{"id":64594,"date":"2020-09-10T08:29:54","date_gmt":"2020-09-10T06:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594"},"modified":"2020-09-10T08:29:54","modified_gmt":"2020-09-10T06:29:54","slug":"hinweise-des-tages-3694","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h01\">Die Steuerr&auml;uber und der Kanzlerkandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h02\">Europas Schild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h03\">Unions-Fraktionskreise &ndash; Merkel bremst Debatte um Stopp von Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h04\">Au&szlig;enminister Lawrow: Anschuldigungen gegen Russland zu Libyen werden nicht mit Fakten belegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h05\">Corona-Impfstoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h06\">Weniger Infektionen, kaum noch Tote Schweden feiert Etappenerfolg in Corona-Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h07\">Politische Covid-Massnahmen sollten mehr n&uuml;tzen als schaden (1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h08\">Corona-Leugner: Etymologie eines Schimpfwortes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h09\">Mehr Ungleichheit war nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h10\">Der Mythos vom &bdquo;Aufstieg durch Bildung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h11\">Sehns&uuml;chtig kreativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h12\">&Ouml;lkonzerne wollen in Afrika sch&auml;dlichen Plastikm&uuml;ll loswerden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h13\">Lobbyregister-Gesetz: Einige Verbesserungen &ndash; L&uuml;cken bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64594#h14\">Warum J&ouml;rg Sartor die SPD aufgegeben hat<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Steuerr&auml;uber und der Kanzlerkandidat<\/strong><br>\nGott sei Dank ist Olaf Scholz inzwischen Bundesfinanzminister. Und da gibt es das ber&uuml;chtigte Instrument des Jahressteuergesetzes. Damit werden einmal j&auml;hrlich die Steuerregeln auf einen Schlag aktualisiert. Schon 2007 hatte dieses verwirrende Verfahren den Steuerr&auml;ubern mit einer unsinnigen Gesetzes&auml;nderung die Arbeit erleichtert. Vorgeschlagen und formuliert hatte die damalige Gesetzes&auml;nderung der Bundesverband deutscher Banken. Und nun verabschiedet der Bundestag am 29. Juni 2020 im Rahmen des 2. Corona-Steuerhilfegesetzes den neuen &sect; 375a der Abgabenordnung. Die Parlamentarier sollen glauben, mit diesem edlen Paragrafen werde der drohenden Verj&auml;hrung des Steuerraubs ein Riegel vorgeschoben. Sie &uuml;bersehen leider, dass an anderer Stelle &ndash; gut versteckt &ndash; diese Regelung wieder ausgehebelt wird. In dem neu eingef&uuml;gten &sect; 34 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zur Abgabenordnung hei&szlig;t es, dass &sect; 375a nur f&uuml;r F&auml;lle gilt, die am 1. Juli 2020 steuerrechtlich noch nicht verj&auml;hrt waren. Das w&uuml;rde bedeuten, dass Warburg den Gro&szlig;teil der geraubten Gelder behalten kann.<br>\nSollte Olaf Scholz als Finanzminister dieses krumme Ding nicht wieder gerade biegen, kann er seine Kanzlerambitionen in den Wind schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/die-steuerraeuber-und-der-kanzlerkandidat\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: #PinocchioGate: Olaf Scholz und der Cum-Ex Banker<\/strong><br>\nDer Finanzminister sagt, #CumEx-Gesch&auml;fte seien eine Schweinerei. Aber als Hamburger B&uuml;rgermeister &ouml;ffnete er dem Warburg Bankier Olearius mehrfach sein Amtszimmer. Wieviele Straftaten muss man begehen, bis man einen Termin bei Olaf #Scholz bekommt und er auf die Steuererkl&auml;rung blickt?<br>\nWer glaubt noch, dass eine Hamburger Finanzbeamtin sich drei Wochen lang einer Weisung des Bundesministeriums f&uuml;r Finanzen widersetzt, in der es um 43 Millionen Euro geht &ndash; und das ohne politische R&uuml;ckendeckung?<br>\nDie SPD Hamburg muss die Parteispende der #Warburg Bank zur&uuml;ckzahlen. Parteispenden von Unternehmen verbieten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/EiybK3MzARw\">Fabio De Masi via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europas Schild<\/strong><br>\nNach dem Brand im griechischen Fl&uuml;chtlingslager Moria auf Lesbos spitzt sich die humanit&auml;re Krise an den s&uuml;dlichen EU-Au&szlig;engrenzen weiter zu. Knapp 13.000 Fl&uuml;chtlinge, die zuvor unter desastr&ouml;sen Bedingungen in Moria dahinvegetieren mussten, sind obdachlos; griechische Polizisten verwehrten ihnen gestern den Zugang zu den umliegenden Ortschaften. Ihnen drohen Angriffe durch Inselbewohner, die zuletzt immer h&auml;ufiger Fl&uuml;chtlinge und deren Unterst&uuml;tzer k&ouml;rperlich attackiert haben &ndash; etwa mit Brandanschl&auml;gen auf Einrichtungen von Hilfsorganisationen. Die humanit&auml;re Krise ist ein Resultat der von Berlin gepr&auml;gten EU-Fl&uuml;chtlingsabwehr, die den Betrieb &uuml;berf&uuml;llter Fl&uuml;chtlingslager auf den griechischen &Auml;g&auml;isinseln umfasst. