{"id":65409,"date":"2020-10-04T09:00:52","date_gmt":"2020-10-04T07:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409"},"modified":"2020-10-02T13:57:10","modified_gmt":"2020-10-02T11:57:10","slug":"hinweise-der-woche-179","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h01\">Die Einheit &ndash; ein kapitalistisches &Uuml;bernahmeprojekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h02\">Die Cum-Ex-Aufarbeitung droht zu scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h03\">&bdquo;Man h&auml;tte st&auml;rker an die &Auml;rmsten der Armen denken m&uuml;ssen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h04\">Armut im Alter: Armutsgefahr steigt besonders bei Generation 65 plus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h05\">&ldquo;Ansteckungszahlen niedrig&ldquo; &ndash; Gesundheitsamt bezweifelt Corona-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h06\">Bundesweite Antik&ouml;rper-Studie mit 34.000 Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h07\">Falschangaben auf Corona-G&auml;stelisten: Lokale wollen nicht selbst kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h08\">Deutschlands neue Corona-Regeln verwandeln Mitb&uuml;rger in Kontrolleure des Alltags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h09\">Dear news media, stop covering the US as if it&rsquo;s a democracy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409#h10\">Ungute Nachrichten aus den Medien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Einheit &ndash; ein kapitalistisches &Uuml;bernahmeprojekt<\/strong><br>\nVon Rainer Mausfeld<br>\n1990 gilt als das wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte, da es einzigartige Chancen bot &ndash; die aus geopolitischen Interessen und denen der Kapiteleigner blockiert und verspielt wurden<br>\n1989 hat das Volk sich selbst zum Sprechen erm&auml;chtigt und seine Stimme gegen die Zentren der Macht politisch wirksam werden lassen. Es hat den alten Hirten die Gefolgschaft aufgek&uuml;ndigt und sich neue gesucht, die seine Vertreibung ins Paradies, so das treffende Bild von Daniela Dahn, organisierten. Das Paradies der kapitalistischen Warenwelt, der grenzenlosen Reise- und Redefreiheit, der individuellen Bed&uuml;rfnisbefriedigung, der bunten Medienvielfalt und der unersch&ouml;pflichen Zerstreuungs- und Unterhaltungsindustrie. Keine Frage, nach den Kriterien des westlichen Vorbilds ist der Lebensstandard f&uuml;r eine Mehrheit der Menschen in Ostdeutschland gestiegen &ndash; und mehr noch, das Ausma&szlig; sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Spaltungen.<br>\nF&uuml;r den Sieger war dies ein &uuml;berw&auml;ltigender Sieg, und da die Geschichte bekanntlich von den Siegern geschrieben wird, kann es keinen Zweifel geben, wer der Sieger des historischen Augenblicks ist. Es ist die kapitalistische Wirtschaftsordnung und mit ihr die Lebensformen und Annehmlichkeiten des Konsums, die sie erm&ouml;glicht.<br>\nBleibt noch die Frage, wer eigentlich die Verlierer der Ereignisse von 1989 sind&hellip;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Ich wollte immer in einer Demokratie leben, aber nie im Kapitalismus&rdquo;, schreibt Daniela Dahn in ihrer Abrechnung mit der Einheit Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute.<br>\n(&hellip;) Nach einem zun&auml;chst verhei&szlig;ungsvollen Aufbruch oppositioneller Gruppen in der DDR, die einen Demokratisierungsdruck aufzubauen suchten, der auch auf den Westen &uuml;bergreifen sollte, wurde jedoch die friedliche Revolution, die keine war, regelrecht aufgekauft. Der Kapitalismus hat bekanntlich einen gro&szlig;en Magen. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. Die historische Chance auf eine gesamtdeutsche Verfassung, die, wie es in Paragraph 146 des Grundgesetzes hei&szlig;t, &ldquo;von dem deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist&rdquo;, also die Chance einer wirklichen Demokratisierung in beiden Teilen, wurde in rigoroser Siegermentalit&auml;t blockiert.