{"id":65468,"date":"2020-10-05T11:31:29","date_gmt":"2020-10-05T09:31:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65468"},"modified":"2020-10-05T12:02:13","modified_gmt":"2020-10-05T10:02:13","slug":"leserbriefe-zu-corona-kritik-schafft-seltsame-bettgenossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65468","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eCorona-Kritik schafft \u201aseltsame Bettgenossen\u2019\u201d"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65394\">In diesem Beitrag<\/a> wird festgestellt, dass sich Kritiker der Corona-Politik inhaltlich teils neben politisch fragw&uuml;rdigen Formationen wie FDP oder &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung wiederfinden. Dies sei aber kein Grund, die berechtigte Kritik einzustellen. Au&szlig;erdem illustriere dieser befremdliche Zustand vor allem ein Versagen der &bdquo;linken&ldquo; Kr&auml;fte. Wir danken unseren Lesern f&uuml;r die Briefe, von denen wir einige hier ver&ouml;ffentlichen. Zusammengestellt von <strong>Redaktion<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Da hat mir der Tobias Riegel aus dem Herzen geschrieben. Es ist dieser Tage schwer einen kritischen Beitrag zum medialen und politischen Coronarummel zu finden.Auf der Suche danach landet man dann immer wieder auf Seiten, die man auf gar keinen Fall unterst&uuml;tzen m&ouml;chte.<\/p><p>Von Anfang an war ich &uuml;berrascht wie wenig sich die Linke selbst und mit eigenen Gedanken positioniert hat.Es wurde einfach die Marschrichtung der Regierung &uuml;bernommen.Das war vielleicht am Anfang auch so in Ordnung aber ziemlich schnell wurde ja offensichtlich, dass die ganze Corona-Zahlendreherei zumindest mal hinterfragt werden sollte.Es f&uuml;hlt sich wirklich so an, als h&auml;tte ich meine &ldquo;politische Heimat&rdquo; verloren.<\/p><p>K. Rebner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nIhr Artikel trifft genau meine ambivalente Haltung zu den Corona-Demonstrationen. Im Prinzip sehe ich die ganze Entwicklung sehr kritisch. Als Statistikerin konnte ich die ganze Panikmache von Anfang an nicht nachvollziehen. Jeder der irgendetwas von Statistik versteht und eine Vorstellung von Pandemien hat, wei&szlig;, dass es nicht um absolute Zahlen, sondern immer um Relationen geht. Aber darum ging es von Anfang an nicht. In meinem pirvaten &ndash; eher linken &ndash; Umfeld versuche ich immer, das ausf&uuml;hrlich und beg&uuml;ndet zu erkl&auml;ren. Aber auch hier hat sich die Angst so festgesetzt, dass ein Durchdringen mit den statistischen Fakten kaum mehr m&ouml;glich ist. Um mich nicht v&ouml;llig in meinem Umfeld zu isolieren, &uuml;berlege ich immer wieder wenigstens an den Demonstrationen teilzunehmen. Aber als engagierte Linke kann ich mich einfach nicht dazu durchringen. Vereint mit Menschen zu demonstrieren, deren Haltung bzgl. Wirtschaft und Gesellschaft ich seit Jahren kritisiere, das widerstrebt mir zutiefst. Ihnen aber das Feld der Corona-Kritik zu &uuml;berlassen, macht mich auch extrem unzufrieden. Dass die Kritik der linken Organisationen komplett ausgefallen ist, macht es f&uuml;r kritische linke B&uuml;rgerInnen wie mich extrem schwierig. Bei mir erzeugt es ein Gef&uuml;hl der Isolation und Hoffnungslosigkeit, aus dem ich bisher noch keinen konstruktiven Ausweg gefunden habe.<br>\n&nbsp;<br>\nSch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e, Anne Claire Groffmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel,<\/p><p>es hat mir schon heftige &bdquo;kognitive Dissonanzen&ldquo; verschafft, als mich gute, linke Freunde auf ein &bdquo;wichtiges und hochinteressantes&ldquo; Interview von Punkt.Preradovic mit &ndash; ausgerechnet &ndash; einem Herrn Reitschuster hingewiesen haben. Es gehe dort um &Auml;ngste von Journalisten. Aber bitte doch nicht etwa DER Reitschuster, der mir als L&uuml;genbaron und Putin-Hetzer aus Moskau bekannt ist? Doch, genau der.  Meine Aversion gegen den Namen Reitschuster ist so gro&szlig;, dass ich mir das Interview nicht angeh&ouml;rt habe. Was hat es f&uuml;r einen Wert, wie glaubw&uuml;rdig ist ein Bericht von DEM? Als Beleg f&uuml;r meine Argumente k&ouml;nnte ich seine Geschichten jedenfalls nicht weitergeben, auch wenn sie hundertpro in MEIN Narrativ passen w&uuml;rden.