{"id":6577,"date":"2010-08-25T09:11:40","date_gmt":"2010-08-25T07:11:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6577"},"modified":"2010-08-25T09:11:40","modified_gmt":"2010-08-25T07:11:40","slug":"hinweise-des-tages-1210","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wirtschaftsleistung im 2. Quartal; Staatsdefizit im ersten Halbjahr; Steuerparadies; Atomstreit; kleine Abgabe f&uuml;r n&auml;chste Krise; mehr Wettbewerb beim Trinkwasser; Stuttgart 21; f&uuml;r Marzipanschweine ins Gef&auml;ngnis; Nachzahlung bei sittenwidrigen L&ouml;hnen nur per Gericht; Fremdunternehmen bei der Post; Desaster auf dem US-Immobilienmarkt weitet sich aus; Arbeitsmarktkonzept der SPD; Persilschein f&uuml;r Blackwater; kein Geld f&uuml;r Bildung; Master wird zum Nadel&ouml;hr; Salzburger Trialog; Friedrich Naumann; Frankfurter Rundschau wird weiter ausgelutscht; NPD lobt Sarrazin. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Ausf&uuml;hrliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Staatsdefizit im ersten Halbjahr 2010 bei 42,8 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Steuerparadies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Atomstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Kleine Abgabe f&uuml;r n&auml;chste Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb in der Trinkwasserversorgung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">F&uuml;r Marzipanschweine f&uuml;nf Monate ins Gef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Nachzahlung bei sittenwidrigen L&ouml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Fremdunternehmen sollen Pakete ausliefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Arbeitnehmerdatenschutz: Ein typisch schwarz-gelber Kompromiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Desaster auf dem US-Immobilienmarkt weitet sich aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Das Arbeitsmarktkonzept der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Persilschein f&uuml;r &bdquo;Blackwater&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Kein Geld f&uuml;r Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Der Master wird zum Nadel&ouml;hr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">USA: Wettlauf der Besten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Salzburger Trilog: &ldquo;Bereit sein f&uuml;r n&auml;chste Krise&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Freiheit Friedrich Naumanns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Frankfurter Rundschau: Mehr als ausgelutscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik erh&auml;lt den Award of Change<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">&ldquo;Thilo Sarrazin schreibt regelrechtes NPD-Buch&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6577&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ausf&uuml;hrliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2010<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 13. August 2010 mitgeteilt hat, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) &ndash; preis-, saison- und kalenderbereinigt &ndash; im zweiten Vierteljahr 2010 nach vorl&auml;ufigen Berechnungen um 2,2% h&ouml;her als im ersten Vierteljahr.<br>\nPositive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die Investitionen und der Au&szlig;enhandel hatten dabei den gr&ouml;&szlig;ten Anteil am Aufschwung. Sowohl in Ausr&uuml;stungen (+&nbsp;4,4%) als auch in Bauten (+&nbsp;5,2%) wurde deutlich mehr investiert als im Vorquartal. Dabei muss allerdings ber&uuml;cksichtigt werden, dass sich insbesondere die Ausr&uuml;stungsinvestitionen nach den zum Teil zweistelligen R&uuml;ckg&auml;ngen w&auml;hrend der Wirtschaftskrise 2008\/2009 auf einem immer noch relativ niedrigen Niveau bewegen. Beim Anstieg der Bauinvestitionen handelt es sich zudem zum Teil um Nachholeffekte nach dem vergleichsweise strengen Winter.<br>\nDie Exporte von Waren und Dienstleistungen (+&nbsp;8,2%) stiegen zum Vorquartal st&auml;rker als die Importe (+&nbsp;7,0%), sodass der Export&uuml;berschuss (Au&szlig;enbeitrag) einen Wachstumsbeitrag von 0,8 Prozentpunkten am BIP hatte. Auch vom inl&auml;ndischen Konsum gibt es Positives zu berichten: Die privaten Konsumausgaben waren um 0,6% h&ouml;her als in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Staat erh&ouml;hte seine Konsumausgaben ebenfalls leicht um 0,4%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/08\/PD10__293__811,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Vorjahresvergleich trugen in erster Linie Investitionen von Staat und Unternehmen und die Nachfrage aus dem Ausland zum Wirtschaftswachstum bei. Die privaten Konsumausgaben sanken preisbereinigt um 0,7%.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung G.K.:<\/strong> Das Ausblenden der schwachen Entwicklung des privaten Verbrauchs im Vergleich zum Vorjahr durch die allermeisten Medien passt in die g&auml;ngige sch&ouml;nf&auml;rberische Berichterstattung zu der seit Jahren anhaltenden schwachen Entwicklung des privaten Verbrauchs in Deutschland. Siehe den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=5332#h09\">&ldquo;Konsumklima hellt sich auf&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staatsdefizit im ersten Halbjahr 2010 bei 42,8 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDas Finanzierungsdefizit des Staates betrug im ersten Halbjahr 2010 nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 42,8 Milliarden Euro. Damit war das Defizit im ersten Halbjahr 2010 mehr als doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2009 (18,7 Milliarden Euro). Mit einer gewissen zeitlichen Verz&ouml;gerung schlagen sich nun die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise und der in diesem Zusammenhang aufgelegten staatlichen Ma&szlig;nahmen zur St&uuml;tzung der Konjunktur und der Finanzm&auml;rkte deutlich in den Haushalten von Bund, L&auml;ndern, Gemeinden und Sozialversicherung nieder. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1&nbsp;211,7 Milliarden Euro) errechnet sich f&uuml;r das erste Halbjahr 2010 aus dem Finanzierungssaldo eine Defizitquote von &ndash;&nbsp;3,5%.<br>\nAm 19. Juli 2010 hat das Statistische Amt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (Eurostat) eine Entscheidung zur sektoralen Zuordnung der &bdquo;Ersten Abwicklungsanstalt&ldquo; (Badbank) in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen getroffen. Aufgabe der &bdquo;Ersten Abwicklungsanstalt&ldquo; ist es, von der WestLB Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Gesch&auml;ftsbereiche zu &uuml;bernehmen und diese abzuwickeln. Nach der Eurostat-Entscheidung ist die &bdquo;Erste Abwicklungsanstalt&ldquo; dem Sektor Staat zuzuordnen. Die damit verbundenen Auswirkungen sind bereits in die Ergebnisse f&uuml;r das erste Halbjahr 2010 eingeflossen. Der Finanzierungssaldo des Staates hat sich dadurch um rund 900&nbsp;Millionen Euro verschlechtert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/08\/PD10__294__813,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuerparadies Deutschland<\/strong><br>\nDer Staat kassiert zu viel &ndash; das glauben die meisten Deutschen. Dabei zahlen viele selbst kaum Steuern. Nur ein kleiner Teil der Bev&ouml;lkerung sorgt f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Einnahmen.<br>\nEs gibt kaum ein Land in der entwickelten Welt, in dem das Aufkommen von Steuern, die sich auf Besitz beziehen, so gering ist wie in Deutschland. In den Anfangsjahren der Bundesrepublik gab es dagegen noch eine Verm&ouml;gensabgabe, die f&uuml;r bis zu neun Prozent aller j&auml;hrlichen Steuereinnahmen sorgte. Heute liegt das Aufkommen der Verm&ouml;gensteuer gerade noch bei l&auml;ppischen sieben Millionen Euro pro Jahr. Und dabei handelt es sich vor allem um Nachzahlungen aus den neunziger Jahren. Denn seit 1997 wird diese Steuer nicht mehr erhoben.<br>\nEine Langfristanalyse, wie sich die Finanzierung des Staates in den vergangenen 60 Jahren ver&auml;ndert hat, zeigt ebenfalls, dass sich Kapitalgesellschaften &ndash; also die in der Regel finanzkr&auml;ftigen gr&ouml;&szlig;eren Unternehmen und Konzerne &ndash; immer weniger an der Finanzierung der gesellschaftlichen Aufgaben beteiligen.\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/www.spiegel.de\/images\/image-121012-galleryV9-ugjp.jpg\" alt=\"Grafik, Quelle: SPIEGEL Online, Aufkommen verm&ouml;gensbezogener Steuern\" title=\"Aufkommen verm&ouml;gensbezogener Steuern\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/www.spiegel.de\/images\/image-123605-galleryV9-wrru.jpg\" alt=\"Grafik, Quelle: SPIEGEL Online, Anteil einzelner Steuerarten am gesamten Steueraufkommen\" title=\"Anteil einzelner Steuerarten am gesamten Steueraufkommen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,711328,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant sind die Tabellen und Grafiken. Man beachte den Anstieg der Lohn- und Mehrwertsteuer im Vergleich zu anderen Steuerarten. Zun&auml;chst wird allerdings die alte M&auml;r transportiert, dass die Reichen den L&ouml;wenanteil an Steuern bezahlen. Leider wird auch hier nicht ausreichend dargestellt, wie das Verh&auml;ltnis von Steuerbelastung zu den Einkommen und den Verm&ouml;gen aussieht. Siehe dazu nochmals <a href=\"?p=6433\">&ldquo;Der Reiche als der ausgebeutete Gutmensch und der Arme als Schmarotzer&rdquo;<\/a>.<br>\nDer Autor h&auml;tte vielleicht auch mal ins eigene Spiegel-Archiv schauen k&ouml;nnen: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-645805,00.html\">Und Konzerne wie Superreiche zahlen weiterhin zu wenig Steuern, oft v&ouml;llig legal, denn die Schlupfl&ouml;cher sind riesig<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Atomstreit:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Schlacht um die Strom-Milliarden<\/strong><br>\nDie Atomindustrie sagt: Erneuerbare Energien sind zu teuer. Dabei ist Atomstrom nur so billig, weil er mit 164,7 Milliarden Euro subventioniert wurde.<br>\nWird in Deutschland &uuml;ber Energie diskutiert, gibt es ein festes Ritual: Kurz bevor der Bundestag oder die Regierung vor wegweisenden Entscheidungen steht, bringen die Interessenverb&auml;nde ihre Institute in Stellung. Das Rheinisch-Westf&auml;lische Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) ist regelm&auml;&szlig;ig mit Horrorzahlen &uuml;ber die F&ouml;rderung regenerativer Energien dabei.<br>\nBereits beschlossenes Ziel der Bundesregierung aber ist es, bis 2020 in Deutschland 30 Prozent des Stroms durch regenerativen Strom zu erzeugen. Laut einer Studie des Bundesumweltministeriums werden es wahrscheinlich 40 Prozent werden, bis 2030 dann sogar 66 Prozent. Kosten daf&uuml;r in den n&auml;chsten beiden Dekaden: 142 bis 182 Milliarden Euro auf dem Preisstand von 2010. Die Zahl entsteht je nachdem, wie sich die Differenz der Kosten zwischen fossiler und regenerativ erzeugter Energie entwickelt: Je teurer Kohle oder Erd&ouml;l wird, desto eher rechnen sich die momentan noch teureren Wind- oder Solarkraftwerke. Von 2000 bis 2009 flossen zudem knapp 49 Milliarden Euro in die F&ouml;rderung der erneuerbaren Energien. Sie ist keine staatliche Subvention, sondern wird von den Stromkunden getragen. Mit rund 2 Cent pro Kilowattstunde macht das derzeit circa zehn Prozent der Stromrechnung aus.