{"id":64987,"date":"2020-09-21T08:58:23","date_gmt":"2020-09-21T06:58:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987"},"modified":"2020-09-21T08:58:23","modified_gmt":"2020-09-21T06:58:23","slug":"hinweise-des-tages-3701","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h01\">Ende der Beziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h02\">Assange-Demo in Berlin  &ndash; Solidarit&auml;t mit Julian Assange!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h03\">Krankenh&auml;user reduzieren Betten f&uuml;r Covid-Erkrankte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h04\">Willy Wimmer zum Fall Nawalny: &ldquo;Br&uuml;ssel dreht nicht das gro&szlig;e Rad, Br&uuml;ssel dreht durch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h05\">Wieso das BGE-Pilotprojekt die Missverst&auml;ndnisse zum Grundeinkommen noch vergr&ouml;&szlig;ert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h06\">Scheinheilig und verlogen: Die Debatte um Nordstream II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h07\">Sozialgarantie garantiert unsozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h08\">Geballte Wut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h09\">Die Stadt der Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h10\">Wegwerfware Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h11\">Warum der Hartz-IV-Satz eigentlich bei 644 Euro liegen m&uuml;sste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h12\">Feststellung einer epidemischer Lage von nationaler Tragweite bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h13\">Ungleichheit in der Corona-Gesellschaft: Vertiefung der Kluft zwischen Arm und Reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h14\">Bundesrat verabschiedet Kl&ouml;ckner-Reform: Weniger Lebensmittelkontrollen in Risiko-Betrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h15\">Unser Haus brennt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h16\">&bdquo;Ein Werbetrick, um gezielt Minderj&auml;hrige als Soldaten anzuwerben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h17\">Geplantes Anti-Hass-Gesetz &bdquo;nicht verfassungskonform&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h18\">Sind Sie unzufrieden mit den Medien? Dann kommen Sie zum Dialog mit der FR<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ende der Beziehung<\/strong><br>\nDer Fall Nawalny beendet Deutschlands Partnerschaft mit Russland &ndash; die geopolitischen Konsequenzen sehen d&uuml;ster aus. Eine Sicht aus Moskau.<br>\nDie Vergiftung des Oppositionellen Alexej Nawalny ist eine Z&auml;sur in den russisch-deutschen Beziehungen. Die genauen Umst&auml;nde des Vorfalls sind noch weitgehend ungekl&auml;rt, aber eines ist schon jetzt gewiss: Der Giftanschlag hat ein grunds&auml;tzliches Umdenken in der deutschen Au&szlig;enpolitik bewirkt. K&uuml;nftig wird Deutschland gegen&uuml;ber Russland keine Sonderpolitik mehr verfolgen und nicht l&auml;nger versuchen, die Beweggr&uuml;nde der anderen Seite zu verstehen oder sich um gegenseitiges Verst&auml;ndnis oder auch nur um ein Mindestma&szlig; an Zusammenarbeit zu bem&uuml;hen. Auch wird Berlin gegen&uuml;ber dem Westen nicht mehr als Erkl&auml;rer der politischen Positionen Russlands auftreten oder Moskau die Standpunkte seiner Verb&uuml;ndeten vermitteln.<br>\nDie Sonderrolle, die Deutschland und seine Kanzlerin in den vergangenen Jahren gespielt haben, ist somit Geschichte. Deutschland wird gegen&uuml;ber Russland von nun an die gleiche Haltung wie alle anderen L&auml;nder Westeuropas einnehmen. Auf rhetorischer Ebene hei&szlig;t dies, dass Berlin der Au&szlig;en- und Innenpolitik des Kreml entschlossen widersprechen, das konkrete Handeln Moskaus harsch kritisieren und sich dezidiert mit den L&auml;ndern Osteuropas solidarisieren wird. Auf wirtschaftlichem Gebiet erwarten viele, dass das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 nun ad acta gelegt wird. Und was die Diplomatie betrifft, werden die offiziellen Kontakte wohl k&uuml;nftig stark zur&uuml;ckgefahren und der Dialog auf h&ouml;chster Ebene ganz ausgesetzt. (&hellip;)<br>\nAuch Russland schl&auml;gt ein neues Kapitel auf. Vor drei&szlig;ig Jahren galt die deutsche Wiedervereinigung nicht nur als historischer Akt der Vers&ouml;hnung, sondern auch als Garant f&uuml;r k&uuml;nftige freundschaftliche Beziehungen und enge Kooperation zwischen den beiden V&ouml;lkern und Staaten. Auch damit ist es nun vorbei.<br>\nIndessen klingen in diesen Tagen T&ouml;ne an, von denen alle dachten, sie w&uuml;rde ein f&uuml;r alle Mal der Vergangenheit angeh&ouml;ren. Die russische Seite zeigte sich emp&ouml;rt und verglich die von Deutschland erhobenen Anschuldigungen mit dem Brandanschlag der Nazis auf den Reichstag von 1933, der damals Moskau und der Komintern angelastet wurde. Der Kreml wird wohl nicht zu drastischen Sofortma&szlig;nahmen greifen, aber Deutschland k&uuml;nftig als von den USA gesteuerten Staat betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/ende-der-beziehung-4649\/?utm_campaign=de_40_20200918&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=newsletter\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein sehr guter Artikel. Er best&auml;tigt die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Assange-Demo in Berlin  &ndash; Solidarit&auml;t mit Julian Assange!