{"id":64703,"date":"2020-09-14T08:38:16","date_gmt":"2020-09-14T06:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703"},"modified":"2020-09-14T08:38:16","modified_gmt":"2020-09-14T06:38:16","slug":"hinweise-des-tages-3696","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h01\">Virologe Streeck fordert Umdenken bei Corona-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h02\">Der Aufkl&auml;rer Assange als Unperson<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h03\">&ldquo;Schrecklich katastrophal&rdquo;: US-Kriege sind f&uuml;r mindestens 37 Millionen Fl&uuml;chtlinge verantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h04\">Deutschland will Akten geheim halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h05\">Klassen und sozio&ouml;konomische Ungleichheit im Finanzmarktkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h06\">Harter Kampf um die Briefe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h07\">Konzerne sch&uuml;tten hohe Summen an Aktion&auml;re aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h08\">Experten r&uuml;gen Beschneidung von Kinderrechten w&auml;hrend Corona scharf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h09\">Anna Mayr: &bdquo;Armut ist f&uuml;r viele Menschen unvorstellbar&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h10\">Win-win-win in der Krise: Pflege als Jobmotor und Z&uuml;ndschnur f&uuml;r mehr Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h11\">Wegezoll f&uuml;r die &bdquo;neue Normalit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h12\">Jede dritte Blutvergiftung endet in Deutschland t&ouml;dlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h13\">Aktenzeichen XY unbekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h14\">R+V-Studie: Deutsche haben mehr Angst vor den Folgen des Lockdowns als vor dem Coronavirus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h15\">Strukturen in der Schweinehaltung erh&ouml;hen volkswirtschaftliches Risiko durch die Afrikanische Schweinepest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h16\">9\/11 in Chile: Wie die USA eine Schreckensherrschaft implementierten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h17\">Politiker kritisieren Ausschluss Correas von den Wahlen in Ecuador<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64703#h18\">J&auml;ger wider Willen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Virologe Streeck fordert Umdenken bei Corona-Strategie<\/strong><br>\nDer Bonner Virologe Professor Hendrik Streeck pl&auml;diert im Umgang mit dem Coronavirus f&uuml;r einen Strategiewechsel. &bdquo;Wir d&uuml;rfen uns bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen beschr&auml;nken&ldquo;, sagte er im Gespr&auml;ch mit WELT AM SONNTAG. Zwar steige die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland und Europa signifikant an. &bdquo;Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nGrunds&auml;tzlich solle man versuchen, Infektionen so gut es geht zu unterbinden. Man k&ouml;nne Infektionszahlen aber auch anders lesen: &bdquo;Gesellschaftlich betrachtet sind Infektionen mit keinen Symptomen nicht zwangsweise schlimm. Je mehr Menschen sich infizieren und keine Symptome entwickeln, umso mehr sind &ndash; zumindest f&uuml;r einen kurzen Zeitraum &ndash; immun. Sie k&ouml;nnen zum pandemischen Geschehen nicht mehr beitragen&ldquo;, so Streeck in WELT AM SONNTAG.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article215584276\/Hendrik-Streeck-Bei-der-Bewertung-nicht-auf-Infektionszahlen-beschraenken.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Berliner Charit&eacute;: Keine neuen Intensivf&auml;lle<\/strong><br>\nDerzeit gibt es zehn Corona-Intensivpatienten in der Berliner Charit&eacute; &ndash; aber laut Vorstandschef Kroemer alle schon seit der ersten Welle. Neue schwer Erkrankte gebe es seitdem nicht mehr, obwohl die Neuinfektionen wieder zunehmen. Kroemer nennt m&ouml;gliche Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Entwicklung. (&hellip;)<br>\nDie g&auml;ngigste Erkl&auml;rung sei, dass die Neuinfizierten im Durchschnitt j&uuml;nger seien als in der ersten Welle. &ldquo;Ein weiteres Argument k&ouml;nnte sein, dass es inzwischen mehr Erfahrungen gibt, wie Corona-Patienten zu behandeln sind&rdquo;, sagte Kroemer. &ldquo;Die &auml;lteren Menschen sind offenbar durch konsequentes Maskentragen und Kontaktvermeidung besser gesch&uuml;tzt als im Fr&uuml;hjahr. Aber voll inhaltlich verstanden ist das nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Berliner-Charite-Keine-neuen-Intensivfaelle-article22033352.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64554\">Jens Berger &ndash; Covid-19 &ndash; ein europaweiter Zahlenvergleich zeigt, wie unbegr&uuml;ndet und manipulativ der derzeitige Alarmismus ist<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Aufkl&auml;rer Assange als Unperson<\/strong><br>\nHinter Panzerglas von seinen Verteidigern isoliert und vorgef&uuml;hrt wie ein Schwerverbrecher oder Terrorist, muss Julian Assange in diesen Tagen in London um seine Freiheit k&auml;mpfen. Im Zentralen Strafgerichtshof Old Bailey wird seit Montag die Anh&ouml;rung zum US-Antrag auf Auslieferung fortgesetzt. Die US-Justiz wirft dem Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks unter anderem vor, vor zehn Jahren der Whistleblowerin Chelsea Manning dabei geholfen zu haben, &bdquo;Staatsgeheimnisse&ldquo; zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nWas nie das Licht der &Ouml;ffentlichkeit erblicken sollte, waren allerdings in Wahrheit Kriegsverbrechen von US-Milit&auml;rs im Irak und in Afghanistan, die ohne Assange und Wilileaks vermutlich auf ewig im Verborgenen geblieben w&auml;ren. Im Fall einer Auslieferung an die Vereinigten Staaten und bei einer Verurteilung in Virginia in allen 18 Anklagepunkten drohen Julian Assange bis zu 175 Jahre Haft. (&hellip;)<br>\nAls UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter erhielt Melzer im Mai 2019 die M&ouml;glichkeit, Assange zusammen mit zwei &Auml;rzten zu besuchen.