{"id":65364,"date":"2020-10-01T14:07:22","date_gmt":"2020-10-01T12:07:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65364"},"modified":"2020-10-01T14:55:48","modified_gmt":"2020-10-01T12:55:48","slug":"leserbriefe-zu-in-texas-ist-ein-sack-mais-umgefallen-were-all-living-in-amerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65364","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eIn Texas ist ein Sack Mais umgefallen \u2013 We\u2019re all living in Amerika!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65281\">In diesem Beitrag<\/a> wirft Jens Berger insbesondere dem Magazin &bdquo;Spiegel&ldquo; vor, zu sehr auf die USA fixiert zu sein. Zu viele deutsche Medien &bdquo;lesen sich heutzutage wie die Deutschlandausgabe einer US-Zeitung&ldquo;. Das illustriert er u.a. am Beispiel der Neubesetzung eines Richteramts am obersten US-Gerichtshof und anhand von Meldungen &uuml;ber Verkehrsunf&auml;lle in den USA. Die Folge der Medienberichterstattung &bdquo;mit amerikanischer Brille&ldquo; ist eine zunehmende US-amerikanische Sichtweise auf die Welt. In Anlehnung an einen Musiktitel bezeichnet Jens Berger das Ph&auml;nomen als &bdquo;We&rsquo;re all living in Amerika&ldquo; und weist abschlie&szlig;end darauf hin, dass die NachDenkSeiten seit Langem versuchen, die US-Fixierung aufzubrechen.<br>\nZahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten haben auf diesen Beitrag reagiert und uns Emails geschickt. Die Zustimmung zum Inhalt ist gro&szlig;. F&uuml;r die eingereichten Leserbriefe bedanken wir uns sehr. Hier nun eine Auswahl der Antworten. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nstarker und mutiger Artikel!<\/p><p>Lese zwar statt des SPIEGEL nur noch den Anti-Spiegel (Ihnen sicherlich bekannt), habe das US-Nachrichtenblatt&nbsp;aber bis zur Grenze des ertr&auml;glichen (die war f&uuml;r mich schon&nbsp;vor &uuml;ber 10 Jahren erreicht) immer flei&szlig;ig gelesen.<br>\n&nbsp;<br>\nIch hoffe, Sie werden jetzt kein Opfer irgend eines Angriffes von bestimmten Diensten!<br>\nMachen Sie weiter so!<br>\n&nbsp;<br>\nMit Dank und Gru&szlig;,<br>\nAlois M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>prima Artikel mit Spannungsbogen bis zur letzten Zeile!<\/p><p>Im Ernst: Ihr Artikel bringt tats&auml;chlich notwendiges Hintergrundwissen zu den Medien, hier zum Spiegel. Um den k&uuml;mmert sich ja auch Thomas R&ouml;per intensiv und liebevoll, indem er Fehler und propagandistische Umdeutungen aufzeigt. Aber auch das absurd verdrehte Mengenverh&auml;ltnis, das Sie akribisch darlegen, ist eine erhellende Information. <\/p><p>Also: versch&auml;rftes Lob!<br>\nBernhard Meyer <\/p><p>PS. Ich hatte den Spiegel lange Jahre abonniert und erst 2014 nach &bdquo;Stoppt Putin jetzt&ldquo; gek&uuml;ndigt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das ist beim Deutschlandfunk auch nicht&nbsp; viel anders. Ich wundere mich (manchmal t&auml;glich) &uuml;ber Meldungen von verstorbenen US-Schauspielern, S&auml;ngern und anderen amerikanischen Lokalber&uuml;hmtheiten, deren Namen (nicht nur mir) mir v&ouml;llig unbekannt sind. Offensichtlich hat man f&uuml;r sowas ein Abo bei einschl&auml;gigen US-Nachrichtenagenturen. Ich bin mir nat&uuml;rlich sicher, dass NBC und Foxnews sowie die Washington Post ausf&uuml;hrlichst &uuml;ber den gerade verstorbenen deutschen Schauspieler Michael Gwisdek (Michael who?) berichtet haben.<\/p><p>von unserem Leser C.Z.