{"id":6536,"date":"2010-08-20T08:58:40","date_gmt":"2010-08-20T06:58:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6536"},"modified":"2010-08-20T08:58:40","modified_gmt":"2010-08-20T06:58:40","slug":"hinweise-des-tages-1207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6536","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Double-Dip-&Auml;ngste; Gleichgewichtsst&ouml;rungen; Bertelsmanns &bdquo;neue&ldquo; Wirtschaftsordnung; Rente mit 67; Arbeit nimmt zu; Rot-Gr&uuml;n in Stimmung; Prantl verteidigt Steinbr&uuml;ck; Patientenfreund; Operation Pixel; Wehrpflicht als &bdquo;Schule der Verantwortung&ldquo;; INSM Bildungsmonitor; Flut-Dividende; falsche Frage, n&auml;chste Frage. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Double-Dip-&Auml;ngste: US-Konjunkturdaten belasten Weltb&ouml;rsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Schwere Gleichgewichtsst&ouml;rungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Sch&auml;ubles Verbot von Leerverk&auml;ufen wirkt doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">F&uuml;r ein &ldquo;gutes&rdquo; Wirtschaftswachstum und eine &ldquo;neue&rdquo; Wirtschaftsordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Rente mit 67<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Verunsicherung bei den Rentnern in den Niederlanden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Arbeit nimmt deutlich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Rot-Gr&uuml;n zieht davon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Heribert Prantl: Kritik an Peer Steinbr&uuml;ck &ndash; Kleinliche Beckmesserei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Der Patientenfreund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Nur was zus&auml;tzlich nutzt, darf zus&auml;tzlich kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Google Street View &ndash; Operation Pixel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">&ldquo;Stuttgart 21&rdquo;: Zoll entdeckt Schwarzarbeiter auf Baustelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Debatte um Wehrpflicht: Schule der Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft &ndash; Hessen im Vergleich erneut nur mittelm&auml;&szlig;ig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">David Rockefeller im Interview: &bdquo;Ich glaube, dass die Banker ihre Lektion gelernt haben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Ausl&auml;nder in der DDR in Zeiten des Umbruchs: Es geschah im &hellip; Bruderland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Die Flut-Dividende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Falsche Frage, n&auml;chste Frage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6536&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Double-Dip-&Auml;ngste: US-Konjunkturdaten belasten Weltb&ouml;rsen<\/strong><br>\nSeit Wochen machen sich Investoren Sorgen um die amerikanische Wirtschaft. Aktuelle Daten zum Jobmarkt und zur Region Philadelphia geben den d&uuml;steren Ahnungen neue Nahrung: Die B&ouml;rsen in Europa und den USA fallen. Trotz eines moderaten Aufschwungs halten sich die amerikanischen Unternehmen mit Neueinstellungen zur&uuml;ck. Im Juli schufen die Firmen nur 71.000 Jobs. Die Arbeitslosenquote verharrt mit 9,5 Prozent in der N&auml;he des 26-Jahreshochs von 10,1 Prozent. Volkswirte halten es f&uuml;r m&ouml;glich, dass die Quote wieder auf zehn Prozent ansteigt, wenn Amerikaner, die zwischenzeitlich die Stellensuche aufgegeben hatten, wieder auf den Jobmarkt zur&uuml;ckkehren. Die &ldquo;Jobless Recovery&rdquo; d&uuml;rfte daf&uuml;r sorgen, dass der private Konsum nicht anzieht. Er macht rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Im Zuge der Rezession, die im Dezember 2007 begann, verlor die US-Wirtschaft mehr als acht Millionen Stellen. Sollte das Tempo nicht zulegen, d&uuml;rfte es Jahre brauchen, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:double-dip-aengste-us-konjunkturdaten-belasten-weltboersen\/50158833.