{"id":6423,"date":"2010-08-09T14:04:37","date_gmt":"2010-08-09T12:04:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6423"},"modified":"2014-02-25T10:54:44","modified_gmt":"2014-02-25T09:54:44","slug":"liberalitas-bavariae-adieu-oder-die-risiken-der-direkten-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6423","title":{"rendered":"Liberalitas Bavariae adieu &#8211; oder die Risiken der direkten Demokratie"},"content":{"rendered":"<p>Ausgerechnet diese einst aufm&uuml;pfigen und liberalen Bayern in ihrem &bdquo;Freistaat&ldquo;, wo sozusagen Schnupftabak und Gesteckpfeife zum Kulturerbe geh&ouml;ren, haben nun f&uuml;r ein absolutes Rauchverbot gestimmt. Es ist geradezu paradox, dass nunmehr, statt gegen staatliche Ge- und Verbote aufzum&uuml;pfen, umgekehrt die Bayern ausgerechnet vom Staat Verbote fordern. Und das, obwohl der Staat, mit &Uuml;berwachungskameras, Telefondatenspeicherung, Internet&uuml;berwachung, Einschr&auml;nkung der Versammlungsfreiheit ihre Freiheit und Selbstbestimmung in den letzten Jahren erheblich eingeschr&auml;nkt hat, und mit der Begr&uuml;ndung von Terrorismusbek&auml;mpfung oder Sozialmissbrauch der  Staat peu &aacute; peu in die urliberalen Freiheitsrechte eingreift. Die Rauchverbotsbef&uuml;rworter erzwingen mit einer demokratischen Abstimmung die Realisierung ihrer eigenen Werte und Prinzipien, die sie f&uuml;r unabdingbar erkl&auml;ren, als Gesetz, ohne jedoch die Handlungsfolgen ihrer Forderungen zu &uuml;berdenken. Diese Gesinnungsethik ist eine h&ouml;chst bedenkliche Entwicklung. Wenn erst einmal das Klima f&uuml;r eine Akzeptanz von Verboten in der Gesellschaft geschaffen ist, ist es ein Leichtes weitere Verbote einzuf&uuml;hren und die Gesellschaft zu g&auml;ngeln. Von Christine Wicht<br>\n<!--more--><br>\nDen Bayern eilt der Ruf nach, eigensinnig, eigenbr&ouml;dlerisch und mitunter auch irrational patriotisch, auf jeden Fall aber gem&uuml;tlich zu sein. Besonders w&auml;hrend des preu&szlig;isch gef&uuml;hrten Kaiserreichs reagierten die Bayern empfindlich auf Anordnungen von &bdquo;oben&ldquo; und es gibt immer noch Bewegungen, die aus der heutigen Bayerischen Verfassung und aus dem Grundgesetz juristische Wege zur Eigenstaatlichkeit ableiten. Die Redensart &bdquo;mia san mir&ldquo; dr&uuml;ckt nichts anderes aus, als dass sich die Bayern selbst gen&uuml;gen und sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen. Diese Einstellung haben die Bayern in der Vergangenheit auch gelebt, immer wieder haben sie der Obrigkeit gezeigt, &bdquo;wo der Bartl den Most holt&ldquo;.  Der Franz Xaver Krenkl, mehrfacher Sieger bei den ber&uuml;hmten Oktoberfest-Pferderennen, lie&szlig; sich den Schneid von der Obrigkeit nicht abkaufen. Er wagte es mit seiner Kutsche die des K&ouml;nigs zu &uuml;berholen. Als K&ouml;nig Ludwig I. ihm zurief, er wisse wohl anscheinend nicht, dass das Vorfahren verboten sei, erwiderte Krenkel frech: &bdquo;Wer ko, der ko!&ldquo; (Wer kann, der kann). Dieser Spruch steht heute noch in Bayern f&uuml;r Zivilcourage, Respektlosigkeit und anarchistische Lebensart. <\/p><p>Die Bayern sind stolz auf ihre Landschaft, ihre Traditionen, ihr Bier und ihre Kultur und ganz besonders auf ihre Wirtshauskultur. Als K&ouml;nig Ludwig I. am 1. M&auml;rz 1844 per Erlass den staatlich festgesetzten Bierpreis um 1 Pfennig erh&ouml;hte, rebellierten die M&uuml;nchner. Eine Brotpreiserh&ouml;hung hatten die B&uuml;rger kurz vorher noch hingenommen, aber der &bdquo;Bierpfenning&ldquo; ging ihnen zu weit. Dagegen revoltierten etwa zweitausend B&uuml;rger, st&uuml;rmten die M&uuml;nchner Brauereien, warfen Fensterscheiben ein und demolierten das Mobiliar. Selbst das herbeigerufene Milit&auml;r verweigerte alle Befehle (letztendlich waren sie ja auch selbst von der Bierpreiserh&ouml;hung betroffen). Am 5. M&auml;rz 1844 musste der K&ouml;nig schlie&szlig;lich einlenken, nahm die Bierpreiserh&ouml;hung zur&uuml;ck und verf&uuml;gte im Oktober des selben Jahres f&uuml;r das M&uuml;nchner Hofbr&auml;uhaus gar eine Herabsetzung des Bierpreises &bdquo;um dem Milit&auml;r und der arbeitenden Klasse einen gesunden und wohlfeilen Trunk zu bieten.