{"id":65029,"date":"2020-09-22T08:40:05","date_gmt":"2020-09-22T06:40:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029"},"modified":"2020-09-22T09:24:15","modified_gmt":"2020-09-22T07:24:15","slug":"hinweise-des-tages-3702","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h01\">&bdquo;Es muss etwas passieren. Sonst gehen alle pleite&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h02\">Corona-Infektionszahlen steigen und steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h03\">Russland verstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h04\">Corona-Risikogebiet Wien: Erstes Krankenhaus ist voll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h05\">Angriff auf das Sonntags-Tabu &ndash; der Handel zieht vor das Verfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h06\">Cum-Ex: Der n&auml;chste Untersuchungsausschuss f&uuml;r Scholz <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h07\">Datenleak setzt Deutsche Bank unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h08\">Big Four machen Kasse: Bundesregierung vergibt Auftr&auml;ge f&uuml;r 400 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h09\">Der Irrtum von den ewig arbeitslosen Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h10\">M&uuml;nchen f&uuml;hrt Maskenpflicht auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h11\">&Auml;rztekammer f&uuml;r O&Ouml; warnt vor Corona-Panik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h12\">Ostpolitik: Weise Voraussicht und verlorener Verstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h13\">USA: Land der unbegrenzten Machtwillk&uuml;r?<br>\n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h14\">Das Nachhaltigkeitstheater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h15\">Verd&ouml;rrt und vernutzt: Das Drama des Waldes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h16\">Das reichste 1 Prozent sch&auml;digt das Klima doppelt so stark wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h17\">&bdquo;So alt f&uuml;hle ich mich noch nicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h18\">Warum Berliner Landesbedienstete nicht mehr &bdquo;Schwarzfahrer&ldquo; sagen d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65029#h19\">Das Letzte &ndash; Merz warnt vor Gew&ouml;hnung an ein Leben ohne Arbeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Es muss etwas passieren. Sonst gehen alle pleite&rdquo;<\/strong><br>\nSechs Monate ohne Popkonzerte: Auch das ist ein Effekt der Corona-Pandemie. Drei Menschen aus der Live-Branche berichten von ihren Erfahrungen und Zukunftsaussichten.<br>\n&ldquo;Schon bei einem sechsmonatigen Shutdown (des Livebetriebs) sind die Konsequenzen mutma&szlig;lich desastr&ouml;s&rdquo;, schrieb Jens Balzer in der Fr&uuml;hphase der Pandemie auf ZEIT ONLINE. Sechs Monate sp&auml;ter scheint die Popkonzertbranche vor allem herausgefunden zu haben, wo ihre Zukunft nicht liegen wird. W&auml;hrend sich Fu&szlig;ballstadien langsam wieder f&uuml;llen, Kinos und Theaterb&uuml;hnen mit verringerten Kapazit&auml;ten wieder er&ouml;ffnen und Klassikkonzerte vor bravem Sitzpublikum einen Neustart erleben, gibt es f&uuml;r Popshows weiterhin keine gesicherten R&uuml;ckkehrszenarien. Schon jetzt quellen die Konzertkalender f&uuml;r 2021 &uuml;ber mit geplanten Gigs und Festivals. Niemand wei&szlig; jedoch, ob diese wirklich stattfinden werden.<br>\nDas potenzielle Publikum reagiert entsprechend zur&uuml;ckhaltend. F&uuml;r 20 Berlin-Shows des Konzertveranstalters Puschen l&auml;uft derzeit der Vorverkauf. Andres Oberschelp ist Inhaber der Firma und berichtet, dass in der zweiten Septemberwoche insgesamt vier Tickets f&uuml;r diese Shows verkauft wurden. Auch Stephan Thanscheidt, Booker der Hamburger Agentur FKP Scorpio und unter anderem verantwortlich f&uuml;r die Festivals Hurricane und Southside, kann derzeit &ldquo;kein nennenswertes Gesch&auml;ft&rdquo; verzeichnen. 100 Veranstaltungen musste sein Arbeitgeber bereits absagen, mehr als 1.000 verschieben. Wie auch Goodlive und Puschen nimmt FKP Scorpio Kurzarbeitergeld f&uuml;r nahezu alle Angestellten in Anspruch. Wann es eine R&uuml;ckkehr zu Normalit&auml;t und vollen Arbeitspensa geben k&ouml;nnte, ist abermals v&ouml;llig unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2020-09\/konzerte-coronavirus-livemusik-branche-auftritte-tickets\/komplettansicht\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona-Infektionszahlen steigen und steigen<\/strong><br>\nRasant zunehmende Corona-Neuinfektionen zwingen viele L&auml;nder in Europa, die Schutzma&szlig;nahmen wieder zu verst&auml;rken. Frankreich muss gar einen traurigen Rekord melden. [&hellip;]<br>\nErstmals seit dem Ende der strikten Ausgangssperre im Mai nahm auch die Zahl der Corona-Todesf&auml;lle in Frankreich wieder zu. Die Beh&ouml;rden registrierten am Freitagabend 123 Corona-Tote in 24 Stunden. Damit starben an einem Tag fast so viele Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19 wie in der gesamten Vorwoche, als 129 Todesf&auml;lle verzeichnet wurden. Insgesamt sind in Frankreich seit M&auml;rz mehr als 31.240 Corona-Infizierte gestorben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/corona-infektionszahlen-steigen-und-steigen\/a-54983936\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was die Deutsche Welle hier behauptet, sind streng genommen Fake News. Es wird behauptet, dass 123 Menschen &bdquo;an einem Tag&ldquo; gestorben sind. Das ist aber nicht richtig. Wie unter anderem der <a href=\"https:\/\/www.lefigaro.fr\/actualite-france\/covid-19-le-couac-de-sante-publique-france-seme-le-trouble-sur-les-chiffres-de-l-epidemie-20200918\">Figaro berichtet<\/a>, ist diese hohe Zahl vielmehr Folge der Schlampigkeit der Beh&ouml;rden. Grund f&uuml;r die hohen Sterbeziffern ist demnach, dass ein gro&szlig;es Krankenhaus in der Region Paris offenbar w&auml;hrend der gesamten Pandemie keine Daten an die Beh&ouml;rden geliefert hatte und nun gleich 240 Patientenakten in einem Rutsch an die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde schickte. Die Zahlen dieses einen Krankenhauses beziehen sich also nicht auf einen Tag, sondern