<\/p><p>Nun Ja. Ich bin halt auch eigensinnig, habe meine Vorurteile. Ich meine, diese Geschichte von den &Auml;ngsten k&ouml;nnte ja stimmen. Der k&ouml;nnte ja nur ein selektiver L&uuml;gner in bezug auf Russland sein, sonst aber eine reine Seele.  &mdash; Nein! Das ist fadenscheinig, jetzt will ich mir einfach n&uuml;tzliche Geschichten an Land ziehen, dann bin ich auch so ein irrationaler Windhund, der sich die Welt so zurechtlegt, wie es gerade passt.<\/p><p>Diagnose: eindeutig kognitive Dissonanz und emotionale Verwirrung.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernhard Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel, liebe Nachdenkseiten-Macher &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nw&auml;re es nicht Zeit f&uuml;r eine &ldquo;Aktion Seltsame Bettgenossen&rdquo; ??<br>\n&nbsp;<br>\nWollen wir wirklich nur zusehen, wie alles weitergeht wie normal und Merkel sich bei der Bundestagswahl &uuml;ber ihren schwarzen Balken freuen kann?<br>\n&nbsp;<br>\nBr&auml;uchten wir nicht ein Projekt &ldquo;Codename: AfAfD&rdquo; ??<br>\nAlso eine Alternative f&uuml;r die AfD?<br>\n&nbsp;<br>\nIch m&ouml;chte nicht die AfD w&auml;hlen, die noch kapitalistischer ist als die FDP!<br>\nVon einer Kipping&rsquo;schen LINKEN verspreche ich mir aber auch nichts mehr!<br>\n&nbsp;<br>\nWie sch&ouml;n w&auml;re es, k&ouml;nnten wir die Querdenker, Aufstehen und die Gespr&auml;chskreise der Nachdenkseiten b&uuml;ndeln!<br>\nWelche m&auml;chtige Kraft w&auml;re das !!!<br>\nLieber &ldquo;seltsame Bettgenossen&rdquo; als ein &ldquo;Weiter So!&rdquo;, oder?<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe mir eine Kompromi&szlig;formel ausgedacht, auf die sich alle 3 einigen k&ouml;nnten?<br>\n&nbsp;<br>\n3x Schweden!<\/p><ul>\n<li>bei Corona Augenma&szlig; wie in Schweden, statt Holzhammer<\/li>\n<li>ein sozialer Kapitalismus wie in Schweden (ja ich wei&szlig;: das Ideal ist teilweise abgebr&ouml;ckelt)<\/li>\n<li>Neutralit&auml;t und Frieden wie in Schweden<\/li>\n<\/ul><p>K&ouml;nnten nicht mal alle ins Gespr&auml;ch kommen?<br>\nK&ouml;nnte es nicht mal eine Tagung aller K&ouml;pfe (von Sahra Wagenknecht &uuml;ber Ken Jebsen und&nbsp; Albrecht M&uuml;ller bis Michael Ballweg) geben?<br>\nWollen wir wirklich alle doof dasitzen, bis sich Merkel bei der BTW &uuml;ber ihren schwarzen Balken freuen kann?<br>\n&nbsp;<br>\nMartin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>ich bin der Meinung man sollte in dieser Sache ideologische Scheuklappen ablegen (nat&uuml;rlich mit Grenzen) und mit jedem Demokraten zusammenarbeiten.<\/p><p>Das Thema ist zu wichtig, als das man sich in ideologischen Grabenk&auml;mpfen verschlei&szlig;t.<\/p><p>Es geht hier schlie&szlig;lich nicht um weniger als die Erhaltung der Demokratie.<\/p><p>Das w&auml;re doch ein kleinster gemeinsamer Nenner, auf den man sich einigen kann.<\/p><p>Die Fragmentierung der (ohnehin &uuml;berschaubaren-) Oposition in dieser Frage spielt nur denen in die H&auml;nde, die von der aktuellen Panikmache profitieren wollen.<\/p><p>Eine wesentliche Frage wird im Artikel zwar gestellt, aber nicht beantwortet.<\/p><p>Warum l&auml;sst sich gerade die Linke durch Propaganda zum Schweigen bringen.<\/p><p>Ich halte die Frage f&uuml;r absolut wesentlich, weil das nicht nur die Coronapolitik betrifft.<\/p><p>Es mag hart klingen, aber ich halte auch die Linke, von Ausnahmen abgesehen, inzwischen f&uuml;r so weit korrumpiert, dass sie sich nicht mehr traut bzw. nicht mehr willens ist, bei so einem wichtigen Thema gegen den Mainstream zu schwimmen.<\/p><p>Die Ursachen sind sicherlich verschieden, z.T. liegt es wahrscheinlich daran, dass man sich als regierungsf&auml;hig pr&auml;sentieren will und schlechte Presse f&uuml;rchtet.<\/p><p>Ich halte das f&uuml;r eine Katastrophe, weil die Linke auf die Art permanent wesentliche Themen nicht mehr besetzt und der Rechten, speziell der AfD, &uuml;berl&auml;&szlig;t und wesentliche Teile der Bev&ouml;lkerung nicht mehr repr&auml;sentiert.