&ldquo; Selbst Friedrich Engels hat die Bierrevolution seinerzeit derart imponiert, dass er in einem Kommentar im Northern Star unter dem Titel &bdquo;Beer Riots in Bavaria&ldquo;, an die Volksmassen appellierte, &bdquo;&hellip; dass es ebenso einfach ist, ihr [der Obrigkeit] auch bei wichtigeren Angelegenheiten das F&uuml;rchten zu lehren.&ldquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/lexikon.freenet.de\/M%C3%BCnchner_Bierrevolution\">lexikon.freenet.de<\/a>)<\/p><p>Eine subversive Ecke ist das Bayernland bekannterma&szlig;en nicht, das haben die Bayern mit ihrer jahrzehntelangen und unersch&uuml;tterlichen CSU-Treue unter Beweis gestellt. Die allj&auml;hrliche Bierpreiserh&ouml;hung auf der Wies&rsquo;n, dem Oktoberfest, ist kein Anlass mehr f&uuml;r eine Revolte. Und die romantisch verkl&auml;rte bayerische Idylle mit Schuplattler, Gams oder der sch&ouml;nen Sennerin im Dirndl, die zur Zeit der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhunderts den seinerzeit vorwiegend landwirtschaftlich gepr&auml;gten S&uuml;den Deutschlands charakterisierte, geh&ouml;rt sp&auml;testens seit dem Slogan &bdquo;Laptop und Lederhose&ldquo; der Vergangenheit an. Der Wandel Bayerns vom Agrar- und Hightech-Standort ist inzwischen weit &uuml;ber die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. <\/p><p><strong>Liberalitas Bavariae adieu<\/strong><\/p><p>Ausgerechnet diese einst aufm&uuml;pfigen und liberalen Bayern in ihrem &bdquo;Freistaat&ldquo;, wo sozusagen Schnupftabak und Gesteckpfeife zum Kulturerbe geh&ouml;ren, haben nun f&uuml;r ein absolutes Rauchverbot gestimmt. Es ist geradezu paradox, dass nunmehr, statt gegen staatliche Ge- und Verbote aufzum&uuml;pfen, umgekehrt die B&uuml;rger ausgerechnet vom Staat Verbote fordern. Und das, obwohl der Staat, mit &Uuml;berwachungskameras, Telefondatenspeicherung, Internet&uuml;berwachung, <a href=\"?p=3190\">Einschr&auml;nkung der Versammlungsfreiheit<\/a> ihre Freiheit und Selbstbestimmung in den letzten Jahren erheblich eingeschr&auml;nkt hat und mit der Begr&uuml;ndung von Terrorismusbek&auml;mpfung oder Sozialmissbrauch peu &aacute; peu in die urliberalen Freiheitsrechte eingreift. Die Rauchverbotsbef&uuml;rworter erzwingen mit einer demokratischen Abstimmung die Durchsetzung ihrer pers&ouml;nlichen Werte und Prinzipien, die sie f&uuml;r unabdingbar erkl&auml;ren, per Gesetz, ohne R&uuml;cksicht auf Gewohnheiten, Befindlichkeiten oder innere Einstellungen Anderer oder zumindest einer beachtlichen Minderheit. <\/p><p>Diese gesinnungsethische Durchsetzung eigener Werte und Prinzipien mittels des Staates gegen&uuml;ber anderen ist eine h&ouml;chst bedenkliche Entwicklung. Wenn erst einmal das Klima f&uuml;r eine Akzeptanz von moralischen oder pseudomoralischen Verboten und Geboten in der Gesellschaft geschaffen ist, werden weitere G&auml;ngeleien und Bervormundungen im Namen gesinnungsethischer Prinzipien folgen. Wir haben es im Fall des absoluten Rauchverbots nicht etwa mit den Merkmalen einer Demokratur zu tun, also der derzeit oft beklagten zu geringen M&ouml;glichkeiten der Einflussnahme der Bev&ouml;lkerung auf politische Entscheidungen der demokratisch gew&auml;hlten Volksvertreter, ganz im Gegenteil: das Volk selbst hat in einem Plebiszit f&uuml;r das absolute Rauchverbot votiert. <\/p><p>Bei allem Verst&auml;ndnis f&uuml;r die berechtigte Kritik an der Bundes- oder Landesregierung und die Einf&uuml;hrung von Gesetzen, die nicht mit dem Willen des Volkes &uuml;bereinstimmen und das daraus wachsende Bed&uuml;rfnis der Bev&ouml;lkerung nach einer direkten Demokratie, zeigt das Beispiel der Abstimmung &uuml;ber das Rauchverbot, dass auch die Nachteile der Plebiszite