{"id":64220,"date":"2020-08-28T16:33:48","date_gmt":"2020-08-28T14:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220"},"modified":"2020-08-28T16:33:48","modified_gmt":"2020-08-28T14:33:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-456","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h01\">Versammlung gegen Corona-Politik unter Auflagen gestattet (Nr. 42\/2020) <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h02\">Durchsetzung der Maskenpflicht nicht auf Zugbegleiter*innen abw&auml;lzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h03\">Pl&auml;ne der EU-Kommission: Steuerzahler sollen Risiken der Impfstoffhersteller mittragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h04\">Rechnungshof wirft Scheuer vor, das Finanzministerium get&auml;uscht zu haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h05\">8,5 Millionen Haushalte brauchen sozialen Mietwohnraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h06\">Rechtsanspruch auf eine vollwertige Ausbildung muss endlich kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h07\">Raus mit den Kindern und Jugendlichen? Also aus den Fallpauschalen, mit denen die Krankenh&auml;user finanziert werden? Die Bundesregierung sagt (derzeit): Nein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h08\">Lebensmittelsicherheit: Kontrolleure proben den Aufstand gegen Kl&ouml;ckner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h09\">Streit um die T&uuml;rkeipolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h10\">Mercosur-Abkommen und Europ&auml;ische Union: Berlin setzt auf Verfahrenstricks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h11\">Daten von Restaurantbesuchen einsehbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h12\">Personalst&auml;rke im Juli 2020: Erstmals seit 2013 wieder &uuml;ber 185.000<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h13\">Nach dem Putsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h14\">Bericht von Interpol zu Plastikabf&auml;llen: Die M&uuml;llmafia boomt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h15\">Wende im Hohenzollern-Konflikt: Brandenburg f&uuml;r Vergleich mit Preu&szlig;enprinz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h16\">Annalena Baerbock besucht die CDU: Letzte Ausfahrt Schwarz-Gr&uuml;n?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64220#h17\">Wer ist regierungsf&auml;hig?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Versammlung gegen Corona-Politik unter Auflagen gestattet (Nr. 42\/2020) <\/strong><br>\nDie 1. Kammer verneinte das Vorliegen einer nach dem Versammlungsgesetz f&uuml;r ein Versammlungsverbot zu fordernden unmittelbaren Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Sicherheit bei der geplanten Versammlung. Die von der Versammlungsbeh&ouml;rde angestellte Gefahrenprognose gen&uuml;ge nicht den verfassungsrechtlichen Vorgaben. Nach der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin seien Versammlungen grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig; hierbei nehme der Verordnungsgeber&ndash; wie die fehlende Obergrenze der Teilnehmerzahl zeige &ndash; aber ein erh&ouml;htes Infektionsrisiko in gewissem Umfang in Kauf. Zwar m&uuml;sse der Veranstalter einer Versammlung ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen, das Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung sei indes nur &bdquo;erforderlichenfalls&ldquo; Teil eines solchen Konzepts. Vorliegend habe der Anmelder ein solches Konzept vorgelegt, und es sei nicht zu erkennen, dass er das Abstandsgebot bewusst missachten werde. Eine solche Prognose lasse sich weder aus dem Verlauf der Versammlung am 1. August 2020 noch aus der kritischen Haltung der Teilnehmer zur Corona-Politik ableiten. Vielmehr habe der Anmelder u.a. durch die Bereitstellung von 900 Ordnern und 100 Deeskalationsteams hinreichende Vorkehrungen daf&uuml;r getroffen, entsprechend auf die Teilnehmer einzuwirken. Unabh&auml;ngig hiervon habe die Versammlungsbeh&ouml;rde Alternativen zum Versammlungsverbot nur unzureichend gepr&uuml;ft (etwa die &Auml;nderung der &Ouml;rtlichkeit oder eine Begrenzung der Teilnehmerzahl).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/gerichte\/verwaltungsgericht\/presse\/pressemitteilungen\/2020\/pressemitteilung.982439.php\">Verwaltungsgericht Berlin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Durchsetzung der Maskenpflicht nicht auf Zugbegleiter*innen abw&auml;lzen<\/strong><br>\nUnverantwortlich &ndash; so nennt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) das Vorhaben der Ministerpr&auml;sidenten, die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter f&uuml;r die Einhaltung der Maskenpflicht in Z&uuml;gen verantwortlich zu machen. Die Bundesregierung und die Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder hatten am Donnerstag vereinbart, zu pr&uuml;fen, ob ein Versto&szlig; gegen die Maskenpflicht in Z&uuml;gen mit einem erh&ouml;hten Bef&ouml;rderungsentgelt geahndet werden k&ouml;nne.