{"id":65422,"date":"2020-10-02T16:42:12","date_gmt":"2020-10-02T14:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422"},"modified":"2020-10-02T16:42:12","modified_gmt":"2020-10-02T14:42:12","slug":"hinweise-des-tages-ii-460","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h01\">&laquo;Julian Assange ist verantwortungs&shy;voll mit den Daten umgegangen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h02\">Palantir-B&ouml;rsengang wirft offene Fragen auf an deutsche Polizeikunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h03\">Verschwundene zwei Milliarden f&uuml;r die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h04\">Reform der Riester-Rente &ndash; Verbrauchersch&uuml;tzer warnen vor Unionskonzept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h05\">Stellenabbau bei Unternehmen: Schuld ist nicht allein die Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h06\">Mit aktiver Industriepolitik gute Arbeit sichern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h07\">Wenn die Miete auf den Cayman Islands landet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h08\">Corona und die sozial-&ouml;konomische Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h09\">Der Wettlauf um 5G<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h10\">Energiewende wird zum Milliarden-Grab: Deutsche d&auml;mmen wie die Weltmeister &ndash; andere Ma&szlig;nahmen w&auml;ren f&uuml;r das Klima besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h11\">Kohl war am Ende &ndash; dann kam die Wende <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h12\">Ossi? Find&lsquo; ich gut!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h13\">Was die Reichen alles d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65422#h14\">Zu guter Letzt: Das Bundesverdienstkreuz aus China ist nicht gut genug<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&laquo;Julian Assange ist verantwortungs&shy;voll mit den Daten umgegangen&raquo;<\/strong><br>\nEin Informatikprofessor aus Biel widerlegt im Auslieferungs&shy;verfahren gegen den Wikileaks-Gr&uuml;nder den zentralen Punkt der Anklage. Begegnung in einem Berner Schnellimbiss. [&hellip;]<br>\nZehn Jahre lang behaupteten die US-Beh&ouml;rden (ohne jemals einen einzigen Beweis daf&uuml;r zu erbringen), dass Julian Assange Menschen&shy;leben gef&auml;hrdet habe, weil er die ihm von Chelsea Manning anvertrauten diplomatischen Depeschen der US-Regierung komplett und einfach so ins Netz gestellt habe, und deswegen sei Assange kein Journalist.<br>\nDie Erz&auml;hlung von der Gef&auml;hrdung hat sich bis heute gehalten, obwohl Mitarbeitende des State Department bereits Ende 2010 gegen&uuml;ber dem US-Kongress hatten durchsickern lassen (w&auml;hrend die Obama-Administration &ouml;ffentlich das Gegenteil behauptete), dass Wikileaks die USA zwar blossgestellt habe, dabei aber niemand zu Schaden gekommen sei.<br>\nBei seiner Analyse fand Grothoff zudem heraus: Die Behauptung &ndash; ein zentraler Anklage&shy;punkt der US-Justiz &ndash;, Wikileaks habe als erste Quelle die Depeschen komplett und unbearbeitet ins Netz gestellt und sei deshalb unter dem &laquo;Espionage Act&raquo; zu verfolgen, ist nachweislich falsch. Mit dem n&ouml;tigen Fach&shy;wissen sei im Netz nachvollziehbar und unzweifelhaft belegbar, so Grothoff in seiner Expertise, dass Wikileaks erst im Nachgang die gesamten Depeschen publiziert habe &ndash; nachdem diese von anderen Quellen bereits online gestellt worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2020\/10\/01\/julian-assange-ist-verantwortungsvoll-mit-den-daten-umgegangen\">Republik<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Entscheidung &uuml;ber Assanges Auslieferung an USA erst im J&auml;nner<\/strong><br>\nLondon &ndash; Der in Gro&szlig;britannien inhaftierte Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange muss weiter auf die Entscheidung warten, ob er an die USA ausgeliefert wird. Das zust&auml;ndige Gericht in London gab am Donnerstag bekannt, dass es am 4. J&auml;nner in der Sache entscheiden wolle. Bis dahin m&uuml;sse der Australier weiterhin in einem Londoner Hochsicherheitsgef&auml;ngnis bleiben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tt.com\/artikel\/30755074\/entscheidung-ueber-assanges-auslieferung-an-usa-erst-im-jaenner%20\">Tiroler Tageszeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Diese Entwicklung hatte sich schon abgezeichnet, denn Anklage und Verteidigung haben bis Mitte November Zeit ihre 200 seitigen Schlusspl&auml;doyers einzureichen. Zus&auml;tzlicher Lesestoff f&uuml;r Bezirksrichterin Baraitser. Ich verlie&szlig; gestern weiter ern&uuml;chtert das Gericht, w&auml;hrend Julian Assange wieder ins Gef&auml;ngnis gebracht wurde. Seine Familie wirkte sichtlich gezeichnet.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Anschlag auf die Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nJulian Assange ist kein Krimineller. Seine Auslieferung gef&auml;hrdet die Pressefreiheit und die Sicherheit von Journalisten weltweit.<br>\nBald werden die britischen Gerichte &uuml;ber das Schicksal des australischen Journalisten Julian Assange entscheiden &ndash; eines Mannes, der zu Unrecht als Krimineller beschuldigt wird. Assange hat kein Verbrechen begangen. Stattdessen ist er ein K&auml;mpfer f&uuml;r die Freiheit.<br>\nGro&szlig;britannien wird erkl&auml;ren, ob es den Antrag auf Auslieferung Assanges in die USA, wo ihn die Regierung in 18 Punkten anklagt, akzeptiert oder verweigert. Wird er ausgeliefert, k&ouml;nnte der 48-J&auml;hrige verurteilt und mit bis zu 175 Jahren Gef&auml;ngnis bestraft werden &ndash; was einer lebenslangen Freiheitsstrafe entspricht.<br>\nDiese Ungeheuerlichkeit m&uuml;ssen wir verhindern. Ich rufe alle in der Welt, die sich der freien Meinungs&auml;u&szlig;erung verpflichtet f&uuml;hlen, dazu auf, sich mir anzuschlie&szlig;en. Wir m&uuml;ssen die Unschuld Assanges verteidigen und seine sofortige Freilassung fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/anschlag-auf-die-meinungsfreiheit-4684\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Palantir-B&ouml;rsengang wirft offene Fragen auf an deutsche Polizeikunden<\/strong><br>\nPalantir bezieht klar Position in seinem B&ouml;rsenprospekt vor dem IPO am 30.9.: Stramm an der Seite der Vereinigten Staaten und ihrer Verb&uuml;ndeter und mit einer Wachstumsstrategie, die aus bestehenden Kunden das Maximum an Umsatz rausholen und neue Kunden mit &bdquo;neuen Vertriebsmethoden und Partnerschaften&ldquo; gewinnen will. Das wirft essenzielle Fragen auf, f&uuml;r Hessen und Nordrhein-Westfalen, die Palantir-Produkte bereits einsetzen. Und f&uuml;r Polizeibeh&ouml;rden anderer L&auml;nder und den Bund, die mit dem Einsatz lieb&auml;ugeln &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.net\/palantir-boersengang-wirft-offene-fragen-auf-an-deutsche-polizeikunden\">POLICE-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verschwundene zwei Milliarden f&uuml;r die Rente<\/strong><br>\nIm Sozialhaushalt sollte eigentlich f&uuml;r die Stabilisierung der Rente vorgesorgt werden. Doch der entsprechende Posten fehlt im aktuellen Etatplan.