{"id":64598,"date":"2020-09-10T10:32:09","date_gmt":"2020-09-10T08:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64598"},"modified":"2022-02-24T12:20:37","modified_gmt":"2022-02-24T11:20:37","slug":"arme-schweine-eine-knochenmuehle-ist-das-system-toennies-fuer-tier-und-mensch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64598","title":{"rendered":"Arme Schweine. Eine Knochenm\u00fchle ist das System T\u00f6nnies f\u00fcr Tier und Mensch."},"content":{"rendered":"<p>Besser arbeiten und &bdquo;sch&ouml;ner wohnen&ldquo; mit T&ouml;nnies? Seit die Schlachth&auml;user des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Fleischfabrikanten als Corona-Hotspots in die Schlagzeilen geraten sind, pr&auml;sentiert sich Firmenboss Clemens T&ouml;nnies als Gel&auml;uterter: Werkvertr&auml;ge weg, Festanstellung f&uuml;r alle und lauschige Apartments statt Lagerhaltung. Aber wie echt und nachhaltig ist der Sinneswandel? <strong>Elmar Wigand<\/strong> von der &bdquo;Aktion gegen Arbeitsunrecht&ldquo; traut den sch&ouml;nen Versprechen nicht. Im Interview mit den NachDenkSeiten rechnet er ab mit einem Gesch&auml;ftsmodell, das au&szlig;er den Machern nur Verlierer produziert &ndash; und eigentlich ein Fall f&uuml;r die Justiz sein m&uuml;sste. Mit ihm sprach <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_342\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-64598-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200910_Arme_Schweine_Eine_Knochenmuehle_ist_das_System_Toennies_fuer_Tier_und_Mensch_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200910_Arme_Schweine_Eine_Knochenmuehle_ist_das_System_Toennies_fuer_Tier_und_Mensch_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200910_Arme_Schweine_Eine_Knochenmuehle_ist_das_System_Toennies_fuer_Tier_und_Mensch_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200910_Arme_Schweine_Eine_Knochenmuehle_ist_das_System_Toennies_fuer_Tier_und_Mensch_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=64598-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200910_Arme_Schweine_Eine_Knochenmuehle_ist_das_System_Toennies_fuer_Tier_und_Mensch_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200910_Arme_Schweine_Eine_Knochenmuehle_ist_das_System_Toennies_fuer_Tier_und_Mensch_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Zur Person<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\" style=\"float: left;margin: 0 15px 15px 0\"><img decoding=\"async\" style=\"border-radius: 50%\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200910-Wigand.jpg\" alt=\"Elmar Wigand\" title=\"Elmar Wigand\"><br><small>Foto: Aktion gegen Arbeitsunrecht<\/small><\/div><p><strong>Elmar Wigand<\/strong>, Jahrgang 1968, ist Sprecher der &bdquo;Aktion gegen Arbeitsunrecht &ndash; Initiative f&uuml;r Demokratie in Wirtschaft &amp; Betrieb&ldquo;. Der 2014 gegr&uuml;ndete Verein mit Sitz in K&ouml;ln leistet laut Eigendarstellung Aufkl&auml;rungsarbeit und Kampagnenf&uuml;hrung gegen aggressive Arbeitgeber und deren Netzwerke und ber&auml;t Betriebsr&auml;te und Gewerkschafter in strategischer Konfliktf&uuml;hrung. Den zugeh&ouml;rigen Blog <a href=\"http:\/\/www.arbeitsunrecht.de\">arbeitsunrecht.de<\/a> betreibt Wigand unter anderem mit dem Journalisten und Publizisten Werner R&uuml;gemer und der Campaignerin Jessica Reisner.  <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Herr Wigand, wie <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/aus-fuer-werkvertraege-wie-toennies-mit-amazon-um-arbeitskraefte-ringt\/26085412.html?ticket=ST-7990534-v5WDbN1wqbL9kJ0IuFdU-ap4\">unl&auml;ngst das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; berichtete<\/a>, buhlt das US-Onlineversandhaus Amazon um Besch&auml;ftigte des deutschen Schlachtereigiganten T&ouml;nnies. Amazon suche demnach f&uuml;r seinen neuen Logistikstandort in Oelde noch 500 Versandmitarbeiter und werbe mit Flugbl&auml;ttern und Radiospots im Kreis G&uuml;tersloh gezielt um Abwanderungswillige des nahen T&ouml;nnies-Stammwerks in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck. W&uuml;rden Sie den Betroffenen zum Wechsel raten? <\/strong><\/p><p>Der Beitrag im &bdquo;Handelsblatt&ldquo; ist von atemberaubender Unkenntnis. Ich vermute, dass hier keinerlei Eigenrecherche betrieben wurde, sondern nur die PR-Abteilung von T&ouml;nnies und zwei Gewerkschaftssekret&auml;re von Ver.di und der NGG geredet haben. T&ouml;nnies jammert jetzt herum, dass ohne Werkvertr&auml;ge die Arbeitskr&auml;fte knapp w&uuml;rden. Ich dachte, wir leben in einer Marktwirtschaft. Dann m&uuml;ssten sie halt mehr zahlen und vor allem bessere Bedingungen schaffen! Aber wie auf magische Weise gelten die angeblichen Marktgesetze wohl nicht, wenn es um Lohndumping geht. <\/p><p><strong>Sie zweifeln also an der Geschichte?<\/strong><\/p><p>Dass rum&auml;nische Wanderarbeiterinnen und -arbeiter jetzt durch Amazon angeworben werden, glaube ich erst, wenn sie mit Flyern auf Rum&auml;nisch angesprochen werden. Die Arbeit f&uuml;r Amazon erscheint mir weitaus anspruchsvoller als die f&uuml;r T&ouml;nnies. Da sind gute Deutschkenntnisse und eine Vertrautheit mit hiesigen Gepflogenheiten sicher von Vorteil: um die Waren zu unterscheiden und die komplizierten, st&auml;ndig wechselnden Vorgaben des Managements zu verstehen. Amazon sucht weltweit bevorzugt ehemalige Soldaten und Soldatinnen. Zwar werden die Leute auch verheizt und rennen sich die Hacken wund, werden krank, stehen unter extremer &Uuml;berwachung und Leistungskontrolle, aber doch auf ganz andere Weise als am Flie&szlig;band der industriellen Fleischproduktion.<\/p><p><strong>Soll hei&szlig;en: Schweineschlachten ist schlimmer?<\/strong><\/p><p>Na klar. Das ist extrem gesundheitsgef&auml;hrdend. Da w&auml;re die Temperatur: Das Fleisch darf laut EU-Verordnung nicht w&auml;rmer als drei Grad Celsius werden, die Raumtemperatur darf zw&ouml;lf Grad nicht &uuml;berschreiten. Wenn drau&szlig;en 30 Grad herrschen und in der Kantine Zimmertemperatur, muss der K&ouml;rper t&auml;glich durch drei Klimazonen. Daher sind Gicht und multiple Sklerose typische Berufskrankheiten von Fleischern. Dann ist die Arbeit &ndash; T&ouml;ten, Zerschneiden, Entbeinen &ndash; grausam und psychisch belastend. Und gef&auml;hrlich dazu. Die Leute m&uuml;ssen mit scharfen Messern unter gro&szlig;em Zeitdruck arbeiten und schneiden sich dabei h&auml;ufig. Das ist schon etwas anderes, als bei Zimmertemperatur B&uuml;cher, CDs und Elektronik zu kommissionieren. Bei Amazon leiden die Besch&auml;ftigten durch das extrem viele Herumlaufen eher an orthop&auml;dischen Sch&auml;den und Stresssymptomen. <\/p><p><strong>Also w&auml;re man bei Amazon immer noch besser aufgehoben &hellip;<\/strong><\/p><p>Die Lage in der Region Warendorf, aus der ich selbst stamme, ist so: Trotz Arbeitslosigkeit und Strukturwandel &ndash; etwa die endg&uuml;ltige Zechenschlie&szlig;ung in Ahlen 1999, R&uuml;ckgang der Stahlindustrie, der M&ouml;bel- und Schuhproduktion, des Maschinenbaus &ndash; ist f&uuml;r Einheimische die Arbeit bei T&ouml;nnies nicht attraktiv. Das ist ein Durchlauferhitzer f&uuml;r osteurop&auml;ische Wanderarbeiter. T&ouml;nnies investiert ja l&auml;ngst in Serbien und China. Auf Dauer wird er dorthin abwandern, wo er seinen wichtigsten Rohstoff findet: billige Arbeit. <\/p><p><strong>Wobei es darauf auch Amazon abgesehen hat?