<\/strong><br>\nJulian Assange steht in London vor Gericht. Doch wegen der Pandemie verl&auml;uft der Prozess in absurden Z&uuml;gen. Die Medien sollten sich mit Assange solidarisieren. [&hellip;]<br>\nDer Umgang der deutschen &Ouml;ffentlichkeit mit Julian Assange bleibt ein Problem. Obwohl aus ethischer Sicht klar sein sollte, dass der Australier mit seiner Ver&ouml;ffentlichung der Wikileaks-Daten einen Mut aufgebracht hat, den nur wenige Journalisten bereit sind zu investieren, eilt dem aktuell in London inhaftierten Mann immer noch ein schlechter Ruf voraus. &hellip;. Aktuell findet in London der Auslieferungsprozess gegen Julian Assange statt, dieser steht unter Spionageverdacht. Dabei haben die letzten Tage bewiesen: Der Ablauf der Anh&ouml;rungen verl&auml;uft absurd und ist einer Demokratie unw&uuml;rdig. Fast k&ouml;nnte man glauben, dass die Corona-Pandemie tats&auml;chlich daf&uuml;r instrumentalisiert wird, um Freiheitsrechte einzuschr&auml;nken. Im Fall von Assange ist das mindestens zu vermuten: Beobachter d&uuml;rfen den Prozess nur in einem Nebenraum verfolgen, die Anh&ouml;rungen werden immer wieder wegen der Corona-Gefahr vertagt. Ein transparentes Verfahren kann so nicht stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/julian-assange-gerichtsprozess-london-berlin-demo-assange-demo-in-berlin-solidaritaet-mit-julian-assange-li.106321\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Julian Assange und die Politjustiz Ihrer Majest&auml;t<\/strong><br>\nDas Auslieferungsverfahren gegen den WikiLeaks-Gr&uuml;nder in London erf&uuml;llt Merkmale eines politisch motivierten Prozesses<br>\nDas in London laufende Verfahren gegen Julian Assange, den Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks, droht vollends zur Farce zu verkommen. Knapp zwei Wochen nach Beginn der Verhandlung &uuml;ber eine m&ouml;gliche Auslieferung des 49-j&auml;hrigen australischen Journalisten hat Richterin Vanessa Baraitser den Prozess mehrfach zu Ungunsten des Angeklagten beeinflusst. Beobachter sprechen inzwischen offen von einer politischen Abrechnung mit einem Journalisten, der schwere Kriegsverbrechen der USA im Irak und in Afghanistan &ouml;ffentlich gemacht hat. Dabei steht f&uuml;r Assange viel auf dem Spiel: Die 18 Anklagepunkte der US-Justiz sehen 175 Jahre Haft vor. Selbst die Verh&auml;ngung der Todesstrafe, sollte der WikiLeaks-Gr&uuml;nder in die F&auml;nge der US-Beh&ouml;rden geraten, ist nicht ausgeschlossen.<br>\nEines der Hauptprobleme der Unterst&uuml;tzer Assanges in diesen und m&ouml;glicherweise folgenden Verfahren ist das Framing, das die juristische Diskussion um Vorgehen und Verantwortung des Angeklagten &uuml;berdeckt. So h&auml;lt sich &ndash; unterst&uuml;tzt von der US-Anklage &ndash; vehement die These, Assange habe durch seine Ver&ouml;ffentlichungen Menschen gef&auml;hrdet oder gar T&ouml;tungsdelikte beg&uuml;nstigt. Dabei ist dieser Vorwurf bereits im Verfahren gegen die Whistleblowerin Chelsea Manning widerlegt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Julian-Assange-und-die-Politjustiz-Ihrer-Majestaet-4906104.html\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krankenh&auml;user reduzieren Betten f&uuml;r Covid-Erkrankte<\/strong><br>\nNur noch zehn Prozent der Intensivbetten werden k&uuml;nftig freigehalten: &Auml;rzte bef&uuml;rchten bei einer zweiten Welle Engp&auml;sse in der Pflege. Der Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer warnt davor, auf die Quotenregelung ganz zu verzichten.<br>\nie deutschen Krankenh&auml;user halten trotz steigender Infektionszahlen immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen f&uuml;r Patienten frei, die schwer am neuartigen Coronavirus erkrankt sind. Die baden-w&uuml;rttembergische Landesregierung hat in dieser Woche entschieden, dass k&uuml;nftig statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Betten f&uuml;r diese Patienten reserviert werden sollen. Sie folgte damit der Entwicklung in anderen Bundesl&auml;ndern. In Berlin sind bereits seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten f&uuml;r Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen folgte Mitte Juli.<br>\nIn Bayern und Brandenburg m&uuml;ssen die Krankenh&auml;user seit dem Sommer gar keine Intensivbetten mehr f&uuml;r Covid-Patienten freihalten, Hamburg schaffte die Quote im August ab. Anfang September kippte auch Sachsen-Anhalt die Regelung ganz. Allein in Rheinland-Pfalz sind Krankenh&auml;user seit dem Fr&uuml;hjahr unver&auml;ndert dazu angehalten, 20 Prozent ihrer Intensivbetten wegen Corona freizuhalten. Es sei nicht geplant, daran etwas zu &auml;ndern, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Mainz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/coronavirus-krankenhaeuser-reduzieren-betten-fuer-covid-erkrankte-16960240.html?premium\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Entscheidung ist vollkommen nachvollziehbar. <a href=\"https:\/\/www.divi.de\/joomlatools-files\/docman-files\/divi-intensivregister-tagesreports\/DIVI-Intensivregister_Tagesreport_2020_09_20.pdf\">Stand heute<\/a> sind 268 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 7.395 Betten sind frei.<\/em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi-1024x928.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"928\" class=\"alignleft size-large wp-image-64988\" srcset=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi-1024x928.png 1024w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi-300x272.png 300w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi-768x696.png 768w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi-541x490.png 541w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi-270x245.png 270w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/200921_divi.png 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Willy Wimmer zum Fall Nawalny: &ldquo;Br&uuml;ssel dreht nicht das gro&szlig;e Rad, Br&uuml;ssel dreht durch&rdquo;<\/strong><br>\nDie Resolution wurde angenommen, aber erwarten Sie angesichts ihres unverbindlichen Charakters weitere ernsthafte Schritte gegen Russland?<br>\nWarum &ldquo;ernsthafte Schritte&rdquo; gegen Russland? Bislang liegen keine Beweise auf dem Tisch, die auf staatlicher Ebene ein deutsches oder westeurop&auml;isches Vorgehen gegen Russland rechtfertigen w&uuml;rden. Selbst die BBC macht darauf aufmerksam, wie seltsam dieser &ldquo;Fall&rdquo; ist. Die Bundeskanzlerin muss sich fragen, ob sie an einer diplomatischen &ldquo;R&auml;uberpistole&rdquo; beteiligt ist. Aufkl&auml;rung sieht anders aus, und diplomatisches Verhalten sch&uuml;tzt vor Politisierung. (&hellip;)<br>\nDas EU-Parlament hat den Koordinierungsrat von Belarus als vor&uuml;bergehenden Regierungsvertreter, das Ergebnis der j&uuml;ngsten Wahlen jedoch nicht anerkannt. Wie beurteilen Sie diesen Druck auf ein souver&auml;nes Land?