{"id":65347,"date":"2020-10-01T08:18:56","date_gmt":"2020-10-01T06:18:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347"},"modified":"2020-10-01T08:18:56","modified_gmt":"2020-10-01T06:18:56","slug":"hinweise-des-tages-3709","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h01\">Falschangaben auf Corona-G&auml;stelisten: Lokale wollen nicht selbst kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h02\">Deutschlands neue Corona-Regeln verwandeln Mitb&uuml;rger in Kontrolleure des Alltags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h03\">Pkw-Maut: Wie Scheuer sich an &Ouml;sterreich r&auml;chen wollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h04\">Geheimes Papier &ouml;ffentlich geworden: Streit um Stuttgart 21: Eisenmann sollte &ldquo;eingefangen&rdquo; werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h05\">Schlag in den Magen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h06\">Die Entprivatisierung der Krankenh&auml;user geh&ouml;rt auf die Tagesordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h07\">Kapitalisierung des Pflegesektors: Kurze Lebenserwartung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h08\">Lufthansa beendet Ausbildung: Bremer Pilotensch&uuml;ler sollen sich neuen Job suchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h09\">Arbeitslosenversicherung f&uuml;r neue Herausforderungen wappnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h10\">Armut im Alter: Armutsgefahr steigt besonders bei Generation 65 plus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h11\">Umwandlungsverbot f&uuml;r Mietwohnungen ist gestrichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h12\">Das lief doch wie geschmiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h13\">EU-Rechtsstaatsbericht: &bdquo;Ernste Besorgnis&ldquo; &uuml;ber Lage in Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h14\">Syrien: Kriegspropaganda im 21. Jahrhundert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h15\">Deutschland im Indo-Pazifik (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h16\">Eine neue Lizenz zum Hacken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h17\">Deutsche Corona-Warn-App wird mit neuen Funktionen ausgebaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65347#h18\">Das &ldquo;Wunder&rdquo; von Berlin: Alexei Nawalny, seine Genesung und das gro&szlig;e Kino<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Falschangaben auf Corona-G&auml;stelisten: Lokale wollen nicht selbst kontrollieren<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder hatten die die Gastronomiebetreiber in ihrem Beschluss aufgefordert, &ldquo;durch Plausibilit&auml;tskontrollen dazu beizutragen, dass angeordnete G&auml;stelisten richtig und vollst&auml;ndig gef&uuml;hrt werden&rdquo;. Merkel sagte dazu, dass sich Gastronomen &ldquo;im Zweifelsfall&rdquo; den Ausweis oder F&uuml;hrerschein von Besuchern zeigen lassen sollten.<br>\nDer Deutsche Hotel- und Gastst&auml;ttenverband (Dehoga) kritisiert diese Aufforderung an die Wirte. &ldquo;Es ist ein Streit unter Rechtsexperten, ob Gastwirte das Recht haben, sich den Personalausweis vorzeigen zu lassen&rdquo;, entgegnete Dehoga-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Ingrid Hartges im SWR. &ldquo;Ich bef&uuml;rchte, dass sie keinen Anspruch darauf haben.&rdquo; Kontaktangaben der G&auml;ste seien wichtig, um Corona-Infektionsketten nachverfolgen zu k&ouml;nnen, sagte Hartges. Doch &ldquo;nat&uuml;rlich ist das Thema nicht konfliktfrei&rdquo; &ndash; und Gastwirte h&auml;tten hier keine hoheitliche Aufgabe. Es sei Aufgabe der lokalen Beh&ouml;rden, die Umsetzung zu kontrollieren. Dar&uuml;ber m&uuml;ssten sich die Landesregierungen jetzt Gedanken machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kontrollen-restaurants-corona-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Bundesregierung treibt hier ein &auml;hnliches Spiel wie vor ein paar Wochen, als man ein erh&ouml;htes Bef&ouml;rderungsentgelt in Z&uuml;gen der Deutschen Bahn als Strafe f&uuml;r Maskenverweigerer vorschlug. Damals sollten die Zugbegleiter die Gelder f&uuml;r den Staat eintreiben, was die Gewerkschaft EVG entschieden ablehnte. Nun sollen also die Gastwirte die hoheitliche Aufgabe der Identit&auml;tsfeststellung &uuml;bernehmen, obwohl doch die Kanzlerin nach der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz in dieser Woche ausdr&uuml;cklich betont hatte, an der Strafprozessordnung nichts &auml;ndern zu wollen, um den vielfach kritisierten Zugriff auf die Personendaten durch Ermittlungsbeh&ouml;rden zu unterbinden. Laut dieser Strafprozessordnung obliegt es wiederum nur den