{"id":65227,"date":"2020-09-25T16:31:10","date_gmt":"2020-09-25T14:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227"},"modified":"2020-09-25T16:31:10","modified_gmt":"2020-09-25T14:31:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-459","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h01\">Gro&szlig;-Razzia in der Fleisch-Industrie. T&ouml;nnies geschont, die &Auml;rmsten der Armen abgeschoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h02\">Krisenfolgen abmildern durch gute Arbeitsmarktpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h03\">Sachgrundlose Befristungen: Nur sichere Arbeit ist gute Arbeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h04\">Pro und kontra: die Arbeitsqualit&auml;t von Microtask-Crowdworker*innen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h05\">23.900 Euro Jahresverdienst f&uuml;r ausreichende Rente n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h06\">Fast 3300 Hausarztstellen sind unbesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h07\">Gut gepflegt wird nur die Pflegedokumentation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h08\">Beh&ouml;rden im Wirecard-Skandal: &ldquo;Keiner f&uuml;hlte sich zust&auml;ndig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h09\">Neuer EU-Migrationspakt: Schnelle Verfahren, schnelle Abschiebungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h10\">&bdquo;Wir k&ouml;nnen Ultimaten und Drohungen mit Sanktionen nicht hinnehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h11\">Anschlag am Breitscheidplatz: Der U-Ausschuss und die offenen Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h12\">Corona-Pandemie: in Kalifornien &ldquo;Die Obdachlosenkrise wird schlimmer&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h13\">Libyen: Amnesty International berichtet von &bdquo;Verschwindenlassen&ldquo; von Migranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65227#h14\">Journalistischer Totalausfall<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gro&szlig;-Razzia in der Fleisch-Industrie. T&ouml;nnies geschont, die &Auml;rmsten der Armen abgeschoben<\/strong><br>\nAm vergangenen Mittwoch (23.9.2020) r&uuml;ckten 800 Beamte der Bundespolizei aus, um im deutschen Schlachthof-Sumpf zu ermitteln. Wie immer geschehen solche Aktionen &bdquo;in den fr&uuml;hen Morgenstunden&ldquo;. Ein Schwerpunkt der Razzien war Wei&szlig;enfels in Sachsen-Anhalt, wo der T&ouml;nnies-Konzern seine zweitgr&ouml;&szlig;te Schlachtfabrik unterh&auml;lt. Hier werden t&auml;glich 20.000 Schweine verarbeitet. Zum Leidwesen vieler Anwohner geschieht das mitten in einem Wohngebiet. Diese Anwohner sahen auch das Elend der Wanderarbeiter, die w&auml;hrend des Corona-Lockdowns mitunter in Autos am Stra&szlig;enrand &uuml;bernachteten.<br>\nIm Auftrag der Staatsanwaltschaft Naumburg sollen Beamte bundesweit 72 Wohnungen gefilzt haben. Sie h&auml;tten &bdquo;Menschen angetroffen, die zu sechst in Zwei- oder Dreizimmerwohnungen unterkommen m&uuml;ssen&ldquo;. Wie der Spiegel berichtet, ermittelt eine Soko der Bundespolizeiinspektion Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung Halle gegen ein Konstrukt aus verschiedenen Leiharbeitsfirmen. Es soll 10 Hauptbeschuldigte geben, im Zentrum st&uuml;nden zwei Leiharbeitsfirmen: die deutsch-polnische Firma IRC sowie vor allem die Berkana GmbH mit Sitz in Twist, Niedersachsen.