<br>\nSein Fazit: Der Inhaftierte weise alle Anzeichen von Folter auf, verursacht vermutlich w&auml;hrend seines Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft. Assange sei weder k&ouml;rperlich in der Lage, seine Verteidigung angemessen vorzubereiten, noch h&auml;tten seine Anw&auml;lte hinreichend Gelegenheit dazu, dies mit ihm gemeinsam zu tun. Aus diesem Grund, so der UN-Sonderberichterstatter, m&uuml;sse er dringend aus der Haft entlassen werden. Julian Assange geh&ouml;re, so Melzer, wegen seines kritischen Gesundheitszustandes l&auml;ngst in ein Krankenhaus. (&hellip;)<br>\nWas immer man Assange vorwerfen mag und wie auch immer man zu ihm steht, so gilt doch: der demokratische Rechtsstaat unterscheidet sich im Kern von autorit&auml;ren und diktatorischen Regimen dadurch, dass er ohne Ansehen der Person jedem Beschuldigten oder Angeklagten eine angemessene Verteidigung erm&ouml;glicht, um auf diese Weise ein faires Verfahren zu sichern und darauf aufbauend ein mit dem Gesetz in Einklang stehendes Urteil zu f&auml;llen.<br>\nMelzers Berichte sind beeindruckende Dokumente daf&uuml;r, dass exakt dies im Fall von Julian Assange nicht der Fall ist. Der Umgang mit ihm und letztlich auch mit der politischen und &ouml;konomischen Macht des Staates, der seiner habhaft werden will, ist deshalb ein Lackmustest f&uuml;r den demokratischen Rechtsstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gangsterhafte-verschwoerung-gegen-wikileaks-der-aufklaerer-assange-als-unperson\/26176240.html\">G&uuml;nter Wallraff und Sigmar Gabriel in Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch Moritz M&uuml;llers Anmerkungen zu einem fr&uuml;heren Statement von G&uuml;nter Wallraff und Sigmar Gabriel zu Julian Assange: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58383\">&bdquo;Verfolgung von Assange &ndash; Ein Ausrutscher oder systemtypisch?&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Schrecklich katastrophal&rdquo;: US-Kriege sind f&uuml;r mindestens 37 Millionen Fl&uuml;chtlinge verantwortlich<\/strong><br>\nDas Costs of War Project des Watson-Instituts f&uuml;r internationale und &ouml;ffentliche Angelegenheiten an der renommierten Brown University in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island ging in seiner neuesten Untersuchung der Frage nach, wie viele Menschen seit den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 durch die von den USA begonnenen Kriege zu Fl&uuml;chtlingen wurden. Dabei haben sich die Wissenschaftler auf die acht blutigsten Kriege in Afghanisten, dem Irak, dem Jemen, Libyen, Pakistan, den Philippinen, Somalia und Syrien konzentriert.<br>\nNach ihren Berechnungen wurden in diesen L&auml;ndern mindestens 37 Millionen Menschen zu Fl&uuml;chtlingen gemacht. Wie der Hauptverfasser der Studie, Professor David Vine von der American University in Washington D.C., festh&auml;lt, ist diese Zahl eher am unteren Ende angesetzt. Realistischer w&auml;ren 48 bis 59 Millionen Fl&uuml;chtlinge, die ihre Heimat aufgrund der US-gef&uuml;hrten Kriege verloren haben. Dabei seien die kleineren Konfliktherde noch gar nicht mitgerechnet, an denen sich US-Spezialeinheiten insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent und Asien beteiligen, die ebenfalls Auswirkungen auf die Sicherheit der Bev&ouml;lkerung haben, wie es in der Studie weiter hei&szlig;t.<br>\nMillionen (Menschen) sind vor Luftangriffen, Bombardierungen, Artilleriefeuer, Hausdurchsuchungen, Drohnenangriffen, Gefechten und Vergewaltigungen geflohen. Die Menschen flohen vor der Zerst&ouml;rung ihrer H&auml;user, Nachbarschaften, Krankenh&auml;user, Schulen, Jobs und lokaler Nahrungs- und Wasserquellen. Sie flohen vor Vertreibung, Morddrohungen und gro&szlig; angelegten ethnischen S&auml;uberungen, die durch die US-Kriege insbesondere in Afghanistan und dem Irak ausgel&ouml;st wurden.<br>\nDie alleinige Verantwortung f&uuml;r diese Entwicklung liege aber nicht bei der US-Regierung. Die Taliban in Afghanistan, sunnitische und schiitische Milizen im Irak, al-Qaida, der sogenannte Islamische Staat und andere Staaten, Dschihadisten und K&auml;mpfer sind ebenso f&uuml;r die Fluchtursachen verantwortlich. In diesen acht L&auml;ndern waren es aber die USA, die die bereits vorhandenen Faktoren wie Armut, Auswirkungen des Klimawandels und existierende Gewalt durch den Einmarsch, Drohnenkrieg oder als Hauptpartner einer kriegsf&uuml;hrenden Partei massiv versch&auml;rft haben.<br>\nSeit 2001 sind die USA in mindestens 24 L&auml;ndern milit&auml;risch aktiv gewesen bzw. sind es in vielen nach wie vor. Welche Auswirkungen das auf die jeweilige Bev&ouml;lkerung hatte, sei den meisten Menschen in den USA &uuml;berhaupt nicht bewusst gewesen, sagte Professor Vine der New York Times: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/106470-schrecklich-katastrophal-us-kriege-sind\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland will Akten geheim halten<\/strong><br>\nRussland verlangt mehr Informationen zur Vergiftung von Kreml-Kritiker Nawalny. Einem Rechtshilfeersuchen kommt die deutsche Justiz zwar nach, einen Gro&szlig;teil der Ermittlungsakten will die Bundesregierung jedoch nicht herausgeben. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung hatte von Russland aufgrund der Untersuchungsergebnisse Aufkl&auml;rung gefordert. Auch international ist der Druck auf Moskau gro&szlig;, in dem Fall selbst zu ermitteln. Moskau reagierte ver&auml;rgert auf solche Aussagen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Staatsagentur Tass zufolge, andere L&auml;nder sollten Russland nicht sagen, &ldquo;welche rechtlichen Schritte wann und auf welcher rechtlichen Grundlage einzuleiten sind&rdquo;. &ldquo;Das gef&auml;llt uns nicht.