{"id":6499,"date":"2010-08-17T09:17:17","date_gmt":"2010-08-17T07:17:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6499"},"modified":"2011-02-10T09:04:45","modified_gmt":"2011-02-10T08:04:45","slug":"hinweise-des-tages-1204","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6499","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Trotz Rekordwachstum keine Feierlaune; Jojo-Effekt; Paradies f&uuml;r Finanzjongleure; Haiders Erbe; Atomdeal; Auswirkungen der Finanzkrise auf die Altersvorsorge; legaler Betrug bei Lebensmittel; Google is watching you; freie Welt im W&uuml;rgegriff; doppelte Schuldenbremse in Schwaben; Stuttgart 21; SPD und die Rente mit 67; mit Note 2 zu schlecht f&uuml;r den Master; Einfach-Grundsteuer; britischer H&auml;usermarkt in Talfahrt; mit warmen Worten gegen Hunger; das Allerletzte. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Trotz Rekordwachstum keine Feierlaune<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der ungesunde Jojo-Effekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Haider: Ein skandal&ouml;ses Erbe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Atomdeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Studie: Auswirkungen der Finanzkrise auf die Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Altern ist Leben &ndash; Ist es auch finanzierbar?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bildungs-Chipkarte: Auf die falsche Karte gesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wir werden legal betrogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Google is watching you<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Eine freie Welt im W&uuml;rgegriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Schuldenbremse &ndash; M&uuml;hlhausen l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Wowereit: Die sozialen Unterschiede sind krasser geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Tony Judt: Sozialdemokratie der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Linken Bashing &ndash; Aus Mangel an Inhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Mit Note 2 zu schlecht f&uuml;r den Master<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Radikale Reform: S&uuml;dl&auml;nder planen Einfach-Grundsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Krisenherd: Britischer H&auml;usermarkt vor neuer Talfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Mit warmen Worten gegen den gro&szlig;en Hunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Das allerletzte: Sp&auml;ter in Rente! Rettet das Deutschland?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6499&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Trotz Rekordwachstum keine Feierlaune<\/strong><br>\nObwohl die deutsche Wirtschaft um 2,2% gewachsen ist, geht die B&ouml;rse in den Keller<br>\nDas Verhalten k&ouml;nnte widerspr&uuml;chlicher nicht sein, scheinbar. Am Freitag wurde verk&uuml;ndet, dass die deutsche Wirtschaft im 2. Quartal um 2,2% gewachsen ist. Sollte da nicht Feierstimmung aufkommen, wenn nach der Rezession und langen Monaten mit geringen Wachstumsraten, die gr&ouml;&szlig;te europ&auml;ische Wirtschaft so stark gewachsen ist, wie seit der Wiedervereinigung nicht? An der B&ouml;rse in Frankfurt verlor der DAX aber 0,4%. Denn eigentlich ist der Fachwelt klar, dass nur eine Reihe von Sondereffekten zu diesem Ergebnis f&uuml;hrte, sich in der der Weltwirtschaft aber dunkle Wolken verdichten. Auf den heimischen Konsum kann der Aufschwung nicht bauen. Der Blick &uuml;ber die Grenze treibt den Analysten tiefe Sorgenfalten auf die Stirn.<br>\nJubeln will angesichts des deutschen Quartalergebnisses in der Fachwelt niemand so richtig. Dabei gab es ein solches Wachstum von 2,2% im Vergleich zum Vorquartal &ldquo;noch nie im vereinigten Deutschland&rdquo;, gab das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag bekannt. Der zum Jahreswechsel 2009\/2010 ins Stocken geratene Aufschwung der deutschen Wirtschaft habe sich damit &ldquo;eindrucksvoll zur&uuml;ckgemeldet&rdquo;, f&uuml;gt Destatis an.<br>\nSo richtig begeistert dar&uuml;ber zeigt sich der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP). &ldquo;Es ist eine echt erfreuliche Entwicklung&rdquo;, meinte er. Sein Optimismus sei sogar noch &uuml;bertroffen worden, weshalb er sogar von einem &ldquo;Aufschwung XL in Richtung XXL&rdquo; spricht: &ldquo;Exporte brummen, die Investitionen nehmen langsam aber stetig zu, das Konsumklima verbessert sich.&rdquo; Es best&uuml;nden gute Chancen, dass sich die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und der Konjunkturaufschwung sogar noch &ldquo;gegenseitig verst&auml;rken&rdquo;. Daf&uuml;r machte er auch das schwarz-gelbe Wachstumsbeschleunigungsgesetz verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33133\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Am 24. August wird das Statistische Bundesamt detaillierte Informationen zur BIP-Entwicklung des 2. Quartals 2010 ver&ouml;ffentlichen. Es bleibt abzuwarten, welche Faktoren f&uuml;r den BIP-Anstieg um 2,2% gegen&uuml;ber dem 1. Quartal 2010 verantwortlich sind. Sollte dieser BIP-Anstieg z.B. zu einem wesentlichen Teil aus einem Lagerbestandsaufbau der hiesigen Unternehmen resultieren, dann handelt es sich um einen Sondereffekt, der sich nicht in die Zukunft fortschreiben l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der ungesunde Jojo-Effekt<\/strong><br>\nDer Aufschwung ist XL und der Jubel dar&uuml;ber f&auml;llt &uuml;berschw&auml;nglich aus. Dabei ist das Auf und Ab auf Dauer kaum vertr&auml;glich f&uuml;r die deutsche Wirtschaft. Ges&uuml;nder w&auml;ren moderatere Ausschl&auml;ge &ndash; wie zum Beispiel in Frankreich.<br>\nDie deutschen &Ouml;konomen &uuml;berschlagen sich vor Begeisterung: Um mehr als drei Prozent d&uuml;rfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr zulegen, sagen die meisten von ihnen. Grund f&uuml;r den &uuml;berschw&auml;nglichen Gef&uuml;hlsausbruch ist das sagenhafte Wachstum von 2,2 Prozent im Fr&uuml;hlingsvierteljahr &ndash; das gr&ouml;&szlig;te Quartalswachstum seit der Wiedervereinigung. Das ist einerseits erfreulich.<br>\nAndererseits erlebt die hiesige Wirtschaft damit einen Jojo-Effekt, der auf lange Sicht kaum gesund sein kann &ndash; nach einem starken Einbruch findet jetzt eine starke Aufholjagd statt. Die Konjunkturdaten zeigen zudem, dass das Wachstum in Deutschland im Winter 2009 keineswegs stockte, sondern sich die stetig positive Entwicklung fortsetzte. Im aktuellen Wachstumssprung erreicht die Entwicklung ihren vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt.<br>\nUrspr&uuml;nglich hatten die Statistiker f&uuml;r das Ende 2009 noch Stagnation vorhergesagt. Das war seinerzeit Wasser auf den M&uuml;hlen von Konjunkturskeptikern und Pessimisten, die sich in ihrer Doomsday-Ansicht best&auml;tigt f&uuml;hlten. Im Fr&uuml;hling und jetzt im Sommer revidierte Destatis das Bruttoinlandsprodukt unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit nach oben &ndash; sodass heute ein Plus von 0,3 Prozent f&uuml;r Ende 2009 steht. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit dem ersten Vierteljahr dieses Jahres &ndash; hier wurde das Wachstum jetzt deutlich von 0,2 auf 0,5 Prozent nach oben korrigiert.