{"id":64248,"date":"2020-08-31T08:46:10","date_gmt":"2020-08-31T06:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248"},"modified":"2020-08-31T08:46:10","modified_gmt":"2020-08-31T06:46:10","slug":"hinweise-des-tages-3686","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h01\">Marija Kolesnikowa, Belarus: Millionen und Sanktionen der EU schaden dem Dialog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h02\">PM: Aktive aus der Friedensbewegung bekr&auml;ftigen die Notwendigkeit ihres Aufrufes an die Partei die LINKE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h03\">Proteste in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h04\">Corona-Verordnung: Maskenpflicht verfassungsgem&auml;&szlig; &ndash; Kontaktnachverfolgung muss neu geregelt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h05\">Angela Merkel warnt vor Corona-Situation: &bdquo;Wird schwieriger als im Sommer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h06\">Columbia Journalism Review Publishes Detailed Expose on Gates Foundation Buys Influence With Journalists<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h07\">Droht die Hyperinflation? &ndash; Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Heiner Flassbeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h08\">Auf dem Weg zum Staatskapitalismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h09\">Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland: neue Daten zu Million&auml;rInnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h10\">Vollzeitbesch&auml;ftigte mit Niedriglohn in den Kreisen und kreisfreien St&auml;dten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h11\">Keine Angst, Google will doch nur deine Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h12\">Krieg und R&uuml;stung &ndash; Die vergessenen Klimas&uuml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h13\">Warum die Reform des Geldw&auml;scheparagraphen ihr Ziel verfehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h14\">Gutachter werfen Beh&ouml;rden schwere Fehler vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h15\">E-Mails belasten Verkehrsminister Scheuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64248#h16\">Experten-Interview zur Wahlrechtsrefom<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Marija Kolesnikowa, Belarus: Millionen und Sanktionen der EU schaden dem Dialog<\/strong><br>\nEin bemerkenswertes Gespr&auml;ch konnte man in der Samstagsausgabe der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; vom 29.08.2020 lesen. Die von dem oppositionellen Frauentrio nach den Zusammenst&ouml;&szlig;en mit der belorussischen Staatsmacht im Lande verbliebene Marija Kolesnikowa, faktische Sprecherin des Koordinationsrates der Opposition in Belarus gab Interventionen von Seiten der EU eine deutliche Absage.<br>\nF&uuml;r die, die dieses Interview nicht selbst lesen konnten, hier das Wichtigste in K&uuml;rze:<br>\nNach einer kurzen Skizze ihrerseits, dass die Protestbewegung sich nun von der Stra&szlig;e mehr in die Breite bewege, antwortet Frau Kolesnikowa auf die Frage, ob sie bef&uuml;rchte, dass der Machtkampf in Belarus nach den ersten Zusammenst&ouml;&szlig;en zwischen Staatsmacht und Opposition &bdquo;nun geopolitisch aufgeladen&ldquo; werde:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kai-ehlers.de\/2020\/08\/marija-kolesnikowa-belarus-millionen-und-sanktionen-der-eu-schaden-dem-dialog\/\">Kai Ehlers<\/a>\n<p><strong>dazu: Das &ldquo;armenische Modell&rdquo;<\/strong><br>\nEine f&uuml;hrende Vertreterin der Minsker Opposition protestiert gegen die Einmischung der EU in Belarus. Die Sanktionen, auf die sich die Au&szlig;enminister der Union am vergangenen Freitag geeinigt haben, lehne sie ab, erkl&auml;rt Marija Kolesnikowa, eine der bekanntesten Aktivistinnen des Minsker &ldquo;Koordinationsrats f&uuml;r den Macht&uuml;bergang&rdquo;. Dass die EU dar&uuml;ber hinaus den &ldquo;Koordinationsrat&rdquo; einspannen wolle, um Millionenbetr&auml;ge zur Unterst&uuml;tzung der Opposition in Belarus zu verteilen, habe dem Rat &ldquo;sehr geschadet&rdquo;. Ohnehin w&uuml;nsche die klare Mehrheit der Demonstranten keine einseitige Ann&auml;herung an EU und NATO, sondern wolle vielmehr die Beziehungen ihres Landes zu Russland &ldquo;entwickeln&rdquo; und &ldquo;freundschaftlicher &hellip; gestalten&rdquo;. Kolesnikowa weist darauf hin, dass die &ldquo;traditionelle Opposition&rdquo;, die in Kooperation mit dem Westen eine weitreichende Abkehr von Russland anstrebt, sich &ndash; noch &ndash; in der Minderheit befindet. Westliche Strategen raten mit Blick auf die schwache Abneigung gegen Russland in der belarussischen Opposition zu gr&ouml;&szlig;erer Umsicht und pl&auml;dieren f&uuml;r ein &ldquo;armenisches Modell&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8365\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>PM: Aktive aus der Friedensbewegung bekr&auml;ftigen die Notwendigkeit ihres Aufrufes an die Partei die LINKE<\/strong><br>\nNach dem k&uuml;rzlichen Interview des Fraktionsvorsitzenden der Partei Die Linke, Dietmar Bartsch, im Deutschlandfunk zu au&szlig;en- und verteidigungspolitischen Fragen haben Aktive aus der deutschen Friedensbewegung einen Aufruf an die Partei initiiert, den innerhalb kurzer Zeit bereits zahlreiche Menschen unterzeichnet haben.<br>\nAuch Gregor Gysi fordert nun in seinem Interview mit der FR vom 28.8.20 einen au&szlig;enpolitischen Kurswechsel der Partei die LINKE. Die LINKE fordert im Erfurter Programm, dass die Bundeswehr &ldquo;aus allen Auslandseins&auml;tzen zur&uuml;ckgeholt&rdquo; wird. Wenn Gregor Gysi in diesem Zusammenhang von Kompromissf&auml;higkeit spricht, dann verabschiedet er sich nach Dietmar Bartsch von der konsequenten Friedensprogrammatik seiner Partei.<br>\nDie Interventionspolitik der Nato, an der sich die Bundeswehr beteiligt, hat eine ganze Weltregion destabilisiert und ungez&auml;hltes Leid f&uuml;r die Menschen mit sich gebracht.