<br>\nNach dem Pompeo-Besuch vor einigen Wochen in Wien hat &Ouml;sterreichs Au&szlig;enminister [Alexander; Anm. d. Red.] Schallenberg in Siegerlaune verk&uuml;ndet, dass man in den letzten Jahren nichts anderes getan habe, als Minsk aus der N&auml;he zu Moskau rauszubrechen. Das macht die Dimension deutlich. Das Europ&auml;ische Parlament muss sich heute bereits fragen lassen, ob es nach der Anstiftung durch bestimmte Kr&auml;fte jetzt darum geht, diejenigen im Stich zu lassen, die man vorher mit Milliarden Dollar in Stimmung gebracht hatte. Die &ldquo;roten Linien&rdquo; sind klar, und so sehen die Stellungnahmen aus Br&uuml;ssel auch aus.<br>\nDas EU-Parlament schl&auml;gt vor, &ldquo;eine EU-Strategie zur Unterst&uuml;tzung russischer Dissidenten, Nichtregierungsorganisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft sowie unabh&auml;ngiger Medien&rdquo; zu verabschieden. Ist das Europ&auml;ische Parlament daran interessiert, Nichtregierungsorganisationen und die Zivilgesellschaft zu unterst&uuml;tzen, die den EU-Mitgliedstaaten kritisch gegen&uuml;berstehen (z. B. die Gelbwesten)?<br>\nBr&uuml;ssel dreht nicht das &ldquo;gro&szlig;e Rad&rdquo;, Br&uuml;ssel dreht durch. So sieht Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und eine v&ouml;llige Missachtung der Beziehungen zu anderen Staaten aus. Das ist die Fortsetzung der &ldquo;Asselborn-Doktrin&rdquo;, die gegen Ungarn und andere unliebsame Staaten selbst in der Europ&auml;ischen Union angewendet wird. Das Europ&auml;ische Parlament ist offenbar der verl&auml;ngerte Arm der neuen Machtelite der volksfernen &ldquo;Nichtregierungsorganisationen&rdquo;. Doppelmoral ist westeurop&auml;ische &ldquo;Staatsr&auml;son&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/106848-staatssekretar-ad-willy-wimmer-bruessel-dreht-nicht-das-grosse-rad-bruessel-dreht-durch\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wieso das BGE-Pilotprojekt die Missverst&auml;ndnisse zum Grundeinkommen noch vergr&ouml;&szlig;ert<\/strong><br>\nDas Pilotprojekt Grundeinkommen hat den Anspruch, zum &bdquo;Gewinn neuer Erkenntnisse&ldquo; &uuml;ber die Wirkungen eines BGE beizutragen. Doch es ist stark zu bezweifeln, dass die Studie dies leisten kann &ndash; im Gegenteil. [&hellip;]<br>\nDas grundlegende Problem ist folgendes: Egal wie ein BGE und seine Finanzierung konkret aussehen w&uuml;rde, immer w&auml;re es so, dass auf irgendeine Weise die &uuml;ber ein BGE verteilten Einkommen bzw. ihre Kaufkraft bei anderen Einkommen durch h&ouml;here Steuern oder Abgaben eingesammelt oder durch geringere Sozialleistungen und andere &ouml;ffentliche Ausgaben kompensiert werden m&uuml;ssten. Eine Finanzierung eines dauerhaften BGE durch Kreditaufnahme oder Geldsch&ouml;pfung ist in Anbetracht des Finanzvolumens v&ouml;llig unm&ouml;glich bzw. w&uuml;rde hyperinflation&auml;re Prozesse ausl&ouml;sen. Bei 1.200 Euro monatlich f&uuml;r Erwachsene und vielleicht die H&auml;lfte f&uuml;r Kinder und Jugendliche m&uuml;ssten j&auml;hrlich knapp 1,1 Billionen Euro ausgezahlt werden. Das entspricht knapp einem Drittel des Bruttoinlandsprodukts und weit &uuml;ber 40% des Volkseinkommens. Das ist mehr als momentan f&uuml;r alle Sozialleistungen zusammen aufgewendet wird, von denen ein Gro&szlig;teil auch mit einem BGE weiterhin notwendig w&auml;re und weitere nur in jahrzehntelangen &Uuml;bergangsprozessen umgebaut werden k&ouml;nnten.<br>\nEs m&uuml;ssten also auf jeden Fall viele hunderte Milliarden Euro j&auml;hrlich zus&auml;tzlich umverteilt werden. Viele Anh&auml;ngerinnen und Anh&auml;nger der Idee eines BGE stellen sich vor, dieses k&ouml;nnte vollst&auml;ndig oder haupts&auml;chlich zu Lasten der Reichen, der gro&szlig;en Konzerne oder des Finanzkapitals oder mit einer Finanztransaktionssteuer aufgebracht werden. Tats&auml;chlich w&auml;re das in Anbetracht der riesigen Finanzvolumina, die umverteilt werden m&uuml;ssten, selbst bei einer vollst&auml;ndigen Absch&ouml;pfung aller Profite nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/wieso-das-bge-pilotprojekt-die-missverstaendnisse-zum-grundeinkommen-noch-vergroessert-37079\">Ralf Kr&auml;mer auf Makronom<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Scheinheilig und verlogen: Die Debatte um Nordstream II<\/strong><br>\nNur noch ein Zehntel der neuen Gasleitung Nord Stream 2 fehlen bis zur Fertigstellung, 120 der 1230 Kilometer langen Pipeline, viele Milliarden Euro stecken bereits im Bau. Nun wurden die Arbeiten gestoppt, die USA bedrohen beteiligte Unternehmen und deren Mitarbeiter mit brachialen Sanktionen, die nat&uuml;rlich v&ouml;lkerrechtswidrig sind. Seit dem Attentat auf den russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny sind auch in Deutschland die Forderungen der Nord Stream Gegner noch einmal lauter geworden. Man m&uuml;sse jetzt &bdquo;H&auml;rte&ldquo; gegen Putin zeigen, f&uuml;r &bdquo;Menschenrechte&ldquo; eintreten.<br>\nNun ist ein versuchter Mordanschlag ein Verbrechen, keine Frage. Aber erstens sind die Hintergr&uuml;nde des Anschlags bisher &uuml;berhaupt nicht gekl&auml;rt. Und zweitens ist die Forderung, deshalb nun Nord Stream 2 zu stoppen, an Scheinheiligkeit und Verlogenheit kaum zu &uuml;berbieten. Wann hat sich die Bundesregierung bei Rohstoffimporten je um Menschenrechte gek&uuml;mmert? Wir importieren &Ouml;l aus Saudi-Arabien, dort werden Gegner des Regimes nicht nur von Geheimdiensten bedroht, ihnen drohen per Gesetz Strafen wie Auspeitschen oder K&ouml;pfen. Oder aus Lybien, wo Folter an der Tagesordnung ist. Und die USA? &Uuml;ber 1000 Unschuldige, die zuf&auml;llig zur falschen Zeit am falschen Ort waren, sind bisher allein dem v&ouml;kerrechtswidrigen US-Drohnenkrieg zum Opfer gefallen. Sind das weniger wichtige Opfer als Herr Navalny?