{"id":6509,"date":"2010-08-18T09:03:51","date_gmt":"2010-08-18T07:03:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6509"},"modified":"2010-08-18T09:05:05","modified_gmt":"2010-08-18T07:05:05","slug":"hinweise-des-tages-1205","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6509","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: China &uuml;berholt Japan; Konjunkturerwartungen sinken; Sch&auml;ubles Chart-Werkstatt; Risikotest f&uuml;r die Banken; Reiche ticken anders; Bildungskarte; eine Million zahlen keine Zusatzbeitr&auml;ge; Bundesdruckerei wird auskonkurriert; Stuttgart 21 &ndash; unterirdisch; Sicherungsverwahrung; politisches Product Placement; Nebeneink&uuml;nfte Steinbr&uuml;cks; Gysi nimmt Ernst in Schutz; Land f&uuml;r ein Linsengericht; Wal-Mart erleidet Kundenschwund; Truppabzug im Irak; Fehler in Afghanistan; Frankfurter Rundschau will k&uuml;rzen; neuer Vorw&auml;rts-Chefredakteur; Englands Unis vor dem Kollaps; Volker Pispers: Pawlowsche Reflexe. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">China &uuml;berholt Japan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Konjunkturerwartungen sinken &uuml;berraschend deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Aus Herrn Sch&auml;ubles Chart-Werkstatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Risikotest f&uuml;r die Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Schlecker will &Uuml;berstunden seiner Mitarbeiter nicht mehr bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">&bdquo;Reiche ticken wirklich anders&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Bildungskarte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Eine Million Kassenpatienten zahlen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Gesundheitsreform: Koalition streicht Kassen lukrative Zusatzgesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Bundesbank will deutsche Euros in Frankreich drucken lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Umfrage zum Bedarfsplan Schiene: Mehrheit der Projekte &bdquo;unstrittig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stuttgart 21: Wenn es unterirdisch wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Krebs erregende Chemikalie: Gift in Kassenzetteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Im Zweifel f&uuml;r die Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">In Plausch verkappte Produktplatzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die Nebeneink&uuml;nfte des Peer Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Gysi nimmt Ernst in Schutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Land f&uuml;r ein Linsengericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">US-Konsumflaute:Wal-Mart leidet unter Kundenschwund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Moschee am Ground Zero : New York wehrt sich gegen Hysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Truppenabzug im Irak: Augen zu und durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Afghanistan. Wir haben auch Fehler gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">&ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo;: Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung verhandelt mit Betriebsrat &uuml;ber K&uuml;rzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Uwe Kn&uuml;pfer wird neuer Chefredakteur des &bdquo;vorw&auml;rts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Englands Unis stehen vor dem Kollaps &ndash; Diskussion &uuml;ber Akademikersteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Zu guter Letzt: Volker Pispers, Pawlowsche Reflexe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6509&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>China &uuml;berholt Japan<\/strong><br>\nVor einigen Wochen hatten chinesische &Ouml;konomen es schon mal durchblicken lassen, jetzt ist es offiziell: Der asiatische Gigant hat Japan &uuml;berholt und ist nun nach den USA die Nummer Zwei. Die New York Times berichtet, dass im zweiten Quartal des Jahres 2010 nach den j&uuml;ngsten Zahlen der japanischen Statistiker, die Volksrepublik Nippon erstmals &ouml;konomisch &uuml;berholt habe. Demnach stand von April bis Juni einer chinesischen Wirtschaftsleistung von 1,33 Billionen US-Dollar (1,04 Billionen Euro) ein japanisches Bruttonationalprodukt von 1,28 Billionen US-Dollar (999 Milliarden Euro) gegen&uuml;ber. Da Chinas Wirtschaft ganz im Gegensatz zu der Japans weiter kr&auml;ftig w&auml;chst, ist davon auszugehen, dass das Land auch bezogen aufs ganze Jahr vor Japan liegen wird.<br>\nNunmehr ist auch in offiziellen Wechselkursen klar, was sich gerechnet in Kaufkrafparit&auml;ten schon lange abzeichnete. China ist damit nun endg&uuml;ltig in einer einzigartigen Position. Auf der einen Seite ist es inzwischen eine &ouml;konomische Supermacht &ndash; bisher ohne das entsprechende Milit&auml;r, was welthistorisch einmalig sein d&uuml;rfte &ndash;, auf der anderen Seite ist es noch immer ein Entwicklungsland. Letzteres wird deutlich, wenn die Wirtschaftsleitung auf die Bev&ouml;lkerung umgerechnet wird. Gerade 4000 US-Dollar pro Jahr und Kopf betr&auml;gt das Bruttonationaleinkommen, deutlich mehr als das vieler &auml;rmerer L&auml;nder, aber wesentlich weniger als das der T&uuml;rkei, Brasiliens oder einiger reicherer afrikanischer L&auml;nder wie Gabun oder Botswana. Von den Industriestaaten ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148207\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man hat den Eindruck als ginge es bei den Vergleichen der Wirtschaftsleistungen der verschiedenen Volkswirtschaften um den Wettbewerb von Wirtschaftsunternehmen. Dass China mit 1,3 Milliarden Einwohnern ein gr&ouml;&szlig;eres Bruttonationalprodukt hat als Japan mit 120 Millionen oder Deutschland mit 80 Millionen, ist doch so erstaunlich nicht.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Robert von Heusinger: Unaufhaltsam<\/strong><br>\n2008 liegt die Wirtschaftsleistung in China &ndash; gemessen in harten Dollar &ndash; erstmals &uuml;ber der deutschen. 2009 werden in China erstmals mehr Autos abgesetzt als in den USA. Und nun sieht auch Japan nur noch die R&uuml;cklichter. China ist zur zweitwichtigsten Wirtschaftsmacht aufgestiegen.