<br>\nAn diesem Freitag wird Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) im Bundestag seinen Haushalt f&uuml;r das kommende Jahr vorstellen. Um 11.20 Uhr steht der &ldquo;Einzelplan 11&rdquo; auf der Tagesordnung, und mit Ausgaben von 163,98 Milliarden Euro ist er der dickste Brocken im Bundeshaushalt. Das war er zwar schon vor Corona, angesichts von Millionen Kurzarbeitern aber steht er nun noch einmal mehr im Fokus.<br>\nIn einem solchen Etat steckt viel drin. Ekin Delig&ouml;z aber, Haushaltspolitikerin der Gr&uuml;nen, ist ein Posten aufgefallen, der fehlt: die eigentlich geplante Demografievorsorge zur Absicherung der neuen &ldquo;Haltelinien&rdquo; f&uuml;r die gesetzliche Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/heil-rente-haushalt-1.5051707\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reform der Riester-Rente &ndash; Verbrauchersch&uuml;tzer warnen vor Unionskonzept<\/strong><br>\nDer Bundesverband der Verbraucherzentralen lehnt die Pl&auml;ne der Union f&uuml;r eine Reform der Riester-Rente strikt ab. &ldquo;Die Vorschl&auml;ge von CDU und CSU tragen eindeutig die Handschrift der Versicherungswirtschaft&rdquo;, sagte Verbandschef Klaus M&uuml;ller dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Versicherungsbranche gehe es lediglich darum, die &ldquo;Subventionsmaschine Riester&rdquo; mit zus&auml;tzlichem Steuergeld wiederzubeleben, um ineffiziente Vertr&auml;ge verkaufen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/reform-der-riesterrente-verbraucherschutzer-warnen-vor-unionskonzept-LKJBXJYW25GFDNWLZVBIZ6DYIQ.html\">RND<\/a>\n<p><strong>dazu: Rentenpolitik: Parit&auml;tischer fordert Abschaffung der Riester-Rente<\/strong><br>\nScharfe Kritik &uuml;bt der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband an dem Vorhaben der Bundesregierung, das gescheiterte Modell der Riester-Rente durch diverse Einzelma&szlig;nahmen zu reformieren. Notwendig ist nach Ansicht des Verbandes stattdessen ein grunds&auml;tzlicher rentenpolitischer Kurswechsel, mit dem die gesetzliche Rentenversicherung gest&auml;rkt und armutsfest gemacht wird.<br>\n&ldquo;Riester ist gefloppt und ein rentenpolitischer Zombie, der auch nicht dadurch reanimiert werden kann, dass man schlechtem Geld noch gutes Steuergeld hinterher wirft&rdquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands, die &ouml;ffentlich gewordenen Pl&auml;ne der Union, die Riester-F&ouml;rderung durch h&ouml;here Steuerzusch&uuml;sse auszuweiten und damit faktisch unrentable Produkte bzw. Anlagen staatlich zu f&ouml;rdern. &ldquo;Selbst eine noch so gute Bezuschussung durch Steuergeld &auml;ndert nichts daran, dass das Riester-Modell nur einen richtigen Gewinner kennt, und das ist die Versicherungswirtschaft.&rdquo;<br>\nDer Parit&auml;tische fordert die Abschaffung der Riester-Rente, das hei&szlig;t die sofortige Einstellung jeglicher F&ouml;rderung neuer Vertragsabschl&uuml;sse, und einen rentenpolitischen Kurswechsel. Die gesetzliche Rentenversicherung m&uuml;sse stabilisiert werden u.a. durch den konsequenten Ausbau zu einer Erwerbst&auml;tigenversicherung, die endlich alle Erwerbst&auml;tigen, also auch Beamt*innen, Politiker*innen und Selbst&auml;ndige, einbezieht. Der Verband fordert zudem eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent. &ldquo;Die gesetzliche Rentenversicherung ist das pulsierende Herzst&uuml;ck des deutschen Sozialstaats und ein Erfolgsmodell. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung einsieht, dass die Versuche zur Privatisierung des Rentenrisikos allesamt weitgehend gescheitert sind. Statt in die private Versicherungswirtschaft zu investieren, muss die gesetzliche Rentenversicherung gest&auml;rkt und endlich armutsfest gemacht werden&rdquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/rentenpolitik-paritaetischer-fordert-abschaffung-der-riester-rente\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stellenabbau bei Unternehmen: Schuld ist nicht allein die Pandemie<\/strong><br>\nEs ist ein seltsamer Gegensatz: Die Arbeitsmarktzahlen f&uuml;r Deutschland sind gegenw&auml;rtig viel besser als erwartet, viel besser auch als die von anderen Industriel&auml;ndern, fast, wie die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; heute titelt, eine &bdquo;Sensation&ldquo;. Gleichzeitig hagelt es Ank&uuml;ndigungen von Unternehmen, die Stellen abbauen wollen, als g&auml;be es kein Morgen mehr. Gestern nickte der Aufsichtsrat von Conti den Abbau von 30.000 Stellen ab, am Abend k&uuml;ndigte Bayer an: Es gibt ein weiteres Sparprogramm. Personalk&uuml;rzungen nicht ausgeschlossen.<br>\nErleben wir jetzt also die Ruhe vor dem Sturm? Ein gegenw&auml;rtiger Arbeitsmarkt, der durch Kurzarbeitergeld gehalten wird, aber eine d&uuml;stere Zukunft mit Jobverlusten auf breiter Front? Hier gilt es, den Unternehmen genau auf die Finger zu schauen. Nicht alles, wo Corona draufsteht, ist auch wirklich der Pandemie geschuldet. Bei manchen Ank&uuml;ndigungen ist das klar, wie beim Kraftwerksbetreiber Steag, der jetzt 1.000 Arbeitspl&auml;tze streichen will: Der Grund ist nicht Corona, sondern der Kohleausstieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stellenabbau-bei-unternehmen-schuld-ist-nicht-allein-die.720.de.html?dram:article_id=485088\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit aktiver Industriepolitik gute Arbeit sichern!<\/strong><br>\nDie wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind noch nicht &uuml;berwunden. Das gilt besonders f&uuml;r die nieders&auml;chsische Industrie. Sie steckt mitten in einem Transformationsprozess. Anstatt aber Besch&auml;ftigte zu entlassen, m&uuml;ssen tarifliche und mitbestimmte L&ouml;sungen her. Parallel sollte die Landesregierung mit aktiver Industriepolitik gegensteuern, um industrielle Wertsch&ouml;pfung und gute Arbeit in Niedersachsen zu erhalten, fordert das schlaglicht 35\/2020.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++3fce9568-03b8-11eb-a281-001a4a16011f\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn die Miete auf den Cayman Islands landet<\/strong><br>\nDie Wohnungslage in den Gro&szlig;st&auml;dten wird immer angespannter, auch wegen Gro&szlig;investoren. Die rechnen sich laut einer Studie nicht selten arm &ndash; und zahlen kaum Steuern.<br>\nWer in der Hauptstadt lebt und seinem Vermieter die lecke Dachrinne oder den sich aufl&ouml;senden Teppichboden melden will, bekommt immer seltener ein berlinerndes Urgestein ans Telefon. Immer h&auml;ufiger dagegen kommt es vor, dass der Vermieter kryptische Namen wie &ldquo;Blackstone Property Partners Europe Holding S.a.r.l.&rdquo; oder &ldquo;Juventus Properties&rdquo; tr&auml;gt. L&auml;ngst ist Berlin ein Magnet f&uuml;r Immobilieninvestoren. F&uuml;r Gruppen, die sich weniger f&uuml;r die kaputte Regenrinne interessieren, sondern in Renditen denken und wissen, wie man diese optimiert. Und das tun sie laut verschiedenen Recherchen auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/immobiliengeschaeft-wenn-die-miete-auf-den-cayman-islands-landet-1.5048946\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona und die sozial-&ouml;konomische Krise<\/strong><br>\nGemeldet wurde vor ein paar Tagen, dass es Unruhen in &auml;rmeren Vierteln in Madrid gab, weil es Dignale gab, dass ein neuer Lockdown drohe (siehe dazu Nun wird Madrid doch abgeriegelt), der die Lebensgrundlage vieler Menschen gef&auml;hrdet. Auch die Gastwirte im S&uuml;den Frankreichs opponieren gegen neue Beschr&auml;nkungen, da sie das Ende ihrer Existenz bef&uuml;rchten.