<br>\nDie Nato ist f&uuml;r die h&auml;ufigsten und massivsten V&ouml;lkerrechtsverst&ouml;&szlig;e seit dem Ende des Kalten Krieges verantwortlich. Gregor Gysi formuliert die Hoffnung, Deutschland k&ouml;nne als Nato-Mitglied &ldquo;zum Hauptvermittler&rdquo; werden. Konsequente Friedenspolitik benennt die Gef&auml;hrlichkeit der Nato, deren Kriege einer internationalen Friedensordnung unter Beachtung des V&ouml;lkerrechts und der Bedeutung der UNO f&uuml;r eine Konfliktregelung durch Verhandlungen statt durch Abschreckung entgegensteht.<br>\nWenn Gregor Gysi dies nicht anspricht, dann wird die &lsquo;Aufbruchstimmung&rsquo;, die er einfordert, ein friedenspolitischer Offenbarungseid, der die Kr&auml;fte des Friedens in und au&szlig;erhalb seiner Partei in gr&ouml;&szlig;te Sorgen versetzt.<br>\nWir sehen uns durch die Aussagen von Gregor Gysi darin best&auml;tigt, verst&auml;rkt um weitere Unterst&uuml;tzung f&uuml;r unseren Appell an die Partei Die LINKE.  zu werben, da nur durch Beibehaltung der bisherigen programmatischen Positionen der Partei in der Au&szlig;enpolitik ein notwendiger, friedenspolitischer Politikwechsel erzwungen werden kann.<br>\nDer Appell kann weiterhin auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.frieden-links.de\">frieden-links.de<\/a> unterzeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/frieden-links.de\/2020\/08\/aktive-aus-der-friedensbewegung-bekraeftigen-die-notwendigkeit-ihres-aufrufes-an-die-partei-die-linke\/\">frieden-links.de<\/a>\n<p><strong>dazu: Hurra, wir kapitulieren<\/strong><br>\nDa wird von Gregor Gysi nichts weniger verlangt, als den au&szlig;enpolitischen Gr&uuml;ndungskonsens der Linkspartei von 2007 in Frage zu stellen, wenn nicht aufzuk&uuml;ndigen. Er bestand darin, sich au&szlig;enpolitisch keiner Sanktions- und Interventionspolitik zu unterwerfen, die missliebige Staaten und Systeme zur R&auml;son bringt.<br>\nMan hielt die NATO f&uuml;r einen Anachronismus, der durch andere Sicherheitsstrukturen ersetzt werden sollte, und lehnte die europ&auml;ische Integration nicht a priori ab, versagte sich aber einer EU, die als neoliberales Projekt einen Offenbarungseid nach dem anderen leistete. W&auml;hrend der Eurokrise war das unbestritten deren Kernkompetenz. (&hellip;)<br>\nWill Gysi nun die gro&szlig;e au&szlig;enpolitische Inventur, l&auml;uft das auf einen &ndash; aus seiner Sicht wom&ouml;glich l&auml;ngst f&auml;lligen &ndash; G&ouml;tzensturz hinaus. Freilich w&uuml;rden damit zugleich Wurzeln einer eher kurzen Parteigeschichte wie der bisher reklamierten politischen Identit&auml;t gekappt. Nicht zuletzt lange zur&uuml;ckliegende (1914-1918) wie j&uuml;ngste Geschichte der SPD (1999) zeugt davon, was es bedeuten kann, sich in der Frage von Krieg und Frieden &ndash; und darum geht es, wenn man sich mit der NATO arrangieren will &ndash; untreu zu werden.<br>\nF&uuml;r die Linkspartei gesch&auml;he das im &Uuml;brigen ohne Not. Warum jetzt dazu anregen, dass eines ihrer letzten Alleinstellungsmerkmale geopfert wird? Die Aussichten ab 2021 von Gr&uuml;nen und Sozialdemokraten an einer Regierung beteiligt zu werden, sind &auml;u&szlig;erst vage. Sollte es tats&auml;chlich dazu kommen, w&uuml;rde ein Wahlergebnis zwischen sieben und acht Prozent in einem gr&uuml;n-rot-roten Kabinett alles andere als Diskurshegemonie bescheren. Ein Minderheitsdasein mit zwei oder drei Ressorts w&auml;re das h&ouml;chste der Gef&uuml;hle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/hurra-wir-kapitulieren-1\">Lutz Herden in der Freitag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen und sehen Sie passend zum Thema auch Link zum Livestream &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64180\">75 Jahre Potsdamer Konferenz<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Proteste in Berlin<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Protestforscher: &bdquo;Es gibt einen unglaublichen Zorn&ldquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit Peter Ullrich von der Technischen Universit&auml;t Berlin &uuml;ber Entfremdung, willk&uuml;rliche Verbote und extreme Gewaltaufrufe. [&hellip;]<br>\nWas ist der gemeinsame Nenner, der dieses breite Spektrum auf die Stra&szlig;e bringt?<br>\nMan muss zwei Ebenen unterscheiden. Es gibt eine Oberfl&auml;chen-Ebene, die explizit artikuliert wird: Man will sich gegen Beschr&auml;nkungen wehren, die aus der Bek&auml;mpfung der Pandemie r&uuml;hren, weil man sie als Drangsalierung empfindet oder weil man ihre Grundlage komplett anzweifelt. Auf einer tieferen, strukturellen Ebene muss man sich fragen: Wieso glauben so viele Menschen, dass dubiose M&auml;chte das Virus benutzen, um ihnen zu schaden? Auf dieser Ebene muss man diese Bewegung auch als Symptom f&uuml;r eine extreme Entfremdung gro&szlig;er Teile der Bev&ouml;lkerung von s&auml;mtlichen gesellschaftlichen Institutionen verstehen. Es gibt &ndash; &auml;hnlich wie bei Pegida oder den Montagsmahnwachen f&uuml;r den Frieden &ndash; fast keinerlei gesellschaftliche Institutionen, die dort Zutrauen genie&szlig;en. Das ist ein zentrales Moment, das sehe ich als Ausdruck der Postdemokratie.<br>\nWas bedeutet das?<br>\nUnter dem Schlagwort wird in den Politikwissenschaften die Entleerung des demokratischen Prozesses diskutiert. Die demokratischen Institutionen bestehen weiter, aber der politische Streit wird langweiliger, man kann die inhaltlichen Positionen der Parteien nicht mehr auseinanderhalten, Politik orientiert sich marktf&ouml;rmig an scheinbaren Sachzw&auml;ngen. Diese Entwicklung reflektiert sich auch in Protestbewegungen.<br>\nWie zeigt sie sich hier?<br>\nIch bezeichne solche Bewegungen als postdemokratische Emp&ouml;rungsbewegungen, im doppelten Sinne: Sie sind einerseits Reaktion und Kritik auf die Entleerung von Demokratie. Andererseits sind sie auch Ausdruck dessen &ndash; weil auch ihr eigenes Demokratieverst&auml;ndnis postdemokratisch ist. Faktisch haben sie ein autorit&auml;res und identit&auml;res Verst&auml;ndnis von Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/es-gibt-einen-unglaublichen-zorn-li.101602\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Haltung zeigen und nicht wegducken&rdquo;<\/strong><br>\nNach den Demos gegen die Corona-Politik hat Berlins Innensenator Geisel in den tagesthemen f&uuml;r eine klare Haltung gegen&uuml;ber radikalisierten Demonstranten geworben. Es diene nicht der Demokratie, wenn man sich wegducke.