{"id":6471,"date":"2010-08-13T17:36:41","date_gmt":"2010-08-13T15:36:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6471"},"modified":"2010-08-16T10:25:13","modified_gmt":"2010-08-16T08:25:13","slug":"hinweise-des-tages-2-143","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6471","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Rekordzuwachs; Auswirkungen der Unternehmensteuerreform; Steuerrecht im Ausland; Hilfspaket f&uuml;r US-Staaten; Sozialschmarotzer; Lohnzusch&uuml;sse f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer; Panik der Versicherer; Sanktionen gegen Hartz IV-Empf&auml;nger; vom Niedriglohn zum Niedrigstlohn; Untreue; hei&szlig;er Herbst; Slowakei spielt nicht mit; Islamisten nutzen Notlage; schleichende Katastrophe; zum Tod von Tony Judt; Kurt Tuchulsky: B&uuml;rgerliche Wohlt&auml;tigkeit (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Bruttoinlandsprodukt im 2.Quartal 2010 mit Rekordzuwachs <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">German economy sees &lsquo;record&rsquo; growth of 2.2%<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">IMK wird Prognose f&uuml;r Wirtschaftswachstum auf 2,5 bis drei Prozent heraufsetzen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Robert von Heusinger:  Spielverderber <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Entwicklung des Steuerrechts im Ausland im II. Quartal 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kongress billigt Milliarden-Hilfspaket f&uuml;r US-Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wer sind hier die Sozialschmarotzer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">SPD plant Lohnzusch&uuml;sse f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Play-off f&uuml;r Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Die neuen Crash-Risiken: Die Panik der Versicherer vor dem Dauerzinstief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Wachsende Zahl von Sanktionen gegen Hartz-IV Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Vom Niedriglohn zum Niedrigstlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Banken gerettet &ndash; B&uuml;rger zahlen? Eine Bilanz im Jahre drei der Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bundesverfassungsgericht zur Untreue &ndash; Landowsky lacht, Karlsruhe hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hei&szlig;er Herbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Slowakisches Parlament lehnt Griechenland-Hilfe ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Politik ist nichts f&uuml;r zarte Seelen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Geldw&auml;sche f&uuml;r Mexikos Kartelle: Gute Gesch&auml;fte mit den Drogendealern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Islamisten nutzen Notlage durch die Flut aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Mit Streumunition auf Taliban- und Terroristenjagd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Die schleichende Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zum Tod des britischen Historikers Tony Judt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Zum Schluss: Kurt Tucholsky: B&uuml;rgerliche Wohlt&auml;tigkeit <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6471&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bruttoinlandsprodukt im 2.Quartal 2010 mit Rekordzuwachs <\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft holt rasant auf: Im zweiten Vierteljahr 2010 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) &ndash; preis-, saison- und kalenderbe&shy;reinigt &ndash; um 2,2% h&ouml;her als im ersten Vierteljahr, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Ein solches Wachstum zum Vorquartal gab es noch nie im vereinigten Deutschland. Zudem wurde auch das Ergebnis f&uuml;r das erste Quartal 2010 deutlich nach oben korrigiert auf nun +&nbsp;0,5%. Der zum Jahreswechsel 2009\/2010 ins Stocken geratene Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich damit eindrucksvoll zur&uuml;ckgemeldet.<br>\n&nbsp;Auch im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung kr&auml;ftig zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg im zweiten Quartal 2010 gegen&uuml;ber dem zweiten Quartal 2009 um 4,1% (kalenderbereinigt: +&nbsp;3,7%).<br>\n&nbsp;Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die Dynamik der Investitionen und des Au&szlig;enhandels hatten dabei den gr&ouml;&szlig;ten Anteil am Aufschwung; aber auch die privaten und staatlichen Konsumausgaben trugen zum Wachstum des BIP bei.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100813_erfolgsgrafik.jpg\" alt=\"Erfolgsgrafik\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/08\/PD10__284__811,templateId=renderPrint.psml+\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Erfolgsgrafik ist ein typisches Beispiel f&uuml;r den Spruch &bdquo;traue keiner Statistik, die Du nicht selbst aufgestellt hast&ldquo;. Da werden Ver&auml;nderungen gegen&uuml;ber den Vorjahres- und gegen&uuml;ber dem jeweiligen Vorquartal aufgezeigt und man bekommt den Eindruck als w&uuml;rde die Ver&auml;nderungskurve geradezu explodieren. Tatsache ist und bleibt jedoch, dass die absoluten (nominalen) Werte des Bruttoinlandsproduktes noch erheblich unter den Zahlen vor der Krise liegen.<br>\nGerne h&auml;tte man auch genauer gewusst, inwieweit au&szlig;er vor allem der Au&szlig;enhandel auch der private Konsum zum Wachstum beigetragen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>German economy sees &lsquo;record&rsquo; growth of 2.2%<\/strong><br>\nThe eurozone economy grew by 1% during the quarter.<br>\nThis compares with growth of 0.2% in the first three months of the year, the area&rsquo;s official statistics agency, Eurostat, said.<br>\nThe French economy grew by 0.6% in the second quarter, also up from 0.2%, while the Spanish economy grew by 0.2%, compared with 0.1% in the previous three months.<br>\nThe pace of growth in the Italian economy remained the same, at 0.4%.<br>\nGreece, however, saw its economy shrink by 1.5% during the quarter. The country&rsquo;s government has instigated a series of far-reaching austerity measures recently, designed to reduce its high budget deficit.<br>\nAll the second quarter figures are initial estimates and could be revised up or down in the coming months.<br>\nThe eurozone quarterly GDP figures show that the economic recovery in Europe gained pace between April and June. The UK has also reported higher-than-expected growth of 1.1% for the period.<br>\nIn the US, however, second quarter growth was 0.6%, down from 0.9% between January and March, raising questions about the strength of the recovery in the world&rsquo;s biggest economy.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100813_bbc_news.jpg\" alt=\"BBC News\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/business-10962017%20\">BBC News<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IMK wird Prognose f&uuml;r Wirtschaftswachstum auf 2,5 bis drei Prozent heraufsetzen <\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung wird seine Konjunkturprognose f&uuml;r 2010 deutlich anheben. &ldquo;Wir werden unsere Prognose f&uuml;r das Wachstum der deutschen Wirtschaft wahrscheinlich auf 2,5 bis drei Prozent heraufsetzen&rdquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK.<br>\nBislang hatten die &Ouml;konomen f&uuml;r 2010 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um zwei Prozent gerechnet &ndash; und damit schon Ende vergangenen Jahres einen relativ hohen Wert prognostiziert. &ldquo;Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute f&uuml;r das zweite Quartal geliefert hat, sind aber so sensationell gut, dass f&uuml;r das Gesamtjahr ein noch st&auml;rkeres Wachstum absehbar ist&rdquo;, so Horn. &ldquo;Jetzt zeigt sich in aller Deutlichkeit, wie kr&auml;ftig die weltweiten Konjunkturprogramme die Wirtschaft angeschoben haben. Allerdings laufen die meisten davon im Laufe dieses Jahres aus. Erst danach wird sich zeigen, ob die deutsche Wirtschaft nur eine Erholung nach der tiefen Krise erlebt, oder einen selbst tragenden Aufschwung. Wir sehen da noch eine Menge Risiken.&rdquo;<br>\nVor diesem Hintergrund warnt der Konjunkturexperte vor &ldquo;Euphorie, die den Blick darauf verstellt, dass wir in Deutschland noch einige Hausaufgaben zu machen haben.&rdquo; Der staatliche und der private Konsum h&auml;tten sich zwar in j&uuml;ngster Zeit etwas besser entwickelt, blieben aber im internationalen Vergleich weiter schwach. &ldquo;Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor nur auf einem Bein: dem Export. Das macht uns abh&auml;ngiger vom Ausland, als es sein m&uuml;sste.&rdquo; Sowohl h&ouml;here staatliche Investitionen als auch eine st&auml;rkere, produktivit&auml;tsorientierte Lohnentwicklung seien n&ouml;tig, um die Binnennachfrage zu st&auml;rken, so Horn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news382490%20%20\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger:  Spielverderber <\/strong><br>\nIch tue es ungern, aber ich muss den Spielverderber geben. Die rekordniedrigen Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen sind alarmierend.&nbsp; Sie sind f&uuml;r mich der wichtigste Grund ,nicht zu jubeln , wenn am Freitag in der Fr&uuml;h die sensationellen Wachstumszahlen f&uuml;r Deutschland im zweiten Quartal &uuml;ber den Ticker laufen.Denn der starke Aussto&szlig; der hiesigen Wirtschaft und Zehnjahreszinsen von 2,40 Prozent, das passt vorne und hinten nicht zusammen. W&auml;ren die Aussichten tats&auml;chlich so rosig, m&uuml;ssten die Zinsen steigen.<br>\nDoch an den Finanzm&auml;rkten wird das&nbsp; Morgen stets st&auml;rker bewertet als das Heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/spielverderber\/-\/1472780\/4552412\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008<\/strong><br>\nIm Hinblick auf die besondere konjunkturelle Situation und im Hinblick auf die zwischenzeitlich erfolgten Anpassungen sowie die kurze Zeitspanne seit Inkrafttreten des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 selbst (ab dem 1. Januar 2008 bzw. in Teilen sogar erst ab dem 1. Januar 2009) sind belastbare Aussagen zu den Erfahrungen der Bundesregierungen mit den durch dieses Gesetz eingef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen derzeit nur eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich&hellip;<br>\nMithin werden steuerstatistische Daten zu den Veranlagungsergebnissen nach Inkrafttreten der Unternehmensteuerreform im Veranlagungszeitraum 2008 voraussichtlich erst 2013 zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nDer Bundesregierung liegen keine wissenschaftlichen Studien zu den Gesamtwirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 vor.<br>\nDie Unternehmensteuerreform 2008 hat den deutschen Standort im internationalen<br>\nSteuerwettbewerb durch verschiedene Ma&szlig;nahmen gest&auml;rkt (zum Beispiel durch Senkung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes auf 15 Prozent und eine Senkung der Unternehmenssteuerbelastung insgesamt auf rund 30 Prozen) und Steuergestaltungen unattraktiver gemacht (zum Beispiel durch Regelungen zur Funktionsverlagerung, Hinzurechnungen bei der Gewerbesteuer und die Einf&uuml;hrungder Zinsschranke).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/026\/1702696.pdf%20\">Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Gr&uuml;nen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fazit: Aussagen &uuml;ber die Auswirkungen der Unernehmenssteuerreform sind nicht m&ouml;glich, aber dennoch wird behauptet sie h&auml;tte den Standort im internationalen Steuerwettbewerb gest&auml;rkt. D.h. es waren Steuersenkungen ins Blaue hinein, aber wir haben den Steuersenkungswettlauf vorangetrieben. Das ist Ideologie pur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Entwicklung des Steuerrechts im Ausland im II. Quartal 2010<\/strong><br>\nAus den seit 1. April 2010 verabschiedeten Gesetzen bzw. angek&uuml;ndigten &Auml;nderungen wird erkennbar, dass die Sanierung der Haushalte in der EU und OECD noch immer zentrale Bedeutung hat. der Schwerpunkt der Ma&szlig;nahmen liegt weiterhin bei der Erh&ouml;hung der Umsatzsteuers&auml;tze. Aber auch Erh&ouml;hungen anderer Verbrauch- und Verkehrsteuern (z.B. f&uuml;r Alkohol und Tabak), die Einf&uuml;hrung von Zuschl&auml;gen auf Ertragsteuern (in Griechenland, Luxemburg und Portugal) oder von neuen Steuern (z.B. einer &bdquo;Reichensteuer&ldquo; in Spanien), die Erh&ouml;hung des Einkommen(spitzen)steuersatzes (in Frankreich, Japan, Luxemburg und Portugal) und die Versch&auml;rfung der Besteuerung von Ver&auml;u&szlig;erungsgewissen (z.B. Frankreich und dem Vereinigten K&ouml;nigreich) sollen zum Abbau der Staatsverschuldung beitragen. Hierauf ziel auch das zur Verhinderung von Steuerhinterziehung vorgesehene Verbot gr&ouml;&szlig;erer Bargeldzahlungen in Griechenland und Italien.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100813_hinweise_entwicklung_steuerrecht_im_ausland_2.pdf\">Bundesfinanzministerium [PDF &ndash; 139 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erh&ouml;hung der Steuern in Deutschland zur Sanierung der Haushalte: Fehlanzeige. Im Gegenteil mit dem sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz wurden weitere Steuern wie etwa die Erbschaftssteuer gesenkt. Sanierung der Haushalte in Deutschland hei&szlig;t, K&uuml;rzung von Sozialleistungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kongress billigt Milliarden-Hilfspaket f&uuml;r US-Staaten<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama hat ein Milliarden-Hilfspaket f&uuml;r kriselnde US-Staaten durch den Kongress gebracht. Das Repr&auml;sentantenhaus stimmte in Washington den 26,1 Mrd. Dollar schweren Haushaltshilfen zu. Das Geld soll von den Bundesstaaten unter anderem genutzt werden, um Lehrer f&uuml;r das anstehende Schuljahr zu bezahlen sowie die Arbeitsvertr&auml;ge von Feuerwehrleuten und Polizisten zu verl&auml;ngern. Ausserdem soll Geld in die Finanzierung der Krankenversicherung f&uuml;r Arme und Benachteiligte gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/usa_obama_us-staaten_1.7172887.