{"id":6558,"date":"2010-08-23T09:04:07","date_gmt":"2010-08-23T07:04:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6558"},"modified":"2010-08-23T09:04:07","modified_gmt":"2010-08-23T07:04:07","slug":"hinweise-des-tages-1208","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6558","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die AKW-Putschisten; Stadtwerke gegen Atomlobby; Aktion&auml;re wider Wissen; Insolvenzbordell London; kein Arbeitslosengeld f&uuml;r Schwangere; nochmals: Urlaubsverzicht; Lobbynachrichten; Kommentar zu Steinbr&uuml;cks Nebeneink&uuml;nften; Jean Ziegler &uuml;ber Lakaien; &Auml;rztehonorar vorstrecken; Lautenschl&auml;ger geht durch die Dreht&uuml;r; Wirtschaftssenator r&auml;umt &bdquo;Falschangaben&ldquo; ein; Duisburg verbietet Ver&ouml;ffentlichung von Dokumenten; Elektronikleid; Roma-Verfolgung; Tschechen wollen nicht in die griechische Falle geraten; Humboldts Bildung heute. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">AKW-Streit: Die Putschisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Stadtwerke-Verband: &bdquo;Dreckschleudern abschalten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Deutsche sind Aktion&auml;re wider Wissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Schuldner fl&uuml;chten ins &ldquo;Insolvenzbordell&rdquo; London<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Arbeitslosengeld f&uuml;r Schwangere gestrichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Nochmals: Angestellte sollen auf Urlaub verzichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lobbynachrichten aus dem Sommerloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kommentar zum Fall Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Jean Ziegler: &bdquo;Viele sind Lakaien&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Patienten sollen Honorar f&uuml;r Arztbesuch vorstrecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kanzleramt war involviert in Sawicki-Entmachtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Lautenschl&auml;ger zieht&rsquo;s in die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Designierter Wirtschaftssenator r&auml;umt Falschangaben ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Duisburg l&auml;sst Dokumenten-Ver&ouml;ffentlichung verbieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Jeder, der ein Apple iPhone besitzt, sollte sich sch&auml;men<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Schuften f&uuml;r den Elektronikspa&szlig; anderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Das Roma-Problem liegt in Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Tschechien: Wollen nicht in griechische Falle geraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Humboldts Bildung heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Was sind &ldquo;h&ouml;here Interessen&rdquo;?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6558&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>AKW-Streit: Die Putschisten<\/strong><br>\nEine so unverhohlene Erpressung durch Leute, die sich in der Wirtschafts- und Finanzkrise gerade Milliarden von der Regierung und den Steuerzahlern &uuml;berweisen lie&szlig;en, sprengt alles Dagewesene. Wir erinnern uns an die vergangene Woche: Da drohten die Chefs der Energiekonzerne via Bildzeitung der Kanzlerin mit dem Abschalten der Atomkraftwerke, wenn die Regierung nicht 15 Jahre Laufzeitverl&auml;ngerung genehmigt. Schon damals ernteten sie Spott und Hohn. Dann macht sie doch dicht, eure Schrottreaktoren, schallte es durch die Republik. Und jetzt? Jetzt rennen die Energie-Chefs mit demselben Kopf gegen dieselbe Wand. Nur mit Verst&auml;rkung. Leute, die sich zur Elite aus Wirtschaft und Politik z&auml;hlen, springen den Konzernchefs bei. In einer fulminanten Anzeigenkampagne wollen sie der Regierung offenbar zeigen, wo der Hammer h&auml;ngt. Vom Sozialdemokraten Schily &uuml;ber den Fu&szlig;ballmanager Bierhoff bis zum Bahnchef Grube zeichnen sie den Protest.<br>\nDiese Leute, die glauben, eine Kanzlerin so unter Druck setzen zu k&ouml;nnen, sind sozial dumm und missachten alle Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens. Vor allem Regel Nummer eins: Bringe den anderen nie in eine ausweglose Situation, aus der er ohne Gesichtsverlust nicht mehr herauskommt. Eine Kanzlerin, das m&uuml;ssten sich die Herren, und es sind ausschlie&szlig;lich Herren, vielleicht noch mal klarmachen, ist vom Volk gew&auml;hlt und ihm verantwortlich. W&uuml;rden sie dies zur Kenntnis nehmen, w&auml;re es, wenn schon nicht aus Einsicht, dann aus Zweckm&auml;&szlig;igkeit geboten, sie so agieren zu lassen, dass ihre Entscheidung &ouml;ffentliche Akzeptanz finden kann. Bewegt sich Merkel aber jetzt nur einen Schritt in ihre Richtung, wird sie den Vorwurf der Erpressbarkeit nicht mehr los.