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>dieses Thema begleitet mich leider bereits schon ca. 65 Jahre: <\/p><p>Seit den fr&uuml;hen 50- Jahren fiel mir das schon als &ldquo;Knirps&rdquo; auf, da&szlig; mit denen irgend etwas nicht stimmen kann. <\/p><p>Bei unserem Dorfkrug wurden uns auf dem Saal einmal im Monat Kinofilme vorgef&uuml;hrt. <\/p><p>Regelm&auml;&szlig;ig waren das die &ldquo;beliebten Westernfilme&rdquo;! <\/p><p>Mir als Grundsch&uuml;ler war schon damals klar wie verlogen all` diese Filme waren. <\/p><p>Ich habe schon mein ganzen Leben lang nichts von diesen Typen gehalten und das wird sich auch wohl nicht mehr &auml;ndern. Ganz schrecklich finde ich, da&szlig; wir inzwischen leider eine Bundesregierung und Parteienlandschaft, sowie eine Medienlandschaft haben, die der jeweiligen USA- Regierung f&ouml;rmlich in den &ldquo;Allerwertesten&rdquo; kriechen. <\/p><p>Sie glauben gar nicht wie froh ich bin, da&szlig; es inzwischen die NachDenkseiten gibt!!! <\/p><p>Die etablierte Presse habe ich inzwschen komplett abbestellt und spende lieber im Rahmen meiner M&ouml;glichkeiten den NachDenkSeiten, als das ich diese einseitige, verbl&ouml;dende Berichterstattung auch noch mitfinanziere. <\/p><p>Ich hoffe sehr, da&szlig; Ihnen und Ihrem Team niemals die Luft ausgehen wird und verbleibe <\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans- J&uuml;rgen Schroeder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>es trifft nat&uuml;rlich alles zu, was Sie beschreiben. Allerdings haben Sie eine wichtige besonders massentaugliche Nachrichtensparte unerw&auml;hnt gelassen, den Profisport. Selbst bei Kurznachrichten wird man auch hierzulande (&Ouml;sterreich) fast im Tagesrhythmus mit Ergebnissen in US-Sportarten bombardiert, die in Europa nicht gerade dominierend sind wie Basketball oder Football. Vorberichterstattungen zur &ldquo;Superbowl&rdquo; samt ausf&uuml;hrlicher Debatte, ob und welche Popstars in der Pause auftreten, sind selbstverst&auml;ndlich wie Geplapper &uuml;ber den Wechsel von Spielern (Spielerinnen wenn &uuml;berhaupt dann im Promillebereich) von einem US-Verein zum anderen und dergleichen, st&auml;ndig Meldungen, die allerh&ouml;chstens &uuml;bertroffen werden von der Hofberichterstattung in Bayern-M&uuml;nchen-Medien &uuml;ber den eigenen Nabel.<\/p><p>Nebenbei: Die Fu&szlig;ballberichterstattung &uuml;ber europ&auml;ische Ligen beschr&auml;nkt sich auf die Geldligen in GB, D, F, It und Sp. Schon Schweden ist ein ebenso wei&szlig;er Fleck auf der journalistischen Landkarte wie Tschechien, Ungarn oder gar (Gott beh&uuml;te!) Russland.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarl Wimmler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Fixierung des SPIEGEL und anderer unserer deutschen Leitmedien auf US-amerikanische Themen mag neben ideologischen auch materielle Gr&uuml;nde haben. Es gibt hier wohl ein Dunkelfeld. Die S&uuml;dd. Zeitung hat in den USA drei Korrespondenten sitzen. Im ausgehenden 20. Jahrhundert, als es ihr wirtschaftlich noch bedeutend besser ging als heute, kam sie mit einem aus. Vielleicht kosten Korrespondenten heute weniger Geld als fr&uuml;her? Oder flie&szlig;en da Gelder aus anderen Quellen?<\/p><p>Eine m.E. bedeutsame Facette der USA-Fixiertheit unserer Medien erw&auml;hnt Jens Berger nicht ausdr&uuml;cklich, dabei ist sie die vielleicht politisch gewichtigste und gewollteste: Unsere Leitmedien suggerieren uns seit 4 Jahren pausenlos und mit immer gr&ouml;&szlig;erem Pathos, dass Donald Trump ein Ungl&uuml;ck ist &ndash; nicht nur f&uuml;r die USA, sondern &bdquo;by association&ldquo; auch f&uuml;r uns. Im Geschichtsunterricht haben wir noch gelernt, dass wenn ein Land von einem Unf&auml;higen regiert wird &ndash; wie etwa Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts von Napoleon