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist eben der Unterschied zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den nicht bestehenden Vereinigten Staaten von Europa. Wir lassen beispielsweise f&uuml;r einen dringend ben&ouml;tigten Kredit in Lettland Schulen und Krankenh&auml;user schlie&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wer sind hier die Sozialschmarotzer? &ndash; 50 Milliarden f&uuml;r Hartz IV-Aufstockungen<\/strong><br>\nDas Erwerbslosen Forum Deutschland richtet schwere Vorw&uuml;rfe an Unternehmen und die Bundesregierungen. Hartz IV habe es m&ouml;glich gemacht, dass Unternehmen in einer Selbstbedienungsmentalit&auml;t ihre Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit&nbsp;subventionieren lassen, indem sie &bdquo;Hungerl&ouml;hne&ldquo; bezahlen &nbsp;und die Betroffenen auf Hartz IV verweisen. F&uuml;r die Initiative ist es gerade zu ein Hohn, wenn gleichzeitig auf das Lohnabstandgebot gepocht wird. Neben den Konjunkturpaketen h&auml;tte somit die Wirtschaft nochmals zus&auml;tzlich 50 Milliarden erhalten, ohne dass sie sich an den Folgen dieser immensen Verschuldung beteiligen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elo-forum.net\/Politik\/Politik\/-2010081221039.html\">PR-Sozial<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong>  Dass die &ldquo;Aufstocker&rdquo; viel Geld kosten ist dieser Tage in fast jeder Zeitschrift zu lesen und in vielen Beitr&auml;gen in den Medien zu sehen und zu h&ouml;ren.<br>\nIm ersten Augenblick bekommt man den Eindruck. Ja klar, das sind eben Kosten von Hartz IV. Soziale Leistungen und wieder ein Brocken Sozialstaat, den die Allgemeinheit zu schultern hat und den uns Schr&ouml;der und Hartz eingebrockt haben.<br>\nAber dieser erste Eindruck t&auml;uscht.<br>\nDenn es stimmt, das Geld wird an Menschen aus dem &ldquo;Hartz IV&rdquo; Kreis bezahlt. Aber es handelt sich hier um eine versteckte und letztendlich perfide Subventionierung von Unternehmen. Von Unternehmen, die zu Lasten der Allgemeinheit ihre Kosten gesenkt haben. Denn die Aufstockung von L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern ist ja nur dann notwendig, wenn Unternehmen zu geringe L&ouml;hne zahlen.<br>\nHier findet n&auml;mlich eine Subventionierung von Unternehmen statt, die zu billig einkaufen und mit den dann m&ouml;glichen billigen Preisen gegen ihre Konkurrenten anbieten k&ouml;nnen.<br>\nHier findet eine gigantische Subventionierung statt und keineR beklagt sich dar&uuml;ber. Man kann es ja so sch&ouml;n den &ldquo;Hartz IV lern&rdquo; in die Schuhe schieben.<br>\nDies ist die wahre Krux an dieser Aufstockung.<br>\nUnd wo wird sie enden? Es werden noch mehr Unternehmen die L&ouml;hne senken, denn diejenigen Unternehmen, die ausk&ouml;mmliche L&ouml;hne zahlen, die sind ja die Dummen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu dieser Subventionierung passt: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD plant Lohnzusch&uuml;sse f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer<\/strong><br>\nUm die Rente mit 67 nicht zu kippen, wollen die Sozialdemokraten die Berufschancen f&uuml;r &Auml;ltere verbessern. Denn nur wenn diese die M&ouml;glichkeit haben zu arbeiten, kann das Eintrittsalter erh&ouml;ht werden.<br>\nMit solchen Instrumenten versucht die SPD, einen offenen Streit zwischen Parteilinken und -rechten in der Rentenfrage zu vermeiden. W&auml;hrend die einen die Rente mit 67 als zwingend verteidigen, sehen andere darin eine versteckte Rentenk&uuml;rzung. Sie argw&ouml;hnen, dass es auf dem Arbeitsmarkt gar nicht genug Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r &Auml;ltere gibt und diese deshalb mit Abschl&auml;gen bei ihren Altersbez&uuml;gen vorzeitig in den Ruhestand gedr&auml;ngt werden. Nur wenn &Auml;ltere tats&auml;chlich die Chance haben, l&auml;nger zu arbeiten, k&ouml;nne das Renteneintrittsalter steigen. Im Herbst will die Regierung die Besch&auml;ftigungsquote &auml;lterer Arbeitnehmer &uuml;berpr&uuml;fen und erneut &uuml;ber die Rente mit 67 entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/rentendebatte-spd-plant-lohnzuschuesse-fuer-aeltere-arbeitnehmer;2635445;0%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber die Subventionierung von Niedrigl&ouml;hnern hinaus nun auch noch die Subventionierung der L&ouml;hne f&uuml;r &Auml;ltere. Und das alles nur um die Fehler der Vergangenheit nicht korrigieren zu m&uuml;ssen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Play-off f&uuml;r Kurzarbeit<\/strong><br>\nDem Erhalt von Arbeitspl&auml;tzen soll es dienen: Die Bundesregierung hat die Kurzarbeitsregelung bis M&auml;rz 2012 verl&auml;ngert. Unternehmer k&ouml;nnen also weiterhin mit staatlicher Hilfe die Lohnkosten senken. Um an die Subventionen zu gelangen, greifen manche auch zu illegalen Mitteln. Unter diesen Umst&auml;nden deutet die Tatsache, dass bisher tats&auml;chlich erst ein einziges Unternehmen wegen Subventionsbetrug verurteilt wurde, weniger auf einen verschwindend geringen Anteil an Betrugsf&auml;llen hin als vielmehr darauf, dass die Beh&ouml;rden es nicht so genau wissen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/32\/41497.htm\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist eben der Geist dieser Republik. Betr&uuml;gereien auf der Unternehmensseite (Leistungstr&auml;ger) sind Einzelf&auml;lle,&nbsp; w&auml;hrend erschwindelter Bezug von Hartz-IV- Leistungen (Leistungsempf&auml;nger) grassiert<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die neuen Crash-Risiken: Die Panik der Versicherer vor dem Dauerzinstief <\/strong><br>\nDie Folgen der Krise treffen vor allem die Lebensversicherer hart. Denn sie zahlen ihren Kunden mehr, als sie selbst am Markt verdienen. Helfen kann ihnen nur eine rasche Zinswende. Die deutschen Lebensversicherer haben Millionen Kunden eine Zinsgarantie von durchschnittlich 3,4 Prozent auf Lebens- und Rentenpolicen gegeben. Aber wenn sie heute Geld neu anlegen, bekommen sie f&uuml;r deutsche Staatsanleihen gerade einmal zwei Prozent. Oder weniger.Wolfgang Weiler, Chef der HUK-Coburg, sieht einen direkten Zusammenhang zur Finanzkrise. &ldquo;Wir zahlen seit 2008 f&uuml;r die Krise. Wahrscheinlich mehr als die Banken zur Rettung ihrer eigenen Branche&rdquo;, sagt Weiler. &ldquo;Dass Europa und andere Teile der Welt mit billigem Geld &uuml;berschwemmt werden, dient nur den Gewinnmargen der Banken. Wir sind die, die das bezahlen&rdquo;, wettert Weiler. Sein Fazit: Ohne die Probleme der Banken w&auml;ren die Zinsen heute h&ouml;her. Das Horrorbild der Assekuranzmanager? Das Japan-Szenario: Sieben gro&szlig;e japanische Lebensversicherer kollabierten in den 1990er-Jahren und Anfang dieses Jahrhunderts &ndash; eine direkte Folge der extremen Niedrigzinssituation.