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/akw-streit--die-putschisten\/-\/1472602\/4576362\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe die Anzeige:<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.energiezukunft-fuer-deutschland.info\/\">Energiezukunft Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Andrang an Bef&uuml;rwortern h&auml;lt sich offenbar in Grenzen. Bis gestern Mitternacht hatten 494 Leute zugestimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Stadtwerke-Verband: &bdquo;Dreckschleudern abschalten&ldquo;<\/strong><br>\nHans-Joachim Reck, Chef des Stadtwerke-Verbandes, &uuml;bt scharfe Kritik an der Atomlobby. Die vier Atomkonzerne h&auml;tten es geschafft, innerhalb k&uuml;rzester Zeit alle gegen sich aufzubringen, betont Reck im Interview.<br>\nRECK: Ich halte eine solche, einseitig an den wirtschaftlichen Interessen orientierte Aktion nicht f&uuml;r hilfreich. Bei den anstehenden energiepolitischen Entscheidungen m&uuml;ssen alle Ziele, wie Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Preisw&uuml;rdigkeit der Energie Ber&uuml;cksichtigung finden. Ich f&uuml;rchte, diese Aktion wird den Akteuren mehr schaden als nutzen.<br>\nWas bedeutete eine Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die Stadtwerke?<br>\nRECK: Laufzeiten sollten nur verl&auml;ngert werden, wenn es zu einem Marktausgleich bei der Stromproduktion zugunsten der Stadtwerke als dem energiepolitischen Mittelstand kommt. Get&auml;tigte Investitionen in dezentrale Produktionsstrukturen d&uuml;rfen nicht gef&auml;hrdet werden; Neuinvestitionen m&uuml;ssen rentabel bleiben.<br>\nWomit sollen die Stadtwerke fehlende Kapazit&auml;ten ausgleichen?<br>\nRECK: Die St&auml;rken der kommunalen Betriebe liegen eindeutig bei Anlagen mit Kraft-W&auml;rme-Kopplung, die mit Erdgas, Kohle und Biokraftstoffen als Brennstoff arbeiten und Strom und W&auml;rme zugleich erzeugen. Das bringt den extrem hohen Wirkungsgrad von 80 bis 90 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1281431639429.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche sind Aktion&auml;re wider Wissen<\/strong><br>\nDie meisten B&uuml;rger besitzen Aktien. Dem Gro&szlig;teil von ihnen d&uuml;rfte dies gar nicht klar sein. Viele Anleger sind &uuml;ber Fonds, Versicherungen oder &uuml;ber bestimmte Formen der betrieblichen Altersvorsorge am Aktienmarkt beteiligt. Vor allem bei der Altersvorsorge l&auml;uft vieles im Verborgenen ab.<br>\nNach einer Studie von TNS Infratest Sozialforschung im Auftrag des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales mit aktuellsten Angaben per Ende 2007 haben knapp zwei Drittel der sozialversichungspflichtigen Besch&auml;ftigten in Deutschland einen Anspruch auf eine betriebliche oder &ouml;ffentliche Zusatzrente. Von diesen 17,5 Millionen Arbeitnehmern d&uuml;rften die meisten indirekt Aktion&auml;re sein, sch&auml;tzen Berater. Denn viele Arbeitnehmer wandeln Teile ihres Gehaltes in Beitr&auml;ge f&uuml;r die betriebliche Altersvorsorge um&hellip;<br>\nInsgesamt 1,3 Billionen Euro haben die rund 50 Millionen Deutschen bei Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionskassen angelegt. Laut B&ouml;rsenaufsicht Bafin entfallen 15,4 Mrd. Euro oder 1,2 Prozent davon auf b&ouml;rsennotierte Aktien&hellip;<br>\nAuch zu den indirekten Aktion&auml;ren z&auml;hlen die knapp 14 Millionen Inhaber einer staatlich gef&ouml;rderten Riester-Rente f&uuml;r die private Altersvorsorge, von denen wiederum rund 10 Millionen in eine Lebensversicherung und 2,7 Millionen in einen Fonds sparen.<br>\nRelativ gering ist die Zahl der Aktienfondssparer und reinen Aktion&auml;re in Deutschland mit insgesamt nur noch 8,6 Millionen. Lediglich 3,9 Millionen davon halten direkt Aktien im Depot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/anlagestrategie\/geldanlage-deutsche-sind-aktionaere-wider-wissen;2637288\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man h&auml;tte auch die &Uuml;berschrift w&auml;hlen k&ouml;nnen: Deutsche sind Aktion&auml;re wider Willen. Denn gefragt werden sie nat&uuml;rlich nicht. Interessant ist auch , dass f&uuml;r lediglich 3,9 Millionen Menschen die direkt Aktien halten, t&auml;glich eine umfangreiche B&ouml;rsenberichterstattung in allen Medien stattfindet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldner fl&uuml;chten ins &ldquo;Insolvenzbordell&rdquo; London<\/strong><br>\nKriselnde Unternehmen verlegen zunehmend ihren Sitz in die britische Metropole, um von den dortigen Insolvenzregeln zu profitieren. Anleihegl&auml;ubiger gucken in die R&ouml;hre. Erstens kann ein Unternehmen bestimmte Teile nach Gro&szlig;britannien verschieben, um vom dortigen Recht zu profitieren. Zweitens ist ein besonderes Verfahren seit der Finanzkrise umstritten. In einem sogenannten &ldquo;Pre-Pack&rdquo; kann ein Unternehmen schnell von hochrangigen Geldgebern an einen neuen Eigent&uuml;mer verkauft werden. Das kann ohne die Zustimmung nachrangiger Gl&auml;ubiger, Vermieter oder Lieferanten geschehen &ndash; oft wird mit dem Verfahren sogar die Absicht verfolgt, diese Geldgeber auszubooten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:guenstige-regeln-schuldner-fluechten-ins-insolvenzbordell-london\/50159538.