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen hat Griechenland mit seinem brutalen Vorgehen gegen Fl&uuml;chtlinge lobend Europas &ldquo;Schild&rdquo; genannt. Die Zust&auml;nde auf Lesbos lassen die instrumentelle Rolle der deutsch-europ&auml;ischen Menschenrechts-PR klar hervortreten, die gegen missliebige Staaten in Stellung gebracht, gegen&uuml;ber Wehrlosen aber ignoriert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8376\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unions-Fraktionskreise &ndash; Merkel bremst Debatte um Stopp von Nord Stream 2<\/strong><br>\nDer Anschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny sei &ldquo;ein best&uuml;rzender Vorgang, auf den es auf europ&auml;ischer Ebene eine Antwort geben m&uuml;sse&rdquo;, sagte Merkel nach Reuters-Informationen aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in der Sitzung der CSU\/CSU-Bundestagsfraktion. Auf EU-Ebene w&uuml;rden viele aber ausdr&uuml;cklich keinen Zusammenhang zwischen dem Fall Nawalny und einem Stopp f&uuml;r die Nord-Stream-2-Pipeline herstellen, sagte sie zu deutschen Forderungen nach einem Baustopp. N&ouml;tig sei eine gemeinsame Haltung der Europ&auml;er. [&hellip;]<br>\nDer Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, Norbert R&ouml;ttgen, habe mit seiner Forderung nach einem Baustopp eine klare Minderheitsmeinung vertreten, hie&szlig; es weiter. Zugleich habe es aber scharfe und breite Kritik in der Fraktion an der Politik des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/deutschland-nawalny-nord-stream-idDEKBN25Z23O\">Reuters<\/a>\n<p><strong>dazu: Nawalny-Nachrichten: Merkel erwirkt Denkverbot<\/strong><br>\nEs ist unglaublich, was die deutsche Politelite und der ihr h&ouml;rige Medien-Mainstream der &Ouml;ffentlichkeit mit der Nawalny-Nummer zugemutet haben. Selbst nach einer Woche lebt die Story immer noch: Der b&ouml;se Wladimir Putin und seine Geheimdienstkiller haben den &bdquo;f&uuml;hrenden russischen Oppositionspolitiker&ldquo; Alexei Nawalny im Gulag-Sibirien erst mal mit Nowitschok abgef&uuml;llt. Dann wollten sie das vertuschen und haben so getan, als wollten sie sein Leben retten. Und dann haben sie ihn samt Familie und Propagandamannschaft nach Deutschland ausfliegen lassen, damit dort die gemeine Vergiftung von der Bundeswehr nachgewiesen werden kann. (2, 3) Schmerz, lass nach!<br>\nSolchen Schmarren servierte ARD-Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga am 2. September in vollem Ernst. (4) Liebhabern der Realsatire sei dieser Tiefpunkt des bundesdeutschen Nachrichtenjournalismus&acute; zur Betrachtung anempfohlen; die komprimierte Ansammlung von Verst&ouml;&szlig;en gegen zentrale Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrags (5) ist in der ARD-Mediathek abrufbar. (&hellip;)<br>\nEs geht der ARD-aktuell nicht um unparteiische, sachgerechte, umfassende Information &uuml;ber Russland und diesbez&uuml;gliche geopolitische Zusammenh&auml;nge; bitte machen Sie sich selbst ein Bild anhand der von uns hier betrachteten Sendung.<br>\nWir jedenfalls konstatieren: Die Nachrichten-Zentralredaktion des Ersten Deutschen Fernsehens vermittelt bei vollem Bewusstsein der Problematik schiere antirussische Propaganda. Sie erzeugt gezielt Ablehnung und Hass, sie malt Feindbilder von einem Land, das schon einmal Opfer deutscher Machtfantasien war und mit 26 Millionen Toten f&uuml;r die Befreiung von unserer Obsession bezahlte. Diese Machtfantasien werden heute nur anders serviert, sind aber auf identische Ziele ausgerichtet. Neu, beinahe humoristisch, ist dabei der Dilettantismus, mit dem unsere hochdotierten Qualit&auml;tsjournalisten vorgehen. (&hellip;)<br>\nAischylos, griechischer Sch&ouml;pfer der klassischen Trag&ouml;die, erkannte schon vor 2 500 Jahren: &bdquo;Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer&ldquo;. Nach tausendfacher Erfahrung wei&szlig; man heute, dass die von Politikern vorgebrachte L&uuml;ge erst nach ihrer Verbreitung durch Journalisten wirklich kriegswirksam wird. Der Bombenkrieg gegen Afghanistan begann 2001 mit der L&uuml;ge, dort s&auml;&szlig;en die Verantwortlichen f&uuml;r den Anschlag auf die Zwillingst&uuml;rme in New York. Die M&auml;r, Saddam Hussein besitze heimliche Massenvernichtungswaffen, diente anno 2003 zur Begr&uuml;ndung des Dritten Irakkriegs. Die Kriege gegen Libyen 2010 und gegen Syrien 2011 wurden mit L&uuml;gen &uuml;ber die angeblich &bdquo;m&ouml;rderischen Regimes&ldquo; der Pr&auml;sidenten Muammar Gaddafi und Baschir Assad losgetreten. Haben unsere Qualit&auml;tsjournalisten jemals sichtbare Erkenntnisse aus der &uuml;blen Historie gewonnen und Konsequenzen aus dem b&ouml;sartigen Geschw&auml;tz der Politiker gezogen?