nichts gesagt. Man h&ouml;rt ja jetzt viele dieser Geschichten.<br>\nTags darauf, in meinem Zug von K&ouml;ln nach Berlin, gingen dann mehrere wohlsituiert wirkende Fahrg&auml;ste auf jemanden los, neben dem der Sitzplatz frei war, der aber seine Maske nicht bis &uuml;ber die Nase gezogen hatte. Es wurde laut, rasch wurde auch gedroht, das Wort &ldquo;Notbremse&rdquo; war zu h&ouml;ren und schlie&szlig;lich der Satz: &ldquo;Sie wissen doch, dass wir Sie jetzt der Bundespolizei &uuml;bergeben m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nIch f&uuml;r meinen Teil habe mich ziemlich unwohl gef&uuml;hlt. Aber nicht wegen der maskenlosen Nase vier Sitzreihen vor mir, sondern wegen der massierten Rechtschaffenheit dieser besorgten B&uuml;rger. So viel gemeinschaftliche Zivilcourage w&uuml;rde ich mir eher w&uuml;nschen, wenn in der U-Bahn eine Frau angemacht wird. Oder ein Schwarzer wegen seiner Hautfarbe. Oder ein Jude wegen seiner Kippa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-und-die-maskenpflicht-debatte-mass-und-maske-kolumne-a-361f6d56-0275-4847-82e2-63c84b6d399f\">Nikolaus Blome im Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeberpflicht beim Arbeitsschutz nicht auf Besch&auml;ftigte abw&auml;lzen<\/strong><br>\n&bdquo;Eine Maskenpflicht f&uuml;r Besch&auml;ftigte kann nur das letzte Mittel sein. Vorher m&uuml;ssen die bestehenden Arbeitsschutzregeln umgesetzt werden. Erst diesen Monat hat die Bundesregierung neue Arbeitsschutzregeln f&uuml;r Pandemie-Zeiten erlassen. Das scheint an Frau Kramp-Karrenbauer v&ouml;llig vorbeigegangen zu sein. Diese gehen eigentlich in die richtige Richtung und sehen unter anderem vor, dass Arbeitspl&auml;tze neu angeordnet oder Trennw&auml;nde eingezogen werden m&uuml;ssen. Erst wenn solche Ma&szlig;nahmen nicht weiterhelfen, m&uuml;ssen Schutzmasken getragen werden&ldquo;, kommentiert Jutta Krellmann, Sprecherin f&uuml;r Arbeit und Mitbestimmung der Fraktion DIE LINKE, den Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer f&uuml;r eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Krellmann weiter:<br>\n&bdquo;F&uuml;r Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen, daf&uuml;r sind die Arbeitgeber verantwortlich. Sie m&uuml;ssen f&uuml;r wirksame technische und bauliche Schutzma&szlig;nahmen sorgen. Doch was fehlt, sind regelm&auml;&szlig;ige Kontrollen, ob Arbeitgeber ihrer Pflicht zum Arbeitsschutz nachkommen. Derzeit wird jeder Betrieb nur alle 25 Jahre kontrolliert, weil die Arbeitsschutzbeh&ouml;rden der L&auml;nder kaputtgespart wurden. Wenn es Frau Kramp-Karrenbauer ernst ist mit dem Gesundheitsschutz von Besch&auml;ftigten, soll sie sich an dieser Stelle f&uuml;r schnelle Verbesserungen einsetzen.<br>\nEine Billigl&ouml;sung, mit der die Verantwortung auf die Besch&auml;ftigten abgew&auml;lzt wird, ist die falsche Antwort auf Probleme beim Arbeitsschutz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/arbeitgeberpflicht-beim-arbeitsschutz-nicht-auf-beschaeftigte-abwaelzen\">DIE LINKE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu muss man noch einmal betonen, Schutz bieten nur Masken, die mindestens den sogenannten FFP2 bzw. den besseren FFP3-Standard erf&uuml;llen. Zu behaupten, selbstgen&auml;hte Stofffetzen b&ouml;ten irgendeinen Schutz oder w&uuml;rden jemand anderen sch&uuml;tzen ist Humbug. Die Ausweitung der Maskenpflicht auf immer weitere Alltagsbereiche gerade ohne jede Ber&uuml;cksichtigung der physiologischen und psychologischen Folgen bei stundenlangem Tragen ist reine Repression. Zudem sollte man sich erinnern, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO &auml;hnlich dem RKI noch im April auf dem H&ouml;hepunkt der Epidemie keinen erwiesenen Nutzen im Tragen von Masken in der &Ouml;ffentlichkeit sehen wollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bayern versch&auml;rft Bu&szlig;gelder bei Verst&ouml;&szlig;en gegen Corona-Auflagen<\/strong><br>\nBayern wird die Bu&szlig;gelder bei Verst&ouml;&szlig;en gegen die Masken- oder Quarant&auml;nepflicht deutlich erh&ouml;hen. Das k&uuml;ndigte Ministerpr&auml;sident S&ouml;der an. Au&szlig;erdem soll die Polizei die Einhaltung der Regeln mit kontrollieren.<br>\nDer Freistaat Bayern wird die Bu&szlig;gelder bei Verst&ouml;&szlig;en gegen das Masken- und Quarant&auml;nepflicht deutlich erh&ouml;hen. Das hat Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der (CSU) am Montagvormittag in M&uuml;nchen angek&uuml;ndigt. So kostet es k&uuml;nftig 250 Euro, wenn im &ouml;ffentlichen Nahverkehr oder in L&auml;den keine Maske getragen wird (bisher 150 Euro). Bei mehrfachen Verst&ouml;&szlig;en wird ein Bu&szlig;geld von 500 Euro f&auml;llig. Wer sich trotz Anordnung nicht in Quarant&auml;ne begibt, muss k&uuml;nftig 2.000 Euro zahlen, doppelt so viel wie bisher. Die neuen Regeln gelten ab Dienstag, 25. August 2020.