&rdquo; Die russische Regierung will erst dann eigene Ermittlungen einleiten, wenn ihren Ermittlern Beweise zu Nawalnys Vergiftung vorliegen. Sie forderte die Bundesregierung unter anderem auf, ihr die Laborbefunde der Bundeswehr zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nRusslands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow verlangte einmal mehr von Berlin, bei den Ermittlungen zusammenzuarbeiten. Vor Journalisten sagte Lawrow an die Adresse Berlins: &ldquo;Ich hoffe, dass diese absurden Handlungen gestoppt werden und Deutschland &ndash; zumindest im Interesse seines Rufs der deutschen P&uuml;nktlichkeit &ndash; seinen Verpflichtungen nachkommt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nawalny-befragung-105.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Nebel um den Anschlag auf Nawalny verdichtet sich<\/strong><br>\nDeutschland will dem Rechtshilfeersuchen Russlands nachkommen, aber keine Informationen weitergeben. Russische Ermittlungsbeh&ouml;rden suchen nach Marina Pevchikh, die mit dem Rettungsflugzeug mitgeflogen war. Hat sie die omin&ouml;se Flasche nach Deutschland gebracht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Nebel-um-den-Anschlag-auf-Nawalny-verdichtet-sich-4892398.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Klassen und sozio&ouml;konomische Ungleichheit im Finanzmarktkapitalismus<\/strong><br>\nDie krasse Ungleichheit der Einkommen und Verm&ouml;gen l&auml;sst sich nur unter R&uuml;ckgriff auf die analytische Schl&uuml;sselkategorie der Klasse verstehen. Deshalb ist eine Besch&auml;ftigung mit den Erkenntnissen von Marx und Engels immer noch sinnvoll.<br>\n&raquo;Klassengesellschaft&laquo; ist ein Begriff, der hierzulande als Signalwort der marxistischen Linken verp&ouml;nt ist und als Relikt des Industriezeitalters im vergangenen oder im vorletzten Jahrhundert gilt, das l&auml;ngst &uuml;berwunden und nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine &raquo;nivellierte Mittelschichtgesellschaft&laquo; (Helmut Schelsky) ohne tiefgreifende soziale Interessengegens&auml;tze abgel&ouml;st worden sei. Man muss allerdings gar kein Marxist sein, um zu erkennen, dass Deutschland eine Gesellschaft mit wachsender sozio&ouml;konomischer Ungleichheit ist, deren Hauptgrund im fortwirkenden Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit besteht. (&hellip;)<br>\nLaut einer neuen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) entfallen inzwischen 67 Prozent des Nettogesamtverm&ouml;gens auf das oberste Zehntel der Verteilung, 35 Prozent konzentrieren sich auf das reichste Prozent der Bev&ouml;lkerung und das reichste Promille kommt immer noch auf 20 Prozent des Nettogesamtverm&ouml;gens. Der auf dieser Datengrundlage berechnete Gini-Koeffizient liegt bei 0,83. Dabei handelt es sich um ein Ungleichheitsma&szlig;, das bei v&ouml;lliger Gleichverteilung (alle Personen besitzen das gleiche) 0 und bei extremer Ungleichverteilung (eine Person besitzt alles) 1 betr&auml;gt. 0,83 entspricht fast dem US-amerikanischen Vergleichswert, der &uuml;blicherweise mit 0,85 bis 0,87 angegeben wird, was die ganze Dramatik der Verteilungsschieflage hierzulande zeigt. (&hellip;)<br>\nDie j&uuml;ngste Zunahme der Ungleichheit war kein unsozialer Kollateralschaden der Globalisierung und auch kein sozialpolitischer Betriebsunfall, wurde vielmehr bewusst herbeigef&uuml;hrt. Eine vom Neoliberalismus dominierte Regierungspraxis ist f&uuml;r die sich vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich verantwortlich. Weder die Gier der nach Boni lechzenden Investmentbanker noch der Gr&ouml;&szlig;enwahn des Spitzenmanagements, die Risikofreude der Spekulanten und der Geiz von Gro&szlig;investoren k&ouml;nnen erkl&auml;ren, warum die sozio&ouml;konomische Ungleichheit in Deutschland einem Rekordstand zustrebt. Ohne die neoliberale Hegemonie, mithin die &ouml;ffentliche Meinungsf&uuml;hrerschaft des Marktradikalismus, w&auml;re der Trend zur sozialen Polarisierung und zur Entsolidarisierung nicht dominant geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/klassen-und-soziooekonomische-ungleichheit-im-finanzmarktkapitalismus--2369.html\">Christoph Butterwegge in Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64564\">Wohnungleichheit im Finanzmarktkapitalismus<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Harter Kampf um die Briefe<\/strong><br>\nDer Name klingt so sperrig wie harmlos: Aber das &bdquo;Postrechtsmodernisierungsgesetz&ldquo; h&auml;tte das Zeug dazu, den Markt gewaltig in Bewegung und die Deutsche Post in ihrem Briefgesch&auml;ft in die Bredouille zu bringen. Was die Fachabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums in einem Referentenentwurf zusammengestellt hat, l&auml;sst die Konkurrenz jedenfalls frohlocken: Die teils unerwartet scharfen neuen Vorgaben k&ouml;nnten den Wettbewerb ordentlich anheizen.<br>\nAus Sicht des Ministeriums muss das auch eine Hauptsto&szlig;richtung der Reform sein. Der Wettbewerberanteil liege &bdquo;noch immer deutlich unter zwanzig Prozent und bleibt damit hinter den Erwartungen zur&uuml;ck&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Gesetzesentwurf, der der F.A.Z. vorliegt. Auch die ver&auml;nderten Marktbedingungen und die wachsende Zahl von Kundenbeschwerden erforderten eine Neuausrichtung des Postrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/postgesetz-harter-kampf-um-die-briefe-16948941.