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktionsmail.team-sahra.de\/issues\/scheinheilig-und-verlogen-die-debatte-um-nordstream-ii-277183\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> An Verlogenheit, Scheinheiligkeit und Machtwillk&uuml;r ist dieses Verhalten der USA nur zu &uuml;berbieten, durch das unterw&uuml;rftige Verhalten von Olaf Scholz, der 1 Mrd. Euro den USA als Schweigegeld in Sachen Nord Stream 2 angboten haben soll.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64922#h02\">Nord Stream 2: Bundesregierung bietet eine Milliarde Euro zur Rettung der Pipeline<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialgarantie garantiert unsozial<\/strong><br>\nDie Minister Jens Spahn und Olaf Scholz haben sich auf ein Ma&szlig;nahmenpaket verst&auml;ndigt, mit dem die Bundesregierung das f&uuml;r 2021 prognostizierte 16,6 Milliarden-Euro-Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgleichen und eine drohende Verdopplung des Zusatzbeitrags auf 2,2 Prozent verhindern will. Der Vorschlag verfehlt sein Ziel und f&uuml;hrt die Idee einer Sozialgarantie ad absurdum. (&hellip;)<br>\nBestehende Finanzierungsprobleme werden damit nur teilweise und nicht langfristig angegangen. Hierzu einige Aspekte aus Sicht des DGB:\n<ol>\n<li>Die Kosten der Pandemie, aber insbesondere die Auswirkungen der Leistungsausweitungen durch die Gesetzgebungsverfahren der letzten 2 Jahre werden letztendlich auf die Beitragszahler (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) abgew&auml;lzt. Dies stellt eine erneute Belastung sowie soziale Ungerechtigkeit dar und ist schlicht unseri&ouml;s.<\/li>\n<li>In die Finanzautonomie der sozialen Selbstverwaltung der Krankenkassen wird erneut eingegriffen. Das betrifft vor allem die Gestaltung des Haushalts neben den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsausgaben.<\/li>\n<li>Noch vorhandene Beitragsr&uuml;cklagen vermitteln ein Zerrbild. Nicht ber&uuml;cksichtigt bleiben Folgekosten der Pandemie in den Jahren nach 2021 sowie Kostensteigerungen durch die weitere laufende Gesetzgebung (z. B. Krankenhauszukunftsgesetz, Kosten&uuml;bernahme bei Corona-Impfstoffen) sowie fehlende Spielr&auml;ume f&uuml;r Vertragsverhandlungen der Krankenkassen mit den Leistungserbringern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der DGB lehnt ein solches Ma&szlig;nahmepaket ab. Die Bew&auml;ltigung der Corona-Pandemie ist und bleibt Aufgabe des Staates. Zu dieser Verantwortung muss die Bundesregierung stehen. Das geht nur durch eine deutliche Erh&ouml;hung des Bundeszuschusses mit mehr als den vereinbarten f&uuml;nf Milliarden Euro, damit die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen auch &uuml;ber 2020\/2021 hinaus stabil bleibt und die Beitragszahler hier nicht auf den Kosten f&uuml;r die Corona-Pandemie sitzen gelassen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c1eb12ce-f99a-11ea-a331-001a4a16011f\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geballte Wut<\/strong><br>\nZehntausende demonstrierten in Frankreich gegen Pl&auml;ne der Regierung. Geschenke an die Konzerne soll es nicht geben<br>\nMassenentlassungen, Subventionen f&uuml;r Konzerne ohne Gegenleistung, Gehaltsk&uuml;rzungen und die R&uuml;ckkehr zur Rentenreform. F&uuml;r den ersten gro&szlig;en Aktionstag der Amtszeit des neuen franz&ouml;sischen Premierministers Jean Castex hatten die Demonstranten gen&uuml;gend Gr&uuml;nde, ordentlich einzuheizen. Zehntausende folgten am Donnerstag in mehreren franz&ouml;sischen St&auml;dten dem Aufruf eines von der &raquo;Conf&eacute;d&eacute;ration g&eacute;n&eacute;rale du travail&laquo; (CGT) angef&uuml;hrten Gewerkschaftsb&uuml;ndnisses, sich gegen die Zukunftspl&auml;ne zu wehren, die die Regierung im Kontext der Pandemie schmiedet. (&hellip;)<br>\nLaut Gewerkschaften waren insgesamt mehr als 50.000 Menschen auf der Stra&szlig;e, in Paris waren es 10.000 und in Marseille sogar bis zu 15.000.<br>\nObwohl die Maskenpflicht quasi ausnahmslos befolgt wurde und es keine Ausschreitungen gab, war die Polizeipr&auml;senz vor allem in Paris bemerkenswert. Hat die Regierung etwa Angst, dass die durch die Pandemie im M&auml;rz ausgebremste Protestbewegung wieder an Fahrt gewinnt? F&uuml;r Nathalie Verdeil, Vorstandsmitglied der CGT, ist klar: &raquo;Die Regierung will alles daf&uuml;r tun, eine Wiederbelebung der Proteste zu verhindern. Sie hat Angst, dass &rsaquo;Gelbwesten&lsaquo;, Gewerkschaften und Klimabewegung wieder zusammenfinden&laquo;, sagte sie am Freitag gegen&uuml;ber jW. &raquo;Doch das wahre Problem, gegen das wir ank&auml;mpfen m&uuml;ssen, ist die Zukunftsangst, die viele Besch&auml;ftigte nahezu paralysieren kann. (&hellip;)<br>\nDer aktuelle Pr&auml;sident Emmanuel Macron, der von 2014 bis 2016 Hollands Wirtschaftsminister war, macht nun da weiter, wo sein Vorg&auml;nger aufgeh&ouml;rt hat: &raquo;Das am 3. September pr&auml;sentierte 100 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket &rsaquo;France Relance&lsaquo; ist ein Programm, das wieder nichts Konkretes durchblicken l&auml;sst, au&szlig;er, dass den Unternehmen viel Geld zur Verf&uuml;gung gestellt wird&laquo;, so Gewerkschafterin Verdeil zu jW. Als &raquo;Gegenleistung&laquo; sollen laut Regierung im Jahr 2021 160.000 neue Jobs geschaffen werden. Bei einem gleichzeitig angek&uuml;ndigten Abbau von 800.000 Stellen f&uuml;r 2020 bleibt es Macrons Geheimnis, wie diese Rechnung aufgehen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/386693.arbeitskampf-geballte-wut.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Obwohl sowohl die R&uuml;ckkehr der Gelbwesten auf die politische B&uuml;hne am letzten Samstag als auch der Mobilisierungstag der Gewerkschaften am Donnerstag sehr wichtig und zu begr&uuml;&szlig;en sind, sind die Ergebnisse doch gemischt: nur die traditionellen Gewerkschaftsteams traten in den Streik, die Umz&uuml;ge glichen einer Routineveranstaltung und mehrere Sektoren waren, obwohl sie an der Spitze der Gesundheits- und Wirtschaftskrise standen, fast gar nicht vertreten.<br>\nDer lauwarme Neuanfang nach der Sommerpause und nach dem erzwungenen Lockdown spiegelt jedoch nicht das Fehlen von Wut der Bev&ouml;lkerung in Frankreich wider, sondern vielmehr die fehlende Perspektive f&uuml;r den Kampf und das Fehlen eines durchdachten Kampfplanes.