{"id":64431,"date":"2020-09-04T16:25:53","date_gmt":"2020-09-04T14:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431"},"modified":"2020-09-04T16:22:05","modified_gmt":"2020-09-04T14:22:05","slug":"hinweise-des-tages-ii-457","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h01\">CumEx &amp; Warburg: Olaf Scholz hat die Unwahrheit gesagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h02\">Das Missverst&auml;ndnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h03\">Das Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h04\">Kaum Patienten und Tausende freie Krankenhausbetten: Warum Armin Laschet recht behalten hat und Markus S&ouml;der irrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h05\">Wenn eine am Anfang sicher gut gemeinte Anerkennungspr&auml;mie zu einem toxischen Spaltpilz mutiert. Bei der Corona-Pr&auml;mie f&uuml;r Pflegekr&auml;fte sortiert und differenziert man sich ins Nirwana<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h06\">&ldquo;800 Euro mehr&rdquo;: Linke fordern Rentenreform nach dem Vorbild &Ouml;sterreich <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h07\">Auslaufmodell Normalarbeitsverh&auml;ltnis?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h08\">Deutschland im Indo-Pazifik (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h09\">Studie des St&auml;dtetages: Corona vergr&ouml;&szlig;ert Kluft zwischen Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h10\">H&ouml;rt auf, die Armen aus der Innenstadt zu dr&auml;ngen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h11\">Die EU m&ouml;chte wissen, ob Sie mehr Zensur des Internets haben m&ouml;chten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h12\">Ein soziales Europa braucht mehr Tarifbindung und faire Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h13\">Ceneri-Basistunnel &ldquo;Deutschland hat Versp&auml;tung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h14\">SPD und Stuttgart 21: Wo ein Wille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h15\">Das Letzte: Anschlag auf Alexej Nawalny &ndash; Es ist Zeit, dem Mann im Kreml wehzutun<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CumEx &amp; Warburg: Olaf Scholz hat die Unwahrheit gesagt<\/strong><br>\n&ldquo;Olaf Scholz hat im Bundestag Pinocchio gespielt und die Unwahrheit gesagt. Die Aussage, Scholz habe keinerlei Einfluss auf das Steuerverfahren der Warburg-Bank und die Eintreibung krimineller Cum-Ex Beute in seiner Zeit als Hamburger B&uuml;rgermeister genommen, ist nicht glaubhaft. Die Aufgabe eines B&uuml;rgermeisters, eines Finanzministers oder eines SPD-Kanzlerkandidaten, sollte der Schutz der Steuerzahler und nicht krimineller Cum-Ex Gangster sein&rdquo;, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Fabio De Masi, zu den aktuellen Enth&uuml;llungen &uuml;ber weitere Treffen von Olaf Scholz mit Ex-Warburg Bankier Christian Olearius. De Masi weiter:<br>\n&ldquo;Am 4. M&auml;rz 2020 befragte ich Olaf Scholz im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages auf Antrag meiner Fraktion konkret zu weiteren Treffen von Olaf Scholz mit Olearius und einem Austausch mit dem heutigen B&uuml;rgermeister und damaligen Finanzsenator der Stadt Hamburg Peter Tschentscher zum Cum-Ex Steuerverfahren der Warburg Bank. Er offenbarte die Treffen nicht, verwies auf das Steuergeheimnis und teilte mit, es g&auml;be &uuml;ber die bekannten Medienberichte hinaus nichts zu berichten.<br>\nIch beantragte darauf hin eine als VS-Geheim eingestufte Sitzung, &uuml;ber deren Inhalt ich nicht sprechen darf. Jedoch darf ich sagen, dass weder die weiteren Treffen noch das fragliche Dokument dem Bundestag zu irgendeinem Zeitpunkt trotz expliziter Nachfragen offenbart wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/cumex-warburg-olaf-scholz-hat-die-unwahrheit-gesagt\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Warburg-Bank \/ CumEx: Olaf Scholz&rsquo; Umgang mit wirtschaftlich M&auml;chtigen untergr&auml;bt Vertrauen in die Demokratie<\/strong><br>\nDie Steuerpflicht ist keine Verhandlungssache mit der Politik. Zudem ist g&auml;nzlich unglaubhaft, dass er sich an den Inhalt der Gespr&auml;che nicht mehr erinnern kann.