{"id":65089,"date":"2020-09-23T08:35:39","date_gmt":"2020-09-23T06:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089"},"modified":"2020-09-23T08:53:38","modified_gmt":"2020-09-23T06:53:38","slug":"hinweise-des-tages-3703","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h01\">Reall&ouml;hne sinken so stark wie nie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h02\">Verhandlungsrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h03\">Linke Anforderungen an Notlagenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h04\">Ethikrat gegen Corona-Immunit&auml;tsnachweis zum jetzigen Zeitpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h05\">Freiheit ist links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h06\">Der Schauprozess gegen Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h07\">UN-Generaldebatte: Trump hetzt, Putin will Kooperation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h08\">Malta\/Caruana Galizia: Verm&ouml;gen von Keith Schembri und Brian Tonna eingefroren. Druck zeigt Wirkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h09\">K&uuml;rzen bei Obdachlosen und Corona-H&auml;rtef&auml;llen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h10\">Massenprotest gegen die rechte Gouverneurin von Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h11\">Covid-19 und Fl&uuml;chtlinge: Die Abw&auml;rtsspirale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h12\">Moria und die Gr&uuml;nen: Viele kleine &Uuml;bel f&uuml;hren zum gro&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h13\">Forscher warnen vor stark anschwellender Plastikflut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h14\">Geheime Privatisierungspl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h15\">Die merkw&uuml;rdige Energiepolitik der Gr&uuml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h16\">Deutschland im Indo-Pazifik (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h17\">US-Iran-Sanktionen: Pompeo warnt Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65089#h18\">Feindbild Venezuela, Gesch&auml;fte f&uuml;r US-Unternehmen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne sinken so stark wie nie zuvor<\/strong><br>\nIm Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Reall&ouml;hne im zweiten Quartal 2020 um 4,7 Prozent geschrumpft, meldet das Statistische Bundesamt. Noch st&auml;rkere Einkommensverluste hat die Kurzarbeit abgefedert.<br>\nDie Reall&ouml;hne in Deutschland sind in der Corona-Krise so stark gesunken wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, lagen die Reall&ouml;hne im Dreimonatszeitraum von April bis Juni um 4,7 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Dabei habe Kurzarbeit die Einkommensverluste noch teilweise abgefedert.<br>\nNominal, also nicht preisbereinigt, sanken die Bruttomonatsverdienste einschlie&szlig;lich Sonderzahlungen um rund 4,0 Prozent. Die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um knapp 0,8 Prozent zu.<br>\nDer sich daraus ergebende reale Verdienstr&uuml;ckgang von rund 4,7 Prozent ist nach Angaben des Bundesamtes die &bdquo;historisch st&auml;rkste Abnahme der Nominal- und auch der Reall&ouml;hne im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 und somit st&auml;rker als in der Finanzmarktkrise 2008\/2009&ldquo;. Im ersten Quartal waren die Reall&ouml;hne um 0,4 Prozent gestiegen. Dies war bereits die schw&auml;chste Steigerungsrate seit dem letzten Quartal 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/corona-folgen-realloehne-im-zweiten-quartal-stark-gesunken-16965412.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Folgen der Corona-Ma&szlig;nahmen sind vor allem f&uuml;r die untere Mittelschicht enorm. Noch ist das Ende der Fahnenstange hier nicht erreicht, zumal abzuwarten ist, wie viele Kurzarbeiter nach Ablauf der Regelung ihren alten Job wieder zur&uuml;ckbekommen.<\/em> <\/p>\n<p>dazu: <strong>L&ouml;hne in den unteren Einkommensgruppen schrumpfen stark<\/strong><br>\nDie Cornakrise trifft Niedrigverdiener &uuml;berdurchschnittlich stark. Laut Statistischem Bundesamt sind ihre L&ouml;hne um bis zu 7,4 Prozent gesunken. Allerdings ist das Kurzarbeitergeld dabei noch nicht eingerechnet.<br>\nDie Coronakrise hat vor allem in den unteren Einkommensgruppen auf die Brutto-Entgelte gedr&uuml;ckt. Die Nominall&ouml;hne lagen im zweiten Quartal des Jahres 4,0 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent gestiegen sind, betrug der reale Lohnr&uuml;ckgang sogar 4,7 Prozent. Ein solches Minus hat es seit Beginn der Statistik im Jahr 2007 noch nie gegeben.<br>\nIn den Berechnungen ist allerdings das Kurzarbeitergeld nicht erfasst, das f&uuml;r viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Einkommensverluste mindestens teilweise ausgeglichen hat.<br>\nIn den unteren Lohngruppen f&uuml;r ungelernte Arbeitnehmer gingen die bezahlten Arbeitsstunden in der Jahresfrist &uuml;berdurchschnittlich um 9,8 Prozent zur&uuml;ck, die vom Arbeitgeber bezahlten L&ouml;hne sanken um 7,4 Prozent. F&uuml;r Menschen in leitender Stellung verringerte sich die Arbeitszeit im Schnitt nur um 3,0 Prozent und die Entgelte sanken nur um durchschnittlich 2,0 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/loehne-in-den-unteren-einkommensgruppen-schrumpfen-stark-a-6685742b-aaae-4c6c-b487-7d032b6ab94e#\">SPIEGEL<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was auch alle anderen Statistiken sagen: dass die rabiate Ungleichheit durch Corona noch einmal vergr&ouml;&szlig;ert wurde. Und 7,4 Prozent weniger m&ouml;gen f&uuml;r einen Gutverdiener eine Reduzierung der Altersvorsorge bedeuten, f&uuml;r einen Schlechtverdiener aber den Unterschied zwischen &ldquo;fast genug&rdquo; und Hunger.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verhandlungsrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jetzt streikt`s<\/strong><br>\nZweite Verhandlungsrunde ergebnislos<br>\nArbeitgeber legen auch in der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam kein Angebot vor<br>\nver.di ruft die Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst ab Dienstag (22. September) zu Warnstreiks auf. Das ist f&uuml;r den ver.di-Vorsitzenden und Verhandlungsf&uuml;hrer Frank Werneke die einzig sinnvolle Reaktion auf die zweit&auml;gige zweite Verhandlungsrunde in Potsdam. Die Gespr&auml;che seien &bdquo;sinnlos verplemperte Zeit&ldquo; gewesen, weil die Arbeitgeber von Bund und Kommunen kein Angebot gemacht hatten. &bdquo;Von Respekt und Anerkennung gegen&uuml;ber den Besch&auml;ftigten war nichts zu sp&uuml;ren&ldquo;, kritisierte Werneke nach dem Ende der Verhandlungen.<br>\n(&hellip;) Werneke vermutet, dass die Arbeitgeber darauf hoffen, dass die Streikbereitschaft der Besch&auml;ftigten in Pandemie-Zeiten gering sei. &bdquo;Wir k&ouml;nnen streiken, auch mit Abstand&ldquo;, stellte er klar. Erste Warnstreiks mit regionalem Bezug sollen am kommenden Dienstag, 22. September, beginnen.<br>\nDie Forderungen und Erwartungen<br>\nver.di fordert f&uuml;r die 2,3 Millionen Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4, 8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zw&ouml;lf Monaten. Die Bezahlung von Azubis und Praktikant*innen soll um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Dar&uuml;ber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Besch&auml;ftigten behandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/unverzichtbar.verdi.de\/++co++dbc3175c-fb41-11ea-af26-001a4a160129\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><strong>Klatschen oder Klatsche f&uuml;r die Helden?