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Vollkommen irre, aber in Deutschland kann man wohl alles durchbekommen, solange es den geheiligten &ldquo;Wettbewerb&rdquo; im Namen tr&auml;gt. Mehr Druck auf die Post (hier mal von der FAZ locker-flockig &ldquo;Bredouille&rdquo; genannt &ndash; also ernsthafte Schwierigkeiten) wird zu noch mehr Druck auf die L&ouml;hne der Angestellten f&uuml;hren, zu noch mehr prek&auml;ren Jobs bei den Wettbewerbern und noch mehr Arbeit, die &ndash; im Namen des Wettbewerbs! &ndash; ineffizient von mehreren parallel erledigt wird statt von einem &ndash; hoffentlich effizienten! &ndash; Monopolisten. Das alles in einem (um 2 bis 4 Prozent pro Jahr) <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/38996\/umfrage\/anzahl-der-befoerderten-briefe-durch-die-deutsche-post\/\">schrumpfenden Briefmarkt<\/a>. Die Post m&ouml;chte in diesem Wettbewerb gleich einen Zustelltag streichen, also ein weiterer Nachteil f&uuml;r die Briefkunden. Zum Ausgleich f&uuml;r das weiter wachsende Heer von teilzeitbesch&auml;ftigten und vom Staat finanzierten Hartz-IV-Aufstockern in der Postverteilung kann der Privatkunde, der vielleicht noch 10 Briefe im Jahr verschickt, mit vielleicht 50 Cent Einsparung rechnen, w&auml;hrend die Firmenkunden von immer h&ouml;heren Rabatten profitieren. Beim Neoliberalismus geht es ja nie um Effizienz, Steigerung der Produktivit&auml;t oder sinnvolle Nutzung von Ressourcen, sondern nur um pure Ideologie und Scheineffizienz durch einen verg&ouml;tterten Wettbewerb.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Konzerne sch&uuml;tten hohe Summen an Aktion&auml;re aus<\/strong><br>\nDie Lufthansa ist ausnahmsweise ein Vorbild. Noch bevor die Airline um Staatshilfe bitten musste, hat sie im M&auml;rz die Dividende f&uuml;r Aktion&auml;re gestrichen. Sie sch&uuml;ttet in diesem also kein Geld an ihre Anteilseigner aus. Das klingt selbstverst&auml;ndlich &ndash; ist es aber nicht. Denn trotz Staatshilfen und Kurzarbeit &uuml;berweisen Konzerne in der Coronakrise enorme Summen an ihre Aktion&auml;re. Zu diesem Schluss kommt die Nichtregierungsorganisation Oxfam jetzt in einer Studie.<br>\nDie 25 profitabelsten Unternehmen der Welt werden demnach in diesem Jahr 378 Milliarden Dollar an ihre Aktion&auml;re aussch&uuml;tten &ndash; mehr als sie 2020 mutma&szlig;lich verdienen werden. Gemessen an den absoluten Zahlen liegen dabei zwar die gro&szlig;en US-Konzerne von Apple bis Walmart vorne. Die deutschen Unternehmen zeichneten sich jedoch besonders &bdquo;durch Dreistigkeit und Ma&szlig;losigkeit aus&ldquo;, schreibt Oxfam.<br>\nAls Beispiel nennt die NGO BMW. Der Autobauer hat in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro an Dividenden ausgezahlt &ndash; gleichzeitig aber Kurzarbeit eingef&uuml;hrt und sich &ouml;ffentlich f&uuml;r eine staatliche Kaufpr&auml;mie stark gemacht. BASF wiederum &uuml;berweist Dividenden in H&ouml;he von 3,4 Milliarden Euro, hat in Gro&szlig;britannien aber eine Staatshilfe in Milliardenh&ouml;he angenommen. Bayer will drei Milliarden Euro an seine Aktion&auml;re zahlen, hat aber ebenfalls 670 Millionen Euro aus dem britischen Nothilfefonds kassiert. (&hellip;)<br>\nAllein die 25 reichsten Milliard&auml;re der Welt haben ihr Verm&ouml;gen von Mitte M&auml;rz bis Ende Mai Oxfam zufolge um 255 Milliarden Dollar vergr&ouml;&szlig;ert. Wie viel das im einzelnen ausmacht, zeigt das Beispiel von Amazon-Chef Jeff Bezos. Er k&ouml;nnte jedem seiner 876.000 Mitarbeiter einen Bonus in H&ouml;he von 105.000 Dollar zahlen &ndash; und w&auml;re immer noch so reich wie zu Beginn der Coronakrise, rechnet die NGO vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/trotz-wirtschaftskrise-und-staatshilfen-konzerne-schuetten-hohe-summen-an-aktionaere-aus\/26173670.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Experten r&uuml;gen Beschneidung von Kinderrechten w&auml;hrend Corona scharf<\/strong><br>\nDie Corona-Krise ging einher mit einer massiven Beeintr&auml;chtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen, so der Tenor einer &ouml;ffentlichen Sitzung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages (Kiko) am Mittwoch, 9. September 2020. &bdquo;Einen ganzen Zyklus von Gespr&auml;chen&ldquo; zu dem Thema leite man nun ein, sagte der Vorsitzende Norbert M&uuml;ller (Die Linke). &bdquo;Wie man es besser machen kann&ldquo;, dazu wolle die Kinderkommission am Ende seiner Zeit als Vorsitzender im Februar 2021 Empfehlungen abgeben. Die aktuelle Sitzung diene einem ersten &Uuml;berblick f&uuml;r die Debatten der kommenden Wochen. (&hellip;)<br>\nEinschr&auml;nkungen von Kinderrechten, wie sie zur Bek&auml;mpfung der Covid-Pandemie weltweit vorgenommen w&uuml;rden, &bdquo;m&uuml;ssen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sein&ldquo;, betonte Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention beim Deutschen Institut f&uuml;r Menschenrechte. Verf&uuml;ge die Politik noch &uuml;ber keine ausreichende Wissensgrundlage, sei sie gehalten die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der getroffenen Ma&szlig;nahmen st&auml;ndig zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nKittel kritisierte, Kinderrechte h&auml;tten zu Beginn der Pandemie zun&auml;chst &bdquo;&uuml;berhaupt keine Rolle gespielt. Kinder waren offenbar nicht systemrelevant. Die zust&auml;ndige Ministerin f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend war nicht Teil des Krisenstabes der Bundesregierung&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDer Kindheitswissenschaftler Prof. Dr. Michael Klundt vom Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal stellte seine Untersuchungsergebnisse zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen w&auml;hrend der Pandemie in Deutschland vor. Kinderrechte seien dabei weitgehend ignoriert worden. Bund und L&auml;nder seien ihrer Verpflichtung zu Schutz und F&uuml;rsorge f&uuml;r 13 Millionen Kinder nicht nachgekommen, sondern h&auml;tten Kinder &bdquo;wie Objekte behandelt&ldquo;. Das sei an sich bereits eine &bdquo;schwere Form der Kindeswohlgef&auml;hrdung&ldquo;.