<\/p><p>F&uuml;r mich der direkte Weg in die Bedeutungslosigkeit.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndrej R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wat denn, icke n`Schutzmann frajen? Nee &ndash; lieba verloof ick mir, wa! <\/p><p>Liebe NDS-Redaktion, <\/p><p>das scheint mir mit einfachen Worten gesagt, eure Position zu den Corona-Ma&szlig;nahmen zu sein. Dagegen sein alleine, ist noch kein kritisches Denken. Die &ldquo;Corona-Verhaltensregeln&rdquo; sind das kleine Einmaleins bei einer jeden Infektionskrankheit. Ihr macht ein Riesendrama daraus. Ihr wundert euch, dass ihr in einem Bett mit BILD, AFD und FDP aufwacht? Glaubt ihr wirklich, die sorgen sich um die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung, um die Freiheit des &ldquo;kleinen Mannes&rdquo;, um den Wohlstand der Alleinerziehenden und der Hartz-Vierer? Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Eher um Aktienkurse. Es hat 9500 Todesf&auml;lle in Deutschland gegeben (wow, da ist man auch noch stolz drauf &ndash; &ldquo;wir sind gut durch die Pandemie gekommen&rdquo;), 230000 in Europa, 208000 in den USA, weltweit rund 1 Million? Was soll daran nicht seri&ouml;s sein? Am Mittwoch in der vorigen Woche sind wieder 12 Menschen an Covid&nbsp; gestorben (wieviele Grippetote hatten wir da eigentlich?) Man braucht keine Letalit&auml;tsraten bis auf die 6. Nachkommastelle genau, oder glaubt ihr, ich gehe mit dem Eisb&auml;ren kuscheln, nur weil die Statistik sagt, der w&auml;re total ungef&auml;hrlich. Der will doch nur spielen! Wissenschaft ist doch keine Faktenhuberei. Zur Gefahrenabwehr m&uuml;ssen Entscheidungen zeitnah getroffen werden. Ein Abwarten, bis die Wissenschaft die Unsicherheit des Wissens gemindert hat, ist nicht m&ouml;glich. (Das scheint auch Ioannidis nicht richtig einzusch&auml;tzen). Die Landesregierungen haben es vers&auml;umt, die Zeit des Lockdowns f&uuml;r Schulsanierungen zu nutzen. Man h&auml;tte auch jetzt Bel&uuml;ftungsger&auml;te anschaffen k&ouml;nnen, Zelte oder Container anmieten k&ouml;nnen, um den Schulbetrieb zu entzerren und sicherer zu machen. Offensichtlich dienen die Schulen als Verwahranstalten f&uuml;r Kinder. Die k&ouml;nnen ja nicht unbeaufsichtigt zu Hause Homeschooling betreiben, beide Eltern sollen ungest&ouml;rt arbeiten k&ouml;nnen. Die Wiederer&ouml;ffnung der Schulen soll der Wirtschaft dienen, weniger der Bildung. Kunst und Kultur kommt auch wieder &ndash; ist halt jetzt mehr Kleinkunst. Die Zeit der Mega-Events scheint vor&uuml;ber &ndash; aber 300 Euro f&uuml;r eine Eintrittskarte zu einem Konzert mit Helene Fischer &ndash; wer kann die hinlegen? Oder sich die Dauerkarte beim BVB leisten? Der Eckrentner etwa? Diese Wirtschaft t&ouml;tet, hat Papst Franziskus gesagt, gemeint hat er die &ouml;konomistische vor Corona. Millionen Menschen verhungern schon seit Jahrzehnten &ndash; jetzt sollen die Corona-Ma&szlig;nahmen am Elend der Welt schuld sein? Eure Links f&uuml;hren zu Stereotypen vom &ldquo;schwarzen Mann&rdquo;, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Wenn Entwicklungshilfe nicht ankommt, dann wohl, weil es sich um eine Au&szlig;enwirtschaftsf&ouml;rderung f&uuml;r heimische Unternehmen handelt, weil Freihandelsabkommen und IWF-Kredite das Gegenteil von Hilfe sind. Freiheit im Kapitalismus f&uuml;r abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte? Wo soll die sein? Es gibt vermutlich nur verschiedene Formen oder Rahmenbedingungen von Freiheitlichkeit, die richten sich im Kapitalismus vor allem nach dem Portemonaie. Die Linken haben aus den Augen verloren, dass die Trennlinie immer noch zwischen Kapital und Arbeit verl&auml;uft. Ziel linker Politik muss es sein, den abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Gesundheitsschutz bei geringstm&ouml;glichen finanziellen Einbu&szlig;en zukommen zu lassen &ndash; aber die Linken haben die Rote Fahne mittlerweile gegen eine regenbogenfarbene eingetauscht.