<br>\nSo erfreulich diese Aufholjagd ist, der Beobachter darf sich nicht t&auml;uschen lassen. Die hiesige Wirtschaft w&auml;chst blo&szlig; so stark, weil sie im vergangenen Jahr mit minus 4,7 Prozent auch historisch tief gefallen ist. Das liegt an der starken Exportorientierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:starke-wirtschaftsdaten-der-ungesunde-jojo-effekt\/50156480.html\">FTD<\/a>\n<p><strong>Darstellung des Jojo-Effekts:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100817_bip_preisbereinigt.png\" title=\"Zur Vergr&ouml;&szlig;erung bitte klicken\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100817_bip_preisbereinigt_th.gif\" alt=\"Grafik: BIP preisbereinigt, verkettet\" title=\"BIP preisbereinigt, verkettet\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Grafiken\/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen\/Diagramme\/Wachstum.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es scheint zumindest zweifelhaft, dass sich die leise Hoffnung des FTD-Kommentators Mathias Ohanian bez&uuml;glich einer g&uuml;nstigeren Entwicklung des privaten Verbrauchs erf&uuml;llen wird. Siehe hierzu &ldquo;Kein Boom: Konsum lahmt weiter&rdquo; (<a href=\"?p=6480#h01\">&ldquo;Hinweise des Tages vom 16. August 2010&rdquo;, Ziffer 1b<\/a>).<br>\nDas Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) zeigt in der Analyse &ldquo;Einseitige Exportanalyse belastet Wachstum &ndash; Frankreich besser als Deutschland&rdquo;, dass sich die franz&ouml;sische Volkswirtschaft im Zeitraum 1998 bis 2009 im Vergleich zu Deutschland in der Tat besser entwickelt hat. Das <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_1_2010.pdf\">IMK schreibt einleitend [PDF &ndash; 104 KB]<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Die Vorw&uuml;rfe der franz&ouml;sischen Finanzministerin Christine Lagarde, Deutschland f&ouml;rdere seine Exporte durch geringe Lohnzuw&auml;chse auf Kosten der anderen L&auml;nder des Euroraumes, wurden in Deutschland weitgehend mit Emp&ouml;rung aufgenommen. Lagardes Forderung, die binnenwirtschaftliche Dynamik zu st&auml;rken, um insbesondere den Defizitl&auml;ndern des Euroraumes h&ouml;here Exporte nach Deutschland zu erm&ouml;glichen, st&ouml;&szlig;t auf starken Widerspruch von Politik und Medien, die die Gefahr von Wachstumsverlusten sehen. Vorherrschend ist die Sorge, man wolle Deutschland f&uuml;r die wirtschaftspolitischen Fehler anderer L&auml;nder b&uuml;&szlig;en lassen. Dies ist eine v&ouml;llig falsche Sichtweise. Denn Deutschland w&uuml;rde bei kr&auml;ftigerer Binnenwirtschaft selbst am meisten gewinnen, wie ein Vergleich mit Frankreich zeigt.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Obwohl sich die Lohnst&uuml;ckkosten der franz&ouml;sischen Volkswirtschaft im Zeitraum 1998 bis 2009 nahezu exakt am Stabilit&auml;tskriterium der EZB (1,9% Zielinflationsrate) orientierten, hat auch Frankreich seit der Fixierung der Euro-Umtauschkurse gegen&uuml;ber Deutschland an Wettbewerbsf&auml;higkeit eingeb&uuml;sst. Eine Fortsetzung des deutschen Lohndumpings droht sich somit auch zu einer Gefahr f&uuml;r die franz&ouml;sische Wirtschaft und damit zu einer weiteren Belastung f&uuml;r die Eurozone zu entwickeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein skandal&ouml;ses Erbe<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich  versinkt gerade in einem Meer vermutlich echter und wahrscheinlich falscher Skandale, in denen Haider eine Rolle spielt. Ermittelt wird quer durchs Strafgesetzbuch. Unter anderem geht es um Untreue, Beihilfe zur Untreue, Bestechung, Steuerhinterziehung und Geldw&auml;sche.<br>\nMan kann die Geschichten gar nicht so schnell erz&auml;hlen, wie sie auftauchen. Da ist der echte Hypo-Alpe-Adria-Skandal mit rund f&uuml;nfzig mehr oder minder schwer belasteten Verd&auml;chtigen. Da sind die Privatisierungen und die R&uuml;stungsgesch&auml;fte, bei denen Gefolgsleute von Haiders Rechtspartei FP&Ouml; auff&auml;llig gut kassierten. Der Verkauf der Bundeswohngesellschaften (Buwog) etwa ist nur ein Beispiel f&uuml;r Millionengaunereien mittels Provision.<br>\nDie &ouml;sterreichische Staatsb&uuml;rgerschaft war in K&auml;rnten f&uuml;r eine Million Euro zu haben, &ouml;ffentliche Bauauftr&auml;ge waren ein Teil der Parteienfinanzierung. Bakschisch-Politik war die herrschende Ideologie. Einige neuere Spuren f&uuml;hren (m&ouml;glicherweise im doppelten Wortsinn) in die W&uuml;ste: Haider war viermal in Libyen und dreimal im Irak. Die Frage ist: Hat der irakische Diktator Saddam Hussein, ein gro&szlig;er Geizhals, Haider mit Millionen Dollar ausstaffieren lassen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/haider-und-die-hypo-alpe-adria-ein-skandaloeses-erbe-1.988456\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Atomdeal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verdacht der K&auml;uflichkeit<\/strong><br>\nDer m&ouml;gliche Atomdeal der Bundesregierung mit den vier gro&szlig;en Energieversorgern versetzt das politische Berlin zum Ende der Sommerpause in Aufruhr. &bdquo;Es droht eine energiepolitische Irrfahrt und eine undemokratische Festlegung zuk&uuml;nftiger Mehrheiten&ldquo;, warnte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier im Gespr&auml;ch mit der Frankfurter Rundschau. Sein Gr&uuml;nen-Kollege J&uuml;rgen Trittin warf Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) vor, er sei &bdquo;bereit, dar&uuml;ber zu verhandeln, ob er k&auml;uflich ist&ldquo;. Man m&uuml;sse sich die Frage stellen: &bdquo;Wer regiert eigentlich dieses Land?&ldquo;<br>\nUm die gef&uuml;rchtete Brennelementesteuer zu verhindern, wollen die Kernkraftwerksbetreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW mit der Regierung einen &bdquo;Energiewirtschaftsvertrag&ldquo; schlie&szlig;en. Darin bieten sie 20 bis 30 Milliarden Euro an, verlangen aber im Gegenzug eine Laufzeitverl&auml;ngerung um zw&ouml;lf Jahre und den Verzicht auf die Abgabe. W&auml;hrend die in der Koalition bereits verabredete Brennelementesteuer von j&auml;hrlich 2,3 Milliarden Euro in jedem Fall f&auml;llig w&uuml;rde, sieht der Vertrag ausdr&uuml;cklich vor, dass kein Geld flie&szlig;t, falls die Laufzeitverl&auml;ngerung abgeblasen oder zur&uuml;ckgenommen wird. Auch entfiele die Verpflichtung, wenn &bdquo;die Zahlungen nicht unbeschr&auml;nkt als steuerlich abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben anerkannt werden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/verdacht-der-kaeuflichkeit\/-\/1472596\/4555840\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Kniefall vor der Atomlobby<\/strong><br>\nNicht versch&auml;mt, sondern ganz offen diktieren die vier Stromgiganten ihre Bedingungen. Und Angela Merkels Regierung geht auf das &uuml;ble Spiel ein. So darf sich ein Staat nicht verkaufen. Der &uuml;berm&auml;&szlig;ige Einfluss der Energiewirtschaft auf die deutsche Politik zeigt sich in diesen Tagen an vielen Stellen. Eher putzig mutet die Warnung an, man werde die Atomkraftwerke stilllegen. Niemand glaubt ernsthaft, die Stromunternehmen k&ouml;nnten sich das Gesch&auml;ft mit ihren Meilern selbst kaputtmachen. Schon aufschlussreicher ist die Geschichte vom kurzen Leben der Kohlesteuer. Vergangene Woche hatten sich Finanz-, Umwelt- und Wirtschaftsministerium geeinigt, diese Abgabe als Teil des schwarz-gelben Sparpakets einzuf&uuml;hren. Dann rief Hildegard M&uuml;ller, Merkel-Vertraute und Chefin eines Lobbyverbands, im Kanzleramt an. Wenige Stunden sp&auml;ter war das Vorhaben gestoppt und die Steuer beerdigt.