{"id":6428,"date":"2010-08-10T08:44:40","date_gmt":"2010-08-10T06:44:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6428"},"modified":"2010-08-10T08:44:40","modified_gmt":"2010-08-10T06:44:40","slug":"hinweise-des-tages-1199","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6428","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Commerzbank zahlt keine Zinsen an den Staat; die Heuschrecken sind zur&uuml;ck; Haushaltskonsolidierung; Exporte auf Rekordkurs; die n&auml;chste Hartz IV-Generation; weniger Atommeiler, l&auml;ngere Laufzeiten; &bdquo;Riestern&ldquo; kostet Rente; SPD will Rente mit 67 aussetzen; gef&auml;hrliche Wirkstoffe f&uuml;r alte Menschen; Gesch&auml;fte mit Knastbr&uuml;dern; Finanzb&uuml;rgermeister ber&auml;t Bauunternehmen; Korruption; Milliard&auml;rsspenden; Bertelsmann regiert das Land; Propagandisten beim Namen nennen; WAZ sagt Balkan ade; auch Feinde sind Menschen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Commerzbank k&ouml;nnte um Zinszahlung f&uuml;r Staatshilfe kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Die Heuschrecken sind zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Haushaltskonsolidierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Deutsche Exporteure auf Rekordkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hartz IV, die n&auml;chste Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Weniger Atommeiler, l&auml;ngere Laufzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Entgeltumwandlung und &raquo;Riestern&laquo; &ndash; Auswirkung auf Rentenanpassung und Rentenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">SPD will Rente mit 67 aussetzen &ndash; Kompromiss zwischen Steinmeier und Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Neue Studie listet 83 potentiell gef&auml;hrliche Wirkstoffe f&uuml;r alte Menschen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Gesch&auml;fte mit Knastbr&uuml;dern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Finanzb&uuml;rgermeister: Michael F&ouml;ll ber&auml;t Bauunternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Weitere F&auml;lle von Korruptionsverdacht im Norden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Korruption: Deutschland soll Kampf gegen Bestechung von Abgeordneten versch&auml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Von der tristen Obrigkeitsgl&auml;ubigkeit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Thomas Schuler: Eine Stiftung regiert im Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Nennt die Propagandisten endlich beim Namen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Merkel-Sprecher Seibert hat R&uuml;ckfahrticket zum ZDF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">WAZ-Gruppe: Konzernchef Hombach sagt dem Balkan ade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Auch Feinde sind Menschen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6428&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Commerzbank k&ouml;nnte um Zinszahlung f&uuml;r Staatshilfe kommen<\/strong><br>\nDie deutsche Commerzbank k&ouml;nnte auch dieses Jahr keine Geb&uuml;hren f&uuml;r die Milliardenhilfe des deutschen Bundes zahlen. Dem Bund w&uuml;rden somit rund 1,5 Milliarden Euro an Zinsen entgehen. Das Handelsblatt berichtete, es bestehe die M&ouml;glichkeit, dass das Unternehmen nach deutschen Bilanzregeln 2010 erneut rote Zahlen schreibt. Ob die Commerzbank nach internationalen Vorschriften Verlust macht, ist irrelevant. Ausschlaggebend seien einzig und allein die deutschen Bilanzregel. Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;te private Bank zahlte bereits 2009 keine Geb&uuml;hren, nachdem man das Jahr mit einem Minus von 4,5 Mrd. Euro abgeschlossen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1280984343135\/Bilanztricks-Commerzbank-koennte-um-Zinszahlung-fuer-Staatshilfe-kommen\">der Standard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Heuschrecken sind zur&uuml;ck<\/strong><br>\nMit der Krise schien das Gesch&auml;ftsmodell der gef&uuml;rchteten Finanzinvestoren tot. Nun haben sie wieder Geld und Hunger. Nat&uuml;rlich ist die Branche von der Party der Jahre 2006 und 2007 noch weit entfernt. Damals wurden Deals im zweistelligen Milliardenbereich oft im Wochentakt verk&uuml;ndet, pro Jahr kamen mehr als 700 Mrd. Dollar zusammen. Im ersten Halbjahr 2010 aber haben sich die &Uuml;bernahmen durch Finanzinvestoren weltweit schon wieder auf 73 Mrd. Dollar verdoppelt. &ldquo;Insgesamt habe ich das Gef&uuml;hl: Da geht wieder was&rdquo;, freut sich Norbert Reis vom US-Investor Carlyle. Viele hatten so eine R&uuml;ckkehr kaum f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Die Branche kommt aus einer ihrer schwersten Krise. Bis 2007 hatten viele Finanzinvestoren, befl&uuml;gelt vom billigen Geld, viel zu teuer eingekauft. Pl&ouml;tzlich sa&szlig;en sie auf ihren Beteiligungen, denen sie hohe Schulden aufgebrummt hatten &ndash; und mussten vor allem eines: Werte abschreiben. Nun geht es wieder bergauf. Mit einer frappanten Ausnahme: In Deutschland ist davon wenig zu sp&uuml;ren.&nbsp; &ldquo;Es gibt in Deutschland kaum qualitativ hochwertige Unternehmen auf dem Markt&rdquo;, klagt Ken Oliver Fritz, Leiter des deutschen M&amp;A-Gesch&auml;fts von Credit Suisse.<br>\nEin gro&szlig;er Engpass ist immer noch die Finanzierung. Da die riskanten &Uuml;bernahmekredite (Leveraged Loans) weiterhin knapp sind, m&uuml;ssen Finanzinvestoren oft die H&auml;lfte des Kaufpreises oder sogar mehr mit Eigenkapital finanzieren. Im Boom waren Quoten von 20 bis 30 Prozent &uuml;blich. eine R&uuml;ckkehr zu den gewagten Finanzierungsmodellen wird es so schnell nicht geben. &ldquo;Fremdfinanzierungsquoten von 60 Prozent und mehr werden auf absehbare Zeit nicht wiederkommen&rdquo;, sagt Carlyle-Manager Reis. Die Zeit der leichten Gewinne und gro&szlig;en Hebel scheint vorerst vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/:agenda-die-heuschrecken-sind-zurueck\/50153040.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So richtig beruhigend, ist die Nachricht nicht, dass Private-Equity-Firmen noch nicht so agieren k&ouml;nnen wie vor der Krise. Denn diese Zur&uuml;ckhaltung beruht nicht auf Regulierungsma&szlig;nahmen, sondern auf der Zur&uuml;ckhaltung der Unternehmen und der geringen Bereitschaft der Banken, in das Risiko zugehen. Im Prinzip k&ouml;nnen sich Heuschrecken immer noch unbeschr&auml;nkt Geld leihen, um es den von Ihnen &uuml;bernommen Firmen als Schulden aufzub&uuml;rden. Schwierig d&uuml;rfte es bei einer &Uuml;bernahme sein, bestimmte Verschuldungsquoten vorzuschreiben, da je nach Branche und Firma unterschiedliche Belastungen denkbar sind. Variable Verschuldungsquoten w&auml;ren mit nicht geringem b&uuml;rokratischem Aufwand verbunden. Sinnvoll w&auml;re es, die Regulierung eine Stufe vor der &Uuml;bernahme anzusetzen, bei den Banken. Einen Weg zeigt der Beschluss der Bundesregierung, Vorschriften f&uuml;r so genannte Kreditverbriefungen zu versch&auml;rfen. K&uuml;nftig soll eine Bank nur dann in diese Verbriefungen investieren d&uuml;rfen, wenn der Urheber der Verbriefung mindestens 5 Prozent selbst h&auml;lt. D.h. das Risiko von Krediten darf nicht komplett weitergereicht werden.<br>\nOb die Vorschrift&nbsp; eines solchen Selbstbehalts ausreicht, darf bezweifelt werden, selbst wenn dieser in zwei Jahren auf 10% erh&ouml;ht werden sollen. Martina Metzger vom Berliner Institut f&uuml;r Finanzmarktforschung wies vor dem Finanzausschuss des Bundestags darauf hin, dass bereits heute der urspr&uuml;ngliche Kreditgeber in der Regel 10 Prozent eines Portfolios &uuml;bernehme, auch wenn dies in den Vertragstexten nicht ausdr&uuml;cklich ausgewiesen werde. Weiterhin gilt der Selbstbehalt nur einmalig und verhindert nicht eine Weiterverbriefung. Die unendliche Weiterverbriefung von Krediten war eine Ursache der Finanzkrise. Der Selbstbehalt sollte auf jeder Verbriefungsstufe vorgeschrieben sein. Vor allen sollte man sofort einen h&ouml;heren Selbstbehalt eingef&uuml;hrt werde. Die einmaligen 5 Prozent sind doch Peanuts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Haushaltskonsolidierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sparwelle rollt auf Deutschland zu<\/strong><br>\nNicht nur der Bund, auch die