{"id":65322,"date":"2020-09-30T08:03:50","date_gmt":"2020-09-30T06:03:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322"},"modified":"2020-09-30T11:00:32","modified_gmt":"2020-09-30T09:00:32","slug":"hinweise-des-tages-3708","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h01\">Dear news media, stop covering the US as if it&rsquo;s a democracy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h02\">Maas attackiert Russland vor UN-Vollversammlung und droht mit neuen Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h03\">Die Einheit &ndash; ein kapitalistisches &Uuml;bernahmeprojekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h04\">Das Parlament ist chronisch krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h05\">Grundrechte, eigentlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h06\">Stellungnahme: Parit&auml;tischer fordert uneingeschr&auml;nkte Ratifizierung der EU-Sozialcharta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h07\">Wie eine &ldquo;gottgesandte&rdquo; Pandemie den Westen vernichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h08\">Corona-Helden: Erst beklatscht, dann beschimpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h09\">&raquo;Ein Fingerzeig, wer am Ende die Zeche zahlt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h10\">Schlechte Chancen: Jobcenter f&ouml;rdern Arbeitslose mit gesundheitlichen Problemen nicht ausreichend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h11\">K&uuml;ndigungswelle: SP&Ouml; will Konzerne Hilfsgelder zur&uuml;ckzahlen lassen, wenn sie ins Ausland abwandern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h12\">SARS-CoV-2-Impfstoff von AstraZeneca &ndash; mangelnde Transparenz nach Studienunterbrechungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h13\">Klimabewegung: Stillstand!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h14\">Estonia-Ungl&uuml;ck: War es ein (schwedisches) U-Boot?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h15\">Berg-Karabach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h16\">Neue Sanktionen vonseiten der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h17\">Jemen: &uuml;ber 900 Luftangriffe und Bombenangriffe auf Farmen in drei Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65322#h18\">Das Grundgesetz als Trittbrett<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dear news media, stop covering the US as if it&rsquo;s a democracy<\/strong><br>\nThe US is on its way to becoming an authoritarian state. That requires a radically different kind of journalism that doesn&rsquo;t just cover the news, but defends democracy.<br>\nThe problem with the fall of a democracy is that it doesn&rsquo;t simply happen, like a rain shower or a thunderstorm. It unfolds, like the slow and steady warming of the climate.<br>\nLiberties aren&rsquo;t eliminated, they are restricted and violated &ndash; until they erode. Rights aren&rsquo;t abolished, they are undermined and trampled &ndash; until they become privileges. Truths aren&rsquo;t buried, they are mocked and twisted &ndash; until everyone has their own.<br>\nA democracy doesn&rsquo;t stumble and fall; it slides into decline.<br>\nThe problem with daily news is that it obsesses over what&rsquo;s happening, making it harder to grasp what unfolds. Breaking news, by its nature, is ill-equipped to cover the demise of democracy &ndash; just as the weather report never really shows us the climate is changing.<br>\nBreaking news shows the world as a place of sheer madness without rhyme or reason &ndash; a non-stop series of unrelated events. It&rsquo;s like a diary without a memory or a notion of the future: it tells us of today, while it has forgotten all about yesterday, and pretending there&rsquo;s no tomorrow. It warns and warns and warns, but immediately forgets what it&rsquo;s warning against &ndash; thus never learning from its own wailing sirens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thecorrespondent.com\/698\/dear-news-media-stop-covering-the-us-as-if-its-a-democracy\/16288608270-e977e9fe\">Rob Wijnbger, The Correspondent<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Maas attackiert Russland vor UN-Vollversammlung und droht mit neuen Sanktionen<\/strong><br>\nDeutschland verlangt von Russland seit Wochen Aufkl&auml;rung im Fall Nawalny, ignoriert aber gleichzeitig drei Rechtshilfeersuchen der russischen Seite. Jetzt nutzt Au&szlig;enminister Maas die UN-Vollversammlung, um seiner Forderung noch einmal Nachdruck zu verleihen.<br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas hat die Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexei Nawalny mit einem chemischen Kampfstoff als &ldquo;Problem f&uuml;r die ganze Staatengemeinschaft&rdquo; bezeichnet und Russland erneut mit Sanktionen gedroht&hellip;<br>\nMaas drohte auch dem belarussischen Pr&auml;sidenten Alexander Lukaschenko mit Sanktionen, dessen Wiederwahl von Deutschland und der EU wegen des Vorwurfs der Wahlf&auml;lschung nicht anerkannt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/107244-maasattackiert-russland-vor-un-vollversammlung\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Offenbar leidet unser Au&szlig;enminister nun auch noch an Quarant&auml;ne-Koller &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200930-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200930-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Einheit &ndash; ein kapitalistisches &Uuml;bernahmeprojekt<\/strong><br>\nVon Rainer Mausfeld<br>\n1990 gilt als das wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte, da es einzigartige Chancen bot &ndash; die aus geopolitischen Interessen und denen der Kapiteleigner blockiert und verspielt wurden<br>\n1989 hat das Volk sich selbst zum Sprechen erm&auml;chtigt und seine Stimme gegen die Zentren der Macht politisch wirksam werden lassen. Es hat den alten Hirten die Gefolgschaft aufgek&uuml;ndigt und sich neue gesucht, die seine Vertreibung ins Paradies, so das treffende Bild von Daniela Dahn, organisierten. Das Paradies der kapitalistischen Warenwelt, der grenzenlosen Reise- und Redefreiheit, der individuellen Bed&uuml;rfnisbefriedigung, der bunten Medienvielfalt und der unersch&ouml;pflichen Zerstreuungs- und Unterhaltungsindustrie. Keine Frage, nach den Kriterien des westlichen Vorbilds ist der Lebensstandard f&uuml;r eine Mehrheit der Menschen in Ostdeutschland gestiegen &ndash; und mehr noch, das Ausma&szlig; sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Spaltungen.<br>\nF&uuml;r den Sieger war dies ein &uuml;berw&auml;ltigender Sieg, und da die Geschichte bekanntlich von den Siegern geschrieben wird, kann es keinen Zweifel geben, wer der Sieger des historischen Augenblicks ist. Es ist die kapitalistische Wirtschaftsordnung und mit ihr die Lebensformen und Annehmlichkeiten des Konsums, die sie erm&ouml;glicht.<br>\nBleibt noch die Frage, wer eigentlich die Verlierer der Ereignisse von 1989 sind&hellip;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Ich wollte immer in einer Demokratie leben, aber nie im Kapitalismus&rdquo;, schreibt Daniela Dahn in ihrer Abrechnung mit der Einheit Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute.<br>\n(&hellip;) Nach einem zun&auml;chst verhei&szlig;ungsvollen Aufbruch oppositioneller Gruppen in der DDR, die einen Demokratisierungsdruck aufzubauen suchten, der auch auf den Westen &uuml;bergreifen sollte, wurde jedoch die friedliche Revolution, die keine war, regelrecht aufgekauft. Der Kapitalismus hat bekanntlich einen gro&szlig;en Magen. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. Die historische Chance auf eine gesamtdeutsche Verfassung, die, wie es in Paragraph 146 des Grundgesetzes hei&szlig;t, &ldquo;von dem deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist&rdquo;, also die Chance einer wirklichen Demokratisierung in beiden Teilen, wurde in rigoroser Siegermentalit&auml;t blockiert.<br>\nIn diesen Siegesstunden bewies der Kapitalismus noch einmal, dass ihm kein ideologisches System an illusionserzeugender Kraft gleichkommt. Keine andere autorit&auml;re Herrschaftsform verf&uuml;gt &uuml;ber so ausgefeilte Mittel, Menschen zu einer freiwilligen Knechtschaft zu verf&uuml;hren. Dazu geh&ouml;ren insbesondere Mittel zur Spaltung der Gesellschaft und zur Zersetzung von Dissens. All diese Mittel konnten 1989 h&ouml;chst wirksam zur Anwendung gebracht werden, dazu noch mit singul&auml;ren Renditen f&uuml;r die Kapitalbesitzer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Einheit-ein-kapitalistisches-Uebernahmeprojekt-4914128.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Parlament ist chronisch krank<\/strong><br>\nDie Regierenden entscheiden, die Abgeordneten schauen zu: Der Parlamentarismus leidet unter dem Coronavirus. Aber er hat noch ganz andere, gr&ouml;&szlig;ere Probleme.<br>\nAn den Beschl&uuml;ssen zur Pandemiebek&auml;mpfung, die an diesem Dienstag im Kanzleramt getroffen wurden, sind nicht nur die Inhalte wichtig, sondern auch, wie sie zustande kommen. Denn &uuml;ber die Versch&auml;rfungen hat wieder nicht das Parlament in &ouml;ffentlicher Sitzung entschieden, sondern eine Gruppe von Regierungschefs aus Bund und L&auml;ndern hinter verschlossenen T&uuml;ren.<br>\nSo geht das seit Monaten: Die Kanzlerin, die Minister und die Ministerpr&auml;sidenten handeln, der Bundestag und die Landesparlamente schauen meist nur zu. Dabei soll er doch eigentlich alles Wichtige entscheiden. Dabei sitzen doch hier die gew&auml;hlten Volksvertreter, die die Gesetze machen, die die Regierung dann umsetzt. Diese demokratische Arbeitsteilung hat Corona seit mehr als sechs Monaten nahezu au&szlig;er Kraft gesetzt. Das Virus besch&auml;digt den Parlamentarismus, dessen Abwehrkr&auml;fte durch andere, chronische Krankheiten sowieso schon geschw&auml;cht sind.<br>\n(&hellip;) Offene Regierungen<br>\nVielleicht also geht es gar nicht darum, R&uuml;ckzugsgefechte f&uuml;r einen idealisierten Parlamentarismus zu f&uuml;hren &ndash; sondern eher darum, das Regieren zu demokratisieren. Rosanvallon nennt das &ldquo;permanente Demokratie&rdquo;, die st&auml;ndige Interaktion von Regierten und Regierenden. Er pl&auml;diert f&uuml;r &ldquo;offene Regierungen&rdquo;, die sich um &ldquo;Lesbarkeit, Verantwortung und Responsivit&auml;t&rdquo; im Umgang mit den B&uuml;rgern bem&uuml;hen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-09\/corona-massnahmen-bund-laender-konferenz-parlamentarismus\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Nach 6 Monaten kommen unsere &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; also auch endlich dahinter, dass das was wir gerade erleben mit Demokratie nichts zu tun hat. Auch vor Corona war diese schon ausgeh&ouml;hlt genug, klar. Aber selbst jetzt will es kaum einer sehen (der nicht Informationsquellen wie die NachDenkSeiten konsumiert). Vielleicht hilft ja dieser Beitrag von ZO dem ein oder anderen die Augen zu &ouml;ffnen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Beim Maskentragen haben wir sehr deutlich gesehen, dass Regulierung funktioniert&ldquo;<\/strong><br>\nCornelia Betsch erforscht an der Universit&auml;t Erfurt Risikowahrnehmung und die Kommunikation von Risiken. Um einen Einblick zu erhalten, wie die Bev&ouml;lkerung die Corona-Pandemie wahrnimmt, befragen sie und ihr Team seit M&auml;rz regelm&auml;&szlig;ig jeweils circa tausend Menschen &ndash; momentan im zweiw&ouml;chentlichen Abstand. Die schnappschussartige Beobachtung soll ein Bild der psychologischen Covid-19-Lage Deutschlands zeichnen.<br>\nGedacht ist das als Feedback f&uuml;r die Politik, als Grundlage f&uuml;r die Ausrichtung von Kommunikationsma&szlig;nahmen und zur Unterst&uuml;tzung der Berichterstattung.<br>\nW&uuml;rden Sie insgesamt eher auf Verbote oder Empfehlungen setzen?<br>\nEs kommt darauf an, was man erreichen will. Wir fragen auch, ob die Leute es gut finden, wenn es nur freiwillige Empfehlungen g&auml;be. 40 Prozent sagen, dass sie nicht glauben, dass Freiwilligkeit etwas bringt. Noch weniger glauben, dass sich die Leute dann dran halten w&uuml;rden. Menschen, die Ma&szlig;nahmen ablehnen, w&uuml;nschen sich mehr Freiwilligkeit, aber sie halten sich auch weniger dran. Beim Maskentragen haben wir sehr deutlich gesehen, dass Regulierung funktioniert. Beim Feiern sehen wir, dass es wieder gemacht wird, wenn es erlaubt ist. Wenn man eine schnelle Verhaltens&auml;nderung braucht, ist Regulierung wohl das Mittel der Wahl.<br>\nDas ist interessant. Warum funktioniert es besser, wenn verordnet wird?<br>\nZum einen ist es dann eben eine geltende Regel, und daran halten sich die meisten auch. Zum anderen h&auml;ngt es vermutlich auch mit der Risikowahrnehmung zusammen. Wenn die Pandemie sich st&auml;rker entwickelt, steigt die Risikowahrnehmung auf nat&uuml;rlichem Wege. Aber auch eine starke Regulierung kann die Risikowahrnehmung erh&ouml;hen. Wenn ich meine Grundrechte nicht mehr wahrnehmen darf und mich nicht mehr frei bewegen darf, hat das Signalwirkung &ndash; nat&uuml;rlich gilt das nicht beliebig, das Vertrauen in die Regulierer muss dabei ebenfalls hoch sein, und das war es bislang auch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/regeln-befolgen-muss-man-den-menschen-so-leicht-wie-moeglich-machen-li.108195\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das ist interessant, die Regierung l&auml;sst also regelm&auml;&szlig;ig eruieren, wie weit sie mit den Repressionsma&szlig;nahmen noch gehen kann. Was hier betrieben wird ist klar gezielte Massenbeeinflussung. Erstaunlich, dass dar&uuml;ber so offen gesprochen wird, sogar &uuml;ber die Grundrechtseinschr&auml;nkungen, die also bewusst eingef&uuml;hrt wurden. Die Erh&ouml;hung der &ldquo;Risikowahrnehmung&rdquo; als Euphemismus f&uuml;r die Verbreitung von Angst ist offenbar auch klar der Auftrag der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Grundrechte, eigentlich<\/strong><br>\nEigentum soll dem Wohl der Allgemeinheit dienen, eigentlich. Grund und Boden, Natursch&auml;tze und Produktionsmittel k&ouml;nnten vergesellschaftet werden, eigentlich. Sicher wissen alle, dass es sich dabei um garantierte Grundrechte handelt. Wieso werden Personen, die sie in Anbetracht der krassen sozialen Ungleichheit umsetzen wollen, als Staatsfeinde vom Verfassungsschutz beobachtet? Frauen, gewiss ist euch allen bewusst, dass ihr auf Grund eures Geschlechts nicht benachteiligt werden d&uuml;rft! Kinder, die ihr das Pech habt, in eine arme Familie hineingeboren zu sein, denkt immer daran: Ihr habt ein garantiertes Recht auf freie Entfaltung eurer Pers&ouml;nlichkeit! Ihr Besch&auml;ftigte bei Schlachth&ouml;fen &ndash; eure W&uuml;rde ist unantastbar! Ihr MitarbeiterInnen in Digitalkonzernen, vergesst nicht: Euer Recht auf F&ouml;rderung der Arbeitsbedingungen durch Betriebsr&auml;te ist ein garantiertes Grundrecht! Hallo Migrantinnen und Migranten, vielleicht habt ihr schon geh&ouml;rt: Eure W&uuml;rde zu achten und zu sch&uuml;tzen ist Verpflichtung aller &Auml;mter und Gerichte, jedes Polizisten und Politikers! Und euer Leben und eure k&ouml;rperliche Unversehrtheit sowieso! Eigentlich. (&hellip;)<br>\nHalten wir fest: Der deutsche Staat und seine Institutionen verletzen Grund- und Menschenrechte auf vielf&auml;ltige Weise und