<br>\nWirklich bedrohlich ist das Geschacher um die Brennelementesteuer f&uuml;r die AKW-Betreiber. Auf sie hat sich die Koalition verst&auml;ndigt, ebenfalls als ein Element des Sparpakets. Da mag das Finanzministerium noch so rigide den Hinweis &bdquo;Alternativen: Keine&ldquo; in seinen Referentenentwurf schreiben, die vier Stromkonzerne finden sich nicht damit ab. Und demonstrieren, wer das Sagen in dieser Republik hat. Sie halten sich nicht damit auf, ihre Argumente und Einw&auml;nde vorzutragen. Sie legen der Regierung einen kompletten Vertrag vor, der an die Stelle einer Besteuerung treten soll. Darin bieten sie an, einen einmaligen Ablass in zweistelliger Milliardenh&ouml;he zu zahlen, wenn die Gesellschaft alle Risiken f&uuml;r die weitere Atomnutzung &uuml;bernimmt und von m&ouml;glichen Zusatzgewinnen nichts f&uuml;r sich beansprucht. Ein solcher Vertrag hebelte alle Rechte des Parlaments aus &ndash; und das bei Schl&uuml;sselfragen wie der Besteuerung von Gewinnen und der Sicherheit von Kernkraftwerken. Nicht nur der heutige Bundestag bliebe au&szlig;en vor. Auch k&uuml;nftige Mehrheiten k&ouml;nnten an diesen Festschreibungen nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/kniefall-vor-der-atomlobby\/-\/1472602\/4561452\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studie: Auswirkungen der Finanzkrise auf die Altersvorsorge<\/strong><br>\nErstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Finanz- und Wirtschaftskrise nachhaltige Auswirkungen auf die Altersvorsorgesysteme. Allerdings muss letztlich sowohl in der gesetzlichen Rentenversicherung als auch im Bereich der kapitalgedeckten Vorsorge nur mit &uuml;berschaubaren Verlusten gerechnet werden. Grund daf&uuml;r sind die aktuell gute Erholung der Wirtschaft vom Wachstumseinbruch des Vorjahres und die langfristige Ausrichtung der Altersvorsorgesysteme. Dies ergab eine Studie zu den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Alterssicherung in Deutschland, die Prof. Dr. Bernd Raffelh&uuml;schen und Johannes Vatter vom Forschungszentrum Generationenvertr&auml;ge der Universit&auml;t Freiburg im Auftrag von Union Investment durchgef&uuml;hrt haben.<br>\nInsgesamt rechnen die Autoren in dem wahrscheinlichsten Szenario mit einem langfristig negativen Effekt von rund 2,5 % auf die Wirtschaftsleistung. Dadurch sei auch die gesetzliche Rentenversicherung von der Krise betroffen. Der R&uuml;ckgang des Wirtschaftswachstums f&uuml;hre nach den Berechnungen mittelfristig zu einem um 2,7 % geringeren Rentenwert und somit zu einer Minderung der Altersrenten um rund 200 Mrd. Euro bis zum Jahr 2050. &ldquo;Verglichen mit den Auswirkungen der Rentenreformen der vergangenen 20 Jahre und im Verh&auml;ltnis zur Gesamtsumme der bis zum Jahr 2050 zu zahlenden Altersrenten von knapp 7.000 Mrd. Euro relativiert sich diese Zahl jedoch erheblich&rdquo;, so Raffelh&uuml;schen.<br>\nBei der kapitalgedeckten Vorsorge w&uuml;rden die Verluste zun&auml;chst gr&ouml;&szlig;er erscheinen. Verglichen mit der langfristigen Wertentwicklung habe das Geldverm&ouml;gen der privaten Haushalte etwa sechs Prozent an Wert eingeb&uuml;&szlig;t, was einem Volumen von rund 180 Mrd. Euro entspreche. Betrachte man das gesamte Altersvorsorgeverm&ouml;gen, das hei&szlig;t auch das Immobilienverm&ouml;gen, w&uuml;rden die relativen Verluste jedoch deutlich geringer ausfallen. Im Gegensatz zum Umlageverfahren seien die Verluste einzelner Haushalte bei der kapitalgedeckten Vorsorge n&auml;mlich sehr ungleich verteilt, wodurch der Renditer&uuml;ckgang pro Haushalt im Mittel bei nur rund drei Prozent liege. &ldquo;Die Einbu&szlig;en m&uuml;ssen auch im Verh&auml;ltnis zu den teils deutlichen Ertr&auml;gen im Vorfeld der Krise und potenziellen Renditen betrachtet werden&rdquo;, erl&auml;utert Raffelh&uuml;schen. Somit sei der Verzicht auf Wertpapiere f&uuml;r die Altersvorsorge falsch. &ldquo;Wer f&uuml;r die Altersvorsorge die notwendigen Realrenditen erzielen will, kommt auch zuk&uuml;nftig nicht ohne die Aktienanlage aus&rdquo;, best&auml;tigt auch Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boersenradar.t-online.de\/Aktuell\/Fonds\/Studie-Auswirkungen-der-Finanzkrise-auf-die-Altersvorsorge-1250.html\">T-Online B&ouml;rsenradar<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich bin mir nicht sicher, aber vermutlich handelt es sich um <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/downloads\/pr000065b.pdf\">diese Studie [PDF &ndash; 1.2  MB]<\/a>. Interessant fand ich dabei zun&auml;chst die Grafik &uuml;ber die Entwicklung des Geldverm&ouml;gens:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100817_entwicklung_geldvermoegen.gif\" title=\"Zur Vergr&ouml;&szlig;erung bitte klicken\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100817_entwicklung_geldvermoegen_th.gif\" alt=\"Grafik: Entwicklung des Geldverm&ouml;gens der deutschen Haushalte\" title=\"Entwicklung des Geldverm&ouml;gens der deutschen Haushalte\"><\/a><\/p>\n<p><em>Die Studie stellte die Union Investment vor. Was mir dabei auff&auml;llt, das sind die langen Prognosezeitr&auml;ume: bis 2050. Wirtschaftliche Prognosen &uuml;ber so lange Zeitr&auml;ume sind eher &ldquo;Kaffeesatzleserei&rdquo; als valide. Selbst bezogen auf das laufende Jahr kann die Entwicklung des Wirtschaftswachstums nur sehr unsicher eingesch&auml;tzt werden kann. Ob es einen sog. Double Dip, also einen nochmaligen Einbruch geben wird, ist h&ouml;chst umstritten. Wie sollte man also eine einigerma&szlig;en begr&uuml;ndete&nbsp;Prognose &uuml;ber die n&auml;chsten 40 Jahre machen k&ouml;nnen. Solche Prognosen sind fast ausschlie&szlig;lich von den zugrunde gelegten Annahmen abh&auml;ngig und diese Annahmen sind sehr subjektiv.<br>\nInteressant finde ich das Eingest&auml;ndnis, dass nach den dort gemachten Annahmen sowohl die gesetzliche (umlagefinanzierte) Rentenversicherung als auch kapitalgedeckte private Vorsorge (sogar st&auml;rker) negativ tangiert sein k&ouml;nnten.<br>\nDas Forschungszentrum f&uuml;r Generationenvertr&auml;ge der Uni Freiburg hat den Auftrag f&uuml;r diese Studie von der Union Investment erhalten hat.<br>\nWelches Interesse der Auftraggeber hat, wird deutlich, wenn man auf die &Auml;u&szlig;erungen des Vorstandsvorsitzenden Hans Joachim Reinke achtet. Er wird wie folgt zitiert: &ldquo;Wer f&uuml;r die Altersvorsorge die notwendigen Realrenditen erzielen will, kommt auch zuk&uuml;nftig nicht ohne die Aktienanlage aus&rdquo;. Aus Unsicherheit oder Angst vor den kurzfristigen Kapitalmarktrisiken eine Vogel-Strau&szlig;-Politik zu verfolgen und auf eine renditeorientierte Altersvorsorge zu verzichten, sei grob fahrl&auml;ssig, so der Vorstandsvorsitzende.