<br>\nAtomkraft ist derzeit deshalb billiger, weil die Kraftwerke alt sind: L&auml;ngst haben die Konzerne die anf&auml;nglich sehr hohen Investitionen erwirtschaftet. Nun verrechnen sie die laufenden Betriebskosten mit dem erzeugten Strom und fertig ist die M&auml;r vom billigen Atomstrom. Das Forum f&uuml;r &Ouml;kologisch-Soziale (F&Ouml;S) Marktwirtschaft hat im Auftrag von Greenpeace errechnet, was Atomkraft in Deutschland wirklich kostet: Von 1950 bis 2008 gab es, mit Preisstand von 2008, allein 61 Milliarden Euro direkte Hilfen vom Staat, unter anderem f&uuml;r die Forschung, die Suche nach einem Endlager, Castor-Transporte oder auch die Folgekosten von Tschernobyl. Durch Steuerverg&uuml;nstigungen kommen weitere 64,8 Milliarden Euro hinzu. Weil man Deutschland unter den vier gro&szlig;en Stromkonzernen aufteilte, kamen durch fehlenden Wettbewerb weitere 33 Milliarden dazu, errechnete das Institut. Mit weiteren Faktoren macht das 164,7 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2010\/08\/24\/a0084\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Das letzte Aufgebot der Atom-Dinosaurier<\/strong><br>\nAuff&auml;llig an der Debatte ist, dass sie mal wieder mit wenig Fakten und daf&uuml;r viel Drohkulisse gef&uuml;hrt wird. Nat&uuml;rlich ist mal wieder die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft in Gefahr, wenn die Bundesregierung nicht die Forderungen der Energiekonzerne erf&uuml;llt. Komisch nur, dass trotz &Ouml;kosteuer und garantierter Einspeisetarife f&uuml;r die Erneuerbaren die hiesige Wirtschaft gerade allen Nachbarn und Konkurrenten in der westlichen Hemisph&auml;re davonl&auml;uft.<br>\nEin wesentlicher Aspekt der Diskussion &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Versorgung mit elektrischer Energie ist, wie die nicht regelbare und unregelm&auml;&szlig;ig anfallende Wind- und Sonnenenergie so ins Netz integriert werden kann, dass zu jeder Zeit Angebot und Nachfrage ausbalanciert werden. Daf&uuml;r sind zum Beispiel die Speichertechniken notwendig, die in dem &ldquo;Appell&rdquo; auch erw&auml;hnt werden, aber f&uuml;r deren Entwicklung die Energiekonzerne in den letzten zwei Jahrzehnten herzlich wenig unternommen haben, einmal vom Pumpspeicherwerk Goldisthal abgesehen. Mit dem hat Vattenfall allerdings nur eine alte DDR-Planung umgesetzt.<br>\nEine andere Frage ist der Umbau der Struktur der Stromversorgung. Bisher wird die sogenannte Grundlast, also jener Teil des Strombedarfs, der immer anf&auml;llt, vor allem von den Kohle- und Atomkraftwerken gedeckt. Insbesondere letztere sind technisch auf den Dauerbetrieb ausgelegt. Aber auch Kohlekraftwerke sind vergleichsweise tr&auml;ge und vor allem &ouml;konomisch nur dann sinnvoll, wenn sie mindestens 6.000, besser 7.000 von 8.760 Stunden im Jahr laufen.<br>\nDas Problem: Schon jetzt kann in Zeiten mit optimalen Windverh&auml;ltnissen soviel Strom aus Windanlagen anfallen, dass f&uuml;r einen Tel des Stroms aus den Grundlastkraftwerken kein Bedarf mehr ist. Dann kann es passieren, wie zuletzt w&auml;hrend der Weihnachtstage 2009 (siehe Negative Strompreise), dass an der Leipziger Stromb&ouml;rse die Leistung zu einem &ldquo;negativen Preis&rdquo; angeboten wird. Mit anderen Worten, die Betreiber von Kohle- und Atomkraftwerke m&uuml;ssen betteln, dass m&ouml;glichst viel Strom verbraucht wird, weil sie ihre schwerf&auml;lligen Anlagen nicht schnell genug runterregeln k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33178\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Intranetaufruf an E.on Mitarbeiter, den &bdquo;Energiepolitischen Appell&ldquo; zu unterzeichnen<\/strong><br>\n<strong>1. Aufruf:<\/strong><br>\nWir suchen Mitstreiter! Unterst&uuml;tzen Sie &bdquo;Mut und Realismus f&uuml;r Deutschlands Energiezukunft&ldquo;<br>\nAm Wochenende werden Sie in verschiedenen deutschen Tageszeitungen einen  Appell zur Energiezukunft f&uuml;r Deutschland finden. Darin wird an die politisch Verantwortlichen appelliert, f&uuml;r ein ausgewogenes  energiepolitisches Gesamtkonzept zu sorgen. Die Entscheidung dar&uuml;ber soll im Herbst fallen. Deshalb erfolgt der Appell gerade jetzt.<br>\nVor diesem Hintergrund haben sich dem Aufruf an die Politik neben den CEOs von E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall zahlreiche Pers&ouml;nlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft angeschlossen. F&uuml;r die Anzeige ist der Verein &bdquo;Energiezukunft f&uuml;r Deutschland e.V. (in Gr&uuml;ndung)&ldquo; verantwortlich. Er wurde auf Initiative der vier gro&szlig;en Energieversorger in Deutschland im August 2010 gegr&uuml;ndet. Gr&uuml;ndungsmitglieder sind Mitarbeiter dieser vier Unternehmen. Ziel des Vereins ist es, die gesellschaftliche Diskussion zum Thema Energiezukunft in Deutschland anzusto&szlig;en &ndash; und der Startschuss dazu f&auml;llt jetzt. \n<p>Im Folgenden haben wir die Kernbotschaften zusammengefasst<br>\nEnergiepolitischer Appell&hellip;.<\/p>\n<p>Machen Sie mit!Die Zukunft der Energieversorgung ist ein Thema, das f&uuml;r jeden von uns von essenzieller Bedeutung ist. F&uuml;r E.ON als Unternehmen, f&uuml;r jeden von Ihnen als E.ON-Mitarbeiter und auch als Privatperson. Es geht um die Sicherung der Lebensgrundlagen von Morgen und die Zukunftsf&auml;higkeit des Standortes Deutschland.<br>\nDeshalb: Machen Sie mit und unterst&uuml;tzen Sie die Initiative. Unter www.energiezukunft-fuer-deutschland.info k&ouml;nnen Sie sich registrieren und so zeigen, dass Sie dahinter stehen. Und noch eine Bitte: Sprechen Sie mit Familie, Freunden und Bekannten &uuml;ber diese Initiative, gewinnen Sie m&ouml;glichst viele Mitstreiter und nutzen Sie gern auch die &bdquo;Seite teilen&ldquo;-Funktion auf der Internet-Seite mit der Sie die Seite per E-Mail, Twitter oder Facebook weiterleiten k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen Sie mit Kolleginnen und Kollegen in unserem Blog (Link in der rechten Spalte) &uuml;ber die Initiative diskutieren.<br>\nHerzlichen Dank f&uuml;r Ihre Unterst&uuml;tzung!<\/p>\n<p><strong>2. Aufruf:<\/strong><br>\nKonzernbetriebsrat unterst&uuml;tzt Energiezukunft f&uuml;r Deutschland<br>\nMit dem &ldquo;Energiepolitischen Appell&rdquo; startete am vergangenen Wochenende eine Initiative, die mit ganzseitigen Anzeigen in gro&szlig;en deutschen Tageszeitungen und Magazinen an die politisch Verantwortlichen f&uuml;r ein ausgewogenes energiepolitisches Konzept appelliert. Neben Johannes Teyssen wird diese Initiative von weiteren namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft getragen.