Amtstr&auml;gern, bei Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten die Personalien festzustellen. Es ist schwer vorstellbar, dass die Polizei nun wegen jedem Fred Feuerstein extra ausr&uuml;cken wird. Es ist auch nicht ganz klar, wie eine Bundesregierung die zunehmende Mehrarbeit bei den Beh&ouml;rden rechtfertigen will, wenn sich der Bund als Arbeitgeber in der aktuellen Tarifauseinandersetzung weigert, den Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst &uuml;berhaupt mal ein Angebot vorzulegen. An der Haltung und den Aussagen der Kanzlerin gebe es also viel zu kritisieren, sie wird aber geschont und von allen Medien daf&uuml;r beklatscht, eine simple Rechenaufgabe diesmal unfallfrei vorgetragen oder in der gestrigen Generaldebatte zum Haushalt Gef&uuml;hl gezeigt zu haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschlands neue Corona-Regeln verwandeln Mitb&uuml;rger in Kontrolleure des Alltags<\/strong><br>\nIn der Pressekonferenz pr&auml;zisierte die Kanzlerin, &laquo;die Betreiber der Einrichtung&raquo; w&uuml;rden bei Verst&ouml;ssen belangt, weshalb sie sich im Zweifel den Personalausweis zeigen lassen sollten &laquo;oder den F&uuml;hrerschein oder was auch immer&raquo;. Selbst Friseure sollen so verfahren.<br>\nSp&auml;testens an diesem Punkt erhebt der Legalismus seine Fratze. Aus dem Willen, die Z&uuml;gel anzuziehen (S&ouml;der), kann, um im Bild zu bleiben, der Gaul namens Freiheit totgeritten werden. Welcher Wirt wird sich inmitten einer Rezession von seinen G&auml;sten einen Ausweis zeigen lassen, bevor er die Bestellung aufnimmt, weil ihn der Eintrag auf der Liste aus orthographischen oder sonstigen Gr&uuml;nden nicht &uuml;berzeugt? Welcher Friseur wird eine Kundin, die er nicht kennt, peinlich befragen, ob sie wirklich und wahrhaftig so und genau so heisse? Eine solche Erwartungshaltung ist eine lebensfremde Zumutung. Merkels gestriger Satz &ndash; &laquo;wir wissen, dass wir im &ouml;ffentlichen Raum besser kontrollieren k&ouml;nnen&raquo; &ndash; zeigt hier seine Nachtseite. Er stellt das private Leben unter Genehmigungsvorbehalt. Jede pers&ouml;nliche Beziehung &auml;ndert sich, wird sie prim&auml;r als eine rechtliche betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/deutsche-corona-regeln-aus-mitbuergern-werden-kontrolleure-ld.1579242\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein treffender Kommentar, der die Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt, dass wir uns auf dem besten Weg in ein autorit&auml;res Corona-Regime befinden. Ein absolut erschreckender Aspekt ist, dass es dagegen im Parlament nicht den geringsten Widerstand gibt und sich alle Parteien, mit Ausnahme der FDP und der AfD, sogar versuchen, darin zu &uuml;bertreffen, wer sich die sch&auml;rfsten Zwangsma&szlig;nahmen ausdenkt, wie etwa der SPD-Vorschlag auf belebten Pl&auml;tzen generell einen Maskenzwang einzuf&uuml;hren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pkw-Maut: Wie Scheuer sich an &Ouml;sterreich r&auml;chen wollte<\/strong><br>\nDas Nachbarland hatte dem deutschen Verkehrsminister mit der Klage gegen die Maut ein wichtiges Prestigeprojekt verhagelt. Von der geplanten Retourkutsche blieben am Ende nur Kosten &uuml;brig. [&hellip;]<br>\nInterne Papiere zeigen, wie das Verkehrsministerium vorgehen wollte. Sechs Tage nach dem Debakel sandte das zust&auml;ndige Referat eine brisante Vorlage an den &ldquo;Herrn Minister&rdquo;. Es ging um einen dreiseitigen Schlachtplan samt &ldquo;Entscheidungsvorschlag&rdquo;. Das Papier zieht Parallelen zum &ldquo;Ablauf im Vertragsverletzungsverfahren AUT gg. DEU zur Infrastrukturabgabe Pkw&rdquo;. Und es zeigt, dass das Ministerium entschlossen war, &Ouml;sterreich schnell zu verklagen. &ldquo;Kurzfristig&rdquo; habe man eine Rechtsanwaltskanzlei mit der &ldquo;Erstellung eines Argumentationspapiers&rdquo; als &ldquo;Grundlage f&uuml;r den verfahrenseinleitenden Schriftsatz&rdquo; beauftragt, hei&szlig;t es dort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/scheuer-oesterreich-pkw-maut-1.5048979\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: &Uuml;berhastete K&uuml;ndigung des Mautvertrags Eigene Rechtsberater zweifelten an Scheuers Strategie<\/strong><br>\nNachdem der EuGH die Maut gestoppt hatte, k&uuml;ndigte der Verkehrsminister rasch den Betreibern &ndash; und richtete damit wom&ouml;glich noch mehr Schaden an. Nach SPIEGEL-Informationen hatten ihn Anw&auml;lte und Beamte gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andreas-scheuer-eigene-rechtsberater-zweifelten-an-strategie-des-verkehrsministers-a-653b2beb-b466-4ea5-8de2-9865cf62e384%20\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut: Unionsfraktion k&ouml;nnte Scheuers Zeugenaussage verz&ouml;gern<\/strong><br>\nVerkehrsminister Scheuer soll am Donnerstag zur Pkw-Maut aussagen. Doch seine Fraktion will nach SPIEGEL-Informationen einen weiteren Zeugen laden &ndash; und verschiebt damit den Auftritt wom&ouml;glich auf die n&auml;chste Sitzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/unionsfraktion-koennte-andreas-scheuers-zeugenaussage-verzoegern-a-f594f5d5-e7aa-4f73-989e-65febb0a28bb\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Geheimes Papier &ouml;ffentlich geworden: Streit um Stuttgart 21: Eisenmann sollte &ldquo;eingefangen&rdquo; werden<\/strong><br>\nDie aktuelle Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollte im Jahr 2010 den Stuttgart-21-Konflikt befrieden. Bei ihrer Partei kam das wohl nicht besonders gut an. Sie sollte &ldquo;eingefangen werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/stuttgart-21-cdu-plaene-gegen-eisenmann-100.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schlag in den Magen<\/strong><br>\nDer ehemalige Richter Dieter Reicherter erlebte den Polizeieinsatz gegen S-21-Gegner am 30. September 2010 hautnah mit. Zehn Jahre sp&auml;ter rekapituliert er die juristische Aufarbeitung des Einsatzes &shy;&ndash; und kritisiert, dass objektive Ermittlungen ausblieben und viele Straftaten ungeahndet sind.<br>\nDank an Bundsinnenminister Horst Seehofer. Er hat mir ungewollt mit seiner &Auml;u&szlig;erung zu rechtsextremen WhatsApp-Gruppen bei der Polizei in einem &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;-Interview die passende &Uuml;berschrift zur juristischen Aufarbeitung des Polizeieinsatzes am Schwarzen Donnerstag im Stuttgarter Schlossgarten geliefert. Beim Schreiben kommen die Erinnerungen, wie ein braver Staatsb&uuml;rger und soeben pensionierter Richter, der am 30. September 2010 zuf&auml;llig in Stuttgart war und sich f&uuml;r den Ablauf eines Polizeieinsatzes interessierte, pl&ouml;tzlich abseits des Geschehens zum Opfer eines Wasserwerferangriffes wurde. Und dies ohne jegliche Vorank&uuml;ndigung und ohne jegliche polizeitaktische Notwendigkeit. Das Gef&uuml;hl der Ohnmacht angesichts des brutalen rechtswidrigen Vorgehens des Staates gegen seine eigenen B&uuml;rger hat mich in den zehn Jahren, in denen ich mich um eine Aufkl&auml;rung des Geschehens bem&uuml;he und f&uuml;r Demokratie und Gerechtigkeit arbeite, nie mehr losgelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/496\/schlag-in-den-magen-7020.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Entprivatisierung der Krankenh&auml;user geh&ouml;rt auf die Tagesordnung<\/strong><br>\n&bdquo;Die Gesundheitsministerkonferenz hat eine eindr&uuml;ckliche Leerstelle: W&auml;hrend die Debatte &uuml;ber die Krise der Krankenhausfinanzierung und Alternativen zum bisherigen System der Fallpauschalen immer breiter gef&uuml;hrt wird, taucht sie bei diesem Treffen &uuml;berhaupt nicht auf&ldquo;, kommentiert Harald Weinberg, krankenhauspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Ergebnisse der heutigen Tagung der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der L&auml;nder. Weinberg weiter:<br>\n&bdquo;DIE LINKE hat mit dem Papier `Systemwechsel im Krankenhaus: Gemeinwohl vor Profit&acute; Eckpunkte f&uuml;r eine Krankenhausreform vorgestellt. Hieran waren auch die Th&uuml;ringer Gesundheitsministerin Heike Werner und die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard beteiligt. Gemeinsam werden wir uns im Bund und den L&auml;ndern f&uuml;r diese Ziele einsetzen.<br>\nVon den Gesundheitsministerinnen und -ministern der anderen Bundesl&auml;nder ist hier bisher leider wenig zu h&ouml;ren, auch die bemerkenswerte Initiative des FDP-Gesundheitsministers Heiner Garg aus Schleswig-Holstein zur Herausnahme der Vorhaltekosten aus den Fallpauschalen scheint im Sande verlaufen zu sein.<br>\nF&uuml;r die Abschaffung der Fallpauschalen zugunsten einer bedarfsgerechten, kostendeckenden Finanzierung braucht es mehr Druck aus den L&auml;ndern. Der Bundesgesundheitsminister wird es sonst in dieser Wahlperiode nicht mehr angehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/die-entprivatisierung-der-krankenhaeuser-gehoert-auf-die-tagesordnung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kapitalisierung des Pflegesektors: Kurze Lebenserwartung<\/strong><br>\nB&ouml;rsenorientierte Aktienunternehmen machen sich im Pflegesektor breit. Doch hohe Rendite vertr&auml;gt sich nicht mit einer w&uuml;rdevollen Pflege.