<\/strong><br>\n(&hellip;) Eine solche Tarifrunde und die Diskussion &uuml;ber die Forderung ist eine notwendige Zumutung. Denn es geht um jene, die noch vor wenigen Monaten als &ldquo;Helden des Alltags&rdquo; gefeiert wurden, als die Menschen im Maschinenraum, die dieses Land am Laufen halten &ndash; in Kitas, Krankenh&auml;usern und Seniorenheimen, bei M&uuml;llabfuhr, in Verwaltungen, im Jobcenter. Die Tarifrunde hat au&szlig;er die Betroffenen bislang kaum jemanden interessiert.<br>\nEs geht auch darum, wie die Gesellschaft das Dilemma l&ouml;st, wenn Anspruch und Realit&auml;t aufeinandertreffen. Es ist einfach mit einem Hashtag, einem Like oder einem schnell gedrehten Handyvideo vom eigenen Balkon ebenso aufrichtig wie beliebig Anerkennung auszudr&uuml;cken. Es ist etwas anderes, sich nach Monaten des Lockdowns vor der verschlossenen T&uuml;r einer Kita konkret mit der Forderung nach mehr Wertsch&auml;tzung auseinanderzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/streiks-im-oeffentlichen-dienst-klatschen-oder-klatsche-fuer-die-helden-a-c0bbfbc5-1728-4a60-aec2-9364642aa19c\">Der Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Tarifkampf im &ouml;ffentlichen Dienst: Geht das in Corona-Zeiten?<\/strong><br>\nNach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde f&uuml;r 2,3 Millionen direkt Betroffene im &ouml;ffentlichen Dienst beim Bund und den Kommunen hat Verdi erste Warnstreiks, aber auch die Entschlossenheit zu nachfolgenden Streiks angek&uuml;ndigt. Im Mittelpunkt steht die Verhandlung &uuml;ber den neuen Tarifvertrag f&uuml;r 2,3 Millionen direkt betroffene Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes beim Bund oder bei einem der Arbeitgeber in der &bdquo;Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberb&auml;nde&ldquo;. Neben der Angleichung der Arbeitszeit von Ost an West geht es um die Forderung, die Geh&auml;lter um 4,8 Prozent, jedoch mindestens um 150 Euro bei den unteren Gehaltsgruppen (bis 7,5 Prozent) zu erh&ouml;hen. Bisher hat der Arbeitgeberblock keinen Gegenvorschlag unterbreitet.<br>\n(&hellip;) Der Absturz der Gesamtwirtschaft um knapp 6 Prozent diesem Jahr und damit die Steuerausf&auml;lle mit insgesamt 100 Mrd. Euro rechtfertigen grunds&auml;tzlich nicht, mit dem Tarifvertrag in Quarant&auml;ne den so dringlich ben&ouml;tigten und extrem Belasteten eine Lohn-Nullrunde zu verpassen. Es kommt jetzt darauf an, auch mit dem Mut des Tabubruchs die Finanzierung der Tarifforderungen zugunsten der viel gelobten &bdquo;Alltagshelden&ldquo; und damit auch der Binnenwirtschaft zu gew&auml;hrleisten.<br>\nDazu dient die Anleihe an der derzeitigen Finanzierung steigenden Staatsausgaben bei sinkenden Steuerinnahmen. Niemand popagiert derzeit die dumme Idee, auf die leeren &ouml;ffentlichen Kassen m&uuml;sste generell mit Streichungen bei den Staatsausgaben und\/ oder der Erh&ouml;hung wichtiger Steuern reagiert werden&hellip;.<br>\nLogischerweise erh&ouml;ht sich der staatliche Finanzierungsbedarf &uuml;ber die Personalausgaben im Ausma&szlig; der angestrebten Tariferh&ouml;hungen. Diesem Anstieg der Geh&auml;lter stehen allerdings Vorteile durch gest&auml;rkte Motivation und Identifikation der Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst sowie durch den Beitrag zur St&auml;rkung der Binnenwirtschaft &uuml;ber die private Konsumnachfrage gegen&uuml;ber. Ist die wirtschaftliche Krise infolge der Corona-Pandemie einigerma&szlig;en &uuml;berstanden, dann kehrt die Finanzierung auch dieser zus&auml;tzlichen Personalausgaben in das &uuml;bliche Finanzierungsmuster vor allem &uuml;ber Steuern zur&uuml;ck.<br>\nDie &ouml;ffentlichen Arbeitgeber sollten auch gegen die kopflosen Kampagnen einiger Medien gegen die aktuelle Tarifrunde den Mut aufbringen, in der von au&szlig;en erzeugten, au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Krise die Finanzierung &uuml;ber die &ouml;ffentliche Kreditaufnahme vor&uuml;bergehend zuzulassen. Der gesamtwirtschaftliche Spielraum f&uuml;r die &ouml;ffentliche Kreditaufnahme wird auch durch die Deutsche Bundesbank best&auml;tigt. Niedrige Zinsen und eine Inflationsrate knapp oberhalb von Null sowie institutionelle Anleger die trotz Minusrenditen den &bdquo;sicheren Hafen&ldquo; der Staatsanleihen nutzen, erm&ouml;glichen diese Finanzierung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/de\/article\/10656382.tarifkampf-im-%C3%B6ffentlichen-dienst-geht-das-in-corona-zeiten.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Linke Anforderungen an Notlagenpolitik<\/strong><br>\n(&hellip;) In linken Kreisen, aber auch gesamtgesellschaftlich hat sich eine Grundhaltung breitgemacht, bei der kritische Nachfragen zur Faktenbasiertheit der Ma&szlig;nahmen oder Forderungen nach der Wahrung von Grund- und Freiheitsrechten, insbesondere des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatzes, schnell denunzierbar wurden und tats&auml;chlich auch denunziert wurden. Das stellt eine immense Gefahr f&uuml;r linke und b&uuml;rgerrechtlich orientierte Politik dar. Seit dem Ende der Sommerferien, der R&uuml;ckkehr vieler Urlauber*innen und der Intensivierung der Tests steigen die Infektionszahlen wieder an. Damit geht erneut ein mediales Wettr&uuml;sten um die absurdesten Einschr&auml;nkungsma&szlig;nahmen einher, dem die Politik teilweise folgt. Zu denken ist hier an die Forderung nach Alkoholverboten oder Sperrstunden. Bei den neuesten Ma&szlig;nahmen wiederholt sich im Kern der Prozess der ersten Ma&szlig;nahmenwelle zur Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Virus.<br>\nDie gesellschaftliche Linke ist, ebenso wie die Partei DIE LINKE, seit Beginn dieser Auseinandersetzungen insgesamt paralysiert. In ihren Reihen gibt es Leugner*innen des Corona-Virus oder der von ihm ausgehenden Gefahren ebenso wie &laquo;Vernunftpaniker*innen&raquo; und Menschen, die auch in der Krise Gebrauch von einer F&auml;higkeit machten, die Linke eigentlich auszeichnet: Fragen zu stellen. Fragen zu stellen ist etwas anderes, als die Existenz eines Virus infrage zu stellen. Fragen zu stellen bedeutet zu hinterfragen. Schon Karl Marx wusste: &laquo;De omnibus dubitandum.&raquo; (An allem ist zu zweifeln.)<br>\nIn einer Zeit, in der die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Verbreitung, Gefahr und Wirksamkeit von Schutzma&szlig;nahmen gegen das Virus fast t&auml;glich aktualisiert werden und demzufolge auch politische Ma&szlig;nahmen angepasst werden m&uuml;ssen, ist es sinnvoll, Fragen zu stellen. Nicht zuletzt, weil es eine zentrale Aufgabe der Linken in der Corona-Krise ist, die gro&szlig;en Linien zusammenzudenken: Gesundheitsschutz, soziale Absicherung inklusive staatlicher Vorsorge und Schutz von Grund- und Freiheitsrechten&hellip;<br>\nKatastrophen, seien es Naturkatastrophen oder Seuchen, d&uuml;rfen, wenn es um Perspektiven von links geht, nicht nur fachborniert eindimensional betrachtet werden. Linke Politik nimmt alle gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse und Beziehungen in den Blick. Und sie handelt in diesen Verh&auml;ltnissen. Das gilt in Katastrophenzeiten umso mehr. Ein solcher Ansatz muss jetzt von linker Seite entwickelt werden. Denn die Corona-Pandemie wird nicht die letzte Notlage sein, die Politik zu bew&auml;ltigen hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/42953\/linke-anforderungen-an-notlagenpolitik?cHash=9b9f1e904d90781c3dc48d1e4c80469a\">Rosa Luxemburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ethikrat gegen Corona-Immunit&auml;tsnachweis zum jetzigen Zeitpunkt<\/strong><br>\nDie Corona-Situation ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. So diskutierte der Ethikrat dar&uuml;ber, ob ein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Fr&uuml;hjahr angeregter &ldquo;Immunit&auml;tsausweis&rdquo; ethisch korrekt sei. Eine Stellungnahme des Rates liegt nunmehr vor.