<br>\nDieser Tag der Mobilisierung wurde von den Gewerkschaften eher halbherzig organisiert. Es wurde nicht versucht, die Streikfront neu aufzubauen. Die Gewerkschaftsbosse, allen voran die CFDT und die FO, die  gar nicht erst zu diesem Tag aufriefen, wollen lieber weiterhin die Schiene des &ldquo;sozialen Dialogs&rdquo; fahren, statt, angesichts der immer heftigeren Angriffe der Regierung und der Arbeitgeber, ein wirkliches Kr&auml;ftegleichgewicht aufzubauen. Die Basis f&uuml;r einen solchen Dialog wird jedoch immer d&uuml;nner, viel gibt es da nicht mehr zu verhandeln, wenn das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis nicht stimmt.<br>\nDie Zahl der Arbeitslosen steigt auch in Frankreich weiterhin an. Der Einbruch der franz&ouml;sischen Wirtschaft wird dieses Jahr um die 10% liegen. Die Arbeitgeber haben bereits Milliarden an Staatshilfen kassiert, obwohl sie massenweise Entlassungen get&auml;tigt oder diese bereits angek&uuml;ndigt haben. Viele Besch&auml;ftigte in diesen von Entlassungen bedrohten Sektoren haben dann auch den Tag der Mobilisierung genutzt, um ihren Zorn zu zeigen.<br>\nDie Besch&auml;ftigten sollen die Zeche f&uuml;r die Wirtschaftskrise zahlen und die Regierung Macron will um jeden Preis eine explosive Wiederaufnahme des Kampfes vor den anstehenden Angriffen auf die Besch&auml;ftigten verhindern.<br>\nIn dieser Perspektive ist eine Koordinierung und &Uuml;berwindung der Spaltungen zwischen Gewerkschaftsmitgliedern und Nichtgewerkschaftsmitgliedern, zwischen Festangestellten und Leiharbeitern, zwischen Subunternehmern und Auftraggebern, usw. das Gebot der Stunde, nicht nur in Frankreich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Stadt der Reichen<\/strong><br>\nMit seiner Armut hat sich Berlin lange geschm&uuml;ckt &ndash; und das Problem Reichtum ignoriert. Den muss aber im Blick haben, wer soziale Gerechtigkeit will. (&hellip;)<br>\nNoch ungleicher als bei den Einkommen ist die Verteilung des Verm&ouml;gens. Erst k&uuml;rzlich kam eine Untersuchung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) zu dem Ergebnis, dass die oberen zehn Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung zwei Drittel des Gesamtverm&ouml;gens besitzen; 45 Superreiche gar so viel besitzen wie die &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte. Wie viel Verm&ouml;gen sich in Berlin wirklich ballt, ist unbekannt. Eine Sch&auml;tzung aus dem Jahr 2014 rechnete mit etwa 20.000 Dollar-Million&auml;r*innen in der Stadt, ihre Anzahl d&uuml;rfte mittlerweile deutlich gestiegen sein &ndash; und nicht weit hinter den 50.000 Million&auml;r*innen in Hamburg zur&uuml;ckliegen. (&hellip;)<br>\nDar&uuml;ber zu reden &ndash; und die Umverteilung zu fordern und durchzusetzen, wie es an diesem Samstag Demos unter anderem in Berlin tun &ndash; ist weder anst&ouml;&szlig;ig noch hat es mit Neid zu tun. Es ist eine Notwendigkeit, will man den sozialen Frieden erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Berlin-und-seine-Millionaerinnen\/!5711202\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wegwerfware Mitarbeiter<\/strong><br>\nMillionen Menschen haben nur befristete Jobs. Sie k&ouml;nnen ihr Leben kaum planen, nur damit Arbeitgeber minimal Flexibilit&auml;t gewinnen. Die SPD trat mit dem Versprechen an, Zeitvertr&auml;ge einzud&auml;mmen &ndash; und vergisst es jetzt. Es ist erb&auml;rmlich. (&hellip;)<br>\nAus dem Haus von SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hei&szlig;t es nun, im Moment gebe man Ma&szlig;nahmen den Vorrang, die die Corona-Folgen eind&auml;mmen. Das Befristungsrecht geh&ouml;rt nicht dazu. Eine merkw&uuml;rdige Kurzsichtigkeit: Denn gerade diese Krise mit Millionen Kurzarbeitern hat vielen erst verdeutlicht, wie schnell der Absturz, wie nah selbst in vermeintlich sicheren,unbefristeten Jobs die K&uuml;ndigung sein kann. Da w&auml;re es sch&ouml;n zu wissen, dass die n&auml;chste Stelle keine befristete ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/befristung-spd-1.5035111?utm_source=Twitter&amp;utm_campaign=twitterbot&amp;fbclid=IwAR3s5muN5HQN_mCF4DHB8YEAWG9RvJOYjW1pnWMJHRvElqnvju7qiVd0dV0\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum der Hartz-IV-Satz eigentlich bei 644 Euro liegen m&uuml;sste<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Regels&auml;tze in der Grundsicherung erh&ouml;hen, aber nur um bescheidene Summen. Der Parit&auml;tische Gesamtverband h&auml;lt das Berechnungssystem f&uuml;r Trickserei &ndash; und fordert 212 Euro mehr. (&hellip;)<br>\nDer Wohlfahrtsverband h&auml;lt dieses Prinzip f&uuml;r eine Verzerrung und legt seinen Berechnungen deshalb Durchschnittseinkommen knapp oberhalb der Armutsschwelle zugrunde. Zudem bezieht der Verband &ndash; anders als in der offiziellen Berechnung &ndash; auch einzelne Konsumausgaben wie etwa Tabak oder Reinigungsausgaben mit ein.<br>\nAuf dieser Grundlage m&uuml;ssten auch die weiteren Regels&auml;tze deutlich angehoben werden: \n<ul>\n<li>f&uuml;r Ehegatten und Partner um 190 Euro von 389 Euro auf 580 Euro,<\/li>\n<li>f&uuml;r junge Erwachsene bis 25 Jahre um 170 Euro von 345 Euro auf 515 Euro,<\/li>\n<li>f&uuml;r 14- bis 17-j&auml;hrige Kinder um 126 Euro von 328 Euro auf 454 Euro,<\/li>\n<li>f&uuml;r 6- bis 13-j&auml;hrige Kinder um 71 Euro von 308 Euro auf 379 Euro,<\/li>\n<li>f&uuml;r bis zu 5-j&auml;hrige Kinder um 68 Euro von 250 Euro auf 318 Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die j&auml;hrlichen Mehrausgaben des Staates daf&uuml;r w&uuml;rden laut Parit&auml;tischem Gesamtverband 14,5 Milliarden Euro betragen. Allerdings h&auml;tte sich aus Sicht des Verbands mit einer solchen Erh&ouml;hung auch das Problem relativer Armut faktisch erledigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-der-paritaetische-wohlfahrtsverband-fordert-eine-erhoehung-auf-644-euro-a-00000000-0002-0001-0000-000173100130\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Studie_Was_der_Mensch_braucht_2015.pdf\"><em>Was der Mensch braucht<\/em><\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47007#h07\"><em>Hartz IV: Wie die Bundesregierung die Regels&auml;tze niedrig rechnet<\/em><\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Den kompletten &bdquo;Monitor&ldquo;-Bericht <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/hartz-vier-114.html\">k&ouml;nnen Sie hier<\/a> nachlesen bzw. ansehen.