vernachl&auml;ssigen so ihre Verpflichtung zum Schutz der B&uuml;rgerInnen. Gleichzeitig k&ouml;nnen die Menschen ihre Anspr&uuml;che gegen&uuml;ber dem Staat nicht ausreichend geltend machen. Die Grundrechte sind nicht in guter Verfassung. (&hellip;) Also, geehrte Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts, &uuml;bernehmen Sie! Sorgen Sie daf&uuml;r, dass endlich der soziale Rechtsstaat verwirklicht wird und die Grundrechte f&uuml;r alle real gelten! Oder muss das Volk alles selber machen? Die Frage dr&auml;ngt sich nach der Lekt&uuml;re auf: Nehmen sich die Repr&auml;sentanten anderer L&auml;nder auch das Recht heraus, von Deutschland die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte zu fordern? Die Bundeskanzlerin oder der Au&szlig;enminister tun das n&auml;mlich &ndash; so wird in den Nachrichten immer hervorgehoben &ndash; regelm&auml;&szlig;ig mit gro&szlig;er Selbstverst&auml;ndlichkeit. Nat&uuml;rlich nur gegen&uuml;ber L&auml;ndern, die zu Konkurrenten oder gar Feinden aufgebaut werden sollen. Stellen wir uns vor, der chinesische Pr&auml;sident r&uuml;gt beim Staatsbesuch in Deutschland: &raquo;Die krasse soziale Ungleichheit und die daraus resultierende systematische Benachteiligung stellen eine grobe Verletzung von Grund- und Menschenrechten dar, Herr Maas. Wir m&uuml;ssen das mit aller Sch&auml;rfe verurteilen.&laquo; Vielleicht mahnt der russische Au&szlig;enminister bei Verhandlungen: &raquo;Wir m&uuml;ssen daran erinnern, dass die Verstrickung staatlicher Stellen in Morde des NSU oder mutma&szlig;liche rassistische Morde in Polizeigewahrsam Verst&ouml;&szlig;e gegen Grund- und Menschenrechte darstellen, Frau Merkel&laquo; &ndash; und unsere Medien erw&auml;hnen es nur nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/18-2020&amp;textfile=5259\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stellungnahme: Parit&auml;tischer fordert uneingeschr&auml;nkte Ratifizierung der EU-Sozialcharta<\/strong><br>\nSeit dem 1. Juli hat Deutschland f&uuml;r sechs Monate den Vorsitz im Rat der Europ&auml;ischen Union, die EU-Ratspr&auml;sidentschaft, angetreten. Deutschland hat diese Aufgabe in einer schwierigen Zeit &uuml;bernommen, gerade im Hinblick auf die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen in der Europ&auml;ischen Union, die das hohe Ma&szlig; an bestehender Ungleichheit nochmal versch&auml;rfen. In ihrem Programm f&uuml;r die Ratspr&auml;sidentschaft betont die Bundesregierung deshalb zu Recht die Bedeutung des Sozialen: &ldquo;Gesellschaftlicher Zusammenhalt, soziale Sicherheit und Solidarit&auml;t sind zentrale Grundpfeiler eines gerechten Europa. Die COVID-19-Pandemie hat zu nachhaltigen Einschnitten im Alltag von vielen Europ&auml;erinnen und Europ&auml;ern gef&uuml;hrt und Ungleichheiten versch&auml;rft. Umso entschlossener setzen wir uns in unserer Ratspr&auml;sidentschaft f&uuml;r die Bew&auml;ltigung der sozialen Auswirkungen der Krise, f&uuml;r die Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und f&uuml;r die F&ouml;rderung nachhaltiger Zukunftsperspektiven junger Menschen in Europa ein&rdquo;. Gleichzeitig betont die Bundesregierung ihren Anspruch, die Herausforderungen solidarisch und zusammen zu gestalten. Das Programm der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft tr&auml;gt deshalb den Titel &ldquo;Gemeinsam&rdquo;.<br>\nIn ihrer praktischen Politik wird die Bundesregierung dem Anspruch, gemeinsam zu handeln, nicht immer gerecht. Das gilt auch in ihrer Ratspr&auml;sidentschaft, und es gilt leider insbesondere f&uuml;r die F&ouml;rderung des Sozialen und des sozialen Zusammenhalts. Die aktuelle Diskussion um die Ratifizierung der revidierten Europ&auml;ischen Sozialcharta durch Deutschland belegt dies nachdr&uuml;cklich.<br>\nIn einer aktuellen Stellungnahme kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die geplante Nicht-Ratifizierung zentraler Passagen der revidierten Sozialcharta scharf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfo\/stellungnahmen-und-positionen\/stellungnahme-paritaetischer-fordert-uneingeschraenkte-ratifizierung-der-eu-sozialcharta\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige, 6-seitige Stellungnahme des Verbandes k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/infothek.paritaet.org\/pid\/fachinfos.nsf\/0\/05f4c76f0bfbc3adc12585ee0058b10b\/$FILE\/Paritaet-2020-Sozialcharta.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie eine &ldquo;gottgesandte&rdquo; Pandemie den Westen vernichtet<\/strong><br>\nDie USA retten den Finanzsektor, nicht die Wirtschaft<br>\n(&hellip;) Die Frage ist, wer verliert, wenn Besch&auml;ftigung und Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit unterbrochen werden. Werden es Gl&auml;ubiger und Vermieter am oberen Ende der wirtschaftlichen Skala sein, oder Schuldner und Mieter am unteren Ende? Diese uralte Konfrontation dar&uuml;ber, wie mit den unbezahlten Mieten, Hypotheken und dem sonstigen Schuldendienst umzugehen ist, steht im Mittelpunkt der heutigen Viruspandemie, da gro&szlig;e und kleine Unternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, Restaurants und Gesch&auml;fte in Zahlungsr&uuml;ckstand geraten sind und Unternehmen und Haushalte hinterlassen haben &ndash; zusammen mit ihren Angestellten, die kein Lohneinkommen haben, um diese monatlich anfallenden Belastungen zu bezahlen.<br>\nDies ist ein uraltes Problem. Es wurde im alten Nahen Osten einfach dadurch gel&ouml;st, dass diese Schulden und Mietkosten gestrichen wurden. Doch der Westen, der noch immer durch das Erbe des R&ouml;mischen Reiches gepr&auml;gt ist, hat sich der massiven Arbeitslosigkeit, den Unternehmensschlie&szlig;ungen und den daraus resultierenden Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nden f&uuml;r diese grundlegenden Lebens- und Gesch&auml;ftskosten ausgesetzt.<br>\nDie westliche Zivilisation unterscheidet sich von ihren nah&ouml;stlichen Vorg&auml;ngern in der Art und Weise, wie sie auf &ldquo;h&ouml;here Gewalt&rdquo; reagiert hat, die die Mittel zur Unterst&uuml;tzung zum Erliegen bringt und Schulden hinterl&auml;sst&hellip;.Das US-Coronavirus-Lockdown macht aus Miet- und Schuldenr&uuml;ckst&auml;nden eine Gelegenheit, die verschuldete Wirtschaft zu verarmen und den Gl&auml;ubigern hypothekarisch belastetes Eigentum und dessen Einkommen zu &uuml;bertragen&hellip;.<br>\nChina wendet eine uralte Politik an, die seit Hammurabi und anderen Herrschern der Bronzezeit &uuml;blich ist, seit sie die wirtschaftliche Widerstandsf&auml;higkeit gegen &ldquo;h&ouml;here Gewalt&rdquo; f&ouml;rderten. Wenn pers&ouml;nliche Schulden, Mieten und Steuern, die nicht bezahlt werden k&ouml;nnen, nicht annulliert werden, wird das Ergebnis weit verbreiteter Bankrott, Verarmung und Obdachlosigkeit sein. Im Gegensatz zu Amerikas finanzialisierter Wirtschaft hat China gezeigt, wie nat&uuml;rlich es f&uuml;r die Gesellschaft ist, einfach anzuerkennen, dass Schulden, Mieten, Steuern und andere Belastungen des Lebens und der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit erst dann wieder aufgenommen werden k&ouml;nnen, wenn die wirtschaftliche Normalit&auml;t wieder hergestellt ist&hellip;<br>\n(&hellip;) Seit der R&ouml;merzeit ist es normal geworden, dass Gl&auml;ubiger soziales Ungl&uuml;ck als Gelegenheit nutzen, um Eigentum und Einkommen auf Kosten der verschuldeten Familien zu erlangen. Die Gl&auml;ubigerinteressen haben die Entstehung demokratischer staatsb&uuml;rgerlicher Regime, die die Schuldner sch&uuml;tzen k&ouml;nnen, blockiert und Gesetze gef&ouml;rdert, die Schuldner dazu zwingen, ihr Land oder andere Mittel zum Lebensunterhalt durch Zwangsvollstreckung von Gl&auml;ubigern zu verlieren oder es unter Notstandsbedingungen zu verkaufen und ihre Schulden abzuarbeiten&hellip;<br>\n(&hellip;) Eine sozialistische Regierung wie die chinesische kann ihre Industrie am Laufen halten, indem sie Schulden einfach abschreibt, wenn sie nicht bezahlt werden k&ouml;nnen, ohne eine Schlie&szlig;ung und einen Bankrott und den Verlust von Verm&ouml;gen und Besch&auml;ftigung zu erzwingen. Die Welt hat also zwei Optionen: ein grunds&auml;tzlich produktives &ouml;ffentliches Finanzsystem wie in China oder ein r&auml;uberisches Finanzsystem wie in den Vereinigten Staaten&hellip;.