bedacht werden m&uuml;ssen. Durch die direkte Demokratie k&ouml;nnen Minderheiten und Minderheitenrechte gef&auml;hrdet werden. Plebiszite k&ouml;nnen zu Spaltungen, zu &uuml;berzogenen Einschr&auml;nkungen, ja sogar zur Diskriminierung von Minderheiten innerhalb einer Gesellschaft (hier zwischen Rauchern und Nichtrauchern) f&uuml;hren. Mit undifferenzierten Ja-Nein-Entscheidungen k&ouml;nnen sich die Gr&auml;ben innerhalb einer Gesellschaft derart vertiefen, dass Kompromisse nicht mehr m&ouml;glich sind. Heribert Prantl hat einem Artikel in der S&uuml;ddeutschen Zeitung, die Vor- und Nachteile von Plebiszits er&ouml;rtert: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Das Plebiszit kann die Demokratie aber auch zerst&ouml;ren, wenn es die individuellen B&uuml;rger- und Menschenrechte missachtet. Das Plebiszit kann also etwas Wunderbares sein, wenn es ein Ausdruck einer kollektiven Verantwortung f&uuml;r das Gemeinwesen ist, einer Verantwortung, die sich nicht darauf beschr&auml;nkt, alle paar Jahre ein Parlament zu w&auml;hlen. Das Plebiszit kann aber auch etwas Furchtbares sein,  wenn sich darin nur die Egoismen addieren und Vorurteile gegen&uuml;ber Minderheiten verfestigen.&ldquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/direkte-demokratie-minarette-und-zigaretten-1.145921\">www.sueddeutsche.de<\/a>).<\/p><\/blockquote><p><strong>Eine Kampagne zur pers&ouml;nlichen Profilierung<\/strong><\/p><p>Sebastian Frankenberger von der &ouml;kologisch-demokratischen Partei (&ouml;dp), hat im letzten Jahr das Volksbegehren f&uuml;r ein absolutes Rauchverbot in Bayern initiiert. Frankenberger ist ehemaliger Mathematik-, Physik-Student auf Lehramt und Theologie-Student, jeweils ohne Abschluss, mit einer Ausbildung zum Notfallseelsorger und zum Fremdenf&uuml;hrer, er versuchte sich auch als Kost&uuml;mtheater-F&uuml;hrer und m&ouml;chte 2020 B&uuml;rgermeister seiner Heimatstadt Passau werden. Mit dem pers&ouml;nlichen Feldzug gegen die Raucher konnte sich Frankenberger profilieren. Er hatte die Medien auf seiner Seite und l&auml;sst sich nun als Pionier f&uuml;r ein absolutes Rauchverbot in Bayern feiern. Bereits nach vier Wochen hatten 27.318 B&uuml;rger das Volksbegehren unterschrieben, daraufhin wurde ein Volksentscheid herbeigef&uuml;hrt. Am 4. Juli 2010 gingen lediglich 37,7% der Bayern zur Abstimmung, 62,3% der Bayern war es anscheinend egal, ob die bestehende Rauchverbotsl&ouml;sung beibehalten oder ein absolutes Rauchverbot eingef&uuml;hrt werden soll. 61% der wahlberechtigten B&uuml;rger, die zur Wahl gingen, stimmten f&uuml;r das absolute Rauchverbot ohne Ausnahmen und 39% stimmten dagegen. Somit haben lediglich knapp ein Viertel der Bayern f&uuml;r das absolute Rauchverbot gestimmt und nicht wie des &Ouml;fteren in der Presse behauptet wurde, die Mehrheit der Bayern. <\/p><p>Infolge der Einf&uuml;hrung des strikten Rauchverbots der CSU im Jahr 2007 regte sich heftiger Widerstand bei Gastwirten und Rauchern. Nach der herben Wahlniederlage der CSU bei der Landtagswahl im Herbst 2008 wurde das Rauchverbot von der nun regierenden bayerischen CSU-FDP-Koalition wieder gelockert. Es wurden beispielsweise Raucherclubs zugelassen, es durfte auf Volksfesten geraucht werden und manche Lokale haben das Rauchen erlaubt nachdem die K&uuml;che geschlossen war oder richteten separate Raucherzimmer ein. Das war der &ouml;dp zu liberal, sie ist zu einem beispiellosen Feldzug gegen die Raucher angetreten und hofft in ihrem H&ouml;henflug, dass sich andere Bundesl&auml;nder dem bayerischen Totalverbot anschlie&szlig;en. Es ist merkw&uuml;rdig, dass die CSU die Kampagne der &ouml;dp einfach hat laufen lassen, ohne ihr eigenes Gesetz zu verteidigen. Das zeugt einmal mehr vom mangelnden R&uuml;ckgrat der bayerischen Regierung, insbesondere weil der vorhergehende Eiertanz der CSU um das Rauchverbot bei den B&uuml;rgern weitgehend auf Unverst&auml;ndnis gesto&szlig;en ist. Nach dem Volksentscheid sagte die bayerische FDP-Generalsekret&auml;rin Miriam Gru&szlig;: <\/p><blockquote><p>&ldquo;Das Wegducken beim Rauchverbot war leider wieder mal ein Fall, in dem die CSU eine zuvor getroffene Koalitionsentscheidung nicht nachdr&uuml;cklich vertreten hat.&ldquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur-online.de\/nachrichten\/politik\/rauchverbot-fdp-streit-koalition-mm-829478.html\">www.merkur-online.de<\/a>).<\/p><\/blockquote><p>Durch die Reglosigkeit der CSU ist der Eindruck entstanden, als sei ihr die Anti-Raucherkampagne der &ouml;dp gerade recht gekommen. Denn nun ist nahezu der vorherige Zustand des bayerischen Rauchverbots wieder hergestellt. Besser h&auml;tte es f&uuml;r die CSU gar nicht laufen k&ouml;nnen, nun ist sie politisch nicht mehr verantwortlich. <\/p><p><strong>Vorschub f&uuml;r den Pr&auml;ventionsstaat nicht nur in Bayern<\/strong><\/p><p>Zwar haben die Rauchverbotsbef&uuml;rworter einen Sieg errungen haben, doch es besteht die Gefahr, dass im Klima der ma&szlig;regelnden Konformit&auml;t der N&auml;hrboden bereitet wird, auf dem Intoleranz gedeiht und eine demokratische Kultur der Toleranz autorit&auml;ren Verboten weicht. Die Bef&uuml;rworter des absoluten Rauchverbots fordern vom Staat strenge Gesetze gegen andere Mitb&uuml;rger, sie bedienen sich des Staates um ihre Gesinnung gegen andere durchzusetzen. Das sind Merkmale eines Pr&auml;ventionsstaats, der das von einer (kleinen) Mehrheit gew&uuml;nschte Verhalten per Gesetz erzwingt. Wie weit dieses verhaltenssteuernde Denken schon vorangekommen ist, belegen etwa  Vorstellungen der EU-Kommission zu einer rauchfreien EU.<\/p><p><strong>Die Empfehlungen der EU-Kommission zu einer rauchfreien EU<\/strong><\/p><p>Die EU-Kommission hat am 30. November 2009 Empfehlungen f&uuml;r ein rauchfreies Europa an das Europ&auml;ische Parlament und den Rat <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=5&amp;ved=0CC0QFjAE&amp;url=http%3A%2F%2Feur-lex.europa.eu%2FLexUriServ%2FLexUriServ.do%3Furi%3DOJ%3AC%3A2009%3A296%3A0004%3A0014%3ADE%3APDF&amp;rct=j&amp;q=EU%20empfiehlt%20kostenlose%20Telefonhotline%20f%C3%BCr%20Beschwerden%20rauchverbot&amp;ei=O9I9TMX5GYGWOO26iKcP&amp;usg=AFQjCNHQ9SSwp9-J5uxRYO1pHYPP73DBdQ\">ver&ouml;ffentlicht<\/a> und beruft sich dabei auf das Rahmen&uuml;bereinkommen zur Eind&auml;mmung des Tabakgebrauchs der Weltgesundheitsorganisation <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CBYQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.smokefreepartnership.eu%2FIMG%2Fpdf%2FGerman.pdf&amp;rct=j&amp;q=Rahmen%C3%BCbereinkommen%20zur%20Eind%C3%A4mmung%20des%20Tabakgebrauchs%20der%20Weltgesundheitsorganisation&amp;ei=sg9QTJG-N4GiOJCX2b0B&amp;usg=AFQjCNHg60Vk4fx4-cjgtMxCb3zxbAr4Bg&amp;sig2=6OLEl_VxTCS1qqjuNOucQQ\">vom Januar 2008<\/a>. <\/p><p>Die Medien berichteten nahezu unisono &uuml;ber die Gefahren des Rauchens, des Passivrauchens, die Intoleranz und R&uuml;cksichtslosigkeit der Raucher. Der Erfolg der direkten Demokratie ist abh&auml;ngig vom Verhalten der Medien, die mit Kampagnen die Menschen beeinflussen. Der Rat der Europ&auml;ischen Union r&auml;t in seinen Empfehlungen f&uuml;r ein rauchfreies Europa deshalb vor allem auch die Medien in die Antiraucherkampagne einzubinden:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Sch&auml;rfung des Bewusstseins der &Ouml;ffentlichkeit und der Meinungsf&uuml;hrer f&uuml;r die Risiken der Belastung durch Tabakrauch in der Umgebungsluft mittels kontinuierlicher Informationskampagnen stellt eine der Hauptaufgaben der &ouml;ffentlichen Beh&ouml;rden und ihrer Partner in der Zivilgesellschaft dar, um so sicherzustellen, dass die &Ouml;ffentlichkeit die gesetzgeberischen Ma&szlig;nahmen versteht und unterst&uuml;tzt. Unternehmen, Hotel- und Gastst&auml;ttenverb&auml;nde, Arbeitgeberverb&auml;nde, Gewerkschaften, die Medien, Gesundheitsfachkr&auml;fte, Organisationen zur