<br>\n(&hellip;) Was genau eigentlich darunter zu verstehen ist und f&uuml;r welche realen gesellschaftlichen Zusammenh&auml;nge ein solcher &ldquo;Nachweis&rdquo; dann vonn&ouml;ten w&auml;re, blieb offen. Spahn zog seine Idee nach heftigem Widerstand &ndash; auch vonseiten des Koalitionspartners SPD &ndash; zur&uuml;ck. Allerdings d&uuml;rfte die Frage im Raum stehen, was genau eigentlich die Intention des Ministers hierbei war. Einfach Erkenntnisgewinn f&uuml;r eigene Entscheidungsfindungen? Oder am Ende gar &ldquo;ethisch abgesegnete&rdquo; Handhabe zum Druck auf Impfunwillige, wenn es so weit ist? Sozusagen nach dem Motto: &ldquo;Ohne Immunit&auml;tsnachweis haben Sie leider nicht alle Grundrechte. Bitte suchen Sie schnellstm&ouml;glich eine Impfstelle auf. Die staatlichen Gesundheits&auml;mter helfen Ihnen weiter.&rdquo;<br>\nDas ist nat&uuml;rlich alles Spekulation zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt. Doch umso bemerkenswerter d&uuml;rfte die an diesem Dienstag pr&auml;sentierte Antwort des Ethikrates sein. Darin hei&szlig;t es:<br>\n    &bdquo;Der aktuelle naturwissenschaftlich-medizinische Sachstand spricht nach Auffassung aller Ratsmitglieder dagegen, zum jetzigen Zeitpunkt die Einf&uuml;hrung einer Immunit&auml;tsbescheinigung zu empfehlen.&ldquo;<br>\nDie Entscheidung wird dann auch mit einer aktuell nicht ausreichenden medizinischen Evidenz zur Einsch&auml;tzung von Immunit&auml;t begr&uuml;ndet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/106969-ethikrat-gegen-corona-immunitatsnachweis-zum\/\">RT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freiheit ist links<\/strong><br>\nLinks hat das vergessen<br>\n(&hellip;) Bereits mit den Forderungen der franz&ouml;sischen Revolution wurde die Libert&eacute;, die Freiheit, links verortet. Und sie war neben der &Eacute;galit&eacute;, der sozialen Gleichheit, &uuml;ber Jahrzehnte ein wesentliches Merkmal linker Organisationen. Unter Freiheit wurde im parlamentarischen System immer auch die &bdquo;freie&ldquo;, nicht reglementierte Presse verstanden und unter dem Begriff &bdquo;Meinungsfreiheit&ldquo; eingeordnet. Zur demokratischen Freiheit geh&ouml;rte unbedingt die parlamentarische Opposition. Sie schien Anh&auml;ngern des Parlamentarismus als Korrektiv von Fehlentscheidungen, als Kontrollinstrument, das, stellvertretend f&uuml;r die W&auml;hler, der Herrschaftsaus&uuml;bung Z&uuml;gel anlegen konnte und sollte. Die Oppositions-Rolle &uuml;bernahmen im Deutschland der letzten Jahre prim&auml;r Parteien, die links genannt wurden oder die sich selbst als links einordneten.<br>\nDie Opposition verschob sich selbst ins Regierungslager<br>\nEs waren die linken Sozialdemokraten, die sich bis zu ihrer Agenda 2010 als Freunde der sozialen Gleichheit profilierten. Es waren die linken GR&Uuml;NEN, die bis zum NATO-&Uuml;berfall auf Jugoslawien als Antikriegspartei galten. Und es war die linke LINKE, die bis j&uuml;ngst als genuine Oppositionspartei galt. Sp&auml;testens mit den Corona-Ma&szlig;namen der Regierung stellte sich auch die Linkspartei an die Seite der Regierung. Mit einer lange andauernden Gro&szlig;en Koalition und dem z&auml;hen Wunsch der LINKEN nach einer Regierungsbeteiligung, zumindest auf L&auml;nderebene, verschob sich die Opposition selbst ins Regierungslager&hellip;.<br>\n(&hellip;) Mit Marx und Engels l&auml;sst sich die Demokratie verteidigen<br>\nWie tief der Freiheitsgedanke in linker Geschichte wurzelt, kann man im Kommunistischen Manifest von 1848, dem Jahr der deutschen b&uuml;rgerlichen Revolution, nachlesen: &bdquo; An die Stelle der alten b&uuml;rgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegens&auml;tzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung f&uuml;r die freie Entwicklung aller ist.&ldquo; Ausgerechnet die Kommunisten, die gern in den Verdacht der Perma-Kollektivierung gebracht werden, forderten in ihrem Gr&uuml;ndungsdokument die Freiheit des Einzelnen als Idealzustand f&uuml;r die neue Gesellschaft. Mit Marx und Engels l&auml;sst sich die Demokratie k&auml;mpferisch verteidigen. Auch wenn das bei vielen deutschen Linken in Vergessenheit geraten ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/freiheit-ist-links\">Rationalgalerie<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Inge Hannemann &ndash; Parteiaustritt aus DIE LINKE<\/strong><br>\nInge Hannemann hat im Hamburg-Altonaer Job-Center gearbeitet. Sie hatte sich &uuml;ber Monate geweigert, Sanktionen gegen Arbeitslose zu verh&auml;ngen.<br>\nSie war die erste Mitarbeiterin eines deutschen Jobcenters, die sich &ouml;ffentlich kritisch gegen die Arbeitsmarktpolitik der Agenda 2010 zu Wort meldete.<br>\nMit gro&szlig;er Energie, Parteilichkeit und Engagement f&uuml;r die Arbeitslosen f&uuml;hrt sie seit Jahren ihre scharfe Kritik an den Zust&auml;nden der Arbeit im Job-Center.<br>\nNun ist Deutschlands bekannteste Hartz-IV-Kritikerin aus der Linken ausgetreten. Sie sieht die Hinwendung zu Rot-Rot-Gr&uuml;n kritisch.<br>\n(&hellip;) Eine linke Politik muss die Klassenfrage aller in den Vordergrund stellen &ndash; unabh&auml;ngig des Status, der Bildung, der Religion, der Herkunft oder der Art einer Besch&auml;ftigung, bzw. Nicht-abh&auml;ngige-Besch&auml;ftigung. Linke Politik strebt eine Gleichwertigkeit und Gleichheit aller Menschen an (bzw. sie geht davon aus) und m&ouml;chte, dass alle Menschen gleiche Lebenschancen, Rechte und Freiheit haben. Sie muss sozial-&ouml;konomisch kritisch sein und gleichzeitig das Kapital und den Kapitalismus kritisch betrachten. Weiterhin ist es die Aufgabe sich in B&uuml;ndnissen fest zu verankern, um den in Teilen intransparente Kokon des Bundestags aufzubrechen. Es ist nicht ausreichend politische Verantwortung auf B&uuml;ndnisse oder Sozialverb&auml;nde abzugeben, um den eigentlichen Markenkern &bdquo;Soziales&ldquo; selbst zu verringern. Linke Politik organisiert und mobilisiert&hellip;<br>\nIch stelle fest, dass die Empathie gegen&uuml;ber Menschen, die aus der Gesellschaft &bdquo;drau&szlig;en&ldquo; sind auch bei den Linken zunehmend verloren geht. Ja, sie sind nicht immer einfach (aber wer ist das schon). Es sind f&uuml;r mich inakzeptable Verhaltensweisen und Haltungen, wenn Forderungen in einem Klassismus enden: &bdquo;Kinder, Frauen und Familien drohen die Verlierer der Corona-Krise zu werden&ldquo;. Mag es links r&uuml;berkommen, wird auf die Weise suggeriert, dass alle anderen Gruppen, insbesondere die Erwerbslosen oder sonstige nicht abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten keine Verlierer*innen der Corona-Krise sind. Der Antrag auf einen Corona-Zuschlag f&uuml;r Erwerbslose im Bundestag wird somit negiert und hinterl&auml;sst eine Ausgrenzung der Gruppe der Sozialleistungsberechtigten. Und ich hier bei dem Punkt bin, dass gerade &ndash; nicht &bdquo;konforme&ldquo; Gruppen &ndash; sich von den Linken im Stich gelassen f&uuml;hlen. Ich habe keine Antworten mehr, wenn mich auf der Stra&szlig;e, wenn mich bundesweite Emails, Anrufe oder Nachrichten via Soziale Netzwerke erreichen, die nach dem verlorenen gegangen Engagement der Linken gegen&uuml;ber Erwerbslosen, prek&auml;r Besch&auml;ftigten, Menschen mit Behinderung, Sozialleistungsberechtigten oder Erwerbsunf&auml;higen suchen und fragen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/inge-hannemann-parteiaustritt-aus-die-linke\/\">Gewerkschaftsforum<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Schauprozess gegen Julian Assange<\/strong><br>\nVon Mathias Br&ouml;ckers<br>\n(&hellip;) Dass Craig Murray sehr vertrauensw&uuml;rdig ist, war mir schon vor vielen Jahren&hellip;. aufgefallen&hellip;<br>\nHier ein Auszug &uuml;ber die Verhandlung am vergangenen Dienstag: (von Craig Murray, MW)<br>\n&ldquo;Die Handschuhe wurden am Dienstag ausgezogen, als die US-Regierung ausdr&uuml;cklich argumentierte, dass alle Journalisten nach dem Spionagegesetz (1917) strafbar sind, wenn sie geheime Informationen ver&ouml;ffentlichen, wobei sie sich auf den Fall Rosen berief. Die Anw&auml;lte der US-Regierung argumentierten auch, dass das ber&uuml;hmte Urteil des Obersten Gerichtshofs in der Rechtssache Pentagon Papers gegen die New York Times sich nur auf eine einstweilige Verf&uuml;gung vor der Ver&ouml;ffentlichung beziehe und eine strafrechtliche Verfolgung nach dem Spionagegesetz ausdr&uuml;cklich nicht ausschlie&szlig;e. Die US-Regierung vermutete vor Gericht sogar, dass eine solche Strafverfolgung nach dem Spionagegesetz der New York Times erfolgreich gewesen sein k&ouml;nnte.