<br>\nDer E.ON-Konzernbetriebsrat unterst&uuml;tzt diese Initiative ausdr&uuml;cklich und ruft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des E.ON-Konzerns ebenfalls dazu auf, ihre Stimme abzugeben. Hans Pr&uuml;fer, Konzernbetriebsratsvorsitzender: &bdquo;Auch f&uuml;r unsere Kolleginnen und Kollegen ist es von essentieller Bedeutung, dass die politisch Verantwortlichen in diesem Herbst ein Energiekonzept verabschieden, das realistisch umsetzbar ist und verl&auml;ssliche Rahmenbedingungen f&uuml;r unser Unternehmen und alle bei uns Besch&auml;ftigten schafft. Schon jetzt haben mehr als 2.000 Bef&uuml;rworter zugestimmt &ndash; machen auch Sie mit.&ldquo;<br>\nDen Appell k&ouml;nnen Sie im Internet unterst&uuml;tzen. Gehen Sie auf die Website und stimmen Sie zu: <a href=\"http:\/\/www.energiezukunft-fuer-deutschland.info\">www.energiezukunft-fuer-deutschland.info<\/a>. Rufen Sie auch Freunde und Verwandte zum Mitmachen auf!<\/p><\/li>\n<li><strong>Greenpeace verklagt Br&uuml;derle im Atomstreit<\/strong><br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe gegen den Wirtschaftsminister: Die Umweltorganisation Greenpeace h&auml;lt Rainer Br&uuml;derle (FDP) vor, Daten zur Bedeutung von Atomstrom zur&uuml;ckzuhalten. Dabei geht es um einen Bericht &uuml;ber die Versorgungssicherheit in der Energiewirtschaft. Das Ministerium von Br&uuml;derle ist aufgrund einer EU-Vorgabe verpflichtet, diesen alle zwei Jahre vorzulegen.<br>\nDies h&auml;tte der FDP-Mann nun laut Greenpeace bis zum 31. Juli tun m&uuml;ssen, was nicht geschehen ist. Die Organisation wirft Br&uuml;derle einen Rechtsbruch vor &ndash; &ldquo;um zu vertuschen, dass wir die Atomkraft in Deutschland nicht mehr brauchen&rdquo;, sagte der Greenpeace-Energieexperte Tobias M&uuml;nchmeyer. Man habe deshalb Klage beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht und wolle das Ministerium zur Ver&ouml;ffentlichung verpflichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,713392,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kleine Abgabe f&uuml;r n&auml;chste Krise<\/strong><br>\nMit einer niedrigen Abgabe sollen die Banken einen Versicherungsfonds ansparen, um sich f&uuml;r die eventuell n&auml;chste Finanzkrise zu wappnen. So steht es im Gesetzentwurf, den die Bundesregierung am kommenden Mittwoch beschlie&szlig;en will. Aus einer Modellrechnung geht hervor, dass mehrere tausend in Deutschland ans&auml;ssige Institute in einem guten Jahr etwa 1,3 Milliarden Euro in den Restrukturierungsfonds einzahlen m&uuml;ssten. Unter anderem die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Gro&szlig;britannien betrachten die Bankenabgabe als eine Antwort auf die Finanzkrise der vergangenen Jahre. In den kommenden zehn Jahren w&uuml;rden die deutschen Institute mit diesem Verfahren rund 10 Milliarden Euro ansparen. Das w&auml;re viel zu wenig, um gegen eine neue, gro&szlig;e Krise gewappnet zu sein. &ldquo;Der Staat bleibt weiterhin erpressbar&rdquo;, kommentierte der gr&uuml;ne Finanzexperte Gerhard Schick, &ldquo;die Steuerzahler werden noch auf Jahre hinaus die Kosten eventueller Bankenkrisen tragen m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F08%2F24%2Fa0077&amp;cHash=8d69c5ca3e\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb in der Trinkwasserversorgung<\/strong><br>\nDie Empfehlungen bevorzugen gr&ouml;&szlig;ere Anbieter und machen den Kommunen den Handlungsspielraum streitig.<br>\n&ldquo;Im Ergebnis muss die faktische Ungleichbehandlung von &ouml;ffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Wasserversorgern im Bundesgebiet abgestellt, Gr&ouml;&szlig;envorteile ausgenutzt und die Degression unspezifischer Gemeinkosten bestm&ouml;glich umgesetzt werden.&rdquo;<br>\nEine Aufforderung zu Fusionen und quasi eine Einladung an gr&ouml;&szlig;ere Anbieter, den kommunalen Markt zu besetzen. Dies h&auml;tte eine steigende Monopolisierung der Trinkwasserversorgung zur Folge.<br>\nDoch man geht noch einen Schritt weiter. Die Kommission empfiehlt, dem Bund und den L&auml;ndern, die &ldquo;deutschen Trinkwasserversorger einer einheitlichen und an der effizienten Bereitstellung von Trinkwasser orientierten sektorspezifischen Regulierung zu unterstellen&rdquo;. Diese Forderung macht deutlich, dass sich die Kommission hier nicht nur f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Einheiten in der Wasserversorgung zum Nachteil kleiner, meist kommunaler Anbieter ausspricht, sondern auch die Eigenst&auml;ndigkeit der Kommunen in diesem Bereich aushebeln k&ouml;nnte. Die kommunale Selbstverwaltung w&uuml;rde damit einen weiteren Teil ihrer Aufgaben und in der Konsequenz einen Teil ihrer Existenzberechtigung verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148249\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu: Genug privatisiert: Die Berliner SPD will im November die Rekommunalisierung der gro&szlig;en Versorgungskonzerne beschlie&szlig;en. Wasser und Strom sollen dann <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/landespolitik\/berliner-spd-will-versorger-zurueckkaufen\/1898910.html\">wieder in &ouml;ffentlicher Hand liegen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie die Bahn Milliarden in den Sand setzt<\/strong><br>\nDer Streit &uuml;ber das umstrittene Bahnvorhaben Stuttgart 21 geht in eine neue Runde. Der Architekt hat heute einen &uuml;berarbeiteten Entwurf seiner Umbaupl&auml;ne vorgestellt. Das d&uuml;rfte Kritiker des Projekts wohl kaum bes&auml;nftigen. Winfried Hermann, Vorsitzender des Bundestags-Verkehrsausschusses h&auml;lt den Bahnhofsbau generell f&uuml;r falsch &ndash; nicht nur aus Kostengr&uuml;nden, wie er schreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/bahnhofsprojekt-stuttgart-21-wie-die-bahn-milliarden-in-den-sand-setzt;2640672\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Boris Palmer: &bdquo;Stuttgart 21 ist umkehrbar&ldquo; <\/strong><br>\nDas Stuttgart 21, das die Parlamente beschlossen haben, ist dem realen Bauprojekt so &auml;hnlich wie ein ICE einer Dampflok. Die Entscheidung beruht auf einer falschen Faktenbasis. Die Verantwortlichen haben wichtige Informationen zur&uuml;ckgehalten. So wurde zum Beispiel die Streckenkapazit&auml;t f&uuml;r den Zugverkehr bewusst falsch dargestellt. Die Mitsprachem&ouml;glichkeit der Bev&ouml;lkerung hat der Stuttgarter Oberb&uuml;rgermeister Wolfgang Schuster (CDU) absichtlich vereitelt, indem er Vertr&auml;ge unterzeichnet hat, die unser B&uuml;rgerbegehren nicht angreifen darf&hellip;<br>\nIm Moment ist eine Prognose schwierig. Stuttgart 21 ist aber noch umkehrbar, wenn wir mit den Verantwortlichen zu Gespr&auml;chen zusammenkommen k&ouml;nnen. Die Bef&uuml;rworter sind im Moment nerv&ouml;s. Sie haben gedacht, die Proteste h&ouml;ren auf, wenn die Bagger rollen. Jetzt werden sie im Gegenteil noch viel st&auml;rker. Wenn die Proteste friedlich bleiben und noch zahlreicher werden, m&uuml;ssen sich die Verantwortlichen mit den Gegnern an einen Tisch setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/boris-palmer-stuttgart-21-ist-umkehrbar_aid_544547.html\">Focus<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>F&uuml;r Marzipanschweine f&uuml;nf Monate ins Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nEine alleinerziehende Mutter soll f&uuml;nf Monate ins Gef&auml;ngnis, weil sie zehn Marzipanschweine nicht bezahlte. So urteilte das Amtsgericht D&uuml;sseldorf. Die Hartz-IV-Empf&auml;ngerin war zuvor schon beim Diebstahl von Lebensmitteln erwischt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/duesseldorf\/Fuer-Marzipanschweine-fuenf-Monate-ins-Gefaengnis-id3600243.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So einfach ist das mit der Strafjustiz: Vors&auml;tzliche Wegnahme einer fremden beweglichen Sache und dann noch im Wiederholungsfall, dann gibt es eben Gef&auml;ngnis. Der absichtliche Betrug von Millionen Menschen mit &bdquo;toxischen&ldquo; Schrottpapieren um Milliarden Dollar ist eben ein Systemrisiko, das strafrechtlich nicht erfasst werden kann. Im Gegenteil: Die Betr&uuml;ger klagen sogar noch auf ihre millionenschwere Abfindungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nachzahlung bei sittenwidrigen L&ouml;hnen<\/strong><br>\n&bdquo;Allein die Arbeitsgerichte treffen die Feststellung, ob ein Lohn zu niedrig und somit sittenwidrig im Sinne der gesetzlichen Regelungen ist.&ldquo; Und das bedeutet: Die Rentenversicherung wird erst dann t&auml;tig, wenn jemand wie Ursula Grunwald seinen Arbeitgeber erfolgreich wegen sittenwidriger L&ouml;hne verklagt hat. Und auch dann nur in diesem Einzelfall. So ein Urteil haben bei KiK keine zehn Mitarbeiter erstritten, sagt die Gewerkschaft. F&uuml;r Tausende, die bei KiK vielleicht ebenfalls sittenwidrig bezahlt werden, verzichtet die Deutsche Rentenversicherung offenbar auf das Eintreiben von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen.<br>\nBundesweit, so sch&auml;tzt der Experte Prof. Stefan Sell von der Fachhochschule Koblenz, werden mindestens 1,15 Millionen Arbeitnehmer sittenwidrig bezahlt. Das sind 1,9 Milliarden Euro nicht gezahlte Sozialversicherungsbeitr&auml;ge pro Jahr. &bdquo;Zwei Milliarden Euro&ldquo;, so Professor Sell, &bdquo;die den Sozialkassen fehlen, bedeuten ja nicht nur, dass die verbleibenden Beitragszahler oder die Steuerzahler &uuml;ber die Steuerzusch&uuml;sse das ausgleichen m&uuml;ssen. Sondern die betroffenen Arbeitnehmer, die ja eh schon sehr niedrige, extrem niedrige L&ouml;hne haben, haben ja auch dann keine Anspr&uuml;che gegen&uuml;ber der Sozialversicherung. Das fehlt denen sp&auml;ter in der Rentenversicherung.&ldquo; Sch&auml;den, die die zust&auml;ndige Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen bestreitet. Schriftlich l&auml;sst sie mitteilen: &bdquo;Eine Regelungsl&uuml;cke besteht nicht.&ldquo; Und: &bdquo;Unabh&auml;ngig von (&hellip;) der m&ouml;glichen Sittenwidrigkeit des Lohns sichert der Staat (&hellip;) sehr wohl die Leistung und Abf&uuml;hrung von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen.&ldquo; Klingt gut. Fakt ist aber: Sozialbeitr&auml;ge f&uuml;r jene KiK-Mitarbeiter, die genau so schlecht bezahlt wurden wie Ursula Grunwald, treibt die Rentenversicherung nach eigener Auskunft nicht ein. Dabei k&ouml;nnte etwas getan werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,hczwhml33jv7yf4a~cm.asp\">Das Erste plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fremdunternehmen sollen Pakete ausliefern<\/strong><br>\nDie Post will sparen: Der Konzern pr&uuml;ft nach F.A.Z.-Informationen die Paketzustellung an preiswertere Unternehmen auszulagern. Damit k&ouml;nnten bis zu 140 Millionen Euro im Jahr gespart werden &ndash; und bis zu 8000 Arbeitspl&auml;tze wegfallen.<br>\nDer gro&szlig;e Lohnkostenabstand zu den Konkurrenten sei der wichtigste Wettbewerbsnachteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E7A729F3F24D84D59AA704D11D7E63A2B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist dann das Ergebnis, dass der Mindestlohn f&uuml;r Postdienstleister wieder gekippt wurde, weil die privaten Unternehmen dagegen geklagt haben und die Bundesregierung sich weigert, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuf&uuml;hren.<br>\nIm &Uuml;brigen hat die Post durchaus noch Gewinne, sie sind nur offenbar nicht hoch genug.