Vertretung der Interessen von Kindern und Jugendlichen, Lehreinrichtungen oder religi&ouml;se Einrichtungen, die Forschung und die &Ouml;ffentlichkeit sind dabei die Hauptakteure. Zu den Sensibilisierungsma&szlig;nahmen sollte die Befragung betroffener Unternehmen und anderer Organisationen und Einrichtungen w&auml;hrend der Ausarbeitung der entsprechenden Rechtsvorschriften z&auml;hlen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Der gr&ouml;&szlig;te Lump im ganzen Land ist immer noch der Denunziant&rdquo;<\/strong><br>\n(Zitat: Hoffmann von Fallersleben)<\/p><p>In den Empfehlungen der Europ&auml;ischen Union &uuml;ber rauchfreie Umgebungen wird unter Punkt 45 die Rolle der Gesellschaft ausgef&uuml;hrt. Die EU-Kommission beabsichtigt die Einf&uuml;hrung von Geldstrafen bei Verletzung des Rauchverbots und die Einrichtungen von &bdquo;Denunziantentelefonen&ldquo; in den EU-Staaten. Dies ist zum einen eine kosteng&uuml;nstige L&ouml;sung und zum anderen ist nicht der Staat bzw. die Polizei die erstentscheidende Instanz f&uuml;r eine Sanktionierung des nonkonformen Verhaltens, sondern ein einzelnes Gesellschaftsmitglied. Es ist zu erwarten, dass sich die Wahrscheinlichkeit zu denunzieren erh&ouml;ht, wenn weder zur denunzierten Person bzw. noch zum Lokal ein pers&ouml;nlicher Kontakt besteht, da der Denunziant keine Repressalien zu erwarten hat. George Orwell hat in seinem Roman &bdquo;1984&ldquo; die totale soziale Kontrolle beschrieben, der sich der Einzelne nicht mehr zu entziehen vermag und die durch eine permanente &Uuml;berwachung des Individuums erfolgt. Davon sind wir, wie die folgende Textstelle des EU-Dokuments belegt, nicht mehr weit entfernt: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Wirksamkeit eines &Uuml;berwachungs- und Durchsetzungsprogramms wird durch die Einbeziehung der &Ouml;ffentlichkeit in das Programm verst&auml;rkt. Gewinnt man die Unterst&uuml;tzung der &Ouml;ffentlichkeit und ermutigt man ihre Mitglieder dazu, die Einhaltung der Rechtsvorschriften zu beobachten und Verst&ouml;&szlig;e zu melden, so wird die Reichweite der Durchsetzungsorgane erheblich erweitert, und die Durchsetzung wird weniger aufwendig. In vielen L&auml;ndern stellen Beschwerden aus der Bev&ouml;lkerung in der Tat das Hauptmittel zur Sicherstellung der Einhaltung der Rechtsvorschriften dar. Aus diesem Grund sollten die Rechtsvorschriften f&uuml;r eine rauchfreie Umwelt festlegen, dass Einzelpersonen Beschwerden einreichen d&uuml;rfen, und sie sollten jede Person oder nichtstaatliche Organisation dazu erm&auml;chtigen, t&auml;tig zu werden, um die Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Belastung durch Tabakrauch in der Umgebungsluft zu erzwingen. Im Durchsetzungsprogramm sollte eine kostenlose Telefonhotline f&uuml;r Beschwerden oder ein &auml;hnliches System vorgesehen werden, um die &Ouml;ffentlichkeit zur Meldung von Verst&ouml;&szlig;en zu ermutigen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger sagte gegen&uuml;ber Report M&uuml;nchen: <\/p><blockquote><p>&ldquo;Jeder B&uuml;rger soll sich an dieser Operation in sofern beteiligen, als er diese Leute denunziert. Also das m&uuml;ssen Sie sich einmal vorstellen, das gibt es nur in totalit&auml;ren Regimen so etwas, das ist ja Wahnsinn.&rdquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/das-erste\/report-muenchen\/report-muenchen-nichtraucherschutz-ID1267788592989.xml\">www.br-online.de<\/a>).