<br>\nNicht die Bohne. Tendenzfreie, professionell recherchierte und friedensf&ouml;rderliche Nachrichten sind bei Tagesschau und Tagesthemen so selten wie dicke Brieftr&auml;ger bei der Post.<br>\nWir erlauben uns ein Postskriptum<br>\nEinen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, Au&szlig;enminister Maas, Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer und die gesamte Stahlhelm-Fraktion von CDU und Gr&uuml;nen im Deutschen Bundestag:<br>\nSehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Damen und Herren Volksvertreter mit und ohne Ministeramt,<br>\nAm 3. Januar dieses Jahres befahl US-Pr&auml;sident Donald Trump, den iranischen General Kassem Soleimani zu ermorden. Er lie&szlig; sich live unterrichten, als eine Drohne MQ-9-Reaper auf dem Flughafen Bagdad die Wagenkolonne des Iraners mit Raketen beschoss. Au&szlig;er Soleimani wurden zehn weitere Menschen zerfetzt, darunter ein Flughafenarbeiter. Die Aktion wurde &uuml;ber die US-Relaisstation in Ramstein\/Pfalz gesteuert und Deutschland zum Mordkomplizen gemacht. Haben Sie von Trump und der US-Administration eine Erkl&auml;rung verlangt? Haben Sie den deutschen Generalbundesanwalt angewiesen, ein Ermittlungsverfahren gegen den Massenm&ouml;rder im Wei&szlig;en Haus in Washington einzuleiten? Nein?<br>\ngez. Friedhelm Klinkhammer, Volker Br&auml;utigam<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2020\/09\/08\/nawalny-nachrichten-merkel-erwirkt-denkverbot\/\">St&auml;ndige Publikumskonferenz der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien e.V.<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Vergiftet<\/strong><br>\nDeutsche Dienste halten es zudem f&uuml;r undenkbar, dass ein ausl&auml;ndischer Geheimdienst auf russischem Boden operierte &ndash; unter den Augen des FSB, der Nawalny eng &uuml;berwachte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/38\/deutsch-russische-beziehung-alexej-nawalny-nord-stream-2\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Sieben Autoren zeichnen f&uuml;r den Artikel in der Zeit verantwortlich und dann steht da unwidersprochen so ein l&auml;cherlicher Satz. Dabei h&auml;tte man in der eigenen Zeitung die Schlagzeile bzw. Tatsachenbehauptung nachlesen k&ouml;nnen: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-05\/geheimdienst-nowitschok-bnd-nervengift-russland\">BND beschaffte Nowitschok aus russischem Labor<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Au&szlig;enminister Lawrow: Anschuldigungen gegen Russland zu Libyen werden nicht mit Fakten belegt<\/strong><br>\nMedienberichte, die behaupten, Russland benutze Syrien als St&uuml;tzpunkt, um Waffen und S&ouml;ldner nach Libyen zu bringen, seien durch keinerlei Fakten belegt. Darauf wies der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow bei einer Pressekonferenz im Anschluss an seinen Besuch in Damaskus hin. Der Diplomat erkl&auml;rte:<br>\nWas Libyen anbelangt, so m&ouml;chte ich wiederholen: Gegen Russland werden st&auml;ndig Anschuldigungen erhoben, sowohl in Bezug auf Libyen als auch auf andere L&auml;nder, von Afrika &uuml;ber Europa bis hin zu den USA. Uns wurden jedoch nie Fakten vorgelegt.<br>\nDie Tatsache, dass solche Aussagen direkt in die Medien gelangen, ohne dass bilaterale und multilaterale Mechanismen zur Kl&auml;rung von Bedenken eingesetzt werden, werfe Fragen &uuml;ber die Absicht ihrer Sch&ouml;pfer auf, stellte Lawrow fest. Der russische Au&szlig;enminister erinnerte daran, dass Russland damals die Einf&uuml;hrung des Waffenembargos gegen Libyen durch eine Sonderresolution des UN-Sicherheitsrates unterst&uuml;tzte. Er merkte an:<br>\nWir erinnern uns daran, wie nur Monate danach einige europ&auml;ische L&auml;nder &uuml;ber ihre Generalst&auml;be und Milit&auml;rvertreter &ouml;ffentlich und ohne jede Scham verk&uuml;ndeten, dass sie die Extremisten gegen [Muammar] Gaddafi unterst&uuml;tzen und ihnen Waffen liefern w&uuml;rden.<br>\nDer Spitzendiplomat f&uuml;gte hinzu, dass die Berliner Konferenz zu Libyen, die im Januar stattfand, die Notwendigkeit des Waffenembargos best&auml;tigte. Das Ergebnis der Konferenz wurde in einer weiteren Resolution des UN-Sicherheitsrates zementiert.