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Schwere Gleichgewichtsst&ouml;rungen<\/strong><br>\nDie globalen Leistungsbilanzdefizite gelten als wichtigster Grund f&uuml;r die Finanzkrise. Der weltweite Abschwung hat sie nur vor&uuml;bergehend gemindert. Sie kommen wieder &ndash; und zwar mit Macht. Die Kehrseite von Ungleichgewichten in den Warenstr&ouml;men sind Ungleichgewichte in den Finanzstr&ouml;men. Ein starker Leistungsbilanz&uuml;berschuss, wie ihn Deutschland erwirtschaftet, bedeutet nichts anderes, als dass ein Land mehr spart als investiert und dass es die &uuml;bersch&uuml;ssigen Ersparnisse im Ausland anlegen muss. Es ist daher kein Wunder, dass Deutschlands Banken so stark von der Subprime-Krise in den USA betroffen sind &ndash; der Bankensektor musste das &uuml;bersch&uuml;ssige Geld im Ausland investieren. Ohne diese enormen Finanzstr&ouml;me w&auml;re es nie zur Krise gekommen. W&auml;hrend die Leistungsbilanzdefizite und -&uuml;bersch&uuml;sse fr&uuml;her innerhalb einer relativ engen Bandbreite schwankten, waren kurz vor der Krise &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite von um die zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts vielerorts gang und g&auml;be. Diese Ungleichgewichte f&uuml;hrten zu Zahlungsstr&ouml;men in einen nicht regulierten globalen Finanzmarkt.<br>\nWie entwickeln sich die Ungleichgewichte jetzt weiter? Der &Ouml;konom Richard Baldwin und seine Kollegin Daria Taglioni haben anhand der internationalen Handelsstatistiken versucht, dies vorauszuberechnen. Demnach werden sie nicht nur auf die Rekordwerte von vor der Krise steigen, sondern diese sogar noch &uuml;bertreffen. Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind die weiter unver&auml;nderte Wechselkurspolitik Chinas und anderer neu industrialisierter L&auml;nder sowie die Strukturpolitik der alten Industriel&auml;nder. Deutschland zum Beispiel betreibt eine Wirtschaftspolitik, die unver&auml;ndert freundlich gegen&uuml;ber der Exportindustrie und unver&auml;ndert unfreundlich gegen&uuml;ber den Dienstleistern ist. Somit ist ein struktureller Handelsbilanz&uuml;berschuss programmiert. Verst&auml;rkt wird dies durch die mittlerweile strukturelle Lohnzur&uuml;ckhaltung. Wenn sich die deutsche Politik nicht &auml;ndert, wie k&ouml;nnte man dann annehmen, dass zumindest der deutsche Beitrag zu den globalen Ungleichgewichten fallen wird?<br>\nWenn wir also zulassen, dass die weltweiten Ungleichgewichte zur&uuml;ckkehren, wird das langfristig zu erneuten Problemen f&uuml;hren.<br>\nDas ist gerade f&uuml;r die Deutschen eine nur schwer verdauliche Erkenntnis, denn Deutschland geh&ouml;rt zu den gro&szlig;en Profiteuren der unterschiedlichen Leistungsbilanzen. Hierzulande war die Freude gro&szlig;, solange man Exportweltmeister wurde &ndash; und sie w&auml;re es auch, wenn man es mal wieder w&uuml;rde. Deutsche Politiker vertreten die Meinung, nur f&uuml;r L&auml;nder mit einem Leistungsbilanzdefizit seien Ungleichgewichte ein Problem. Mit volkswirtschaftlicher Logik betrachtet, ist das nat&uuml;rlich Unsinn, schlie&szlig;lich addieren sich Defizite und &Uuml;bersch&uuml;sse weltweit auf null. W&uuml;rden die Defizitl&auml;nder pl&ouml;tzlich kein Defizit mehr einfahren, g&auml;be es auch keine &Uuml;bersch&uuml;sse in China oder Deutschland. Tatsache ist, dass die deutsche Wirtschaft &ndash; wie viele andere auch &ndash; von den Missverh&auml;ltnissen ma&szlig;geblich profitiert. Das nimmt der Politik den Druck, das Problem tatkr&auml;ftig zu bek&auml;mpfen. Dabei ist die R&uuml;ckkehr der Ungleichgewichte weitaus dramatischer als das Platzen irgendeiner Immobilienblase. Sie sind der Keim, aus dem die n&auml;chste Krise wachsen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:kolumne-wolfgang-muenchau-schwere-gleichgewichtsstoerungen\/50157906.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles Verbot von Leerverk&auml;ufen wirkt doch<\/strong><br>\nSein internationaler Alleingang brachte dem Finanzminister den Vorwurf des Aktionismus ein. Deutsche Aktienh&auml;ndler attestieren dem Kassenwart aber einen Erfolg &ndash; auch wenn der IWF das ganz anders sieht. Finanzexperten gei&szlig;elten die Ma&szlig;nahmen als wirkungslos, ebenso wie viele EU-Regierungen. Ein solches Verbot sei nur erfolgreich, sofern Deutschland auf einen Alleingang verzichte und gemeinsam an einer internationalen L&ouml;sung arbeite, hie&szlig; es. Zudem spielten ungedeckte Leerverk&auml;ufe im Handel eine unbedeutende Rolle. Was Marktteilnehmer jetzt im Tagesgesch&auml;ft beobachten, zeichnet ein v&ouml;llig anderes Bild von der Wirkungskraft des &ldquo;Sch&auml;uble-Verbots&rdquo;: &ldquo;Die These, dass ein Verbot von ungedeckten Leerverk&auml;ufen keinen Effekt auf die M&auml;rkte hat, kann so nicht gehalten werden&rdquo;, sagte ein H&auml;ndler. Auswirkungen habe das neue Gesetz so vor allem auf Positionen, die am gleichen Tag er&ouml;ffnet und wieder geschlossen werden &ndash; den Intradayhandel also. Betroffen vom Verbot sind deshalb laut H&auml;ndlern nun vor allem Hedge-Fonds und ausl&auml;ndische Investoren. &ldquo;Vor allem sie haben in der Vergangenheit immer wieder die gleiche Klaviatur gespielt: erst kurzfristig draufhauen und dann sp&auml;ter im Tagesverlauf wieder eindecken&rdquo;, sagte ein H&auml;ndler.