{"id":65537,"date":"2020-10-07T08:44:58","date_gmt":"2020-10-07T06:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537"},"modified":"2020-10-07T08:59:37","modified_gmt":"2020-10-07T06:59:37","slug":"hinweise-des-tages-3713","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h01\">Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h02\">Gesetz gegen den Manchesterkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h03\">Sie t&ouml;ten ihn langsam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h04\">Biotech-Unternehmen Qiagen Staatsgelder f&uuml;r Steuervermeider?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h05\">Konzerne nehmen Corona-Millionen und wandern ab &ndash; Kurz schaut zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h06\">Kurs auf einen neuen Handelskrieg: <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h07\">Spahn unterstellt Patientendaten seiner Aufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h08\">Verhalten und K&ouml;rper im Visier des Kapitals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h09\">Das Land der Maskengegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h10\">Enge Verbindungen zwischen R&uuml;stungs- und Automobilindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h11\">Die &ldquo;Koalition der Entschlossenen&rdquo; (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h12\">Taser bei der Bundespolizei: Sch&uuml;sse m&ouml;glichst von hinten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h13\">Tag X steht bevor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h14\">Drohnen: SPD-Bewaffnungskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h15\">Programmiertes Chaos &ndash; Was Washingtons Trump-Gegner nach der Wahl planen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h16\">Der Halbgott ist angez&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h17\">OPCW best&auml;tigt &ldquo;Spuren&rdquo; von Nowitschok in Nawalny-Proben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65537#h18\">Wahlen &ndash; eine Angelegenheit der Reichen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter deutlich<\/strong><br>\nEs gibt erneut fast 100 Covid-19-Intensivpatienten mehr im Vergleich zur Vorwoche. Die Zahlen in f&uuml;nf Bundesl&auml;ndern sind weiterhin besonders bemerkenswert. [&hellip;]<br>\nAm Montag verzeichnete das Intensivregister vom Robert Koch-Institut (RKI) und der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 447 Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden. In der vergangenen Woche waren es noch 352, am 21. September gar nur 267.<br>\nDer Anteil der Intensivpatienten, die invasiv beatmet werden m&uuml;ssen, sank hingegen erstmals seit dem 3. August auf unter 50 Prozent. Der Anteil derer Patienten, deren intensivmedizinische Behandlung t&ouml;dlich endete, bleibt konstant bei einem Viertel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/mehr-schwere-corona-verlaeufe-zahl-der-intensivpatienten-in-deutschland-steigt-weiter-deutlich\/26243692.html?fbclid=IwAR2juAovDlINEFnjZy0kd2KwofrOLjUu6VVCX8BCsshxSoXLcmg-WyRdTC8\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wieder einmal wird mit absoluten Zahlen eine &bdquo;Eskalation&ldquo; der Lage suggeriert, die sich durch die Daten schlicht nicht nachvollziehen l&auml;sst. Was wir beobachten k&ouml;nnen, ist eine Steigerung der Neuinfektionen, was jahreszeitbedingt alles andere als &uuml;berraschend ist. Nun vergleicht der Tagesspiegel die Zahl der belegten Intensivbetten mit den Daten aus dem September und von Anfang August. Seit dem genannten 21. September hat sich der 7-Tages-Schnitt f&uuml;r die Neuinfektionen aber auch fast verdoppelt. Relativ ist also die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten nicht gestiegen sondern gleich geblieben. Es bringt ganz einfach nichts, absolute Zahlen ohne den Kontext zu betrachten und sie nicht ins Verh&auml;ltnis zu setzen. In ganz Mittel- und Westeuropa hat sich &uuml;brigens seit Monaten eine Sterblichkeitsquote (CFR, also ohne Dunkelziffer) von 0,4% bis 0,5% eingependelt. In Deutschland kommen auf rund 2.300 Neuinfektionen pro Tag 10 Tote, in Frankreich auf 11.500 Neuinfektionen 50 Tote und in Gro&szlig;britannien auf 9.400 Infektionen ebenfalls rund 50 Tote &ndash; jeweils im 7-Tages-Schnitt. Wenn also das von Angela Merkel <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2020-09-28\/merkel-warns-germany-could-exceed-19-000-covid-cases-a-day\">prognostizierte<\/a> &bdquo;Horror-Szenario&ldquo; von 19.000 Neuinfektionen pro Tag f&uuml;r &bdquo;Weihnachten&ldquo; eintreten sollte, w&uuml;rde dies bei gleichbleibender Sterblichkeitsquote auf rund 76 Todesf&auml;lle pro Tag hinauslaufen. Zum Vergleich: W&auml;hrend der Grippesaison 2017\/2018 sind im Schnitt pro Tag 137 Menschen in Deutschland an der Grippe gestorben. Dieser Vergleich soll nicht dazu dienen, Covid-19 zu verharmlosen, sondern dabei helfen, die Gefahr zu versachlichen und ins Verh&auml;ltnis zu setzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gesetz gegen den Manchesterkapitalismus<\/strong><br>\nEin Lieferkettengesetz ist &uuml;berf&auml;llig. Es muss unbedingt die Vereinigungsfreiheit als ein unabdingbares B&uuml;rgerrecht gelten. Erst wenn das Gesetz diese Freiheit garantiert, wird nicht laxes nationales Recht irgendwo auf der Welt das deutsche Recht brechen.<br>\n(&hellip;) L&auml;ngst sind die Lederverarbeitung und die Schuhindustrie im gro&szlig;en Stil in Billiglohnl&auml;nder abgewandert. Eine Gewerkschaft Leder h&auml;tte dort viel zu tun. In gro&szlig;en Bottichen bearbeiten Minderj&auml;hrige mit nackten F&uuml;&szlig;en und ohne Handschuhe die f&uuml;r Schuhe, Jacken und Taschen n&ouml;tigen Tierh&auml;ute. Sich der Chemielauge auszusetzen, ist Teil ihres Arbeitslebens. Das ganze Leben dieser Kinder endet fr&uuml;h. &ldquo;Von denen lebt keins l&auml;nger als bis 30 oder 35. Allein schon die D&auml;mpfe.&rdquo;<br>\nArbeitsbedinungen, die an das 19. Jahrhundert erinnern<br>\nDer Satz stammt von Gerd M&uuml;ller, dem Minister f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der mit Hubertus Heil, dem Arbeitsminister, ein sogenanntes Lieferkettengesetz auf den Weg bringen will. Den Weg versperrt ein allerdings ein weiteres Kabinettsmitglied: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Er kann dem Gesetz wenig, eigentlich gar nichts abgewinnen&hellip;<br>\nDas geplante Lieferkettengesetz nennt Ingo Kramer, Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde weltfremd. Es sei &ldquo;die Axt am bisherigen Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft&rdquo;, kommentiert der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats der deutschen Wirtschaft. Die Herren bilden mit Herrn Altmaier die Avantgarde der Gesetzeskritiker. Dahinter versammelt sind die Branchenverb&auml;nde, der Deutsche Anwaltverein, die IHK und die FDP. Die Pr&auml;sidentin der deutschen Textil- und Modeindustrie nennt das geplante Gesetz absurd. An den f&uuml;r ihren Industriezweig profitablen Verh&auml;ltnissen m&ouml;chte sie nichts ge&auml;ndert sehen&hellip;<br>\n(&hellip;) 152 Millionen Kinder sind weltweit zur Arbeit gezwungen, so die Statistik der Internationalen Arbeitsorganisation. Kinderarbeit ist eine im globalen S&uuml;den grassierende Seuche. Bis ins sp&auml;te 19. Jahrhundert war es auch eine Seuche in den Industrienationen. Die Arbeiterschaft war gezwungen, ihre Kinder f&uuml;r zehn, zw&ouml;lf Stundentage in die Fabriks&auml;le oder in die Bergwerksminen zu schicken. Der Hei&szlig;hunger nach der ganz jungen Arbeitskraft fand erst ein Ende, als es den Gewerkschaften gelang, so viel Lohn zu erstreiten, dass die Familien ohne das von den Kindern herbeigebrachte Zubrot &uuml;berleben konnten. Wenn das Lieferkettengesetz zur Existenz freier Gewerkschaften in den L&auml;ndern des gegenw&auml;rtigen Manchesterkapitalismus seinen Beitrag leistet, erf&uuml;llt es seine Funktion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b29bdafc-048e-11eb-acc1-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu auch von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65479\">Gerd M&uuml;ller&rsquo;s politisches Verm&auml;chtnis<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sie t&ouml;ten ihn langsam<\/strong><br>\nJulien Assange Die Lage ist ernst, aber wir nehmen sie nicht ernst. Wer &uuml;ber den Whistleblower nicht reden will, sollte &uuml;ber Menschenrechtsverletzungen weltweit schweigen<br>\n(&hellip;) Ja, wir wissen, eine Katastrophe steht bevor, die Medien warnen uns die ganze Zeit schon, aber irgendwie sind wir nicht bereit, die Lage ernst zu nehmen &hellip;<br>\n&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit dem Schicksal von Julian Assange. Sein Fall ist eine juristische und moralische Katastrophe&hellip;, sein &Uuml;berleben steht auf dem Spiel. &bdquo;Killing him softly&ldquo;, wie es in dem bekannten Fugees-Song hei&szlig;t. Und doch scheinen nur wenige Assanges Situation ernst zu nehmen und sich bewusst zu sein, dass mit seinem Fall unser aller Schicksal verhandelt wird. Die Kr&auml;fte, die seine Rechte verletzen, sind dieselben Kr&auml;fte, die den effektiven Kampf gegen die Erderw&auml;rmung und die Pandemie verhindern. Es sind die Kr&auml;fte, derentwegen die Pandemie die Reichen noch reicher macht und die Armen am st&auml;rksten trifft. Es sind die Kr&auml;fte, die r&uuml;cksichtslos die Pandemie ausnutzen, um unsere sozialen und digitalen R&auml;ume zu regulieren und zu zensieren. Kr&auml;fte, die uns sch&uuml;tzen, aber auch vor unserer Freiheit. Assange k&auml;mpfte f&uuml;r Transparenz im digitalen Raum, und es liegt eine grausame Ironie in der Tatsache, dass die Pandemie als Vorwand benutzt wird, um ihn von seiner Familie und seiner Verteidigung zu isolieren. Wir sind jederzeit bereit, gegen die Freiheitseinschr&auml;nkungen zu protestieren, die China Hongkong auferlegt &ndash; sollten wir diesen Blick nicht auch auf uns selbst richten?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/sie-toeten-ihn-langsam\">Der Freitag<\/a>\n<p><strong>Dazu: &laquo;Vor unseren Augen kreiert sich ein m&ouml;rderisches System&raquo;<\/strong><br>\nEine konstruierte Vergewaltigung und manipulierte Beweise in Schweden, Druck von Grossbritannien, das Verfahren nicht einzustellen, befangene Richter, Inhaftierung, psychologische Folter &ndash; und bald die Auslieferung an die USA mit Aussicht auf 175 Jahre Haft, weil er Kriegsverbrechen aufdeckte: Erstmals spricht der Uno-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter, Nils Melzer, &uuml;ber die brisanten Erkenntnisse seiner Untersuchung im Fall von Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2020\/01\/31\/nils-melzer-spricht-ueber-wikileaks-gruender-julian-assange\">Republik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Interview ist zwar schon von Januar 2020 aber immer noch aktuell<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Biotech-Unternehmen Qiagen Staatsgelder f&uuml;r Steuervermeider?<\/strong><br>\nDer Bund und NRW geben Millionensummen an ein Unternehmen, das offenbar seine Gewinne in Steueroasen parkt. Nach Recherchen von WDR und SZ k&ouml;nnte Qiagen, ein Hersteller von Corona-Tests, millionenfach Steuern vermieden haben.<br>\nNRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart machte aus seiner Begeisterung keinen Hehl, als er vor wenigen Wochen mit seinem Amtskollegen f&uuml;r Gesundheit, Karl-Josef Laumann, die Produktion des Hildener Biotechunternehmens Qiagen besichtigte&hellip;<br>\n 18,3 Millionen Euro aus der Staatskasse<br>\nUnd die beiden Minister fanden nicht nur warme Worte. Sie sagten Qiagen auch 18,3 Millionen Euro staatliches F&ouml;rdergeld zu. Das Unternehmen produziert wichtige Reagenzien, die f&uuml;r Covid-19-Tests dringend ben&ouml;tigt werden. Die Spezialisten forschen zudem an Corona-Schnelltests&hellip;<br>\nTochterfirmen in 35 L&auml;ndern<br>\nNach Recherchen von WDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung k&ouml;nnte das Unternehmen, das so wohlwollend mit Steuergeld gef&ouml;rdert wird, selbst aber millionenfach Steuern in Deutschland vermieden haben. Die Bilanzen zahlreicher Tochterfirmen von Qiagen im In- und Ausland zeigen konzerninterne Kredite, mit denen Qiagen seine zu versteuernden Gewinne hierzulande jahrelang um ein- bis zweistellige Millionensummen reduziert haben k&ouml;nnte.<br>\nQiagen hat Tochterfirmen in 35 L&auml;ndern, nicht nur in Deutschland oder den USA &ndash; sondern auch in Steueroasen wie Luxemburg oder Malta. Die Muttergesellschaft sitzt in den Niederlanden &ndash; ebenfalls ein Land, das Firmen mit g&uuml;nstigen Steuers&auml;tzen lockt.<br>\n(&hellip;) Qiagen: &ldquo;Optimierung der globalen Steuerposition&rdquo;<br>\nQiagen betont auf Anfrage, man betreibe sein Gesch&auml;ft mit &ldquo;h&ouml;chster Integrit&auml;t&rdquo;, halte sich strikt an Recht und Gesetz. &ldquo;Hierzu geh&ouml;rt selbstverst&auml;ndlich auch die Einhaltung des geltenden Steuerrechts.&rdquo; Wie andere Unternehmen auch, versuche man &ndash; unter strenger Beachtung der Gesetze &ndash; seine globale Steuerposition zu optimieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/qiagen-biotech-unternehmen-steuern-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es ist immer dasselbe Gefasel: Man halte sich an die Gesetze und versuche nur seine &bdquo;globale Steuerposition zu optimieren&ldquo;. Das hei&szlig;t im Klartext: Man besch&auml;ftigt teure Steueranw&auml;lte um den Staat um seine Steuern zu betr&uuml;gen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Konzerne nehmen Corona-Millionen und wandern ab &ndash; Kurz schaut zu<\/strong><br>\n409.000 Menschen haben derzeit keine Arbeit in &Ouml;sterreich, das sind um 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Doch der Kanzler Kurz nimmt lediglich die drastischen K&uuml;rzungen aus der schwarz-blauen &Auml;ra zur&uuml;ck: Damals hat die Regierung dem AMS ein Drittel der Mittel weggenommen. Aber die Corona-Wirtschaftshilfen will Kurz nicht an den Erhalt von Arbeitspl&auml;tzen in &Ouml;sterreich koppeln, f&uuml;r Konzerne gilt Narrenfreiheit. Bei Arbeitssuchenden wird dagegen streng kontrolliert&hellip;<br>\nDoch viele kleine Unternehmen bekamen zu wenig Hilfsgelder oder die Hilfe kam zu sp&auml;t. Kleinunternehmen mussten tagelang Antr&auml;ge ausstellen, erhielten aber kaum Geld. Zwei Drittel von ihnen bewerteten die Hilfen in einer Studie im Mai als nicht gen&uuml;gend. Die Anf&auml;nge bei den Corona-Hilfen im April verliefen so z&ouml;gerlich, dass tausende kleine Unternehmen Miete und L&ouml;hne schon in den ersten Wochen nicht mehr zahlen konnten &ndash; 200.000 Menschen verloren auf einen Schlag ihre Arbeit.<br>\nKonzernhilfen flossen ohne Bedingungen<br>\nViele Konzerne bekamen ausreichend Hilfe, aber ohne Arbeitspl&auml;tze garantieren zu m&uuml;ssen &ndash; jetzt verlagern sie Standorte nach Polen oder Serbien wie ATB oder Swarovski. Davor haben sie hunderttausende Euro Staatshilfen ausgesch&ouml;pft, jetzt nutzen sie Corona als Vorwand f&uuml;r ihre Betriebsverlagerung.<br>\nDass die Regierung auf Besch&auml;ftigungszusagen verzichtet, wenn sie der Wirtschaft Millionen an Steuergeldern zuschie&szlig;t, verstehen auch viele &Ouml;konomen nicht.<br>\n(&hellip;) Konzerne sollen F&ouml;rderung zur&uuml;ckzahlen, wenn sie abwandern<br>\nDass die schwarz-gr&uuml;ne Regierung trotzdem auf Bedingungen bei Staatshilfen verzichtet, wirft ihr die SP&Ouml; schon seit Monaten vor: Die Sozialdemokraten verlangen eine Standortgarantie, aber auch, dass Konzerne ihre Hilfsgelder und F&ouml;rderungen zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen, wenn sie den Standort jetzt verlagern.