{"id":64327,"date":"2020-09-02T08:34:42","date_gmt":"2020-09-02T06:34:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327"},"modified":"2020-09-02T08:34:42","modified_gmt":"2020-09-02T06:34:42","slug":"hinweise-des-tages-3688","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h01\">Prozess gegen Assange geht weiter, begleitet von weltweiten Protesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h02\">Albright Stargast bei Gr&uuml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h03\">Skrupelloser Nachbar? Der schwierige Umgang mit Putins Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h04\">Antikriegstag 1. September: Spannungen, Konflikte, neue Kriegsgefahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h05\">Der strategische Kompass der EU (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h06\">US-Kontrolle des Hafens von Alexandroupolis wird nicht dazu beitragen, Griechenland vor der T&uuml;rkei zu sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h07\">USA versch&auml;rfen erneut Sanktionen und wollen Venezuela komplett von Dieselzufuhr abschneiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h08\">Von Jahr zu Jahr wird der Fehlbetrag gr&ouml;&szlig;er: Hartz IV und die Stromkosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h09\">Schluss mit Einsch&uuml;chterung und Drohungen gegen die Streikenden bei Charit&egrave; CFM!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h10\">Arm trotz Arbeit: Niedersachsen an der Spitze bei Niedrigl&ouml;hnen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h11\">Neue Corona-Reisewarnungen: Reisechaos in Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h12\">Kollabierte Kommunikation: Was, wenn am Ende &laquo;die Covidioten&raquo; recht haben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64327#h13\">Sollte man den Rezipienten zum besseren Menschen erziehen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Prozess gegen Assange geht weiter, begleitet von weltweiten Protesten<\/strong><br>\nAm 7. September 2020 wird die absurde Auslieferungsanh&ouml;rung von Julian Assange f&uuml;r 3-4 Wochen wieder aufgenommen. Sollte er an die USA ausgeliefert werden &ndash; wo ihm kein Schutz nach dem &bdquo;Ersten Verfassungszusatz&ldquo; gew&auml;hrt wird &ndash; drohen ihm 175 Jahre in einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis. Die USA und Gro&szlig;britannien, unterst&uuml;tzt von Ecuador, Schweden und anderen, versuchen, Assange und WikiLeaks zum Schweigen zu bringen. Ihr Ziel ist es, einen Pr&auml;zedenzfall zu schaffen, der weltweit die M&ouml;glichkeit zur Ver&ouml;ffentlichung von Informationen massiv einschr&auml;nken wird, welche Regierungen geheim halten wollen, und auch unsere kollektive F&auml;higkeit, uns auf der Grundlage dieser Informationen zu organisieren und zu handeln.<br>\nDer Schauprozess gegen Assange ist der Beginn der beabsichtigten Zerst&ouml;rung unseres Rechts auf eine freie, unabh&auml;ngige, scharfsinnige und investigative Presse. Die USA wollen insbesondere die Berichterstattung &uuml;ber die nationale Sicherheit kriminalisieren und im Keim ersticken, ebenso wie Ma&szlig;nahmen, die Journalisten ergreifen, um ihre Quellen zu sch&uuml;tzen. Der Versuch der USA, Journalismus und den &ouml;ffentlichen Zugang zu Informationen als &bdquo;Verschw&ouml;rung zur Spionage&ldquo; zu bezeichnen, ist nach demokratischen Standards inakzeptabel, da er das Recht der &Ouml;ffentlichkeit zerst&ouml;rt, zu erfahren, was Regierungen in ihrem Namen tun.<br>\n[&hellip;.] W&auml;hrend der Wochen der Anh&ouml;rung und dar&uuml;ber hinaus werden Gruppen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt alle verf&uuml;gbaren kreativen Mittel offline und online nutzen, um ihre Solidarit&auml;t zum Ausdruck zu bringen, diesen absurden Justizbetrug anzuprangern, Julian Assange zu verteidigen und den Schutz journalistischer Quellen zu feiern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.freeassange.eu\/2020\/09\/01\/aufruf-solidaritat-mit-assange\/%20\">Free Assange<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Diese traurige Farce, welche am n&auml;chsten Montag fortgesetzt werden soll, m&uuml;sste eigentlich Journalisten jedweder Couleur wachr&uuml;tteln. Es lohnt sich nicht nur f&uuml;r Journalisten an einer der zahlreichen Mahnwachen teilzunehmen. F&uuml;r die Mahnwache am 3.9. in Berlin sind z.B. der Journalist Michael Sontheimer (Der Spiegel) und der Friedensaktivist Rainer Braun als Redner angek&uuml;ndigt und die <a href=\"https:\/\/wearemillions.org\/\">We are Millions Aktion<\/a> kommt <a href=\"https:\/\/freeassange.wixsite.com\/frankfurt\/termine\">am Samstag nach Frankfurt<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Auch bei den n&auml;her liegenden Mahnwachen ist es