{"id":65724,"date":"2020-10-12T08:42:04","date_gmt":"2020-10-12T06:42:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724"},"modified":"2020-10-12T08:42:04","modified_gmt":"2020-10-12T06:42:04","slug":"hinweise-des-tages-3716","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h01\">Elementare Defizite der Berichterstattung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h02\">V&ouml;lker der Welt, h&ouml;rt endlich zu: Julian Assange ist ein politischer Gefangener!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h03\">Die Welt braucht Abr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h04\">Ungleichheit und Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h05\">Reiche feiern Corona-Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h06\">Deutschland verschleiert das wahre Drama &ndash; w&auml;hrend China zeigt, wie Wirtschaft geht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h07\">Gesundheitsversorgung auf falschem Pfad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h08\">Die gef&auml;hrliche Finanzialisierung der Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h09\">Lockdown: &Uuml;bersch&auml;tzten wir uns selbst?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h10\">Charit&eacute;-Epidemiologe kritisiert bundesweiten Schwellenwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h11\">Zweite Welle oder Dauerwelle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h11\">&Uuml;ber 600 Millionen Euro: Neubau des Bundeskanzleramtes sorgt f&uuml;r Kopfsch&uuml;tteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h12\">Das irref&uuml;hrende Starren auf die Corona-Fallzahlen (1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h12\">Lobbyregister: Etappenziel Anh&ouml;rung im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h13\">EU-Arzneibeh&ouml;rde startet Begutachtung von Coronavirus-Impfstoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h13\">Verkehr ist gr&ouml;&szlig;ter Klimas&uuml;nder im S&uuml;dwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h14\">Von Grund auf Panne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h15\">Berlin will Mahnmal gegen sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen entfernen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h16\">Gewerkschaftsbund in Uruguay will neoliberale Gesetze per Referendum kippen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h17\">K&ouml;lner Karlspreis an Sabiene Jahn und Julian Assange, K&ouml;ln, 16. Oktober 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h18\">D&uuml;rfen die das? Veranstaltungsreihe j&uuml;discher Israelis gecancelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Elementare Defizite der Berichterstattung<\/strong><br>\nDass in der Berichterstattung zur Corona-Pandemie und deren politisch-b&uuml;rokratischer Bek&auml;mpfung alles optimal gelaufen ist, darf man f&uuml;r &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich halten. Schlie&szlig;lich leidet der Journalismus an vielen systemischen, l&auml;ngst bekannten und intensiv untersuchten Problemen. Etwa seinem permanenten Spagat zwischen Aufkl&auml;rungsanspruch und kommerziellen Interessen (die selbstverst&auml;ndlich auch geb&uuml;hrenfinanzierte Sender haben). Journalismus leidet unter seinem wenig heterogenen Personal, das &uuml;berwiegend in gleichen Biotopen lebt und den gro&szlig;en Rest der Welt von au&szlig;en bestaunt (oder auch ignoriert). Er leidet an den &uuml;blichen Problemen hierarchischer Entscheidungsstrukturen (&ldquo;Peter-Prinzip&rdquo;). Er leidet an einem stark unterentwickelten Qualit&auml;tsmanagement.<br>\nUnd der Journalismus leidet daran, dass ausgerechnet die Kritiker vom Dienst, die sich in einem Anfall von Hybris bis heute gerne als &ldquo;Vierte Gewalt&rdquo; bezeichnen, &auml;u&szlig;erst beleidigt auf jede Kritik an ihrer Arbeit reagieren. Es ist also &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich, dass die Berichterstattung zur Corona-Pandemie perfekt war oder inzwischen wurde.<br>\nDas best&auml;tigt nun auch eine erste gro&szlig;e Qualit&auml;tsstudie &mdash; allerdings f&uuml;r die Schweiz. Am &ldquo;Forschungszentrum &Ouml;ffentlichkeit und Gesellschaft&rdquo; (f&ouml;g) wird seit 2010 die Qualit&auml;t der Schweizer Medien gemessen und in einem Jahrbuch ver&ouml;ffentlicht. Mit &auml;hnlicher Methodik hat das Forschungszentrum der Uni Z&uuml;rich Ende Juli Befunde zur &ldquo;Qualit&auml;t der Medienberichterstattung zur Corona-Pandemie&rdquo; vorgelegt. Die Inhaltsanalysen erfassen dabei stets nur allgemeine Auspr&auml;gungen der Berichterstattung, etwa wie viele verschiedene Akteure zu Wort kommen. Nicht gemessen werden u.a. so wichtige Qualit&auml;tskriterien wie die Richtigkeit oder Vollst&auml;ndigkeit von Berichten. Die Studie misst die Medienleistung in den Dimensionen Vielfalt, Relevanz und Deliberationsqualit&auml;t.<br>\nErster auff&auml;lliger Befund: Corona hat in der Berichterstattung nicht nur dem Eindruck nach alles beherrscht. Bis zu 75 Prozent aller Artikel in den Zeitungen und aller Rundfunknachrichten der Stichprobe besch&auml;ftigten sich mit der Pandemie. Eine vergleichbare Themendominanz hat es wohl lange nicht gegeben. Zum Vergleich: Das dominante Thema Klimawandel erreicht im vergangenen Wahljahr zur Spitze kaum mehr als 10 Prozent der Gesamtberichterstattung, so die Forscher Mark Eisenegger (Direktor f&ouml;g), Franziska Oehmer, Linards Udris und Daniel Vogler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Elementare-Defizite-der-Berichterstattung-4926002.