{"id":65292,"date":"2020-09-29T12:41:06","date_gmt":"2020-09-29T10:41:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65292"},"modified":"2020-09-29T17:42:02","modified_gmt":"2020-09-29T15:42:02","slug":"ein-guter-ruf-ist-mehr-wert-als-der-ruf-des-geldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65292","title":{"rendered":"Ein guter Ruf ist mehr wert als der Ruf des Geldes"},"content":{"rendered":"<p>Auf den Beitrag von Frank Blenz <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65239\">Zwei Sequenzen reichen, um unser Nachbarland madig zu machen<\/a> und meine Erg&auml;nzung sind einige Leserbriefe gekommen, mit viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r unser Anliegen, mit unseren Nachbarn besser umzugehen. Siehe unten. Wir haben einen guten Ruf zu verlieren. An diesem verlustreichen Projekt arbeitet unsere Bundesregierung. Sie tritt arrogant auf, sie kombiniert die Zahlungen der reichen Tante BRD mit Unfreundlichkeiten. Das wird man sich merken und dann wird nicht nur unsere Industrie, sondern auch wir als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger darunter leiden. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nBei dieser Gelegenheit m&ouml;chte ich daran erinnern, wie wir als Jugendliche und junge Erwachsene nach dem verheerenden Krieg und trotz der Dem&uuml;tigung vieler Nachbarv&ouml;lker von unseren Nachbarn aufgenommen worden sind: freundlich, nicht nachtragend, unsere Generation wurde schon in den f&uuml;nfziger und sechziger Jahren meist nicht daf&uuml;r verantwortlich gemacht, was unsere V&auml;ter angerichtet hatten. Wir waren schon in den F&uuml;nfzigern in Holland, in Frankreich und in Jugoslawien, in Schweden, in Tschechien, in Griechenland und in Italien. Ein bisschen sp&auml;ter dann genossen wir den Ruf unserer Regierung, die in der Person von Heinemann, von Brandt und anderen auf Verst&auml;ndigung und Freundschaft setzten. Auch ganz normale B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die mit Politik nichts am Hut hatten, haben von diesem guten Ruf etwas gehabt. Sie trafen auf Offenheit und Freundlichkeit, wo Feindseligkeit durchaus auch gute Gr&uuml;nde gefunden h&auml;tte.<\/p><p>Das steht jetzt auf dem Spiel. Das steht auf dem Spiel, wenn wir r&uuml;cksichtslos andere L&auml;nder zu Risikogebieten erkl&auml;ren und damit das bisschen Broterwerb durch Tourismus verderben, auch wenn wir bei ihnen die gut ausgebildeten jungen Leute abwerben. Die folgenden Leserbriefe machen ein bisschen Hoffnung.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe eben Ihren Beitrag zu Tschechien, Corona und den Tagesthemen gelesen. Ich finde das sehr gut, dass Sie diesen Chauvinismus des liberalen Milieus in Medien und Politik thematisieren. Das wird Zeit, weil dieses Milieu das gro&szlig;e Wort f&uuml;hrt, wenn es gegen &bdquo;Rechts&ldquo; geht, aber seinen eigenen Chauvinismus nicht wahrhaben will. Stattdessen feiern Linksliberale lieber Angela Merkel und ihren Exportnationalismus und die neue nationale Gro&szlig;mannssucht, sobald es gegen Russland geht. Diese liberale Variante des deutschen Chauvinismus&rsquo; ist genauso abscheulich wie der klassische AFD-Nationalismus.<\/p><p>Mit den besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUdo Brandes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief&nbsp;<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r diese scharfe und sehr zutreffende Analyse. <\/p><p>Sie legen das Gesch&auml;ft der Politik und der Medien offen.