<br>\nEine aktuelle Studie des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) kommt dagegen zu einem komplett anderen Urteil. Der IWF kommt zu dem Ergebnis, dass durch solche Verbote die Kursschwankungen an den M&auml;rkten sogar deutlich zugenommen h&auml;tten. Allerdings wertete der IWF nicht etwa die Entwicklung der M&auml;rkte seit dessen Inkrafttreten im Mai 2010 aus. Vielmehr untersuchte der Fonds den Zeitraum 15 Wochen vor und nach dem 19. September 2008 &ndash; also kurz nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers, in deren Folge zahlreiche Regierungen in Europa und den USA ungedeckte Leerverk&auml;ufe vor&uuml;bergehend verboten hatten. Hinzu kommt: Die wilden Kursausschl&auml;ge der Zeit rund um die Lehman-Pleite waren vor allem auf die ohnehin gro&szlig;e Nervosit&auml;t der Anleger zur&uuml;ckzuf&uuml;hren &ndash; und nicht etwa auf ein Verbot ungedeckter Leerverk&auml;ufe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:konsequenz-aus-der-griechenland-krise-schaeubles-verbot-von-leerverkaeufen-wirkt-doch\/50158645.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schon der Erstsemestler der Wirtschaftswissenschaften lernt im Statistikkurs, dass Krisenzeiten denkbar ungeeignet sind, um eine allgemeine Entwicklung an den M&auml;rkten abzubilden. Es geradezu absurd im zeitlichen Umfeld der Lehmanpleite die Wirkung eines Leerkaufverbots untersuchen zu wollen. Der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-64497194.html\">Spiegel<\/a> bewertete diese Zeit wie folgt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Am 15. September 2008 verschwand Lehman Brothers aus der Finanzwelt, und mit Lehman verschwand die Finanzwelt, wie wir sie kannten. Es verschwand das Vertrauen, es verschwanden Milliarden Dollar und Euro, am Ende oder jedenfalls zwischenzeitlich sogar die &Uuml;berzeugung, dass der Kapitalismus des Westens das letztg&uuml;ltige Wirtschaftssystem sei, stabil und wetterfest. Mit dem 15. September 2008 begann die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die Krise, mit der die Welt jahrelang wird leben m&uuml;ssen. An jenem 15. September 2008 begann eine neue Unsicherheit. Das Weltwirtschaftsbeben.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Man muss die Lehmanpleite nicht wie viele als Ursache der globalen Finanzkrise werten, aber auf jeden Fall war es eine turbulente Zeit, in der die Reaktionen der Marktteilnehmer gewiss nicht auf eine einzelne Ma&szlig;nahme wie das Verbot von Leerverk&auml;ufen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind. Entweder ist der gew&auml;hlte Zeitraum selten d&auml;mlich gew&auml;hlt oder eben ganz bewusst, um das gew&uuml;nschte Ergebnis zu erhalten, wahrscheinlich beides. Dass die EU-Kommission sich gegen den nationalen Alleingang Deutschlands stellt, zeigt den ungebrochenen Einfluss der Finanzmarktlobby in Br&uuml;ssel. In diesem Fall kann man nur sagen: Kompliment Herr Sch&auml;uble, dass sie dem widerstanden haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r ein &ldquo;gutes&rdquo; Wirtschaftswachstum und eine &ldquo;neue&rdquo; Wirtschaftsordnung<\/strong><br>\nEine Umfrage der Bertelsmann Stiftung soll die Zustimmung zur Sozialen Marktwirtschaft demonstrieren &ndash; es darf gezweifelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33154&amp;mode=print\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bertelsmann Monitor 5\/2010 vom 19. August 2010<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-stimmen.de\/?p=7352\">Gegen-Stimmen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rente mit 67<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rente mit 67 &ndash; &hellip; wenn 50 Prozent der &Auml;lteren Arbeit haben<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2010\/2010-08-19%20Rente%2067.