<br>\nIn keiner anderen Gruppe fordert das Coronavirus so viele Todesopfer: Mehr als ein Drittel der Todesf&auml;lle in Deutschland betreffen die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Die Pandemie wirft ein Schlaglicht auf die zentrale gesellschaftliche Frage der Pflege. Rhetorisch herrscht hier Einigkeit &ndash; w&uuml;rdevoll soll der Lebensabend unserer Gro&szlig;eltern und Eltern sein. Doch unter welchen konkreten Voraussetzungen l&auml;sst sich dieses Ziel umsetzen?<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion wird viel &uuml;ber Finanzierung und Mangel an Pflegekr&auml;ften gesprochen. Unter den Tisch fallen dabei oft die voranschreitende Kommerzialisierung und Finanzialisierung der Pflege. Dabei l&auml;sst sich das &ouml;ffentliche Gut Pflege nur zu hohen Kosten privatisieren. Das gesellschaftliche Ziel einer w&uuml;rdevollen Pflege ist mit dem privaten Ziel der Gewinnmaximierung unvereinbar. Deshalb brauchen wir nicht nur eine angemessene finanzielle Ausstattung der Pflege, sondern auch eine robuste &bdquo;Industriepolitik&ldquo;, die dem neuen Pflegekapitalismus Einhalt gebietet. [&hellip;]<br>\nZudem k&ouml;nnten Bund und L&auml;nder Kapital bereitstellen und die Rolle der Kommunen in der Pflege wieder st&auml;rken. Schon heute stellt der Bund Kapital bereit, indem die staatliche Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau die Finanzierung von Pflegeimmobilien unterst&uuml;tzt.<br>\nPflege ist keine Anlageklasse f&uuml;r Investoren, sondern eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Die Zahl der Pflegebed&uuml;rftigen ist seit der Jahrtausendwende auf 3,7 Millionen Menschen angestiegen und wird bis 2050 auf 5,9 Millionen ansteigen. Statt diese Herausforderung an profitmaximierende, kurzfristig orientierte Finanzinvestoren zu delegieren, muss die Politik die Pflege nach Kriterien der langfristigen Nachhaltigkeit aktiv gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kapitalisierung-des-Pflegesektors\/!5713294\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.A.:<\/strong> Der Artikel f&uuml;hrt kenntnisreich und detailliert die f&uuml;rchterlichen Auswirkungen der Kommerzialisierung der Pflege vor Augen und schlie&szlig;t mit einigen Vorschl&auml;gen f&uuml;r eine Verbesserung der Lage, Rekommunalisierung, &ldquo;langfristige[&hellip;] Nachhaltigkeit&rdquo;. Alles nicht falsch, aber das Fazit steht doch schon im Teaser: &ldquo;hohe Rendite vertr&auml;gt sich nicht mit einer w&uuml;rdevollen Pflege&rdquo;. Warum wird dann nicht gefordert, privates Kapital ganz aus der Pflege herauszuhalten, sprich, kommerzielle Pflegeeinrichtungen zu verbieten? Ist das nicht die einzige logische Konsequenz?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lufthansa beendet Ausbildung: Bremer Pilotensch&uuml;ler sollen sich neuen Job suchen<\/strong><br>\nAuf Jahre hinaus gebe es bei den Konzern-Airlines keinen Bedarf an Nachwuchspiloten, begr&uuml;ndete ein Sprecher des Schulbetreibers Lufthansa Aviation Training (LAT) den Appell.<br>\nDie LAT f&uuml;hle sich allerdings verpflichtet, die seit Monaten unterbrochene Ausbildung fortzuf&uuml;hren, wenn die Sch&uuml;ler darauf bestehen. Diejenigen, die kurz vor der Abschlusspr&uuml;fung stehen, werde man noch selbst ausbilden. F&uuml;r die &uuml;brigen suche man Pl&auml;tze an anderen Flugschulen, k&uuml;ndigte der Sprecher an. Eine &Uuml;bernahme k&ouml;nne Lufthansa nicht garantieren, so dass die Sch&uuml;ler nach f&uuml;nf Jahren noch Vorleistungen des Konzerns zwischen 60.000 und 80.000 Euro zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Bremer-Pilotenschueler-sollen-sich-neuen-Job-suchen-article22067755.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Neun Milliarden Euro hat der Staat an die Lufthansa &uuml;berwiesen. Klar, dass die Flugsch&uuml;ler da noch Vorleistungen des Konzerns zwischen 60.000 und 80.000 Euro zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosenversicherung f&uuml;r neue Herausforderungen wappnen<\/strong><br>\n&bdquo;Der leichte R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat gibt keinen Anlass zur Entwarnung. Erhebliche Risiken f&uuml;r den Arbeitsmarkt bleiben: Die Infektionszahlen steigen derzeit so rasant, dass neue Beschr&auml;nkungen wieder wahrscheinlicher werden. Zudem drohen in den n&auml;chsten Monaten Insolvenzen, deren Ausma&szlig; noch schwer abzusch&auml;tzen ist, und die wirtschaftliche Transformation durch Digitalisierung und umweltfreundlichere Technologien verursacht langanhaltende Umw&auml;lzungen auf dem Arbeitsmarkt. Noch immer liegt die Arbeitslosigkeit um mehr als ein Viertel h&ouml;her als im Vorjahr. Die Bundesregierung darf sich daher nicht darauf verlassen, dass auf dem Arbeitsmarkt das Schlimmste abgewendet wurde, sondern sollte die Arbeitslosenversicherung f&uuml;r neue Herausforderungen fit machen&ldquo;, kommentiert Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/arbeitslosenversicherung-fuer-neue-herausforderungen-wappnen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Kommt jetzt die gro&szlig;e Hartz IV-Welle?