{"id":65637,"date":"2020-10-10T11:45:23","date_gmt":"2020-10-10T09:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65637"},"modified":"2020-10-10T14:06:55","modified_gmt":"2020-10-10T12:06:55","slug":"das-blutbad-an-der-thammasat-universitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65637","title":{"rendered":"Das Blutbad an der Thammasat-Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstag j&auml;hrte sich das Massaker an den Studentinnen und Studenten der Thammasat-Universit&auml;t im Zentrum Bangkoks zum 44. Mal. Wie heute im Jahre 2020 waren auch damals die Studenten dieser Universit&auml;t die Vorreiter f&uuml;r Forderungen nach Demokratie und Freiheit in einem Land, das seit der Umwandlung der absoluten in eine konstitutionelle Monarchie im Jahr 1932 die meiste Zeit von einer Milit&auml;rregierung beherrscht wurde. Die Ereignisse vom 6. Oktober 1976 sind wie mit einem Brandeisen in die Geschichte Thailands und in das Ged&auml;chtnis der Zeitzeugen eingebrannt. Dieses Jahr kam dem Gedenktag an die damaligen Opfer angesichts der erneut aufgeflammten Protestbewegung gegen die Milit&auml;rdiktatur von General Prayut Cha-Oncha eine besondere Bedeutung zu. Von <strong>Jinthana Sunthorn<\/strong>, Hongkong. &Uuml;bersetzung aus dem Englischen durch die NachDenkSeiten-Redaktion.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Lesen Sie dazu bitte auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65285\">Unruhen in Thailand: Was will die Protestbewegung?<\/a><\/em><\/p><p>Um die Bedeutung des 6. Oktober sowohl f&uuml;r die moderne thail&auml;ndische Geschichte wie auch f&uuml;r die heutige Protestbewegung zu verstehen, m&uuml;ssen wir ein paar Jahrzehnte zur&uuml;ckgehen. 1971 &uuml;bernahm Feldmarschall Thanom Kittikachorn in einem erneuten Putsch die Macht in Thailand und setzte wieder einmal die Verfassung au&szlig;er Kraft. Zusammen mit seinem Sohn Narong und seinem Stellvertreter Phrapas Charusathien regierten sie Thailand mit brutaler Gewalt. Sie waren alle drei stramm pro-amerikanisch und antikommunistisch eingestellt. Und, so kann man mit Fug und Recht behaupten, sie waren Banditen. Sie waren alle drei so korrupt, wie es nur geht, bereicherten sich hemmungslos, machten alle m&ouml;glichen legalen und illegalen Gesch&auml;fte und hatten private Beteiligungen an &uuml;ber 170 Firmen. Sie waren am internationalen Drogenhandel mit Heroin aus dem Goldenen Dreieck und an der Prostitution in Bangkok beteiligt. Phrapas als Polizeipr&auml;sident und Narong als Heeresf&uuml;hrer hielten sch&uuml;tzend die Hand &uuml;ber diese Gesch&auml;fte. Thailand wurden sie bekannt als die drei Tyrannen. Phrapas verdiente sich zudem noch den zweifelhaften Titel als &bdquo;Schl&auml;chter von Bangkok&ldquo;, weil er alle Gegner und Konkurrenten einfach ermorden lie&szlig;. <\/p><p><strong>Der 14.-Oktober-Aufstand 1973<\/strong><\/p><p>Am 14. Oktober 1973 wurde diese Milit&auml;rjunta durch einen Volksaufstand gest&uuml;rzt, nachdem das Milit&auml;r am selben Tag bereits 77 Teilnehmer an einer Demonstration erschossen hatte. Am Aufstand hatten sich breite Bev&ouml;lkerungsschichten beteiligt, sogar Teile der Oberschicht von Bangkok, der Staatsb&uuml;rokratie und der Streitkr&auml;fte. Alle hatten die drei Tyrannen satt. Auch K&ouml;nig Bhumipol unterst&uuml;tzte das Volk in seinem Verlangen nach einem Ende der Milit&auml;rherrschaft und entzog der Milit&auml;rjunta seine Unterst&uuml;tzung. Thanom, Narong und Phrapas flohen, wie Bhumipol es ihnen ans Herz gelegt hatte, ins Ausland. Eine Zivilregierung &uuml;bernahm nach 26 Jahren Milit&auml;rherrschaft, welche