<br>\nZudem sollen die Hamburger SPD-Politiker Kahrs und Pawelczyk Bank-Chef Olearius, der wegen Steuernachfoderungen nach CumEx-Gesch&auml;ften in Bedr&auml;ngnis war, intensiv beraten und den Kontakt zum damaligen ersten Hamburger B&uuml;rgermeister Olaf Scholz hergestellt haben. Johannes Kahrs, damals haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, soll au&szlig;erdem angeboten haben, sich bei der BaFin, im Bundesfinanzministerium und bei den Mitgliedern des Cum-Ex-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags f&uuml;r Olearius einzusetzen. Letztlich verzichtete die Hamburger Finanzbeh&ouml;rde gegen&uuml;ber der Warburg-Bank auf Millionen-Forderungen aus CumEx-Gesch&auml;ften, zum Schaden der Steuerzahler. Nach Verj&auml;hrung der ersten CumEx-F&auml;lle bedachten Firmen aus dem Warburg-Umfeld die Hamburger SPD mit Parteispenden, vor allem Kahrs&rsquo; Kreisverband Mitte.<br>\nDieser Fall ist Futter f&uuml;r die Wut auf Eliten und Misstrauen in die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/warburg-cumex-olaf-scholz-demokratie\/\">Sven Giegold<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Steuerhinterziehung: Deutliche Kritik an Olaf Scholz&rsquo; Cum-Ex-Gesetz<\/strong><br>\nHat das Finanzministerium ohne Not eine Regel eingef&uuml;hrt, die den Staat hohe Millionensummen kosten k&ouml;nnte? Ein neues Gutachten gibt den Kritikern der &ldquo;Lex Cum-Ex&rdquo; recht. [&hellip;]<br>\nEine Zusatzbestimmung schlie&szlig;t allerdings F&auml;lle aus, die zum 1. Juli 2020 bereits zahlungsverj&auml;hrt waren. Das trifft auf viele Cum-Ex-Sachverhalte aus den Jahren 2005 bis 2012 zu, in denen die Finanz&auml;mter nicht fr&uuml;h genug eingriffen. Jetzt k&ouml;nnten viele Millionen Euro f&uuml;r immer verloren sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-steuern-gesetz-1.5020801\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Missverst&auml;ndnis<\/strong><br>\nIm gesamten bisherigen Verlauf der Pandemie hat sich die Regierung eng am verf&uuml;gbaren Wissen &uuml;ber das Virus orientiert. Abgesehen von Spekulationen blieb ihr auch nicht viel anderes &uuml;brig: Rationale Entscheidungen k&ouml;nnen immer nur auf Basis vorhandener Informationen getroffen werden. So kann es passieren, dass sie sich r&uuml;ckblickend tats&auml;chlich als falsch herausstellen, in der Situation aber dennoch richtig waren.<br>\nSo sagt auch Spahn: &ldquo;Wir haben doch etwas dazugelernt in den letzten Monaten, wie wir uns sch&uuml;tzen k&ouml;nnen, ohne dass es diese Ma&szlig;nahmen braucht. Daf&uuml;r braucht es aber vor allem eben zum Beispiel die Maske.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/jens-spahn-zu-corona-massnahmen-das-missverstaendnis-a-146ee4bf-1a7f-4c2a-ab66-aa2d8f829466\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><strong>dazu: Spahn: &ldquo;Wer Gesundheit googelt, soll k&uuml;nftig zuerst bei uns landen.&rdquo;<\/strong><br>\nWie geht sie weiter? M&uuml;ssen wir uns wegen der gestiegenen Infektionszahlen auf eine schwierige Zeit im Herbst und Winter gefasst machen, wie es nun allenthalben hei&szlig;t?<br>\nGenau l&auml;sst sich das nicht sagen. Es gibt weder Grund, Panik zu sch&uuml;ren, noch Entwarnung zu geben. Wir wissen viel mehr &uuml;ber das Virus als noch im M&auml;rz, k&ouml;nnen differenzierter vorgehen. So ist inzwischen klar, dass es in Einkaufszentren oder Friseursalons nicht zu Infektionsausbr&uuml;chen kommt, wenn die Auflagen eingehalten werden. Im Winter wird es ganz praktisch darum gehen, trotz K&auml;lte h&auml;ufiger zu l&uuml;ften, das Immunsystem zu st&auml;rken und sich gegen Grippe impfen zu lassen. Wichtig ist, dass wir uns konsequent an die AHA-Regel halten und Schutzkonzepte umsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/interviews\/interviews\/stuttgarter-310820.html\">Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soso, zum Schutz gegen Viren sollen u.a. die &ldquo;AHA-Regeln&rdquo; weiter eingehalten werden. Aber dennoch findet die Verbreitung von Rhinoviren &ndash; jahreszeitlich &uuml;blich, aber verst&auml;rkt &ndash; statt. Bitte lesen Sie dazu das PDF-Papier. Das Robert Koch-Institut <a href=\"https:\/\/influenza.rki.de\/Wochenberichte\/2019_2020\/2020-32.pdf\">formuliert es &auml;hnlich<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Dem Nationalen Referenzzentrum f&uuml;r Influenzaviren (NRZ) wurden von der 29.bis zur 32. KW 2020 insgesamt 136 Sentinelproben von30 Arztpraxen aus elf der zw&ouml;lf AGI-Regionen zugesandt. In 87 (64%;95% Konfidenzintervall (KI) [55; 72]) der136 Sentinelproben wurden Rhinoviren identifi-ziert (Tab. 2; Datenstand 11.8.2020). Alle anderen untersuchten Atemwegsviren wurden nicht nachgewiesen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Offenbar unterliegt das Aufkommen von Viren einem j&auml;hrlichen