<br>\nDie Polizei solle die &Uuml;berwachung der Masken- und Quarant&auml;nepflicht erg&auml;nzen, sagte S&ouml;der vor Journalisten. Bislang waren hierf&uuml;r nur die Gesundheitsbeh&ouml;rden zust&auml;ndig. Als Gr&uuml;nde f&uuml;r die steigenden Corona-Zahlen nannte S&ouml;der die Urlaubsheimkehrer sowie Heimkehrer, die Familie in Ost- und S&uuml;dosteuropa besucht haben, und Leichtsinn.<br>\nMit Blick auf die Ministerpr&auml;sidentenkonferenz am Donnerstag forderte S&ouml;der einen bundesweit einheitlichen Mechanismus, wie bei steigenden Fallzahlen vorgegangen wird, beispielsweise bei Bu&szlig;geldern und einer fallweisen Ausweitung der Maskenpflicht. Beispielsweise k&ouml;nnten einheitliche Untergrenzen bei Bu&szlig;geldern vereinbart werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/bayern-ministerpraesident-markus-soeder-kuendigt-hoehere-bussgelder-bei-corona-auflagen-an,S8ZFrXu\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich sollte sich der forsche Herr S&ouml;der nach dem Testdesaster im eigenen Land in Bescheidenheit &uuml;ben. Beachtlich ist aber die Formulierung, man m&uuml;sse jetzt die Z&uuml;gel wieder anziehen, die tiefe Einblicke in das autorit&auml;re Politikverst&auml;ndnis des Herren S&ouml;der gew&auml;hrt. Offensichtlich hat Herr S&ouml;der nicht verstanden, dass auch Bayern immer noch eine parlamentarische Demokratie ist und kein absolutistisches F&uuml;rstentum, in dem der Herrscher dem unm&uuml;ndigen Volk nach Gusto Erleichterungen von den Corona-Zwangsma&szlig;nahmen gew&auml;hrt oder auch nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schon jetzt eine schwere Wahl<\/strong><br>\nBundestagskandidaten m&uuml;ssen in Versammlungen bestimmt werden, aber wie soll das gehen, wenn die Pandemie sich wieder versch&auml;rft? Ein neues Gesetz soll das Problem vorsorglich l&ouml;sen &ndash; doch es gibt enorme Vorbehalte in der Opposition.<br>\nDie Generalsekret&auml;re von CDU, CSU, SPD, Gr&uuml;nen, FDP und Linken haben sich deshalb auf einen gemeinsamen Wunschkatalog an den Bundestag verst&auml;ndigt. Darin hei&szlig;t es, wegen der anhaltenden Pandemie sei &ldquo;eine vorsorgliche &Auml;nderung&rdquo; des Wahlrechts n&ouml;tig, um in jedem Fall &ldquo;Kandidaten aufstellen sowie die Bundestagswahl selbst durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen&rdquo;. Die Generalsekret&auml;re stellen zwar fest, dass sie Pr&auml;senzveranstaltungen grunds&auml;tzlich bevorzugen. Nur &ldquo;im Falle einer amtlich festgestellten Notlage wie beispielsweise der derzeitigen COVID-19-Pandemie&rdquo; sollten &ndash; wenn &ldquo;keine Aufstellungsversammlungen durchf&uuml;hrbar sind&rdquo; &ndash; Alternativen zul&auml;ssig sein.<br>\nDann m&uuml;ssten Kandidatenvorstellungen &ldquo;auch online per Videoschalte zul&auml;ssig&rdquo; sein, fordern die Generalsekret&auml;re. Und es m&uuml;sse &ldquo;anschlie&szlig;end die Wahl via Briefwahl oder als Briefwahl kombiniert mit einer Urnenwahl, gegebenenfalls an verschiedenen Orten gleichzeitig, erfolgen&rdquo; k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem wird das Bundesinnenministerium gebeten zu pr&uuml;fen, ob Wahlkreisbewerber und Landeslisten &ldquo;auch online auf elektronischem Weg&rdquo; aufgestellt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestagswahl-kandidaten-corona-1.5010880\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der n&auml;chste Schritt in ein autorit&auml;res Regime wird bereits vorbereitet. Dazu muss man sagen Demokratie funktioniert nicht digital, auch wenn die Tech-Apologeten aus dem Silicon Valley etwas anderes behaupten. Demokratie lebt vom direkten Austausch, der direkten Diskussion, der realen Interaktion. Zudem werden so alle B&uuml;rger, die nicht &uuml;ber die entsprechende technische Infrastruktur, einen schnellen Internetanschluss und einen entsprechenden Rechner verf&uuml;gen, was definitiv auch eine finanzielle Frage ist, von einer &ldquo;digitalen Demokratie&rdquo; ausgeschlossen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Extreme Pfennigfuchserei: Wie die neuen Hartz-IV-Regels&auml;tze kleingerechnet werden sollen<\/strong><br>\nPolitisch motiviert und methodisch unsauber<br>\nMalstifte und die Kugel Eis f&uuml;r Kinder sind irrelevanter Luxus? Auf eine neue Waschmaschine soll man 13 Jahre sparen? Der DGB hat die Vorschl&auml;ge des Arbeitsministeriums zur Neuberechnung von Hartz-IV analysiert. Und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis: Die Regels&auml;tze bek&auml;mpfen Armut nicht, sie zementieren sie.