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitnehmerdatenschutz: Ein typisch schwarz-gelber Kompromiss<\/strong><br>\nLidl, Telekom, Bahn, KiK: Was sich deutsche Firmen bei der Bespitzelung ihrer Mitarbeiter erlaubt haben, musste Folgen haben. Deshalb ist es auch gut, dass die schwarz-gelbe Regierung nun ein Gesetz vorlegt, das den Umgang mit den Daten der Arbeitnehmer regelt. Am Mittwoch soll es im Kabinett verabschiedet werden. Dabei sind einige sinnvolle Regeln auf den Weg gebracht worden. Andere klingen gut, k&ouml;nnten aber paradoxerweise nicht zu weniger, sondern sogar zu mehr &Uuml;berwachung der Besch&auml;ftigten f&uuml;hren. Denn die H&uuml;rden vor einer offenen Video&uuml;berwachung am Arbeitsplatz in dem Gesetzentwurf sind niedrig gehalten. Datensch&uuml;tzer rechnen denn auch damit, dass diese in Zukunft eher ausgeweitet wird. Dass die Kameras gekennzeichnet sein m&uuml;ssen, ist kein Trost. Wer eine Kamera &uuml;ber seinem Arbeitsplatz h&auml;ngen hat, der wird beobachtet, ob offen oder heimlich, ist nachrangig. Der neue Gesetzentwurf ist nicht schlecht, sch&uuml;tzt aber im Zweifel die Arbeitgeber<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2010%2F08%2F24%2Fa0037&amp;cHash=b42fbd9d3f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Desaster auf dem US-Immobilienmarkt weitet sich nach Auslaufen der staatlichen Ma&szlig;nahmen aus<\/strong><br>\nDie Verk&auml;ufe bestehender H&auml;user (Existing Home Sales) brachen im Juli 2010, nach Angaben der National Association of Realtors (NAR), um satte -27,2% zum Vormonat auf saisonbereinigte und auf das Jahr hochgerechnete 3,83 Millionen Einheiten ein, nach 5,26 Millionen im Vormonat.<br>\nDie klassische Geldpolitik versagt seit Beginn der Immobilienkrise, denn trotz historisch niedrigen Hypothekenzinsen liegt der Markt am Boden.<br>\nDer Immobilienmarkt in den USA, wie auch die miese Qualit&auml;t der &ldquo;Erholung&rdquo; am US-Arbeitsmarkt waren schon seit Monaten klare Warnzeichen f&uuml;r den sich abzeichnenden Abschwung in den USA. Die USA waren jedoch, mit ihrer ungebremsten Importnachfrage nach Waren und G&uuml;tern, seit Jahresanfang der Motor beim weltweiten Konsum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftquerschuss.blogspot.com\/2010\/08\/existing-home-sales-mit-272-zum.html\">Quersch&uuml;sse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Angst vor einem weiteren Wirtschaftseinbruch geht um, aber wir feiern unseren &bdquo;Aufschwung&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Arbeitsmarktkonzept der SPD<\/strong><br>\nSeit Mitte M&auml;rz 2010 gibt es den SPD-Pr&auml;sidiumsbeschlu&szlig; &bdquo;Fairness auf dem Arbeitsmarkt.<br>\nBegrenzung der Leiharbeit &ndash; Mehr Mitbestimmung &ndash; Mindestl&ouml;hne &ndash; Sozialer Arbeitsmarkt&ldquo;.<br>\nDamit setze sich die SPD auch selbstkritisch mit Fehlentwicklungen aus den Arbeitsmarktreformen der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung auseinander &ndash; beispielsweise bei der Leiharbeit oder bei der Verm&ouml;gensanrechnung von Arbeitslosengeld II-Empf&auml;ngern. Die vorgelegten Thesen sollen nun in der Partei, aber auch mit Gewerkschaften, Unternehmen sowie Sozialverb&auml;nden diskutiert und als arbeitsmarktpolitisches Konzept auf dem SPD-Parteitag im September 2010 endg&uuml;ltig beschlossen werden.<br>\nWeshalb ist so ein Konzept eigentlich jetzt notwendig?<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100825_Arbeitsmarkt_und_SPD.pdf\">GEW Osnabr&uuml;ck Paukos [PDF &ndash; 74 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Persilschein f&uuml;r &bdquo;Blackwater&ldquo;<\/strong><br>\nEs ist ein Deal unter Gesch&auml;ftsfreunden, den das US-Au&szlig;enministerium von Hillary Clinton da mit der einst unter dem Namen &bdquo;Blackwater&ldquo; ber&uuml;chtigt gewordenen Sicherheitsfirma Xe geschlossen hat. 42 Millionen Dollar Strafgeld muss Xe zahlen, weil das Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2009 wiederholt gegen US-Ausfuhrgesetze verstie&szlig;. Im Gegenzug wird es bei 288 gelisteten Vorw&uuml;rfen keine strafrechtlichen Ermittlungen geben.<br>\nDas wiederum ist die Voraussetzung daf&uuml;r, dass Xe weiter mit der US-Regierung im Gesch&auml;ft bleibt. Erst im Juni hatte das Au&szlig;enministerium die einstigen &bdquo;Blackwater&ldquo;-S&ouml;ldner angeheuert, um f&uuml;r die Sicherheit in seinen afghanischen Regionalb&uuml;ros zu sorgen. Vertragsumfang laut US-Medien: 120 Millionen Dollar. Auch der Geheimdienst CIA l&auml;sst seinen Au&szlig;enposten in Kabul weiter von Xe bewachen. 100 Millionen Dollar soll der soeben verl&auml;ngerte Vertrag Xe einbringen.<br>\nAuftr&auml;ge wie diese hatten &bdquo;Blackwater&ldquo; einst zur gr&ouml;&szlig;ten Privatarmee der Welt gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/persilschein-fuer--blackwater-\/-\/1472596\/4585634\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kein Geld f&uuml;r Bildung<\/strong><br>\nDas von Annette Schavan (CDU) vorgeschlagene &bdquo;Zukunftskonto Bildung&ldquo; liegt auf Eis. Im Haushalt sind keine Mittel vorgesehen.<br>\nNoch 2009 hatte sich Schavan f&uuml;r das auch im schwarz-gelben Koalitionsvertrag verankerte Bildungssparmodell stark gemacht. Danach sollte f&uuml;r jedes Neugeborene ein &bdquo;Zukunftskonto&ldquo; eingerichtet werden: Wie beim Bausparen wollte der Staat private Bildungsinvestitionen mit 150 Euro honorieren. Bei derzeit rund 665.000 Neugeborenen im Jahr w&auml;re damit ein &ouml;ffentlicher Beitrag von knapp 100 Millionen Euro zusammengekommen.<br>\nIn der Antwort des BMBF, die der Frankfurter Rundschau vorliegt, verweist das Ministerium darauf, dass das &bdquo;Zukunftskonto&ldquo; die &ouml;ffentliche Hand langfristig binden w&uuml;rde und vor dessen Einf&uuml;hrung daher erst &bdquo;umfangreiche inhaltliche, rechtliche und administrative Fragen zu kl&auml;ren&ldquo; seien. Daher seien im Regierungsentwurf f&uuml;r den Haushalt 2011 auch keine Mittel vorgesehen. Auch in den kommenden Jahren sei keine &bdquo;haushaltswirksame Pr&auml;mienauszahlung&ldquo; zu erwarten.