Rhythmus. Liegt daher der Gedanke nicht nahe, dass die (politisch motivierten) Ma&szlig;nahmen wenig oder sogar gar nichts gegen Viren beitragen? Vermutlich ist eine ausgewogene Ern&auml;hrung mit hohem Anteil an frischem Gem&uuml;se und Obst ein besserer Schutz. Aber diese Regel w&auml;re wohl <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">nicht angemessen f&uuml;r einen Pharmalobbyisten<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Lockdowns and Mask Mandates Do Not Lead to Reduced COVID Transmission Rates or Deaths, New Study Suggests<\/strong><br>\nA new National Bureau of Economic Research (NBER) working paper by Andrew Atkeson, Karen Kopecky, and Tao Zha focused on countries and U.S. states with more than 1,000 COVID deaths as of late July. In all, the study included 25 U.S. states and 23 countries. <\/p>\n<p>Based on their analysis, the authors present four &ldquo;Stylized Facts&rdquo; about COVID-19, which are:<\/p>\n<ul>\n<li>Once a region reaches 25 total COVID deaths, within a month the growth rate in deaths per day falls to approximately zero. In other words, no matter the country or state and its policies, deaths per day stop increasing within 20-30 days of passing a threshold of 25 deaths. <\/li>\n<li>Once that happens, deaths per day either begin to fall or the trend remains flat.<\/li>\n<li>The variability in death trends across regions has fallen sharply since the beginning of the epidemic and remains low. All states studied, all countries studied, have become more similar in their trends and have remained so.<\/li>\n<li>Observations 1-3 suggest that the effective reproduction number, R, has hovered around one worldwide after the first 30 days of the epidemic. <\/li>\n<\/ul>\n<p>The paper&rsquo;s conclusion is that the data trends observed above likely indicate that nonpharmaceutical interventions (NPIs) &ndash; such as lockdowns, closures, travel restrictions, stay-home orders, event bans, quarantines, curfews, and mask mandates &ndash; do not seem to affect virus transmission rates overall.<br>\nWhy? Because those policies have varied in their timing and implementation across countries and states, but the trends in outcomes do not.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aier.org\/article\/lockdowns-and-mask-mandates-do-not-lead-to-reduced-covid-transmission-rates-or-deaths-new-study-suggests\/\">American Institute for Economic Research<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Schweigen<\/strong><br>\nEs mangelt in Deutschland an sachlicher Kritik an der Corona-Politik. Dabei g&auml;be es viel zu beanstanden. Daf&uuml;r muss man nicht Verschw&ouml;rungstheoretiker werden. [&hellip;]<br>\nNur weil man sich mit den irrationalen Corona-Protestierenden nicht identifizieren kann, muss man die staatlich verordneten Ma&szlig;nahmen nicht alle guthei&szlig;en. Gerade w&auml;hrend einer Pandemie braucht diese Demokratie eine kritische &Ouml;ffentlichkeit. Wann fangen wir an, Fehler aufzuarbeiten? Ist es nicht bezeichnend f&uuml;r die &Uuml;bervorsichtigkeit des derzeitigen medialen Diskurses, dass Gesundheitsminister Jens Spahn die erste Selbstkritik vor Demonstranten in Bottrop &auml;u&szlig;ert statt auf kritische Nachfragen von Pressevertretern hin? Er r&auml;umte ein, mit dem Wissen von heute seien einige Schutzma&szlig;nahmen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gewesen. Eine ehrliche und vern&uuml;nftige &Auml;u&szlig;erung. Nat&uuml;rlich, alle standen unter Schock, in den Abendnachrichten nichts als Corona, was auch manche Medienwissenschaftler nun kritisieren. Es sollte das Anliegen aller B&uuml;rger sein, wissen zu wollen, wie sinnvoll die Opfer waren und welche Folgen nun zu stemmen sind. Jens Spahn nannte Pflegeheime als Beispiel, ein Bereich, in dem viele Menschen durch die Ma&szlig;nahmen emotional tief verletzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kolumne-das-schweigen-1.5019477%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kaum Patienten und Tausende freie Krankenhausbetten: Warum Armin Laschet recht behalten hat und Markus S&ouml;der irrt<\/strong><br>\nArmin Laschet war der erste deutsche Spitzenpolitiker, der im Kampf gegen die Corona-Pandemie f&uuml;r Augenmass und Liberalit&auml;t geworben hat. Daf&uuml;r wurde er monatelang beschimpft und verspottet. Doch die Zahlen geben ihm recht &ndash; und nicht etwa seinem Rivalen aus Bayern.