L&auml;nder werden den Rotstift kr&auml;ftig ansetzen m&uuml;ssen. Das schreibt die neue Schuldenbremse vor. Viele Einschnitte werden die B&uuml;rger unmittelbar zu sp&uuml;ren bekommen. Nach einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI in Essen summiert sich der Konsolidierungsbedarf der 16 L&auml;nder auf 27 Mrd. Euro. (&hellip;) Schleswig-Holstein etwa k&uuml;rzt beim Blindengeld, Niedersachsen in der Erwachsenenbildung, Hamburg will den Landeszuschuss zum Tennisturnier am Rothenbaum streichen. (&hellip;) Am h&auml;rtesten trifft die Schuldenbremse westdeutsche Fl&auml;chenl&auml;nder wie Hessen, Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz. Auch Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg, die stets mit ihren vorbildlichen Haushalten renommierten, werden ihre Ausgaben kr&auml;ftig reduzieren m&uuml;ssen. Von allen L&auml;ndern am meisten sparen muss Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:haushaltskonsolidierung-sparwelle-rollt-auf-deutschland-zu\/50154368.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Peitsche &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; wird zuk&uuml;nftig gezielt vor allem gegen den Wohlfahrtsstaat geschwungen werden. Die politisch Verantwortlichen sowie der weit &uuml;berwiegende Teil der Mainstream-Medien lenken den Blick der &Ouml;ffentlichkeit gezielt auf die Ausgabenseite des Staates und verschweigen, dass die umfangreichen Steuersenkungen der vergangenen 15 Jahre zu Gunsten der Spitzenverdiener, Verm&ouml;genden und Unternehmen auf der Einnahmenseite des Staatshaushaltes enorme Finanzl&ouml;scher hinterlassen haben. Siehe hierzu die &ldquo;Hinweise des Tages vom 8. Juni 2010&rdquo;, Ziffer 1a (<a href=\"?p=5825#h01\">&ldquo;Rechnung ohne die Realit&auml;t gemacht&rdquo;<\/a>).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Sparwahn kennt keine Tabus mehr<\/strong><br>\nUS-Bundesstaaten und deutsche Bundesl&auml;nder setzen den Rotstift an: Schulen werden geschlossen, Strassen verlottern und Beamte werden entlassen. Die reichsten Nationen der Welt zerst&ouml;ren ihre eigene Zukunft&hellip;<br>\nDeutschland beispielsweise hat in den letzten zehn Jahren mehr als die H&auml;lfte seiner Spargelder via Banken exportiert &ndash; und viel davon mit Ramschpapieren verloren. Was f&uuml;r ein Gegensatz: China h&auml;lt mit einem Konjunkturprogramm seine Wirtschaft in Schwung und baut gleichzeitig eine moderne Infrastruktur. In den reichsten L&auml;ndern des Westens streicht man Lehrerstellen, l&auml;sst Schulen und Strassen verlottern und l&ouml;scht die Stra&szlig;enbeleuchtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Der-Sparwahn-kennt-keine-Tabus-mehr\/story\/26628279\">Basler Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Exporteure auf Rekordkurs<\/strong><br>\nDer deutsche Au&szlig;enhandel hat im Juni stark angezogen. Die Exporte legten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kalender- und saisonbereinigt um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Im Mai waren die Ausfuhren um 7,9 Prozent nach oben geschnellt. Damit erweist sich das Exportgesch&auml;ft erneut als Haupttriebkraft hinter dem Aufschwung. Vor allem der Handel mit Staaten au&szlig;erhalb der Euro-Zone erlebt ein starkes Comeback. Hier legten die Ausfuhren um 37,3 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat zu, w&auml;hrend im Gesch&auml;ft mit den anderen Euro-Staaten ein Plus von 22 Prozent verzeichnet wurde.<br>\nBanken-Volkswirte sehen aber Probleme auf den Au&szlig;enhandel zukommen. &ldquo;Im zweiten Halbjahr wird es eine Verlangsamung geben, weil einige wichtige Abnehmerl&auml;ndern wie die USA Probleme haben&rdquo;, sagte Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. J&uuml;rgen Michels rechnet mit negativen Effekten des wieder st&auml;rkeren Euro. Das Exportgesch&auml;ft werde deshalb an Dynamik verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:aufschwung-aussenhandel-legt-rasantes-tempo-vor\/50154447.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die deutsche Exportindustrie profitiert zur Zeit von zwei Entwicklungen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Innerhalb der Eurozone: von dem seit vielen Jahren von Deutschland betriebenen Lohndumping.