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Rente mit 67: M&uuml;ntefering tadelt Kurswechsel seiner Partei<\/strong><br>\nDer ehemalige SPD-Vorsitzende Franz M&uuml;ntefering hat den Kurswechsel seiner Partei bei der Rente mit 67 kritisiert. &ldquo;Jetzt die Dynamik der konzertierten Aktion (zur Erh&ouml;hung des Rentenalters) zu unterbrechen, w&auml;re ein defensives Signal&rdquo;, schrieb M&uuml;ntefering nach Angaben der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; in einem Brief an die SPD-Spitze. M&uuml;ntefering hatte als Arbeitsminister in der Gro&szlig;en Koalition die umstrittene Erh&ouml;hung des regul&auml;ren Renteneintrittsalters umgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rente176.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> M&uuml;ntefering kennt offenbar sein eigenes Gesetz nicht mehr. Siehe:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rudolf Dressler: Begeht die SPD einen Wortbruch?<\/strong><br>\nRente mit 67 ja, das soll bleiben. Aber der Prozess, der dahin f&uuml;hrt, soll einige Jahre sp&auml;ter beginnen und das nur unter Bedingungen. Ist das, Herr Dre&szlig;ler, der beste m&ouml;gliche Kompromiss?<br>\nDre&szlig;ler: Ich halte dieses, wenn es denn so k&auml;me, nicht f&uuml;r einen klugen Kompromiss. Sondern diese L&ouml;sung ist nichts anderes, als das Gesicht des Fraktionsvorsitzenden Steinmeier zu wahren, der nat&uuml;rlich einer der Autoren der Rente mit 67 und Verfechter der Rente mit 67 ist. Wer den Gesetzestext, den bestehenden Gesetzestext, den die Sozialdemokratie in der Gro&szlig;en Koalition beschlossen hat, mit beschlossen hat mit der CDU, genau liest, der wei&szlig;, dass dieses Gesetz nach bestehendem Text nicht in Kraft treten darf, weil der Text dieses Gesetzes das ausdr&uuml;cklich untersagt und verbietet. Die SPD steht also vor der Frage, ob sie einen Wortbruch begehen will. Oder ob sie sich endlich wieder auf die Realit&auml;ten, die sie selbst in Kraft gesetzt hat per Gesetz, besinnen will &hellip;<br>\nIch empfinde das als zynisch, weil es nur eine L&ouml;sung gibt. Solange die Kriterien, die zur Einf&uuml;hrung der Rente mit 67 f&uuml;hren sollen, nicht gel&ouml;st sind, also Erwerbsbeteiligung &Auml;lterer, fr&uuml;heres Ausscheiden der 55-J&auml;hrigen und &auml;lteren aus dem Berufsleben beenden, die Wiedereingliederung &auml;lterer Arbeitsloser erleichtern, die Teilnahmequote an beruflicher Weiterbildung erh&ouml;hen. Wenn das nicht geschehen ist &ndash; so steht es im Gesetz -, dann darf dieses Gesetz nicht in Kraft treten. Und dazu ist die SPD nun aufgerufen, diesen Wortbruch, wenn sie es nicht machen w&uuml;rde, zu vermeiden &hellip;<br>\nDas Entscheidende ist, ob Politik die Kraft hat, diese Tabuthemen, die Denktabuthemen in dieser Rentenpolitik endlich aufzugeben. Also Ausweitung der Beitragszahler, die Freigrenzen anzuheben, die Selbstst&auml;ndigen und Besserverdienenden in die Beitragspflicht zu setzen. Und wenn sie endlich beendet diese Riesensubventionierung von Unternehmungen und von denen, die diese Rente mit 67 nat&uuml;rlich aus anderen Gr&uuml;nden wollen. Die haben alleine in den letzten zehn Jahren 50 Milliarden Steuergelder f&uuml;r Geringverdiener verloren, wegen nicht gezahlter L&ouml;hne oder Geh&auml;lter, durch Nichteinf&uuml;hrung eines Mindestlohnes. Wenn man sich dieses gigantische Subventionsprogramm vergegenw&auml;rtigt und dann von denjenigen, die das erhalten haben, h&ouml;rt, dass sie die Rente mit 67 aus fiskalpolitischen Gr&uuml;nden wollen, dann kann man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln. Wir m&uuml;ssen also die Debatte wieder vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen &hellip;<br>\nAber wenn einer wie Herr Steinmeier offensichtlich mit dem Kopf durch die Wand will und dieses zu seiner eigenen Gesichtswahrung ben&ouml;tigen will, dann steht er nun logischerweise im Konflikt mit der Mehrheit der SPD-Mitglieder nach meiner Einsch&auml;tzung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1251712\/\">DLF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/08\/19\/dlf_20100819_0811_337c908f.