h&ouml;chstwahrscheinlich, dass man auf interessante und engagierte Menschen trifft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Details zu den Orten und Terminen der Aktionen finden Sie ebenfalls unter <a href=\"https:\/\/blog.freeassange.eu\/2020\/09\/01\/aufruf-solidaritat-mit-assange\/\">blog.freeassange.eu\/2020\/09\/01\/aufruf-solidaritat-mit-assange\/<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Albright Stargast bei Gr&uuml;nen<\/strong><br>\nFraktion redet mit fr&uuml;herer US-Au&szlig;enministerin &uuml;ber transatlantische Beziehung<br>\nMadeleine Albright hat mit den Gr&uuml;nen nur gute Erfahrungen gemacht. Als Au&szlig;enministerin in der Administration des damaligen US-Pr&auml;sidenten Bill Clinton arbeitete sie um die Jahrtausendwende eng mit ihrem deutschen Amtskollegen Joschka Fischer zusammen. Nachdem ihre Politikerkarrieren vorbei waren, verschaffte Albright dem Gr&uuml;nen sogar einen Job bei ihrer Washingtoner Beraterfirma.<br>\nNun hat die Bundestagsfraktion der Gr&uuml;nen die US-Demokratin als Stargast f&uuml;r ihre Herbstklausur am Mittwoch angek&uuml;ndigt. Ein Thema wird dann die im November anstehende Pr&auml;sidentschaftswahl in den USA sein, bei der Albrights Parteikollege Joe Biden gegen Amtsinhaber Donald Trump antritt. Nach Auskunft der Gr&uuml;nen-Pressestelle werden die Abgeordneten mit Albright auch &uuml;ber &raquo;den Zustand der transatlantischen Beziehungen diskutieren&laquo;. Die US-Amerikanerin werde der Klausur digital zugeschaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1141191.aussen-und-militaerpolitik-albright-stargast-bei-gruenen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Skrupelloser Nachbar? Der schwierige Umgang mit Putins Russland<\/strong><br>\nLukaschenko erh&auml;lt R&uuml;ckendeckung aus Moskau. Der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin hat erkl&auml;rt, dass seine Regierung bereit sei, bei einer weiteren Zuspitzung der Lage mit Einsatzkr&auml;ften zu helfen. (&hellip;) Die Europ&auml;er sind in einer schwierigen Lage. Sie wollen sich aus dem Konflikt heraushalten und gleichzeitig die Protestierenden unterst&uuml;tzen. Das Verh&auml;ltnis zu Russland ist ohnehin angespannt &ndash; zuletzt durch den Fall von Alexej Nawalny. Der prominenteste russische Kreml-Kritiker liegt derzeit im k&uuml;nstlichen Koma in der Berliner Charit&eacute;. Die &Auml;rzte fanden Hinweise auf eine Vergiftung. (&hellip;) M&uuml;ssen die Europ&auml;er ihren Druck verst&auml;rken? Und welche Interessen verfolgt Putin gegen&uuml;ber Europa?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/presseclub\/sendungen\/belarus-120.html%20\">Presseclub\/ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Ein bewusstloser &ldquo;Kreml-Kritiker&ldquo; und eine vom Westen hofierte Protestbewegung in Belarus &ndash; das ruft die &uuml;bliche Meinungsmache auf den Plan. In dieser Sendung gleich mit zwei verdienten Vertreterinnen: Golineh Atai und Gesine Dornbl&uuml;th. Und Andrey Kurkov von der Deutschen Welle erkl&auml;rt, Lukaschenko handele eindeutig gem&auml;&szlig; der &bdquo;Putin&rsquo;schen Schule&ldquo;. Kurkov w&uuml;rde das &ldquo;als die Maduro-Strategie oder die Assad-Strategie bezeichnen&ldquo;. Die Sendung ist ein Sammelsurium an Verk&uuml;rzungen und fragw&uuml;rdigen Bez&uuml;gen &ndash; erwartungsgem&auml;&szlig;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Antikriegstag 1. September: Spannungen, Konflikte, neue Kriegsgefahren<\/strong><br>\nStellungnahme der AG Globalisierung und Krieg und der Projektgruppe Europa<br>\nGegenw&auml;rtig erleben wir, wie sich in atemberaubendem Tempo ein neuer Kalter Krieg anbahnt. Fast t&auml;glich eskaliert die Trump-Administration mit Sanktionen, Verboten und Drohungen die Spannungen mit China. Auch mit Russland, das schon mit der Ostererweiterung der NATO in den 90er Jahren wieder zum Feind gemacht wurde, wird eine Konfrontationspolitik verfolgt, an der sich auch Deutschland und die EU mit Eifer beteiligen. Dabei ist Deutschland u.a. wegen der geplanten neuen Gaspipeline aus Russland selber Ziel von US-Sanktionsdrohungen. Die Gefahr eines Krieges zwischen den Gro&szlig;m&auml;chten, die seit den 1990er Jahren gebannt schien, ist zur&uuml;ck. Aber auch &bdquo;nur&ldquo; ein neuer kalter Krieg, mit Wettr&uuml;sten, hemmungsloser Feinbildproduktion und permanentem Alarm- und Krisenzustand w&auml;re fatal. Er w&auml;re eine permanente globale Konflikt- und Kriegsdrohung.<br>\nAuch regionale Konflikte mit internationalen Dimensionen &ndash; Ukraine, &ouml;stliches Mittelmeer, Nahostregion, koreanischen Halbinsel u.a. &ndash; gef&auml;hrden die internationale Sicherheit.<br>\nDabei steckt die Menschheit in einer Zivilisationskrise, die globale Kooperation bei der Bek&auml;mpfung von Klima- und Umweltkrisen, Corona-Pandemie, globaler Armut und der L&ouml;sung der Probleme von Flucht und Migration zwingender macht als je zuvor&hellip;.