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Kinder, Jugendliche und Hartz IV: Kreis-, Gro&szlig;stadt- und L&auml;ndervergleich 2019 &ndash; neu berechnet<\/strong><br>\nDie 401 Kreise von Gelsenkirchen bis Pfaffenhofen a.d.Ilm, die 15 Gro&szlig;st&auml;dte von Essen bis M&uuml;nchen und die 16 L&auml;nder von Bremen bis Bayern: Ein Kreis-, Gro&szlig;stadt- und L&auml;ndervergleich der vom Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) neu berechneten SGB II-Quoten (Hartz IV) &ndash; in sechs Altersgruppen (0 bis unter 3, 3 bis unter 6, 6 bis unter 15, 15 bis unter 18, 0 bis unter 15 und 0 bis unter 18 Jahre) &ndash; auf Grundlage der Bev&ouml;lkerungsfortschreibung bis Ende 2019 und Daten der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nIn der Altersgruppe unter 18 Jahre reichten die SGB II-Quoten (hier immer: Anteil der unverheirateten Kinder und Jugendlichen, die in Familien &ndash; amtlich: Bedarfsgemeinschaften &ndash; lebten, die auf SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Hartz IV) angewiesen waren, an der altersgleichen Bev&ouml;lkerung) Ende 2019 im Kreisvergleich von 41,0 Prozent in Gelsenkirchen und 35,0 Prozent in Bremerhaven bis 1,8 Prozent in Pfaffenhofen a.d.Ilm, im Gro&szlig;stadtvergleich von 32,7 Prozent in Essen bis 10,0 Prozent in M&uuml;nchen und im L&auml;ndervergleich von 31,4 Prozent im Land Bremen bis 6,3 Prozent in Bayern &ndash; bei einer SGB II-Quote in der Altersgruppe unter 18 Jahre von 13,7 Prozent im Bundesdurchschnitt. (Westdeutschland 13,0 Prozent; Ostdeutschland 16,8 Prozent; 15 Gro&szlig;st&auml;dte einschlie&szlig;lich Region Hannover 21,4 Prozent, &bdquo;Bundesrepublik ohne Gro&szlig;st&auml;dte&ldquo; 12,0 Prozent).<br>\nDie SGB II-Quoten und Berechnungsgrundlagen f&uuml;r alle Kreise, Gro&szlig;st&auml;dte und L&auml;nder (Bev&ouml;lkerungsstand, Kinder und Jugendliche in SGB II-Bedarfsgemeinschaften) finden Sie in den BIAJ-Materialien. (u.a. den L&auml;nder- und Gro&szlig;stadtvergleich Ende 2019 auf Seite 3 und Ende 2018 auf Seite 15; die 15 Kreise mit den h&ouml;chsten bzw. niedrigsten SGB II-Quoten u18 auf Seite 27 und 28) Die gesamten BIAJ-Materialien vom 07. September 2020 finden Sie hier: Download_BIAJ20200907 (PDF: zwei Text- und 26 Tabellenseiten)<br>\nAuszug aus BIAJ-Tabelle 1 (Seite 3 im PDF-Download) und Tabelle 3 und 4 (Seite 27 und 28 im PDF-Download) siehe unten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1435-kinder-jugendliche-und-hartz-iv-kreis-grossstadt-und-laendervergleich-2019-neu-berechnet.html\">BIAJ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Feststellung einer epidemischer Lage von nationaler Tragweite bleibt<\/strong><br>\nDer Bundestag hat am Donnerstag, 17. September 2020, den Gesetzentwurf der FDP-Fraktion zur Weitergeltung von Rechtsverordnungen und Anordnungen aus der epidemischen Lage von nationaler Tragweite angesichts der Covid-19-Pandemie (Covid-19-Rechtsverordnungsweitergeltungsgesetz, 19\/20042) abgelehnt. Die Koalitionsfraktionen und die AfD stimmten dagegen, die Linksfraktion und die Gr&uuml;nen enthielten sich.<br>\nEbenfalls abgelehnt wurde ein Antrag der FDP mit dem Titel &bdquo;Epidemische Lage von nationaler Tragweite beenden &ndash; Bev&ouml;lkerung weiter sch&uuml;tzen, Parlamentsrechte wahren&ldquo; (19\/20046). Nur die AfD stimmte mit der FDP, w&auml;hrend die Koalitionsfraktionen den Antrag ablehnten und die Linksfraktion und die Gr&uuml;nen sich enthielten. Mit den Stimmen von CDU\/CSU, SPD und AfD fand zudem ein Antrag von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zur Einrichtung eines unabh&auml;ngigen Pandemierates (19\/20565) keine Mehrheit. Die FDP und die Linksfraktion hatten mit den Gr&uuml;nen f&uuml;r den Antrag gestimmt. Zu beiden Antr&auml;gen hatte der Gesundheitsausschuss eine Beschlussempfehlung vorgelegt (19\/22597).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2020\/kw38-de-covid-791762\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Besonders bedauerlich ist, dass sich zum linken, progressiven Lager verstehende Parlamentsmitglieder der Linie der Bundesregierung folgen. Sie sollten sich weniger auf die kumulierten, wenig aussagekr&auml;ftigen Zahlen der Massenmedien verlassen.<br>\nBitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64554\">Covid-19 &ndash; ein europaweiter Zahlenvergleich zeigt, wie unbegr&uuml;ndet und manipulativ der derzeitige Alarmismus ist<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63898\">Covid-19 &ndash; erfreulich undramatische Daten rechtfertigen keine dramatischen Eingriffe<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ungleichheit in der Corona-Gesellschaft: Vertiefung der Kluft zwischen Arm und Reich<\/strong><br>\nGro&szlig;unternehmen krisenresistenter Branchen wie Lebensmittel- und Versandhandel, Digitalwirtschaft und Pharmaindustrie realisierten Extraprofite. Die lange Liste jener Konzerne, die von der pandemischen Ausnahmesituation profitiert haben, reicht von A wie Amazon bis Z wie Zalando. Auch jene, denen ein Lieferservice, eine Drogerie oder ein Baumarkt geh&ouml;rte, waren in einer g&uuml;nstigeren Position als BesitzerInnen eines Reiseb&uuml;ros.<br>\nDie durch das Coronavirus bewirkte Zerst&ouml;rung von Lieferketten und Vertriebsstrukturen, der Verlust von Absatzm&auml;rkten sowie die als Reaktion auf die Pandemie beh&ouml;rdlich verordnete Schlie&szlig;ung von Gesch&auml;ften, Gastst&auml;tten, Hotels, Clubs, Kinos, Theatern und anderen Einrichtungen hatten erhebliche wirtschaftliche Einbu&szlig;en f&uuml;r die dort T&auml;tigen, aber auch Konkurse und K&uuml;ndigungen zur Folge. Unter dem Druck der Rezession kauften mehr Familien bei Lebensmittel-Discountern ein, wodurch die Besitzer von Ladenketten wie Aldi oder Hofer noch reicher geworden sind. Schon vor der Pandemie wurde das Privatverm&ouml;gen von Dieter Schwartz, dem Eigent&uuml;mer von Lidl und Kaufland, mit 41,5 Milliarden Euro veranschlagt.