auf den gesamten Zeitraum seit M&auml;rz und verzerren die Statistik massiv. Zieht man diese Zahlen ab, kommt man auf &bdquo;nur&ldquo; noch 47 Todesf&auml;lle, eine zwar hohe, aber keinesfalls dramatische oder gar rekordverd&auml;chtige Zahl. Die falschen Zahlen wurden &uuml;brigens auch &uuml;ber die einschl&auml;gigen &bdquo;Corona-Ticker&ldquo; anderer gro&szlig;er deutschen Medien gemeldet und in ein alarmistisches Szenario eingebettet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland verstehen<\/strong><br>\nNiemand au&szlig;er den T&auml;tern wei&szlig; bisher, wer Alexej Nawalny sch&auml;digen wollte, und warum. Als die wahrscheinlichste Variante gilt die eigenst&auml;ndige Aktion einer autonom handelnden Gruppe, die sich im Einklang mit der Staatsf&uuml;hrung sieht. W&uuml;rde sich das bewahrheiten, w&auml;re es kein Grund zur Beruhigung. Denn es w&uuml;rde best&auml;tigen, dass das Gewaltmonopol des Staates in Russland nicht mehr funktioniert. Ja, Russland hat, im letzten Jahrzehnt wieder verst&auml;rkt, ein autorit&auml;res Regime mit starken Rechtsstaatdefiziten und Korruptionsauff&auml;lligkeit sowie eine Ordnung, die staats- und privatkapitalistische Charakteristika kombiniert. Man sollte sich daf&uuml;r interessieren, woher dies kommt. &hellip;<br>\nDie Aufl&ouml;sung der NATO war, wie die seinerzeitige Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice freim&uuml;tig erkl&auml;rte, die einzige ernsthafte Sorge der USA angesichts der deutschen Einigung. Eine gesamteurop&auml;ische, gestufte Integration mit einer speziellen Sicherheitsstruktur, wie sie Michail Gorbatschow mit seiner Formel vom gemeinsamen Haus Europa umriss, stand zur Fortexistenz eines westlichen politisch-milit&auml;rischen Blocks regelrecht im Widerspruch. Dies ist der tiefere Grund daf&uuml;r, dass die von verschiedenen Seiten angeregte Aufnahme Russlands in die NATO ausblieb.<br>\nMehrere Angebote der russischen F&uuml;hrung zu einem Neuanfang, namentlich in Putins Rede vor dem Bundestag 2001, sind missachtet worden. Die erneute Entfremdung und tendenzielle Verfeindung zwischen vielen westlichen Staaten und Russland ist durch beide Seiten vorangetrieben worden, auch durch die v&ouml;lkerrechtswidrige Annexion der Krim. Doch auch dieser Vorgang war Teil eines gr&ouml;&szlig;eren komplexen Geschehens, wo ein struktureller Konflikt im Innern der Ukraine durch rivalisierende Angebote der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion, durch eine prowestliche Bewegung im Westen des Landes und darauf reagierende Separationsbestrebungen im Osten bis zum B&uuml;rgerkrieg, unter offenkundiger Beteiligung Russlands und weniger offenkundiger der USA, eskalierte.<br>\nDie westliche, vor allem die deutsche Entspannungspolitik, deren Kern die Herstellung eines anderen Verh&auml;ltnisses zu Moskau war, hatte sich schrittweise entwickelt, nachdem die Welt w&auml;hrend der Kuba-Krise am Rand eines gro&szlig;en Atomkriegs gestanden hatte. Speziell die 1969 gebildete Regierung Brandt\/Scheel machte sich die Devise zu eigen, man m&uuml;sse den territorialen Status quo de facto anerkennen, um die Blockkonfrontation, die Teilung des Kontinents und der Nation in einem l&auml;ngeren Prozess zu &uuml;berwinden. Das war nur m&ouml;glich, indem die Interessen beider Seiten realistisch zugrunde gelegt und Vertrauen aufgebaut wurden. Am Anfang stand also die Bereitschaft, bestehende Konflikte mit den Augen des Kontrahenten und k&uuml;nftigen Partners wahrzunehmen &ndash; nicht um seine Perspektive einfach zu &uuml;bernehmen, sondern um zu verstehen, warum er denkt, wie er denkt, und handelt, wie er handelt. Genau dies fehlt der deutschen Au&szlig;enpolitik heute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/russland-verstehen\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Risikogebiet Wien: Erstes Krankenhaus ist voll<\/strong><br>\n&ndash; In Wien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter.<br>\n&ndash; In den vergangenen 24 Stunden wurden 432 neue F&auml;lle registriert, wie der Krisenstab am Samstag mitteilte.<br>\n&ndash; Unterdessen st&ouml;&szlig;t das erste Krankenhaus an seine Kapazit&auml;tsgrenze. [&hellip;]<br>\nMittlerweile hat das erste Wiener Krankenhaus seine Kapazit&auml;tsgrenze f&uuml;r Covid-19-Patienten erreicht. Die Klinik Favoriten nimmt derzeit keine Intensiv- oder Normalpatienten mehr auf. Auch Corona-Infizierte m&uuml;ssen auf andere Krankenh&auml;user wie etwa die Klinik Floridsdorf oder das AKH ausgelagert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/gesundheit\/corona-risikogebiet-wien-erstes-krankenhaus-ist-voll-6D6DIQBC2NBTXD2WNRPKEMGBCA.html\">Redaktionsnetzwerk Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> H&ouml;rt sich dramatisch an, ist es aber nicht. Die Klinik &bdquo;Favoriten&ldquo; hat gerade einmal zehn Betten. Von den 150 jederzeit erweiterbaren Intensivbetten in Wien sind derzeit gerade einmal 22 belegt. Der Wiener Gesundheitsverbund sah sich daher auch gen&ouml;tigt, eine Presseerkl&auml;rung herauszugeben &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Ausreichend COVID-Betreuungskapazit&auml;ten im Wiener Gesundheitsverbund vorhanden<\/strong><br>\nEntgegen anders lautender Medienberichte sind im Wiener Gesundheitsverbund ausreichend Betreuungskapazit&auml;ten f&uuml;r die Versorgung von COVID-Erkrankten vorhanden. Es stehen insgesamt 550 Betten &ndash; rund 400 auf Normalstationen und 150 im Intensivbereich &ndash; unmittelbar zur Verf&uuml;gung.<br>\nSollte der Bedarf bestehen, k&ouml;nnen weitere Kapazit&auml;ten frei gemacht werden. Auch an der Klinik Favoriten k&ouml;nnen laut Pandemieplan weitere Stationen die Versorgung von COVID-Erkrankten &uuml;bernehmen. Es besteht derzeit aber kein Bedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gesundheitsverbund.at\/ausreichend-covid-betreuungskapazitaeten-im-wiener-gesundheitsverbund-vorhanden\/\">Wiener Gesundheitsverbund<\/a><\/p>\n<p><em>&hellip; &uuml;berfl&uuml;ssig zu erw&auml;hnen, dass dies zwar beim RND auch im Kleingedruckten erw&auml;hnt wird, man aber dennoch die rei&szlig;erische Meldung von einer &bdquo;&Uuml;berf&uuml;llung&ldquo; sowohl in der &Uuml;berschrift als auch in den drei vorangestellten Kernaussagen ohne diese wichtige Einordnung stehen l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angriff auf das Sonntags-Tabu &ndash; der Handel zieht vor das Verfassungsgericht<\/strong><br>\nDer Handel macht Druck beim Thema Sonntags&ouml;ffnung. Die F&uuml;lle an Sonderregeln und Verboten grenze an ein Kesseltreiben, kritisiert HDE-Pr&auml;sident Sanktjohanser &ndash; und k&uuml;ndigt eine Verfassungsbeschwerde an. Er geht vor allem mit den Kirchen hart ins Gericht.