III. -, konkurrierende M&auml;chte dies zu ihrem Vorteil nutzen k&ouml;nnen. Das war doch wohl eines von Bismarcks Erfolgsrezepten. Heute erfahren wir aus unseren Leitmedien t&auml;glich das Gegenteil: Trump ist Amerikas Ungl&uuml;ck, also ist er auch unser Ungl&uuml;ck. Trumps Inkompetenz hat, so die einhellige Diagnose, die USA im internationalen Machtgef&uuml;ge erheblich diskreditiert und geschw&auml;cht. Doch statt dies als Chance zu begreifen, verkaufen die Leitmedien uns die Schw&auml;che der USA als Katastrophe auch f&uuml;r uns. Als ob uns Europ&auml;ern und Deutschen nichts Schlimmeres widerfahren k&ouml;nnte als ein schwaches Amerika &ndash; und im Umkehrschluss nichts Besseres als ein starkes Amerika. Ist das nicht ein Offenbarungseid deutscher Au&szlig;enpolitik? Oops, jetzt bin ich pl&ouml;tzlich bei der Regierung angekommen, wo es doch eigentlich um unsere Leitmedien ging. Sie sind einander aber auch zum Verwechseln &auml;hnlich.<br>\n&nbsp;<br>\nKarl Heinz Siber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen dank f&uuml;r ihren guten Beitrag zur Berichterstattung deutscher Medien zu Ereignissen in den USA. Es f&auml;llt mir bereits seit l&auml;ngerem auf, wie intensiv gerade &uuml;ber den US-Wahlkampf berichtet wird. Erinnert mich irgendwie an das letzte mal&hellip; das Ergebnis kennen wir, denn hier in der BRD gibt es wohl nur wenige US-W&auml;hler, die man beeinflussen k&ouml;nnte. Ich wei&szlig; nicht was das soll.<br>\n&nbsp;<br>\nAber eine Anmerkung sei mir gestattet: In meiner sch&ouml;nen Heimatstadt Bremen gibt es keinen Oberb&uuml;rgermeister, sondern allenfalls einen Pr&auml;sidenten des Senats, der als B&uuml;rgermeister bezeichet wird.<br>\n&nbsp;<br>\nMachen Sie weiter, es tut Not.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen G&uuml;&szlig;en aus Bremen<br>\nLothar Mentz<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sch&ouml;nen Dank, lieber Herr Mentz. Wir erg&auml;nzen den Artikel mit ihrer Korrektur.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>o ja, ich teile Ihre Kritik an der US-Fixierung der Medien. Nicht nur das &Uuml;berma&szlig; an Berichterstattung, sondern auch die fast kritiklose ist mir seit langer Zeit ein Dorn im Auge. Daher habe ich den letzten Jahren alle Abos von Spiegel, Zeit, Stern, Hamburger Abendblatt, taz gek&uuml;ndigt. Und &ndash; ich bin so froh, dass es die NachdenkSeiten gibt. Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit und die der gesamten Redaktion.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRenate Vetter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ganz spontan: Dieser Artikel  hat mich begeistert &ndash; Chapeau!<\/p><p>Den Spiegel lasse ich seit Jahren &bdquo;links liegen&ldquo;, ein Wortspiel, das Ihre Meinung best&auml;rken soll; meine S&uuml;ffisanz &uuml;berspitzt noch meine Kritik am Magazin!<\/p><p>Wer noch heute den &bdquo;Spiegel&ldquo; als Monstranz eines kritischen Magazins vor sich hertr&auml;gt, der ist nicht willens oder in der Lage zu hinterfragen: Wer schreibt und warum schreibt!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>Namen k&ouml;nnen nachgeschlagen werden, Zusammenh&auml;nge muss man sich erarbeiten.<br>\nDank der akribischen Arbeit des Medienwissenschaftlers Uwe Kr&uuml;ger wissen wir ja um die Transatlantiksucht der Meinungsmacher, die uns in der direkten und einseitigen politischen Indoktrination aufgedr&auml;ngt wird.<\/p><p>Interessant ist in der Tat, was Sie jetzt zutage gef&ouml;rdert haben. (Seit ich vor mehr als 40 Jahren im Abitur den Spiegel analysiert habe, lese ich ihn nicht mehr!) Das Framing, das mitnichten zuf&auml;llig unsere Sichtweise auf impertinente Weise zwingen will, bringt uns sicherlich psychologisch geschickt immer mehr in die us-amerikanische Sicht.