<br>\nDas Waffenembargo gegen Libyen wurde vom UN-Sicherheitsrat am 26. Februar 2011 eingef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/russland\/106427-aussenminister-lawrow-anschuldigungen-gegen-russland-libyen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Corona-Impfstoff<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>AstraZeneca setzt Test von Corona-Impfstoff aus<\/strong><br>\nBei der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona gibt es einen m&ouml;glichen D&auml;mpfer. AstraZeneca stoppt die letzte Testphase, weil ein Proband erkrankt ist. Ob die Krankheit mit der Impfung in Zusammenhang steht, ist aber unklar. (&hellip;)<br>\nTempor&auml;re Teststopps bei gro&szlig;en klinischen Studien gelten nicht als ungew&ouml;hnlich. Untersuchungen von gravierenden oder unerwarteten Reaktionen auf die Verabreichung von Mitteln ist ein unerl&auml;sslicher Teil des Sicherheitsverfahrens. AstraZeneca wies im aktuellen Fall darauf hin, dass das medizinische Problem auch ein Zufall sein k&ouml;nne. Bei Studien mit Tausenden Probanden k&ouml;nnten alle m&ouml;glichen Leiden auftreten. Man arbeite nun daran, die Pr&uuml;fung des Einzelfalls zu beschleunigen, um m&ouml;gliche Auswirkungen auf den Zeitplan der Studie zu mindern, teilte das Unternehmen weiter mit.<br>\nEs sei m&ouml;glich, dass die ungekl&auml;rte Krankheit des Probanden ernst genug sei, um eine Klinikeinlieferung n&ouml;tig zu machen, sagte die Wissenschaftlerin Deborah Fuller von der University of Washington. Wahrscheinlich l&auml;gen keine milden Nebenwirkungen wie Fieber oder Muskelschmerzen vor. Es gebe keinen Grund zum Alarmismus. Vielmehr sollte es beruhigen, dass das Unternehmen die Studie aussetze, um herauszufinden, was vor sich gehe. Das Vorgehen zeige, dass es die Gesundheit der Testteilnehmer umsichtig im Blick behalte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/astrazeneca-setzt-test-von-corona-impfstoff-aus-16944662.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><strong>Dazu: Astra Zeneca setzt Impfstoffstudie vor&uuml;bergehend aus<\/strong><br>\nDetails &uuml;ber die m&ouml;gliche Nebenwirkung wurden nicht genannt. Die New York Times berichtete unter Berufung auf eine informierte Person, dass es sich bei dem gesundheitlichen Problem um Transverse Myelitis handele &ndash; eine Entz&uuml;ndung, die das R&uuml;ckenmark treffe und von Vireninfektionen ausgel&ouml;st werden k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-weltweit-astrazeneca-impfstoffstudie-nebenwirkungen-1.5023075\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rennen um Corona-Impfstoff: Chinesische und russische Spione schalten sich ein<\/strong><br>\nZwischen wichtigen Akteuren der Weltpolitik entwickelt sich ein &bdquo;Spionagekrieg&ldquo;. China, Russland und der Iran intensivieren die Bem&uuml;hungen ihrer Geheimdienste, im Wettlauf um einen Impfstoff einen Vorsprung zu erreichen.\n<ul>\n<li>Sowohl chinesische, russische als auch iranische Geheimdienste sollen versuchen, an Forschungsergebnisse zum Corona-Impfstoff zu gelangen.<\/li>\n<li>Experten vergleichen die Situation der Geheimdienste mit dem Kalten Krieg und dem &bdquo;Wettlauf ins All&ldquo;.<\/li>\n<li>Die USA bekr&auml;ftigen, sich nur in der Spionageabwehr zu bet&auml;tigen, ohne selbst aktiv zu werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/corona-impfstoff-geheimdienste-mitteln-spionage-russland-covid-usa-washington-90039279.html\">FR Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die &ldquo;FR&rdquo; weist jedoch nicht darauf hin, dass auch Deutschland bei diesem &ldquo;Rennen&rdquo; mitmacht. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h03\">Nach Russland-Kritik: Spahn will deutschen Corona-Impfstoff &bdquo;so schnell wie noch nie in Geschichte&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Keine Ber&uuml;cksichtigung findet die Frage, ob ein Impfstoff &uuml;berhaupt notwendig ist. Vielleicht ist das eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r &ndash; und generell f&uuml;r die einseitige <a href=\"https:\/\/www.centerforhealthsecurity.org\/event201\/recommendations.html\">Berichterstattung<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Governments and the private sector should assign a greater priority to developing methods to combat mis- and disinformation prior to the next pandemic response. Governments will need to partner with traditional and social media companies to research and develop nimble approaches to countering misinformation. (&hellip;)<\/p>\n<p>For their part, media companies should commit to ensuring that authoritative messages are prioritized and that false messages are suppressed including though the use of technology.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Biontech und Pfizer starten Corona-Impfstoffstudie in Deutschland<\/strong><br>\nBiontech und Pfizer d&uuml;rfen ihren Impfstoffkandidaten nun auch in Deutschland testen. Weltweit nahmen an der Studie bereits &uuml;ber 25.000 Menschen teil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp2.handelsblatt.com\/technik\/forschung-innovation\/biotechunternehmen-biontech-und-pfizer-starten-corona-impfstoffstudie-in-deutschland\/26164784.