<\/em><\/li>\n<li><em>Ausserhalb der Eurozone: von der momentanen Euro-Schw&auml;che. Diese ist ganz ma&szlig;geblich auf die &ouml;konomischen Schwierigkeiten der auch unter dem deutschen Lohndumping leidenden s&uuml;deurop&auml;ischen Eurozonen-Staaten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) betreibt Kaffeesatzleserei, wenn er zum jetzigen Zeitpunkt f&uuml;r 2011 ein Exportwachstum in H&ouml;he von acht Prozent unterstellt. Denn die au&szlig;enwirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren sind hoch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Das weltweite Auslaufen der Konjunkturprogramme.<\/em><\/li>\n<li><em>Die auch und vor allem innerhalb der Eurozone anlaufende K&uuml;rzungspolitik bei den Staatsetats, insbesondere in den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten.<\/em><\/li>\n<li><em>Der von Deutschland ausgehende Druck auf die L&ouml;hne und Geh&auml;lter in zahlreichen Staaten der Eurozone und der im Zusammenspiel mit der restriktiven Haushaltspolitik drohenden deflation&auml;ren Abw&auml;rtsspirale.<\/em><\/li>\n<li><em>Die konjunkturellen Bremsspuren in den USA und China.<\/em><\/li>\n<li><em>Die weiter schwelende Finanzkrise (z.B. die Negativfolgen eines Platzens der chinesischen Immobilienblase).<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Der Versuch, die deutschen Exporte weiter anzuheizen und damit die Exportabh&auml;ngigkeit der deutschen Wirtschaft weiter zu forcieren sowie die daraus resultierenden &ouml;konomischen Probleme unserer Handelspartner (wachsende Auslandsverschuldung etc.) sind bzgl. ihres Krisenpotenzials nicht zu untersch&auml;tzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz IV, die n&auml;chste Generation<\/strong><br>\nEinmal Hartz IV &ndash; immer Hartz IV, sagt Roland Merten, Staatssekret&auml;r im Th&uuml;ringer Kultusministerium und Professor f&uuml;r Sozialp&auml;dagogik an der Uni Jena. Eine bittere Erkenntnis, an der sich nichts &auml;ndern werde, so lange sich das Bildungsniveau des Elternhauses auf die Kinder &uuml;bertr&auml;gt. In seinem neuen Buch mit Titel &ldquo;Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen&rdquo; beschreibt er, wie eng in Deutschland Armut mit Chancenlosigkeit verkn&uuml;pft ist. F&uuml;r Merten sind die Eltern die wichtigsten Weichensteller ihrer Kinder:<br>\n&ldquo;Sie geben in aller Regel genau das Anspruchsniveau an Bildung, das sie selbst haben, an ihre Kinder weiter. Wenn sie schlechte Voraussetzungen haben, auch ein niedrigeres Anspruchsniveau. Wir wissen allerdings vor dem Hintergrund der sich globalisierenden Wirtschaft, dass die Anspr&uuml;che an Bildung, die junge Menschen mitbringen m&uuml;ssen, um auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Chance zu haben, deutlich erh&ouml;ht sind. Wenn also dieses reduzierte Bildungsniveau an die eigenen Kinder weitergegeben wird, ist die Wahrscheinlichkeit, sich sp&auml;ter entsprechend schlecht positionieren zu k&ouml;nnen, mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben.&rdquo;<br>\nSchlechte Bildungschancen &ndash; eine Folge von Armut, die den Kindern aus diesen Familien zu schaffen macht. Viele weitere Punkte kommen hinzu.<br>\nRoland Merten spricht von &ldquo;multipler Deprivation&rdquo;, von vielen Faktoren der Benachteiligung, die sich gegenseitig verst&auml;rken:<br>\n&ldquo;Sie haben in der Regel eine schlechtere gesundheitliche Ausstattung als vergleichbare Kinder aus h&ouml;heren sozialen Herk&uuml;nften, sie haben eine deutlich schlechtere Ausstattung in der Frage der Wohnsituation, sie verf&uuml;gen in der Regel &uuml;ber geringere soziale Netzwerke, sie verf&uuml;gen in der Regel auch &uuml;ber geringere soziale Unterst&uuml;tzungspotenziale in Form von Nachbarn, die unter die Arme greifen und dergleichen mehr. Also sind hier verschiedene Elemente, die alle negativ in einen Kreis zusammenwirken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1243947\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weniger Atommeiler, l&auml;ngere