nur von einer kurzen Periode von 1968 bis 1971 unterbrochen wurde, wieder die Macht. <\/p><p>Die Protestbewegung war 1973 von der Studentenbewegung ausgegangen, deren militanteste Aktivisten, wie heute wieder, die Studenten an der Thammasat-Universit&auml;t waren. Der kommende 14. Oktober wurde deshalb symbolisch auch als der n&auml;chste gro&szlig;e Protesttag der Bewegung ausgew&auml;hlt. Es ist der Tag, an dem das Volk erstmals nach langer Zeit wieder einen Sieg gegen seine Unterdr&uuml;cker verbuchen konnte. <\/p><p>In den nachfolgenden drei Jahren bis Oktober 1976 waren Parteien wieder zugelassen und es wurde eine Zivilregierung gebildet. Allerdings traf die &Ouml;lkrise von 1973 auch Thailand schwer und die Wirtschaft kam in Turbulenzen. Der breite Konsens in der Bev&ouml;lkerung, der zum Sturz von Thanom und seiner Clique gef&uuml;hrt hatte, zerfiel allm&auml;hlich wieder. Die progressiven Ideen der Studenten deckten sich nicht mehr mit den Vorstellungen der Gesch&auml;ftswelt. Es kam zu Streitereien zwischen verschiedenen Fraktionen der Regierung, es folgten mehrere Regierungsumbildungen und es kam zu zahlreichen Arbeiterstreiks. In der Zeit nach Oktober 1973 bis zu jenem schicksalhaften 6. Oktober 1976 blieb die Studentenbewegung aber ein wesentlicher Mitspieler in der thail&auml;ndischen Politik und war f&uuml;r den &auml;rmeren Teil der Bev&ouml;lkerung auch die Hoffnung auf eine gerechtere Zukunft. <\/p><p><strong>Die fr&uuml;hen 70er Jahre und die Studentenbewegung<\/strong><\/p><p>Es war die Zeit des Vietnamkrieges, bei dem Thailand fest aufseiten der USA standen und es war die Zeit der Post-68er-Bewegung, der Flower-Power-Bewegung und der Proteste gegen den Vietnamkrieg, die auch die thail&auml;ndischen Studenten unterst&uuml;tzten. Manche Studenten hatten im Ausland studiert und kamen mit den Ideen und Idealen der europ&auml;ischen und amerikanischen Studentenbewegungen in ihr Land zur&uuml;ck. Eine neue, freie Gesellschaft sollte geschaffen werden, ein neues Lebensgef&uuml;hl hatte auch die thail&auml;ndische Studentenschaft erreicht und durchdrungen. Die Thammasat-Universit&auml;t war das Zentrum dieser neuen Bewegung und dieses neuen Lebensgef&uuml;hls geworden. Politische Diskussionen wurden dort gef&uuml;hrt, die klassischen marxistischen Werke wurden dort gelesen und &ouml;ffentlich diskutiert. Oft war das Studium selbst f&uuml;r die Studenten nur Nebensache und die in der Freizeit gef&uuml;hrten Diskussionen &uuml;ber eine neue Gesellschaftsform waren f&uuml;r die jungen Leute wichtiger. <\/p><p>Mitte der 60er Jahre erlebte die Kommunistische Partei Thailands (nachfolgend CPT) einen neuen Aufschwung. Die CPT war eine maoistisch-stalinistische Partei, die von China unterst&uuml;tzt wurde. Nat&uuml;rlich war sie illegal und verboten. Ihre militanten Anh&auml;nger lebten meist in Dschungelcamps, im Norden und im Nordosten, im Isan, an der laotischen Grenze und hielten mit kleinen Guerillaattacken das Milit&auml;r in Atem. Zahlenm&auml;&szlig;ig d&uuml;rfte die CPT selbst auf ihrem H&ouml;hepunkt nie mehr als zehntausend aktive K&auml;mpfer gehabt haben und war dem thail&auml;ndischen Milit&auml;r zahlenm&auml;&szlig;ig und in ihrer Ausr&uuml;stung weit unterlegen. Aber sie konnte nie besiegt werden, so viele Soldaten das Milit&auml;r auch immer in den Dschungel schickte, um sie zu bek&auml;mpfen. Wer politisch auff&auml;llig geworden war und wem die Verhaftung drohte, schloss sich den Guerillagruppen der CPT an. Ins Gef&auml;ngnis zu wandern oder gar ermordet zu werden, was nicht selten geschah, war die andere Alternative. So z&uuml;chteten die