<br>\n(&hellip;) Emanzipatorischer Internationalismus in der neuen Welt(un)ordnung<br>\nDie internationalen Umbr&uuml;che und ihre Wechselwirkung mit den planetarischen Krisen ver&auml;ndern auch die Rahmenbedingungen emanzipatorischer Politik. Das hat bisher jedoch kaum Eingang in deren Agenda gefunden. Darum muss eine friedenspolitische Strategie her, die den Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird. Eckpunkte einer solchen Strategie w&auml;ren eine neue Politik der Koexistenz, Respekt f&uuml;r die verbindlichen Normen des V&ouml;lkerrechts, Initiativen zur Vertrauensbildung und Entspannung mit China und Russland, Abr&uuml;stungsinitiativen, Aufl&ouml;sung der Milit&auml;rb&uuml;ndnisse, St&auml;rkung der UNO und des Multilateralismus und regionaler Institutionen, sowie die Umlenkung von Ressourcen zur Finanzierung globaler &ouml;ffentlicher G&uuml;ter.<br>\nFrieden ist zwar nicht alles, aber ohne Frieden ist alles andere nichts!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac-netzwerk.de\/fileadmin\/user_upload\/AGs\/Globalisierung_und_Krieg\/mitteilung\/20200901_AG_GuK___PG_Europa_Antikriegstag.pdf\">Attac<\/a>\n<p><strong>dazu: Drei Mal ist ein Trend: Russland meldet erneut Abfangj&auml;ger gegen Orion der Deutschen Marine<\/strong><br>\nZum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit haben die russischen Streitkr&auml;fte den Start von Abfangj&auml;gern gegen Seefernaufkl&auml;rer der Deutschen Marine &uuml;ber der Ostsee &ouml;ffentlich gemacht &ndash; da vermutlich die deutschen Orion P-3C regelm&auml;&szlig;ig in diesem Luftraum unterwegs sind, ist diese H&auml;ufung auff&auml;llig und reiht sich ein in die zunehmenden Meldungen &uuml;ber solche Aktivit&auml;ten in dieser Region.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2020\/09\/drei-mal-ist-ein-trend-russland-meldet-erneut-abfangjaeger-gegen-orion-der-deutschen-marine\/\">Augen geradeaus!<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.F.:<\/strong> Wer provoziert wen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der strategische Kompass der EU (II)<\/strong><br>\nBerlin treibt die Fokussierung der EU-Milit&auml;rpolitik und die Verzahnung europ&auml;ischer Streitkr&auml;fte im NATO-Rahmen voran.<br>\nMit einer klareren Fokussierung der EU-Milit&auml;rpolitik und einem Ausbau der europ&auml;ischen Streitkr&auml;ftekooperation im NATO-Rahmen will die Bundesregierung die milit&auml;rische Schlagkraft Europas st&auml;rken. Zum einen soll die EU noch w&auml;hrend der deutschen Ratspr&auml;sidentschaft einen &ldquo;strategischen Kompass&rdquo; erhalten, der die teilweise weit divergierenden geostrategischen Interessen innerhalb der Union b&uuml;ndeln soll. Als Grundlage ist eine gemeinsame Bedrohungsanalyse vorgesehen, die zur Zeit von den Geheimdiensten der EU-Mitgliedstaaten vorbereitet wird. Zugleich treibt Berlin die Kooperation innerhalb des Framework Nations Concept (FNC) der NATO voran; dabei werden Truppen verschiedener Staaten mit Blick auf gemeinsame Operationen zusammengef&uuml;hrt und insbesondere Einheiten kleinerer Mitgliedstaaten dem Kommando gro&szlig;er NATO-L&auml;nder, nicht zuletzt Deutschlands, unterstellt. Parallel zum Ausbau der kontinentalen Milit&auml;rkooperation setzt Berlin auf die &ldquo;E3&rdquo;: einen lockeren Zusammenschluss mit Frankreich und Gro&szlig;britannien, der das britische Milit&auml;rpotenzial nach dem Brexit f&uuml;r die EU verf&uuml;gbar halten soll&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8368\/%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der zu erarbeitende &bdquo;strategische Kompass&ldquo; soll wohl kl&auml;ren, welches Land die NATO denn nun zuerst angreifen soll.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Zum Verbot des Angriffskrieges<\/strong><br>\nArtikel 26 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG): Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der V&ouml;lker zu st&ouml;ren, insbesondere die F&uuml;hrung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.<br>\n(&hellip;) Eine Definition des Angriffskrieges fehlt im deutschen Recht. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) einigte sich 1974 in der Resolution 3314 darauf, dass darunter eine milit&auml;rische Aggression in Gestalt eines Erstschlags zu verstehen ist. Als einzelne Formen kommen nach Art. 3 der Resolution in Betracht: Invasion und Annexion, Bombardierung und Waffeneinsatz gegen fremdes Territorium, Blockade der H&auml;fen und K&uuml;sten, Angriffe gegen fremde Streitkr&auml;fte, die Handels- oder Luftflotte, Einsatz der im Ausland stationierten Streitkr&auml;fte entgegen den vertraglichen Abmachungen, &Uuml;berlassung des eigenen Territoriums f&uuml;r Aggressionsakte gegen einen dritten Staat, Entsendung bewaffneter Banden, Freisch&auml;rler, S&ouml;ldner usw. auf fremdes Territorium. Nach Art. 5 der Resolution ist der Angriffskrieg ein Verbrechen gegen den Weltfrieden mit voller strafrechtlicher und Wiedergutmachungs-Verantwortlichkeit&hellip;<br>\nUN-Charta<br>\nAm 26. Juni 1945 vereinbarten 50 Unterzeichnerstaaten als Mitglieder der UN in San Francisco die UN-Charta, bis heute die wichtigste v&ouml;lkerrechtliche Regelung, Sie enth&auml;lt in Art 2 Nr. 3 die Verpflichtung, dass alle Mitglieder der UN ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel so beizulegen haben, dass der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gef&auml;hrdet werden. Gem&auml;&szlig; Art. 2 Nr. 4 haben alle Mitglieder in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh&auml;ngigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der UN unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt zu unterlassen&hellip;<br>\nDer Sicherheitsrat stellt gem&auml;&szlig; Art. 39 fest, ob eine Bedrohung oder ein Bruch des Friedens oder eine Angriffshandlung vorliegt. Er gibt Empfehlungen ab oder beschlie&szlig;t, welche Ma&szlig;nahmen auf Grund von Art. 41 (Sanktionen ohne Gewaltanwendung) oder Art. 42 (milit&auml;rische Sanktionen mit Luft-, See- oder Landstreitkr&auml;ften) zu treffen sind, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren oder wiederherzustellen&hellip;<br>\nDas Hauptrechtsprechungsorgan der UN ist der Internationale Gerichtshof (IGH) (Art. 92 der Charta)&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/zum-verbot-des-angriffskrieges\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Kontrolle des Hafens von Alexandroupolis wird nicht dazu beitragen, Griechenland vor der T&uuml;rkei zu sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nUnter dem Deckmantel des Schutzes der Sicherheit werden die USA einen strategischen Mittelmeerhafen kontrollieren<br>\nDer griechische Private Asset Utilization Fonds (HRADF) wird eine 67%ige Beteiligung am Hafen Alexandroupolis in Nordgriechenland nahe der Grenze zur T&uuml;rkei und Bulgarien verkaufen. Es wird vermutet, dass zwei amerikanische Unternehmen an dem Gesch&auml;ft interessiert sind. Der Verkauf eines Hafens, der f&uuml;r US-Unternehmen von strategischer Bedeutung ist, wirft in Griechenland in Verbindung mit der Verf&uuml;gbarkeit der Anlage f&uuml;r US- und NATO-Truppen viele Fragen auf&hellip;<br>\nEs ist erw&auml;hnenswert, dass die Unterzeichnung eines neuen Verteidigungsabkommens zwischen Athen und Washington im Oktober 2019 den Amerikanern die Freiheit gab, die Seehafeninfrastruktur des Landes zu nutzen. Tats&auml;chlich haben die USA ihre Interessen am Hafen von Alexandroupolis bereits im September 2019 angek&uuml;ndigt.<br>\nDer Verkauf von H&auml;fen ist aus Gr&uuml;nden der nationalen Sicherheit und Souver&auml;nit&auml;t &auml;u&szlig;erst riskant. Die Privatisierung von H&auml;fen bedeutet die Deregulierung von Staatseigentum und die &Uuml;bertragung aller Funktionen und Transaktionen auf den privaten Sektor anstelle der staatlichen Sicherheit. Was wird geschehen, wenn ein ausl&auml;ndischer Investor wie die USA in die Verwaltung der H&auml;fen in der &Auml;g&auml;is eingebunden wird, die eine unersetzliche Rolle f&uuml;r die Grenze und die nationale Verteidigung Griechenlands spielt, insbesondere in einer Zeit, in der die T&uuml;rkei ihre Kriegsrhetorik gegen Griechenland verst&auml;rkt?<br>\n(&hellip;) Da die Sicherheit gegen die fortgesetzte Aggression der T&uuml;rkei f&uuml;r Griechenland im Augenblick die gr&ouml;&szlig;te Priorit&auml;t hat, versucht Washington, aus der t&uuml;rkischen Aggression gegen Griechenland Kapital zu schlagen, indem es versucht, Athen in seine Richtung zu lenken. Obwohl das griechische Establishment verzweifelt einen US-Marinest&uuml;tzpunkt in Alexandroupolis anstrebt, gibt es in der &Ouml;ffentlichkeit starke Ressentiments dagegen, zumal US-Pr&auml;sident Donald Trump eher seinen eigenen privaten Gesch&auml;ftsinteressen in der T&uuml;rkei dient als denen seines Landes und der amerikanischen Verb&uuml;ndeten. F&uuml;r aufmerksame Beobachter der t&uuml;rkisch-amerikanischen Beziehungen ist Trumps Beschwichtigung der t&uuml;rkischen Aggression eklatant offensichtlich&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2020_08_30_uskontrolle.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>USA versch&auml;rfen erneut Sanktionen und wollen Venezuela komplett von Dieselzufuhr abschneiden<\/strong><br>\nDie umfassenden und v&ouml;lkerrechtswidrigen US-Sanktionen gegen Venezuela sollen erneut versch&auml;rft werden. Ziel: V&ouml;lliger Lieferstopp von Diesel, der in dem s&uuml;damerikanischen Land das R&uuml;ckgrat f&uuml;r die Stromproduktion liefert. Doch selbst Vertreter der Opposition warnen vor den Folgen.