<br>\nDie Corona-Ma&szlig;nahmen mit der einseitigen Fixierung auf die Infiziertenzahlen seit Anbeginn (leider auch des Massenmediums Fernsehen) greifen immer mehr in das Leben der Menschen ein, auch in Deutschland. Die Creditreform meldet nun, dass zirka 15,5 Millionen Haushalte in Deutschland in einer schwierigen finanziellen Lage sind, das sind 37 Prozent der deutschen Haushalte!<br>\nVor allem Gering- und Normalverdiener leiden unter den Corona-Einschr&auml;nkungen, die wieder einmal &ldquo;am Ende der Nahrungskette&rdquo; stehen und die gr&ouml;&szlig;te Last tragen m&uuml;ssen. Stundungen von Krediten sind erforderlich, Konsumausgaben m&uuml;ssen weiter heruntergefahren werden. Fast 13 Prozent haben seit Mai bis August ihren Arbeitsplatz verloren, 42 Prozent sind in Kurzarbeit, 14 Prozent k&ouml;nnen ihre selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit nicht mehr ausf&uuml;hren, um 629.000 ist die Arbeitslosigkeit von Ende 2019 bis Ende August im Westen gestiegen (das sind 34 Prozent), so schnell wie nie zuvor, im Osten um 60.000 (15 Prozent).<br>\nEtwa f&uuml;nf Millionen Kurzarbeiter gibt es derzeit, die bis zu 40 Prozent weniger Nettogehalt bekommen. Bei einem Netto-Einkommen von 2.000 Euro sind das 800 Euro weniger, was diese Geringverdiener wahrscheinlich vor kaum &uuml;berbr&uuml;ckbare Schwierigkeiten stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-die-sozial-oekonomische-Krise-4917369.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Wettlauf um 5G<\/strong><br>\nDeutschland und die EU fallen im globalen Rennen um den Ausbau der 5G-Netze zur&uuml;ck und riskieren durch den Ausschluss von Huawei weitere Einbu&szlig;en. Wie &Auml;u&szlig;erungen aus der EU-Kommission und eine Kurzanalyse aus Konzernkreisen belegen, verfehlt die Union nicht nur ihre eigenen Ziele in Sachen 5G; sie verliert auch gegen&uuml;ber konkurrierenden Staaten den Anschluss. So sind in der EU bis vor kurzem acht 5G-Basisstationen pro Million Einwohner installiert worden, in den USA 63, in China 86, in S&uuml;dkorea fast 1.500. Die Coronakrise droht zu weiteren R&uuml;ckschl&auml;gen zu f&uuml;hren. Dies trifft auch auf den De-Facto-Ausschluss des chinesischen Konzerns Huawei vom Aufbau der deutschen 5G-Netze zu, auf den sich die Bundesregierung Berichten zufolge geeinigt hat. Demnach sollen Firmen, die 5G-Bauteile herstellen, ihre &ldquo;Vertrauensw&uuml;rdigkeit&rdquo; nachweisen m&uuml;ssen; die Beurteilung soll sich dabei auf Geheimdienstinformationen st&uuml;tzen. Der Ausschluss von Huawei k&ouml;nnte den 5G-Aufbau leicht um 18 Monate verz&ouml;gern. Die Folge: ein R&uuml;ckstand bei 5G-Anwendungen und Milliardeneinbu&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8397\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiewende wird zum Milliarden-Grab: Deutsche d&auml;mmen wie die Weltmeister &ndash; andere Ma&szlig;nahmen w&auml;ren f&uuml;r das Klima besser<\/strong><br>\nEine halbe Billion Euro sind seit 2010 in die D&auml;mmung von Geb&auml;uden geflossen. Effekt f&uuml;r den Klimaschutz: kaum messbar. Zuletzt ist der CO2-Aussto&szlig; im Geb&auml;udesektor sogar wieder gestiegen. Experten schlagen nun Alarm und warnen vor weiteren Fehlinvestitionen. Wo das viele Geld besser aufgehoben w&auml;re.<br>\nNur um 2,6 Prozent ist der CO2-Aussto&szlig; im Geb&auml;udebereich in den letzten zehn Jahren zur&uuml;ckgegangen. Eine Studie der Berliner Wirtschaftsforscher vom DIW und des Essener Energie-Dienstleisters Ista sorgt bei Klimasch&uuml;tzern f&uuml;r lange Gesichter: Der Studie zufolge hat es zwar insgesamt einen CO2-Emissionsr&uuml;ckgang von 20,7 Prozent im Wohngeb&auml;udesektor seit 2010 gegeben. Doch ist dieser zum gr&ouml;&szlig;ten Teil den w&auml;rmeren Wintern zu verdanken. Temperatur- und witterungsbereinigt sind die CO2-Emissionen in den vergangenen zehn Jahren lediglich um 2,6 Prozent gesunken.