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Paul-Ehrlich-Institut hat also die Genehmigung erteilt. Nachdenklich sollte auch folgender Umstand <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2020-09\/coronavirus-impfstoff-studie-biontech-pfizer-start-deutschland\">machen<\/a>: &ldquo;Das Bundesforschungsministerium hatte vor Monaten ein Sonderprogramm zur Beschleunigung der Forschung an Impfstoffen gegen das Virus gestartet. Der F&ouml;rdertopf umfasste insgesamt rund 750 Millionen Euro.&rdquo; Das alles geschieht, obwohl m&ouml;gliche Risiken auftreten k&ouml;nnten &ndash; vielleicht erst in einigen Monaten\/wenigen Jahren. Darauf haben die NachDenkSeiten mehrfach hingewiesen &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62160#h05\">Weiterer Corona-Impfstoff darf am Menschen getestet werden<\/a> mit einer Anmerkung<\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63388\">Covid-19-Impfstoffentwicklung &ndash; eine Debatte ist dringend n&ouml;tig, findet aber nicht statt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64226#h02\">COVID-19: Immunit&auml;t und Impfung \/ immunity and vaccination (Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi).<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h13\">T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63817#h01\">Wie schlimm ist Covid wirklich?<\/a> jeweils mit Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weniger Infektionen, kaum noch Tote Schweden feiert Etappenerfolg in Corona-Pandemie<\/strong><br>\nSchweden wurde f&uuml;r seinen Kurs sehr kritisiert. W&auml;hrend sich in anderen Staaten die zweite Corona-Welle aufbaut, ist die Positiv-Rate dort nun niedrig wie nie.<br>\nSchweden hat in den vergangenen zehn Tagen im Schnitt nur noch je einen Covid-19-Toten verzeichnet. Dies sagte der Direktor der staatlichen Gesundheitsbeh&ouml;rde FHM, Johan Carlson, bei einer Pressekonferenz. Auch die Zahl der Patienten auf Intensivstationen habe sich deutlich reduziert. Aktuell w&uuml;rden landesweit noch 13 Menschen intensivmedizinisch behandelt.<br>\nAuch die Zahl der Neuinfektionen bleibe im Gegensatz zu vielen anderen L&auml;ndern in Europa inzwischen weiter auf einem niedrigen Niveau, obwohl mehr getestet werde. &bdquo;In der Kalenderwoche 36 hatten wir fast 126.000 Tests, davon waren nur 1,2 Prozent positiv&ldquo;, sagte Carlson am Dienstag. Im Fr&uuml;hjahr hatte das Niveau noch &uuml;ber Wochen um die 19 Prozent gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/weniger-infektionen-kaum-noch-tote-schweden-feiert-etappenerfolg-in-corona-pandemie\/26170858.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.K.:<\/strong> Ohne Maskenpflicht, wohlgemerkt. Vielleicht hat unser neuer &bdquo;Maskenfetisch&ldquo; auch was mit dem in Deutschland (und in anderen L&auml;ndern?) &uuml;blichen &bdquo;Pr&auml;sentismus&ldquo; zu tun, also der (bei Arbeitgebern sehr beliebten) Neigung von Arbeitnehmern, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen, eine Neigung, die wohl beibehalten werden soll, statt die Menschen dazu aufzufordern oder gar daran zu gew&ouml;hnen, bei Infektionskrankheiten zu Hause zu bleiben. Jedenfalls habe ich schon lange keine entsprechende Mahnung mehr geh&ouml;rt, lieber gew&ouml;hnt man die Menschen an die Masken, wie man sie gerade aus asiatischen L&auml;ndern kennt. Ich k&ouml;nnte mir denken, dass das (u.a.) von &bdquo;Corona&ldquo; &uuml;brigbleiben wird: Menschen, die bei Schnupfen und Halskratzen weiter &ndash; dann aber mit Maske! &ndash; zur Arbeit gehen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Politische Covid-Massnahmen sollten mehr n&uuml;tzen als schaden (1)<\/strong><br>\nMassnahmen gegen Corona sind schwach abgest&uuml;tzt. Aus Sicht evidenzbasierter Medizin ziehen Wissenschaftler und &Auml;rzte Bilanz.<br>\nDas EbM-Netzwerk in Berlin hat eine aktuelle Einsch&auml;tzung zu Covid-19 ver&ouml;ffentlicht. Infosperber informiert dar&uuml;ber in drei Teilen. Vertreter der evidenzbasierten Medizin w&auml;gen Nutzen und Risiken aufgrund wissenschaftlicher Daten ab, machen auf Wissensl&uuml;cken aufmerksam und fordern entsprechende gezielte Forschung.<br>\nAls Ende Dezember 2019 &uuml;ber die ersten Infektionen mit dem Coronavirus in China berichtet wurde, war kaum absehbar, dass sich hieraus eine weltweite Pandemie entwickeln w&uuml;rde. Anf&auml;nglich wollte man die Ausbreitung des Sars-CoV-2 durch Isolierung der Erkrankten und Quarant&auml;nemassnahmen f&uuml;r Verdachtsf&auml;lle stoppen. Inzwischen ist klar, dass das Virus weltweit verbreitet ist und die Menschheit sich wahrscheinlich dauerhaft mit seiner Existenz auseinandersetzen muss.