<br>\nEndlich wird der Staat aktiv und trocknet den Schlachthof-Sumpf aus! Lange war er aufreizend unt&auml;tig. Doch gegen wen genau richtet sich die staatliche Gewalt? Hier wurden Truppen in Gang gesetzt, die der Bundesinnenminister Horst Seehofer befehligt. Und der kennt offenbar nur eine Peilung: &bdquo;Die Mutter aller Probleme ist die Migration&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/bundespolizei-gross-razzia-in-der-fleisch-industrie-toennies-geschont-illegale-gejagt\/\">arbeitsunrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Krisenfolgen abmildern durch gute Arbeitsmarktpolitik<\/strong><br>\n&bdquo;Die Prognose des IAB geht von zwei Voraussetzungen aus: kein zweiter Lockdown und keine Insolvenzen. Doch eine Insolvenzwelle wird immer wahrscheinlicher, und der Blick in andere L&auml;nder zeigt, dass ein erneuter Lockdown im Zuge der beginnenden zweiten Corona-Welle noch nicht vom Tisch ist. Selbst im g&uuml;nstigsten Szenario ohne Lockdown und Masseninsolvenzen gehen immer noch hunderttausende Arbeitspl&auml;tze verloren. Gute Arbeitsmarktpolitik muss deshalb jetzt gegensteuern&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur Herbstprognose des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu Konjunktur und Arbeitsmarkt. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Konkret bedeutet das einerseits bessere soziale Absicherung, besonders f&uuml;r diejenigen, die schon vorher in unsicheren oder befristeten Jobs oder zum Niedriglohn gearbeitet haben. Das Arbeitslosengeld muss angehoben werden und man muss es leichter und l&auml;nger beziehen k&ouml;nnen. Auch die Hartz-IV-Regels&auml;tze sollten sofort auf 658 Euro angehoben werden &ndash; das w&auml;re der Betrag, der sich nach der eigenen Berechnungsmethode der Bundesregierung ohne Rechentricks ergeben w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/krisenfolgen-abmildern-durch-gute-arbeitsmarktpolitik\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sachgrundlose Befristungen: Nur sichere Arbeit ist gute Arbeit!<\/strong><br>\n272.000 Besch&auml;ftigte in Niedersachsen sind nur befristet eingestellt, &uuml;ber die H&auml;lfte davon ohne sachlichen Grund. Seit 2001 hat sich ihre Zahl damit mehr als verdoppelt. Besonders betroffen: verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistungen, &ouml;ffentliche Verwaltung und Universit&auml;ten. Was f&uuml;r Arbeitgeber ein prima Gesch&auml;ft ist, schafft den Besch&auml;ftigten gro&szlig;e Probleme. Welche das sind, analysiert unser #schaglicht 34\/2020. Und es zeigt Wege aus dieser Praxis auf. [&hellip;]<br>\nIn Niedersachsen sind gegenw&auml;rtig fast 8 Prozent aller Arbeitsverh&auml;ltnisse befristet. Insgesamt sind 272.000 Besch&auml;ftigte betroffen. Ihre Zahl hat sich seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Besonders alarmierend: &Uuml;ber die H&auml;lfte aller Befristungen haben keinen betrieblichen Anlass, sondern erfolgen ohne Sachgrund. Seit 2001 hat sich ihre Zahl von 46.000 auf 147.000 erh&ouml;ht (siehe Grafik). Das entspricht einen Anstieg um mehr als das Dreifache! Trotz Jahren des Aufschwungs hat keine nennenswerte Trendwende stattgefunden. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungsbereich erfreuen sich Befristungen weiterhin gro&szlig;er Beliebtheit. Ein sehr hoher Anteil ist auch in der &ouml;ffentlichen Verwaltung zu finden. An nieders&auml;chsischen Universit&auml;ten und Hochschulen sind sogar mehr als vier von f&uuml;nf Stellen beim wissenschaftlichen Personal befristet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++b963089a-fe3c-11ea-802e-001a4a16011f\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pro und kontra: die Arbeitsqualit&auml;t von Microtask-Crowdworker*innen<\/strong><br>\nDigitalisierung und Automatisierung pr&auml;gen die heutige Arbeitswelt. Die zunehmende globale Vernetzung von Menschen und die m&ouml;gliche Auslagerung von Arbeitsaufgaben ans andere Ende der Welt haben zu einem neuen Ph&auml;nomen am Arbeitsmarkt gef&uuml;hrt: Crowdwork. Dieser neuen, flexiblen Arbeitsform wird gro&szlig;es Potenzial zugesprochen. Doch welche Auswirkungen hat die zunehmende Anonymit&auml;t und Distanz zwischen Auftraggeber*in und Ausf&uuml;hrer*in auf die Qualit&auml;t der Arbeit?