{"id":6442,"date":"2010-08-11T08:46:02","date_gmt":"2010-08-11T06:46:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6442"},"modified":"2010-08-11T08:46:02","modified_gmt":"2010-08-11T06:46:02","slug":"hinweise-des-tages-1200","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6442","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Auswirkungen der Krise auf L&ouml;hne und Besch&auml;ftigte; Lohndumping dank Zeitarbeit; Migranten bekommen nicht mehr Kinder als Deutsche; IKEA Niedrigsteuern; Krugman will mehr Staat; Schuldenbremse und Zukunfts&auml;ngste; Deutschland verschl&auml;ft bei der Kohle Absprache mit der EU; europ&auml;ische Gewerkschaftsstrategie; fragliche US-Zahlen; Ende des amerikanischen Traums; Tarifpolitik in Europa; Gesetz zur Tarifeinheit; Lohnkonkurrenz auf den Gleisen; Alternativen zu Stuttgart 21; Seitenwechsel von EU-Kommissaren; wie Reiche eine bessere Welt schaffen k&ouml;nnten; H&uuml;ttenzauber um Porsche-Klaus; in Afghanistan steigt die Zahl der zivilen Opfer; in &Ouml;sterreich hat die Partei immer Recht; Medienkritik; Street-View; Georg Schramm: &Auml;sthetik der Verm&ouml;gensverteilung. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wirtschaftskrise mit Verz&ouml;gerung bei Tarifverdiensten sichtbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Lohndumping dank Zeitarbeit- Wie Kliniken Mitarbeiter auslagern und billig zur&uuml;ckleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Migranten bekommen nicht mehr Kinder als Deutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">IKEA: Niedrigsteuern auf Milliardengewinne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Krugman will mehr Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Von Schuldenbremsen und Zukunfts&auml;ngsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutschland verschl&auml;ft Kohle-Absprache mit der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die Strategie Europa 2020 aus der Perspektive deutscher Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Au&szlig;enhandel: Vorsicht vor dem Ostdrall!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Wer US-Daten glaubt, wird selig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Das Ende des amerikanischen Traums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Zur Reichweite der Tarifpolitik in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Strafgeld f&uuml;r Streikende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gesetz zur Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">DB Regio: Profite ade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">F&uuml;r Stuttgart 21 gibt es viele Gr&uuml;nde und bessere Alternativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Seitenwechsel der EU-KommissarInnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Reichen wollen eine bessere Welt? Dann sollen sie faire Geh&auml;lter und ihre Steuern bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Falscher H&uuml;ttenzauber mit Porsche-Klaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan steigt deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Kollektives Turnen gegen Streiks und Selbstmorde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">&Ouml;sterreich &ndash; Die Partei hat immer recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Medienkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Street-View-Start &ndash; Google &uuml;berrumpelt urlaubende Ministerinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Zu guter Letzt: Georg Schramm &ndash; &Auml;sthetik der Verm&ouml;gensverteilung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6442&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaftskrise mit Verz&ouml;gerung bei Tarifverdiensten sichtbar<\/strong><br>\n&bdquo;Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die Gesamtentwicklung der Tarifverdienste abgeschw&auml;cht. Im April 2010 stiegen die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gegen&uuml;ber dem April 2009 um 1,9% und damit geringer als noch im Januar 2010 (+ 2,3%) und als im Jahresdurchschnitt 2009 (+ 2,8% gegen&uuml;ber Jahresdurchschnitt 2008). Die Abschw&auml;chung der Tarifentwicklung ist ma&szlig;geblich darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die hohen und mit einer langen Laufzeit versehenen Stufenabschl&uuml;sse, die unter anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgeschlossen wurden, nunmehr auslaufen. Zudem fielen viele der im Berichtszeitraum neu abgeschlossenen Tariferh&ouml;hungen deutlich niedriger aus als im Vorjahr&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/07\/PD10__269__622,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\n&bdquo;Auf die Wirtschaftskrise reagieren viele Betriebe mit Personalabbau, Kurzarbeit und Abstrichen bei Lohn und Gehalt. Zwischen den Branchen und Besch&auml;ftigtengruppen bestehen aber deutliche Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Erhebung des Projekts LohnSpiegel, die vom WSI-Tarifarchiv der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung durchgef&uuml;hrt wurde. Dieser WSI-Report stellt die Gesamtergebnisse vor und pr&auml;sentiert dar&uuml;ber hinaus detaillierte Daten f&uuml;r die Metallindustrie, die chemische Industrie und den Finanzdienstleistungssektor&hellip;&ldquo; Ergebnisse der Online-Erhebung des Projekts LohnSpiegel von Reinhard Bispinck, Heiner Dribbusch und Fikret &Ouml;z.