aufeinanderfolgenden Milit&auml;rregierungen sich ihre Gegner quasi selber. <\/p><p><strong>Au&szlig;enpolitisches Umfeld und Wende nach rechts<\/strong><\/p><p>In der Zeit zwischen 1973 und 1976 machte K&ouml;nig Bhumipol eine politische Kehrtwende nach rechts. Es zeichnete sich ab, dass die Amerikaner den Krieg in Vietnam nicht gewinnen konnten und Bhumipol bef&uuml;rchtete, dass sich nach der damals vorherrschenden Domino-Theorie die Revolution fr&uuml;her oder sp&auml;ter auch auf Thailand ausbreiten w&uuml;rde. Im Januar 1973 war das Pariser Abkommen unterzeichnet worden, das die USA zu einem kompletten Truppenabzug aus Vietnam verpflichtete. Die USA unterhielten aber weiterhin milit&auml;rische St&uuml;tzpunkte in Thailand und bombardierten von dort aus auch noch immer Kambodscha und den Ho-Chi-Minh-Pfad. Zudem waren weiterhin &bdquo;Milit&auml;rberater&ldquo; der USA in Vietnam t&auml;tig. Ende April 1975 nahm die Nationale Volksarmee Nordvietnams Saigon ein und S&uuml;dvietnam kapitulierte. Am 2. Juli 1976 wurden Nord- und S&uuml;dvietnam wiedervereint und die sozialistische Volksrepublik Vietnam ausgerufen. Im April 1975 eroberten die roten Khmer Phnom Penh. Und am 2. Dezember 1975 &uuml;bernahm die Phatet Lao die Macht in Vientiane und rief die Demokratische Volksrepublik Laos aus. All diese Ereignisse in den Nachbarl&auml;ndern waren kein gutes Omen f&uuml;r den Fortbestand der thail&auml;ndischen Monarchie, die stets treu aufseiten der USA gestanden hatte, die 10.000 eigene Soldaten nach S&uuml;dvietnam zur Unterst&uuml;tzung der USA entsandt hatte und die den USA milit&auml;rische St&uuml;tzpunkte, allen voran den Flughafen in Udon Thani und die Milit&auml;rbasis und den Hafen in U-Tapao zur Verf&uuml;gung gestellt hatte, von denen aus die meisten Angriffe auf die Nachbarl&auml;nder Vietnam, Laos und Kambodscha gef&uuml;hrt wurden.<\/p><p>Im Jahr 1971 waren von der f&uuml;r die Grenzsicherung Thailands zust&auml;ndigen Milit&auml;rabteilung (BPP) die &bdquo;Dorfpfadfinder&ldquo; gegr&uuml;ndet worden. Das Ziel war, der CPT Einhalt zu gebieten und Umsturzversuche zu verhindern. Es muss allerdings an dieser Stelle gesagt werden, dass die CPT einerseits nie eine echte Gefahr f&uuml;r die Regierung dargestellt hatte, noch den Sturz der Monarchie verlangt hatte. Die CPT konzentrierte sich gem&auml;&szlig; der maoistischen Theorie mehr auf die Landbev&ouml;lkerung im Norden, als dass sie &uuml;berhaupt nur in Betracht gezogen h&auml;tte, Bangkok zu erobern und eine Republik auszurufen. Sie beschr&auml;nkten sich darauf, einige abseits gelegene Polizeiposten oder Polizeireviere anzugreifen, um sich dann schnell wieder zur&uuml;ckzuziehen. <\/p><p>Die Dorfpfadfinder, denen keinesfalls, wie der Name vielleicht vermuten lie&szlig;e, haupts&auml;chlich Kinder und Jugendliche angeh&ouml;rten, wurden systematisch in antikommunistischer Ideologie gedrillt. Im Gegenteil, das Konzept war, aus jedem Dorf ein paar Erwachsene zu rekrutieren und somit die Kontrolle &uuml;ber auch die entlegensten D&ouml;rfer zu erhalten. Die Dorfpfadfinder sollten die &bdquo;Augen und Ohren&ldquo; der Regierung sein. Sie waren stramm rechts und fanatisch royalistisch gedrillt und mit der Zeit fand auch K&ouml;nig Bhumipol Gefallen an ihnen. Er wohnte oft zusammen mit K&ouml;nigin Sirikit und seinen T&ouml;chtern Sirndhorn und Ublorat ihren Festen und Zeremonien bei und schenkte ihnen gesegnete Halst&uuml;cher, die ihre &bdquo;Uniform&ldquo; und ihr Erkennungszeichen waren. So wurde K&ouml;nig Bhumipol schnell zum Schirmherrn der Dorfpfadfinder. Die Dorfpfadfinder waren bald &uuml;berall &ouml;ffentlich sichtbar und wurden zu einer paramilit&auml;rischen Truppe nach faschistischem Vorbild. Etwa 10 Prozent aller Thail&auml;nder hatten bis zum Schluss einen 5-t&auml;gigen &bdquo;Ausbildungslehrgang&ldquo; absolviert. <\/p><p>Weniger &ouml;ffentlich sichtbar waren die &bdquo;roten B&uuml;ffel&ldquo;, die haupts&auml;chlich aus altgedienten Soldaten, S&ouml;ldnern und sonstigen Schl&auml;gern und Banditen zusammengesetzt waren. Sie waren 1974 vom &bdquo;Kommando f&uuml;r Operationen der inneren Sicherheit&ldquo; (ISOC) der Streitkr&auml;fte gegr&uuml;ndet worden. Sie k&auml;mpften nicht nur gegen kommunistische Aufst&auml;ndische, sondern verfolgten und verpr&uuml;gelten auch kritische Studenten, schlugen Arbeiterstreiks nieder und wurden als Streikbrecher eingesetzt. So wurde z. B. 1975 bei einem Streik der Besch&auml;ftigten im bekannten Hotel Dusit Thani in Bangkok die gesamte Belegschaft entlassen und durch &bdquo;rote B&uuml;ffel&ldquo; ersetzt. Die Streikf&uuml;hrer flohen aus Angst vor Verhaftung in den Dschungel zu den Guerillas der CPT. Auf das Konto der roten B&uuml;ffel gehen zudem zahlreiche Morde an unliebsamen politischen Gegnern, an Bauern im Norden und Nordosten und an Gewerkschaftern, von denen manche auch einfach spurlos verschwanden oder deren verst&uuml;mmelte Leichen man Tage oder Monate sp&auml;ter auffand. Allein im Jahr 1976, von Januar bis Oktober, ermordeten sie mehr als 30 Menschen, alles Linke oder Bauern, von denen sie annahmen, mit der CPT zu sympathisieren.<\/p><p>Wenn man die Dorfpfadfinder in ihrer Struktur mit der Hitlerjugend vergleichen kann, so fungierten die roten B&uuml;ffel wie die Schl&auml;gertrupps der SA. <\/p><p>Schlussendlich gab es noch die Navapol, bestehend aus reichen Gesch&auml;ftsleuten und einflussreichen rechten Politikern und Milit&auml;rs. Die Navapol kann man mit einer Freimaurerloge vergleichen, die die F&auml;den im Hintergrund zieht. Zur Navapol geh&ouml;rten auch ein paar hohe royalistische buddhistische M&ouml;nche, wie z. B. der notorische M&ouml;nch Kittivudho Bhikku, der predigte, das T&ouml;ten von Kommunisten sei zwar schlecht f&uuml;r das Karma des M&ouml;rders, daf&uuml;r werde er aber tausendmal dadurch belohnt, dass er der Gesellschaft einen Dienst erwiesen habe. <\/p><p>Zur Rettung der Ehre der M&ouml;nche muss an dieser Stelle jedoch gesagt werden, dass man solche Elemente wie Bhikku an einer Hand abz&auml;hlen kann und die M&ouml;nche sich in aller Regel aus der Politik heraushalten und schon gar nicht &ouml;ffentlich zum Mord aufrufen. <\/p><p>Leider nahmen die Studenten den Sinneswandel des K&ouml;nigs nicht richtig wahr. Die meisten w&auml;hnten ihn wie 1973 immer noch auf ihrer Seite. <\/p><p><strong>Die Trag&ouml;die nimmt ihren Lauf<\/strong><\/p><p>Drei Jahre nachdem Feldmarschall Thanom Kittikachorn, der fr&uuml;here Premierminister und Chef der drei Tyrannen, durch einen Volksaufstand ins Exil geschickt worden war, kehrte er am 19. September 1976 nach Thailand zur&uuml;ck. Er entstieg dem Flugzeug in safranroter M&ouml;nchsrobe und wurde von dort zum Tempel Wat Bowonniwet Vihara gebracht, einem bedeutenden Tempel f&uuml;r die zurzeit herrschende Chakri-Dynastie, die mit dem K&ouml;nigshaus eng verbunden ist. Dort wurde auch K&ouml;nig Bhumipol zum M&ouml;nch ordiniert, dorthin ging er oft zum Beten und dort hat er auch seine letzte Ruhest&auml;tte gefunden. Wat Bowonniwet ist der Tempel der Chakri-Dynnastie seit seinem Vorg&auml;nger, K&ouml;nig Mongkut, RamaIV, der dort im Tempel als M&ouml;nch lebte, bevor er die Regentschaft &uuml;bernahm. <\/p><p>Thanom wurde, im