<br>\n&nbsp;Die Charts f&uuml;r seine Jahrespressekonferenz &uuml;berschrieb der Handelsverband Deutschland (HDE) mit Zeilen wie &bdquo;Gute Rahmenbedingungen&ldquo; oder &bdquo;Gesch&auml;ftslage: Stimmung steigt&ldquo;. Das war am 31. Januar. Damals konnte niemand ahnen, dass 2020 das Jahr werden w&uuml;rde, in dem Corona eine Gro&szlig;krise ausl&ouml;sen w&uuml;rde.<br>\nInzwischen droht vielen Innenst&auml;dten der wirtschaftliche Kollaps, und die Unternehmen fordern Gegenma&szlig;nahmen. Im Telefon-Interview mit WELT wird Handelspr&auml;sident Josef Sanktjohanser konkret.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article216143650\/Sonntagsoeffnung-Handelspraesident-Josef-Sanktjohanser-droht-mit-Verfassungsbeschwerde.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J. A.:<\/strong> V&ouml;llig bizarr. Die vom HDE-Pr&auml;sidenten geforderte &ldquo;Verl&auml;sslichkeit&rdquo; gibt es doch schon, wenn man das Verbot der Sonntags&ouml;ffnung einfach in Ruhe l&auml;sst. &ldquo;Die permanente Ungewissheit &uuml;ber die Rechtsprechung bringt die Kaufleute zur Verzweiflung.&rdquo; Welche Ungewissheit, wenn sonntags die L&auml;den zu sind? Wegen der Sonntags&ouml;ffnung will der HDE gleich vors Bundesverfassungsgericht ziehen &ndash; aber nach eigener Aussage nur f&uuml;r &ldquo;ein begrenztes Zeitfenster von 13 bis 18 Uhr an vier bis zw&ouml;lf Sonntagen pro Jahr&rdquo;. Das sind im ganzen Jahr maximal 60 Stunden &Ouml;ffnungszeit mehr gegen&uuml;ber ca. 2.500 Stunden Laden&ouml;ffnung von Montag bis Samstag. Daran soll die Existenz von Gesch&auml;ften h&auml;ngen bzw. diese paar Extra-Stunden sollen den fehlenden Umsatz bringen? Dem Verbandspr&auml;sidenten d&uuml;rfte selber klar sein, dass in Wahrheit keine zus&auml;tzliche Kaufkraft gesch&ouml;pft werden kann und eine verl&auml;ngerte Laden&ouml;ffnung entweder zu h&ouml;heren Kosten der Einzelh&auml;ndler f&uuml;hrt oder zu noch mehr Lohndruck auf die schon unterirdischen L&ouml;hne der Verk&auml;uferInnen. &Uuml;berleben werden das gerade nicht die kleinen inhabergef&uuml;hrten L&auml;den, sondern h&ouml;chstens die gro&szlig;en Ketten, die aber teilweise schon mit dem R&uuml;cken zur Wand stehen. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article210647911\/Experten-zweifeln-am-Konjunkturpaket.html\">Angeblich<\/a> hilft nicht einmal die (hohe) Mehrwertsteuersenkung dem Umsatz. Selbst nach einer Umfrage, die die FDP in Auftrag gegeben hat, w&uuml;rde nur eine winzige Minderheit von 14% bei Sonntags&ouml;ffnung mehr im &ouml;rtlichen Einzelhandel <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article214452576\/Streit-ueber-verkaufsoffene-Sonntage-in-NRW-Ver-di-stellt-sich-quer.html\">kaufen<\/a>. Woher soll die kaufkr&auml;ftige Nachfrage auch pl&ouml;tzlich kommen? Das Angriffsziel scheinen wieder einmal die angeblichen &ldquo;Blockierer&rdquo; von der Gewerkschaft Ver.di, die das Ladensterben und den weiteren Lohnr&uuml;ckgang bei den Verk&auml;uferInnen aufhalten will, sowie die Kirchen zu sein. Als w&auml;re nicht wenigstens ein allgemeiner Ruhetag in der Woche f&uuml;r alle gut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cum-Ex: Der n&auml;chste Untersuchungsausschuss f&uuml;r Scholz<\/strong><br>\nOlaf Scholz (SPD) stehen st&uuml;rmische Monate bevor. Nach dem gerade erst eingesetzten Bundestag-Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal muss sich der SPD-Kanzlerkandidat bald einem zweiten Untersuchungsausschuss zuwenden.<br>\nDie Hamburger CDU teilte am Wochenende mit, zum Umgang f&uuml;hrender SPD-Politiker mit der in den Cum-Ex-Skandal verstrickten Warburg Bank einen Untersuchungsausschuss in der Hamburger B&uuml;rgerschaft beantragen zu wollen. Nachdem sich bereits zuvor auch die AfD und die Linke daf&uuml;r ausgesprochen hatten, gilt die erforderliche Stimmenanzahl als gesichert.<br>\nEs m&uuml;sse aufgekl&auml;rt werden, ob Ex-B&uuml;rgermeister und Vizekanzler Scholz und sein Nachfolger im Hamburger Rathaus, Peter Tschentscher (SPD), Einfluss auf Entscheidungen des Finanzamtes genommen haben, erkl&auml;rte CDU-Fraktionschef Dennis Thering.<br>\nScholz und Tschentscher wird vorgeworfen, die Warburg-Bank wom&ouml;glich aus politischen Gr&uuml;nden geschont und deshalb auf eine R&uuml;ckforderung unrechtm&auml;&szlig;ig erstatteter Steuern verzichtet zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/cum-ex\/historischer-steuerskandal-cum-ex-der-naechste-untersuchungsausschuss-fuer-scholz\/26202676.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier stellt sich zum wiederholten Male die Frage wie Scholz als Spitzenkandidaten der SPD (der Begriff Kanzlerkandidat verbietet sich f&uuml;r eine Partei, die in aktuellen Umfragen bei 16 Prozent steht) eigentlich den B&uuml;rgern gegen&uuml;bertreten will, wenn seine prim&auml;re Aufmerksamkeit offensichtlich nur den Interessen des obersten 1 Prozent gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Datenleak setzt Deutsche Bank unter Druck<\/strong><br>\nMehr als 600 Millionen US-Dollar hat die Deutsche Bank Anfang 2017 im Rahmen eines Vergleiches an die Beh&ouml;rden in den USA und Gro&szlig;britannien gezahlt, nachdem die sogenannten Mirror Trades aufgeflogen waren &ndash; ein System, mit dem zwischen 2011 und 2015 Milliarden aus Russland und anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion &uuml;ber Aktienk&auml;ufe und Verk&auml;ufe ins westliche Finanzsystem geschleust wurden. Dies geschieht, indem Aktien mit Rubel gekauft und noch am gleichen Tag in Dollar wieder verkauft werden. Mirror Trades m&uuml;ssen nicht illegal sein, werden aber gerne daf&uuml;r genutzt, Geld au&szlig;er Landes zu bringen oder zu waschen.