<br>\nDoch da blockt Kurz ab. Strenge Anspr&uuml;che stellt die &Ouml;VP nur bei Arbeitslosen, die sollen von rund 55 Prozent ihres Letztgehalts leben und sich vor weiteren K&uuml;rzungen f&uuml;rchten, wenn sie auf einen Arbeitsplatz mit angemessener Entlohnung bestehen. Bei den Wirtschaftshilfen widerstrebt es Kurz aber, Eigent&uuml;mern und Management Bedingungen abzuverlangen. Das gilt f&uuml;r Dividenden an Aktion&auml;re, Boni an Manager oder eben auch die K&uuml;ndigung von Besch&auml;ftigten &ndash; den Verm&ouml;genden ist alles erlaubt, auch wenn sie vorher hunderttausende Euro an Steuergeldern eingesteckt haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/arbeitslosigkeit-oesterreich-corona\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kurs auf einen neuen Handelskrieg: <\/strong><br>\nUSA nehmen Vietnams Handels- und W&auml;hrungspraktiken ins Visier<br>\nDie Regierung unter US-Pr&auml;sident Donald Trump untersucht die Handelspraktiken Vietnams, eines seiner gr&ouml;&szlig;ten Handelspartner. Anwendung findet dasselbe Gesetz, das es den USA erlaubt, Z&ouml;lle im Wert mehrerer Milliarden US-Dollar auf Importe aus China zu erheben.<br>\nEine Untersuchung der Handelspraktiken Vietnams, die auf Anweisung von US-Pr&auml;sident Donald Trump eingeleitet und am sp&auml;ten Freitag vom B&uuml;ro des US-Handelsbeauftragten angek&uuml;ndigt wurde, konzentriert auf die Frage, ob Vietnam seine Landesw&auml;hrung absichtlich zu niedrig bewertete, um seine Produkte im Ausland billiger anbieten zu k&ouml;nnen. Hierdurch w&auml;re der US-Handel beeintr&auml;chtigt gewesen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer erkl&auml;rte:<br>\n&bdquo;Unfaire W&auml;hrungspraktiken k&ouml;nnen US-Arbeitnehmern und Unternehmen schaden, die mit vietnamesischen Produkten konkurrieren, da diese aufgrund der Unterbewertung der W&auml;hrung k&uuml;nstlich verbilligt sind.&ldquo;<br>\nWashington will au&szlig;erdem Importe vermeintlich illegal geschlagenen oder gehandelten Holzes aus Vietnam untersuchen. Dies schade der Umwelt und sei unfair gegen&uuml;ber US-Arbeitnehmern und -Unternehmen, hie&szlig; es&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/wirtschaft\/107435-neuer-handelskrieg-in-sicht-usa-vietnam\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Gebaren des Hegemons USA wird immer absurder.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Spahn unterstellt Patientendaten seiner Aufsicht<\/strong><br>\n(&hellip;) Spahns neue Datentransparenzverordnung konkretisiert das im November mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz erweiterte Verfahren zur Nutzung von Patientendaten in einem Forschungsdatenzentrum. Die Verordnung wird von IT-Experten als Hochsicherheitsrisiko f&uuml;r die sensiblen Patientendaten von 73 Millionen gesetzlich versicherter B&uuml;rger bewertet. Viele B&uuml;rger hatten deswegen auf ein Eingreifen des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber gehofft.<br>\nGegen&uuml;ber Telepolis hat Kelber dann am 12. August erkl&auml;rt, er sei selbst &ldquo;fr&uuml;hzeitig an der Ausgestaltung der Transparenzverordnung&rdquo; beteiligt gewesen und sehe aktuell &ldquo;keinen Handlungsbedarf&rdquo; f&uuml;r aufsichtsrechtliche Ma&szlig;nahmen (Kelbers ausf&uuml;hrliche Stellungnahme hier: Kontroverse: Patientendaten in Gefahr?). (&hellip;)<br>\nSpahn hat das Forschungsdatenzentrum in das dem Gesundheitsministerium unterstellte Bundesinstitut f&uuml;r Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingegliedert. (&hellip;)<br>\nAber das ist noch nicht alles. Der Plan, den Spahn im Rahmen der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft jetzt vorantreiben will, steht schon fest: Ein europ&auml;ischer Datenraum, bestehend aus sensiblen Patientendaten. Laut Gesundheitsminister war der Austausch &uuml;ber &ldquo;ein sinnvolles Zusammenf&uuml;hren von Gesundheitsdaten&rdquo; am 16.07.2020 bereits Thema des informellen Treffens der EU-Gesundheitsminister im Rahmen der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft. (&hellip;)<br>\nAuch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht das &ldquo;sehr kritisch&rdquo; und hatte &ndash; allerdings nur bis zum Inkrafttreten der Verordnung &ndash; den Betrieb der Datenbank vorerst gestoppt, wie er Telepolis am 12.08.2020 mitteilte. Eine Ansiedlung des Forschungsdatenzentrums bei einer eigenen, unabh&auml;ngigen Stelle h&auml;lt er f&uuml;r &ldquo;notwendig&rdquo;.<br>\nDie Verordnung ist nun seit fast einem Vierteljahr in Kraft getreten. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat zuletzt auf der Bundespressekonferenz vom 19.08.2020 mitgeteilt, er sei in einem &ldquo;sehr intensiven Gespr&auml;ch&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Spahn-unterstellt-Patientendaten-seiner-Aufsicht-4921030.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch bei diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">&ldquo;Plan&rdquo; des Pharmalobbyisten<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit sollten alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger hellh&ouml;rig werden. Bitte h&ouml;ren\/sehen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63685#h10\">Narrative #12: Goldgr&auml;berstimmung &ndash; Globale Konzerne freuen sich &uuml;ber mehr Daten<\/a> und lesen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">Der T&uuml;r&ouml;ffner: Wie Jens Spahn den gl&auml;sernen Patienten herbeiregiert<\/a>. Herr Spahn nutzt diese merk-w&uuml;rdige Coronazeit offenbar, um die informationelle Selbstbestimmung von Patienten- und Versichertendaten Profitzwecken zu opfern. Der Bundesdatenschutzbeauftragte, Herr Kelber, macht hierbei &ndash; leider &ndash; keine &ldquo;gute Figur&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Das Urteil des EuGH<\/strong><br>\nerteilt erneut staatlichen &Uuml;berwachungsbegehrlichkeiten eine Abfuhr, allerdings haben vergleichbare Urteile bisher die Bundesregierung nicht davon abgehalten, immer wieder neue verfassungswidrige &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen zu beschlie&szlig;en oder zu fordern, weil sie immer wieder die Bedeutung der Grundrechte vergisst&ldquo;, erkl&auml;rt Anke Domscheit-Berg, netzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Anke Domscheit-Berg weiter:<br>\n&bdquo;Die Aussage des EuGH ist in seinem neuerlichen Urteil zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) jedoch sehr klar, denn es stellt zweifelsfrei fest, dass eine allgemeine &Uuml;berwachung durch eine fl&auml;chendeckende Datenspeicherung ohne besonderen Anlass, von allen Menschen, die bestimmte Kommunikationsformen nutzen, zu allen Zeiten schlichtweg nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und daher illegal ist. Nach meiner Auffassung ist eine derartige, allumfassende Datenspeicherung schon strukturell nicht mit demokratischen Grundwerten vereinbar.<br>\nIch begr&uuml;&szlig;e sehr, dass der EuGH in seinem Urteil auch deutlicher als bisher evidenzbasierte Politik einfordert, dass also endlich die Wirksamkeit von Grundrechtseingriffen nachgewiesen werden muss. Das ist der Bundesregierung bisher weder f&uuml;r Kamera&uuml;berwachungen im &ouml;ffentlichen Raum noch f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung gelungen. Eine aktuelle Studie des wissenschaftlichen Dienstes des Europ&auml;ischen Parlaments (beauftragt von Dr. Patrick Breyer, MdEP) ergab f&uuml;r kein einziges EU-Land durch fl&auml;chendeckende Vorratsdatenspeicherung einen messbaren Einfluss &ndash; weder auf die Kriminalit&auml;tsrate noch auf die Aufkl&auml;rungsquote. In Deutschland stiegen die Aufkl&auml;rungsquoten nach der Einstellung der VDS sogar an. Leider ist es Tradition im BMI, gerade bei Fragen der inneren Sicherheit Symbolpolitik zu betreiben und politische Vorhaben keiner Wirksamkeitsanalyse zu unterziehen. Bei Grundrechtseingriffen ist dieses Vorgehen jedoch erst recht inakzeptabel. Es f&uuml;hrt au&szlig;erdem zu einer falschen Ressourcenverteilung, denn der starke Fokus auf den Ausbau von &Uuml;berwachung f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu einer Unterversorgung wirksamerer Vorgehensweisen.