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld f&uuml;r Schwangere gestrichen<\/strong><br>\n&bdquo;Ich bin schwanger &ndash; nicht krank&ldquo;, sagt Isabel Kirner aus Haffkrug (Kreis Ostholstein). Die Pharmareferentin (Gehalt: 1800 Euro netto) ist seit Februar ohne Job, bekam Arbeitslosengeld. Stichtag f&uuml;r die Geburt ihres Kindes ist der 6. Oktober. &bdquo;Mitte Juli musste ich zweimal wegen drohender Fr&uuml;hgeburten ins Krankenhaus und bekam vom Arzt ein Besch&auml;ftigungsverbot, um das Leben meines Kindes nicht aufs Spiel zu setzen&ldquo;, sagt die 28-J&auml;hrige. Der finanziell gravierenden Folgen war sich die junge Frau nicht bewusst. &bdquo;Ich stand mit beiden Beinen fest im Leben. Jetzt hat mir die Arbeitsagentur den Boden unter den F&uuml;&szlig;en weggerissen.&ldquo;<br>\nMit sofortiger Wirkung stornierte die Agentur f&uuml;r Arbeit die Zahlungen, was weitere Konsequenzen hat. &bdquo;Ich habe keinen Anspruch mehr auf Mutterschutz, Kranken- und Elterngeld, muss mich &uuml;ber meinen Mann krankenversichern &ndash; rundum ein Ausfall von 10 000 Euro&ldquo;, sagt Kirner und betont: &bdquo;Jede alleinstehende Frau findet sich doch ganz schnell in einer Sozialwohnung wieder.&ldquo;<br>\nF&uuml;r die Beh&ouml;rden ist die Lage eindeutig. &bdquo;Uns sind aufgrund von Dienstanweisungen der Bundesagentur die H&auml;nde gebunden, so dass wir bei Besch&auml;ftigungsverboten keine Zahlungen vornehmen k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Olga Nommensen von der Arbeitsagentur L&uuml;beck. &bdquo;Ein Anspruch auf ALG I besteht bei einem Besch&auml;ftigungsverbot wegen Schwangerschaft nur, wenn die Schwangere trotzdem f&uuml;r den Arbeitsmarkt verf&uuml;gbar ist &ndash; also nicht jegliche Besch&auml;ftigungen, sondern nur bestimmte T&auml;tigkeiten untersagt worden sind&ldquo;, erkl&auml;rt Monika Borso, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Arbeitsgemeinschaft (Arge) L&uuml;beck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ln-online.de\/artikel\/2838310\/Arbeitslosengeld_f%FCr_Schwangere_gestrichen.htm\">L&uuml;becker Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"?p=6553#h01\">Forderung der Arbeitgeber: Angestellte sollen auf Urlaub verzichten<\/a><\/strong>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nur wir, sondern sehr viele Medien haben bei dieser Meldung pauschal von &bdquo;Arbeitgebern&ldquo; gesprochen. Interessant ist, dass keiner der gro&szlig;en Arbeitgeberverb&auml;nde sich dazu ge&auml;u&szlig;ert hat. Es waren der &bdquo;Bundesverband mittelst&auml;ndische Wirtschaft&ldquo; (BVMW) mit seinem Pr&auml;sidenten Mario Ohoven und der &bdquo;Unternehmerverband mittelst&auml;ndische Wirtschaft&ldquo; (UMW). Selbst das arbeitgebernahe <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/rundschau\/bayern-nachrichten-deutschland-ID1282290323216.xml\">Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) kritisierte diesen Vorschlag<\/a> und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) war f&uuml;r eine Stellungnahme zun&auml;chst <a href=\"http:\/\/www.ad-hoc-news.de\/wirbel-um-pl-doyer-f-r-k-rzeren-jahresurlaub--\/de\/News\/21558082\">nicht zu erreichen<\/a>. &bdquo;Unternehmerverband mittelst&auml;ndische Wirtschaft&ldquo; (UMW) mit Sitz in Koblenz scheint eher ein kommerzielles Beratungsunternehmen zu sein:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wir unterst&uuml;tzen Sie <\/p>\n<ul>\n<li>beim Kn&uuml;pfen und Pflegen von Gesch&auml;ftskontakten im In- und Ausland<\/li>\n<li>bei Verhandlungen mit Kreditinstituten und Banken<\/li>\n<li>im Informationsmanagement<\/li>\n<li>bei Kontakten zu lokalen und &uuml;berregionalen Beh&ouml;rden&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p><em>So die <a href=\"http:\/\/web2.cylex.de\/firma-home\/unternehmerverband-mittelstaendische-wirtschaft-e-v--1145796.html\">Eigenwerbung des UMW<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Ad-Hoc-New berichten, dass im Handbuch des &ouml;ffentlichen Lebens, dem Oeckl, zur Mitgliederzahl dieses &bdquo;Verbandes&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.ad-hoc-news.de\/wirbel-um-pl-doyer-f-r-k-rzeren-jahresurlaub--\/de\/News\/21558082\">keine Angaben gemacht w&uuml;rden<\/a>.<br>\nMit der Forderung nach Urlaubsverzicht scheint die Verbandschefin Frerichs eher eine Marketingstrategie f&uuml;r ihren obskuren Verband zu verfolgen. Erst vor Wochen hatte sie Aufsehen zu erregen versucht, als sie eine Deopflicht f&uuml;r Arbeitnehmer forderte.