<br>\nEs f&auml;llt mir schwer, einem britischen Publikum zu vermitteln, was f&uuml;r einen Angriff der Trump-Administration dies darstellt &ndash; auf das Selbstverst&auml;ndnis der Amerikaner von ihrer eigenen politischen Kultur. Der Erste Verfassungszusatz wird &uuml;ber alle politischen Kluften hinweg gefeiert, und das Urteil der New York Times als eine S&auml;ule der Freiheit betrachtet. So sehr, dass die wichtigsten Superstars Hollywoods immer noch Blockbuster dar&uuml;ber machen, in denen die Helden die Journalisten sind und nicht der eigentliche Informant, Dan Ellsberg (ihn zu kennen bin ich stolz).<br>\nDie US-Regierung sagt jetzt vor Gericht ganz explizit, dass diese Reporter ins Gef&auml;ngnis h&auml;tten gehen k&ouml;nnen und sollen, und dass man in Zukunft so vorgehen wird. Die Washington Post, die New York Times und alle &ldquo;gro&szlig;en liberalen Medien&rdquo; der USA sind nicht im Gerichtssaal, um das zu h&ouml;ren  und sie berichten nicht dar&uuml;ber, wegen ihrer aktiven Mitt&auml;terschaft beim &ldquo;Ausgrenzen&rdquo; von Julian Assange als etwas Untermenschlichem, dessen Schicksal ignoriert werden kann. Sind sie wirklich so dumm, dass sie nicht begreifen, dass sie die N&auml;chsten sind? &Auml;h, ja.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Damit ist die Katze aus dem Sack und definitiv klar, was ich schon oft gesagt und in meinem kleinen Buch zum Thema (Mathias Br&ouml;ckers: Freiheit f&uuml;r Julian Assange, Westend-Verlag; MW) auch geschrieben habe: dass es in diesem Fall nicht um Julian Assange und um Wikileaks, sondern um ein Exempel geht. Um einen Pr&auml;zedenzfall zu schaffen, der Medien und Publizistik auf der ganzen Welt unter Druck setzt: H&uuml;te dich irgendetwas zu ver&ouml;ffentlichen, was der US-Regierung nicht gef&auml;llt, wir kriegen dich mit einem internationalen Haftbefehl und einem Auslieferungsverfahren, dem einer unserer vielen Vasallen willf&auml;hrig nachkommt! Das ist die Botschaft des Imperiums an den Rest der Welt, wenn Julian Assange tats&auml;chlich ausgeliefert wird &ndash; und das Ende dessen, was einmal Journalismus genannt wurde&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/der-schauprozess-gegen-julian-assange-von-mathias-broeckers\/\">Ken FM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Nicht nur, dass durch die Ver&ouml;ffentlichungen von Wikileaks niemand zu Schaden kam, das Ver&ouml;ffentlichen hatte auch keinen neuen Erkenntniswert f&uuml;r die Geheimdienste der Welt, Spionage liegt demnach auch nicht vor.<br>\nLesen Sie zum Verfahren gegen Assange auch den Bericht von Moritz M&uuml;ller: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65060\">&bdquo;Weitere Zeugen im Assange-Verfahren bekunden die Bedeutung der Wikileaks-Ver&ouml;ffentlichungen&ldquo;<\/a> auf den Nachdenkseiten von gestern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>UN-Generaldebatte: Trump hetzt, Putin will Kooperation<\/strong><br>\nNew York. US-Pr&auml;sident Donald Trump hat seine Videoansprache bei der UN-Generaldebatte in New York am Dienstag f&uuml;r scharfe Angriffe auf Beijing genutzt. &raquo;Wir m&uuml;ssen die Nation zur Rechenschaft ziehen, die diese Seuche auf die Welt losgelassen hat &ndash; China&laquo;, sagte Trump in Anspielung auf Covid-19. Die Regierung in Beijing habe die weltweite Ausbreitung des &raquo;China-Virus&laquo; nicht gestoppt. &raquo;Die chinesische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation &ndash; die praktisch von China kontrolliert wird &ndash; haben f&auml;lschlicherweise erkl&auml;rt, dass es keine Beweise f&uuml;r eine &Uuml;bertragung von Mensch zu Mensch g&auml;be&laquo;, sagte der US-Pr&auml;sident weiter. Er forderte: &raquo;Die Vereinten Nationen m&uuml;ssen China f&uuml;r dessen Handlungen zur Rechenschaft ziehen.&laquo;<br>\nUnterdessen nutzte Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin seine Rede vor den Vereinten Nationen, um f&uuml;r eine Zusammenarbeit bei der Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus zu werben. Bei einer Videoansprache erkl&auml;rte er, Russland sei es als erstem Land der Welt gelungen, einen Impfstoff zu registrieren. Putin schlug auch eine Onlinekonferenz auf h&ouml;chster Staatsebene f&uuml;r L&auml;nder vor, die an einer Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Impfstoffs interessiert seien. Die Coronapandemie bezeichnete er als gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r die Menschheit. Die Experten m&uuml;ssten zwar noch das ganze Ausma&szlig; der Folgen der Krise und des &raquo;sozialwirtschaftlichen Schocks&laquo; bewerten. &raquo;Aber schon jetzt ist offensichtlich, dass es lange, sehr lange dauern wird, um die globale Wirtschaft wieder aufzubauen&laquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/387287.un-generaldebatte-trump-hetzt-putin-will-kooperation.html\">junge Welt<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Lawrow: Die Welt ist es leid, Staaten in Freunde und Feinde aufzuteilen<\/strong><br>\nIn einer Videobotschaft an die Generalversammlung der Vereinten Nationen kritisierte der russische Au&szlig;enminister die Schw&auml;chung der UN-Mandate. Er rief dazu auf, alle Differenzen zu &uuml;berwinden und sich zusammentun, um weltweit gemeinsame Ziele zu erreichen.<br>\n(&hellip;)<br>\n&bdquo;Im Interesse der globalen Stabilit&auml;t ist es notwendig, Versuche abzuwehren, die R&uuml;stungskontroll-, Abr&uuml;stungs- und Nichtverbreitungsrahmen zu schw&auml;chen. Besondere Aufmerksamkeit muss der Abwehr grenz&uuml;berschreitender Bedrohungen gewidmet werden, einschlie&szlig;lich des Einsatzes ausl&auml;ndischer Terroristen in Konfliktgebieten, des chemischen und biologischen Terrorismus sowie der Sicherstellung, dass der Weltraum f&uuml;r friedliche Zwecke genutzt wird.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Der russische Chefdiplomat hob hervor, dass die Zukunft der Vereinten Nationen in den H&auml;nden ihrer Mitgliedsstaaten liege. Lawrow w&ouml;rtlich:<br>\n&bdquo;Genau wie 1945 m&uuml;ssen wir unsere Differenzen &uuml;berwinden und uns zusammentun, um gemeinsame Ziele auf der Grundlage eines gerechten Dialogs und der gegenseitigen Achtung der Interessen des anderen zu erreichen. Die UNO bietet daf&uuml;r alle notwendigen Voraussetzungen.&ldquo;<br>\n(&hellip;)<br>\n&bdquo;Von Jahr zu Jahr wird es immer schwieriger, auf globale Probleme zu reagieren, zumal die internationale Gemeinschaft weiter zersplittert wird. Wie es scheint, ist dies weitgehend darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass einige L&auml;nder nicht bereit sind, die legitimen Interessen anderer Staaten zu ber&uuml;cksichtigen. Sie versuchen, Konzepte und Standards wie die regelbasierte Weltordnung durchzusetzen, was gleichzeitig von Versuchen begleitet wird, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, indem sie einseitige Sanktionen unter Verletzung der Vorrechte des UN-Sicherheitsrates anwenden und Intoleranz und Hass zur Schau stellen.