<\/p><p>Wenn wir uns fr&uuml;here Aussagen von Spahn zu den Testreihen ( wir m&uuml;ssen aufpassen, da&szlig;, bedingt durch die Fehlerquoten, wir bei zu umfangreichen Tests nicht&nbsp; zu viele falsch Positive haben) anh&ouml;ren, k&ouml;nnen wir annehmen, da&szlig; die Politik heute genau wei&szlig;, da&szlig; es sich mittlerweile um eine Laborpandemie handelt. <\/p><p>Solange aber mindestens 60% der Bev&ouml;lkerung alle Corona-Ma&szlig;nahmen f&uuml;r richtig h&auml;lt, was sich ja nach wie vor in&nbsp;&nbsp; Ergebnissen von Umfragen UND Wahlen spiegelt, w&auml;re es naiv zu glauben, da&szlig; selbst die besten Beweise und Erkl&auml;rungen von hochrangigen &Auml;rzten und Wissenschaftlern auf einen fruchtbaren Boden fallen&hellip;.<\/p><p>Die Politik nutzt also die, durch sie selbst und vor allem durch die Medien angefachte Angst, aus, um eine willk&uuml;rliche und anti-demokratische Politik durchzusetzen. Da&szlig; dieses nationalistische Z&uuml;ge annimmt ist fast logisch. Ein Hoffen auf Aufkl&auml;rung durch die Mainstream-Medien ist genauso unrealistisch, wie zu in nicht allzu fernen Zeiten 1933 bis 1945 oder der DDR. <\/p><p>Und es wird immer schlimmer werden: der Herbst wird -nat&uuml;rlich- wieder steigende Grippe-Zahlen und bei millionenfachen Tests auch wieder viele positive Ergebnisse bringen&hellip;..und so weiter und so fort&hellip;.<\/p><p>Solange sich der einzelne B&uuml;rger nicht einmal aufrafft, sich nicht nur in den Einheitsmedien zu &bdquo;bilden&ldquo;, sondern sich auch mal bei Alternativen (z.B.: NDS) informiert (solange es noch geht), werden wir durch die Merkels, S&ouml;ders und Konsorten abseits des Rechtsstaates regiert. <\/p><p>HG.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;An den Berliner Stammtischen der Politik und der Medien sitzen die Feinde unserer Nachbarn und damit die Feinde einer gedeihlichen Entwicklung Europas.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>nur zu Erinnerung:<\/p><p>Die demokratische Revolution von 1848\/49 wurde ma&szlig;geblich von S&uuml;dwestdeutschland aus beeinflusst, wenn nicht sogar initiiert. Niedergeschlagen wurde sie von Berlin aus. Auch heute sind die Feinde der Freiheit und der Demokratie wieder in Berlin Zuhause.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG. Nesemann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihren Eindruck kann ich nur best&auml;tigen. Ich war im August in Tschechien, im Altvatergebirge, und das war eine bewusste Entscheidung, weil ich vor allem dem deutschen Maskenterror entgehen wollte. Ehe ich mein Geld daf&uuml;r ausgebe, in Bayern nach S&ouml;ders Pfeife tanzen zu m&uuml;ssen, gebe ich es lieber den gastfreundlichen und vern&uuml;nftigen Tschechen. Wie Sie sehen, habe ich &uuml;berlebt.<\/p><p>Der wesentliche Unterschied war der, dass die tschechischen Medien Corona zwar thematisieren, aber anders als die deutschen keine Panik sch&uuml;ren. Das war sehr, sehr angenehm. Die Menschen vor Ort (ich spreche gut tschechisch) waren informiert aber nicht panisch und gingen vor allem eigenverantwortlich (!) mit dem (geringen) Risiko um &ndash; etwas, das in demokratischen L&auml;ndern eigentlich selbstverst&auml;ndlich sein sollte. Das Leben lief in normalen Bahnen. Die einzigen Gestressten, die ich sah, waren gleich nach der Einreise Deutsche an einer grenznahen Tankstelle auf tschechischer Seite, die schwer maskiert und &auml;ngstlich blickend irgendwie so gar nicht dorthin passten, so dass ich mich gesch&auml;mt habe.