<br>\n&Auml;hnliche Motive d&uuml;rften auch den &bdquo;Bundesverband mittelst&auml;ndische Wirtschaft&ldquo; (BVMW) leiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch der der &bdquo;Bundesverband mittelst&auml;ndische Wirtschaft&ldquo; (BVMW) mit seinem schillernden Pr&auml;sidenten Mario Ohoven ist eher eine PR-Organisation als ein Arbeitgeberverband. Nicht nur dass Ohoven in den letzten Jahren zahlreiche Prozesse am Hals hatte, er nutzte seinen 1998 erlangten BVMW-Vorsitz, um Kontakte zu potentiellen Anleger f&uuml;r seine eigenen Fondsgesch&auml;fte zu kn&uuml;pfen, schrieb das Handelsblatt unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/fondsnachrichten\/mario-ohoven-glamour-prominente-charity-und-jetzt-auch-ein-urteil;2622540\">&bdquo;Glamour, Prominente, Charity&ldquo;<\/a>. Seine Ehefrau und gesch&auml;ftst&uuml;chtige &bdquo;Charity-Lady Nummer eins&ldquo;, meinte ihren Mann mit dem Satz &bdquo;er k&ouml;nnte sogar Eskimos Eisschr&auml;nke verkaufen&ldquo; loben zu m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Vorschlag den Urlaub um 14 Tage zu k&uuml;rzen, war also wohl eher ein Reklame-Gag um diesen selbst ernannten Vertreter des Mittelstands passend in das Sommerloch Publicity zu verschaffen. Ein &bdquo;Rezept f&uuml;r Ber&uuml;hmtheit&ldquo; nannte das zu Recht der <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1281431639948.shtml\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a>. Es ist jedoch bezeichnend, dass dieser Vorschlag von den Medien Schlagzeilen machen konnte und  &bdquo;den&ldquo; Arbeitgebern zugetraut wurde. Auch wir von den NachDenkSeiten sind auf dies PR-Kampagne zu Lasten von Arbeitnehmern eingestiegen und haben vers&auml;umt hinter die Kulissen zu schauen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Klarstellung:<br>\nDer Stern zitiert dankenswerterweise aus einer Mercer-Studie die Anzahl der Urlaubstage in unterschiedlichen L&auml;ndern (Stand: 2009):<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Finnland: 30 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Brasilien: 30 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Frankreich: 30 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Gro&szlig;britannien: 28 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Schweden: 25 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Deutschland: 24 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Malta: 24 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>USA: 15 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>Kanada: 10 Tage<\/em><\/li>\n<li><em>China: 10 Tage.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lobbynachrichten aus dem Sommerloch<\/strong><br>\nGanz Deutschland ist in der Sommerpause &ndash; ganz Deutschland? Nein. Eifrige Lobbyisten gehen flei&szlig;ig ihrer Arbeit nach. Aber gl&uuml;cklicherweise gibt es auch einige kritische Berichte. Und Regierungsmitglieder m&uuml;ssen feststellen, dass fragw&uuml;rdige Vorgehensweisen auch in der Sommerpause nicht immer unentdeckt bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/08\/lobbynachrichten-aus-dem-sommerloch\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kommentar zum Fall Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nMan mag es &ndash; wie Heribert Prantl &ndash; ziemlich unfair finden, einen Abgeordneten an seinen Taten im Bundestag zu messen. Doch woran sollte man ihn dann messen? An dem, was er in seiner Freizeit vor Managern oder Investmentbankern in launigen Reden erz&auml;hlt, wie Prantl empfiehlt? Das w&auml;re etwas d&uuml;rftig bei jemandem, den wir B&uuml;rger jeden Monat mit 7.668 Euro ausstatten und wo es ganz sicher keine Anma&szlig;ung ist, daf&uuml;r eine entsprechende Gegenleistung zu erwarten. Doch worin besteht Steinbr&uuml;cks Gegenleistung? In einem Politikerbuch, das endlich mal nicht aus &ldquo;zusammengepappten Redemanuskripten besteht&rdquo;, wie Prantl freudig vermerkt? Heribert Prantl weist darauf hin, dass Steinbr&uuml;cks zahlreiche Einladungen zu Gastvortr&auml;gen ein Indiz daf&uuml;r sind, dass er etwas zu sagen hat. Es ist wahrlich kein Fortschritt f&uuml;r den Parlamentarismus, wenn ein gew&auml;hlter Volksvertreter das, was er zu sagen hat, ausschlie&szlig;lich bei Finanzsymposien oder auf Trend- und Eventmessen vortr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2010\/08\/19\/an-den-taten-sollt-ihr-sie-messen-eine-replik-auf-heribert-prantls-kommentar-zum-fall-steinbruck\/\">Abgeordnetenwatch-Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Schon wieder regen sich die Deutschen auf, dass jemand Geld bekommt, ohne zu arbeiten &ndash; diesmal ist dieser jemand ein Abgeordneter, der sage und schreibe 7.668 Euro im Monat bekommt, aber nur selten zur Arbeit erscheint. Darum dreht sich diese Replik und die Leserkommentare dazu.<br>\nNat&uuml;rlich ist es nicht in Ordnung, wenn ein Abgeordneter sich von der Arbeit fernh&auml;lt. Aber f&uuml;r lauter Aufregung &uuml;ber die kleine Maus in der Ecke redet keiner &uuml;ber den gro&szlig;en Elefanten mitten im Raum.