<br>\n&bdquo;Damit werden f&uuml;r eines der wenigen klar umrissenen Vorhaben im Koalitionsvertrag nicht die erforderlichen Mittel bereitgestellt&ldquo;, so Hagemann zur FR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/kein-geld-fuer-bildung\/-\/1472788\/4583070\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Um dieses Konzept der Privatisierung der Bildungskosten ist es allerdings nicht besonders schade: Beim sog. &bdquo;Zukunftskonto&ldquo; sollte &ndash; wie beim Modell der Riester-Rente -nun nicht mehr nur f&uuml;r das Alter sondern schon f&uuml;r die Bildung von Kindern privat Kapital auf einem sog. &bdquo;Zukunftskonto&ldquo; gebildet werden. Damit man h&auml;tte nur ein weiteres lukratives Gesch&auml;ftsfeld f&uuml;r die Finanzwirtschaft er&ouml;ffnet. Und genauso wie bei der Riester-Rente h&auml;tten sich vor allem die besser Verdienenden an diesem staatlich gef&ouml;rderten Bildungssparen beteiligen k&ouml;nnen. Statt den bildungspolitisch Benachteiligten w&auml;re die staatliche F&ouml;rderung, der Versicherungswirtschaft und den Einkommensgruppen zu gute, die schon heute bildungspolitisch privilegiert sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Master wird zum Nadel&ouml;hr<\/strong><br>\nZum Wintersemester wollen das erste Mal tausende Bachelor-Absolventen in ein Masterstudium wechseln. Nun zeigt sich: die Pl&auml;tze reichen nicht.<br>\nMehr als 1.700 (BWL)-Bewerbungen auf 215 Masterpl&auml;tze hatte die Universit&auml;t erhalten. Weil als alleiniges Auswahlkriterium die Bachelor-Abschlussnote diente, gingen fast zwei Drittel der K&ouml;lner Absolventen leer aus. F&uuml;r vier der f&uuml;nf BWL-Spezialisierungsf&auml;cher reichte selbst ein Abschluss von 1,9 nicht aus.<br>\nDabei ist die Universit&auml;t in K&ouml;ln nicht das erste Beispiel daf&uuml;r, dass der &Uuml;bergang von Bachelor zu Master zum Nadel&ouml;hr werden kann. So protestierten Studenten der Universit&auml;t Potsdam im Sommer 2008, als f&uuml;r die Masterstudieng&auml;nge in Biowissenschaften, BWL und Informatik eine Zulassungsbeschr&auml;nkung eingef&uuml;hrt wurde. Hochschulvertreter und Studierende der Rheinisch-Westf&auml;lischen Technische Hochschule Aachen drehten den Spie&szlig; um: Sie erkl&auml;rten den Master als Regelabschluss kurzerhand zum &ldquo;Markenzeichen der RWTH&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/bildung\/artikel\/1\/der-master-wird-zum-nadeloehr\/\">taz<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Endstation Bachelor<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F08%2F24%2Fa0095&amp;cHash=56b32d82a8\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>USA: Wettlauf der Besten<\/strong><br>\nBeim &ldquo;Race to The Top&rdquo; bekommen k&uuml;nftig nur noch Lehrer mit guten Sch&uuml;lern mehr Geld vom Staat. Heute zeigt sich, wer gewinnt. Leistung: &ldquo;ungen&uuml;gend&rdquo; &ndash; diese Note wurde 241 Lehrern aus der US-Hauptstadt Washington zum Verh&auml;ngnis. Weil ihre Sch&uuml;ler in Vergleichstests zu schlecht abgeschnitten hatten, griff die Chefin der Schulbeh&ouml;rde durch. Michelle Rhee feuerte die P&auml;dagogen der &ouml;ffentlichen Schulen, die Sch&uuml;lern ihrer Meinung nach nicht das gegeben haben, was ihnen zusteht: ordentliche Bildung. Was jahrzehntelang nicht gelang, schafft Pr&auml;sident Barack Obama mit einem Trick: &ldquo;Race to the Top&rdquo;, hei&szlig;t er. Seit Jahren belegen US-Sch&uuml;ler in internationalen Mathe-Vergleichstests die letzten R&auml;nge. Studien der Universit&auml;ten Boston und Chicago ergaben, dass etwa ein Drittel aller Sch&uuml;ler die Highschool ohne Abschluss verl&auml;sst. Dies zu &auml;ndern war eines von Obamas Wahlversprechen. Staaten, die bereit sind, ihr Schulsystem durch Reformen voranzubringen, werden mit kr&auml;ftigen Finanzspritzen belohnt. Viele Regierungen haben f&uuml;r den Fall einer K&uuml;ndigungswelle schon mal vorsorglich Pakte mit den Gewerkschaften geschlossen. Die Schlechten m&uuml;ssen gehen, die Besten bekommen mehr.<br>\n&ldquo;Doch wie findet man die Besten, wenn Lehrer durch das Programm derart eingesch&uuml;chtert werden, dass sie vor Angst gel&auml;hmt sind?&rdquo;, fragt die Leiterin einer Grundschule in Washington. Wie viele ihrer Kollegen stand sie grunds&auml;tzlich hinter dem Obama-Rennen. &ldquo;Doch was wir jetzt um uns herum erleben, macht einfach Angst. Man kann doch die Lehrer nicht daf&uuml;r verantwortlich machen, wenn ihre Sch&uuml;ler in einem sozialen Umfeld aufwachsen, das Lernen einfach unm&ouml;glich macht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F08%2F24%2Fa0086&amp;cHash=fffd90715d\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da sollten doch einfach die Lehrer, die rausfallen, durch die P&auml;dagogen ersetzt werden, die Spitzenergebnisse erzielen. Solch eine Ma&szlig;nahme w&uuml;rde schnell zeigen, was &ldquo;Race to The Top&rdquo; taugt. Letztlich betoniert das US- Programm nur die bestehende Klassenstruktur des Bildungssystems. Die Reichenviertel werden absahnen und die gro&szlig;e Mehrheit der Schulen in den Innenst&auml;dten oder selbst auf dem Land wird eingehen. Wenn es stimmt, dass auch Privatschulen gef&ouml;rdert werden, ist das Ganze eine Katastrophe f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Schulen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Salzburger Trilog: &ldquo;Bereit sein f&uuml;r n&auml;chste Krise&rdquo;<\/strong><br>\nKann es auch Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben &ndash; oder ist das nur eine Schim&auml;re gr&uuml;ner Tr&auml;umer? Ist das Bruttoinlandsprodukt ein geeigneter Indikator, um den Gl&uuml;cks- und Fortschrittspegel einer Gesellschaft zu messen? Oder muss das BIP durch andere Faktoren wie soziale oder &ouml;kologische Nachhaltigkeit erg&auml;nzt werden? Diese Fragen diskutierte am Wochenende beim Salzburger Trilog auf Einladung der Bertelsmann-Stiftung eine hochkar&auml;tige Runde.