{"id":65613,"date":"2020-10-09T08:27:03","date_gmt":"2020-10-09T06:27:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613"},"modified":"2020-10-09T08:27:03","modified_gmt":"2020-10-09T06:27:03","slug":"hinweise-des-tages-3715","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h01\">Frank Zander muss Weihnachtsessen f&uuml;r Obdachlose absagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h02\">Wie evidenzbasiert ist die Medizinerkritik an den Corona-Ma&szlig;nahmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h03\">Das schafft kein Vertrauen in Corona-Impfstoffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h04\">Studieren gegen die Pandemie: Macht Corona die Unis noch voller &ndash; trotz finanzieller Sorgen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h05\">Kampf um mehr Transparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h06\">Tarifrunde &Ouml;ffentlicher Dienst: &bdquo;Applaus allein reicht nicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h07\">Schuldenbremse: Geld spielt keine Rolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h08\">R&uuml;ckzieher beim Rechtsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h09\">Goodbye Vorratsdaten&shy;speicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h10\">&ldquo;Die OPCW hat noch die M&ouml;glichkeit, sich selbst zu korrigieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h11\">Deutsch-russische Beziehungen: Ideenlosigkeit als Konzept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h12\">Deutschland im Indo-Pazifik (IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h13\">Regierung und Hohenzollern: Strategie des unkalkulierten Risikos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65613#h14\">&raquo;Israel ist f&uuml;r mich etwas ganz Besonderes&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frank Zander muss Weihnachtsessen f&uuml;r Obdachlose absagen<\/strong><br>\nLeider kein G&auml;nsebraten f&uuml;r &Auml;rmsten der Armen zum Fest 2020. Schweren Herzens sagt Frank Zander (78) f&uuml;r dieses Jahr sein Fest f&uuml;r Obdachlose ab.<br>\nBis zuletzt hatte er f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung gek&auml;mpft, aber das Risiko f&uuml;r alle Beteiligten ist zu gro&szlig;. Eine sichere Durchf&uuml;hrung war in Corona-Zeiten einfach nicht zu organisieren.<br>\nZander: &bdquo;Als Veranstalter trage ich eine besondere Verantwortung gegen&uuml;ber den G&auml;sten, Helfern und Partnern. Dieser Verantwortung kann ich aber guten Gewissens nicht mehr nachkommen, da unsere G&auml;ste leider alle in die sogenannte Risikogruppe fallen.&ldquo; Hauptgrund f&uuml;r die Absage: &bdquo;Die zahlreichen Hygiene- und Sicherheitsma&szlig;nahmen, die wir zu erf&uuml;llen h&auml;tten w&auml;ren f&uuml;r das Organisationsteam und nicht zuletzt auch f&uuml;r mich nicht mehr umsetzbar gewesen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/berlin\/neukoelln\/frank-zander-muss-weihnachtsessen-fuer-obdachlose-absagen\">BZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann es nicht oft genug wiederholen &ndash; die gro&szlig;en Verlierer der &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; sind vor allem die Armen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie evidenzbasiert ist die Medizinerkritik an den Corona-Ma&szlig;nahmen?<\/strong><br>\nVier Mediziner stellten die Regelungen zur Bek&auml;mpfung der Pandemie infrage. Lassen sich diese Kritikpunkte durch Daten und Fakten belegen? [&hellip;]<br>\nDie Experten kritisierten unter anderem, dass die Corona-Gefahr &uuml;berzogen dargestellt werde, die Ma&szlig;nahmen nicht evidenzbasiert seien, und deren Folgen wesentlich gef&auml;hrlicher seien als das Virus. In einigen Punkten waren sich aber auch die vier Mediziner, deren fachliche und wissenschaftliche Qualifikationen sehr unterschiedlich sind, nicht einig. Was ist dran an ihrer Kritik?