<br>\nNicht das bezahlte Nichtstun ist das Emp&ouml;rende, sondern das, was Herr Steinbr&uuml;ck f&uuml;r wen stattdessen tut, und wie er zu dieser gutbezahlten T&auml;tigkeit f&uuml;r diesen Kundenkries gekommen sein k&ouml;nnte. Also wie kommt es dazu, dass Herr Steinbr&uuml;ck ausgerechnet in jenem Kreise jetzt das gro&szlig;e Geld verdient, dem als Finanzminister beg&uuml;nstigt und gef&ouml;rdert hat, n&auml;mlich die Finanzindustrie. Dass er neben seiner T&auml;tigkeit als hochbezahlter Redner f&uuml;r diese Industrie auch noch einen Abgeordneten-Mandat hat, wo er Einfluss auf die Politik nehmen kann, die seine Kundschaft betrifft, ist &auml;u&szlig;erst anr&uuml;chig. Auch wenn man Herrn Steinbr&uuml;ck keine Korruption unterstellt, hat das ein Geschm&auml;ckle.<br>\nAber die Deutschen regen sich dar&uuml;ber auf, dass er Geld bekommen hat, aber seine Arbeit nicht tut.<br>\nDer Elefant sitzt im Raum und schaut zu, wie die Leute eine kleine Maus jagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jean Ziegler: &bdquo;Viele sind Lakaien&ldquo;<\/strong><br>\nWas l&auml;uft falsch in der Welt?<br>\nDie Goldberge steigen im Westen und die Leichenberge im S&uuml;den. Alle f&uuml;nf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren, 47000 Menschen sterben jeden Tag an Hunger und mehr als eine Milliarde Menschen, fast ein Sechstel der Menschheit, ist permanent schwerst unterern&auml;hrt. Das Finanzkapital hat sich autonomisiert. Auf den Finanzpl&auml;tzen der Welt zirkulieren t&auml;glich gem&auml;&szlig; Weltbankstatistik ca. 1000 Milliarden Dollar, die ihre monet&auml;re oder juristische Identit&auml;t wechseln. Davon sind nur 13 Prozent wertsch&ouml;pfendes Kapital, z.B. eine Investition oder Bezahlung f&uuml;r eine Warenlieferung. 87 Prozent sind reines Spekulationskapital. Die Oligarchen dieses Spekulationskapitals, vollst&auml;ndig losgel&ouml;st von irgendeiner Realwirtschaft, beherrschen die Welt. Die haben eine Macht, wie sie in der Geschichte der Menschheit nie ein K&ouml;nig, Kaiser oder Papst gehabt hat. Nach Weltbankstatistik haben die 500 gr&ouml;&szlig;ten transkontinentalen Privatkonzerne 2009 52 Prozent des Weltbruttosozialproduktes kontrolliert. Diese Konzerne funktionieren ausschlie&szlig;lich nach dem Prinzip der Profitmaximierung, was auch normal ist.<br>\nWeshalb waren die Regierungen nicht in der Lage, aus der Finanzkrise zu lernen?<br>\nWeil viele von ihnen Lakaien sind. Es gibt keinen Grund, weshalb Regierungen Bonizahlungen nicht verbieten, Maximall&ouml;hne nicht fixieren sollten, au&szlig;er das freiwillige Lakaienverhalten, diese Interiorisation von der Abh&auml;ngigkeit vom Gro&szlig;kapital. Deshalb k&ouml;nnen viele staatliche Beh&ouml;rden nicht normativ t&auml;tig werden. Die Finanzoligarchen haben es fertiggebracht, einen rechtsfreien Raum f&uuml;r sich zu schaffen und ihren Willen den Regierungen aufzuzwingen. Pers&ouml;nlich bin ich f&uuml;r die Enteignung der Gro&szlig;banken. Das ist keine bolschewistische Forderung: In Frankreich hat Charles de Gaulle &ndash; ein stockkatholischer, erzkonservativer Berufsmilit&auml;r &ndash; 1945 die Gro&szlig;banken enteignet, um die staatliche Kontrolle &uuml;ber das Kreditwesen zu sichern. In Deutschland ist das neoliberale Gift ja sogar bis in die SPD-Regierung gegangen. Mit Peter Hartz hat zum ersten Mal ein Konzernmensch die Gesetze einer sozialistischen Regierung gemacht. Und sp&auml;ter stellte sich heraus, dass er sogar nach Konzernnormen ein Halunke war&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/08-21\/004.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Patienten sollen Honorar f&uuml;r Arztbesuch vorstrecken<\/strong><br>\nNach dem Willen der FDP sollen Patienten Arztkosten vorstrecken, um ein h&ouml;heres Kostenbewusstsein zu entwickeln.<br>\nEs sei sinnvoll, wenn Patienten per Rechnung erf&uuml;hren, was einzelne Behandlungen kosteten, sagte Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) schon im Januar. &bdquo;Wenn sie die Kosten kontrollieren, ist dies besser als die Kontrolle durch Gesetze und Verordnungen&ldquo;, so R&ouml;sler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9140636\/Patienten-sollen-Honorar-fuer-Arztbesuch-vorstrecken.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und wer die Kosten f&uuml;r eine Behandlung nicht vorstrecken kann, der bleibt halt auf der Strecke. Im &Uuml;brigen d&uuml;rfen sich dann die Patienten mir ihren Krankenkassen herumschlagen, welche &auml;rztlichen Leistungen sie &uuml;berhaupt und in welchem Umfang sie r&uuml;ckerstattet bekommen.<br>\nJeder Reformvorschlag von Gesundheitsminister R&ouml;sler belastet die Patienten und die Beitragszahler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kanzleramt war involviert in Sawicki-Entmachtung<\/strong><br>\nIn seiner j&uuml;ngsten Ausgabe berichtet das Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo;, das Bundeskanzleramt habe sich bereits im Sommer 2009 in die Personalie eingeschaltet. Damals wurde die Republik noch von der gro&szlig;en Koalition aus CDU und SPD regiert.