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/106947-lawrow-welt-ist-es-leid\/\">RT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Malta\/Caruana Galizia: Verm&ouml;gen von Keith Schembri und Brian Tonna eingefroren. Druck zeigt Wirkung<\/strong><br>\nLiebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,<br>\nendlich bewegt sich etwas im Kampf gegen die Korruption auf Malta. Gestern wurde bekannt, dass das Verm&ouml;gen von Keith Schembri, dem Kabinettschef von Ex-Premier Muscat, Firmen in seinem Besitz und die Verm&ouml;gen seiner Buchhalter bei Nexia BT (Brian Tonna und Karl Cini) eingefroren wurden. Als Begr&uuml;ndung wurde der dringende Verdacht auf Geldw&auml;sche angef&uuml;hrt. Nexia BT spielte nicht nur eine Schl&uuml;sselrolle bei fragw&uuml;rdigen Briefkastenfirmen, sondern auch beim Verkauf von Staatsb&uuml;rgerschaften und Visa.<br>\nSchon 2016 hatten die Panama-Papers gezeigt, dass Maltas Schembri und Tonna an Geldw&auml;sche &uuml;ber Offshore-Firmen beteiligt sind, ohne dass es zu konsequenten Ermittlungen seitens der maltesischen Polizei gekommen w&auml;re.<br>\nDass jetzt endlich gegen Schembri und seine Komplizen vorgegangen wird, ist eine gute Nachricht. Es zeigt, dass der Druck der maltesischen Zivilgesellschaft nach der Ermordung von Daphne Caruana Galizia Wirkung zeigt. Hier haben auch die internationalen Medienver&ouml;ffentlichungen des Daphne Projekts entscheidend beigetragen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/malta-vermoegen-eingefroren-druck-zeigt-wirkung\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56679#h03\">&bdquo;Der Fall Daphne: Maltas Regierung st&uuml;rzt in die Krise&ldquo;<\/a>  auf den Nachdenkseiten vom 27. November 2019.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>K&uuml;rzen bei Obdachlosen und Corona-H&auml;rtef&auml;llen<\/strong><br>\n&Ouml;VP-Bundesl&auml;nder setzen t&uuml;rkis-blaue Sozialhilfe extrem um<br>\nSchwarz-Blau hat die Mindestsicherung zur Sozialhilfe gemacht &ndash; f&uuml;r Bundesl&auml;nder gibt es keine Mindestbetr&auml;ge mehr, was die &Auml;rmsten in den &Ouml;VP-gef&uuml;hrten Bundesl&auml;ndern Nieder&ouml;sterreich und Ober&ouml;sterreich noch &auml;rmer macht. Dort bekommen etwa Obdachlose oder Frauen in Frauenh&auml;usern jetzt deutlich weniger, als zum &Uuml;berleben reicht. Die SP&Ouml; verlangt von der Regierung, das Gesetz endlich zu reparieren &ndash; die Regierung hat das nicht vor.<br>\nDas Ergebnis der K&uuml;rzung der Mindestsicherung durch die schwarz-blaue Regierung 2019 war die Sozialhilfe Neu. Statt Mindestbetr&auml;gen zur Existenzsicherung gibt es seither H&ouml;chstbetr&auml;ge f&uuml;r soziale Beihilfen. Es handelt sich dabei um ein so genanntes Grundsatzgesetz, die Bundesl&auml;nder sind f&uuml;r die Ausgestaltung der Ausf&uuml;hrungsgesetze zust&auml;ndig&hellip;<br>\n(&hellip;) Es trifft Arme und Familien<br>\n&bdquo;Was unter Schwarz-Blau passiert ist, ist ein Abbau an sozialer Gerechtigkeit. Gerade einkommensschwache Familien und Kinder sind davon betroffen&ldquo;, urteilt Josef Muchitsch. Nach dem Corona-Lockdown treffen die K&uuml;rzungen noch viel mehr Familien, in denen die Eltern ihren Job verloren haben, betont Muchitsch. Er fordert von der Regierung dringend eine Reparatur des Gesetzes &ndash; &bdquo;in der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaft- und Sozialkrise der Zweiten Republik&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/sozialpolitik-corona-krise-oesterreich\/\">kontrast.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Massenprotest gegen die rechte Gouverneurin von Madrid,<\/strong><br>\ndie ihren menschenfeindlichen Epidemie-Kurs fortsetzen will: Mit Ausgangssperren f&uuml;r &auml;rmere Viertel und rassistischer Hetze<br>\n &bdquo;&hellip; Die Menschen trugen Plakate mit Aufschriften wie &ldquo;Unsere Stadtteile sind keine Ghettos&rdquo;, &ldquo;Mehr &Auml;rzte, mehr Kontaktnachverfolger &ndash; keine Ausgrenzung&rdquo; oder &ldquo;Ihr habt uns im Stich gelassen und nun sperrt ihr uns ein&rdquo;. Sie forderten den R&uuml;cktritt der konservativen Regionalpr&auml;sidentin Isabel D&iacute;az Ayuso: &ldquo;Ayuso, Du bist das Virus&rdquo;. Die harten Ma&szlig;nahmen sollen zun&auml;chst zwei Wochen lang gelten. Betroffen sind nach amtlichen Angaben 850 000 der rund 6,6 Millionen Einwohner der Region um die Hauptstadt. Abgeriegelt werden insgesamt 37 Gebiete in sechs Stadtteilen sowie in sieben Kommunen im Umland Madrids. Die jeweiligen Gebiete d&uuml;rfen dann nur noch f&uuml;r dringende Angelegenheiten betreten oder verlassen werden &ndash; etwa f&uuml;r den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt. &Auml;hnliche Absperrungen gibt es auch in anderen Teilen Spaniens, etwa in Mallorcas Hauptstadt Palma. Betroffen sind bei den sogenannten &ldquo;Teilabsperrungen&rdquo; nicht nur in Madrid fast immer &auml;rmere Wohnquartiere mit sozialen Problemen.<br>\n(aus der Meldung &bdquo;Proteste gegen Corona-Absperrungen in Madrid &ndash; &ldquo;Keine Ghettos&rdquo;&ldquo; am 20. September 2020 bei bote.ch externer Link &uuml;ber die zahlreichen Demonstrationen in der Region Madrid gegen die rechte Frontfrau und ihre antisoziale Kampagne) &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/spanien\/soziale_konflikte-spanien\/massenprotest-gegen-die-rechte-gouverneurin-von-madrid-die-ihren-menschenfeindlichen-epidemie-kurs-fortsetzen-will-mit-ausgangssperren-fuer-aermere-viertel-und-rassistischer-hetze\/\">Labournet<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Ausgangssperre nur f&uuml;r Arme in Madrid<\/strong><br>\n(&hellip;) Betroffen sind knapp eine Million von gut 6,5 Millionen Menschen in Madrid, allerdings bisher nur die, die in den &auml;rmeren s&uuml;dlichen Stadtteilen und den angrenzenden St&auml;dten leben. Das sorgt f&uuml;r massive Emp&ouml;rung. Zudem wurden 37, f&uuml;r viele Bewohner unbekannte &ldquo;Gesundheitsbezirke&rdquo; gew&auml;hlt, deren Grenzen zum Teil quer durch die Stadtteile verlaufen. So befindet sich bisweilen eine Stra&szlig;enseite im Lockdown, die gegen&uuml;berliegende nicht&hellip;<br>\nSogar die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung fragt angesichts der umstrittenen Ma&szlig;nahmen: &ldquo;Lockdown nur f&uuml;r Arme?&rdquo; Die Frage l&auml;sst sich leicht mit Ja beantworten. Sinnvoll ist das Vorgehen aber ohnehin nicht. Denn der &auml;rmere Teil der Bev&ouml;lkerung muss weiter zur Arbeit, um die Wohnungen der Reichen zu reinigen und um sie in Kneipen und Restaurants zu bedienen. Es ist das bekannte sinnbefreite Handeln einer rechten Regionalregierung, die sich nur durch Stimmen der rechtsextremen VOX an der Macht h&auml;lt.<br>\nDie arme Bev&ouml;lkerung wird deshalb mit harten Ma&szlig;nahmen und einer Ausgangssperre &uuml;berzogen, um Aktivit&auml;ten zur Virusbek&auml;mpfung vorzut&auml;uschen. Im Kern geht es der Regionalregierung aber um etwas anderes: &ldquo;Wir m&uuml;ssen unbedingt einen neuen Alarmzustand vermeiden&rdquo;, rechtfertigte Ayuso ihr Vorgehen. Damit das wirtschaftliche Leben nicht erneut v&ouml;llig zum Erliegen kommt, muss eben nun der &auml;rmere Teil der Bev&ouml;lkerung drakonische Ma&szlig;nahmen in der Hoffnung &uuml;ber sich ergehen lassen, dass dar&uuml;ber Infektionsraten allgemein gesenkt werden k&ouml;nnten. Die betroffenen Menschen d&uuml;rfen ihre Wohnung derzeit nur noch verlassen, um zur Arbeit oder in die Schule zu gehen oder um sich um kranke und bed&uuml;rftige Menschen k&uuml;mmern.