<br>\nDazu erkl&auml;rt der kommissarische Vorsitzende der EVG, Klaus-Dieter Hommel:<br>\n&bdquo;Es ist unverantwortlich, den Besch&auml;ftigten in den Z&uuml;gen diese zus&auml;tzliche Aufgabe aufzub&uuml;rden. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten am Anschlag und sind bereits jetzt extrem belastet. Wir erleben seit Wochen, dass die P&ouml;beleien und &Uuml;bergriffe gegen&uuml;ber den Zugbegleiter*innen zunehmen, wenn sie nur auf die Maskenpflicht in Z&uuml;gen hinweisen. Wenn sie jetzt von Maskenverweigerern ein erh&ouml;htes Bef&ouml;rderungsentgelt verlangen sollen, w&uuml;rde das das Konfliktpotenzial noch einmal vervielfachen. Weder gibt es ausreichend Besch&auml;ftigte in den Z&uuml;gen noch sind diese auf solche Situationen vorbereitet und ausgestattet. Wir k&ouml;nnen die Ministerpr&auml;sident*innen nur davor warnen, diesen Beschluss umzusetzen. Wir stehen zur Maskenpflicht in &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln, die wir selbst gefordert haben. Sie kann aber nur von der Bundespolizei durchgesetzt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/dafuer-kaempfen-wir\/beschaeftigung\/news20-20\/durchsetzung-der-maskenpflicht-nicht-auf-zugbegleiter-abwaelzen\/\">EVG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Stellungnahme der EVG zeigt noch mehr, als es zun&auml;chst den Anschein hat. Ausgesprochene Verbote, angeordnete Bu&szlig;gelder oder wie hier ein erh&ouml;htes Bef&ouml;rderungsentgelt als Sanktionsidee funktionieren nur, wenn man es auch durchsetzen kann. Aber daran scheitert nicht nur das Unternehmen Bahn, sondern auch der Staat, der schwarze Nullen in allen &ouml;ffentlichen Haushalten so furchtbar klasse findet. So d&uuml;rfte auch die Bundespolizei aufgrund von <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article213153002\/1-5-Millionen-Ueberstunden-bei-der-Bundespolizei-Tausende-unbesetzte-Stellen.html\">&Uuml;berstunden und Personalmangel<\/a> kaum Willens und in der Lage sein, die Einhaltung einer Maskenpflicht in Z&uuml;gen fl&auml;chendeckend zu &uuml;berpr&uuml;fen, was vermutlich auch der Grund f&uuml;r die Idee eines erh&ouml;hten Bef&ouml;rderungsentgelts war. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Ank&uuml;ndigung, die h&auml;usliche Quarant&auml;ne intensiv kontrollieren zu wollen. Welches Personal steht denn daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung? Unabh&auml;ngig von den Infektionszahlen und der Frage, was sie bedeuten, bleibt einfach festzuhalten, dass das Krisenmanagement der Bundesregierung aus reinem Aktionismus besteht. Statt nach immer h&auml;rteren Ma&szlig;nahmen im Kampf gegen Maskenmuffel zu rufen, m&uuml;sste sich eine breite kritische &Ouml;ffentlichkeit eigentlich mehr f&uuml;r das traurige Ergebnis jahrelanger neoliberaler Politik interessieren. Die Corona Pandemie hat die M&auml;ngel bei &ouml;ffentlichen Leistungen und Infrastruktur noch einmal deutlich sichtbarer gemacht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pl&auml;ne der EU-Kommission: Steuerzahler sollen Risiken der Impfstoffhersteller mittragen<\/strong><br>\nOb Curevac oder AstraZeneca: Pharmakonzerne wagen im Wettlauf bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen viel &ndash; k&ouml;nnen aber auch scheitern. Die Risiken hierf&uuml;r soll nach Pl&auml;nen der EU auch die Allgemeinheit tragen. [&hellip;]<br>\nDie EU-Staaten und damit die Steuerzahler der Union wollen im Wettlauf um einen wirksamen Corona-Impfstoff einen Teil des Haftungsrisikos der Hersteller &uuml;bernehmen. Die Staaten seien bereit, &ldquo;bestimmte Risiken der Firmen finanziell abzudecken, damit Impfstoffe tats&auml;chlich f&uuml;r EU-B&uuml;rger zur Verf&uuml;gung stehen und die &ouml;ffentliche Gesundheit gesch&uuml;tzt wird&rdquo;, teilte die EU-Kommission mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/corona-impfstoff-rennen-steuerzahler-sollen-risiken-der-pharma-hersteller-mittragen-a-4dde566b-458c-4e35-a300-51f14a5b3500%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rechnungshof wirft Scheuer vor, das Finanzministerium get&auml;uscht zu haben<\/strong><br>\nVerkehrsminister Scheuer will Funkl&ouml;cher mit einer neuen Bundesgesellschaft schlie&szlig;en. Der Rechnungshof f&uuml;hlt sich hintergangen und verlangt eine neue Pr&uuml;fung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp2.