<br>\nDie damalige Leiterin des Referats 312 Gesundheitspolitik soll sich dem Bericht zufolge direkt an das damals noch von Ulla Schmidt (SPD) gef&uuml;hrte Bundesgesundheitsministerium gewandt haben. Laut &ldquo;Spiegel&rdquo; habe sie dabei durchblicken lassen, &ldquo;dass das Kanzleramt es nicht dulden werde, dass der Vertrag von Sawicki als Leiter des IQWiG vorzeitig verl&auml;ngert werde.&rdquo;<br>\nDer &ldquo;Spiegel&rdquo; beruft sich auf ein noch nicht ver&ouml;ffentlichtes Buch der ARD-Fernsehjournalistin Ursel Sieber. In &ldquo;Gesunder Zweifel&rdquo;, das am 4. September erscheinen soll, soll Sieber dem Bericht zufolge &ldquo;Sawickis Kampf gegen den Lobbyeinfluss&rdquo; beschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/arzneimittelpolitik\/article\/615891\/kanzleramt-iqwig-personalie-involviert.html?sh=2&amp;h=-1782969704\">&Auml;rzte Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lautenschl&auml;ger zieht&rsquo;s in die Wirtschaft<\/strong><br>\nHessens Umweltministerin Silke Lautenschl&auml;ger verabschiedet sich in zwei Wochen aus dem Kabinett. Konkrete Pl&auml;ne f&uuml;r die Zeit danach hat die Christdemokratin noch nicht &ndash; allein ein Job in der Wirtschaft soll es sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/spezials\/roland-koch-tritt-ab\/lautenschlaeger-zieht-s-in-die-wirtschaft\/-\/4396688\/4571606\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal dreht sich die Dreht&uuml;r zwischen Politik und Wirtschaft. Sie wolle zeigen, dass ein Wechsel f&uuml;r beide Seiten befruchtend sei, meint Lautschl&auml;ger. Man k&ouml;nnte es auch so sehen, dass sich Politiker &uuml;ber Partei und politischem Netzwerk nur noch die T&uuml;ren zu Geld und hohen Positionen &ouml;ffnen, die ihnen ohne vorheriges Amt verschlossen geblieben w&auml;ren. Das Entscheidende aber ist, dass sie in solche Positionen nie gelangen w&uuml;rden, wenn sie in ihren politischen &Auml;mtern nicht entsprechende &bdquo;Vorleistungen&ldquo; erbracht h&auml;tten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Designierter Wirtschaftssenator r&auml;umt Falschangaben ein<\/strong><br>\nAm Mittwoch soll Ian Karan zum Wirtschaftssenator Hamburgs gew&auml;hlt werden. Z&uuml;ndstoff liefert der parteilose Politiker seinen Gegnern schon jetzt, denn mit der Wahrheit nimmt es dieser nicht immer so genau.<br>\nIan Karan (parteilos) hat &uuml;ber Teile seiner Biografie nicht die Wahrheit gesagt. So hat Karan in der Vergangenheit wiederholt bekr&auml;ftigt, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihn pers&ouml;nlich aufgefordert, deutscher Staatsb&uuml;rger zu werden. &bdquo;Das ist falsch. Merkel hat mich niemals dazu aufgefordert&ldquo;, sagte Karan der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo; laut Vorabbericht.<br>\n&bdquo;Ich habe in der Vergangenheit zu viel mit den Medien kokettiert&ldquo;, sagte Karan.<br>\nAuch Karans Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Rechtspopulisten und fr&uuml;heren Hamburger Innensenator Ronald Schill war gr&ouml;&szlig;er als bisher bekannt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/ian-karan-designierter-wirtschaftssenator-raeumt-falschangaben-ein_aid_543800.html\">Focus<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/wirtschaftssenator104.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Duisburg l&auml;sst Dokumenten-Ver&ouml;ffentlichung verbieten<\/strong><br>\nMit einer einstweiligen Verf&uuml;gung hat die Stadt Duisburg die Ver&ouml;ffentlichung von Dokumenten zur Loveparade-Katastrophe im Internet verbieten lassen. Es liege eine Verletzung des Urheberrechts vor. Der Deutsche Journalisten-Verband &uuml;bt Kritik.<br>\nDem Duisburger Newsportal xtranews.de wird in der Verf&uuml;gung verboten, die Verwaltungsunterlagen weiterhin im Netz zum Herunterladen bereitzustellen. Seitenbetreiber Thomas Rodenb&uuml;cher will Widerspruch gegen die Verf&uuml;gung einlegen.<br>\nBei den 43 Schrifts&auml;tzen handelt es sich um die Anlagen zu einem 32-seitigen Zwischenbericht der Stadt zu den Zust&auml;ndigkeiten der Kommune bei der Technoparade. Unter den Papieren sind etwa Besprechungsprotokolle, Konzepte und Lagepl&auml;ne. Dieser Bericht, der von einer D&uuml;sseldorfer Kanzlei erstellt wurde, war Anfang August dem Innenausschuss des nordrhein-westf&auml;lischen Landtags, der Staatsanwaltschaft Duisburg sowie den Ratsmitgliedern mitsamt vertraulichen Anlagen zur Verf&uuml;gung gestellt worden. Die Stadt hatte den Bericht ohne Anlagen auch auf ihrer Internetseite ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDie Anlagen enthielten ungeschw&auml;rzte, personenbezogene Daten, begr&uuml;ndete ein Stadtsprecher das Verbot. Mehrere andere Portale haben unterdessen die Daten kopiert und sie abermals im Internet zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Stadt will dagegen keine weiteren juristischen Schritte unternehmen, sagte