<br>\n223 Menschen wurden an diesem Donnerstag in Deutschland wegen Covid-19 intensivmedizinisch versorgt, f&uuml;nf weniger als am Vortag. Etwas mehr als die H&auml;lfte der Patienten wurde invasiv beatmet. Zum Vergleich die Zahl der freien Intensivbetten: 8933. Wenn das ein nationaler Notstand sein soll, dann muss man &laquo;Not&raquo; neu definieren.<br>\nIn erster Linie sind die Zahlen nat&uuml;rlich ein Anlass zur Freude: Den Deutschen sind Horrorbilder &uuml;berf&uuml;llter Krankenh&auml;user und abgek&auml;mpfter Mediziner, wie sie die Welt aus Norditalien oder aus Manhattan zu sehen bekam, erspart geblieben. In zweiter Linie dr&auml;ngen sich Fragen auf: Warum ist die Lage so entspannt &ndash; trotz der seit Wochen steigenden Zahl der Neuinfektionen? Und was sagt das &uuml;ber das Krisenmanagement der Politik?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/welcher-corona-notstand-laschet-hatte-recht-soeder-nicht-ld.1574981\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn eine am Anfang sicher gut gemeinte Anerkennungspr&auml;mie zu einem toxischen Spaltpilz mutiert. Bei der Corona-Pr&auml;mie f&uuml;r Pflegekr&auml;fte sortiert und differenziert man sich ins Nirwana<\/strong><br>\n&raquo;Nach Pl&auml;nen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll nach den Altenpflegekr&auml;ften auch ein Teil des Pflegepersonals in den Kliniken eine Corona-Pr&auml;mie bekommen. Er werde einen Vorschlag umsetzen, den die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erarbeitet haben, erkl&auml;rte Spahn in Berlin.&laquo; Das kann man dieser Meldung entnehmen: Pr&auml;mie nun auch f&uuml;r Klinik-Pflegekr&auml;fte. Das liest sich doch gut &ndash; und zugleich sollte man sofort hinterfragen, ob da nicht (wieder) was verk&uuml;rzt wird. Das w&auml;re auch deshalb wichtig, weil viele nur die &Uuml;berschriften lesen und dann davon ausgehen, dass alle und damit auch sie gemeint sind.<br>\nDas aber kann zu ern&uuml;chternden Erfahrungen f&uuml;hren, wie sie beispielsweise aus Berlin schon im Juli dieses Jahres berichtet werden: &raquo;Als die Nachricht kam, dass Pflegekr&auml;fte bis zu 1.500 Euro bekommen sollen, sa&szlig;en im Vivantes-Klinikum Am Friedrichshain die Pflegekr&auml;fte gerade in einer Besprechungsrunde. Die Stationspflegeleiterin Andrea Fuchs erinnert sich noch, wie die Info aufgenommen wurde: &bdquo;Die Pflegekr&auml;ften dachten, sie kriegen jetzt 1.500 Euro. Und dann habe ich gesagt: Nein, Vivantes und Charit&eacute; sind anders verblieben, jeder Mitarbeiter bekommt drei Monate lang 150 Euro.&ldquo;&laquo;, so Ute Schumacher in ihrem Artikel Nicht jede Pflegekraft bekommt die Corona-Pr&auml;mie. Dazu muss man wissen: &raquo;Die 1.500 Euro bekommen ausschlie&szlig;lich Pflegekr&auml;fte in der Altenpflege, nicht die in Krankenh&auml;usern, so hat es der Bundestag beschlossen. F&uuml;r Krankenhauspflegekr&auml;fte gibt es in Berlin wiederum eine Pr&auml;mie von insgesamt 450 Euro. Aber nur dann, wenn sie bei Vivantes oder der Charit&eacute; arbeiten, eben den Krankenh&auml;usern, die dem Land Berlin geh&ouml;ren. Private oder konfessionelle Krankenh&auml;user in Berlin oder etwa die DRK-Kliniken gingen leer aus.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/09\/03\/von-der-anerkennungspraemie-zum-spaltpilz\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;800 Euro mehr&rdquo;: Linke fordern Rentenreform nach dem Vorbild &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nVergleichende Studie des Wissenschaftlichen Dienstes bilanziert Unterschiede.<br>\nDeutsche Rentner k&ouml;nnten deutlich mehr Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen, wenn Deutschland dem Beispiel der &ouml;sterreichischen Altersversorgung folgen w&uuml;rde. Das legt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages nahe, das Linksfraktionschef Dietmar Bartsch in Auftrag gegeben hat.<br>\nBartsch sagte der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (NOZ): &ldquo;In &Ouml;sterreich erh&auml;lt ein Durchschnittsverdiener, wenn er in Rente geht, rund 800 Euro mehr als ein Durchschnittsverdiener hierzulande.&rdquo; &Ouml;sterreich zeige, dass es anders gehe &ndash; unter anderem mit einer Rentenkasse, in die alle einzahlen m&uuml;ssten, auch Abgeordnete, Selbstst&auml;ndige und Beamte. F&uuml;r Bartsch steht fest: &ldquo;Wir brauchen eine gro&szlig;e Rentenreform in Deutschland, die sich an &Ouml;sterreich orientiert.