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/mobilfunkgesellschaft-rechnungshof-wirft-scheuer-vor-das-finanzministerium-getaeuscht-zu-haben\/26132808.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>8,5 Millionen Haushalte brauchen sozialen Mietwohnraum<\/strong><br>\nObwohl seit Jahren klar ist, dass bezahlbarer Wohnraum fehlt, wird der Mangel an Sozialwohnungen in Deutschland immer schlimmer. Und: Die Einkommenssituation vieler Haushalte hat sich durch die Corona-Krise weiter versch&auml;rft, w&auml;hrend die Mieten weiter steigen. Es braucht deshalb unter anderem eine Bauoffensive f&uuml;r preisg&uuml;nstige Wohnungen und einen Mietenstopp in angespannten Wohnungsm&auml;rkten. Der DGB-klartext.<br>\nObwohl seit Jahren klar ist, dass bezahlbarer Wohnraum fehlt, wird der Mangel an Sozialwohnungen in Deutschland immer schlimmer: Eine neue Studie des Pestel-Instituts im Auftrag der IG BAU zeigt auf, dass im vergangenen Jahr 8,5 Millionen Mieterhaushalte in Deutschland armutsgef&auml;hrdet und somit auf eine preisg&uuml;nstige Wohnung angewiesen waren. Das sind rund zehn Prozent mehr als 2012. Der gro&szlig;e Niedriglohnsektor und die abnehmende Tarifbindung tragen dazu bei, dass trotz positiver Besch&auml;ftigungsentwicklung die Anzahl armutsgef&auml;hrdeter Haushalte steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++3f51fc84-e913-11ea-b7d8-001a4a160123\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rechtsanspruch auf eine vollwertige Ausbildung muss endlich kommen<\/strong><br>\nAzubis d&uuml;rfen nicht als Billigarbeitskr&auml;fte ausgebeutet werden. Zudem sollte sich keiner wundern, wenn angesichts der M&auml;ngel in der Ausbildungsqualit&auml;t in einigen Branchen und Betrieben Ausbildungspl&auml;tze leer bleiben&ldquo;, erkl&auml;rt Birke Bull-Bischof, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der heutigen Ver&ouml;ffentlichung der Ergebnisse des Ausbildungsreports der DGB-Jugend. Bull-Bischoff weiter:<br>\n&bdquo;Fast 40 Prozent der Azubis wissen im letzten Lehrjahr noch nicht, ob sie &uuml;bernommen werden. Daneben bleiben h&auml;ufig junge Menschen mit h&ouml;chstens einem Hauptschulabschluss auf der Strecke. Vor Ausbruch von COVID-19 waren schon &uuml;ber zwei Millionen junge Menschen unter 35 Jahren ohne Ausbildung und damit von prek&auml;ren Arbeitsbedingungen oder Arbeitslosigkeit betroffen. Ein Rechtsanspruch auf eine vollwertige Ausbildung muss endlich kommen.<br>\nDIE LINKE fordert eine Besch&auml;ftigung, die nicht &uuml;ber die vereinbarte w&ouml;chentliche Arbeitszeit hinausgeht, die Einrichtung von Beschwerdestellen, die ein niedrigschwelliges und barrierefreies Beschwerdemanagement erm&ouml;glichen, sowie einen geeigneten Betreuungsschl&uuml;ssel von Ausbildern und Azubis.<br>\nEs wird deutlich, dass die Corona-Krise auf bereits lang bestehende massive Probleme auf dem Ausbildungsmarkt trifft und hier wie ein Brandbeschleuniger zu wirken droht. Eine Konsequenz aus der derzeitigen Situation muss daher sein, eine solidarische Umlagefinanzierung von Ausbildungspl&auml;tzen einzuf&uuml;hren, um die Ausbildungskapazit&auml;ten zu st&auml;rken, den Ausbildungsmarkt krisensicherer zu machen. Und es muss zudem verhindert werden, dass die Krise dazu genutzt wird, hart erk&auml;mpfte Schutzrechte f&uuml;r Auszubildende zugunsten von Arbeitgebern zu minimieren und damit die Ausbildungsbedingungen dauerhaft zu verschlechtern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rechtsanspruch-auf-eine-vollwertige-ausbildung-muss-endlich-kommen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Raus mit den Kindern und Jugendlichen? Also aus den Fallpauschalen, mit denen die Krankenh&auml;user finanziert werden? Die Bundesregierung sagt (derzeit): Nein<\/strong><br>\n&raquo;Der Wettbewerb im Gesundheitswesen trifft die Schw&auml;chsten. Davon sind Kinder- und Jugend&auml;rzte &uuml;berzeugt. &bdquo;Die Sorge, aus finanziellen Gr&uuml;nden bald keine Kinderstation mehr in der N&auml;he zu haben, ist berechtigt&ldquo;, sagt Professor Norbert Wagner, Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin&laquo;, so der Artikel Kinder&auml;rzte schlagen Alarm. Und deshalb haben zahlreiche kinder- und jugendmedizinischen Verb&auml;nde die gemeinsam getragene Aktion &bdquo;Rettet die Kinderstation&ldquo; gestartet. Dazu aus einem Interview mit Norbert Wagner unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Die &Ouml;ko&shy;nomi&shy;sierung