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>V&ouml;lker der Welt, h&ouml;rt endlich zu: Julian Assange ist ein politischer Gefangener!<\/strong><br>\nDer Fall Julian Assange ist kein Prozess. Er ist ein Fuck-up. Wenn Assange an die USA ausgeliefert wird, ist der investigative Journalismus tot. Eine Wutrede.<br>\nDies sollte einmal ein Prozessbericht werden. Es ging nicht. Einmal wegen Corona und auch, weil letztlich aus London nie eine Akkreditierung kam. Der Prozess gegen Julian Assange ist ein Unfall mit Ansage. Ein vors&auml;tzlich herbeigef&uuml;hrter Unfall. Und deshalb ist dies ein Unfallbericht.<br>\nGerade l&auml;uft in London ein Jahrhundertprozess. Gut, es ist wenigen aufgefallen, denn viel berichtet wird nicht. Es passiert nicht h&auml;ufig, dass in der westlichen Welt ein Journalist vor Gericht steht, der seit Jahren Informationen &uuml;ber Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Massen&uuml;berwachung, Korruption und sonstige Missst&auml;nde von &ouml;ffentlichem Interesse ver&ouml;ffentlicht &ndash; und daf&uuml;r angeklagt ist. Das sind Dinge, die eigentlich in Zeitungen geh&ouml;ren.<br>\nEs sind Dinge, die hin und wieder auch mal in Zeitungen standen oder stehen, so wie die Enth&uuml;llungen von Daniel Ellsberg &uuml;ber die Pentagon Papers, die Missst&auml;nde des Vietnamkriegs oder die Snowden-Enth&uuml;llungen. Doch das k&ouml;nnte bald Geschichte sein, sollte Assange verurteilt werden. Der Preis f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung von wahren Informationen &ndash;  &ndash; wird zu hoch sein. Momentan bel&auml;uft sich der Preis auf 175 Jahre Haft. Assange soll in die USA ausgeliefert werden, wo er wegen Spionage angeklagt ist, gest&uuml;tzt auf ein , dem Espionage Act. Es w&auml;re ein Pr&auml;zedenzfall, eine &Uuml;berschreitung s&auml;mtlicher Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/julian-assange-ist-ein-politischer-gefangener-li.110110\">Milosz Matuschek in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Welt braucht Abr&uuml;stung<\/strong><br>\nWir sind mitten in einem neuen atomaren Wettr&uuml;sten. Neun Atomm&auml;chte (USA, Russland, China, England, Frankreich, Israel, Nordkorea, Indien und Pakistan) bedrohen sich gegenseitig und &ldquo;modernisieren&rdquo; ihre Atomarsenale.<br>\nUS-Wissenschaftler nehmen die Gefahr eines Atomkriegs in Verbindung mit der Klimaerhitzung so ernst, dass sie die &ldquo;Weltuntergangs-Uhr&rdquo; (Doomsday-Clock) auf &ldquo;100 Sekunden vor Zw&ouml;lf&rdquo; gestellt haben. So nahe an der Apokalypse stand diese Uhr noch nie, seit sie vor &uuml;ber 70 Jahren geschaffen wurde, um die Welt auf ihren aktuellen Gefahrenzustand aufmerksam zu machen.<br>\nWissenschaftler warnen vor der Apokalypse<br>\nDie &ldquo;Doomsday Clock&rdquo; ist ein symbolisches Warnsystem mit einfacher Botschaft: Je n&auml;her die Zeiger der Uhr auf Mitternacht stehen, desto n&auml;her ist die Welt an ihrem m&ouml;glichen Untergang. Dargestellt wird dies in Minuten oder Sekunden, welche die Menschheit von der &ldquo;Stunde Null&rdquo; trennen.<br>\n1947 wurde diese Gefahren-Uhr erstmals der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert. Das war am Beginn des ersten atomaren Wettr&uuml;stens zwischen Moskau und Washington.<br>\n2020 ist der &ldquo;Kalte Krieg&rdquo; zwar beendet. Aber wir haben heute neun Atomm&auml;chte und weitere Kandidaten. Hinzu kommt die Gefahr der Klimaerhitzung, die erst langsam auch als Kriegsgefahr erkannt wird. Doch in vielen Regionen sind die Folgen bereits sichtbar, zum Beispiel durch Millionen Klimafl&uuml;chtlinge. Bisher wurde die Uhr 23 Mal umgestellt, 15 mal nach vorn und nur achtmal nach hinten. Ende des Kalten Krieges sagten die Wissenschaftler: &ldquo;Es ist 17 Minuten vor Mitternacht&rdquo;. Jetzt rechnen sie erstmals in Sekunden: &ldquo;100 Sekunden vor Mitternacht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Welt-braucht-Abruestung-4926071.html\">Franz Alt auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ungleichheit und Ideologie<\/strong><br>\nWird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.<br>\nDer franz&ouml;sische &bdquo;Rockstar der Wirtschaftswissenschaft&ldquo; untersuchte 2014 in seinem 800 Seiten starken &bdquo;Das Kapital des 21. Jahrhunderts&ldquo; Daten aus 27 L&auml;ndern &uuml;ber einen Zeitraum von bis zu drei Jahrhunderten und wies nach, dass der Kapitalismus systemimmanent zu einer Versch&auml;rfung der Ungleichheit f&uuml;hrt. Auch weitere Grund&uuml;berzeugungen des Kapitalismus &ndash; beispielsweise, dass Steuersenkungen zu Wirtschaftswachstum f&uuml;hren w&uuml;rden &ndash; dekonstruierte er. In diesem Jahr lie&szlig; Piketty 1.300 Seiten in &bdquo;Kapital und Ideologie&ldquo; folgen, die auf einer noch deutlich ausgeweiteten Datensammlung basieren, und eine &ouml;konomische, soziale und politische Geschichte der Ungleichheit von den Feudal- und Sklavenhaltergesellschaften bis hin zur Gegenwart zeichnen. Seine Analysen und L&ouml;sungsvorschl&auml;ge, die auf einer bis dato unbekannten Datenf&uuml;lle beruhen, sind &ndash; bei aller notwendigen Diskussion &ndash; von grundlegender Bedeutung. (&hellip;)<br>\nPiketty: Ja, ich denke, wir brauchen in Zukunft in Deutschland, Frankreich, Europa und der Welt die Einf&uuml;hrung von Sondersteuern auf die h&ouml;chsten Verm&ouml;gen. Und ich denke, dass wir uns darauf vorbereiten m&uuml;ssen, und wir m&uuml;ssen hierf&uuml;r auch &uuml;ber die Weise nachdenken, wie wir zu einer Mehrheitsentscheidung in Steuerfragen in Europa kommen werden. Und wenn einige L&auml;nder nicht daran teilnehmen wollen, kann man sie nicht dazu zwingen, aber das sollte diejenigen