<\/strong><br>\nMehr als 60.000 Menschen in NRW sind durch die Corona-Pandemie binnen weniger Monate zu Hartz IV-Empf&auml;ngern geworden.<br>\nDie &bdquo;Unterwegs im Westen&ldquo;-Reporterin Caroline Wiemann besucht jene, die Corona wirtschaftlich besonders hart trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/video\/sendungen\/unterwegs-im-westen\/video-kommt-jetzt-die-grosse-hartz-iv-welle-100.html%20\">WDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armut im Alter: Armutsgefahr steigt besonders bei Generation 65 plus<\/strong><br>\n2019 waren 15,7 Prozent der Menschen ab 65 Jahren armutsgef&auml;hrdet. Das sind 4,7 Prozent mehr als noch 2005. In einigen Bundesl&auml;ndern ist das Risiko f&uuml;r &auml;ltere Menschen, in die Armut zu rutschen, besonders hoch.<br>\n&Auml;ltere Menschen in Deutschland sind zunehmend von Armut bedroht. Der Anstieg der Armutsgef&auml;hrdungsquote seit dem Jahr 2005 sei in der Gruppe ab 65 Jahren am gr&ouml;&szlig;ten gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Der Zuwachs betrug demnach 4,7 Punkte. Im vergangenen Jahr seien 15,7 Prozent der Menschen in dieser Altersgruppe armutsgef&auml;hrdet gewesen. Die Armutsgef&auml;hrdung war damit ann&auml;hernd genauso hoch wie in der Gesamtbev&ouml;lkerung, die Quote stieg hier um 1,2 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent.<br>\nArmut wird in der Bundesrepublik &uuml;ber das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden M&ouml;glichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Die Armutsgef&auml;hrdungsquote gibt den Anteil der Bev&ouml;lkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. Bei einem Ein-Personen-Haushalt lag diese Grenze 2019 bei 1074 Euro im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/armut-im-alter-armutsgefahr-steigt-ab-65-jahren-16978593.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> &Uuml;berraschung! K&ouml;nnte das was mit den diversen Rentenk&uuml;rzungsprogrammen ab 1978 zu tun haben? Bedeuten niedrige Renten wom&ouml;glich doch immer &ouml;fter Armut im Alter, obwohl unsere Politik das Gegenteil behauptet?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Rentnerinnen und Rentner endlich vor Armut sch&uuml;tzen<\/strong><br>\n&bdquo;In einem reichen Land wie Deutschland ist es eine Schande, dass die Gro&szlig;e Koalition die zunehmende Altersarmut leugnet und nichts dagegen unternimmt. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen es eindeutig: F&uuml;r die heutigen Rentnerinnen und Rentner brauchen wir sofort eine Solidarische Mindestrente, so dass im Alter niemand von weniger als 1200 Euro leben muss, und pr&auml;ventiv einen gesetzlichen Mindestlohn in H&ouml;he von mindestens zw&ouml;lf Euro&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen nicht nur den drastischen Anstieg der Altersarmut, sondern auch die Ursachen auf. 17,4 Prozent aller Frauen und 13,5 Prozent aller M&auml;nner &uuml;ber 64 leben unterhalb der Armutsschwelle von 1.074 Euro (Ein-Personen-Haushalt). Besonders gef&auml;hrdet sind demnach Rentnerinnen und Rentner, deren zu niedriges Einkommen von steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten aufgefressen wird. Zu den 562.000 Menschen, die im Alter auf Sozialhilfe angewiesen sind, kommen deshalb noch einmal 200.000 Rentnerhaushalte, die deshalb Wohngeld beziehen, hinzu. Besonders gef&auml;hrdet sind ostdeutsche M&auml;nner, die nach der Wende zu viele Jahre arbeitslos waren und darum keine oder nur geringe Rentenanspr&uuml;che aufbauen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentnerinnen-und-rentner-endlich-vor-armut-schuetzen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umwandlungsverbot f&uuml;r Mietwohnungen ist gestrichen<\/strong><br>\nDas auch in der Union umstrittene Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen ist aus dem Baulandmobilisierungsgesetz gestrichen worden. Das gab am Dienstagabend Jan-Marco Luczak, rechtspolitischer Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, bekannt. Er hatte sich zuvor &ouml;ffentlich gegen das von Bundesinnen- und -bauminister Horst Seehofer (CSU) bef&uuml;rwortete Verbot stark gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.immobilien-zeitung.de\/1000074010\/umwandlungsverbot-fuer-mietwohnungen-ist-gestrichen\">Immobilien Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Umwandlungsbeschr&auml;nkung f&uuml;r Mietwohnungen