<br>\nDIE LINKE fordert die Bundesregierung daher auf, endlich den Zombie Vorratsdatenspeicherung zu beerdigen, alle bestehenden &Uuml;berwachungsgesetze auf den Pr&uuml;fstein zu stellen und bei neuerlichen Pl&auml;nen eine Grundrechts- und Wirksamkeitsbewertung nach objektiven Kriterien vorzunehmen, damit nicht wieder ein oberstes Gericht in Deutschland oder der EU ihr Nachhilfe im Einhalten von Grundrechten erteilen muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eugh-urteil-zur-vorratsdatenspeicherung-muss-konsequenzen-fuer-alle-ueberwachungsgesetze-haben\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verhalten und K&ouml;rper im Visier des Kapitals<\/strong><br>\nIm Gefolge weltweiter Lockdown-Ma&szlig;nahmen ist eine &ouml;konomische Logik erkennbar. Der vordergr&uuml;ndig wirr und verzweifelt wirkende staatliche Eingriff treibt ganze Branchen und viele eigent&uuml;mergef&uuml;hrte Unternehmen in den Ruin, dient zugleich aber als Schrittmacher einer Wende menschheitsgeschichtlichen Ausma&szlig;es. Es ist mehr, als ein einfacher Zyklenwechsel von einer Abschwung- in eine Aufschwungsphase nach durchstandener Krise erwarten l&auml;sst. Der Lockdown 2020 beschleunigt den &Uuml;bergang vom Industriezeitalter in ein neues, kybernetisches Zeitalter im Sinne einer Mensch-Maschine-Verbindung. Auszug aus dem Buch &bdquo;Lockdown 2020&ldquo;, Promedia Verlag, Hrsg.: Hannes Hofbauer, Stefan Kraft. Text: Hannes Hofbauer, Andrea Komlosy<br>\nDas auf Sars-CoV-2 getaufte Virus ist daf&uuml;r in doppelter Hinsicht zu einem Instrument geworden. Mit den autorit&auml;r verf&uuml;gten Ma&szlig;nahmen zu seiner Eind&auml;mmung wurden einerseits der Staat oder besser: seine exekutiven Organe enorm gest&auml;rkt und andererseits neuen Leitbranchen der Weg geebnet. Nur diese enge Verbindung von Staat und Kapital ist in der Lage, historische &Auml;nderungen im Akkumulationsregime zu bewerkstelligen. Dass es ausgerechnet ein Virus bzw. &ndash; genauer &ndash; seine Bek&auml;mpfung war, die dies bewerkstelligen kann, ist kein Zufall. Denn zum einen st&ouml;&szlig;t die herrschende ressourcenverschleudernde Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft an ihre Grenzen &ndash; auch im physischen Sinn. Die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Wildnis bei gleichzeitigem Vordringen der Massentierhaltung erleichtert viralen Erregern das &Uuml;berspringen der Mensch-Tier-Schranke, sodass Seuchenbildungen h&auml;ufiger werden. Zum anderen arbeitet der biotechnisch-pharmazeutische Komplex &ndash; wie sein erfolgreicher Vorg&auml;nger, der milit&auml;risch-industrielle Komplex, konsequent an seinem Aufstieg. Nun scheint der Durchbruch zu gelingen.<br>\nVon allergr&ouml;&szlig;ter Bedeutung daf&uuml;r war, die Gef&auml;hrlichkeit des Virus zu &uuml;berh&ouml;hen, Angst und Panik zu verbreiten und damit m&ouml;glichen Widerstand hintanzuhalten. Die Ortung des Feindes entspricht der eines Kriegsgeschehens, ausgerufen von der Politik und herbeigeschrieben von meinungsbildenden Medien&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Ausrufung von Ausnahmezust&auml;nden im Fr&uuml;hjahr 2020, auch wenn sie nicht in allen L&auml;ndern so genannt wurden, trug zur Festigung eines staatlichen Krisenmanagements bei, das Verfassungen au&szlig;er Kraft setzte und demokratische Entscheidungsprozesse, so kritikw&uuml;rdig viele schon zuvor gewesen waren, nun g&auml;nzlich umging. Im Namen der Volksgesundheit umgaben sich verantwortliche Pr&auml;sidenten und Minister mit Kl&uuml;ngeln ausgesuchter medizinischer Experten, um im engsten Kreise ad hoc Verordnungen zu beschlie&szlig;en, die das soziale und kulturelle Leben zum Stillstand brachten und weite Teile der Wirtschaft nachhaltig besch&auml;digten bzw. zerst&ouml;rten. Die Ma&szlig;nahmen wurden als alternativlos dargestellt, abweichende Expertenmeinungen ignoriert bzw. diffamiert und aufkeimende Debatten mit dem Totschlagargument &bdquo;Verschw&ouml;rung&ldquo; erstickt.<br>\n(&hellip;) In so gut wie allen EU-L&auml;ndern, voran Deutschland, &Ouml;sterreich und Frankreich, kam und kommt weiterhin staatliches Geld zur Aussch&uuml;ttung, wobei neben Hilfsprogrammen zur Abfederung sozialer Katastrophen vor allem den neuen Leitsektoren unter die Arme gegriffen wird&hellip;.<br>\nDiese Art von staatlich organisiertem Kapitalismus auf Corona-keynesianischer Basis erinnert an den Milit&auml;rkeynesianismus in Kriegszeiten. Und im Krieg w&auml;hnen sich die Staatschefs vieler EU-europ&auml;ischer L&auml;nder ohnedies, im Krieg gegen das Virus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/verhalten-und-koerper-im-visier-des-kapitals\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Land der Maskengegner<\/strong><br>\nSachsen-Anhalt ist das einzige Bundesland in Deutschland, in dem kein Bu&szlig;geld f&uuml;r Maskenverweigerer verh&auml;ngt wird. CDU-Ministerpr&auml;sident Reiner Haseloff setzte sich damit im Alleingang gegen die Kanzlerin Ende August durch. Und auch bei den Beratungen zwischen der Kanzlerin und den Regierungschefs der L&auml;nder am letzten Dienstag &auml;nderte sich daran nichts Grundlegendes<br>\nF&uuml;r die 2,2 Millionen Einwohner von Sachsen-Anhalt bleibt damit vieles m&ouml;glich, was im Rest Deutschlands undenkbar ist: Fu&szlig;ballspiele mit bis zu 5.000 Zuschauern sind wieder erlaubt. Wenn Hochzeiten professionell organisiert werden, k&ouml;nnen bis zu 500 Menschen kommen. Und ab dem 1. November d&uuml;rfen Clubs und Diskotheken wieder &ouml;ffnen.<br>\nW&auml;hrend andere Ministerpr&auml;sidenten die Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen versch&auml;rfen wollen, schlie&szlig;t Sachsen-Anhalt einen solchen Schritt aus. Auch mit Verweis auf die Stimmung im Land: Ein Drittel der Menschen findet, dass die Beschr&auml;nkungen zu streng sind und 40 Prozent halten Reiner Haseloffs Kurs des Lockerns f&uuml;r richtig.<br>\nIn Sachsen-Anhalt l&auml;sst sich beobachten, dass es eben nicht das eine Deutschland gibt. Die harschen staatlichen Ma&szlig;nahmen, so sehen es die Leute in den eher d&uuml;nn besiedelten Regionen, wurden unter dem Eindruck der h&ouml;heren Infektionszahlen in gro&szlig;en St&auml;dten beschlossen. Das hat viele Menschen so verbittert, dass eine Art Parallelwelt in der Pandemie entstanden ist. Nun ringt die Politik vor Ort um Antworten, um dem wachsenden Unmut zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_88649126\/corona-alltag-in-sachsen-anhalt-das-land-der-maskengegner.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein Propagandaartikel, der klar belegt, dass das Maskentragen der Pr&uuml;fstein daf&uuml;r ist in wie weit die B&uuml;rger bereit sind sich den Corona-Zwangsma&szlig;nahmen zu unterwerfen. Die Frage ist dabei ganz einfach wie sieht die Entwicklung der Epidemie in Sachsen-Anhalt aus. Stand: 06. Oktober, 10:08 Uhr verzeichnet Sachsen-Anhalt f&uuml;nf mit Corona infizierte Personen in Intensivbehandlung, keinen einzigen Todesfall und 18 positive Testf&auml;lle (Quellen: RKI und Ministerium f&uuml;r Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt). Sachsen-Anhalt verzeichnet nach Mecklenburg-Vorpommern als Fl&auml;chenland insgesamt die niedrigste Zahl an Todesf&auml;llen (68). Setzt man das etwa &uuml;ber die Einwohnerzahl in eine einfache lineare Relation mit den Todesf&auml;llen in Bayern, dessen Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der sich bekanntlich als besonders strenger Seuchenbek&auml;mpfer geriert, dann &uuml;bersteigt in Bayern die Zahl der Todesf&auml;lle, die, der in Sachsen-Anhalt immer noch um das 6,5-fache. So hat Ministerpr&auml;sident Reiner Haseloff jeden Grund sich die Panikmache seines Kollegen S&ouml;der nicht zu eigen zu machen und es gibt keinen Grund Sachsen-Anhalt als &ldquo;Land der Maskengegner&rdquo; zu denunzieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Enge Verbindungen zwischen R&uuml;stungs- und Automobilindustrie<\/strong><br>\n&bdquo;Geschichtlich, insbesondere w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs, hat die Automobilbranche die industrielle Hauptbasis deutscher Aufr&uuml;stung gebildet&ldquo;, stellt die Informationsstelle Militarisierung in der Einleitung fest. Autorin Jule Steinert nahm dies zum Anlass, die aktuellen Verbindungen zwischen R&uuml;stungs- und Automobilindustrie unter die Lupe zu nehmen. Sie geht dabei u.a. der Frage nach, &bdquo;ob sich die politische Gewichtung und Unterst&uuml;tzung der Automobilindustrie in Deutschland m&ouml;glicherweise auch als Investition in die Aufrechterhaltung einer &sbquo;r&uuml;stungstechnologischen und -industriellen Basis&lsquo; (RTIB) deuten l&auml;sst&ldquo;.