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_2_10.pdf\">WSI Report [PDF &ndash; 73 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lohndumping dank Zeitarbeit &ndash; Wie Kliniken Mitarbeiter auslagern und billig zur&uuml;ckleihen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=6750688\/pv=video\/nid=233454\/ch23mj\/index.html\">SWR Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Migranten bekommen nicht mehr Kinder als Deutsche<\/strong><br>\nFrauen mit Migrationshintergrund haben sich dem Geburtenverhalten der deutschen Frauen nahezu angepasst &ndash; bis auf einen Unterschied.<br>\nMigranten bekommen ihren Nachwuchs zwar fr&uuml;her, sie haben aber nicht mehr Kinder als deutsche Frauen. Das ist das Ergebnis einer Forschungsarbeit, &uuml;ber die die Universit&auml;t in Rostock informiert hat. &bdquo;Frauen der zweiten Migrantengeneration haben sich dem Geburtenverhalten von deutschen Frauen nahezu angepasst&ldquo;, erkl&auml;rte die Autorin der Studie, Nadja Milewski.<br>\nEinen entscheidenden Unterschied zwischen Deutschen und Migranten gebe es dennoch. Migrantinnen der zweiten Generation w&uuml;rden rund zwei Jahre fr&uuml;her Mutter, sagte die promovierte Soziologin, die k&uuml;rzlich f&uuml;r ihre Forschungsarbeit von der Rostocker Universit&auml;t mit dem Joachim-Jungius-F&ouml;rderpreis ausgezeichnet wurde. 50 Prozent bek&auml;men mit rund 27 Jahren ihr erstes Kind. Migrantinnen weisen allerdings nicht, wie oft f&auml;lschlich angenommen, h&ouml;here Geburtenzahlen auf als deutsche Frauen&ldquo;, f&uuml;gte sie hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article8924001\/Migranten-bekommen-nicht-mehr-Kinder-als-Deutsche.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt m&uuml;ssen sich die Verfechter einer <a href=\"?p=4936\">&bdquo;Aufartung&ldquo;<\/a> des deutschen Volkes wie Gunnar Heinsohn oder Thilo Sarazzin neue Argumente einfallen lassen. Haben sie doch bisher immer argumentiert, die Migranten w&uuml;rden nur deshalb so viele Kinder kriegen, damit sie mehr Kindergeld kassieren k&ouml;nnten. Und dass deshalb das deutsche Volk mit minderwertigem Erbgut &uuml;berflutet w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IKEA: Niedrigsteuern auf Milliardengewinne<\/strong><br>\n&ldquo;Organisierte Steuerflucht&rdquo; wirft der Wirtschaftsexperte der Gewerkschaft ver.di., Dierk Hirschel, IKEA vor. Nach Recherchen von Frontal21 machte die in den Niederlanden ans&auml;ssige IKEA-Muttergesellschaft, die Ingka Holding, allein im Jahr 2008 einen Gewinn von 2,28 Milliarden Euro. Der von Firmengr&uuml;nder Ingvar Kamprad kontrollierte M&ouml;belkonzern hat auf diesen Milliarden-Gewinn lediglich 19,3 Prozent Steuern bezahlt. Hier w&uuml;rden massiv Steuerschlupfl&ouml;cher genutzt, so der ver.di-Experte: &ldquo;Wenn ordnungsgem&auml;&szlig; versteuert w&uuml;rde, m&uuml;ssten zwischen 30 und 35 Prozent gezahlt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/26\/0,1872,8098714,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krugman will mehr Staat<\/strong><br>\nDer Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman beschwert sich &uuml;ber die K&uuml;rzungswelle im &ouml;ffentlichen Dienst. Er bezieht sich auf Amerika, aber auch Deutschland sollte &uuml;berlegen, was es will.<br>\nTats&auml;chlich k&ouml;nnte man noch einen Schritt weiter gehen, denn die Staatsausgaben beeinflussen nicht nur unsere Zukunftsperspektiven, sondern auch unser Wohlbehagen und unsere Lebensqualit&auml;t. In Deutschland stagnieren die Staatsausgaben im Bereich &ouml;ffentliche Ordnung und Sicherheit real seit zehn Jahren. Die um den Verbraucherpreisindex bereinigten Staatsausgaben im Bereich Umwelt waren 2009 um ein Viertel niedriger als 1991. Im Bereich Freizeitgestaltung, Sport, Kultur und Religion hat der Staat 2009 real 16 Prozent weniger ausgegeben als 1991.<br>\nDie realen Bildungsausgaben stagnieren per saldo seit 2002 und sind damit kaum h&ouml;her als 1996. Der Personalaufwand im Bildungswesen ist real nicht h&ouml;her als 1991. Vielleicht sind die vielen Klagen &uuml;ber die Bildung, die Sicherheit im &ouml;ffentlichen Raum, den Zustand der Schwimmb&auml;der oder die Not von Museen und Theatern ja nicht aus der Luft gegriffen. Auch Deutschland mit seinen klammen Kommunen sollte &uuml;berlegen, was es will: niedrige Steuern oder ein attraktives Angebot an &ouml;ffentlichen Diensten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/thumb1.ftdcdn.de\/original\/Image\/2010\/08\/09\/spaet\/151008Kapital.gif\" alt=\"Grafik von FTD zu Schattenseite des schlanken Staates\" title=\"Schattenseite des schlanken Staates\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:das-kapital-krugman-will-mehr-staat\/50154856.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Von Schuldenbremsen und Zukunfts&auml;ngsten<\/strong><br>\nTats&auml;chlich ist die Schuldenbremse die wohl gr&ouml;&szlig;te Dummheit, die Politiker auf dem fiskalischen Sektor seit Jahrzehnten entworfen haben. Sich den eigenen Handlungsspielraum derzeit einzuengen allein ist eine Torheit, aber dies auch noch aus den v&ouml;llig falschen Gr&uuml;nden in v&ouml;lliger Verkennung der Realit&auml;t getan zu haben ist dergestalt dumm, dass es ein katastrophales Zeugnis der Volksvertreter ausstellt. Dabei war das alles bereits absehbar, als in der Gro&szlig;en Koalition die Idee der Grundgesetz&auml;nderung eingebracht wurde.