Laufzeiten<\/strong><br>\nUm die Atomdebatte zu beenden, plant die Regierung einen Kompromiss: Alte Reaktoren sollen 2011 abgeschaltet werden &ndash; neuere k&ouml;nnten daf&uuml;r Jahrzehnte am Netz bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesregierung-vor-kompromiss-weniger-atommeiler-laengere-laufzeiten-1.985674\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p>\n<p><strong>Weltweite Uran-Vorr&auml;te werden schon heute knapp<\/strong><br>\nDer Atombrennstoff Uran wird sich einem EU-Bericht zufolge in den kommenden Jahren rasant verknappen und verteuern. Wie die &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo; unter Berufung auf die EU-Kontrollbeh&ouml;rde ESA berichtet, d&uuml;rfte sp&auml;testens ab 2020 das Uran aus den erschlossenen Minen nicht mehr ausreichen, um den heutigen Verbrauch von knapp 70 Kilotonnen Uran durch die 435 bestehenden Atomkraftwerke zu decken.<br>\nBereits seit 1990 &uuml;bersteigt demnach der Uran-Bedarf die weltweite Produktion und m&uuml;sse aus Lagerbest&auml;nden und abger&uuml;steten Atomwaffen aufgef&uuml;llt werden. Die Verknappung f&uuml;hrte bereits zwischen 2003 und 2007 zu einer Preissteigerung um 1300 Prozent, berichtet das Blatt weiter unter Berufung auf Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums. K&auml;me es zu dem von der OECD-Nuklearbeh&ouml;rde NEA angestrebten Ausbau der weltweiten AKW-Leistung von heute 375 auf mindestens 550 Gigawatt, w&auml;re laut &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo; bereits 2025 nicht mehr genug Uran am Markt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5gNf1jDbQTFzfFnoOxY759m8NaZGg\">AFP<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entgeltumwandlung und &raquo;Riestern&laquo; &ndash; Auswirkung auf Rentenanpassung und Rentenniveau<\/strong><br>\nDie infolge der Teilprivatisierung der Alterssicherung gebeutelte solidarische Rente wird durch &raquo;Riestern&laquo; und Entgeltumwandlung systematisch geschw&auml;cht. Den (vermeintlichen) &raquo;Gewinn&laquo; eines Teils der Versicherten bezahlen alle Arbeitnehmer und Rentner mit einem Verlust an solidarischer Sicherung. Beitragsfreie Entgeltumwandlung und &raquo;Riestern&laquo; mindern die Rentenanpassung und sch&ouml;nen das Rentenniveau. Die &Uuml;bersicht erl&auml;utert die Wirkungszusammenh&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2010\/2010-08-09%20Entgeltumwandlung.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 163 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD will Rente mit 67 aussetzen &ndash; Kompromiss zwischen Steinmeier und Gabriel<\/strong><br>\nDie SPD will die Rente mit 67 solange aussetzen, bis ein gr&ouml;&szlig;erer Anteil &auml;lterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt tats&auml;chlich auch Besch&auml;ftigung findet. Dies sieht ein Kompromissvorschlag von SPD-Fraktionsvize Olaf Scholz im parteiinternen Rentenstreit vor. Eine Quote wird in dem Papier nicht genannt.<br>\nDGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach erkl&auml;rte dazu: &raquo;Kaum jemand schafft zur Zeit die 65, von der 67 gar nicht zu reden.&laquo; Sie wertete den noch von der Gro&szlig;en Koalition getroffenen Beschluss zur Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre als &raquo;eine fatale Fehlentscheidung&laquo;. Gebraucht w&uuml;rden stattdessen Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r 62- und 63-J&auml;hrige sowie anst&auml;ndige L&ouml;hne und gesunde Arbeitsbedingungen f&uuml;r Alt und Jung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/177103.spd-will-rente-mit-67-aussetzen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar aus dem Sprengsatz:<\/strong> Sigmar Gabriel erinnert an den Wilderer, der vom F&ouml;rster im Wald &nbsp;mit einem Wildschwein &uuml;ber der Schulter erwischt wird. Der F&ouml;rster wirft ihm vor, illegal Wild geschossen zu haben, worauf der Wilderer emp&ouml;rt antwortet: &ldquo;Das w&uuml;rde ich nie tun&rdquo;. Als ihm der F&ouml;rster sagt, er trage es doch auf der Schulter und sei damit auf frischer Tat ertappt,&nbsp;schaut der Wilderer&nbsp;auf seine Schulter&nbsp;und schreit v&ouml;llig &uuml;berrascht auf.So macht es Gabriel mit der Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 67. V&ouml;llig &uuml;berrascht stellt er pl&ouml;tzlich fest, dass es f&uuml;r Menschen im Rentenalter kaum Arbeitspl&auml;tze gebe.