<\/strong><\/p><p>Ja, auf gewisse Weise gleichen sich Amazon und T&ouml;nnies auch: Beide sind Knochenm&uuml;hlen und beide waren Corona-Hotspots. Bereits im M&auml;rz 2020 streikten Besch&auml;ftigte in Mailand und Long Island, New York, <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/corona-aerger-amazon-mitarbeiter-1264425\/\">gegen mangelhafte Covid-19-Schutzbestimmungen<\/a>. In Frankreich <a href=\"https:\/\/www.logistik-watchblog.de\/unternehmen\/2453-frankreich-amazon-schliesst-logistikzentren.html\">erzwang eine Gewerkschaft im April die Schlie&szlig;ung von sechs Amazon-Logistikzentren<\/a>. Amazon f&ouml;rdert wie T&ouml;nnies durch Belohnen und Strafen gezielt Pr&auml;sentismus &ndash; also dass Besch&auml;ftigte krank zur Arbeit gehen. <\/p><p>Aber um sich einen T&ouml;nnies-Job anzutun, um das ein paar Monate auszuhalten, muss ein gewisses Ma&szlig; an Verelendung und Hoffnungslosigkeit vorhanden sein, das im Kreis Warendorf nicht erreicht ist. Nach meiner Prognose verl&auml;sst T&ouml;nnies Deutschland irgendwann, wenn der Konzern nicht gar zerschlagen wird oder wie ein Kartenhaus einst&uuml;rzt. Und dann geht noch einmal ein gro&szlig;er Bocksgesang los. Die Arbeitspl&auml;tze! Aber um diese Art von Arbeit mit 80 Prozent sogenannten Werkvertr&auml;gen ist es wirklich nicht schade.<\/p><p><strong>Warum sagen Sie &bdquo;sogenannte&ldquo; Werkvertr&auml;ge?<\/strong><\/p><p>Der wichtigste Punkt ist zur &bdquo;Qualit&auml;tspresse&ldquo; noch gar nicht durchgedrungen. Bei T&ouml;nnies angeblichen Werkvertr&auml;gen handelt es sich um illegale Arbeitnehmer&uuml;berlassung, also um verdeckte Leiharbeit. <\/p><p><strong>Das m&uuml;ssen Sie erl&auml;utern. Es sind ja gerade diese Werkvertr&auml;ge, die jetzt etwa Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) als gro&szlig;es &Uuml;bel erkannt hat und weshalb die Bundesregierung sich anschickt, sie aus der Fleischindustrie zu verbannen. Allerdings kommt das in der Diskussion so r&uuml;ber, als werde hier ein zwar &uuml;bles, aber bisher legales Instrument unsch&auml;dlich gemacht. Dem ist nicht so?<\/strong><\/p><p>Der Bundesarbeitsminister und seine L&auml;nderkollegen wollen offenbar mit dem Verbot von Werkvertr&auml;gen und Leiharbeit in der Fleischindustrie eine Art Generalamnestie f&uuml;r systematische Verst&ouml;&szlig;e gegen das Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz (A&Uuml;G) verbinden. Eigentlich m&uuml;sste Clemens T&ouml;nnies als haftender Generalunternehmer in den Knast. Die sogenannten Werkvertr&auml;ge, die bei ihm rund 80 Prozent der Arbeitsverh&auml;ltnisse ausmachten, <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/recht\/deutsches-anwalt-office-premium\/3-die-abgrenzung-der-arbeitnehmerueberlassung-von-ander-iii-pruefung-der-vorliegenden-umstaende-nach-ihrer-indizwirkung-bewertungstabelle_idesk_PI17574_HI13599551.html\">waren unter Anlegung der Bestimmungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) im Kern illegale Arbeitnehmer&uuml;berlassung<\/a>.<\/p><p><strong>Was besagt das BA-Regelwerk?<\/strong><\/p><p>Gleich mehrere zentrale Kriterien eines Werkvertrags waren bei T&ouml;nnies nicht erf&uuml;llt: eigene Produktionsanlagen und Werkzeuge, eigenst&auml;ndige Arbeitsleistung, Weisungsbefugnis, unternehmerisches Risiko, erfolgsorientierte Abrechnung. Hier haben sich findige Juristen zwar das Konstrukt &bdquo;On-Site-Werkvertr&auml;ge&ldquo; einfallen lassen. Aber das ist bei kurzer Betrachtung selbst f&uuml;r Laien schon als Bullshit erkennbar. Ein starkes Indiz: T&ouml;nnies und sein PR-Mann Andr&eacute; Vielst&auml;dte sprechen in ihren Verlautbarungen selbst immer &uuml;ber &bdquo;unsere Mitarbeiter&ldquo;, <a href=\"https:\/\/toennies.de\/6-204-corona-tests-durchgefuehrt-drei-positiv\/\">wenn sie &uuml;ber die Wanderarbeiter reden<\/a>. <\/p><p>Der Skandal im Skandal ist, dass dieser Betrug jahrelang massenhaft durchgegangen ist. Da m&uuml;ssen sich auch die zust&auml;ndige Gewerkschaft oder EU-Projekte wie &bdquo;faire Mobilit&auml;t&ldquo; an die Nase fassen. Die waren jahrelang damit befasst. Warum skandalisierte das niemand? Stattdessen ging es butterweich gegen einen &bdquo;Missbrauch&ldquo; von Werkvertr&auml;gen und f&uuml;r &bdquo;Werkfairtr&auml;ge&ldquo;. Au backe!