<br>\nDelta Lloyd, Tochter der britischen Aviva, hat das Neugesch&auml;ft in Deutschland bereits eingestellt. &ldquo;Momentan liegt das Risiko geringer Renditen fast ganz beim Versicherer, w&auml;hrend die hohen Investmentertr&auml;ge fast nur den Versicherten zugutekommen&rdquo;, sagt ein Delta-Lloyd-Sprecher. Die Branche legt traditionell konservativ an &ndash; vor allem, seit sie sich in der Aktienkrise 2001 bis 2003 die Finger verbrannt hat. Die neuen EU-Eigenkapitalregeln Solvency II werden ab 2013 ihr &Uuml;briges tun. Wer in Aktien investiert, muss 40 Prozent der Anlagen in Eigenkapital vorhalten, f&uuml;r Staatsanleihen dagegen h&ouml;chstens vier Prozent. Auch sonst ist die Aktie wenig attraktiv f&uuml;r die Branche. &ldquo;Sie sollten langfristig mehr Ertrag als Festzinsanlagen erzielen, weisen in den letzten zehn Jahren aber eine negative Wertentwicklung auf&rdquo;, sagt Zimmerer. Deutschlands Lebensversicherer kommen heute auf eine Aktienquote von nur drei Prozent. Daher wird der Absatz fondsgebundener Policen forciert &ndash; da tr&auml;gt der Kunde das Kapitalmarktrisiko. Doch im Bestand dominieren klassische Policen. &ldquo;Bleiben die Zinsen dauerhaft niedrig, werden unsere Gewinnbeteiligungen fr&uuml;her oder sp&auml;ter sinken&rdquo;, sagt Zimmerer. Das w&auml;re noch das kleinere &Uuml;bel &ndash; auch Pleiten oder Zwangs&uuml;bernahmen sind nicht ausgeschlossen. Laut sagen will das aber niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:die-neuen-crash-risiken-die-panik-der-versicherer-vor-dem-dauerzinstief\/50156307.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> W&auml;hrend der Staat die umlagefinanzierte Rente ruiniert und die kapitalgedeckte Rente zumindest teilweise erzwang, m&ouml;chten sich Unternehmen, die die&nbsp; kapitalgedeckte Altersvorsorge gesch&auml;ftlich betreiben, am liebsten zur&uuml;ckziehen, sofern sie nicht die M&ouml;glichkeit haben, da&szlig; Kapitalmarktrisiko vollends auf den Kunden zu &uuml;bertragen. Die Kapitallebensversicherungen gilt noch vielen Deutschen als sichere Altersvorsorge. Die Beitr&auml;ge sind zwar durch einen Sicherungsfonds vor Totalverlust gesch&uuml;tzt, allerdings entspricht die H&ouml;he des Fonds einem Tausendstel der Summe der versicherungstechnischen Netto-R&uuml;ckstellungen aller angeschlossenen Unternehmen. Da kann man sich leicht vorstellen, was passiert, wenn die Versicherungen in eine &auml;hnliche Krise kommen wie die Banken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wachsende Zahl von Sanktionen gegen Hartz-IV Empf&auml;nger.<\/strong><br>\n&bdquo;Im ersten Quartal 2010 wurden ca. 180.000 Sanktionen und K&uuml;rzungen der Hartz-IV-Bez&uuml;ge verh&auml;ngt &ndash; so viel wie nie zuvor. Nicht zum Bewerbungsgespr&auml;ch erschienen, unentschuldigt bei einer Fortbildungsma&szlig;nahme gefehlt oder ein Jobangebot abgelehnt &ndash; das sind die Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die zahlreichen Strafen die gegen&uuml;ber den Empf&auml;ngern von Hartz IV in den ersten drei Monaten des Jahres ausgesprochen wurden. Dabei ist die regionale Verteilung der Sanktion allerdings sehr unterschiedlich&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/immer-mehr-sanktionen-gegen-hartz-iv-bezieher-5632.php\">gegen-hartz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber Sanktionen gegen den Missbrauch von Hartz IV durch Unternehmen, die sich ihre Niedrigl&ouml;hne durch die &bdquo;Aufstockung&ldquo; subventionieren lassen, ist nichts bekannt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vom Niedriglohn zum Niedrigstlohn <\/strong><br>\nBerufliche Qualifikation sch&uuml;tzt immer weniger vor billigem Verkauf der Arbeitskraft.<br>\nF&uuml;r den Zeitraum von Mitte der 1990er Jahre bis 2008 best&auml;tigt auch der aktuelle Bericht des Duisburger Instituts f&uuml;r Arbeit und Qualifikation ( IAQ), dass das Schlagwort vom &ldquo;Niedriglohnland Deutschland&rdquo; mit reichlich Daten aus der Wirklichkeit belegt werden kann.<br>\nAuch 2008 arbeitete nach IAQ-Ermittlungen &ldquo;gut jede\/r F&uuml;nfte f&uuml;r einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle&rdquo;. Die Zahl der von Niedrigl&ouml;hnen betroffenen Besch&auml;ftigten sei weiter gestiegen, kontinuierlich seit 1998. Dass zeige sich zwar seit 2006 nicht mehr in einer Erh&ouml;hung der Niedriglohnquote, weil die Besch&auml;ftigung insgesamt zugenommen hat, der absolute Anstieg sei aber dennoch deutlich:\n<blockquote><p><em>Im Jahr 2008 arbeiteten 6,55 Millionen Besch&auml;ftigte f&uuml;r L&ouml;hne unterhalb der Niedriglohnschwelle und damit rund 162.000 mehr als 2007. Gegen&uuml;ber 1998 ist die Zahl der gering Verdienenden sogar um fast 2,3 Millionen gestiegen.<br>\n<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Prozentual ist die gesamtdeutsche Niedriglohnquote von 1995 bis 2008 von 14,7 auf 20,7% gestiegen, die von der deutschen Wirtschaft begr&uuml;&szlig;ten Vorstellungen des fr&uuml;heren SPD-Kanzlers Gerhard Schr&ouml;der sind Realit&auml;t geworden. Sein Res&uuml;mee vom World Economic Forum 2005 &ndash; &ldquo;&hellip;wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt&rdquo; &ndash; gilt nach wie vor. Das IAQ notiert:<br>\n&ldquo;Kein anderes Land hat in den vergangenen Jahren eine derartige Zunahme des Niedriglohnsektors und eine Ausdifferenzierung der L&ouml;hne nach unten wie Deutschland erlebt.&rdquo;<br>\nDa das Lohnspektrum hierzulande wegen fehlender gesetzlicher Mindestl&ouml;hne immer mehr nach unten &ldquo;ausfranse&rdquo; &ndash; im untersten Lohnbereich also Ausdifferenzierungen m&ouml;glich sind &ndash; und deutsche Unternehmer in diesem Bereich gr&ouml;&szlig;ere Gestaltungsm&ouml;glichkeiten als anderswo haben, verdient laut Bericht ein steigender Anteil der Niedriglohnbesch&auml;ftigten weniger als 50% des Medianlohnes.:<br>\n&ldquo;Das Wachstum des Niedriglohnsektors in Deutschland ist einhergegangen mit einer zunehmenden Bedeutung von Niedrigstl&ouml;hnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148134\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Banken gerettet &ndash; B&uuml;rger zahlen? Eine Bilanz im Jahre drei der Finanzkrise<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/\">Video Kontext, die anderen Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht zur Untreue &ndash; Landowsky lacht, Karlsruhe hilft <\/strong><br>\nF&uuml;r die Justiz wird es k&uuml;nftig schwerer, Manager wegen Untreue im Amt zu belangen. Das Bundesverfassungsgericht pocht auf eine konkrete Schadensbenennung. Deshalb darf sich die einstige Berliner CDU-Gr&ouml;&szlig;e Landowsky erst einmal freuen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Voraussetzungen f&uuml;r strafrechtliche Verurteilungen wegen Untreue versch&auml;rft. Die entsprechende Regelung des Strafgesetzbuchs sei zwar grunds&auml;tzlich verfassungsgem&auml;&szlig;, m&uuml;sse jedoch zum Teil zur&uuml;ckhaltender angewendet werden, entschied das Gericht in einem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Beschluss (Az. 2 BvR 2559\/08 u. a.).