<br>\nDas Interesse der Union Investment einer der gr&ouml;&szlig;ten Fonds-Vertreiber ist ziemlich klar. Angesichts einer Situation, wo die Anleger sich aus Aktien zur&uuml;ckziehen, besteht nat&uuml;rlich f&uuml;r einen Investment-Fonds ein Interesse, gerade diese Anlageform wieder st&auml;rker zu bewerben.<br>\nAus meiner Sicht unterliegt diese Studie also dem Verdacht, dass zumindest ihre Interpretation und auch die Pr&auml;sentation durch Prof. Raffelh&uuml;schen einem starken Interessenbezug unterliegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gunther Tichy: Altern ist Leben &ndash; Ist es auch finanzierbar<\/strong><br>\nF&uuml;hrt die steigende demografische Belastung zwangsl&auml;ufig zu einer entsprechenden &ouml;konomischen Belastung? Ist eine lebensstandardsichernde Altersversorgung in den n&auml;chsten f&uuml;nf Dekaden wirklich unfinanzierbar? Kann eine Umstellung von der gegenw&auml;rtigen Umlagefinanzierung auf zumindest partielle Kapitaldeckung die Probleme l&ouml;sen? Und: Wie sehen die Betroffenen die Zukunft ihrer Altersversorgung? Die Antworten auf diese Frage zeigen einige Aspekte auf, die in der wissenschaftlichen wie in der politischen Diskussion vernachl&auml;ssigt werden: Erstens, dass im Gegensatz zur demografischen Unterstellung nicht &sbquo;Junge&rsquo; &sbquo;Alte&rsquo; erhalten, sondern Arbeitende Nicht-Arbeitende, also auch Arbeitslose und Fr&uuml;hpensionisten; die &sbquo;volkswirtschaftliche Belastungsquote&rsquo; ist daher derzeit viel h&ouml;her als die demografische, und sie wird weniger stark steigen, weil das Schrumpfen der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter die Zahl der Arbeitslosen und Fr&uuml;hpensionisten reduzieren wird. Zweitens wird die Finanzierung der k&uuml;nftigen Pensionen dar&uuml;ber hinaus dadurch erleichtert, dass auch bei langsamerem Wachstum der Wirtschaft Produktion und Einkommen und damit der Wohlstand in einem Ma&szlig;e zunehmen werden, dass sowohl Junge wie Alte besser leben k&ouml;nnen als heute. Reformen sind zwar unabdingbar, doch netto k&ouml;nnen Alle, &sbquo;Junge&rsquo; wie &sbquo;Alte&rsquo; besser gestellt sein. Drittens zeigt sich, dass das Umlageverfahren die Altersversorgung st&auml;rker absichert als ihre Alternativen: Allein diese Finanzierungsform kann die wirklich gro&szlig;en Risiken (Krieg, galoppierende Inflation) absichern, allein das Umlageverfahren setzt die Versicherten nicht dem Kapitalmarkt- (Zins-, Aktienkurs-)risiko aus und verhindert die Kapitalakkumulation bei gro&szlig;en institutionellen Anlegern, die in den USA zur Steuerung der gesamten Wirtschaft &uuml;ber den Kapitalmarkt (shareholder value) zu Lasten der &uuml;brigen stakeholder und zu short terminism gef&uuml;hrt hat. Viertens lassen Umfragen deutlich erkennen, dass die europ&auml;ischen B&uuml;rger &ndash; entgegen pausenloser Beteuerung durch Politiker und Massenmedien &ndash; Umverteilung generell wie auch Umverteilung zwischen &sbquo;Jung&rsquo; und &sbquo;Alt&rsquo; nicht blo&szlig; akzeptieren sondern sogar w&uuml;nschen; sie sind bereit f&uuml;r Soziale Sicherheit erforderlichenfalls auch mehr zu bezahlen, sie erwarten Reformen und sind weitgehend bereit, deren Konsequenzen zu tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.exabis.com\/cm362\/fileadmin\/wage\/pdf\/4_Tichy_Altern_ist_Leben.pdf\">INTERVENTION. Zeitschrift fu&#776;r &Ouml;konomie\/Journal of Economics [PDF &ndash; 540 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da versucht die SPD den verheerenden Eindruck der von ihr initiierten Rente-67-Beschl&uuml;ssse &ldquo;scheinbar&rdquo; abzumildern und schon&nbsp; ist die Republik wieder in einer neuen, alten Rentendebatte. Von keinem Sachverstand getr&uuml;bt wird das Kapitaldeckungsverfahren angepriesen bzw. die Rente ab 70 gefordert. Da wird im Presseclub doch tats&auml;chlich Bauarbeitern empfohlen, auf Gewerkschaftsebene Modelle zu entwickeln, wie diese eine zus&auml;tzliche Altersvorsorge ansparen k&ouml;nnten, um ein fr&uuml;hzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu kompensieren. Wo leben denn diese Journalisten? Wolfgang Lieb hat gestern u.a. von diesem <a href=\"?p=6490\">Tiefpunkt von Fernsehjournalismus<\/a> berichtet.<br>\nDer obengenannte Aufsatz ist zwar schon etwas &auml;lter und bezieht sich auf &ouml;sterreichische Daten, dennoch sind die &Uuml;berlegungen von Gunther Tichy von so grunds&auml;tzlicher Natur, dass sie noch lange G&uuml;ltigkeit haben werden. Gunther Tichy ist einer der bedeutendsten &Ouml;konomen im deutschsprachigen Raum. Er hat g&uuml;ltige Standardwerke zur Konjunkturtheorie und -politik geschrieben, seine Forschungen weisen ihn &auml;u&szlig;erst vielseitigen Wissenschaftler aus: Makro&ouml;konomie, europ&auml;ische Wirtschaftspolitik, Strukturwandel, Regionalpolitik, Industrie&ouml;konomik, Forschungs- und Technologiepolitik und seit einigen Jahren &ouml;konomische Probleme des Alterns. Der Leser wird gewiss Aspekte finden, die er so noch nicht ber&uuml;cksichtigt hat: Allein wie er herausarbeitet, dass es gar nicht um jung und alt geht, sondern um die Belastung der Arbeitenden durch Nicht-Arbeitenden (Kinder, Jugendliche, Arbeitslose) und sich damit die demographische Belastung einen viel geringeren Stellenwert erh&auml;lt. Ausgehend vom Jahre 2000, in dem derzeit 4 Mio. Arbeitende etwas mehr als 4 Mio. Nicht-Arbeitende st&uuml;tzen, kommt es im Jahr 2050 (&Ouml;sterreichische Prognose) zwar zu einer Verdopplung der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen, aber die Belastungsquote steigt nur vom 101 Prozent auf 110 Prozent und f&uuml;hrt nicht zu einer Verdopplung der Belastung. Denn die schrumpfende Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt auch zu weniger Kindern und zu einem Mangel an Arbeitskr&auml;ften und damit zu weniger Arbeitslosen. Letzter Effekt z&auml;hlt doppelt, da weniger unterst&uuml;tzt werden m&uuml;ssen und mehr Beitr&auml;ge gezahlt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bildungs-Chipkarte: Auf die falsche Karte gesetzt<\/strong><br>\nEs l&auml;sst nichts Gutes ahnen, was CDU-Sozialministerin Ursula von der Leyen bisher &uuml;ber die geplante Bildungs-Chipkarte f&uuml;r Kinder aus Hartz-IV-Familien verlauten l&auml;sst. Diese Chipkarte soll zumindest teilweise durch Sozialgeld finanziert werden, das sonst zur Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze f&uuml;r bed&uuml;rftige Kinder verwendet werden m&uuml;sste. Zudem sollen &ldquo;Familienlotsen&rdquo; und andere Sachbearbeiter in den Jobcentern dar&uuml;ber entscheiden, welches Kind welche Leistungen auf seine Chipkarte geladen bekommt &ndash; ob es also einen Zuschuss f&uuml;r Musik- und Sportstunden, zum Mittagessen oder eine Lernf&ouml;rderung erh&auml;lt.<br>\nMan kann sich vorstellen, was dabei herauskommt: &Auml;hnlich wie fr&uuml;her bei den &ldquo;einmaligen Leistungen&rdquo; in der Sozialhilfe gew&auml;hren die Jobcenter dann je nach Schulleistung dem einen Kind eine Lernf&ouml;rderung, weil es zu viele F&uuml;nfen schreibt. Das andere bekommt vielleicht Musikunterricht, weil es vor Ort einen Gitarrenlehrer gibt. Und das dritte erh&auml;lt einen Zuschuss zum Mittagessen, weil es in eine Ganztagsschule geht. Der Willk&uuml;r in den ohnehin &uuml;berlasteten Jobcentern &ouml;ffnet das T&uuml;r und Tor. Dass das Geld f&uuml;r die neue Chipkarte eigentlich in einen h&ouml;heren Regelsatz f&uuml;r alle Bed&uuml;rftigen geh&ouml;rt, hat &uuml;berdies einen unangenehmen Beigeschmack.