der 27 nicht hindern, die vorankommen wollen. Ich hoffe auf Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die zusammen 75 Prozent der Bev&ouml;lkerung und des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone ausmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gesellschaftssysteme-ungleichheit-und-ideologie.1184.de.html?dram:article_id=485376\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reiche feiern Corona-Party<\/strong><br>\nIm Augenblick herrscht eine Haltung vor, die Z&uuml;gel wieder anzuziehen. &bdquo;Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben&ldquo;, mahnte die Kanzlerin w&auml;hrend ihrer Haushaltsrede Ende September. Sie meint damit die Erfolge bei der Bek&auml;mpfung der Pandemie. Merkel unterschl&auml;gt allerdings den gesamtgesellschaftlichen Schaden, der bereits angerichtet worden ist. Sie versteckt diese unangenehme Bilanz hinter einer simplen Modellrechnung &uuml;ber die Steigerung der Infektionszahlen bis Weihnachten und erh&auml;lt daf&uuml;r Applaus und Anerkennung. Da geht es um ein Wachstum, das eintreten k&ouml;nnte und deshalb Besorgnis ausl&ouml;st. Der &uuml;berdurchschnittliche Anstieg bei den Verm&ouml;gen von Superreichen hat dagegen bereits stattgefunden. Die Ungleichheit in der Gesellschaft versch&auml;rft sich damit. Auch das ist ein sehr dynamischer Prozess. Doch &uuml;ber diese Corona-Party klagt in der Regierung niemand.<br>\nWie der Spiegel berichtet, stieg das &bdquo;Nettoverm&ouml;gen der Ultrareichen nach einem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie bis Ende Juli auf 594,9 Milliarden Dollar. Bei der letzten Untersuchung (Stichtag M&auml;rz 2019) waren es 500,9 Milliarden Dollar. Der Club der Superreichen wuchs seitdem von 114 auf 119 Mitglieder.&ldquo; Das ist ein Anstieg um rund 20 Prozent. Bereitet das der Kanzlerin Sorgen? Offenbar nicht, obwohl das ja gerade ein wichtiger Punkt w&auml;re, wenn man sich um den Haushalt und die zuk&uuml;nftige Ausgestaltung der Staatsfinanzen Gedanken macht. Denn den massiven Zugewinn an Verm&ouml;gen muss der Staat nicht einfach hinnehmen, zumal dieses Wachstum auch durch &ouml;ffentliche F&ouml;rderprogramme erst erm&ouml;glicht worden ist. So profitieren ja gerade die deutschen Dollar-Milliard&auml;re, die in den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen engagiert sind. (&hellip;)<br>\nGerade was die Folgen der Corona-Politik anbelangt, braucht es mehr parlamentarischen Streit und einen differenzierteren Blick auf die Betroffenen. Wenn Merkel an die Menschen appelliert, sie m&uuml;ssten miteinander reden, erkl&auml;ren und vermitteln, meint sie ja nicht eine Debatte, deren Ausgang offen ist, sondern eine allgemeine Akzeptanz von Regeln, die die Regierung ohne Aussprache erlassen hat. Dabei legt der Ausnahmezustand die sozialen Ungleichheiten gnadenlos offen und versch&auml;rft sie. Oder anders ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;Die Notlage der Oberschicht &auml;u&szlig;ert sich in der mangelnden Internetgeschwindigkeit im Home-Office, am unteren Ende der Verteilung herrschen hingegen Existenz&auml;ngste.&ldquo; Dar&uuml;ber m&uuml;ssen die Parlamente breit diskutieren und vor allem eine Regierung stellen, die unter Solidarit&auml;t nur das Tragen von Masken versteht. Das Gerede vom Schutz der &bdquo;Risikogruppen&ldquo; darf nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass es inzwischen noch gravierendere Klassenunterschiede gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/201007reiche-feiern-corona-party\">TauBlog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Technologie- und Gesundheitssektor mit gr&ouml;&szlig;tem Zuwachs: Ultrareiche dank Corona noch reicher<\/strong><br>\nDie Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein. Millionen Menschen sind in Kurzarbeit, viele f&uuml;rchten um ihren Job, Selbstst&auml;ndige bangen um ihre Zukunft. Doch es gibt auch Gewinner der Krise &ndash; vor allem in den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen.<br>\nDie Corona-Krise hat die Superreichen rund um den Globus noch reicher gemacht. Das Gesamtverm&ouml;gen der mehr als 2.000 Dollar-Milliard&auml;re weltweit stieg bis Ende Juli auch dank der Erholung an den Aktienm&auml;rkten auf den Rekordwert von rund 10,2 Billionen Dollar (8,7 Billionen Euro). Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Gro&szlig;bank UBS hervor, die am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wurden. Vor allem Engagements in schnell wachsenden Bereichen wie Technologie und Gesundheitswesen erwiesen sich der Studie zufolge als Treiber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/107517-in-deutschland-und-weltweit-ultrareiche\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland verschleiert das wahre Drama &ndash; w&auml;hrend China zeigt, wie Wirtschaft geht<\/strong><br>\nKurz zusammengefasst: der deutschen Industrie, die sich bereits vor Corona in einer handfesten Rezession befand, geht es nicht gut. Die aktuelle Produktion liegt um 11,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau und sogar um 16,6 Prozent unter dem Niveau, das wir zu Jahresbeginn 2018 hatten.