der Medizin fordert ihre ersten Opfer&ldquo; und mit Blick auf die station&auml;re Krankenhausversorgung der Kinder: &raquo;Die station&auml;re P&auml;diatrie hat enorme Vorhaltekosten, nur ein F&uuml;nftel unserer Leistungen sind planbar, die Notfallquote liegt bei &uuml;ber 50 Prozent. Mit 400 bis 500 unterschiedlichen Fallpauschalen decken Kinderkliniken zudem ein doppelt so gro&szlig;es Spektrum ab wie vergleichbare Einrichtungen der Erwachsenenmedizin. F&uuml;r viele Leistungen gibt es aufgrund der geringen Fallzahlen oft keine eigenen, ad&auml;quaten Fallpauschalen. Insgesamt bestehen in den Kliniken und Abteilungen f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin deshalb hohe Vorhaltekosten, ohne die Aussicht auf Verg&uuml;tung.&laquo; Anno Fricke kommentierte das unter der &Uuml;berschrift Sparen auf Kosten der Kinder so: &raquo;Das Problem steckt im DRG-System selbst. Kleinkinder funktionieren nicht so, wie sich die Erfinder von Fallpauschalen das w&uuml;nschen. Psychosoziale Faktoren sind den DRG sehr fremd. Die Zeit, die der Arzt braucht, um ein Kind davon zu &uuml;berzeugen, f&uuml;r eine Untersuchung stillzusitzen, wird nicht ber&uuml;cksichtigt. Auch dass eine Mutter lieber bei ihrem kranken Kind in der Klinik &uuml;bernachten will, als es &uuml;ber Nacht alleine zu lassen, ist in der Regel nicht vorgesehen. Manche Kliniken halten ihre Kinderstationen nur noch mit Hilfe von b&uuml;rgerschaftlich organisierten F&ouml;rdervereinen &uuml;ber Wasser.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/08\/28\/raus-mit-den-kindern-und-jugendlichen-aus-den-fallpauschalen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lebensmittelsicherheit: Kontrolleure proben den Aufstand gegen Kl&ouml;ckner<\/strong><br>\nErn&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner will die Lebensmittelkontrollen neu ordnen. Doch die zust&auml;ndigen Beamten schlagen Alarm: Die Reform diene blo&szlig; dem Sch&ouml;nen der Statistik und gef&auml;hrde die Gesundheit der B&uuml;rger.<br>\nAmtsveterin&auml;re und Lebensmittelkontrolleure fallen eher selten durch rebellische Umtriebe auf &ndash; umso mehr ist ihre Pressekonferenz an diesem Freitag in Berlin gemeinsam mit der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch als Akt der Notwehr zu verstehen: als letzter Hilfeschrei, um eine drohende Verschlechterung der Lebensmittelkontrollen in Deutschland abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lebensmittelkontrolleure-proben-den-aufstand-gegen-ministerin-kloeckner-a-ba14f3ca-6fe5-49b9-9912-ab31c6d63224\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Typisch Julia Kl&ouml;ckner: Die Politik der Null-Ergebnisse ist ihr Programm!<\/em><\/p>\n<p>dazu: Julia Kl&ouml;ckner plant gravierende Schw&auml;chung der Lebensmittel&uuml;berwachung<br>\nLebensmittelbetriebe sollen nach dem Willen von Bundesern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner in Zukunft seltener kontrolliert werden m&uuml;ssen. foodwatch fordert gemeinsam mit den Amtstier&auml;rztinnen und -&auml;rzten sowie dem Verband der Lebensmittelkontrolleure die L&auml;nder auf, dieses Vorhaben im Bundesrat zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2020\/julia-kloeckner-plant-gravierende-schwaechung-der-lebensmittelueberwachung\/\">foodwatch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streit um die T&uuml;rkeipolitik<\/strong><br>\nHeftige Differenzen in der EU &uuml;ber den Umgang mit der T&uuml;rkei &uuml;berschatten das derzeitige EU-Au&szlig;enministertreffen in Berlin. Aktueller Anlass f&uuml;r die Debatte sind die gegenw&auml;rtigen Man&ouml;ver im &ouml;stlichen Mittelmeer, die auf der einen Seite von den t&uuml;rkischen, auf der anderen Seite von den griechischen Seestreitkr&auml;ften abgehalten werden. Ausgel&ouml;st wurden die Kriegs&uuml;bungen durch die Suche der T&uuml;rkei nach &Ouml;l und Gas in Gew&auml;ssern, die auch von Griechenland in Anspruch genommen werden. Hintergrund des Machtkampfs ist aber auch die in den vergangenen Jahren immer aggressivere Au&szlig;enpolitik Ankaras, die inzwischen eine maritime Komponente enth&auml;lt; vom Konzept der &ldquo;Blauen Heimat&rdquo; (&ldquo;Mavi Vatan&rdquo;) ist die Rede. W&auml;hrend die Bundesregierung weiterhin eng mit der T&uuml;rkei kooperieren will, unter anderem in der Fl&uuml;chtlingsabwehr, und deshalb einen Ausgleich zwischen Athen und Ankara sucht, stellt sich Frankreich, das im &ouml;stlichen Mittelmeer andere Interessen verfolgt, an die Seite Griechenlands. Die Umsetzung des deutschen Ziels, die EU-T&uuml;rkeipolitik stark zu vereinheitlichen, ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8363\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mercosur-Abkommen und Europ&auml;ische Union: Berlin setzt auf Verfahrenstricks<\/strong><br>\nDas EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten steht wegen der Brandrodung im Amazonasgebiet vor dem Aus. Die Regierung h&auml;lt dennoch daran fest.