&nbsp;<br>\nIn der Praxis f&uuml;hrt dies dazu, dass der Gestaltungsspielraum der Politik, schon vorher durch freiwillige Machtaufgabe in Richtung der Privaten und supranationaler Institutionen, noch weiter eingeengt wird. Da die Ausgabenseite durch die Schuldenbremse massiv beeintr&auml;chtigt wird, kann Gestaltungsspielraum nur noch auf zwei Arten erreicht werden: entweder werden die Ausgaben massiv gek&uuml;rzt oder aber die Einnahmen erh&ouml;ht. Letzteres w&uuml;rde der Ideologie, aus deren hirnverbrannter Endkonsequenz sich die Schuldenbremse ableitet, aber diametral widersprechen und d&uuml;rfte f&uuml;r die Protagonisten dieses politikgewordenen Wahns nicht auch nur im Traum in Betracht kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2010\/08\/von-schuldenbremsen-und-zukunftsangsten.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland verschl&auml;ft Kohle-Absprache mit der EU<\/strong><br>\nDeutschland hat es offenbar vers&auml;umt, sich die Steinkohle-Subventionen von der EU genehmigen zu lassen. Das k&ouml;nnte das Ende des Bergbaus sein.<br>\nDer Ausstieg aus der deutschen Steinkohle-F&ouml;rderung ist offenbar ohne ausreichende Absprache mit der EU-Kommission vereinbart worden. Darauf deuten interne Unterlagen der Essener RAG-Stiftung hin, die WELT ONLINE vorliegen. Demnach wurde es offenbar seit 2007 von Bund und den beiden Kohle-L&auml;ndern Nordrhein-Westfalen und Saarland vers&auml;umt, das deutsche Steinkohlefinanzierungsgesetz mit der EU abzustimmen und auf eine entscheidende Genehmigung f&uuml;r weitere staatliche Subventionszahlungen &uuml;ber das Jahr 2010 hinaus zu dr&auml;ngen.<br>\nWie in den Gesch&auml;ftsberichten der Stiftung aus den Jahren 2008 und 2009 hervorgeht, fehlt bis heute die entscheidende Genehmigung der EU-Kommission f&uuml;r den Auslaufplan, der das Aus f&uuml;r die deutschen Zechen in acht Jahren vorsieht. &bdquo;Eine Entscheidung &uuml;ber den Umstrukturierungsplan bis zum Jahr 2018 ist bisher nicht ergangen. Der weitere zeitliche Ablauf ist abh&auml;ngig von der Kl&auml;rung von Sachfragen sowie der Festlegung einer Entscheidungsgrundlage auf Ebene der EU&ldquo;, hei&szlig;t es in den internen Gesch&auml;ftsunterlagen der Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article8917566\/Deutschland-verschlaeft-Kohle-Absprache-mit-der-EU.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Business as usual oder eine neue Zukunftsstrategie? Die Strategie Europa 2020 aus der Perspektive deutscher Gewerkschaften<\/strong><br>\nDiskussionsbeitrag von Michael Sommer, Frank Bsirske und Wolfgang Rhode vom Juni 2010 bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.<br>\nDies ist nicht nur ein Pl&auml;doyer f&uuml;r ein sozialeres Europa sondern auch f&uuml;r eine EU, die der Krisensituation mit einem Umdenken und mit Gestaltungswillen begegnet. Aus Sicht der Gewerkschaften m&uuml;ssen aus der gescheiterten Lissabon-Strategie jetzt die richtigen Lehren gezogen werden: Anstatt einer einseitigen Ausrichtung auf Wettbewerbsf&auml;higkeit muss es um Nachhaltigkeit, Solidarit&auml;t, Koh&auml;sion, Gleichstellung und sozialen Fortschritt gehen. Durch eine st&auml;rkere Einbindung der Sozialpartner kann Besch&auml;ftigung gesichert und der Strukturwandel nachhaltig gestaltet werden.<br>\nNur wenn die Strategie Europa 2020 diese Ziele mit einbezieht, wird die EU in zehn Jahren besser und vor allem sozialer dastehen als heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07294.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 134 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Au&szlig;enhandel: Vorsicht vor dem Ostdrall!<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft hat ihre Abh&auml;ngigkeit von den USA verringert, aber eine neue geschaffen. Um die richtige Balance zu finden, m&uuml;sste endlich der heimische Konsum anspringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:aussenhandel-vorsicht-vor-dem-ostdrall\/50154853.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, wie unsere Journalisten auf die Volkswirtschaften Chinas und der USA fixiert sind. Wenn wir schon von Abh&auml;ngigkeit reden, dann h&auml;ngen wir vor allem am Tropf der EU. Selbst in die Nicht-EU-L&auml;nder Europas exportieren wir nur etwas weniger als nach China und in die USA zusammen. Im April machten unsere Ausfuhren nach Gesamtasien (China, Japan, Indien usw.) etwa 20 Prozent des Exports nach Europa. aus. Auch auf der Importseite ist Europa bei weitem der wichtigste Handelspartner. Allerdings weisen wir gegen&uuml;ber Europa einen &Uuml;berschuss aus, w&auml;hrend wir nicht nur gegen&uuml;ber China, sondern gegen&uuml;ber ganz Asien im Defizit liegen. Als einzelnes Land hat China seit einiger Zeit Frankreich als wichtigsten Exporteur abgel&ouml;st. China verdr&auml;ngt auf dem deutschen Markt zunehmend europ&auml;ische und amerikanische Produkte.<br>\nDie Argumentation von Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle, aus den gestiegenen Importen auf eine Belebung der Binnenkr&auml;fte zu schlie&szlig;en, kann nur als durchsichtiges T&auml;uschungsman&ouml;ver &uuml;ber den wahren Zustand der deutschen Binnenwirtschaft begriffen werden. Oder sollte Br&uuml;derle einen Anstieg der Masseneinkommen beobachtet haben? In der Tat kommt der &ldquo;&uuml;berwiegende Teil der Importnachfrage nicht von den Verbrauchern, sondern von den Unternehmen, die Vorprodukte einkaufen, sie weiterverarbeiten &ndash; und dann wieder exportieren.