{"id":65617,"date":"2020-10-11T09:00:00","date_gmt":"2020-10-11T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617"},"modified":"2020-10-11T09:02:16","modified_gmt":"2020-10-11T07:02:16","slug":"hinweise-der-woche-180","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h01\">Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h02\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h03\">Verhalten und K&ouml;rper im Visier des Kapitals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h04\">Armut abschaffen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h05\">Gesetz gegen den Manchesterkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h06\">ETFs, Blackrock &ndash; und der Niedergang der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h07\">Wie Kriege der USA zur globalen Massenflucht beitragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h08\">Die &ldquo;Koalition der Entschlossenen&rdquo; (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h09\">Drohnen: SPD-Bewaffnungskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h10\">&raquo;Israel ist f&uuml;r mich etwas ganz Besonderes&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h11\">Nowitschok-Erfinder im gro&szlig;en Interview zu Nawalny<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h12\">Programmiertes Chaos &ndash; Was Washingtons Trump-Gegner nach der Wahl planen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h13\">Spahn unterstellt Patientendaten seiner Aufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h14\">Dann kaufen wir unsere H&auml;user eben selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617#h15\">Zu guter Letzt: &ldquo;Eine Schande f&uuml;r den deutschen Fu&szlig;ball!&rdquo; &ndash; Hoene&szlig; kritisiert DFB wegen Steuerhinterziehung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Julian Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sie t&ouml;ten ihn langsam<\/strong><br>\nDie Lage ist ernst, aber wir nehmen sie nicht ernst. Wer &uuml;ber den Whistleblower nicht reden will, sollte &uuml;ber Menschenrechtsverletzungen weltweit schweigen<br>\n(&hellip;) Ja, wir wissen, eine Katastrophe steht bevor, die Medien warnen uns die ganze Zeit schon, aber irgendwie sind wir nicht bereit, die Lage ernst zu nehmen &hellip;<br>\n&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit dem Schicksal von Julian Assange. Sein Fall ist eine juristische und moralische Katastrophe&hellip;, sein &Uuml;berleben steht auf dem Spiel. &bdquo;Killing him softly&ldquo;, wie es in dem bekannten Fugees-Song hei&szlig;t. Und doch scheinen nur wenige Assanges Situation ernst zu nehmen und sich bewusst zu sein, dass mit seinem Fall unser aller Schicksal verhandelt wird. Die Kr&auml;fte, die seine Rechte verletzen, sind dieselben Kr&auml;fte, die den effektiven Kampf gegen die Erderw&auml;rmung und die Pandemie verhindern. Es sind die Kr&auml;fte, derentwegen die Pandemie die Reichen noch reicher macht und die Armen am st&auml;rksten trifft. Es sind die Kr&auml;fte, die r&uuml;cksichtslos die Pandemie ausnutzen, um unsere sozialen und digitalen R&auml;ume zu regulieren und zu zensieren. Kr&auml;fte, die uns sch&uuml;tzen, aber auch vor unserer Freiheit. Assange k&auml;mpfte f&uuml;r Transparenz im digitalen Raum, und es liegt eine grausame Ironie in der Tatsache, dass die Pandemie als Vorwand benutzt wird, um ihn von seiner Familie und seiner Verteidigung zu isolieren. Wir sind jederzeit bereit, gegen die Freiheitseinschr&auml;nkungen zu protestieren, die China Hongkong auferlegt &ndash; sollten wir diesen Blick nicht auch auf uns selbst richten?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/sie-toeten-ihn-langsam\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>&laquo;Vor unseren Augen kreiert sich ein m&ouml;rderisches System&raquo;<\/strong><br>\nEine konstruierte Vergewaltigung und manipulierte Beweise in Schweden, Druck von Grossbritannien, das Verfahren nicht einzustellen, befangene Richter, Inhaftierung, psychologische Folter &ndash; und bald die Auslieferung an die USA mit Aussicht auf 175 Jahre Haft, weil er Kriegsverbrechen aufdeckte: Erstmals spricht der Uno-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter, Nils Melzer, &uuml;ber die brisanten Erkenntnisse seiner Untersuchung im Fall von Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2020\/01\/31\/nils-melzer-spricht-ueber-wikileaks-gruender-julian-assange\">Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Interview ist zwar schon von Januar 2020 aber immer noch aktuell<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Noam Chomsky: Assange h&auml;lt politische &Uuml;berzeugung aufrecht und leistet &Ouml;ffentlichkeit enormen Dienst<\/strong><br>\nIm Prozess um Auslieferung des Journalisten und WikiLeaks-Gr&uuml;nders Julian Assange wurde am Mittwoch die schriftliche Zeugenaussage des bekannten Linguistik-Professors, linken Intellektuellen und Kognitionswissenschaftlers Noam Chomsky vorgetragen.<br>\nLaut Chomsky h&auml;tte Assange &ldquo;allen Menschen auf der Welt, die die Werte der Freiheit und der Demokratie sch&auml;tzen und die deswegen auf ihrem Recht bestehen zu erfahren, was ihre gew&auml;hlten Vertreter tun, einen enormen Dienst erwiesen&rdquo;.<br>\nChomsky antworte damit auf die Frage, ob Julian Assanges Arbeit und Handlungen als &ldquo;politisch&rdquo; gelten k&ouml;nnten, also auf eine Frage, die &ndash; wie ihm zugetragen worden sei &ndash; signifikante Auswirkungen auf das Auslieferungsersuchen der USA haben w&uuml;rde. In den USA w&uuml;rde Assange vor Gericht wegen Spionage anklagt werden, da er eine wesentliche Rolle bei der Ver&ouml;ffentlichung von Informationen spielte, die die Vereinigten Staaten von Amerika nicht in der &Ouml;ffentlichkeit sehen wollten.<br>\nSeiner Ansicht nach hat Julian Assange, indem er mutig an den politischen &Uuml;berzeugungen festhielt, die die meisten von uns angeblich teilen, all jenen Menschen in der Welt, die die Werte der Freiheit und Demokratie sch&auml;tzen und die deshalb das Recht fordern, wissen zu wollen, was ihre gew&auml;hlten Vertreter tun, einen enormen Dienst erwiesen. Sein Handeln wiederum habe dazu gef&uuml;hrt, dass er auf grausame und unertr&auml;gliche Weise verfolgt wird.<br>\nDer Harvard-Professor Samuel P. Huntington und Autor des ber&uuml;chtigten Buches &ldquo;Kampf der Kulturen&rdquo;, habe einmal festgestellt, dass &ldquo;die Architekten der Macht in den Vereinigten Staaten eine solche Art von Macht schaffen m&uuml;ssen, die zwar gef&uuml;hlt, aber nicht gesehen werden kann. Macht bleibt wirkungsvoll, wenn sie im Dunkeln bleibt. Ans Licht gezerrt, beginnt sie zu verdampfen.&rdquo; so Chomsky.<br>\nUnd er f&uuml;hrt weiter aus, die dagegen von Assange bewirkten und als kriminell eingestuften Aktionen k&ouml;nnten &ldquo;die Macht aus der Dunkelheit ins (Sonnen-)Licht zerren und &ndash; falls die Bev&ouml;lkerung dies als M&ouml;glichkeit begreife, um unabh&auml;ngige B&uuml;rger einer freien Gesellschaft zu werden, anstatt Untertanen eines im Verborgenen arbeitenden &ldquo;Meisters&rdquo; zu bleiben &ndash; w&uuml;rde diese Macht wohlm&ouml;glich &ldquo;verdampfen&rdquo;.<br>\nEine M&ouml;glichkeit, die Bev&ouml;lkerung zu kontrollieren, sei diese Arbeit im Verborgenen. Dies w&auml;re der Hauptgrund f&uuml;r die Einstufung von internen Regierungsdokumenten als &ldquo;geheim&rdquo;. Die &Ouml;ffentlichkeit gelte als Feind, den man in Unwissenheit halten m&uuml;sse&rdquo;, so Chomsky.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/107371-noam-chomsky-assange-halt-politische\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter deutlich<\/strong><br>\nEs gibt erneut fast 100 Covid-19-Intensivpatienten mehr im Vergleich zur Vorwoche. Die Zahlen in f&uuml;nf Bundesl&auml;ndern sind weiterhin besonders bemerkenswert. [&hellip;]<br>\nAm Montag verzeichnete das Intensivregister vom Robert Koch-Institut (RKI) und der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 447 Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden. In der vergangenen Woche waren es noch 352, am 21. September gar nur 267.