<br>\nWir haben uns jetzt vorgenommen, in diese Eiterbeule zu pieken.<\/p><p><strong>Welches Strafma&szlig; drohte Clemens T&ouml;nnies, w&uuml;rde sich die Justiz seines Falles annehmen?<\/strong><\/p><p>Verst&ouml;&szlig;e gegen das A&Uuml;G sind leider nur Ordnungswidrigkeiten. Aber: Den Arbeiterinnen und Arbeitern wurde hier massenhaft und jahrelang Lohn geraubt &ndash; also gesetzlich vorgeschriebenes Equal-Pay in der Leiharbeit, also gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit. M&ouml;glicherweise wurde ihnen gar eine Festanstellung vorenthalten. In der Folge dieses Lohnraubs kam es zur Hinterziehung von Lohnsteuern und Sozialabgaben in Millionenh&ouml;he. Da kommen vermutlich Summen zusammen, f&uuml;r die ein anderer Wurstfabrikant und Fu&szlig;ballboss namens Uli Hoene&szlig; damals &ndash; wegen Steuerhinterziehung &ndash; ins Gef&auml;ngnis musste.<\/p><p><strong>Wie aussichtsreich ist es, dass auch T&ouml;nnies zur Verantwortung gezogen wird?<\/strong><\/p><p>T&ouml;nnies wankt. Er ist durch massive Proteste von verschiedensten Seiten zur Persona non grata geworden. Aufstrebende Politiker wollen nicht mehr mit ihm fotografiert werden. Wer wie Armin Laschet Bundeskanzler werden will, <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000118350754\/bei-der-cdu-gehts-um-die-wurst-das-schadet-armin\">kann Bilder von Karnevalssitzungen mit Clemens T&ouml;nnies nicht gebrauchen<\/a>. Dass die Fans von Schalke 04 ihn Ende Juni 2020 <a href=\"https:\/\/schalke04.de\/verein\/clemens-toennies-legt-sein-amt-beim-fc-schalke-04-nieder\/\">endlich als Aufsichtsratsvorsitzenden losgeworden sind<\/a>, ist ein weiteres Indiz. Gl&uuml;ckwunsch dazu! Vielleicht kommt der Punkt, an dem sich die eigene Meute irgendwann gegen ihn wendet, ihn ausschlie&szlig;t. Ich kenne mich in diesem Milieu nicht allzu gut aus, aber ich denke da an den gelernten Maurer Josef Esch, <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/der-borkenk%C3%A4fer-und-die-bank\/40816\">der als Baul&ouml;we den K&ouml;lner Oppenheim-Esch-Fonds dirigierte<\/a>.<\/p><p><strong>Wer konkret k&ouml;nnte Clemens T&ouml;nnies fallen lassen?<\/strong><\/p><p>Wer da bei Staatsanwaltschaften und im Justizministerium jahrelang die sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber T&ouml;nnies gehalten hat, ist mir unklar, auch welche Leichen da im Keller liegen, welche Seilschaften bestehen m&ouml;gen. Ebenso interessiert mich die Frage, wo eigentlich das Geld herkam, mit dem Bernd T&ouml;nnies, der Bruder von Clemens, aus einer famili&auml;ren Metzgerei in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck einen Weltkonzern machte. Das geht normalerweise nicht ohne Risikoinvestment, aber die klassischen Finanzinvestoren wie Fonds oder Banken fehlten hier offenbar.<\/p><p><strong>Welche Rolle spielte und spielt die Politik bei all dem? Wie Sie sagten, ist T&ouml;nnies bei den Regierenden in Nordrhein-Westfalen unten durch. Zum Beispiel wurde ja sein Antrag auf Lohnkostenerstattung wegen der beh&ouml;rdlichen Schlie&szlig;ung seines Hauptwerks infolge der massenhaften Corona-Infektionen durch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) br&uuml;sk zur&uuml;ckgewiesen.<\/strong><\/p><p>Der G&uuml;tersloher Landrat Sven-Georg Adenauer galt jahrelang als T&ouml;nnies` Scho&szlig;h&uuml;ndchen. Hier wurde alles durchgewunken: Schlachthoferweiterung, Abwasser, Nitratverschmutzung der Ems, eigener Autobahnzubringer an der A2. Alles null problemo. Man war stolz und profitierte wom&ouml;glich von staatlichen Zuwendungen an Kommunen und den Kreis. Interessanterweise gibt es aber gerade im katholischen Milieu Widerstand. Da ist etwa Pr&auml;lat Peter Kossen, der als Priester in Vechta das Elend der Wanderarbeiter in der Region Oldenburg mitansehen musste und zu einer Art Galionsfigur des Widerstands geworden ist. Zusammen mit dem M&uuml;nsteraner CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling konnte er bewirken, dass der Bundestag am 1. Juni 2017 <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/gsa-fleisch-parlamentarisches-husarenstueck-oder-stueckwerk\/\">das &bdquo;Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft&ldquo; (GSA Fleisch) verabschiedet hat.