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000120603135\/wie-evidenzbasiert-ist-die-medizinerkritik-an-den-corona-massnahmen\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das schafft kein Vertrauen in Corona-Impfstoffe<\/strong><br>\nPr&auml;sident Trump wollte Minimalstandards im Testverfahren aushebeln, damit eine Impfung noch vor den Wahlen zugelassen werden kann.<br>\nDie US-Gesundheitsbeh&ouml;rden wollen einen Impfstoff erst zulassen, nachdem die Gesundheit der geimpften Testpersonen wenigstens zwei Monate lang verfolgt wurde. Doch selbst diese l&auml;cherlich kurzen zwei Monate sind der Trump-Administration zu lang, weil bei Einhaltung dieser Frist kein Impfstoff noch vor den US-Wahlen vom 3. November zugelassen werden k&ouml;nnte. Trump erhofft sich von einer Zulassung einen bitter ben&ouml;tigten Erfolg vor den Wahlen.<br>\nBereits am 21. September legte die Food and Drug Administration FDA der Trump-Administration eine geplante Richtlinie f&uuml;r den beschleunigten Zulassungsprozess von Corona-Impfstoffen vor. Pharmakonzerne hoffen auf eine &laquo;emergency use authorization&raquo;. Die FDA sieht in der Richtlinie vor, dass Testfreiwillige nach der Impfung wenigstens zwei Monate lang untersucht werden m&uuml;ssen, bevor eine Zulassung des Impfstoffs m&ouml;glich ist. Nach Informationen der &laquo;New York Times&raquo; hat jedoch der Stabschef des Weissen Hauses, Mark Meadows, der FDA nicht erlaubt, die Richtlinie herauszugeben. Vergeblich habe die FDA argumentiert, die zwei Monate seien n&ouml;tig, um sowohl Wirkung wie Nebenwirkungen eines Impfstoffs zu identifizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Das-schafft-kein-Vertrauen-in-Corona-Impfstoffe\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Studieren gegen die Pandemie: Macht Corona die Unis noch voller &ndash; trotz finanzieller Sorgen?<\/strong><br>\nWas wird aus Hochschulen und Studierenden in und nach der Pandemie. Studis Online hat bei Politik, Gewerkschaften und Verb&auml;nden nachgefragt. In den Antworten &uuml;berwiegt die Sorge, dass sich die soziale Selektion beim Zugang zum Studium weiter versch&auml;rft. Der Run auf die H&ouml;rs&auml;le k&ouml;nnte trotzdem anhalten &ndash; wegen der Corona-Krise.<br>\nEnde des Jahres wird&rsquo;s endlich mal wieder spannend. Dann pr&auml;sentiert das Statistische Bundesamt die Studierendenzahlen f&uuml;r das Wintersemester 2020\/2021. In den Vorjahren lieferten die Wiesbadener Datensammler zum Stichtag stets Vorhersehbares: Zw&ouml;lf Jahr lang folgte ein Allzeithoch auf das n&auml;chste, zuletzt f&uuml;hrte die Rekordjagd in Endlosschleife knapp unter die Marke von 2,9 Millionen Hochsch&uuml;lern und der Sprung &uuml;ber die Drei-Millionen-Latte schien nur eine Frage der Zeit zu sein.<br>\nAber das war vor Corona. Mit dem rigiden Lockdown im Fr&uuml;hjahr waren praktisch &uuml;ber Nacht Hunderttausende Studentenjobs weggebrochen und hatte sich der Unibetrieb wochenlang im Homeoffice verschanzt. Wie an dieser Stelle mehrfach berichtet, z&ouml;gerte die Bundesregierung eine halbe Ewigkeit, bis sie den Leidtragenden Beistand gew&auml;hrte: Zun&auml;chst mit dem Angebot eines &ndash; nur w&auml;hrend der Auszahlungsphase &ndash; f&uuml;r ein Jahr zinsfrei gestellten Studienkredits der KfW und noch einmal sp&auml;ter mit einem Nothilfefonds aus nicht r&uuml;ckerstattungspflichtigen Zusch&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2440-corona-hochschulen-2020.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kampf um mehr Transparenz<\/strong>\n<ul>\n<li>Klare Regeln f&uuml;r politische Lobbyisten fordern Organisationen wie Lobbycontrol oder Abgeordnetenwatch schon lang<\/li>\n<li>Gro&szlig;e Defizite bei Korruptionsbek&auml;mpfung in Deutschland<\/li>\n<li>Gesetzentwurf f&uuml;r Lobbyregister macht wenig Sinn<\/li>\n<li>Transparenz ist immer noch nicht gegeben<\/li>\n<li>Zu viele L&uuml;cken in geplantem Lobbyregister: Es sollten mehr Kontakte gemeldet werden, und auch Lobbyisten in Wahlkreisen sowie Rechtsanw&auml;lte, Verb&auml;nde und Kirchen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie frei sind unsere Bundestagsabgeordneten bei der Befassung mit wirtschaftlichen und sozialen Themen? Und wer verdient zus&auml;tzlich zu seiner Di&auml;t als Abgeordnete\/r? Mit dem Lobbyregister soll jetzt vieles besser werden. Wirklich?