gestrichen<\/strong><br>\nPreisspirale am Wohnungsmarkt dreht sich unvermindert weiter<br>\n&bdquo;Ein unglaublicher R&uuml;ckschlag f&uuml;r Mieterinnen und Mieter&ldquo;, kommentiert der Pr&auml;sident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, die heutige Meldung, dass der Entwurf zum Baulandmobilisierungsgesetz gestern ohne den vorgesehenen Genehmigungsvorbehalt f&uuml;r die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in die Ressortabstimmung gekommen ist. &bdquo;Es ist vollkommen unverst&auml;ndlich, dass das Bundesinnenministerium unter dem Druck der Immobilienlobby selbst dieses zarte Pfl&auml;nzchen zertreten hat, nachdem immerhin im eigenen Referentenentwurf der Umwandlungsvorbehalt vorgesehen war. Dass sogar die dringend ben&ouml;tigten Baugebote gestrichen wurden, setzt dem Ganzen die Krone auf&ldquo;, kritisiert Siebenkotten.<br>\nDie Ausweitung der Baugebote geh&ouml;rte zu den zentralen Handlungsempfehlungen der Baulandkommission. Die Preise f&uuml;r Bauland und der Bau&uuml;berhang, also die Zahl der genehmigten und noch nicht fertiggestellten Wohnungen, erreichten 2020 Rekordwerte. In Deutschland liegt der Bau&uuml;berhang derzeit bei 740.400 Wohnungen, Tendenz steigend.<br>\nDer von der Immobilienwirtschaft und Teilen der CDU-CSU-Fraktion diffamierte Genehmigungsvorbehalt sollte Mieter und Mieterinnen vor Verdr&auml;ngung sch&uuml;tzen. Jedes Jahr werden tausende Mietwohnungen umgewandelt, allein in Berlin seit 2015 fast 80.000. Bestehende Mietverh&auml;ltnisse stehen unter Gentrifizierungsdruck durch (Luxus-) Modernisierungen mit stark ansteigenden Mieten, Ver&auml;u&szlig;erung der bewohnten Wohnung oder Eigenbedarfsk&uuml;ndigungen. In den seltensten F&auml;llen f&uuml;hrt eine Umwandlung zum Erwerb durch die Mieter und Mieterinnen, da sie die hohen Kaufpreise schlichtweg nicht aufbringen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mieterbund.de\/startseite\/news\/article\/58049-umwandlungsbeschraenkung-fuer-mietwohnungen-gestrichen.html\">Deutscher Mieterbund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das lief doch wie geschmiert<\/strong><br>\nHallo B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, hier ist Eure Bundesregierung, der Finanzminister. Wir hei&szlig;en Hans Eichel, Peer Steinbr&uuml;ck, Wolfgang Sch&auml;uble, Olaf Scholz. Wir haben eine Frage: Ist es legal, dass wir einem Aktienbesitzer eine Steuer zur&uuml;ckzahlen, die der gar nicht bezahlt hat? Wir sind da unsicher. Bitte sagt uns Eure Meinung. Wir werden uns dann nach der Meinung des Volkes richten, wir sind ja schlie&szlig;lich eine Demokratie. Also bitte abstimmen!<br>\nLeider hat sich keiner der bundesdeutschen Finanzminister von SPD und CDU in dieser Frage an die Bev&ouml;lkerung gewandt. Dabei w&auml;re die Frage doch einfach zu beantworten, oder? Wer eine bestimmte Steuer, hier die Kapitalertragssteuer auf eine Aktien-Dividende, gar nicht bezahlt hat, darf sie auch nicht r&uuml;ckerstattet bekommen, oder? Die Finanzminister wussten aber nicht, wie sie diese einfache Frage beantworten sollten. Deshalb fragten sie hochbezahlte Besserwisser. Das war die &ldquo;renommierte&rdquo;, global t&auml;tige Wirtschaftskanzlei Freshfields mit Hauptsitz im Finanzzentrum London. Sie wusste die Antwort: Ja, es ist legal, eine nicht gezahlte Kapitalertragssteuer darf auch an einen Aktion&auml;r ausgezahlt werden, der gar keine Kapitalertragssteuer gezahlt hat. Und diese Operation wurde m&ouml;glich, weil andere &ldquo;renommierte&rdquo;, hochbezahlte Besserwisser die sogenannten Cum-Ex-Gesch&auml;fte entwickelt hatten:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/ausgabe-202006\/das-lief-doch-wie-geschmiert\/\">Werner R&uuml;gemer in ver.di publik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Rechtsstaatsbericht: &bdquo;Ernste Besorgnis&ldquo; &uuml;ber Lage in Ungarn<\/strong><br>\nDer erste Rechtsstaatsbericht der EU-Kommission verst&auml;rkt die Spannungen zwischen Br&uuml;ssel und Ungarn weiter. Zum deutschen Justizsystem &auml;u&szlig;ert sich die Kommission in einem Punkt kritisch.<br>\nErstmals hat die EU-Kommission am Mittwoch einen umfassenden Bericht &uuml;ber die Lage der Rechtsstaatlichkeit in allen Mitgliedstaaten ver&ouml;ffentlicht. Ursula von der Leyen l&ouml;ste damit eines ihrer Wahlversprechen ein. Lange hatten das Europ&auml;ische Parlament und einige Mitgliedstaaten darauf gedrungen. Doch gab es auch Widerst&auml;nde. So ist etwa zu h&ouml;ren, dass der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron nicht begeistert &uuml;ber diese Initiative gewesen sei. Er habe seinen innenpolitischen Gegnern rund um Marine Le Pen keine Wahlkampfmunition liefern wollen. Die findet sich freilich gar nicht in dem Bericht; wo es in Frankreich Schwachstellen gibt, wird auf schon eingeleitete Reformen verwiesen. Auch Deutschland kommt gut weg. Nur bei der Abh&auml;ngigkeit der Staatsanwaltschaften von politischen Weisungen erlaubt sich die Kommission kritische Anmerkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/eu-kommission-besorgt-um-rechtsstaat-in-ungarn-und-polen-16979630.