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM. W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>zum Artikel &lsquo;Corona-Kritik schafft &ldquo;seltsame Bettgenossen&rdquo;&rsquo;:<\/p><p>Zun&auml;chst ein Zitat aus <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58468\">nachdenkseiten.de\/?p=58468<\/a><\/p><blockquote><p>\nArgumentativ bleibt er dabei jedoch durchg&auml;ngig im intellektuellen Nichtschwimmerbecken. Immer wenn man als Leser gerne ein Argument h&auml;tte, kramt [&hellip;] stattdessen das Adjektiv &bdquo;umstritten&ldquo; aus seinem Phrasenkasten. Alles was [&hellip;] selbst anders sieht, ist dann einfach &bdquo;umstritten&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Und was machen die NDS? Zitate: fragw&uuml;rdige Medien, unseri&ouml;se Beitr&auml;ge, mit der Kneifzange anfassen, fragw&uuml;rdige Formationen, fragw&uuml;rdige Charakter, fragw&uuml;rdige Medien, usw.<\/p><p>F&auml;llt Euch da was auf?<\/p><p>Wir sind *alle* Mitglieder der selben Menschheitsfamilie [wir teilen uns sogar den gleichen Planeten]. Viele Ansichten unterscheiden sich. Man nennt es Meinungsvielfalt. Das klingt komisch, ist aber so und das ist gut so. Und verschiedene\/andere Meinungen verteufelt man nicht oder steckt sie in irgendwelche Schubladen [wie umstritten, fragw&uuml;rdig, bla, foo, baz], sondern setzt sich mit ihnen argumentativ im Debattenraum auseinander! Idealerweise fair und face-to-face: <a href=\"https:\/\/idw-europe.org\/\">idw-europe.org<\/a><\/p><p>Ich pers&ouml;nlich mache das Spaltungsspiel nicht (mehr) mit. Ich unterst&uuml;tze auch keine &ldquo;Kontaktschuld&rdquo; Scheinargumente. Ich stelle mich (z.B. bei einer Demo) neben jede Person, die das Grundgesetz achtet und mit Personen respektvoll umgeht\/diskutiert; und das auch, wenn wir nur (neben dem Menschsein) eine einzige kleine Gemeinsamkeit haben (z.B. das eine Ziel, wof&uuml;r wir demonstrieren). Und nein; ich muss mich nicht rechtfertigen\/distanzieren, neben wem ich stehe und wer (zuf&auml;llig) in der N&auml;he steht. <\/p><p>Ihr habt das Gef&uuml;hl, dies tun zu m&uuml;ssen (in einem ganzen Artikel). Warum<br>\neigentlich?<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nC. L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Leserbrief-Team,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den Artikel von Tobias Riegel, der, wie ich finde, einfach zu viel von den Leitmedien und linken Parteien erwartet.<br>\n&nbsp;<br>\nEs zeigt sich doch jetzt endlich, wo diese Menschen, die in den angesprochen Medien und Parteien t&auml;tig sind, in Wahrheit stehen. Sie sind in ihrem Grundgef&uuml;hl, was echte demokratische Auseinandersetzung angeht und alternative M&ouml;glichkeiten erarbeitet werden m&uuml;ssen, einfach unf&auml;hig, sich darauf einzulassen &ndash; im Kern also antidemokratisch.<br>\n&nbsp;<br>\nWer sich als Kanzlerin oder Kanzler, als Parteichefin oder Chef nach ganz oben durchsetzen will, muss h&auml;rter sein als alle anderen und nicht kl&uuml;ger oder menschlicher. Die H&auml;rte z&auml;hlt. Nur so ist Frau Eskens zu verstehen, die sich kaltbl&uuml;tig hinstellt und Demonstranten f&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung des Grundgesetzes, als Cov-Idioten bezeichnet. Wurde sie daf&uuml;r ger&uuml;gt von irgendeiner Seite?<br>\n&nbsp;<br>\nOder Frau Merkel und mit im Boot die Medizin, vertreten (im Sinne des Wortes) dieser Dr.Drosten und das RKI &ndash; seine Beteiligung an der Herstellung von Test-Sticks mit gro&szlig;en finanziellen Vorteilen &nbsp;und immer wieder ungenauen Angaben zu den Daten und Zahlen von Erkrankten oder Infizierten, dieses Hochschaukeln durch Aussagen, dass der Herbst gaaaanz besonders schlimm werden wird &ndash; sind so abgrundtief unwissenschaftlich und unmenschlich, dass es an b&ouml;se Zeiten erinnert, in denen auch die Medizin versuchte Politik zu machen und Menschenversuche gestattet wurden.<br>\n&nbsp;<br>\nAuch jetzt, in der Corona-Zeit, werden Versuche gestartet, was das Impfen angeht oder der Gehorsam der Bev&ouml;lkerung getestet wird und der Politik in die H&auml;nde gespielt.