<br>\nChina hat eine Option, die die westlichen Volkswirtschaften nicht haben: es ist in der Lage, das zu tun, was Hammurabi und andere altorientalische Palast&ouml;konomien &uuml;ber Tausende von Jahren taten: Schulden abzuschreiben, um die Wirtschaft widerstandsf&auml;hig und funktionsf&auml;hig zu halten&hellip;.Wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, seine Rechnungen und Miete zu bezahlen, steht die Regierung nicht tatenlos da und l&auml;sst es pleite gehen, um zu einem Schleuderpreis an einen Geier-Investor verkauft zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2020_09_26_wieeinegottgesandte.htm\">anti-krieg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert. Es geht darum, wer im Katastrophenfall die Zeche zahlen soll. In einer Marktwirtschaft, in der neue Investitionen und damit Investitionen in die Zukunft immer auf Kredit vorfinanziert werden m&uuml;ssen, muss auch der Gl&auml;ubiger, der ja auch an der Kreditgabe verdient, die Verluste mittragen, das Risiko kann nicht allein immer nur beim Schuldner liegen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Solidarit&auml;t in Zeiten der Pandemie<\/strong><br>\nAm Anfang der Krise, der wir den Namen &laquo;Corona&raquo; gegeben haben, waren Menschen betroffen, die nicht unter Armut litten. Menschen, die in den Skiurlaub fahren oder es sich leisten konnten, eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff zu machen. Covid-19 ist ein modernes Virus, das in einer globalisierten Welt ungeliebter blinder Passagier auf vielen Urlaubs-, Handels- und Lieferwegen sein kann. Es hat nicht lange gedauert, bis vor allem jene erkrankten, die aus einkommensschwachen Verh&auml;ltnissen kommen, die nicht genug zum Leben und nicht ausreichend Platz zum Wohnen haben, die unter schlechtesten Bedingungen ihre Arbeitskraft verkaufen m&uuml;ssen und denen der Zugang zu guter Gesundheitsversorgung verwehrt ist&hellip;<br>\n(&hellip;) Dann kam Corona. Eine Pandemie, die zum Inbegriff jenes Teils der Globalisierung wurde, den die meisten &ndash; gezwungenerma&szlig;en oder weil es gro&szlig;e Vorteile verspricht &ndash; in Kauf nehmen. Die Pandemie ist untrennbar verbunden mit Kapital und dem nach ihm benannten Gesellschaftssystem. Mit einer Produktionsweise, die unterzugehen droht, findet das Kapital nicht immer wieder neue Verwertungsm&ouml;glichkeiten, indem es sich von lebendiger Arbeit n&auml;hrt und ununterbrochen in Bewegung ist. Die Grenzenlosigkeit des Bestrebens, sich &uuml;berall auf der Welt seine K&auml;ufer zu kaufen, bringt mit sich, dass auch ein Virus in kurzer Zeit die ganze Welt umrunden kann&hellip;.<br>\nDenn nachdem es zu Beginn an guten Worten und auch vern&uuml;nftigen Taten nicht mangelte, zeigte sich dann doch schnell, dass es die Weltgemeinschaft, die sich mit Hilfe ihrer Organisationen in die Lage versetzt, ein weltumfassendes Problem gemeinsam zu l&ouml;sen, nicht gibt. Und es zeigte sich, dass ein Virus die soziale Frage noch einmal auf ganz andere Weise ins Licht der &Ouml;ffentlichkeit r&uuml;ckt. Denn gestorben wird vor allem dort, wo es Armut, schlechte und beengte Wohnverh&auml;ltnisse, mangelnde Gesundheitsversorgung gibt. Das trifft auf New York genauso zu wie auf Quito, Neu-Delhi, Manila oder eine Schlachtfabrik in G&uuml;tersloh mit angrenzenden sch&auml;bigen Unterk&uuml;nften f&uuml;r Arbeiter aus Rum&auml;nien. Die Hotspots der Welt sind die Armenviertel, auch wenn das Virus keineswegs durch arme Menschen in die Welt gebracht wird. Skifahren ist deren Sache nicht&hellip;<br>\nDer Alltag, die Arbeit, das Denken, alles ist in Ver&auml;nderung begriffen und von Corona betroffen. Und es stellt sich die Frage, ob eine Gesellschaft, die auf Konkurrenz und Ausbeutung beruht, in der Lage sein kann, solidarisch auf eine solche Bedrohung zu reagieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/43016\/solidaritaet-in-zeiten-der-pandemie?cHash=3057a23520c2ddbd7650a7d642882036\">Rosa Luxemburg<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Helden: Erst beklatscht, dann beschimpft<\/strong><br>\nDie aktuellen Streiks im &ouml;ffentlichen Dienst polarisieren. Gewerkschaften und Arbeitgeber werfen einander vor, die Coronakrise f&uuml;r sich zu instrumentalisieren. Ein Kommentar<br>\nBundesweit wurde heute im &ouml;ffentlichen Nahverkehr gestreikt. Regionale Aktionen gab es in &Auml;mtern, Kitas und anderen Bereichen bereits in den letzten Tagen. Ver.di fordert 4,8 Prozent mehr Lohn f&uuml;r die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbesch&auml;ftigten von Bund und Kommunen, mindestens aber 150 Euro. Besch&auml;ftigte der kommunalen Verkehrsbetriebe fallen nicht direkt unter den gro&szlig;en Tarifvertrag des &ouml;ffentlichen Dienstes (TV&ouml;D), mit den Streiks sollen aber bundesweit g&uuml;ltige Standards in einem Rahmentarifvertrag erk&auml;mpft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Helden-Erst-beklatscht-dann-beschimpft-4915746.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Ein Fingerzeig, wer am Ende die Zeche zahlt&laquo;<\/strong><br>\nKritik an &raquo;Sozialgarantie&laquo;: F&uuml;r Kosten der Pandemiebek&auml;mpfung werden Krankenkassenreserven genutzt. Ein Gespr&auml;ch mit Andr&eacute; Sch&ouml;newolf<br>\nDer DGB Hessen-Th&uuml;ringen kritisiert die Pl&auml;ne des Bundesgesundheitsministeriums, im Rahmen der sogenannten Sozialgarantie 2021 die Reserven von Krankenkassen f&uuml;r die Pandemiekosten zu nutzen. Was ist geplant?<br>\nIm Kern geht es darum, durch Covid-19 entstandene Ausgaben zu finanzieren. Dazu z&auml;hlt etwa das Freihalten von Bettenkapazit&auml;ten in Kliniken w&auml;hrend der Pandemie oder die Finanzierung der Coronatests. Insgesamt ist eine Finanzierungsl&uuml;cke von 16 Milliarden Euro entstanden. Nun ist geplant, den Steuerzuschuss um f&uuml;nf Milliarden zu erh&ouml;hen, acht Milliarden aus den R&uuml;cklagen der gesetzlichen Krankenkassen zu nehmen sowie drei Milliarden &uuml;ber die Anhebung des Beitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte einzusammeln.<br>\nWelche Rolle spielt dabei aus Ihrer Sicht Gesundheitsminister Jens Spahn?<br>\nSpahn wollte Geld von Finanzminister Olaf Scholz. Der will aber nur f&uuml;nf Milliarden daf&uuml;r ausgeben. Die Spahnsche Denkweise ist offenbar: In einigen Krankenkassen, die gut gewirtschaftet haben, liegt viel Geld &ndash; und das k&ouml;nne genommen werden. Er hat allerdings nicht verstanden, dass das Geld nicht ihm, sondern den Beitragszahlern geh&ouml;rt, die eine gute und finanzierbare Versorgung wollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/387440.gesundheitspolitik-ein-fingerzeig-wer-am-ende-die-zeche-zahlt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schlechte Chancen: Jobcenter f&ouml;rdern Arbeitslose mit gesundheitlichen Problemen nicht ausreichend<\/strong><br>\nArbeitslose, die durch Krankheit oder einen Unfall ihrem Job nicht mehr nachgehen k&ouml;nnen, haben die M&ouml;glichkeit, sich beruflich umzuorientieren. Berufliche Rehabilitation h&auml;ngt jedoch noch immer zu stark davon ab, wer f&uuml;r die betroffenen Personen zust&auml;ndig ist &ndash; die Jobcenter oder die Arbeitsagenturen.