<br>\nW&auml;hrend des Lockdowns und der Rezession rutschten mehr Girokonten von GeringverdienerInnen ins Minus, weshalb gerade die &auml;rmsten KontoinhaberInnen hohe Dispo- und &Uuml;berziehungszinsen zahlen mussten, wodurch die Besitzer von Banken ihr Verm&ouml;gen gemehrt haben. Vergleichbares gilt f&uuml;r die Kassen- bzw. Liquidit&auml;tskredite &uuml;berschuldeter Gemeinden, die geringere Steuereinnahmen, aber h&ouml;here Sozialausgaben als vor der Covid-19-Pandemie hatten. Daher hat die &ouml;ffentliche Armut zugenommen, w&auml;hrend der private Reichtum weniger Hochverm&ouml;gender gestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/ungleichheit-in-corona-gesellschaft\/\">Christoph Butterwegge in A&amp;W blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesrat verabschiedet Kl&ouml;ckner-Reform: Weniger Lebensmittelkontrollen in Risiko-Betrieben<\/strong><br>\nSchon jetzt sind die meisten Lebensmittel&auml;mter unterbesetzt. Etwa jede dritte vorgeschrieben Kontrolle in Lebensmittelunternehmen f&auml;llt aus. Doch statt den Personalstand den Aufgaben anzupassen, werden nun die Aufgaben der &Auml;mter dem Personalmangel angepasst. Die personelle Situation wird sich dadurch noch weiter versch&auml;rfen: Denn wie viele Kontrolleurinnen und Kontrolleure eingestellt werden, h&auml;ngt vor allem auch davon ab, wie viele Pflichtkontrollen vorgeschrieben sind. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Deutlich mehr Lebensmittelkontrollen&ldquo; insgesamt und eine &bdquo;st&auml;rkere Ausrichtung der Kontrollen auf neuralgische Punkte&ldquo; durch zus&auml;tzliche Kontrollen in &bdquo;Problembetrieben&ldquo; &ndash; mit diesen Versprechen hatten Julia Kl&ouml;ckner und ihr Ministerium f&uuml;r die Reform geworben. Doch diese Aussagen sind durch den Entwurf schlicht nicht gedeckt. Das hat auch ein juristisches Gutachten best&auml;tigt: &bdquo;Die Neuregelung w&uuml;rde im Gegensatz zu den Bekundungen der Bundesregierung aller Voraussicht nach zu einer deutlichen Reduzierung der Gesamtzahl an Kontrollen f&uuml;hren&rdquo;, so Prof. Dr. Ekkehard Hofmann, Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht an der Universit&auml;t Trier, in seiner Analyse des Kl&ouml;ckner-Entwurfs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2020\/bundesrat-verabschiedet-kloeckner-reform-weniger-lebensmittelkontrollen-in-risiko-betrieben\/\">foodwatch<\/a>\n<p>Dazu: <strong>&bdquo;Gerade bei den Risikobetrieben werden Regelkontrollen zur&uuml;ckgefahren&ldquo;<\/strong><br>\nFoodwatch-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Martin R&uuml;cker wirft Landwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner (CDU) im Zusammenhang mit der Reform der Lebensmittel&uuml;berwachung bewusste T&auml;uschung der &Ouml;ffentlichkeit vor. Die Reform werde nicht zu mehr, sondern zu weniger Kontrollen in Problembetrieben f&uuml;hren, sagte R&uuml;cker im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/reform-der-lebensmittelkontrolle-gerade-bei-den.694.de.html?dram:article_id=484326\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Bundesregierung und insbesondere Bundesministerin Kl&ouml;ckner setzen sich offenbar weiterhin zugunsten von Konzernen &ndash; und zum Nachteil der Verbraucherschaft &ndash; ein. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54843#h14\">Party im Stall!<\/a> und Die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h10\">Scheuer aus&rsquo;m Landwirtschaftsministerium<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unser Haus brennt<\/strong><br>\nSind Ihnen in den letzten Sp&auml;tsommer-Tagen auch schon mal die besonders kr&auml;ftig strahlenden Sonnenunterg&auml;nge aufgefallen? Den Grund hierf&uuml;r nennt im neuen &ldquo;Spiegel&rdquo; der Kollege Gerald Traufetter.<br>\n&ldquo;Der Rauch der Waldbr&auml;nde in Kalifornien zog in der Erdatmosph&auml;re bis nach Deutschland &hellip; Das abendliche Schauspiel erinnert daran, warum die steigenden Temperaturen den Wasserkreislauf der Erde ver&auml;ndern und W&auml;lder h&auml;ufiger brennen. Und es zeigt uns, dass der Aussto&szlig; von CO2 ein globales Problem ist. Ein Pr&uuml;fung f&uuml;r die gesamte Menschheit.&rdquo;<br>\nMan muss hier hinzuf&uuml;gen: Ein Pr&uuml;fung vor allem f&uuml;r die reiche Menschheit, denn ein Europ&auml;er produziert etwa 20mal mehr CO2 als ein Afrikaner. [&hellip;]<br>\nVerbrenner sind Oldtimer<br>\nSeit &uuml;ber 30 Jahren diskutiert die Welt die Probleme der Klimaerhitzung. Jetzt l&auml;sst sich das Thema nicht mehr l&auml;nger verdr&auml;ngen oder vertagen.<br>\nEs brennt jetzt. Das hei&szlig;t konkret und praktisch:<br>\nJetzt muss die CO2-Steuer von 25 Euro je Tonne deutlich erh&ouml;ht werden,<br>\njetzt m&uuml;ssen die Milliarden-Subventionen f&uuml;r klimasch&auml;dliches Wirtschaften und Verhalten gestrichen werden,<br>\njetzt mit dem neuen EEG (Erneuerbares Energien-Gesetz) muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien um das Vierfache beschleunigt werden<br>\njetzt muss der Kohleausstieg begonnen und bis 2030 abgeschlossen werden<br>\njetzt m&uuml;ssen die Grenzwerte f&uuml;r Autoabgase von 90 auf 75 Gramm pro Tonne CO2 gesenkt werden. Verbrenner sind Oldtimer. Die Zukunft f&auml;hrt elektrisch.<br>\nDas alles wird teuer?<br>\nRichtig. Aber das Nichtstun wird noch viel teurer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Unser-Haus-brennt-4906272.html\">Franz Alt auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Ein Werbetrick, um gezielt Minderj&auml;hrige als Soldaten anzuwerben&ldquo;<\/strong><br>\nMit ihrem neuen freiwilligen Wehrdienst will Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die Zahl der Reservisten aufstocken. Kritiker sprechen von einem &bdquo;Werbetrick&ldquo;, um gezielt Minderj&auml;hrige anzuwerben. Und sie warnen vor ernsten Gefahren f&uuml;r die Jugendlichen.