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann Rudolf Dressler nur Recht geben: Die SPD und nat&uuml;rlich auch CDU\/CSU verabschieden sich mit dieser Debatte von einem Gesetz, das sie selbst beschlossen habe. Sie begehen also in der Tat einen Wortbruch und weichen nicht etwa eine &bdquo;Reform&ldquo; auf, wie die &ouml;ffentliche Debatte um die Rente mit 67 glauben machen will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rente mit 67: Gl&uuml;ck der Seelsorger, Pech der Dachdecker<\/strong><br>\nF&uuml;r welche Menschen w&auml;re es kein Problem, wenn sie bis 67 Jahre arbeiten m&uuml;ssten? &bdquo;F&uuml;r Wissenschaftler und Politiker&ldquo;, sagt der Wissenschaftler Ernst Kistler wie aus der Pistole geschossen. Der Direktor am Institut f&uuml;r empirische Sozial&ouml;konomie in Stadtbergen befasst sich seit langem mit altersgerechten Arbeitsbedingungen. Er wei&szlig;, warum es f&uuml;r manche Besch&auml;ftigte eine Horrorvorstellung ist, bis 67 zu malochen und andere das sogar gern tun w&uuml;rden. Wissenschaftler h&auml;tten beispielsweise viele Freiheiten, und die k&ouml;rperliche Anstrengung halte sich in Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/glueck-der-seelsorger--pech-der-dachdecker\/-\/1472596\/4569730\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gepensioneerden verkeren in onzekerheid<\/strong><br>\nDe desbetreffende fondsen zullen de pensioenuitkeringen tot maximaal 14 procent kunnen korten. Voor sommige fondsen kan de korting minder dan 1 procent bedragen, aldus DNB. Dat laatste vindt de Vereniging van Bedrijfstakpensioenfondsen ,,ridicuul&rdquo;. Bij een fonds dat na 1 procent korten alweer op het herstelpad zit, kan niet worden gesproken van een structureel noodlijdend fonds, meent de koepelorganisatie.<br>\nEen korting van 14 procent betekent dat ruim anderhalve maand aan pensioen wordt ingeleverd, stelt De Rooij. CSO vindt dat er een oplossing moet komen voor de circa 150.000 gepensioneerden die door een kortingsmaatregel getroffen kunnen worden. Zij denkt aan een vangnet, dat te vergelijken is met de garanties die spaarders bij een bank hebben. ,,Een soort solidariteitsfonds&rdquo;, aldus De Rooij.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ad.nl\/ad\/nl\/1004\/Economie\/article\/detail\/506143\/2010\/08\/18\/Gepensioneerden-verkeren-in-onzekerheid.dhtml\">Algemeen Dagblad<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung S.E.:<\/strong> Die gestrige Titelseite der in den Niederlanden weit verbreiteten Tageszeitung &ldquo;algemeen dagblad&rdquo; wird von einem Thema beherrscht. Der Rente &ndash; oder wie im niederl&auml;ndischen es hei&szlig;t: &ldquo;het pensioen&rdquo;. Nun wird der deutsche Leser das nicht verwunderlich finden, denn auch in deutschen Landen wird im Moment in den SPD-Reihen heftig gestritten und der heutige Kompromiss erscheint alles andere als endg&uuml;ltig. Aber es geht in den Niederlanden gar nicht um die Scheindiskussion, ob ein aufgeschobener Ruhestand eine Rentenk&uuml;rzung darstellt oder nicht. Es geht um eine tats&auml;chliche Rentenk&uuml;rzung um bis zu 14 %, die &uuml;ber einhunderttausend niederl&auml;ndischen Rentnern ab 2011 droht. Wie das zustande kommt, l&auml;sst sich sehr einfach beantworten. In den Niederlanden ist das verwirklicht, wo bei uns gestandene FDP-Politiker feuchte Augen bekommen. Die Altersrente wird durch private Pensionsfonds erwirtschaftet.<br>\nDem braven deutschen Staatsb&uuml;rger klingt noch das gellende Gegeifer eines Guido Westerwelle in den Ohren: &ldquo;privat geht vor Staat! Der Staat ist viel zu schwerf&auml;llig, die Privatwirtschaft arbeitet gewinnorientiert, w&auml;hrend der Staat das ihm anvertraute Geld in eine ausufernde B&uuml;rokratie steckt und das Rentenverm&ouml;gen nur unzureichend mehrt.&rdquo; So oder so &auml;hnlich wurde dies gebetsm&uuml;hlenartig dem Rentenzahler um die Ohren gehauen. Nun haben in den Niederlanden vor allem kleinere Pensionsfonds durch Spekulation in der dadurch ausgel&ouml;sten Wirtschaftskrise ihre Einlagen so gef&auml;hrdet, dass sich ein Bankrott nur durch eine Rentenk&uuml;rzung bei den Leistungsempf&auml;ngern vermeiden l&auml;sst.<br>\nDabei handelt es sich auch nicht um Kleinbetr&auml;ge, die sich als zeitliches Opfer zur Gesundung der Wirtschaft verkaufen lassen.