<\/p><p>Ohnehin m&uuml;ssen wir heutzutage immer st&auml;rker nach dem suchen, was nicht berichtet wird, bzw. wieviel Zeit f&uuml;r Betrachtungen beansprucht wird, die f&uuml;r das wirkliche Leben nebens&auml;chlich sind.<\/p><p>Dank dem tollen Team der NDS ist es schlie&szlig;lich m&ouml;glich, das zu finden, &uuml;ber das geschwiegen wird.<\/p><p>Abschlie&szlig;en m&ouml;chte ich die Frage aufwerfen: &bdquo;Wo h&ouml;rt das Verschweigen auf, wo f&auml;ngt die L&uuml;ge an.?&ldquo;<\/p><p>Joachim Gro&szlig;&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger.<\/p><p>Nat&uuml;rlich haben Sie mit allem Recht und die Allamerikanische Dominanz nervt gewaltig. Wen interessiert dieser ganze Mist, dieser gnadenlos arroganten Nation? Ich hab sie echt gefressen mit ihrer &ldquo;America first&rdquo; Litanei. Amerika ist ein Kontinent der nicht nur aus den USA besteht, dass ist schon mal das eine. Das andere ist die penetrante Berichterstattung der Deutschen Medien, die allerdings auch was andere Dinge betrifft, eigentlich nur noch nervt. Lassen wir die devote USA-Berichterstattung einmal au&szlig;en vor, ist es doch mit allem anderen auch nicht besser. Dem Heidi ihr neues Kleidchen, oder ihre neue Frisur, oder gar, Gott bewahre ein Nippelblitzer sind die Toppmeldungen des Tages. Die Wundertasse von S&ouml;der, die Schwei&szlig;flecken einer Angela M. dass sind die Themen die die Welt bewegen. Man kann gut und gerne 99% der Meldungen bei den reichweitenst&auml;rksten &ldquo;Nachrichtenportalen&rdquo; in die Tonne kn&uuml;ppeln. Overnewsed, but underinformed trifft es ganz genau. Bei der F&uuml;lle an Schrott, kann man gar nicht den &Uuml;berblick behalten und genau das ist gewollt.<\/p><p>Hochachtungsvoll, Ulrich Erich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Macher,<\/p><p>Der Spiegel ist seit Jahren nur noch ein Abklatsch des Magazins &bdquo;Bunte&ldquo; f&uuml;r M&ouml;chtegernintellektuelle. Die Redaktion dort muss auch sehen wie sie ihr &bdquo;Boulevardblatt&ldquo; mit Nichtigkeiten f&uuml;llt. Die &bdquo;Zeit&ldquo;, FAZ und andere sind auf dem Weg dorthin. Man schreibt eben das, was in der scheinbar beschr&auml;nkten Welt der Redaktionen so angesagt ist und &uuml;ber den Liveticker der AP, Reuters etc. kommt.<\/p><p>W&uuml;rde man sich z.B. mit Menschen in Zwangskurzarbeit oder Familien in prek&auml;ren Situationen, Zuwanderern, Hartz4 Empf&auml;ngern etc. besch&auml;ftigen, m&uuml;sste man vielleicht der Wahrheit ins Auge blicken. Dann w&uuml;rde man feststellen, das Deutschland schon seit Jahrzehnten verkommt, runtergewirtschaftet wird und von arroganten Wirklichkeitsfremden Politikern regiert wird. Man geht Hand in Hand mit den Machern des Staatsfernsehen. Die Bev&ouml;lkerung wird eingelullt mit Ablenkungsman&ouml;vern damit sich die Unzufriedenheit die immer mehr vorherrscht nicht noch mehr ausbreitet.<\/p><p>Gott sei Dank gibt es noch (und Hoffentlich noch sehr lange) Nachrichtenportale wie die Nachdenkseiten.&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nB. O.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank f&uuml;r diesen teils am&uuml;santen Artikel. Ich kann Ihre Beobachtungen mit meinen aus dem Deutschlandfunk best&auml;tigen. Die Unf&auml;lle melden sie dort nicht. Daf&uuml;r sind die Er&ouml;rterungen all der Ereignisse rund um Donald und das wei&szlig;e Haus ausufernd. In der Tat kann auch der geneigte H&ouml;rer die Regierungsmannschaft Donalds besser kennen als die von Merkel. Auch wissen wir vom Befinden des Pr&auml;sidenten mehr als von demjenigen der Kanzlerin. Formal haben sie in den USA noch eine Opposition. Auch von der h&ouml;re ich oft mehr als von dem ehemals oppositionellen Teil unserer Riesenkoalition im Reichstag. Leider antwortet der DLF fast nie auf H&ouml;rerpost. Ich habe schon h&auml;ufig auf diese viel zu gro&szlig;e US-N&auml;he hingewiesen.