<br>\nSo gesehen hat sich die alte Weltwirtschaftsordnung radikal ver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/unaufhaltsam\/-\/1472780\/4561644\/-\/index.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Konjunkturerwartungen sinken &uuml;berraschend deutlich<\/strong><br>\nW&auml;hrend die deutsche Wirtschaft noch rund l&auml;uft, sehen B&ouml;rsenprofis f&uuml;r die Zukunft eher d&uuml;ster. Das ZEW-Barometer f&uuml;r die Aussichten in den kommenden sechs Monaten sank im August &uuml;berraschend deutlich auf 14 Punkte von 21,2 Z&auml;hlern im Vormonat, teilte das Mannheimer Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit.<br>\n&bdquo;Auf Grund der deutschen Exportabh&auml;ngigkeit geht das gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r die Konjunktur von einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wichtiger Au&szlig;enhandelspartner, wie etwa den anderen Eurol&auml;ndern und den USA, aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9049202\/Konjunkturerwartungen-sinken-ueberraschend-deutlich.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Aus Herrn Sch&auml;ubles Chart-Werkstatt<\/strong><br>\nAuf der Homepage unseres lieben Finanzministers habe ich gerade diese interessante Grafik entdeckt:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/180910_anteil_der_steuern.png\" alt=\"Anteil der direkten und indirekten Steuern\"><\/p>\n<p>Ich muss gestehen: Mir war nicht bewusst, dass sich das Verh&auml;ltnis seit den Achtzigern so krass gedreht hat. Ich wusste zwar, dass der Anteil der direkten Steuern zu Lasten der indirekten Steuern gesenkt wurde, aber dass wir dabei volle 10 Prozent-Punkte umgeschichtet haben, war mir nicht gel&auml;ufig. Sieht so &ldquo;Umverteilung von unten nach oben&rdquo; aus? Ich denke mal: ja.<br>\nUnd noch eine weitere Grafik aus der Bastelwerkstatt von Herrn Sch&auml;uble:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/180910_steuer_und_abgabequote.png\" alt=\"Steuer- und Abgabequote\"><\/p>\n<p>Kennt man schon, klar, hat man oft gesehen, neulich z.B. beim Kollegen Schieritz im Herdentrieb. Ich finde sie trotzdem interessant, weil sie klipp und klar zeigt, dass die Abgabenquote in Deutschland bestenfalls stagniert bzw. gegen&uuml;ber dem langfristigen Trend sogar leicht sinkt. Und das trotz Wiedervereinigung, das wird leider nur allzu leicht vergessen!<br>\nVor diesem Hintergrund verstehe ich das Gejammere nicht, mit dem Leute wie Rainer Hank oder Ulf Poschardt durch die Landschaft tingeln. Den &ldquo;Reichen&rdquo; geht es besser als je zuvor, der Staat nimmt ihnen nicht mehr weg als anno dazumal &ndash; im Gegenteil. Hank und Poschardt leiden ziemlich offensichtlich unter Phantomschmerzen. Zumal sie mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst noch nicht mal &ldquo;reich&rdquo; sind. Ihre Leser &uuml;brigens auch nicht: Laut neuester Ausgabe des Fachblatts &ldquo;w&amp;v&rdquo; verdient der durchschnittliche Leser von FAZ und WELT rund 2000 Euro netto im Monat (Handelsblatt-Leser liegen ca. 500 Euro h&ouml;her). Das d&uuml;rfte einem Brutto von grosso modo 50.000 Euro im Jahr entsprechen &ndash; nicht gerade ein Betrag, der einen in die Liga der Reichen und Sch&ouml;nen katapultiert.&nbsp;Was die Frage aufwirft: F&uuml;r wen genau schreiben Hank und Poschardt eigentlich? F&uuml;r ihre eigene Leserschaft ja wohl kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/08\/07\/aus-herrn-schaubles-chart-werkstatt\/\">weissgarnix<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Michael Spence: Stiftung Risikotest f&uuml;r die Banken <\/strong><br>\nDie bisherige Regulierung der Geldh&auml;user ist unzureichend. Es fehlt eine unabh&auml;ngige Institution, die st&auml;ndig systemische Risiken analysiert und &uuml;berwacht &ndash; selbst wenn sie dabei Fehler macht. Gem&auml;&szlig; der Theorie &uuml;ber das F&auml;llen von Entscheidungen bei unsicheren Rahmenbedingungen sind Fehler unvermeidlich. Es gibt dabei zwei Arten von Fehlern. Die eine besteht darin, eine wahre Annahme zu verwerfen, ich nenne das &ldquo;Reject when true&rdquo; (RWT). Die andere Fehlerart ist, eine falsche Annahme zu akzeptieren: &ldquo;Accept when false&rdquo; (AWF). Welcher dieser beiden Fehlertypen ist aber bei der Erkennung systemischer Risiken mit den h&ouml;heren Kosten verbunden?<br>\nDie Gegner einer Beaufsichtigung systemischer Risiken nehmen an dieser Stelle zwei unterschiedliche Positionen ein. Die eine besagt, dass AWF-Fehler nicht auftreten k&ouml;nnen, weil es ja &uuml;berhaupt keine Anzeichen f&uuml;r die Instabilit&auml;t gibt. Danach zu suchen sei eine v&ouml;llige Ressourcenverschwendung. Dies ist aber falsch. Bei der Krise von 2008 etwa gaben einige Analysten durchaus die richtigen Warnsignale, und einige Anleger reagierten auch darauf. Zugegeben, diese Warnungen enthielten keinen stichfesten Beweis, und den genauen Zeitpunkt des Einbruchs sagten sie nicht vorher. Aber die Anzeichen waren da &ndash; sie wurden jedoch verworfen.<br>\nAndere wiederum akzeptieren zwar, dass es Warnsignale gibt, diese seien aber viel zu unzuverl&auml;ssig und ungenau. Daher w&auml;ren die Folgen wom&ouml;glich schlimmer, wenn man auf sie reagiert, anstatt sie zu ignorieren. Man kann akzeptieren, dass diese AWF-Fehler teuer werden k&ouml;nnen. Aber auch die RWT-Fehler sind kostspielig, wie 2008 zeigt. Die Kritiker einer Risiko&uuml;berwachung scheinen durch starke Vorurteile gepr&auml;gt zu sein: Im Gesch&auml;ftsleben trifft man st&auml;ndig Entscheidungen unter unsicheren Umst&auml;nden, Fehler sind da ganz normal. Dagegen scheinen Politiker in den entwickelten L&auml;ndern noch immer die Ansicht zu vertreten, dass regulatorische Schutzma&szlig;nahmen nur dann ergriffen werden d&uuml;rfen, wenn man die genauen Folgen absehen kann. Diese Sichtweise ist gepr&auml;gt durch ihren tiefen Glauben, dass die Finanzm&auml;rkte im Grunde stabil sind und sich durchaus selbst regulieren k&ouml;nnen. Doch angesichts der aktuellen Entwicklungen sind da Zweifel angebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:regulierung-stiftung-risikotest-fuer-die-banken\/50157860.