<\/a><\/p><p>Das Gesetz blieb zwar weitgehend unbekannt und wirkungslos, so wie auch die kommenden Gesetze zur angeblichen Abschaffung von Werkvertr&auml;gen und Leiharbeit in der Fleischindustrie leicht umgangen werden k&ouml;nnen. Aber die staatlich-politische Phalanx um T&ouml;nnies begann zu br&ouml;ckeln. Jetzt spuckt selbst der Adenauer-Enkel Sven-Georg markige T&ouml;ne. Man werde T&ouml;nnies &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/landrat-sven-georg-adenauer-will-toennies-die--rechnung-praesentieren--9329610.html\">die Rechnung pr&auml;sentieren<\/a>&ldquo; und <a href=\"https:\/\/www.westfalen-blatt.de\/OWL\/Kreis-Guetersloh\/Guetersloh\/4234541-Sven-Georg-Adenauer-ueber-Corona-Werkvertraege-und-seine-Mitarbeiter-Gueterslohs-Landrat-Ich-glaube-Toennies-ist-zu-gross\">er glaube, der Konzern sei zu gro&szlig; geworden<\/a>.<\/p><p><strong>Denken Sie, das sind mehr als nur Emp&ouml;rungsgesten, die nach dem Ende der Corona-Krise wieder vergessen sind?<\/strong><\/p><p>Wir m&uuml;ssen den &ouml;ffentlichen Druck aufrechterhalten und auch mit der Recherche kontinuierlich dranbleiben. Jetzt gilt es, die Verantwortlichen wie NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beim Wort zu nehmen. Er muss sich jetzt &uuml;berlegen, ob er Teil der L&ouml;sung sein m&ouml;chte oder ob er Teil des Problems ist. Einerseits hat Laumann bereits 2019 intensive Kontrollen in Schlachth&ouml;fen veranlasst. Damit hat er schon mehr gemacht als sein Amtsvorg&auml;nger Guntram Schneider von der SPD. Andererseits fragen wir uns, welche Ergebnisse und Konsequenzen diese Kontrollen denn nun hatten. Da kam nicht mehr viel. Genauer gesagt: nix.<\/p><p><strong>Was folgt daraus?<\/strong><\/p><p>Wir haben eine Petition an Laumann gestartet, die genau diese Frage stellt: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/jetzt-unterschreiben-petition-an-nrw-arbeitsminister-laumann\/\">Wollen Sie Teil der L&ouml;sung sein, oder sind sie Teil des Problems?<\/a> Au&szlig;erdem machen wir am kommenden Freitag, 11. September 2020, ab 18 Uhr <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/demo-aufruf-system-toennies-stoppen\/\">eine Demo ab dem D&uuml;sseldorfer Hauptbahnhof durch die Innenstadt<\/a>. Meine Organisation, Aktion gegen Arbeitsunrecht, hat Mietwucher und Schein-Werkvertr&auml;ge sowie eidesstattliche Falschaussagen von Subunternehmen bei den Beh&ouml;rden angezeigt. Auch hier bislang ohne Ergebnisse. <\/p><p>Auff&auml;llig ist der Eifer, den NRW-Beh&ouml;rden bei der Bek&auml;mpfung der sogenannten &bdquo;Clan-Kriminalit&auml;t&ldquo; an den Tag legen. Wenn es um Familien aus dem arabischen oder t&uuml;rkischen Raum geht, l&auml;sst CDU-Innenminister Herbert Reul die Muskeln spielen &ndash; und befeuert meines Erachtens bewusst rassistische Diskurse. Die Razzien finden nicht zuf&auml;llig in Shishabars statt, als h&auml;tte es die Morde von Hanau nie gegeben. Wir w&uuml;rden uns ein &auml;hnliches Engagement gegen den T&ouml;nnies-Clan und seine Subunternehmer w&uuml;nschen. Und das meine ich keineswegs provokativ: Die rum&auml;nischen Schlepper, die Leute aus Transsylvanien oder Moldau anlocken und an die Flie&szlig;b&auml;nder schleusen, weisen durchaus mafia&auml;hnliche Strukturen auf.<\/p><p><strong>Nun scheint sich T&ouml;nnies ja immerhin von seinem Besch&auml;ftigungsmodell verabschieden zu wollen. Bis Mitte September will er 1.000 seiner bisherigen Werkvertragsarbeiter fest in den Konzern eingliedern, bis zum Jahresende sogar ausnahmslos alle. W&auml;re das kein Fortschritt?