&rdquo; Das Statistische Bundesamt hat gestern gemeldet, dass 2009 fast ein F&uuml;nftel der deutschen <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/zdw\/2010\/PD10__032__p002,templateId=renderPrint.psml\">Exportg&uuml;ter aus dem Ausland importiert wurden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer US-Daten glaubt, wird selig<\/strong><br>\nDer Gewinnausweis der US-Unternehmen und die Produktivit&auml;tszahlen des US-Arbeitsministeriums passen hinten und vorne nicht zusammen. Kein Wunder, denn &uuml;ber den Weg zu trauen ist keinem dieser Zahlenwerke. Und selbst wenn man den Daten des BLS traut: Wie sollen die Firmen denn Wachstum erzielen, wenn die Lohnsumme den Ums&auml;tzen um 30 Prozentpunkte hinterherhinkt? Wenn die Verbraucher zudem keinen Kredit mehr kriegen, weil die Verschuldungswilligen bereits bis zum Anschlag in der Kreide stehen? Wenn selbst dem Staat die Puste zur Nachfrageankurbelung ausgeht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:das-kapital-wer-us-daten-glaubt-wird-selig\/50155298.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Ende des amerikanischen Traums<\/strong><br>\nDie USA sind in einer tiefen Krise. Es ist mehr als eine Rezession, es ist eine gro&szlig;e Stagnation. Die Mittelschicht droht etwas zu verlieren, das dieses Land im Kern ausmacht und nach vorn gebracht hat: ihren Optimismus. Seit Langem leiden viele Amerikaner an einer &ldquo;pers&ouml;nlichen Rezession&rdquo;.<br>\n&Ouml;konomen bezeichnen das als &ldquo;Median Wage Stagnation&rdquo;. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der unteren 90 Prozent hat sich seit 1973 kaum ver&auml;ndert &ndash; in den vergangenen 37 Jahren ist es real um nur zehn Prozent gestiegen. Die meisten Amerikaner treten also seit mehr als einer Generation auf der Stelle. Im gleichen Zeitraum haben sich die Einkommen des obersten Prozents verdreifacht. 1973 erhielten Vorstandschefs das 26-Fache des Durchschnittslohns, inzwischen ist es das 300-Fache. Im letzten Aufschwung, zwischen Januar 2002 und Dezember 2007, sank das mittlere Haushaltseinkommen um 2000 Dollar. Es war das erste Mal, dass es den meisten Amerikanern am Ende eines Aufschwungs schlechter ging als zu Beginn. Parallel dazu gibt es ein f&uuml;r die USA v&ouml;llig untypisches Ph&auml;nomen: die Chancen, in eine h&ouml;here Einkommensschicht aufzusteigen, sind gesunken. Die Daten zeigen nur einen Teil der sozialen Spannungen. Der ber&uuml;hmte Harvard-&Ouml;konom Larry Katz benutzt einen pr&auml;gnanten Vergleich: &ldquo;Man muss sich die amerikanische Wirtschaft wie ein gro&szlig;es Wohnhaus vorstellen. Vor einem Jahrhundert, und sogar noch vor 30 Jahren, wollte alle Welt darin wohnen. Aber im Laufe der letzten Generation hat sich das Haus ver&auml;ndert. Die Penthouse-Wohnungen ganz oben werden immer gr&ouml;&szlig;er und gr&ouml;&szlig;er. Die Apartments in der Mitte f&uuml;hlen sich immer enger an. Das Untergeschoss ist bereits &uuml;berflutet. Und dann ist auch noch der Fahrstuhl kaputt &ndash; das deprimiert die Leute am meisten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:agenda-das-ende-des-amerikanischen-traums\/50154362.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Perspektiven des gewerkschaftlichen Kerngesch&auml;fts: Zur Reichweite der Tarifpolitik in Europa<\/strong><br>\nIn den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg ist es den Gewerkschaften in Deutschland wie in vielen anderen westeurop&auml;ischen L&auml;ndern gelungen, ein umfangreiches Tarifvertragssystem aufzubauen, so dass die Arbeitsbedingungen einer &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit der Besch&auml;ftigten durch Tarifvertr&auml;ge geregelt wurden. Seit etwa zwei Jahrzehnten befindet sich das deutsche Tarifvertragssystem jedoch in einem schleichenden Erosionsprozess, bei dem die tarifpolitisch gut regulierten Kerne immer kleiner und die tarifvertragsfreien Zonen immer gr&ouml;&szlig;er werden. So ist seit Beginn der 1990er Jahre die Anzahl der Besch&auml;ftigten, die durch einen Tarifvertrag gesch&uuml;tzt wird, von etwa 80% auf etwa 60% zur&uuml;ckgegangen &hellip;<br>\nDer Vergleich macht deutlich, dass es in Europa prinzipiell nur zwei Wege gibt, um eine hohe Tarifbindung sicherzustellen: Entweder verf&uuml;gen die Gewerkschaften &uuml;ber eine ausreichend gro&szlig;e Organisationsmacht, oder es bedarf einer politischen St&uuml;tzung des Tarifvertragssystems durch eine umfassende AVE (Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rung) von Tarifvertr&auml;gen. Der erste Weg findet sich in D&auml;nemark und Schweden, wo ein seinerseits politisch-institutionell gest&uuml;tzter hoher gewerkschaftlicher Organisationsgrad eine hohe Tarifbindung garantiert.<br>\nF&uuml;r eine Re-Stabilisierung des deutschen Tarifvertragssystems bedarf es &hellip; einer bewussten politischen St&uuml;tzung &ldquo;von oben&rdquo;. Dabei kommt der Reform der AVE eine Schl&uuml;sselstellung zu. Ohne dass auch in Deutschland wie in vielen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern wieder deutlich mehr Tarifvertr&auml;ge allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden, wird eine Trendumkehr oder gar substanzielle Steigerung der Tarifbindung nicht zu erreichen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/JRPKH5,5,0,Perspektiven_des_gewerkschaftlichen_Kerngesch%E4fts%3A_Zur_Reichweite_der_Tarifpolitik_in_Europa.html#art5\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung, Aus Politik und Zeitgeschehen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Strafgeld f&uuml;r Streikende<\/strong><br>\nFDP-Ministerium k&uuml;rzt beamteten Lehrern nach Arbeitskampf die Bez&uuml;ge. Rund 4000 Lehrerstellen will Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bis 2020 einsparen. Gleichzeitig soll die Stundenzahl pro Beamten steigen. Nur eine &raquo;kampfkr&auml;ftige Gewerkschaft&laquo; sei ein anerkannter Tarifpartner, so die GEW. Deshalb habe man Anfang Juni zum Mittel der Arbeitsniederlegung gegriffen. Die Lehrergewerkschaft hatte sich auf die Disziplinarverfahren vorbereitet und Musterbriefe f&uuml;r ihre Mitglieder erstellt. Die Mehrzahl der Lehrer in der GEW sind verbeamtet. Anders als die Gewerkschaft ver.di erkennen die P&auml;dagogen das angebliche Streikverbot f&uuml;r Beamte nicht an. Sie f&uuml;hren daf&uuml;r zwei Entscheidungen des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte (EGMR) an, die eine Einschr&auml;nkung des Streikrechts f&uuml;r vereidigte Staatsdiener f&uuml;r nichtig befanden.