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/arbeitsqualitaet-von-microtask-crowdworkerinnen\/\">A&amp;W blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>23.900 Euro Jahresverdienst f&uuml;r ausreichende Rente n&ouml;tig<\/strong><br>\nBundesregierung: Mehr als zehn Millionen Besch&auml;ftigte verdienten 2019 zu wenig, um nach 45 Jahren eine Nettorente &uuml;ber dem Grundsicherungsbedarf zu erhalten.<br>\nSozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte mussten im Jahr 2019 rechnerisch 45 Jahre lang j&auml;hrlich etwa 23.900 Euro brutto verdient haben, um im Alter auf eine Nettorente oberhalb des durchschnittlichen Grundsicherungsbedarfs zu kommen. Das geht aus einer jetzt ver&ouml;ffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Arbeitnehmer, die bereits nach 35 Berufsjahren eine ausreichend hohe Altersrente erhalten wollten, mussten demnach j&auml;hrlich im Schnitt rund 30.700 Euro (in Werten von 2019, d. Red.) verdient haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/23900-euro-jahresverdienst-fuer-ausreichende-rente-noetig.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fast 3300 Hausarztstellen sind unbesetzt<\/strong><br>\nW&auml;hrend in Hamburg alle offenen Niederlassungsm&ouml;glichkeiten ausgesch&ouml;pft waren, hatten andere L&auml;nder teils mehr als zehn Prozent Vakanzen im vergangenen Jahr.<br>\nDer Anteil der unbesetzten Hausarztstellen war im vergangenen Jahr im Saarland mit 12,3 Prozent im Bundesvergleich am h&ouml;chsten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Fast-3300-Hausarztstellen-sind-unbesetzt-413131.html\">&Auml;rztezeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gut gepflegt wird nur die Pflegedokumentation<\/strong><br>\nSie verdienen schlecht &ndash; und arbeiten viel. Schlechte Personalschl&uuml;ssel, die oftmals sogar noch bewusst unterschritten werden, baden sie mit Mehreinsatz aus. In der Altenpflege wird im Grunde Akkord gearbeitet. Wie am Flie&szlig;band. Nur dass die St&uuml;ckzahlen nicht irgendwelche Dichtungsringe oder Nieten sind, die man einbauen, einlegen oder anbringen muss: Es sind Menschen. Alte Menschen um genau zu sein. Hilflose Menschen um es noch genauer zu formulieren. Das verhindert aber nicht, dass man sie trotzdem wie Dichtungsringe behandelt &ndash; ja behandeln muss, will man sein Pensum verrichten.<br>\nAltenpfleger haben keine Lobby, sie werden ausgebeutet und an den Rand ihrer Kr&auml;fte gebracht. Sie sind Opfer einer Pflegeindustrie, die kalt auf Profitraten schielt. Und dennoch sind Altenpflegekr&auml;fte auch selbst schuld an diesem Dilemma. Dass es in der Altenpflege so miserabel l&auml;uft, hat durchaus mit dem Personal selbst zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1142232.altenpflege-gut-gepflegt-wird-nur-die-pflegedokumentation.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Beh&ouml;rden im Wirecard-Skandal: &ldquo;Keiner f&uuml;hlte sich zust&auml;ndig&rdquo;<\/strong><br>\nFast zwei Milliarden Euro haben sich beim Zahlungsdienstleister Wirecard in Luft aufgel&ouml;st. Bei der Aufkl&auml;rung des Skandals r&uuml;cken auch die Finanzbeh&ouml;rden in den Fokus. Jetzt zeigt sich: Zust&auml;ndigkeiten waren lange unklar.