<br>\nAlle f&uuml;nf Jahre ist die Bundesregierung in der Pflicht, zu ermitteln, was ein Mensch im reichen Deutschland mindestens zum Leben braucht und die die Hartz-IV-Regels&auml;tze neu festzusetzen. Im August 2020 soll das Bundeskabinett &uuml;ber einen Vorschlag des Arbeitsministeriums zur Herleitung der Regels&auml;tze beschlie&szlig;en. Der DGB hat den Gesetzentwurf analysiert und findet deutliche Worte: Die Regels&auml;tze w&uuml;rden politisch motiviert kleingerechnet und Armut nicht bek&auml;mpft sondern zementiert. Die Festsetzung sei methodisch unsauber und die Begr&uuml;ndungen, die die neuen Regels&auml;tze rechtfertigen sollen, seien teilweise unzutreffend und irref&uuml;hrend. (&hellip;)<br>\nSeit Jahren fordern Sozial- und Wohlfahrtsverb&auml;nde und der DGB die sogenannten &bdquo;verdeckten Armen&ldquo; aus der Vergleichsgruppe herauszunehmen, also Personen, deren Einkommen unterhalb des Grundsicherungsniveaus liegen, die aber ihren Anspruch auf Grundsicherung nicht geltend machen. Das Arbeitsministerium lehnt dies im vorgelegten Gesetzentwurf ab. Die &bdquo;verdeckten Armen&ldquo; k&ouml;nnten statistisch nicht exakt ermittelt werden, sondern mit Modellrechnungen nur ann&auml;herungsweise gesch&auml;tzt werden; dies sei fehleranf&auml;llig. Der DGB h&auml;lt diese Argumentation f&uuml;r &bdquo;abenteuerlich&ldquo;: Es ist sei doch viel sachgerechter, kleine Fehler bei der Absch&auml;tzung der verdeckten Armen in Kauf zu nehmen als den &bdquo;gro&szlig;en Fehler&ldquo; zu begehen, die verdeckten Armen vollst&auml;ndig in der Vergleichsgruppe zu belassen und so die Regels&auml;tze auch von Haushalten abzuleiten, die weniger als die Grundsicherung zum Leben zur Verf&uuml;gung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ebbc85c2-dae8-11ea-9e25-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Studie_Was_der_Mensch_braucht_2015.pdf\">Was der Mensch braucht<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47007#h07\">Hartz IV: Wie die Bundesregierung die Regels&auml;tze niedrig rechnet<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Der &bdquo;Monitor&ldquo;-Bericht ist <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/hartz-vier-114.html\">hier<\/a> komplett nachlesbar bzw. zu sehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Hartz 4: Wie Bundesregierung arme Menschen konsequent benachteiligt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kjmZRqaD7oU\">Jung und naiv via YouTube<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Voller Kinderbonus f&uuml;r Alleinerziehende!<\/strong><br>\nDas Kabinett hat heute zentrale Vorhaben des Konjunkturpakets verabschiedet. Es ist geplant, den Kinderbonus bei getrennten Eltern h&auml;lftig mit dem Kindesunterhalt zu verrechnen. Die Kinder von Alleinerziehenden erhalten damit unterm Strich statt 300 Euro nur 150 Euro Kinderbonus.<br>\n&bdquo;Viele Alleinerziehende haben schon mit dem Geld gerechnet. Schlie&szlig;lich hatte das Familienministerium ank&uuml;ndigt, dass der Kinderbonus nicht mit Unterhaltsleistungen verrechnet wird. Die 300 Euro sollen laut Ministerium dabei helfen, die Belastungen der Corona-Pandemie etwas abzufedern und den Familien finanziellen Handlungsspielraum zur&uuml;ckgeben. F&uuml;r Alleinerziehende haben sich Belastungen durch die Corona-Krise potenziert: Existenzsorgen in Folge der Kita- und Schulschlie&szlig;ungen, Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling, wegen Social Distancing nicht auf das soziale Netzwerk zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Der Kinderbonus wird dort gebraucht, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, da hier die Kosten f&uuml;r das Kind entstehen&ldquo;, kritisiert Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender M&uuml;tter und V&auml;ter e.V. (VAMV).<br>\nDas Kindergeld als Teil des steuerlichen Familienleistungsausgleichs tr&auml;gt dazu bei, das Existenzminimum von Kindern nicht zu besteuern. Hier ist es bei getrennten Eltern folgerichtig, das h&auml;lftige Kindergeld mit dem Kindesunterhalt zu verrechnen. Da der Kinderbonus als einmalige Erh&ouml;hung des Kindesgelds umgesetzt ist, greift auch hier die h&auml;lftige Aufteilung. Der Kinderbonus hat aber einen anderen Zweck als das Kindergeld: Belastungen aufzufangen und so die Konjunktur anzukurbeln. &bdquo;Nur wenige Alleinerziehende sind in der gl&uuml;cklichen Situation, dass der andere Elternteil die fehlende Kinderbetreuung mit ausgleicht. Hinzu kommt, dass sich f&uuml;r Familien mit kleinen Einkommen und somit f&uuml;r viele Alleinerziehende die Kosten erh&ouml;ht haben: Trotz Kitageb&uuml;hren kein Mittagessen, ein Rechner reicht nicht f&uuml;rs Homeoffice und Homeschooling, billige Lebensmittel als Mangelware. 