<br>\nEs klingt nach Heimatverbundenheit, Engagement und Patriotismus: Das Pilotprojekt &bdquo;Dein Jahr f&uuml;r Deutschland &ndash; freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz&ldquo; ist der Versuch von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), mehr junge Leute f&uuml;r die Bundeswehr zu interessieren &ndash; auch solche, die lieber keinen Auslandseinsatz riskieren wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article216136508\/Wehrdienst-fuer-Heimatschutz-Ein-Werbetrick-um-gezielt-Minderjaehrige-als-Soldaten-anzuwerben.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es sollte der &bdquo;christlichen&ldquo; Bundesministerin Kramp-Karrenbauer zu denken geben, wenn selbst das ihr nahestehende &bdquo;Springer&ldquo;-Medium diesen &bdquo;Werbetrick&ldquo; sogar recht massiv anprangert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Geplantes Anti-Hass-Gesetz &bdquo;nicht verfassungskonform&ldquo;<\/strong><br>\nPatrick Breyer, Politiker der Piratenpartei Deutschland, spricht sich gegen das geplante Anti-Hass-Gesetz aus. Die Internetnutzung Einzelner in weitem Umfang auszuspionieren ohne die Voraussetzung einer schweren Straftat sei verfassungswidrig, sagte er im Dlf. Es diene der Bek&auml;mpfung von Hass im Netz wenig.<br>\nDas geplante Gesetz gegen Hasskriminalit&auml;t im Internet soll Beh&ouml;rden mehr M&ouml;glichkeiten geben, gegen Hasskriminalit&auml;t vorzugehen. So m&uuml;ssen die Anbieter von Online-Plattformen in Zukunft die Kommentare von sich aus an das Bundeskriminalamt (BKA) melden m&uuml;ssen, inklusive der Daten der Nutzer. Nach Ansicht der Kritiker w&uuml;rde im weitem Umfang die Internetnutzung Einzelner &bdquo;ausspioniert&ldquo; oder Daten von Menschen, die nicht direkt im Zusammenhang mit einer Straftat st&uuml;nden, mit ausgewertet.<br>\nZu den Kl&auml;gern, die sich gegen zu weitgehende Zugriffsrechte der Ermittlungsbeh&ouml;rden wehren, geh&ouml;rt Patrick Breyer. Er ist B&uuml;rgerrechtler, Jurist und Politiker der Piratenpartei Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/breyer-piratenpartei-geplantes-anti-hass-gesetz-nicht.694.de.html?dram:article_id=484397\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sind Sie unzufrieden mit den Medien? Dann kommen Sie zum Dialog mit der FR<\/strong><br>\nDiesen selbstkritischen Fragen m&uuml;ssen wir Medien uns stellen<br>\nWie schon erw&auml;hnt: All dies bedeutet nicht, den Journalismus von jeder Mitverantwortung f&uuml;r die schwierige Beziehung zu Teilen seines Publikums freizusprechen. Es gibt eine Reihe von Fragen, denen wir Medien uns tats&auml;chlich stellen m&uuml;ssen, und zwar st&auml;rker als bisher auch im Gespr&auml;ch mit unseren Leserinnen und Lesern:\n<ul>\n<li>Ist die Beziehung zwischen Berichterstattenden und den &bdquo;Gegenst&auml;nden&ldquo; ihrer Berichterstattung &ndash; etwa Politikerinnen oder m&auml;chtigen Interessenvertretern &ndash; nicht wirklich manchmal zu eng?<\/li>\n<li>Besteht die Gefahr, dass das regelm&auml;&szlig;ige Geben und Nehmen (zum Beispiel im Zusammenhang mit Exklusiv-Informationen) zu unguter Vertraulichkeit und gemeinsamen Denkmustern f&uuml;hrt?<\/li>\n<li>K&ouml;nnte es sein, dass das auf Kosten der notwendigen Distanz zu gehen droht? Mindert es wom&ouml;glich die Aufmerksamkeit f&uuml;r Meinungen beziehungsweise Akteurinnen und Akteure, die im etablierten Politikbetrieb (noch) nicht ernst genommen werden?<\/li>\n<li>Sind wir uns immer der Tatsache bewusst, dass wir nicht die reine Wahrheit kennen, sondern nur das Bild, das wir uns bei allem Bem&uuml;hen um Wahrhaftigkeit von ihr machen? Und machen wir das den Leserinnen und Lesern ausreichend deutlich?<\/li>\n<li>Passen wir ausreichend auf, in der Konkurrenz um Auflagen, Klicks und Aufmerksamkeit nicht in Methoden des Boulevards zu verfallen, also etwa in &uuml;bertriebenen Sensationalismus, &uuml;berm&auml;&szlig;ige Personalisierung komplexer Themen oder unzul&auml;ssige Vereinfachung?<\/li>\n<li>Gelingt es uns bei allem Anspruch trotzdem, die Balance zwischen Komplexit&auml;t und guter Verst&auml;ndlichkeit zu wahren in der Art, wie wir berichten?<\/li>\n<li>Schlie&szlig;lich auch: Wie entkommen wir dem Spannungsverh&auml;ltnis zwischen der privatwirtschaftlichen Organisation von (Print-)Medien und ihrer gesellschaftlichen Aufgabe als unabh&auml;ngiger Kontrollinstanz? Sind betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten, also letztlich Sparzw&auml;nge, die irgendwann auf Kosten der Qualit&auml;t gehen m&uuml;ssen, wirklich das letzte Wort?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Text, so hie&szlig; es am Anfang, ist ein Angebot. Ein Angebot, &uuml;ber die hier angerissenen Fragen eine offene Debatte zu f&uuml;hren &ndash; allerdings weder im Vorwurfs- noch im Verschw&ouml;rungston, sondern in der gegenseitigen Anerkennung des wichtigsten Wunsches, den Medien mit ihren Nutzerinnen und Nutzern teilen sollten: Dass wir in dieser Gesellschaft zu einem Meinungsaustauch (zur&uuml;ck)finden, der auf der Wertsch&auml;tzung unterschiedlicher Auffassungen und Sichtweisen gr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/medien-kritik-corona-berichterstattung-krisengespraech-frankfurt-rundschau-fr-luegenpresse-glaubhaftigkeit-themen-90045742.html\">Stephan Hebel in Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Das Beste an diesem Artikel sind die darin gestellten Fragen. Gut, die Gespr&auml;chseinladung, die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-64987","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=64987"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64987\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64991,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64987\/revisions\/64991"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=64987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=64987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=64987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}