<br>\nEs ist ein Fehler, die Debatte um die Regels&auml;tze f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger mit der Bildungsfrage zu verquicken. Kinder aus benachteiligten Familien brauchen eine breit finanzierte verl&auml;ssliche F&ouml;rderung durch fr&uuml;hen, verpflichtenden Deutschunterricht, F&ouml;rderstunden, Mittagessen, Ganztagsschulpl&auml;tze &ndash; und das kann die Chipkarte nicht leisten. Was jetzt droht, ist auch b&uuml;rokratisches Chaos. Diese politische Energie sollte in andere Projekte zur Bew&auml;ltigung der Bildungsfrage flie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F08%2F17%2Fa0097&amp;cHash=36f95700b2\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wir werden legal betrogen<\/strong><br>\nDie Lebensmittel-Industrie spart, wo sie kann &ndash; und die Politik hilft willig, kritisiert Foodwatch-Chef Thilo Bode im FR-Interview.<br>\nHerr Bode, Gelschinken, Analogk&auml;se aus Speise&ouml;l, Garnelenimitate und Eiscr&egrave;me, ohne Cr&egrave;me. Warum lassen sich die Verbraucher das von der Lebensmittelindustrie bieten?<br>\nEs liegt schlichtweg daran, dass das erstens legal und zweitens f&uuml;r den Verbraucher nicht erkennbar ist. Wir reden bei Lebensmitteln ja vom sogenannten legalen Betrug. Die Konzerne halten alle Vorschriften ein, aber die sind halt viel zu lasch. Bei Tiefk&uuml;hlpizzen kann beispielsweise problemlos suggeriert werden, dass echter K&auml;se drauf ist, tats&auml;chlich ist es oft nur Analogk&auml;se. Oder eine Suppe &bdquo;ohne Geschmacksverst&auml;rker&ldquo; enth&auml;lt zwar kein Mononatriumglutamat, daf&uuml;r aber Hefeextrakt. Der wird zwar nur deshalb eingesetzt, weil er Glutamat enth&auml;lt und geschmacksverst&auml;rkend wirkt, gilt aber laut Gesetz als Zutat. Das ist legaler Betrug.<br>\nSie versuchen seit acht Jahren, das Essen der Deutschen zu retten. Wie weit sind Sie denn gekommen?<br>\nEs ist ein schwieriger Kampf. Foodwatch geht es darum, die Rechte der Verbraucher zu st&auml;rken. Wir m&uuml;ssen uns darauf verlassen k&ouml;nnen, dass wir im Supermarkt gute und gesunde Produkte bekommen. Das ist eine Mindestvoraussetzung, die man in einer Demokratie f&uuml;r die t&auml;gliche Ern&auml;hrung verlangen kann. Auf der rechtlichen Ebene sind wir da kaum vorangekommen.<br>\nAber der Verbraucher hat doch Macht, er stimmt mit jedem Einkauf dar&uuml;ber ab, welche Produkte er haben m&ouml;chte, und welche nicht.<br>\nDer Verbraucher hat keine Macht. Das ist eine Illusion. Er stimmt nat&uuml;rlich jeden Tag im Laden ab. Aber wenn er nicht wei&szlig;, was in den Produkten drin ist und wie sie hergestellt werden, dann wei&szlig; er auch nicht, wor&uuml;ber er abstimmt. Die Verbraucher m&uuml;ssen sich organisieren. Und das versuchen wir. Seit wir vor zwei Jahren angefangen haben, in einer Serie die schlimmsten Lebensmittelbetr&uuml;gereien vorzustellen, hat sich was ge&auml;ndert. Die Verbraucher emp&ouml;ren sich und schreiben den Herstellern eindrucksvolle Briefe, zum Teil wurden deshalb schon Produkte ver&auml;ndert. Das ist nat&uuml;rlich toll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-wir-werden-legal-betrogen-\/-\/1472780\/4555816\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Google is watching you<\/strong><br>\nStra&szlig;enschau f&uuml;r kommerzielle Zwecke: Es gibt keinen Anlass, Google und seiner Datensammlerei mit Street View mehr Vertrauen zu gew&auml;hren als Lidl oder der Bahn.<br>\nStellen wir uns vor, der Staat machte so etwas. Stellen wir uns vor, die CIA f&uuml;hre im Einverst&auml;ndnis mit den deutschen Beh&ouml;rden und im Zuge des Anti-Terror- Kampfes mit Kameraautos durch die deutschen Stra&szlig;en, um &ldquo;Schl&auml;fer&rdquo; aufzusp&uuml;ren. Oder: Das Bundesinnenministerium betriebe als Erg&auml;nzung zur Volksz&auml;hlung eine Hausz&auml;hlung, genannt &ldquo;optische Hauserfassung&rdquo;, und zu diesem Zweck f&uuml;hren durch die Stra&szlig;en diese Autos, auf denen die Kameras montiert sind, die jede Fassade, jeden B&uuml;rgersteig und jede Garage abfotografieren.<br>\nEs k&auml;me zu einem Volksaufstand. Im Internet w&auml;re der Teufel los. Das Verfassungsgericht w&uuml;rde mit Klagen bombardiert. Stellen wir uns weiter vor, es w&uuml;rde bekannt, dass im Zuge der optischen Erfassung (die Beh&ouml;rden bezeichnen das als Panne) im Vorbeifahren Daten aus privaten Wlan-Netzen abgesaugt worden sind. Karlsruhe w&uuml;rde dem Spuk mit einer Eilentscheidung ein Ende machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/bilder-dienst-street-view-google-is-watching-you-1.988457\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eine freie Welt im W&uuml;rgegriff<\/strong><br>\nWarum sollte ein Kinofilm einmal mehr wert sein als der Debattenbeitrag zu Angeln in S&uuml;damerika in einem Forum? Nur, weil irgendjemand Geld f&uuml;r den Film ausgegeben haben wird?<br>\nAndererseits: Warum sollte ein Kunde den Klassiker &ldquo;Taxi Driver&rdquo; nicht in bester Qualit&auml;t genie&szlig;en k&ouml;nnen, nur weil Abermillionen Katzenbilder den Datenstrom des Films verstopfen?<br>\nDas Problem widerstreitender Interessen in der Datenauslieferung und die damit verbundenen &Auml;rgernisse sind so alt wie das World Wide Web. Alle wollen alles, meist zur selben Zeit. That&rsquo;s Netz.<br>\nInzwischen sind aber drei Faktoren immer st&auml;rker geworden, die die faktisch praktizierte Netzneutralit&auml;t, also die Gleichgewichtung aller Daten im Weltstrom, massiv bedrohen:\n<ol>\n<li>Die wirtschaftlichen Interessen der Dienstleistungsanbieter des Netzes, also der Provider, die gerade Morgenluft wittern. Sie wissen, dass sie ihre Rolle als T&uuml;r&ouml;ffner nun noch gewinnbringender einsetzen k&ouml;nnten, denn ohne sie kommt man nicht ins Netz, &uuml;ber ihre Server laufen die Daten.<\/li>\n<li>Das Aufkommen neuer Kommunikationsmedien, die ebenfalls auf das Internet zugreifen, etwa Mobil-Dienste f&uuml;r Smartphones. Und damit das Auftreten neuer Provider.<\/li>\n<li>Und vor allem: das Entstehen von Internetgro&szlig;m&auml;chten wie Google und Facebook, die aufgrund der schieren Nutzermassen, die ihre Dienste derzeit kostenlos in Anspruch nehmen, zu Infrastrukturseiten des Webs geworden sind.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/netzneutralitaet-google-verizon-und-die-folgen-eine-freie-welt-im-wuergegriff-1.988162\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schuldenbremse &ndash; M&uuml;hlhausen l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nDie n&auml;chste Gelegenheit, seinen Durchblick in Sachen Polit&ouml;konomie zu beweisen, bietet sich dem Hessen im M&auml;rz 2011. Dann ist Kommunalwahl, und diese Gelegenheit will die schwarz-gelbe Regierung in Wiesbaden nutzen, um per Volksabstimmung eine Schuldenbremse in der Landesverfassung festzuschreiben. Der entsprechende Gesetzentwurf soll Anfang September in den Landtag eingebracht werden.