<\/p><p>Vielleicht m&ouml;chten Herr Spahn, der nun seinen teuer bezahlten Impfstoff unter die Leute bringen muss, und sein mediales Echo ja einfach nicht, dass die Deutschen im Ausland erleben, dass man auch vern&uuml;nftig mit der Situation umgehen kann, und erkl&auml;ren deshalb alles, wo man das sehen k&ouml;nnte, kurzerhand zum &ldquo;Risikogebiet&rdquo;. Nicht umsonst betraf eine der ersten &ldquo;Reisewarnungen&rdquo; Schweden, wo man mittlerweile viel, viel besser dasteht als in Deutschland und aufgrund nat&uuml;rlicher Immunit&auml;t von gleicherma&szlig;en nutzlosen wie riskanten Zwangsimpfungen weit entfernt ist. In Schweden gibt es allerdings auch fachkundige, von Lobbyeinfl&uuml;ssen weitgehend unabh&auml;ngige Gesundheitspolitiker, etwas, das man sich hierzulande auch sehr w&uuml;nschen w&uuml;rde.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nDr. H. Demanowski<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,&nbsp;<\/p><p>der Aufsatz von Frank Blenz veranla&szlig;t mich, ebenfalls zum Thema Tschechien etwas anzumerken. Vorab, meine Frau und ich haben eine besondere Beziehung zu dem Land, da sie von 1972 bis 1978 in der CSSR, konkret in Olomouc studieren durfte und wir auf diesem Wege dieses Land besonders kennen und lieben gelernt haben. Nat&uuml;rlich auch, weil meine Frau dessen Sprache&nbsp;spricht. Noch heute haben wir Freunde in Prag, mit denen wir ein herzliches Verh&auml;ltnis pflegen. Nun aber zum Kern. Vom 5. bis 17. August haben wir wiedereinmal eine l&auml;ngere Zeit dort verbracht, indem wir mit dem&nbsp; Wohnmobil unterwegs waren. Stationen waren Plzen, Domaslize, Antygl im B&ouml;hmerwald, das Schlo&szlig; Orlik, um nur einige zu nennen. Vom ersten Tag an das seit Monaten versch&uuml;ttete Gef&uuml;hl von Freiheit, indem eben Corona nur eine nicht unwichtige, aber Nebensache war. Insbesondere keine Masken. In ganz Plzen nur eine einzige Person zu sehen gewesen, die eine solche Gesichtsmaske trug. Nicht in Bahnen, nicht in Bussen, Kaufhallen, Gastst&auml;tten und dergleichen. Nur wie von Ihrem Autor beschrieben Markierungen, z.T. recht abgelaufen, Desinfektionsmittel &uuml;berall an den Eing&auml;ngen und Hinweisschilder. Sonst nichts, &uuml;berall die gewohnte Normalit&auml;t. Besonders in&nbsp;den einfachen Camps irgendwo am Flu&szlig;ufer (ohne Deutsche) das pralle Leben, wie wir es von dort gewohnt sind, mit Lagerfeuer, Fa&szlig;bier und ohne &ldquo;Mindestabstand&rdquo;. Es bleibt also nur die&nbsp;Frage, warum machen wir das alles in unserer Berichterstattung nicht nur schlecht, sondern erheben uns augenscheinlich immer wieder zum Ma&szlig;stab f&uuml;r andere, indem wir denen in unseren Medien gewisserma&szlig;en den mehr oder weniger stummen Vorwurf machen, anders mit dem Virus umzugehen als wir. Das alles erinnert mich als geb&uuml;rtiger DDR-B&uuml;rger des Jahrgangs 1951 peinlich an alte Zeiten, in denen wir ebenfalls eingesperrt waren, am Ende nicht mal mehr in die CSSR durften und das alles&nbsp; nur, weil das Regime sich nicht anders zu helfen wu&szlig;te. Sollten wir tats&auml;chlich schon wieder so weit sein? Oder grinst etwa schon &uuml;berall wieder der h&auml;&szlig;liche Deutsche durch?