<br>\nWie unter anderem das deutschsprachige Fachportal zu Lateinamerika amerika21 berichtet, haben die USA beschlossen, die bisherigen Ausnahmen bei den Sanktionen gegen Venezuela aufzuheben, die es noch erm&ouml;glichten, zumindest Diesel in das Land zu liefern. Der multinationale &Ouml;lkonzern Repsol (mehrheitlich in spanischer Hand), die italienische Eni und Reliance hatten unter Tolerierung des US-Finanzministeriums, das die Sanktionen koordiniert, bislang noch Diesel im Austausch gegen Roh&ouml;l in das s&uuml;damerikanische Land liefern k&ouml;nnen. Doch damit soll jetzt Schluss sein&hellip;<br>\nDie betroffenen Erd&ouml;lkonzerne sollen demnach bereit sein, die Lieferungen von Diesel nach Venezuela sp&auml;testens Ende Oktober einzustellen. Die USA drohten den Konzernen bei Nichtbefolgung mit einem Ausschluss von gesch&auml;ftlichen Aktivit&auml;ten auf dem US-Markt.<br>\nDieselkraftstoff erf&uuml;llt in Venezuela eine zentrale Rolle in der Stromerzeugung aus W&auml;rmekraftwerken. Ebenso w&auml;re die Lebensmittelproduktion und deren Transport, der allgemeine Fern- und Nahverkehr insbesondere f&uuml;r einkommensschwache Menschen sowie Notstromaggregate f&uuml;r Krankenh&auml;user von dem Embargo massiv betroffen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2020\/08\/31\/usa-verschaerfen-erneut-sanktionen-und-wollen-venezuela-komplett-von-dieselzufuhr-abschneiden\/\">Linke Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von Jahr zu Jahr wird der Fehlbetrag gr&ouml;&szlig;er: Hartz IV und die Stromkosten<\/strong><br>\nWenn &uuml;ber Hartz IV diskutiert wird, dann gibt es oftmals eine Verengung auf den Regelsatz, der im laufenden Jahr f&uuml;r einen Alleinstehenden bei 432 Euro im Monat liegt. Aber man muss schon genau sein, denn neben dem Regelbedarf f&uuml;r den Lebensunterhalt nach &sect; 20 SGB II kennt die Grundsicherung auch noch die &bdquo;Bedarfe der Unterkunft und Heizung&ldquo; nach &sect; 22 SGB II: &raquo;Bedarfe f&uuml;r Unterkunft und Heizung werden in H&ouml;he der tats&auml;chlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.&laquo; Das Schl&uuml;sselwort bei dieser Vorschrift ist der Terminus &bdquo;angemessene Kosten&ldquo; &ndash; denn Kosten, die &uuml;ber der lokal festgelegten Angemessenheit liegen, m&uuml;ssen von den Hartz-IV-Empf&auml;ngern aus dem Regelsatz f&uuml;r den Lebensunterhalt finanziert, also abgezweigt werden. In den zur&uuml;ckliegenden Jahren waren das j&auml;hrlich mehr als 600 Mio. Euro.<br>\nIm Durchschnitt werden 397 Euro f&uuml;r die Kosten der Unterkunft und Heizung zu den 432 Euro gezahlt und au&szlig;erdem als dritter Posten sei noch auf die Krankenversicherungsbeitr&auml;ge hingewiesen, die ebenfalls zum Leistungspaket geh&ouml;ren.<br>\nNun werden viele davon ausgehen, dass die Stromkosten eines Hartz-IV-Haushaltes zu den &bdquo;Kosten der Unterkunft und Heizung&ldquo; geh&ouml;ren &ndash; dem ist aber nicht so. Die sind im Regelbedarf enthalten: &raquo;Der Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Ern&auml;hrung, Kleidung, K&ouml;rperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf die Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenden Anteile sowie pers&ouml;nliche Bed&uuml;rfnisse des t&auml;glichen Lebens&laquo;, so hei&szlig;t es im ersten Absatz (ohne Hervorhebung) des &sect; 20 SGB II. Um welche Gr&ouml;&szlig;enordnung es dabei geht, verdeutlicht der Blick auf die Zusammensetzung des Regelbedarfs.<br>\n(&hellip;) Die Schere zwischen dem, was im Regelbedarf f&uuml;r Stromkosten enthalten ist, und den tats&auml;chlichen Stromkosten geht immer weiter auseinander:<br>\nSeit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV im Jahr 2005 ist der Regelsatz schrittweise um rund 27 Prozent gestiegen (von 345 Euro auf 439 Euro). Die Strompreise haben sich im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 61 Prozent verteuert, in der Grundversorgung sogar um 78 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/08\/30\/hartz4-und-die-stromkosten\/#more-10696\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schluss mit Einsch&uuml;chterung und Drohungen gegen die Streikenden bei Charit&egrave; CFM!<\/strong><br>\nVor dem Roten Rathaus protestierten rund 500 Kolleginnen und Kollegen am letzten Mittwoch (26.08.2020) gegen die &uuml;blen Methoden der CFM-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung im Kampf f&uuml;r einen Tarifvertrag.<br>\nSeit Tagen streiken Besch&auml;ftigte der Charit&eacute; Facility Management (CFM). Sie fordern: &bdquo;TV&ouml;D f&uuml;r ALLE! Und wenn wir ALLE sagen, meinen wir ALLE!