300 Euro sind ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein. Diese auch noch zu halbieren, wird viele Alleinziehende vor den Kopf sto&szlig;en! Positiv zu verbuchen ist, dass der Kinderbonus nicht auf den Unterhaltsvorschuss und auf Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet werden soll. Diese Ausnahmeregelung muss auf den Kindesunterhalt ausgeweitet werden&ldquo;, fordert Jaspers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vamv.de\/presse\/pressemitteilungen\/presse-detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=698&amp;cHash=ff5937cc2c2cbc432de379a6fa12a938\">VAMV<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Beschluss der Regierung stammt vom 12. Juni 2020. Offenbar hat die SPD auch beim Kinderbonus zu viel versprochen, wenn sie schreibt: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/kinderbonus\/\">Wird nicht angerechnet auf andere Sozialleistungen, wie zum Beispiel die Grundsicherung.<\/a>&ldquo;. Wo war das Veto von Bundesfinanzminister Scholz, der inzwischen Kanzlerkandidat seiner Partei geworden ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jede zweite Rente liegt unter 1000 Euro<\/strong><br>\nJeder zweite Rentenbezieher in Deutschland erh&auml;lt weniger als 1000 Euro. Dagegen fallen zwei von drei Beamtenpensionen h&ouml;her als 2000 Euro aus. Die Linke bef&uuml;rchtet &ldquo;millionenfache Altersarmut&rdquo; und fordert, auch Beamte und Selbstst&auml;ndige in eine Rentenkasse f&uuml;r alle einzahlen zu lassen.<br>\nEnde vergangenen Jahres lagen 56 Prozent der von der Deutschen Rentenversicherung ausgezahlten Monatsbetr&auml;ge unter 1000 Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion hervor. Dagegen bek&auml;men zwei von drei pensionierten Beamten mehr als 2000 Euro monatlich &uuml;berwiesen, hei&szlig;t es in der ntv exklusiv vorliegenden Antwort des Ministeriums. F&uuml;r Linken-Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch ein deutliches Anzeichen f&uuml;r ein &ldquo;Auseinanderklaffen&rdquo;. &ldquo;Hier muss etwas getan werden&rdquo;, sagte er ntv.<br>\nWie aus den Daten des Ministeriums hervorgeht, bekommt etwa ein Drittel aller Rentenbezieher weniger als 700 Euro im Monat. Fast jeder Vierte erh&auml;lt weniger als 500 Euro. Wer so wenig Geld im Alter zur Verf&uuml;gung hat, ist meist auf die Grundsicherung von knapp mehr als 800 Euro angewiesen, die mit der Rente verrechnet wird. Es sei denn, der Bezieher erh&auml;lt noch zus&auml;tzlich eine Witwenrente, wohnt mit jemand besserverdienendem zusammen oder hat hohe R&uuml;cklagen. &ldquo;Der jetzige Zustand birgt die Gefahr, dass wir uns millionenfache Altersarmut organisieren&rdquo;, sagte Bartsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Jede-zweite-Rente-liegt-unter-1000-Euro-article21988877.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gekaufte Wissenschaft<\/strong><br>\nNur noch ein Sechstel der Forschung ist frei, der allergr&ouml;&szlig;te Teil findet im Dienste der Gewinnmaximierung statt. Die Fehlentwicklung w&auml;re leicht zu &auml;ndern, wenn der politische Wille vorhanden ist<br>\nIn Deutschland ist momentan etwa ein Sechstel der gesamten Forschung frei, f&uuml;nf Sechstel sind weisungsgebundene Forschung, der gr&ouml;&szlig;te Teil davon im Dienste der Industrie, ein kleinerer Teil durch detaillierte staatsb&uuml;rokratische Vorgaben. Anders ausgedr&uuml;ckt: Von den gut 700.000 Menschen, die in Deutschland forschen (Vollzeit&auml;quivalente) k&ouml;nnen weit &uuml;ber 500.000 NICHT ihren eigenen Forschungsfragen nachgehen, sondern bekommen Vorgaben von der Konzernleitung oder anderen Stabsstellen, wor&uuml;ber sie zu forschen haben.<br>\nIn den allermeisten F&auml;llen geht es dabei um die Frage, wie die Gewinne maximiert werden k&ouml;nnen, und nicht darum, was gut f&uuml;r Land und Leute ist. Selbst an den staatlichen Hochschulen steht nur mehr etwa jeder zweite Forschungseuro f&uuml;r freie Forschung zur Verf&uuml;gung, die andere H&auml;lfte wird &uuml;ber Drittmittelgeber vorgeschrieben. Also selbst an den Universit&auml;ten und Fachhochschulen kann nur mehr etwa jeder zweite Professor frei forschen, und jeder zweite forscht &uuml;ber das, was mit dem Drittmittelgeber vereinbart wurde. Die freie Forschung hat in den letzten etwa 30 Jahren in Deutschland stark abgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gekaufte-Wissenschaft-4876172.html\">Christian Krei&szlig; auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kollektive Zensur<\/strong><br>\nWer die Cancel-Culture nicht ernst nimmt, schaue in die USA: Dort werden nicht nur falsche Meinungen, sondern auch Falschmeinende bek&auml;mpft. Eine Warnung.<br>\nAls ich 2007 in die Vereinigten Staaten zog, verliebte ich mich schnell in die lebendige Debattenkultur des Landes. Wie viele Universit&auml;ten war Harvard, wo ich mein Doktorstudium begann, auch damals schon sehr links. Und doch war unter meinen Kommilitonen und Professoren fast jede politische Sto&szlig;richtung vertreten und wurde viel streitlustiger verteidigt, als ich es aus Deutschland kannte.