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn die &bdquo;Bild-Zeitung&ldquo; oder andere Bl&auml;tter, die pl&ouml;tzlich mal Fragen stellen, k&ouml;nnen das auch einfach nur Absprachen sein &ndash; wie b&ouml;ser Cop und guter Cop &ndash; sehr gut auch dargestellt von Jens Spahn, als Gesundheitsminister, der sich hinstellt und erkl&auml;rt, dass man mit dem Wissen von heute wahrscheinlich nicht mehr so handeln w&uuml;rde wie zu Beginn der Corona &bdquo;Pandemie.&ldquo; Damit hat er gepunktet und ist in der Beliebtheitsskala nach oben ger&uuml;ckt. Aber ge&auml;ndert hat er nichts!<br>\n&nbsp;<br>\nSolange Merkel, die Regierung, die L&auml;nder-MinisterInnen, der Bundestag und die Leitmedien wie auch ARD und ZDF in den Nachrichten, an dieser Pandemie-L&uuml;ge und damit der Aussetzung unseres Grundgesetzes laut und deutlich festhalten, werden, behaupte ich, Gewinner gesch&uuml;tzt, n&auml;mlich die, davon profitieren und das ist die gro&szlig;e Finanzwirtschaft, die namenlos im Hintergrund bleibt, sowie bestimmte Wirtschaftszweige, die vom Staat mit Geld geflutet werden und die L&auml;nder und Gemeinden, die durch die Strafen\/Bu&szlig;gelder in die Gemeindekassen bekommen. Auch die Maskenhersteller verdienen Geld.<br>\n&nbsp;<br>\nDass wir derzeit kein demokratisches Land mehr sind, ist all denen, die nicht aufstehen gegen diese Merkel-Politik und das RKI einfach egal. Es scheint ihnen Spa&szlig; und Freude zu machen, sich als Retter aufspielen zu k&ouml;nnen, wo es nichts &ndash; zumindest an Menschenleben &ndash; &nbsp;zu retten gibt. Hauptsache Frau Merkel hat endlich die Macht um der Welt zu zeigen, wie stark sie ist.<br>\n&nbsp;<br>\nEs geht nicht um das demokratische Deutschland, den Sozialstaat. Es geht um die CDU Frau Merkel und die Diktatur, die sie kennt. So gesagt im Jahr 2010 &ndash; auf You Tube gut anzuh&ouml;ren: &bdquo;Denn wir haben wahrlich (ein Wort aus der Bibel, bzw. so sprach Jesus, wenn er was erkl&auml;rte: Wahrlich, wahrlich ich sage euch&hellip;) keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.&ldquo;<\/p><p>10 Jahre sp&auml;ter hat sie es geschafft. Und keiner schmei&szlig;t sie raus aus der Regierung oder der CDU. Deutlicher geht Verachtung f&uuml;r einen demokratischen Sozialstaat wirklich nicht!<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel,<\/p><p>in Ihrem sehr interessanten Artikel weisen Sie ja auch auf den Artikel von Jens Berger &ldquo;Medien und Corona &ndash; Taktgeber mit ersten Selbstzweifeln&rdquo; hin. In diesem Artikel erw&auml;hnt er auch den Aufruf des Redakteurs Stephan Hebel in der Frankfurter Rundschau &ldquo;Wir alle haben das Wort&rdquo; vom 17.September.<\/p><p>Als ich den Aufruf gelesen hatte, habe ich sofort folgenden Leserbrief an die FR verfasst, den ich Ihnen nicht vorenthalten m&ouml;chte (&ldquo;Bronski&rdquo; ist dabei der Leserbrief-Redakteur):<\/p><p>&ldquo;Lieber Herr &bdquo;Bronski&ldquo; B&uuml;ge, lieber Herr Hebel,<\/p><p>zuerst dachte ich, was ist bei der FR passiert, dass Sie, sehr verehrter Herr Hebel, einen solchen Artikel\/Aufruf schreiben wie &bdquo;Wir alle haben das Wort&ldquo;, schlie&szlig;lich hatte ja bereits Ihr Chefredakteur Thomas Kaspar am 17. Juli darum gebeten, ihm pers&ouml;nlich die Meinung zur Corona-Berichterstattung der FR als Leser mitzuteilen. Meine Mail an ihn, der ich vier Leserbriefe zum Thema anh&auml;ngte, quittierte er mit einem freundlichen Dank und dem Satz &bdquo;Die Briefe dokumentieren ja auch bei Ihnen eine gewisse Entwicklung bei dem Thema, die ich sehr spannend finde.&ldquo; Das war&lsquo;s.<\/p><p>Der in seinem damaligen &bdquo;Editoral&ldquo; vertretenen Meinung &ldquo;Zwei Grunds&auml;tze der Rundschau greifen in diesen Tagen besonders: Transparenz und Vielfalt. (&hellip;) Vielfalt bedeutet, jede Position zu brechen und einzuordnen und so viele Daten wie m&ouml;glich zur Verf&uuml;gung zu stellen. &Uuml;ber die Vielzahl der Autorinnen und Autoren holen wir zudem sehr kontroverse Einsch&auml;tzungen ins Blatt.&ldquo; kann man bei anderen Themen durchaus auch zustimmen. Wenn nicht bei der Berichterstattung selbst, dann doch bei der Ver&ouml;ffentlichung von dazu kritischen oder erg&auml;nzenden Leserbriefen, wie ich selbst oft genug erfahren durfte.