<br>\nWas in diesen Zahlen bedrohlich aufleuchtet, ist keine Corona-Krise, sondern ein strukturelles Problem, dass durch die aktuelle Weltwirtschaftskrise versch&auml;rft, aber keineswegs ausgel&ouml;st wurde. Dass trotz der immerhin bis Ende n&auml;chsten Jahres verl&auml;ngerten Kurzarbeitergeldregelung viele Industriebetriebe jetzt Massenentlassungen planen, passt da leider ins Bild. (&hellip;)<br>\nGenau dieser Vorteil, unsere industrielle Substanz, ist jetzt in Gefahr. Und das Corona-Virus ist nicht der entscheidende Grund daf&uuml;r. Weit eher zu nennen ist die unverantwortliche Bequemlichkeit in gro&szlig;en Teilen der Autoindustrie, sich auf dem einmal Erreichten und den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Versch&auml;rft werden die Probleme durch die Nachahmung angels&auml;chsischer Managementpraktiken, nach denen Gewinne in Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen und Dividendenaussch&uuml;ttungen besser angelegt sind als in langfristig orientierten Investitionen und Forschungsanstrengungen. (&hellip;)<br>\nAufgabe der Bundesregierung: eine durchdachte Industriepolitik<br>\nZu einer solchen w&uuml;rde geh&ouml;ren, die &ouml;ffentliche Infrastruktur in Deutschland nicht l&auml;nger verrotten zu lassen. In Regionen, in denen es weder ein gutes Funknetz noch ein schnelles Internet und auch keine guten Verkehrsanbindungen gibt, siedelt sich nat&uuml;rlich auch kein Unternehmen an.<br>\nZweitens br&auml;uchte es eine umfassende &ouml;ffentliche Forschungsf&ouml;rderung, einschlie&szlig;lich der Unterst&uuml;tzung junger Unternehmen in den Branchen neuer Technologien mit &ldquo;geduldigem&rdquo; Kapital, also solchem, das nicht auf den schnellen B&ouml;rsengang lauert. In diesem Punkt kann man sowohl von China als auch von Programmen wie dem der DARPA in den USA lernen, auch wenn diese Beh&ouml;rde vor allem milit&auml;risch orientiert war und ihre beste Zeit mittlerweile hinter sich hat.<br>\nDar&uuml;ber hinaus brauchen wir dringend ein konsistentes Konzept f&uuml;r eine Mobilit&auml;tswende, das Staat und Wirtschaft gemeinsam entwickeln m&uuml;ssten, weil es eben nicht nur eine Frage von Forschung und Produktion, sondern auch der zur Verf&uuml;gung stehenden Infrastruktur ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-deutschland-verschleiert-das-wahre-drama-china-als-modell_id_12495125.html\">Sahra Wagenknecht in Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesundheitsversorgung auf falschem Pfad: Hohe volkswirtschaftliche Bedeutung bei geringer Effizienz, Effektivit&auml;t und Transparenz<\/strong><br>\nDie Gesundheits- und Pflegewirtschaft ist Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsbranche. Um ihre volkswirtschaftliche Bedeutung zu erfassen, werden im Rahmen der gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) die Bereiche des im engeren Sinne Gesundheitswesens, die in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes und den auf Gesundheit bezogenen Statistiken des Statistischen Bundesamtes erfasst sind (Krankenh&auml;user, ambulante und station&auml;re Pflegedienste, Rettungsdienste usw.) mit den in der amtlichen Wirtschaftsstatistik erfassten Marktbereichen (Pharmaindustrie, Medizintechnik usw.) zusammengef&uuml;hrt. Dieses noch relativ neue Satellitenverfahren erm&ouml;glicht es, die Gesundheitsbranche als eigenst&auml;ndigen Bereich der Volkswirtschaft abzubilden und so in einen Vergleich mit anderen Branchen zu bringen. Nach der GGR-Darstellung hat sich der Anteil der Gesundheits- und Pflegebranche an der gesamten Bruttowertsch&ouml;pfung von 10,7 Prozent im Jahr 2006 auf 11,9 Prozent im Jahr 2017 erh&ouml;ht (Bundeswirtschaftsministerium 2018; Abb. 14, S. 31 und Abb. 18, S. 40). Das Bundeswirtschaftsministerium sieht in der Ver&auml;nderung der Blickrichtung weg von den Kosten, hin zur Wertsch&ouml;pfung einen Paradigmenwechsel. Fr&uuml;her sei die Gesundheitsversorgung wegen der hohen Kosten &bdquo;schnell als Behinderung der Entwicklungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Gesamtwirtschaft gesehen&ldquo; worden, jetzt erfahre das Gesundheitswesen als &bdquo;wirtschaftlicher Wachstumsmarkt&ldquo; erh&ouml;hte Aufmerksamkeit (a.a.O., S. 5f.). Diese Argumentation hat eine Schlagseite. Die ab 1992 erfolgte Umsetzung neoliberaler Strategien der Vermarktlichung wurde n&auml;mlich just mit dem Argument begr&uuml;ndet, nur so k&ouml;nnten die Kosten durch wettbewerbsinduzierte Prozesse der Effizienzsteigerung gering gehalten und damit die Finanzierbarkeit guter medizinischer Leistungen auf Dauer gesichert werden. Die bisherige Politik der Kostend&auml;mpfung sei gescheitert und m&uuml;sse daher aufgegeben werden, hie&szlig; es. Mit der neuen Politik allerdings wurde das Ziel einer Kostengeringhaltung durch mehr Effizienz dann noch weniger erreicht. (&hellip;)<br>\nEine dem Allgemeinwohl verpflichtete gesundheitspolitische Gesamtstrategie verlangt jedoch weit mehr. Auf der normativen Ebene wird gerne proklamiert, dass Gesundheit keine Ware sein d&uuml;rfe. Die in Deutschland wirksamen Strukturen, Leitprinzipien und die fragmentierte Art der Steuerung f&uuml;hren jedoch mit zwingender Logik dazu, dass Gesundheit immer mehr zur Ware wird. Eine transformatorische Strategie, die auf Richtungs&auml;nderung zielt, ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig und m&uuml;sste sinnvollerweise dort ankn&uuml;pfen, wo die &ouml;ffentliche Verantwortung noch am st&auml;rksten ausgepr&auml;gt ist. Das sind die Gesundheits&auml;mter und der Krankenhaussektor. F&uuml;r die Gestaltung der Krankenhauslandschaft tragen die Bundesl&auml;nder die Verantwortung, machen daraus aber viel zu wenig. Statt die kalte Strukturbereinigung durch Markt und Wettbewerb weiter wirken zu lassen, sollte die Krankenhausplanung zu einer Leistungsplanung mit Eingriffsrechten auch in die Tr&auml;gerfraktionen ausgebaut und mit der Planung der ambulanten Versorgung und den Aufgaben personell gest&auml;rkter Gesundheits&auml;mter verzahnt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/201012-Cornelia-Heintze-%20Gesundheitsversorgung-auf-falschem-Pfad-Mai2020.pdf\">Cornelia