<br>\nDer Schutz des Kindeswohls sei am Anfang sogar zu einem &bdquo;Schutz vor Kindern&ldquo; gemacht worden, als diese als die einzigen &bdquo;Super-Spreader&ldquo; des Virus hingestellt worden seien, beklagte Klundt. Schwere V&ouml;lkerrechtsverletzungen gebe es in zahlreichen Vertragsstaaten der Kinderrechtskonvention.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2020\/kw37-pa-kinderkommission-corona-706358\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.J.:<\/strong> Ich habe als Suchbegriffe &ldquo;Deutscher Bundestag Experten r&uuml;gen Beschneidung von Kinderrechten w&auml;hrend Corona scharf&rdquo; in 3 Suchmaschinen eingegeben: startpage.com, ecosia.org und auch bei google eingegeben. Die Trefferzahl ist sehr gering und kein Hinweis darauf, dass es in den Leitmedien auch nur eine Meldung dazu gab. <\/em><\/p>\n<p><em>Diese in meinen Augen wichtige Mitteilung fand medial faktisch nicht statt. Das halte ich f&uuml;r einen unglaublichen Skandal!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf Benachteiligungen von Kindern in dieser merk-w&uuml;rdigen Corona-Zeit durch die politisch getroffenen Ma&szlig;nahmen hingewiesen &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60459\">Wie evidenzbasiert sind die Kontaktverbote f&uuml;r Kinder? Ein Faktencheck.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h08\">Krisengerechte Kinder statt kindergerechtem Krisenmanagement?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62255\">Corona: Ein Land ignoriert seine Kinder<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Anna Mayr: &bdquo;Armut ist f&uuml;r viele Menschen unvorstellbar&ldquo;<\/strong><br>\nAnna Mayr lie&szlig; die Armut ihrer Familie hinter sich. Ein Erfolg, den nur wenige Menschen erringen. Im Interview erkl&auml;rt sie, dass das gesellschaftlich durchaus so gewollt sei. (&hellip;)<br>\nBerliner Zeitung: Liebe Frau Mayr, der Untertitel Ihres Buchs lautet: &bdquo;Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht.&ldquo; Warum sollte das so sein?<br>\nAnna Mayr: Wir brauchen Menschen, die f&uuml;r wenig Geld schlechte Jobs machen. Die Arbeitgeber m&uuml;ssen sich darauf verlassen k&ouml;nnen, dass Arbeitnehmer vollen Einsatz zeigen und sich am besten so sehr wie m&ouml;glich &uuml;ber ihre Arbeit definieren. Die Arbeitslosen sind dabei das Druckmittel. Je schlechter es den Arbeitslosen geht, desto sicherer k&ouml;nnen sich die Arbeitgeber sein, Menschen zu finden, die f&uuml;r sie arbeiten. Weil es etwas gibt, das diesen Menschen Angst macht. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/anna-mayr-buch-interview-die-elenden-arbeitslosigkeit-hartz-iv-hartz-vier-debatte-armut-ist-fuer-viele-menschen-unvorstellbar-li.103458\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Win-win-win in der Krise: Pflege als Jobmotor und Z&uuml;ndschnur f&uuml;r mehr Gerechtigkeit<\/strong><br>\nJa, die Pflege. Anders als oft angenommen verursacht sie nicht nur Kosten, sondern schafft auch ganz sch&ouml;n viele Jobs. Rund 10 Prozent der Besch&auml;ftigten in der Europ&auml;ischen Union (EU) arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen, inklusive Pflege. Das sind &uuml;brigens 22,8 Millionen Menschen. In &Ouml;sterreich haben 12 von 100 Frauen im Sektor Gesundheits- und Sozialwesen eine unselbst&auml;ndige Arbeit. Kostendruck und Prekarisierung plagen diesen Bereich aber seit vielen Jahren. Die Krise ist eine historische Chance, jetzt umzudenken und auf qualitativ hochwertige Besch&auml;ftigung zu setzen. Diese Besch&auml;ftigung dient dann als Jobmotor sowie als Z&uuml;ndschnur f&uuml;r mehr Gendergerechtigkeit. Eine Win-win-win-Situation also, die der folgende Artikel erl&auml;utert.<br>\nWer mehr Pflegekr&auml;fte sagt, muss auch h&ouml;here L&ouml;hne und faire Arbeit sagen. (&hellip;)<br>\nWie kann Win-win-win in der Pflege gelingen?\n<ul>\n<li>Erstens: Ausbau der sozialen Infrastruktur im Bereich Langzeitpflege und  betreuung, um zuk&uuml;nftigen Pflegebedarf rechtzeitig abzufangen;<\/li>\n<li>zweitens: Schaffung qualitativ hochwertiger Jobs im Bereich Langzeitpflege, die als wirtschaftlicher Impulsgeber in der Krise dienen;<\/li>\n<li>drittens: Ausbau von (Pflege-)Sachleistungen, um pflegende Angeh&ouml;rige zu entlasten und deren &bdquo;Vereinbarkeitsfalle&ldquo; und Altersarmut zu vermeiden;<\/li>\n<li>viertens: Weiterverfolgen von Bem&uuml;hungen f&uuml;r Mindeststandards f&uuml;r Gesundheitsberufe und Live-in-Carers auf europ&auml;ischer Ebene;<\/li>\n<li>f&uuml;nftens: Erarbeitung eines Finanzierungsmodells f&uuml;r den Ausbau von Pflegeleistungen in der Krise unter gerechten verteilungspolitischen Gesichtspunkten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/pflege-als-jobmotor\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wegezoll f&uuml;r die &bdquo;neue Normalit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich in der &ouml;ffentlichen Debatte der Eindruck verfestigt, ein Mund-Nasen-Schutz k&ouml;nne die Verbreitung des Corona-Virus eind&auml;mmen, ist die Studienlage weniger eindeutig. Einer Maskenpflicht im Unterricht jedenfalls spricht sie nicht das Wort. [&hellip;]<br>\nBevor Sinn und Unsinn der Maskenpflicht an Schulen beziehungsweise die Frage der Zu- oder Abtr&auml;glichkeit von Masken unter Gesundheitsaspekten diskutiert werden soll, ist aber ein Blick auf die Frage sinnvoll, welche Rolle Kindern und Jugendlichen f&uuml;r die Ausbreitung des Corona-Virus &uuml;berhaupt zukommt. Dabei muss es erstaunen, dass in den im Modus der Dauererregung verharrenden Ver&ouml;ffentlichungen fast aller gro&szlig;en Medien weiterhin der Fokus auf Fallzahlen liegt &ndash; ohne dass dabei differenziert w&uuml;rde zwischen Positiv-Getesteten, tats&auml;chlich best&auml;tigt mit dem Covid-19-Virus Infizierten, leicht Erkrankten, schwer Erkrankten oder gar lebensbedrohend Erkrankten. Dass es allein aufgrund der Testmathematik bei einer niederen Pr&auml;valenz  eine sehr hohe Quote falsch positiver Testergebnisse geben muss, ist kein Geheimnis &ndash; selbst Jens Spahn hat in einem Interview versucht, diesen paradox anmutenden Zusammenhang zu erl&auml;utern.