&ldquo;<br>\nEs war der achte Streiktag in Folge. Vom Rot-Rot-Gr&uuml;nen Berliner Senat erwarten sie, dass er endlich angesichts des Streiks bei der Charit&eacute;-Dienstleistungstochter aktiv wird, der CFM-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung das Verhandlungsmandat entzieht und selbst die Verantwortung &uuml;bernimmt.<br>\nDenn anstatt im Tarifkonflikt einzulenken, greift die CFM-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zu immer neuen Methoden der Einsch&uuml;chterung und Bedrohung gegen die Streikenden.<br>\nWer ist CFM?<br>\nDie CFM wurde 2006 mit dem ausdr&uuml;cklichen Ziel, Lohn- und Sozialdumping zu betreiben, aus dem Gro&szlig;klinikum und Berliner Landesunternehmen Charit&eacute; Universit&auml;tsmedizin Berlin ausgegr&uuml;ndet. Aufgabe der CFM sind technische und logistische Dienstleistungen f&uuml;r die diversen Charit&eacute;-Standorte: Abfallentsorgung, Krankentransporte, Reinigung, Sterilisation, Apotheken-Dienstleistungen, die gesamte Essensversorgung f&uuml;r die Patienten. Die Billigtochter, ein so genanntes Public-Private-Partnership-Projekt, ist seit Jahren tariflos, ohne Tarifvertrag.<br>\nSeit dem 1. Januar 2019 ist die CFM, auch auf Grund des Kampfes der Besch&auml;ftigten, wieder eine 100-prozentige Tochter der Charit&eacute; und damit des Landes Berlin, untersteht der Verantwortung des Senats&hellip;<br>\nWenn dieser rot-rot-gr&uuml;ne Senat nicht in der Lage ist (und das gilt auch und gerade f&uuml;r die Linke!), bei einer hundertprozentigen Landestochter der auf Krawall programmierten CFM-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die rote Karte zu zeigen, die gegen gewerkschaftlich aktive Kolleginnen und Kollegen mobil macht, wenn er diese nicht zwingt, das Outsourcing zur&uuml;ck zu nehmen ebenso wie die skandal&ouml;se Auftragsvergabe an eine Unternehmensberatung aufzuk&uuml;ndigen, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die f&uuml;r die Bewilligung der Kosten und dieser Auftragsvergaben verantwortlich sind, wenn Rot-Rot-Gr&uuml;n das nicht hinbekommt, dann ist das die politische Bankrotterkl&auml;rung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-zukunft.de\/2020\/08\/30\/schluss-mit-einschuechterung-und-drohungen-gegen-die-streikenden-bei-charite-cfm\/\">Arbeit-Zukunft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arm trotz Arbeit: Niedersachsen an der Spitze bei Niedrigl&ouml;hnen!<\/strong><br>\nViele Besch&auml;ftigte beziehen nur Niedrigl&ouml;hne. Nirgendwo sonst im Westen sind so viele Menschen arm trotz Arbeit wie in Niedersachsen. Sie trifft die aktuelle Krise besonders hart. Die Verl&auml;ngerung des Kurzarbeitergeldes ist ein wichtiges Signal. Es braucht aber dauerhaft h&ouml;here L&ouml;hne. Mehr Tarifbindung und weniger prek&auml;re Besch&auml;ftigung fordert das #schlaglicht 30\/2020.<br>\nMit dem Beginn der Corona-Krise ist eine der l&auml;ngsten Aufschwungphasen in der Bundesrepublik abrupt zu einem Ende gekommen. Zuvor gab es ein Jahrzehnt stetigen Wirtschaftswachstums. Die Unternehmen hatten volle Auftragsb&uuml;cher und es sind zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze entstanden. Durch die Pandemie ist es damit erstmal vorbei. Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um historische 10 Prozent eingebrochen. Die Arbeitslosenzahlen gehen wieder nach oben und Millionen von Besch&auml;ftigten sind weiterhin in Kurzarbeit. Mehr denn je haben viele Menschen gro&szlig;e finanzielle Sorgen und &Auml;ngste um eine gesicherte Zukunft.<br>\nCorona verst&auml;rkt bereits bestehende Ungleichheiten<br>\nAber klar ist: Das Virus ist nicht Ursache, sondern Katalysator einer bereits vorher bestehenden sozialen Schieflage. Denn in den vergangenen Jahren wurden die Fr&uuml;chte der Konjunktur ungleichm&auml;&szlig;ig verteilt. Spitzeneink&uuml;nfte konnten satte Zuw&auml;chse verbuchen. Daneben haben die Reall&ouml;hne dank guter Tarifabschl&uuml;sse ordentlich zugelegt. Aber parallel sind prek&auml;re Arbeit und Ausbeutung f&uuml;r zu viele Besch&auml;ftigte trotz der guten Wirtschaftslage zum Dauerzustand geworden. Sie sind der Krise ganz besonders ausgeliefert!&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++37f72d14-e838-11ea-98d7-525400e5a74a\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Corona-Reisewarnungen: Reisechaos in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDeutschland spricht eine Reisewarnung f&uuml;r Br&uuml;ssel aus &ndash; und legt damit auch seinen eigenen EU-Vorsitz lahm. Ein Aktionsplan soll das Wirrwarr lichten.<br>\nDie Absage kam in letzter Minute, und sie traf das halbe Europaparlament. Wegen der aktuellen Coronareisewarnung f&uuml;r Br&uuml;ssel k&ouml;nne die Bundesregierung derzeit keine Minister in die EU-Kapitale schicken, hie&szlig; es in Berlin. Dreizehn Anh&ouml;rungen lie&szlig; der deutsche EU-Vorsitz allein in dieser Woche platzen.