<br>\nDer Anteil der Intensivpatienten, die invasiv beatmet werden m&uuml;ssen, sank hingegen erstmals seit dem 3. August auf unter 50 Prozent. Der Anteil derer Patienten, deren intensivmedizinische Behandlung t&ouml;dlich endete, bleibt konstant bei einem Viertel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/mehr-schwere-corona-verlaeufe-zahl-der-intensivpatienten-in-deutschland-steigt-weiter-deutlich\/26243692.html?fbclid=IwAR2juAovDlINEFnjZy0kd2KwofrOLjUu6VVCX8BCsshxSoXLcmg-WyRdTC8\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wieder einmal wird mit absoluten Zahlen eine &bdquo;Eskalation&ldquo; der Lage suggeriert, die sich durch die Daten schlicht nicht nachvollziehen l&auml;sst. Was wir beobachten k&ouml;nnen, ist eine Steigerung der Neuinfektionen, was jahreszeitbedingt alles andere als &uuml;berraschend ist. Nun vergleicht der Tagesspiegel die Zahl der belegten Intensivbetten mit den Daten aus dem September und von Anfang August. Seit dem genannten 21. September hat sich der 7-Tages-Schnitt f&uuml;r die Neuinfektionen aber auch fast verdoppelt. Relativ ist also die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten nicht gestiegen sondern gleich geblieben. Es bringt ganz einfach nichts, absolute Zahlen ohne den Kontext zu betrachten und sie nicht ins Verh&auml;ltnis zu setzen. In ganz Mittel- und Westeuropa hat sich &uuml;brigens seit Monaten eine Sterblichkeitsquote (CFR, also ohne Dunkelziffer) von 0,4% bis 0,5% eingependelt. In Deutschland kommen auf rund 2.300 Neuinfektionen pro Tag 10 Tote, in Frankreich auf 11.500 Neuinfektionen 50 Tote und in Gro&szlig;britannien auf 9.400 Infektionen ebenfalls rund 50 Tote &ndash; jeweils im 7-Tages-Schnitt. Wenn also das von Angela Merkel prognostizierte &bdquo;Horror-Szenario&ldquo; von 19.000 Neuinfektionen pro Tag f&uuml;r &bdquo;Weihnachten&ldquo; eintreten sollte, w&uuml;rde dies bei gleichbleibender Sterblichkeitsquote auf rund 76 Todesf&auml;lle pro Tag hinauslaufen. Zum Vergleich: W&auml;hrend der Grippesaison 2017\/2018 sind im Schnitt pro Tag 137 Menschen in Deutschland an der Grippe gestorben. Dieser Vergleich soll nicht dazu dienen, Covid-19 zu verharmlosen, sondern dabei helfen, die Gefahr zu versachlichen und ins Verh&auml;ltnis zu setzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Virologe Hendrik Streeck fordert ein Ende der Verbotspolitik in der Corona-Pandemie<\/strong><br>\nDer Direktor des Instituts f&uuml;r Virologie an der Uniklinik Bonn, Hendrik Streeck kritisiert, dass es in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie &ldquo;zu viel Angst&rdquo; gebe. Das Risiko der Krankheit COVID-19 sei inzwischen gut kalkulierbar und legitimiere eine &uuml;bertriebene Verbotspolitik nicht mehr, sagte Streeck in Hamburg.<br>\nMan habe in Deutschland derzeit eine v&ouml;llig normale Sterblichkeitsrate. Bei der Hitzewelle 2018 und bei der Grippewelle 2017 habe man sehr viel deutlicher eine &Uuml;bersterblichkeit gesehen. &ldquo;Wir haben es mit einem ernstzunehmenden Virus zu tun, aber wir d&uuml;rfen dieses Virus nicht mehr &uuml;berdramatisieren.&rdquo;<br>\nStreeck wies darauf hin, dass die Sterblichkeit von Corona-Infizierten sehr viel niedriger sei als man das im Fr&uuml;hjahr bef&uuml;rchtet hatte. &ldquo;Dieses Virus ist t&ouml;dlich nur f&uuml;r wenige. Genauso wie viele andere Viren auch&rdquo;, meinte Streeck.<br>\nDie zunehmenden Erkenntnisse der Wissenschaft sollten Mut machen: Es gebe fast keine &Uuml;bertragung &uuml;ber Gegenst&auml;nde. Auch gebe es im normalen Alltagsgesch&auml;ft &ndash; etwa im Einzelhandel &ndash; wenige Ansteckungsrisiken. Viele Infektionen verliefen komplett ohne Symptome. Nur noch f&uuml;nf Prozent der Infizierten br&auml;uchten &uuml;berhaupt eine klinische Versorgung, weitaus weniger gar eine intensivmedizinische.<br>\nStreeck wies darauf hin, dass die Sterblichkeitsrate h&ouml;chstens bei 0,37 Prozent liege. Die gut erforschte brasilianische Metropole Manaus melde eine Sterblichkeitsrate von 0,28 Prozent. &ldquo;Das l&auml;sst sich einordnen&rdquo;, meint Streeck. Corona sei deutlich gef&auml;hrlicher als normale Grippewellen, aber &ldquo;Corona wird nicht unser Untergang sein&rdquo;.<br>\nDie Angst vor dem Coronavirus sei h&auml;ufig irrational. Zu h&auml;ufig w&uuml;rden kleinste Nebenrisiko-Wahrscheinlichkeiten zu gro&szlig;en Themen von Politik und Medien. &ldquo;Das Virus ist zu politisch geworden, obwohl es eigentlich nicht politisch sein sollte&rdquo;, klagte der Virologe.<br>\nStreeck pl&auml;diert f&uuml;r ein Ende des Krisen- und Panikmodus, der Umgang mit dem Virus m&uuml;sse zur in ein normales Risikohandling wie bei vielen anderen Risiken des Lebens auch &uuml;bergehen. &Auml;ngste zu sch&uuml;ren sei der falsche Weg, weil man damit die Gesellschaft spalte und die Akzeptanz f&uuml;r eigenverantwortliche Achtsamkeit schw&auml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/news\/coronavirus\/virologe-hendrik-streeck-verbotspolitik-corona-pandemie-35144824\">web.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Medizin-Statistiker &uuml;ber Umgang mit Corona: &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns mehr trauen&ldquo;<\/strong><br>\nWir wissen nicht, was wirklich passiert. Immer noch nicht. Gerd Antes kritisiert: Was die Datenlage angeht, sind wir keinen Schritt weiter als im Fr&uuml;hjahr. Seine Forderung: Deutschland braucht eine interdisziplin&auml;re Task Force statt der Fokussierung auf einzelne Virologen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/coronavirus\/gerd-antes-im-gespraech-medizin-statistiker-ueber-umgang-mit-corona-wir-muessen-endlich-mehr-riskieren_id_12496809.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Corona wird insbesondere die soziale Spaltung weiter vertiefen&rdquo;<\/strong><br>\nInzwischen wird aber obduziert. Mit welchem Ergebnis?<br>\nMatthias Schrappe: Es versterben vor allem mehrfach vorerkrankte Patienten h&ouml;heren Alters. Es gibt bei weit &uuml;ber 9.000 Todesf&auml;llen in Deutschland nur drei unter 20 Jahre. Und es kommt bei diesen Patienten, wie bei schweren Infektionen &uuml;blich, zu Sch&auml;digungen fast aller Organsysteme. Vergleicht man die Situation aber mit ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten mit einer &ldquo;normalen&rdquo; Lungenentz&uuml;ndung anderer Genese, dann liegt die Sterblichkeit der hospitalisierten Covid-19-Patienten um knapp 50 Prozent niedriger. Es hat au&szlig;erdem Fortschritte in der Therapie gegeben. Eine Katastrophe, die &ndash; so hat ja auch die j&uuml;ngste Expertenanh&ouml;rung ergeben &ndash; Einschr&auml;nkungen wie im ge&auml;nderten Infektionsschutzgesetz notwendig macht, ist das sicherlich nicht. [&hellip;]<br>\nWas k&ouml;nnte also besser laufen, auch mit Blick auf mutma&szlig;lich steigende Infektionsf&auml;lle im Herbst und Winter?<br>\nMatthias Schrappe: Ich kann hier nur drei Punkte herausgreifen: Zum einen m&uuml;sste man die sogenannte sporadische, also gleichm&auml;&szlig;ig-homogene Ausbreitung in der Bev&ouml;lkerung von den Herdausbr&uuml;chen trennen. Wenn in Hamm eine Hochzeitsfeier stattfindet, dann ist dies ein Ausbruch und hat wenig bis nichts mit der Gesamtbelastung in der Kommune zu tun. Herde kann man eingrenzen, aber die sporadische Ausbreitung ist durch Nachverfolgung nicht zu beherrschen.<br>\nDerzeit bringt man die Gesundheits&auml;mter und die dortigen Mitarbeiter an ihre Belastungsgrenzen, die immer das gleiche sehen: Familienfeiern, In-door-Parties und &auml;hnliche Szenarien. Stattdessen w&auml;re es sinnvoll, die Gesundheits&auml;mter zur regionalen oder lokalen Beurteilung der Situation zu ermutigen, denn kennen sich vor Ort aus und wissen ja gut, wo Risiken liegen und ein neuer Herd entstehen k&ouml;nnte.