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt sich eine Hintert&uuml;r f&uuml;r die Rettung des umstrittenen EU-Handelsabkommens mit den Mercosur-Staaten offen. Der Deal k&ouml;nne in mehrere Teile aufgesplittet werden, hei&szlig;t es in der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen. Dies w&uuml;rde die Ratifizierung erleichtern.<br>\nBisher steckt der Mercosur-Deal, der aus einem Freihandelsvertrag und einem Assoziierungsabkommen besteht, im EU-Ministerrat fest. Mehrere EU-Staaten &ndash; darunter Frankreich, &Ouml;sterreich und Irland &ndash; haben erkl&auml;rt, dass sie die Vereinbarung so nicht mittragen werden. Die Bundesregierung hat den Deal dagegen zum Schwerpunkt ihrer sechsmonatigen EU-Ratspr&auml;sidentschaft erkl&auml;rt. F&uuml;r einen Abschluss braucht es jedoch Einstimmigkeit.<br>\nDeshalb wird in der EU-Kommission und beim deutschen EU-Vorsitz &uuml;ber m&ouml;gliche Alternativen nachgedacht &ndash; etwa eine Aufspaltung in zwei Teile, die dann jeweils mit qualifizierter Mehrheit verabschiedet werden k&ouml;nnten. Genau diese Hintert&uuml;r will sich offenbar auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier offenhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Mercosur-Abkommen-und-Europaeische-Union\/!5710369\/%20\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r die Exportinteressen der deutschen Automobilindustrie tun Merkel und Altmaier *alles* &ndash; und Merkel hat mit dem Treffen mit Greta Thunberg vor ein paar Tagen nun wirklich genug f&uuml;r das Klima getan.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Daten von Restaurantbesuchen einsehbar<\/strong><br>\nSicherheitsl&uuml;cken bei einem Dienstleister f&uuml;r Restaurants haben dazu gef&uuml;hrt, dass Millionen pers&ouml;nliche Daten im Internet abrufbar gewesen sind. Darunter sind auch digitale Corona-Kontaktverfolgungsformulare.<br>\nPers&ouml;nliche Daten von Millionen Restaurant-Besuchern waren im Internet abrufbar. Der Grund daf&uuml;r sind mehrere Sicherheitsl&uuml;cken in den Systemen eines gro&szlig;en deutschen Anbieters f&uuml;r Gastronomie-Software. Die sensiblen Daten lassen teilweise Einblicke in Bewegungs- und Aufenthaltsprofile der betroffenen G&auml;ste zu. Entdeckt hat die L&uuml;cken der Chaos Computer Club (CCC).<br>\nDie Firma Gastronovi mit Sitz in Bremen, deren Server betroffen waren, bietet Restaurants, Bars und Hotels unter anderem Web-L&ouml;sungen f&uuml;r Tischreservierungen, Bestellungen und auch die Kontaktverfolgung im Zuge der Corona-Vorkehrungen an. Nach eigenen Angaben wickelt die Software der Firma jeden Monat 600.000 Reservierungen ab und verarbeitet 96 Millionen Euro Restaurantums&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr\/datenleck-restaurants-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: CCC hackt digitale &ldquo;Corona-Listen&rdquo;<\/strong><br>\nDas Chaos Emergency Response Team (CERT) ist vielen bekannt als das Sanit&auml;ts- und Brandschutz-Team auf Veranstaltungen des CCC. Doch auch in der veranstaltungsfreien Zeit engagiert sich das CERT stets f&uuml;r die Sicherheit seines Umfelds. (&hellip;)<br>\nBei einem gemeinsamen Restaurantbesuch wurden Mitglieder des CERT gebeten, sich in eine digitale &ldquo;Corona-Liste&rdquo; einzutragen. Die gastgebenden Gastronominnen wollten die verpflichtende Datenerfassung offenbar modern und unkompliziert gestalten &ndash; mit Hilfe einer Cloud-Software.<br>\nDeren vollmundige Versprechen &uuml;ber die Sicherheit der erfassten Daten weckten Argwohn und Altruismus des CERT-Teams. Wie erwartet hatte das System akuten Bedarf an Sanit&auml;ts- und Brandschutzma&szlig;nahmen durch Spezialkr&auml;fte des CCC. (&hellip;)<br>\nVerschiedene Schwachstellen erm&ouml;glichten den Zugriff auf insgesamt 87.313 Corona-Kontakterhebungen von 180 Restaurants, die das System aktiv nutzten*.<br>\nIm betroffenen System wurden jedoch nicht nur Corona-Listen, sondern auch Reservierungen, Bestellungen und Kassenums&auml;tze gespeichert. Der Cloud-Service wirbt damit, monatlich &uuml;ber 96 Mio. Euro Umsatz von 7,7 Mio. Kundinnen sowie 600.000 Reservierungen &uuml;ber das System abzuwickeln*. Pers&ouml;nliche Daten von Besucherinnen werden vor allem bei Reservierungen und Corona-Registrierungen erfasst.