<br>\nPascal Lamy, Chef der Welthandelsorganisation WTO, sa&szlig; ebenso am Tisch wie OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer, Rewe-Vorstand Werner Wutscher, Zukunftsforscher Jerome Glenn oder der chinesische Gro&szlig;investor Victor Chu. Dazu hatte Kogastgeber Au&szlig;enminister Michael Spindelegger seine Kollegen aus der Ukraine (Grischtschenko), Bulgarien (Mladenow), Aserbaidschan (Mammadjarow), Georgien (Vaschadze) sowie den griechischen Vize-Au&szlig;enminister Droutsas nach Salzburg gelotst. Das ist Teil seiner Schwarzmeer-Offensive, die er zu Sommerbeginn mit der Er&ouml;ffnung einer neuen Botschaft in Baku gestartet hat und vorantreiben will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/589267\/index.do\">Die Presse.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Salzburger Trilog findet auf Einladung der Bertelsmann Stiftung und des &ouml;sterreichischen Au&szlig;enministeriums statt. Die Veranstaltung ist eines der Beispiele f&uuml;r viele, wie sich die Bertelsmann Stiftung quasi auf Augenh&ouml;he mit h&ouml;chsten staatliche Beh&ouml;rden verbandelt und zeigt wie eng das personelle Netzwerk in Kreise der Wirtschaft und der Politik (weltweit) geflochten ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Freiheit Friedrich Naumanns<\/strong><br>\nEr gilt nicht wenigen als einer der wichtigsten Vordenker der bundesrepublikanischen Staatsidee: Friedrich Naumann. Die 1958 gegr&uuml;ndete und nach ihm benannte FDP-nahe Stiftung tr&auml;gt seit 2007 den Zusatz &bdquo;f&uuml;r die Freiheit&ldquo;. Doch wer war der Mann, der einen nationalen Sozialismus f&uuml;r das deutsche Staatsleben einforderte, lange bevor der Nationalsozialismus Adolf Hitlers die geschichtliche B&uuml;hne betrat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/iley.de\/index.php?pageID=20000000&amp;article=00001595\">iley Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So differenziert dacht und auf so unterschiedliche Wurzeln bezog sich einer der Vordenker der heutigen FDP, auf dessen Namen diese Partei sich noch heute mit ihrer Partei-Stiftung bezieht. Wie flach und uninspiriert erscheint doch dagegen ein Guido Westerwelle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Frankfurter Rundschau: Mehr als ausgelutscht<\/strong><br>\nDie Stimmung in der ohnehin schon ausgelutschten Redaktion ist mies. Zumal der Verdacht, hier machten sich erste Folgen der im April gestarteten &ldquo;Redaktionsgemeinschaft&rdquo; bemerkbar, nicht von der Hand zu weisen ist: Die FR geh&ouml;rt wie die Berliner Zeitung zum K&ouml;lner Medienhaus DuMont-Schauberg, die aus RedakteurInnen beider Bl&auml;tter best&uuml;ckte &ldquo;ReGe&rdquo; liefert seit dem Fr&uuml;hjahr einen Gro&szlig;teil der &uuml;berregionalen Berichterstattung beider Bl&auml;tter.<br>\nDas es langfristig den &uuml;berregionalen Restredaktionen in Berlin wie Frankfurt an den Kragen gehen wird, ist ein offenes Geheimnis. &ldquo;Personalabbau, den es quer durch die Republik in fast allen Redaktionen noch geben wird&rdquo; prognostizierte auch schon Berliner-Zeitung-Chefredakteur Uwe Vork&ouml;tter. Die Eigenst&auml;ndigkeit der Bl&auml;tter stehe aber nicht auf dem Spiel: Die FR werde keinesfalls zum reinen Regionalblatt heruntergestuft, versicherte die FR-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung laut Teilnehmern in den j&uuml;ngsten Gespr&auml;chen. Trotzdem hat Frankfurt gegen&uuml;ber Berlin schlechtere Karten: Dort schreibt man bessere Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=fl&amp;dig=2010%2F08%2F24%2Fa0109&amp;cHash=4b235f65b4\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als Leser zweier DuMont-Bl&auml;tter, der auf den lokalen Stadt-Anzeiger (wegen der Veranstaltungs-Anzeigen) nicht verzichten kann, ist f&uuml;r mich das Abonnement der FR eine private Subvention an die Redaktion. Der Zusatznutzen wird immer geringer. Das ist dann das Ergebnis der konzerninternen Synergien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik erh&auml;lt den Award of Change<\/strong><br>\nIm Rahmen einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung im M&uuml;nchener Rathaus erh&auml;lt die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik den Award of Change.<br>\nDer Preis, der in den vergangenen Jahren auch an attac und Business Crime Control gegangen ist, wird seit 2005 j&auml;hrlich verliehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/show\/3884992.html\">Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>&ldquo;Thilo Sarrazin schreibt regelrechtes NPD-Buch&rdquo;<\/strong><br>\nDer NPD-Landtagsabgeordnete J&uuml;rgen Gansel erkl&auml;rte dazu heute:<br>\n&ldquo;Zwar geh&ouml;rt Thilo Sarrazin mit seinen Ausf&auml;llen gegen deutsche Hartz-IV-Bezieher und seiner Gleichg&uuml;ltigkeit gegen&uuml;ber der Not sozial ausgegrenzter Landsleute definitiv nicht in die soziale Heimatpartei NPD. Seine ausl&auml;nderpolitischen Aussagen atmen dagegen durch und durch den Geist nationaldemokratischer &Uuml;berfremdungskritik &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: NPD-Fraktion im S&auml;chsischen Landtag <em>(den Link ersparen wir uns, wir haben kein Interesse, dass dieses Portal verbreitet wird)<\/em><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wirtschaftsleistung im 2. Quartal; Staatsdefizit im ersten Halbjahr; Steuerparadies; Atomstreit; kleine Abgabe f&uuml;r n&auml;chste Krise; mehr Wettbewerb beim Trinkwasser; Stuttgart 21; f&uuml;r Marzipanschweine ins Gef&auml;ngnis; Nachzahlung bei sittenwidrigen L&ouml;hnen nur per Gericht; Fremdunternehmen bei der Post; Desaster auf dem US-Immobilienmarkt weitet sich aus; Arbeitsmarktkonzept der SPD; Persilschein f&uuml;r Blackwater;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6577\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6577"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6581,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6577\/revisions\/6581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}