<br>\nDass bei mindestens dreiviertel der richtig positiv Getesteten keine oder nur minimale Symptome auftreten, ist ebenfalls oft best&auml;tigt worden. Dass die Sterblichkeit im Promillebereich liegt und in den letzten Wochen offenbar weiter gesunken ist, weil das Virus m&ouml;glicherweise an Kraft verliert, k&ouml;nnte als Zeichen der Entspannung gedeutet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/corona-masken-schule-evidenz-studien\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jede dritte Blutvergiftung endet in Deutschland t&ouml;dlich<\/strong><br>\nIn Deutschland sterben mehr Menschen an einer Blutvergiftung als in anderen Industrienationen. Gesundheitsexperten sehen dringenden Handlungsbedarf. (&hellip;)<br>\nDie Linkengesundheitspolitikerin Pia Zimmermann kritisierte, das Ministerium weigere sich, &ldquo;erste einfache Schritte zur Senkung der Sepsis-Sterblichkeit einzuleiten&rdquo;. Andere L&auml;nder wie Australien, die USA und England seien hier weiter. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) breche seine im Amtseid eingegangene Verpflichtung, Schaden von der Bev&ouml;lkerung abzuwenden, sagte sie dem Blatt.<br>\nWeltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr rund elf Millionen Menschen an Sepsis, darunter fast drei Millionen Kinder. Das Syndrom, das fr&uuml;her vereinfachend als Blutvergiftung bekannt war, entstehe in vielen F&auml;llen im Krankenhaus.<br>\nZudem gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Oft wird beispielsweise eine Lungenentz&uuml;ndung als Todesursache angegeben, obwohl die eigentliche Todesursache eine Sepis ist, bem&auml;ngelte die Sepsis-Stiftung. Deshalb m&uuml;sse &uuml;ber eine Sepsis besser aufgekl&auml;rt werden, fordert die Stiftung &ndash; auch bei &Auml;rzten und Pflegepersonal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/blutvergiftung-jede-dritte-endet-in-deutschland-toedlich-a-11b2ba26-3aa7-414f-8dff-e4e0fa5dc59c\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ah ja, wie war das mit dem Schutz des Lebens als oberstes handlungsleitendes Prinzip der Politik in der Corona-Epidemie?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aktenzeichen XY unbekannt<\/strong><br>\nIm Gesundheitsministerium ist offenkundig nicht dokumentiert worden, aufgrund welcher Erkenntnisse die Staatsregierung die massiven Ausgangsbeschr&auml;nkungen gegen die Corona-Pandemie erlassen hat. Das ist jetzt im Zuge eines Verfahrens vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Ansbach bekannt geworden. Die Mainzer Rechtsanw&auml;ltin Jessica Hamed vertritt dort eine Normenkontrollklage gegen die Anti-Corona-Verordnungen der Staatsregierung ab Ende M&auml;rz.<br>\nDie Klage soll kl&auml;ren, ob die massiven Einschr&auml;nkungen von Grundrechten wie der Bewegungsfreiheit oder der Versammlungsfreiheit aus rechtlicher Sicht angemessen waren. Die Juristin strebt nun eine &ouml;ffentliche Verhandlung vor dem VGH an und hat beantragt, Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der, Gesundheitsministerin Melanie Huml und weitere Kabinettsmitglieder als Zeugen zu laden. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Grundrechte &uuml;ber Monate hinweg einschr&auml;nken, ohne die Entscheidungsgrundlagen zu dokumentieren &ndash; das wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Regierung&rdquo;, erkl&auml;rt Martin Hagen, Fraktionschef der FDP. Und die AfD sieht die Hauptverantwortung f&uuml;r &ldquo;dieses dramatische Vers&auml;umnis&rdquo; nicht nur bei Huml, sondern auch bei Ministerpr&auml;sident S&ouml;der.<br>\nWom&ouml;glich wird die Staatsregierung aber doch noch in ihren Akten w&uuml;hlen m&uuml;ssen. Die Gr&uuml;nen haben eine umfassende Anfrage gestellt. Darin wollen auch sie unter anderem wissen, auf welcher Basis das Kabinett die massiven Ma&szlig;nahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-coronavirus-ausgangsbeschraenkungen-klage-1.5027566\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Staatsregierung: Keine Akten zu Corona-Beschl&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie Corona-Ma&szlig;nahmen haben die Grundrechte eingeschr&auml;nkt. Ob das verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig war, soll jetzt juristisch gekl&auml;rt werden. Doch dabei kam heraus, dass es laut Gesundheitsministerium keine Akten zu den Entscheidungsprozessen gibt.