<br>\nIn diesen Siegesstunden bewies der Kapitalismus noch einmal, dass ihm kein ideologisches System an illusionserzeugender Kraft gleichkommt. Keine andere autorit&auml;re Herrschaftsform verf&uuml;gt &uuml;ber so ausgefeilte Mittel, Menschen zu einer freiwilligen Knechtschaft zu verf&uuml;hren. Dazu geh&ouml;ren insbesondere Mittel zur Spaltung der Gesellschaft und zur Zersetzung von Dissens. All diese Mittel konnten 1989 h&ouml;chst wirksam zur Anwendung gebracht werden, dazu noch mit singul&auml;ren Renditen f&uuml;r die Kapitalbesitzer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Einheit-ein-kapitalistisches-Uebernahmeprojekt-4914128.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Cum-Ex-Aufarbeitung droht zu scheitern<\/strong><br>\nGerhard Schick spricht verbindlich im Ton, aber hart in der Sache: So wie der Finanzmarkt derzeit funktioniere, sagt er, wirke er destruktiv und vergifte unsere Gesellschaft. Schick wurde als Mitiniatior des Cum-Ex-Untersuchungsausschusses bekannt, seit 2018 steht er der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende vor.<br>\nHat Sie der Fall Wirecard &uuml;berrascht? Ein DAX-Unternehmen, das gro&szlig;teils auf Betrug aufbaut?<br>\nDie Summen, um die es geht, sind beeindruckend, aber letztlich sind doch alle Zutaten des Wirecard-Skandals schon lange als Probleme bekannt. Wir wissen seit Jahren, dass viele Aufsichtsr&auml;te nicht unabh&auml;ngig genug sind und ihre Kontrollfunktion de facto nicht aus&uuml;ben. Genau das ist bei Wirecard passiert. Das zweite Problem: dass die Wirtschaftspr&uuml;fer ihre Aufgaben oft nicht erledigen. Auch das ist seit Jahren bekannt, 2008 in der Bankenkrise war es ein gro&szlig;es Thema. 2010 hat die EU-Kommission Reformvorschl&auml;ge vorgelegt. Diese Vorschl&auml;ge sind praktisch zu 100 Prozent ausgebremst worden von der entsprechenden Wirtschaftspr&uuml;ferlobby. Dann braucht sich niemand wundern, dass das Problem fortbesteht.<br>\nDie Aufsicht hat auch versagt.<br>\nJa. Bei praktisch jedem Skandal stellt die Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde BaFin erst hinterher fest, dass er stattgefunden hat. Sie ist zu nah am Finanzmarkt, weshalb sie keinen kritischen Kontrollblick von au&szlig;en hat. Die BaFin hat Ermittlungen gegen die Journalisten angesto&szlig;en, die die Betrugsvorw&uuml;rfe gegen Wirecard ziemlich korrekt formuliert haben, anstatt den Betrugsvorw&uuml;rfen selber st&auml;rker nachzugehen! Leider kann das niemanden &uuml;berraschen. Cum-Ex hat sie ja auch komplett verschlafen.<br>\nWelche Rolle spielt Deutschland beim j&uuml;ngsten Datenleak zur internationalen Geldw&auml;sche, den FinCEN Files?<br>\nEine gro&szlig;e, insbesondere die Deutsche Bank. Das Problem ist, dass die Geldw&auml;schebek&auml;mpfung mit der Spezialeinheit Financial Intelligence Unit nicht gut funktioniert, die BaFin ist schlecht aufgestellt. Wir brauchen eine einheitliche und starke Aufsicht.<br>\nNun geht es aber in Ihrem Buch &bdquo;Die Bank gewinnt immer&ldquo; weniger um gro&szlig;e Skandale als um einen Finanzmarkt, bei dem vieles grunds&auml;tzlich im Argen liegt.<br>\nJa, so wie er derzeit funktioniert, wirkt der Finanzmarkt destruktiv. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Zum Ersten ist es ein schiefes Spielfeld. Wir wissen, viele Leute m&uuml;ssen f&uuml;rs Alter vorsorgen. Aber auf einem schiefen Spielfeld ist die Wahrscheinlichkeit gro&szlig;, dass sie &ndash; auch wenn sie versuchen, alles richtig zu machen &ndash; immer wieder verlieren. Der Finanzmarkt macht viele Menschen zu Verlierern: Das hat eine vergiftende Wirkung auf unser gesellschaftliches Klima.