<br>\nDie Reisewarnung kam ausgerechnet aus Deutschland. Berlin warnt vor Reisen nach Br&uuml;ssel &ndash; und legt damit nicht nur das Europaviertel, sondern auch den ei&shy;genen EU-Vorsitz lahm. Ausge&shy;rechnet jetzt, da die deutsche Pr&auml;sidentschaft nach der Sommerpause durchstarten wollte, platzt ein Termin nach dem anderen.<br>\nDoch auch andere EU-L&auml;nder haben Chaos angerichtet. &bdquo;Deutschland warnt vor Br&uuml;ssel, Finnland warnt vor Deutschland, und niemand blickt mehr durch bei den Reisewarnungen&ldquo;, klagt die gr&uuml;ne Europaabgeordnete Anna Cavazzini. Wenn das so weitergehe, werde es wieder mit Grenzschlie&szlig;ungen enden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neue-Corona-Reisewarnungen\/!5706712\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kollabierte Kommunikation: Was, wenn am Ende &laquo;die Covidioten&raquo; recht haben?<\/strong><br>\nDas Virus entfaltet eine ungeahnte Nebenwirkung: Es bef&auml;llt das Denkverm&ouml;gen. Nun lautet die neue Gefahr: &laquo;Die zweite Welle ist im Anmarsch.&raquo; Besonders falsch sind da nat&uuml;rlich gerade Massendemonstrationen gegen die Corona-Politik wie letztes Wochenende in Berlin. Die Ansteckungsgefahr sei zu hoch. [&hellip;]<br>\nDie Statistik gibt gerade den &laquo;Covidioten&raquo; recht: Sowohl die Zahl der Hospitalisationen als auch jene der Todesf&auml;lle geht in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern seit Wochen zur&uuml;ck. Gegen&uuml;ber den Peaks im April ist die t&auml;gliche Todesrate in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern um etwa 99 Prozent gefallen. Seit Mitte Juni ist in der Schweiz die Zahl der Todesf&auml;lle h&ouml;chstens einstellig, an den meisten Tagen starb seither niemand mehr an (bzw. mit) Covid. Das Lockdown-abtr&uuml;nnige Schweden hatte am 15. April einen Peak von 115 Corona-Toten zu vermelden. Diese Zahl ist seit dem 20. Juli einstellig, seit dem 23. August bei null. Wer aufbauend auf diesen Zahlen jetzt eine Impfpflicht oder m&ouml;gliche weitere Lockdowns diskutiert, ist, pardon, selbst nicht ganz bei Trost.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: WHO ruft zum Dialog mit Corona-Demonstranten auf<\/strong><br>\nDie WHO r&auml;t Regierungen, besonnen auf Anti-Corona-Demos zu reagieren. Gesundheitsminister Jens Spahn ist &uuml;berrascht von der Zusammensetzung der Protestierenden.<br>\nIn den vergangenen Wochen hat es in mehreren L&auml;ndern Demonstrationen gegen die Corona-Beschr&auml;nkungen gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte die Regierungen dieser L&auml;nder nun dazu auf, einen &ldquo;ehrlichen Dialog&rdquo; mit den Demonstranten und Demonstrantinnen zu f&uuml;hren. Die Regierungen sollten nicht &uuml;berreagieren, sagte der WHO-Experte Mike Ryan. Gerade jetzt komme es darauf an, nicht noch mehr Spaltung in der Gesellschaft zu bef&ouml;rdern.<br>\nAllerdings m&uuml;ssten die Demonstranten auch einsehen, dass das Coronavirus gef&auml;hrlich sei, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. &ldquo;Es breitet sich aus und es t&ouml;tet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2020-08\/corona-demonstrationen-who-regierungen-dialog-demonstranten\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Haben die &bdquo;Querdenker&ldquo; mit den Rechtsextremisten paktiert?<\/strong><br>\nEs kamen auch mehrere tausend Rechtsextremisten. Von denen distanzierten sich die Veranstalter im Nachhinein, den Versuch, den Reichstag zu st&uuml;rmen, verurteilten sie. Doch der Vorwurf der Kumpanei h&auml;lt sich hartn&auml;ckig. Die &bdquo;Querdenker&ldquo; h&auml;tten mit den Rechtsextremisten gemeinsame Sache gemacht, hei&szlig;t es.<br>\nWas folgt daraus? Muss jemand auf sein Versammlungs- und Demonstrationsrecht verzichten, um nur ja nicht Beifall von der falschen Seite zu bekommen? Das ist die Logik derer, die sich in einem Kampf w&auml;hnen. Alles, was den Gegnern n&uuml;tzen k&ouml;nnte, muss unterbleiben. Von den Freunden dagegen wird kritikloses Einverst&auml;ndnis erwartet, Dissens gilt als Rebellion.<br>\nDas Argument, jemand provoziere mit seiner Ansicht den Beifall von der falschen Seite, tendiert ins Totalit&auml;re. Es dient der Disziplinierung und verhindert die sachliche Auseinandersetzung. [&hellip;]<br>\nDie Bundesregierung muss aufpassen, dass sich ein &auml;hnlicher Mechanismus jetzt, in der Coronakrise, nicht wiederholt. Wer sich an die AHA-Regel h&auml;lt (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken), geh&ouml;rt nicht automatisch zu einer Gemeinschaft von Bekehrten, die glauben, eine Gemeinschaft von Verstockten verspotten zu d&uuml;rfen. Auf Ressentiments mit Ressentiments zu reagieren, vertieft die Spaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/demo-veranstalter-distanzieren-sich-im-nachhinein-haben-die-querdenker-mit-den-rechtsextremisten-paktiert\/26148560.