<br>\nZweitens ist es unumg&auml;nglich, zur Beherrschung der sporadischen Ausbreitung und deren Auswirkung eine Strategie zum Zielgruppen-orientierten Schutz auszuarbeiten. Es gibt, wie bei allen Infektionen, Gruppen in der Bev&ouml;lkerung, die besonders gef&auml;hrdet sind. Da wir die Epidemie nicht stoppen k&ouml;nnen, bleibt uns eigentlich ja gar nichts anderes &uuml;brig. Leider wird dann immer vom Wegsperren gesprochen. Ein wohlwollender Schutz, der Pers&ouml;nlichkeit, W&uuml;rde und Humanit&auml;t in den Mittelpunkt stellt, kann man sich in unserer Gesellschaft anscheinend nur schwer vorstellen. Warum f&uuml;r &auml;ltere Menschen kein Taxi zum Preis eines &Ouml;PN-Tickets? Warum keine Hilfprogramme f&uuml;r ambulant zu pflegende Personen? Dies w&auml;re viel sinnvoller, als die immerw&auml;hrende Drohung mit einem zweiten Lockdown.<br>\nUnd drittens w&auml;re es wirklich wichtig, sinnvolle Zahlen zur Steuerung zu verwenden. Der Wert &ldquo;50\/100.000&rdquo; ist vollst&auml;ndig inhaltsleer. Wir w&uuml;rden keine Bachelor-Arbeit mit einem solchen Ansatz akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-wird-insbesondere-die-soziale-Spaltung-weiter-vertiefen-4922659.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie die Corona-Krise Kinder trifft<\/strong><br>\nWeltweit k&ouml;nnten die Folgen der Corona-Krise dazu fu&#776;hren, dass bis zu 86 Millionen zus&auml;tzliche Kinder Ende dieses Jahres in Armut leben. (UNICEF 2020) Auch wenn &Ouml;sterreich weniger stark betroffen ist, so spu&#776;ren Kinder und Jugendliche auch hier die Auswirkungen der Pandemie. W&auml;hrend sie die Politik als &bdquo;Covid-19-Superspreader&ldquo; und &bdquo;Humankapital&ldquo; bezeichnete und ihre Rechte und Interessen ignorierte, zeigt sich an den Lebenslagen der Kinder deutlich: die Corona-Krise ist weit mehr als eine Gesundheitskrise. Als multiple Krise zeigen sich viele ihrer Dimensionen und Folgen auch erst nach und nach. Die politische Bearbeitung der Covid-19-Krise versch&auml;rft bereits bestehende Benachteiligungen. Denn die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft hat gro&szlig;e Lu&#776;cken ins soziale Netz gerissen, die sich im Kontext der Covid-19-Krise verst&auml;rken und auf ohnehin mehrfach diskriminierte Kinder und Jugendliche wirken. &hellip;<br>\nDie politischen Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Pandemie wirken besonders auf Kinder und Jugendliche, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind. So wurden Kontroll- und Impftermine bei &Auml;rzt*innen nicht wahrgenommen, die auch vor dem Hintergrund des Gewaltschutzes (wie auch Schulen und Kinderg&auml;rten) eine wichtige Funktion einnehmen. So ist fu&#776;r Deutschland in einer breit angelegten Studie ermittelt worden, dass knapp 10,5 % der Kinder w&auml;hrend der Ausgangsbeschr&auml;nkungen Opfer von h&auml;uslicher Gewalt waren. Fu&#776;r &Ouml;sterreich gibt es zwar keine vergleichbare Studie, doch vermeldete etwa &bdquo;Rat auf Draht&ldquo; im M&auml;rz ein um 30 % erh&ouml;htes Telefonaufkommen. Auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen litt unter den Ausgangssperren: Eine Studie des Departments fu&#776;r Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit an der Donau-Universit&auml;t Krems zeigt, dass sich depressive Symptome in der Corona-Krise vervielfacht haben (von etwa 4 % auf mehr als 20 %). Junge Erwachsene waren hier besonders betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jbi.or.at\/wie-die-corona-krise-kinder-trifft\/\">Jahoda Bauer Institut<\/a>\n<p><strong>dazu: Wenn Corona Bauchschmerzen macht<\/strong><br>\nSchule und Kita geschlossen, genervte Eltern, Enge und Zukunftsangst: Die Pandemie bedeutet auch f&uuml;r Kinder und Jugendliche Stress. Und das hat durchaus Auswirkungen auf deren Psyche &ndash; insbesondere bei Kindern in einkommensschwachem Umfeld, so das Ergebnis einer Hamburger Studie.<br>\nDie Erfahrungen des KiTa-Personals spiegeln die Ergebnisse der so genannten COPSY-Studie. &bdquo;COPSY&ldquo; steht f&uuml;r &bdquo;Corona und Psyche&ldquo;. Zwischen Mai und Juni wurden bundesweit 1.000 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren danach gefragt, wie sie die Corona-Krise und den Teil-Lockdown erlebt haben. Auch 1.500 Eltern von 7- bis 17j&auml;hrigen wurden befragt. Geleitet wurde die Studie von der Professorin am Hamburger Uni-Klinikum Ulrike Ravens-Sieberer.<br>\n&bdquo;Wenn man sich das anschaut, dann sieht man, dass eben auch deutlich mehr Kinder und Jugendliche als vor der Pandemie eine psychische Belastung, also vermehrte &Auml;ngste und auch depressive Symptome angeben.&ldquo; &hellip;<br>\nUnd wie so oft seien die Belastungen f&uuml;r die jeweiligen Familien stark von den sozialen Verh&auml;ltnissen abh&auml;ngig, in denen sie leben.<br>\n&bdquo;Auf der einen Seite sehen wir das Risiko, dass Familien, die besonders belastet sind durch vielleicht Arbeitslosigkeit oder niedrigeren sozialen Status, dass die uns signalisiert haben: Das hat dieser Lockdown nochmal verst&auml;rkt. Und Familien, die &uuml;ber Ressourcen verf&uuml;gen, die in der Lage sind, sich ein gutes Familienklima zu schaffen, die es schaffen, mit ihrem Kind viel Zeit zu verbringen und das auch zu nutzen, dass ihre Kinder diese Einschr&auml;nkungen im psychischen Bereich nicht so angegeben haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/studie-zur-auswirkungen-der-pandemie-wenn-corona.862.de.html?dram:article_id=485087\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verhalten und K&ouml;rper im Visier des Kapitals<\/strong><br>\nIm Gefolge weltweiter Lockdown-Ma&szlig;nahmen ist eine &ouml;konomische Logik erkennbar. Der vordergr&uuml;ndig wirr und verzweifelt wirkende staatliche Eingriff treibt ganze Branchen und viele eigent&uuml;mergef&uuml;hrte Unternehmen in den Ruin, dient zugleich aber als Schrittmacher einer Wende menschheitsgeschichtlichen Ausma&szlig;es. Es ist mehr, als ein einfacher Zyklenwechsel von einer Abschwung- in eine Aufschwungsphase nach durchstandener Krise erwarten l&auml;sst. Der Lockdown 2020 beschleunigt den &Uuml;bergang vom Industriezeitalter in ein neues, kybernetisches Zeitalter im Sinne einer Mensch-Maschine-Verbindung. Auszug aus dem Buch &bdquo;Lockdown 2020&ldquo;, Promedia Verlag, Hrsg.: Hannes Hofbauer, Stefan Kraft. Text: Hannes Hofbauer, Andrea Komlosy<br>\nDas auf Sars-CoV-2 getaufte Virus ist daf&uuml;r in doppelter Hinsicht zu einem Instrument geworden. Mit den autorit&auml;r verf&uuml;gten Ma&szlig;nahmen zu seiner Eind&auml;mmung wurden einerseits der Staat oder besser: seine exekutiven Organe enorm gest&auml;rkt und andererseits neuen Leitbranchen der Weg geebnet. Nur diese enge Verbindung von Staat und Kapital ist in der Lage, historische &Auml;nderungen im Akkumulationsregime zu bewerkstelligen. Dass es ausgerechnet ein Virus bzw. &ndash; genauer &ndash; seine Bek&auml;mpfung war, die dies bewerkstelligen kann, ist kein Zufall. Denn zum einen st&ouml;&szlig;t die herrschende ressourcenverschleudernde Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft an ihre Grenzen &ndash; auch im physischen Sinn. Die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Wildnis bei gleichzeitigem Vordringen der Massentierhaltung erleichtert viralen Erregern das &Uuml;berspringen der Mensch-Tier-Schranke, sodass Seuchenbildungen h&auml;ufiger werden. Zum anderen arbeitet der biotechnisch-pharmazeutische Komplex &ndash; wie sein erfolgreicher Vorg&auml;nger, der milit&auml;risch-industrielle Komplex, konsequent an seinem Aufstieg. Nun scheint der Durchbruch zu gelingen.