<br>\nDas ist ein genialer Vorschlag. Zwar wurde erst k&uuml;rzlich eine Schuldenbremse ins Grundgesetz eingebaut. Aber nach den Erfahrungen vor M&uuml;hlhausen geht der Hesse lieber auf Nummer sicher. Es sei &bdquo;besser, wenn wir eine eigene Regelung haben&ldquo;, sagt Florian Rentsch. Der sitzt der FDP-Fraktion im hessischen Landtag vor und nennt als Lieblingsbesch&auml;ftigung &bdquo;Ideen entwickeln&ldquo;, wobei es sich vorzugsweise um Ideen seines &bdquo;Lieblingsdenkers Friedrich August von Hayek&ldquo; handelt, eines marktradikalen &Ouml;konomen, der staatliches Einmischen ins Wirtschaftsgeschehen f&uuml;r Teufelszeug hielt. Also begr&uuml;ndet Rentsch die Schuldenbremse mit S&auml;tzen wie &bdquo;Wir wollen eine Zukunft f&uuml;r unsere Kinder ohne Schulden&ldquo; oder &bdquo;Ich bin froh, dass wir den Mut haben, uns selbst zu binden.&ldquo;<br>\nDie Idee mag im Sinne der Ideologie Hayeks sein, sinnhaftig ist sie nicht. Eher wahnsinnig. Kinder ohne Schulden? Das k&ouml;nnen Rentsch und die anderen Verfechter der Schuldenbremse haben. Denn so, wie sie konstruiert und im Grundgesetz verankert ist, f&uuml;hrt sie langfristig dazu, dass die staatliche Schuldenstandsquote von heute mehr als 70 Prozent der j&auml;hrlichen gesamtwirtschaftlichen Produktion auf rund zw&ouml;lf Prozent sinkt.<br>\nAber ist das nicht prima? Nein. Da er auf seine schwankenden Einnahmen nur bedingt Einfluss hat, muss der Staat, um den Haushalt auszugleichen, unter dem Diktat der Schuldenbremse seine Ausgaben beschneiden, egal wie die Konjunktur gerade l&auml;uft. Das bremst nicht nur das k&uuml;nftige Wirtschaftswachstum, sondern f&uuml;hrt, polemisch formuliert, zu einer Zukunft f&uuml;r unsere Kinder ohne &ndash; &ouml;ffentliche &ndash; Schulen. Wie dies zur viel beschworenen &bdquo;Generationengerechtigkeit&ldquo; passt, bleibt das Geheimnis von Rentsch und Konsorten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/muehlhausen-laesst-gruessen\/-\/1472602\/4559106\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Treffend bemerkt, die Schuldenbremse-Politik basiert nur noch auf blinder Ideologie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong><br>\nUm den umstrittenen Bahnhofsumbau &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; zu retten, hat sich Baden-W&uuml;rttemberg einen merkw&uuml;rdigen Auftrag geleistet: Nach Informationen des SPIEGEL zahlt das Land seit 2001 viele Millionen an die Deutsche Bahn &ndash; f&uuml;r Zugverkehr, der noch gar nicht gebraucht wird.<br>\nDas Land Baden-W&uuml;rttemberg hat im Jahr 2001 nach Informationen des SPIEGEL der Deutschen Bahn einen fragw&uuml;rdigen Auftrag &uuml;ber mehrere hundert Millionen Euro zugeschanzt, um das umstrittene Verkehrsprojekt Stuttgart 21 zu retten. Beteiligt war auch Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus, damals politischer Staatssekret&auml;r im Verkehrsministerium und zust&auml;ndig f&uuml;r den Regionalverkehr.<br>\nIn Stuttgart ist das Projekt hochumstritten: Zehntausende B&uuml;rger haben am Freitag gegen den 4,1 Milliarden Euro teuren Umbau demonstriert. Sie berufen sich unter anderem auf ein Gutachten f&uuml;r das Umweltbundesamt (UBA), nach dem der aufw&auml;ndige Umbau &ldquo;von geringem verkehrlichen Nutzen&rdquo; sei. Am Morgen hatten Polizisten den Beginn der Abrissarbeiten am Nordfl&uuml;gel des Bahnhofs gesch&uuml;tzt, vier Sitzblockierer wurden weggetragen.<br>\nEnde 1999 hatte eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Bahn ergeben, dass 344 Millionen Mark f&uuml;r den geplanten Riesenumbau des Hauptbahnhofs fehlten. Die Verlegung des Stuttgarter Bahnhofs in 32 Kilometer lange Tunnel unter der Erde sowie eine neue Trasse nach Ulm gelten als das gr&ouml;&szlig;te Infrastrukturprojekt Europas. Kostendeckend w&auml;re das Projekt nur, wenn Baden-W&uuml;rttemberg regionalen Zugverkehr bezahlen w&uuml;rde, der teilweise erst nach Fertigstellung des Gro&szlig;projekts gebraucht w&uuml;rde.<br>\nZu diesem &ldquo;Mehrverkehr&rdquo; hei&szlig;t es in dem Vertragsentwurf zwischen Land und Bahn nach Informationen des SPIEGEL: &ldquo;Das Land wird rd. 1,45 Millionen Zugkm\/a, die urspr&uuml;nglich nach Fertigstellung von Stuttgart 21 eingef&uuml;hrt werden sollten, m&ouml;glichst bereits ab dem Fahrplanwechsel 2001 bei der DB Regio AG f&uuml;r die Dauer von 10 Jahren bestellen.&rdquo; Als Preis wurden rund sieben Euro pro Kilometer vereinbart. Dazu kamen unter anderem 200 Millionen Mark f&uuml;r neue Z&uuml;ge. Der Vertrag wurde leicht modifiziert 2001 abgeschlossen und gilt bis 2016.<br>\nSicherte sich Baden-W&uuml;rttemberg das Projekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; mit verdeckten Subventionen? Als der Bahn 1999 Millionen f&uuml;r den Bahnhofsumbau fehlten, soll das Land unn&ouml;tigen Zugverkehr bestellt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,711845,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wowereit: Die sozialen Unterschiede sind krasser geworden<\/strong><br>\nKlaus Wowereit will Regierender B&uuml;rgermeister von Berlin bleiben. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber seine Herausforderin, die Rente mit 67 und Bildungsgutscheine.<br>\nsueddeutsche.de: Sie sprechen von pers&ouml;nlicher Entscheidung. Ist es da sinnvoll, die Menschen bis 67 arbeiten zu lassen, wie die SPD es bisher wollte?<br>\nWowereit: Moment, die Rente mit 67 war nie eine Idee der Sozialdemokratie. Sie ist von der SPD nie gefordert, sondern von der CDU 2005 in den Koalitionsvertrag eingebracht und vom zust&auml;ndigen Minister Franz M&uuml;ntefering umgesetzt worden. Das ist ein feiner Unterschied.<br>\nsueddeutsche.de: Mit Verlaub, der Sozialdemokrat M&uuml;ntefering hat die Regelung mit aller Macht verteidigt. Und der Koalitionsvertrag ist von einem SPD-Parteitag angenommen worden.<br>\nWowereit: Halten wir fest, es war keine ureigene SPD-Forderung. Das finde ich auch deshalb wichtig, um heute die innerparteiliche Diskussion zu verstehen.<br>\nsueddeutsche.de: Was ist Ihre Position zur Rente mit 67? Wollen Sie das Gesetz kippen? Oder wollen Sie nur die Zahl raus haben?<br>\nWowereit: Der demografische Wandel muss beherrschbar bleiben. Da ist die Rente ein wichtiges Thema. In Zukunft werden mehr Menschen l&auml;nger Geld aus der Rentenkasse bekommen als heute. Das Problem l&auml;sst sich aber nicht l&ouml;sen, indem wir einen Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen. F&uuml;r dieses Problem gibt es heute noch nicht die richtigen Antworten. Gleiches gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r die Pflege.<br>\nsueddeutsche.de: Die Rente mit 67 ist doch der Versuch einer L&ouml;sung.