Heintze<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die gef&auml;hrliche Finanzialisierung der Pflege<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber den Zustand der Pflege dreht sich haupts&auml;chlich um die Rekrutierung, Finanzierung und Ausbildung von zunehmend knappen Pflegekr&auml;ften. Dabei w&auml;re es h&ouml;chste Zeit, dem neuen Pflegekapitalismus grunds&auml;tzlich Einhalt zu gebieten. (&hellip;)<br>\nMehr als ein Drittel aller Corona-Todesf&auml;lle in Deutschland betrifft die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen &ndash; das sind so viele wie in keiner anderen Gruppe. Damit wirft die Pandemie ein Schlaglicht auf die zentrale gesellschaftliche Frage der Pflege. Rhetorisch herrscht hier Einigkeit &ndash; w&uuml;rdevoll soll der Lebensabend unserer Gro&szlig;eltern und Eltern sein. Doch unter welche konkreten Voraussetzungen l&auml;sst sich dieses Ziel umsetzen?<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion dominieren die Themen Finanzierung sowie Rekrutierung und Ausbildung von zunehmend knappen Pflegekr&auml;ften. Unter den Tisch fallen dabei oftmals die voranschreitende Kommerzialisierung und Finanzialisierung der Pflege.<br>\nDabei l&auml;sst sich das &ouml;ffentliche Gut Pflege nur zu hohen Kosten privatisieren &ndash; wenn &uuml;berhaupt. Denn das gesellschaftliche Ziel einer w&uuml;rdevollen Pflege ist mit dem privatwirtschaftlichen Ziel der Gewinnmaximierung schlicht unvereinbar. Deshalb brauchen wir nicht nur eine angemessene finanzielle Ausstattung der Pflege, sondern auch eine robuste &bdquo;Industriepolitik&ldquo;, die dem neuen Pflegekapitalismus Einhalt gebietet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/pflegekapitalismus-die-gefaehrliche-finanzialisierung-der-pflege-37302\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lockdown: &Uuml;bersch&auml;tzten wir uns selbst?<\/strong><br>\nLockdown &ndash; ein Reflex in der Not<br>\nAls die Covid-19-Epidemie Europa erreichte, hatte ich in internen Vortr&auml;gen, basierend auf den Berichten zur Spanischen Grippe, immer wieder betont, wie wichtig ein rasches, entschlossenes Handeln der Staaten sei. Ich begr&uuml;sste das entschlossene Handeln des Bundesrats Mitte M&auml;rz: Der Lockdown sollte uns nach dem Beispiel der Spanischen Grippe vor gr&ouml;sseren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen bewahren.<br>\nDoch als wissenschaftlich interessierter Arzt hatte ich nat&uuml;rlich immer auch Zweifel an meiner &laquo;Sicherheit&raquo;. Corona ist ja nicht Influenza. Gewohnt, jede Hypothese zu hinterfragen, mussten wir die M&ouml;glichkeit offenhalten, dass sich die Entscheidung auch als falsch erweisen k&ouml;nnte. Denn das wissenschaftliche Denken lehrt uns, dass es genau die Fehler sind, die uns letztendlich weiterbringen. Daher m&uuml;ssen wir aufmerksam und kritisch bleiben, um allf&auml;llige Fehler rasch zu erkennen und daraus bessere Handlungen abzuleiten. (&hellip;)<br>\nDas Beispiel des Lockdowns ist nur eines unter vielen. Auch andere Entscheidungen basieren auf unbelegten Annahmen. So wird uns zum Beispiel gesagt, man m&uuml;sse viele Tests durchf&uuml;hren, um die Ausbreitung der Epidemie einzud&auml;mmen. Ich kenne keine Evidenz, die das unterst&uuml;tzt. Das Gegenteil zu beweisen ist auch schwierig. Ein Hinweis f&uuml;r eine fehlende Wirksamkeit k&ouml;nnte ein L&auml;ndervergleich sein: Wenn wir L&auml;nder mit hoher oder tiefer Testrate vergleichen, finden wir keine Korrelation zwischen Testaktivit&auml;t und Covid-19 Mortalit&auml;t (s. ourworldindata.org). Aber eine fehlende Korrelation ist kein schl&uuml;ssiger Beweis. Aber mindestens sollten uns die Beobachtungen motivieren, die eingeschlagene Test-Strategie systematisch zu evaluieren. (&hellip;)<br>\nOder dann beschliesst der Bund eine Quarant&auml;ne von Reiser&uuml;ckkehrern. Da m&uuml;sste es doch selbstverst&auml;ndlich sein, dass man diese Daten auch &uuml;berpr&uuml;ft. Wie viele werden in Quarant&auml;ne tats&auml;chlich krank, und zu welchem Zeitpunkt? Aber nein: Der Bund hat KEIN Instrument, das die Daten zur Quarant&auml;ne systematisch erfasst. Das BAG kann daher auch keine Aussagen zu den Erfahrungen mit der Quarant&auml;ne bei Reiser&uuml;ckkehrern machen. Pers&ouml;nliche Informationen aus wenigen Kantonen weisen darauf hin, dass die Quarant&auml;ne bei Reiser&uuml;ckkehrern in weniger als einem Prozent der Betroffenen zu einer Infektion f&uuml;hrt. Jede saubere Evaluation w&uuml;rde angesichts einer so lausigen Effizienz die Quarant&auml;ne bei Reiser&uuml;ckkehrern stoppen, subito!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medinside.ch\/de\/post\/lockdown-ueberschaetzten-wir-uns-selbst\">Pietro Vernazza in Medinside<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Charit&eacute;-Epidemiologe kritisiert bundesweiten Schwellenwert<\/strong><br>\nMehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gelten als kritisch. Doch schon weil mehr Tests gemacht werden, sei der Grenzwert nicht mehr brauchbar.<br>\nAus Sicht des Direktors am Institut f&uuml;r Epidemiologie an der Berliner Charit&eacute;, Stefan Willich, fehlt f&uuml;r die statistische Einsch&auml;tzung von Corona-Neuinfektionen ein &ldquo;vern&uuml;nftiger Bezugsrahmen&rdquo;. Der jetzige Schwellenwert von 50 neuen F&auml;llen pro 100.000 Einwohner und Woche sei vor f&uuml;nf Monaten definiert worden und inzwischen nicht mehr hilfreich.<br>\n&ldquo;Das schien damals pr&auml;zise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt&rdquo;, sagte Willich im rbb-Inforadio.