<br>\n&bdquo;Der R&uuml;ckgang von rund 21 Prozent, mit dem die Klimaziele schon nicht erreichbar w&auml;ren, ist kaum den Anstrengungen bei mehr Geb&auml;udeeffizienz geschuldet. Es gibt also keinen Grund, die Anstrengungen zur Emissionsreduzierung zur&uuml;ckzufahren&ldquo;, fasst DIW-&Ouml;konom Jan Stede die Ergebnisse zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/konjunktur\/klimaschutz-absurd-umsonst-gedaemmt-energiewende-wird-jetzt-auch-im-gebaeudebereich-zum-milliarden-grab_id_12490652.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>dazu: W&auml;rmemonitor 2019: Klimaziele bei Wohngeb&auml;uden trotz sinkender CO2-Emissionen derzeit au&szlig;er Reichweite<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Heizenergiebedarf in Wohngeb&auml;uden sinkt erstmals seit 2015 wieder und erreicht das Niveau von 2010<\/li>\n<li>Heizausgaben steigen durch h&ouml;here Heizenergiepreise um 2,4 Prozent<\/li>\n<li>W&auml;rmere Winter waren wichtigste Ursache f&uuml;r R&uuml;ckgang von CO&#8322;-Emissionen zwischen 2010 und 2019<\/li>\n<li>R&uuml;ckgang der CO&#8322;-Emissionen im Geb&auml;udesektor muss beschleunigt werden, um Klimaziele zu erreichen<\/li>\n<li>F&ouml;rderung von energetischer Sanierung und erneuerbaren Energien sollte weiter vorangetrieben werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.799802.de\/publikationen\/wochenberichte\/2020_40_1\/waermemonitor_2019__klimaziele_bei_wohngebaeuden_trotz_sinkender_co2-emissionen_derzeit_ausser_reichweite.html\">DIW<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kohl war am Ende &ndash; dann kam die Wende <\/strong><br>\nDie Debatten &uuml;ber &ouml;konomische Alternativen h&ouml;rten vorerst auf. Das Kapital war vollauf damit besch&auml;ftigt, das einzusammeln, was ihm in den Scho&szlig; gefallen war, und brauchte kein Lambsdorff-Papier mehr. Aber auch der sozial&ouml;kologische Umbau war vertagt. Lafontaine verlor 1990 die Wahl, die Gr&uuml;nen flogen f&uuml;r vier Jahre aus dem Bundestag. Seit 1975 hatte eine Gruppe &bdquo;Alternative Wirtschaftspolitik&ldquo; jedes Jahr in Memoranden eine aktive staatliche Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie steuerpolitische Umverteilung von oben nach unten gefordert. Jetzt hatte sie es noch schwerer, geh&ouml;rt zu werden.<br>\nWestdeutschland schickte sich an, einfach weiterhin so zu bleiben, wie es bisher gewesen war, w&auml;hrend dem Osten die Lasten der Transformation allein aufgeb&uuml;rdet werden sollten.<br>\nDas klappte aber nicht. Die Arbeitslosigkeit wurde nach dem Ende des Wiedervereinigungs-Booms zu einem gesamtdeutschen Problem. 1998 betrug sie 12,3 Prozent. Auch die alten Forderungen nach Deregulierung und Entstaatlichung der Wirtschafts- und Sozialpolitik tauchten am Ende des Jahrzehnts wieder auf.<br>\nNoch wirksamer als das Durchpauken von Dogmen aber war F&ouml;rderung von Ungleichheit durch Unterlassen. 1995 hatte das Bundesverfassungsgericht die Verm&ouml;gensteuer in ihrer bisherigen Form f&uuml;r grundgesetzwidrig erkl&auml;rt. Die Bevorzugung von Immobilienverm&ouml;gen versto&szlig;e gegen den Gleichheitsgrundsatz. Das konnte als Auftrag an den Gesetzgeber zur Nachbesserung verstanden werden. Kohls Koalition aus CDU\/CSU und FDP aber setzte die Verm&ouml;gensteuer 1997 einfach aus. Im Wahlkampf 1998 mobilisierten die Gewerkschaften gegen ihn. Jetzt verlor er tats&auml;chlich.