<br>\nWowereit: Das Festhalten an der generellen Einf&uuml;hrung der Rente ab 67 ist aus meiner Sicht v&ouml;llig falsch. Sie steht in Diskrepanz zur gelebten Realit&auml;t. Das heutige durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt doch eher weit unter 65. Viele sind noch nicht mal 60 Jahre alt, wenn sie aufh&ouml;ren zu arbeiten. Die Wenigsten gehen heute mit 65 in Rente. Darum ist die Rente mit 67 in meinen Augen eine Phantomdebatte. Wenn man das Rentenalter aus demographischen oder rentenmathematischen Gr&uuml;nden im Durchschnitt erh&ouml;hen will, dann m&uuml;ssen schlicht mehr Menschen bis 65 arbeiten. Die pauschale Rente mit 67 ist angesichts des niedrigeren realen Renteneintrittsalters zudem faktisch mit gr&ouml;&szlig;eren finanziellen Abschl&auml;gen verbunden. Das empfinden die Menschen als ungerecht. Sie f&uuml;hlen sich bestraft, wenn gesagt wird, sie m&uuml;ssten bis 67 arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/klaus-wowereit-im-gespraech-die-spd-wirkt-manchen-zu-spiessig-1.988145\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Insoweit interessant, als Herr Wowereit offenbar flei&szlig;ig an der Legendenbildung arbeitet, die SPD sei nie f&uuml;r die Rente mit 67 gewesen. &bdquo;Moment, die Rente mit 67 war nie eine Idee der Sozialdemokratie. Sie ist von der SPD nie gefordert, sondern von der CDU 2005 in den Koalitionsvertrag eingebracht und vom zust&auml;ndigen Minister Franz M&uuml;ntefering umgesetzt worden. Das ist ein feiner&nbsp;Unterschied.&ldquo; Allerdings erschlie&szlig;t sich mir die Logik der Argumentation nicht, war Franz M&uuml;ntefering nicht SPD &ndash; Vorsitzender oder hat er das auf eigene Rechnung umgesetzt? Weshalb hat die SPD dann diese Entscheidung mitgetragen? Aber immerhin ist Klaus Wowereit einer der wenigen SPD-Politiker, der sich explizit gegen die Rente mit 67 ausspricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tony Judt: Sozialdemokratie der Angst<\/strong><br>\nW&auml;hrend der letzten 30 Jahre haben wir uns in gro&szlig;en Teilen der englischsprachigen Welt (etwas weniger hingegen in Kontinentaleuropa und anderswo) bei der Frage, ob wir einen Vorschlag oder Vorsto&szlig; unterst&uuml;tzen wollen, nicht etwa gefragt: Ist er gut oder ist er schlecht? Stattdessen erkundigen wir uns: Ist er effizient? Ist er produktiv? Wird er dem Bruttoinlandsprodukt zugute kommen? Wird er zum Wachstum beitragen? Die Neigung, moralische Abw&auml;gungen zu vermeiden und uns allein auf Fragen von Gewinn oder Verlust zu beschr&auml;nken &ndash; also auf &ouml;konomische Fragen allerengsten Zuschnitts &ndash; entspringt nicht der menschlichen Natur. Es handelt sich um eine erworbene Neigung.<br>\nDas alles gab es schon einmal. Im Jahre 1905 hielt der junge William Beveridge &ndash; der sp&auml;ter, 1942, mit einem nach ihm benannten Bericht die Grundlagen des britischen Sozialstaats legen sollte &ndash; in Oxford eine Vorlesung, in der er die Frage aufwarf, warum die politische Theorie in den &ouml;ffentlichen Debatten der Zeit in den Schatten der klassischen &Ouml;konomie geraten sei. Beveridges Frage stellt sich heute nicht minder dringlich. Diese Verdunkelung des politischen Denkens hat allerdings, wie man dabei stets im Auge behalten sollte, keine Grundlage in den Schriften der gro&szlig;en klassischen &Ouml;konomen selbst. Im 18. Jahrhundert gaben, wenn man &uuml;ber &ouml;konomische Fragen sprach, moralische Erw&auml;gungen oder &bdquo;moral sentiments&rdquo; &ndash; wie Adam Smith sie nannte &ndash; geradezu den Ton an.<br>\nDer Gedanke, dass wir Fragen der Politik und &ouml;ffentlicher Aufgaben auf ein rein &ouml;konomisches Kalk&uuml;l reduzieren k&ouml;nnten, gab tats&auml;chlich schon damals Anlass zur Sorge. Einer der aufgeschlossensten Autoren &uuml;ber den Handelskapitalismus der fr&uuml;hen Jahre, der Marquis de Condorcet, sah mit Abscheu die M&ouml;glichkeit voraus, dass &bdquo;Freiheit in den Augen einer gierigen Nation nicht mehr sein wird als die notwendige Vorbedingung f&uuml;r die Sicherheit finanzieller Transaktionen.&rdquo; Die Revolutionen jener Zeit liefen Gefahr, eine Verwechslung der Freiheit zum Reichwerden mit der Freiheit als solcher zu beg&uuml;nstigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/mai\/sozialdemokratie-der-angst\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Linken Bashing &ndash; Aus Mangel an Inhalten<\/strong><br>\nDie neuesten Vorw&uuml;rfe gegen den Parteivorsitzenden Klaus Ernst offenbaren das tiefer liegende Problem der Linken: Sie hat es bislang nicht geschafft, eine Partei zu werden.<br>\nErnst wurde vor allem Chef dieser fusionierten Partei, weil er die Quoten erf&uuml;llt: westdeutsch, Mann, gewerkschaftsnah und von der WASG &ndash; als Gegenst&uuml;ck zur Co-Vorsitzenden Gesine L&ouml;tzsch, die aus dem Osten und der PDS kommt. Die ist zwar blass, hat aber die linientreuen ostdeutschen Landesverb&auml;nde hinter sich. Ernst dagegen findet in seinen Westverb&auml;nden nur Sektierer, die jeden Vorwand nutzen, ihren Parteichef zu besch&auml;digen.<br>\nDer Zwist offenbart: Was da unter dem Namen &ldquo;Die Linke&rdquo; im Westen auftritt, ist ein zerstrittenes Sammelsurium aus Kommunisten und Gewerkschaftern, Radikalen und Pragmatikern, Systemgegnern und SPD-Nostalgikern. Der Linkspartei war lange egal, wen sie da holt. Das Vermelden hoher Mitgliederzahlen war wichtiger als die rechtzeitige &Uuml;berweisung der Mitgliedsbeitr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:linkspartei-aus-mangel-an-inhalten\/50157060.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Mainstreamjournaille f&auml;llt auch nichts Neues ein, au&szlig;er den immer gleichen Stereotypen (Sektierer, Kommunisten, Systemgegner, zerstrittenes Sammelsurium, SPD-Nostalgiker, &hellip;). Offenbar bedienen sich alle aus dem gleichen Satzbaukasten. Die &Uuml;berschrift bekommt so doch eine gewisse Zweideutigkeit.<br>\nW&uuml;rde an die neoliberalen Agenda-Parteien, die gleichen Ma&szlig;st&auml;be angelegt w&auml;ren die Bl&auml;tter t&auml;glich voll von Skandalberichten. Die Kampagnenmacht ist allerdings erschreckend, so ist zu davon auszugehen, dass sich Klaus Ernst wohl nicht mehr lange als Parteivorsitzender halten wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Mit Note 2 zu schlecht f&uuml;r den Master<\/strong><br>\nElf Jahre nach dem Start der Bologna-Reform tritt nun ein, was Mahner schon bef&uuml;rchtet hatten als die Mammut-Reform 1999 beschlossen wurde: Der Bachelor kann f&uuml;r Studenten zur Sackgasse werden, sie m&uuml;ssen in Massenf&auml;chern wie BWL an eine Feld-Wald-und-Wiesen-Hochschule umziehen, wenn sie keine gute bis sehr gute Bachelor-Note haben.<br>\n2003 beschloss die Kultusministerkonferenz, dass der Bachelor der Regelabschluss ist. Wer drei Jahre alle Credits f&uuml;r den Bachelor gesammelt hat, ist nicht wie fr&uuml;her in der Mitte sondern am Ende seines ersten Studiums. Und das Angebot an Masterpl&auml;tzen ist geringer als die Zahl der Bachelor-Absolventen an einer Hochschule. Das ist politisch so gewollt.<br>\nBereits im vergangenen Jahr sorgte das &Uuml;bergangs-Dilemma an der Uni Potsdam f&uuml;r Aufregung. In den Bio-Wissenschaften legte die Universit&auml;t eine Notengrenze von 2,6 f&uuml;r den Master fest. Viele Bachelor-Studenten waren w&uuml;tend, dass sie jetzt umziehen sollten.<br>\n&ldquo;Das Problem zieht sich durchs ganze Land&rdquo;, sagt Anja Graf-Gadow vom Freien Zusammenschluss StudentInnenschaften (fzs). Der fzs hatte auf der von Bund und L&auml;ndern gro&szlig; inszenierten Bologna-Konferenz im Mai konkrete Zahlen von Universit&auml;ten und Landesministerien gefordert &ndash; doch die r&uuml;cken keine raus, sagt Graf-Gadow.