{"id":65281,"date":"2020-09-29T08:58:06","date_gmt":"2020-09-29T06:58:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65281"},"modified":"2020-10-09T09:30:42","modified_gmt":"2020-10-09T07:30:42","slug":"in-texas-ist-ein-sack-mais-umgefallen-were-all-living-in-amerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65281","title":{"rendered":"In Texas ist ein Sack Mais umgefallen \u2013 We&#8217;re all living in Amerika!"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich vorwiegend &uuml;ber Medien wie den SPIEGEL informiert, k&ouml;nnte glatt auf die Idee kommen, Deutschland sei der 51. Staat der USA. Alleine an diesem Wochenende wurde der Leser dort mit gleich elf Artikeln zur Neubesetzung eines Richteramts am obersten US-Gerichtshof bombardiert. W&auml;hrend der aufmerksame Leser mittlerweile wohl fast alle Mitarbeiter von Donald Trump namentlich aufz&auml;hlen kann, wissen sicher nur die allerwenigsten, wer der Regierungschef von Frankreich und Russland ist oder wie der Ministerpr&auml;sident von Brandenburg oder der Oberb&uuml;rgermeister[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65281#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] von Bremen hei&szlig;t &ndash; von den notwendigen Hintergr&uuml;nden, um Vorg&auml;nge auch bewerten zu k&ouml;nnen, ganz zu schweigen. Die Methode hat System &ndash; solange wir uns als &bdquo;kleine Amerikaner&ldquo; f&uuml;hlen, f&auml;llt es uns schwer, uns von diesem Land loszusagen. &bdquo;We&rsquo;re all living in Amerika, Amerika ist wunderbar&ldquo;, wie es die deutsche Band Rammstein ironisch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Rr8ljRgcJNM\">textete<\/a>. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2189\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-65281-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200929_In_Texas_ist_ein_Sack_Mais_umgefallen_We_re_all_living_in_Amerika_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200929_In_Texas_ist_ein_Sack_Mais_umgefallen_We_re_all_living_in_Amerika_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200929_In_Texas_ist_ein_Sack_Mais_umgefallen_We_re_all_living_in_Amerika_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200929_In_Texas_ist_ein_Sack_Mais_umgefallen_We_re_all_living_in_Amerika_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=65281-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200929_In_Texas_ist_ein_Sack_Mais_umgefallen_We_re_all_living_in_Amerika_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200929_In_Texas_ist_ein_Sack_Mais_umgefallen_We_re_all_living_in_Amerika_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Hand auf&rsquo;s Herz &ndash; wissen Sie, wer in Deutschland die Richter des Bundesverfassungsgerichts nominiert, wer sie bestimmt und welche Funktion diese Institution &uuml;berhaupt hat? Wenn nicht, k&ouml;nnen Sie sich tr&ouml;sten. Daf&uuml;r sind Sie als aufmerksamer Leser des SPIEGEL sicher mittlerweile so gut &uuml;ber alle Haupt- und Nebenaspekte des US Supreme Courts informiert, dass es f&uuml;r eine Facharbeit im Studienfach &bdquo;American Studies&ldquo; reichen k&ouml;nnte. &Uuml;ber die verstorbene Bundesrichterin Ruth Bader Ginsburg findet man im SPIEGEL ganze 102 Artikel inkl. <a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/SP\/2020\/40\/173216559\/index.html\">Nachruf<\/a> &ndash; mehr als doppelt so viel wie &uuml;ber den Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth. Wer zur Personalie Harbarth jedoch etwas Kritisches lesen will, sollte ohnehin lieber bei den NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59130\">vorbeischauen<\/a>. <\/p><p>Ob es in L&auml;ndern wie Frankreich, &Ouml;sterreich, Russland oder Polen &uuml;berhaupt so etwas wie einen obersten Gerichtshof gibt und welche politische