<br>\nMan merke: privat kann es &ndash; der Staat nicht, n&auml;mlich einfach nach Kassenlage den Einzahler um betr&auml;chtliche Anteile seiner Altersrente bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeit nimmt deutlich zu<\/strong><br>\nDie Deutschen arbeiten wieder l&auml;nger &ndash; und nehmen damit vielen Arbeitslosen die Chance auf eine neue Einstellung. Das zeigt sich anhand der j&uuml;ngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts f&uuml;r das zweite Quartal. Danach waren im Fr&uuml;hjahr 40,3 Millionen Arbeitnehmer und Selbstst&auml;ndige in Deutschland besch&auml;ftigt, das sind 0,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Sie arbeiteten insgesamt 13,5 Milliarden Stunden, das sind 2,5 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2009. Mehrere Trends haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Zahl aller Berufst&auml;tigen mittlerweile wieder nahe an den Rekordstand von 40,7 Millionen Personen vor zwei Jahren ankn&uuml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/arbeit-nimmt-deutlich-zu\/-\/1472780\/4569610\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Es ist einfach nur zum Kopfsch&uuml;tteln. Die absolute Zahl von 40,3 bzw. 40,7 Millionen Arbeitnehmern und Selbstst&auml;ndigen sagt gar nicht aus. Nichts &uuml;ber die Qualit&auml;t der Arbeit. Nichts &uuml;ber den Verdienst. Und dass durch &Uuml;berstunden bzw. Mehrarbeit Arbeitslosen die Chancen auf neue Stellen genommen werden, hat einen perversen Sinn, n&auml;mlich die Reservearmee von Arbeitslosen, mit denen die arbeitende Bev&ouml;lkerung in der Abw&auml;rtsspirale schlechterer Bezahlung und Arbeitsbedingungen unter Druck gesetzt werden kann. F&uuml;r diese Erkenntnis h&auml;tte Roland Bunzenthal nicht einmal die Nachdenkseiten lesen m&uuml;ssen &ndash; w&auml;re aber hilfreich gewesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rot-Gr&uuml;n zieht davon<\/strong><br>\nDie Sommerpause ist der Koalition in der &ouml;ffentlichen Meinung gar nicht gut bekommen. Bei zwei Umfragen haben SPD und Gr&uuml;ne ihren Vorsprung vor Schwarz-Gelb ausgebaut. Wenn am Sonntag Wahlen w&auml;ren, k&ouml;nnte Rot-Gr&uuml;n ohne Hilfe der Linkspartei die absolute Mehrheit der Mandate erringen. Erstmals zieht die SPD beim Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach sogar an der Union vorbei und erreicht mit 32,0 Prozent ihren h&ouml;chsten Wert seit vier Jahren. &bdquo;Das ist nat&uuml;rlich sensationell&ldquo;, hie&szlig; es am Mittwoch im Umfeld von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Dennoch bem&uuml;ht sich die Parteispitze, euphorische Reaktionen zu vermeiden. &bdquo;Es w&auml;re vermessen zu behaupten, das ist prim&auml;r unsere St&auml;rke&ldquo;, hie&szlig; es. Auch Demoskopen wiesen darauf hin, dass vor allem die Unzufriedenheit mit der Regierung bei potenziellen W&auml;hlern von Union und FDP demobilisierend wirke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/rot-gruen-zieht-davon\/-\/1472596\/4569716\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Kritik an Peer Steinbr&uuml;ck &ndash; Kleinliche Beckmesserei<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck hat sich als Finanzminister verdient gemacht. Jetzt wird ihm Gesch&auml;ftemacherei vorgeworfen &ndash; weil er Vortr&auml;ge h&auml;lt und ein Buch geschrieben hat. Das ist kleinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/vorwuerfe-gegen-peer-steinbrueck-politiker-kritik-als-kleinliche-beckmesserei-1.989818\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Heribert Prantl blamiert sich mit diesem Kommentar selbst. Es ist sehr wohl ein Unterschied, neben dem Abgeordnetenmandat irgendwelche Nebent&auml;tigkeiten und Vortr&auml;ge zu halten und genau an dem Kundenkreis viel Geld zu verdienen, f&uuml;r den man vorher als Bundesminister verantwortlich war. S. dazu nochmals <a href=\"?p=6532#h22\">&bdquo;Steinbr&uuml;ck und der Offenbarungseid der politischen Klasse&ldquo;<\/a> im Spiegelfechter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Patientenfreund<\/strong><br>\nDas Amt: hoch politisch. Das Institut: unter Beschuss. Der Vorg&auml;nger: gegangen worden. Der Neue: angenehm undogmatisch, ein k&uuml;hler Kopf. J&uuml;rgen Windeler &uuml;bernimmt eine schwere Aufgabe. Von den Gutachten seines Instituts h&auml;ngt die Zulassung und Erstattung von Medikamenten und Therapien durch die Kassen ab. Der Druck der Pharmaindustrie ist enorm<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F08%2F18%2Fa0064&amp;cHash=c26ca86b11\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nur was zus&auml;tzlich nutzt, darf zus&auml;tzlich kosten<\/strong><br>\nDas Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) ist Teil des Sparpakets der schwarz-gelben Bundesregierung im Gesundheitswesen. Es