Tempel angekommen, sofort zum M&ouml;nch geweiht und wurde wenige Tage sp&auml;ter von K&ouml;nig Bhumipol und K&ouml;nigin Sirikit dort besucht. Die Thail&auml;nder waren entsetzt und nicht nur die Studenten demonstrierten und forderten seine sofortige Wiederausweisung aus dem Land. Die Anwaltsvereinigung Thailands verfasste eine Resolution und forderte, Thanom sofort wieder des Landes zu verweisen. <\/p><p>Am 24. September wurden in Nakhon Pathom, in der Nachbarprovinz von Bangkok, die erh&auml;ngten Leichen von zwei Besch&auml;ftigten der Elektrizit&auml;tswerke aufgefunden, beide Sympathisanten der Studentenbewegung, die Plakate gegen Thanom aufgeh&auml;ngt hatten. Wie oben erw&auml;hnt gab es zwischen Oktober 1973 und Oktober 1976 verst&auml;rkt Repressionsma&szlig;nahmen und Morde an linken politischen Aktivisten und Gewerkschaftern. Das war aber nicht neu, linke Aktivisten schwebten seit jeher und bis heute noch in Thailand in Lebensgefahr. Der Mord an den zwei Aktivisten in Nakhon Pathom konnte zweifelsfrei zwei Polizisten zugeordnet werden, die die Tat auch gestanden, nach dem 6. Oktober aber wegen &bdquo;Mangel an Beweisen&ldquo; freigesprochen wurden. Nat&uuml;rlich l&ouml;ste die Mordtat neue Unruhen aus und sollte letztendlich in den blutigen Ereignissen zwei Wochen sp&auml;ter auf dem Campus der Thammasat-Universit&auml;t gipfeln.<\/p><p>Am 25. September stellten die Studentenf&uuml;hrer zwei Forderungen: Thanom wieder ins Exil zu schicken und die M&ouml;rder vor Gericht zu stellen. Am 29. September versammelten sich mehr als 20.000 Studenten auf dem Sanam Luang in der N&auml;he der Thammasat-Universit&auml;t, um erneut zu protestieren. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu massiven Protesten und zu Auseinandersetzungen mit den &bdquo;roten B&uuml;ffeln&ldquo;. Am 4. und 5. Oktober demonstrierten die Studenten erneut auf dem Sanam Lung, verlegten jedoch am 5. Oktober abends ihre Versammlung auf den Campus der Universit&auml;t. <\/p><p>Die Ermordung der beiden Aktivisten aus Nakhon Pathom wurde am 4. Oktober von den Studenten in einem Theaterst&uuml;ck nachgespielt. Eine rechte Zeitung druckte daraufhin ein Foto mit einem der Studenten, der einen der Erh&auml;ngten gespielt hatte, und behauptete, dieser sehe Vajiralongkorn, dem damaligen Kronprinzen und heutigem Monarchen, &auml;hnlich und behauptete, die Studenten h&auml;tten die Ermordung des Kronprinzen inszeniert und wollten die Monarchie st&uuml;rzen. Rechte Radiosender verbreiteten daraufhin die Nachricht in Windeseile weiter und riefen zu Gegendemonstrationen der &bdquo;Patrioten&ldquo; vor dem Campus der Universit&auml;t auf. Polizei und Armee wurden zusammengezogen, um die Schauspieler zu verhaften und dem behaupteten Umsturzversuch der Studenten ein Ende zu bereiten. <\/p><p>So aufgehetzt von den Medien versammelten sich in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober Hunderte Dorfpfadfinder, rote B&uuml;ffel und sonstige &bdquo;Patrioten&ldquo; vor den Toren der Universit&auml;t. Sie skandierten w&auml;hrend der Nacht hasserf&uuml;llte Parolen und forderten den Tod der &bdquo;Kommunisten&ldquo;.<\/p><p>Um 5.30 Uhr, kurz vor dem Morgengrauen, wurden Sprengs&auml;tze und Handgranaten auf das Campusfeld geworfen. Ab 6 Uhr er&ouml;ffneten Scharfsch&uuml;tzen das Feuer und ab 7.30 Uhr st&uuml;rmte die Polizei das Feld, in ihrem Gefolge die &bdquo;Patrioten&ldquo;, rote B&uuml;ffel und Dorfpfadfinder, die, besch&uuml;tzt von der Polizei, nun ihrer Mordlust nachkommen und ungehindert Lynchjustiz &uuml;ben durften. Offiziell wurden 46 Studentinnen und Studenten get&ouml;tet, Leichenbestatter dagegen sprechen von &uuml;ber hundert Toten. Frauen wurden vergewaltigt, Leichen wurden gesch&auml;ndet. Fast 3.000 Studenten wurden verhaftet. Das ganze Blutbad dauerte bis zum Mittag. <\/p><div class=\"donateNotice\"><p>Die Zugriffe bei den NachDenkSeiten wachsen. Die Arbeit w&auml;chst. Und auch der Aufwand. Wir bitten (auch) unsere neuen Leserinnen und Leser um Unterst&uuml;tzung.