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/die-cum-ex-aufarbeitung-droht-zu-scheitern\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Man h&auml;tte st&auml;rker an die &Auml;rmsten der Armen denken m&uuml;ssen&ldquo;<\/strong><br>\nDie deutschen Gesundheits&auml;mter haben den h&ouml;chsten Stand an Neuinfektionen seit April gemeldet. In Berlin m&uuml;ssen sich die Menschen bald wieder auf Kontaktbeschr&auml;nkungen einstellen. Auch in M&uuml;nchen gelten seit einigen Tagen versch&auml;rfte Regeln zur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie. Das Virus hat Auswirkungen nicht nur auf das Gesundheitssystem, sondern auch die Gesellschaft. Der Armutsforscher Christoph Butterwegge beobachten, dass Corona die Ungleichheit in der Gesellschaft versch&auml;rft.<br>\nButterwegge sagte im Dlf, die Pandemie treffe haupts&auml;chlich Einkommensschwache und somit die &Auml;rmsten der Gesellschaft. Er kritisierte: Die Bundesregierung habe mit ihren beiden Sozialschutzpaketen haupts&auml;chlich diejenigen bedacht, die zum Beispiel als Soloselbstst&auml;ndige und Kleinstunternehmer jetzt in Hartz IV fallen.<br>\nEinkommensschwache Menschen habe sie dagegen in der Coronakrise vernachl&auml;ssigt. &bdquo;Familien im Hartz IV-Bezug, deren Kinder w&auml;hrend des Lockdowns nicht in der Kita oder in der Schule waren, sondern zu Hause, mussten verpflegt werden. Was in den Einrichtungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket kostenfrei ist. Jetzt waren die Kinder zu Hause, und mussten bekocht werden. Die zus&auml;tzlichen Kosten hat der Staat nicht getragen&ldquo;, sagte Butterwegge im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/soziale-ungleichheit-durch-corona-man-haette-staerker-an.694.de.html?dram:article_id=484795\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armut im Alter: Armutsgefahr steigt besonders bei Generation 65 plus<\/strong><br>\n2019 waren 15,7 Prozent der Menschen ab 65 Jahren armutsgef&auml;hrdet. Das sind 4,7 Prozent mehr als noch 2005. In einigen Bundesl&auml;ndern ist das Risiko f&uuml;r &auml;ltere Menschen, in die Armut zu rutschen, besonders hoch.<br>\n&Auml;ltere Menschen in Deutschland sind zunehmend von Armut bedroht. Der Anstieg der Armutsgef&auml;hrdungsquote seit dem Jahr 2005 sei in der Gruppe ab 65 Jahren am gr&ouml;&szlig;ten gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Der Zuwachs betrug demnach 4,7 Punkte. Im vergangenen Jahr seien 15,7 Prozent der Menschen in dieser Altersgruppe armutsgef&auml;hrdet gewesen. Die Armutsgef&auml;hrdung war damit ann&auml;hernd genauso hoch wie in der Gesamtbev&ouml;lkerung, die Quote stieg hier um 1,2 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent.<br>\nArmut wird in der Bundesrepublik &uuml;ber das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden M&ouml;glichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Die Armutsgef&auml;hrdungsquote gibt den Anteil der Bev&ouml;lkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. Bei einem Ein-Personen-Haushalt lag diese Grenze 2019 bei 1074 Euro im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/armut-im-alter-armutsgefahr-steigt-ab-65-jahren-16978593.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Ansteckungszahlen niedrig&ldquo; &ndash; Gesundheitsamt bezweifelt Corona-Strategie<\/strong><br>\nW&auml;hrend Kanzlerin Merkel die Deutschen auf einen schweren Corona-Winter einstimmt, r&auml;t der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes zum Umdenken. Man sollte nicht nur Virologen h&ouml;ren, sondern auch Pandemie-Fach&auml;rzte befragen. Und sich nicht zu sehr auf Ansteckungszahlen fixieren.<br>\nDer Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Prof. Ren&eacute; Gottschalk, sieht die politischen Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie in Deutschland kritisch. In einem Beitrag f&uuml;r das &ldquo;Hessische &Auml;rzteblatt&rdquo; (10\/2020) listen Gottschalk und seine ehemalige Stellvertreterin Ursel Heudorf ihre bisherigen Erfahrungen auf und formulieren Empfehlungen f&uuml;r die Zukunft. Ihrer Ansicht nach &ldquo;bedarf es dringend einer breiten &ouml;ffentlichen Diskussion zu den Zielen und Mitteln der Pandemie-Bek&auml;mpfung&rdquo;.