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e sendet Thorsten Peitzmeier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank f&uuml;r diesen treffenden Artikel. Auch ich habe mich angesichts der allumfassenden Berichterstattung schon oft gefragt, ob wir inzwischen eingemeindet wurden und ich das verpasst habe. Zwar z&auml;hlt der Spiegel nicht zu meinen Informationsquellen, aber auch in den t&auml;glichen Beitr&auml;gen &lsquo;meines&rsquo; Senders HR2 oder aber auf ZEIT online stelle ich immer wieder fest, wie sehr man bem&uuml;ht ist, uns am t&auml;glichen US-Leben teilhaben zu lassen. Trump \/ Biden in der Dauerschleife &ndash; oft mit mehreren Artikeln gleichzeitig.<\/p><p>Der Kultursender HR2 stellt gerne vorwiegend US-Literatur und US-Autoren vor, berichtet &uuml;ber Ausstellungen in LA oder Theatervorstellungen in NY, so als w&auml;re das nebenan.Tickets werden allerdings noch nicht angeboten.<\/p><p>Auch &uuml;ber die US-Wetterph&auml;nomene werden wir t&auml;glich ausf&uuml;hrlich unterrichtet, je nach Saison Hurricans, Waldbr&auml;nde, Schneest&uuml;rme oder neue K&auml;lterekorde.<\/p><p>So ist der gro&szlig;e Bruder immer pr&auml;sent.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nSabine Zapp<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Jens Berger,<\/p><p>bravo zu ihrem Artikel. Als ehemaliger Spiegelleser bedauere ich schon lange, das der &ldquo;Spiegel&rdquo; nach dem Abgang des alten Augsteins auf das Niveau der &ldquo;Bild&rdquo; gesunken ist.<\/p><p>Soeben erhielt ich ein Mail-Info der &ldquo;Zeit&rdquo; in dem sie mich auffordern, dar&uuml;ber abzustimmen, wer wohl beim Fernsehduell zwischen Trump und Biden &uuml;berzeugender sein wird. Und weiter: &ldquo;Heute Nacht um 3 Uhr unserer Zeit findet das erste TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden statt. Der Druck der kommenden Ausgabe der ZEIT wird aufgrund des TV-Duells um wenige Stunden verschoben, um unsere Leserinnen und Leser aktuell &uuml;ber die Ereignisse zu informieren. DIE ZEIT berichtet w&auml;hrend des gesamten US-Wahlkampfs und ordnet aktuelle Entwicklungen f&uuml;r ihre Leserinnen und Leser ein.&rdquo;<\/p><p>Als &ldquo;gef&uuml;hlte&rdquo; Amerikaner sollte uns das doch brennend interessieren.<\/p><p>Die Amerikanisierung l&auml;uft eben schon l&auml;nger auf vollen Touren. Die ersten Fernsehsendungen an die ich mich erinnern kann, hie&szlig;en Lassie, Fury, Flipper oder Bonanza. Die Musikindustrie wurde&nbsp; von amerikanischen Labels dominiert und die Filme im Kino kamen aus Hollywood. Ich kann nicht sagen, das mich das nicht beeinflusst hat. Ich verschlang die B&uuml;cher von Jack Kerouac und hatte damals auch amerikanische Freunde mit denen ich rumhing. Irgendwann zogen sie weg nach Wiesbaden, in eine Siedlung die nur von Amerikanern bewohnt wurde, wo ich sie sp&auml;ter einmal besuchte. Sie waren damals wie alle in meinem Alter langhaarig, h&ouml;rten die selbe Musik, und waren st&auml;ndig bekifft. Aber als sie mich ins Kino dieser amerikanischen Enklave einluden, und dort ein Film &uuml;ber General Patton lief, in dem deutsche Soldaten in einer nordafrikanischen W&uuml;ste im MG Feuer niedergem&auml;ht wurden und die jugendlichen Kinobesucher johlend und