Funktion er hat, ist dabei schon Expertenwissen &ndash; dar&uuml;ber berichtet man nicht. Warum auch? Die Musik kommt aus Washington. W&auml;hrend man der Personalbesetzung des Supreme Court ja noch &ndash; wenn auch ganz sicher nicht in diesem Umfang &ndash; einen gewissen Nachrichtenwert f&uuml;r das Auslandsressort zusprechen mag, gilt dies f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Berichte aus den USA keinesfalls. Alleine in den letzten drei Wochen &uuml;berschlug sich der SPIEGEL wieder einmal mit US-Nachrichten, die beim besten Willen keinen Nachrichtenwert haben.<\/p><p>So konnte der geneigte SPIEGEL-Leser am 7. September eine ausf&uuml;hrliche Reportage &uuml;ber den Immobilienmarkt und den Trend, in die Vorst&auml;dte zu ziehen, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/haeuserboom-in-den-usa-der-run-auf-immobilien-schafft-ein-risiko-fuer-eine-neue-krise-a-4fbc5acb-d3cd-41af-bb0a-2fdef17bbe20\">lesen<\/a>  &ndash; freilich nicht aus Deutschland, sondern aus den USA. Nur was interessiert es den deutschen Leser, was ein Reihenhaus im S&uuml;den Washingtons kostet? W&auml;re es nicht viel informativer, mal etwas &uuml;ber den erstaunlich gut funktionierenden sozialen Wohnungsbau in Wien zu lesen und ihn mit dem erstaunlich schlecht funktionierenden sozialen Wohnungsbau in Deutschland zu vergleichen? Wer will sich schon ein Reihenhaus in Washington kaufen?<\/p><p>Am 14. September <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/china-terry-branstad-tritt-als-us-botschafter-zurueck-a-c23b38f8-d80c-4a8a-b858-7e38c754b3e7\">berichtete der SPIEGEL<\/a> &uuml;ber den planm&auml;&szlig;igen Abschied des US-Botschafters in Peking. Der Mann hei&szlig;t &uuml;brigens Terry Branstad. Kennen Sie einen einzigen deutschen Botschafter mit Namen? Macht nichts. Denken Sie gar nicht erst dar&uuml;ber nach und erfahren Sie lieber alle Details &uuml;ber das <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/kelly-clarkson-ueber-ehe-aus-mein-leben-war-ein-bisschen-wie-ein-muellcontainer-a-e4ca65fb-b7e4-4ea1-a904-fb438b143776\">&bdquo;Ehe-Aus&ldquo;<\/a> einer leidlich bekannten US-Pops&auml;ngerin. Nicht Hintergr&uuml;nde, sondern Namen haben zu interessieren &ndash; je profaner die Person, zu der der Name geh&ouml;rt, desto besser.<\/p><p>US-Promis scheint man beim SPIEGEL ohnehin einen sehr hohen Nachrichtenwert zuzuschreiben. So erfahren wir beim selbsternannten Nachrichtenmagazin, wie ein US-Schauspieler sein Familienleben &bdquo;in der Pandemie&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/bradley-cooper-ueber-homeschooling-in-der-pandemie-schwimmunterricht-in-der-badewanne-a-5c37893a-43de-4bbe-9d3e-375704a3c099\">organisiert<\/a> oder dass ein US-Model ihre Kinder <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/chrissy-teigen-warnt-ihre-kinder-vor-rassismus-a-ff7d228e-86c5-487f-b8b6-b28e3b1a60e2\">&bdquo;vor Rassismus warnt&ldquo;<\/a> &ndash; &bdquo;Unabh&auml;ngig von Geld oder Status, sie werden immer ihre Hautfarbe haben&ldquo;. So so. Aber was sind das f&uuml;r Meldungen? W&auml;re es f&uuml;r die Leserschaft nicht viel relevanter, wie eine alleinerziehende Kassiererin ihr Familienleben &bdquo;in der Pandemie&ldquo; organisiert oder welche Rassismuserfahrungen junge M&uuml;tter ohne Geld und Status in Deutschland machen m&uuml;ssen? <\/p><p>Am 19. September hielt es der SPIEGEL dann f&uuml;r berichtenswert, dass ein <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/danny-masterson-us-schauspieler-wegen-mutmasslicher-vergewaltigung-vor-gericht-a-1ee8ae32-fef8-40e8-b9da-96f5af403a0c\">zweitklassiger US-Seriendarsteller<\/a> wegen &bdquo;mutma&szlig;licher Vergewaltigung&ldquo; vor Gericht steht. Wenige Stunden sp&auml;ter erfuhren die Leser, dass in Alaska ein