<br>\n&bdquo;Gerade Daimler-Benz und Volkswagen, die gro&szlig;en &lsquo;Erben&lsquo; der R&uuml;stungsbasis des nationalsozialistischen Deutschlands, in denen die Mehrzahl der Milit&auml;rfahrzeuge- und Motorenhersteller Deutschlands im Zweiten Weltkrieg zusammenlaufen, beteiligen sich auch heute noch am R&uuml;stungsgesch&auml;ft&ldquo;, so lautet ein Ergebnis der Studie &bdquo;Auto und Krieg&ldquo;. In den Blick genommen wurden jedoch nicht nur die bekannten Hersteller, sondern weitere Teile der Wertsch&ouml;pfungskette:<br>\n&bdquo;Hier zeigte sich, dass gerade unter den Zulieferern oft enge Verbindungen zwischen Automobil- und R&uuml;stungsindustrie bestehen&ldquo;, erl&auml;utert J&uuml;rgen Wagner, gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Vorstand der Informationsstelle Militarisierung. So nennt die Studie auch klassische R&uuml;stungsunternehmen wie MTU, Rheinmetall oder Diehl, die quasi nebenher auch die zivile Automobilbranche beliefern. Andere Unternehmen beliefern demnach den zivilen und milit&auml;rischen Markt unterschiedslos oder sind auf die Nachr&uuml;stung ziviler Fahrzeuge f&uuml;r andere Zwecke spezialisiert. &bdquo;Unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Wehrtechnik e.V. etwa, einem der wichtigsten Verb&auml;nde der R&uuml;stungslobby, ist fast ein Drittel auch in der Automobilindustrie t&auml;tig&ldquo;, res&uuml;miert Wagner.<br>\nAutorin Steinert kommt deshalb zu dem Schluss, dass &bdquo;viele industrielle Zusammenh&auml;nge [zwischen R&uuml;stungs- und Automobilindustrie] seit dem Zweiten Weltkrieg fortbestehen&ldquo; und sich mit dem Aufkommen digitaler Technologien sogar verst&auml;rken k&ouml;nnten, wie sich dies aktuell am Beispiel Bosch, einem weltweit f&uuml;hrenden Automobilzulieferer einerseits und Anbieter f&uuml;r KI-gest&uuml;tzte Systeme andererseits, andeute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/10\/06\/enge-verbindungen-zwischen-ruestungs-und-automobilindustrie\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/download\/IMI-Studie2020-06-Automotive.pdf\">Hier der Link zur Studie<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die &ldquo;Koalition der Entschlossenen&rdquo; (II)<\/strong><br>\nBerliner Strategen fordern mehr deutsche F&uuml;hrung in der EU, &ldquo;Kerneuropa&rdquo; in der EU-Au&szlig;enpolitik und gr&ouml;&szlig;ere Aggressionsbereitschaft.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Mit wachsender Unruhe fordern deutsche Polit-Strategen eine entschlossenere globale Machtpolitik, eine Straffung der EU-Entscheidungsstrukturen und neue Schritte zur St&auml;rkung weltpolitischer Aggressionsbereitschaft in der Bev&ouml;lkerung. Berlin m&uuml;sse &ldquo;daf&uuml;r sorgen, dass Europa handlungsf&auml;hig wird&rdquo; und &ldquo;sich auch durch den Einsatz von Machtmitteln gegen&uuml;ber den Gro&szlig;m&auml;chten behauptet&rdquo;, verlangt Wolfgang Ischinger, Organisator der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Ein neues Strategiepapier der Sicherheitskonferenz dringt auf eine klare &ldquo;deutsche F&uuml;hrungsrolle&rdquo; in der EU. Sollte sich das bisher m&ouml;gliche Veto einzelner Mitglieder in der EU-Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik nicht mit Mehrheitsentscheidungen unterbinden lassen, solle in weltpolitischen Fragen k&uuml;nftig eine &ldquo;Koalition der Entschlossenen&rdquo; voranschreiten, fordert der Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS). Dar&uuml;ber hinaus fehle in der Bundesrepublik eine &ldquo;gesellschaftliche Unbefangenheit des Umgangs mit den Streitkr&auml;ften&rdquo;. Das m&uuml;sse sich &auml;ndern.<br>\n(&hellip;) In der Tat hat die Bundesregierung seit 2014 allerlei Schritte in Richtung auf eine ausgreifendere Weltpolitik eingeleitet; nicht zuletzt hat sie den Milit&auml;retat, wie Wolfgang Ischinger, Leiter der Sicherheitskonferenz, vergangene Woche festhielt, um bislang rund 40 Prozent erh&ouml;ht und will ihn in Zukunft weiter steigern. Milliardenschwere R&uuml;stungsprojekte sind auf dem Weg.<br>\n&ldquo;Europas Schicksal&rdquo;<br>\nDies sei jedoch zu wenig, hei&szlig;t es exemplarisch in einem aktuellen Strategiepapier der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Um die Organisatoren der Konferenz herum hat sich inzwischen ein Apparat gebildet, der zunehmend als au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischer Think-Tank auftritt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8402\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Bedrohliche Entwicklungen, die sich da abzeichnen. &ldquo;Notfalls m&uuml;sste ein Kerneuropa vorangehen&hellip;&ldquo; Das klingt nach: wir werden auf jeden Fall einen neuen Krieg anzetteln. Und wenn ihr nicht mitmachen wollt, dann machen wir es halt alleine&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Taser bei der Bundespolizei: Sch&uuml;sse m&ouml;glichst von hinten<\/strong><br>\nIn einem Jahr k&ouml;nnte das Bundesinnenministerium die fl&auml;chendeckende Ausstattung der Bundespolizei mit &ldquo;Elektroimpulsger&auml;ten&rdquo; entscheiden. Bis dahin d&uuml;rfen die Beamten in einem Pilotprojekt auch auf Kinder schie&szlig;en<br>\nDie Bundespolizei-Inspektionen Berlin-Ostbahnhof, Kaiserslautern und Frankfurt\/Main-Hauptbahnhof haben Anfang September ein Pilotprojekt zum Einsatz von Tasern begonnen. Die Beamten sollen dabei Sch&uuml;sse auf Herzkranke vermeiden. So steht es in einer Verwaltungsvorschrift vom 7. August, die das Bundesministerium des Innern f&uuml;r das Modell &ldquo;Taser X2&rdquo; des US-Herstellers Axon erst jetzt im Ministerialblatt ver&ouml;ffentlicht hat. Der Bezug des Dokuments ist kostenpflichtig, die Plattform &ldquo;Frag den Staat&rdquo; hat es online gestellt.<br>\nBei der Polizei firmieren Taser als &ldquo;DistanzElektroImpulsGer&auml;te&rdquo; (DEIG). Die Beamten schie&szlig;en mit einem Draht verbundene Pfeile ab, die rund einen Zentimeter in die Haut eindringen und dort f&uuml;r mehrere Sekunden einen Stromimpuls von 50.000 Volt abgeben. Die Betroffenen sp&uuml;ren einen sehr starken Schmerz und sind zun&auml;chst vollst&auml;ndig gel&auml;hmt.<br>\n(&hellip;) Der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Thomas Feltes sieht das kritisch: &ldquo;Wer von einem Taser getroffen wird, f&auml;llt um wie ein Baum &ndash; Videos dazu finden sich im Internet. In welche Richtung die Person f&auml;llt, und wo sie mit dem Kopf aufschl&auml;gt, ist nicht berechenbar, schwere Verletzungen sind vorprogrammiert&rdquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Neben Herzkranken soll auch der Einsatz gegen Schwangere vermieden werden. Die Verwaltungsvorschrift bestimmt nicht, wie die Bundespolizisten die beiden Risikogruppen wie beschrieben &ldquo;dem &auml;u&szlig;eren Eindruck nach&rdquo; beurteilen. &ldquo;Selbst ausgebildete Kardiologen erkennen Herzkranke nicht am &auml;u&szlig;eren Erscheinungsbild. Wie sollen das dann Polizeibeamte tun, zudem noch in einer Stresssituation?&rdquo;, kritisiert Polizeiwissenschaftler Feltes. N&auml;heres k&ouml;nnte eine Handlungsanweisung f&uuml;r die Bundespolizei regeln, die jedoch nicht ver&ouml;ffentlicht wird&hellip;<br>\nDefibrillatoren zur &ldquo;Risikominimierung&rdquo;<br>\nDer Bundespolizei ist die t&ouml;dliche Wirkung eines &ldquo;Elektroimpulsger&auml;ts&rdquo; auf den Kreislauf der Betroffenen laut der Antwort auf eine Kleine Anfrage bekannt&hellip;<br>\nZur &ldquo;Risikominimierung&rdquo; sollen die Beamten, die an dem Pilotprojekt beteiligt werden, deshalb Defibrillatoren zur Notfall-Behandlung von Herzrhythmusst&ouml;rungen mitf&uuml;hren und in deren Anwendung geschult werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Taser-bei-der-Bundespolizei-Schuesse-moeglichst-von-hinten-4921696.