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr auf dem hiesigen H&ouml;hepunkt der Coronapandemie hat die bayerische Staatsregierung die Grundrechte eingeschr&auml;nkt, um eine massenhafte Ausbreitung von Corona zu vermeiden &ndash; etwa die Bewegungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit oder das Recht auf freie Berufsaus&uuml;bung. Ob diese Ma&szlig;nahmen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig waren, pr&uuml;ft jetzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in Ansbach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/staatsregierung-keine-akten-zu-corona-beschluessen,SA6NyUL\">BR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erstaunlich und irritierend ist, dass die Massenmedien erst jetzt dar&uuml;ber berichten. In anderen Medien ist das bereits Mitte August geschehen &ndash; u.a. hier: Strafrechtlerin ruft S&ouml;der in Zeugenstand, spricht von <a href=\"https:\/\/clubderklarenworte.de\/skandaloeser-zustand-in-bayerischen-ministerien\/\">skandal&ouml;sen Zust&auml;nden in Ministerien<\/a>. Aber immerhin &ndash; gut so. Vielleicht br&ouml;ckelt in dieser merk-w&uuml;rdigen Coronazeit die Empfehlungsstrategie und <a href=\"https:\/\/www.centerforhealthsecurity.org\/event201\/recommendations.html\">insbesondere Punkt 7 der Event 201 Recommendations<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>R+V-Studie: Deutsche haben mehr Angst vor den Folgen des Lockdowns als vor dem Coronavirus<\/strong><br>\nAm Donnerstag hat die R+V-Versicherung hat die Ergebnisse ihrer Umfrage &ldquo;Die &Auml;ngste der Deutschen&rdquo; vorgestellt &ndash; dieses Mal auf einer Skype-Pressekonferenz. Die bereits zum 29. Mal durchgef&uuml;hrte Studie, f&uuml;r die 2.400 Menschen nach ihren &Auml;ngsten und Sorgen befragt wurden, wies einige interessante Ergebnisse auf.<br>\nLaut der Studie haben im Jahr der Corona-Krise nur 32 Prozent der Befragten Angst vor einer schweren Erkrankung. Das sind drei Prozent weniger als im vergangenen Jahr. In der Liste der gr&ouml;&szlig;ten &Auml;ngste und Sorgen reicht das nur f&uuml;r Platz 17. Brigitte R&ouml;mstedt, die Leiterin des R+V-Infocenters, zeigte sich von diesem Ergebnis &uuml;berrascht:<br>\nIn diesem von Corona dominierten Jahr ist die Angst vor einer schweren Erkrankung erstaunlich gering.<br>\nR+V fragte auch konkret nach der Angst vor dem Coronavirus. Dazu sagte R&ouml;mstedt:<br>\nEbenfalls nur etwa jeder dritte Befragte f&uuml;rchtet sich davor, dass er selbst oder die Menschen in seinem Umfeld sich mit dem Coronavirus infizieren k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nDieser Befund der Studie steht in offensichtlichem Kontrast zur allt&auml;glichen Nachrichtenverbreitung in deutschen Medien mit den regelm&auml;&szlig;igen Rekordmeldungen zu angeblichen Corona-Neuinfektionen.<br>\nGanz anders sieht es laut Studie bei der gr&ouml;&szlig;ten Angst der Deutschen aus: 53 Prozent der Befragten f&uuml;rchten sich vor einer gef&auml;hrlicheren Welt durch die Politik des US-amerikanischen Pr&auml;sidenten Donald Trump. Damit stimmen die Befragten offenbar mit den Medien des Mainstream &uuml;berein, obwohl Trump bislang deutlich weniger Kriegseins&auml;tze angeordnet hat als seine Vorg&auml;nger.<br>\nWeitere relevante &Auml;ngste der Deutschen betreffen Naturkatastrophen und Wetterextreme (Platz 5 mit 44 Prozent), Spannungen durch Zuzug von Ausl&auml;ndern (Platz 6 mit 43 Prozent) und &Uuml;berforderung des Staates durch Fl&uuml;chtlinge (Platz 7 mit ebenfalls 43 Prozent).<br>\nNur auf Rang 11 der gr&ouml;&szlig;ten &Auml;ngste schafft es mit 40 Prozent der Klimawandel. 40 Prozent der Befragten bef&uuml;rchten, dass dieser dramatische Folgen f&uuml;r die Menschheit hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/106568-rv-studie-deutsche-haben-mehr\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Strukturen in der Schweinehaltung erh&ouml;hen volkswirtschaftliches Risiko durch die Afrikanische Schweinepest<\/strong><br>\n&bdquo;Megast&auml;lle mit 60.000 oder Regionen mit Millionen von Schweinen sind selbst mit dem besten Hygienekonzept ein hohes volkswirtschaftliches Risiko beim Ausbruch von Tierseuchen. Das gilt auch und erst recht bei Afrikanischer Schweinepest. Angesichts dieser existierenden Hochrisikostrukturen ist jetzt die Belastung f&uuml;r die Verantwortlichen, insbesondere vor Ort, aber auch in Land und Bund und f&uuml;r die Schweinehaltenden umso gr&ouml;&szlig;er&ldquo;, erkl&auml;rt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest. Tackmann weiter:<br>\n&bdquo;Wenn jetzt ausgerechnet Bauernpr&auml;sident Rukwied sagt, es ginge doch nur um eine Tierseuche beim Schwarzwild und eventuell drohende Exportsanktionen, ist das ersch&uuml;tternd. DIE LINKE hat immer wieder einen sozial vertr&auml;glichen Umbau zu einer fl&auml;chengebundenen Tierhaltung gefordert und eine Deckelung der Tierbest&auml;nde am Standort und in Regionen. Leider ist dies trotz seit Langem drohender Afrikanischer Schweinepest nicht passiert. Nun kann es nur noch um Schadensbegrenzung gehen, muss es aber auch. Und zwar als konzertierte Aktion aller Ebenen. Aber weil auch hier wieder Probleme lange ausgesessen wurden, ist die Zeche umso gr&ouml;&szlig;er, die wir alle, aber insbesondere auch die Schweinehaltenden zahlen m&uuml;ssen. Das kann schon jetzt als Lehre festgehalten werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/strukturen-in-der-schweinehaltung-erhoehen-volkswirtschaftliches-risiko-durch-die-afrikanische-schwei\/?fbclid=IwAR2BFqTNdPIAIgAmMX1-kpiDmjxVWlul3_XXLXULZoDSdd8n-0d1QKxveXU\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>9\/11 in Chile: Wie die USA eine Schreckensherrschaft implementierten<\/strong><br>\nDer 11. September &ndash; ein historisches Datum. Und das nicht allein aufgrund jener Ereignisse an diesem Tag im Jahr 2001 in den USA, die als Anlass f&uuml;r den verheerenden sogenannten &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; dienten, der in alle entlegenen Winkel der Welt gebracht wurde und  der somit rund 3 Millionen Menschen das Leben gekostet und mindesten 37 Millionen Fl&uuml;chtlinge hervorbrachte.<br>\nSondern auch f&uuml;r die Chilenen ein unvergessliches Grauen, weil deren eigene Geschichte niedergewalzt wurde durch skrupellose Putschisten, angespornt und finanziert durch die USA, vorbereitet durch falsche Propagandisten und Attent&auml;ter bis hin zum letztendlich h&ouml;chst brutalen Milit&auml;rputsch. Was Washington unter Nixon die US-Steuerzahler Millionen Dollar hat kosten lassen, bedeutete f&uuml;r die Chilenen den sch&auml;ndlichsten Bruch ihrer demokratischen Geschichte, der an diesem 11. September 1973 vollzogen wurde.