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schlecker will &Uuml;berstunden seiner Mitarbeiter nicht mehr bezahlen<\/strong><br>\nBei der Drogeriemarktkette Schlecker ist nach Gewerkschaftsangaben ein Streit um &Uuml;berstunden entbrannt. Der Marktf&uuml;hrer zahle den Besch&auml;ftigten seit diesem Monat keine &Uuml;berstunden mehr aus und versto&szlig;e damit gegen den Tarifvertrag, sagte ein Sprecher von Ver.di am Samstag. In der Schlecker-Konzernzentrale im schw&auml;bischenEhingen war am Wochenende niemand f&uuml;r eine Stellungnahme erreichbar. Die Besch&auml;ftigten erfuhren offenbar auf ihrer Gehaltsabrechnung, dass ihre &Uuml;berstunden nicht wie sonst ausbezahlt, sondern in ein Mehrarbeitsdepot &uuml;berf&uuml;hrt w&uuml;rden. &ldquo;Da fast alle Schlecker-Mitarbeiter nur teilzeitbesch&auml;ftigt sind, sind sie besonders auf das Geld angewiesen&rdquo;, sagte Achim Neumann, der bei Ver.di Unternehmensbeauftragter f&uuml;r Schlecker ist. Die &Uuml;berstunden seien bundesweit und ohne Vorank&uuml;ndigung oder Begr&uuml;ndung nicht ausbezahlt worden. &ldquo;Die Mitarbeiter waren &uuml;berrascht und emp&ouml;rt&rdquo;, berichtete Neumann. Bis zu diesem Monat seien die Stunden ausbezahlt und nur auf Wunsch der Mitarbeiter in Freizeit abgegolten worden.&nbsp;<br>\nErst Anfang Juni war ein Streit &uuml;ber Dumpingl&ouml;hne und K&uuml;ndigungen bei bei der Drogeriemarktkette beigelegt worden: Das Unternehmen und die Gewerkschaft Ver.di verst&auml;ndigten sich auf eine umfassende Regelung f&uuml;r die bundesweit rund 34 000 Besch&auml;ftigten. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Besch&auml;ftigten nach dem Einzelhandelstarif Baden-W&uuml;rttemberg bezahlt werden. Das Unternehmen hatte zuvor mit Dumping-Stundenl&ouml;hnen von 6,50 Euro f&uuml;r Negativschlagzeilen gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/wirtschaft\/article9027235\/Schlecker-will-Ueberstunden-seiner-Mitarbeiter-nicht-mehr-bezahlen.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Reiche ticken wirklich anders&ldquo;<\/strong><br>\nLange war &uuml;ber Reichtum in Deutschland nicht viel bekannt. Bis Markus Grabka (vom DIW) anfing, Statistiken auszuwerten.<br>\nSo haben etwa die Realeinkommen des obersten Zehntels in den letzten zehn Jahren um 17 Prozent zugenommen &ndash; beim &auml;rmsten Zehntel dagegen um zehn Prozent abgenommen. Aber ob Reichtum beim siebten oder erst beim zehnten Zehntel beginnt, das ist nicht eindeutig&hellip;<br>\nIn der Tat aber beobachten wir Verschiebungen auch in der Zusammensetzung des Reichtums, zu welchen Anteilen er also er&shy;arbeitet oder vererbt oder auf andere Weisen generiert wurde. Klar ist, dass der erarbeitete Anteil abnimmt. Australische Zahlen weisen darauf hin, dass auch das Bindungs- und Heiratsverhalten Reichtum sichert und vermehrt. Demnach lassen sich neun Prozent der gestiegenen Ungleichheit durch gewandelte Partnerwahl erkl&auml;ren&hellip;<br>\nDas entspricht der bereits mit Zahlen gut belegbaren Entwicklung, dass Mobilit&auml;t und Durchmischung der Schichten in Deutschland abnehmen: Wer unten ist, bleibt dort &ndash; und wer oben ist auch&hellip;<br>\nSo verf&uuml;gen die reichsten zehn Prozent &uuml;ber mehr als 60 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens in Deutschland. Auch die Zahl der Million&auml;re hat trotz Finanzmarktkrise deutlich zugenommen. Ganz neu ist jetzt die Erfassung der Anwartschaften in den Alterssicherungssystemen. Die enormen Ungleichheiten darin eingerechnet, klafft die ber&uuml;hmte Schere sogar noch weiter auseinander, denn durch die Altersvorsorgen werden die Nettoverm&ouml;gen noch einmal fast verdoppelt&hellip;<br>\nMein Eindruck ist, dass die amtierende Regierung beschlossen hat, das aktuelle Ma&szlig; an Ungleichheit reicht nicht aus, &shy;sondern sie m&ouml;chte offenbar durch noch mehr Ungleichheit Leistungs&shy;anreize setzen. Meine Meinung ist, wir haben ein Ma&szlig; an &shy;Ungleichheit erreicht, das auch &ouml;konomisch nicht mehr optimal ist&hellip;<br>\nWahr ist, dass zwei Drittel der OECD-L&auml;nder in den letzten Jahren eine wachsende Ungleichheit verzeichnen. Deutschland ist da nur insofern eine Ausnahme, als hier die Ungleichheit besonders stark und schnell w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1032-reiche-ticken-wirklich-anders\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bildungskarte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband lehnt Bildungsgutscheine ab<\/strong><br>\nZu der aktuellen Debatte um Bildungsgutscheine und Chip-Karten f&uuml;r Kinder und Jugendliche im Hartz-IV-Bezug erkl&auml;rt der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Ulrich Schneider: &ldquo;Die aktuelle Diskussion um Chipkarten f&uuml;r Kinder und Jugendliche im Hartz IV-Bezug ist eine Debatte um Verpackungen. Richtig an dem Ansatz ist zweifellos, dass bestimmte Leistungen zur F&ouml;rderung von Kindern besser als Sachleistung als in Form von Geldpauschalen erbracht werden k&ouml;nnen. Entscheidender ist jedoch, was Kinder &uuml;berhaupt brauchen, welche Rechte sie und ihre Familien bekommen sollen und wer das ganze organisieren soll. Die Chipkarte allein gibt noch keine Antworten auf die Auflagen des Bundesverfassungsgerichts. Die Bundesregierung ist aufgefordert, bis zum Ende des Jahres f&uuml;r alle Kinder und Jugendlichen das Existenzminimum zu definieren und sicherzustellen. Jeder L&ouml;sungsvorschlag wird sich daran messen lassen m&uuml;ssen, ob er sowohl den zum Teil sehr individuellen Bedarfen von Kindern als auch den zum Teil sehr unterschiedlichen Voraussetzungen vor Ort gerecht wird.&rdquo; Der Verband k&uuml;ndigt an, in der kommenden Woche ein detailliertes Konzept zur Existenzsicherung von Kindern und Jugendlichen vorzustellen, das den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts entspricht und auch die Fragen nach den rechtlichen und verwaltungstechnischen Konsequenzen beantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseecho.de\/politik\/NA3731663523.htm\">PresseEcho<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Bildungskarte Viele T&uuml;cken <\/strong><br>\nHartz-IV-Familien sollen, so der Plan von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), k&uuml;nftig von den Arbeitsagenturen eine &ldquo;Bildungskarte&rdquo; erhalten, die vom Bund mit bis zu 200 Euro aufgeladen wird. Die Idee findet immer mehr Bef&uuml;rworter. So bezeichnet auch SPD-Vizechefin Manuela Schwesig die Chipkarte als sinnvoll. Doch die Goldkarte f&uuml;r Hartz-IV-Kinder hat sehr viele T&uuml;cken, die in der gegenw&auml;rtigen Debatte kaum ber&uuml;cksichtigt werden. Es geht um rund 1,8 Millionen Kinder und einen Transferbetrag von bis zu 360 Millionen. Hinzu kommen Verwaltungskosten in nicht absehbarer H&ouml;he. Eine staatliche Infrastruktur daf&uuml;r fehlt. Erfahrungen haben lediglich private Anbieter; etwa die Bertelsmann-Tochter Arvato. Nicht ausgeschlossen, dass die G&uuml;tersloher sich f&uuml;r das neue Gesch&auml;ftsfeld interessieren. 