<br>\nDie Juristen der Bildungsministerien berufen sich dagegen auf die &raquo;hergebrachten Grunds&auml;tze des Berufsbeamtentums&laquo; nach Artikel 33 des Grundgesetzes. Nach diesen Traditionen seien Beamtenstreiks unzul&auml;ssig. Dem steht allerdings die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 der deutschen Verfassung entgegen, die f&uuml;r &raquo;jedermann und alle Berufe gew&auml;hrleistet ist&laquo;. Das Recht, Gewerkschaften zu gr&uuml;nden, beinhaltet nach einhelliger Rechtsprechung der Arbeitsgerichte das Recht auf Arbeitsniederlegungen. Ein Streikverbot f&uuml;r Beamte widerspricht diesem Grundsatz. Der angedrohten K&uuml;rzung der Besoldung f&uuml;r Streikteilnehmer fehle au&szlig;erdem die rechnerische Grundlage, so Streitb&ouml;rger. Aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage vom Juli gehe hervor, da&szlig; dem Bildungsministerium gar keine Daten vorl&auml;gen, welcher Lehrer wie lange seinem Arbeitsplatz ferngeblieben sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/08-11\/026.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gesetz zur Tarifeinheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rechtsgutachten zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit eines von BDA und DGB geplanten &bdquo;Gesetzes zum Erhalt der Tarifeinheit&ldquo;<\/strong><br>\nEin wie von BDA und DGB in Anbetracht der neuen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts angestrebtes &bdquo;Gesetz zum Erhalt der Tarifeinheit&ldquo;, nach dem bei konkurrierenden Tarifvertr&auml;gen innerhalb eines Betriebs nur derjenige anwendbar sein soll, der die gr&ouml;&szlig;ere Arbeitnehmerzahl betrifft, w&uuml;rde einen verfassungswidrigen Eingriff in die Tarifautonomie darstellen. Zu diesem Schluss kommt das Rechtsgutachten von Professor Dr. Hermann Reichold, das die dbb tarifunion vorgelegt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dbb.de\/dbb-beamtenbund-2006\/dbb-pdf\/Gutachten_Tarifeinheit.pdf\">Deutscher Beamtenbund [PDF &ndash; 250 KB]<\/a>\n<p><em>Auch ver.di ist gegen&uuml;ber diesem Gesetzentwurft kritisch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Versuch einer zusammenfassenden Einsch&auml;tzung der Gesetzesinitivative von BdA und DGB &bdquo;Funktionsf&auml;higkeit der Tarifautonomie sichern &ndash; Tarifeinheit gesetzlich regeln&ldquo;<\/strong><br>\nBei n&auml;herer Betrachtung haben sich die Argumente der Bef&uuml;rworter des Gesetzesvorhabens auf Arbeitnehmerseite als nicht tragf&auml;hig erwiesen. Gleichzeitig werden die damit verbundenen Gefahren f&uuml;r das Streikrecht auch der DGB-Gewerkschaften untersch&auml;tzt bzw. schon gar nicht ins Auge gefasst. Die Gesetzesinitiative kann daher nur abgelehnt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/tarifpolitik\/dgbbda_shessen.pdf\">Labournet [PDF &ndash; 620 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>DB Regio: Profite ade<\/strong><br>\nSie ist seit Jahren hochprofitabel und einer der gr&ouml;&szlig;ten Gewinnbringer der Deutschen Bahn, die Nahverkehrstochter DB Regio. Ausgerechnet in dieser Sparte erwartet das Unternehmen in den kommenden Jahren r&uuml;ckl&auml;ufige Gewinne.&nbsp; Mittlerweile fahren rund 320 Bahnunternehmen auf dem deutschen Gleisnetz. Vor allem im G&uuml;ter- und Personennahverkehr machen sie der Bahn von Jahr zu Jahr mehr Marktanteile streitig. Seit 2003 hat die Deutsche Bahn rund die H&auml;lfte aller ausgeschriebenen Strecken an die Konkurrenz verloren. In Zukunft k&ouml;nnte es noch schlimmer kommen. Denn in den n&auml;chsten Jahren enden langfristige Verkehrsvertr&auml;ge &uuml;ber rund die H&auml;lfte aller befahrenen Zugkilometer in Deutschland.<br>\nDer zunehmende Wettbewerb auf deutschen Gleisen w&auml;re durchweg zu begr&uuml;&szlig;en, h&auml;tte er nicht einen bitteren Beigeschmack: Er wird in erster Linie auf dem R&uuml;cken der Mitarbeiter der Bahnen ausgetragen. Um bei Ausschreibungen kosteng&uuml;nstig mitbieten zu k&ouml;nnen, bezahlen viele Privatbahnen ihre Mitarbeiter deutlich schlechter als die Deutsche Bahn. Teilweise gibt es Lohnunterschiede von bis zu 30 Prozent. Um mitzuhalten, tritt die DB Regio bei Ausschreibungen nun mit Tochterfirmen an, in denen die L&ouml;hne deutlich unter DB-Tarif liegen. So ist eine Lohnspirale nach unten in Gang geraten. Diese Entwicklung wollen die Gewerkschaften mit einem Fl&auml;chentarifvertrag f&uuml;r die gesamte Branche stoppen. Ein solcher Vertrag ist &uuml;berf&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/profite-ade\/-\/1472780\/4540878\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist wie bei den Konkurrenten der Post bei der Briefzustellung: Der Wettbewerb findet nicht um bessere Qualit&auml;t und Kundenfreundlichkeit statt, sondern er geht ausschlie&szlig;lich auf Kosten der Arbeitnehmer in diesem Sektor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>F&uuml;r Stuttgart 21 gibt es viele Gr&uuml;nde und bessere Alternativen, die nur einen Bruchteil kosten<\/strong><br>\nDie Politiker, die das Projekt beschlossen hatten und weitere Bef&uuml;rworter