<br>\nDie ermittelnden Beh&ouml;rden in Gro&szlig;britannien und den Vereinigten Staaten gingen von zehn Milliarden US-Dollar aus dubiosen Gesch&auml;ften aus, die so ihren Weg aus Osteuropa heraus fanden &ndash; durch tatkr&auml;ftige Mithilfe der Deutsche Bank, vor allem an ihren Standorten in Moskau und London. &ldquo;Gier und Korruption&rdquo;, so die US-Beh&ouml;rde in ihrem Abschlussbericht, h&auml;tten dieses System bei der Deutschen Bank befeuert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/fincen-files-deutsche-bank-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Big Four machen Kasse: Bundesregierung vergibt Auftr&auml;ge f&uuml;r 400 Millionen Euro<\/strong><br>\nDie Wirtschaftspr&uuml;fer stehen derzeit stark unter Beschuss. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) haben angesichts des Wirecard-Skandals weitreichende Reformschritte angek&uuml;ndigt, unter anderem wollen sie eine st&auml;rkere Trennung von Wirtschaftspr&uuml;fung und Beratung.<br>\nDer Reformbedarf hat die Bundesregierung allerdings nicht davon abgehalten, in den vergangenen f&uuml;nf Jahren an die vier gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften Auftr&auml;ge in H&ouml;he von 400 Millionen Euro zu vergeben. Spitzenreiter ist mit knapp 135 Millionen Euro KPMG, gefolgt von PwC mit 108 Millionen Euro und Deloitte mit 98 Millionen Euro. Die Pr&uuml;fungsgesellschaft EY, die Wirecard &uuml;ber Jahre die Abschl&uuml;sse testierte, kassierte vom Bund fast 57 Millionen Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nZudem entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich die Big Four quasi selbst beaufsichtigen. Bei der Bilanzpolizei DPR waren 80 Prozent der Mitarbeiter fr&uuml;her bei einer der gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften besch&auml;ftigt, auch wenn sie nicht in jedem Fall direkt gewechselt sind. Bei der Wirtschaftspr&uuml;feraufsicht APAS sind es fast 60 Prozent. Der Leiter der APAS war fr&uuml;her Partner bei KPMG.<br>\nGr&uuml;nen-Finanzpolitikerin Lisa Paus sagt: &bdquo;Die Antwort der Bundesregierung zeigt, dass die Marktkonzentration und die wirtschaftlichen Abh&auml;ngigkeiten von den gro&szlig;en Pr&uuml;fungsgesellschaften in den letzten Jahren noch einmal zugenommen haben.&ldquo;<br>\nF&uuml;r Finanzminister Scholz ist klar, wer die Hauptverantwortung f&uuml;r den Wirecard-Skandal tr&auml;gt: die mit dem Geldinstitut befassten Wirtschaftspr&uuml;fer. &bdquo;Es ist schwer begreifbar, warum es ihnen nicht gelungen ist, den Bilanzskandal aufzudecken&ldquo;, sagte Scholz j&uuml;ngst in einer Regierungsbefragung im Bundestag. Trotz aller Kritik an den Wirtschaftspr&uuml;fern kommt die Bundesregierung selbst nicht ohne sie und ihre Expertise aus, im Gegenteil: Der Einfluss der vier gro&szlig;en Gesellschaften auf den Staat wird immer gr&ouml;&szlig;er. Das zeigt sich nicht nur bei den vielen Beraterauftr&auml;gen an Deloitte, KMPG, PwC, und EY. Die Anfrage der Gr&uuml;nen legt auch offen: Die Zusammenarbeit zwischen Bundesregierung und den Big Four wurde immer enger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wirtschaftspruefungsgesellschaften-big-four-machen-kasse-bundesregierung-vergibt-auftraege-fuer-400-millionen-euro\/26202312.html?ticket=ST-2600863-cNqRW4BJfiaz6jyL2XP7-ap6\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Irrtum von den ewig arbeitslosen Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge arbeiteten in Deutschland zun&auml;chst oft als Praktikanten. Doch eine Untersuchung zeigt, dass es vielen Firmen gelungen ist, sie f&uuml;r eine regul&auml;re Besch&auml;ftigung zu qualifizieren. Die Krise sorgt zwar f&uuml;r R&uuml;ckschl&auml;ge, doch es gibt einen guten Grund f&uuml;r Optimismus. [&hellip;]<br>\nFast 16 Prozent der deutschen Unternehmen besch&auml;ftigten Fl&uuml;chtlinge zuletzt in einem regul&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnis. 2016 taten dies nur gut zehn Prozent. Auch Ausbildungen sind h&auml;ufiger geworden: Zuletzt bildete jedes zehnte Unternehmen Fl&uuml;chtlinge aus (2016: sieben Prozent). Der Anteil der Unternehmen, die sie als Praktikanten anstellte, sank hingegen. Insgesamt gab fast jedes vierte Unternehmen an, dass es mindestens einen Fl&uuml;chtling besch&auml;ftigt oder dies in den vergangenen drei Jahre getan hat. [&hellip;]<br>\nDabei leisten die Fl&uuml;chtlinge auch einen Beitrag dazu, Arbeitskr&auml;fte-Engp&auml;sse abzumildern. So sagten mehr als 40 Prozent der Unternehmen, die Fl&uuml;chtlinge besch&auml;ftigen, dass ihnen dies dabei helfe, ihre Stellen und Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen. &bdquo;Am Ausbildungsmarkt gibt es immer weniger Bewerber. Deshalb reicht es f&uuml;r viele Betriebe l&auml;ngst nicht mehr, sich nur nach deutschen Bewerbern umzuschauen&ldquo;, erkl&auml;rt Pierenkemper. [&hellip;]<br>\nObwohl das im Umkehrschluss hei&szlig;t, dass mehr als die H&auml;lfte dieser Gruppe &ndash; besonders h&auml;ufig Frauen &ndash; keine Arbeit haben, werten die Forscher das als Erfolg. Schlie&szlig;lich seien die Betroffenen erst wenige Jahre im Land und die Umst&auml;nde schwierig. [&hellip;]<br>\nDas liegt auch daran, dass viele Betroffene in Branchen t&auml;tig sind, die durch die Krise besonders gro&szlig;e Einbu&szlig;en hatten: etwa im Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe, in der Reinigungsbranche und in der Leiharbeit. Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die geringere R&uuml;cklagen haben als gro&szlig;e und dadurch schneller in Engp&auml;sse gerieten, entlie&szlig;en Fl&uuml;chtlinge und stellen aktuell weniger ein, sagt Pierenkemper. Viele wurden befristet angestellt, sodass man sich leichter von ihnen trennen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article216162962\/Integration-Der-Irrtum-von-den-ewig-arbeitslosen-Fluechtlingen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J. A.:<\/strong> &ldquo;Viele [Fl&uuml;chtlinge] wurden befristet angestellt, sodass man sich leichter von ihnen trennen kann.