250 Euro, so Experten, kostet ein Kartenleseger&auml;t. Welcher Sch&uuml;ler oder Student, der mit Nachhilfeunterricht sein Taschengeld aufbessert, kann sich das leisten? Die Folge w&auml;re, das Hartz-IV-Kinder k&uuml;nftig ausschlie&szlig;lich in wesentlich teurere und unpers&ouml;nlichere Nachhilfeinstitute gelenkt w&uuml;rden. Kann das gewollt sein? Vielerorts d&uuml;rfte das Spektrum der in Aussicht gestellten Leistungen, die mit der Karte abgegolten werden k&ouml;nnen, gering sein. Eine Gratiseintrittskarte f&uuml;r das kommunale Schwimmbad aber bed&uuml;rfte des Aufwandes nicht. Das l&auml;sst sich unb&uuml;rokratischer regeln. Ob der Euphorie &uuml;ber von der Leyens vermeintlich pfiffige Kartenidee ist vollkommen aus dem Blickfeld geraten, welches Menschenbild damit verbunden ist. Es ist das garstig Lied von faulen, tumben und verantwortungslosen Eltern, die ihr Geld versaufen statt in die Bildung ihrer Kinder zu investieren. Dies verletzt so wie die Bildungskarte ihre Besitzer diskriminiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/65487\/1665564\/neue_westfaelische_bielefeld\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eine Million Kassenpatienten zahlen nicht<\/strong><br>\nLaut &ldquo;Bild&rdquo; haben eine Million gesetzlich Versicherte den Zusatzbeitrag noch nicht gezahlt . Die Koalition droht s&auml;umigen Beitragszahlern mit Strafen. Der Anteil der s&auml;umigen Mitglieder betrage je nach Krankenkasse bis zu 30 Prozent, berichtete das Blatt. Demnach haben seit Jahresbeginn insgesamt gut eine Million Kassenmitglieder noch keinen Zusatzbeitrag &uuml;berwiesen.<br>\nDie schwarz-gelbe Koalition hatte zuvor einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums zugestimmt, s&auml;umige Beitragszahler zu bestrafen, wie aus Koalitionskreisen verlautete. Allerdings verwarfen die Gesundheitspolitiker zun&auml;chst die Idee, dass der Arbeitgeber den S&auml;umniszuschlag einziehen soll, wenn Versicherte mehr als sechs Monate ihren Zusatzbeitrag nicht zahlen. &bdquo;Wir sind uns aber einig, dass wir eine nachvollziehbare und angemessene Sanktion f&uuml;r diejenigen wollen, die ihre Zusatzbeitr&auml;ge nicht bezahlen&ldquo;, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9045844\/Eine-Million-Kassenpatienten-zahlen-nicht.html#writeComment\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesundheitsreform: Koalition streicht Kassen lukrative Zusatzgesch&auml;fte <\/strong><br>\nUnion und FDP wollen im Zuge der Gesundheitsreform die Zusatzangebote und Wahltarife gesetzlicher Krankenkassen f&uuml;r gut verdienende Mitglieder einschr&auml;nken. Demnach sollen Wahltarife, die gesetzlich Versicherten zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten Chefarztbehandlungen oder die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer anbieten, nicht mehr erlaubt sein. Auch das Angebot von Auslandspolicen soll den Pl&auml;nen zufolge nur noch privaten Versicherern vorbehalten sein. Gesetzliche Kassen sollen dagegen allein Wahltarife mit Selbstbehalt und Kostenerstattung anbieten k&ouml;nnen. Dies erfuhr die FTD am Dienstag aus Koalitionskreisen. Die &Auml;nderungen sollen noch in den Gesetzentwurf eingef&uuml;gt werden. Die &Auml;nderung trifft gesetzliche Krankenkassen an einer empfindlichen Stelle. In den vergangenen Jahren hatten sie ihr Angebot an Wahltarifen ausgeweitet, um gut verdienende, freiwillig Versicherte von einem Wechsel zur privaten Konkurrenz abzuhalten. Zudem beschlossen die Gesundheitspolitiker, auch die Frist zu verk&uuml;rzen, die gesetzlich Versicherte warten m&uuml;ssen, bis sie sich privat versichern k&ouml;nnen. Heute m&uuml;ssen Gutverdiener drei Jahre warten, k&uuml;nftig soll die Frist ein Jahr betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:gesundheitsreform-koalition-streicht-kassen-lukrative-zusatzgeschaefte\/50157901.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich geh&ouml;ren die privaten Krankenkassen abgeschafft! Es ist einfach ein Unding, dass sich in einem modernen Europa die Besserverdienenden aus der Solidargemeinschaft ausklinken k&ouml;nnen. Wir sind ja nicht mehr im Ancien r&eacute;gime. &ndash; Abgesehen vom Grunds&auml;tzlichen, treiben die geplanten Gesetze von Schwarz\/Gelb die Besserverdienenden geradezu in die Privaten Krankenkassen. Wenn das keine Klientelpolitik ist! Da zeigt doch die Berufung des stellvertretenden Direktors des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV), Christian Weber, zum Abteilungsleiter Grundsatzfragen im Gesundheitsministerium endlich ungeschminkte Wirkung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Bundesbank will deutsche Euros in Frankreich drucken lassen <\/strong><br>\nBerlins Bundesdrucker haben Angst um ihre Jobs &ndash; und gehen auf die Stra&szlig;e.<br>\nBislang gab es in der 53-j&auml;hrigen Geschichte der Bundesbank &uuml;berhaupt erst eine Demonstration vor der Zentrale der Bundesbank im Norden des Frankfurter Bankenviertels. Im Oktober vergangenen Jahres protestierten mehrere hundert Bundesbanker gegen den geplanten Personalabbau. Am heutigen Dienstag wird zum zweiten Mal demonstriert: Diesmal werden Mitarbeiter der Bundesdruckerei aus Berlin und von Giesecke &amp; Devrient (G&amp;D) aus M&uuml;nchen und Leipzig ihrem &Auml;rger lautstark Luft machen. Grund: Zum ersten Mal d&uuml;rften sie bei der Vergabe eines Druckauftrages f&uuml;r Euro-Banknoten fast leer ausgehen.