freuen sich, dass nun nach fast zwei Jahrzehnten der Planungen und Diskussionen die Bauarbeiten beginnen. Die Promotoren haben viele Gr&uuml;nde, denn der heruntergekommene Bahnhof bedarf dringender Verbesserungen. Da es eine Reihe von Alternativen gibt, die offensichtlich nur einen Bruchteil der jetzt geplanten &ouml;ffentlichen Mittel erfordern, stellt sich die Frage nach den Gr&uuml;nden, wesentlich mehr Geld als notwendig auszugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/fileadmin\/downloads\/positionspapiere\/Fuer_Stuttgart_21gibt_es_Alternativen.2.pdf\">Karl-Dieter Bodack [PDF &ndash; 233 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Seitenwechsel der EU-KommissarInnen<\/strong><br>\n6 von 13 EU-KommissarInnen, die nach der letzten Amtsperiode (2004-2009) aus dem m&auml;chtigsten Gremium der Europ&auml;ischen Union ausgeschieden sind, haben inzwischen lukrative T&auml;tigkeiten in der Privatwirtschaft &uuml;bernommen. In der heutigen Folge 3 unserer bereits altbew&auml;hrten Berichterstattung zum B&auml;umchen-Wechsel-Dich zwischen EU-Kommission und Unternehmen oder Lobbyorganisationen pr&auml;sentieren wir die &ldquo;Neuzug&auml;nge&rdquo; im Seitenwechsler-Lager sowie neue T&auml;tigkeiten im Portfolio des G&uuml;nter Verheugen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/08\/seitenwechsel-der-eu-kommissarinnen-folge-3\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>The rich want a better world? Try paying fair wages and tax<\/strong><br>\nIf the rich really wish to create a better world, they can sign another pledge: to pay their taxes on time and in full; to stop lobbying against taxation and regulation; to avoid creating monopolies; to give their employees better wages, pensions, job protection and working conditions; to make goods and use production methods that don&rsquo;t kill or maim or damage the environment or make people ill. When they put their names to that, there will be occasion not just for applause but for street parties.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/cifamerica\/2010\/aug\/05\/philanthropy-does-not-pay-taxes\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat, besser l&auml;sst sich die Antwort auf die spendablen Milliard&auml;re nicht formulieren:&nbsp;&bdquo;Die Reichen wollen eine bessere Welt? Dann sollen sie faire Geh&auml;lter und ihre Steuern bezahlen.&ldquo; Untermauert wird die Kritik von Peter Wilby von harten Fakten: Der US- Rechnungshof, das Government Accountability Office hat festgestellt, dass zwei Drittel aller amerikanischen Unternehmen (corporations: die meisten gro&szlig;en amerikanischen Unternehmen sind als&nbsp; Kapitalgesellschaft organisiert) zwischen 1998 und 2005 keine Steuern nach Washington &uuml;berwiesen haben. Wilby erinnert darauf, dass auch in den USA der Philanthrokapitalismus nicht nur Anh&auml;nger hat und zitiert aus dem Buch von Michael Edwards, &ldquo;Just Another Emporer? The Myths and Realities of Philanthrocapitalism&rdquo;: &ldquo;Warum sollten die Reichen und Ber&uuml;hmten entscheiden, welche Schulen reformiert oder welche Arzneimittel zu erschwinglichen Preisen verteilt oder welche B&uuml;rgerbewegungen finanziell unterst&uuml;tzt werden sollten?&ldquo; Eine Zusammenfassung der Thesen von Edwards bietet die <a href=\"http:\/\/www.irrliche.org\/politische_kritik\/bill_und_melinda_gates_stiftung.htm\">Website von Paula &amp; Karla Irrliche<\/a>. Und hier ein <a href=\"http:\/\/www.opendemocracy.net\/article\/philanthrocapitalism-the-myths-and-realities-of-the-myths-and-realities\">Aufsatz von Edwards<\/a>, leider auf Englisch, der ganz gut in die amerikanische Diskussion einf&uuml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Falscher H&uuml;ttenzauber mit Porsche-Klaus<\/strong><br>\nDer Linken-Chef Ernst l&auml;sst sich vor einer H&uuml;tte filmen, die nicht seine ist &ndash; das reicht f&uuml;r ein Sommertheater. In der Hauptrolle: Ein Magazin, das &ldquo;Hummer und Sichel&rdquo; nachsp&uuml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/die-linke-und-focus-falscher-huettenzauber-mit-porsche-klaus-1.986067\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan steigt deutlich<\/strong><br>\nDas menschliche Leid von Zivilisten im Afghanistankonflikt hat im ersten Halbjahr 2010 einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht. So ist die Zahl der zivilen Opfer gegen&uuml;ber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 3268 gestiegen. 1271 Zivilisten wurden get&ouml;tet, das waren 21 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2009. 1997 Menschen wurden verletzt. Das geht aus einem Bericht der Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) hervor, der am Dienstag in Kabul ver&ouml;ffentlicht wurde. Drei Viertel der zivilen Opfer in Afghanistan gingen nach Erkenntnissen der Unama auf das Konto von Aufst&auml;ndischen. So seien von ihnen 2477 Menschen get&ouml;tet oder verletzt worden, was eine Steigerung von 53 Prozent gegen&uuml;ber dem ersten Halbjahr 2009 bedeutete. F&uuml;r zw&ouml;lf Prozent der Vorf&auml;lle, bei denen 386 Zivilisten get&ouml;tet und verletzt wurden, waren einheimische oder ausl&auml;ndische Sicherheitskr&auml;fte verantwortlich. Dies bedeutete einen R&uuml;ckgang um 30 Prozent. Die meisten zivilen Opfer, f&uuml;r die die internationalen Truppen verantwortlich sind, wurden durch Luftangriffe get&ouml;tet oder verletzt.