<br>\nEs stellt sich die Frage nach der bestm&ouml;glichen Strategie f&uuml;r ein Leben mit dem Virus. Die Strategie soll einerseits der Erkrankung entgegenwirken und andererseits die Lebensqualit&auml;t und Gesundheit der Menschen nicht durch Kollateralsch&auml;den der Eind&auml;mmungsmassnahmen gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Politische-Covid-Massnahmen-sollten-mehr-nutzen-als-schaden-1\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Leugner: Etymologie eines Schimpfwortes<\/strong><br>\nErstaunlich: Warum werden Demonstranten nicht als Zeichen einer funktionierenden Demokratie, sondern als Verr&uuml;ckte betrachtet? [&hellip;]<br>\nPolitische Konflikte generieren regelm&auml;ssig Textbausteine, die der Verzerrung der Fakten und Diskreditierung des Gegners dienen. Das Wort &laquo;Corona-Leugner&raquo; bezeichnet keinen wirklichen Sachverhalt, sondern ist ein Schimpfwort. Denn die sogenannten Corona-Leugner leugnen in ihrer grossen Mehrheit nicht, dass es den Virus gibt, sie kritisieren aber die Politik der Regierung. Wenn sie etwas leugnen, dann ist es die Notwendigkeit, auf Covid-19 mit den bekannten einschneidenden Massnahmen zu reagieren.<br>\nSie halten den Virus f&uuml;r harmloser als von den Regierungen und ihren Experten dargestellt und vergleichen die Situation mit &auml;hnlichen Epidemien wie Vogelgrippe (2005), Schweinegrippe (2009), MERS (2012), ZIKA (2016), die jeweils als verheerende Seuchen beschrieben wurden und sich am Ende als weitaus weniger gef&auml;hrlich erwiesen als vorhergesagt.<br>\nKritische Stimmen verweisen auch auf Interessenbindungen, die kaum &ouml;ffentlich wahrgenommen werden. Zum Beispiel die Tatsache, dass einige Task-Force-Experten an Instituten und in Firmen arbeiten, die bei jeder der angeblich katastrophalen Pandemien in der Vergangenheit gutes Geld mit Tests, Medikamenten oder Impfstoffen verdient haben. So z.B. der meistbeachtete Corona-Experte Deutschlands, Christian Drosten, der mit der Berliner Biotech-Firma TIB Molbiol gesch&auml;ftet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Corona-Covid-19-Krise-Demokratie-Demostrationen\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.J.:<\/strong> Der Anfang des Artikels beinhaltet die erste mir bekannte und fundierte Kritik an der skandal&ouml;sen Berichterstattung der Ereignisse vom 29.08.2020 in Berlin durch das &ouml;ffentlich-rechtliche Schweizerfernsehen SRF. Die Berichterstattung auf ARD, ZDF usw. war nicht besser, weshalb die Kritik auch f&uuml;r Deutschland gelten kann. Interessant f&uuml;r den Fernsehzuschauer ist insbesondere auch der Hinweis, das Fragen und Antworten von Live-Interviews in der Regel vor der Sendung zwischen Moderation und Korrespondentin oder Korrespondent abgesprochen werden, von spontaner Berichterstattung also keine Rede sein kann. Auch das eigentliche Thema des Artikels ist klar und schl&uuml;ssig formuliert. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Ungleichheit war nie<\/strong><br>\nDie sozialen Folgen der Covid-19-Pandemie werden noch lange nachwirken. Doch nicht das Virus ist unsozial, sondern eine reiche Gesellschaft, die arme Mitglieder zu wenig vor einer Infektion und den wirtschaftlichen Verwerfungen der Pandemie sch&uuml;tzt.<br>\nNach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland nie mehr Ungleichheit als heute. Aufgrund der milit&auml;rischen Niederlage des NS-Regimes wirkten die Kriegsereignisse zumindest f&uuml;r einige Zeit sozial nivellierend. Sozialisierungs- und Kollektivierungsma&szlig;nahmen der sowjetischen Besatzungsmacht verhinderten, dass sich der Reichtum in Ostdeutschland bei Gro&szlig;industriellen und Gro&szlig;grundbesitzern konzentrierte. In der &ldquo;alten&rdquo; Bundesrepublik setzte sich die Konzentration und Zentralisation des Kapitals hingegen fort, was zusammen mit dem politisch-ideologischen Siegeszug des Neoliberalismus um die Jahrtausendwende dazu beitrug, dass heute 45 hyperreiche (Unternehmer-)Familien laut Angaben des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) so viel besitzen wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, also &uuml;ber 40 Millionen Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/493\/mehr-ungleichheit-war-nie-6979.html%20\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Mythos vom &bdquo;Aufstieg durch Bildung&ldquo;<\/strong><br>\nIn der postmodernen Wissensgesellschaft ist Bildung zu einer Ideologie geworden, die Strukturen der materiellen Ungleichheit legitimiert. Allerdings versagt die Bildung als sozialer Gleichmacher ebenso wie als Mittel gegen die Armut. Ein Essay von Christoph Butterwegge.