{"id":6546,"date":"2010-08-20T14:46:13","date_gmt":"2010-08-20T12:46:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6546"},"modified":"2014-02-24T15:01:58","modified_gmt":"2014-02-24T14:01:58","slug":"finanztest-staatlich-verordnete-verkaufsunterstuetzung-fuer-die-riester-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6546","title":{"rendered":"Finanztest: Staatlich verordnete Verkaufsunterst\u00fctzung f\u00fcr die Riester-Rente"},"content":{"rendered":"<p>In der <a href=\"http:\/\/www.testberichte.de\/volltextsuche\/finanztest-226188-1.html\">September-Ausgabe 2010<\/a> kommt ein frischgebackener Riester-Rentner zu Wort, der als Gewinnrente sage und schreibe 0,38 Euro mehr, also 0,6 % mehr als die Garantierente erh&auml;lt. Folgerichtig urteilt Finanztest: &bdquo;Von mickriger Rente kann Finanztest-Leser &hellip; ein Lied singen &hellip; &Uuml;ber eine derart geringe &Uuml;berschussbeteiligung kann (man) nur noch lachen&ldquo;. Leider wird den meisten Riester-Rentnern das Lachen vergehen, wenn sich ihre heutige Gutgl&auml;ubigkeit r&auml;cht. Von Edmund Hagmann<br>\n<!--more--><br>\nDauerthema bei Finanztest ist die Riester-Rente. Klar, dass Finanztest die Vorgaben der letzten Bundesregierungen umsetzen muss, da die Zeitschrift am Tropf einer Staatssubvention in Millionenh&ouml;he h&auml;ngt. So verwundert es auch nicht, dass zwar einige (aber nicht alle) negativen realen Situationen peu &agrave; peu angesprochen werden, an der Empfehlung f&uuml;r die Riester-Rente aber nicht ger&uuml;ttelt wird. <\/p><p>Aufgrund der nicht wegzuleugnenden Fakten versucht es Finanztest mittlerweile auf die smarte Art. W&auml;hrend man 2007 noch in die Vollen ging und sich nicht sch&auml;mte, von einer j&auml;hrlichen Rendite von <a href=\"?p=2777\">bis zu 9 % auszugehen<\/a>, spielen in der neuesten Ausgabe Gewinne aus der Geldanlage &uuml;berhaupt keine Rolle mehr. Diese Vorsicht hat handfeste Gr&uuml;nde. Nunmehr behauptet Finanztest, dass auch ohne Verzinsung des Kapitals eine Rendite auf den eingezahlten Eigenbeitrag vorliegt. Dabei genieren sich die Macher von Finanztest nicht, unattraktive Nachsteuer-Renditen von 0,6 % bis 1,5 % als passabel darzustellen (Finanztest-Titel: &ldquo;Zum Plus geht es per Zulage&rdquo;). <\/p><p>Zu allem &Uuml;bel stecken mindestens drei Fehler in diesen Finanztest-Angaben &ndash; und aus dem ertr&auml;umten &ldquo;Plus&rdquo; wird ganz schnell ein reales sattes &ldquo;Minus&rdquo;:<\/p><ol>\n<li>Bei Riester-Rentenversicherungen ist eine Mindestverzinsung von z. Zt. 2,25 % in den obigen Renditen ber&uuml;cksichtigt. Wird diese Mindestverzinsung (wie in der Branche laut angedacht) weiter reduziert, leiden darunter auch die obigen Renditen. Die Finanztest-Aussage &ldquo;Schon ohne Verzinsung des Kapitals &hellip; sind Renditen auf den eingezahlten Eigenbeitrag drin&rdquo; kann sich somit nicht auf obige Renditen beziehen.<\/li>\n<li>In den von Finanztest errechneten Renditen ist die Inflation noch nicht ber&uuml;cksichtigt. Bei einer (realistischen) j&auml;hrlichen Inflationsrate von 2 % sind alle von Finanztest vorgestellten Riester-Renditen negativ, d.h. man spart in den Finanztest-Beispielen mehr als man sp&auml;ter trotz staatlicher Zulagen und Steuervorteilen real kaufen kann. Sieht so (lohnendes) Sparen aus?<\/li>\n<li>Die von Finanztest angegebenen Renditen werden nur erf&uuml;llt, wenn man das Durchschnittsalter erreicht. Stirbt man zum Beispiel f&uuml;nf oder zehn Jahre nach Rentenbeginn und hat (wie die meisten) nur eine 5-j&auml;hrige Rentengarantiezeit vereinbart, wird die Riester-Rente eine &auml;u&szlig;erst negative Geldanlage, trotz staatlicher Bezuschussung. Der &uuml;berlebende Ehegatte wird mit der Riester-Rente eine unangenehme Erfahrung machen, anders formuliert: er oder sie wird gar keine Erfahrung mit dieser Rente machen.<\/li>\n<\/ol><p>Liebe Regierungsmitglieder und liebe Finanztestler: Lassen Sie es gut sein mit der Riester-Rente. Lassen sie die unn&uuml;tzen Lockrufe mit der staatlichen F&ouml;rderquote f&uuml;r das Riestern, denn diese Subventionen m&uuml;ssen die Riester-Sparer sowieso entweder &uuml;ber ihre Steuern bezahlen (linke Tasche, rechte Tasche) oder die Staatsverschuldung wird dadurch erh&ouml;ht.<br>\n(Zudem wird der &bdquo;Altersvorsorgeanteil&ldquo; sozusagen vorab und fiktiv von den Bruttol&ouml;hnen und Geh&auml;ltern abgezogen. Um diesen Anteil wird die Lohnh&ouml;he geschm&auml;lert, an die die Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Rente ankn&uuml;pfen. Vereinfacht gesagt, der Riesterfaktor mindert die Anpassung der Renten an die Lohnsteigerungen. WL)<br>\nDas will doch niemand. <\/p><p>Die meisten Riester-Rente werden mit ihr eine negative Erfahrung machen und der Staat sowieso. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein (f&uuml;r 90 % aller Riester-Sparer) &Auml;rgernis ohne Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der <a href=\"http:\/\/www.testberichte.de\/volltextsuche\/finanztest-226188-1.html\">September-Ausgabe 2010<\/a> kommt ein frischgebackener Riester-Rentner zu Wort, der als Gewinnrente sage und schreibe 0,38 Euro mehr, also 0,6 % mehr als die Garantierente erh&auml;lt. Folgerichtig urteilt Finanztest: &bdquo;Von mickriger Rente kann Finanztest-Leser &hellip; ein Lied singen &hellip; &Uuml;ber eine derart geringe &Uuml;berschussbeteiligung kann (man) nur noch lachen&ldquo;. 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