<br>\nZwei Entwicklungen in Afghanistan beunruhigen die Mitarbeiter der UN-Mission besonders: Dass die Zahl der Morde an Zivilisten durch regierungsfeindliche Kr&auml;fte dramatisch angestiegen ist und dass die Aufst&auml;ndischen immer umfangreichere und ausgekl&uuml;geltere Anschl&auml;ge im ganzen Land ver&uuml;ben. So verloren im ersten Halbjahr 557 Menschen durch Selbstmord- und Sprengstoffanschl&auml;ge das Leben, 1137 Menschen wurden dabei verletzt. Die meisten zivilen Opfer waren nach wie vor im S&uuml;den (43 Prozent) und im S&uuml;dosten (24 Prozent) des Landes zu beklagen. Doch gerade in der als stabiler geltenden nord&ouml;stlichen Region (Badakschan, Kundus, Baghlan, und Takhar) h&auml;tten die Aufst&auml;ndischen den Konflikt versch&auml;rft. Dort sei die Zahl der von ihnen get&ouml;teten Zivilisten um 136 Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/zahl-der-zivilen-opfer-in-afghanistan-steigt-deutlich\/1901120.html;jsessionid=ED677501779C0FC3CB87F54359DCD3B1\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ohne die Zahl der Toten in Afghanistan relativieren zu wollen, dr&auml;ngt sich eine andere Zahl auf. Im Krieg der Rauschgiftmafia in Mexiko sterben nach konservativen Sch&auml;tzungen t&auml;glich 28 Menschen. Es ist schon bemerkenswert, wie die USA in einer eigenartigen Mischung aus &Uuml;berheblichkeit und Naivit&auml;t in der Ferne Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ja &uuml;berhaupt Staatlichkeit verankern wollen, aber bei der Erosion der Staatsgewalt zumindest in einigen Regionen ihres Nachbarn wegsehen. &ldquo;Polizei und Milit&auml;r haben dort die Situation nicht mehr unter Kontrolle. Zudem ist der Staatsapparat durch <a href=\"http:\/\/www.ila-bonn.de\/artikel\/ila324\/drogenkrieg_mexico.htm\">Korruption zersetzt, die Straflosigkeit auf extrem hohem Niveau<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Kollektives Turnen gegen Streiks und Selbstmorde<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Selbstmord-Serie in Chinas Fabriken tauchten die Gewerkschaften ab. Nun pochen die Arbeiter selbst auf ihr Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article8927411\/Kollektives-Turnen-gegen-Streiks-und-Selbstmorde.html\">WELT Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Neben dem Hinweis auf wilde Lohnstreiks, mit denen sich ein Teil der b&auml;uerlichen Wanderarbeiter einen Anteil am chinesischen Wirtschaftsbooms zur&uuml;ckholten, bietet der Artikel zwei weitere Informationen. Er best&auml;tigt noch einmal, dass ausl&auml;ndische Unternehmen nicht etwa durch eine bessere Entlohnung ihrer Arbeitnehmer auffallen, sondern den Status Chinas als Billiglohnland mit allen Mitteln halten wollen. Es sei daran erinnert, dass Anfang 2007 die US-Handelskammer massiv gegen die Neufassung des chinesischen Arbeitsvertragsgesetzes zur Verbesserung der Arbeitnehmerrechte protestierte und der chinesische Gesetzgeber daraufhin die umstrittensten Klauseln zur&uuml;ckzog. Zum Zweiten zeigt sich, dass der neue Exportweltmeister wie der alte seinen Exporterfolg u.a. mit einem dramatischen Einbruch der Lohnquote bezahlte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich &ndash; Die Partei hat immer recht<\/strong><br>\nWer regiert, ist vor Strafverfolgung sicher: In &Ouml;sterreich tut sich ein Sumpf von Korruption auf &ndash; mit J&ouml;rg Haiders FP&Ouml; im Zentrum.&nbsp;Und wie S&uuml;mpfe es so an sich haben, werden sich auch die Enth&uuml;llungen dieser Tage wohl spur- und ger&auml;uschlos darin versenken lassen. Ausgel&ouml;st hat die ungeheuerlichen Nachrichten eine Grenz&uuml;berschreitung &ndash; im w&ouml;rtlichen, nicht im &uuml;bertragenen Sinn: Seit die Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen die Vorg&auml;nge um den Verkauf der K&auml;rntner Hypo Alpe-Adria an die Bayerische Landesbank durchleuchtet, kommen auch die verdr&auml;ngten Korruptionsf&auml;lle aus Wien nach und nach ans Tageslicht. Als deutsche Ermittler das Firmenimperium der Hypo in Liechtenstein ins Visier nahmen, stie&szlig;en sie auf bis zu zw&ouml;lf Briefkastenfirmen, auf die der verstorbene Ex-Landeshauptmann von K&auml;rnten, J&ouml;rg Haider, pers&ouml;nlich Zugriff hatte, wie die Zeitschrift Profil behauptet &hellip;<br>\nNichts davon ist der &ouml;sterreichischen &Ouml;ffentlichkeit neu, alles stand zumindest als handfester Verdacht im Magazin Profil oder in der Wiener Wochenzeitung Falter. Journalistische Enth&uuml;llungen verpuffen, weil niemand ihnen nachgeht. Nichts von dem, was jetzt neu aufs Tapet kommt, wurde seinerzeit ausjudiziert. Ermittlungen werden eingestellt oder gar nicht aufgenommen, wichtige Zeugen blieben ungefragt, verd&auml;chtige Konten unge&ouml;ffnet. Im Zentrum der aktuellen Skandale stehen die rechtsradikalen &bdquo;Freiheitlichen&ldquo;, die fast sieben Jahre lang in Wien mitregieren durften und im Land K&auml;rnten bis heute die Mehrheit halten. Regierungsparteien sind in &Ouml;sterreich unber&uuml;hrbar. Sie sind der eigentliche Souver&auml;n: Die Parlamente fungieren als Befehlsempf&auml;nger der Parteizentralen. Abgeordnete haben oft nicht einmal ein brauchbares B&uuml;ro f&uuml;r sich selbst und agieren und f&uuml;hlen sich wie Angestellte der Partei. Ihre Kontrollrechte stehen nur auf dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/die-partei-hat-immer-recht\/-\/1472596\/4543708\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Medienkritik:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Maybritt Illner:<\/strong><br>\n<em>Unser Leser U.S. schreibt uns:<\/em>\n<blockquote><p>Mir ist bei der letzten Sendung von Maybrit Illner etwas aufgefallen, wor&uuml;ber bisher noch nicht berichtet wurde:<br>\nVon ca. Minute 9 bis 10 der Sendung gibt es eine kleine Diskussion zwischen Oskar Lafontaine und Michael Fuchs (CDU) zum Niedriglohnsektor.