ein Stadtsprecher. Die unkontrollierbare Verbreitung der Dokumente sei faktisch nicht mehr zu unterbinden, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCCB49507459C498F8E6FA9E990486D14\/Doc~E75E0E970E4094F4CA28776D6D46EA8DF~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn die Zensur reichlich alt aussieht<\/strong><br>\nFr&uuml;her war es leichter, unliebsame Informationen zu unterdr&uuml;cken. Denn so manche einstmals bew&auml;hrte Kontrollstrategie erweist sich in der Welt der digitalen Medien als stumpfe Waffe. Und nicht selten ist es erst der Zensurversuch, der das &ouml;ffentliche Interesse erzeugt&hellip;<br>\nPotentiell interessante Informationen aus dem Internet zu entfernen, wird genau dann unm&ouml;glich, wenn sie Aufmerksamkeit erregen. Die Wogen noch gl&auml;tten zu wollen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Auch wenn das Netz zum gro&szlig;en Teil aus Katzenbildchen und sonstigen Belanglosigkeiten zu bestehen scheint: Sobald das allgemeine Interesse eine gewisse Schwelle &uuml;berschreitet, was heute innerhalb von Minuten passieren kann, funktionieren die Informationskontrollreflexe aus dem vorigen Jahrtausend nicht mehr. Nicht nur die Verantwortlichen f&uuml;r die Duisburg-Katastrophe werden sich diesen neuen Realit&auml;ten stellen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E\/Doc~EA39CDE00F28C441D9EFC8161E7ED2F6B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jeder, der ein Apple iPhone besitzt, sollte sich sch&auml;men<\/strong><br>\n&bdquo;Die Deutschen k&ouml;nnen damit leben. Amerika ist nicht mehr der Nabel der Welt&ldquo; US-&Ouml;konom Michael C. Burda &uuml;ber die Schw&auml;che der Vereinigten Staaten und die Folgen f&uuml;r Deutschland:<br>\n&nbsp;&ldquo;Amerika kommt wieder, sobald die Exzesse verarbeitet sind. Das sage ich nicht, weil ich US-B&uuml;rger bin. Die Kombination aus politischer und wirtschaftlicher Freiheit ist ein einzigartiges Erfolgsrezept. Die weltwirtschaftliche Dynamik der letzten 200 Jahre kam aus Amerika, warum sollte das ausgerechnet jetzt vorbei sein? In China wird sich vieles &auml;ndern. Heute werden die Arbeiter ausgebeutet wie im Fr&uuml;hkapitalismus, jeder, der ein Apple iPhone besitzt, sollte sich sch&auml;men. Irgendwann werden dort Gewerkschaften entstehen, eine andere Partei wird an die Macht kommen, es wird Instabilit&auml;t geben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/jeder-der-ein-apple-iphone-besitzt-sollte-sich-schaemen\/1908824.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich klingt das ganz nett, wenn ein anerkannter Wirtschaftwissenschaftler zur Boykott von Waren aufruft, die unter einem ausbeuterischen Regime produziert werden, allerdings hat ein moderner Staat, der sich hinter diese ausbeuterischen Verh&auml;ltnisse stellt, heute ganz andere und viel effizientere Methoden, Repressionen auszu&uuml;ben. So scheinen die B&uuml;rger der USA wie auch der Bundesrepublik gar nicht zu merken, dass ihre Gesellschaften im Geist des Fr&uuml;hkapitalismus transformiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schuften f&uuml;r den Elektronikspa&szlig; anderer<\/strong><br>\nOhne das Mischerz Coltan klingelt kein Handy, fiepst keine Spielekonsole und f&auml;hrt kaum noch ein Auto. Aber die F&ouml;rderbedingungen im Ostkongo sind katastrophal. Und wie bei &ldquo;Blut-Diamanten&rdquo; gilt auch beim &ldquo;Blut-Coltan&rdquo;: Vor allem Kriegstreiber verdienen.<br>\nDas alles ist ein bl&uuml;hendes Gesch&auml;ft &ndash; bei dem die Arbeiter in den Minen die Verlierer sind. Die M&auml;nner und Kinder schuften wie Sklaven, sagt der Kongolese Charles Chalondakwa: &ldquo;Sie buddeln praktisch nackt, es gibt keine Schutzkleidung, keine Helme, keine Handschuhe und als einziges Werkzeug Hammer und Mei&szlig;el. Oft st&uuml;rzen Minen ein und begraben Arbeiter unter der Erde. &Uuml;berhaupt ist Atmen ein Problem: In den winzigen Stollen gibt es kaum Luft. Die Zust&auml;nde sind unvorstellbar.&rdquo;<br>\nChalondakwa arbeitet f&uuml;r die Vereinten Nationen, die den Osten des Landes befrieden wollen. Seit Jahrzehnten herrscht hier B&uuml;rgerkrieg. Nicht zuletzt der Handel mit Tantal h&auml;lt den Konflikt am Laufen: &ldquo;Wer an den Verk&auml;ufen verdient, ist doch klar&rdquo;, sagt er: &ldquo;Es sind die Kriegstreiber, die Kommandeure der Rebellengruppen und Politiker. Von den Erl&ouml;sen werden Waffen gekauft. Diese Leute machen wirklich viel Profit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/coltan102.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Roma-Problem liegt in Osteuropa<\/strong><br>\nDoch der Westen setzt seine Werte aufs Spiel, wenn er zu Frankreichs Vorgehen gegen die Roma schweigt, meint Romani Rose vom Zentralrat der Sinti und Roma:<br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnen dieses Problem nicht in Westeuropa allein l&ouml;sen. Aber wir l&ouml;sen es auch nicht, indem wir die Leute in Gefahr und Elend zur&uuml;ckschicken. Diese Menschen fliehen vor dem Rassismus und der Arbeitslosigkeit, die bei Roma in Osteuropa mancherorts &uuml;ber 90 Prozent liegt. Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs standen 85 Prozent von ihnen in Lohn und Brot. Jetzt sind sie herausgefallen aus dem Arbeitsmarkt &ndash; und manche suchen eben im Ausland ihr Gl&uuml;ck. &hellip; Die EU hat Beitrittsverhandlungen mit diesen L&auml;ndern gef&uuml;hrt. Dabei ging es auch um europ&auml;ische Werte wie den wirksamen Schutz von Minderheiten. &hellip; Den Abschiebungen in Frankreich ging eine h&auml;ssliche Debatte voraus, in der ohne Scheu all die Klischees und Stereotype aufgerufen wurden, die wir aus unserer 600-j&auml;hrigen Geschichte kennen. Man stelle sich vor, irgendwo in Westeuropa w&uuml;rden Politiker mit solchen T&ouml;nen gegen die j&uuml;dische Minderheit hetzen: dieses Land w&auml;re zu Recht isoliert!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F08%2F21%2Fa0129&amp;cHash=d79cc9cdc0\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Tschechien: Wollen nicht in griechische Falle geraten<\/strong><br>\nTschechien m&uuml;sse die &ldquo;Notbremse&rdquo; bei den Staatsausgaben ziehen, sagt der konservative Premier Petr Necas. &ldquo;Entweder ziehen wir die Notbremse und beenden die Verschlimmerung der negativen Tendenzen, vor allem die Verschuldung des Staates, oder wir werden zu jenen L&auml;ndern z&auml;hlen, von denen man wei&szlig;, dass sie nicht imstande sind, ihre Probleme allein zu l&ouml;sen, und unter dem Diktat der internationalen Finanzinstitutionen stehen&rdquo;, betonte der Regierungschef. &ldquo;Wir wollen nicht in die gleiche Falle wie Griechenland geraten&rdquo;, warnte er weiters. Als eine der Priorit&auml;ten bezeichnete er die schrittweise Senkung des Budgetdefizits bis 2016, wenn ein ausgeglichenes Budget erreicht werden soll. Necas stellte die K&uuml;rzung vieler sozialer Leistungen, die Erh&ouml;hung von Patientenbeitr&auml;gen im Gesundheitssystem sowie die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r staatliche Universit&auml;ten und Hochschulen in Aussicht. Au&szlig;erdem plant die Koalition eine grundlegende Reform des Pensionssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/586721\/index.do?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/index.do\">die Presse.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer z&auml;hlt die L&auml;nder, z&auml;hlt die Namen: Sparprogramme allerorten. Da wird sich der Exporteuropameister Deutschland aber freuen, dass sich alle an ihm ausrichten, der die Schw&auml;chung der Massenkaufkraft als probates Mittel &ouml;ffentlichen Sparens entdeckt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Humboldts Bildung heute<\/strong><br>\nFestansprache im Berlin-Reinickendorfer Humboldt-Zyklus aus Anlass des Berliner Humboldt-Jahres 2010 von Hinrich L&uuml;hmann<br>\nNeugier, Fakten, die Bereitschaft, sich &uuml;berraschen zu lassen, Staunenk&ouml;nnen, Verallgemeinerung des besonderen Vorgefundenen, Strukturensuche, Einsicht in die Vorl&auml;ufigkeit des Wissens, Anerkennung der Vernetztheit der Welt, vernetzte Forschung, Weltb&uuml;rgertum und Toleranz.<br>\nIch bekenne gerne: Diese &bdquo;gelebte Bildung&ldquo; der Humboldt&ndash;Br&uuml;der ist mein Bildungsziel; ich habe noch nichts Besseres gefunden. Und sie ist das, wozu auch die Schulbildung beitragen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100822_Humboldts_Bildung_heute_Luehmann.pdf\">Hinrich L&uuml;hmann [PDF &ndash; 258 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Was sind &ldquo;h&ouml;here Interessen&rdquo;?<\/strong>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100823_Nachdenkseiten-in-Stuttgart.jpg\" title=\"Klicken f&uuml;r Vergr&ouml;&szlig;erung\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100823_Nachdenkseiten-in-Stuttgart_th.jpg\" alt=\"Foto: NachDenkSeiten in Stuttgart\" title=\"Was sind h&ouml;here Interessen\"><\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die AKW-Putschisten; Stadtwerke gegen Atomlobby; Aktion&auml;re wider Wissen; Insolvenzbordell London; kein Arbeitslosengeld f&uuml;r Schwangere; nochmals: Urlaubsverzicht; Lobbynachrichten; Kommentar zu Steinbr&uuml;cks Nebeneink&uuml;nften; Jean Ziegler &uuml;ber Lakaien; &Auml;rztehonorar vorstrecken; Lautenschl&auml;ger geht durch die Dreht&uuml;r; Wirtschaftssenator r&auml;umt &bdquo;Falschangaben&ldquo; ein; Duisburg verbietet Ver&ouml;ffentlichung von Dokumenten; Elektronikleid; Roma-Verfolgung; Tschechen wollen nicht in die griechische<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6558\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6558","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6558"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6561,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6558\/revisions\/6561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}