<br>\nLaut Polizei protestierten in Berlin am Samstag etwa 38.000 Menschen gegen die Corona-Politik. 3000 Beamte sorgten f&uuml;r die Einhaltung der Auflagen. Gegl&uuml;ckt ist das nicht &uuml;berall. Das &uuml;berrascht den Berliner Innensenator Andreas Geisel nicht. Durch ein Verbot hatte er die Kundgebungen verhindern wollen, war jedoch juristisch gescheitert. Die Verst&ouml;&szlig;e gegen die Corona-Auflagen nannte Geisel in den tagesthemen &ldquo;erwartbar&rdquo;. Er warb f&uuml;r eine klare Haltung und daf&uuml;r, eine wehrhafte Demokratie zu bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/berlin-demo-geisel-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Gipfel der Skrupellosigkeit. Geisel hat sich mit seinem politisch intendierten Demonstrationsverbot am Rande des Verfassungsbruchs bewegt und verkauft dies nun als &bdquo;Haltung zeigen&ldquo;. Dazu kommt der offensichtlich inszenierte Demonstrationsabbruch. Erst l&auml;sst man die Teilnehmer trotz der gerichtlichen Aufhebung des Demonstrationsverbotes nicht losmarschieren, blockiert alle Wege und dr&auml;ngt diese zusammen und l&ouml;st die Demonstration dann wegen Nichteinhaltung der Abstandsregel auf.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es k&ouml;nnte sich der Eindruck aufdr&auml;ngen, dass u.a. Bilder wie bei der Demonstration am 1. August 2020 unbedingt verhindert werden sollten. Bilder, die auch zeigten, wie viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger offen bekennend mit den &bdquo;Corona-Ma&szlig;nahnen&ldquo; nicht einverstanden sind. Bilder und Videos, die zeigen, dass die offiziellen Zahlen &uuml;ber die Teilnehmerzahl nicht der Wahrheit entsprochen haben. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63658\">Corona-Demo: Polizei beharrt auf Teilnehmer-Zahl. Viele Medien verzerren weiterhin.<\/a>&ldquo;. Interessant d&uuml;rfte auch die Position von Herrn Geisel zu fr&uuml;heren Demonstrationen in Berlin sein:<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200831-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200831-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><strong>Nach Gerichtsentscheid zum Demoverbot: Herbe Niederlage f&uuml;r Berliner Innensenator<\/strong><br>\nDer jetzige Gerichtsbeschluss stellt nunmehr eine herbe Niederlage f&uuml;r Geisel pers&ouml;nlich dar &ndash; und dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r die Personen und politischen Formationen, die ihn unterst&uuml;tzten. Eines ist jedenfalls klar: Die urspr&uuml;ngliche Argumentation des Senators wurde geradezu hinweggewischt. Die Gefahrenprognose, auf die sich Geisel bezog, ist nach Auffassung des Gerichts schlicht nicht konkret genug. Insbesondere die Maskenpflicht &ndash; vermutlich der gr&ouml;&szlig;te Zankapfel &ndash; sei im &ouml;ffentlichen Raum &ldquo;nicht zwingend&rdquo;.<br>\nGeisel legte dagegen mehr Wert auf pathetische Worte &ndash; &ldquo;f&uuml;r das Leben entschieden&rdquo; &ndash; und zeigte sich in der Sache ausgesprochen kenntnisfrei. Er h&auml;tte sich stattdessen mit Zahlen und vor allem mit Zusammenh&auml;ngen befassen k&ouml;nnen. Zum Beispiel mit dem zwischen der Anzahl der positiv Getesteten und der Anzahl der Testungen. Auch h&auml;tte er durch die Analyse und Auswertung der Zahlen des RKI wissen k&ouml;nnen, dass die Demonstration am 1. August keinerlei negative Auswirkungen &ndash; nicht einmal geringf&uuml;gige &ndash; auf das Infektionsgeschehen hatte.<br>\nBesonders besch&auml;mend: der Versuch, die Demonstrationsteilnehmer mehr oder weniger pauschal als Rechtsextremisten zu diffamieren und die Abgrenzung aller &ldquo;Demokratinnen und Demokraten&rdquo; von der Demonstration zu fordern. Das war und bleibt manipulativ und vor allem in der Sache falsch, auch wenn man sicherlich den einen oder anderen Rechten finden k&ouml;nnen wird.<br>\nSelbst der Bundesverfassungsschutz hatte vorab der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zur Kenntnis gebracht, dass an der Demo am 1. August nur &ldquo;einzelne Angeh&ouml;rige&rdquo; aus dem rechtsextremen Spektrum teilgenommen h&auml;tten und &ldquo;keine nennenswerte Anschlussf&auml;higkeit an demokratische Kundgebungsteilnehmer&rdquo; bestanden habe. Wie kann es sein, dass ein Innensenator dann nicht &uuml;ber diese Erkenntnisse verf&uuml;gt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/106085-nach-gerichtsentscheid-zum-demoverbot-berlins-herbe-niederlage-fuer-innensenator\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Vier Bemerkungen und eine Frage: <\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em>Andreas Geisel hat mit der Begr&uuml;ndung des Demonstrationsverbotes (u. a., um bestimmten Gruppen keine Plattform bieten) einen schweren, fast unverzeihlichen, Fehler gemacht. Dieser erlaubt unfreiwillig einen freien Blick auf das Denken des h&ouml;chsten politischen Verfassungssch&uuml;tzers der Hauptstadt. Man muss sich fragen: Ist Andreas Geisel wirklich der richtige Mann auf diesem Posten?<\/em><\/li>\n<li><em>Durch ein Verbot &ndash; vom Gericht best&auml;tigt &ndash; h&auml;tte sich die Situation in Berlin mit Sicherheit zugespitzt.  Dann &ldquo;dank&rdquo; Geisel.<\/em><\/li>\n<li><em>Am 1. August 2020 wurde das Abstandsgebot auf der Stra&szlig;e des 17. Juni teilweise missachtet, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes war verp&ouml;nt. Nun ist die Infektionsgefahr unter freiem Himmel eher gering, nicht aber auf der oft stundenlangen Anreise im Bus ohne Schutz und Abstand. Aber mir sind keine Berichte &uuml;ber dadurch ausgel&ouml;ste Covid-19 Infektionen bekannt. Habe ich was &uuml;bersehen? Vielleicht ist das aber auch schwer feststellbar.<\/em><\/li>\n<li><em>Meine Empfehlung: Auf Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) h&ouml;ren. Sie wurde von der Berliner Abendschau nach dem beabsichtigen Verbot gefragt und erteilte dem Publikum Nachhilfeunterricht: Demonstrations&ndash; und Versammlungsfreiheit seien ganz hohe Verfassungsg&uuml;ter, ein Verbot sei nur bei einer massiven Gef&auml;hrdung der &ouml;ffentlichen Sicherheit zul&auml;ssig. Die sei nicht gegeben. Meinungen auf Demonstrationen, selbst wenn diese noch so abstrus seien, m&uuml;sse die Demokratie aushalten. <\/em><\/li>\n<li><em>Ich frage mich auch: Gibt es au&szlig;er in Deutschland und den USA noch L&auml;nder, in denen gegen die Corona-Einschr&auml;nkungen demonstriert wird? Wenn nein: Warum nicht?