&rdquo;<br>\nDer Studie zufolge erhielten M&auml;nner im Nachbarland im Jahr 2018 durchschnittliche Rentenzahlbetr&auml;ge von 1678 Euro im Monat, Frauen 1028 Euro. Dem standen deutsche Altersrenten von 1148 beziehungsweise 711 Euro gegen&uuml;ber. Die Differenz erh&ouml;ht sich noch deutlich, wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass &ouml;sterreichische Ruhest&auml;ndler 14 Auszahlungen im Jahr bekommen. Dann kommen M&auml;nner im Nachbarland auf durchschnittlich 1958 Euro Rente monatlich, also 810 Euro mehr als M&auml;nner in Deutschland. Bei den Frauen betr&auml;gt der Unterschied unterm Strich 488 Euro, wie Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, vorrechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/58964\/4696182\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auslaufmodell Normalarbeitsverh&auml;ltnis?<\/strong><br>\n&bdquo;Die Spirale der Perspektivlosigkeit muss angehalten und der Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt gestoppt werden. Leiharbeit, Befristungen und Minijobs f&uuml;hren zu Unsicherheit und sozialer Spaltung bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die heute vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Zahlen zu Befristungen, Leiharbeit und geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Es gilt jetzt die Weichen f&uuml;r sichere und gut bezahlte Arbeit zu stellen, sonst erleben wir nach Covid-19 ein exponentielles Wachstum von prek&auml;rer Arbeit und Besch&auml;ftigung im Niedriglohnbereich. W&auml;hrend die Arbeitsverh&auml;ltnisse immer unsicherer werden, sitzt die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag vereinbarte Eind&auml;mmung sachgrundloser Befristungen einfach aus. Sie macht damit deutlich, wer die Kosten der wirtschaftlichen Erholung bezahlen soll und dass sie nicht auf Seiten der Besch&auml;ftigten steht.<br>\nDIE LINKE steht f&uuml;r gute und sichere Arbeit f&uuml;r alle. Um dies zu erreichen, wollen wir sachgrundlose Befristungen und Leiharbeit verbieten sowie Minijobs in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung &uuml;berf&uuml;hren. Um den Niedriglohnsektor auszutrocknen, brauchen wir einen Mindestlohn von mindestens zw&ouml;lf Euro und eine St&auml;rkung der Tarifbindung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/auslaufmodell-normalarbeitsverhaeltnis\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>H&ouml;rt auf, die Armen aus der Innenstadt zu dr&auml;ngen!<\/strong><br>\nDie Vertreibung aus der Mitte: F&uuml;hrt sozialer Wohnungsbau zur Ghettobildung? Die Lage ist sehr viel komplizierter.<br>\nVor wenigen Tagen forderte der Berliner CDU-Abgeordnete Christian Gr&auml;ff f&uuml;r Bezirke wie Marzahn-Hellersdorf einen Baustopp f&uuml;r preisgebundene Wohnungen, da diese durch den massiven Bau von Sozialwohnungen &bdquo;sozial zu verslumen&ldquo; drohten. Ist dieser Befund richtig? Die Stadtforschung hat sich seit Jahrzehnten mit dem Thema besch&auml;ftigt.<br>\nDie Forschungsergebnisse zeigen klar, dass sowohl die Diagnose als auch die vorgeschlagene Therapie einem Faktencheck nicht standhalten. Erstens zeigen aktuelle Studien zur sozialr&auml;umlichen Segregation in deutschen St&auml;dten Konzentrationen von Armutshaushalten vor allem in ostdeutschen Plattenbauvierteln. Dort gibt es allerdings kaum Neubau und erst recht keine neuen Sozialwohnungen.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Konzentration von Niedrigeinkommen finden sich vielmehr in solchen Best&auml;nden, die in den 1990er und 2000er Jahren privatisiert wurden und jetzt von Unternehmen wie Vonovia, AD Properties oder Deutsche Wohnen verwaltet werden. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r liegen vor allem im Wachstum des Niedriglohnsektors und in der Verdr&auml;ngung von Menschen mit niedrigen Einkommen aus den Innenst&auml;dten. Nicht der Neubau von Sozialwohnungen treibt also die Entmischung voran, sondern der Mangel an bezahlbarem Wohnraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ein-ghetto-entsteht-nicht-durch-niedrigeinkommen-hoert-auf-die-armen-aus-der-innenstadt-zu-draengen\/26155184.