<\/strong><\/p><p>Das Schlupfloch hei&szlig;t &bdquo;sachgrundlose Befristung&ldquo;. Scheinwerkvertr&auml;ge und Leiharbeit k&ouml;nnen mit Hilfe von Kettenbefristung m&uuml;helos in scheinbare Festanstellung umgewandelt werden. Deshalb m&uuml;ssen nach unserer &Uuml;berzeugung sachgrundlose Befristungen und Kettenbefristungen ebenfalls verboten werden. Andrea Nahles wollte das als Arbeitsministerin 2018 schon durchsetzen, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/06\/arbeitsvertrag-befristet-zeitvertrag-sachgrund-spd\">scheiterte aber leider damit<\/a>. Das w&auml;re mal ein richtiger Coup geworden, der die SPD nach vorn gebracht h&auml;tte! Vielleicht h&auml;tte ich sie dann sogar gew&auml;hlt (lacht). <\/p><p>Ende August 2020 hat T&ouml;nnies mit der Lazar GmbH einen Schlachtdienstleister &uuml;bernommen, der ihm bisher &ndash; neben einem Dutzend anderen &ndash; Werkvertragsarbeiter gestellt hat. Eine Armada aus findigen Anw&auml;lten wird es so drehen, <a href=\"https:\/\/www.fleischwirtschaft.de\/wirtschaft\/nachrichten\/Lazar-Toennies-schluckt-Personaldienstleister-42744?crefresh=1\">dass diese hauseigene Leiharbeitsagentur nicht als Fremdfirma gilt<\/a>. Bisherige Subunternehmer werden vermutlich auf &auml;hnliche Weise in das Firmengeflecht integriert.<\/p><p>Unser Gradmesser f&uuml;r demokratische, halbwegs ertr&auml;gliche Arbeitsbedingungen sind aktive Betriebsr&auml;te und ernstzunehmende Tarifvertr&auml;ge. Und selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen die Arbeitsbedingungen so gestaltet sein, dass die Besch&auml;ftigten es dort &uuml;berhaupt l&auml;ngere Zeit aushalten k&ouml;nnen. Dazu braucht es intensive Kontrollen von au&szlig;en und unabh&auml;ngige Interessenvertreter, die von innen heraus auf die Einhaltung von Arbeitsstandards achten. <\/p><p><strong>Sind Sie &auml;hnlich skeptisch, was T&ouml;nnies neu entdecktes Engagement f&uuml;r bessere Wohn- und Lebensbedingungen seiner Besch&auml;ftigten angeht? Konkret will sein Unternehmen daf&uuml;r rund 70 H&auml;user mit bis zu 1.500 Einheiten f&uuml;r bis zu 3.000 Bewohner errichten, <a href=\"https:\/\/www.topagrar.com\/schwein\/news\/toennies-praesentiert-wohnraumkonzept-fuer-mitarbeiter-12124425.html\">um &bdquo;g&uuml;nstige und gut ausgestattete Wohnungen nach einem festen Standard&ldquo; bereitzustellen<\/a>.<\/strong><\/p><p>Aus sch&auml;bigen Ghettos und bauf&auml;lligen Bruchbuden werden jetzt so etwas wie Studentenwohnheime oder Plattenbausiedlungen. Das ist sicher eine Verbesserung. Aber es f&uuml;hrt den industriellen Rassismus im Kern weiter fort. Denn auch dieses Prinzip beruht auf Segregation &ndash; Abgrenzung und Ausgrenzung. Wir fordern dezentralen, angemessenen Wohnraum. Problematisch ist es auch, wenn Arbeitgeber und Vermieter identisch sind oder wirtschaftlich verfilzt. Dann kann der Lohn durch erh&ouml;hte Mietzahlungen hintenherum gek&uuml;rzt werden, zudem werden die Arbeiterinnen und Arbeiter noch st&auml;rker erpressbar, da sie nicht nur von Jobverlust, sondern auch gleich von Obdachlosigkeit bedroht werden, wenn sie bei T&ouml;nnies in Ungnade fallen. <\/p><p><strong>Ist das &bdquo;System T&ouml;nnies&ldquo; deckungsgleich mit dem &bdquo;System Fleischwirtschaft&ldquo;?