<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Vom Vermummungsverbot zum Vermummungsgebot<\/strong><br>\n2013 wurde in Frankfurt\/Main eine Blockupy-Demonstration, die sich gegen den Bau der Europ&auml;ischen Zentralbank in der Mainmetropole wandte, eingekesselt, weil viele der Teilnehmer Schirme trug. Es dauerte bis in die Nachtstunden, bis die Demonstranten einzeln aus den Kessel treten durften und ihre Namen angeben mussten.<br>\nAm Samstag bei den Corona-Protesten wurde die gleiche Taktik angewandt &ndash; nur mit einem Unterschied. Dieses Mal wurde die Gro&szlig;demonstration aufgel&ouml;st, weil der Gro&szlig;teil der Teilnehmer keine Maske trug, also das Vermummungsgebot missachtete. Die Auflage, eine Maske zu tragen, erfolgte durch die Berliner Polizei erst, nachdem die zuvor verbotene Demonstration durch zwei Instanzen gekippt wurde.<br>\nNun gibt es allerdings in Deutschland keine Verpflichtung, in der &Ouml;ffentlichkeit eine Maske zu tragen. Es gibt auch keine medizinischen Beweise, dass die Ansteckungsgefahr auf einer Gro&szlig;demonstration ohne Maske w&auml;chst. Zumindest gab es nach den Demonstrationen der letzten Wochen, dazu geh&ouml;rten die Black-Lives-Matter-Proteste, aber auch die Corona-Proteste vom 1. August, bei der auch ein Gro&szlig;teil der Telilnehmer keine Masken getragen hat, keine Indizien daf&uuml;r, dass sich dadurch das Infektionsrisiko vergr&ouml;&szlig;ert hatte.<br>\nDer Grund f&uuml;r die Aufl&ouml;sung bestand darin, dass die Demoteilnehmer die Mindestabst&auml;nde nicht eingehalten haben. Die Polizei hatte das Areal weitr&auml;umig abgesperrt, es gab nur einen Zugang von der Behrenstra&szlig;e in Berlin-Mitte. Durch die Absperrung wurde es der Masse der Demonstranten gar nicht m&ouml;glich, die geforderten Mindestabst&auml;nde einzuhalten. Ein Beobachter sprach vom gr&ouml;&szlig;ten Polizeikessel der letzten Jahrzehnte in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vom-Vermummungsverbot-zum-Vermummungsgebot-4881900.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Verordnung: Maskenpflicht verfassungsgem&auml;&szlig; &ndash; Kontaktnachverfolgung muss neu geregelt werden<\/strong><br>\nDer Verfassungsgerichtshof des Saarlandes hat mit Beschluss vom heutigen Tage auf eine Verfassungsbeschwerde eines im Saarland lebenden B&uuml;rgers entschieden, dass die Vorschrift zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Art. 2 &sect; 2 der Corona-Verordnung)  verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist.  Die Vorschrift zur Kontaktnachverfolgung (&sect; 3 der Corona-Verordnung) hat der Verfassungsgerichtshof dagegen f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Die Vorschrift gilt jedoch bis zu einer Neuregelung durch den Landtag unter strengen Auflagen &ndash; l&auml;ngstens bis zum 30. November 2020 &ndash; fort. [&hellip;]<br>\nDer Verfassungsgerichtshof hat weiter entschieden, dass Art. 2 &sect; 3 der saarl&auml;ndischen Corona-Verordnung mit der Verfassung des Saarlandes unvereinbar ist. Durch die Vorschrift wird die Erhebung pers&ouml;nlicher Informationen nicht nur im Rahmen von Gastst&auml;ttenbesuchen, sondern auch beispielsweise von Gottesdiensten, politischen und gesellschaftlichen Zusammenk&uuml;nften, bewirkt. Damit ist die Pflicht zur Gew&auml;hrleistung einer Kontaktnachverfolgung durchaus geeignet, B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger von der Aus&uuml;bung grundrechtlicher Freiheiten entscheidend abzuhalten und Bewegungs- und Pers&ouml;nlichkeitsprofile zu erstellen.<br>\n&Uuml;ber einen solchen Eingriff d&uuml;rfe nicht die Exekutive alleine entscheiden. Vielmehr sei das Parlament berufen, in &ouml;ffentlicher, transparenter Debatte F&uuml;r und Wider abzuw&auml;gen, vor allem aber die Verwendung der Informationen rechtssicher zu regeln.<br>\nDer durch die Vorschrift erm&ouml;glichte Eingriff in das Grundrecht auf Schutz der personenbezogenen Daten dauert bereits l&auml;nger an und wird angesichts der Infektionslage voraussichtlich weitere Monate andauern. Damit ist der Grundrechtseingriff von einer derartigen Intensit&auml;t, dass nur ein Parlamentsgesetz &ndash; nicht aber eine Rechtsverordnung der Landesregierung &ndash; ihn rechtfertigen kann. Da Art. 2 &sect; 3 der Corona-Verordnung dem legitimen Ziel der Pandemie-Eind&auml;mmung dient, hat der Verfassungsgerichtshof von der M&ouml;glichkeit Gebrauch gemacht, die Vorschrift bis zu einer Neuregelung durch den Landtag des Saarlandes  vor&uuml;bergehend &ndash; l&auml;ngstens bis zum 30. November 2020 &ndash; in Kraft zu lassen. Personenbezogene Daten, die nach der Vorschrift erhoben werden, d&uuml;rfen jedoch nur aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung an die Gesundheitsbeh&ouml;rden &uuml;bermittelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verfassungsgerichtshof-saarland.de\/presse.html%20\">Verfassungsgerichtshof des Saarlandes<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angela Merkel warnt vor Corona-Situation: &bdquo;Wird schwieriger als im Sommer&ldquo;<\/strong><br>\nAngela Merkel hat die B&uuml;rger in Deutschland auf schwierige Corona-Zeiten eingestimmt. &bdquo;Man muss damit rechnen, dass manches in den n&auml;chsten Monaten noch schwieriger wird als im Sommer&ldquo;, sagte die CDU-Politikerin bei der Sommerpressekonferenz in Berlin. Merkel erneuerte ihre Warnung vom M&auml;rz: &bdquo;Es bleibt dabei: Es ist ernst, unver&auml;ndert ernst &ndash; und nehmen Sie es auch weiterhin ernst.&ldquo; Die Kanzlerin nannte das Coronavrius eine &bdquo;demokratische Zumutung&ldquo;. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Wir werden noch l&auml;nger mit diesem Virus leben m&uuml;ssen, und deshalb ist meine Grundhaltung eine der Wachsamkeit, der Aufmerksamkeit&ldquo;, sagte die Bundeskanzlerin. In den kommenden Monaten gebe es drei Schwerpunkte: Zum einen m&uuml;sse alles daf&uuml;r getan werden, damit die Kinder nicht die Opfer der Corona-Pandemie werden.