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie des St&auml;dtetages: Corona vergr&ouml;&szlig;ert Kluft zwischen Kommunen<\/strong><br>\nSinkende Steuern und steigende Sozialausgaben: Die Coronakrise belastet kommunale Haushalte stark. Eine neue Studie warnt vor steigender Ungleichheit und einem Investitionsstau ungekannten Ausma&szlig;es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/studie-ungleichheit-unter-den-staedten-wird-groesser-a-5a376a8a-92f5-4c73-95d4-00202b5b4636\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><strong>dazu: Corona-Auswirkungen auf die Kommunen sind laut Studie erheblich<\/strong><br>\nKrise gef&auml;hrdet kommunale Investitionen: Kommunen brauchen verl&auml;ssliche Unterst&uuml;tzung &uuml;ber 2020 hinaus<br>\nDie Corona-Pandemie verschlechtert dramatisch die Finanzlage der Kommunen in Deutschland und bedroht ihre Investitionsf&auml;higkeit. Auch &uuml;ber 2020 hinaus brauchen die Kommunen Zusagen von Bund und L&auml;ndern f&uuml;r weitere Unterst&uuml;tzung in Milliardenh&ouml;he. Nur dann k&ouml;nnen sie auch erfolgreich zur Stabilisierung der Konjunktur beitragen. Ohne weitere Hilfen wird es hingegen vielen Kommunen unm&ouml;glich sein, notwendige Investitionen zu t&auml;tigen und den bestehenden Investitionsstau weiter abzubauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gemeinsame Studie des ZEW Mannheim und des Deutschen Instituts f&uuml;r Urbanistik (Difu) im Auftrag des Deutschen St&auml;dtetages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/difu.de\/presse\/2020-09-04\/corona-auswirkungen-auf-die-kommunen-sind-laut-studie-erheblich\">Difu<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein soziales Europa braucht mehr Tarifbindung und faire Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nBis zum 4. September l&auml;uft die zweite Phase der EU-Sozialpartnerkonsultation zu &bdquo;fairen Mindestl&ouml;hnen&ldquo;. Die EU-Kommission befragt dabei die europ&auml;ischen Dachverb&auml;nde der Arbeitgeber und Gewerkschaften, inwieweit EU-Ma&szlig;nahmen f&uuml;r mehr Tarifbindung und f&uuml;r faire Mindestl&ouml;hne erforderlich sind. F&uuml;r den Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbund (EGB) und den DGB ist klar: Wir d&uuml;rfen nicht zulassen, dass Menschen in Europa trotz Arbeit in Armut leben! Wir m&uuml;ssen verhindern, dass Niedrigl&ouml;hne &uuml;ber kurz oder lang die demokratische Gesellschaft auseinandertreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0e954c84-ee79-11ea-a0f4-001a4a16011a\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die EU m&ouml;chte wissen, ob Sie mehr Zensur des Internets haben m&ouml;chten<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat ein Gesetzespaket zu digitalen Diensten angek&uuml;ndigt. Dazu l&auml;uft seit kurzem eine &ouml;ffentliche Befragung von B&uuml;rgern und Unternehmen. Unter anderem geht es um den Kampf gegen sogenannte Desinformation, also Inhalte die erlaubt sind, aber als &ldquo;sch&auml;dlich&rdquo; betrachtet werden. Die etwas obskure Verbraucherschutzorganisation SumOfUs mit Sitz in den US, aber auch einer deutschen Website, ruft zu Beteiligung auf unter dem Motto: &ldquo;Fordern Sie die EU auf, ein strenges Gesetz gegen L&uuml;gen im Netz zu beschlie&szlig;en.&rdquo; SumOfUs wird unter anderem von der Open Society Foundation und dem Rockefeller Brothers Fund finanziell darin unterst&uuml;tzt, &ldquo;die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Macht von Konzernen einzud&auml;mmen&rdquo;. Wohl niemand steht so sehr f&uuml;r die Macht der Konzerne wie die &ldquo;R&auml;uberbarone&rdquo; Rockefeller.<br>\nDie kaum publizierten Pflicht&uuml;bungen der EU in B&uuml;rgerbeteiligung haben notorisch niedrige Beteiligungsraten und sind meist &ndash; so auch diesmal &ndash; tendenzi&ouml;s formuliert um das gew&uuml;nschte Ergebnis zu erzielen. Damit der Aufruf von SumOfUs nicht dazu f&uuml;hrt, dass die EU-Kommission einen Wunsch der EU-B&uuml;rger nach mehr Internet-Zensur verk&uuml;nden kann, ist es wichtig, dass m&ouml;glichst viele Menschen an der Umfrage teilnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/eu-services-umfrage\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland im Indo-Pazifik (I)<\/strong><br>\nIn ihren gestern ver&ouml;ffentlichten &ldquo;Leitlinien zum Indo-Pazifik&rdquo; stellt die Bundesregierung die Intensivierung ihrer Aktivit&auml;ten in S&uuml;d-, S&uuml;dost- und Ostasien in Aussicht, darunter milit&auml;rische Ma&szlig;nahmen. Wie es in dem Papier hei&szlig;t, sollen die &ouml;konomischen und die politischen Beziehungen zu den L&auml;ndern der Gro&szlig;region sp&uuml;rbar ausgebaut werden; Au&szlig;enminister Heiko Maas erkl&auml;rt: &ldquo;Der Indo-Pazifik ist eine Priorit&auml;t der deutschen Au&szlig;enpolitik.