<br>\nAm 1. September, nach zweit&auml;gigen Beratungen zum Fall Wirecard im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages, tritt Hans Michelbach vor die Mikrofone. Der CSU-Finanzexperte teilt aus, unter anderem gegen die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die habe sich &uuml;ber Jahre &ldquo;defensiv verhalten, vielleicht auch t&auml;uschen lassen, obwohl es Warnhinweise durch Presseartikel und auch Anzeigen gab&rdquo;. Michelbach nimmt auch die Konzernverantwortlichen bei Wirecard ins Visier. Die h&auml;tten &ldquo;das Hauptziel verfolgt, m&ouml;glichst viele Teile des Unternehmens aus der Finanzaufsicht herauszuhalten&rdquo;.<br>\nNoch immer sind viele Fragen rund um den Skandal offen. Die Ermittlungen der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft laufen. Der Deutsche Bundestag wird in K&uuml;rze einen Untersuchungsausschuss einsetzen, um die Rolle der Aufsichtsbeh&ouml;rden und deren m&ouml;gliches Versagen zu durchleuchten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/br-recherche\/wirecard-aufsichtsbehoerden-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neuer EU-Migrationspakt: Schnelle Verfahren, schnelle Abschiebungen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat am Mittwoch die lang erwartete und seit Jahren blockierte Reform der Asyl- und Migrationspolitik vorgestellt. Der Migrationspakt beinhaltet sogenannte &bdquo;Abschiebe-Patenschaften&ldquo; und sieht umfassende Gesundheits- und Sicherheitschecks direkt an den EU Grenzen vor. Experten und NGOs kritisieren die Vorschl&auml;ge als unrealistisch, die &Ouml;VP begr&uuml;&szlig;t sie.<br>\nDas Feuer im &uuml;berf&uuml;llten griechischen Lager Moria ist Weckruf f&uuml;r die EU. Der Brand verschlimmerte den Zustand f&uuml;r die gefl&uuml;chteten Menschen in Griechenland massiv. Das brachte Bewegung in nach Br&uuml;ssel: Die EU beschloss, ihren neuen Migrationspakt eher als geplant vorzustellen.<br>\nUnd das scheint dringend notwendig. Denn nicht nur f&uuml;r ankommende Gefl&uuml;chtete ist die derzeitige Situation untragbar, auch die griechische Bev&ouml;lkerung wehrt sich gegen die Errichtung neuer Lager vor Ort. Sie fordert europ&auml;ische Solidarit&auml;t von den EU-Mitgliedern.<br>\nDer neue Migrationspakt soll nun die Abl&auml;ufe verbessern und das Vertrauen zwischen den Mitgliedsstaaten erneuern. Die zust&auml;ndige EU-Innenkommissarin Ylva Johansson erkl&auml;rte bereits im Vorfeld, es werde keine neuen Lager wie Moria geben. Aber was kommt stattdessen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/migrationspakt-eu\/\">Kontrast.at<\/a>\n<p>dazu: <strong>Inszenierte Kulanz<\/strong><br>\nDie bisherige europ&auml;ische Migrationspolitik ist ein Armutszeugnis. F&uuml;r Griechenland bietet der neue Migrationspakt ein wenig Hoffnung.<br>\nIn den vergangenen Wochen wurde Griechenland auf eine harte Probe gestellt: Die Covid-19-Fallzahlen stiegen bedenklich an, im Sommer kamen nur wenige Touristen ins Land, ein mediterraner Wirbelsturm &ndash; &bdquo;Medicane&ldquo; genannt &ndash; verursachte gro&szlig;fl&auml;chige &Uuml;berschwemmungen und Sch&auml;den, und das gr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingslager Moria auf Lesbos wurde niedergebrannt. Diese Ereignisse und Entwicklungen waren voraussehbar, aber nichts von alledem war derma&szlig;en vorprogrammiert wie die Katastrophe in Moria.