<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Heute wir, morgen Ihr&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das war das Motto einer M&uuml;nchner Old- und Youngtimerinitiative gegen die Feinstaubzone. Vor kurzem waren es die Besitzer von historischen Altfahrzeugen, die wegen der Umsetzung des Luftreinhalteplans der EU in der Presse als &bdquo;Stinker&ldquo; und r&uuml;cksichtslose Umwelts&uuml;nder diffamiert wurden. Auch hier wurde eine weitgehende Akzeptanz durch die Medien in der Bev&ouml;lkerung daf&uuml;r geschaffen, dass Altfahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und durch Neufahrzeuge ersetzt werden m&uuml;ssen. Heute sind es die Raucher, die in den Medien diskreditiert werden. Wer ist die n&auml;chste Gruppe? Sind es die Dicken oder gar die Sportler, weil sie wegen ihrer Sportverletzungen ein untragbarer Kostenfaktor f&uuml;r die Beitragszahler der Krankenkassen sind und diese zu h&ouml;heren Beitr&auml;gen zwingt? Oder sind es etwa diejenigen, die nachweislich keinen Sport treiben? Wie w&uuml;rde wohl dar&uuml;ber im Volk entschieden werden, wenn wegen der Feinstaubbelastung Grillen im Garten oder Feuerwerk an Silvester oder wegen der Dioxinbelastung offene Kaminfeuer verboten w&uuml;rde? So k&ouml;nnten beispielsweise Skifahren und Bergsteigen aus Umweltschutzgr&uuml;nden oder Sonnenbaden wegen des Hautkrebsrisikos und der dadurch erh&ouml;hten Gesundheitskosten verboten und Zuwiderhandlungen ebenfalls unter Strafe gestellt werden. Vielleicht ist es der Bierausschank, der als n&auml;chstes in den Fokus der Gesundheitsapostel r&uuml;ckt? M&uuml;sste nicht etwa auch die individuelle Mobilit&auml;t mittels Autoverkehr drastisch eingeschr&auml;nkt werden, weil dadurch nachweislich tausende Menschen get&ouml;tet und Hundertausende in ihrer Gesundheit beeintr&auml;chtigt werden? <\/p><p>Schon jetzt geht der EU-Kommission das Rauchverbot in &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden und Lokalen nicht weit genug. Als weitere Empfehlung hat sie deshalb unter anderem die Verminderung der Belastung durch Tabakrauch in der Umgebungsluft von privaten Haushalten im Visier, au&szlig;erdem wird der vom Rauchverbot betroffene &ouml;ffentliche Raum derart weit gefasst, dass es wohl bald verboten sein wird, auf der Terrasse, dem Balkon oder im Park zu rauchen. Unter Punkt 11 der Empfehlungen der EU-Kommission steht:<\/p><blockquote><p>Strategien zur Schaffung rauchfreier Umgebungen sollten geeignete Instrumente umfassen, die bei der Bek&auml;mpfung des Rauchens ein sektor&uuml;bergreifendes Vorgehen erm&ouml;glichen. Auch sollten Geldbu&szlig;en der sonstige Geldstrafen f&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e festgelegt werden. W&auml;hrend die H&ouml;he dieser Strafen notwendigerweise die speziellen Verfahrensweisen und Gepflogenheiten eines jeden Landes widerspiegelt, sollten mehrere Grunds&auml;tze die Entscheidung leiten. Haupts&auml;chlich gilt es zu beachten, dass die Strafen ausreichend hoch angesetzt werden, um Personen von Verst&ouml;&szlig;en abzuhalten, sonst werden sie von Zuwiderhandelnden nicht zur Kenntnis genommen oder nur als laufende Gesch&auml;ftskosten angesehen. Zur Verhinderung von Verst&ouml;&szlig;en sollten f&uuml;r Unternehmen h&ouml;here Strafen gelten als f&uuml;r einzelne Raucher, die in der Regel &uuml;ber weniger Mittel verf&uuml;gen. Das Strafma&szlig; sollte bei wiederholten Verst&ouml;&szlig;en erh&ouml;ht werden und den nationalen Sanktionen bei anderen, vergleichbar <strong>schweren Vergehen<\/strong> entsprechen.<\/p><\/blockquote><p>In Punkt 18 hei&szlig;t es weiter:<\/p><blockquote><p>(&hellip;) dass es wichtig ist, den Begriff in Rechtsvorschriften so weit wie m&ouml;glich zu fassen. Die verwendete Definition sollte alle &Ouml;rtlichkeiten umfassen, die f&uuml;r die Allgemeinheit zug&auml;nglich sind, sowie &Ouml;rtlichkeiten, die gemeinschaftlich genutzt werden, unabh&auml;ngig von den Eigentumsverh&auml;ltnissen oder dem Zugangsrecht.