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.H.:<\/strong> Entsetzlich. Erst die fl&auml;chendeckende Versch&auml;rfung der Polizeigesetze &ndash; von vielen B&uuml;rgerInnen unbemerkt umgesetzt &ndash; und neben allem anderen, was wir gerade erleben, jetzt das on top. Ich bin mehr als entsetzt&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tag X steht bevor<\/strong><br>\nBerliner Senat macht Kiez zum Krisengebiet: Am 9. Oktober soll die &raquo;Liebig 34&laquo; in Friedrichshain mit riesigem Polizeiaufgebot ger&auml;umt werden<br>\n(&hellip;) Nach vollmundigen Absichtsbekundungen im Fr&uuml;hjahr, dem Immobilienhai Gijora Padovicz das Geb&auml;ude abzukaufen, um den Bewohnerinnen eine Perspektive zu geben, ist nichts passiert. Es herrscht dr&ouml;hnendes Schweigen in der Koalition aus SPD, Linke und Gr&uuml;nen. Die sich als links verstehenden Regierungspartner haben zwar seit dieser Woche angeordnet, dass in B&uuml;ros und Verwaltungsgeb&auml;uden der Stadt Maskenpflicht besteht, haben aber inmitten der Coronapandemie &ndash; der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gilt als Hotspot &ndash; keine Hemmungen, etwa 40 Menschen auf die Stra&szlig;e setzen. Zuletzt am Dienstag beriet der Senat &uuml;ber eine Versch&auml;rfung der Pandemiema&szlig;nahmen. Doch der Infektionsschutz ist ausgesetzt, wenn es gegen links geht.<br>\nDer Kauf des Hauses w&auml;re f&uuml;r den Senat sehr viel g&uuml;nstiger gewesen als das, was da bevorsteht und was die dauerhafte Polizeipr&auml;senz bisher gekostet hat. Bereits die R&auml;umung der linken Kneipe &raquo;Syndikat&laquo; in Neuk&ouml;lln im August hatte w&uuml;tende Proteste und vielf&auml;ltige Widerstandsaktionen zur Folge. Nun macht sich Innensenator Andreas Geisel (SPD) erneut zum willf&auml;hrigen Vollstrecker der Kapitalinteressen eines windigen Spekulanten&hellip;F&uuml;r die Polizei soll es ein Gro&szlig;kampftag werden. Urspr&uuml;nglich war ein Aufgebot von 2.500 Beamten vorgesehen. Aus anderen Bundesl&auml;ndern wird das Aufgebot nun durch zus&auml;tzliche Bereitschaftspolizisten verst&auml;rkt, meldete der Tagesspiegel am Montag, darunter &raquo;19 Hundertschaften, f&uuml;nf Beweis- und Festnahmehundertschaften, vier Wasserwerfer, mehrere H&ouml;henrettertrupps und Techniker&laquo;. Auch Spezialeinsatzkommandos st&uuml;nden bereit, hei&szlig;t es. Ein etwa 18 Hektar gro&szlig;es, dicht besiedeltes Wohngebiet wird ab Donnerstag f&uuml;r Passanten gesperrt, f&uuml;nf Kitas und eine Grundschule werden am Freitag geschlossen bleiben, die Presseberichterstattung von vor Ort wird behindert, ein Demonstrationsverbot ist bereits ausgesprochen. M&ouml;glichst niemand soll mitbekommen, wie am Tag X ein Kiez zum Krisengebiet wird. Auf den Stra&szlig;en des polizeilichen Kriegsgebiets stehen bereits Verkehrsschilder f&uuml;r weitr&auml;umige Parkverbote und Vollsperrungen, die Personalst&auml;rke der patrouillierenden Beamten ist l&auml;ngst erh&ouml;ht worden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/387808.h%C3%A4userkampf-tag-x-steht-bevor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Drohnen: SPD-Bewaffnungskurs<\/strong><br>\nSchon l&auml;nger steuern f&uuml;hrende SPDler in Richtung Bewaffnung der Heron-Kampfdrohnen, auch wenn sich die Parteif&uuml;hrung hier eher skeptisch gezeigt hat (siehe IMI-Analyse 2020\/33). Nach der gestrigen Drohnendebatte im Verteidigungsausschuss scheinen diese Stimmen nun mit Nachdruck auf eine Kursbegradigung der SPD zu dr&auml;ngen. Sie werden in einem Artikel des Redaktionsnetzwerks Deutschland zitiert: &bdquo;Und was macht die SPD? Das Ministerium m&uuml;sse jetzt eine Entschlussvorlage vorlegen, sagt Verteidigungspolitikerin Siemtje M&ouml;ller dem RND. &sbquo;Dem werden wir uns wohlwollend n&auml;hern.&lsquo; Auf keinen Fall solle das Thema in den Wahlkampf gezogen werden. SPD-Abr&uuml;stungsexperte Brunner erg&auml;nzt: &sbquo;Wenn unsere Kriterien erf&uuml;llt werden, werden wir nicht Nein sagen.&lsquo; Und SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu sagt am Montagabend in der &sbquo;Tagesschau&lsquo;: Die SPD sei offen f&uuml;r eine Bewaffnung von Drohnen zum Schutz eigener Soldaten. Das sei das Ergebnis eines Diskussionsprozesses.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/10\/06\/drohnen-spd-bewaffnungskurs\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>Dazu: Keine bewaffneten Drohnen <\/strong><br>\n&ndash; die Drohnendebatte war eine Scheindebatte<br>\nAnnegret Kramp-Karrenbauer hat bei der Haushaltsdebatte im Bundestag keinen Zweifel daran gelassen, dass sie die Entscheidung f&uuml;r bewaffnete Drohnen jetzt durchdr&uuml;cken will. Die geplante Bewaffnung der Heron TP ist nur der Anfang. Wenn diese Drohne bewaffnet wird, dann wird die anvisierte Eurodrohne erst recht bewaffnet. Eine entsprechende Beschaffungsvorlage hat die Ministerin ja angek&uuml;ndigt. Die Bundesregierung bereitet den deutschen Einstieg in den Drohnenkrieg vor, als g&auml;be es in Corona-Zeiten nichts Dringenderes als neue R&uuml;stungsprojekte. Die Bewaffnung von Drohnen ist kategorisch abzulehnen, weil das eine falsche Grundsatzentscheidung ist. Die Kriegsf&uuml;hrung, der Einsatz von Sprengmitteln wird damit niederschwelliger, der Trend zur Automatisierung des Krieges ist wird damit gestartet. (&hellip;)<br>\nDie insbesondere vom Verteidigungsministerium veranstaltete sogenannte Drohnendebatte 2020 war von Anfang an ein gro&szlig;er Bluff. Intern hat die Bundeswehr die Vorbereitungen f&uuml;r Kampfdrohnen l&auml;ngst getroffen. Es braucht nur noch ein Ja des Bundestages, dann wird die Heron TP sofort mit Waffen ausgestattet. Dementsprechend einseitig war auch die organisierte Debatte: Drohnenopfer wurden nicht geh&ouml;rt, auch keine ehemaligen Drohnenpiloten, die ihren Einsatz heute teilweise sehr kritisch sehen. Bei jeder Debatte wurde akribisch darauf geachtet, dass diejenigen, die die Drohnen-Bewaffnung bef&uuml;rworten, deutlich ausf&uuml;hrlicher zu Wort kommen. Selbst aus den Reihen der Bundeswehr war keine Kritik zugelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/10\/06\/keine-bewaffneten-drohnen-die-drohnendebatte-war-eine-scheindebatte\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Brosch&uuml;re: Stopp Drohnenkrieg<\/strong><br>\nPassend zur sich zuspitzenden Debatte um die Bewaffnung deutscher Kampfdrohnen hat die Linksfraktion im Bundestag die Brosch&uuml;re &bdquo;Stoppt den Drohnenkrieg! Warum die Bundeswehr keine bewaffneten Drohnen  bekommen darf&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. In der u.a. von IMI-Vorstand Tobias Pfl&uuml;ger mitherausgegebenen Brosch&uuml;re wird nicht zuletzt auch die Art kritisiert, wie die aktuelle Debatte orchestriert wurde: &bdquo;die &raquo;Drohnendebatte&laquo; ist von Bef&uuml;rworter*innen bewaffneter, unbemannter Systeme dominiert. Es wurden keine zivilen Opfer von Drohnenangriffen befragt und auch keine ehemaligen Drohnenpilot*innen aus den USA. Sie warnen heute als Whistleblower vor dieser Waffe und einer fortschreitenden Automatisierung des Drohnenkrieges.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/publikationen\/imi-aktuell\/archiv\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/fileadmin\/user_upload\/Publikationen\/Broschueren\/200913-Kampfdrohnen-A6.pdf\">Hier der Link zur Brosch&uuml;re<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Programmiertes Chaos &ndash; Was Washingtons Trump-Gegner nach der Wahl planen<\/strong><br>\nEine &bdquo;&uuml;berparteiliche&ldquo; Gruppe von neokonservativen Republikanern und etablierten Demokraten &bdquo;simulierte&ldquo; k&uuml;rzlich mehrere Katastrophenszenarien f&uuml;r die US-Pr&auml;sidentschaftswahlen im November. Dazu z&auml;hlt auch ein Planspiel, bei dem ein klarer Sieg des Amtsinhabers &bdquo;beispiellose&ldquo; Ma&szlig;nahmen provoziert, mit denen das Biden-Lager eine erneute Amtseinf&uuml;hrung Donald Trumps verhindern k&ouml;nnte.