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Syrien: Kriegspropaganda im 21. Jahrhundert<\/strong><br>\nLeaks aus dem britischen Au&szlig;enministerium best&auml;tigen Vorw&uuml;rfe &uuml;ber ein systematisches Wei&szlig;waschen der bewaffneten islamistischen Milizen als moderate Opposition<br>\nDas Label &ldquo;moderate Opposition&rdquo; oder &ldquo;Rebellen&rdquo; als Sammelname f&uuml;r die Milizen, die mit Waffengewalt in Syrien einen islamischen Staat herbeif&uuml;hren wollten, hat sich lange gehalten. Erst seit einigen Monaten taucht in deutschen, englischen oder franz&ouml;sischen Berichten der Begriff &ldquo;islamistisch&rdquo; oder &ldquo;dschihadistisch&rdquo; &ouml;fter auf, wenn es um diese Gruppierungen geht.<br>\nDass sich der Blick auf die Verh&auml;ltnisse auf dem syrischen Terrain erst mit einer derartigen Verz&ouml;gerung ver&auml;ndert hat, hat mehrere Gr&uuml;nde; einer davon ist die professionelle und weitreichende Medien-PR-Arbeit zugunsten der militanten Gotteskrieger gegen die syrischen Regierung. Wie schnell die Medienabteilungen der islamistischen, salafistischen und dschihadistischen Milizen arbeiteten, war in Journalistenkreisen kein Geheimnis. &Uuml;ber Mail oder Whats-App-Kontakte wurde sehr rasch auf Ereignisse und Konfliktstoffe in Medienberichten reagiert. Die Milizen sind gut vernetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Kriegspropaganda-im-21-Jahrhundert-4916633.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschland im Indo-Pazifik (III)<\/strong><br>\nMit einem Akt der &ldquo;Maskendiplomatie&rdquo; bem&uuml;ht sich die Bundesrepublik um neuen Einfluss in Indien. Wie die Bundesregierung k&uuml;rzlich angek&uuml;ndigt hat, stellt sie dem hart von der Covid-19-Pandemie getroffenen Land 600.000 Schutzausr&uuml;stungen und 330.000 Covid-19-Testkits zur Verf&uuml;gung; auch soll es Kredite im Wert von 460 Millionen Euro f&uuml;r New Delhi geben. Der Schritt ist Teil der Bestrebungen Deutschlands, seine Stellung im &ldquo;Indo-Pazifik&rdquo; auszubauen &ndash; im Machtkampf gegen China. Eine engere Kooperation mit Indien hat Berlin dabei schon seit Jahren im Visier, konnte allerdings bislang keinen wirklichen Durchbruch erzielen. So bleiben Handel und Investitionen hinter dem erhofften Potenzial zur&uuml;ck &ndash; nicht zuletzt, weil deutsche Manager &uuml;ber unzul&auml;ngliche Rahmenbedingungen in Indien klagen. Auch die milit&auml;rische Zusammenarbeit kam lange Zeit kaum vom Fleck, soll nun aber intensiviert werden. Indien wird seit Jahren wegen schwerer Menschenrechtsverbrechen kritisiert. Amnesty International hat gestern mitgeteilt, seine Arbeit in dem Land einzustellen &ndash; wegen eskalierender staatlicher Repressalien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8396\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eine neue Lizenz zum Hacken<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst sucht per Stellenanzeige Hacker (m\/w\/d) und &uuml;berschreibt eine Mitarbeiter-Geschichte mit Lizenz zum Hacken. Dienstreisen ins Ausland geh&ouml;ren zu den Geheimdienst-Hackern wie &bdquo;einzigartige&ldquo; Angriffswerkzeuge, mit denen sie in Computernetzwerke eindringen und dort Daten erheben sollen. Im Fokus des BND stehen dabei Netze au&szlig;erhalb Deutschlands. Vor allem das nicht-europ&auml;ische Ausland betrachteten die Geheimdienstler lange als &bdquo;vogelfrei&ldquo;.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht setzte dem BND im Mai h&ouml;chstrichterliche Grenzen. Die Richter aus Karlsruhe stellten klar: Auch im Ausland ist der deutsche Staat an Grundrechte gebunden, Menschenw&uuml;rde und Fernmeldegeheimnis gelten nicht nur f&uuml;r Deutsche. Das h&ouml;chste Gericht erkl&auml;rte das erst vier Jahre alte BND-Gesetz der Gro&szlig;en Koalition f&uuml;r verfassungswidrig.<br>\nBis Ende 2021 muss der Gesetzgeber daher beim BND-Gesetz nachbessern. Das Bundeskanzleramt hat einen Referentenentwurf erarbeitet und am Freitag an die anderen Ministerien verschickt. Wir ver&ouml;ffentlichen den Gesetzentwurf in Volltext.