<br>\nInsgesamt war der Zugriff auf 4,8 Mio. Personendatens&auml;tze aus &uuml;ber 5,4 Mio. Reservierungen m&ouml;glich, wie der Cloud-Service best&auml;tigt*. (&hellip;)<br>\nErstaunt stellte das CERT fest, dass im System personenbezogene Daten gespeichert sind, die teilweise ein ganzes Jahrzehnt zur&uuml;ckreichen. Der Cloud-Service versteht sich als &ldquo;Auftragsverarbeiter&rdquo; und verortet die Verantwortung zur L&ouml;schung bei den Gastronominnen. Die wiederum schienen sich dessen oft nicht bewusst zu sein und vertrauten verst&auml;ndlicherweise auf die Full-Service-Cloud.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2020\/digitale-corona-listen\/\">Chaos Computer Club<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die Polizei und die Corona-G&auml;stelisten: Mit T&auml;uschung in die Vorratsdatenspeicherung?<\/strong><br>\nDie Beschlagnahmung von Corona-G&auml;stelisten in Gastst&auml;tten durch die Polizei ist ein Vertrauensbruch. Auch wenn das Vorgehen durch die Strafprozessordnung gedeckt sein sollte: Es wurde im Vorfeld der Anordnungen ganz anders kommuniziert. Die Praxis bewegt sich in der N&auml;he der Vorratsdatenspeicherung und sie schw&auml;cht die wackelige Rechtfertigung f&uuml;r die ohnehin fragw&uuml;rdigen Daten-Abfragen in Lokalen weiter. Von Tobias Riegel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63227\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Personalst&auml;rke im Juli 2020: Erstmals seit 2013 wieder &uuml;ber 185.000<\/strong><br>\nDie Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist im Juli 2020 erstmals seit sieben Jahren wieder &uuml;ber 185.000 gestiegen. Im vergangenen Monat dienten 54.015 Berufssoldaten, 122.455 Zeitsoldaten und 8.728 Freiwillig Wehrdienst Leistende (FWDL) &ndash; der Anstieg ist fast auschlie&szlig;lich auf die Zahl der Zeitsoldaten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die von 120.845 um rund 1.600 stieg. Insgesamt wuchs die Zahl der Soldaten von 183.466 im Juni auf 185.198 im Juli, damit d&uuml;rfte der Einstellungstermin 1. Juli entscheidend gewesen sein.<br>\nZuletzt hatte die Bundeswehr im Jahr 2013 mehr als 185.000 aktive Soldatinnen und Soldaten (wann genau ist nicht so klar; die Bundeswehr selbst l&ouml;scht ja immer die alten Statistiken, und mein Archiv zeigt f&uuml;r Juni 2013 noch 185.498 Soldaten, im Dezember 2013 war die Zahl dann bereits unter 185.000 gefallen)*.<br>\nFun Fact am Rande: Es gibt eine einzige Zahl, die unver&auml;ndert geblieben ist: Bei den Freiwillig Wehrdienst Leistenden ist im Juli keine einzige Frau hinzugekommen oder gegangen.<br>\nDie am (heutigen) Donnerstag ver&ouml;ffentlichte Statistik f&uuml;r Juli 2020, wie &uuml;blich unter dem immer gleichen Link eingestellt:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2020\/08\/personalstaerke-im-juli-2020-erstmals-seit-2013-wieder-ueber-185-000\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nach dem Putsch<\/strong><br>\nEU will Milit&auml;rausbildung in Mali &bdquo;so schnell wie m&ouml;glich&ldquo; wieder aufnehmen<br>\nDas hat aber nicht lange gedauert: Seitdem am 18. August das Milit&auml;r in Malis Hauptstadt Bamako die Macht &uuml;bernommen hat, haben die EU, Deutschland, Frankreich und die USA den Milit&auml;rputsch &ouml;ffentlich verurteilt und eine R&uuml;ckkehr zur verfassungsgem&auml;&szlig;en Ordnung angemahnt. Dass es sich dabei eher um Lippenbekenntnisse gehandelt hat, konnte man sp&auml;testens ahnen, nachdem die F&uuml;hrer der Putschisten (allesamt M&auml;nner) bereits in ihrer ersten &ouml;ffentlichen Stellungnahme angek&uuml;ndigt hatten, nicht nur mit der UN-Mission MINUSMA, sondern auch mit der EU-Trainingsmission EUTM und der franz&ouml;sischen Anti-Terror-Mission Barkhane weiter zusammenarbeiten zu wollen.<br>\nEs hat dann nur gut eine Woche gedauert, bis die EU-Verteidigungsminister*innen auf ihrem Gipfel in Berlin am 26. August die Forderung nach der R&uuml;ckkehr zur verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung weitgehend haben fallen lie&szlig;en und stattdessen ank&uuml;ndigten, die Ausbildung malischer Soldaten schnellstm&ouml;glich wieder aufzunehmen. Au&szlig;erdem hat der EU-Au&szlig;enbeauftragte Borrell jede Verantwortung f&uuml;r den Putsch zur&uuml;ckgewiesen: &bdquo;Wir bilden keine Streitkr&auml;fte aus, damit sie zu Putschisten werden &hellip; Dieser Staatsstreich steht in keinem Verh&auml;ltnis zu der Ausbildung, die wir den malischen Soldaten anbieten&ldquo;. Gleichzeitig stellte er jedoch fest, dass 90% der malischen Armee im Rahmen der EUTM trainiert worden seien. Von den f&uuml;hrenden Personen des Putsches sei jedoch keiner von &bdquo;uns&ldquo; ausgebildet worden, wohl aber von Russland, den USA und Gro&szlig;britannien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/08\/28\/nach-dem-putsch\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bericht von Interpol zu Plastikabf&auml;llen: Die M&uuml;llmafia boomt<\/strong><br>\nSeit China seine Grenzen f&uuml;r Plastikm&uuml;ll dicht gemacht hat, wird er auf illegalen Kan&auml;len entsorgt. Der meiste Abfall kommt aus Europa.