<br>\nWenn es im vermeintlichen Land der Dichter und Denker um Armut oder um sozio&ouml;konomische Ungleichheit geht, fungiert die Bildung fast immer als politisch-ideologischer Kristallisationskern. Sowohl hinsichtlich der Entstehungsursachen wie auch in Bezug auf die Verringerung bzw. Verhinderung von (Kinder-)Armut spielt Bildung im &ouml;ffentlichen Diskurs der Bundesrepublik seit jeher eine Schl&uuml;sselrolle: Armut wird hierzulande meistenteils auf gravierende Bildungsm&auml;ngel zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, weshalb sich die propagierten Gegenma&szlig;nahmen &ndash; f&auml;lschlicherweise, wiewohl folgerichtig &ndash; auf verst&auml;rkte Bildungsbem&uuml;hungen, -anstrengungen bzw. -angebote konzentrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/der-mythos-vom-aufstieg-durch-bildung-36961\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sehns&uuml;chtig kreativ<\/strong><br>\nDie Situation ist bedr&uuml;ckend. Die frei Arbeitenden der Kulturszene wissen nicht, wie es weitergeht. Jobs auf dem Bau oder bei der Ernte dienen dem &Uuml;berleben ebenso wie die Soforthilfe des Landes, privater Unterricht und R&uuml;cklagen. Aber es entsteht auch Neues.<br>\nZun&auml;chst bis Ende Oktober gilt in Baden-W&uuml;rttemberg weiterhin das Verbot von Veranstaltungen vor &uuml;ber 500 Personen. Weniger geht &ndash; aber nur, wenn gen&uuml;gend Raum da ist, um die strikten Abstandsregeln einzuhalten. Da endet die Kapazit&auml;t oft schon bei 50 Leuten. F&uuml;r die VeranstalterInnen ein Minusgesch&auml;ft. Unsicherheit herrscht, Angst vor dem Winter, wenn Open-Air-Veranstaltungen nicht mehr m&ouml;glich sein werden. Was passiert nach dem 31. Oktober? Wer jetzt nicht an einer der staatlich subventionierten Kulturinstitutionen festangestellt ist, muss sich warm anziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/493\/sehnsuechtig-kreativ-6978.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Kein Ton, kein Licht<\/strong><br>\nImmer gr&ouml;&szlig;er die B&uuml;hnen, immer aufwendiger die Licht- und Soundshows. Doch jetzt sorgt Corona f&uuml;r leere Arenen und Hallen, die Ums&auml;tze der Veranstaltungsagenturen, Messebauer, Tontechniker sind auf Null. Nun tr&auml;gt die Branche ihre Not auf die Stra&szlig;e und stellt fest: Das ist gar nicht so einfach. [&hellip;]<br>\nSeit Mitte M&auml;rz liegt die Branche brach, weil wegen Corona Gro&szlig;veranstaltungen verboten sind. Am meisten schmerzt sie, dass wirtschaftsbezogene Veranstaltungen ausfallen, also Messen, Kongresse, Corporate Events, Markenerlebnis-Events, Verkaufsf&ouml;rderwettbewerbe, Mitarbeitermotivationsveranstaltungen, Produktpr&auml;sentationen. Denn all dies macht fast 90 Prozent des gesamten Veranstaltungsmarktes aus, erl&auml;utert eine nunmehr extra erstellte Studie des &ldquo;Research Institute for Exhibition and Live-Communication&rdquo; (RIFEL), das laut eigener Aussage &ldquo;erste Forschungsinstitut der Live-Kommunikationsbranche auf internationaler Ebene&rdquo;. Demnach bringen Konzerte, Sport und andere &ouml;ffentliche Veranstaltungen nur knapp zw&ouml;lf Prozent des Umsatzes, der sich im vorigen Jahr insgesamt auf knapp 130 Milliarden Euro summierte. Alleine der Business-Veranstaltungsmarkt besch&auml;ftige 1,9 Millionen Menschen, hei&szlig;t es. Deutschland sei weltweit Tagungsland Nummer 2 und mit knapp 180 internationalen und nationalen Messen Messeland Nummer 1.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/493\/kein-ton-kein-licht-6977.html%20\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;lkonzerne wollen in Afrika sch&auml;dlichen Plastikm&uuml;ll loswerden<\/strong><br>\nKenia kennt ein strenges Plastiksackverbot. Ausgerechnet dieses Land soll jetzt gezwungen werden, westlichen M&uuml;ll zu importieren.<br>\nSeit China nicht mehr als Abfalleimer f&uuml;r Industriel&auml;nder dienen will und die jahrelangen Importe von Plastikm&uuml;ll vor zwei Jahren stoppte, versuchen &Ouml;lkonzerne wie Exxon Mobil, Chevron, Shell und Chemiekonzerne wie Dow Chemical ihre zum Teil sch&auml;dlichen Plastikabf&auml;lle in anderen Weltgegenden zu &bdquo;entsorgen&ldquo;. Gegenw&auml;rtig betreiben sie ein starkes Lobbying im US-Handelsdepartement, damit ein neues Handelsabkommen solche M&uuml;llexporte erlaubt und Kenia m&ouml;glichst verbietet, den Gebrauch von Plastik im Land einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Olkonzerne-wollen-schadlichen-Plastikmull-in-Afrika-loswerden\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lobbyregister-Gesetz: Einige Verbesserungen &ndash; L&uuml;cken bleiben<\/strong><br>\nDas Lobbyregister-Gesetz kommt: Gestern haben die Fraktionen von Union und SPD dem Gesetzentwurf f&uuml;r ein Lobbyregister zugestimmt. Damit ist der Weg f&uuml;r die weiteren parlamentarischen Beratungen frei. Deutschland bekommt also mit hoher Wahrscheinlichkeit tats&auml;chlich ein Lobbyregister &ndash; jedoch zun&auml;chst nur f&uuml;r den Bundestag. Die Bundesregierung und ihre Ministerien sind weiterhin vom Anwendungsbereich ausgenommen. Das hei&szlig;t: Lobbyakteure, die dort an die T&uuml;ren klopfen, m&uuml;ssen sich nicht registrieren. Ein Karl-Theodor zu Guttenberg, der im Auftrag von Wirecard bei der Kanzlerin vorsprach, w&uuml;rde sich also nicht eintragen m&uuml;ssen. Auch in anderen Bereichen bleibt der Entwurf leider deutlich hinter internationalen Standards zur&uuml;ck.