<br>\nVon allergr&ouml;&szlig;ter Bedeutung daf&uuml;r war, die Gef&auml;hrlichkeit des Virus zu &uuml;berh&ouml;hen, Angst und Panik zu verbreiten und damit m&ouml;glichen Widerstand hintanzuhalten. Die Ortung des Feindes entspricht der eines Kriegsgeschehens, ausgerufen von der Politik und herbeigeschrieben von meinungsbildenden Medien&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Ausrufung von Ausnahmezust&auml;nden im Fr&uuml;hjahr 2020, auch wenn sie nicht in allen L&auml;ndern so genannt wurden, trug zur Festigung eines staatlichen Krisenmanagements bei, das Verfassungen au&szlig;er Kraft setzte und demokratische Entscheidungsprozesse, so kritikw&uuml;rdig viele schon zuvor gewesen waren, nun g&auml;nzlich umging. Im Namen der Volksgesundheit umgaben sich verantwortliche Pr&auml;sidenten und Minister mit Kl&uuml;ngeln ausgesuchter medizinischer Experten, um im engsten Kreise ad hoc Verordnungen zu beschlie&szlig;en, die das soziale und kulturelle Leben zum Stillstand brachten und weite Teile der Wirtschaft nachhaltig besch&auml;digten bzw. zerst&ouml;rten. Die Ma&szlig;nahmen wurden als alternativlos dargestellt, abweichende Expertenmeinungen ignoriert bzw. diffamiert und aufkeimende Debatten mit dem Totschlagargument &bdquo;Verschw&ouml;rung&ldquo; erstickt.<br>\n(&hellip;) In so gut wie allen EU-L&auml;ndern, voran Deutschland, &Ouml;sterreich und Frankreich, kam und kommt weiterhin staatliches Geld zur Aussch&uuml;ttung, wobei neben Hilfsprogrammen zur Abfederung sozialer Katastrophen vor allem den neuen Leitsektoren unter die Arme gegriffen wird&hellip;.<br>\nDiese Art von staatlich organisiertem Kapitalismus auf Corona-keynesianischer Basis erinnert an den Milit&auml;rkeynesianismus in Kriegszeiten. Und im Krieg w&auml;hnen sich die Staatschefs vieler EU-europ&auml;ischer L&auml;nder ohnedies, im Krieg gegen das Virus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/verhalten-und-koerper-im-visier-des-kapitals\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armut abschaffen!<\/strong><br>\nEin Empf&auml;nger von Hartz IV bekommt monatlich im Schnitt 770 Euro. Damit liegt er unter der Armutsgrenze. Das muss sich &auml;ndern.<br>\nLeben mit Hartz IV bedeutet ein Leben in Armut und Ausgrenzung. Die Parit&auml;tische Forschungsstelle hat diesen Befund j&uuml;ngst eindr&uuml;cklich untermauert: Die durchschnittlichen Leistungen &ndash; 2018 etwa 770 Euro f&uuml;r einen Singlehaushalt &ndash; liegen weit unterhalb der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Armutsschwelle von 1035 Euro. 265 Euro fehlten Bezieherinnen und Beziehern von Hartz IV in diesem Jahr, um &uuml;ber diese Schwelle zu gelangen. Das bedeutet: Mangel und Entbehrung. Politische, soziale und kultureller Teilhabe ist damit unm&ouml;glich. Gesunde Ern&auml;hrung auch nicht.<br>\nIn diesem Jahr ist der Gesetzgeber gefordert, die Regelbedarfe neu festzulegen. Ein Gesetzentwurf liegt vor. Das Ergebnis ist eine riesige armutspolitische Entt&auml;uschung. Der Regelbedarf f&uuml;r Erwachsene soll von 432 Euro auf 446 Euro ansteigen. Verbesserungen gibt es bei den J&uuml;ngsten (bis 5 Jahre) und den Jugendlichen (14 &ndash; 17 Jahre), nicht aber bei der mittleren Altersstufe der 6 bis 13-J&auml;hrigen, die leer ausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/armut-abschaffen-90062544.html\">Ulrich Schneider auf FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Armut in Deutschland: Versorger klemmten 289.000 Haushalten den Strom ab<\/strong><br>\nKein Licht, kein warmes Wasser, kein K&uuml;hlschrank: Hunderttausende deutsche Haushalte mussten 2019 zeitweise ohne Strom leben &ndash; weil sie ihre Rechnungen beim Versorger nicht mehr zahlen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/strom-versorger-klemmten-289-000-haushalte-ab-a-ad02a5f2-a7be-4e71-aa0e-8f7384cbf75a\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Krise macht Superreiche noch reicher<\/strong><br>\n&ldquo;We are all in this together&rdquo; war zu Beginn der Corona-Krise oft zu h&ouml;ren. L&auml;ngst ist klar, dass das nicht stimmt. Viele Menschen stehen immer noch mit weit weniger Einkommen da als vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise. Die Verm&ouml;gen der Milliard&auml;re haben sich derweil schon wieder erholt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Krise-macht-Superreiche-noch-reicher-article22082914.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetz gegen den Manchesterkapitalismus<\/strong><br>\nLeder zu gerben und zu verarbeiten, ist mit viel Chemie verbunden. Wer gerbt, riskiert seine Gesundheit. Um dieser Gefahr zu begegnen, war einmal die Gewerkschaft Leder gefragt. L&auml;ngst sind die Lederverarbeitung und die Schuhindustrie im gro&szlig;en Stil in Billiglohnl&auml;nder abgewandert. Eine Gewerkschaft Leder h&auml;tte dort viel zu tun. In gro&szlig;en Bottichen bearbeiten Minderj&auml;hrige mit nackten F&uuml;&szlig;en und ohne Handschuhe die f&uuml;r Schuhe, Jacken und Taschen n&ouml;tigen Tierh&auml;ute. Sich der Chemielauge auszusetzen, ist Teil ihres Arbeitslebens. Das ganze Leben dieser Kinder endet fr&uuml;h. &ldquo;Von denen lebt keins l&auml;nger als bis 30 oder 35. Allein schon die D&auml;mpfe.&rdquo;<br>\nDer Satz stammt von Gerd M&uuml;ller, dem Minister f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der mit Hubertus Heil, dem Arbeitsminister, ein sogenanntes Lieferkettengesetz auf den Weg bringen will. Den Weg versperrt ein allerdings ein weiteres Kabinettsmitglied: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Er kann dem Gesetz wenig, eigentlich gar nichts abgewinnen. Dass gar kein Lieferkettengesetz kommt, ist aber unwahrscheinlich; denn zu gro&szlig; ist der Druck, der von den Umweltverb&auml;nden, Menschenrechtsorganisationen, DGB- Gewerkschaften und den Betriebsr&auml;ten der Gro&szlig;konzerne ausgeht. Auch haben die Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Australien ein solches Gesetz; die Welt ist dort nicht untergegangen.<br>\nDas geplante Lieferkettengesetz nennt Ingo Kramer, Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde weltfremd. Es sei &ldquo;die Axt am bisherigen Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft&rdquo;, kommentiert der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats der deutschen Wirtschaft. Die Herren bilden mit Herrn Altmaier die Avantgarde der Gesetzeskritiker. Dahinter versammelt sind die Branchenverb&auml;nde, der Deutsche Anwaltverein, die IHK und die FDP. Die Pr&auml;sidentin der deutschen Textil- und Modeindustrie nennt das geplante Gesetz absurd. An den f&uuml;r ihren Industriezweig profitablen Verh&auml;ltnissen m&ouml;chte sie nichts ge&auml;ndert sehen.<br>\nDie sehen n&auml;mlich so aus: Eine N&auml;herin in Bangladesch schuftet bis zu 80 Wochenstunden bei einem monatlichen Mindestlohn von 95 Dollar. Ihrer Kollegin in Indien geht es nicht besser. &ldquo;Morgens um Acht hat die junge Inderin noch Kraft. Mittags bekommt sie eine Schale Reis, Wasser. &lsquo;Abends ist mein Kopf auf den Werktisch gesunken. Dann kam der Aufseher und hat sich &uuml;ber mich gebeugt, mich an den Haaren hochgezogen.&rsquo; Bis sechs Uhr am n&auml;chsten Morgen musste sie durcharbeiten. Dann zwei Stunden Schlaf. Um acht Uhr ging es weiter. &sbquo;So war es immer, bekamen wir Auftr&auml;ge aus Europa.&rsquo;&rdquo; (FAZ, 15.06.2019). Die Lage in der s&uuml;dindischen Garnindustrie steht der von Friedrich Engels 1845 beschriebenen Lage der Arbeiterklasse in England kaum nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b29bdafc-048e-11eb-acc1-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>ETFs, Blackrock &ndash; und der Niedergang der USA<\/strong><br>\nAind ETFs, ist Blackrock gef&auml;hrlich? Wir sprechen dar&uuml;ber mit Heike Buchter, Korrespondentin der &bdquo;Zeit&ldquo; in New York &ndash; und &uuml;ber den Niedergang der USA.<br>\nFMW: Trotz Coronakrise stiegen die Kurse seit M&auml;rz an der Wall Street deutlich an, unter anderem gerieben durch K&auml;ufe von ETFs, nachdem die Fed Billionen in die M&auml;rkte gepumpt hat &ndash; und dabei etwa den Marktf&uuml;hrer im Bereich ETFs, Blackrock, als Broker f&uuml;r ihre K&auml;ufe nutzt. Was passiert da?