<br>\nArbeitslose, die ihren Antrag auf berufliche Rehabilitation in einem Jobcenter stellen, haben schlechtere Chancen, spezielle Hilfen bewilligt zu bekommen. Bei gemeinsam von Kommunen und den Agenturen f&uuml;r Arbeit gef&uuml;hrten Jobcentern kommt auf 62 Arbeitslose ein Reha-Fall. In kommunalen Jobcentern kommt sogar auf 82 Arbeitslose nur ein Reha Fall.<br>\nIm Gegensatz dazu haben Arbeitslose bei der Agentur f&uuml;r Arbeit bessere Chancen auf eine Wiedereingliederung. Hier bekommt eine von 28 Personen Reha-Ma&szlig;nahmen bewilligt. Das Verh&auml;ltnis hat sich im Vergleich zum letzten Jahr wenig verbessert. Von gleichen Zugangschancen kann weiterhin nicht die Rede sein.<br>\nReha-Vermittler auch in den Jobcentern zur Pflicht machen<br>\nGrund f&uuml;r die ungleichen Chancen auf eine F&ouml;rderung ist, dass die Agenturen f&uuml;r Arbeit spezielle Reha-Vermittler haben m&uuml;ssen &ndash; f&uuml;r die Jobcenter gilt das nicht. Der DGB fordert deshalb, dass diese Regelung auf die Jobcenter ausgeweitet wird.  Au&szlig;erdem m&uuml;ssen die Jobcenter personell und finanziell besser ausgestattet werden, damit sie die Zielgruppe von Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen angemessen betreuen k&ouml;nnen.<br>\n&bdquo;Gesundheitliche Probleme verl&auml;ngern die Arbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit kann gesundheitliche Probleme verst&auml;rken. Deshalb brauchen die betroffenen Menschen schnelle und professionelle Unterst&uuml;tzung, um diese Spirale zu durchbrechen &ndash;es darf nicht sein, dass diese davon abh&auml;ngig ist, ob man zuf&auml;llig am richtigen Ort wohnt und von einer Arbeitsagentur betreut wird&ldquo;, fordert Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4734a9dc-0183-11eb-9577-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wegen Corona-Pandemie: Lohnk&uuml;rzungen in Behindertenwerkst&auml;tten<\/strong><br>\n(&hellip;) Bereits im Juli 2020 beschloss das Deutsche Rote Kreuz in seinen Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen (WfBM) den Besch&auml;ftigten weniger Lohn zu zahlen. Sie bekamen nur noch einen Grundlohn von 140 &euro;. Ab September 2020 wird dies auch in den Werkst&auml;tten der Diakonie Stetten, in Baden-W&uuml;rttemberg, der Fall sein. Begr&uuml;ndet werden die Lohnk&uuml;rzungen mit der 4-monatigen Schlie&szlig;ung der WfbMs w&auml;hrend der Hochphase der Corona-Pandemie von M&auml;rz 2020, in welcher dennoch Lohn gezahlt wurde.<br>\nWas bedeutet das f&uuml;r die Besch&auml;ftigten konkret?<br>\nDie Besch&auml;ftigte in den Werkst&auml;tten der Diakonie Stetten bekommen ab Anfang September 2020 nur noch einen Grundlohn von 141 &euro;. Diese 141 &euro; stellen den Lohn der Mitarbeitenden f&uuml;r f&uuml;nf Tage Arbeit in der Woche mit jeweils acht Stunden Arbeitszeit dar. Der Lohn der Besch&auml;ftigten einer WfbM setzt sich normalerweise aus dem Grundlohn von 89&euro;, dem Arbeitsf&ouml;rderungsgeld von 52 &euro; sowie einem leistungsabh&auml;ngigen Lohnsteigerungsbetrag zusammen. Der Grundlohn sowie das Arbeitsf&ouml;rderungsgeld werden &uuml;berwiegend von Geldern des Landes gezahlt und nicht von den Werkst&auml;tten selbst. Der Lohnsteigerungsbetrag hingegen muss von den Werkst&auml;tten erwirtschaftet werden. Er ist je nach Leistungsf&auml;higkeit individuell verschieden, kann aber zus&auml;tzlich nochmals bis zu 230&euro; betragen. Der Lohnsteigerungsbetrag soll nun entfallen. F&uuml;r manche Besch&auml;ftigte bedeutet dies mehr als 50% weniger Lohn. Diese Lohnk&uuml;rzungen gelten zun&auml;chst im Zeitraum September 2020 bis Ende August 2021&hellip;<br>\nWas zeigt uns dieses Vorgehen?<br>\n(Da&szlig;) die ca. 300.000 Menschen, die in Behindertenwerkst&auml;tten besch&auml;ftigt sind und dort mit ihrer Arbeit eine Leistung von acht Milliarden Euro erbringen, keine Lobby haben. Diese Menschen sollten nicht nur ein Taschengeld beziehen, sondern, faire L&ouml;hne erhalten. Ein Lohn, welcher eine gewisse Wertsch&auml;tzung widerspiegelt. Ein Lohn, von welchem man seine Miete bezahlen kann. Einen Lohn, von welchem man einkaufen und abends ins Kino gehen kann. Ein fairer Lohn, welcher ber&uuml;cksichtigt, dass sich die monatlich verrichtete Arbeit aus 20 Tagen Arbeit und 160 Stunden Arbeitszeit zusammensetzt. Doch wenn an denen auch noch gespart wird, dann l&auml;uft etwas falsch.  Deshalb sollte als weitergehendes Ziel, die Forderung nach fairen Tarifvertr&auml;gen stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jobinklusive.org\/2020\/09\/21\/wegen-corona-pandemie-lohnkuerzungen-in-behindertenwerkstaetten\/\">jobinklusive<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>K&uuml;ndigungswelle: SP&Ouml; will Konzerne Hilfsgelder zur&uuml;ckzahlen lassen, wenn sie ins Ausland abwandern<\/strong><br>\nTausende Jobs in &Ouml;sterreichs Industrie wackeln, w&auml;hrend Milliarden an Wirtschaftsf&ouml;rderungen flie&szlig;en. &Ouml;VP und Gr&uuml;ne haben eine Arbeitsplatzgarantie bei Staatshilfen stets abgelehnt. Angesichts der K&uuml;ndigungswellen der letzten Wochen fordert die SP&Ouml; jetzt, dass Staatshilfen zum Erhalt eines Standorts verpflichten sollen. Wandern Unternehmen trotzdem ab, sollen sie F&ouml;rderungen und Hilfsgelder zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem verlangen die Sozialdemokraten eine Sondersteuer bei Abwanderung nach deutschem Vorbild.<br>\n(&hellip;) SP&Ouml; fordert: Staatshilfe nur bei Joberhalt<br>\nDie Kritik der Betriebsr&auml;te richtet sich vor allem gegen Konzerne, die Corona als Vorwand nutzen, um ganze Standorte ins billige Ausland zu verlagern. Viele von ihnen zahlten trotz Staatshilfen auch Dividenden an die Aktion&auml;re und Boni an die Manager aus. Das Geld w&auml;re also da, es wird nur anderweitig ausgegeben, wie etwa bei Swarovski, Strabag, ATB, MAN, Mayr-Melnhof, VOESTalpine oder Casinos Austria.<br>\n&bdquo;Wann ist es endlich genug mit der Gewinnmaximierung? Konzerne haben eine soziale Verantwortung, und die fordern wir ein. Und wenn die Konzerne nicht bereit sind, das zu tun, dann muss die Bundesregierung einschreiten&ldquo;, sagt Erich Schwarz von der MAN in Steyr am Rande des Treffens.<br>\nDie SP&Ouml; fordert deswegen, dass kein Betrieb mehr Staatshilfen oder F&ouml;rderungen bekommen darf, wenn gleichzeitig Arbeitspl&auml;tze abgebaut werden. Sie hat dazu bereits mehrere Antr&auml;ge im Parlament gestellt, die jedoch von &Ouml;VP und Gr&uuml;nen stets abgelehnt wurden.<br>\n&bdquo;Es kann nicht sein, dass Konzerne, die Corona-Staatshilfen in Millionen-H&ouml;he bekommen, dann die Leute auf die Stra&szlig;e setzen&ldquo;, kritisiert SP&Ouml;-Vorsitzende Rendi-Wagner.<br>\nUnd es &bdquo;kann auch nicht sein, dass Unternehmen jahrelang F&ouml;rderungen in Millionen-Bereich erhalten, und dann, wenn das Produkt mit den F&ouml;rderungen entwickelt ist, mit diesem Know-How ins billigere Ausland wandern.&ldquo; Erich Schwarz von VW-MAN erz&auml;hlt, dass viele F&ouml;rderungen an den Standort Steyr geflossen sind, 2018 allein drei Millionen f&uuml;r die Entwicklung der E-Mobilit&auml;t. Jetzt soll der Standort geschlossen werden, das Know-How nimmt der Konzern aber mit.