<br><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=7726\">Das geht so ...<\/a><\/p><\/div><p>Wir stellen hier, f&uuml;r Leser mit starken Nerven, den Link von zwei Originalvideos ein, damit Sie sich selber ein Bild machen k&ouml;nnen: <\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U1uvvsENsfw&amp;list=PLLXS3irBaKtL3xDJEUhXU-F3UZvS5uaec&amp;index=6&amp;t=20s\">The brutal Bangkok crackdown that was hushed up for years &ndash; BBC News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=siO2u9aRzns&amp;list=PLLXS3irBaKtL3xDJEUhXU-F3UZvS5uaec&amp;index=7&amp;t=6s\">Thammasat University Massacre, 6th October 1976. Bangkok. Thailand<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Ein Foto des Pressefotografen Neal Ulevich, der an diesem Tag auf dem Campus war, wurde mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Es zeigt einen gelynchten Studenten, dessen Leiche an einem Baum aufgeh&auml;ngt wurde und von einem der &bdquo;Patrioten&ldquo; mit einem Klappstuhl geschlagen wird, w&auml;hrend die Menge dabei zuschaut. Das Foto ging, &auml;hnlich dem Foto von Seymour Hersh &uuml;ber das Massaker im vietnamesischen My Lai von 1968, damals um die Welt. Hier ein Link zum Foto von Ulevich mit einem Interview von ihm selber dazu: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NlGzZy83rz4&amp;list=PLLXS3irBaKtL3xDJEUhXU-F3UZvS5uaec&amp;index=8\">AP Photographer Reflects on 1976 Lynching Photo<\/a>. <\/p><p><strong>R&uuml;ckblick<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich war das Blutbad am 6. Oktober nicht von vornherein so geplant. Aber es war vorherzusehen und es kam, wie es kommen musste. Auch K&ouml;nig Bhumipol musste das wissen und er hat es willentlich in Kauf genommen. <\/p><p>Die oben erw&auml;hnten paramilit&auml;rischen Strukturen waren, wenn nicht nachweislich auf seine Initiative, so doch mit seinem Wissen und Wohlwollen aufgebaut worden. Die faschistischen &Auml;u&szlig;erungen ihrer F&uuml;hrer waren Bhumipol nicht verborgen geblieben, er hat sich jedoch nie davon distanziert, er hat sie daf&uuml;r aber stillschweigend in ihrem Fanatismus best&auml;rkt. Die Hetze war jeden Tag im Radio zu h&ouml;ren. In den Jahren 1973 bis 1976 wurde eine regelrechte Hysterie gegen alles linke Gedankengut aufgebaut. Die Dorfpfadfinder und die roten B&uuml;ffel waren Fanatiker und voller Hass gegen &bdquo;Kommunisten&ldquo;, was auch immer sie darunter verstehen mochten.<\/p><p>Obwohl der oben erw&auml;hnte faschistische M&ouml;nch Kittivudho, um nur dieses Beispiel zu nennen, predigte, man werde wohl 50.000 Studenten erschie&szlig;en m&uuml;ssen, um die Monarchie zu retten, hat Bhumipol ihn nicht zur M&auml;&szlig;igung angehalten, sondern hat sich mit ihm sogar privat getroffen. <\/p><p>Auch die Rolle von Vajiralongkorn, dem damaligen Kronprinzen, bei den Ereignissen am 6. Oktober ist mehr als mysteri&ouml;s. Zeugen wollen ihn in der Nacht zum 6. Oktober in der N&auml;he der Universit&auml;t in Uniform und in Begleitung von roten B&uuml;ffeln gesehen haben, die Pistole am G&uuml;rtel. Fest steht jedenfalls, dass Vajiralongkorn in jenen Tagen seine Ausbildung an der Milit&auml;rakademie in Australien unterbrochen hatte und nach Bangkok