<br>\nZum anderen m&uuml;sse die Wirtschaft am Laufen gehalten oder wieder zum Laufen gebracht werden. Und schlie&szlig;lich gehe es darum, &bdquo;den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Gesellschaft so weit wie m&ouml;glich zu bewahren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/panorama\/sommerpressekonferenz-pressekonferenz-angela-merkel-corona-belarus-russland-cdu-spd-tuerkei-zr-90032304.html\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel warnt vor Spaltung der Gesellschaft<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel bewertet die Corona-Lage als &ldquo;unver&auml;ndert ernst&rdquo;. Sie warnt davor, dass &Auml;ltere aus Angst vor Ansteckung J&uuml;ngeren aus dem Weg gehen. (&hellip;)<br>\nIn ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz stimmt Merkel auf einen schwierigen Herbst und Winter ein und warnt vor Leichtsinn: &ldquo;Es bleibt dabei: Es ist ernst. Unver&auml;ndert ernst. Nehmen Sie es auch weiterhin ernst.&rdquo; Und weiter: &ldquo;Wir werden noch l&auml;nger mit dem Virus leben m&uuml;ssen.&rdquo; Normalit&auml;t k&ouml;nne es erst wieder geben, wenn es einen Impfstoff gebe. Daf&uuml;r dr&uuml;cke sie die Daumen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/sommer-pressekonferenz-merkel-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Trotz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse (so aktuell z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.servustv.com\/videos\/aa-245qm98r92112\/\">die Epidemiologin Frau Spelsberg ab ca. Minute 10:15 und ca. 18:00<\/a>) &uuml;ber Coronaviren und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63898\">erfreulich undramatischer Daten<\/a> wird von der Bundeskanzlerin angek&uuml;ndigt, &ldquo;dass manches in den n&auml;chsten Monaten noch schwieriger wird als im Sommer&ldquo;. Wenn dann auch noch davon die Rede ist, &bdquo;den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Gesellschaft so weit wie m&ouml;glich bewahren&ldquo; zu wollen, dann ist Heuchelei offenbar nicht weit weg, sondern ziemlich offensichtlich.<\/em><\/p>\n<p><em>Und erneut der Verweis auf Normalit&auml;t durch einen Impfstoff. Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64164#h07\">Corona-Impfung: Wer zahlt f&uuml;r m&ouml;gliche Sch&auml;den?<\/a>&ldquo;. &Uuml;brigens: In den USA ist die Privatisierung der Profite und Sozialisierung von Impf-Sch&auml;den bereits reale Praxis, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w0DMuH44h1Y&amp;feature=youtu.be\">was u.a. diesem Video erl&auml;utert wird<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Columbia Journalism Review Publishes Detailed Expose on Gates Foundation Buys Influence With Journalists<\/strong><br>\nKudos to the Columbia Journalism Review for putting the muscle behind having Tim Schwab perform an in-depth investigation into how the Gates Foundation has lavished money on various not-for-profit news organizations, like NPR, as well as other media outlets in the US and abroad, to secure favorable, even at times one-sided coverage of its pet initiatives. Another successful leg of the Gates Foundations&rsquo; efforts is donating to fact-checkers, which in turn incorrectly brand articles that question Gates Foundation influence-buying or specific programs as inaccurate or conspiracy theories.<br>\nNeedless to say, this piece is particularly welcome given that Bill Gates is getting undue attention in the press for his views on Covid programs, particularly vaccines, as if medical policy patronage has rendered a software squillionaire particularly qualified to discuss public health. In fact, as Schwab points out:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2020\/08\/columbia-journalism-review-publishes-detailed-expose-on-gates-foundation-buys-influence-with-journalists.html\">naked capitalism<\/a>\n<p><strong>dazu: REVEALED: How Bill Gates Buys Mainstream Outlets, Journalists and &lsquo;Fact-Checkers&rsquo;<\/strong><br>\nOver the last decade, a small group of billionaire philanthropists have quietly moved into to seize control of key nodes of media, government policy, and education. They claim that they are merely trying to &lsquo;fill in the funding gaps at struggling news organizations&rsquo; &ndash; especially in the wake of the coronavirus &lsquo;pandemic.&rsquo; By far, the biggest player in this network is the Gates Foundation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/21stcenturywire.com\/2020\/08\/24\/revealed-how-bill-gates-buys-mainstream-outlets-journalists-and-fact-checkers\/\">21st Century Wire<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant auch bez&uuml;glich der Verflechtung von Konzernen, Medien und Politik &ndash; insbesondere in den USA &ndash; ist das Video <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w0DMuH44h1Y&amp;feature=youtu.be\">&bdquo;Es gibt keine echten Wissenschaftler mehr, nur noch Akademiker, die kuschen&ldquo; &ndash; Shiva Ayyadurai<\/a>. In Deutschland hat die Gates-Stiftung offenbar &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;Die Zeit&rdquo; gef&ouml;rdert. Money talks &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Droht die Hyperinflation? &ndash; Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Heiner Flassbeck<\/strong><br>\nDie Corona-Krise hat die Welt in eine beispiellose Rezession gest&uuml;rzt. Europas EZB pumpt Milliarden in die angeschlagene Wirtschaft und nicht wenige &Ouml;konomen beschw&ouml;ren den Geist der Hyperinflation. Was sagt Prof. Heiner Flassbeck dazu? Der fr&uuml;here Chef&ouml;konom bei der UNO und ehm. Finanzstaatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium erkl&auml;rt, warum er richtig viel Geld dagegen wetten w&uuml;rde. Und er erl&auml;utert, warum Schulden nicht gleich Schulden sind&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1XThCaraPxI\">Punkt.PRERADOVIC via You Tube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auf dem Weg zum Staatskapitalismus?