<br>\nDer illegale Handel mit Plastikm&uuml;ll ist weltweit alarmierend angestiegen. Das zeigt ein Bericht, den Interpol am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht hat. Demnach haben illegale M&uuml;lltransporte betr&auml;chtlich zugenommen, seit China Anfang 2018 seine Grenzen f&uuml;r minderwertige Abf&auml;lle geschlossen hat. Seitdem w&uuml;rden die Abfallstr&ouml;me nach S&uuml;dostasien umgeleitet, dort illegal verbrannt oder in verbotene Deponien gekippt.<br>\nDabei gibt es einen &bdquo;Zusammenhang zwischen kriminellen Netzwerken und der legalen Abfallwirtschaft&ldquo;, schreiben die Ermittler in ihrem Bericht. Die M&uuml;llmafia nutzt demnach legale Unternehmen, um Dokumente zu f&auml;lschen oder bei der Registrierung von Abfallmengen zu betr&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bericht-von-Interpol-zu-Plastikabfaellen\/!5710376\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wende im Hohenzollern-Konflikt: Brandenburg f&uuml;r Vergleich mit Preu&szlig;enprinz<\/strong><br>\nBrandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) geht auf die Hohenzollern zu: Das Gerichtsverfahren um eine m&ouml;gliche Millionenentsch&auml;digung und NS-Verstrickungen liegt wieder auf Eis. Was steckt hinter dem Schwenk? [&hellip;]<br>\nMit der Entscheidung von Lange, die der traditionell royal-freundlichen Linie der fr&uuml;heren Brandenburger Ministerpr&auml;sidenten Manfred Stolpe und Matthias Platzeck entspricht, wird eine m&ouml;gliche Millionenentsch&auml;digung nun wieder Teil der gesamten Verhandlungsmasse beim diskreten Poker um einen Vergleich beim Inventar der Schl&ouml;sser.<br>\nUnd es gibt nun bis Herbst 2021 keine &ouml;ffentliche Gerichtsverhandlung, bei denen die Rolle der Hohenzollern im NS-Regime &ndash; die entscheidende Frage f&uuml;r eine Entsch&auml;digung &ndash; im Mittelpunkt stehen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pnn.de\/brandenburg\/wende-im-hohenzollern-konflikt-brandenburg-fuer-vergleich-mit-preussenprinz-\/26121922.html\">PNN<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Annalena Baerbock besucht die CDU: Letzte Ausfahrt Schwarz-Gr&uuml;n?<\/strong><br>\nDie CDU wird 75. Gr&uuml;nen-Chefin Annalena Baerbock bringt einen Strau&szlig; Komplimente mit &ndash; und will auf keinen Fall &uuml;ber das Offensichtliche reden. [&hellip;]<br>\nZur Lobrede auf Buch und Partei ist die Gr&uuml;nen-Chefin Annalena Baerbock geladen, die diese Rolle in dem coronabedingt d&uuml;nn mit Maskierten besetzten kleinen Saal recht aufger&auml;umt nachkommt. Baerbock, geboren 1980 im Gr&uuml;ndungsjahr der Gr&uuml;nen, lobt fast &uuml;berschw&auml;nglich Helmut Kohl f&uuml;r Wiedervereinigung und Maastricht. Die Gr&uuml;nen h&auml;tten 1990 und 1992 gegen die deutsche Einheit und Euro votiert und seien damit auf dem Holzweg gewesen. Das m&uuml;sse sie als Gr&uuml;ne im R&uuml;ckblick mit Demut, eines ihrer Lieblingsworte an diesem Abend, in Erinnerung rufen.<br>\nDie Gr&uuml;nen-Chefin flankiert die Eloge auf die segensreiche Wirkung der CDU &ndash; Westbindung, soziale Marktwirtschaft, Europa &ndash; mit freundlich vorgetragenen Ermahnungen vom Merkels Mittekurs nicht abzuweichen oder wieder zum M&auml;nnerclub zu werden &bdquo;Bei den sieben CDU-Ministerpr&auml;sidenten muss man nicht gendern&ldquo;, so Baerbock.<br>\nAuch die kurz aufflackernde Skepsis in der Unionsfraktion gegen den UN-Migrationspakt fand sie erschreckend. In Sachsen-Anhalt d&uuml;rfe sich nach der Landtagswahl 2021 Th&uuml;ringen, die Ann&auml;herung der Union an die AfD, nicht wiederholen. Allerdings formuliert die Gr&uuml;nen-Chefin dies als Warnung, nicht als H&uuml;rde f&uuml;r eine weitere schwarz-gr&uuml;ne Kooperation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Annalena-Baerbock-besucht-die-CDU\/!5710484\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Westbindung&rdquo;, &ldquo;Wiedervereinigung&rdquo;, &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;, &ldquo;Zukunftsm&auml;rkte&rdquo;, &ldquo;Euro&rdquo;, &ldquo;Marktwirtschaft&rdquo; &ndash; Baerbocks