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und herzlichem Dank f&uuml;r Ihre &uuml;beraus wertvolle Arbeit<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihr Beitrag &uuml;ber die Ma&szlig;regelung Tschechiens spricht mir besonders aus dem Herzen, denn auch wir sind von diesen Ma&szlig;nahmen betroffen. Wir leben im Grenzgebiet zu Tschechien. Nordb&ouml;hmen ist sozusagen unsere zweite zu Heimat. Wir lieben die Landschaft und die Lebensart der Menschen in dieser Region und sind dort fast w&ouml;chentlich zum Wandern unterwegs. Wir sch&auml;tzen das als kleinen Ausgleich zu den Zumutungen, denen wir hierzulande unterworfen sind. Schon allein das ist ein Grund, den Menschen hier dieses Vergn&uuml;gen zu nehmen. Wo k&auml;men wir denn hin, wenn in irgendeiner Nische Deutschlands noch so etwas wie ein Wohlgef&uuml;hl aufkommt?<\/p><p>Dieser Tage hatten wir eine Mehrtagestour nach in Tschechien geplant. Daraus wurde nun leider nichts. Ich habe dann mit folgendem Wortlaut unsere Buchung in der Pension storniert:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>am 25.September haben wir ein Zimmer in Ihrer Pension gebucht. Bis gestern sind wir davon ausgegangen, dass wir auch anreisen werden. Nun wurde Ihre Region zum Risikogebiet erkl&auml;rt. Wir entschuldigen uns f&uuml;r diese Ma&szlig;nahme der Covidioten in Berllin. Nach den Informationen von Radio Prag werden Zuwiderhandlungen gegen die Auflagen mit hohen Strafen geahndet. Es tut uns leid, dass wir derzeit nicht anreisen k&ouml;nnen. Wir werden sobald als m&ouml;glich erneut bei Ihnen buchen. Es tut mir leid, Ihnen keine andere Nachricht geben zu k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn wir nach B&ouml;hmen gehen, treffen wir gleich hinter der Grenze auf die unverg&auml;nglichen Hinterlassenschaften des &ldquo;tschechoslowakischen Walls&rdquo; und werden damit eindringlich an die Geschichte seit 1933 erinnert. Am 29.09.1938 fand die M&uuml;nchner Konferenz statt, bei der die Gro&szlig;m&auml;chte die Abtretung des Sudetenlandes an Deutschland besiegelten. Am 01. Oktober besetzte die Wehrmacht nicht nur das Sudetenland, sondern holte sich 1939 auch noch die &bdquo;Rest-Tschechei&ldquo;. Jeder Tscheche d&uuml;rfte diese historischen Tatsachen in der Schule gelernt haben. Ein friedliches Nebeneinander der L&auml;nder ist daher nur m&ouml;glich, wenn man den daraus resultierenden Befindlichkeiten der Nachbarn mit dem n&ouml;tigen Respekt begegnet. Selbst 1968, als russische Panzer den Prager Fr&uuml;hling niederwalzten, wurde mit R&uuml;cksicht auf diese Befindlichkeiten die Nationale Volksarmee daran gehindert, sich an dem Einmarsch zu beteiligen. Heute ist jede Scham abgefallen. Wir f&uuml;hren zwar keinen Krieg mit Waffen, bestimmen aber die politischen Regeln in den Nachbarl&auml;ndern aus den Ministerien bequem mit Internetanschluss. Und das nicht nur in Tschechien. So f&uuml;hrt man Kriege im 21. Jahrhundert. Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch, dass wir das noch erleben d&uuml;rfen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBj&ouml;rn Ehrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich m&ouml;chte Ihrem Beitrag noch etwas hinzuf&uuml;gen: Die Reisewarnung f&uuml;r Kopenhagen. V&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, ob man diese f&uuml;r gerechtfertigt h&auml;lt oder nicht (ich halte sie f&uuml;r Bl&ouml;dsinn), ist im Zuge dieser Reisewarnung auch die d&auml;nische Ostseeinsel Bornholm betroffen. Sie liegt 100 km vom Hauptstadtbezirk entfernt, geh&ouml;rt aber zu diesem!