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Berlins Innensenator blamiert Deutschland<\/strong><br>\nGeisel macht in dem Coronademo-Debakel eine denkbar &ldquo;ungute Figur&rdquo; (&ldquo;Tagesspiegel&rdquo;). Er ist &ldquo;der Mann, der&rsquo;s verbockt hat&rdquo; (&ldquo;Focus&rdquo;). Kurzum: er tr&auml;gt die politische Verantwortung f&uuml;r das Desaster, sein R&uuml;cktritt steht im Raum.<br>\nGeisel hat gleich vier schwere Fehler nacheinander gemacht. Zuerst eskalierte er, der eigentlich f&uuml;r innere Sicherheit, Frieden und Zusammenhalt zust&auml;ndig ist, ohne Not die zusehends hitzige Debatte um Corona-Demonstrationen. So diffamierte er das breite Spektrum an Protestierenden &ndash; von B&uuml;rgerrechtslinken bis Rechtspopulisten, von arbeitslosen K&uuml;nstlern bis ruinierten Gastronomen, von Esoterikern bis rechtsradikalen Weltverschw&ouml;rungstheoretikern &ndash; pauschal als rechtsextrem. Er br&uuml;skierte dabei sogar explizit &ldquo;Impfgegner aus dem gr&uuml;nen Milieu&rdquo; als Nazihelfer und entschuldigte sich hernach daf&uuml;r bei den Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_person_der_woche\/Berlins-Innensenator-blamiert-Deutschland-article22008277.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sollte man den Rezipienten zum besseren Menschen erziehen?<\/strong><br>\nDer moderne Journalist ist weder Chronist noch Skizzenzeichner der Wirklichkeit. Er ist Aktivist. Einer von den Guten, der das Gute erzwingen, die Welt ein bisschen besser machen will. Am Ende leistet er einen Beitrag zu Verschlechterung eben dieser Welt&hellip;<br>\n(&hellip;) Kurz und gut, man hat sich auf eine relativ einseitige Berichterstattung geeinigt. Der Vorgang ist nicht neu. Man erlebt ihn seit geraumer Zeit immer wieder. Die Themen wechseln nur. Mal geht es um die AfD und den Rassismus oder um den Feminismus und den Sexismus. Mal um au&szlig;enpolitische Sujets, wie Wei&szlig;russland im Moment. Und immer hat man den Eindruck, dass nicht nach allen Seiten offen und umsichtig recherchiert, gefragt und berichtet wird. Eher wirkt es so, als mutierte der Journalismus zum Aktivistentum.<br>\nDer Journalismus unserer Tage versteht sich nicht mehr als eher passiver Akt, als Schreibarbeit auf der Stube, einem m&ouml;glichst wortgewandten Darstellen dessen, was ist &ndash; oder was man als Ist-Zustand interpretiert. Der Journalist heutiger Pr&auml;gung ist aktiv, ja er ist Aktivist. Und das nicht f&uuml;r irgendwelche nichtigen kleinen Nischenthemen. Er klotzt, kleckert nicht. Denn er vertritt das Richtige, das Gute geradewegs. In diesem Sendungsbewusstsein betritt er die B&uuml;hne der &Ouml;ffentlichkeit, daf&uuml;r reibt er sich auf, stellt auch mal journalistische Grundelemente wie Neutralit&auml;t, Zur&uuml;ckhaltung, Skepsis zur&uuml;ck.<br>\nNeben Aktivisten sehen ganz normale B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die keine ganz so durchdachte Ansicht zu jenen Themen haben, die den Aktivsten durchdringen und antreiben, immer irgendwie gestrig, r&uuml;ckst&auml;ndig und rechtslastig aus. Und so behandelt der Aktivist mit Schreibauftrag diese Leute freilich auch. Er spricht &uuml;ber sie. Von oben herab. Blafft sie an. Von der Seite. Und wundert sich im Verlaufe seiner Aktivistenkarriere, warum immer mehr Menschen den Medien weniger glauben, sie mit Misstrauen be&auml;ugen. Der journalistische Aktivist w&auml;hnt sich deshalb auch st&auml;ndig und beharrlich in einem r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Land, in dem zum Beispiel Frauen oder Homosexuelle quasi in steter Gefahr leben, keine Chance bekommen, von antiquierten Strukturen aufgefressen w&uuml;rden.<br>\nIn diesem Stil handhabt der Aktivist zeitgen&ouml;ssische Ph&auml;nomene wie den AfD-W&auml;hler oder den wei&szlig;en alten Mann, Putin-Versteher oder Gender-Mainstream-Kritiker. Er handelt sie als Gruppen ab, &uuml;ber die er nicht berichten, die er berichtigen will. Moralisch. Inhaltlich. Er empfindet sie nicht als Gegenstand seiner Arbeit als Chronist, sondern als Gegner, dem der Kampf zu erkl&auml;ren sei. Daf&uuml;r gibt er jenes oft so schwierige Spiel zwischen n&uuml;tzlicher N&auml;he und notwendiger Distanz auf, die dem Beruf eigentlich zukommt. Der Aktivist h&auml;lt nicht auf Distanz, um n&uuml;chtern zu bleiben &ndash; er distanziert sich. Er kommt nicht nahe, um zu beleuchten, sondern um seine eigene Empfindung, Denkweise und Einstellung zu pr&auml;sentieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2020\/08\/journalismus-sollte-man-den-rezipienten-zum-besseren-menschen-erziehen\/\">Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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