<br>\nAllerdings muss der Prozess gegen den fr&uuml;heren Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-R&uuml;diger Landowsky wegen Untreue noch einmal aufgerollt werden. Die Richter hoben die Bew&auml;hrungsstrafe auf, weil das Landgericht Berlin keine ausreichenden Feststellungen zum Schaden des Immobilienfinanzierers Berlin Hyp getroffen habe. Landowsky, einst Vorstandschef von Berlin Hyp, und mehrere weitere Ex-Manager waren 2007 wegen Untreue verurteilt worden. Der Ex-CDU-Politiker erhielt eine Bew&auml;hrungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten. Vier weitere Angeklagte wurden ebenfalls zu Bew&auml;hrungsstrafen verurteilt, acht wurden freigesprochen. Landowsky sagte der Tageszeitung B.Z: &ldquo;Ich habe um meine Ehre gek&auml;mpft, und das Bundesverfassungsgericht hat sie mir zur&uuml;ckgegeben.&rdquo; Der Berliner Morgenpost sagte er: &ldquo;Mein Vertrauen in die Richterschaft ist best&auml;tigt, mein Misstrauen in eine politische Staatsanw&auml;ltin auch.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/untreue-urteile-karlsruhe-verschaerft-die-bedingungen-1.986814\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Freispruch ist m&ouml;glich<\/strong><br>\nDer Untreuetatbestand will verwaltetes Verm&ouml;gen sch&uuml;tzen. Derjenige, der ein Verm&ouml;gen zu betreuen hat, darf nicht durch eine Pflichtverletzung einen Schaden an dem Verm&ouml;gen verursachen. Interview mit Martin Heger, der Strafrecht an der Humboldt-Universit&auml;t in Berlinl lehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/ein-freispruch-ist-moeglich\/1901876.html;jsessionid=1B2114753A5B3C9D5EF127C1F0026A52\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bei Nichtjuristen wird das Urteil Unbehagen ausl&ouml;sen. Immerhin erfolgt das Urteil in einer Zeit, in der das Verhalten der Finanzelite nach unserem Verst&auml;ndnis die Frage aufwirft, ob die Finanzkrise nicht auch durch kriminelle Machenschaften ausgel&ouml;st wurde. Im Urteil hei&szlig;t es: &ldquo;Denn gerade &bdquo;klassische&ldquo; Verm&ouml;gensbetreuungsverh&auml;ltnisse wie das zwischen der Bank und ihrem Vorstand k&ouml;nnen sich durch erhebliche Handlungsspielr&auml;ume des Treupflichtigen auszeichnen, zu denen das Eingehen von Verlustrisiken ganz selbstverst&auml;ndlich geh&ouml;rt. Kommt es etwa durch Ausfall eines Kredits zu einem Verm&ouml;gensschaden, so rechtfertigt dies f&uuml;r sich genommen noch nicht den Schluss auf ein unerlaubtes und strafw&uuml;rdiges Handeln des f&uuml;r die Kreditvergabe verantwortlichen Vorstands. &rdquo; Damit ist nach dem Verst&auml;ndnis eines Laien genau vorgezeichnet, mit welcher Strategie die Verteidigung bei k&uuml;nftigen Prozessen (hoffentlich) fahren wird. Andererseits dr&auml;ngt sich beim &Uuml;berfliegen des Urteils der Verdacht auf, dass die pflichtwidrige Verwaltung an sich nicht strafbar ist, sondern erst dann, wenn ein Schaden f&uuml;r das Firmenverm&ouml;gen nachgewiesen ist. Das wirkt irgendwie so, als ob ein Auftragsmord, erst durch den Vollzug strafbar sei. Wer das Urteil nachlesen m&ouml;chte, wird hier f&uuml;ndig<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/entscheidungen\/rs20100623_2bvr255908.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hei&szlig;er Herbst<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Attac: Aktionskonferenz<\/strong><br>\nF&uuml;r die Aktionskonferenz werden Arbeitsgruppen zu den Themen Krisentheorien, Blockadekonzept, Erkundungen in der Finanzmetropole, Militarisierung, Internationale K&auml;mpfe und Perspektiven &uuml;ber den Tag X hinaus arbeiten. Au&szlig;erdem ist beabsichtigt, da&szlig; wir zu unserer Konferenz AktivistInnen aus anderen L&auml;ndern (zB. Griechenland), K&uuml;nstler, Publizisten und politisch Engagierte aus anderen gesellschaftlichen Bereichen einladen, um mit ihren Beitr&auml;gen uns und die Verh&auml;ltnisse zum Tanzen zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=4639&amp;tx_cal_controller[view]=event&amp;tx_cal_controller[type]=tx_cal_phpicalendar&amp;tx_cal_controller[uid]=4589&amp;tx_cal_controller[year]=2010&amp;tx_cal_controller[month]=08&amp;tx_cal_controller[day]=21&amp;cHash=96aece4cb83df3e5a64c02e5eb59f694\">Einladung zur Aktionskonferenz<\/a>, Frankfurt am Main, Studierendenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universit&auml;t, 21. August 2010, 11 &ndash; 22 Uhr\n<p><em>Dazu ein Gru&szlig;wort von Jean Ziegler: <\/em><br>\nLiebe Freundinnen und Freunde,<br>\nAlle f&uuml;nf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 37000 Menschen sterben an Hunger jeden Tag. &Uuml;ber eine Milliarde Menschen sind permanent, schwerstens unterern&auml;hrt. Und derselbe World Food Report der FAO, der diese Opferzahlen gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Phase der Entwicklung ihrer Produktionskr&auml;fte problemlos normal (2700 Kalorien erwachsenes Individuum pro Tag) 12 Milliarden Menschen ern&auml;hren k&ouml;nnte. Praktisch das Doppelte der gegenw&auml;rtigen Weltbev&ouml;lkerung. Fazit: F&uuml;r das t&auml;gliche Massaker des Hungers gibt es keine Fatalit&auml;t. Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet. <\/p>\n<p>Im Jahr 2009 haben gem&auml;&szlig; Weltbank die 500 gr&ouml;&szlig;ten Transkontinentalenprivatkonzerne 52% des Welt-Brutto-Sozialproduktes kontrolliert, also aller in einem Jahr auf der Welt produzierten Reicht&uuml;mer. Die Konzerne haben eine Macht wie sie nie ein K&ouml;nig, nie ein Kaiser, nie ein Papst in der Geschichte der Menschen gehabt hat. Die Konzerne &ndash; und das ist v&ouml;llig normal &ndash; funktionieren nach dem reinen Profitmaximierungs&ndash;Prinzip, au&szlig;erhalb jeder sozialen Kontrolle. Die Weltdiktatur des globalisierten Finanzkapitals ist der Feind aller Menschen. Besonders jener in der s&uuml;dlichen Hemisph&auml;re. Die kannibalische Weltordnung muss radikal bek&auml;mpft, und danach gest&uuml;rzt werden.<br>\nJean Ziegler<br>\nMitglied des Beratenden Ausschusses, UNO-Menschenrechtsrat, Autor des Buches: &bdquo;Der Hass auf den Westen&ldquo; (2009)\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Hei&szlig;er Herbst? Kleiner &Uuml;berblick &uuml;ber bisher geplante Proteste<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/tom-strohschneider\/heisser-herbst-kleiner-ueberblick-ueber-bisher-geplante-proteste\">Blog von Tom Strohschneider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Vielzahl der Aufrufe, durch die eigentlich niemand mehr richtig durchblickt, zeigt allerdings nicht nur, dass der Widerstand durch viele mobilisiert wird, sondern auch, dass es eine ziemliche Aufsplitterung unter den verschiedenen Aktivist(inn)en gibt. Geballter Widerstand sieht anders aus. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Slowakisches Parlament lehnt Griechenland-Hilfe ab<\/strong><br>\nDie Slowakei wird sich als bisher einziges Land der Eurozone definitiv nicht an gemeinsamen Finanzhilfen f&uuml;r das vom Bankrott bedrohte Griechenland beteiligen. Das hat das Parlament in Bratislava am Mittwoch mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit beschlossen. &laquo;Die viel &auml;rmere Slowakei soll nicht die Zeche f&uuml;r die undisziplinierte Haushaltspolitik des reicheren Griechenland zahlen&raquo;, hatte die neue christlich-liberale Premierministerin Iveta Radicova bereits als Spitzenkandidatin im Wahlkampf erkl&auml;rt. Keine &Uuml;berraschung brachte hingegen die am selben Tag erfolgte Abstimmung &uuml;ber den als &laquo;Euro-Schutzschirm&raquo; bekannten Rahmenvertrag &uuml;ber einen Notfallfonds, der Garantien f&uuml;r in Not geratene EU-L&auml;nder vorsieht, ohne bereits konkrete F&auml;lle zu bestimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/slowakei_euro_rettungsschirm_zustimmung_1.7179357.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Slowakei handelt ganz in der Logik des einzelwirtschaftlichen Nutzenmaximierers: Die Griechenlandhilfe, stellt potentiell ein Verlustrisiko dar, w&auml;hrend zuk&uuml;nftig nicht ausgeschlossen ist, dass die Slowakei u.U. selbst unter dem Euro-Rettungsschirm Schutz suchen muss. Die Slowakei ist extrem&nbsp; von der ausl&auml;ndischen Automobilindustrie abh&auml;ngig, die zusammen mit den Zulieferern die Volkswirtschaft pr&auml;gt, und hier kann es sehr schnell zu Einbr&uuml;chen kommen.<br>\nEigentlich m&uuml;sste die&nbsp; Bundesregierung gr&ouml;&szlig;tes Verst&auml;ndnis&nbsp; f&uuml;r die Position der&nbsp; slowakischen Regierung haben. Denn wenn die slowakische Ministerpr&auml;sidentin meint, dass &ldquo;dieses Nein bei allen Vertretern der EU-L&auml;nder in den K&ouml;pfen&rdquo; sei, geh&ouml;rt der Kopf von Frau Merkel unbedingt dazu. Die Kanzlerin konnte nur mit M&uuml;he davon &uuml;berzeugt werden, dass die Griechenlandhilfe zur finanziellen Stabilit&auml;t der Eurostaaten beitrage. Ihr Z&ouml;gern hat wahrscheinlich erst den 750 Milliarden Euro schweren Rettungsschirm n&ouml;tig gemacht. Die slowakische Ministerpr&auml;sidentin macht nur allzu deutlich, dass die Eurozone bzw. die Europ&auml;ische Union alles andere als eine Solidargemeinschaft ist. Bis auf weiteres funktioniert sie nur solange, wie sich die Mitglieder bzw. das dort ans&auml;ssige Kapital eindeutige in Heller und Pfennig ausrechenbare Vorteile versprechen.<br>\nErstaunlich ist, wie uninformiert die europ&auml;ische Union, aber auch die deutsche Regierung tut. Es kann eigentlich niemandem entgangen sein, dass im Wahlkampf der heutigen tschechischen Regierungschefin das Nein zur Finanzhilfe eine entscheidende Rolle gespielt hat, d. h. aber dass Frau Radicova, auf keinen Fall dieses Wahlversprechen brechen konnte. Grundtenor war im slowakischen Parlament:&nbsp; &bdquo;Es kann nicht sein, dass die arme Slowakei das reiche Griechenland unterst&uuml;tzt&ldquo;. Slowakische Zeitungen hatten errechnet, dass der Durchschnittslohn in Griechenland dreimal so hoch sei wie in der Slowakei, die Renten sogar viermal h&ouml;her. Zudem stellt sich die Frage, ob es nicht &auml;u&szlig;erst undemokratisch w&auml;re, wenn sich eine Partei, die sich im Wahlkampf gerade in der Frage der Griechenlandhilfe von der Vorg&auml;ngerregierung abgesetzt hatte, sich jetzt durch deren Zusage gebunden f&uuml;hle. Darauf konnte sich die EU wie auch die Bundesregierung seit Monaten einstellen. Wenn jetzt der Regierungssprecher Steffen Seibert oder EU-Kommissar Olli Rehn von Solidarit&auml;t faseln, so kann das nur als Stimmungsmache begriffen werden. Der Rettungsschirm ist keinesfalls durch eine solidarische Haltung der Bundesrepublik&nbsp; zustande gekommen, sondern um das Euro-Bankensystem zu retten.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Politik ist nichts f&uuml;r zarte Seelen<\/strong><br>\nDer Schriftsteller Claudio Magris &uuml;ber das System Berlusconi und die italienische Lumpenbourgeoisie:<br>\n&ldquo;Ich hoffe, dass Italien da nicht schon wieder Avantgarde im negativen Sinn ist, wie einst beim Faschismus. Das B&uuml;rgertum und die Arbeiterklasse im klassischen Sinne sind verschwunden. F&uuml;r Abermillionen von W&auml;hlern z&auml;hlen die Werte, die wir immer f&uuml;r g&uuml;ltig gehalten hatten, nicht mehr, nicht einmal in Form der Heuchelei.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/kultur\/article8937499\/Politik-ist-nichts-fuer-zarte-Seelen.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Geldw&auml;sche f&uuml;r Mexikos Kartelle: Gute Gesch&auml;fte mit den Drogendealern<\/strong><br>\nDer mexikanische Drogenkrieg ist ein Milliardengesch&auml;ft. Die m&auml;chtigen Kartelle schaffen Waffen ins Land, pumpen Drogen in die USA und waschen weitgehend ungest&ouml;rt ihr schmutziges Geld. Amerikanische Banken haben dabei kr&auml;ftig mitgemischt &ndash; und mitverdient. Alle Fortschritte im Kampf gegen die Kartelle sind bisher von der Selbstdisziplin der Banken abh&auml;ngig. Ernsthafte Strafen drohten den Unternehmen bisher nicht, gegen keine einzige Bank wurde offiziell Anklage erhoben. Selbst bei dreisten Vergehen gegen das Bankgesch&auml;ft und sogar bei offensichtlichen Verbindungen zu mexikanischen Kartellen brummten die Beh&ouml;rden den Banken nur Geldstrafen auf.<br>\nUnd warum? Offenbar sind funktionierende Banken im nach der Krise noch fragilen US-Finanzsystem wichtiger als der energische Kampf gegen die Kartelle und ihre Unterst&uuml;tzer. Das jedenfalls ist die Theorie von Finanzexperte Jack Blum, der sich seit vielen Jahren mit den Tricksereien der Geldw&auml;scher befasst. W&uuml;rde die Justiz rigoros gegen schwarze Schafe in der Branche vorgehen, k&ouml;nnte dies nach Blums Ansicht eine fatale Kettenreaktion ausl&ouml;sen: Investoren schmei&szlig;en hin, Kunden ziehen ihre Einlagen ab &ndash; die Bank st&uuml;nde am Abgrund. Doch einen neuen Bankenkollaps k&ouml;nnte die amerikanische Wirtschaft nicht verkraften, und das nutzten einige Institute schamlos aus. &ldquo;Sie scheinen zu allem bereit zu sein, nur um ihren Profit zu steigern&rdquo;, sagte Blum dem Nachrichtensender Bloomberg. &ldquo;Bis sie erwischt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,709711,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Islamisten nutzen Notlage durch die Flut aus<\/strong><br>\nDie Islamisten in Pakistan versuchen, das Leid der Bev&ouml;lkerung im Hochwassergebiet f&uuml;r ihre Zwecke zu nutzen. Als schnelle Helfer haben sie bereits Sympatien gewonnen. Die USA erh&ouml;hen ihre Anstrengungen f&uuml;r die Flutopfer in Pakistan. Das Tr&auml;gerschiff USS Peleliu mit etwa 19 Helikoptern an Bord ging bereits in den Gew&auml;ssern vor der gr&ouml;ssten pakistanischen Stadt Karachi vor Anker. Bisher stellten die USA sechs Helikopter bereit, um die Hilfseins&auml;tze der Regierung in Islamabad und des pakistanischen Milit&auml;rs zu unterst&uuml;tzen. Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates benannte unumwunden auch ein weiteres Ziel der erh&ouml;hten Anstrengungen: Es solle verhindert werden, dass Islamisten die Lage ausnutzten, um ihren Einfluss bei der notleidenden Bev&ouml;lkerung auszudehnen, sagte Gates nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nDie Opfer der Naturkatastrophe werfen der pakistanischen Regierung vor, sie im Stich zu lassen. Der Staat habe zu sp&auml;t und nur unzureichend reagiert. Dieses Vakuum und den Unmut der Bev&ouml;lkerung versuchen die Taliban und ihre Helfer geschickt auszunutzen. Obwohl ausl&auml;ndische Hilfe dringend notwendig ist, riefen pakistanische Taliban die Regierung in Islamabad auf, westliche Unterst&uuml;tzung zur Bew&auml;ltigung der Hochwasserkatastrophe abzulehnen. Das Geld fliesse nur in die Taschen korrupter Beamter in den besonders betroffenen Regionen, sagte ein Sprecher der islamistischen Bewegung zur Begr&uuml;ndung. Sollte Islamabad westliche Hilfe ablehnen, boten die Aufst&auml;ndischen im Gegenzug an, 20 Mio. Dollar Katastrophenhilfe zur Verf&uuml;gung zu stellen. Der Sprecher der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), Maulana Azam Tariq, sagte der Nachrichtenagentur DPA: &laquo;Alle Unterst&uuml;tzung, die kommt, ist von den Christen und Juden, die die Feinde des Islams sind. Die Menschen sollten gewarnt sein, dass die Ungl&auml;ubigen uns versklaven wollen, indem sie die Hilfe stellen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/panorama\/uno_flut_ueberchwemmungen_pakistan_aufruf_uno_1.7179677.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was soll diese Schwerpunktsetzung in den Medien? Kaum tauchen irgendwo die Taliban auf, stehen sie im Mittelpunkt der Berichterstattung. Dabei ist es wenig wahrscheinlich, dass die Hilfsaktionen radikaler Islamisten angesichts der Gr&ouml;&szlig;e dieser Katastrophe mehr als ein Promille der Bev&ouml;lkerung erreichen. Nach Angaben der UNO sind mehr als 6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen und die Zahl steigt weiter. Das sind weit mehr als in Haiti oder beim Tsunami. Wenn jetzt die absurden Forderungen der Taliban so herausgestellt werden, tr&auml;gt dies dazu bei, dass sich&nbsp; die &Ouml;ffentlichkeit in den westlichen L&auml;ndern eher abwendet. Bereits jetzt k&ouml;nnen wir beobachten, dass die Spendenfreundlichkeit im Verh&auml;ltnis zu anderen Katastrophen nicht sehr gro&szlig; ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Das Hochwasser in Pakistan und die Rangfolge der Empathie<\/strong><br>\nNoch immer haben die humanit&auml;ren Sonderorganisationen der UNO von ihren 192 Mitgliedsstaaten nicht die Mittel erhalten, um schnell und effektiv genug reagieren zu k&ouml;nnen. Ein st&auml;ndiger Nothilfefonds von mindestens einer Milliarde US-Dollar, vor zwei Jahren von der Generalversammlung beschlossen, sollte diese schnelle Reaktion erm&ouml;glichen. Doch der UN-Nothilfefonds wurde von den Mitgliedsstaaten nie ausreichend gef&uuml;llt, weshalb die UNO jetzt um Spenden in H&ouml;he von zun&auml;chst 360 Millionen Dollar betteln muss. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass dieser Spendenappell wenig erfolgreicher sein wird als jene des Roten Kreuzes und der in Pakistan engagierten privaten Hilfsorganisationen. Denn kaum ein Land der Erde ruft &ndash; zumindest in den westlichen Staaten &ndash; &auml;hnlich negative Assoziationen hervor wie Pakistan: Korruption, Taliban, Atomwaffen &ndash; und dazu ein Pr&auml;sident und eine Regierung, die bislang vor allem ein zynisches Desinteresse am Schicksal der eigenen Bev&ouml;lkerung demonstriert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2010%2F08%2F13%2Fa0106&amp;cHash=8c6d201f69\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Mit Streumunition auf Taliban- und Terroristenjagd<\/strong><br>\nDie Meldung war geheim und durfte nicht an Ausl&auml;nder weitergegeben werden. Sie beschreibt, wie amerikanische Soldaten der Task Force 373 am 17. Juni 2007 versuchten, Abu Laith al Libi auszuschalten, einen Libyer, der al-Kaida zugerechnet wird. Er befand sich angeblich auf einem Geh&ouml;ft in Ostafghanistans. Das Vorgehen der Task Force war bemerkenswert: Bevor die Spezialkr&auml;fte das Geh&ouml;ft st&uuml;rmten, beschossen sie es aus sicherer Entfernung mit einem weitreichenden Raketenwerfer vom Typ HIMARS. Der feuerte eine Salve von f&uuml;nf Raketen ab und zerst&ouml;rte die Geb&auml;ude. Den Einsatz des Raketenwerfers bezeichnet die Meldung als besonders sch&uuml;tzenswerte Information. Kein Wunder, denn dieser Werfer verschie&szlig;t Raketen mit Streumunition. F&uuml;nf verschossene Raketen, das bedeutet: Mindestens 2.000 kleine, hochexplosive Sprengk&ouml;rper kamen zum Einsatz. Das v&ouml;lkerrechtliche Verbot solcher Munitionen trat gestern, am 1. August 2010 in Kraft. Die USA haben es nicht unterzeichnet. Al Libi entkam dem Angriff. Zur&uuml;ck blieben die Leichen von sieben Kindern &ndash; sogenannte &bdquo;Noncombatants &ndash; Killed in Action&rdquo; und sechs Erwachsene, die die US-Streitkr&auml;fte in ihrem Bericht allesamt als feindliche K&auml;mpfer bezeichneten.<br>\nDie wichtigsten Informationen, die aus den Geheimpapieren hervorgehen, waren Interessierten im Grundzug bereits lange bekannt. Deshalb wird zumeist auch nur ein begrenzter Schaden diagnostiziert. Neu seien vor allem viele kleine, pikante Details aus dem Alltag des Krieges. Der problematische Einsatz des HIMARS-Werfers mit Streumunition zum Beispiel. F&uuml;r Erkenntnisse dieser Art ist das Material eine Fundgrube. Es illustriert die allt&auml;gliche, h&auml;&szlig;liche Seite des Krieges, deren Grundz&uuml;ge der aufmerksame Nachrichtenkonsument kennt, deren Details aber auch die Kenner der Materie noch erschrecken l&auml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/25803\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Die schleichende Katastrophe<\/strong><br>\n&Uuml;ber China, Australien, Niger oder Turkmenistan verdunkeln Sandst&uuml;rme regelm&auml;&szlig;ig den Himmel. Die Menschen leiden unter Smog und m&uuml;ssen Atemmasken tragen. Krankheiten breiten sich aus. Und mehr noch: Die St&uuml;rme tragen in ihren Ursprungsregionen fruchtbaren Boden ab und transportieren ihn &uuml;ber viele Kilometer hinweg &ndash; manchmal sogar &uuml;ber Ozeane &ndash; an Orte, an denen er nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden kann. &ldquo;Dabei ist fruchtbare Erde ein endliches Gut&rdquo;, sagt Luc Gnacadja, Exekutivsekret&auml;r der UN-Konvention zum Kampf gegen die Desertifikation (UNCCD). Waren in den 1990er Jahren nur etwa 15 Prozent der Trockengebiete unseres Planeten gesch&auml;digt, so waren es im Jahr 2005 bereits 25 Prozent. Jedes Jahr verliert der Planet etwa 12 Millionen weitere Hektar fruchtbaren Bodens, das entspricht etwa der der gesamten Ackerfl&auml;che Deutschlands. Damit geht auch die &ouml;kologische Grundlage f&uuml;r die Produktion von rund 20 Millionen Tonnen Getreide verloren. Und der Verlust der B&ouml;den beschleunigt sich jedes Jahr um etwa ein Prozent.