&rdquo; &ndash; so begehrt und unersetzlich sind Arbeitskr&auml;fte, so sieht also die &ldquo;Fachkr&auml;ftesicherung&rdquo; durch die Unternehmen aus, sehr interessant. Und in einem anderen Satz erf&auml;hrt man, &ldquo;dass viele Betroffene in Branchen t&auml;tig sind [wie] im Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe, in der Reinigungsbranche und in der Leiharbeit&rdquo;. Mit anderen Worten, die so sehr betonten 16 Prozent von Fl&uuml;chtlingen &ldquo;in einem regul&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnis&rdquo; haben zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil besonders anstrengende und besonders schlecht bezahlte &ndash; und besonders ungesicherte &ndash; Jobs, die vermutlich (zumindest zu den gebotenen miserablen Bedingungen) kaum ein Einheimischer machen will. Da kommen die Fl&uuml;chtlinge, die ja keine Anspr&uuml;che stellen d&uuml;rfen, gerade recht f&uuml;r die Drecksjobs. Und so sieht dann das Integrationswunder in Deutschland aus und das IW gibt nat&uuml;rlich seinen pseudo-wissenschaftlichen Senf dazu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>M&uuml;nchen f&uuml;hrt Maskenpflicht auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen ein<\/strong><br>\nZur Eind&auml;mmung des Coronavirus hat die Stadt M&uuml;nchen eine Maskenpflicht auf bestimmten &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen und Stra&szlig;en der Innenstadt angeordnet. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Krisenstabes der Stadt, der am Montagvormittag wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen getagt hatte. Die Regelung soll von Donnerstag an gelten, sofern die Neuinfektionszahlen weiterhin auf hohem Niveau bleiben, und betrifft etwa den Marienplatz oder den Viktualienmarkt.<br>\nZudem sollen ab Donnerstag weitere Regeln in Kraft treten:<br>\nIm gesamten &ouml;ffentlichen Raum d&uuml;rfen sich dann laut Oberb&uuml;rgermeister Dieter Reiter (SPD) nur noch Gruppen von maximal f&uuml;nf Personen treffen. Ausnahmen sind Treffen zweier Haushalte, die zusammen mehr Menschen umfassen, oder Verwandte in gerader Linie.<br>\nAls weitere Ma&szlig;nahme gilt k&uuml;nftig f&uuml;r private Feiern wie Geburtstage, Hochzeiten oder auch f&uuml;r Beerdigungen eine H&ouml;chstgrenze von 25 Menschen in geschlossenen R&auml;umen und 50 Menschen bei Treffen im Freien. Regul&auml;re Veranstaltungen wie Theater oder Konzerte sind von dieser Einschr&auml;nkung nicht betroffen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen alles tun, um Menschenansammlungen zu vermeiden, und das gilt inbesondere im Bereich des Feierns&rdquo;, sagte Reiter.<br>\nZuvor hatte bereits Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der erkl&auml;rt, er habe gemischte Gef&uuml;hle, wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern ansehe, etwa auf dem Viktualienmarkt. S&ouml;der hatte in dem Interview mit dem Radiosender B5 bereits eine Maskenpflicht auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen in M&uuml;nchen ins Spiel gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/steigende-corona-infektionen-in-muenchen-soeder-stellt-maskenpflicht-an-oeffentlichen-plaetzen-in-aussicht-a-a6b6eb36-2312-4b42-b51d-b7b4db1a99d1\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Kaum von S&ouml;der angek&uuml;ndigt, schon eingef&uuml;hrt. Das Muster ist klar, kaum wird der B&uuml;rger frech und unterwirft sich nicht mehr bedingungslos den Corona-Regeln, sofort wird die Schraube angezogen. Das l&auml;sst erahnen, welche Repressionsma&szlig;nahmen f&uuml;r den kommenden Herbst und Winter noch zu erwarten sind. Das alleinige Argumentieren mit den &bdquo;Infektionszahlen&ldquo; (besser w&auml;re mit den positiven Testf&auml;llen, da ja der alleinige Nachweis von Corona-RNA nichts &uuml;ber Krankheitsverlauf bzw. Viruslast der getesteten Person aussagt) ist unseri&ouml;s und manipulativ. Die NDS haben bereits mehrfach darauf hingewiesen (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64554\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63898\">hier<\/a>), dass nur &uuml;ber die Betrachtung der gesamten Situation unter Ber&uuml;cksichtigung der schweren Krankheitsverl&auml;ufe bzw. der Todesf&auml;lle, welche aktuell trotz steigender &bdquo;Infektionszahlen&ldquo; auf niedrigem Niveau stagnieren, ein Abw&auml;gen und Entscheiden &uuml;ber entsprechende Ma&szlig;nahmen m&ouml;glich ist. Eine Position, die auch einer der wenigen rational argumentierenden Wissenschaftler die &uuml;berhaupt in den klassischen Medien Geh&ouml;r finden, der Direktor des Institutes f&uuml;r Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakult&auml;t der Universit&auml;t Bonn, Hendrik Streeck vertritt.<br>\nDazu stellt sich die Frage wie die Dramatisierung S&ouml;ders zur Meldung passt, dass in deutschen Krankenh&auml;usern und Kliniken die Zahl der Betten, die f&uuml;r schwere Corona-F&auml;lle reserviert sind, reduziert werden. Ist das angesichts steigender &bdquo;Infektionszahlen&ldquo; nicht unverantwortlich?  Das Fatale ist aber, dass die &ouml;ffentliche Berichterstattung und das Agieren der politischen Elite inzwischen mit dem realen Verlauf der Corona-Epidemie nichts mehr zu tun haben, sondern, dass es darum geht Hand in Hand mit affirmativen Wissenschaftlern und den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;, das Angstniveau in der Bev&ouml;lkerung hoch und die Zustimmung zum Ausnahmezustand aufrecht zu halten.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Corona-Experte Drosten: &ldquo;Masken werden wir so schnell nicht los&rdquo;<\/strong><br>\nAuf ihn h&ouml;ren die Deutschen w&auml;hrend der Pandemie: Christian Drosten. Der Virologe entwickelte den weltweit ersten Corona-Diagnostiktest. Im Interview mit der DW warnt er davor, dass ein schwieriger Winter bevorsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.dw.com\/de\/drosten-interview-corona\/a-54969689?