<br>\nHeike Buchter: Der Wall Street ist es gelungen, sich als Too Big To Fail zu positionieren. Das hei&szlig;t, die Notenbank sieht sich gezwungen, immer wieder als Retter in der Not einzugreifen. So auch im M&auml;rz, als die Finanzm&auml;rkte fast &uuml;ber Nacht das Risiko dieser Pandemie ernst nahmen. Und dieser Eingriff rettete auch Giganten wie BlackRock. Auch wenn BlackRock-Chef Larry Fink emp&ouml;rt reagiert, wenn man ihn darauf anspricht. Das mu&szlig; man sich auf der Zunge zergehen lassen: die Fed beauftragt Blackrock als Broker f&uuml;r K&auml;ufe etwa von ETFs auf Anleihen, die wiederum Blackrock selbst auf den Markt gebracht hat. Das halte ich f&uuml;r eine problematische Konstellation. Auch wenn BlackRock auf die ber&uuml;hmten Trennw&auml;nde zwischen Beratung und Anlage hinweist.<br>\nFMW: Warum aber kauft die Fed auch ETFs?<br>\nHeike Buchter: Die Fed wollte im M&auml;rz vor allem die Panik am Anleihemarkt stoppen &ndash; w&auml;re diese Panik ungebremst weiter gelaufen, dann h&auml;tten wir Entwicklungen gesehen, die die Finanzkrise wie ein laues L&uuml;ftchen erscheinen lassen. ETFs sind aber im Anleihebereich immer wichtiger geworden, der Kreditmarkt basiert immer mehr auf diesen Derivaten &ndash; deshalb hat die Fed ja diesen erstaunlichen Schritt getan und mitgeteilt, dass sie auch Unternehmensanleihe-ETFs kaufen wird. ETFs waren also ein Ansatzpunkt f&uuml;r die Fed, den Anleihemarkt zu stabilisieren. Und das war nat&uuml;rlich extrem wichtig f&uuml;r Blackrock, nachdem zwischenzeitlich in der Panik viele Anleger ihr Geld aus diesen Anleihe-ETFs abgezogen hatten. Das Unternehmen hat die Krise erstaunlich gut weggesteckt: Kurz vor der Coronakrise verwaltete Blackrock sieben Billionen Dollar, dann fiel dieser Wert schnell auf sechs Billionen &ndash; jetzt sind es wieder &uuml;ber sieben Billionen Dollar. Blackrock wird damit weiter immer m&auml;chtiger &ndash; die Firma ist auch f&uuml;r die Fed unverzichtbar aufgrund ihres know-hows vor allem im Bereich Risikobewertung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/etfs-blackrock-und-der-niedergang-der-usa-gespraech-mit-heike-buchter-180146\/#utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=etfs-blackrock-und-der-niedergang-der-usa-gespraech-mit-heike-buchter\">Finanzmarktwelt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Kriege der USA zur globalen Massenflucht beitragen<\/strong><br>\nKriege der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten haben 37 Millionen Menschen auf die Flucht getrieben. Eine Studie fordert Wiedergutmachung.<br>\nDie &uuml;berwiegende Mehrheit der Fl&uuml;chtlinge in Griechenland, darunter jene auf den &Auml;g&auml;is-Inseln, sind von Kriegsschaupl&auml;tzen westlicher M&auml;chte geflohen, werden aber von Deutschland und der EU ausgesperrt. Mehr als drei F&uuml;nftel aller Fl&uuml;chtlinge, die im vergangenen Jahr in Griechenland registriert wurden, stammen aus vier L&auml;ndern, in denen die deutsche Bundeswehr operiert (Afghanistan, Irak, Syrien) oder die Vereinigten Staaten Drohnenangriffe durchf&uuml;hren (Pakistan). Auf Lesbos sind insbesondere Fl&uuml;chtlinge vom Hindukusch pr&auml;sent. Dies entspricht den Resultaten einer aktuellen Studie des Watson Institutes for International and Public Affairs an der Brown University (Providence\/Rhode Island). Dieser Studie zufolge haben die Kriege der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten &ndash; darunter Deutschland &ndash; in den vergangenen zwei Jahrzehnten mindestens 37 Millionen Menschen auf die Flucht getrieben. Nur der Zweite Weltkrieg hat mehr Fl&uuml;chtlinge produziert als sie. Berlin und Br&uuml;ssel stellen hohe Summen zur Verf&uuml;gung, um die Grenzen gegen unerw&uuml;nscht Einreisende abzuschotten. Das Zugest&auml;ndnis, zu dem sich Berlin nach dem Brand im Lager Moria bereit findet: die Aufnahme von nicht mehr als 1700 Menschen. (&hellip;)<br>\nIm Mittelpunkt der Studie stehen acht L&auml;nder, in denen die USA entweder die massgebliche (Irak 2003) oder eine unter mehreren f&uuml;hrenden Kriegsparteien (Afghanistan, Libyen) waren bzw. sind &ndash; oder in denen sie mit Drohnenangriffen bzw. mit dem Bereitstellen notwendiger Aufkl&auml;rungsdaten (Somalia, Jemen) zumindest eine tragende Rolle innehaben.[2]<br>\nDas &laquo;Costs of War Project&raquo; weist ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass es bei der Z&auml;hlung der Fl&uuml;chtlinge vorsichtige Sch&auml;tzungen w&auml;hlt; in seine Statistik &uuml;ber afghanische Fl&uuml;chtlinge in Pakistan gehen beispielsweise nur Fl&uuml;chtlinge ein, die offiziell als solche registriert wurden, nicht aber die unregistrierten Fl&uuml;chtlinge, deren Zahl in Pakistan 2015 auf 1,3 Millionen gesch&auml;tzt wurde.<br>\nIn Syrien haben die Autoren der Studie lediglich Fl&uuml;chtlinge aus denjenigen f&uuml;nf Gouvernements aufgenommen, in denen US-Milit&auml;rs ab 2014 im Rahmen des Kriegs gegen den IS operierten. Selbst bei dieser &ndash; definitiv zu niedrig angesetzten &ndash; Z&auml;hlweise ergibt sich, dass in den vergangenen knapp zwei Jahrzehnten 37 Millionen Menschen in den acht analysierten L&auml;ndern auf die Flucht getrieben wurden; tats&auml;chlich k&ouml;nnte die Zahl sogar bei bis zu 59 Millionen liegen. Hinzu kommen zahllose weitere Fl&uuml;chtlinge &ndash; in L&auml;ndern wie Mali, Burkina Faso oder Niger, in denen ebenfalls US-Truppen operieren.<br>\nZwar sind gut 25 Millionen mittlerweile in ihre Herkunftsorte zur&uuml;ckgekehrt; dies ist aber in zahlreichen F&auml;llen nicht freiwillig geschehen, etwa durch Abschiebung oder Vertreibung, und zudem herrscht in den Herkunftsorten oft immer noch Elend, Hunger und Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/westlichen-Maechte-verursachen-Fluchtlingsstroeme\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &ldquo;Koalition der Entschlossenen&rdquo; (II)<\/strong><br>\nBerliner Strategen fordern mehr deutsche F&uuml;hrung in der EU, &ldquo;Kerneuropa&rdquo; in der EU-Au&szlig;enpolitik und gr&ouml;&szlig;ere Aggressionsbereitschaft.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Mit wachsender Unruhe fordern deutsche Polit-Strategen eine entschlossenere globale Machtpolitik, eine Straffung der EU-Entscheidungsstrukturen und neue Schritte zur St&auml;rkung weltpolitischer Aggressionsbereitschaft in der Bev&ouml;lkerung. Berlin m&uuml;sse &ldquo;daf&uuml;r sorgen, dass Europa handlungsf&auml;hig wird&rdquo; und &ldquo;sich auch durch den Einsatz von Machtmitteln gegen&uuml;ber den Gro&szlig;m&auml;chten behauptet&rdquo;, verlangt Wolfgang Ischinger, Organisator der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Ein neues Strategiepapier der Sicherheitskonferenz dringt auf eine klare &ldquo;deutsche F&uuml;hrungsrolle&rdquo; in der EU. Sollte sich das bisher m&ouml;gliche Veto einzelner Mitglieder in der EU-Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik nicht mit Mehrheitsentscheidungen unterbinden lassen, solle in weltpolitischen Fragen k&uuml;nftig eine &ldquo;Koalition der Entschlossenen&rdquo; voranschreiten, fordert der Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS). Dar&uuml;ber hinaus fehle in der Bundesrepublik eine &ldquo;gesellschaftliche Unbefangenheit des Umgangs mit den Streitkr&auml;ften&rdquo;. Das m&uuml;sse sich &auml;ndern.<br>\n(&hellip;) In der Tat hat die Bundesregierung seit 2014 allerlei Schritte in Richtung auf eine ausgreifendere Weltpolitik eingeleitet; nicht zuletzt hat sie den Milit&auml;retat, wie Wolfgang Ischinger, Leiter der Sicherheitskonferenz, vergangene Woche festhielt, um bislang rund 40 Prozent erh&ouml;ht und will ihn in Zukunft weiter steigern. Milliardenschwere R&uuml;stungsprojekte sind auf dem Weg.