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2020-10\/corona-neuinfektionen-statistik-zahlen-coronatests-charite-stefan-willich\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;ber 600 Millionen Euro: Neubau des Bundeskanzleramtes sorgt f&uuml;r Kopfsch&uuml;tteln<\/strong><br>\nDieses Bundeskanzleramt, so haben Merkel und ihr Kabinett beschlossen, soll bis zum Jahr 2028 durch einen Neubau auf der gegen&uuml;berliegenden Spreeseite auf 50.000 Quadratmeter verdoppelt werden. Im Januar 2019 wurde das Projekt den Parlamentariern als &ldquo;nu&#776;chterner, auf Funktionalit&auml;t ausgerichteter Zweckbau&rdquo; verkauft.<br>\nDoch davon kann nicht die Rede sein. Als der Bundesrechnungshof sich mit den Planungen befasste, stie&szlig; er auf die Platin-Card-Variante eines Regierungssitzes, wie man ihn weltweit nirgendwo sonst findet. (&hellip;)<br>\nDas Bundeskanzleramt will von einem Zweckbau jetzt nichts mehr wissen. Der Regierungssitz genie&szlig;e &ldquo;innerhalb der Bundesregierung eine Solit&auml;rstellung&rdquo;, deshalb d&uuml;rfe der &ldquo;Neubau nicht unter das architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramtsgeb&auml;udes absinken&rdquo;, teilte man dem Rechungshof mit. (&hellip;)<br>\nDie Kostenexplosion ist angesichts dieser staatlichen Spar-Verweigerung keine &Uuml;berraschung mehr. Nachdem man dem Parlament zun&auml;chst Baukosten in H&ouml;he von rund 400 Million Euro genannt hatte, beziffert das Innenministerium die Angelegenheit nun auf &uuml;ber 600 Millionen Euro, was dem Rechnungshof noch immer als eine unhaltbare Untertreibung scheint. In dem Pr&uuml;fbericht hei&szlig;t es:<br>\n&ldquo;Der Bundesrechnungshof hat Zweifel, dass alle zu erwartenden Kosten bekannt sind. Dadurch besteht ein erhebliches zus&auml;tzliches Kostenrisiko.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/morning-briefing-600-millionen-euro-neubau-bundeskanzleramtes-sorgt-kopfschuetteln-35158458\">Gabor Steingart in Web,de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lobbyregister: Etappenziel Anh&ouml;rung im Bundestag<\/strong><br>\nAlle Sachverst&auml;ndigen waren sich einig, dass das Lobbyregister ganz klar auch f&uuml;r die Lobbyarbeit gegen&uuml;ber der Bundesregierung und ihren Ministerien gelten soll. Zwar hatten Union und SPD in diesem Punkt bereits angek&uuml;ndigt einzulenken und einen &Auml;nderungsantrag vorzulegen. Dieser lag zum Zeitpunkt der Anh&ouml;rung allerdings noch nicht vor und wird derzeit noch innerhalb der Bundesregierung verhandelt. Aktuell ist dazu ein Kabinettsbeschluss am 21. Oktober geplant.<br>\nIn diesem Sinne ist es gut, dass wir bereits vor der Anh&ouml;rung &uuml;ber 32.000 Unterschriften f&uuml;r ein wirksames Lobbyregister f&uuml;r Bundestag UND Bundesregierung an den Parlamentarischen Staatssekret&auml;r beim Bundesminister des Innerns, Prof. Dr. G&uuml;nther Krings, &uuml;berreicht haben. Das Innenministerium ist in der Sache Lobbyregister und exekutive bzw. legislative Fu&szlig;spur federf&uuml;hrend.<br>\nApropos Fu&szlig;spur: Auch dieses Instrument f&uuml;r mehr Transparenz &uuml;ber den Entstehungsprozess von Gesetzestexten war Thema bei der Anh&ouml;rung. Im aktuellen Entwurf der Koalition fehlt eine solche Regelung. Das kritisierten wir gemeinsam mit Transparency International Deutschland und weiteren w&auml;hrend der Anh&ouml;rung.Auch bei unserem Termin im Innenministerium haben diese Kritik angebracht. Die Fu&szlig;spur w&auml;re eine wichtige Erg&auml;nzung zum Lobbyregister, deshalb fordern wir sie auch in unserem Appell, der solange weiter unterzeichnet werden kann, bis es eine vern&uuml;nftige Regelung gibt!<br>\nW&auml;hrend das Lobbyregister vor allem Regeln f&uuml;r Lobbyist:innen festlegt und sichtbar machen soll, (Wer macht f&uuml;r wen Lobbyarbeit? Mit welchen Mitteln und wer finanziert das?) geht es bei der Fu&szlig;spur konkret darum aufzuzeigen, wer auf die Erarbeitung von Gesetzentw&uuml;rfen in den Bundesministerien tats&auml;chlich Einfluss genommen hat. Damit w&uuml;rde nachvollziehbar, ob die Beteiligung ausgewogen oder einseitig war. (&hellip;)<br>\nAuch in anderen Punkten ist beim Groko-Lobbyregister noch deutlich Luft nach oben. Fast einhellig kritisierten die acht geladenen Sachverst&auml;ndigen die weitreichenden Ausnahmen f&uuml;r Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverb&auml;nde sowie f&uuml;r Kirchen und Religionsgemeinschaften. Unser Vergleich der geplanten deutschen Regelung mit den Lobbyregistern anderer L&auml;nder [Link], den wir zu Anh&ouml;rung ver&ouml;ffentlicht haben, zeigt noch eine Reihe weiterer m&ouml;glicherVerbesserungen auf. Sowohl bei den Angaben zu Finanzen als auch zum eigentlichen Gegenstand und Ziel der Lobbyarbeit sollten noch wichtige L&uuml;cken geschlossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/10\/lobbyregister-etappenziel-anhoerung-im-bundestag\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verkehr ist gr&ouml;&szlig;ter Klimas&uuml;nder im S&uuml;dwesten<\/strong><br>\nVCD fordert im Klimaschutzgesetz konkrete Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Verkehrssektor, denn die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors in Baden-W&uuml;rttemberg sind seit 1990 um 12% angestiegen, wie der aktuelle Monitoringbericht des Umweltministeriums aufzeigt &ndash; dabei war das Ziel eine Reduktion um 25% bis 2020. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Der Verkehr ist inzwischen der gr&ouml;&szlig;te Klimas&uuml;nder im S&uuml;dwesten, 31% aller Treibhausgas-Emissionen entfallen auf diesen Sektor&ldquo;, stellt Matthias Lieb, Landesvorsitzender des &ouml;kologischen Verkehrsclub VCD fest und beklagt: &bdquo;Die Autos werden immer schwerer, brauchen mehr Platz und sind immer st&auml;rker motorisiert &ndash; so kann Klimaschutz im Verkehr nicht funktionieren&ldquo;.<br>\nWenn bis 2030 die Treibhausgas-Emissionen gegen&uuml;ber 1990 um 42% reduziert werden sollen, im Verkehrssektor die Emissionen aber aktuell um 12% &uuml;ber den Werten von 1990 liegen, bedeutet dies eine Halbierung der Emissionen in den n&auml;chsten 10 Jahren, rechnet Lieb vor.<br>\n&bdquo;Damit wird klar, dass nur mit drastischen Ma&szlig;nahmen die Klimaziele im Verkehrssektor erreicht werden k&ouml;nnen &ndash; die Politik sollte dies den B&uuml;rgern deutlich und fr&uuml;hzeitig vermitteln&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias Lieb. St&auml;dte wie Wien, Kopenhagen, Lyon und Barcelona seien diese Schritte schon gegangen und seien heute St&auml;dte mit hoher Aufenthaltsqualit&auml;t bei deutlich weniger Autoverkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bw.vcd.org\/der-vcd-in-bw\/landesverband-bw\/news\/verkehr-ist-groesster-klimasuender-im-suedwesten\/\">VCD Baden-W&uuml;rttemberg e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vergleichbare Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssten wohl auch in den anderen Bundesl&auml;ndern beschlossen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von Grund auf Panne<\/strong><br>\nDass Andreas Scheuer f&uuml;r das Amt des Bundesverkehrsministers ungeeignet ist, steht inzwischen in praktisch jedem Kommentar, der sich mit ihm besch&auml;ftigt. Selbst die FAZ titelte &bdquo;Scheuers Scherbenhaufen&ldquo;, nachdem der CSU-Politiker in der Nacht zum vergangenen Freitag im Untersuchungsausschuss des Bundestages zu seinem legend&auml;ren &bdquo;Maut-Debakel&ldquo; aufgetreten war, und bei der Welt l&auml;uft er schon l&auml;nger als &bdquo;Pannen-Minister&ldquo;.<br>\nIm Ausschuss hatte Scheuer zum letzten Mittel in Not geratener Politikprofis gegriffen: der Erinnerungsl&uuml;cke. Es ging um ein Angebot, das die als Mauteintreiber vorgesehenen Firmen nach eigener Aussage dem Minister gemacht hatten, bevor der Europ&auml;ische Gerichtshof &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des nationalen Maut-Alleingangs entschied: Sie h&auml;tten die M&ouml;glichkeit ins Spiel gebracht, so die Manager, die Vertr&auml;ge erst nach der Gerichtsentscheidung unter Dach und Fach zu bringen. (&hellip;)<br>\nDas Verr&uuml;ckte ist ja, dass der Mann aus Passau eigentlich passgenau zu der Politik passt, die von einer Gro&szlig;en Koalition unter Angela Merkel zu erwarten ist: Vorrang f&uuml;r deutsche Gaspedaleure und f&uuml;r die Industrie, die das rasende Volk mit ihren SUVs versorgt. Und, fast noch wichtiger: Privat geht vor Staat. (&hellip;)<br>\nDass auch das aktuelle &bdquo;Maut-Desaster&ldquo; mit dem fatalen Grundprinzip der Privatisierung von Daseinsvorsorge zu tun hat, liegt auf der Hand, schlie&szlig;lich wollte die Regierung trotz Toll Collect wieder das Kapital ins Boot holen. Neu an Andreas Scheuer ist nur, dass er sich wom&ouml;glich sogar zu dumm angestellt hat, um sp&auml;ter in der Branche eine lukrative Weiterverwendung zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/von-grund-auf-panne\">Stephan Hebel in der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">PKW-Maut &ndash; es geht nicht um die CSU, sondern um k&uuml;nftige Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h12\">Der n&auml;chste Crash von Andreas Scheuer<\/a> und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65246#h11\">Was Scheuer sich geleistet hat, gen&uuml;gt in anderen Parteien f&uuml;r drei R&uuml;cktritte<\/a>&rdquo; jeweils mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Berlin will Mahnmal gegen sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen entfernen lassen<\/strong><br>\nVerletzung der Kunst- und Meinungsfreiheit: Das Bezirksamt Mitte beugt sich Druck der japanischen Regierung und widerruft Genehmigung f&uuml;r Friedensstatue in Moabit<br>\nStellungnahme des Korea Verbands, 08.10.2020<br>\nDer Bezirksb&uuml;rgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, hat dem Berliner Korea-Verband am vergangenen Mittwoch (7.10.) mitteilen lassen, dass die erst k&uuml;rzlich aufgestellte Friedensstatue innerhalb einer Woche entfernt werden m&uuml;sse. Als Begr&uuml;ndung werden vor allem &bdquo;aktuelle St&ouml;rungen der deutsch-japanischen Beziehungen&ldquo; genannt. Die Regierung in Tokio hatte direkt nach Enth&uuml;llung der Statue Druck auf das Ausw&auml;rtige Amt, den Berliner Senat und das Bezirksamt Mitte ausge&uuml;bt. Es hat nur wenige Tage gedauert, bis Berlin einknickte und die Grundrechte auf Kunst- und Meinungsfreiheit einschr&auml;nken lassen will. (&hellip;)<br>\nAusgehend von der sexualisierten Kriegsgewalt im Zweiten Weltkrieg in Asien soll die Statue vor allem an den Mut der Frauen erinnern, die als &Uuml;berlebende das Schweigen brachen und mahnt, &bdquo;sich gegen eine Wiederholung solcher Verbrechen weltweit einsetzen&ldquo;, wie auf der Inschrift zu lesen ist. Die Statue fordert Frieden, Demokratie, Frauen- und Menschenrechte ein, weshalb sie den Namen &bdquo;Friedensstatue&ldquo; tr&auml;gt. Sie erhielt den Spitznamen &bdquo;Ari&ldquo; (armenisch f&uuml;r Mut), um auf den Mut der &Uuml;berlebenden hinzuweisen und zudem auf den Genozid in Armenien aufmerksam zu machen.