<\/strong><br>\nNach Sch&auml;tzungen des Internationalen W&auml;hrungsfonds wird sich das Staatsdefizit der reichen L&auml;nder am Ende dieses Jahres auf 17 Prozent ihres gemeinsamen Bruttoinlandsprodukts belaufen. W&auml;hrend des Corona-Lockdown im Fr&uuml;hjahr hat die amerikanische Zentralbank die Geldmenge durch den Kauf von Unternehmens- und Staatsanleihen um 2,9 Billionen Dollar ausgedehnt. Die EZB hat im selben Zeitraum &sbquo;nur&lsquo; 750 Milliarden Euro in den Geldkreislauf gepumpt, plant aber bis Juni 2021 Wertpapiere f&uuml;r insgesamt 1,35 Billionen Euro zu kaufen. Das sind rund 10 Prozent des Vorkrisen-BIP. (&hellip;)<br>\nUm Missverst&auml;ndnissen vorzubeugen. Unternehmer haben sich &ndash; marktpopulistischer Propaganda zum Trotz &ndash; zu Beginn der 1980er Jahre nicht aus der Umklammerung durch Gewerkschaften, Sozialstaatsb&uuml;rokraten und sozialen Bewegungen befreit, um ungest&ouml;rt ihrem Investitions- und Innovationsdrang nachgehen zu k&ouml;nnen. Vielmehr eroberten sie bzw. ihre politischen Stellvertreter die Schaltstellen des Staates, um eine Umverteilung mit umgekehrten Vorzeichen durchzusetzen. Sozialversicherungen, Gesundheits-, Erziehungs- und Bauministerien, die in den vorangegangenen Jahrzehnten breiten Bev&ouml;lkerungskreisen Zugang zu &ouml;ffentlichen Diensten und halbwegs gesicherten Einkommen im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter er&ouml;ffnet hatten, wurden von Finanzministerien und Zentralbanken in permanente Geldnot getrieben und so zu K&uuml;rzungen an allen Ecken und Enden gezwungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/de\/article\/10656375.auf-dem-weg-zum-staatskapitalismus.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland: neue Daten zu Million&auml;rInnen<\/strong><br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) hat j&uuml;ngst neue Daten zu den Million&auml;rInnen in Deutschland ver&ouml;ffentlicht. Der Anteil des Top-1 Prozent am gesamten Verm&ouml;gen ist mit 29 Prozent h&ouml;her als bisher angenommen (21,6 Prozent) und f&uuml;r die Top-0,1 Prozent sind es nun 12,8 Prozent (7,3 Prozent).<br>\nDie DIW-AutorInnen argumentieren gegen eine Verm&ouml;genssteuer. Dies mag &uuml;berraschen: Die Reichen sind reicher als bislang ausgewiesen, aber doch zu arm f&uuml;r eine Verm&ouml;genssteuer?<br>\n&bdquo;Datenl&uuml;cke bei sehr hohen Verm&ouml;gen geschlossen&ldquo;, verk&uuml;ndete das DIW stolz. Wer von einer L&uuml;cke spricht, muss das Ganze kennen. Doch genau dies ist bei der Verm&ouml;gensverteilung weiterhin nicht der Fall. Fast nichts wissen wir zu Milliard&auml;rInnen, und ob wir zu Multimillion&auml;rInnen nun mehr als bislang wissen, ist fraglich. Um wie viel haben die Reichen nun tats&auml;chlich mehr? Nimmt das DIW die Reichenliste des &bdquo;Manager Magazins&ldquo; zur Berechnung hinzu, w&uuml;rde der Anteil des Top-1 Prozent bei 35 Prozent liegen.<br>\nDas DIW ging statistisch so vor: Es wurden zus&auml;tzlich Personen mit Unternehmensbeteiligungen aus dem obersten Perzentil der Verteilung der Unternehmensbeteiligungen befragt. Bei einem solchen Oversampling kommen mehr Verm&ouml;gende in die Stichprobe. Dies verbessert die Stichprobenziehung und bringt eine h&ouml;here Pr&auml;zision bei den Sch&auml;tzern. Menschen mit Beteiligungen an Unternehmen sind im Durchschnitt verm&ouml;gender als der Rest. Die Kontrolle &uuml;ber Non-response-Probleme (Antwortverweigerungen) wird erleichtert. In der Folge sind dann auch die erhobenen Nettoverm&ouml;genswerte im Durchschnitt h&ouml;her.<br>\nDie Million&auml;rInnen in der DIW-Befragung geben ein Nettoverm&ouml;gen von durchschnittlich etwa 3 Mio. Euro an. Dies spricht daf&uuml;r, dass die &Uuml;berreichen mit einem Nettoverm&ouml;gen &uuml;ber 100 Mio. Euro auch in dieser Stichprobe deutlich unterrepr&auml;sentiert sind.<br>\nKeinesfalls erreichen ForscherInnen mit der Spezialstichprobe alle Verm&ouml;genden. Es sind nicht &bdquo;die Million&auml;rInnen&ldquo;, sondern nur bestimmte Million&auml;rInnen, n&auml;mlich UnternehmerInnen, die &uuml;ber die neue Oversampling-Methode identifiziert wurden, danach f&uuml;r die InterviewerInnen erreichbar waren, an der Befragung teilnahmen, ihre Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse kannten und schlussendlich wahrheitsgetreue Ausk&uuml;nfte gaben. Reichlich viele Voraussetzungen f&uuml;r das Schlie&szlig;en einer L&uuml;cke.<br>\nDer Armutsforscher Christoph Butterweg findet kritische Worte zur DIW-Studie, und auch der Soziologe Michael Hartmann ist skeptisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/vermoegensverteilung-in-deutschland\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vollzeitbesch&auml;ftigte mit Niedriglohn in den Kreisen und kreisfreien St&auml;dten<\/strong><br>\nVon knapp 21,6 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigten Ende 2019 mussten sich knapp 4,1 Millionen Personen oder 18,8 Prozent mit einem Niedriglohn begn&uuml;gen &ndash; im Westen waren es rd. 2,87 Millionen Personen (16,3%), im Osten einschlie&szlig;lich Berlin rd. 1,18 Millionen Personen (30,4%). Auf Basis der regionalen Niedriglohnschwellen waren im Westen gut 3,2 Millionen Personen (18,2%) und im Osten knapp 0,6 Millionen Personen (15,3%) betroffen.<br>\nDatengrundlage bildet die Besch&auml;ftigungsstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Das im Rahmen der Besch&auml;ftigungsstatistik abgebildete sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt umfasst alle laufenden und einmaligen Einnahmen aus der Hauptbesch&auml;ftigung bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung. Die Auswertungen sind auf solche sozialversicherungspflichtig (Vollzeit-) Besch&auml;ftigte eingeschr&auml;nkt, die nicht in einem Ausbildungsverh&auml;ltnis stehen und f&uuml;r die keine gesetzlichen Sonderregelungen gelten (&raquo;sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigte der Kerngruppe&laquo;).<br>\nAls Niedriglohnbesch&auml;ftigte gelten Personen, die weniger als zwei Drittel des Medianentgelts aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten erzielen (Niedriglohnschwelle). Im Folgenden werden Auswertungen unter Bezugnahme auf die bundeseinheitliche Niedriglohnschwelle (Grafik 1) sowie unter Bezugnahme auf die west- bzw. auf die ostdeutsche (einschl. Berlin) Niedriglohnschwelle (Grafik 2) dargestellt.