<br>\nDavon ist nur noch wenig &uuml;brig. Wenn Bekannte mir heute in einem Caf&eacute; ihre &ldquo;unpopul&auml;ren&rdquo; Ansichten beichten, f&auml;llt ihre Stimme um zwanzig Dezibel. Erste Journalisten und Schriftsteller, darunter einige Freunde und Bekannte von mir, m&uuml;ssen aufgrund missliebiger Standpunkte um Job und Auftr&auml;ge f&uuml;rchten. &ldquo;Meine wahre Meinung verrate ich nur meinen engsten Freunden &ndash; und selbst dann nur vorsichtig&rdquo;, sagte mir k&uuml;rzlich sogar eine meiner Studentinnen. &ensp;<br>\nWelche Meinungen sind es, die meine Studenten, Kollegen und Bekannten nicht mehr &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ern m&ouml;gen? Sind sie Sexisten? Rassisten? Heimliche Trump-Fans?<br>\nMitnichten. Es sind Menschen, deren Weltsicht linksliberal ist und deren Lebensweise kosmopolitisch. Es sind Menschen, die Donald Trump verabscheuen. Menschen, die, h&auml;tten sie in Deutschland das Wahlrecht, wohl Angela Merkel bewundern, aber ohne Z&ouml;gern f&uuml;r die Gr&uuml;nen stimmen w&uuml;rden.<br>\nMenschen wie David Shor, der im Zuge der Ausschreitungen nach dem Tod von George Floyd auf Twitter die Studie eines schwarzen Princeton-Professors zusammenfasste: Schon 1968 h&auml;tten demnach gewaltsame Proteste dem republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Richard Nixon zum Wahlsieg verholfen. Friedliche Demonstrationen hingegen f&uuml;hrten zu einem Stimmenzuwachs f&uuml;r Demokraten, so die Studie, die Shor wiedergab.<br>\nEine Woche sp&auml;ter war er seinen Job los. Warum? Aktivisten hatten seinen Tweet als Rat gewertet, die Black-Lives-Matter-Bewegung solle auf Gewalt verzichten. Als Wei&szlig;er habe er aber kein Recht, das zu beurteilen. Unter dem Druck der Twitter-Meute feuerte sein Arbeitgeber &ndash; eine Firma, die Demokraten durch Datenanalysen Wahlsiege verschaffen soll &ndash; Shor kurzerhand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/34\/cancel-culture-zensur-usa-meinungsfreiheit-debattenkultur\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Absolut lesenswert!<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ach, ihr Linken! Gebt doch endlich Gedankenfreiheit<\/strong><br>\nMit k&uuml;hnen Thesen riskiert man als Denker seinen Job. Cancel Culture gibt es wirklich. Die Ersten verstecken sich im Intellectual Dark Web. Ein Debattenbeitrag.<br>\nEs geht ein Gespenst um: der Cancelgott. Man sieht ihn nicht, aber er sieht uns. Er wei&szlig;, was wir vor f&uuml;nf Jahren im Radio gesagt oder vor drei Jahren auf Facebook gepostet haben. Und nur so viel: Er ist oft nicht amused. In letzter Zeit gar noch weniger. Niemand hat ihn je gesehen, weshalb manche denken, dass es ihn gar nicht gibt. Aber wer heutzutage &bdquo;mit den falschen Leuten&ldquo; eine Lesung, eine Kabarettvorstellung, ein Seminar abh&auml;lt oder daran teilnimmt, vielleicht nur einen Kaffee trinkt, k&ouml;nnte eine Nachricht vom Cancelgott bekommen, also indirekt nat&uuml;rlich, denn auch dieser Gott spricht nur durch Auserw&auml;hlte &ndash; dass man n&auml;mlich ausgeladen sei, &bdquo;umstritten&ldquo;, arbeitslos. Gecancelt eben.<br>\nEinen solchen Moment erlebten im Jahre 2017 der Biologe Bret Weinstein und seine Frau Heather Heying, beide damals Professoren an einem staatlichen College in Washington. An der Hochschule wurde von einer Studentengruppe ein sogenannter Abwesenheitstag veranstaltet. Alle Wei&szlig;en sollten den Campus an einem Tag nicht betreten. Weinstein weigerte sich, mit rassischer Segregation auf das Thema Rassismus hinzuweisen. Wieso soll es ein Zeichen von Toleranz sein, wenn eine Gruppe der Mehrheit den Zutritt zum Campus verweigert? Es kam zu Querelen am Campus mit Studenten und zu einer Auseinandersetzung mit der Hochschulleitung, in dessen Zug Weinstein und Heying das College schlie&szlig;lich verlie&szlig;en. Gecancelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/cancel-culture-donald-trump-jordan-peterson-hillary-clinton-intellectual-dark-web-ach-ihr-linken-gebt-doch-endlich-gedankenfreiheit-li.100277\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine 2.0 oder wem die Stunde schl&auml;gt<\/strong><br>\nEs hat sich nichts ge&auml;ndert. Nach der Lerntheorie eine Katastrophe. Nachdem das Abenteuer Ukraine zu einem einzigen Debakel wurde, sollte man meinen, es h&auml;tte so etwas wie eine Man&ouml;verkritik im eigenen Lager stattgefunden. Aber mitnichten. (&hellip;)<br>\nDas, was in Sachen Belarus noch zu erwarten ist, wird dem Drehbuch der Ukraine folgen. Alle Anzeichen sprechen daf&uuml;r. Aber was sagt das aus &uuml;ber den Teil der Welt, der behauptet, in ihm seien die Vernunft, die kritische Reflexion und die Menschenrechte zuhause? Die Antwort ist ganz einfach: die einstigen Bewohner sind l&auml;ngst ausgezogen.<br>\nWenn selbst die Utensilien immer dieselben sind, wird es langweilig. Die neue Ikone gegen den Autokraten Lukaschenko, der er zweifellos ist, ist selbst von der ersten Welle der ukrainischen Aufl&ouml;sung begleiteten Dame1 optisch kaum zu unterscheiden: Jung, unschuldig und reinen Herzens demokratisch, bis sich herausstellte, dass sie k&auml;mpfte, um eine korrupte Oligarchin zu werden.