<br>\n&ldquo;Das ist kein Lockdown, das ist Segregation&rdquo;<br>\nSchon am Wochenende kam es zu massiven Protesten gegen dieses Vorgehen, die in den betroffenen Gebieten als &ldquo;stigmatisierend, diskriminierend und ungerecht&rdquo; angesehen werden&hellip;<br>\nDer rechten Regionalpr&auml;sidentin Ayuso sprang ausgerechnet der sozialdemokratische Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez bei.<br>\nS&aacute;nchez traf sich am Montag mit Ayuso in deren Amtssitz. In einer nationalistischen Aufwallung wurde vereinbart, nun eine Kommission zu gr&uuml;nden. F&uuml;r viele Linke im Land ist es absolut unverst&auml;ndlich, dass S&aacute;nchez der &ldquo;politischen Leiche&rdquo; beigesprungen ist, die eine &ldquo;Gefahr&rdquo; f&uuml;r die Bewohner sei&hellip;Besonders nervt die Journalistin (Cristina Fallar&aacute;s, MW), dass S&aacute;nchez deren &ldquo;rassistische&rdquo; und &ldquo;faschistische Kriminalisierung&rdquo; unkommentiert stehen lie&szlig;, mit der Ayuso &ldquo;Krankheit, Einwanderung und Kriminalit&auml;t vereint&rdquo;.<br>\nMit diesem unverdaulichen Brei versuchte Ayuso wieder einmal von dem grandiosen Versagen ihrer Rechtsregierung abzulenken. F&uuml;r sie ist das Coronavirus scheinbar ein Polizeiproblem&hellip;<br>\nDoch S&aacute;nchez hat auch die parteiinterne Kritik &uuml;berh&ouml;rt und sich ins nationalistische Boot mit der Ultra-Ayuso gesetzt und ihr nun Hilfe versprochen. So hatte Ayuso auch den Einsatz des Milit&auml;rs gefordert. &ldquo;Wir brauchen Hilfe der Streitkr&auml;fte bei der Desinfektion und zur Verst&auml;rkung der Polizei, damit das Gesetz durchgesetzt wird&rdquo;, erkl&auml;rte sie.<br>\nMan darf davon ausgehen, dass dieser Bitte entsprochen wird, denn, so berichtet El Pa&iacute;s, die der sozialdemokratischen Regierung sehr nahesteht, bot S&aacute;nchez genau einen Milit&auml;reinsatz an und eine entsprechende Operation sei schon vorbereitet. Das ist wohl der einzige Plan, den S&aacute;nchez bisher hat, derweil wird weiter Zeit verschwendet, w&auml;hrend in einer Kommission &uuml;ber das weitere Vorgehen debattiert wird&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ausgangssperre-nur-fuer-Arme-in-Madrid-4909102.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Covid-19 und Fl&uuml;chtlinge: Die Abw&auml;rtsspirale<\/strong><br>\nNorwegische Fl&uuml;chtlingshilfe berichtet von verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise<br>\n(&hellip;) 180 Millionen Menschen k&ouml;nnten in Armut landen<br>\nIndessen zeigt sich im gr&ouml;&szlig;eren Bild, dass sich die viel beschriebene Kluft zwischen den Reichen und den &Auml;rmeren durch die Corona-Krise betr&auml;chtlich weiter ge&ouml;ffnet hat. Den Berichten &uuml;ber die Verm&ouml;gensvermehrung unter den Schwerreichen (&ldquo;In den letzten sechs Monaten stieg das Nettoverm&ouml;gen der reichsten 643 Amerikaner um 845 Milliarden Dollar&rdquo;) stehen finstere Aussichten f&uuml;r die Armen gegen&uuml;ber.<br>\nDer UN-Sondergesandte f&uuml;r extreme Armut warnte k&uuml;rzlich, dass 180 Millionen weitere Menschen aufgrund der Corona-Ma&szlig;nahmen in der Armut landen werden. W&auml;hrend die reichen Staaten mit Milliarden und Billionen ihre Wirtschaft &ndash; und manche der Branchen &ndash; zu retten versuchen, wird sich in den meist sowieso bereits &uuml;berschuldeten armen L&auml;ndern die Armut rasant verbreiten, wurde letzte Wochen an dieser Stelle berichtet (Covid-19: Die schlimmsten Folgen kommen noch).<br>\nVertriebene und Fl&uuml;chtlinge: Kein Geld und keine Schule<br>\nDie NGO Norwegische Fl&uuml;chtlingshilfe (englisch: Norwegian Refugee Council, NCR) hat sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf Vertriebene und Fl&uuml;chtlinge n&auml;her angeschaut. Ihr Bericht sagt vieles schon im kurzen Titel: &ldquo;Abw&auml;rtsspirale&rdquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Zu den aufgez&auml;hlten Schwierigkeiten kommen noch M&auml;ngel in der medizinischen Versorgung und Verschuldung hinzu, da sich manche nur mit Krediten &uuml;ber Wasser halten k&ouml;nnen. Letzteres soll auf etwa 30 Prozent der Befragten zutreffen.<br>\nDass die Binnenfl&uuml;chtlinge wie auch diejenigen, die in andere L&auml;nder gefl&uuml;chtet sind, meist nur einen beschr&auml;nkten Zugang zu sozialen Sicherungsma&szlig;nahmen haben, geh&ouml;rt auch zur Situation. Der Bericht der Norwegischen Fl&uuml;chtlingshilfe spricht von &ldquo;kombinierten Domino-Effekten&rdquo; auf diese Gemeinschaften. Die Befragten halten sich allesamt in Krisenl&auml;ndern auf, dort hat die Corona-Krise, insbesondere die wirtschaftlichen Folgen, der Misere noch weitere Fallb&ouml;den hinzugef&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Covid-19-und-Fluechtlinge-Die-Abwaertsspirale-4907058.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Moria und die Gr&uuml;nen: Viele kleine &Uuml;bel f&uuml;hren zum gro&szlig;en<\/strong><br>\nSchlimmeres verhindern! Mit dieser Begr&uuml;ndung unterwerfen sich die Gr&uuml;nen der menschenverachtenden Logik der &Ouml;VP &ndash; in der Fl&uuml;chtlingspolitik und insgesamt. Diese Logik des kleineren &Uuml;bels verankert die Barbarei immer tiefer und schw&auml;cht den Kampf f&uuml;r echte Alternativen, schreibt Martin Konecny.<br>\n(&hellip;) So fatal wie traurig<br>\n&hellip; Die Logik des kleineren &Uuml;bels ist so fatal wie traurig. Sie vermittelt uns: &bdquo;Anders und besser kann es nicht werden. Seien wir doch dankbar, dass es nicht noch schlimmer ist!&ldquo;&hellip;<br>\nEine strategische Sackgasse<br>\nSo verschiebt die Logik des kleineren &Uuml;bels den Horizont des Machbaren best&auml;ndig weiter in die Barbarei. Sie f&uuml;hrt uns automatisch von einer Niederlage in die n&auml;chste. Diese Niederlagen gelten dann erneut als Beleg daf&uuml;r, dass nichts Besseres erreichbar w&auml;re. So verst&auml;rkt sich die Logik des kleineren &Uuml;bels selbst und l&auml;sst uns tats&auml;chlich den Glauben an echte Alternativen verlieren &ndash; etwa an ein Leben ohne Gewalt und in W&uuml;rde f&uuml;r Menschen auf der Flucht.<br>\nDie Logik des kleineren &Uuml;bels f&uuml;hrt uns also in eine strategische Sackgasse. Sie schafft eine Situation, in der nicht nur das Sagbare, sondern auch das Machbare immer weiter nach rechts verschoben wird. Die Logik zerst&ouml;rt die Organisationen, die sich ihr unterwerfen, von innen. Die handelnden Personen verinnerlichen sie und ihre Ergebnisse. Sie erkennen schlie&szlig;lich selbst in der Errichtung eines Lagers einen &bdquo;sehr guten Deal&ldquo; und verzerren so ihre urspr&uuml;nglichen Positionen bis zur Unkenntlichkeit.<br>\nWer die Logik annimmt, den zerst&ouml;rt sie<br>\nDie Logik des kleineren &Uuml;bels ist weder neu noch eine gr&uuml;ne Erfindung. Wer sehen will, was aus einer Partei wird, wenn sie sich diesem Prinzip verschreibt, braucht sich nur den Zustand der SP&Ouml; ansehen. Sie hat das Prinzip in Jahrzehnten der gro&szlig;en Koalition perfektioniert. Heute steht sie als ein Schatten ihrer selbst da, ein b&uuml;rokratischer Apparat, der kein politisches Projekt hat und noch weniger Vorstellung davon, wie man Positionen aus der Opposition durchsetzt.<br>\nDie Politik des kleineren &Uuml;bels bleibt eine Politik des &Uuml;bels. Sie beteiligt sich aktiv am Auf<br>\nrechterhalten der unhaltbaren Zust&auml;nde in Moria und in vielen anderen Bereichen. Die vielen kleinen &Uuml;bel machen gemeinsam das gro&szlig;e &Uuml;bel m&ouml;glich. Die Existenz von Moria ist das Ergebnis von tausend Kompromissen.