&nbsp; Das sogenannte &ldquo;Infektionsgeschehen&rdquo; auf Bormholm tendiert gegen 0. Die Insulaner leben vom Tourismus, auch die F&auml;hrverbindung von Sassnitz-Mukran h&auml;ngt von der Nachfrage nach &Uuml;berfahrten von R&uuml;gen nach Bornholm ab. Die Verbindung wurde gerade erst wieder ausgebaut. Es kommen die Herbstferien, die Nachsaison ist auf der beschaulichen Insel eine wichtige Einnahmequelle f&uuml;r die Bornholmer und eine beliebte Reisezeit f&uuml;r die, die Ruhe suchen, noch mehr Ruhe als im Bornholmer Sommer. Die Reisewarnung der Deutschen traf die Insel wie ein Schlag, man ist schockiert, unz&auml;hlige Stornierungen sind die Folge. Wer gebucht hat, muss auf Kulanz des Vermieters hoffen, es gibt zahlreiche Direktvermietungen, weil es keine Urlauberkasernen gro&szlig;er Reiseanbieter gibt, von Ferienhausvermittlern wie Dansommer oder Novasol mal abgesehen. Die Bornhomer schlagen Alarm, verstehen, aus meiner Sicht verst&auml;ndlich, die Welt, die Deutschen im Speziellen, nicht. Offenbar hat man nicht auf dem Schirm gehabt, dass Kopenhagen und Bornholm, auch wenn 100 km Ostsee dazwischen liegen, eine Einheit bilden mit v&ouml;llig unterschiedlichem &ldquo;Infektionsgeschehen&rdquo;. <\/p><p>Stefan Kreibohm <\/p><p>Hier EIN Brief, der an die Bornholmer und, darin enthakten, die Verantwortlichen in Deutschland heraus ging:<\/p><p><strong>Corona und Bornholm: Lasst uns gemeinsam Bornholm aus dem Risikogebiet &ldquo;befreien&rdquo;! Macht mit!&nbsp;<\/strong><\/p><p>Alle &ndash; deutsche Touristen und Einheimische &ndash; sind geschockt, dass das Ausw&auml;rtiger Amt in Deutschland Bornholm am 23.09.2020 zum Risikogebiet erkl&auml;rt hat.<\/p><p>Das RKI hat damit zu einem Rundumschlag ausgeholt. Bornholm geh&ouml;rt rein rechtlich zur sogenannten Region Hovedstaden. Das ist die Hauptstadtregion und wie &uuml;berall auf der Welt in Ballungszentren sind hier auch die Covid-19 F&auml;lle auf dem Vormarsch. Bornholm ist nat&uuml;rlich mehr als 100 km und durch Wasser getrennt, von Kopenhagen abgetrennt. Offensichtlich kann man das aber im RKI nicht differenzieren.<\/p><p>Anbei ein Link zum d&auml;nischen RKI (Statens Serum Institut):<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/experience.arcgis.com\/experience\/aa41b29149f24e20a4007a0c4e13db1d\">experience.arcgis.com\/experience\/aa41b29149f24e20a4007a0c4e13db1d<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDemnach ist die Inzidenz der letzten 7 Tage 18 pro 100.000 Einwohner. Das w&uuml;rde man in Deutschland richtig feiern :-)<\/p><p>Umgerechnet auf Bornholm hei&szlig;t das, dass es insgesamt 7,2 F&auml;lle gibt.<br>\n&nbsp;<br>\nAuf Bornholm wird jetzt mit Hochdruck daran gearbeitet, das Ausw&auml;rtige Amt davon zu &uuml;berzeugen, die Einsch&auml;tzung r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und Bornholm aus dem Risikogebiet herauszunehmen.<br>\n&nbsp;<br>\nAlle merken sofort die Auswirkungen: Die Stornierungen von F&auml;hrtickets und Ferienh&auml;usern str&ouml;men nur so herein und die Unsicherheit f&uuml;r Buchungen eines Urlaubs auf der Insel zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt w&auml;chst enorm.<br>\n&nbsp;<br>\nIn der letzten Woche hatte ich ein <a href=\"https:\/\/steffischroeter.de\/angebot\/#02\">Intensiv-Coaching<\/a> mit einer Frau aus Deutschland und wie sagte sie gestern zum Abschied: &ldquo;Es gibt wohl keinen besseren, sch&ouml;neren und sicheren Ort derzeit als Bornholm!