<br>\nWer sich neben den Emp&ouml;rungswellen fragt, wof&uuml;r die Dame eigentlich steht, findet zun&auml;chst nichts au&szlig;er der obligaten Freiheitsparole. Dann aber finden sich Aussagen, die ganz im Hymnus des Wirtschaftsliberalismus stehen und f&uuml;r die Verh&ouml;kerung des Staates sprechen.<br>\nDa w&auml;re den Wei&szlig;russen zu raten, sich bei Ukrainern wie Russen einmal zu erkundigen, wohin das beim gemeinen Volke f&uuml;hren wird. Gemeint sind bittere Verarmung und Hunger. Dass Waldimir Putin dem freien Treiben der Ausbeinung einer Volkswirtschaft ein Ende bereitet hat, ist die Ursache f&uuml;r seine D&auml;monisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/08\/21\/ukraine-2-0-oder-wem-die-stunde-schlagt\/\">Neue Debatte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten betrachten die Vorg&auml;nge in Belarus und die Berichterstattung dar&uuml;ber kritisch. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63885\">Wei&szlig;russland &ndash; eine Einsch&auml;tzung des Umgangs mit diesem Land<\/a> von Willy Wimmer und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63981\">Tagesschau-Halali zum Abschuss Lukaschenkos<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wer zieht die F&auml;den hinter den Unruhen in Wei&szlig;russland?<\/strong><br>\nDass Frau Tichanowskaja in Wei&szlig;russland nur eine Scheinkandidatin war und ist, wird nun langsam auch im deutschen Mainstream deutlich. Aber wer steckt tats&auml;chlich hinter den Protesten und wer wird aller Wahrscheinlichkeit vom Westen als tats&auml;chlicher Nachfolger f&uuml;r Pr&auml;sident Lukaschenko unterst&uuml;tzt? Auf diese Fragen gibt es durchaus Antworten.<br>\nHaben Sie in Deutschland schon mal den Namen Waleri Zepkalo geh&ouml;rt? Nein? Das k&ouml;nnte sich in den n&auml;chsten Monaten &auml;ndern, denn er scheint der heimliche Kopf der Opposition gegen Lukaschenko zu sein. Aber der Reihe nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/wer-zieht-die-faeden-hinter-den-unruhen-in-weissrussland\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Navalny<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Navalny wird nach Deutschland geflogen &ndash; Die deutschen Medien klammern die wichtigsten Fragen aus<\/strong><br>\nMit keinem Wort wird in Deutschland erw&auml;hnt, dass die Grenzen wegen Corona geschlossen sind. Dass Deutschland, das derzeit keine Russen ins Land l&auml;sst, f&uuml;r Navalny eine Ausnahme macht, verwundert nicht. Aber wenn die russische Regierung etwas zu vertuschen oder gar einen Giftanschlag auf Navalny ver&uuml;bt hat, wie die deutschen Medien suggerieren, dann fragt man sich, warum Russland v&ouml;llig unb&uuml;rokratisch ein Flugzeug mit deutschen &Auml;rzten ins Land gelassen hat. Russlands Grenzen sind f&uuml;r Deutsche ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung n&auml;mlich auch geschlossen. Alle Bem&uuml;hungen der deutschen Medien, Russland in ein schlechtes Licht zu stellen, werden zumindest schwer ersch&uuml;ttert, wenn man darauf hinweist, dass Russland hier ganz unb&uuml;rokratisch eine Ausnahme gemacht hat.<br>\nNoch interessanter ist aber eine andere Frage, die die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; auch geflissentlich aussparen. Navalnys Organisation wird in Russland als &bdquo;ausl&auml;ndischer Agent&ldquo; gef&uuml;hrt, weil sie aus dem Ausland finanziert wird und es gibt auch massive Ungereimtheiten bei der Finanzierung von Navalny. Die westlichen Medien stellen ihn als K&auml;mpfer gegen Korruption dar, deshalb berichten sie nicht dar&uuml;ber, dass Navalnys Stiftung selbst keineswegs transparent ist. Er konnte die Herkunft von 14 Millionen Euro an angeblichen Spenden n&auml;mlich nicht erkl&auml;ren.<br>\nNavalny, der in den deutschen Medien als russischer Oppositioneller dargestellt wird und dessen (finanzielle) Verbindungen in den Westen als russische Propaganda abgetan werden, wird hingegen sehr wohl aus dem westlichen Ausland unterst&uuml;tzt. Ganz offen wurde zum Beispiel zugegeben, dass Chodorkowski mindestens Navalnys Anwaltskosten bezahlt. &Uuml;ber die finanziellen Verbindungen von Chodorkowski zu Navalny und angeblich unabh&auml;ngigen russischen Oppositionsmedien habe ich hier ausf&uuml;hrlich berichtet. Wie unabh&auml;ngig kann eine in Russland popul&auml;re, aber in Riga ans&auml;ssige Internetplattform wie Meduza aber sein, wenn sie von Chodorkowski gegr&uuml;ndet und mit Millionen finanziert wird? Er ist der einzige Finanzier von Meduza.