<br>\nDie Ma&szlig;nahmen seien &ldquo;von politisch Verantwortlichen angeordnet, ohne dass die Erfahrungen fr&uuml;herer Pandemien ausreichend ber&uuml;cksichtigt wurden&rdquo;, schreiben Gottschalk und Heudorf. [&hellip;]<br>\nVon den drei Strategien im Umgang mit der Pandemie &ndash; &ldquo;Containment&rdquo; (Eind&auml;mmung), &ldquo;Protection&rdquo; (Schutz f&uuml;r Risikogruppen) und &ldquo;Mitigation&rdquo; (Folgenminderung) &ndash; werde ausschlie&szlig;lich &ldquo;Containment&rdquo; betrieben, &ldquo;was angesichts der Fallzahlen dringend &uuml;berdacht werden sollte&rdquo;. Dass die Zahlen vergleichsweise niedrig sind, habe man der schnellen Isolierung von Kranken und der Quarant&auml;ne f&uuml;r Kontaktpersonen zu verdanken. &ldquo;Ob dies bei einer Erkrankung, die zum weitaus gr&ouml;&szlig;ten Teil bei den Patienten leicht oder gar asymptomatisch verl&auml;uft, sinnvoll ist, muss bezweifelt werden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Gesundheitsamt-bezweifelt-Corona-Strategie-article22072783.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesweite Antik&ouml;rper-Studie mit 34.000 Menschen<\/strong><br>\nDas Robert-Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antik&ouml;rper-Studie mit 34.000 Menschen. Gekl&auml;rt werden solle unter anderem, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Personen besonders h&auml;ufig betroffen sind, teilen RKI und DIW mit. Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/coronavirus-news-ticker-der-kw-40,SBrBSWa\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Genau diese Aussagen wird die Studie aber nicht machen k&ouml;nnen, da sich die Antik&ouml;rper vor allem bei Infizierten ohne Symptome oder leicht Erkrankten bereits nach zwei bis drei Monaten kaum noch nachweisen lassen. Dies ist das Ergebnis einer vielbeachteten chinesischen Studie, die in der angesehenen Fachzeitschrift &bdquo;Nature&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41591-020-0965-6\">ver&ouml;ffentlicht wurde<\/a>. Wenn die RKI-Studie also im Oktober startet, muss man davon ausgehen, dass ein gro&szlig;er Teil der Infektionen vor August gar nicht mehr &uuml;ber die Antik&ouml;rper nachweisbar ist &ndash; und dies betrifft in Deutschland die absolute Mehrheit der nachgewiesenen und vermuteten Infektionen. Was also soll diese Studie ergeben? Dass die &bdquo;Durchseuchung&ldquo; nur extrem gering ist? Dies w&auml;re nat&uuml;rlich R&uuml;ckwind f&uuml;r die &bdquo;Lockdown-Fraktion&ldquo;. So biegt man sich die Zahlen zurecht, wie man sie gerade braucht<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Falschangaben auf Corona-G&auml;stelisten: Lokale wollen nicht selbst kontrollieren<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder hatten die die Gastronomiebetreiber in ihrem Beschluss aufgefordert, &ldquo;durch Plausibilit&auml;tskontrollen dazu beizutragen, dass angeordnete G&auml;stelisten richtig und vollst&auml;ndig gef&uuml;hrt werden&rdquo;. Merkel sagte dazu, dass sich Gastronomen &ldquo;im Zweifelsfall&rdquo; den Ausweis oder F&uuml;hrerschein von Besuchern zeigen lassen sollten.<br>\nDer Deutsche Hotel- und Gastst&auml;ttenverband (Dehoga) kritisiert diese Aufforderung an die Wirte. &ldquo;Es ist ein Streit unter Rechtsexperten, ob Gastwirte das Recht haben, sich den Personalausweis vorzeigen zu lassen&rdquo;, entgegnete Dehoga-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Ingrid Hartges im SWR. &ldquo;Ich bef&uuml;rchte, dass sie keinen Anspruch darauf haben.