<br>\n&ldquo;Europas Schicksal&rdquo;<br>\nDies sei jedoch zu wenig, hei&szlig;t es exemplarisch in einem aktuellen Strategiepapier der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Um die Organisatoren der Konferenz herum hat sich inzwischen ein Apparat gebildet, der zunehmend als au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischer Think-Tank auftritt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8402\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Bedrohliche Entwicklungen, die sich da abzeichnen. &ldquo;Notfalls m&uuml;sste ein Kerneuropa vorangehen&hellip;&ldquo; Das klingt nach: wir werden auf jeden Fall einen neuen Krieg anzetteln. Und wenn ihr nicht mitmachen wollt, dann machen wir es halt alleine&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Drohnen: SPD-Bewaffnungskurs<\/strong><br>\nSchon l&auml;nger steuern f&uuml;hrende SPDler in Richtung Bewaffnung der Heron-Kampfdrohnen, auch wenn sich die Parteif&uuml;hrung hier eher skeptisch gezeigt hat (siehe IMI-Analyse 2020\/33). Nach der gestrigen Drohnendebatte im Verteidigungsausschuss scheinen diese Stimmen nun mit Nachdruck auf eine Kursbegradigung der SPD zu dr&auml;ngen. Sie werden in einem Artikel des Redaktionsnetzwerks Deutschland zitiert: &bdquo;Und was macht die SPD? Das Ministerium m&uuml;sse jetzt eine Entschlussvorlage vorlegen, sagt Verteidigungspolitikerin Siemtje M&ouml;ller dem RND. &sbquo;Dem werden wir uns wohlwollend n&auml;hern.&lsquo; Auf keinen Fall solle das Thema in den Wahlkampf gezogen werden. SPD-Abr&uuml;stungsexperte Brunner erg&auml;nzt: &sbquo;Wenn unsere Kriterien erf&uuml;llt werden, werden wir nicht Nein sagen.&lsquo; Und SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu sagt am Montagabend in der &sbquo;Tagesschau&lsquo;: Die SPD sei offen f&uuml;r eine Bewaffnung von Drohnen zum Schutz eigener Soldaten. Das sei das Ergebnis eines Diskussionsprozesses.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/10\/06\/drohnen-spd-bewaffnungskurs\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: Keine bewaffneten Drohnen<\/strong><br>\n&ndash; die Drohnendebatte war eine Scheindebatte<br>\nAnnegret Kramp-Karrenbauer hat bei der Haushaltsdebatte im Bundestag keinen Zweifel daran gelassen, dass sie die Entscheidung f&uuml;r bewaffnete Drohnen jetzt durchdr&uuml;cken will. Die geplante Bewaffnung der Heron TP ist nur der Anfang. Wenn diese Drohne bewaffnet wird, dann wird die anvisierte Eurodrohne erst recht bewaffnet. Eine entsprechende Beschaffungsvorlage hat die Ministerin ja angek&uuml;ndigt. Die Bundesregierung bereitet den deutschen Einstieg in den Drohnenkrieg vor, als g&auml;be es in Corona-Zeiten nichts Dringenderes als neue R&uuml;stungsprojekte. Die Bewaffnung von Drohnen ist kategorisch abzulehnen, weil das eine falsche Grundsatzentscheidung ist. Die Kriegsf&uuml;hrung, der Einsatz von Sprengmitteln wird damit niederschwelliger, der Trend zur Automatisierung des Krieges ist wird damit gestartet. (&hellip;)<br>\nDie insbesondere vom Verteidigungsministerium veranstaltete sogenannte Drohnendebatte 2020 war von Anfang an ein gro&szlig;er Bluff. Intern hat die Bundeswehr die Vorbereitungen f&uuml;r Kampfdrohnen l&auml;ngst getroffen. Es braucht nur noch ein Ja des Bundestages, dann wird die Heron TP sofort mit Waffen ausgestattet. Dementsprechend einseitig war auch die organisierte Debatte: Drohnenopfer wurden nicht geh&ouml;rt, auch keine ehemaligen Drohnenpiloten, die ihren Einsatz heute teilweise sehr kritisch sehen. Bei jeder Debatte wurde akribisch darauf geachtet, dass diejenigen, die die Drohnen-Bewaffnung bef&uuml;rworten, deutlich ausf&uuml;hrlicher zu Wort kommen. Selbst aus den Reihen der Bundeswehr war keine Kritik zugelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/10\/06\/keine-bewaffneten-drohnen-die-drohnendebatte-war-eine-scheindebatte\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Brosch&uuml;re: Stopp Drohnenkrieg<\/strong><br>\nPassend zur sich zuspitzenden Debatte um die Bewaffnung deutscher Kampfdrohnen hat die Linksfraktion im Bundestag die Brosch&uuml;re &bdquo;Stoppt den Drohnenkrieg! Warum die Bundeswehr keine bewaffneten Drohnen bekommen darf&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. In der u.a. von IMI-Vorstand Tobias Pfl&uuml;ger mitherausgegebenen Brosch&uuml;re wird nicht zuletzt auch die Art kritisiert, wie die aktuelle Debatte orchestriert wurde: &bdquo;die &raquo;Drohnendebatte&laquo; ist von Bef&uuml;rworter*innen bewaffneter, unbemannter Systeme dominiert. Es wurden keine zivilen Opfer von Drohnenangriffen befragt und auch keine ehemaligen Drohnenpilot*innen aus den USA. Sie warnen heute als Whistleblower vor dieser Waffe und einer fortschreitenden Automatisierung des Drohnenkrieges.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/publikationen\/imi-aktuell\/archiv\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/fileadmin\/user_upload\/Publikationen\/Broschueren\/200913-Kampfdrohnen-A6.pdf\">Hier der Link zur Brosch&uuml;re<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Israel ist f&uuml;r mich etwas ganz Besonderes&laquo;<\/strong><br>\nDer SPD-Politiker stellt sich auch in au&szlig;enpolitischen Fragen gegen den linken Mainstream [&hellip;]<br>\nAuch was seine au&szlig;enpolitischen Positionen angeht, f&auml;llt K&uuml;hnert etwas aus dem Rahmen. Im Dezember 2019 &uuml;berraschte der damals frisch gew&auml;hlte SPD-Vize bei einer Podiumsdiskussion auf dem J&uuml;dischen Gemeindetag in Berlin das Publikum mit einer prononciert pro-israelischen Haltung. &raquo;Kevin, wir w&uuml;rden dich gerne klonen&laquo;, rief ihm seine Mitdiskutantin Melody Sucharewicz damals zu. [&hellip;] Die deutsche Sicht auf Israel sei viel zu sehr &raquo;durch die Brille des politischen Konflikts&laquo; bestimmt. [&hellip;]<br>\nDer Shooting-Star der SPD, der bei der n&auml;chsten Bundestagswahl in seiner Heimatstadt Berlin f&uuml;r den Bundestag kandidiert, setzte sich im AJC-Gespr&auml;ch auch mit sehr ablehnenden Haltung vieler Deutscher gegen&uuml;ber Amerika auseinander. [,,,]<br>\nMan d&uuml;rfe &raquo;niemals den engen Draht &uuml;ber den gro&szlig;en Teich abbrechen lassen&laquo;, fordert der Juso-Chef. Er warnte auch davor, dass das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis nach dem Abgang von Trump automatisch wieder ins Lot kommen werde. &raquo;Das wird sich nicht von alleine reparieren&laquo;, sagte er.<br>\nAuch gegen&uuml;ber Russland wurde K&uuml;hnert f&uuml;r einen linken Sozialdemokraten ungew&ouml;hnlich deutlich. &raquo;Mir begegnet in der Sozialdemokratie zu oft der Slogan &rsaquo;Wandel durch Ann&auml;herung&lsaquo; und der Glaube daran, dass damit jeder internationale Konflikt zu l&ouml;sen sei, nur weil das fr&uuml;her einmal funktioniert hat.&laquo; Was damals ein probates Mittel gewesen sei, um die &raquo;Sprachlosigkeit&laquo; zwischen Ost und West aufzubrechen, sei heute nicht mehr automatisch die richtige Vorgehensweise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/israel-ist-fuer-mich-etwas-ganz-besonderes\/\">J&uuml;dische Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn das die Zukunft der SPD ist, dann gute Nacht. &Uuml;berraschend sind diese Aussagen aber nicht. Schon in der Vergangenheit konnte K&uuml;hnert sich vorstellen, aus Solidarit&auml;t mit Israel milit&auml;risch gegen den Iran vorzugehen. En strammer Kriegsbef&uuml;rworter und Transatlantiker.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nowitschok-Erfinder im gro&szlig;en Interview zu Nawalny<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn das eine Vergiftung gewesen w&auml;re &hellip;&ldquo;<br>\n(&hellip;) Ob Nawalny tats&auml;chlich mit &bdquo;Nowitschok&ldquo; vergiftet worden sein k&ouml;nnte, ob er in diesem Fall &uuml;berlebt h&auml;tte und ob die Spuren in dieser Situation unbedingt nach Russland f&uuml;hren m&uuml;ssen, sprach der Entwickler dieses Kampfgiftstoffs, Leonid Rink, im Interview mit RIA Novosti.<br>\n&ndash; Herr Rink, Sie behaupten, der Chefentwickler des Kampfgiftstoffs &bdquo;Nowitschok&ldquo; zu sein. Wer beteiligte sich neben Ihnen an der Entwicklung dieses Stoffs? Und warum musste er entwickelt werden?<br>\n&ndash; Bei &bdquo;Nowitschok&ldquo; handelt es sich nicht um einen Stoff, sondern um ein System zur Herstellung von Giftstoffen aus nichtgiftigen Komponenten&hellip;.<br>\n&ndash; Bei &bdquo;Nowitschok&ldquo; geht es um eine bin&auml;re Mischung. Wie funktioniert sie?<br>\n&ndash; Einzelne Elemente sind kaum giftig, die m&uuml;sste man l&ouml;ffelweise essen, damit der geringste Effekt entsteht&hellip;<br>\n&ndash; Und welche &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Menge w&auml;re n&ouml;tig, um einen Menschen zu vergiften?