<br>\nDeswegen fordert die SP&Ouml; nun neben der Arbeitsplatzgarantie auch, dass Konzerne die Corona-F&ouml;rderungen und Kurzarbeitsgelder zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen, wenn sie trotzdem Standorte schlie&szlig;en und Arbeitsstellen abbauen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/rendi-wagner-corona-hilfe-betriebsraete-jobkrise\/\">kontrast at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dass man &uuml;berhaupt noch dar&uuml;ber diskutieren muss, ob Betriebe, die Staatshilfen kassieren, diese auch zum Wohl der Besch&auml;ftigten und zum Erhalt der Arbeitspl&auml;tze verwenden m&uuml;ssen, statt sie ihren Aktion&auml;ren in den A&hellip;. zu schieben, ist schon ein Skandal an sich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SARS-CoV-2-Impfstoff von AstraZeneca &ndash; mangelnde Transparenz nach Studienunterbrechungen<\/strong><br>\nAm 8. September 2020 erkl&auml;rten neun westliche Impfstoff-entwickelnde Firmen, darunter AstraZeneca, bei der Erprobung von SARS-CoV-2-Impfstoffen keinerlei Kompromisse einzugehen.1,2 Zu diesem Zeitpunkt waren die formulierten &bdquo;hohen ethischen Standards&ldquo;2 schon Makulatur. Denn zwei Tage zuvor, am 6. September 2020,3 hatte AstraZeneca die Erprobung des Vektorimpfstoffes AZD1222 wegen des Verdachts auf ein schweres unerw&uuml;nschtes Ereignis, offenbar eine transverse Myelitis, unterbrochen, ohne den Stopp oder die n&auml;heren Umst&auml;nde zu kommunizieren. AstraZeneca erkl&auml;rt sp&auml;ter lediglich, die Patientin habe sich von einer schweren Erkrankung des R&uuml;ckenmarks erholt und sei nicht mehr hospitalisiert.4 Auf konkrete Nachfrage teilt uns die Firma &ndash; wie zuvor in einer Pressemitteilung5 &ndash; mit, &bdquo;keine weiteren medizinischen Informationen offenlegen&ldquo; zu k&ouml;nnen.3 Bereits im Juli gab es eine nicht &ouml;ffentlich kommunizierte Studienunterbrechung, nachdem ein Teilnehmer Symptome einer transversen Myelitis entwickelt hat, die jedoch keine Behandlung erforderte. Sp&auml;ter wurde eine nicht mit dem Impfstoff assoziierte Multiple Sklerose diagnostiziert.4,6,7 Dies wurde erst im September durch einen Bericht &uuml;ber eine Telefonkonferenz von AstraZeneca und Investoren bekannt.7 Nach wie vor mangelt es an Informationen, die die rasche Wiederaufnahme der multinationalen Studie in Gro&szlig;britannien bereits nach sechs Tagen nachvollziehbar machen. (&hellip;)<br>\nDie Strategie &ndash; erproben und gleichzeitig produzieren &ndash; folgt der &ouml;ffentlichen Erwartung, so schnell wie m&ouml;glich gegen SARS-CoV-2 impfen zu k&ouml;nnen. Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die neuen Vakzinen, mit denen in K&uuml;rze Millionen Menschen immunisiert werden sollen, kann aber nur auf der Basis offener Kommunikation und seri&ouml;ser Erprobung entstehen, die Erkenntnisse zum Ausma&szlig; des Nutzens liefert sowie die zu erwartenden unerw&uuml;nschten Wirkungen einordnet. &Uuml;berhastete Erprobung und Zulassungen sowie Verweis auf nicht offenlegbare Informationen sind kontraproduktiv, &ndash;Red.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arznei-telegramm.de\/html\/2020_09\/2009071_02.html\">arznei-telegramm<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klimabewegung: Stillstand!<\/strong><br>\nWas sind die Geiseln der Menschheit im beginnenden 21. Jahrhundert? Da ist der in einer nie zuvor existierenden Weise ausgetragene Kampf von Reich gegen Arm.<br>\nDie Besitzverh&auml;ltnisse und die ihnen innewohnenden Triebkr&auml;fte, die Maximierung von Gewinn durch Marktwachstum, haben nicht nur zunehmend Milliarden von Menschen in die Verelendung getrieben, sondern auch durch die Absurdit&auml;t von Lieferketten auf der anderen Seite eine Ressourcenverschwendung sondergleichen hervorgebracht.<br>\nDa ist die Zuspitzung des Konkurrenzkampfes durch Kriege um Einflussgebiete und Rohstoffe, die zunehmend das Zeug haben, aus lokalen globale kriegerische Auseinandersetzungen zu provozieren.<br>\nDa ist der in diesem Zusammenhang zu erw&auml;hnende Versuch, die weitgehend im 20. Jahrhundert dekolonisierte Welt von neuem zu kolonisieren. Und da ist der mit den genannten Faktoren direkt zusammenh&auml;ngende Trend, die globalen klimatischen Verh&auml;ltnisse in eine Richtung zu entwickeln, dass die humane Besiedlung des Planeten auf Sicht einem Ende zutreibt.<br>\nUntrennbare Zusammenh&auml;nge<br>\nK&ouml;nnen die genannten Erscheinungen voneinander getrennt werden? Nein. Denn alles h&auml;ngt mit allem zusammen. Man kann nicht gegen den Klimawandel sein, ohne sich mit den Produktionsverh&auml;ltnissen und ihrer Logik, ohne die Verschwendung hier und die mangelnde M&ouml;glichkeit zu &ouml;kologischem Verhalten dort zu betrachten. Genauso wenig kann die rabiate Bergung von Ressourcen davon getrennt werden, ohne die verheerende Wirkung von Kriegen damit zu verkn&uuml;pfen.<br>\nDer Konnex von Produktion, Rohstoff, Ausbeutung, Zerst&ouml;rung und Vernichtung ist offensichtlich. Wer die Welt ver&auml;ndern will, kann davor die Augen nicht verschlie&szlig;en.<br>\nUmso entt&auml;uschender ist die Erkenntnis, dass die Bewegung gegen den Klimawandel in den Metropolen der sogenannten Ersten Welt genau damit begann und in dieser Position verharrt. Seit den ersten Demonstrationen im letzten Jahr hat sich anscheinend in der Analyse der Verh&auml;ltnisse aus dieser Bewegung heraus nichts getan&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Vorwurf an die Gesellschaft, seit dem letzten Sommer h&auml;tte sich leider nichts getan, trifft auf die eigene Bewegung ebenso zu. Eine Weiterentwicklung der Analyse hat nicht stattgefunden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/09\/29\/klimabewegung-stillstand\/\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Estonia-Ungl&uuml;ck: War es ein (schwedisches) U-Boot?<\/strong><br>\nAufnahmen von der gesunkenen F&auml;hre &ldquo;Estonia&rdquo; schlagen seit Montag Wellen in Schweden und Estland<br>\nMittels eines Tauchroboters im Auftrag des Dokumentarfilmunternehmens &ldquo;Discovery&rdquo; wurde ein Loch in der Schiffswand entdeckt, das nach Ansicht eines norwegischen Marine-Experten vom Rammsto&szlig; eines U-Bootes stammen m&uuml;sste. Bislang galt die instabile Bugklappe als offizielle Unfallursache des am 28. September 1994 gesunkenen Schiffs.<br>\nDer estnische Regierungschef J&uuml;ri Rattas fand sich darum bei Schwedens Premierminister Stefan L&ouml;fven am Dienstag zu einem &ldquo;Blitzbesuch&rdquo; ein, wie es die schwedischen Medien formulierten. Rattas forderte bereits am Montag eine weitere Unterwasser-Untersuchung des Wracks auf 85 Metern Tiefe, um den Hergang des Ungl&uuml;cks festzustellen.<br>\nEs war die gr&ouml;&szlig;te Katastrophe der zivilen Schifffahrt in Europa nach 1945. Die F&auml;hre unter estnischer Flagge von Tallin nach Stockholm sank in einer st&uuml;rmischen Nacht innerhalb von einer halben Stunde. Dabei starben 852 Personen, da viele es gar nicht schafften, das Schiff zu verlassen, andere ertranken in dem 13 Grad kalten Wasser, nur 137 Personen &uuml;berlebten.<br>\nDer 1997 publizierte Untersuchungsbericht von Schweden, Estland und Finnland erkl&auml;rte die zu schwach befestigte Bugklappe zur Hauptursache der Katastrophe. Sie soll weggebrochen sein, wodurch Wasser ins Schiff kam und schlie&szlig;lich auch die hochgeklappte Fahrzeugrampe abgerissen wurde. Auch in einer ersten Erkl&auml;rung der drei Regierungschefs vom Montag wurde betont, dass man sich weiterhin auf das Ergebnis verlasse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Estonia-Unglueck-War-es-ein-schwedisches-U-Boot-4915785.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Berg-Karabach<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Durch Eskalation aus der diplomatischen Sackgasse?<\/strong><br>\n(&hellip;) Segen aus Moskau und Ankara?