<br>\nAls Dienstherrin des Geheimdiensts versucht das Bundeskanzleramt mit dem neuen Gesetz, einerseits den Vorgaben des Gerichts zu entsprechen und andererseits den BND so wenig wie m&ouml;glich einzuschr&auml;nken. Das zeigt sich unter anderem an den offensiven Hacking-Befugnissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/bnd-gesetz-eine-neue-lizenz-zum-hacken\/#vorschaltbanner\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Referentenentwurf des Bundeskanzleramtes mit dem Titel &ldquo;Entwurf eines Gesetzes zur &Auml;nderung des Gesetzes &uuml;ber den Bundesnachrichtendienst zur Umsetzung der Vorgaben aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Mai 2020 (1 BvR 2835\/17)&rdquo; ist dem Artikel unten angef&uuml;gt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutsche Corona-Warn-App wird mit neuen Funktionen ausgebaut<\/strong><br>\nDie App werde k&uuml;nftig auch Krankheitssymptome abfragen, sagte SAP-Technikchef J&uuml;rgen M&uuml;ller. Die Eingabe sei freiwillig. &ldquo;Diese Daten werden auch nicht geteilt, sondern nur lokal auf dem Smartphone abgespeichert.&rdquo; Die Angabe der Symptome helfe bei der Einsch&auml;tzung, wie kritisch eine Risikobegegnung gewesen sei.<br>\nTelekom-Chef Tim H&ouml;ttges k&uuml;ndigte eine europ&auml;ische Erweiterung der App an. &ldquo;Wir werden in der kommenden Woche die App &uuml;bergeben, die dann bis zum Oktober in Europa ausgerollt wird.&rdquo; Zus&auml;tzlich zu Deutschland seien in der ersten Phase dann zehn weitere La&auml;nder dabei: &Ouml;sterreich, Tschechien, D&auml;nemark, Estland, Irland, Italien, Lettland, Niederlande, Polen und Spanien. In diesen L&auml;ndern kommuniziere die App des Bundes auch mit den jeweiligen nationalen Corona-Warn-Apps. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) stellte auch in Aussicht, dass die Schweiz in den Verbund aufgenommen werde. L&auml;nder wie Frankreich, die technisch eine zentralen Ansatz zur Datenspeicherung gew&auml;hlt haben, k&ouml;nnten dagegen nicht integriert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.com-magazin.de\/news\/sicherheit\/deutsche-corona-warn-app-neuen-funktionen-ausgebaut-2579991.html\">com!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">Corona-App &ndash; ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63223\">Corona-Warn-App wird (endlich) als teurer Versager erkannt<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>Offenbar ist es auch m&ouml;glich, <a href=\"https:\/\/www.bitchute.com\/video\/kisV2qhC2ZjS\/\">die Corona-App zu hacken<\/a>. Dann w&auml;re der Datenschutz der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger wohl nicht gew&auml;hrleistet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das &ldquo;Wunder&rdquo; von Berlin: Alexei Nawalny, seine Genesung und das gro&szlig;e Kino<\/strong><br>\nHat eine besonders t&ouml;dliche Variante des Nervenkampfstoffes ihre Wirkung beim &ldquo;Berliner Patienten&rdquo; Nawalny verfehlt? Die wundersame Genesung des russischen Oppositionellen l&auml;sst f&uuml;r die &ldquo;Nowitschok-Theorie&rdquo; kaum noch Raum. &Uuml;ber die verbale &Auml;quilibristik im Fall Nawalny.<br>\nWie ratlos die &Auml;rzte im Fall Nawalny eigentlich sind, zeigte das Interview des Chefs von Cinema for Peace Jaka Bizilj. Laut seiner Darlegung geht inzwischen ein Teil der &Auml;rzte aufgrund der extrem kurzen Wirkzeit von Nowitschok davon aus, dass die mutma&szlig;liche Nowitschok-Vergiftung erst direkt im Flugzeug erfolgt sein m&uuml;sste. Zuvor wurde die Vergiftung im Hotel der Stadt Tomsk oder im Flughafen-Caf&eacute; vermutet.<br>\nDiese Version ist aber die problematischste von allen. Wie konnte der unbekannte T&auml;ter Nawalny in dem Gedr&auml;nge des Flugzeugs mit der geringen Dosis einer Massenvernichtungswaffe so vergiften, dass weder er selbst noch Nawalnys Sitznachbarn zu Schaden kamen? Und vor allem: Wie konnte der Vergiftete dann die Giftspuren am Flaschenhals hinterlassen, wenn die Wasserflaschen, die angeblich Nowitschok-Spuren aufweisen, im Hotel geblieben sind? Laut Medienberichten hat das Bundeswehrlabor Giftspuren nicht nur im Blut und Urin, sondern auch an den H&auml;nden Nawalnys und am Flaschenhals gefunden.<br>\nAu&szlig;erdem meldete Nawalnys Pressesprecherin Kira Jarmysch nichts Verd&auml;chtiges im Flugzeug. Nawalny sa&szlig; die ganze Zeit, bevor ihm schlecht wurde, zwischen ihr und einem anderen Nawalny-Mitarbeiter. Je mehr die &ldquo;eingeweihten Kreise&rdquo; an Informationen durchsickern lassen, desto schwieriger wird es, die Version aufrechtzuerhalten, dass Nawalny mit einem Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/107071-das-wunder-von-berlin-alexei-nawalny-seine-genesung-und-das-grosse-kino\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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