&rdquo; Milit&auml;rische Kooperation wird mit L&auml;ndern angestrebt, die in der einen oder anderen Form in Rivalit&auml;t zu China stehen; die &ldquo;Leitlinien&rdquo; pl&auml;dieren unter anderem f&uuml;r engere NATO-Beziehungen beispielsweise zu Japan und Australien. Gleichzeitig sieht das Dokument den Ausbau der &ouml;konomischen Kooperation mit der Volksrepublik vor &ndash; in klarer Absetzung von der Politik der Trump-Administration. Das Chinagesch&auml;ft gilt in der deutschen Industrie l&auml;ngst als unersetzlich; Experten zufolge k&ouml;nnte die Volksrepublik noch in diesem Jahr die USA als gr&ouml;&szlig;ten Absatzmarkt deutscher Exporteure abl&ouml;sen. Maas verlangt, die EU d&uuml;rfe kein &ldquo;Spielball einer Gro&szlig;m&auml;chte-Konkurrenz der USA und Chinas&rdquo; werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8369\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Mit diesem Konzept will Maas die Au&szlig;enpolitik radikal neu denken<\/strong><br>\nDeutschlands au&szlig;enpolitische Priorit&auml;ten sollen sich &auml;ndern, hin zum Indo-Pazifik. Die Ziele: eine neue Weltordnung &ndash; und den deutschen Wohlstand sichern. (&hellip;)<br>\nMehr als irgendwo sonst entscheide sich im Raum zwischen Indien, China, Australien und der Westk&uuml;ste der USA &bdquo;die Ausgestaltung der internationalen Ordnung von Morgen&ldquo;, erkl&auml;rte der Au&szlig;enminister.<br>\nDeutschland wolle diese Ordnung mitgestalten. Mit Blick auf gemeinsame Werte gelte: &bdquo;Der politische Westen liegt auch im Osten.&ldquo;<br>\nDie Aufforderung von Maas, dem &bdquo;Recht des St&auml;rkeren&ldquo; keinen Raum zu lassen, d&uuml;rfte sich vor allem auf China beziehen. Im s&uuml;dchinesischen Meer beansprucht die Volksrepublik v&ouml;lkerrechtswidrig Hoheitsgebiete, die sie mit milit&auml;rischen Mitteln durchzusetzen droht. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Als Handelsnation h&auml;ngt unser Wohlstand unmittelbar von der Freiheit des Handels und der Seewege ab, die zu einem gro&szlig;en Teil durch den Indo-Pazifik f&uuml;hren&rdquo;, sagte auch Maas. Verteidigungsminister Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte sich mehrfach f&uuml;r eine milit&auml;rische Pr&auml;senz Deutschlands in dem Raum ausgesprochen, war aber auf Widerstand der SPD gesto&szlig;en.<br>\nNun haben auch die SPD-Minister der gro&szlig;en Koalition einer Verst&auml;rkung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit Akteuren der Region zugestimmt. In den Leitlinien hei&szlig;t es: &ldquo;Dies kann die Teilnahme an sicherheitspolitischen Foren, die Teilnahme an &Uuml;bungen in der Region, gemeinsame Evakuierungsplanungen, die Entsendung von Verbindungsoffizieren sowie verschiedene Formen maritimer Pr&auml;senz umfassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/der-himalaya-plan-mit-diesem-konzept-will-maas-die-aussenpolitik-radikal-neu-denken\/26151264.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch bei diesem Thema knickt die SPD ein. Die CDU und insbesondere Bundesministerin Kramp-Karrenbauer hat sich durchgesetzt. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56708#h02\">Marine plant Entsendung einer Fregatte in den Indo-Pazifik<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h02\">Die Waffengret will nicht am Rande stehen<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>R&auml;tselhaft bleibt, weshalb &ldquo;Der Tagesspiegel&rdquo; meint, der Anspruch, dem &ldquo;Recht des St&auml;rkeren&rdquo; entgegentreten zu wollen, richte sich gegen China. Sind die in der Region mit zahlreichen Milit&auml;rb&uuml;ndnissen und -basen vertretenen USA nicht st&auml;rker als China? M&uuml;sste sich der Anspruch nicht vielmehr gegen die USA richten? Aber das ist von dem offenbar US-h&ouml;rigen Transatlantiker im Ausw&auml;rtigen Amt wohl kaum zu erwarten &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ceneri-Basistunnel &ldquo;Deutschland hat Versp&auml;tung&rdquo;<\/strong><br>\nMehr G&uuml;terverkehr auf der Schiene und k&uuml;rzere Fahrtzeiten zwischen europ&auml;ischen Gro&szlig;st&auml;dten: Der Ceneri-Basistunnels in der Schweiz ist er&ouml;ffnet &ndash; aber der deutsche Abschnitt ist noch nicht fertig. In der Schweiz st&ouml;&szlig;t das auf Unverst&auml;ndnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ceneri-basistunnel-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD und Stuttgart 21: Wo ein Wille<\/strong><br>\nErhard Eppler feilte in den letzten Augusttagen 2010 gemeinsam mit Dieter Sp&ouml;ri, Harald B. Sch&auml;fer, Rudolf Schieler und Ernst-Ulrich von Weizs&auml;cker an einem gemeinsamen Aufruf. Die vier fr&uuml;heren SPD-Minister und der anerkannte Wissenschaftler mit Bundestagserfahrung wollten &ldquo;die Spaltung &uuml;berwinden&rdquo;, aus Sorge &ldquo;um den inneren Frieden in der Hauptstadt Baden-W&uuml;rttembergs&rdquo;. In einem Volksentscheid, so ihre Hoffnung, h&auml;tten Bef&uuml;rworter und Kritiker die gro&szlig;e Chance, die Abstimmung zu gewinnen und danach den Streit zu begraben. H&auml;tten, hatten aber nicht wirklich. Weil f&uuml;hrenden GenossInnen der Mut und\/oder die Einsichtsf&auml;higkeit fehlte, nach A auch B zu sagen und nicht nur dem Volk die Entscheidung zuzutrauen, sondern selber der Sache noch einmal auf den Grund zu gehen und das Milliardenprojekt in Frage zu stellen.