<\/strong><\/p><p>T&ouml;nnies setzt den Standard und gibt den Takt vor. Der Konzern ist nicht nur mit Abstand der gr&ouml;&szlig;te deutsche Fleischproduzent. Das Unternehmen erzielte 2019 mit 6,65 Milliarden Euro mehr Umsatz als Vion und Westfleisch &ndash; <a href=\"https:\/\/www.fleischwirtschaft.de\/wirtschaft\/charts\/Ranking-der-Fleischwirtschaft-2019-Die-Top-10-Gruppen-40587\">also die Schlacht-Konzerne Nr. zwei und drei  &ndash; zusammen<\/a>. T&ouml;nnies hat auf seinem Gebiet eine &auml;hnliche Marktmacht wie Amazon im Versand. Es lohnt sich einfach nicht mehr, selbst zu schlachten. Viele Wurstproduzenten lassen sich von T&ouml;nnies mit Rohmaterial beliefern. Auch beim t&uuml;rkischen Knoblauchwurstproduzenten Eget&uuml;rk in K&ouml;ln fahren T&ouml;nnies-Trucks durchs Werkstor. Wenn wir T&ouml;nnies boykottieren wollen, kratzen wir bei seinen Hausmarken B&ouml;klunder und Gutfried nur noch an der Oberfl&auml;che. Man wei&szlig; gar nicht mehr, wo &uuml;berall T&ouml;nnies drin ist. Vermutlich muss man das gesamte Billigfleisch von Aldi, Lidl, Kaufland und Co. einfach meiden.<\/p><p><strong>Wie sieht es jenseits der deutschen Landesgrenzen aus?<\/strong><\/p><p>T&ouml;nnies, Westfleisch und Vion profitierten nicht nur von der Schlie&szlig;ung kommunaler und genossenschaftlicher Schlachth&ouml;fe, <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/region\/fuerth\/warum-die-schlachthofe-starben-das-schicksal-der-further-metzgereien-1.10193224\">durch das Preisdumping dieser Turboproduktion starben regionale Schlachth&ouml;fe in ganz Europa<\/a>. Es ist ein Teufelskreislauf. Durch den Kollaps der regionalen Wirtschaft werden wiederum Arbeitskr&auml;fte, Tiere und Rohstoffe wie Futtermittel freigesetzt, die von den Schlachtfabriken begierig aufgesogen und wieder ausgespuckt werden. Man muss sich das vorstellen: 30.000 Schweine jeden Tag in Rehda-Wiedenbr&uuml;ck, 20.000 in Wei&szlig;enfels! Mit ihren Billigprodukten zerst&ouml;ren sie das bisherige Gleichgewicht und schaffen sich ihre eigenen Grundlagen. Da jubeln die neoliberalen Ideologen: sch&ouml;pferische Zerst&ouml;rung! Leider ist das Endergebnis verheerend.<\/p><p><strong>Was waren Ursachen und Grundlagen f&uuml;r diese Entwicklung?<\/strong><\/p><p>Durch die Einf&uuml;hrung der Hartz-Gesetze und die dramatische Absenkung des hiesigen Lohnniveaus ab 2003 gerieten auch Schlachth&ouml;fe in Frankreich, Belgien, &Ouml;sterreich zusehends in Bedr&auml;ngnis. Der zweite Schlag war die EU-Osterweiterung um Rum&auml;nien und Bulgarien 2007, die ein riesiges Potential an frei verf&uuml;gbaren Arbeitskr&auml;ften erschloss. Deshalb haben Konkurrenten wie Danish Crown aus D&auml;nemark und Vion aus den Niederlanden Standorte in Deutschland aufgebaut.<\/p><p>Weltweiter Vorreiter der Schlachtindustrie sind seit 1865 die USA, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/union-stock-yards-in-chicago-die-wiege-der-fleischindustrie-a-e9b70156-46d8-418e-90e2-e3c9c325d179\">damals die Schlachth&ouml;fe von Chicago, die Union Stockyards<\/a>. Hier wurde mit dem Flie&szlig;band eine der wichtigsten Grundlagen der industriellen Produktion und der <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/702007\/toten-am-fliessband-die-schlachthofe-von-chicago\">wissenschaftlich gest&uuml;tzten Ausbeutung und Entwertung handwerklicher Arbeit geschaffen<\/a>. Diese Vorherrschaft haben die USA bis heute. Gegen&uuml;ber dem US-Fleisch-Konzern Tyson Foods mit 42,4 Milliarden US-Dollar weltweitem Umsatz im Jahr 2019 ist T&ouml;nnies immer noch ein vergleichsweise kleiner Fisch. Aber auch T&ouml;nnies macht l&auml;ngst mehr Geld im Ausland. W&auml;hrend die Deutschen die Lust am Fleisch verlieren, liefert T&ouml;nnies nach Russland, China und sonstwohin.<\/p><p><strong>Was w&auml;re Ihre Perspektive? Wohin sollte es in Zukunft gehen?<\/strong><\/p><p>N&ouml;tig w&auml;re es, den irrsinnigen Import und Export von Tieren, Fleisch und Fleischwaren einzud&auml;mmen &ndash; allein schon wegen des &ouml;kologisch unverantwortbaren Transports. Zur&uuml;ck zu einer regionalen Wirtschaft. Das fordern neuerdings auch die Freien W&auml;hler in Bayern. Im Freistaat gibt es im Gegensatz zu den traditionellen SPD-Bastionen Niedersachsen und NRW noch deutlich regionalere Strukturen. Beispielsweise leistet sich M&uuml;nchen als eine der letzten deutschen Gro&szlig;st&auml;dte immer noch einen kommunal betriebenen Schlachthof, w&auml;hrend der K&ouml;lner Schlachthof nach 600-j&auml;hriger Geschichte 2010 dichtmachte.  <\/p><p>Ich predige keinen Fleischverzicht, auch wenn ich die kulinarischen Leistungen von veganer und vegetarischer K&uuml;che immer mehr sch&auml;tze, sondern einen bewussten Konsum, wie ihn die Landbev&ouml;lkerung seit Jahrhunderten kannte: am Wochenende und an Festtagen. Dann aber Qualit&auml;t und Genuss.<\/p><p>Wenn es demokratische, ertr&auml;gliche und nachhaltige Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie geben w&uuml;rde, h&auml;tte sich das System T&ouml;nnies vermutlich bald von selbst erledigt. Dann w&uuml;rde T&ouml;nnies auswandern oder pleitegehen. Wenn der Konzern klug w&auml;re, w&uuml;rde er sich von einem Fleischproduzenten zu einem Produzenten von g&uuml;nstigem, qualitativ hochwertigem Grillgut wandeln &ndash; also auch vegan und vegetarisch. Aber das d&uuml;rfte einen Typen wie Clemens T&ouml;nnies &uuml;berfordern. Der Konzern scheint von einem zwanghaft anmutenden Drang zur st&auml;ndigen Expansion getrieben.<\/p><p>Titelbild: David Tadevosian \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Hinweis<\/strong><\/p><p>&bdquo;System T&ouml;nnies stoppen!&ldquo; Unterschriftenaktion und Demonstration der &bdquo;Aktion gegen Arbeitsunrecht&ldquo; am 11. September in D&uuml;sseldorf. <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/demo-aufruf-system-toennies-stoppen\/\">Beginn um 18 Uhr am Hauptbahnhof in D&uuml;sseldorf<\/a>. Um 12.30 Uhr wird eine Petition an NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) &uuml;bergeben, die <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/jetzt-unterschreiben-petition-an-nrw-arbeitsminister-laumann\/\">hier unterzeichnet werden kann<\/a>. <\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/66f94a442ebb4146af26c342e601a8ce\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besser arbeiten und &bdquo;sch&ouml;ner wohnen&ldquo; mit T&ouml;nnies? Seit die Schlachth&auml;user des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Fleischfabrikanten als Corona-Hotspots in die Schlagzeilen geraten sind, pr&auml;sentiert sich Firmenboss Clemens T&ouml;nnies als Gel&auml;uterter: Werkvertr&auml;ge weg, Festanstellung f&uuml;r alle und lauschige Apartments statt Lagerhaltung. Aber wie echt und nachhaltig ist der Sinneswandel? <strong>Elmar Wigand<\/strong> von der &bdquo;Aktion gegen Arbeitsunrecht&ldquo; traut den<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64598\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":64599,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,107,209,161],"tags":[1304,1740,2255,2016,2895,2884,1156,1973,1216,288,2264,1174,2697,2723,1477],"class_list":["post-64598","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-audio-podcast","category-interviews","category-wertedebatte","tag-amazon","tag-arbeitsbedingungen","tag-befristete-arbeit","tag-equal-pay","tag-laumann-karl-josef","tag-lebensmittelindustrie","tag-leiharbeit","tag-monopolisierung","tag-petitionen","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-regionalisierte-wirtschaft","tag-segregation","tag-toennies-clemens","tag-werkvertrag","tag-wigand-elmar"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200910-Wurzbacher_Wigand-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=64598"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81191,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64598\/revisions\/81191"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/64599"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=64598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=64598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=64598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}