&rdquo; Kontaktangaben der G&auml;ste seien wichtig, um Corona-Infektionsketten nachverfolgen zu k&ouml;nnen, sagte Hartges. Doch &ldquo;nat&uuml;rlich ist das Thema nicht konfliktfrei&rdquo; &ndash; und Gastwirte h&auml;tten hier keine hoheitliche Aufgabe. Es sei Aufgabe der lokalen Beh&ouml;rden, die Umsetzung zu kontrollieren. Dar&uuml;ber m&uuml;ssten sich die Landesregierungen jetzt Gedanken machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kontrollen-restaurants-corona-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Bundesregierung treibt hier ein &auml;hnliches Spiel wie vor ein paar Wochen, als man ein erh&ouml;htes Bef&ouml;rderungsentgelt in Z&uuml;gen der Deutschen Bahn als Strafe f&uuml;r Maskenverweigerer vorschlug. Damals sollten die Zugbegleiter die Gelder f&uuml;r den Staat eintreiben, was die Gewerkschaft EVG entschieden ablehnte. Nun sollen also die Gastwirte die hoheitliche Aufgabe der Identit&auml;tsfeststellung &uuml;bernehmen, obwohl doch die Kanzlerin nach der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz in dieser Woche ausdr&uuml;cklich betont hatte, an der Strafprozessordnung nichts &auml;ndern zu wollen, um den vielfach kritisierten Zugriff auf die Personendaten durch Ermittlungsbeh&ouml;rden zu unterbinden. Laut dieser Strafprozessordnung obliegt es wiederum nur den Amtstr&auml;gern, bei Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten die Personalien festzustellen. Es ist schwer vorstellbar, dass die Polizei nun wegen jedem Fred Feuerstein extra ausr&uuml;cken wird. Es ist auch nicht ganz klar, wie eine Bundesregierung die zunehmende Mehrarbeit bei den Beh&ouml;rden rechtfertigen will, wenn sich der Bund als Arbeitgeber in der aktuellen Tarifauseinandersetzung weigert, den Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst &uuml;berhaupt mal ein Angebot vorzulegen. An der Haltung und den Aussagen der Kanzlerin gebe es also viel zu kritisieren, sie wird aber geschont und von allen Medien daf&uuml;r beklatscht, eine simple Rechenaufgabe diesmal unfallfrei vorgetragen oder in der gestrigen Generaldebatte zum Haushalt Gef&uuml;hl gezeigt zu haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands neue Corona-Regeln verwandeln Mitb&uuml;rger in Kontrolleure des Alltags<\/strong><br>\nIn der Pressekonferenz pr&auml;zisierte die Kanzlerin, &laquo;die Betreiber der Einrichtung&raquo; w&uuml;rden bei Verst&ouml;ssen belangt, weshalb sie sich im Zweifel den Personalausweis zeigen lassen sollten &laquo;oder den F&uuml;hrerschein oder was auch immer&raquo;. Selbst Friseure sollen so verfahren.<br>\nSp&auml;testens an diesem Punkt erhebt der Legalismus seine Fratze. Aus dem Willen, die Z&uuml;gel anzuziehen (S&ouml;der), kann, um im Bild zu bleiben, der Gaul namens Freiheit totgeritten werden. Welcher Wirt wird sich inmitten einer Rezession von seinen G&auml;sten einen Ausweis zeigen lassen, bevor er die Bestellung aufnimmt, weil ihn der Eintrag auf der Liste aus orthographischen oder sonstigen Gr&uuml;nden nicht &uuml;berzeugt? Welcher Friseur wird eine Kundin, die er nicht kennt, peinlich befragen, ob sie wirklich und wahrhaftig so und genau so heisse? Eine solche Erwartungshaltung ist eine lebensfremde Zumutung. Merkels gestriger Satz &ndash; &laquo;wir wissen, dass wir im &ouml;ffentlichen Raum besser kontrollieren k&ouml;nnen&raquo; &ndash; zeigt hier seine Nachtseite. Er stellt das private Leben unter Genehmigungsvorbehalt. Jede pers&ouml;nliche Beziehung &auml;ndert sich, wird sie prim&auml;r als eine rechtliche betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/deutsche-corona-regeln-aus-mitbuergern-werden-kontrolleure-ld.1579242\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein treffender Kommentar, der die Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt, dass wir uns auf dem besten Weg in ein autorit&auml;res Corona-Regime befinden. Ein absolut erschreckender Aspekt ist, dass es dagegen im Parlament nicht den geringsten Widerstand gibt und sich alle Parteien, mit Ausnahme der FDP und der AfD, sogar versuchen, darin zu &uuml;bertreffen, wer sich die sch&auml;rfsten Zwangsma&szlig;nahmen ausdenkt, wie etwa der SPD-Vorschlag auf belebten Pl&auml;tzen generell einen Maskenzwang einzuf&uuml;hren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dear news media, stop covering the US as if it&rsquo;s a democracy<\/strong><br>\nThe US is on its way to becoming an authoritarian state. That requires a radically different kind of journalism that doesn&rsquo;t just cover the news, but defends democracy.