<br>\nDie Bundesbank hat den Auftrag den Vorgaben folgend europaweit ausgeschrieben. Und Konkurrenz-Unternehmen aus Frankreich und den Niederlanden sind billiger. Noch aber, betont das zust&auml;ndige Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele, sei die endg&uuml;ltige Entscheidung nicht gefallen. Bis Ende September soll es noch dauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/berliner-bundesdrucker-sollen-weniger-euros-herstellen-\/1904500.html;jsessionid=A795DA0532EDEF9A3B17FC89C6E24535%20\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umfrage zum Bedarfsplan Schiene: Mehrheit der Projekte &bdquo;unstrittig&ldquo;<\/strong><br>\nAnders als die bundesweite Aufregung um Stuttgart 21 vermuten l&auml;sst, haben sich die Mitgliedsverb&auml;nde der Allianz pro Schiene in einer Umfrage zu den 58 Schienenneu- und Ausbauprojekten der Bundesregierung &uuml;berraschend einhellig ge&auml;u&szlig;ert: Die Mehrzahl der Projekte bewerteten sie auf einer Positivliste als &bdquo;unstrittig&ldquo;. Mit N&uuml;rnberg &ndash; Erfurt wurde nur ein einziges Projekt des Bedarfsplans Schiene von einigen Mitgliedsverb&auml;nden als &bdquo;Prestigeprojekt&ldquo; eingestuft. Keine einhellige Unterst&uuml;tzung aus den Reihen der Allianz pro Schiene-Mitgliedsverb&auml;nde erhielten au&szlig;erdem Stuttgart 21 und die Feste Fehmarnbeltquerung, die allerdings beide nicht im offiziellen Bedarfsplan aufgef&uuml;hrt sind. Einige weitere Schienenbauvorhaben des Bundes sind bei einzelnen Mitgliedern der Allianz pro Schiene zwar in ihrer aktuellen Ausgestaltung umstritten, ein grunds&auml;tzlicher Bedarf f&uuml;r den Schienenausbau in den betreffenden Korridoren wird aber von allen 17 Verb&auml;nden gesehen.<br>\nMit f&uuml;nf Milliarden Euro im Jahr w&uuml;rde das deutsche Schienennetz topfit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/d3810\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Wenn es unterirdisch wird<\/strong><br>\nF&uuml;nf Milliarden? Oder sieben? Oder elf? Wie teuer es werden k&ouml;nnte, in Stuttgart einen neuen Bahnhof zu bauen, wei&szlig; niemand. Immer neue Zahlen ersch&uuml;ttern das Vertrauen der B&uuml;rger. Die protestieren &ndash; und stellen die Machtfrage. Seit 1988 wird geplant. Soll das umsonst gewesen sein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/stuttgart-21-wenn-es-unterirdisch-wird\/1902872.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krebs erregende Chemikalie: Gift in Kassenzetteln<\/strong><br>\nAcht von zehn Quittungen, die auf Thermopapier ausgedruckt werden, enthalten die als Krebs erregend geltende Chemikalie Bisphenol A, warnen Wissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/konsum\/artikel\/1\/gift-in-kassenzetteln\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> In diesem Zusammenhang sei nochmals der Dokumentarfilm &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=4546#h16\">Plastic Planet<\/a>&ldquo; empfohlen, in dem es u.A. auch um das Problem des Giftes Bisphenol A in Schnullern geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Im Zweifel f&uuml;r die Sicherheit <\/strong><br>\nEin Beitrag zum Thema Sicherungsverwahrung<br>\nDie Dis&shy;kus&shy;si&shy;on die haupt&shy;s&auml;ch&shy;lich in den Me&shy;di&shy;en ge&shy;f&uuml;hrt wird, be&shy;sch&auml;f&shy;tigt sich kaum mit dem In&shy;halt und den Fol&shy;gen der Si&shy;che&shy;rungs&shy;ver&shy;wah&shy;rung. Viel&shy;mehr steht die Angst vor den nun zu ent&shy;las&shy;sen&shy;den Ver&shy;wahr&shy;ten im Vor&shy;der&shy;grund. Diese auf Angst be&shy;ru&shy;hen&shy;de Be&shy;richt&shy;er&shy;stat&shy;tung wird von Po&shy;li&shy;ti&shy;kern auf&shy;ge&shy;grif&shy;fen, um sich selbst mit Law-and-Or&shy;der Rhe&shy;to&shy;rik zu pr&auml;&shy;sen&shy;tie&shy;ren. Dabei geht es pri&shy;m&auml;r um das Spek&shy;ta&shy;kel, so der fran&shy;z&ouml;&shy;si&shy;sche So&shy;zio&shy;lo&shy;ge Lo&iuml;c Wac&shy;quant, um die sys&shy;te&shy;ma&shy;ti&shy;sche In&shy;sze&shy;nie&shy;rung der Ver&shy;bre&shy;chens&shy;be&shy;k&auml;mp&shy;fung, die be&shy;wu&szlig;t &uuml;ber&shy;trie&shy;ben, dra&shy;ma&shy;ti&shy;siert und ri&shy;tua&shy;li&shy;siert er&shy;scheint. Die Folge des&shy;sen ist, dass de&shy;li&shy;quen&shy;tes Ver&shy;hal&shy;ten aus dem Ge&shy;flecht der so&shy;zia&shy;len Be&shy;zie&shy;hun&shy;gen, in dem es seine Wur&shy;zeln und seine Plau&shy;si&shy;bi&shy;li&shy;t&auml;t hat, k&uuml;nst&shy;lich her&shy;aus&shy;ge&shy;zupft wird. Deut&shy;lich wird dies, in den Vor&shy;schl&auml;&shy;gen zum &ldquo;In&shy;ter&shy;net-Pran&shy;ger&rdquo; (&raquo;Streit um In&shy;ter&shy;net Pran&shy;ger&laquo; in TAZ) oder den Bil&shy;dern von Po&shy;li&shy;zis&shy;ten, die 24 Stun&shy;den einen ehe&shy;mals Si&shy;che&shy;rungs&shy;ver&shy;wahr&shy;ten be&shy;glei&shy;ten &ldquo;m&uuml;s&shy;sen&rdquo;. (&raquo;Irr&shy;sinn Jus&shy;tiz&laquo; in Bild).<br>\nIn die&shy;ser Stim&shy;mung ist es schwie&shy;rig eine sach&shy;li&shy;che Dis&shy;kus&shy;si&shy;on &uuml;ber die Si&shy;che&shy;rungs&shy;ver&shy;wah&shy;rung zu f&uuml;h&shy;ren. Beim Be&shy;trach&shy;ten der Fak&shy;ten und dem An&shy;spruch des Ge&shy;setz&shy;ge&shy;bers las&shy;sen sich gra&shy;vie&shy;ren&shy;de Ab&shy;wei&shy;chun&shy;gen fest&shy;stel&shy;len. Die Si&shy;che&shy;rungs&shy;ver&shy;wah&shy;rung be&shy;straft eine noch nicht statt&shy;ge&shy;fun&shy;de&shy;ne Tat, das Prin&shy;zip &raquo;Im Zwei&shy;fel f&uuml;r den An&shy;ge&shy;klag&shy;ten&laquo; wird aus&shy;ge&shy;he&shy;belt. Es wird statt&shy;des&shy;sen eine all&shy;um&shy;fas&shy;sen&shy;de Si&shy;cher&shy;heit, zum ma&szlig;&shy;geb&shy;li&shy;chen Leit&shy;mo&shy;tiv des staat&shy;li&shy;chen Han&shy;delns&nbsp;er&shy;ho&shy;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dasdossier.de\/magazin\/medien\/einfluss-inhalt\/im-zweifel-fuer-die-sicherheit%20\">Das Dossier<br>\n<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In Plausch verkappte Produktplatzierung<\/strong><br>\nEin bunt zusammengew&uuml;rfelter Haufen. Netter Plausch, der keinem schaden, keinem &uuml;belwollen soll. Sendeformate wie jenes des MDR, Riverboat mit Namen, zielen auf angenehme Plauderei ab; ein wenig Information zu prominenten G&auml;sten hier, Werbung f&uuml;r deren B&uuml;cher oder neue TV-Serien dort &ndash; und manchmal ist sogar spannender Besuch vorzeigbar. Buntscheckig war auch die letzte Runde, wo neben Schauspielern und einem Survival-Experten, die Koryph&auml;en des unterirdischen Musikgeschmacks, die Amigos, gleich vis-a-vis der Koryph&auml;e des flachen Feuilletons gegen&uuml;bersa&szlig;en: Herrn Peter Hahne n&auml;mlich&hellip;<br>\nSo streut man sachte Botschaften aus, platziert neben den Schlager-Amigos, Kommissaren und Kolumnisten wirtschaftliche Aussagen, die einem breiten Publikum zug&auml;nglich werden. Mit dem Plausch selbst hatte H&uuml;ther nichts zu tun &ndash; aber so leise und unscheinbar, verkappt als unabh&auml;ngiger Experte, Bulletins in die &Ouml;ffentlichkeit zu werfen: dazu ist eine derart plauschige Runde und deren unbedarfte Zuseher exzellent geeignet. W&auml;re H&uuml;thers frohe Kunde eine Dose, eine Flasche, ein Tetra Pak: man h&auml;tte laut und entr&uuml;stet von Product-Placement gesprochen. Aber ideologische Frohbotschaften fallen nicht unter diesen Verdacht &ndash; nicht mal dann, wenn sie besonders plump daherkommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/08\/in-plausch-verkappte-produktplatzierung.