<br>\nM. Fuchs sagt zu O. Lafontaine &ldquo;&hellip; was Sie jetzt machen ist Volksverdummung &hellip; es gibt Niedriglohn Bereiche, selbstverst&auml;ndlich gibt es die &hellip; das sind aber dann auch gering Qualifizierte Arbeitnehmer&hellip;&rdquo;<br>\nO. Lafontaine widerspricht ihm und sagt: &ldquo;&hellip;Das ist falsch, jeder hier im Publikum kann das &uuml;berpr&uuml;fen. 80% der Niedrigl&ouml;hner haben eine Qualifikation&rdquo;.<br>\nDarauf sagt M. Fuchs: &ldquo;Das ist eben nicht der Fall, gerade da liegt ja auch unser Problem&hellip; wir haben ja im gesamten Bereich der Niedrigl&ouml;hne in aller Regel Menschen die keine Fachausbildung haben die keine Facharbeiter sind &hellip; wir haben ja jetzt schon ein Facharbeitermangel in Deutschland&rdquo;.<br>\nMaybritt Illner unterbricht und sagt: &ldquo;Ok, kurz die Luft anhalten die beiden Herren&hellip;&rdquo; und gibt das Gespr&auml;ch weiter, und das, obwohl sie ganz genau wissen muss, das Oskar Lafontaine Recht hat. Denn zum Ende ihrer Sendung (ca. Minute 54) kommt in einem kleinen Film <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HBLdfWqgYCU\">Frau Claudia Weinkopf vom Institut Arbeit und Qualifikation zu Wort<\/a>.<br>\nSie sagt gleich am Anfang: &ldquo;Auff&auml;llig f&uuml;r Deutschland ist, dass die meisten Niedriglohnbesch&auml;ftigten, ungef&auml;hr 80%, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Abschluss haben. Also unter Qualifikation h&auml;ufig besch&auml;ftigt sind &hellip;&rdquo;<br>\nNach dem Film sagt Frau Illner: &ldquo;&hellip; das war ja &hellip; zu Beginn der Sendung schon mal angeklungen &hellip; wie sind die eigentlich qualifiziert &hellip; und jetzt stellen wir fest &hellip; das zu 80% hier ordentliche Abschl&uuml;sse und sogar an &Uuml;berqualifikation und Akademiker haben.&rdquo;<br>\nSie spricht damit aber nicht Herrn Fuchs von der CDU an (der das ja scheinbar noch nicht wei&szlig; oder wissen m&ouml;chte) sondern Herrn Naujoks.<br>\nErst nach Herrn Naujoks spricht sie Herrn Fuchs an, aber zum Thema: Zuzug von ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;ften.<br>\nDer aber erw&auml;hnt seine &ldquo;Unkenntnis&rdquo; nat&uuml;rlich auch nicht mehr.<br>\nGanz zum Schlu&szlig; der Sendung kommt Oskar Lafontaine noch mal zu Wort, aber nur zu einer der &uuml;blichen Fragen, wenn es um die Linken geht, zu Klaus Ernst.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Eine Stunde nachgedacht<\/strong><br>\nDie Deutschen, genauer: &ldquo;wir&rdquo; Deutschen, arbeiten zu wenig, findet Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen und Immobilien bei der &ldquo;Welt&rdquo;-Gruppe. Und ihm geht es da vor allem um die Arbeit an sich, nicht um deren Entlohnung &hellip;<br>\nHaben Sie&rsquo;s bemerkt? Gersemann hat binnen eines Absatzes aus den 56 Milliarden Stunden &ldquo;56 Millionen&rdquo; gemacht und drei Nullen gestrichen.<br>\nBei seiner Berechnung hat er allerdings wieder auf den h&ouml;heren Wert zur&uuml;ckgegriffen &mdash; und diesen der Einfachheit halber durch grob 82 Millionen geteilt, denn so viele Einwohner hat Deutschland ja, wenn man alle Kleinkinder und Greise mitz&auml;hlt. Diesen Wert noch durch 365 und &ndash; zack! &ndash; ist man bei einem Wert von unter zwei Stunden, die jeder Deutsche jeden Tag arbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/21208\/eine-stunde-nachgedacht\/\">BildBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe auch schon: <a href=\"?p=6416#h10\">NachDenkSeiten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Street-View-Start &ndash; Google &uuml;berrumpelt urlaubende Ministerinnen<\/strong><br>\nPl&ouml;tzlich soll alles ganz schnell gehen: Ab kommender Woche nimmt Google Einspr&uuml;che gegen das umstrittene Street-View-Projekt an &ndash; schon Ende des Jahres soll der Stra&szlig;enpanorama-Dienst starten. Die Berliner Politik ist &uuml;berrascht, der zust&auml;ndige Datenschutzbeauftragte reagiert sauer.<br>\n(..) Was passiert mit den von Google gesammelten Daten?<br>\nDatensch&uuml;tzer Caspar sagt, er habe schon am Donnerstag vergangener Woche von Googles j&uuml;ngsten Pl&auml;nen erfahren. Doch sein Einspruch in der Hamburger Zentrale sei nicht ber&uuml;cksichtigt worden. Caspar treibt auch die Frage um, wie Google mit den erfassten Daten umgeht und wo sie gelagert werden. Diese Frage sei noch ungekl&auml;rt, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,711073,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Schramm &ndash; &Auml;sthetik der Verm&ouml;gensverteilung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sOgQbx9Ry9s\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Auswirkungen der Krise auf L&ouml;hne und Besch&auml;ftigte; Lohndumping dank Zeitarbeit; Migranten bekommen nicht mehr Kinder als Deutsche; IKEA Niedrigsteuern; Krugman will mehr Staat; Schuldenbremse und Zukunfts&auml;ngste; Deutschland verschl&auml;ft bei der Kohle Absprache mit der EU; europ&auml;ische Gewerkschaftsstrategie; fragliche US-Zahlen; Ende des amerikanischen Traums; Tarifpolitik in Europa; Gesetz zur Tarifeinheit;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6442\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6442","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6442"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6442\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6445,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6442\/revisions\/6445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}