<br>\nAn Steilvorlagen fehlte es nicht. Nur einen Tag, nachdem &ldquo;Stern.de&rdquo; am 7. September die Volksabstimmungs-Idee publik gemacht hatte, kam Infratest dimap mit dem neuen Baden-W&uuml;rttemberg-Trend heraus, der den Gr&uuml;nen f&uuml;r die Landtagswahl im folgenden Fr&uuml;hjahr ein Rekordergebnis von 27 Prozent und der Sozialdemokratie gerade noch 21 Prozent verhie&szlig;. Die Zustimmungsrate zu Stuttgart 21 war im Land auf 35 Prozent abgefallen, und beim SPD-Anhang gab es nur noch eine knappe Mehrheit f&uuml;r das Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/492\/wo-ein-wille-6970.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Anschlag auf Alexej Nawalny &ndash; Es ist Zeit, dem Mann im Kreml wehzutun<\/strong><br>\nKlar ist aber auch: Die Zeit f&uuml;r H&auml;rte ist jetzt. Jetzt ist die Zeit, um dem Mann im Kreml wehzutun. Die deutschen Beh&ouml;rden haben nachgewiesen, dass Alexej Nawalny nicht betrunken war oder zuckerkrank, wie die zynischen Spindoktoren des Kremls der Welt weismachen wollten. Er sollte mit einem heimt&uuml;ckischen Nervengift get&ouml;tet werden. &hellip;<br>\nKrim-Annexion, das Anfachen des Kriegs in der Ostukraine, Hackerangriffe, Einflussoperationen bei Wahlen in den USA und anderswo dokumentieren aber auch: Es ist kein Zufall, dass die lange Serie an Moskauer Tabubr&uuml;chen einfach nicht endet. Pr&auml;sident Wladimir Putin spricht in Sonntagsreden zwar immer gern wie ein Partner &ndash; aber er handelt schon seit Langem eher wie ein Feind. &hellip;<br>\nDas vergangene Jahrzehnt zeigt deutlich: Eine R&uuml;ckkehr zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der russischen F&uuml;hrung scheitert nicht am Westen, sondern weil Wladimir Putin offenkundig kein Interesse daran hat. &hellip;<br>\nWird Druck die Politik des Mannes im Kreml &auml;ndern? Das zu glauben, w&auml;re naiv. Deutschland braucht deshalb eine kluge Doppelstrategie im Umgang mit Europas gro&szlig;em Nachbarn im Osten: Hart gegen die F&uuml;hrung &ndash; aber so offen und freundschaftlich wie m&ouml;glich gegen&uuml;ber der ganzen Breite der russischen Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/russland-anschlag-auf-alexej-nawalny-es-ist-zeit-dem-mann-im-kreml-wehzutun-a-72720825-6757-4a5d-9cbb-7974adafe53f\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es ist die Woche der absurden &Uuml;bertreibungen. &bdquo;Die Zeit f&uuml;r H&auml;rte ist jetzt.&ldquo; Vielleicht sollte man noch einmal kurz daran erinnern, dass Russland eine Atommacht ist. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gr&uuml;nenchefin zu Russland und Nawalny<\/strong><br>\n&ldquo;Deutschland darf dieses korrupte Regime nicht weiter unterst&uuml;tzen&rdquo;<br>\nScharfe Kritik an Russland, Ruf nach echten Konsequenzen: Nach dem Giftanschlag auf Kremlkritiker Nawalny fordert Annalena Baerbock den sofortigen Baustopp der Gaspipeline Nord Stream 2 &ndash; und kritisiert SPD-Au&szlig;enminister Maas&rsquo; &ldquo;Rumeiern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/annalena-baerbock-zu-russland-und-nawalny-gruenen-chefin-will-nord-stream-2-stoppen-a-53cc7c66-ef92-4662-8807-e81b7645389b\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Gr&uuml;nen wieder einmal als stramme Transatlantiker. Wie immer es gelungen ist diese Partei, die ihre Wurzeln auch in der Friedensbewegung hat, umzudrehen, die Verantwortlichen in den USA haben jedenfalls einen verdammt guten Job gemacht.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit der einhelligen Forderung der deutschen Politik als Konsequenz auf den Anschlag auf Nawalny, die Ostseepipeline North Stream II zu stoppen, gilt auch hier &bdquo;Mission accomplished&ldquo;. Aber zu vermuten, dass hinter dem Giftattentat vielleicht sogar ein US-Geheimdienst stecken k&ouml;nnte, w&auml;re nat&uuml;rlich eine Verschw&ouml;rungstheorie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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