Zahnarzt, der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/alaska-hoverboard-zahnarzt-zu-zwoelf-jahren-haft-verurteilt-a-b6994fb0-6a47-456c-8c08-b7812cc405bb\">&bdquo;auf einem Hoverboard stehend operierte&ldquo;<\/a>, verurteilt wurde. Und am 25. September ver&ouml;ffentlichte man eine Story &uuml;ber eine Schwangere, die ihren Mann in Florida Keys vor einem Haiangriff <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/schwangere-rettet-ehemann-nach-hai-angriff-a-c8d7203c-3eb9-4d56-ad6b-40cb602f5428\">rettete<\/a>. Solche seichten &bdquo;Panorama-Storys&ldquo; m&ouml;gen ja als leichte Unterhaltung f&uuml;r zwischendurch durchaus ihre Leser finden. Aber warum kommen diese Meldungen, die zweifelsohne keinen echten Nachrichtenwert haben, immer aus den USA? <\/p><p>Bei der Ausbildung zum Journalisten lernt man ja, dass der Nachrichtenwert einer Meldung auch etwas mit dem regionalen Bezug zu tun hat. So ist ein t&ouml;dlicher Motorradunfall im eigenen Stadtgebiet f&uuml;r eine Lokalzeitung eine Schlagzeile wert, w&auml;hrend ein vergleichbarer Unfall aus einer anderen Stadt uninteressant ist. F&uuml;r den SPIEGEL sind Verkehrsunf&auml;lle jedoch auch dann interessant, wenn sie jenseits des Atlantiks stattfinden. Da lesen wir dann, dass in New Jersey ein Schulbus mit einem Laster <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/new-jersey-in-den-usa-schulbus-kollidiert-mit-laster-tote-und-verletzte-a-1208374.html\">zusammenstie&szlig;<\/a> und von einem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/usa-mindestens-sieben-tote-bei-busunglueck-in-new-mexico-a-1225844.html\">Busungl&uuml;ck in New Mexiko<\/a> mit sieben Toten. In Kalifornien <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/kalifornien-raetsel-um-sturz-einer-familie-mit-dem-auto-ins-meer-a-1200674.html\">st&uuml;rzte ein SUV ins Meer<\/a> und in New Hampshire stie&szlig; ein Kleinlaster mit einer Gruppe Motorradfahrern <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/usa-laster-rast-in-biker-kolonne-in-new-hampsire-sieben-tote-a-1273854.html\">zusammen<\/a>. &Auml;hnlich tragische Ungl&uuml;cke gibt es zwar auch <a href=\"https:\/\/www.harzkurier.de\/region\/article229804410\/Toedlicher-Unfall-im-Harz-Motorradfahrer-von-Lastzug-erschlagen.html\">in der Nachbarschaft<\/a>, aber anscheinend ist der SPIEGEL-Redaktion New Hampshire zumindest geistig n&auml;her als der Harz. <\/p><p>Diese US-Fixierung schl&auml;gt sich dann in der &bdquo;gro&szlig;en&ldquo; politischen Berichterstattung nieder. Trump in allen Facetten auf allen Kan&auml;len &ndash; Trump, Trump, Trump, sein Umfeld, sein Schwiegersohn, sein Kommunikationsdirektor, seine Berater. Wer ist eigentlich der Kommunikationsdirektor der deutschen Kanzlerin und wer sind ihre namhaften und einflussreichen Berater? Es ist doch paradox, dass in den deutschen Leitmedien viel ausf&uuml;hrlicher &uuml;ber den Machtapparat der USA berichtet wird als &uuml;ber den Machtapparat in Berlin. Gestern machte Spiegel Online doch glatt mit den <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/70-000-dollar-fuer-die-frisur-auf-kosten-des-fiskus-a-664ad8f0-e80d-4aac-86a1-c7c61e063461\">Kosten f&uuml;r Trumps Frisur auf<\/a> &ndash; sollte man nicht lieber mal seine redaktionelle Energie in die Frage investieren, wo die milliardenschweren deutschen &bdquo;Coronahilfen&ldquo; hingehen und warum sie bei den kleinen Firmen nicht ankommen? <\/p><p>Viele deutsche Medien und vor allem der SPIEGEL lesen sich heutzutage wie die Deutschlandausgabe einer US-Zeitung. Die kulturelle Dominanz der USA ist aber auch auf anderen Gebieten skurril bis grotesk. Dank Hollywood und deutschen TV-Sendern, die US-Produktionen auch gerne in der x-fachen Wiederholung hoch- und runtersenden, ist dem Berliner Kalifornien n&auml;her als Brandenburg und die Sorgen und