<br>\nDanach stellte sich dieselbe Alternative wieder, die bereits 1989 diskutiert worden war: Neoliberalismus oder sozial&ouml;kologischer Umbau. Diesmal wurde der Kampf innerhalb der neuen gr&uuml;n-roten Regierung gef&uuml;hrt: Gerhard Schr&ouml;der oder Oskar Lafontaine. Nach dem Ende des jahrzehntelangen Man&ouml;vrierens und Z&ouml;gerns hatte eine sozial&ouml;kologische Wende noch geringere Chancen als vor dem Umbruch von 1989. Mit der Agenda 2010 wurde im neoliberalen Sinn entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/georg-fuelberth\/kohl-war-am-ende-dann-kam-die-wende\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ossi? Find&lsquo; ich gut!<\/strong><br>\n30 Jahre sind die Ossis jetzt bei uns. Wie das klingt. Als m&uuml;ssten sie dankbar sein, dass wir sie aufgenommen haben. Um ehrlich zu sein, in diesen Tagen bin ich froh, dass wir sie haben. Sie halten diese harmonies&uuml;chtige, selbstgerechte Republik wenigstens ein bisschen auf Trab.<br>\nDiese Ostdeutschen, diese Jammer-Ossis, die zerschie&szlig;en unser harmonisches Bild von dieser Republik. Die glauben irgendwie nie etwas. W&auml;hlen die Rechten, gehen auf die Stra&szlig;e, wenn sie sich unverstanden f&uuml;hlen: Zu Pegida, zur Montagsdemo. Jetzt auch als Covidioten; viele dieser &raquo;Leugner&laquo; kommen ja auch aus dem Osten des Landes. Wir w&auml;ren so ein liberales, so ein offenes, ja so ein gl&uuml;ckliches Land, wenn wir diese Ostdeutschen nicht h&auml;tten. Die ruinieren uns mit ihrer Haltung doch unsere Haltungsnoten. Deutschland ist doch eigentlich ein gutes Land, jammern und sich beschweren, falsch w&auml;hlen und auf die Stra&szlig;e gehen, machen alles nur kaputt.<br>\nDas ist im Grunde das Bild der Wessis von den Ossis. Im Westen glaubt man, dass dieses Land von Gott gek&uuml;sst wurde. Bis der Teufel uns die Ostdeutschen aufband. Sie werden als B&uuml;rde betrachtet, als demokratisch unreife freche Fr&uuml;chtchen, undankbar und nicht leistungsorientiert. Jedes Jahr zur Wiedervereinigungsjahreszeit h&ouml;rt man, dass die beiden Teile mehr und mehr zusammenwachsen. Eine Standardfloskel, die nichts aussagt, die aber die Feierlaune hebt. Dennoch denkt man immer noch recht ver&auml;chtlich &uuml;ber die Menschen des Ostens. Diese westliche Harmonieblase ist aber das eigentliche Problem der Bundesrepublik. Nicht die Ossis. Die machen ganz im Gegenteil Mut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2020\/10\/ossis-find-ich-gut\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Was die Reichen alles d&uuml;rfen<\/strong><br>\nDie Springer-Erbin Friede Springer schenkt dem Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias D&ouml;pfner ein Verm&ouml;gen. Steuern wird er darauf so gut wie keine Zahlen m&uuml;ssen<br>\nHierzulande hat in der vergangenen Woche kaum eine Zeitung die Gelegenheit ausgelassen, sich dar&uuml;ber zu emp&ouml;ren, dass der Pr&auml;sident der USA &uuml;ber ein Jahrzehnt hinweg so gut wie keine Einkommensteuer gezahlt hat. Woher nur kommt diese so &uuml;berraschte Emp&ouml;rung? Steuervermeidung ist von jeher ein Privileg der besitzenden Klassen, bei Weitem nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/was-die-reichen-alles-duerfen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Das Bundesverdienstkreuz aus China ist nicht gut genug<\/strong><br>\nDer h&ouml;chste Orden des Landes kam jahrelang aus China &ndash; in minderwertiger Qualit&auml;t. Der Bundespr&auml;sident will mehr Geld, um die Billigprodukte aus Fernost zu ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/das-bundesverdienstkreuz-kommt-seit-jahren-aus-china-li.108577\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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