<br>\nDie Logik des kleineren &Uuml;bels verhindert, dass wir echte Alternativen formulieren, auf deren Grundlage wir uns organisieren k&ouml;nnen, um sie durchzusetzen. Doch genau das ist heute notwendiger denn je.<br>\nRadikale L&ouml;sungen f&uuml;r radikale Krisen<br>\nDie Politik des kleineren &Uuml;bels kann sich nur durchsetzen, weil es bisher keine politische Kraft gibt, die glaubhaft vermitteln kann, dass eine Alternative m&ouml;glich ist. W&auml;hrend die Politik des kleineren &Uuml;bels von dem ausgeht, was m&ouml;glich scheint, m&uuml;ssen wir von dem ausgehen, was angesichts der Situation notwendig ist.<br>\n&bdquo;Die Krisen &ndash; wirtschaftlich, klimatisch &ndash; sind radikal. Die L&ouml;sungen m&uuml;ssen es ebenfalls sein&ldquo;, sagt Anna Svec, Spitzenkandidatin f&uuml;r LINKS bei den Wiener Gemeinderatswahlen. Sie hat v&ouml;llig Recht. Die Politik des kleineren &Uuml;bels, der Mini-Schritte und Kompromisschen, ist den Problemen unserer Zeit nicht angemessen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/gruene-moria-oevp-kleineres-uebel\/\">mosaik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Forscher warnen vor stark anschwellender Plastikflut<\/strong><br>\n(&hellip;) Ohne ein drastisches Umschwenken im Umgang mit Plastik wird die Menschheit die Gew&auml;sser der Erde immer weiter mit M&uuml;ll belasten. Das ist das Fazit eines internationalen Forscherteams, das simuliert hat, wie viel Plastik aus 173 Nationen in den kommenden zehn Jahren in Fl&uuml;sse, Seen und Ozeane gelangen wird. Demnach wird diese Menge trotz ambitionierter Gesetzesvorhaben und Initiativen weiter anwachsen, von rund 20 Millionen Tonnen im Jahr 2016 auf bis zu 53 Millionen Tonnen im Jahr 2030, schreibt das Team um Stephanie B. Borrelle von der University of Toronto im Magazin &raquo;Science&laquo;.<br>\nDie Sch&auml;tzung basiert unter anderem auf l&auml;nderspezifischen Zahlen zum Bev&ouml;lkerungswachstum, der pro Kopf produzierten M&uuml;llmenge, dem Anteil an Plastik darin und dem Prozentsatz nicht fachgerecht entsorgten Abfalls pro Land. Die Forscher ber&uuml;cksichtigen aber auch gegenw&auml;rtige Pl&auml;ne, dem Plastikproblem zu begegnen. Davon ausgehend entwickelte die Gruppe verschiedene Zukunftsszenarien: Im pessimistischsten folgt die Plastikflut dem Trend der letzten Jahre, woraufhin 2030 zwischen 52 und 90 Millionen Tonnen j&auml;hrlich in die Meere gelangen w&uuml;rden, also zwischen 2,5- und 4,5-mal so viel wie heute&hellip;.<br>\nUm das Problem in den Griff zu bekommen und die j&auml;hrliche Menge auf die acht Millionen Tonnen pro Jahr von 2010 zu dr&uuml;cken, seien daher deutlich gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen n&ouml;tig, folgern die &Ouml;kologen. So m&uuml;sste die Industrie nicht nur zwischen 25 und 40 Prozent weniger Plastik herstellen, auch m&uuml;sste man mehr als die H&auml;lfte des verwendeten Plastiks sicher lagern oder recyceln. Daneben m&uuml;ssten Gesellschaften 40 Prozent des in die Umwelt gelangten Plastiks wieder entfernen (statt wie heute fast &uuml;berhaupt keines) &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/forscher-warnen-vor-stark-anschwellender-plastikflut\/1772895\">Spektrum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geheime Privatisierungspl&auml;ne<\/strong><br>\nKanzleramt soll von Beginn an bei &bdquo;Projekt Edelstein&ldquo; dabei gewesen sein<br>\nDie &Ouml;VP plante die Privatisierung des Bundesrechenzentrums &ndash; ganz im Geheimen. Das ist jenes Unternehmen, das die Steuerakte der &Ouml;sterreicher, die elektronische Gesundheitsakte (ELGA), Passbilder und vieles mehr verwaltet. So ein Datenschatz ist nat&uuml;rlich viel wert. Bundeskanzler Kurz wollte nach Auffliegen des Projekts nichts damit zu tun haben, Befragungen im U-Ausschuss zeichnen ein anderes Bild.<br>\nJournalisten von Profil, &bdquo;Der Standard&ldquo; und der ZiB2 hatten Einsicht in vertrauliche Akten des Finanzministeriums: E-Mails, Memos, Power-Point-Pr&auml;sentationen und Rechtsgutachten aus dem Zeitraum zwischen Juni 2018 und August 2019. Die Unterlagen decken ein geheimes Vorhaben des &Ouml;VP gef&uuml;hrten Finanzministeriums auf: Das Bundesrechenzentrum sollte privatisiert werden: jenes staatseigene Unternehmen, das die sensibelsten Daten der &Ouml;sterreicher verwaltet. K&auml;ufer sollte die Post AG sein.<br>\nBundeskanzleramt war von Anfang an dabei<br>\nAls die Sache auffliegt, will niemand etwas damit zu tun haben. Bundeskanzler Kurz ist es sichtlich unangenehm. &bdquo;Ich war in das im Detail nicht eingebunden&ldquo;, &bdquo;zu mir sind diese &Uuml;berlegungen nie gro&szlig; durchgedrungen&ldquo;, sagt Kurz am 17.7. im ZIB2-Interview.<br>\nDoch jetzt wird im Ibiza U-Ausschuss klar: Das Bundeskanzleramt von Sebastian Kurz war von Beginn an in die geplante Privatisierung eingebunden&hellip;<br>\n(&hellip;) Post mit Datenschutzskandal soll intimste Daten der &Ouml;sterreicher verwalten<br>\nDer Plan sieht n&auml;mlich vor, das Bundesrechenzentrum zur &Ouml;BAG zu verschieben und es von dort an in die Post zu privatisieren. Die Post geh&ouml;rt nur noch zu 52,8 Prozent der Republik, das hei&szlig;t: Auch die Mehrheit des BRZ w&auml;re dann in privatem Besitz. Damit w&uuml;rden die intimsten Daten der &Ouml;sterreicher von einem teilprivaten Unternehmen verwaltet. Denn &uuml;ber das BRZ laufen Finanzamtbescheide und die elektronische Gesundheitsakte (ELGA). Auch biometrische Passbilder werden dort gespeichert. Ebenso das Firmen- und Grundbuch sowie das Mahnwesen der Republik werden &uuml;ber das BRZ abgewickelt. Besonders brisant: Die Post hatte 2019 mit einem ausgewachsenen Datenschutzskandal zu k&auml;mpfen. Sie bekam eine Verwaltungsstrafe von 18 Millionen Euro, weil sie im Wahlkampf anhand von Daten ihrer Kunden die Parteisympathie hochrechneten und diese Information zum Verkauf anbot. Dieser Skandal d&uuml;rfte das Projekt Edelstein schlie&szlig;lich beendet haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/oevp-bundesrechenzentrum-elga-privatisierung\/\">kontrast.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die merkw&uuml;rdige Energiepolitik der Gr&uuml;nen<\/strong><br>\nRussisches Erdgas scheint f&uuml;r die Gr&uuml;nen schlechtere Eigenschaften zu haben, als LNG-Importe aus Fracking-Regionen. Diesen Eindruck vermittelt zumindest ihr Spitzenpersonal<br>\nIn den vergangenen Wochen lieferten sich Politiker der Gr&uuml;nen und der Partei Die Linke einen heftigen &ouml;ffentlichen Schlagabtausch zum Thema Au&szlig;enpolitik. Am vergangenen Freitag eskaliert die Debatte im Bundestag: Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte einen Ad-Hoc-Antrag der Gr&uuml;nen, Sanktionen gegen Russland zu verh&auml;ngen und den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zu beenden. [&hellip;]<br>\nWie fatal sich grunds&auml;tzliche au&szlig;enpolitische Orientierungen und andere politische Kernthemen, etwa Umwelt- und Klimapolitik, &uuml;berlagern k&ouml;nnen, zeigte sich exemplarisch am vergangenen Freitag im Bundestag. Claudia M&uuml;ller, eine Abgeordnete der Gr&uuml;nen, stellte eine Zwischenfrage bei der Rede der mecklenburgischen Ministerpr&auml;sidentin Manuela Schwesig.<br>\nM&uuml;ller machte gegen Nord Stream geltend, dass durch die Umlage der Netzentgelte bei der Durchleitung von Gas m&ouml;glicherweise Kosten f&uuml;r deutsche Gaskunden entstehen. Diesen Punkt hatten die Gr&uuml;nen immer wieder betont, nachdem sich herausgestellt hatte, dass f&uuml;r Nord Stream 2 keinerlei Steuermittel verwendet werden.