<\/p><p>Bei Corona aber scheint jede Diskussionsm&ouml;glichkeit privat und &ouml;ffentlich v&ouml;llig vernagelt zu sein. Von der Vielfalt, &bdquo;jede Position zu brechen und einzuordnen&ldquo; habe ich in der Berichterstattung der FR jedenfalls nichts gesp&uuml;rt. &bdquo;Lediglich Dr.Hontschik durfte mit seiner Gesundheitsdiagnose alle 14 Tage weiterhin gegen den Strich b&uuml;rsten!&rdquo; so schrieb ich es in einem Leserbrief. Auf die Kritik von zahllosen &Auml;rzten und Wissenschaftlern an den RKI Mitteilungen; auf die (verfassungs)rechtlichen Bedenken vieler Juristen an den Ma&szlig;nahmen der Bundes- und Landesregierungen und auf fach&uuml;bergreifende Anmerkungen vieler Wissenschaftler, dass die ergriffenen Ma&szlig;nahmen zu gr&ouml;&szlig;eren Sch&auml;den in der Gesellschaft f&uuml;hren w&uuml;rden, als Corona selbst: kein Wort in der FR Berichterstattung! Auf einen weiteren Leserbrief schrieb mir &bdquo;Bronski&ldquo; zur&uuml;ck (Sie sehen, wir sind durchaus im Gespr&auml;ch): &bdquo;Der Begriff &ldquo;Transparenz&rdquo;, den Chefredakteur Kaspar verwendet hat und den Sie zitieren, trifft durchaus zu. Man muss diese Transparenz allerdings auch wahrnehmen. Bez&uuml;glich des Lebensschutzes folgt die FR also einer klaren Linie.&ldquo; Gerade der letzte Satz impliziert m.E., dass alle Kritiker der Ma&szlig;nahmen keine(!) klare Linie bez&uuml;glich des Lebenschutzes verfolgen und deshalb in der Berichterstattung der FR auch nicht auftauchen.<\/p><p>Was die &bdquo;Rechten&ldquo; angeht, die Stephan Hebel in seinem Aufruf richtig und zu Recht ausf&uuml;hrlich erw&auml;hnt, sind sie nat&uuml;rlich kein Konstrukt von Corona, sondern ein zu beklagendes (und auch zu bek&auml;mpfendes) Ergebnis der (Sozial)Politik der verschiedenen Regierungen und der gesellschaftlichen Entwicklung im Neoliberalismus. So muss es auch nicht verwundern, dass sie sich leider auf alles st&uuml;rzen, was gegen das &bdquo;Establishment&ldquo; aufbegehrt.<\/p><p>Stephan Hebel beklagt die mangelnde Abgrenzung zu den &bdquo;Rechten&ldquo; in den laufenden Demonstrationen. Da ist sicher etwas dran. Aber wenn die tausenden friedlichen Demonstranten praktisch in allen &ouml;ffentlichen Medien als &bdquo;Covidioten, Coronaleugner, Verschw&ouml;rungstheoretiker, Rechtsextreme, Antisemiten, Aluhuttr&auml;ger usw.&ldquo; verschrien werden, muss man sich &uuml;ber &bdquo;Querdenken, wir sind weder rechts noch links&ldquo; nicht wundern. Zuletzt in der FR Katja Thorwart in ihrer Kolumne: &bdquo;Aber welche Freiheit meinen diejenigen, die w&ouml;chentlich durch die St&auml;dte marschieren? All jene, die selbstverst&auml;ndlich so frei sind, auf einen Mundschutz in der wogenden Menge zu verzichten, die Reichsflagge zu schwenken und sich von einem fanatischen Verschw&ouml;rungsideologen ihrer Wahl die Gehirnzellen lahmlegen zu lassen?&ldquo; Wer so ver&auml;chtlich gemacht wird, bricht doch leichten Herzens seinen Kontakt zu den &bdquo;etablierten&ldquo; Medien ab und schwenkt um zu den sogenannten &bdquo;alternativen&ldquo;, wo er sich mehr verstanden f&uuml;hlt. Also, liebe FR Redakteure, fasst Euch an Eure eigene Nase!<\/p><p>Also meine Frage: Was hat den Aufruf von Stephan Hebel in der FR bewirkt? Ist es ein rein rhetorischer Aufruf? Soll er quasi eine vielf&auml;ltigere und kritischere Berichterstattung einl&auml;uten, wie sie sogar von der BILD inzwischen propagiert w&uuml;rde (habe ich gelesen)? Ich bin gespannt!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&hellip;.<\/p><p>Soweit der Leserbrief.<\/p><p>Ein Printmedium ist nat&uuml;rlich nicht in der Lage, eine gro&szlig;e Auswahl an Leserbriefen zu drucken, aber eine Reflexion dar&uuml;ber h&auml;tte ich in der von Tobias RiegelPrint-Ausgabe von Herrn Hebel doch erwartet. Nun, vielleicht ist es daf&uuml;r noch zu fr&uuml;h?