<br>\nDie Chilenen waren &ndash; wie auch andere V&ouml;lker des lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinents &ndash; noch immer der Hoffnung, die eigene Zukunft souver&auml;n mitbestimmen zu k&ouml;nnen. So tanzten viele Chilenen vor knapp 50 Jahren in den Stra&szlig;en des Landes, nachdem in freien Wahlen Salvador Allende &ndash; Arzt, Vater von drei T&ouml;chtern und erkl&auml;rter Marxist  &ndash; zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt worden war.<br>\nW&auml;hrend linke Gruppierungen in anderen L&auml;ndern aufgrund der harten Realit&auml;ten des Kalten Krieges als Guerilleros in den bewaffneten, asymmetrischen Widerstand gingen, machte sich in Chile der vom Volk gew&auml;hlte sozialistische Pr&auml;sident Allende mit der Unidad Popular, das erste breite Linksb&uuml;ndnis, das in Lateinamerika &uuml;ber die Wahlurnen die Regierungsgewalt errang, an die Umsetzung eines &ldquo;chilenischen&rdquo; und demokratischen Weges zum Sozialismus (La v&iacute;a chilena al socialismo ). (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/106587-911-in-chile-wie-usa-terror\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Politiker kritisieren Ausschluss Correas von den Wahlen in Ecuador<\/strong><br>\nEhemalige und amtierende Amtstr&auml;ger aus ganz Lateinamerika haben mit teils vehementer Kritik auf den Ausschluss des ehemaligen Pr&auml;sidenten (2007-2017) von Ecuador, Rafael Correa, von den kommenden Wahlen reagiert. Dem 57-J&auml;hrigen war vor wenigen Tagen die Teilnahme an den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2021 verboten worden. Zuvor hatte er versucht, sich aus seinem Exil in Belgien f&uuml;r das Amt des Vizepr&auml;sidenten unter Andr&eacute;s Arauz aufstellen zu lassen. Der Nationale Wahlrat (Consejo Nacional Electoral, CNE) hatte dies jedoch abgelehnt.<br>\nDer fr&uuml;here Pr&auml;sident von Brasilien, Lu&iacute;s In&aacute;cio Lula da Silva sieht die USA hinter dem Justizman&ouml;ver gegen Correa. Zugleich zog er einen Vergleich zu dem Wahlausschluss von Ex-Pr&auml;sident (2006-2019) Evo Morales in Bolivien: &ldquo;In all den Jahren habe ich viele Lektionen gelernt&rdquo;, schrieb da Silva auf Twitter: &ldquo;Eine davon war die Rolle der Vereinigten Staaten.&rdquo; Hinter jedem politischen Angriff in Lateinamerika st&uuml;nden Hinterm&auml;nner. In Brasilien habe das Justizministerium diese verdeckten Interessen bei den Ermittlungen bewiesen, die zu seiner Inhaftierung und dem Verbot seiner Kandidatur bei den vergangenen Wahlen gef&uuml;hrt h&auml;tten. &ldquo;Eben das ist auch mit Rafael Correa in Ecuador und Evo Morales in Bolivien geschehen&rdquo;, so da Silva.<br>\nAuch Kubas Au&szlig;enminister Bruno Rodr&iacute;guez Parrilla verurteilte &uuml;ber Twitter die &ldquo;politisch motivierten Gerichtsverfahren&rdquo; gegen Morales und Correa. Dadurch solle &ldquo;die Stimme der V&ouml;lker und ihrer w&uuml;rdigen Vertreter zum Schweigen gebracht werden&rdquo;, so der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/09\/243387\/ecuador-rafale-correa-wahlen-ausschluss\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>J&auml;ger wider Willen<\/strong><br>\nFabio De Masi bekommt viel Applaus als Finanzskandal-Aufkl&auml;rer &ndash; trotzdem plant er seinen Abschied aus dem Bundestag. [&hellip;]<br>\n2014 kommt De Masi ins Europ&auml;ische Parlament. &ldquo;Ich habe mir den Gr&uuml;nen Sven Giegold angeschaut, wie der mit Themen durchdringt.&rdquo; Er konzentriert sich auf Finanzskandale: erst den Sonderausschuss Lux Leaks. Dann den Untersuchungsausschuss Panama Papers. Im Bundestag geht es so weiter. Untersuchungsausschuss Wirecard, Sondersitzungen zu Cum-Ex. Die Financial Times erhebt ihm zum Chefaufkl&auml;rer. &ldquo;Ein gro&szlig;er Teil des politischen Drucks ist von De Masi gekommen&rdquo;, schreibt das Blatt der internationalen Finanzelite. De Masi erkl&auml;rt von N-TV bis zur New York Times, was schiefl&auml;uft in der Finanzpolitik.  [&hellip;]<br>\nEr deckt mal wieder was auf, und die Gr&uuml;nen stauben dazu einen O-Ton in der Tagesschau ab, w&auml;hrend sein eigener Laden nicht mitzieht. &ldquo;Das f&uuml;hrt auch zu Kr&auml;nkungen&rdquo;, sagt De Masi. Die Linkspartei sucht gerade neue Parteivorsitzende. Und in der Ger&uuml;chtek&uuml;che fiel immer mal wieder der Name Fabio De Masi. Eine Weile hat er sich tats&auml;chlich &uuml;berlegt anzutreten, aber jetzt plant er genau das Gegenteil. Er wird sich wohl aus der Berufspolitik zur&uuml;ckziehen und bei der Bundestagswahl nicht mehr antreten [&hellip;]<br>\nDe Masis R&uuml;ckzug ist noch nicht spruchreif, aber es klingt schon sehr nach Abschied, wenn er sagt: Er und sein B&uuml;ro h&auml;tten &ldquo;etwas gerockt, in der Zeit, als wir da waren. Es war mir wichtig, so in Erinnerung zu bleiben.&rdquo; Gleichwohl soll es dieser Tage noch mal ein Personalgespr&auml;ch mit seinem Fraktionschef Dietmar Bartsch geben. Wer wei&szlig;, was da herauskommt? Einem, der nur in eine Vorlesung reinschnuppern will und mit einem Master rauskommt, ist zuzutrauen, dass er pl&ouml;tzlich f&uuml;r den Parteivorsitz kandidiert, obwohl er nur Tsch&uuml;ss sagen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/linkspartei-jaeger-wider-willen-1.5030429\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn De Masi wirklich nicht mehr antreten w&uuml;rde, w&auml;re dies ein sehr herber Verlust f&uuml;r die Politik und vor allem f&uuml;r die Linkspartei. Bei der Partei sollten die Alarmglocken klingen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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