<\/p><\/blockquote><p>In Artikel 19 wird der Schutz vor Tabakrauch an Arbeitspl&auml;tzen in geschlossenen R&auml;umen und an &ouml;ffentlichen Orten gefordert:<\/p><blockquote><p>Da es m&ouml;glicherweise unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der Definition von &bdquo;Innenr&auml;umen&ldquo; gibt, sollten die Erfahrungen verschiedener L&auml;nder bei der Definition dieses Begriffs besonders ausgewertet werden. Die Definition sollte so umfassend und klar wie m&ouml;glich sein, und es sollte bei der Definition darauf geachtet werden, dass keine Listen erstellt werden, die so interpretiert werden k&ouml;nnen, dass m&ouml;glicherweise betroffene &bdquo;Innenr&auml;ume&ldquo; ausgenommen sind. Es wird empfohlen, &bdquo;Innenr&auml;ume&ldquo; (oder &bdquo;geschlossene R&auml;ume&ldquo;) so zu definieren, dass sie jeden Raum umfassen, der &uuml;berdacht und von einer oder mehreren W&auml;nden oder Trennfl&auml;chen umschlossen ist, unabh&auml;ngig davon, welches Baumaterial f&uuml;r Dach, W&auml;nde oder Trennfl&auml;chen verwendet wurde und unabh&auml;ngig davon, ob der Bau dauerhaft oder vor&uuml;bergehend errichtet wurde.<\/p><\/blockquote><p>Doch damit nicht genug, in Punkt 24 soll gew&auml;hrleistet werden,<\/p><blockquote><p>dass alle geschlossenen &ouml;ffentlichen Orte, alle Arbeitspl&auml;tze in geschlossenen R&auml;umen, alle &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel und m&ouml;glicherweise sonstige &ouml;ffentliche Orte (im Freien oder teils im Freien) frei von jeglicher Belastung durch Tabakrauch in der Umgebungsluft sind. Es sind keine Ausnahmen auf der Grundlage gesundheitlicher oder rechtlicher Argumente zul&auml;ssig. Falls Ausnahmen auf der Grundlage anderer Argumente in Betracht gezogen werden m&uuml;ssen, sollten diese minimal sein. In Artikel 8 wird dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r den Fall, dass eine Vertragspartei nicht in der Lage sein sollte, den allgemeinen Schutz sofort zu erreichen, die st&auml;ndige Verpflichtung festgeschrieben, so schnell wie m&ouml;glich alle Ausnahmen zu beseitigen und den Schutz allgemeing&uuml;ltig zu machen. Jede Vertragspartei sollte sich darum bem&uuml;hen, den allgemeing&uuml;ltigen Schutz innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem f&uuml;r sie geltenden Inkrafttreten des WHO-Rahmen&uuml;bereinkommens bereitzustellen.<\/p><\/blockquote><p>Es ist kein neuer Gedanke mit der Einf&uuml;hrung von Normen eine soziale Kontrolle zu etablieren. Das absolute Rauchverbot kann sich zu einem solchen Mittel in der gesamten Europ&auml;ischen Union entwickeln. Mit fragw&uuml;rdigen &Uuml;berwachungsmechanismen und Sanktionsma&szlig;nahmen sollen Raucher k&uuml;nftig zu einem normgerechten Verhalten gezwungen werden. Die Kontrolle erfolgt u.a. mittels denunzierender Mechanismen, wobei einige Gesellschaftsmitglieder andere gef&uuml;gig machen k&ouml;nnen sollen, ihre f&uuml;r &bdquo;richtig&ldquo; befundenen Regeln und Verhaltensweisen im Kollektiv zu leben. Abweichendes Verhalten bzw. Zuwiderhandlungen sollen mit Geldstrafen geahndet werden, um ebenfalls ein gesellschaftskonformes Verhalten zu erzielen. Diese dann nicht mehr nur soziale Kontrolle verursacht mittels autorit&auml;rer Verbote, der Fremdbestimmung der Gesellschaftsmitglieder und der Machtaus&uuml;bung des Staates neue Konflikte. Das gilt besonders im Fall des Rauchverbots, da das Argument des Gesundheitsrisikos  von den Rauchern kaum in Frage gestellt werden kann. Es ist aufgrund des gesamtgesellschaftlichen Drucks nicht mehr m&ouml;glich eine abweichende Meinung zu vertreten und die pers&ouml;nliche Lebensf&uuml;hrung zu wahren. <\/p><p><strong>Einstieg in den Pr&auml;ventivstaat<\/strong><\/p><p>Die franz&ouml;sische Revolution und das Zeitalter der Aufkl&auml;rung im 17. und 18. Jahrhundert waren der Beginn eines deutlich einschneidenden Wandels der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse. Die Entwicklung war gepr&auml;gt durch die Ausrichtung, das Denken der Menschen auch innerhalb der Gesellschaft mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und &uuml;berholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und in der Bev&ouml;lkerung eine Akzeptanz f&uuml;r das neu erworbene Wissen zu schaffen. Es wurden die auf dem Glauben an Autorit&auml;ten beruhenden Denkweisen