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3463\">Sprengsatz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Studie listet 83 potentiell gef&auml;hrliche Wirkstoffe f&uuml;r alte Menschen auf<\/strong><br>\nFast 40 Prozent aller Altenheimbewohner in Deutschland bekommen Arzneimittel verschrieben, die gef&auml;hrliche Nebenwirkungen hervorrufen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/presse\/-\/id=1197424\/nid=1197424\/did=6746702\/ab5afp\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gesch&auml;fte mit Knastbr&uuml;dern<\/strong><br>\nDie riesigen Hochsicherheitstrakte f&uuml;r Straft&auml;ter haben sich in den USA zu einem Industriezweig entwickelt, der zu den lukrativsten Branchen &uuml;berhaupt geh&ouml;rt. Wer mit der Order auch sein Gewissen aufgibt, findet in US-Gef&auml;ngnisaktien solide Papiere. Die Investition in die entsprechenden Aktien eignet sich nur f&uuml;r Investoren, die mit einem zynischen Kalk&uuml;l bei der Geldanlage keine Schwierigkeiten haben, denn viele Gef&auml;ngnisse sind katastrophal &uuml;berbelegt. Und die auch mit Gleichungen wie diesen leben k&ouml;nnen: je gr&ouml;&szlig;er die Armut, desto mehr Kriminalit&auml;t. &ldquo;Aktien von Gef&auml;ngnisbetreibern haben geradezu eine negative Korrelation zur wirtschaftlichen Entwicklung&rdquo;, sagt Thomas K&ouml;rfgen, Fondsmanager bei SEB. &Auml;hnlich sieht es Rick Nelson, Analyst bei der Bank Morgan Joseph: Auch in Zukunft br&auml;uchten die Beh&ouml;rden st&auml;ndig mehr Platz, um die neu Verurteilten unterzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:geldanlage-am-rande-des-geschmacks-geschaefte-mit-knastbruedern\/50152191.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der privatisierte Strafvollzug steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Aber Immobilienunternehmen, Sicherheits- und Baufirmen stehen in den Startl&ouml;chern, es winkt die Knast-AG.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Finanzb&uuml;rgermeister: Michael F&ouml;ll ber&auml;t Bauunternehmen<\/strong><br>\nstuttgarter-nachrichten.de berichtet, der Stuttgarter Finanzb&uuml;rgermeister Michael F&ouml;ll (CDU) berate das Bauunternehmen Wolff &amp; M&uuml;ller seit Juli 2010 als Beiratsmitglied. Er sei einer der Hauptbef&uuml;rworter des Bahn- und Immobilienprojekts Stuttgart 21. Das Unternehmen Wolff &amp; M&uuml;ller habe einen der ersten Auftr&auml;ge erhalten. Es werde gemutma&szlig;t, die Berufung F&ouml;lls sei eine &ldquo;Belohnung&rdquo;. F&ouml;ll weise die Vorw&uuml;rfe als &ldquo;v&ouml;llig haltlos&rdquo; zur&uuml;ck: &ldquo;Die Vergabe des R&uuml;ckbaus war allein Sache der Bahn.&rdquo; Als Wahlbeamter m&uuml;sse F&ouml;ll eine j&auml;hrliche Zusatzverg&uuml;tung &uuml;ber 6.100 Euro bei der Stadt abliefern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.finanzbuergermeister-michael-foell-beraet-bauunternehmen.3c9adcea-931a-4dee-98fb-28f786a49426.html\">Stuttgarter Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir habe immer wieder darauf hingewiesen, man sollte bei allen Vorhaben dieser Art immer zuerst danach fragen, wer daran verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weitere F&auml;lle von Korruptionsverdacht im Norden<\/strong><br>\nwelt.de berichtet, der schleswig-holsteinische Anti-Korruptionsbeauftragte habe laut seinem Halbjahresbericht in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt 26 Hinweise auf m&ouml;gliche Bestechung entgegengenommen. Sieben Tipps sollen so konkrete Hinweise enthalten haben, dass die Staatsanwaltschaft ermittele. Seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren habe er insgesamt 251 Hinweise erhalten, von denen 51 zu strafrechtlichen Ermittlungen gef&uuml;hrt haben sollen. Im Bausektor und bei der Auftragsvergabe sei Korruption weiterhin besonders verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/regioline_nt\/hamburgschleswigholstein_nt\/article8773090\/Weitere-Faelle-von-Korruptionsverdacht-im-Norden.html\">Welt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Korruption: Deutschland soll Kampf gegen Bestechung von Abgeordneten versch&auml;rfen<\/strong><br>\nderwesten.de berichtet, die vom Europarat gegr&uuml;ndete Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) fordere von Deutschland eine Versch&auml;rfung der Vorschriften gegen die Bestechung von Parlamentariern und Diplomaten. Nur selten werde gegen sie ermittelt. Unbefriedigend sei auch, dass Informationen &uuml;ber die Finanzierung politischer Parteien der &Ouml;ffentlichkeit erst mit erheblicher Verz&ouml;gerung zug&auml;nglich gemacht w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/Deutschland-soll-Kampf-gegen-Bestechung-von-Abgeordneten-verschaerfen-id3299426.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von der tristen Obrigkeitsgl&auml;ubigkeit in Deutschland<\/strong><br>\nUlf Poschardt w&uuml;rzt in der Spendendebatte nach und erkennt darin eine &ldquo;giftige Respektlosigkeit gegen&uuml;ber denjenigen, die es zu etwas gebracht haben&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wie h&auml;tte es anders sein sollen&rdquo;: Die deutsche &Ouml;ffentlichkeit und Politiker, mit Ausnahme der FDP-Mitglieder, zeigen sich angesichts der Spendenfreude amerikanischer Milliard&auml;re wieder einmal nur emp&ouml;rt, missg&uuml;nstig und argw&ouml;hnisch, so fasst Ulf Poschardt in der heutigen Welt am Sonntag die hiesigen Reaktionen auf die &ldquo;The Giving Pledge&rdquo;-Initiative, angef&uuml;hrt von Bill und Melinda Gates und Warren Buffet zusammen (siehe US-Superreiche verpflichten sich, mehr als die H&auml;lfte ihres Verm&ouml;gens zu spenden).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33100&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><br>\nBezugsbeitrag: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article8874274\/Die-deutschen-Politiker-fuerchten-die-Idee-der-Spende.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Thomas Schuler: Eine Stiftung regiert im Land<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung regiert Deutschland mit. Dabei ist sie undemokratisch und dient als Steuersparmodell. Die Stiftung bestreitet dies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/die-methode-bertelsmann-1\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nennt die Propagandisten endlich beim Namen<\/strong><br>\nBei einer Schnellrecherche in den drei gro&szlig;en Talkshows von Will, Illner und Plasberg habe ich allein im ersten Hlabjahr 2010 21 Besuche von Abgesandten der INSM oder ihr Nahestehenden gez&auml;hlt. &hellip; Das Perfide daran ist nicht nur, da&szlig; die Leute dort sitzen, ohne da&szlig; der Zuschauer in der Regel etwas davon erf&auml;hrt. Die &ldquo;Experten&rdquo;, die dort h&auml;ufig besprochen werden, geh&ouml;ren n&auml;mlich demselben Verein an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=4255\">feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Merkel-Sprecher Seibert hat R&uuml;ckfahrticket zum ZDF<\/strong><br>\nDer neue Regierungssprecher Steffen Seibert kann wieder zu seinem bisherigen Arbeitgeber ZDF zur&uuml;ckkehren &ndash; wenn er denn will. So ein R&uuml;ckkehrrecht sei &uuml;blich, wenn ein Sender- Mitarbeiter in ein &ouml;ffentliches Amt wechsele, sagte ein ZDF-Sprecher der dpa in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/merkel-sprecher-seibert-hat-rueckfahrticket-zum-zdf-1591200.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>WAZ-Gruppe: Konzernchef Hombach sagt dem Balkan ade<\/strong><br>\nD&uuml;sseldorf- Laut handelsblatt.com will sich die WAZ-Gruppe nach f&uuml;nfzehn Jahren aus S&uuml;dosteuropa zur&uuml;ckziehen und noch in diesem Jahr ihre Beteiligungen in Serbien und Rum&auml;nien verkaufen. Ausl&ouml;ser sei der weitverbreitete Machtmissbrauch und die Vetternwirtschaft. &bdquo;Die engen Verflechtungen zwischen Oligarchen und der politischen Macht vergiften den Markt&rdquo;, so der Chef des Essener Medienkonzerns, Bodo Hombach. In einigen L&auml;ndern S&uuml;dosteuropas gebe es kaum noch faire Wettbewerbsbedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/waz-gruppe-konzernchef-hombach-sagt-dem-balkan-ade;2628433\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob wohl der WAZ-Konzern nun auch Hombach ade sagt? Er wurde schlie&szlig;lich Chef des Konzerns, weil er durch seine damaligen Kontakte als EU-Beauftragter diese Gesch&auml;fte auf dem Balkan an Land zog.