<br>\nDurchaus positiv ist allerdings, dass Union und SPD den von allen Seiten kritisierten ersten Entwurf, der vor zwei Wochen &ouml;ffentlich wurde, noch einmal &uuml;berarbeitet und an einigen wesentlichen Stellen verbessert haben. Am wichtigsten: Lobbyist:innen, die im Auftrag von Dritten arbeiten, also zum Beispiel Lobbyagenturen, m&uuml;ssen nun die konkreten Auftraggeber nennen &ndash; und nicht nur vage deren Branche angeben, wie es zuvor geplant war. (&hellip;)<br>\nMit wie viel Nachdruck Angaben &uuml;berpr&uuml;ft und sich der Registrierungspflicht entziehende Lobbyakteure nachverfolgt werden, wird sich ebenfalls erst in der Praxis zeigen. Gleiches gilt f&uuml;r die Durchsetzung weiterer Regelungen, wie dem grunds&auml;tzlich positiv zu bewertenden Verbot erfolgsabh&auml;ngiger Bezahlung. Dieses Verbot geh&ouml;rt zu den Regeln, die der Bundestag f&uuml;r alle Lobbyakteure verpflichtend aufstellt. (&hellip;)<br>\nEinen einheitlichen Verhaltenskodex gibt das Gesetz allerdings nicht vor &ndash; anders als etwa das EU-Transparenzregister. Stattdessen sollen sich die Lobbyakteure selbst jeweils einen Verhaltenskodex geben, der mit einem &ouml;ffentlichen R&uuml;geverfahren verbunden sein muss. Die Verhaltenskontrolle wird damit etwa berufsst&auml;ndischen Vereinigungen der Branche &uuml;berlassen. Besser w&auml;re es, sich hier ebenfalls an L&auml;ndern wie Frankreich oder der EU zu orientieren: Wenn wie dort ein verbindlicher Verhaltenskodex unterzeichnet werden muss, gilt dieser gleicherma&szlig;en f&uuml;r alle Lobbyakteure, und seine Einhaltung bzw. Verletzung wird von der registerf&uuml;hrenden Stelle zentral kontrolliert und sanktioniert. Selbstorganisierte Kodizes und R&uuml;geverfahren k&ouml;nnten einen solchen verbindlichen Kodex erg&auml;nzen. Vollwertig ersetzen k&ouml;nnen sie ihn nicht. (&hellip;)<br>\nEin Lobbyregister mit veralteten Angaben schafft keine Transparenz. Deshalb hatten wir an dem ersten Entwurf kritisiert, dass die Angaben nur j&auml;hrlich aktualisiert werden m&uuml;ssen. Insbesondere bei Lobbydienstleistern, die im Kundenauftrag arbeiten, w&auml;re das viel zu selten. An dieser Stelle hat die Koalition nachgebessert. Agenturen und Lobby-Kanzleien m&uuml;ssen nun Angaben zu ihrem Auftraggeber machen, &bdquo;bevor mit einer entsprechenden Interessenvertretung begonnen wird&ldquo;. Damit muss stets eine neue Meldung erfolgen,sobald ein Lobbydienstleister ein neues Mandat &uuml;bernimmt. Diese wichtige Angabe &ndash; wer vertritt wen &ndash; w&auml;re damit hinreichend aktuell. In diesem Punkt w&auml;re die Regelung des Bundestages sogar besser als das EU-Transparenzregister. Dort m&uuml;ssen Lobbydienstleister n&auml;mlich nur einmal im Jahr ihre Kundenlisten aktualisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/09\/lobbyregister-gesetz-einige-verbesserungen-luecken-bleiben\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum J&ouml;rg Sartor die SPD aufgegeben hat<\/strong><br>\nEinst war Essen eine Festung der Sozialdemokratie. Nun droht bei der NRW-Kommunalwahl ein Fiasko &ndash; der Chef der Essener Tafel warnt: es kippt hier etwas.<br>\nJ&ouml;rg Sartor stoppt den Wagen und geht r&uuml;ber zum Haus an der Altenessener Stra&szlig;e, Nummer 484, &ldquo;hier bin ich geboren&rdquo;. Das Haus ist heruntergekommen, soll verkauft werden. Ein paar Meter weiter, wo Sartor, 64 Jahre alt, seiner Heimatstadt Essen ein Leben lang verbunden, sein erstes Eis gegessen hat, ist ein chinesischer Ramschladen drin. Eine Stra&szlig;enecke weiter er&ouml;ffnete 1914 der zweite Aldiladen Deutschlands. Auch weg. Heute dominieren hier im Essener Norden Wettbuden und Shisha-Bars. RWE, Thyssenkrupp, Steag &ndash; Unternehmen mit Weltruf stammen aus der Ruhrgebietsstadt. Inzwischen ist die Stadtverwaltung der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber in Essen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/nrw-kommunalwahl-warum-joerg-sartor-die-spd-aufgegeben-hat\/26168768.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die beschriebene Entt&auml;uschung &uuml;ber die SPD ist nachvollziehbar. Die damit verbundene Bewunderung f&uuml;r die CDU ist ein Witz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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