<\/p><p>Allerdings hat &ldquo;Bronski&rdquo; in seinem FR-Blog bereits eine Einordnung geliefert (Vollst&auml;ndig zu lesen unter <a href=\"http:\/\/frblog.de\/coronademo\/\">frblog.de\/coronademo\/<\/a>):<\/p><p>&ldquo;(&hellip;) Der bisher g&auml;ngige Weg, in solchen F&auml;llen eine Verst&auml;ndigung zu erreichen, ist die Diskussion. Das wird allerdings immer schwieriger, zumal sich jene Zeitgenossen stetig zu vermehren scheinen, die nicht auf Verst&auml;ndigung aus sind, sondern aufs Rechtbehalten. Sie wollen nicht auf die Perspektive der Zeitungen oder Sender einsteigen, die sie als &bdquo;Systemmedien&ldquo; verunglimpfen, sondern sie wollen, dass die Medien ihre Perspektive &auml;ndern und die Dinge so darstellen, wie diese Zeitgenossen sie sehen. Das eigene Weltbild ist &bdquo;wahr&ldquo;, und alle, die es anders sehen, sind L&uuml;gner und\/oder Teil eines &bdquo;unterdr&uuml;ckenden Komplotts der M&auml;chtigen&ldquo;, wie Hebel schreibt. Unterschiedliche Sichtweisen und Einsch&auml;tzungen sind bei einer solchen Herangehensweise von vornherein unm&ouml;glich. Man ist im Besitz der alleinigen Wahrheit.<\/p><p>Es ist also so etwas wie eine neue Religi&ouml;sit&auml;t, die da um sich greift. Da ist viel Glauben im Spiel und wenig Wissen, viel Echo aus den Filterblasen und wenig Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Sind auf einer solchen Basis &uuml;berhaupt ernsthafte Gespr&auml;che m&ouml;glich? M&uuml;sste man sich nicht zuerst dar&uuml;ber verst&auml;ndigen, was &uuml;berhaupt &bdquo;wahr&ldquo; ist, um eine Basis f&uuml;r Gespr&auml;che zu schaffen? Der Hebel-Essay hat eine Reihe von Zuschriften ausgel&ouml;st, die mich skeptisch machen. (&hellip;)&rdquo;<\/p><p>Ich, als Leser, habe allerdings auch nach dem Aufruf von Stephan Hebel, den er in der FR ja an die Leser richtete, nichts an Selbstzweifeln bemerken k&ouml;nnen. Auch der Kommentar im FR-Blog weist ja nicht unbedingt darauf hin. Insofern bleibt m.E. die FR, wie wahrscheinlich auch andere Leitmedien, ihrer Linie weiterhin treu.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMatthias Wooge<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam,<\/p><p>wie sch&ouml;n, dass Sie mal f&uuml;r einen Moment erkennen, wer noch mit Ihnen im Bett liegt. Dieser kurze Moment der Erleuchtung wird dann selbst&uuml;bersch&auml;tzend sofort wieder im Weiterschlafen ausgel&ouml;scht und sp&auml;ter als Defizit der Linken zugeschoben. Irgendwie erinnert mich das an Donald, der eigene Fehler auch sofort anderen zuschreibt.<br>\nMonatelang bedienen Sie die Riege konservativer (neoliberaler) &ldquo;Expertenprofessoren&rdquo; und deren Anh&auml;nger und wundern sich dann &uuml;ber das, was Sie beim kurzen Aufwachen undeutlich wahrnehmen.<\/p><p>Sie werden von mir keine inhaltliche Kritik lesen, denn dazu m&uuml;sste ich ein Buch schreiben, die Zeit ist mir zu schade. Es langt bereits die Menge an Adrenalin die ich jedes Mal alleine beim Lesen verbraucht habe.<\/p><p>Wenn ich nicht vielen anderen Artikeln zustimmen k&ouml;nnte, l&auml;ge mein Abschied von den Nachdenkseiten schon lange hinter mir. So hadere ich immer nur mit mir, habe aber den Absprung noch nicht geschafft.<\/p><p>I.H. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nim Grunde stimme ich Ihrer Haltung zu. Dies vorweg. Ich frage mich allerdings, warum gerade jetzt der Zeitpunkt sein soll, da der Freiraum des Irrtums endet. F&uuml;r mich haben die Verantwortlichen diesen Freiraum l&auml;ngst nicht mehr. Ihr Gesicht k&ouml;nnen sie nur mehr mit einer Rundum-Entschuldigung wahren. Die zarten Ans&auml;tze des Herrn Spahn reichen nicht. Frau Merkel tritt weiterhin als unfehlbar auf. Desgleichen ihr Fl&uuml;sterer Drosten. Und sie vermiesen uns unser Leben. Die Ma&szlig;nahmen im Namen des Virus sind Spa&szlig;killer. Systematisch wird alles begrenzt, gema&szlig;regelt und mit Strafen versehen. Dazu die ausufernde &Uuml;berwachung der Gesundheits-Sherriffs. Bei all dem ist die Gesichtswahrung unserer Verantwortlichen das kleinste Problem. Das Problem der falschen Bettgenossen habe ich als kleiner Leser nicht so sehr. Als grunds&auml;tzlich Wahlberechtigter bin ich gelegentlich gefragt, ob ich vom Nicht- zum AfD-W&auml;hler werden soll. Doch diese Anfl&uuml;ge vergehen sehr schnell wieder. Dann lieber nichts w&auml;hlen oder wie hier in Dortmund alles au&szlig;er SPD und Rechts.