soll zum 1. Januar 2011 in Kraft treten und die Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab 2012 um j&auml;hrlich zwei Milliarden Euro senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F08%2F18%2Fa0065&amp;cHash=2e6104344f\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Google Street View &ndash; Operation Pixel<\/strong><br>\nBei Googles Begehren, die Stra&szlig;en unserer St&auml;dte abzulichten und zu digitalisieren, geht es nicht um staatliche Datenerhebung, sondern Unternehmensstrategien. Was Google mit seinem lustigen Namen und freundlichen Logo zu einem monstr&ouml;sen Akteur der Netzwelt macht, ist sein Ubiquit&auml;tsanspruch. L&auml;ngst geht es nicht mehr nur um hilfreiche Orientierung im Internet. Aus der Suchmaschine ist ein virtueller Weltakteur geworden, der immer und &uuml;berall bereits da ist. Das ist es wohl auch, was zumeist schwach begr&uuml;ndet und diffus Unbehagen verbreitet. Die Street-View-Ver&auml;chter sind von einer selbst ernannten Internet-Avantgarde inzwischen als typisch deutsch und r&uuml;ckst&auml;ndig disqualifiziert worden. Im Bem&uuml;hen, Haus und H&uuml;ter verpixeln zu lassen, tritt jedoch eine spielerische Lust zutage, die Google mit seiner eher dilettantischen Startank&uuml;ndigung selbst hervorgerufen hat. Der Konzern, der weit weniger transparent agiert, als er die Welt haben will, hat Bl&ouml;&szlig;en offenbart, in die eine b&uuml;rgerliche &Ouml;ffentlichkeit nun nach Kr&auml;ften hineinst&ouml;&szlig;t. Das hat etwas von einer spie&szlig;b&uuml;rgerlichen Renitenz im buchst&auml;blichen Sinn, dem zufolge Spie&szlig;e tragende B&uuml;rgerwehren sich mutig, aber vergeblich gegen den technisch-milit&auml;rischen Fortschritt zu Wehr zu setzen versuchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/google-street-view---operation-pixel\/-\/1472602\/4569016\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Stuttgart 21&rdquo;: Zoll entdeckt Schwarzarbeiter auf Baustelle<\/strong><br>\nVerdeckte Subventionen und gesch&ouml;nte Kostenplanung &ndash; das Milliardenprojekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; steht massiv in der Kritik. Jetzt kommt wom&ouml;glich ein handfester Skandal hinzu: Bei einer Routinekontrolle des Zolls konnten rund 80 Prozent der &uuml;berpr&uuml;ften Arbeiter keine ordnungsgem&auml;&szlig;en Papiere vorweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,712304,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Debatte um Wehrpflicht: Schule der Verantwortung<\/strong><br>\nAlle reden &uuml;ber die Wehrpflicht &ndash; warum nicht gleich &uuml;ber ein Pflichtjahr f&uuml;r alle? Jetzt k&ouml;nnte es dazu kommen: zur grundlegenden Revision einer die &bdquo;Bundesrepublik alt&ldquo; mit begr&uuml;ndenden Struktur. Das ist die grundlegende Idee: Jeden in der Tat zum Staatsb&uuml;rger zu machen. Ein Jahr Gemeinschaftsdienst als B&uuml;rgerpflicht, ob in der Bundeswehr, bei Umweltorganisationen, in der Entwicklungshilfe, der Altenpflege. Und zwar f&uuml;r junge M&auml;nner und Frauen gleicherma&szlig;en; die Rolle des Mannes in Haushalt, Beziehung, in der Gesellschaft hat sich doch auch sehr ge&auml;ndert. Den Begriff hat schon der Publizist Ernst Elitz gefunden: eine Schule der Verantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/schule-der-verantwortung\/1907028.html;jsessionid=3DEE21275C1A0014B357665CBE3AD34E\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft &ndash; Hessen im Vergleich erneut nur mittelm&auml;&szlig;ig<\/strong><br>\nTrotz einzelner Verbesserungen landet das hessische Bildungssystem beim heute vorgestellten Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft nur im Mittelfeld. &ldquo;Erneut bekommt Hessen in einer Studie bescheinigt, dass andere L&auml;nder sehr viel weiter sind. Zwar gab es laut der Studie auch Fortschritte, dennoch reicht es wieder nur f&uuml;r einen Platz im Mittelfeld. Vor diesem Hintergrund wird erneut deutlich, wie falsch es von der Landesregierung ist, jetzt im Bildungsbereich sogar zu k&uuml;rzen&rdquo;, erkl&auml;rt der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN, Mathias Wagner, in einer ersten Reaktion auf die Studie. &ldquo;Hessen hat noch einen weiten Weg vor sich, um mit seinem Bildungssystem mit anderen mithalten zu k&ouml;nnen. Daf&uuml;r br&auml;uchten wir aber einen Aufbruch in der Bildungspolitik. Stattdessen regiert mit Kultusministerin Henzler der Rotstift und Stagnation.