zur&uuml;ckgekehrt war. Als allererstes besuchte er den Tyrannen Thanom im Tempel Wat Bowonniwet Vihara. Am Abend des 6. Oktober, nach dem Blutbad, dankte er einer Versammlung von etwa 30.000 &bdquo;Patrioten&ldquo;, die in aller Eile nach Bangkok beordert worden waren, f&uuml;r ihre Unterst&uuml;tzung und sagte, sie k&ouml;nnten jetzt wieder nach Hause fahren. In den n&auml;chsten Tagen sah man Vajiralongkorn noch st&auml;ndig, meist in Uniform und mit Pistole, bei verschiedenen Veranstaltungen der roten B&uuml;ffel und der Dorfpfadfinder, bevor er wieder nach Australien zur&uuml;ckflog. <\/p><p>Monarchie ist immer reaktion&auml;r, egal wie &bdquo;aufgekl&auml;rt&ldquo; der Monarch auch sein mag. Im Zweifelsfall wird er immer die Interessen und die Sicherung des Fortbestandes seiner Dynastie &uuml;ber alles andere stellen und sich mit den Kr&auml;ften der Reaktion verb&uuml;nden.<\/p><p><strong>Die Folgen des Massakers und die Studentenbewegung heute<\/strong><\/p><p>Noch am Abend des Massakers &uuml;bernahm erneut eine Milit&auml;rregierung die Macht in Thailand. F&uuml;r die n&auml;chsten 12 Jahre sollte das Land wieder vom Milit&auml;r regiert werden, die Verfassung wurde wieder einmal au&szlig;er Kraft gesetzt. Viele der &Uuml;berlebenden schlossen sich, um Repression und Verhaftung zu entgehen, der CPT an und gingen in die Dschungelcamps. Es dauerte bis 1988, bis wieder eine Zivilregierung gew&auml;hlt wurde. 1982 machte die Regierung Thailands der CPT, deren Anh&auml;nger inzwischen immer desillusionierter geworden waren, ein Angebot &uuml;ber eine Amnestie. Viele nahmen das Angebot an und kehrten wieder nach Hause zur&uuml;ck. Seit Anfang der 1990er Jahre hat man von der CPT nie mehr geh&ouml;rt. F&uuml;r das Blutbad an den Studenten im Oktober 1976 wurde bis heute niemand zur Rechenschaft gezogen, das Blutbad ist bis heute unges&uuml;hnt geblieben. <\/p><p>Am letzten Dienstag versammelten sich einige Hundert Menschen in der Thammasat-Universit&auml;t, um den Ermordeten zu gedenken. Es wurde auch eine Ausstellung &uuml;ber die damaligen Ereignisse auf dem Campus er&ouml;ffnet. Die Sprecher der aktuellen Studentenbewegung waren, so die Direktion der Universit&auml;t, nicht willkommen. Die F&uuml;hrer Parit &ldquo;Penguin&rdquo; Chiwarak, Frau Panusaya &ldquo;Rung&rdquo; (Rainbow) Sithijirawattanakul und der Anwalt Arnon Nampa durften auf dem diesj&auml;hrigen Forum nicht sprechen, was manche Aktivisten dem Rektorat der Uni als Feigheit vorgeworfen haben.<\/p><p>Derweil hat die Bewegung zu einer neuen gro&szlig;en Kundgebung am 14. Oktober in Bangkok am Monument der Demokratie aufgerufen. Vielleicht wird es auch eine mehrt&auml;gige Aktion werden, mit &Uuml;bernachtung drau&szlig;en im Sanam Luang Park, der an die Uni angrenzt. <\/p><p>Arnon Nampa, Co-Vorsitzender der Vereinigten Front von Thammasat und Demonstrationen (UFTD) und der Free People Group, bef&uuml;rchtete am Dienstag, dass die f&uuml;r den 14. Oktober geplante regierungsfeindliche Kundgebung eskalieren werde. Er wiederholte auch die Forderung seiner Gruppe nach einer Reform der Monarchie.<\/p><p>&ldquo;Wir haben versucht, unserer Stimme Geh&ouml;r zu verschaffen, aber sie ist auf taube Ohren gesto&szlig;en. Aber am 14. Oktober wird der Protest eskalieren. Demonstranten der Free Student Group und der UFTD werden ebenfalls an der Kundgebung teilnehmen&rdquo;, sagte Arnon. Und er sagte, dass es von der Teilnahme der Demonstranten bei der Kundgebung abh&auml;nge, wie lange der Protest sich hinzieht. &ldquo;Wenn eine Million Menschen auftauchen, werden die Dinge an einem Tag enden. Aber wenn nur hunderttausend kommen, m&uuml;ssen wir m&ouml;glicherweise warten, bis sich diejenigen aus den Provinzen anschlie&szlig;en. Ob es sich hinzieht, h&auml;ngt von der Situation an diesem Tag ab &ldquo;, sagte Arnon weiter.