<br>\nAuf dem Lagergel&auml;nde und in den umliegenden Olivenhainen lebten sch&auml;tzungsweise 13 000 Asylsuchende. Das Lager hatte sich zu einem Pulverfass entwickelt, weil die griechischen Beh&ouml;rden das Lager trotz der besch&auml;mend inhumanen Lebensbedingungen vieler Migranten str&auml;flich vernachl&auml;ssigt haben und keinen Handlungsbedarf erkennen wollten. Aber auch weil die Europ&auml;ische Union die griechischen Inseln als Pufferzone zwischen ihren Mitgliedstaaten und den bewaffneten Konflikten benutzt, die &ouml;stlich und s&uuml;dlich von Europa ausgetragen werden, entstand auf Lesbos eine unhaltbare Situation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/europa\/artikel\/inszenierte-kulanz-4668\/\">IPG Journal<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Wir k&ouml;nnen Ultimaten und Drohungen mit Sanktionen nicht hinnehmen&ldquo;<\/strong><br>\nSergej J. Netschajew, Botschafter Russlands in Deutschland, &uuml;ber den Fall Nawalny, die Russen in Deutschland und das deutsch-russische Verh&auml;ltnis. [&hellip;]<br>\nK&ouml;nnte es sein, dass das gute russisch-deutsche Verh&auml;ltnis jemanden st&ouml;rt?<br>\nIn Osteuropa, so ist von Russland-Kritikern in Deutschland und in den USA zu h&ouml;ren, wird die Ann&auml;herung nicht gerne gesehen. Da spielen auch handfeste wirtschaftliche Interessen hinein: Polen will selbst Energie-Zentrum f&uuml;r Europa werden und ist daher gegen Nord Stream 2.<br>\nIch m&ouml;chte mich hier nicht ausf&uuml;hrlich zum russisch-polnischen Verh&auml;ltnis &auml;u&szlig;ern. Aber wir bedauern nat&uuml;rlich die antirussische Politik, die die Regierung in Warschau derzeit verfolgt. Leider ist ein antirussischer Reflex in der polnischen Elite sehr verbreitet.<br>\nWas Nord Stream 2 angeht, so ist es ein internationales Wirtschaftsprojekt. Es entspricht den europ&auml;ischen Normen und hat alle notwendigen Genehmigungen erhalten. Es entspricht den Interessen Deutschlands und hilft, dessen Produktion international konkurrenzf&auml;higer zu machen und seinen Energiebedarf auf dem Hintergrund des Aussteigens aus der Atomenergie und aus der Kohle zu decken. Mit erneuerbaren Energien allein kann man keinen Industriestandort voll versorgen. Nat&uuml;rlich d&uuml;rfen Deutschland und die EU ihre Energiesicherheit selbst bestimmen. Es darf nicht akzeptiert werden, dass US-Senatoren Drohbriefe an europ&auml;ische Unternehmen und Beh&ouml;rden verschicken. Die Bundesregierung hat bisher an dem Projekt festgehalten und wir hoffen, dass das auch so bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/welcher-taeter-laesst-flaschen-mit-nervengift-einfach-so-stehen-li.106642\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Anschlag am Breitscheidplatz: Der U-Ausschuss und die offenen Fragen<\/strong><br>\nSeit zwei Jahren versucht ein Untersuchungsausschuss im Bundestag den Terroranschlag am Breitscheidplatz aufzukl&auml;ren. Bald soll es einen Abschlussbericht geben &ndash; doch viele Fragen sind noch offen.<br>\nZum 100. Mal soll in der kommenden Woche der Untersuchungsausschuss im Bundestag zum bislang schwersten islamistisch motivierten Terroranschlag in Deutschland zusammenkommen &ndash; dem Attentat von Anis Amri auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Am 19. Dezember 2016 wurden dabei zw&ouml;lf Menschen get&ouml;tet. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren versuchen die Abgeordneten aufzukl&auml;ren, welche Fehler und Vers&auml;umnisse die Sicherheitsbeh&ouml;rden im Bezug auf den Attent&auml;ter und seine Tat gemacht haben.<br>\nIn wenigen Monaten soll der Abschlussbericht geschrieben werden. Bis dahin aber will der Ausschuss noch wichtige Zeugen befragen. Es fehlen zudem noch wichtige Unterlagen und ein Gutachten. Und wichtige Fragen sind weiter ungekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/amri-u-ausschuss-109.