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Deutsche Welle<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Auml;rztekammer f&uuml;r O&Ouml; warnt vor Corona-Panik<\/strong><br>\nDie &Auml;rztekammer f&uuml;r O&Ouml; fordert einen faktenbasierten, sachlichen und konstruktiven Diskurs &uuml;ber die Corona-Ma&szlig;nahmen ein. Auf gar keinen Fall bestehe angesichts steigender Zahlen Grund zur Panik &ndash; im Gegenteil: Es g&auml;be keine zweite Welle, sondern einen &bdquo;technischen Labor-Tsunami&ldquo;. Gefordert wird unter anderem, das Covid-19-Testungen von Haus&auml;rzten angeordnet werden sollen und besonders dringlich: Es d&uuml;rfe angesichts des generellen Viren-Herbstes nicht auf andere Krankheiten vergessen werden.<br>\n&bdquo;Viren gibt es schon immer und wir leben damit. Das soll keine Bagatellisierung sein, wir wollen aber die Angst herausnehmen und aus der Schockstarre holen&ldquo;, so &Auml;rztekammer f&uuml;r O&Ouml;-Pr&auml;sident Peter Niedermoser. Er fordert Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit ein: &bdquo;Ja, Covid-19 ist eine Krankheit, an der man sterben kann, aber  es geht uns um den pragmatischen Zugang. Es braucht eine breitere Diskussion und mehr Meinungen in der &Ouml;ffentlichkeit, wir wissen jetzt wesentlich mehr als noch vor Beginn der Corona-Pandemie. Wir haben den Eindruck, dass in anderen L&auml;ndern wesentlich offener diskutiert wird mit Medizinern.&ldquo; Vor allem angesichts der bevorstehenden Grippe-Saison sei Panik der v&ouml;llig falsche Weg.<br>\n&bdquo;Wir wissen, dass Covid-19 schwerer verl&auml;uft als die Grippe. F&uuml;r saisonale Influenza sch&auml;tzt man eine Sterberate von 1 bis 2 Verstorbenen auf 1.000 Infizierte, das sind 0,1 bis 0,2 Prozent&ldquo;, so Franz Allerberger, Facharzt f&uuml;r Klinische Mikrobiologie und Hygiene sowie Leiter des Gesch&auml;ftsfeldes &Ouml;ffentliche Gesundheit der AGES.<br>\nAktuelle Studien zu Covid-19 zeigen eine Sterberate  um die 0,25 Prozent bis 0,36 Prozent. &bdquo;Somit ist die Sterblichkeit von Covid-19 zwar h&ouml;her (circa doppelt so hoch) als die der saisonalen Influenza-Infektionen, aber weit entfernt von der Gef&auml;hrlichkeit, wie wir sie f&uuml;r die spanische Grippe, SARS oder MERS kennen&ldquo;, erl&auml;utert Allerberger. &bdquo;Covid wird bleiben und sich zu den bekannten Krankheiten dazugesellen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tips.at\/nachrichten\/linz\/land-leute\/516667-wir-haben-keine-zweite-welle-wir-haben-einen-labor-tsunami-aerztekammer-fuer-ooe-warnt-vor-corona-panik\">Tips<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein faktenbasierter, sachlicher und konstruktiver Diskurs &uuml;ber die Corona-Ma&szlig;nahmen w&auml;re auch in Deutschland dringend notwendig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ostpolitik: Weise Voraussicht und verlorener Verstand<\/strong><br>\nWas unter dem Namen &bdquo;Neue Deutsche Ostpolitik&ldquo; figurierte, war der letztendlich erfolgreiche Versuch, aus einer nahezu aussichtslosen Situation eine Wende im Denken herbeizuf&uuml;hren. Willy Brandt (1), der Vision&auml;r, und Egon Bahr, der Konstrukteur, machten sich daran, eine Stra&szlig;e zu bauen, die aus der immer am Rande eines hei&szlig;en stehenden Kalten Krieges herausf&uuml;hren sollte. (&hellip;)<br>\nNATO und Warschauer Pakt standen sich waffenbehangen gegen&uuml;ber und die Nahtstelle war die Grenze von BRD und DDR. Die Sowjetunion, die den Osten dominierte, war ein Monolith nach innen wie nach au&szlig;en. Verglichen mit den damaligen Bedingungen, ist die heutige russische Gesellschaft offen und liberal. Dennoch fanden die beiden Sozialdemokraten, &uuml;brigens mit den Freien Demokraten in einer Regierungskoalition, einen Weg, um erste Schritte aus der eisigen K&auml;lte gehen zu k&ouml;nnen: Es war die &Ouml;konomie.<br>\nDie Neue Deutsche Ostpolitik kombinierte Gesch&auml;ftsbeziehungen mit politischen Zielen. Es ging darum, den stets skeptischen Verhandlungspartnern die Einsicht zu vermitteln, dass wirtschaftliche Kooperation der eigenen Seite gut taten und dass eine Verbesserung des politischen Klimas dazu f&uuml;hrte, dass die Gesch&auml;fte immer besser liefen.<br>\nWandel durch Ann&auml;herung nannten das die Architekten dieser neuen Politik. Trotz mancher R&uuml;ckschl&auml;ge lie&szlig;en sie sich nicht von diesem Kurs abbringen, der letztendlich zum Ende des Kalten Krieges f&uuml;hrte und der dazu beitrug, dass Deutschland wiedervereinigt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/09\/18\/ostpolitik-weise-voraussicht-und-verlorener-verstand\/\">Neue Debatte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA: Land der unbegrenzten Machtwillk&uuml;r?<\/strong><br>\n&ldquo;Anything goes&rdquo;: Justizminister William Barr setzt neue Standards in der Gefolgschaft zum US-Pr&auml;sidenten. Politischen Gegnern droht er mit Anklagen wegen gewaltt&auml;tigen Umsturzes. In anderen L&auml;ndern w&auml;re die internationale Emp&ouml;rung gro&szlig;<br>\n&ldquo;New normal&rdquo; auf dem Flaggschiff der westlichen Demokratie: Der US-Pr&auml;sident s&auml;gt methodisch an der Legitimit&auml;t der Wahlen am dritten November. Er pr&auml;pariert die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r den in den USA beispiellosen Fall, dass er deren Ergebnis nicht akzeptieren wird, sollte er verlieren. Sein Justizminister assistiert ihm dabei, den politischen Gegner einzusch&uuml;chtern. Beide geben sich als Vertreter von Recht und Ordnung aus.<br>\nDer Justizminister und oberste Staatsanwalt der USA, William Barr, soll k&uuml;rzlich bei einem Telefonat mit den leitenden Staatsanw&auml;lten der Bundesstaaten den Vorschlag unterbreitet haben, k&uuml;nftig gewaltt&auml;tige Teilnehmer von Protesten mit einer Anklage wegen gewaltt&auml;tigen Umsturzes vor Gericht zu bringen. Damit w&uuml;rde ihnen laut dem daf&uuml;r zugrunde liegenden Gesetz Haftstrafen von bis zu 20 Jahren drohen. (&hellip;)<br>\nSelbst wenn die Ank&uuml;ndigung, Teilnehmer von Protesten k&uuml;nftig wegen Aufruhr zu belangen, nur ein Vorschlag, eine Option ist, also nur angedacht ist, so dringt trotzdem ein politisches Signal durch. Auch das l&auml;uft auf Einsch&uuml;chterung hinaus. Der Schock, dass die Justiz unter Trump, ihr Vorgehen gegen Proteste und Demonstranten auf eine neue strafrechtliche Ebene bringen kann, wird in den K&ouml;pfen der Protestierenden pr&auml;sent sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Land-der-unbegrenzten-Machtwillkuer-4905664.