<br>\nPosten und Aktienoptionen als Lobbyist bei einem StartUp-Unternehmen. Milliardenbetrug eines Dax-Konzerns bestens vernetzt in der Politik. Milliardensch&auml;den f&uuml;r den Steuerzahler durch CUM-EX-Gesch&auml;fte der Banken. Beispiele von ungeregeltem Lobbyismus.<br>\nDie Regierung sieht da traditionell kaum Probleme.<br>\nZitat Steffen Seibert, Regierungssprecher 04.09.2019:<br>\n&ldquo;Ich bin der Meinung, dass in punkto Transparenz, Offenheit, Einbeziehung der B&uuml;rger sind erhebliche Fortschritte gemacht worden sind (&hellip;) Es gibt keinen Grund f&uuml;r Misstrauen gegen&uuml;ber der Politik.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sendung-vom-07-10-2020-lobbyregister-100.html\">plusminus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarifrunde &Ouml;ffentlicher Dienst: &bdquo;Applaus allein reicht nicht&ldquo;<\/strong><br>\nDie Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig der &Ouml;ffentliche Dienst und seine Besch&auml;ftigten sind. Deshalb ist es richtig, dass sie eine gerechte Entlohnung erk&auml;mpfen wollen. Doch die Arbeitgeber mauern. [&hellip;]<br>\nWer in der Krise spart, w&uuml;rgt das Wachstum weiter ab und versch&auml;rft die Krise. Doch diese Erkenntnis scheint die staatlichen Arbeitgeber im &Ouml;ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen nicht l&auml;nger zu interessieren. Ausgerechnet jetzt &ndash; in den Tarifverhandlungen im &Ouml;ffentlichen Dienst &ndash; soll der Rotstift ausgepackt werden. Ausgerechnet auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten soll jetzt wieder gespart werden.<br>\nDabei sind die rund 2,3 Millionen Besch&auml;ftigten, f&uuml;r die die Gewerkschaften &ndash; allen voran ver.di &ndash; jetzt eine gerechte Entlohnung erk&auml;mpfen wollen, nach wie vor im t&auml;glichen Einsatz, um das &ouml;ffentliche Leben auch unter wieder schlechter werdenden Corona-Bedingungen aufrechtzuerhalten. Die Forderung nach 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 150 Euro pro Monat ist nicht allein deshalb gerechtfertigt.<br>\nEine solche Erh&ouml;hung w&uuml;rde auch dazu beitragen, dass der &Ouml;ffentliche Dienst den Anschluss nicht verliert. Denn trotz erreichter Verbesserungen in j&uuml;ngerer Vergangenheit, liegt die Entwicklung der L&ouml;hne im &Ouml;ffentlichen Dienst unter dem Durchschnitt aller Branchen (siehe Grafik).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++476c8cce-0969-11eb-bc30-001a4a16011a\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schuldenbremse: Geld spielt keine Rolle<\/strong><br>\nEine neue Studie zeigt, wie der Bund die Schuldenbremse umgehen kann.<br>\nWer auch immer im kommenden Jahr zum Bundeskanzler gew&auml;hlt wird: Er (oder sie) wird ein Geldproblem haben. Um die Schuldenbremse im Grundgesetz einzuhalten, muss gespart werden. Das Bundesfinanzministerium hat die Betr&auml;ge vorsorglich auch schon einmal ausgerechnet. Die Haushaltsl&ouml;cher belaufen sich auf 9,9 Milliarden Euro im Jahr 2022, 16,4 Milliarden Euro im Jahr 2023 und 16,2 Milliarden Euro im Jahr 2024. Macht insgesamt 42,5 Milliarden Euro.