<br>\n&ldquo;Hier werden Zukunftspl&auml;ne verbaut, wenn nicht gar zerst&ouml;rt&rdquo;, sagt Oliver Jesper von der Fachschaft der K&ouml;lner Wirtschaftsstudenten. Den Grund f&uuml;r die verpatzte Vergabe der Masterstudienpl&auml;tze sieht Jesper in &ldquo;fehlgeschlagenem Protektionismus&rdquo;. Die Universit&auml;t hatte im Vorfeld der Bewerbungen bestimmte Zugangsvoraussetzungen festgelegt. Um sich bewerben zu k&ouml;nnen, mussten Bachelor-Absolventen beispielsweise bestimmte Mindestpunktzahlen in BWL und VWL erreichen. &ldquo;Die Uni dachte, dass dadurch sowieso nicht alle Studierenden von Fachhochschulen und Universit&auml;ten die M&ouml;glichkeit haben, sich zu bewerben&rdquo;, erkl&auml;rt Jesper. Offenbar ein Trugschluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,711579,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Radikale Reform: S&uuml;dl&auml;nder planen Einfach-Grundsteuer<\/strong><br>\nDer Bundesfinanzhof h&auml;lt die geltende Regelung f&uuml;r verfassungswidrig. Jetzt dr&auml;ngen die schwarz-gelben Landesregierungen von Hessen, Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg auf eine radikale Vereinfachung: Grundst&uuml;cksfl&auml;che und Nutzung sollen Basis der Berechnung werden.<br>\nDem Vorschlag zufolge sollen zwei Grundst&uuml;cke mit gleicher Nutzungsart und identischen Fl&auml;chenmerkmalen innerhalb einer Kommune unabh&auml;ngig von ihrem Wert gleich hoch mit Abgaben belastet werden. Die Reform werde aufkommensneutral sein und nicht zu fl&auml;chendeckenden Steuererh&ouml;hungen f&uuml;hren, sagte St&auml;chele.<br>\nLaut &ldquo;Focus&rdquo; haben erste Berechnungen gezeigt, dass davon eher die Wohneigent&uuml;mer profitieren k&ouml;nnten. Landwirte und Besitzer unbebauter Fl&auml;chen in den neuen L&auml;ndern drohe dagegen zum Teil eine hohe Mehrbelastung. Wer in einer Villa in guter Lage wohne, w&uuml;rde damit nicht mehr als der Besitzer einer gleich gro&szlig;en Bruchbude neben der M&uuml;llkippe zahlen, hei&szlig;t es in dem Magazinbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/:radikale-reform-suedlaender-planen-einfach-grundsteuer\/50156730.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Mal sehen ob man da seiner steuerhinterziehenden und parteispendenden Klientel nicht wieder etwas Gutes tun kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Krisenherd: Britischer H&auml;usermarkt vor neuer Talfahrt<\/strong><br>\nDie Erholung am britischen H&auml;usermarkt droht bereits wieder an Schwung zu verlieren. Geforderte Verkaufspreise f&uuml;r Eigenheime in England und Wales sind im August laut dem Immobilienwebseitenbetreiber Rightmove um 1,7 Prozent zum Vormonat zur&uuml;ckgegangen. Das ist das gr&ouml;&szlig;te Minus seit Dezember und der zweite in diesem Jahr. In London belief sich der R&uuml;ckgang sogar auf 4,1 Prozent &ndash; damit fallen die Preise in der Hauptstadt auf den Stand von Januar zur&uuml;ck.<br>\nDamit r&uuml;ckt ein weiterer von der Finanzkrise schwer getroffener Immobiliensektor wieder in den Vordergrund. Seit einigen Wochen sch&uuml;ren bereits schwache Daten vom US-H&auml;usermarkt Sorgen um ein erneutes Abrutschen. Ein funktionierender Hausmarkt gilt allerdings als unerl&auml;sslich f&uuml;r eine gesunde Volkswirtschaft &ndash; der fr&uuml;here Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, warnte k&uuml;rzlich, die amerikanische Wirtschaft k&ouml;nnte in die Rezession zur&uuml;ckfallen, wenn Hauspreise zur&uuml;ckgingen.<br>\nVolkswirte von Morgan Stanley gehen davon aus, dass die Hauspreise in Gro&szlig;britannien bis Ende 2011 um sieben Prozent fallen werden. &Uuml;ber einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren sagen sie gro&szlig;e Schwankungen voraus. Den pessimistischen Ausblick begr&uuml;nden sie mit einem stagnierenden Einkommen der Haushalte und einem wahrscheinlichen Anstieg der Hypothekenzinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/immobilien\/:krisenherd-britischer-haeusermarkt-vor-neuer-talfahrt\/50157416.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Mit warmen Worten gegen den gro&szlig;en Hunger<\/strong><br>\nNeben dem weltweiten Problem der Unterversorgung der Nahrungsmittelm&auml;rkte war es vor allem deren wachsende Volatilit&auml;t, die 2008 f&uuml;r Diskussionen gesorgt hatte. Spekulanten, so der Vorwurf, h&auml;tten einen gro&szlig;en Teil der Preisanstiege durch ihre immensen Liquidit&auml;tszufl&uuml;sse zu verantworten. Auch wenn dieser Vorwurf durch eine aktuelle Studie der OECD zumindest teilweise entkr&auml;ftet wird, ist die US-amerikanische Regierung auf diesem Feld aktiv geworden. So bezieht die Ende Juni verabschiedete Finanzmarktreform zum einen Agrarg&uuml;ter in ihre Eigenhandelsdefinition mit ein.<br>\nBanken d&uuml;rfen sich hier deshalb nur noch in beschr&auml;nktem Ma&szlig;e engagieren. Zudem erhalten die Agrarm&auml;rkte eine separate Aufsichtsbeh&ouml;rde. Die Commodity Trading Futures Commission (CFTC) soll den Handel hier mit besonders scharfen Regeln beschr&auml;nken. Sie hat bereits angek&uuml;ndigt, f&uuml;r Gesch&auml;fte zur Absicherung gegen Preisschwankungen (Swaps) deutlich gr&ouml;&szlig;ere Sicherheiten als bisher zu fordern.<br>\nSolche Initiativen fehlen hingegen dort, wo der negative Einfluss der Industriestaaten und ihrer m&auml;chtigen Konzerne vielleicht am deutlichsten zu sp&uuml;ren ist. Denn 2008 war einer der Ausl&ouml;ser der Knappheit, dass immer mehr landwirtschaftliche Fl&auml;chen f&uuml;r die Produktion von Biosprit verwendet wurden. Daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert: Die USA, gr&ouml;&szlig;ter Getreideexporteur der Welt, wollen mittelfristig 30 Prozent ihrer landwirtschaftlichen Fl&auml;chen f&uuml;r Biosprit nutzen. Auch die EU h&auml;lt daran fest, dem Benzin zehn Prozent Biosprit beizumischen. Da es ihr selbst an den Fl&auml;chen daf&uuml;r fehlt, importiert sie die Rohstoffe zum Beispiel aus Brasilien. Ein Extrembeispiel bildet Madagaskar. Fast 50 Prozent der landwirtschaftlichen Fl&auml;chen im ostafrikanischen Land sind f&uuml;r 99 Jahre an einen s&uuml;dkoreanischen Konzern verpachtet, der sie zur Treibstoffproduktion nutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/0,2828,druck-711542,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das allerletzte: Sp&auml;ter in Rente! Rettet das Deutschland?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-lW7xKkuiHM&amp;feature=related\">YouTube<\/a>\n<p><em>So w&uuml;nschte man sich die Diskussion &uuml;ber die Rente mit 67. Leider nur ein Fake.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Trotz Rekordwachstum keine Feierlaune; Jojo-Effekt; Paradies f&uuml;r Finanzjongleure; Haiders Erbe; Atomdeal; Auswirkungen der Finanzkrise auf die Altersvorsorge; legaler Betrug bei Lebensmittel; Google is watching you; freie Welt im W&uuml;rgegriff; doppelte Schuldenbremse in Schwaben; Stuttgart 21; SPD und die Rente mit 67; mit Note 2 zu schlecht f&uuml;r den Master;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6499\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6499","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6499"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8267,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6499\/revisions\/8267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}