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Nachhaltigkeitstheater<\/strong><br>\nDas meiste Plastik wird nie recycelt werden. Die Hersteller interessiert das herzlich wenig, die Schuld bekommen schlie&szlig;lich KundInnen zugeschoben<br>\nPlastik-Recycling ist ein gro&szlig;er Schwindel. Man sortiert sorgf&auml;ltig seinen M&uuml;ll, sp&uuml;lt pflichtbewusst alle Plastikbeh&auml;lter aus und dann wird alles sowieso auf eine M&uuml;lldeponie gesch&uuml;ttet oder in den Ozean gekippt. In Ordnung, vielleicht nicht alles &ndash; aber doch der allergr&ouml;&szlig;te Teil. Nur neun Prozent aller bisher hergestellten Kunststoffe wurden laut einer Analyse vermutlich recycelt. Aber der Clou ist: Die Unternehmen, die das ganze Plastik produzieren, haben Millionen f&uuml;r Werbekampagnen ausgegeben, die uns Recycling erkl&auml;ren, obwohl sie genau wissen, dass das meiste Plastik niemals wiederverwertet werden wird.<br>\nNach einer neuen Recherche des amerikanischen National Public Radio (NPR) und dem Public Broadcasting Service (PBS) wissen die gro&szlig;en Kunststoffhersteller seit Jahrzehnten, dass es unwahrscheinlich ist, dass Plastik je in gro&szlig;em Umfang recycelt werden wird. Das ist n&auml;mlich teuer. &bdquo;Sie hatten nie wirklich Interesse daran, wirklich viel Geld und M&uuml;hen in Recycling zu investieren, weil sie neues Material verkaufen wollen&ldquo;, erkl&auml;rte Larry Thomas, der fr&uuml;here Pr&auml;sident einer der m&auml;chtigsten Branchenverb&auml;nde der Plastikindustrie, gegen&uuml;ber NPR.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/das-nachhaltigkeitstheater\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verd&ouml;rrt und vernutzt: Das Drama des Waldes<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten D&uuml;rresommer mit ihren verheerenden Folgen f&uuml;r die Natur haben die hiesigen W&auml;lder wieder in den Fokus &ouml;ffentlicher Debatten ger&uuml;ckt. Dabei zeigt sich immer mehr: Der deutsche Wald befindet sich in einem gleich zweifachen Dilemma. Das erste zeigt sich symbolhaft an den Supermarktkassen. Dort haben die Handelsketten die vom Verbraucher als Problem erkannten Plastikbeutel gro&szlig;fl&auml;chig durch Papiert&uuml;ten ersetzt. Allerdings sind auch sie nicht umweltfreundlich, ganz im Gegenteil. Nicht nur jede Menge Energie und Wasser sind n&ouml;tig, um die Einmaltragetaschen herzustellen, sondern neben Altpapier auch jede Menge frisches Holz. Wurden f&uuml;r die Plastebeutel die &bdquo;unterirdischen W&auml;lder&rdquo;[1] ausgebeutet, sind es nun wieder die oberirdischen. Die Umkehr zur Papiert&uuml;te l&auml;sst sich n&auml;mlich auch als R&uuml;ckkehr deuten; nach einer au&szlig;erordentlich kurzen Phase von etwa 300 Jahren, in der die Menschheit in den Industrie- oder sich industrialisierenden L&auml;ndern massenhaft fossile Rohstoffe wie Kohle, Erd&ouml;l und Gas nutzte, um ihren Bedarf an Energie und Material zu decken, kehrt sie jetzt zum historischen Normalzustand zur&uuml;ck. In diesem war der Wald die mit Abstand wichtigste Rohstoffquelle: Er lieferte Energie, Baumaterial sowie Nahrung f&uuml;r Mensch und Vieh, war also Kraftwerk, Apotheke und Supermarkt. Das k&ouml;nnte der Wald auch hierzulande perspektivisch wieder werden. Allerdings: Eine R&uuml;ckkehr in den Normalzustand einer Jahrtausende langen Nutzung des Waldes als prim&auml;re Rohstoffquelle passt nicht zusammen mit den Konsum- und Produktionsgewohnheiten des fossilen Zeitalters, in denen sich die Industriegesellschaften daran gew&ouml;hnt haben, dass allein ihre Nachfrage das Angebot bestimmt. Der zunehmende Nutzungsdruck einer postfossilen und um Klimaneutralit&auml;t bem&uuml;hten Wirtschaft auf die W&auml;lder zeigt sich schon jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/september\/verdoerrt-und-vernutzt-das-drama-des-waldes\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das reichste 1 Prozent sch&auml;digt das Klima doppelt so stark wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Welt<\/strong><br>\nDer Bericht &bdquo;Confronting Carbon Inequality&rdquo; wertet aus, f&uuml;r wie viel CO2-Aussto&szlig; die einzelnen Einkommensgruppen verantwortlich sind. Analysiert wurden die klimapolitisch wichtigen Jahre zwischen 1990 und 2015, in denen sich die klimasch&auml;dlichen Emissionen weltweit verdoppelt haben. F&uuml;r diesen Anstieg sind insbesondere die reichsten 10 Prozent verantwortlich &ndash; und nicht die globale Mittelklasse, wie h&auml;ufig angenommen wird.<br>\nUngleichheit spielt f&uuml;r die Beschleunigung der Klimakrise eine entscheidende Rolle:<br>\nDie reichsten 10 Prozent (630 Millionen Menschen) sind f&uuml;r &uuml;ber die H&auml;lfte (52 Prozent) der CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2015 verantwortlich. Das reichste 1 Prozent alleine f&uuml;r 15 Prozent, die &auml;rmere H&auml;lfte der Menschheit nur f&uuml;r 7 Prozent.<br>\nIn Deutschland waren die reichsten 10 Prozent (8,3 Millionen Menschen) im Jahr 2015 f&uuml;r mehr CO2-Aussto&szlig; verantwortlich als die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung (41,3 Millionen Menschen). Von den Gesamt-Emissionen seit 1990, f&uuml;r die die deutsche Bev&ouml;lkerung verantwortlich ist, gehen 26 Prozent auf das Konto der reichsten 10 Prozent; die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der deutschen Bev&ouml;lkerung ist nur f&uuml;r wenig mehr verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/ueber-uns\/aktuelles\/klimawandel-ungleichheit-reichste-1-prozent-schaedigt-klima-doppelt-so-stark\">Oxfam<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.M.:<\/strong> Bleibt die Frage, wie lange wir uns solche Reichen noch leisten k&ouml;nnen; nach dem Stand des Klimawandels wohl nicht mehr allzu lange!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;So alt f&uuml;hle ich mich noch nicht&ldquo;<\/strong><br>\nFranz M&uuml;ntefering sagt, er sei &bdquo;absichtlich 80 geworden&ldquo;, das Leben findet er eine &bdquo;einmalige Sache&ldquo;. Was Corona angeht, wirbt er f&uuml;r Zuversicht. Und konkretere Konzepte. [&hellip;]<br>\nSie haben keine Zweifel an der Einf&uuml;hrung von Hartz IV oder der Senkung des Spitzensteuersatzes unter Rot-Gr&uuml;n?