<br>\nEntsprechend gro&szlig; d&uuml;rfte in Berlin das Interesse an einer neuen Studie im Auftrag des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) sein, die der ZEIT vorab vorliegt. Das Ergebnis in Kurzform: Eine Reform der Schuldenbremse ist derzeit quasi unm&ouml;glich. Denn dazu bed&uuml;rfte es einer Zweidrittelmehrheit im Bundestag und im Bundesrat, &uuml;ber die keines der gro&szlig;en politischen Lager derzeit verf&uuml;gt. Doch die Studienautoren haben eine Art juristische Hintert&uuml;r ausgemacht. In Deutschland existierten &ldquo;ungenutzte Spielr&auml;ume, mehr kreditfinanzierte Investitionen umzusetzen&rdquo;, schreiben sie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/42\/schuldenbremse-corona-krise-grundgesetz-neuverschuldung-konjunktur\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-offentliche-investitionsgesellschaften-27688.htm%20\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>R&uuml;ckzieher beim Rechtsstaat<\/strong><br>\nDer neue Rechtsstaats-Mechanismus wird immer mehr aufgeweicht. Von den gro&szlig; angek&uuml;ndigten finanziellen Sanktionen gegen EU-L&auml;nder wie Ungarn oder Polen bleibt nichts &uuml;brig. Dies geht aus einem Brief des deutschen EU-Vorsitzes hervor.<br>\nAls Kanzlerin Merkel im Juli den EU-Vorsitz &uuml;bernahm, hielt sie eine gro&szlig;e, emotionale Rede im Europaparlament. &bdquo;Menschen- und B&uuml;rgerrechte sind das wertvollste Gut, das wir in Europa haben&ldquo;, sagte sie. Jedes Land in Europa erinnere sich anders an seine K&auml;mpfe f&uuml;r Freiheit und Rechtsstaat, &bdquo;zugleich eint uns genau diese Errungenschaft der Grundrechte&ldquo;.<br>\nDoch vier Monate sp&auml;ter klingen die hehren Worte hohl. Der Rechtsstaats-Mechanismus, den der deutsche Vorsitz vorgelegt hat, soll zwar das neue EU-Budget vor Mi&szlig;brauch sch&uuml;tzen &ndash; was ein Fortschritt w&auml;re. Doch daf&uuml;r m&uuml;ssen Verst&ouml;&szlig;e direkte Auswirkungen auf den Gemeinschaftshaushalt haben. Ein Abbau des Rechtsstaats reicht nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/merkels-rueckzieher-beim-rechtsstaat\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Goodbye Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) ist standhaft geblieben: Eine anlasslose Massen&uuml;berwachung der EU-B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger kann es nicht geben. Zum bereits dritten Mal haben die Luxemburger Richter klargestellt, dass eine allgemeine und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung (VDS) aller Kommunikationsdaten der EU-B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger mit den europ&auml;ischen Grundrechten nicht vereinbar ist. Sie erkl&auml;rten einige nationale Regelungen vor allem in Frankreich und Gro&szlig;britannien f&uuml;r unvereinbar mit der Europ&auml;ischen Grundrechtecharta und der E-Privacy-Richtlinie.<br>\nDas Festhalten des Gerichts an seiner beeindruckenden Rechtsprechung, die es bereits in Urteilen von 2014 und 2016 entwickelt hatte, ist zun&auml;chst nicht &uuml;berraschend, aber beruhigend. Denn politischer Druck wurde auf die Richterinnen und Richter angesichts der zahlreichen Forderungen aus mehreren Mitgliedstaaten nach m&ouml;glichst weitgehender VDS, die die Rechtsprechung des EuGH gern ignorierten, in nicht unerheblichem Umfang ausge&uuml;bt. Deutschland geh&ouml;rte mit teils vehementen Forderungen aus der Bundes- und Landespolitik, endlich den Weg f&uuml;r eine Neuauflage der VDS frei zu machen, dazu. Ungebrochen ist dabei das politische Narrativ und offensichtlich auch der Glaube daran, dass die sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ohne die anlasslose VDS nicht bew&auml;ltiget werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/goodbye-vorratsdatenspeicherung\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Die OPCW hat noch die M&ouml;glichkeit, sich selbst zu korrigieren&rdquo;<\/strong><br>\nVerhinderte Rede des ersten Generaldirektors der OPCW, Jos&eacute; Bustani, &uuml;ber die Politisierung der Arbeit, Chemiewaffen in Syrien und einen Appell an seinen Nachfolger<br>\nIm UN-Sicherheitsrat haben die USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich und ihnen nahestehenden Mitgliedsstaaten am Dienstag eine Intervention von Jos&eacute; Bustani, dem ersten Generaldirektor der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPVW), zu einem umstrittenen Bericht &uuml;ber einen mutma&szlig;lichen Giftgasangriff in Syrien verhindert.