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Auch Feinde sind Menschen<\/strong><br>\nWer dabei gegen die gezielte T&ouml;tung von Menschen votiert, muss nicht notwendig ein naiver Idealist sein. Er kann etwa &ndash; wie die Bundeswehr &ndash; die Gefangennahme feindlicher K&auml;mpfer deren T&ouml;tung vorziehen. Wer f&uuml;r diese T&ouml;tung spricht, ist nicht zwangsl&auml;ufig skrupellos, sondern kann mit der Hoffnung argumentieren, so viele Leben auf beiden Seiten der Front zu retten. Bei solch schwierigen Entscheidungsprozessen hilft Emp&ouml;rung nicht weiter, sondern nur n&uuml;chternes Abw&auml;gen. Dazu geh&ouml;rt auch das Eingest&auml;ndnis, dass es keine einfache, von Schuld freie L&ouml;sung gibt.<br>\nIst Emp&ouml;rung also unangebracht beim Blick nach Afghanistan? Nein. Mindestens zwei Tatbest&auml;nde verdienen sie: Wenn tats&auml;chlich eine gro&szlig;e Zahl von Namen auf den T&ouml;tungslisten steht, wenn auch nur bei einigen von ihnen lediglich vage Verdachtsmomente vorliegen &ndash; dann ist die Grenze des ethisch Verantwortbaren &uuml;berschritten. Gleiches gilt f&uuml;r die Sprache, in der Petraeus seine Strategie verk&uuml;ndet hat. Er sprach in Bildern der Jagd auf Tiere. Diese Sprache schlie&szlig;t den Feind aus dem Kreis der Menschen aus. Sie reduziert die ethischen Bedenken, die T&ouml;tungshemmungen der eigenen Soldaten. Das ist eine uralte milit&auml;rische Strategie. Sie macht den Krieg leichter &ndash; und nach dem Krieg das Zusammenleben von Siegern und Besiegten viel schwerer. Beides ist ethisch nicht zu verantworten. Denn auch der &auml;rgste Feind ist ein Mensch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/andere-meinung\/auch-feinde-sind-menschen\/1900450.html;jsessionid=434AD6E302D4C461B8F104409F8588BF\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur, was hei&szlig;t das konkret? Im letzteren Fall m&uuml;sste die Bundesregierung bei der US Regierung vorstellig werden und gegen die Hetze der US Milit&auml;rs auf das Sch&auml;rfste protestieren. Und was die Todesliste betrifft, so d&uuml;rften die im letzten Jahr dem Au&szlig;enpolitischen Ausschuss im US-Senat genannten 367 Personen kaum in der von Michael Bongardt geforderten Weise &uuml;berpr&uuml;ft worden sein. Schon die 50 afghanischen Drogenh&auml;ndler auf dieser Liste werfen einige Fragen auf. Anscheinend gen&uuml;gt eine Verbindung dieser Dealer zu den Taliban, um sie auf diese Liste zu bringen. Einmal abgesehen davon, dass die Drogenbarone auf Seiten Karsais (z. B sein Halbbruder Ahmad Wali Karsai) auf diese Weise leicht l&auml;stige Konkurrenz entsorgen k&ouml;nnen, scheint der Kampf gegen den Drogenhandel keine Rolle zu spielen. Hauptsache der Drogenanbau und Handel tr&auml;gt nicht zur Finanzierung der Taliban bei. &ndash; Dass der Tagesspiegel dazu einl&auml;dt, das Thema zu diskutieren, ist durchweg zu begr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Commerzbank zahlt keine Zinsen an den Staat; die Heuschrecken sind zur&uuml;ck; Haushaltskonsolidierung; Exporte auf Rekordkurs; die n&auml;chste Hartz IV-Generation; weniger Atommeiler, l&auml;ngere Laufzeiten; &bdquo;Riestern&ldquo; kostet Rente; SPD will Rente mit 67 aussetzen; gef&auml;hrliche Wirkstoffe f&uuml;r alte Menschen; Gesch&auml;fte mit Knastbr&uuml;dern; Finanzb&uuml;rgermeister ber&auml;t Bauunternehmen; Korruption; Milliard&auml;rsspenden; Bertelsmann regiert das Land;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6428\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6428","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6428"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6432,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6428\/revisions\/6432"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}