<br>\n&ndash; Multiplizieren Sie einmal ein Tausendstel des Milligramms und das Gewicht der jeweiligen Person (in Kilogramm). Ungef&auml;hr so viel. Es kommt darauf an, wie der Stoff in den Organismus eingef&uuml;hrt wird: durch die Haut, durch den Magen, in die Vene, intramuskul&auml;r usw. Also was Nawalny angeht, wenn er im Hotel mit &bdquo;Nowitschok&ldquo; vergiftet worden w&auml;re, dann h&auml;tte er keine Chance, das Flugzeug zu erreichen: Seine Augen h&auml;tten sich geschlossen, und er h&auml;tte das Flugzeug gar nicht erreichen k&ouml;nnen &ndash; das versichere ich Ihnen zu 100 Prozent&hellip;<br>\n&ndash; Also wurde der Stoff als Massenvernichtungsmittel entwickelt &ndash; und nicht als Mittel zur Entfernung von einzelnen Personen, nicht wahr?<br>\n&ndash; Nat&uuml;rlich nicht. Um eine Person zu entfernen, gibt es viel effizientere Mittel, die viel sp&auml;ter wirken k&ouml;nnen: eine Woche oder sogar noch sp&auml;ter. Und sie k&ouml;nnen in solchen Mengen eingesetzt werden, dass niemand ihre Spuren finden kann&hellip;<br>\nWas ruft also der &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Stoff hervor? Den Herzstillstand, den Atemstillstand?<br>\n&ndash; Das sind Krampfmittel, die den Nervenimpuls unterbrechen und Muskelkr&auml;mpfe ausl&ouml;sen, vor allem in den Augen. Die Augenmuskeln zeigen eine Pupillenverengung &ndash; die Pupillen lassen sich praktisch gar nicht mehr sehen, selbst wenn die &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Dosis so gering ist, dass es die Vergiftung praktisch noch gar nicht gibt. Dieses Symptom kommt sofort zutage. Auf Nawalnys Fotos vor dem Flug, an Bord, nach der Landung, im Krankenhaus, auf dem Weg zum zweiten Flugzeug, mit dem er nach Deutschland bef&ouml;rdert wurde, gibt es so etwas nicht. Aber wo ist denn die Miosis? Wir Profis wissen doch, dass es sie geben m&uuml;sste!&hellip;<br>\n&ndash; Und wie lange dauert es nach der &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Vergiftung, bis die ersten Symptome zutage kommen?<br>\n&ndash; Bis zu den ersten Symptomen dauert es einige Minuten, bis zum Tod etwa zehn Minuten&hellip;<br>\n&ndash; Und wie lange dauert es, bis der &bdquo;Nowitschok&ldquo;-Stoff den Organismus verl&auml;sst? Wie lange kann man ihn im Blut, in anderen Fl&uuml;ssigkeiten entdecken?<br>\n&ndash; Ich denke, &bdquo;Nowitschok&ldquo; selbst kann man ziemlich schnell nicht mehr erkennen. Aber die Stoffwechselprodukte k&ouml;nnen f&uuml;r eine Weile im Organismus bleiben &ndash; ich glaube allerdings nicht, dass es ganze zwei Wochen sind. Zumal eine winzige Menge des Stoffs n&ouml;tig w&auml;re, so dass man seine Spuren h&auml;tte nicht mehr sehen k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/interviews\/20200925327999541-nowitschok-erfinder-nawalny-fall\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Programmiertes Chaos &ndash; Was Washingtons Trump-Gegner nach der Wahl planen<\/strong><br>\nEine &bdquo;&uuml;berparteiliche&ldquo; Gruppe von neokonservativen Republikanern und etablierten Demokraten &bdquo;simulierte&ldquo; k&uuml;rzlich mehrere Katastrophenszenarien f&uuml;r die US-Pr&auml;sidentschaftswahlen im November. Dazu z&auml;hlt auch ein Planspiel, bei dem ein klarer Sieg des Amtsinhabers &bdquo;beispiellose&ldquo; Ma&szlig;nahmen provoziert, mit denen das Biden-Lager eine erneute Amtseinf&uuml;hrung Donald Trumps verhindern k&ouml;nnte.<br>\nEine Gruppe von Insidern der Demokratischen Partei und ehemaligen Funktion&auml;ren aus der Obama- und Clinton-Zeit haben zusammen mit einer Riege von neokonservativen &bdquo;Never Trump&ldquo;-Republikanern in den letzten Monaten Simulationen und &bdquo;Kriegsspiele&ldquo; zu verschiedenen &bdquo;Weltuntergangsszenarien&ldquo; in Zusammenhang mit den Pr&auml;sidentschaftswahlen durchgef&uuml;hrt.<br>\nIn mehreren Medienberichten &uuml;ber die Gruppe, die als &bdquo;Transition Integrity Project&ldquo; (TIP) bezeichnet wird (zu deutsch: &ldquo;Projekt f&uuml;r Redlichkeit bei der Amts&uuml;bergabe&rdquo;), rechtfertigt sie diese &Uuml;bungen damit, dass sie sich gezielt auf ein Szenario vorbereiten will, in dem Pr&auml;sident Trump die Wahlen verliert und sich weigert, aus dem Amt zu scheiden, was zu einer Verfassungskrise f&uuml;hren k&ouml;nnte. Den TIP-Dokumenten zufolge f&uuml;hrten jedoch ihre Simulationen, die einen &bdquo;klaren Sieg&ldquo; f&uuml;r Trump bei der bevorstehenden Wahl vorsahen, selbst zu einer Verfassungskrise, da sie voraussagten, dass das Biden-Lager unabh&auml;ngig vom Wahlergebnis radikale Schritte unternehmen w&uuml;rde, um die Pr&auml;sidentschaft f&uuml;r sich zu sichern.<br>\n(&hellip;) Eine dieser Simulationen, die untersuchte, was im Falle eines klaren Trump-Sieges zwischen Wahltag und Amtseinf&uuml;hrung passieren w&uuml;rde, zeigt jedoch, dass das TIP nicht nur simulierte, wie die Republikaner jede ihnen zur Verf&uuml;gung stehende M&ouml;glichkeit nutzen k&ouml;nnten, um an der Macht zu bleiben, sondern auch, wie die Demokraten die Macht erlangen k&ouml;nnten, wenn das Wahlergebnis 2020 nicht zu ihren Gunsten ausfallen w&uuml;rde.<br>\n(&hellip;) Das Putschen und die Doppelmoral<br>\nEs ist zwar durchaus m&ouml;glich, dass sich Pr&auml;sident Trump im Falle eines klaren Biden-Sieges weigern k&ouml;nnte, das Wei&szlig;e Haus zu verlassen oder andere Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, die das Vertrauen vieler Amerikaner in das Wahlsystem besch&auml;digen w&uuml;rden. Jedoch ist die Aussage des TIP, &uuml;ber diese M&ouml;glichkeit und den &bdquo;Schutz&ldquo; der Demokratie besonders besorgt zu sein, ohne einen der beiden Kandidaten zu bevorzugen, eindeutig unzutreffend.<br>\nIhre Simulation eines klaren Trump-Sieges zeigt viel mehr, dass extremes, &bdquo;undemokratisches&ldquo; Verhalten ihrer Ansicht nach durchaus zul&auml;ssig ist, wenn es weitere vier Jahre Trump verhindert. Diese Doppelmoral zeigt, dass eine einflussreiche Gruppe von &bdquo;&uuml;berparteilichen&ldquo; Insidern darauf bedacht ist, im Falle eines Trump-Sieges eine &bdquo;Verfassungskrise&ldquo; heraufzubeschw&ouml;ren &ndash; und dass sie unabh&auml;ngig vom Ausgang der Wahlen im Jahr 2020 f&uuml;r eine solche Krise vorausplant&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/programmiertes-chaos\">multipolar<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65527\">US-Pr&auml;sidentschaftswahlen 2020: B&uuml;rgerliche Demokratie trifft Global Governance<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Spahn unterstellt Patientendaten seiner Aufsicht<\/strong><br>\n(&hellip;) Spahns neue Datentransparenzverordnung konkretisiert das im November mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz erweiterte Verfahren zur Nutzung von Patientendaten in einem Forschungsdatenzentrum. Die Verordnung wird von IT-Experten als Hochsicherheitsrisiko f&uuml;r die sensiblen Patientendaten von 73 Millionen gesetzlich versicherter B&uuml;rger bewertet. Viele B&uuml;rger hatten deswegen auf ein Eingreifen des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber gehofft.<br>\nGegen&uuml;ber Telepolis hat Kelber dann am 12. August erkl&auml;rt, er sei selbst &ldquo;fr&uuml;hzeitig an der Ausgestaltung der Transparenzverordnung&rdquo; beteiligt gewesen und sehe aktuell &ldquo;keinen Handlungsbedarf&rdquo; f&uuml;r aufsichtsrechtliche Ma&szlig;nahmen (Kelbers ausf&uuml;hrliche Stellungnahme hier: Kontroverse: Patientendaten in Gefahr?). (&hellip;)<br>\nSpahn hat das Forschungsdatenzentrum in das dem Gesundheitsministerium unterstellte Bundesinstitut f&uuml;r Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingegliedert. (&hellip;)<br>\nAber das ist noch nicht alles. Der Plan, den Spahn im Rahmen der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft jetzt vorantreiben will, steht schon fest: Ein europ&auml;ischer Datenraum, bestehend aus sensiblen Patientendaten. Laut Gesundheitsminister war der Austausch &uuml;ber &ldquo;ein sinnvolles Zusammenf&uuml;hren von Gesundheitsdaten&rdquo; am 16.07.2020 bereits Thema des informellen Treffens der EU-Gesundheitsminister im Rahmen der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft. (&hellip;)<br>\nAuch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht das &ldquo;sehr kritisch&rdquo; und hatte &ndash; allerdings nur bis zum Inkrafttreten der Verordnung &ndash; den Betrieb der Datenbank vorerst gestoppt, wie er Telepolis am 12.08.2020 mitteilte. Eine Ansiedlung des Forschungsdatenzentrums bei einer eigenen, unabh&auml;ngigen Stelle h&auml;lt er f&uuml;r &ldquo;notwendig&rdquo;.