<br>\nAuf Basis der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle (Deutschland 2019: 2.267 EUR\/M) konzentrieren sich die hohen Niedriglohnquoten in den Kreisen und St&auml;dten der ostdeutschen Bundesl&auml;nder. Bei R&uuml;ckgriff auf die regionalen Niedriglohnschwellen &ndash; West 2019: 2.350 EUR\/M, Ost mit Berlin 2019: 1.885 EUR\/M) &ndash; finden sich die Niedriglohn-Hotspots hingegen in westdeutschen St&auml;dten und Kreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=Vollzeit-Niedriglohn-Kreise-2019\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Keine Angst, Google will doch nur deine Gesundheit<\/strong><br>\nDie Konzerne aus dem Silicon Valley investieren Milliarden, um den globalen Gesundheitsmarkt mittels Technologie umzukrempeln. Die Digitalisierung dieses Bereichs ist nicht nur datenrechtlich problematisch.<br>\nDie Wettbewerbsh&uuml;terInnen scheuten die grossen historischen Vergleiche nicht: &laquo;Unsere Gr&uuml;nderv&auml;ter wollten sich nicht einem K&ouml;nig unterwerfen, genauso wenig sollten wir uns den Herrschern der Internetwirtschaft unterwerfen&raquo;, sagte David Cicilline, demokratischer Politiker und Vorsitzender des Antitrust-Ausschusses des US-Kongresses, dem Ende Juli vier der wichtigsten K&ouml;pfe aus dem Silicon Valley Rede und Antwort stehen mussten. Das Gremium hatte f&uuml;r seine Ermittlungen &uuml;ber potenzielle Kartellrechtsverst&ouml;sse Mark Zuckerberg (Facebook), Tim Cook (Apple), Jeff Bezos (Amazon) und Sundar Pichai (Alphabet\/Google) vorgeladen und mit teils scharfer Kritik konfrontiert, etwa was ihren Umgang mit Drittanbietern oder aufkeimender Konkurrenz angeht (siehe WOZ Nr. 32\/2020).<br>\nM&ouml;glich, dass das aufsehenerregende Hearing eine Zeitenwende f&uuml;r jene Branche markiert, die die globale &Ouml;konomie in den vergangenen beiden Jahrzehnten wie keine andere bestimmt hat, und dass die Techbranche bald schon neuen Regulierungen unterworfen wird. Selbst eine Zerschlagung der Internetmonopolisten wird mittlerweile diskutiert &ndash; immerhin stellt die Macht der Konzerne nicht erst seit kurzem ein Problem dar. Die &Ouml;konomin Shoshana Zuboff etwa, eine der international renommiertesten KritikerInnen von Big Tech, spricht von einem immer weiter um sich greifenden &laquo;&Uuml;berwachungskapitalismus&raquo;, der eine &laquo;zutiefst antidemokratische soziale Kraft&raquo; darstelle, der Menschen zu &laquo;dressieren&raquo; und die modernen Gesellschaften unter eine neue Form der &laquo;Tyrannei&raquo; zu zwingen versuche. Allzu falsch l&auml;ge der Antitrust-Beauftragte Cicilline mit seiner historischen Analogie demnach nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2035\/big-tech-in-deinem-koerper-1\/keine-angst-google-will-doch-nur-deine-gesundheit\">WOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte sehen Sie sich dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63685#h10\">Narrative #12: Goldgr&auml;berstimmung &ndash; Globale Konzerne freuen sich &uuml;ber mehr Daten<\/a> an.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Krieg und R&uuml;stung &ndash; Die vergessenen Klimas&uuml;nder<\/strong><br>\nDie Welt ist auf der Suche nach CO2-Einsparm&ouml;glichkeiten. Keine Kosten werden gescheut. Doch zwei gro&szlig;e Verursacher von Treibhausgasen werden in den Debatten bisher scheinbar bewusst ausgeklammert.<br>\nW&uuml;rde ein Kleinwagen auf 100 Kilometern 414 Liter Treibstoff verbrauchen, dann m&uuml;sste er alle zehn Kilometer tanken. Dann w&uuml;rde sich au&szlig;erdem wohl kaum jemand finden, der dieses Auto kaufen wollte. Nicht in Zeiten, in denen der Klimaschutz eine immer wichtigere Rolle spielt.<br>\nUnd doch gibt es Fahrzeuge mit solch einem Durchschnittsverbrauch &ndash; einen Leopard-2-Panzer zum Beispiel. Das Kettenfahrzeug steht hier sinnbildlich f&uuml;r zwei der weltgr&ouml;&szlig;ten Schadstoff-Emittenten, die nicht im Pariser Klimaabkommen auftauchen und vom Weltklimarat nicht zu Berichten verpflichtet werden: Krieg und R&uuml;stungsindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article211016375\/CO2-Emissionen-Krieg-und-Ruestung-die-vergessenen-Klimasuender.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Warum die Reform des Geldw&auml;scheparagraphen ihr Ziel verfehlt<\/strong><br>\nDas Strafrecht tut sich bisher au&szlig;erordentlich schwer damit, Geldw&auml;sche effektiv zu ahnden. Das Bundesjustizministerium hat deshalb am 11. August einen Gesetzentwurf vorgestellt, der den Geldw&auml;scheparagraphen 261 StGB umfassend neugestalten soll. Es geht dabei prim&auml;r darum, die Richtlinie (EU) 2018\/1673 umzusetzen. Aber der Entwurf geht bewusst &uuml;ber diese hinaus: Insbesondere soll der bisherige Vortatenkatalog gestrichen werden. Geldw&auml;sche soll sich demnach auf grunds&auml;tzlich jedwede strafbare Vortat beziehen k&ouml;nnen. Dies weitet den Tatbestand erheblich aus, weshalb der Entwurf im Gegenzug auf die bisherige Strafbarkeit der leichtfertigen Geldw&auml;sche verzichtet. Das Ministerium erwartet, dass die Geldw&auml;schestrafbarkeit damit &bdquo;deutlich h&auml;ufiger als bisher greifen&ldquo; wird. Es bleibt allerdings unklar, auf welche F&auml;lle von Geldw&auml;sche sich diese Erwartung bezieht.<br>\nWenn die Staatsanwaltschaft wegen Geldw&auml;sche ermittelt, dann zumeist gegen die eher kleinen Fische bei der Verschleierung von kriminell erworbenem Verm&ouml;gen, etwa gegen Finanzagenten, die ihre Bankkonten f&uuml;r den Transfer illegaler Gelder zur Verf&uuml;gung stellen. In komplexeren F&auml;llen, insbesondere wenn die Organisierte Kriminalit&auml;t Unternehmen betreibt oder Immobilien erwirbt, kommt es nur selten zu Verurteilungen. Allerdings ist zu bezweifeln, dass die vorgeschlagene Reform in kriminalpolitisch besonders relevanten Bereichen tats&auml;chlich die angek&uuml;ndigte &bdquo;Intensivierung der strafrechtlichen Geldw&auml;schebek&auml;mpfung&ldquo; erwarten l&auml;sst. Insofern ist dem Entwurf noch kein &uuml;berzeugendes Konzept zu entnehmen, was er genau erreichen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/warum-die-reform-des-geldwaescheparagraphen-ihr-ziel-verfehlt\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gutachter werfen Beh&ouml;rden schwere Fehler vor<\/strong><br>\n2005 verbrannte der Asylbewerber Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau. Rechtsgutachter kommen nun zu dem Schluss, dass seine Festnahme rechtswidrig war. Auch der Landesregierung machen sie bei der Aufkl&auml;rung Vorw&uuml;rfe.