<br>\nNavalny h&auml;ngt nach allem, was an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Informationen vorhanden ist, am finanziellen Tropf von Chodorkowski und anderen pro-westlichen NGOs. Wie w&uuml;rde wohl in Deutschland &uuml;ber einen deutschen &bdquo;Oppositionellen&ldquo; berichtet werden, der sich seine regierungskritische Arbeit aus Russland oder China finanzieren l&auml;sst?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/navalny-wird-nach-deutschland-geflogen-die-deutschen-medien-klammern-die-wichtigsten-fragen-aus\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Nawalny: Russische &Auml;rzte widersprechen der Charit&eacute;<\/strong><br>\nDie Charit&eacute; spricht von einer Vergiftung durch einen Cholinesterase-Hemmer. Das l&auml;sst vielen Vermutungen die T&uuml;ren offen, so lange die Substanz nicht benannt wird&hellip;<br>\nUm welches Gift es sich handelt, konnten &ndash; oder wollten &ndash; die &Auml;rzte nicht sagen. Das l&auml;sst aber noch vieles offen &uuml;ber die Art der Vergiftung, wozu sich die &Auml;rzte nicht &auml;u&szlig;erten. Cholinesterase-Hemmer k&ouml;nnen &uuml;ber die Atmung, Hautkontakt oder Einnahme in den K&ouml;rper gelangen. Nawalny soll vom Geheimdienst auf der sibirischen Reise minuti&ouml;s &uuml;berwacht worden, auf dem Flughafen hatte er einen Tee getrunken, im Flugzeug aber nichts mehr zu sich genommen&hellip;.<br>\nWer l&uuml;gt?<br>\nGestern versicherten allerdings die &Auml;rzte aus der Klinik in Omsk, in der Nawalny zuerst eigeliefert und behandelt wurde, und das zust&auml;ndige Gesundheitsministerium noch einmal, dass Tests auf eine Vielzahl von synthetischen Substanzen, darunter auch Hemmer, bei Nawalny negativ ausgefallen seien. Bei Einlieferung habe es, sagte der Chef-Toxikologe Alexander Sabaev der Region Omsk, keine klinischen Hinweise auf eine Vergiftung durch Cholinesterase-Hemmer gegeben.<br>\nMan sei bereit, Proben von Nawalny an die deutschen Kollegen weiterzugeben. Man wird sehen m&uuml;ssen, ob das aufgegriffen wird bzw. wie ernst das Angebot ist. Zun&auml;chst hatten russische &Auml;rzte eine Vergiftung mit einer halluzinatorischen Substanz gesprochen. Letzte Diagnose war eine Stoffwechselst&ouml;rung als Ausl&ouml;ser. MRT-Scans sind schon &uuml;bergeben worden&hellip;<br>\nKritisch kann man anmerken, dass Nawalny, der als Kreml-Kritiker, Korruptionsaufkl&auml;rer und wichtiger Oppositionspolitiker dargestellt wird, auch seine dunklen Seiten als Populist hat. Er hatte rassistische und nationalistische Ton von sich gegeben, die aber nicht so ernst gemeint, und war auch bei den &ldquo;Russischen M&auml;rschen&rdquo; mitmarschiert. Aber das sollte nat&uuml;rlich nicht hindern, dass Menschen in Not geholfen wird. Man wird sich aber schon fragen k&ouml;nnen, warum Nawalny zum Gast der Bundeskanzlerin avancieren kann, w&auml;hrend die Bundesregierung Julian Assange im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis langsam zugrunde gehen l&auml;sst und keine Hilfe anbietet, seine Auslieferung an die USA zu unterbinden? Das sind die falschen Oppositionellen, denen Hilfe verweigert wird, w&auml;hrend den politisch interessanten mit allen Mitteln geholfen wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nawalny-Russische-Aerzte-widersprechen-der-Charite-4877851.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64036\">Gro&szlig;e Gef&uuml;hle f&uuml;r Nawalny &ndash; eisige K&auml;lte f&uuml;r Assange<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Polizeischutz f&uuml;r Nawalny &ndash; Signal an Moskau<\/strong><br>\nAlexej Nawalny wird in der Charit&eacute; behandelt &ndash; und als &ldquo;Kanzlerin-Gast&rdquo; schwer bewacht. Durchaus &ldquo;ein Statement&rdquo; der Bundesregierung gen nach Moskau, sagt ZDF-Korrespondent Koll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/berlin-nawalny-charite-zustand-koma-100.html\">ZDF heute<\/a><\/li>\n<li><strong>Der T&auml;ter steht schon fest<\/strong><br>\nDeutsche Politiker fordern weitere Sanktionen gegen Moskau wegen Nawalny<br>\nW&auml;hrend die Bundeskanzlerin von Moskau im Fall Nawalny Aufkl&auml;rung fordert, haben sich viele deutsche Politiker bereits auf den Schuldigen festgelegt &ndash; und fordern weitere Sanktionen gegen Russland. Speziell Gegner von Nord Stream 2 nutzen den Fall zur Stimmungsmache&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105944-taeter-steht-schon-fest-deutsche-politiker-fordern-sanktionen\/\">RT deutsch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unterst&uuml;tzung des Aufrufs &ldquo;Solidarit&auml;t statt Schulterschluss mit Nazis&rdquo;<\/strong><br>\nBeschluss des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Parteivorstandes vom 24. August 2020<br>\nDIE LINKE unterst&uuml;tzt den gemeinsamen Aufruf gegen erneuten Marsch von &ldquo;Querdenken&rdquo; und Nazis am Samstag, den 29. August 2020, in Berlin.