<br>\nInzwischen wird Desertifikation auf allen Kontinenten beobachtet. Mehr als 250 Millionen Menschen sind direkt betroffen. Der Aralsee, einst das gr&ouml;&szlig;te Binnengew&auml;sser der Welt, verlor 90 Prozent seiner Wassermenge und hinterlie&szlig; eine von D&uuml;ngemitteln und Pestiziden verschmutzte, giftige W&uuml;ste. In der Mongolei waren im Jahr 2007 von mehr als 5.000 Fl&uuml;ssen und B&auml;chen 852 ausgetrocknet und mehr als 1.000 von fast 4.000 Seen und Teichen verschwunden. Etwa 30 Prozent des chinesischen Territoriums sind bereits W&uuml;ste oder kurz davor, zu W&uuml;ste zu vertrocknen. Die nat&uuml;rliche Vegetation des brasilianischen Nordostens wurde zu 80 Prozent abgeholzt oder verbrannt und der Inselstaat Haiti ist auch deshalb so verwundbar f&uuml;r Wirbelst&uuml;rme, weil nicht einmal mehr drei Prozent des Landes bewaldet sind. Auch in Spanien, Griechenland und auf Zypern nimmt die Zahl ausgelaugter B&ouml;den zu &ndash; Wasser wird zur Mangelware, Wetterextreme h&auml;ufen sich. In den Trockengebieten der Welt sind deshalb schon mindestens zehn Millionen Menschen zu Umweltfl&uuml;chtlingen geworden, 135 Millionen Menschen drohen durch W&uuml;stenbildung zu Fl&uuml;chtlingen zu werden.- Desertifikation bedroht unser gesamtes &Ouml;kosystem &ndash; und doch ist die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit f&uuml;r das Problem erstaunlich gering. &ldquo;Dem Thema fehlen die spektakul&auml;ren Bilder, die sensationellen Katastrophen&rdquo;, sucht UNCCD-Chef Luc Gnacadja nach einer Erkl&auml;rung. Und er warnt zugleich: &ldquo;Die Ausbreitung der W&uuml;sten ist ein schleichender, leiser Prozess &ndash; etwa mit Hautkrebs vergleichbar &ndash; und bedroht unser Leben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2010\/32-33\/Titelseite\/30783436.html\">Das Parlement<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Wahrhaft paneurop&auml;isch &ndash; und polemisch. Zum Tod des britischen Historikers Tony Judt<\/strong><br>\nAls Judt im September 2008 erfuhr, dass er an einer unheilbaren neurologischen Krankheit litt, die ihm bald alle Bewegungsf&auml;higkeit und am Ende das Leben rauben w&uuml;rde, steckte er seine verbleibende Energie in eine &ndash; tief anr&uuml;hrende &ndash; Vorlesung &uuml;ber die Frage, was heute unter Sozialdemokratie zu verstehen sei. Im Rollstuhl und an eine Beatmungsmaschine angeschlossen, erkl&auml;rte Judt, der Westen habe eine gemeinsame moralische Sprache verlernt, mit der sich Solidarit&auml;t begr&uuml;nden liesse. Im M&auml;rz dieses Jahres erschien dann ein Essay, der an junge Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks appellierte, den Staat als Garanten des Gemeinwohls wiederzuentdecken. Und auf der Meinungsseite der &laquo;New York Times&raquo; f&uuml;hrte Judt gar einen Dialog mit seinem vierzehn Jahre alten Sohn &uuml;ber die Frage, was Idealismus noch f&uuml;r Angeh&ouml;rige von Generationen bedeuten kann, die mit (oder trotz) bester Ausbildung unweigerlich bei Investmentbanken landen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/wahrhaft_paneuropaeisch__und_polemisch_1.7157891.htmlhttp:\/\/\">NZZ<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Der Historiker Europas<\/strong><br>\nMit seinen Vortr&auml;gen entflammte der sozialdemokratische Historiker die Gem&uuml;ter seiner Kritiker und wurde durch seine Haltung zu Israel ber&uuml;hmt. Er starb mit 62 Jahren. &ndash; Zentral war Judt der Sozialstaat als Verdichtung sozialer, politischer und historischer Momente. Im Sozialstaat laufen auch die verschiedenen Str&auml;nge seines Denkens zusammen. In seinem Buch &ldquo;Postwar&rdquo; (deutsch: &ldquo;Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart&rdquo;) kommt er zu dem Fazit, dass der Sozialstaat jene Institution sei, die die effizienteste gesellschaftliche Integration leisten k&ouml;nne: Er ist nicht nur eine Form des &ouml;konomischen Ausgleichs, sondern auch ein Bollwerk gegen den Totalitarismus. Das sei eine der Lehren aus dem schrecklichen 20. Jahrhundert. Daf&uuml;r steht auch sein Buch mit dem programmatischen Titel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/der-historiker-europas\/\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider stand auch in der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit die Vielfalt seiner Themen allzu sehr im Schatten der Debatte um seine Israel-kritische Haltung. Jan-Werner M&uuml;ller und Isolde Charim korrigieren diesen Eindruck. Die NDS haben auf die oben genannte <a href=\"?p=5945#h18\">Vorlesung zur Sozialdemokratie hingewiesen<\/a>.<br>\nWas der viel zu fr&uuml;h Verstorbene uns noch h&auml;tte schenken k&ouml;nnen, man denke an z. B an Eric Hobsbawm, wird einem klar, wenn man sieht, was der seit 2009 gel&auml;hmte und k&uuml;nstlich beatmete Judt in der New York Review of Books noch publizierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nybooks.com\/contributors\/judt-tony\/\">nybooks.com<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Zum Schluss: Kurt Tucholsky: B&uuml;rgerliche Wohlt&auml;tigkeit <\/strong>\n<p>Sieh! Da steht das Erholungsheim<br>\neiner Aktiengesellschafts-Gruppe;<br>\nmorgens gibt es Haferschleim<br>\nund abends Gerstensuppe.<br>\nUnd die Arbeiter d&uuml;rfen auch in den Park &hellip;<br>\nGut. Das ist der Pfennig.<br>\nAber wo ist die Mark &ndash;?<br>\n&nbsp;<br>\nSie reichen euch manche Almosen hin<br>\nunter christlichen frommen Gebeten;<br>\nsie pflegen die leidende W&ouml;chnerin,<br>\ndenn sie brauchen ja die Proleten.<br>\nSie liefern auch einen Armensarg &hellip;<br>\nDas ist der Pfennig. Aber wo ist die Mark &ndash;?<br>\n&nbsp;<br>\nDie Mark ist tausend- und tausendfach<br>\nin fremde Taschen geflossen;<br>\ndie Dividende hat mit viel Krach<br>\nder Aufsichtsrat beschlossen.<br>\nF&uuml;r euch die Br&uuml;he. F&uuml;r sie das Mark.<br>\nF&uuml;r euch der Pfennig. F&uuml;r sie die Mark.<br>\n&nbsp;<br>\nProleten!<br>\nFallt nicht auf den Schwindel rein!<br>\nSie schulden euch mehr als sie geben.<br>\nSie schulden euch alles! Die L&auml;nderein,<br>\ndie Bergwerke und die Wollf&auml;rberein &hellip;<br>\nsie schulden euch Gl&uuml;ck und Leben.<br>\nNimm, was du kriegst. Aber pfeif auf den Quark.<br>\nDenk an deine Klasse! Und die mach stark!<br>\nF&uuml;r dich der Pfennig! F&uuml;r dich die Mark!<br>\nK&auml;mpfe &ndash;!<\/p>\n<p>Kurt Tucholsky<br>\nArbeiter Illustrierte Zeitung, 1928, Nr. 45, S. 11,<br>\nwieder in: Deutschland, Deutschland u. Lerne Lachen,<br>\nauch u.d.T. &raquo;Wohlt&auml;tigkeit&laquo;.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Rekordzuwachs; Auswirkungen der Unternehmensteuerreform; Steuerrecht im Ausland; Hilfspaket f&uuml;r US-Staaten; Sozialschmarotzer; Lohnzusch&uuml;sse f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer; Panik der Versicherer; Sanktionen gegen Hartz IV-Empf&auml;nger; vom Niedriglohn zum Niedrigstlohn; Untreue; hei&szlig;er Herbst; Slowakei spielt nicht mit; Islamisten nutzen Notlage; schleichende Katastrophe; zum Tod von Tony Judt; Kurt Tuchulsky: B&uuml;rgerliche Wohlt&auml;tigkeit (WL) <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6471","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6471"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6496,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6471\/revisions\/6496"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}