<br>\nZugleich jedoch wird der Konflikt nicht alleine zwischen den beiden L&auml;ndern ausgetragen: Armenien hat den russischen Segen und Aserbaidschan steht der T&uuml;rkei nicht nur auf sprachlicher und religi&ouml;ser Ebene nahe. Nach dem Ende der Sowjetunion war die T&uuml;rkei eines der ersten L&auml;nder, das Aserbaidschan anerkannte. Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an folgte denn auch bereitwillig der aserbaidschanischen Argumentation und verurteilte Armenien aufs Sch&auml;rfste&hellip; &bdquo;Russland hielt sich dagegen vergleichsweise zur&uuml;ck. Der Kreml brachte lediglich seine ernsten Bedenken zum Ausdruck, und Au&szlig;enminister Sergej Lawrow versuchte, telefonisch zwischen beiden Seiten zu vermitteln.<br>\nTrotz der &ouml;ffentlichen Zur&uuml;ckhaltung Moskaus stellt sich eine bange Frage: Bahnt sich hier ein neuer Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der T&uuml;rkei an? In Syrien und Libyen vertreten beide L&auml;nder bereits gegens&auml;tzliche Interessen. Zwar erscheint es unwahrscheinlich, dass Russland an seiner &ouml;stlichen Flanke einen Krieg ausbrechen l&auml;sst, doch wird der Kreml der T&uuml;rkei auch keinen Machtgewinn zugestehen wollen. Noch h&auml;lt sich Erdo&#287;an vergleichsweise bedeckt, um Russland nicht herauszufordern, selbst wenn die T&uuml;rkei anscheinend Drohnen an Aserbaidschan geliefert hat. Stefan Meister von der B&ouml;ll-Stiftung erwartet daher, dass sich Moskau und Ankara abstimmen und ihre gegenseitigen Interessen ausloten werden. Mehr Engagement w&uuml;nscht er sich von der EU und der internationalen Gemeinschaft. Sie w&uuml;rden die Lage untersch&auml;tzen und Moskau damit die M&ouml;glichkeit geben, den Konflikt zu instrumentalisieren.<br>\nEine diplomatische L&ouml;sung r&uuml;ckt dadurch in weite Ferne. Damit aber bleibt die Bedrohung im Raum: Der schwelende Konflikt k&ouml;nnte sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu einem offenen Krieg auswachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/september\/berg-karabach-durch-eskalation-aus-der-diplomatischen-sackgasse\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><strong>Notizen zu Bergkarabach<\/strong><br>\nIn die weit verzweigten Hintergr&uuml;nde des Konflikts um das Gebiet Arzach (Bergkarabach) kann sich jeder einlesen, der das m&ouml;chte.<br>\nDie Kurzfassung lautet so:<br>\nArmenien und Arzach (Bergkarabach) markieren die multiple Nahtstelle zwischen Europa und Asien, Christentum und Islam, Demokratie und Diktatur.<br>\nDas seit Urzeiten von Armeniern bewohnte Gebiet geriet in den Sog der seit 1920 betriebenen Sowjetisierung des S&uuml;dkaukasus durch die Rote Armee. (Nicht die Fraktion, die andere.)<br>\nAm 4. Juli 1921 verf&uuml;gte das zust&auml;ndige Kaukasische B&uuml;ro des ZK die Zusammenf&uuml;hrung des zu 94% von Armeniern bewohnten Gebietes Arzach mit der neu gegr&uuml;ndeten armenischen SSR. Was sowjetische Funktion&auml;re &amp; kleinliche Kaukasusexperten seinerzeit vorfanden, nennt man heute ein zusammenh&auml;ngendes (armenisches) Siedlungsgebiet. [&hellip;]<br>\nDerweil betreibt Deutschland hinter den Kulissen weiter seine obskure Obstruktionspolitik. Zur weltweiten &bdquo;&Uuml;berraschung&ldquo; wurde Zypern gerade von Merkel mitgeteilt, Deutschland werde Sanktionen gegen die T&uuml;rkei NIEMALS zustimmen, da diese ja &bdquo;v&ouml;llig wirkungslos&ldquo; und blo&szlig;e &bdquo;Symbolpolitik&ldquo; seien. Sp&auml;testens jetzt m&ouml;chte man fragen, warum die EU dann so versessen darauf ist, &bdquo;v&ouml;llig wirkungslose Symbole&ldquo; gegen Russ- und Wei&szlig;russland zu verh&auml;ngen. Und w&auml;hrend die deutsche Presse ihre Leser verst&auml;ndnislos fragt, warum bl&ouml;de zypriotische Querulanten so stur Wei&szlig;russland-Sanktionen blockieren, frage ich: WARUM ZUM TEUFEL BLOCKIERT DEUTSCHLAND DENN ANDAUERND SANKTIONEN GEGEN DIE T&Uuml;RKEI?<br>\nIn seinem Job als Ratspr&auml;sidentIN hat Deutschland damit schon versagt. M&ouml;ge niemand mehr vom lieblichen europapolitischen Sinneswandel der Bundeskanzlerin (kurz vor Antritt ihres Ratsamtes) sprechen. Denn mit ihrem Appeasement gegen&uuml;ber der T&uuml;rkei bringt sie nicht die Union und erst recht nicht deren au&szlig;enpolitische Handlungsf&auml;higkeit voran, sondern instrumentalisiert die EU &ndash; wie immer &ndash; f&uuml;r ihre egoistischen, schmierigen und v&ouml;llig uneurop&auml;ischen Wirtschaftsinteressen. Eine &uuml;berzeugte EU-Hoodietr&auml;gerin ist A. Merkel auf ihre alten Tage eben nicht mehr geworden. Sie ist und bleibt die politische Fadenalge im europ&auml;ischen Teich und der deutsche Fels in seiner wirtschaftlichen Brandung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/martinsonneborn.de\/notizen-zu-bergkarabach\/\">martinsonneborn.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Mit allen M&ouml;glichkeiten an der Seite der aserbaidschanischen Geschwister&rdquo;<\/strong><br>\nSeit gestern ist der Krieg zwischen Armenien, Arzach (Bergkarabach) und Aserbaidschan wieder hei&szlig;: Der Regierung von Arzach zufolge kamen mindestens 16 Soldaten ums Leben, als Aserbaidschan das Gebiet bombardierte. Die Zahl der Verletzten soll dreistellig sein. Die armenische Regierung berichtet dar&uuml;ber hinaus von toten Zivilisten. Aserbaidschan spricht von einer &ldquo;Gegenoffensive&rdquo;, die &ldquo;armenische Milit&auml;raktivit&auml;ten&rdquo; stoppen soll.<br>\nKriegsrecht verh&auml;ngt<br>\nNach dem Wiederaufflammen der K&auml;mpfe ordnete der armenische Ministerpr&auml;sident Nikol Paschinjan die Generalmobilmachung an und verh&auml;ngte das Kriegsrecht. Im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen des Landes begr&uuml;ndete er diese Ma&szlig;nahmen damit, dass man &ldquo;vor einem umfassenden Krieg im S&uuml;dkaukasus&rdquo; stehe, weil &ldquo;das autorit&auml;re Regime in Aserbaidschan dem armenischen Volk erneut den Krieg erkl&auml;rt&rdquo; habe. Aserbaidschan erkl&auml;rte kurz darauf ebenfalls das Kriegsrecht und verh&auml;ngte n&auml;chtliche Ausgangssperren in gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten und in Gebieten, die an Armenien und an die Arzach-Demarkationslinie grenzen.<br>\nWladimir Putin, der Pr&auml;sident von Armeniens faktischer Schutzmacht Russland, telefonierte nach dem erneuten Ausbruch des Krieges mit Paschinjan und meinte danach, das &ldquo;Wesentliche&rdquo; sei jetzt, &ldquo;dass die Kampfhandlungen beendet werden&rdquo;. Anders &auml;u&szlig;erte sich Recep Tayyip Erdo&#287;an, der Staatspr&auml;sident der Schutzmacht Aserbaidschans: Er twitterte nach einem Telefonat mit dem aserbaidschanischen Staatspr&auml;sidenten Ilham Aliyev, Armenien sei eine Bedrohung f&uuml;r die ganz Region und &ldquo;die t&uuml;rkische Nation&rdquo; stehe &ldquo;mit all ihren M&ouml;glichkeiten an der Seite ihrer aserbaidschanischen Geschwister&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mit-allen-Moeglichkeiten-an-der-Seite-der-aserbaidschanischen-Geschwister-4913905.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Sanktionen vonseiten der USA<\/strong><br>\nDie am heutigen Donnerstag (24. Sept., MW) in Kraft tretenden neuen Regeln sind Teil der von den Vereinigten Staaten durchgef&uuml;hrten Kampagne des maximalem Drucks, in der w&ouml;chentlich neue Wirtschaftssanktionen gegen Kuba verh&auml;ngt werden<br>\n(&hellip;) In der Rede &bdquo;zu Ehren der Schweinebucht-Veteranen&ldquo; k&uuml;ndigte Trump weitere Sanktionen gegen die Bev&ouml;lkerung der Insel an, was Pr&auml;sident Miguel D&iacute;az-Canel Berm&uacute;dez sofort ablehnte, und zwar mit derselben expliziten und frontalen Schlagkraft, die er bei der UNO zeigte: &bdquo;Das Imperium k&uuml;ndigt neue Ma&szlig;nahmen an, die die Rechte der Kubaner und auch der US-Amerikaner verletzen. Seine grausame und kriminelle Politik wird von unserem Volk besiegt werden, das niemals auf seine Souver&auml;nit&auml;t verzichten wird&ldquo;, prangerte er diesen Mittwoch auf Twitter an.