<br>\nEine Gruppe von Insidern der Demokratischen Partei und ehemaligen Funktion&auml;ren aus der Obama- und Clinton-Zeit haben zusammen mit einer Riege von neokonservativen &bdquo;Never Trump&ldquo;-Republikanern in den letzten Monaten Simulationen und &bdquo;Kriegsspiele&ldquo; zu verschiedenen &bdquo;Weltuntergangsszenarien&ldquo; in Zusammenhang mit den Pr&auml;sidentschaftswahlen durchgef&uuml;hrt.<br>\nIn mehreren Medienberichten &uuml;ber die Gruppe, die als &bdquo;Transition Integrity Project&ldquo; (TIP) bezeichnet wird (zu deutsch: &ldquo;Projekt f&uuml;r Redlichkeit bei der Amts&uuml;bergabe&rdquo;), rechtfertigt sie diese &Uuml;bungen damit, dass sie sich gezielt auf ein Szenario vorbereiten will, in dem Pr&auml;sident Trump die Wahlen verliert und sich weigert, aus dem Amt zu scheiden, was zu einer Verfassungskrise f&uuml;hren k&ouml;nnte. Den TIP-Dokumenten zufolge f&uuml;hrten jedoch ihre Simulationen, die einen &bdquo;klaren Sieg&ldquo; f&uuml;r Trump bei der bevorstehenden Wahl vorsahen, selbst zu einer Verfassungskrise, da sie voraussagten, dass das Biden-Lager unabh&auml;ngig vom Wahlergebnis radikale Schritte unternehmen w&uuml;rde, um die Pr&auml;sidentschaft f&uuml;r sich zu sichern.<br>\n(&hellip;)  Eine dieser Simulationen, die untersuchte, was im Falle eines klaren Trump-Sieges zwischen Wahltag und Amtseinf&uuml;hrung passieren w&uuml;rde, zeigt jedoch, dass das TIP nicht nur simulierte, wie die Republikaner jede ihnen zur Verf&uuml;gung stehende M&ouml;glichkeit nutzen k&ouml;nnten, um an der Macht zu bleiben, sondern auch, wie die Demokraten die Macht erlangen k&ouml;nnten, wenn das Wahlergebnis 2020 nicht zu ihren Gunsten ausfallen w&uuml;rde.<br>\n(&hellip;) Das Putschen und die Doppelmoral<br>\nEs ist zwar durchaus m&ouml;glich, dass sich Pr&auml;sident Trump im Falle eines klaren Biden-Sieges weigern k&ouml;nnte, das Wei&szlig;e Haus zu verlassen oder andere Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, die das Vertrauen vieler Amerikaner in das Wahlsystem besch&auml;digen w&uuml;rden. Jedoch ist die Aussage des TIP, &uuml;ber diese M&ouml;glichkeit und den &bdquo;Schutz&ldquo; der Demokratie besonders besorgt zu sein, ohne einen der beiden Kandidaten zu bevorzugen, eindeutig unzutreffend.<br>\nIhre Simulation eines klaren Trump-Sieges zeigt viel mehr, dass extremes, &bdquo;undemokratisches&ldquo; Verhalten ihrer Ansicht nach durchaus zul&auml;ssig ist, wenn es weitere vier Jahre Trump verhindert. Diese Doppelmoral zeigt, dass eine einflussreiche Gruppe von &bdquo;&uuml;berparteilichen&ldquo; Insidern darauf bedacht ist, im Falle eines Trump-Sieges eine &bdquo;Verfassungskrise&ldquo; heraufzubeschw&ouml;ren &ndash; und dass sie unabh&auml;ngig vom Ausgang der Wahlen im Jahr 2020 f&uuml;r eine solche Krise vorausplant&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/programmiertes-chaos\">multipolar<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65527\">&bdquo;US-Pr&auml;sidentschaftswahlen 2020: B&uuml;rgerliche Demokratie trifft Global Governance&ldquo;<\/a> auf den Nachdenkseiten von gestern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Halbgott ist angez&auml;hlt<\/strong><br>\nThailands Studenten fordern eine Reform der Monarchie<br>\n(&hellip;) unterschwellig ist Nervosit&auml;t sp&uuml;rbar&laquo;, berichtet der Manager, der namentlich nicht in der Zeitung genannt werden will. Sich als Ausl&auml;nder &ouml;ffentlich zur Politik in Thailand zu &auml;u&szlig;ern, ist in dem K&ouml;nigreich gef&auml;hrlich.<br>\nSeit Mitte Juli finden beinahe t&auml;glich kleinere und gr&ouml;&szlig;ere Proteste von Studierenden statt.<br>\n(&hellip;) &raquo;Die thail&auml;ndische Regierung wei&szlig; nicht, was sie von diesen neuen F&uuml;hrern halten oder wie sie mit den Protesten umgehen soll. Aber eines ist klar: Es gibt eine breite und wachsende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Studentenbewegung in der thail&auml;ndischen Gesellschaft&laquo;, sagt Phil Robertson, Repr&auml;sentant der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in Bangkok, zu &raquo;nd&laquo;. &raquo;Die Regierung ist sehr besorgt dar&uuml;ber, dass sie, wenn sie gegen die Bewegung vorgeht, unter den normalen B&uuml;rgern eine viel breitere Bewegung der Wut gegen die Regierung ausl&ouml;sen wird.&laquo;<br>\nDie herrschende Elite versucht es derweil einerseits mit dem Zuckerbrot der vorsichtigen Dialogbereitschaft. Andererseits werden Studentenf&uuml;hrer festgenommen, Dissidenten verschwinden spurlos im laotischen Exil, ein thail&auml;ndischer Regimekritiker wurde in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh entf&uuml;hrt.<br>\nDie Stimmung in Thailand ist explosiv. Die junge Generation hat die Nase voll von der diktatorischen Politik, der Dominanz des Milit&auml;rs in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem Fehlen von Transparenz und Verantwortungsbewusstsein bei den verfassungsm&auml;&szlig;igen Institutionen &ndash; einschlie&szlig;lich der Monarchie. Mit ihrer Forderung nach der Reform Letzterer haben die Studenten Thailands gr&ouml;&szlig;tes Tabu gebrochen. Die Generation der Eltern und Gro&szlig;eltern st&uuml;rzt derweil durch die Coronakrise in den wirtschaftlichen Abgrund. Die Zahl der Arbeitslosen explodiert, und die wirtschaftspolitische Inkompetenz der Regierung von Premierminister und Ex-Putschgeneral Prayut Chan-o-cha wird noch sp&uuml;rbarer als schon vor Corona.<br>\nAuf der anderen Seite leben die elit&auml;ren Superreichen weiter in Saus und Braus und der unpopul&auml;re K&ouml;nig Maha Vajiralongkorn verlustiert sich seit Monaten mit gro&szlig;em Hofstaat in einem Hotel in Bayern. Um ein wenig Dampf aus dem Kessel des Volkszorns zu lassen, verzichtete die Regierung k&uuml;rzlich auf den Kauf von U-Booten, die selbst nach der Meinung konservativer Sicherheitsexperten &uuml;berhaupt nicht gebraucht werden. Auf Eis gelegt wurde zudem das 28 Milliarden US-Dollar teure Buddeln eines Kanals zwischen dem Golf von Siam und der Andamanensee.<br>\nWie dramatisch die Lage ist, macht Thitinan Pongsudhirak mit der &Uuml;berschrift &raquo;In Thailand zeichnet sich ein Showdown und epochales Endspiel ab&laquo; deutlich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1141934.thailand-der-halbgott-ist-angezaehlt.html\">nd<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65285\">Unruhen in Thailand<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>OPCW best&auml;tigt &ldquo;Spuren&rdquo; von Nowitschok in Nawalny-Proben<\/strong><br>\nNachdem die Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen Bioproben des russischen Oppositionellen Alexei Nawalny in der Berliner Charit&eacute; entnommen hatte, gab sie am Dienstag ihre Untersuchungsergebnisse bekannt&hellip;<br>\nDie in Blut- und Urinproben nachgewiesenen Biomarker von Cholinesterasehemmer w&uuml;rden &ldquo;&auml;hnliche strukturelle Charakteristiken&rdquo; aufweisen, wie die toxischen Chemikalien, die man im November 2019 unter den Ziffern 1.A.14 und 1.A.15 auf die Liste gesetzt hatte. Dahinter verstecken sich die Zusammensetzungen von Nervenkampfstoffen aus der Nowitschok-Gruppe.<br>\n(&hellip;) Selbst nach den nun bei der OPCW vorgestellten Untersuchungsergebnissen scheint die Bundesregierung nicht gewillt zu sein, diese mit Russland teilen zu wollen. &ldquo;Bei der geplanten Weitergabe bzw. Ver&ouml;ffentlichung der Informationen sowie bei der Frage der amtlichen Listung spielt die Bewertung von Proliferationsrisiken eine wesentliche Rolle&rdquo;, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es d&uuml;rfe &ldquo;kein Wissen &uuml;ber die gef&auml;hrliche Substanz in falsche H&auml;nde geraten k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/107500-opcw-bestaetigt-spuren-von-nowitschok\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Nowitschok-Erfinder im gro&szlig;en Interview zu Nawalny<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn das eine Vergiftung gewesen w&auml;re &hellip;&ldquo;<br>\n(&hellip;) Ob Nawalny tats&auml;chlich mit &bdquo;Nowitschok&ldquo; vergiftet worden sein k&ouml;nnte, ob er in diesem Fall &uuml;berlebt h&auml;tte und ob die Spuren in dieser Situation unbedingt nach Russland f&uuml;hren m&uuml;ssen, sprach der Entwickler dieses Kampfgiftstoffs, Leonid Rink, im Interview mit RIA Novosti.