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Buch, 29 Vortr&auml;ge und einige Hunderttausend Euro: Die Nebeneink&uuml;nfte des Peer Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nAngesichts von 29 Honorar-Vortr&auml;gen sowie seiner publizistischen T&auml;tigkeit als Buchautor ist die Frage geboten, ob im Fall Steinbr&uuml;ck tats&auml;chlich noch die Rede davon sein kann, dass hier jemand einer Nebent&auml;tigkeit nachgeht. Zumal darunter die Hauptt&auml;tigkeit zu leiden scheint: Seit Dezember 2009 fehlte Peer Steinbr&uuml;ck bei zw&ouml;lf von 19 wichtigen Bundestagsabstimmungen. W&auml;hrend er 29 Vortr&auml;ge gegen Honorar hielt, sprach er in dieser Wahlperiode noch kein einziges Mal zu den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern vom Rednerpult des Deutschen Bundestags. Und dass Steinbr&uuml;ck im Parlament fehlt und am gleichen Tag als Referent in privater Mission unterwegs ist, ist auch kein Einzelfall: Neben seiner Abwesenheit bei der Sitzung vom 23. April wegen seines Auftritts beim Finanzsymposium in Mannheim wird Steinbr&uuml;ck auch bei der Haushaltsdebatte am 21. Januar 2010 vom Plenarprotokoll als entschuldigt &ndash; also fehlend &ndash; gef&uuml;hrt (pdf). An dem Tag sprach er als Gastredner bei einer &bdquo;exklusiven Abendveranstaltung&ldquo; auf der &bdquo;Trend und Service Messe EK Live&ldquo; in Bielefeld (pdf).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2010\/08\/17\/ein-buch-29-vortrage-und-einige-hunderttausend-euro-die-nebeneinkunfte-des-peer-steinbruck\/%20\">Abgeordnetenwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gysi nimmt Ernst in Schutz<\/strong><br>\nDer mit Manipulationsvorw&uuml;rfen konfrontierte Linke-Chef Klaus Ernst erh&auml;lt R&uuml;ckendeckung von Gregor Gysi: Die Vorw&uuml;rfe des Schatzmeisters der bayerischen Genossen seien &ldquo;absurder Unsinn&rdquo;, sagte der Bundestagsfraktionschef &ndash; und forderte Ulrich Vo&szlig; zum R&uuml;cktritt auf.<br>\nGregor Gysi ist von den Manipulationsvorw&uuml;rfen gegen Linke-Parteichef Klaus Ernst sichtlich genervt: &ldquo;Diese Art der Denunziation d&uuml;rfen wir uns nicht l&auml;nger bieten lassen&rdquo;, sagte der Fraktionschef der Linken im Bundestag der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. &ldquo;Wenn es in unserem bayerischen Landesverband sogenannte Karteileichen gibt, liegt das in erster Linie in der Verantwortung des Landesschatzmeisters&rdquo;, sagte Gysi in Anspielung auf den bayerischen Linken-Schatzmeister Ulrich Vo&szlig;, der die Vorw&uuml;rfe erhoben hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,712216,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Stimme gegen 636 Artikel um 00.43 Uhr bei Google News.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Land f&uuml;r ein Linsengericht<\/strong><br>\nIn vielen L&auml;ndern der so genannten Dritten Welt findet derzeit die gr&ouml;&szlig;te Landnahme seit dem Ende des Kolonialismus statt. Konzerne und Regierungsorganisationen aus Schwellen- und Industriestaaten kaufen vor allem in Afrika riesige Agrarfl&auml;chen auf, um dort Lebensmittel oder Nutzpflanzen f&uuml;r ihre heimischen M&auml;rkte anzubauen. Der Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats f&uuml;r das Recht auf Nahrung, der Belgier Olivier de Schutter, stellte Anfang M&auml;rz einen diesbez&uuml;glichen Bericht vor, der Landk&auml;ufe oder -pachtungen in Entwicklungsl&auml;ndern erfasst. Demnach sind seit 2006 bis zu 20 Millionen Hektar Anbaufl&auml;che von ausl&auml;ndischen Investoren aufgekauft oder langfristig gepachtet worden. Diese Fl&auml;che entspricht in etwa einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten B&ouml;den in der EU.&nbsp; Betroffen sind mit &Auml;thiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Madagaskar, Somalia, Mali, dem Sudan und Tansania einige der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt. Rund 80 Prozent der Landk&auml;ufer seien &raquo;private Investmentfirmen&laquo;, betonte De Schutter, w&auml;hrend die &raquo;lokalen Eliten&laquo; die gr&ouml;&szlig;tenteils &raquo;nicht transparent&laquo; ausgehandelten Landdeals als Gelegenheit wahrn&auml;hmen, &raquo;rasches Geld zu machen&laquo;. Die Arbeits- und Lebensbedingungen des neuen afrikanischen Agrarproletariats sind unmenschlich. So zahlt der indische Agrarkonzern Karuturi Global, der in &Auml;thiopien 300000 Hektar Land bewirtschaftet seinen Arbeitern laut der Nachrichtenagentur Bloomberg umgerechnet &raquo;weniger als 1,25 US-Dollar&laquo; t&auml;glich, w&auml;hrend die &raquo;j&auml;hrlichen Eink&uuml;nfte dieses Unternehmens 2013 100 Millionen US-Dollar &uuml;berschreiten&laquo; sollen. Die Landarbeiter k&ouml;nnten trotz des Einkommens &raquo;an vielen Tagen nur einmal t&auml;glich essen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sandimgetriebe.attac.at\/9039.html\">sandimgetriebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>US-Konsumflaute:Wal-Mart leidet unter Kundenschwund<\/strong><br>\nDie Gesch&auml;fte laufen schlecht beim weltgr&ouml;&szlig;ten Einzelhandelskonzern Wal-Mart . Die fr&uuml;her konsumfreudigen US-Kunden halten sich zur&uuml;ck &ndash; und werden dies wohl auch weiterhin tun. &ldquo;Die schleppende wirtschaftliche Erholung wird unsere Kunden auch weiterhin beeinflussen&rdquo;, lautete die Prognose von Wal-Mart-Chef Mike Duke. &ldquo;Wir glauben, dass sie anhaltend vorsichtig sein werden beim Geldausgeben.