<br>\nDas Finanzministerium &auml;nderte die Bestimmungen der Blockade gegen Kuba, um den US-Amerikanern die Einfuhr von Rum und Tabak sowie die Unterbringung in Hotels oder &bdquo;von der kubanischen Regierung, Regierungsbeamten oder der Kommunistischen Partei und ihren nahen Verwandten kontrollierten Grundst&uuml;cken&ldquo; zu verbieten.<br>\nDie mehr als 430 Einrichtungen werden auf einer vom Au&szlig;enministerium erstellten Liste erscheinen und Reise- und Tourismusunternehmen werden nicht in der Lage sein, dort Reservierungen vorzunehmen. Das Finanzministerium schaffte auch die Genehmigungspolitik f&uuml;r die Teilnahme an oder die Organisation von Konferenzen, Seminaren, Ausstellungen und Sportveranstaltungen ab.<br>\nDie am heutigen Donnerstag in Kraft tretenden neuen Regeln sind Teil der von den Vereinigten Staaten durchgef&uuml;hrten Kampagne des maximalem Drucks, in der w&ouml;chentlich neue Wirtschaftssanktionen gegen Kuba verh&auml;ngt werden.<br>\nDie Stars der anti-kubanischen Politik und die anwesenden S&ouml;ldner applaudierten mit Begeisterung demjenigen, der Tage zuvor in einem Tweet angab: &bdquo;Erinnert Euch! Die Kubaner von Miami verliehen mir den sehr ehrenwerten Schweinebucht Preis&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.granma.cu\/mundo\/2020-09-24\/neue-sanktionen-vonseiten-der-usa\">Granma<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Jemen: &uuml;ber 900 Luftangriffe und Bombenangriffe auf Farmen in drei Jahren<\/strong><br>\nDie von den USA unterst&uuml;tzte von den Saudis gef&uuml;hrte Koalition bombardiert regelm&auml;&szlig;ig zivile Ziele.<br>\nFarmen im Jemen wurden in weniger als drei Jahren mindestens 918 Mal von Luftangriffen und Artilleriebeschuss getroffen. Seit Januar 2018 hat das Civilian Impact Monitoring Project 348 Luftangriffe auf Bauernh&ouml;fe im Jemen und 570 F&auml;lle von Bombardierungen von Farmen im Jemen registriert.<br>\nDer Bericht wurde am Donnerstag vom Norwegischen Fl&uuml;chtlingsrat (NRC) ver&ouml;ffentlicht. Die Organisation befragte jemenitische Zivilisten vor Ort, die diese Angriffe &uuml;berlebt haben. Mehrere Bauern berichteten dem NRC, dass sie von ihrem Land geflohen seien, weil Luftangriffe ihre Bauernh&ouml;fe zerst&ouml;rt oder Bodenk&auml;mpfe das Gebiet erreicht hatten.<br>\n&ldquo;Die Gewalt, die mehr als 900 Farmen verschlungen hat, ist Teil einer strategischen Vorgangsweise, in deren Rahmen der sinnlose Krieg die F&auml;higkeit des Jemen, sich zu ern&auml;hren, ersch&uuml;ttert. Fischerboote wurden versenkt, M&auml;rkte dezimiert und Getreidem&uuml;hlen zerst&ouml;rt. Dies schneidet die Lebensadern von Millionen Menschen ab&rdquo;, sagte Jan Egeland, der Generalsekret&auml;r des NRC.<br>\nDer Bericht weist keine Schuld f&uuml;r die Angriffe zu. W&auml;hrend die Houthis f&uuml;r einen Teil des Beschusses verantwortlich sein k&ouml;nnten, verf&uuml;gt nur eine Seite &uuml;ber echte Luftstreitkr&auml;fte und hat in der Vergangenheit zivile Infrastruktur ins Visier genommen: die von den Vereinigten Staaten von Amerika unterst&uuml;tzte, von den Saudis gef&uuml;hrte Koalition&hellip;<br>\nDiese Belagerungstaktiken haben zu einer schweren Nahrungsmittelknappheit gef&uuml;hrt, so dass mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung auf Hilfe angewiesen ist. Die gezielte Ausrichtung auf die Abwasser- und Wasserinfrastruktur hat auch den gr&ouml;&szlig;ten Choleraausbruch in der modernen Geschichte verursacht. Das Land hat auch M&uuml;he, das Coronavirus einzud&auml;mmen, da die Bev&ouml;lkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Grundversorgung hat&hellip;.<br>\nDie UNO sagt, dass eine Hungersnot eintreten wird, wenn sie nicht gen&uuml;gend Mittel aufbringen kann. Zwar hat die UNO offiziell keine Hungersnot im Jemen ausgerufen, doch bezeichnet sie die Situation als die schlimmste humanit&auml;re Krise der Welt, und die Menschen im Land verhungern seit Jahren. Im Jahr 2018 ver&ouml;ffentlichte Save the Children einen Bericht, dem zufolge im Jemen zwischen April 2015 und Oktober 2018 bis zu 85.000 Kinder unter f&uuml;nf Jahren an Hunger gestorben sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2020_09_25_jemen.htm\">anti-krieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Grundgesetz als Trittbrett<\/strong><br>\nRechts-Extreme wollen Grundrechte-Bewegung kapern<br>\nSie versuchen es: Von der AfD bis zu mehr oder minder ganz offenen Nazis wollen Rechte gern Anschluss an die neue Bewegung gegen das Corona-Regime und f&uuml;r das Grundgesetz bekommen. Das, was sich heute in Deutschland noch links nennt oder nennen l&auml;sst, verbreitet dieser Versuche wegen, die Grundrechte-Bewegung sei &bdquo;rechtsoffen&ldquo;. Auch deshalb macht es Sinn, den Begriff &bdquo;rechts&ldquo; neu zu untersuchen. Am besten auf der Basis des Grundgesetzes, denn das war in Wortlaut und Absicht seiner bundesrepublikanischen M&uuml;tter und V&auml;ter eine Absage an das Nazi-Regime, von dem die Deutschen kurz vor der Formulierung des Gesetzes durch die vier Alliierten befreit worden waren.<br>\nGrundgesetz als Allerweltsartikel<br>\nZwischenzeitlich ist das Grundgesetz ein Allerweltsartikel, auf das sich auch Parteien berufen, die sich gegen das Grundgesetz verhalten. &bdquo;Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus&ldquo;, w&uuml;nscht die g&uuml;ltige Verfassung. Doch l&auml;ngst ist die &bdquo;Staatsgewalt&ldquo; eine Sache der diversen Koalitionen in den parlamentarischen Hinterzimmern. Das &bdquo;Volk&ldquo; ist in diesen Zimmern nicht erw&uuml;nscht. Auch der fromme Wunsch des Gesetzes in seiner Pr&auml;ambel, das deutsche Volk solle dem Frieden dienen, ist im NATO-Bombenhagel, ob in Jugoslawien oder Afghanistan, mithilfe deutscher Truppen und Parlamentarier zertr&uuml;mmert worden. Die Absage an die Nazis und ihren Krieg findet sich auch in einer zaghaft antikapitalistischen Haltung. Zur Zeit der Gr&uuml;ndungs-Eltern wusste man noch, dass die Nazis mit dem Geld und der Zuneigung des Kapitals an die Macht gekommen waren. So erkl&auml;rt sich der Artikel 15, der eine &bdquo;Vergesellschaftung&ldquo; von Produktionsmitteln und Grund und Boden, sprich Enteignung, &bdquo;&Uuml;berf&uuml;hrung in Gemeineigentum&ldquo; m&ouml;glich macht. Das alles ist links.<br>\nUnter der Flagge der Volksgesundheit<br>\nDie Militarisierung Deutschlands, seine Auslandseins&auml;tze, seine asozialen, pro-kapitalistischen HARTZ-IV-Regeln und seine &uuml;bergro&szlig;en Dauerkoalitionen sind also, gemessen am Grundgesetz, eindeutig rechts. Dass in diese grundgesetzwidrigen Gesch&auml;fte auch Parteien, die als links gelten, wie die SPD und die GR&Uuml;NEN verwickelt waren, macht den Durchblick nicht einfacher. Wenn in diesen Tagen die Linkspartei mit ihrer Verweigerung, die Grundrechte zu verteidigen, faktisch zu dieser rechten Front st&ouml;&szlig;t, wird das alte Rechts-Links-Schema immer untauglicher in der politischen Praxis. Auch wenn die LINKE diesen Schwenk von LINKS nach Rechts unter der Flagge der Volksgesundheit vollzieht: Es &auml;ndert nichts an der verheerenden Verwirrung infolge einer T&auml;uschung, an der die LINKE selbst beteiligt ist. Sie ist auf einem Weg zu einer Koalition mit SPD und GR&Uuml;NEN, Parteien die, gemessen am Grundgesetz, eher rechts sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/das-grundgesetz-als-trittbrett\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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