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e sendet Thorsten Peitzmeier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Tobias Riegel,<\/p><p>der von Ihnen beschriebene Artikel war l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Bereits vor der Coronakrise musste man sich schon fragen, welche Partei sich kriegstreiberischer und damit rechter zeigt: Gr&uuml;ne oder AfD? Gerade bei der Anlehnung an Russland gab es da mehr bef&uuml;rwortende Stimmen in der AfD (z.B. die Fraktionsmitglieder Hampel, Gottschalk oder Gauland ) als bei den Gr&uuml;nen. Nach dem Ausscheiden von Christian Str&ouml;bele (der eigentlich l&auml;ngst nicht mehr in die Partei passte) kenne ich in dieser Partei niemanden mehr, der eine Enstspannung mit dem gro&szlig;en Nachbarn im Osten sucht. Auch waren es Mitglieder der AfD, die das Gespr&auml;ch mit syrischen Regierungsvertretern suchten, was die Gr&uuml;nen und Medien sofort scharf kritisierten. Dennoch bleibt f&uuml;r mich die AfD eine rechte Partei, deren kapitalistische Zielrichtung (wie etwa die gew&uuml;nschte Privatisierung der Rente durch den Herrn Professor) ich nie unterst&uuml;tzen w&uuml;rde. Um so tragischer ist es aber auch, wenn Redner der Linken sich im Bundestag f&uuml;r eine Vers&ouml;hnung mit Russland aussprechen und sie dabei Beifall von ihrer Partei und der AfD Beifall erhalten, w&auml;hrend alle anderen Fraktionsmitglieder Buhrufe erteilen. Die AfD bleibt rechts, aber das kritische Niveau gegen&uuml;ber der Kriegstreiberei war bei allen anderen Parteien und nat&uuml;rlich allen Medien bereits vor der Coronakrise gesunken. Das scheint auch Michael Ballweg bemerkt zu haben, sonst h&auml;tte er nicht nur Putin, sondern auch Trump zur Demo eingeladen. Nat&uuml;rlich wusste er, dass beide nicht kommen konnten, aber es war immerhin eine Provokation f&uuml;r die Elite (erstaunlicherweise erschien ja der Neffe von John F. Kennedy). Herr Ballweg wusste zu genau, dass Trump sich in einigen Punkten auch gegen das Establisment auflehnt. Da ist zun&auml;chst die Au&szlig;enpolitik gegen&uuml;ber Russland und Nordkorea. Zur Auflehnung gegen den Mainstream geh&ouml;rt aber auch sein Umgang mit den Coronama&szlig;nahmen wie das Weglassen der Masken und der fehlende Sicherheitsabstand. Warum legt er sich auch hier mit seiner m&auml;chtigen Gegnerschaft an?&nbsp; Interessanterweise ist das kritische Niveau des amerikanischen Pr&auml;sidenten gegen&uuml;ber dieser ausgerufenen Pandemie viel h&ouml;her als bei vielen Einrichtungen auch bei uns (z.B. Kirchen, Gewerkschaften usw). Auch Bolsonaro und Lukaschenko verzichten auf die Maske und auch sie zeigen eine kritische Haltung gegen&uuml;ber dem Coronamainstream. Was wissen solche Pr&auml;sidenten wie Trump, Lukaschenko oder Bolsonaro mehr als die vielen anderen Regierungen der Welt? Oder was glauben sie mehr zu wissen? Darauf h&auml;tte ich gern eine Antwort. Sie sind alles andere als links. Aber aufgrund meiner mittlerweile doch recht langen Lebenserfahrung glaubte ich immer, dass links mit kritisch gleichzusetzen sei. Das scheint aber zumindest im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen&uuml;ber scheinbar &uuml;bertriebenen Coronama&szlig;nahmen oder aggressiver Au&szlig;enpolitik nicht mehr der Fall zu sein.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65394\">In diesem Beitrag<\/a> wird festgestellt, dass sich Kritiker der Corona-Politik inhaltlich teils neben politisch fragw&uuml;rdigen Formationen wie FDP oder &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung wiederfinden. Dies sei aber kein Grund, die berechtigte Kritik einzustellen. Au&szlig;erdem illustriere dieser befremdliche Zustand vor allem ein Versagen der &bdquo;linken&ldquo; Kr&auml;fte. Wir danken unseren Lesern f&uuml;r die Briefe, von denen wir einige hier<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65468\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149,165,103],"tags":[],"class_list":["post-65468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesundheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65468"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65471,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65468\/revisions\/65471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}