<br>\nThe problem with the fall of a democracy is that it doesn&rsquo;t simply happen, like a rain shower or a thunderstorm. It unfolds, like the slow and steady warming of the climate.<br>\nLiberties aren&rsquo;t eliminated, they are restricted and violated &ndash; until they erode. Rights aren&rsquo;t abolished, they are undermined and trampled &ndash; until they become privileges. Truths aren&rsquo;t buried, they are mocked and twisted &ndash; until everyone has their own.<br>\nA democracy doesn&rsquo;t stumble and fall; it slides into decline.<br>\nThe problem with daily news is that it obsesses over what&rsquo;s happening, making it harder to grasp what unfolds. Breaking news, by its nature, is ill-equipped to cover the demise of democracy &ndash; just as the weather report never really shows us the climate is changing.<br>\nBreaking news shows the world as a place of sheer madness without rhyme or reason &ndash; a non-stop series of unrelated events. It&rsquo;s like a diary without a memory or a notion of the future: it tells us of today, while it has forgotten all about yesterday, and pretending there&rsquo;s no tomorrow. It warns and warns and warns, but immediately forgets what it&rsquo;s warning against &ndash; thus never learning from its own wailing sirens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thecorrespondent.com\/698\/dear-news-media-stop-covering-the-us-as-if-its-a-democracy\/16288608270-e977e9fe\">Rob Wijnbger, The Correspondent<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ungute Nachrichten aus den Medien<\/strong><br>\nNoch mehr Medien-Macht bei Springer-Chef Mathias D&ouml;pfner. Und damit noch mehr Druck auf die Medienschaffenden.<br>\nMathias D&ouml;pfner, der oberste Boss des Medienkonzerns Axel Springer SE in Berlin, erh&auml;lt von Springer-Witwe Friede Springer 15 Prozent des Aktienkapitals geschenkt. Das ist keine gute Nachricht. Nicht nur, weil damit ein weiterer Medienkonzern von einem Milliard&auml;r gef&uuml;hrt wird, der sich wirtschaftspolitisch aller Voraussicht nach dann erst recht vor allem um das Wohl der Reichen und Reichsten k&uuml;mmern wird. Mathias D&ouml;pfner ist &ndash; mit jetzt 22 Prozent Beteiligung am Springer-Konzern &ndash; auch ein Medien-Magnat, der selber in die Tasten greift, um seine Journalistinnen und Journalisten gleich &ouml;ffentlich anzuweisen, was sie zu schreiben haben.<br>\nDer Medien-Konzern Axel Springer hat auf Konzernebene f&uuml;nf sogenannte politische &laquo;Grunds&auml;tze&raquo;. Die Nr. 3 heisst: &laquo;Wir zeigen unsere Solidarit&auml;t in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.&raquo; Damit ist programmiert, was die Medienschaffenden der deutschen &laquo;Bild&raquo;-Zeitung und der &laquo;Welt&raquo; und vieler anderer Medien geopolitisch zu schreiben haben: gegen China, gegen Russland, f&uuml;r die USA. Meinungsfreiheit im Springer-Konzern ist so zum Fremdwort geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Axel-Springer-Medienkonzern-Dopfner-unfreier-Journalismus\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Beobachtung eines Kenners der Medien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65409\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-65409","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65409"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65409\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65412,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65409\/revisions\/65412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}