N&ouml;te reicher Jugendlicher aus Los Angeles medial vertrauter als die Sorgen und N&ouml;te armer Jugendlicher aus der eigenen Stadt. Dieser aufgepflanzte Kulturimperialismus wird kaum noch hinterfragt und so gut wie nie kritisiert. Wir werden zu kleinen Amerikanern gemacht und nehmen &ndash; bewusst oder unbewusst &ndash; eine amerikanische Perspektive ein, mit der wir die Welt und die Weltpolitik betrachten. Das pausen- und gnadenlose Nachrichtenstakkato aus der USA vertieft diese Einflussnahme und es wird immer schwerer, sie zu ignorieren oder sich gar aus ihr zu befreien.<\/p><p>Wer die Welt tagein, tagaus &uuml;ber die Medien mit der amerikanischen Brille betrachtet, sieht die Welt irgendwann auch amerikanisch. Wie sollen wir europ&auml;ischer werden, wenn wir die Welt mit den Augen Amerikas sehen und mehr &uuml;ber das Leben in Miami als &uuml;ber das Leben in Prag wissen? Wie sollen wir uns aus dem politischen und wirtschaftlichen Klammergriff des Imperiums befreien, wenn wir &uuml;ber unseren Medienkonsum immer wieder suggeriert bekommen, dass wir ein Teil dieses Imperiums sind? So l&auml;cherlich die Tickermeldungen &uuml;ber den Sack Mais auch sein m&ouml;gen, der in Texas umgefallen ist, so sehr pr&auml;gen sie doch unser Denken, ob wir das wollen oder nicht. Steter Tropfen h&ouml;hlt den Stein. We&rsquo;re all living in Amerika. <\/p><p>Vielleicht teilen Sie ja diese Kritik an der US-Fixierung der Medien. Wir von den NachDenkSeiten versuchen ja schon seit Langem diese Fixierung aufzubrechen und mit Hintergrundberichten von kundigen Gastautoren zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?gastautor=ulrich-heyden\">Russland<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?gastautor=frederico-fuellgraf\">S&uuml;damerika<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?gastautor=rainer-werning\">Asien<\/a> zumindest unseren kleinen Teil dazu beizutragen, die Welt ohne die amerikanische Brille zu betrachten.<\/p><p>P.s.: Um auf die Eingangsfragen zur&uuml;ckzukommen &ndash; der Regierungschef von Frankreich hei&szlig;t Jean Castex, der von Russland Michail Mischustin. Beide spielen im SPIEGEL-Archiv mit weniger als 40 bzw. 30 Eintr&auml;gen keine nennenswerte Rolle. Der Ministerpr&auml;sident von Brandenburg hei&szlig;t &uuml;brigens Dietmar Woidke und kommt im SPIEGEL-Archiv auf genauso viele Treffer wie Bill de Blasio, der B&uuml;rgermeister von New York. Der Oberb&uuml;rgermeister[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] von Bremen hei&szlig;t Andreas Bovenschulte; Gavin Newsom, seines Zeichens Gouverneur von Kalifornien, kommt auf dreimal so viele Eintr&auml;ge im SPIEGEL-Archiv. <\/p><p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>]<em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unser Leser Lothar Mentz schrieb uns: &ldquo;In meiner sch&ouml;nen Heimatstadt Bremen gibt es keinen Oberb&uuml;rgermeister, sondern allenfalls einen Pr&auml;sidenten des Senats, der als B&uuml;rgermeister bezeichnet wird&ldquo;. Das ist nat&uuml;rlich richtig, war mir aber spontan gar nicht bekannt. Daf&uuml;r kenne ich aber den Unterschied zwischen dem B&uuml;rgermeister, dem Gouverneur und den Senatoren von\/aus New York. Offenbar bin ich selbst Opfer der US-Fixierung unserer Medien geworden.<\/em><\/p><p>Titelbild: vectorfusionart\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/224e4509d38144a2983f270b2a898405\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich vorwiegend &uuml;ber Medien wie den SPIEGEL informiert, k&ouml;nnte glatt auf die Idee kommen, Deutschland sei der 51. Staat der USA. Alleine an diesem Wochenende wurde der Leser dort mit gleich elf Artikeln zur Neubesetzung eines Richteramts am obersten US-Gerichtshof bombardiert. 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