&rdquo; Die Aussagen untermauern das Bild, das sich seit Wochen verdichtet: Die amerikanischen Verbraucher sch&auml;tzen ihre Lage immer schlechter ein. Im Juli sank das Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten auf den niedrigsten Wert seit Dezember 2009. Vor allem die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit von zuletzt fast zehn Prozent lastet schwer auf der Volksseele. Wal-Mart gelang es nur dank eines bl&uuml;henden Auslandsgesch&auml;fts und zahlreicher Neuer&ouml;ffnungen, &uuml;berhaupt ein Umsatzplus von rund drei Prozent auf 103 Milliarden Dollar im zweiten Quartal zu erzielen. In den US-L&auml;den war dagegen weniger los als vor einem Jahr. Nicht einmal neue Preissenkungen konnten die Kunden locken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,712376,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Moschee am Ground Zero : New York wehrt sich gegen Hysterie<\/strong><br>\nKonservative in den USA blasen zum Kampf gegen einen Moschee-Bau in der N&auml;he von Ground Zero.<br>\nDoch die Mehrheit der B&uuml;rger in der liberalen Stadt am Hudson Fluss ergreift Partei f&uuml;r die Muslime.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/new-york-wehrt-sich-gegen-hysterie\/-\/1472782\/4561268\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Truppenabzug im Irak: Augen zu und durch <\/strong><br>\nBis zum 31. August r&uuml;cken die Kampftruppen endg&uuml;ltig aus dem Irak ab, und dann liegt die Verantwortung wieder voll in den H&auml;nden Bagdads. Augen zu und durch scheint inzwischen die Devise im Wei&szlig;en Haus zu sein. Iraks Armeechef jedenfalls ist ziemlich mulmig zumute. Mindestens bis 2020 m&uuml;ssten die Amerikaner noch im Irak bleiben, dann erst seien seine Leute in der Lage, die Sicherheit zu garantieren. Das sagt er seit Wochen jedem, der ihm zuh&ouml;rt. Zwar verf&uuml;gen Polizei und Milit&auml;r mit rund 750 000 Mann &uuml;ber eine beachtliche Truppenst&auml;rke. Doch die USA wissen ganz genau, dass Schlagkraft und Einsatzwille auch nach Jahren der Aufbauarbeit sehr zu w&uuml;nschen &uuml;brig lassen. Offiziere sind korrupt, Mannschaften werden schlecht behandelt und haben keine Lust, ihre Haut zu riskieren. So wundert es nicht, dass Al Qaida in letzter Zeit vor allem Polizisten und Soldaten ins Visier nimmt. Wer sich als Rekrut bewirbt, muss schon am Vorstellungstag in der Kaserne um sein Leben f&uuml;rchten, hei&szlig;t die Botschaft des j&uuml;ngsten Selbstmordanschlags am Dienstag. Polizisten an Stra&szlig;ensperren oder auf Verkehrsinseln werden aus fahrenden Autos heraus abgeknallt. Auch andere Verbrechen, die in keiner irakischen Gewaltstatistik auftauchen, breiten sich aus wie eine Seuche. Nicht nur Al Qaida, auch kriminelle Banden f&ouml;rdern die Anarchie im Land, w&auml;hrend es mit der politischen und &ouml;konomischen Situation weiter bergab geht. Strom gibt es nur f&uuml;r wenige Stunden, ausl&auml;ndische Investoren bleiben weg, der Wiederaufbau des kriegsruinierten Landes stagniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/truppenabzug-im-irak-augen-zu-und-durch\/1905360.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und keiner kommt auf die Idee, dass es der US-Regierung&nbsp; genauso egal sein wird, in welchem Zustand die ISAF Afghanistan verlassen wird. Hauptsache raus. Und wir werden die Trottel abgeben, die bis zuletzt nicht begriffen haben, dass der Afghanistaneinsatz von vorn herein sinnlos war &ndash; auf Kosten von Leib und Leben unserer Soldaten wie auch der Verb&uuml;ndeten und der vielen afghanischen Opfer, und nicht zuletzt auf Kosten unseres Ansehens in der Welt. War diese Best&auml;tigung unserer &ldquo;B&uuml;ndnistreue&rdquo; eine kluge, Schaden von der Bundesrepublik abwendende Politik?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Afghanistan. Wir haben auch Fehler gemacht<\/strong><br>\n&ldquo;Wir werden es sehr schwer haben, ein Afghanistan zu schaffen, dass v&ouml;llig korruptions- und drogenfrei ist.&rdquo; Der Sprecher der Isaf-Schutztruppe Isaf, Bundeswehrgeneral Blotz, &uuml;ber die Sicherheitslage, die Abzugsperspektive und die Jagd auf Taliban-K&auml;mpfer:<br>\n&ldquo;Gezielte T&ouml;tungen durch Spezialkr&auml;fte der Bundeswehr hat das Verteidigungsministerium definitiv ausgeschlossen. Das Kommando Spezialkr&auml;fte, KSK, der Bundeswehr ist jedoch auch daf&uuml;r eingesetzt worden, Netzwerke von Extremisten auszuschalten. Abgesehen davon sollte man dieses etwas rei&szlig;erisch dargestellte Thema n&uuml;chterner betrachten. Es ist v&ouml;llig klar und v&ouml;llig verst&auml;ndlich, dass Extremisten, deren Hauptbesch&auml;ftigung darin besteht, unsere Soldaten zu erschie&szlig;en und in die Luft zu sprengen, verfolgt und bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen. Wenn man &uuml;ber Informationen verf&uuml;gt, wo solche Extremisten zu finden sind, muss versucht werden, diese auszuschalten noch bevor sie unsere Soldaten angreifen k&ouml;nnen. Genau darum geht es. Das ist im Wesentlichen die Aufgabe von Kr&auml;ften, die speziell daf&uuml;r ausgebildet, ausger&uuml;stet und trainiert sind. Die Spezialkr&auml;ftekapazit&auml;t ist in Afghanistan in den letzten anderthalb Jahren ganz erheblich erh&ouml;ht worden. Das ist absolut notwendig. Wir brauchen genau diese Spezialkr&auml;fte, um Talibannetzwerke effektiv ausschalten zu k&ouml;nnen. Es d&uuml;rfte Ihre Leser auch interessieren, dass bei 80 Prozent unserer Spezialkr&auml;fteeins&auml;tze kein einziger Schuss f&auml;llt. Und das gibt eine gute Vorstellung davon, wie gut es gelingt, Extremistenf&uuml;hrer aus dem Verkehr zu ziehen und diese dann zu verh&ouml;ren. &hellip;<br>\nWir erarbeiten derzeit einen Vorschlag, wie Sicherheit, Regierungsbildung, und wirtschaftliche Entwicklung auf dem Weg bis 2014 zu definieren sind. Beim Nato-Gipfel im November k&ouml;nnte bekannt gegeben werden, in welchen Landesteilen sich die Lage so entwickelt hat, dass wir 2011 mit der &Uuml;bergabe beginnen k&ouml;nnen. Die Verantwortung f&uuml;r Kabul zum Beispiel haben die Afghanen schon vor zwei Jahren &uuml;bernommen und Kabul ist heute eine weitgehend anschlagsfreie F&uuml;nf-Millionen-Stadt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wir-haben-auch-fehler-gemacht\/1904594.