kreischend von ihren Sitzen sprangen und ihre Kinohelden anfeuerten, musste ich schmerzlich erkennen, das Amerikaner anders ticken. Zuvor dachte ich, sie w&uuml;rden so pazifistisch f&uuml;hlen wie meine deutschen Freunde und ich und &ldquo;Peace and Love&rdquo; w&uuml;rde uns irgendwie verbinden. Nat&uuml;rlich stand ich den USA schon zuvor kritisch gegen&uuml;ber, daf&uuml;r hatte schon der Vietnamkrieg gesorgt aber die Erfahrung, wie stark amerikanische Jugendliche durch Hollywoods patriotische Milit&auml;rpropaganda beeinflusst waren, schockierte mich zutiefst. Sie bekamen durch ihre Medien t&auml;glich die Geschichte erz&auml;hlt, dass sie etwas besonderes sind, da sie in Gottes eigenem Land geboren wurden, dass das beste der Welt ist, mit der besten Demokratie etc. und scheinbar glaubten sie das. Wer in der BRD &auml;hnlich patriotischen Schund verbreitet h&auml;tte, w&auml;re als Nazispinner beschimpft worden.<\/p><p>Amerikanische Propaganda wird heute verst&auml;rkt verbreitet und das nicht nur im &ldquo;Spiegel&rdquo; sondern vor allem in der popul&auml;ren Kultur. Schaut man auf die Kino, Fernseh- und Streamingprogramme oder h&ouml;rt Radio, ist das Ausma&szlig; des Amerikanismus zu sehen. Blo&szlig; gut, dass die meisten Menschen die Texte nicht verstehen, die oft so bl&ouml;d sind, dass es sich nicht lohnt dar&uuml;ber zu schreiben. Aber um die geht es ja eigentlich auch gar nicht. Diese Machwerke manipulieren die emotionale Ebene. Es geht nicht um Inhalte, es werden Gef&uuml;hle vermittelt. Wir sollen uns mit dem &ldquo;Good Guy&rdquo; identifizieren, der sich tapfer f&uuml;r sein Land und das Gute opfert. Und wer w&auml;re nicht auch gerne so ein Held oder so gutaussehend wie die Hollywoodpuppe. W&auml;re doch &ldquo;cool&rdquo; oder?<\/p><p>Mit dieser Flut an amerikanischen Unterhaltungsbeitr&auml;gen, werden Gehirne weichgesp&uuml;lt, mit den n&ouml;tigen Klischees pr&auml;pariert und mit Feindbildern best&uuml;ckt. Es war den &ldquo;Transatlantikern&rdquo;, von Anfang an das wichtigste Anliegen, eine Ann&auml;herung an Russland zu verhindern und die BRD eng an die USA zu binden. Wenn sich B&uuml;rger der BRD als Bewohner eines amerikanischen Bundesstaates &ldquo;f&uuml;hlen&rdquo;, der von den b&ouml;sen Russen bedroht wird, haben sie ihr Ziel wohl erreicht. Mit viel emotionalen Schmalz lassen sich Massen am besten manipulieren.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Dennerlein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkende,<\/p><p>was Jens Berger da anmerkt, ist ja nicht neu &ndash; seit dem sogenannten zweiten Weltkrieg (war dieser nicht vielleicht nur die zweite Phase eines und desselben &bdquo;ersten&ldquo;?) wird Europa und besonders Deutschland kulturell &uuml;berschwemmt mit Amerikanismen. Die eigene Kultur zerst&ouml;rt &ndash; was nun? &ndash; da wird dann Amerika &uuml;bergest&uuml;lpt.<\/p><p>Aber das hat seitdem vielleicht sogar eine gewisse Berechtigung. Nimmt man alles hinzu, was z.B. Albrecht M&uuml;ller &uuml;ber &ldquo;Einflusspersonen&rdquo; anmerkte &ndash; dar&uuml;ber haben ja auch andere schon vielfach geschrieben &ndash; so ist es vielleicht einsehbar, dass es eine gro&szlig;e Menge Deutscher gibt, die sich f&uuml;r die hier eingesetzten Statthalter der Interessen der USA nicht besonders interessieren, sondern mehr f&uuml;r die Vorg&auml;nge im Lande der &ldquo;eigentlichen Regierung&rdquo;. Dass man als Deutscher dann allerdings auch zu dem Eingest&auml;ndnis neigen m&uuml;sste, dass die sogenannte &ldquo;Demokratie&rdquo; hier vor Ort wenig bis keine Substanz (mehr) hat, jedenfalls wenn man als Deutscher nur noch zwischen den immer gleichen transatlantisch orientierten, lediglich unterschiedlich eingef&auml;rbten Gruppierungen w&auml;hlen kann, macht das Gespr&auml;ch &uuml;ber solche Fragen nicht gerade leichter.