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-fraktion-hessen.de\/cms\/presse\/dok\/350\/350209.bildungsmonitor_der_initiative_neue_sozi@de.html\">Gr&uuml;ne Fraktion im Hessischen Landtag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> So gr&uuml;n sind die Gr&uuml;nen hier.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>David Rockefeller im Interview: &bdquo;Ich glaube, dass die Banker ihre Lektion gelernt haben&ldquo;<\/strong><br>\nMit seinen 95 Jahren hat David Rockefeller schon einige Krisen miterlebt, auch die Gro&szlig;e Depression. Im Handelsblatt-Interview erkl&auml;rt der fr&uuml;here Chef der Chase Manhattan Bank, was sich bei den Banken schon verbessert hat, aber warum sich neue Krisen nicht verhindern lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2637856,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handeslblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ausl&auml;nder in der DDR in Zeiten des Umbruchs: Es geschah im &hellip; Bruderland<\/strong><br>\nZehntausende Vertragsarbeiter aus dem Ausland lebten und arbeiteten in der DDR. Ein Gro&szlig;teil kam aus Vietnam, Mosambik und Kuba. Sie durften bleiben, solange sie arbeiteten. F&uuml;r viele war das 1990 vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/08\/19\/drk_20100819_1306_dc696ca8.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Flut-Dividende<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union findet keinen rechten Weg, um wirklich effektiv in Pakistan zu helfen. Zwar hat die EU-Kommissarin f&uuml;r Humanit&auml;re Hilfe Kristalina Georgieva angek&uuml;ndigt, dass Br&uuml;ssel sich verst&auml;rkt beim Aufbau von Fr&uuml;hwarnsystemen im Katastrophenschutz engagieren will. Doch wie eine echte Vernetzung der Katastrophenhilfe tats&auml;chlich aussehen soll, dar&uuml;ber gebe es zwischen den 27 Mitgliedsstaaten lediglich &bdquo;intensive Diskussionen&ldquo;<br>\nDass das zu wenig ist &ndash; und dass auch die Hilfe j&uuml;ngst auf 25 Millionen Euro aufgestockte deutsche Hilfe wohl nicht reicht &ndash; ruft mehr und mehr auch Pakistan-Kenner auf den Plan, die sich um die Stabilit&auml;t der Region sorgen. &bdquo;Der Westen muss begreifen, dass es im ureigensten Interesse seiner Sicherheit dient, zu helfen&ldquo;, sagt etwa Christian Wagner, Pakistan-Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).&nbsp; Europa, weil es den Wettlauf um Hilfe gegen die zahlreichen islamistischen Wohlfahrtsorganisationen durchaus gewinnen kann &ndash; mit wichtigen Folgen f&uuml;r den Konflikt in Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-flut-dividende\/1907066.html;jsessionid=3DEE21275C1A0014B357665CBE3AD34E\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wenig besch&ouml;nigt Christian Wagner die reale Situation, wenn er Pakistan als moderat im Verh&auml;ltnis zu nahezu allen anderen Staaten der islamischen Welt bezeichnet. Nat&uuml;rlich&nbsp; muss Pakistan in seiner Not geholfen werden, dazu ist es aber nicht notwendig, die Pakistani p&auml;pstlicher als Papst darzustellen. Auch ist die strategische Betonung der Pakistanhilfe &uuml;berfl&uuml;ssig. Sie ist ein Gebot der N&auml;chstenliebe, auch gegen&uuml;ber wenig beliebten Zeitgenossen. Sie geh&ouml;rt zum so oft zitierten Wertekanon des Westens, jenseits des Religi&ouml;sen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Falsche Frage, n&auml;chste Frage<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NFs79Lc8POk&amp;feature=watch_response\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Mir fiel im Internet ein kurzer Bericht auf, der zwar allerdings schon ein wenig &auml;lter ist (November 2009), doch er zeigt wie hoch der Einfluss der Politik bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern ist. Unangenehme Fragen werden einfach nachtr&auml;glich bearbeitet, so dass sie in das gewollte politische Bild passen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Double-Dip-&Auml;ngste; Gleichgewichtsst&ouml;rungen; Bertelsmanns &bdquo;neue&ldquo; Wirtschaftsordnung; Rente mit 67; Arbeit nimmt zu; Rot-Gr&uuml;n in Stimmung; Prantl verteidigt Steinbr&uuml;ck; Patientenfreund; Operation Pixel; Wehrpflicht als &bdquo;Schule der Verantwortung&ldquo;; INSM Bildungsmonitor; Flut-Dividende; falsche Frage, n&auml;chste Frage. 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