Stichworte aus dem Redenbaukasten der CDU legen eine Schleimspur von Stuttgart bis ins Kanzleramt. Den Gr&uuml;nen ist wirklich nichts mehr peinlich beim Streben nach einem Zipfel der Macht; ein Abklatsch der T&uuml;rkis-Gr&uuml;nen &ouml;sterreichischen Regierung ist in der Mache, bei dem die noch Konservativeren einen Freifahrtschein f&uuml;r noch mehr Deregulierung, Steuersenkungen und Sozialabbau bekommen im Gegenzug f&uuml;r das vage Versprechen auf ein bisschen mehr <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/regierung-oesterreich-oevp-gruene-koalition-kurz-kogler\/\">Umweltschutz<\/a>. Aber wer sich hier noch dar&uuml;ber wundert, dass eine einstmals sozial&ouml;kologisch orientierte, marktwirtschaftskritische Friedenspartei sich f&uuml;r eine weitgehend wirtschaftsliberale EU und Militarismus gegen&uuml;ber den &ouml;stlichen Nachbarn einsetzt, hat die letzten 30 Jahre der immer st&auml;rkeren Rechtsentwicklung und die sieben Jahre Regierungsbeteiligung unter Schr&ouml;der mit von den Gr&uuml;nen legitimierten Kriegen und immer weitergehendem Abbau von Arbeitnehmerrechten und Sozialstaat verpasst. Das Einzige, was die Gr&uuml;nen an Gr&uuml;n-Rot-Rot locken k&ouml;nnte, w&auml;re die Aussicht auf das Kanzleramt &ndash; und mit der Drohung, die Option Schwarz-Gr&uuml;n zu ziehen, w&uuml;rden die Gr&uuml;nen eine solche Koalition weit nach Rechts ziehen. F&uuml;r die Zukunft und die n&auml;chste Bundesregierung sehe ich ganz schwarz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wer ist regierungsf&auml;hig?<\/strong><br>\nObwohl die Umfragen eine Mehrheit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bundestag nicht hergeben, wird schon kr&auml;ftig gegen ein solches B&uuml;ndnis Stimmung gemacht. Und linke Politiker werden vom deutschen Rudeljournalismus mit der Frage konfrontiert, ob DIE LINKE regierungsf&auml;hig sei. Hier einige Pr&uuml;fsteine:\n<ol>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie keine deutschen Waffen an Kriegsparteien liefert und bei Mord und Totschlag nicht zur Mitt&auml;terin wird.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie die Bundeswehr nicht in v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege schickt.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie, wie einst die Sozialdemokraten, f&uuml;r ein B&uuml;ndnis der kollektiven Sicherheit unter Einbeziehung Russlands eintritt und erkennt, dass die Nato von den USA zu einem milit&auml;rischen Interventionsb&uuml;ndnis entwickelt wurde und zur Einkreisung Russlands und Chinas missbraucht wird.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie die wachsende Ungleichheit bek&auml;mpft und Artikel 20 Grundgesetz (&bdquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat&ldquo;) folgend f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, Renten, bessere soziale Leistungen und ein gerechtes Steuersystem eintritt.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie im Sinne einer fairen nachbarschaftlichen Zusammenarbeit auch die Interessen der anderen europ&auml;ischen L&auml;nder sieht und das durch Hartz IV eingeleitete, die europ&auml;ische Zusammenarbeit schwer besch&auml;digende, Lohndumping beendet.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie auf europ&auml;ischer Ebene f&uuml;r Demokratie eintritt und der Bevormundung s&uuml;deurop&auml;ischer Staaten durch Troika, Europ&auml;ische Zentralbank, Internationalen W&auml;hrungsfonds und Europ&auml;ischer Kommission widerspricht.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie erkennt, dass ein auf Gewinn- und Umsatzsteigerung orientiertes Wirtschaftssystem zwangsl&auml;ufig zur Zerst&ouml;rung der Umwelt f&uuml;hrt.<\/li>\n<li>Regierungsf&auml;hig ist eine Partei, wenn sie beim Eintritt in die Regierung Charakter zeigt und nicht ihre Grunds&auml;tze und ihre Wahlversprechen aufgibt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Regierungsf&auml;hig ist also, wie man schnell erkennt, in der neoliberalen &Auml;ra von Krieg und Ausbeutung von den im Bundestag vertretenen Parteien allenfalls die Partei DIE LINKE. Lediglich beim letzten Punkt lassen Politiker der LINKEN Zweifel aufkommen, ob sie das eigene Programm noch kennen und &uuml;ber das notwendige Stehverm&ouml;gen gegen&uuml;ber dem neoliberalen, Sozialabbau und Kriege bef&uuml;rwortenden Mainstream, dem auch der Rudeljournalismus folgt, verf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3344896738905103\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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