<br>\n&ndash; Herr Rink, Sie behaupten, der Chefentwickler des Kampfgiftstoffs &bdquo;Nowitschok&ldquo; zu sein. Wer beteiligte sich neben Ihnen an der Entwicklung dieses Stoffs? Und warum musste er entwickelt werden?<br>\n&ndash; Bei &bdquo;Nowitschok&ldquo; handelt es sich nicht um einen Stoff, sondern um ein System zur Herstellung von Giftstoffen aus nichtgiftigen Komponenten&hellip;.<br>\n&ndash; Bei &bdquo;Nowitschok&ldquo; geht es um eine bin&auml;re Mischung. Wie funktioniert sie?<br>\n&ndash; Einzelne Elemente sind kaum giftig, die m&uuml;sste man l&ouml;ffelweise essen, damit der geringste Effekt entsteht&hellip;<br>\n&ndash; Und welche &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Menge w&auml;re n&ouml;tig, um einen Menschen zu vergiften?<br>\n&ndash; Multiplizieren Sie einmal ein Tausendstel des Milligramms und das Gewicht der jeweiligen Person (in Kilogramm). Ungef&auml;hr so viel. Es kommt darauf an, wie der Stoff in den Organismus eingef&uuml;hrt wird: durch die Haut, durch den Magen, in die Vene, intramuskul&auml;r usw. Also was Nawalny angeht, wenn er im Hotel mit &bdquo;Nowitschok&ldquo; vergiftet worden w&auml;re, dann h&auml;tte er keine Chance, das Flugzeug zu erreichen: Seine Augen h&auml;tten sich geschlossen, und er h&auml;tte das Flugzeug gar nicht erreichen k&ouml;nnen &ndash; das versichere ich Ihnen zu 100 Prozent&hellip;<br>\n&ndash; Also wurde der Stoff als Massenvernichtungsmittel entwickelt &ndash; und nicht als Mittel zur Entfernung von einzelnen Personen, nicht wahr?<br>\n&ndash; Nat&uuml;rlich nicht. Um eine Person zu entfernen, gibt es viel effizientere Mittel, die viel sp&auml;ter wirken k&ouml;nnen: eine Woche oder sogar noch sp&auml;ter. Und sie k&ouml;nnen in solchen Mengen eingesetzt werden, dass niemand ihre Spuren finden kann&hellip;<br>\nWas ruft also der &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Stoff hervor? Den Herzstillstand, den Atemstillstand?<br>\n&ndash; Das sind Krampfmittel, die den Nervenimpuls unterbrechen und Muskelkr&auml;mpfe ausl&ouml;sen, vor allem in den Augen. Die Augenmuskeln zeigen eine Pupillenverengung &ndash; die Pupillen lassen sich praktisch gar nicht mehr sehen, selbst wenn die &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Dosis so gering ist, dass es die Vergiftung praktisch noch gar nicht gibt. Dieses Symptom kommt sofort zutage. Auf Nawalnys Fotos vor dem Flug, an Bord, nach der Landung, im Krankenhaus, auf dem Weg zum zweiten Flugzeug, mit dem er nach Deutschland bef&ouml;rdert wurde, gibt es so etwas nicht. Aber wo ist denn die Miosis? Wir Profis wissen doch, dass es sie geben m&uuml;sste!&hellip;<br>\n&ndash; Und wie lange dauert es nach der &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Vergiftung, bis die ersten Symptome zutage kommen?<br>\n&ndash; Bis zu den ersten Symptomen dauert es einige Minuten, bis zum Tod etwa zehn Minuten&hellip;<br>\n&ndash; Und wie lange dauert es, bis der &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Stoff den Organismus verl&auml;sst? Wie lange kann man ihn im Blut, in anderen Fl&uuml;ssigkeiten entdecken?<br>\n&ndash; Ich denke, &bdquo;Nowitschok&ldquo; selbst kann man ziemlich schnell nicht mehr erkennen. Aber die  Stoffwechselprodukte k&ouml;nnen f&uuml;r eine Weile im Organismus bleiben &ndash; ich glaube allerdings nicht, dass es ganze zwei Wochen sind. Zumal eine winzige Menge des Stoffs n&ouml;tig w&auml;re, so dass man seine Spuren h&auml;tte nicht mehr sehen k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/interviews\/20200925327999541-nowitschok-erfinder-nawalny-fall\/\">Sputnik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wahlen &ndash; eine Angelegenheit der Reichen?<\/strong><br>\nKommunalwahlen in der &bdquo;abgeh&auml;ngten&ldquo; Dortmunder Nordstadt<br>\nW&auml;hrend die Wohlhabenden mit gestalten m&ouml;chten und w&auml;hlen gehen, koppeln sich die &Auml;rmeren immer mehr ab, sie stellen den &uuml;bergro&szlig;en Teil der Wahlverweigerer. Dementsprechend haben die reichen Schichten der Gesellschaft deutlich mehr Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundes- und Landtages und der Kommunalparlamente genommen als unteren Schichten. Die armen Menschen haben gute Gr&uuml;nde nicht zur Wahl zu gehen. Sie finden keine Partei mehr, die ihnen ein Angebot macht, niemand fragt sie nach ihren Interessen und keiner setzt sich f&uuml;r ihre Belange ein. So entsteht ein Kreislauf, der nur den konservativen und rechten Parteien n&uuml;tzt und die ganze Gesellschaft weiter nach rechts ausrichtet&hellip;<br>\n(&hellip;) Niedrige Wahlbeteiligung und prek&auml;re soziale Situation<br>\nDas neu gew&auml;hlte Mitglied des Stadtrats aus dem Wahlbezirk 3, Sohn von Zuwanderern, der in der Nordstadt aufgewachsen ist, wei&szlig; wohl gut, warum in seinem Wahlkreis die Wahlbeteiligung seit Jahrzehnten dramatisch sinkt und er erkl&auml;rt sich das, wie schon erw&auml;hnt, so: &bdquo;Die Leute haben die Einstellung, dass sich eh nichts &auml;ndert&ldquo;, er wird wohl richtig liegen. Die Menschen stimmen schon ab, aber mit ihren F&uuml;&szlig;en und nicht mit dem Wahlzettel.<br>\nSie wissen genau, wie sie als Nordst&auml;dter in den Augen der &bdquo;leistungstragenden&rdquo; Besserverdiener und Wohlhabenden gesehen werden, n&auml;mlich als Hartz-IVer, Prek&auml;r-Besch&auml;ftigte, Zuwanderer, Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Behinderte etc.<br>\nSie haben erfahren, dass sie nicht mehr mit der Selbstoptimierung im beinharten Konkurrenzkampf mithalten k&ouml;nnen, in dem alles zur Ware geworden ist.<br>\nSie leben in einem Umfeld, in der die monet&auml;re Bewertung des Menschen das ganze Alltagsleben bestimmt und derjenige &uuml;berhaupt noch etwas z&auml;hlt, wenn er etwas leistet, n&uuml;tzlich und effizient ist.<br>\nSie haben ein Bildungssystem erlebt, das sie schon fr&uuml;h ausgesondert hat.<br>\nSie werden von den Beh&ouml;rden schikaniert und bekommen nicht mal das Lebensnotwendige zugestanden, auf das sie ein Recht haben. Die gesetzlich vorgeschriebene Beratungs- und Auskunftspflicht gilt f&uuml;r sie nicht, sie werden einfach von den Securitys aus den &Auml;mtern rausgeschmissen.<br>\nSie werden schon bei geringen Vergehen von der Polizei und den Ordnungskr&auml;ften verfolgt und von der Justiz drakonisch bestraft.<br>\nSie wissen, dass in den Kommunalparlamenten Leute sitzen, die studiert haben, reich sind und nicht die Bev&ouml;lkerung widerspiegeln, die sie vertreten sollen.<br>\nSie wissen, es bestimmen W&auml;hler mit ihrer Wahl &uuml;ber Menschen, die sie verachten.<br>\nNiemand interessiert sich daf&uuml;r, dass sie sorgende V&auml;ter, liebevolle allein erziehende M&uuml;tter, flei&szlig;ige, schlaue und hilfsbereite Menschen sind.<br>\nWas sie nicht wissen, aber vielleicht erahnen, ist die gro&szlig;e Angst der wohlsituierten Menschen aus den anderen Stadtteilen davor, morgen auch schon nutzlos zu sein und auch abzust&uuml;rzen. Deshalb werten sie die Schw&auml;cheren ab, um sich damit zu beweisen, dass noch jemand unter ihnen auf der Treppe steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/wahlen-eine-angelegenheit-der-reichen-kommunalwahlen-in-der-abgehaengten-dortmunder-nordstadt\/#more-9225\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-65537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65537"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65541,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65537\/revisions\/65541"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}