<\/p><p><strong>Ausblick<\/strong><\/p><p>Die Studenten der Thammasat-Universit&auml;t sind nach 44 Jahren wieder auf die politische B&uuml;hne zur&uuml;ckgekehrt. Ihre Unterst&uuml;tzung in der Bev&ouml;lkerung d&uuml;rfte dieses Mal noch gr&ouml;&szlig;er sein als in den 1970er Jahren, denn es gibt viele, unter ihnen nicht zuletzt die Rothemden, die noch eine Rechnung mit dem Milit&auml;r offen haben. Viel Wut hat sich seit dem letzten Milit&auml;rputsch von 2014 aufgestaut. Noch sind die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse nicht ganz ausgelotet, die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Forderungen der Studenten aber w&auml;chst t&auml;glich. <\/p><p>Das Milit&auml;r kann die Karte Monarchie nicht mehr ausspielen, der Sohn von K&ouml;nig Bhumibol ist als k&ouml;nigliches Vorbild unglaubw&uuml;rdig geworden. Er zeigt ausdr&uuml;ckliches Desinteresse am Schicksal seines Landes und f&uuml;hrt ein boh&egrave;mehaftes Leben im Ausland. Jetzt hat eine Wirtschaftskrise nie gekannten Ausma&szlig;es Thailand schwer getroffen. Die thail&auml;ndische Bev&ouml;lkerung leidet schwer unter dieser Krise, w&auml;hrend die Monarchie einen obsz&ouml;nen Reichtum angeh&auml;uft hat und der vielleicht letzte Monarch gerade dabei ist, das Geld sinnlos zu verprassen. Auch die thail&auml;ndische Oberschicht, zu denen nicht zuletzt auch die Gener&auml;le geh&ouml;ren, hat einen ungeheuren Reichtum angeh&auml;uft. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Weder vom Milit&auml;r noch von der Monarchie k&ouml;nnen sich die Thail&auml;nder eine bessere Zukunft erhoffen. Wenn es nach ihnen geht, dann geht alles so weiter wie bisher. Aber viele Thail&auml;nder sind am Ende.<\/p><p>Ein neuer, frischer Wind weht gerade durch die verfaulten politischen Strukturen des Landes. Das Volk will nicht mehr nur gehorchen, sondern mitbestimmen, wohin die Reise geht. Die Tage sowohl der Milit&auml;rregierung als auch der Monarchie in Thailand scheinen gez&auml;hlt.<\/p><p>Titelbild: Anton_Medvedev\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstag j&auml;hrte sich das Massaker an den Studentinnen und Studenten der Thammasat-Universit&auml;t im Zentrum Bangkoks zum 44. Mal. Wie heute im Jahre 2020 waren auch damals die Studenten dieser Universit&auml;t die Vorreiter f&uuml;r Forderungen nach Demokratie und Freiheit in einem Land, das seit der Umwandlung der absoluten in eine konstitutionelle Monarchie im Jahr<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65637\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":65640,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,212,60,20,125],"tags":[2871,282,2564,2840,2177,1451,1617,687,2360],"class_list":["post-65637","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-gedenktagejahrestage","category-innere-sicherheit","category-landerberichte","category-rechte-gefahr","tag-antikommunismus","tag-buergerproteste","tag-gewalt","tag-massenmord","tag-militaerdiktatur","tag-monarchie","tag-thailand","tag-ungleichheit","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/shutterstock_1803482020.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65637"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65703,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65637\/revisions\/65703"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/65640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}