<br>\nMehr als 15 Jahre nach dem ungekl&auml;rten Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle haben zwei juristische Experten in einem Bericht erneut Vorw&uuml;rfe gegen Polizei, Justiz und Regierung von Sachsen-Anhalt erhoben. Sie waren vom Landtag eingesetzt worden, um die parlamentarische Aufarbeitung des Falles zu unterst&uuml;tzen.<br>\nVon der Festnahme bis zum Tod Jallohs sei so gut wie jede polizeiliche Ma&szlig;nahme fehlerhaft oder rechtswidrig gewesen, sagte einer der beiden Sonderberater des Landtags, Jerzy Montag, in Magdeburg. &ldquo;W&auml;ren diese Fehler unterblieben, dann w&auml;re Oury Jalloh mit aller gr&ouml;&szlig;ter Wahrscheinlichkeit noch am Leben&rdquo;, betonte er.<br>\nNeben Montag ist auch der fr&uuml;heren M&uuml;nchner Generalstaatsanwalt Manfred N&ouml;tzel am Gutachten. Die externen Berater legten heute nach rund acht Monaten Pr&uuml;fung und Bewertung des umfangreichen Aktenmaterials ihren mehr als 300 Seiten starken Abschlussbericht in Magdeburg vor. Ans&auml;tze f&uuml;r neue Ermittlungen sehen die beiden Berater zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fall-jalloh-gutachter-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h14\">Wenn der Staat M&ouml;rder in Uniform deckt<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48562#h14\">Der Fall Oury Jalloh: Ermittlungen sollen ausbleiben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>E-Mails belasten Verkehrsminister Scheuer<\/strong><br>\nNeue Ungereimtheiten in der Mautaff&auml;re: Bei einem Treffen von Verkehrsminister Scheuer mit den Betreibern soll es nach SPIEGEL-Informationen sehr wohl um Geld gegangen sein &ndash; anders als behauptet. (&hellip;)<br>\nDer E-Mail-Verkehr ersch&uuml;ttert nun die Version des Verkehrsministeriums zu dem nicht protokollierten Gespr&auml;ch. &ldquo;Nach den besprochenen Themen in den Spitzengespr&auml;chen werden wir bis Montag die Verg&uuml;tung &uuml;berdenken und einen neuen Vorschlag entwickeln&rdquo;, schrieb der Manager einen Tag nach dem Treffen mit dem Minister in einer E-Mail, die als Verschlusssache eingestuft wurde und in der Geheimschutzstelle des Bundestags lagert. Der Ministeriale antwortete: &ldquo;Gern erwarten wir die neuen Kalkulationen und kommen bei eventuellen R&uuml;ckfragen auf Sie zur&uuml;ck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/pkw-maut-affaere-andreas-scheuer-wegen-e-mails-unter-druck-a-00000000-0002-0001-0000-000172728799\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der R&uuml;cktritt von Herrn Scheuer ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Es handelt sich schlie&szlig;lich nicht lediglich um &bdquo;Pannen&ldquo;, sondern offenbar sagt dieser Bundesminister nicht die Wahrheit. Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die Fehlleistungen dieses Ministers hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h12\">Der n&auml;chste Crash von Andreas Scheuer<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Experten-Interview zur Wahlrechtsrefom<\/strong><br>\nRedaktion: Wie sch&auml;tzen Sie die gestern im Bundestag beschlossene Wahlrechtsreform ein?<br>\nHentschel: Das Absurdeste vorweg: Der Beschluss kann sogar dazu f&uuml;hren, dass der neue Bundestag trotz der Reform noch gr&ouml;&szlig;er wird.<br>\nRedaktion: Wie kommen Sie auf diese Aussage?<br>\nHetschel: Das ist ein ganz einfaches Rechenspiel: Holt die CSU alle Direktmandate in Bayern und f&auml;llt auf 40 Prozent der Zweitstimmen zur&uuml;ck &ndash; was nicht unrealistisch ist &ndash; bleibt rein rechnerisch die Zahl der jetzigen 709 Bundestagsageordneten im Parlament gleich oder erh&ouml;ht sich sogar um ein paar Abgeordnete. Es gibt nat&uuml;rlich auch Szenarien, in denen sich der Bundestag ein wenig verkleinert. Was aber sicher ist: Die Reform wird nicht dazu f&uuml;hren, dass die von der Verfassung vorgesehene Gr&ouml;&szlig;e des Bundestags eingehalten wird.<br>\nRedaktion: Wer sind die gr&ouml;&szlig;ten Gewinner der Wahlrechtsreform, Herr Hentschel?<br>\nHentschel: Durchgesetzt hat sich in erster Linie die CSU. Denn die k&uuml;nftige Verrechnung von &Uuml;berhangmandaten eines Bundeslandes mit Listenmandaten der gleichen Partei eines anderen Bundeslandes, trifft die CSU nicht. Der Nichtausgleich von drei &Uuml;berhangmandaten ist ein Geschenk an die Union, die k&uuml;nftig damit drei Mandate mehr hat &ndash; die ihr nicht zustehen. Ein absurder Deal!<br>\nRedaktion: Und was ist mit der SPD?<br>\nHentschel: Die SPD hat gar nichts durchgesetzt! Ihr Vorschlag war, nicht alle Direktmandate zuzuteilen, wenn die Abst&auml;nde im Wahlkreis sehr gering sind, also zum Beispiel der Wahlkreisgewinner unter 30% liegt. Das wurde &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nIm Gegenteil, die SPD br&uuml;stet sich jetzt sogar, die Reduzierung der Wahlkreise verhindert zu haben &ndash; an dieser Stelle w&auml;re sogar die CDU bereit gewesen, auf die Vorschl&auml;ge der Opposition (rot-gr&uuml;n-gelb) einzugehen.<br>\nRedaktion: Wer sind die eindeutigen Verlierer der Reform?<br>\nHentschel: Hauptverlierer sind eindeutig diejenigen, die auf der Landesliste auf den hinteren Pl&auml;tzen gew&auml;hlt werden. Verlierer sind auch die Bundesl&auml;nder, in denen keine Partei besonders stark ist. Sie bekommen k&uuml;nftig weniger Abgeordnete.<br>\nRedaktion: Die Koalition will noch in dieser Legislatur festschreiben, dass es von der Bundestagswahl 2025 an nur noch 280 Wahlkreise geben soll. Was halten Sie davon?<br>\nHentschel: Das Versprechen, 2025 dann etwas mehr zu &auml;ndern, ist wertlos. Zumal der Vorschlag, die Zahl der Wahlkreise um 19 zu reduzieren, auch nicht gerade revolution&auml;r ist. Die Opposition fordert dagegen eine Reduzierung um 49 Mandate &ndash; aber selbst das w&uuml;rde &Uuml;berhangmandate nicht g&auml;nzlich verhindern!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mehr-demokratie.de\/news\/voll\/experten-interview-zur-wahlrechtsrefom\/\">Mehr Demokratie<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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