<br>\nManuela Schwesig, die dies offenbar als spitzfindiges St&ouml;rman&ouml;ver seitens der Gr&uuml;nen einordnete, ging gar nicht weiter auf die Frage ein, sondern beschied die gr&uuml;ne Abgeordnete mit dem Hinweis, dass ihr wohl nicht bewusst sei, wie sehr die Gr&uuml;nen mit ihrer Politik dem Land Mecklenburg schaden. &ldquo;Sie k&ouml;nnen w&auml;hlen&rdquo;, so Schwesig an die Adresse der Gr&uuml;nen, &ldquo;zwischen Nord Stream und amerikanischem Fracking-Gas&rdquo; und schob hinterher: &ldquo;Das ist doch das, was Sie forcieren!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-merkwuerdige-Energiepolitik-der-Gruenen-4906903.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Deutschland im Indo-Pazifik (II)<\/strong><br>\nIm Ringen mit China setzt Deutschland auf enge Kooperation mit dessen traditionellem Rivalen Vietnam.<br>\nIm Kampf um Einfluss im &ldquo;Indo-Pazifik&rdquo; intensiviert die Bundesrepublik die Zusammenarbeit mit Vietnam, einem traditionellen asiatischen Rivalen Chinas. Viereinhalb Jahrzehnte nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Bonn und Hanoi am 23. September 1975 &ndash; morgen vor 45 Jahren &ndash; will die Bundesregierung die &ldquo;strategische Partnerschaft&rdquo;, die Deutschland und Vietnam seit dem Jahr 2011 unterhalten, weiterentwickeln. Sie beinhaltet bislang insbesondere den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen, der aus Sicht deutscher Unternehmen hilfreich ist, weil Vietnam sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in einigen Branchen &ndash; vor allem Textil, zunehmend auch Elektronik &ndash; zur lukrativen Niedriglohnalternative zu China entwickelt hat, freilich mit Grenzen. Berlin st&uuml;tzt Hanoi zudem im Konflikt mit Beijing im S&uuml;dchinesischen Meer und zielt damit auf die St&auml;rkung eines s&uuml;dostasiatischen Gegengewichts gegen die Volksrepublik ab. Washington tut dies gleichfalls, bindet Vietnam allerdings zus&auml;tzlich in wachsendem Ma&szlig; in gemeinsame Kriegs&uuml;bungen ein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8387\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64431#h12\">Deutschland im Indo-Pazifik (I) und dazu: Mit diesem Konzept will Maas die Au&szlig;enpolitik radikal neu denken<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>US-Iran-Sanktionen: Pompeo warnt Deutschland<\/strong><br>\nVor der Pr&auml;sidentschaftswahl versch&auml;rft die US-Regierung im Alleingang Ma&szlig;nahmen gegen Iran. Die Entsendung eines US-Flugzeugtr&auml;gers samt Begleitschiffen in den Persischen Golf n&auml;hrt Spekulationen &uuml;ber eine &ldquo;Oktober-&Uuml;berraschung&rdquo;<br>\nAuch Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien sollten sich angesprochen f&uuml;hlen: Wenn es um Sanktionen gegen Iran geht, so seien auch diese drei L&auml;nder eingeschlossen, warnte US-Au&szlig;enminister Pompeo. Gemeint sind die neuen Sanktionen, die die USA gestern erlassen haben &ndash; und nach Vorstellung der US-Regierung sind auch UN-Sanktionen mitgemeint, die durch die Nuklearvereinbarung von 2015 (JCPOA) ausgesetzt wurden.<br>\nDie Ratlosigkeit der europ&auml;ischen L&auml;nder b&uuml;ndelt der Tagesschau-Bericht in einem Satz: &ldquo;Unklar bleibt, mit welchen Sanktionen ihnen die US-Regierung nun droht.&rdquo;&hellip;<br>\nPolitischer Forderungskatalog<br>\nOffensichtlich ist, dass es um einen politischen Forderungskatalog geht. Der angef&uuml;hrten legalen Grundlagen sind Kulisse. Die Art der Unterst&uuml;tzung, die die USA dem Gegenspieler Maduros, Juan Guaid&oacute;, zukommen l&auml;sst, steht selbst auf keiner legitimen Basis, sondern beugt das Recht.<br>\nAuch was die Erf&uuml;llung der Pflichten aus dem JCPOA durch Iran angeht, so unterlief eine Abmachung zur Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEA) und Iran Ende August Vorw&uuml;rfe, die die USA erhoben hatten, um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den &ldquo;Snapback&rdquo; der UN- Sanktionen zu bekommen.<br>\nSo wurde es ein US-Alleingang. Weder die UN noch die europ&auml;ischen Vertragspartner der Atomvereinbarung unterst&uuml;tzen, was das US-Au&szlig;enministerium in seiner Erkl&auml;rung zu den neuen Sanktionen statuiert:<br>\n(&hellip;) Ende vergangener Woche teilte das US-Navy (5th Fleet) mit, dass eine Abordnung von Kriegsschiffen &ndash; der Flugzeugtr&auml;ger USS Nimitz (CVN-68) sowie die Lenkwaffenkreuzer USS Princeton und USS Philippine Sea und der ebenfalls mit Lenkraketen ausgestattete Zerst&ouml;rer USS Sterett die Stra&szlig;e von Hormus passiert haben, um im Persischen Golf eine Show of Force zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Iran-Sanktionen-Pompeo-warnt-Deutschland-4909276.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Feindbild Venezuela, Gesch&auml;fte f&uuml;r US-Unternehmen:<\/strong><br>\n(&hellip;) Bei der Reise von US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo in vier s&uuml;damerikanische L&auml;nder ist vor allem Venezuela Thema der Beratungen gewesen. Zwar spielten auch die Drogenbek&auml;mpfung und die wirtschaftliche Kooperation eine Rolle, jedoch lie&szlig; Pompeo mit seinen Gespr&auml;chspartnern keinen Zweifel daran, dass die bereisten Nachbarl&auml;nder Kolumbien, Guyana, Brasilien und Suriname in der Erwartung der US-Regierung eine wichtige Rolle spielen, um doch noch den Sturz von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro zu erreichen.<br>\nKolumbien sieht die US-Regierung dabei offensichtlich in einer F&uuml;hrungsrolle. Die bedingungslose Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Oppositionspolitiker Juan Guaid&oacute; in seiner Rolle als selbsternannter Interimspr&auml;sident und &ldquo;der Wille f&uuml;r einen &Uuml;bergang zur Demokratie ohne den b&ouml;sartigen Einfluss von Kuba, Russland oder Iran&rdquo; w&uuml;rde in den USA &ldquo;h&ouml;chst wertgesch&auml;tzt&rdquo; und mache Kolumbien zum &ldquo;wahren Anf&uuml;hrer in der Region&rdquo;, so der Minister&hellip;<br>\nIn Kolumbien wie auch bei den Gespr&auml;chen am Vortag in Guyana stand zudem der Anti-Drogenkampf auf der Agenda. Auch hier wurde ein kausaler Bezug zu Venezuela und Maduro hergestellt: Man &ldquo;wisse&rdquo;, dass dieser &ldquo;ein beschuldigter Drogenh&auml;ndler&rdquo; sei. Dies bedeute, &ldquo;er muss gehen&rdquo;. Belege f&uuml;r diese Aussage blieb Pompeo allerdings einmal mehr schuldig.<br>\nMaduro seinerseits erkl&auml;rte zur Reise von Pompeo, dieser &ldquo;bel&auml;stige die Region&rdquo;. Er habe zum &ldquo;Krieg gegen Venezuela&rdquo; aufgerufen, sei damit aber gescheitert.<br>\nKubas Pr&auml;sident Miguel D&iacute;az-Canel &auml;u&szlig;erte &uuml;ber den Kurznachrichtendienst Twitter, es handle sich um &ldquo;eine Tour mit dem Ziel, L&uuml;gen und L&uuml;gner, Unwahrheiten, Verleumdungen und  Lakaien des Imperiums zu vereinen, die sich aneinander klammern, um Chaos, Instabilit&auml;t und sogar das Klima f&uuml;r eine ausl&auml;ndische Milit&auml;rintervention gegen Venezuela zu schaffen.&rdquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Zugleich warnte er (Pompeo, MW) vor einer Ausweitung des Handels mit China, dem gro&szlig;en Konkurrenten der USA in der Region. Dieser erscheine am Anfang &ldquo;genial&rdquo;, dann k&auml;men &ldquo;aber bald die politischen Kosten&rdquo; ans Tageslicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/09\/243637\/pompeo-usa-venezuela-kolumbien-reise\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-65089","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65089"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65089\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65093,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65089\/revisions\/65093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}