kritisch hinterfragt und die Forderung aufgestellt sich &bdquo;seines eigenen Verstandes zu bedienen&ldquo;, denn der aufgekl&auml;rte Mensch soll nicht mehr an die Vorgaben der Obrigkeiten oder Zw&auml;nge von Mode und Zeitgeist gebunden sein, sondern sein Leben und Denken selbst bestimmen. Dieses Zeitalter war pr&auml;gend f&uuml;r die westlichen Gesellschaften. Doch die momentane gesellschaftliche Entwicklung geht offenbar in eine andere Richtung. Setzt sich diese Entwicklung fort, f&uuml;hrt dies zunehmend zu einer Unterordnung des Verhaltens des Einzelnen unter einen wie auch immer festgestellten Gemeinschaftswillen. Das sind im Kern Wesensz&uuml;ge eines totalit&auml;ren Regimes. Benjamin Franklin sagte: &bdquo;Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.&ldquo; Die Freiheit stirbt bekannterma&szlig;en scheibchenweise. Erst wenn wir die Freiheit verloren haben, werden wir den Wert der Freiheit erkennen. Dann ist es zu sp&auml;t. Wir sollten deshalb aufpassen, dass uns von sp&auml;teren Generationen nicht vorgeworfen werden kann, dass wir mit unserem eigenen Handeln dazu beigetragen haben, Freiheit durch Bevormundung zu ersetzen. Wir sollten uns stets dar&uuml;ber im Klaren sein, dass Verbote und Gebote von individuellem Verhalten und die Denunziation von unerw&uuml;nschtem Verhalten der Einstieg in einen Pr&auml;ventivstaat sind. <\/p><p>Zweifelsohne ist Rauchen gesundheitssch&auml;dlich und die Freiheit der B&uuml;rger kann nicht an der Freiheit zu rauchen festgemacht werden, aber die bayerische Kampagne gegen des Rauchverbot und die Empfehlungen der EU-Kommission f&uuml;r ein rauchfreies Europa sind Anzeichen f&uuml;r eine   sich langsam aber sicher entwickelnde eine Law-and-Order-Mentalit&auml;t. Null Toleranz ist die Devise. Anders Denkende und sich anders Verhaltende werden nicht geduldet. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass der Kreuzzug gegen die Raucher nur der Anfang war. <\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ich halte die in diesem Beitrag sichtbare Zukunftsangst der Raucher f&uuml;r &uuml;bertrieben und die Anmerkungen &uuml;ber die angebliche Bayerische Liberalit&auml;t und Toleranz f&uuml;r Schmarrn. So toll ist das nie gewesen. Z.B.: Als ich 1960 nach M&uuml;nchen kam, musste ich erst lernen, was eine Konfessionsschule ist, denn in meinem kurpf&auml;lzisch\/nordbadischen Heimatdorf gab es dies seit 1871 nicht mehr. Im &ldquo;toleranten&rdquo; Bayern lieferte man sich noch bei der Landtagswahl 1966 b&ouml;se Schlachten um dieses Thema. Und meine Geschichtsforschung zur R&auml;terepublik in den Berichten von Ernst Toller lieferte alles andere als Zeugnisse von bajuwarischem Leben- und Lebenlassen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgerechnet diese einst aufm&uuml;pfigen und liberalen Bayern in ihrem &bdquo;Freistaat&ldquo;, wo sozusagen Schnupftabak und Gesteckpfeife zum Kulturerbe geh&ouml;ren, haben nun f&uuml;r ein absolutes Rauchverbot gestimmt. Es ist geradezu paradox, dass nunmehr, statt gegen staatliche Ge- und Verbote aufzum&uuml;pfen, umgekehrt die Bayern ausgerechnet vom Staat Verbote fordern. Und das, obwohl der Staat, mit &Uuml;berwachungskameras, Telefondatenspeicherung, Internet&uuml;berwachung,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6423\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[11,161],"tags":[803,530,441,805,804,460],"class_list":["post-6423","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-strategien-der-meinungsmache","category-wertedebatte","tag-bayern","tag-buergerentscheid","tag-freiheit","tag-prantl-heribert","tag-rauchverbot","tag-sz"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6423"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6423\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6427,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6423\/revisions\/6427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}