<br>\n(&hellip;) Am 29. August 2020 wollen noch mehr Anh&auml;ngerinnen und Anh&auml;nger von Verschw&ouml;rungserz&auml;hlungen, Rassistinnen und Rassisten, Islamfeindinnen und Islamfeinde, Antisemitinnen und Antisemiten, Holocaustleugnerinnen und Holocaustleugner sowie extreme Rechte von AfD, NPD bis hin zu Reichsb&uuml;rgerinnen und Reichsb&uuml;rgern, III. Weg und Nazihools nach Berlin kommen und die Gelegenheit eines ungeahnt gro&szlig;en Publikums nutzen. Das nicht genug, handeln sie ohne R&uuml;cksicht auf Gef&auml;hrdete &ndash; die Vergangenheit zeigt h&auml;ufig gro&szlig;e Menschenansammlungen ohne Abstand und Masken.<br>\nAuch wenn nicht alle Demonstrantinnen und Demonstranten Nazis sind: Hier erscheint das Potential einer neuen Pegida-&auml;hnlichen Stra&szlig;enbewegung. Dem ist entschieden entgegenzutreten&hellip;<br>\nSchon am 1. August haben einige von uns Proteste entlang der rechtsoffenen Aufzugstrecke und am nahegelegenen Mahnmal f&uuml;r die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma organisiert. Lasst uns am 29. August mehr, sichtbar und frech sein, um einen entschlossenen Gegenpol zu schaffen!<br>\nWir wollen nicht zulassen, dass Nazis unwidersprochen im Zentrum Berlins marschieren und rufen dazu auf, sich uns anzuschlie&szlig;en&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/partei\/parteistruktur\/parteivorstand\/2018-2020\/beschluesse\/detail\/news\/unterstuetzung-des-aufrufs-solidaritaet-statt-schulterschluss-mit-nazis\/\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Unfassbar, dieser Aufruf der Linken. Wo treibt die Parteif&uuml;hrung hin? Bereits letzte Woche sorgten die &Auml;u&szlig;erungen von Dietmar Bartsch zur Au&szlig;enpolitik und insbesondere zur NATO f&uuml;r Aufregung und Verwunderung, ja sogar Emp&ouml;rung in der Friedensbewegung, wie untenstehender Aufruf derselben an die PdL belegt:<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Aufruf aus der Friedensbewegung an die Partei DIE LINKE.<\/strong><br>\n&hellip; Dietmar Bartsch. Seine &Auml;u&szlig;erungen zur Au&szlig;enpolitik bereiten uns &ndash; Menschen aus der deutschen Friedensbewegung &ndash; gro&szlig;e Sorgen um die letzte im Parlament vertretene Partei mit friedenspolitisch konsequenter Programmatik.<br>\nIn dem Interview geht es um die NATO-Orientierung der deutschen Au&szlig;enpolitik. Die NATO ist das Milit&auml;rb&uuml;ndnis, von dem aus die meisten und massivsten V&ouml;lkerrechtsverletzungen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgegangen sind und ausgehen&hellip;<br>\nStatt gegen die brandgef&auml;hrliche NATO-Politik vorzugehen erkl&auml;rt Dietmar Bartsch in der Absicht, mit den Parteien, die die NATO-Politik mittragen, in eine Koalition gehen zu k&ouml;nnen, man sei &bdquo;am Ende des Tages (&hellip;) auch auf diesem Feld regierungsf&auml;hig&ldquo;. Er erg&auml;nzt, es sei absurd zu glauben, die Linken wollten eine Aufl&ouml;sung der NATO zur Voraussetzung f&uuml;r einen Regierungseintritt machen.<br>\nAuch in der Frage der Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr erkl&auml;rte Dietmar Bartsch eine sogenannte Diskussionsf&auml;higkeit seiner Partei. Bartsch verwies darauf, dass die Mitglieder seiner Fraktion in der Vergangenheit im Parlament schon unterschiedlich abgestimmt h&auml;tten. Es sei absurd, anzunehmen, Linke w&uuml;rden sich an dem Tag, an dem ihre Partei Regierungsverantwortung &uuml;bernehme &bdquo;in die Flugzeuge setzen und die Jungs zur&uuml;ckholen&ldquo;.<br>\nMit anderen Worten: Eins&auml;tze der Bundeswehr, die zur Destabilisierung ganzer Weltregionen und zu uns&auml;glichem Leid sowie letztlich zu einer Zuspitzung von Fluchtursachen und Fl&uuml;chtlingstrag&ouml;dien f&uuml;hren, sind f&uuml;r Mitglieder der F&uuml;hrungsspitze der Bundestagsfraktion der LINKEN (zuk&uuml;nftig) zustimmungsf&auml;hig.<br>\nDiese Politik, die im Gegensatz zum Programm der LINKEN steht, darf nicht in die Realit&auml;t umgesetzt werden. Sie dient nicht dem Frieden und widerspricht den Interessen der Menschen in den Kriegsgebieten und auch in unserem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/frieden-links.de\/aufruf\/\">Frieden links<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63830\">Friedenspolitik der LINKEN in Gefahr<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64174\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-64174","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64174","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=64174"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64174\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64177,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64174\/revisions\/64177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=64174"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=64174"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=64174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}