<br>\n&bdquo;Vom rot-rot-gr&uuml;nen Senat und von Bezirksb&uuml;rgermeister von Dassel erwartet der Korea-Verband, dass sie R&uuml;ckgrat zeigen. Einschr&auml;nkungen der Kunst- und Meinungsfreiheit aufgrund Drucks einer ausl&auml;ndischen Regierung sind eines Rechtsstaats nicht w&uuml;rdig&ldquo;, sagt Verbandsvorsitzende Han. &bdquo;Das Bezirksamt hatte seine Entscheidung getroffen ohne einmal mit uns gesprochen zu haben. Wir suchen jedoch weiterhin den Dialog mit dem Bezirksamt Mitte.&ldquo;<br>\nDer Korea-Verband pr&uuml;ft aktuell rechtliche Schritte gegen die R&uuml;cknahme der Aufstellungsgenehmigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.koreaverband.de\/blog\/2020\/10\/08\/stellungnahme-friedensstatue\/\">Korea-Verband e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gewerkschaftsbund in Uruguay will neoliberale Gesetze per Referendum kippen<\/strong><br>\nDer uruguayische Gewerkschaftsdachverband (PIT-CNT) hat einstimmig beschlossen, ein Referendum gegen das von der Regierung unl&auml;ngst durchgepeitschte Dringlichkeitsgesetz auf die Beine zu stellen.<br>\nIm Windschatten der Corona-Krise hatte die rechtskonservative Regierungskoalition im Juli ein Dringlichkeitsgesetz (Ley de Urgente Consideraci&oacute;n, LUC) mit 502 Einzelnormen verabschiedet.<br>\nDas Vorgehen der Regierung und das Vorhaben insgesamt bezeichneten Kritiker als &ldquo;verfassungswidrig, volksfeindlich, repressiv und r&uuml;ckschrittlich&rdquo; (Details siehe Amerika 21, Regierung in Uruguay peitscht &ldquo;Dringlichkeitsgesetz&rdquo; im Eilverfahren durch).<br>\nPr&auml;sident Lacalle Pou hatte das Gesetzespaket bereits im Wahlkampf angek&uuml;ndigt, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Nach seinem Amtsantritt im M&auml;rz wurde er schnell konkret. Im April erkl&auml;rte der Generalstaatsanwalt, dass eine Reihe der neuen Normen die Verfassungsgrunds&auml;tze verletzten. (&hellip;)<br>\nBen&ouml;tigt werden die Unterschriften von 25 Prozent der registrierten Wahlberechtigten &ndash; das sind rund 670.000. Der PIT-CNT-Generalsekret&auml;r Marcelo Abdala erkl&auml;rte, angestrebt w&uuml;rden 700.000.<br>\nWeitere Organisationen, Vereinigungen und Parteien entscheiden gerade dar&uuml;ber, ob sie sich anschlie&szlig;en und am 17. Oktober zu der Generalversammlung der PIT-CNT kommen. Mauro Conti, Sprecher der Studentenf&ouml;deration sagt: &ldquo;Ich denke, am Ende werden wir Unterschriften sammeln&rdquo;. Die Vereinigung der Wohnungsgenossenschaften, die feministische Gruppierung Intersocial Feminista, die Organisation der Rentner und Pension&auml;re und das Mitte-Links-B&uuml;ndnis Frente Amplio wollen bei der Gewerkschaftsversammlung Resolutionen einbringen.<br>\nWeitere Parteien, wie die Sozialisten und die Kommunisten wollen den 17. Oktober abwarten, bevor sie entscheiden, ob sie das Referendum unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/10\/244140\/uruguay-gewerkschaft-referendum\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>K&ouml;lner Karlspreis an Sabiene Jahn und Julian Assange, K&ouml;ln, 16. Oktober 2020<\/strong><br>\nWider das Schweigen: Anything to say?<br>\nAktivit&auml;ten in Zusammenhang mit der Verleihung des K&ouml;lner Karlspreises f&uuml;r Engagierte Literatur und Publizistik an Sabiene Jahn und Julian Assange stehen bevor. Veranstaltet von der NRhZ in Kooperation mit Assange-Aktionsgruppen und dem Bundesverband Arbeiterfotografie wird am Freitag, dem 16. Oktober 2020, vor dem K&ouml;lner Dom am R&ouml;merbogen im Rahmen einer dreit&auml;gigen Mahnwache die Bronze-Skulptur &ldquo;Anything to say?&rdquo; des italienischen K&uuml;nstlers Davide Dormino errichtet. Das Kunstwerk thematisiert die Freiheit der Information durch Journalismus, Whistleblowing und &ouml;ffentliche Rede. Auf drei von vier St&uuml;hlen stehen Edward Snowden, Julian Assange und Chelsea Manning. Der vierte Stuhl ist frei f&uuml;r diejenigen, die etwas &ndash; zu diesen bedrohten Freiheiten &ndash; zu sagen haben. Das 2015 entstandene u.a. von der UN gesponsorte Werk wurde international an repr&auml;sentativen Pl&auml;tzen ausgestellt &ndash; in Berlin (2x), Dresden, Genf (Place des Nations), Paris (vor dem Centre Pompidou). Vom 16. bis 18. Oktober steht es vor dem K&ouml;lner Dom. Die Einweihung beginnt am 16.10. um 15 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=27063\">NRHZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>D&uuml;rfen die das? Veranstaltungsreihe j&uuml;discher Israelis gecancelt<\/strong><br>\nEine Projektreihe an der Kunsthochschule Wei&szlig;ensee soll der Israel-Boykott-Kampagne BDS nahestehen. Jetzt wurden den Veranstaltern das Geld und der Online-Auftritt gestrichen. Sie f&uuml;hlen sich missverstanden und bevormundet. [&hellip;]<br>\nDie Gruppe, die hinter der &bdquo;School for Unlearning Zionism&ldquo; steht, fand bei den Kritikern bemerkenswerterweise kaum Erw&auml;hnung. Es ist eine Gruppe j&uuml;discher Israelis, die sich seit knapp einem Jahr in wechselnden Formaten mit dem eigenen, zionistischen Geschichtsnarrativ auseinandersetzen. &bdquo;Oft wird ein kritischer Blick erst dann m&ouml;glich, wenn man den Ort, der dieses Narrativ ausmacht, verl&auml;sst&ldquo;, sagt Yehudit Yinhar, Meistersch&uuml;lerin der KHHP und Sprecherin der Gruppe, der Berliner Zeitung. In der benannten Veranstaltungsreihe sei es darum gegangen, eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte zug&auml;nglich zu machen und auch andere dazu einzuladen, sich solcher Perspektiven anzun&auml;hern, was so in Israel kaum m&ouml;glich sei<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/duerfen-die-das-veranstaltungsreihe-juedischer-israelis-gecancelt-li.110661\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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