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung: Zum anschlagsfreien Kabul<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.rp-online.de\/politik\/18-tote-bei-schwerem-anschlag-in-kabul-1.75604\">RP Online<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>&ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo;: Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung verhandelt mit Betriebsrat &uuml;ber K&uuml;rzungen<\/strong><br>\nBei der &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; stehen offenbar erneut Einsparungen bevor. Wie Betriebsratschefin Ingrid Eckert auf Anfrage von HORIZONT.NET best&auml;tigt, wird sich Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Karlheinz Kroke am 19. August mit der Gewerkschaft Verdi und dem Betriebsrat zu einem Gespr&auml;ch treffen. Hierbei soll eine L&ouml;sung gefunden werden, wie der defizit&auml;re Titel aus den roten Zahlen gef&uuml;hrt werden kann. Dieses Ziel soll bis sp&auml;testens 2012 erreicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.horizont.net\/aktuell\/medien\/pages\/protected\/showNewsletter.php?id=94175&amp;utm_source=Newsletter&amp;utm_medium=Newsletter\">Horizont<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Uwe Kn&uuml;pfer wird neuer Chefredakteur des &bdquo;vorw&auml;rts&ldquo; <\/strong><br>\n&nbsp;SPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles hat am Dienstag in Berlin den Namen des k&uuml;nftigen &ldquo;vorw&auml;rts&rdquo;-Chefredakteurs bekannt gegeben. In der Berufung Uwe Kn&uuml;pfers sieht sie &ldquo;ein Bekenntnis der Parteif&uuml;hrung zur zentralen Rolle des &lsquo;vorw&auml;rts&rsquo; f&uuml;r die Partei&rdquo;.<br>\n&bdquo;Ich freue mich sehr, dass wir Uwe Kn&uuml;pfer als neuen Chefredakteur des &sbquo;vorw&auml;rts&rsquo; gewinnen konnten&ldquo;, erkl&auml;rt Andrea Nahles, die Herausgeberin des &ldquo;vorw&auml;rts&rdquo;. &bdquo;Er wird Uwe-Karsten Heye (69) folgen, der den &sbquo;vorw&auml;rts&rsquo; seit 2006 erfolgreich f&uuml;hrt und den Staffelstab zum 1. Oktober 2010 aus Altersgr&uuml;nden &uuml;bergeben wird.&ldquo;<br>\nNahles nennt die Berufung des 55-j&auml;hrigen Kn&uuml;pfer &bdquo;ein Bekenntnis der Parteif&uuml;hrung zur zentralen Rolle des &sbquo;vorw&auml;rts&rsquo; f&uuml;r die Partei bei der Belebung der Debattenkultur innerhalb und au&szlig;erhalb der SPD&ldquo;. Die Generalsekret&auml;rin weiter: &bdquo;Die Sozialdemokratie will ihre Fenster und T&uuml;ren weit aufsto&szlig;en und das Gespr&auml;ch suchen. Der &sbquo;vorw&auml;rts&rsquo; leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.&ldquo;&#8232;&nbsp;&#8232;Die Generalsekret&auml;rin nennt Uwe Kn&uuml;pfer einen Journalisten &bdquo;mit gro&szlig;er Erfahrung, mit hoher Reputation und Unabh&auml;ngigkeit&ldquo;. Mit seiner Benennung &bdquo;best&auml;rkt die SPD den journalistischen Auftrag des &sbquo;vorw&auml;rts&rsquo;&rdquo;.<br>\nVon der WAZ zum &ldquo;vorw&auml;rts&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/uwe-knuepfer-wird-neuer-chefredakteur-des-ae-vorwaerts-ae\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p>Siehe noch einmal zur Entlassung Kn&uuml;pfers als Cheredakteur der WAZ &bdquo;<a href=\"\/wp-print.php?p=2192\">Gleichschaltung im 21. Jahrhundert<\/a>&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Englands Unis stehen vor dem Kollaps &ndash; Diskussion &uuml;ber Akademikersteuer<\/strong><br>\nZusammen verf&uuml;gten britische Unis im vergangenen Jahr noch &uuml;ber eine Rekordsumme von 25 Milliarden Pfund. Neben den Staatszusch&uuml;ssen nahmen die Unis allein vier Milliarden von den 250 000 Nicht-EU Studierenden ein, die extrem hohe Studiengeb&uuml;hren zahlen. Einheimische und die &uuml;ber 100 000 Kommilitonen aus EU-L&auml;ndern studieren billiger &ndash; f&uuml;r derzeit 3290 Pfund pro Jahr, rund 4000 Euro. Aber das Geld reicht nicht. Auch in Gro&szlig;britannien gibt es nun &uuml;berf&uuml;llte H&ouml;rs&auml;le, gr&ouml;&szlig;ere Studiengruppen, weniger Wahlm&ouml;glichkeiten. 30 Unis sollen in finanziellen Schwierigkeiten sein, sieben kurz vor dem Kollaps stehen: Sie geben deutlich mehr Geld aus als sie einnehmen.<br>\nLange hie&szlig; die Zielvorgabe der alten Labour-Regierung: 50 Prozent eines jeden Jahrgangs sollen studieren. Labour selbst wies jedoch bereits im vergangenen Jahr die Hochschulen an, sie m&uuml;ssten 2010 die Zahl der Studienanf&auml;nger deutlich senken. Der Staatszuschuss f&uuml;r 2010 &ndash; die Regierung zahlt den Hochschulen das Geld pro Student &ndash; wurde dementsprechend verringert.<br>\nAuch das jetzige System der auf 3290 Pfund gedeckelten Studiengeb&uuml;hren sei f&uuml;r den Staat noch zu teuer.<br>\nDann schlug Wirtschaftsminister Cable aus heiterem Himmel eine Akademikersteuer und die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren vor. Labourlinke und Liberaldemokraten wie Cable, der einmal bei Labour war, halten Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r eine Bildungsbarriere, unvereinbar mit dem Ziel sozialer Mobilit&auml;t.<br>\nEine Akademikersteuer k&ouml;nnte zus&auml;tzlich zur Einkommenssteuer erhoben werden, etwa 25 Jahre lang, sobald das Gehalt eines Hochschulabsolventen &uuml;ber dem Durchschnittsgehalt eines Akademikers liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/englands-unis-stehen-vor-dem-kollaps\/1904410.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers, Pawlowsche Reflexe <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: China &uuml;berholt Japan; Konjunkturerwartungen sinken; Sch&auml;ubles Chart-Werkstatt; Risikotest f&uuml;r die Banken; Reiche ticken anders; Bildungskarte; eine Million zahlen keine Zusatzbeitr&auml;ge; Bundesdruckerei wird auskonkurriert; Stuttgart 21 &ndash; unterirdisch; Sicherungsverwahrung; politisches Product Placement; Nebeneink&uuml;nfte Steinbr&uuml;cks; Gysi nimmt Ernst in Schutz; Land f&uuml;r ein Linsengericht; Wal-Mart erleidet Kundenschwund; Truppabzug im Irak; Fehler<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6509\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6509","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6509"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6509\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6515,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6509\/revisions\/6515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}