<\/p><p>Dann schwingen sich ja auch Scharen wirklich ewig Gestriger auf den Karren und meinen, einer solchen beherrschenden &Uuml;bermacht diejenigen Rezepte entgegenhalten zu m&uuml;ssen, die mit Finanzierung aus dem Bereich eben dieser (amerikanischen) &Uuml;bermacht in der Mitte des vorigen Jahrhunderts eine unbeschreibliche Barbarei an die Stelle einer einstmals gl&auml;nzenden deutschen\/europ&auml;ischen Geisteskultur gesetzt haben. Wer finanzierte Hitler? Woher kamen die Gelder? Jedenfalls war anschlie&szlig;end freie Fahrt f&uuml;r eine durchgreifende Amerikanisierung Deutschlands gegeben, bis hin zu dem Wunsch, &bdquo;Amerika drinnen, Russland draussen und Deutschland unten&ldquo; (des ersten Generalsekret&auml;rs der NATO, Baron Ismays &bdquo;Gr&uuml;ndungsziel der NATO&ldquo;) zu halten. Ist es da ein Wunder, dass die Medien gleich nach dem zweiten Weltkrieg entsprechend &ldquo;eingenordet&rdquo; &ndash; Entschuldigung &ldquo;eingewestet&rdquo; &ndash; wurden, und dass dieser Trend in Zeiten wie unserer so &uuml;berm&auml;chtig wird, dass dagegen kaum noch etwas bestehen kann? Wo doch die technischen Mittel f&uuml;r fast alle Alternativen zu den sogenannten &bdquo;Leitmedien&ldquo; (klingt etwas wie &bdquo;Leithammel&ldquo;) ebenfalls in den H&auml;nden von amerikanischen Gesellschaften sind (Youtube, Facebook, etc. pp.)?<\/p><p>Was will ich damit sagen? Es wird Zeit, dass wir uns besinnen auf unser gro&szlig;artiges und vor allem kosmopolitisches Geisteserbe aus der Zeit vor all diesen Kriegen, Barbareien und Imperialismen, und dass wir versuchen, in zeitgem&auml;&szlig;er Weise dort wieder anzukn&uuml;pfen und es weiter zu entwickeln. Ich denke da zum Beispiel&nbsp; an Humboldts wunderbaren Aufsatz &bdquo;Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen&ldquo;, Schillers Briefe &bdquo;&Uuml;ber die &auml;sthetische Erziehung des Menschen&ldquo;, Goethes &ldquo;Metamorphose der Pflanze&rdquo; und viele andere Geistesg&uuml;ter dieser Zeit. Daran angekn&uuml;pft hat Rudolf Steiner mit seiner &bdquo;Philosophie der Freiheit&ldquo;, den Ausf&uuml;hrungen zur Dreigliederung des sozialen Organismus, einer menschengem&auml;&szlig;en Medizin, biologisch-dynamischem Landbau usw. Auch wer mit manchen Darstellungen aus der Geistesschau und deren Ergebnissen zun&auml;chst Schwierigkeiten hat, wird darin &ndash; insbesondere dem zugegeben schwierigen Zentralwerk &bdquo;Die Philosophie der Freiheit&ldquo; &ndash; etwas finden k&ouml;nnen.<\/p><p>Weitere, heutige Ankn&uuml;pfungen sollten folgen. Dann k&auml;me vielleicht auf die Dauer auch wieder ein ordentlicher, professioneller und selbst&auml;ndiger Journalismus in den f&uuml;hrenden Medien zustande.<\/p><p>Vielen Dank jedenfalls f&uuml;r Jens Bergers erhellende Darstellung: so tritt das Desaster in vollem Umfang ins Bewusstsein.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nStefan Carl em Huisken<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65281\">In diesem Beitrag<\/a> wirft Jens Berger insbesondere dem Magazin &bdquo;Spiegel&ldquo; vor, zu sehr auf die USA fixiert zu sein. Zu viele deutsche Medien &bdquo;lesen sich heutzutage wie die Deutschlandausgabe einer US-Zeitung&ldquo;. Das illustriert er u.a. am Beispiel der Neubesetzung eines Richteramts am obersten US-Gerichtshof und anhand von Meldungen &uuml;ber Verkehrsunf&auml;lle in den USA. 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