<br>\nJos&eacute; Bustani sollte vor dem Sicherheitsrat zu einem mutma&szlig;lich manipulierten Bericht (Der OPCW-Abschlussbericht und der angebliche Giftgasangriff in Duma) &uuml;ber einen Zwischenfall in der syrischen Stadt Duma am 7. April 2018 sprechen. Eine folgende Untersuchung der OPCW sorgt f&uuml;r anhaltende Konflikte in der Organisation. Autoren der Untersuchung werfen der OPCW-Leitung vor, die Aussagen so manipuliert zu haben, dass die syrische Luftwaffe verantwortlich gemacht werden konnte. Daf&uuml;r seien eine Reihe von Erkenntnissen der Untersuchungsmission vor Ort beiseitegeschoben worden. Zahlreiche Leaks aus der OPCW haben die These inzwischen best&auml;tigt.<br>\nBrisant ist die Debatte in der OPCW auch, weil die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich nach dem mutma&szlig;lichen Giftgasangriff umgehend Ziele in Syrien bombardiert hatten. Die OPCW-Inspektoren fanden sp&auml;ter Beweise, die gegen eine T&auml;terschaft der syrischen Luftwaffe sprachen. Ihre Erkenntnisse wurden auf Druck der Organisationsleitung und der USA jedoch zensiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-OPCW-hat-noch-die-Moeglichkeit-sich-selbst-zu-korrigieren-4922705.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsch-russische Beziehungen: Ideenlosigkeit als Konzept<\/strong><br>\nZum 50. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs, im Fr&uuml;hjahr 1995, treffen sich zwei kluge M&auml;nner zu einem Interview mit dem Jahrhundert, einem l&auml;ngeren Gespr&auml;ch: Valentin Falin, Diplomat und Historiker, geboren 1926 in Leningrad, und Alexander Kluge, geboren 1932, Jurist, Filmemacher Autor. Es wird eine spannende Unterhaltung, &uuml;berwiegend mit kurzen Fragen und selten langen Antworten, auch wenn es um Deutschland und die Deutschen geht. Deutschland hei&szlig;t im Russischen Germania und der Deutsche ist der Nemetz. &bdquo;Der Deutsche ist schlau, er hat den Affen erfunden,&ldquo; lautet ein russisches Sprichwort. Valentin Falin dazu: &bdquo;Das gerade ist ein Ausdruck von besonderer Begeisterung. Dass der Deutsche f&auml;hig ist, praktisch alles zu machen. Und als so eine Errungenschaft, etwas fast Vollkommenes, hat er sogar den Affen geschaffen.&ldquo; Diese Redewendung ist nach Falins Worten ein Ausdruck der Notwendigkeit, sich mit dieser Nation doch sehr ernsthaft auseinanderzusetzen. Als die beiden M&auml;nner zusammensitzen und reden, gibt es die UdSSR fast f&uuml;nf Jahre nicht mehr und die Tschernenkos, Andropows, Breschnews und Chruschtschows auch nicht. Gorbatschow ist nicht mehr an der Macht. Jelzin ein kranker, schwacher Pr&auml;sident. Im Kaukasus w&uuml;ten russische Truppen und tschetschenische Rebellen. Russland &ndash; einem der vier Sieger des Weltkrieges in Europa &ndash; geht es politisch, dem &uuml;berwiegenden Teil seiner Bev&ouml;lkerung wirtschaftlich schlecht. Deutschland &ndash; dem Verlierer dieses gro&szlig;en Krieges &ndash; geht es, sich langsam wiedervereinigend, politisch und wirtschaftlich gut. Es gewinnt &ndash; zun&auml;chst fast unbemerkt &ndash; im Zentrum Europas an Statur. Angela Merkel ist noch nicht Kanzlerin. Vladimir Putin noch nicht Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/deutsch-russische-beziehungen-ideenlosigkeit-als-konzept\/\">Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland im Indo-Pazifik (IV)<\/strong><br>\nDeutschlands wichtigste &ldquo;indo-pazifische&rdquo; Verb&uuml;ndete intensivieren ihre Zusammenarbeit gegen China. Am Dienstag haben die Au&szlig;enminister des &ldquo;Quad&rdquo;, eines B&uuml;ndnisses der USA, Japans, Australiens und Indiens, die weitere St&auml;rkung ihrer Kooperation beschlossen. Die &ldquo;Quad&rdquo;-Mitglieder gelten als zentrale Rivalen Beijings. Zieht Berlin die zuweilen vorgeschlagene Ann&auml;herung an den Pakt zur