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona-Pandemie: in Kalifornien &ldquo;Die Obdachlosenkrise wird schlimmer&rdquo;<\/strong><br>\nObdachlosigkeit war schon vor der Corona-Krise eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme Kaliforniens. Die Pandemie versch&auml;rft dies &ndash; trotz des verh&auml;ngten Stopps von Zwangsr&auml;umungen. Besonders betroffen sind Minderheiten.<br>\n&ldquo;Wir haben in Kalifornien schon eine Obdachlosenkrise, und die wird jetzt durch Corona noch schlimmer&rdquo;, sagt Paul Lanctot von der Mieterschutzorganisation LA Tenants Union. Die Organisation vertritt die Interessen von Mietern. Diese h&auml;tten seit der Corona-Krise ganz besonders gro&szlig;e Probleme, ihren monatlichen Verpflichtungen nachzukommen.<br>\nIn Kalifornien konnte die Miete f&uuml;r die vergangenen sechs Monate zwar ausgesetzt werden &ndash; Zwangsr&auml;umungen sind bislang per Gesetz verboten. Doch das Problem sei, dass die Miete nur aufgeschoben, nicht aufgehoben wird, sagt Lanctot: &ldquo;Es gibt Leute, die konnten die Miete in den letzten sechs Monaten nicht zahlen. Es ist absurd zu erwarten, dass in einem halben Jahr &ndash; wenn wir noch immer in der Pandemie stecken &ndash; diese Menschen die Miete des letzten haben Jahres zahlen k&ouml;nnen, plus ihre jetzige Miete.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/coronavirus-kalifornien-wohnungsmarkt-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Libyen: Amnesty International berichtet von &bdquo;Verschwindenlassen&ldquo; von Migranten<\/strong><br>\nIn einem Bericht der Menschenrechtsorganisation ist vom &bdquo;Verschwindenlassen&ldquo; tausender Menschen die Rede, die bei der versuchten &Uuml;berfahrt nach Europa abgefangen und in das nordafrikanische Land zur&uuml;ckgebracht worden seien. Sie seien in inoffizielle Haftlager gebracht worden, und es verliere sich jede Spur von ihnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/libyen-amnesty-international-berichtet-von.1939.de.html?drn:news_id=1176197\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.amnesty.de\/allgemein\/pressemitteilung\/libyen-menschen-auf-der-flucht-sind-gefangen-einer-spirale-der-gewalt\">Amnesty International<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Journalistischer Totalausfall<\/strong><br>\nDie Mainstream-Presse hat als Kontrollinstanz f&uuml;r eine zunehmend autorit&auml;r und demokratiefern agierende Regierung versagt. Entziehen wir ihr unser Vertrauen! Sie beleidigen freiheitsliebende Menschen als &bdquo;Corona-Leugner&ldquo; und &bdquo;Lebensgef&auml;hrder&ldquo;. Sie sehen in Demonstranten, die sich dem fortgeschrittenen Gesundheitstotalitarismus entgegenstellen, pauschal &bdquo;Nazis&ldquo;. Sie assistieren einer zunehmend &uuml;bergriffigen Obrigkeit dabei, mit Angst zu regieren. Sie streichen bei Angaben zur Anzahl der Demonstrierenden schon mal eine Null weg und versuchen, eine wachsende Bewegung so in der &Ouml;ffentlichkeit zum Verschwinden zu bringen. &bdquo;Unsere&ldquo; Mainstream-Medien haben den Bogen zweifellos &uuml;berspannt. Von einem ohnehin geringen Niveau der Glaubw&uuml;rdigkeit ausgehend, sind sie nun nochmals einen Riesenschritt abw&auml;rts gegangen. Es wird Zeit, dass sie die Konsequenzen ihres historischen, f&uuml;r die Demokratie in diesem Land verheerenden Fehlverhaltens zu sp&uuml;ren bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/journalistischer-totalausfall\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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