<br>\nNein. Wir hatten damals eine hohe Arbeitslosigkeit, eine Million Menschen waren erwerbsf&auml;hig, aber in der Sozialhilfe. Die waren f&uuml;r immer aussortiert, das haben wir ge&auml;ndert. Und mit den Steuersenkungen haben wir nicht nur den Spitzenverdienern, sondern allen mehr Geld gegeben, auch der Wirtschaft. Das war f&uuml;r die Konjunktur gut und hat die Arbeitslosigkeit gesenkt.<br>\nSoziale Gerechtigkeit geh&ouml;rt zum Markenkern der SPD, den haben die rot-gr&uuml;nen Reformen besch&auml;digt, in der Folge ist die Linkspartei entstanden.<br>\nWeil das systematisch so dargestellt wird und weil Partei und nahe Verwandtschaft so dar&uuml;ber geredet haben. In Wirklichkeit haben wir eine Million Menschen aus der Ecke geholt. Soziale Gerechtigkeit hei&szlig;t ja nicht, dass man oben was wegnimmt und nach unten gibt. Man muss auch daf&uuml;r sorgen, dass der Wohlstand des Landes erhalten bleibt, dass es Firmen gibt, die gut laufen, wo Jobs entstehen. Es w&auml;re billig, wenn ich jetzt sagen w&uuml;rde, wir h&auml;tten damals anders handeln m&uuml;ssen. So wie die Lage war, war das f&uuml;r uns plausibel, es hat dem Land gut getan. [&hellip;]<br>\nDas k&ouml;nnte jetzt auch eine freundliche Umschreibung von Sturheit sein&hellip;<br>\nSchon m&ouml;glich. Es kann sein, dass man im Alter st&auml;rker an der eigenen Meinung festh&auml;lt, wenn man glaubt, dass sie richtig ist. Denn es kann ja auch sein, dass die anderen falsch liegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Franz-Muentefering-uebers-Altwerden\/!5713983\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J. A.:<\/strong> Ein sturer alter Mann, der die Wirklichkeit leugnend an der L&uuml;ge festh&auml;lt, die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; habe den Deutschen geholfen und nicht geschadet. Nach 20 Jahren gezielt geschaffener Armut &ndash; und Franz M&uuml;ntefering beklagt selber &ldquo;das zunehmende Gef&auml;lle zwischen Arm und Reich&rdquo;, wie schr&auml;g &ndash; h&auml;lt M&uuml;ntefering weiter an der Erz&auml;hlung fest, die unglaublichen Steuersenkungen f&uuml;r Spitzenverdiener und Gro&szlig;unternehmen &ndash; die gezielte Umverteilung von unten nach oben &ndash; w&auml;ren &ldquo;f&uuml;r die Konjunktur gut&rdquo; gewesen. Welche Konjunktur soll das sein, die &uuml;ber den Verkauf von Rolex und Porsches hinausgeht? Und das soll &ldquo;f&uuml;r das Land gut sein&rdquo;? M&uuml;ntefering weigert sich sogar wahrzunehmen, dass die gro&szlig;en Firmen ihre &Uuml;berrenditen dank Lohnsenkungen, Sozialk&uuml;rzungen und Steuergeschenken in Dividenden und Aktienr&uuml;ckkaufprogramme zur Begl&uuml;ckung der Aktion&auml;re stecken und keineswegs in Investitionen. Und wenn er so gerne l&auml;uft, dann k&ouml;nnte er ja mal einen der Millionen Rentner, die ihm ihre Altersarmut verdanken, beim Flaschensammeln oder Zeitungsaustragen begleiten. Stattdessen kann er sein Leben als Luxuspension&auml;r genie&szlig;en und unertr&auml;gliche &ldquo;Wahrheiten&rdquo; von sich geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Warum Berliner Landesbedienstete nicht mehr &bdquo;Schwarzfahrer&ldquo; sagen d&uuml;rfen<\/strong><br>\nDie Landesbediensteten Berlins m&uuml;ssen jetzt noch mehr aufpassen, was sie sagen. Bereits jetzt m&uuml;ssen sie sich an die Regeln halten, nach der die Verwaltung offiziell spricht (&bdquo;Radfahrende&ldquo;, &bdquo;Zu Fu&szlig; Gehende&ldquo;, &bdquo;Verkehrsteilnehmende&ldquo; etc.). Denn nach Meinung des rot-rot-gr&uuml;nen Senats erm&ouml;glicht das generische Maskulinum &ndash; also die verallgemeinernde m&auml;nnliche Form &ndash; keine geschlechtergerechte Ansprache. K&uuml;rzlich nun hat der Senat einen Leitfaden f&uuml;r &bdquo;Mitarbeitende der Berliner Verwaltung zum diversitysensiblen Sprachgebrauch&ldquo; ausgearbeitet.<br>\nDer 44 Seiten lange Leitfaden ist, das die Mitarbeiter in den Amtsstuben ert&uuml;chtigen soll f&uuml;r das Kommunizieren &bdquo;mit den Menschen in dieser Stadt&ldquo;, unabh&auml;ngig von deren Geschlecht, ethnischer Herkunft oder Hautfarbe, Alter, Behinderung, Religion, Weltanschauung und sexueller Identit&auml;t. Die Landesstelle f&uuml;r Gleichbehandlung gegen Diskriminierung, angesiedelt bei Justizsenator Dirk Behrendt (Gr&uuml;ne), hat die Anleitung erarbeitet.<br>\nNach dieser soll zum Beispiel nicht mehr der Begriff &bdquo;Asylbewerber&ldquo; verwendet werden. Er sei irref&uuml;hrend, weil ein Grundrecht auf Asyl bestehe. Besser sind nach Auffassung der Autoren die Bezeichnungen &bdquo;Asylsuchende&ldquo; oder &bdquo;Schutzberechtigte&ldquo;.<br>\n&bdquo;Ausl&auml;nder&ldquo; soll man auch nicht sagen sondern &bdquo;Einwohnende ohne deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft&ldquo;. Menschen mit Migrationshintergrund sind nach dieser Empfehlung &bdquo;Menschen mit Migrationsgeschichte&ldquo; oder &bdquo;Menschen mit internationaler Geschichte&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/warum-berliner-landesbedienstete-nicht-mehr-schwarzfahrer-sagen-sollen-li.106541\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nein, das ist keine Satire.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Merz warnt vor Gew&ouml;hnung an ein Leben ohne Arbeit<\/strong><br>\nDer f&uuml;r den Parteivorsitz kandidierende CDU-Politiker Friedrich Merz warnt davor, dass sich m&ouml;glicherweise viele erwerbsf&auml;hige Menschen w&auml;hrend der Corona-Krise an ein Leben ohne Arbeit gew&ouml;hnt haben. &bdquo;Wir m&uuml;ssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gew&ouml;hnen, dass wir ohne Arbeit leben k&ouml;nnen&ldquo;, sagte der fr&uuml;here Aufsichtsratschef des US-Verm&ouml;gensverwalters Blackrock am Sonntagabend im &bdquo;Bild&ldquo;-Politiktalk &bdquo;Die richtigen Fragen&ldquo;. &bdquo;Wir m&uuml;ssen zur&uuml;ck an die Arbeit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article216170790\/Friedrich-Merz-warnt-vor-Gewoehnung-an-Leben-ohne-Arbeit.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter\">Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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