&rdquo;.<br>\nJa so ist es! Und Ihr Bornholm Fans wisst, wie beschaulich es auf der Insel zugeht, gerade im Herbst!<br>\nDaher ist die Erkl&auml;rung zum Risikogebiet total absurd. Und es hat gro&szlig;e Konsequenzen f&uuml;r den Tourismus auf der Insel.<br>\n&nbsp;<br>\nGestern Abend erreichte mich die Nachricht, dass ein &uuml;berzeugter Bornholm-Fan, ehemaliger Teilnehmer von unseren <a href=\"https:\/\/udoschroeter.com\/angebot\/basic-seminar\/\">&ldquo;Bin am Meer&rdquo;-Seminaren<\/a>&nbsp; und langj&auml;hriger Wegbegleiter von uns, eine direkte Mail an das RKI, Ausw&auml;rtige Amt und BMI gesendet hat. Als ich dies las, kam sofort der Gedanke auf: DAS M&Uuml;SSEN WIR ALLE TUN!<br>\n&nbsp;<br>\nDaher mein Aufruf und die dringliche Bitte an Euch: Kopiert diese unten angef&uuml;gte Mail und sendet sie an unten genannten Verteiler! Und setzt mich gern in Kopie (steffischroeter@hotmail.com) , dann z&auml;hle ich aus, wieviele Mails rausgegangen sind und gebe das hier an die Bornholmer Presse und auch nach Deutschland weiter! Wir m&uuml;ssen k&auml;mpfen, wie damals als die F&auml;hrverbindung nach Sassnitz in Gefahr war! Ich nutze die Popularit&auml;t dieses Blogs daf&uuml;r und werde alles tun, damit wir zeigen, wie vielen Menschen so viel an einem Urlaub auf Bornholm liegt.<br>\n&nbsp;<br>\nHier die Mail: (Ihr k&ouml;nnt nat&uuml;rlich auch einen anderen Text w&auml;hlen, wichtig ist, dass wir alle aufstehen!)<br>\nSonst einfach kopieren und an den unten genannten Verteiler senden!<\/p><blockquote><p>\nSehr geehrte Damen und Herren,,<br>\nf&uuml;r die Akzeptanz von Coronaschutzma&szlig;nahmen und damit f&uuml;r den Coronaschutz als solchen sind nachvollziehbare und transparente Entscheidungen f&uuml;r den B&uuml;rger zwingend erforderlich. Ist dies nicht der Fall w&uuml;rden die Coronaleugner zusehends an Zuspruch gewinnen.<\/p>\n<p>Seit dem 23.09.2020 ist die d&auml;nische Hauptstadt Kopenhagen einschlie&szlig;lich der Region Hovedstaden (Hauptstadtregion) als Risikogebiet eingestuft worden. Die d&auml;nische Insel Bornholm ist der Hauptstadtregion administrativ zugeordnet, ist aber geographisch weit davon entfernt und durch die Ostsee von Kopenhagen getrennt. Die 7 Tage-Inzidenz lag bei 18 (aktuell bei 15), also weit entfernt von den unseren kritischen Werten 50 bzw. 30 sowie den Kopenhagener Werten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/experience.arcgis.com\/experience\/aa41b29149f24e20a4007a0c4e13db1d\">experience.arcgis.com\/experience\/aa41b29149f24e20a4007a0c4e13db1d<\/a><\/p>\n<p>Die Einbeziehung Bornholms in das Risikogebiet der Hauptstadtregion Kopenhagen ist faktisch nicht nachvollziehbar.<\/p>\n<p>L&auml;sst sich in den Abstimmungsgespr&auml;chen Bundesgesundheitsministerium, RKI, BMI und AA f&uuml;r die Feststellung des Risikogebietes Kopenhagen einschlie&szlig;lich der Region Hovedstaden die Ausnahme von Bornholm treffen? Das Risikogebiet w&auml;re dann &bdquo;Kopenhagen, die Region Hovedstaden ausgenommen Bornholm&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Beitrag von Frank Blenz <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65239\">Zwei Sequenzen reichen, um unser Nachbarland madig zu machen<\/a> und meine Erg&auml;nzung sind einige Leserbriefe gekommen, mit viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r unser Anliegen, mit unseren Nachbarn besser umzugehen. 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