<br>\nDie Verordnung ist nun seit fast einem Vierteljahr in Kraft getreten. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat zuletzt auf der Bundespressekonferenz vom 19.08.2020 mitgeteilt, er sei in einem &ldquo;sehr intensiven Gespr&auml;ch&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Spahn-unterstellt-Patientendaten-seiner-Aufsicht-4921030.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch bei diesem &ldquo;Plan&rdquo; des Pharmalobbyisten im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit sollten alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger hellh&ouml;rig werden. Bitte h&ouml;ren\/sehen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63685#h10\">Narrative #12: Goldgr&auml;berstimmung &ndash; Globale Konzerne freuen sich &uuml;ber mehr Daten<\/a> und lesen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">Der T&uuml;r&ouml;ffner: Wie Jens Spahn den gl&auml;sernen Patienten herbeiregiert<\/a>. Herr Spahn nutzt diese merk-w&uuml;rdige Coronazeit offenbar, um die informationelle Selbstbestimmung von Patienten- und Versichertendaten Profitzwecken zu opfern. Der Bundesdatenschutzbeauftragte, Herr Kelber, macht hierbei &ndash; leider &ndash; keine &ldquo;gute Figur&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Das Urteil des EuGH<\/strong><br>\nerteilt erneut staatlichen &Uuml;berwachungsbegehrlichkeiten eine Abfuhr, allerdings haben vergleichbare Urteile bisher die Bundesregierung nicht davon abgehalten, immer wieder neue verfassungswidrige &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen zu beschlie&szlig;en oder zu fordern, weil sie immer wieder die Bedeutung der Grundrechte vergisst&ldquo;, erkl&auml;rt Anke Domscheit-Berg, netzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Anke Domscheit-Berg weiter:<br>\n&bdquo;Die Aussage des EuGH ist in seinem neuerlichen Urteil zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) jedoch sehr klar, denn es stellt zweifelsfrei fest, dass eine allgemeine &Uuml;berwachung durch eine fl&auml;chendeckende Datenspeicherung ohne besonderen Anlass, von allen Menschen, die bestimmte Kommunikationsformen nutzen, zu allen Zeiten schlichtweg nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und daher illegal ist. Nach meiner Auffassung ist eine derartige, allumfassende Datenspeicherung schon strukturell nicht mit demokratischen Grundwerten vereinbar.<br>\nIch begr&uuml;&szlig;e sehr, dass der EuGH in seinem Urteil auch deutlicher als bisher evidenzbasierte Politik einfordert, dass also endlich die Wirksamkeit von Grundrechtseingriffen nachgewiesen werden muss. Das ist der Bundesregierung bisher weder f&uuml;r Kamera&uuml;berwachungen im &ouml;ffentlichen Raum noch f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung gelungen. Eine aktuelle Studie des wissenschaftlichen Dienstes des Europ&auml;ischen Parlaments (beauftragt von Dr. Patrick Breyer, MdEP) ergab f&uuml;r kein einziges EU-Land durch fl&auml;chendeckende Vorratsdatenspeicherung einen messbaren Einfluss &ndash; weder auf die Kriminalit&auml;tsrate noch auf die Aufkl&auml;rungsquote. In Deutschland stiegen die Aufkl&auml;rungsquoten nach der Einstellung der VDS sogar an. Leider ist es Tradition im BMI, gerade bei Fragen der inneren Sicherheit Symbolpolitik zu betreiben und politische Vorhaben keiner Wirksamkeitsanalyse zu unterziehen. Bei Grundrechtseingriffen ist dieses Vorgehen jedoch erst recht inakzeptabel. Es f&uuml;hrt au&szlig;erdem zu einer falschen Ressourcenverteilung, denn der starke Fokus auf den Ausbau von &Uuml;berwachung f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu einer Unterversorgung wirksamerer Vorgehensweisen.<br>\nDIE LINKE fordert die Bundesregierung daher auf, endlich den Zombie Vorratsdatenspeicherung zu beerdigen, alle bestehenden &Uuml;berwachungsgesetze auf den Pr&uuml;fstein zu stellen und bei neuerlichen Pl&auml;nen eine Grundrechts- und Wirksamkeitsbewertung nach objektiven Kriterien vorzunehmen, damit nicht wieder ein oberstes Gericht in Deutschland oder der EU ihr Nachhilfe im Einhalten von Grundrechten erteilen muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eugh-urteil-zur-vorratsdatenspeicherung-muss-konsequenzen-fuer-alle-ueberwachungsgesetze-haben\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dann kaufen wir unsere H&auml;user eben selbst<\/strong><br>\nBedroht von der &Uuml;bernahme durch Investment-Firmen gr&uuml;nden Berliner Mieter eine Genossenschaft und erwerben ihren Wohnkomplex. Das klingt nach Revolution &ndash; und l&ouml;st heftige politische Attacken aus. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich ist der Genossenschaft etwas gelungen, was ihr eigentlich kaum gelingen konnte. Das Vorkaufsrecht der Bezirke war in den vergangenen Jahren vor allem genutzt worden, um den K&auml;ufern eine so genannte Abwendungserkl&auml;rung abzuringen: Wenn sie den Schutz der Mieter garantierten -, zum Beispiel keine Aufteilung der H&auml;user in Eigentumswohnungen &ndash; bekamen sie den Zuschlag. In anderen F&auml;llen wurde das Vorkaufsrecht tats&auml;chlich ausge&uuml;bt &ndash; meist von landeseigenen Wohnungsgesellschaften. Doch in Zeiten, in denen H&auml;user &uuml;ber dem Marktwert, teils zum 45-Fachen der Nettokaltmiete, gehandelt wurden, konnten diese Unternehmen den Kauf nicht mehr finanzieren. Wenn aber keiner mehr das Vorkaufsrecht nutzen kann, funktioniert auch die Drohung damit nicht mehr. Die Bezirke w&auml;ren gegen&uuml;ber den Konzernen machtlos.<br>\nDie Diese eG sollte zum Modellfall daf&uuml;r werden, dass sich Bezirke und Mieter trotzdem wehren k&ouml;nnen: Kein teurer Verwaltungsapparat, von den Bewohnern getragen, &uuml;ber 30, 40 Jahre finanziert, dazu noch Zusch&uuml;sse vom Senat. Initiativen in Leipzig, Stuttgart, D&uuml;sseldorf und anderen deutschen St&auml;dten haben die Mitglieder der Diese eG seitdem eingeladen. Um zu erfahren, wie das funktionieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/wohnen-gentrifizierung-berlin-genossenschaft-1.5052959\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &ldquo;Eine Schande f&uuml;r den deutschen Fu&szlig;ball!&rdquo; &ndash; Hoene&szlig; kritisiert DFB wegen Steuerhinterziehung<\/strong><br>\nM&uuml;nchen, Frankfurt (dpo) &ndash; Die Staatsanwaltschaft Frankfurt verd&auml;chtigt den Deutschen Fu&szlig;ballbund (DFB), Steuern in Millionenh&ouml;he hinterzogen zu haben &ndash; eine am Mittwochmorgen durchgef&uuml;hrte Gro&szlig;razzia soll dazu mehr Klarheit schaffen. Doch schon jetzt erntet der Verband scharfe Kritik von Ex-Bayern-Funktion&auml;r Uli Hoene&szlig;.<br>\n&ldquo;Das ist eine Schande f&uuml;r den deutschen Fu&szlig;ball&rdquo;, erkl&auml;rte Hoene&szlig; bei einer spontanen Pressekonferenz w&uuml;tend. &ldquo;Als ich das heute morgen geh&ouml;rt habe, ist mir fast der Kragen geplatzt! Wie geldgierig muss man sein, dass man die Gemeinschaft durch kriminelles Verhalten derart beraubt?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/10\/dfb-hoeness.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65617\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,19],"tags":[],"class_list":["post-65617","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65617"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65620,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65617\/revisions\/65620"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65617"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}