Zeit noch nicht offiziell in Betracht, so arbeitet die Bundesrepublik immer enger mit Australien zusammen, mit dem sie seit 2013 in einer &ldquo;strategischen Partnerschaft&rdquo; verbunden ist. Australien ist heute ein bedeutender Rohstofflieferant Deutschlands; f&uuml;r die Zukunft strebt die Bundesregierung zum Zwecke der Dekarbonisierung auch den Bezug &ldquo;gr&uuml;nen&rdquo; australischen Wasserstoffs als Energietr&auml;ger an. Intensiviert wird zudem die deutsch-australische R&uuml;stungs- und Milit&auml;rkooperation; w&auml;hrend Australien zu einem bedeutenden Kunden deutscher Waffenschmieden aufgestiegen ist, baut die deutsche Marine ihre Beziehungen zu Australiens Seestreitkr&auml;ften aus. Diese operieren regelm&auml;&szlig;ig im S&uuml;dchinesischen Meer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8406\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Regierung und Hohenzollern: Strategie des unkalkulierten Risikos<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will keine Ma&szlig;gaben der Familie Hohenzollern akzeptieren, &uuml;bernimmt aber die Legende vom Patt der Gutachter: Damit w&uuml;rde eine Gerichtsentscheidung wirklich unberechenbar. Zur Antwort von Monika Gr&uuml;tters auf die Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/antwort-der-bundesregierung-in-sachen-hohenzollern-16991201.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Israel ist f&uuml;r mich etwas ganz Besonderes&laquo;<\/strong><br>\nDer SPD-Politiker stellt sich auch in au&szlig;enpolitischen Fragen gegen den linken Mainstream [&hellip;]<br>\nAuch was seine au&szlig;enpolitischen Positionen angeht, f&auml;llt K&uuml;hnert etwas aus dem Rahmen. Im Dezember 2019 &uuml;berraschte der damals frisch gew&auml;hlte SPD-Vize bei einer Podiumsdiskussion auf dem J&uuml;dischen Gemeindetag in Berlin das Publikum mit einer prononciert pro-israelischen Haltung. &raquo;Kevin, wir w&uuml;rden dich gerne klonen&laquo;, rief ihm seine Mitdiskutantin Melody Sucharewicz damals zu. [&hellip;] Die deutsche Sicht auf Israel sei viel zu sehr &raquo;durch die Brille des politischen Konflikts&laquo; bestimmt. [&hellip;]<br>\nDer Shooting-Star der SPD, der bei der n&auml;chsten Bundestagswahl in seiner Heimatstadt Berlin f&uuml;r den Bundestag kandidiert, setzte sich im AJC-Gespr&auml;ch auch mit sehr ablehnenden Haltung vieler Deutscher gegen&uuml;ber Amerika auseinander. [,,,]<br>\nMan d&uuml;rfe &raquo;niemals den engen Draht &uuml;ber den gro&szlig;en Teich abbrechen lassen&laquo;, fordert der Juso-Chef. Er warnte auch davor, dass das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis nach dem Abgang von Trump automatisch wieder ins Lot kommen werde. &raquo;Das wird sich nicht von alleine reparieren&laquo;, sagte er.<br>\nAuch gegen&uuml;ber Russland wurde K&uuml;hnert f&uuml;r einen linken Sozialdemokraten ungew&ouml;hnlich deutlich. &raquo;Mir begegnet in der Sozialdemokratie zu oft der Slogan &rsaquo;Wandel durch Ann&auml;herung&lsaquo; und der Glaube daran, dass damit jeder internationale Konflikt zu l&ouml;sen sei, nur weil das fr&uuml;her einmal funktioniert hat.&laquo; Was damals ein probates Mittel gewesen sei, um die &raquo;Sprachlosigkeit&laquo; zwischen Ost und West aufzubrechen, sei heute nicht mehr automatisch die richtige Vorgehensweise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/israel-ist-fuer-mich-etwas-ganz-besonderes\/%20\">J&uuml;dische Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn das die Zukunft der SPD ist, dann gute Nacht. &Uuml;berraschend sind diese Aussagen aber nicht. Schon in der Vergangenheit konnte K&uuml;hnert sich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42421\">vorstellen<\/a>, aus Solidarit&auml;t mit Israel milit&auml;risch gegen den Iran vorzugehen. En strammer Kriegsbef&uuml;rworter und Transatlantiker.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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