{"id":65817,"date":"2020-10-14T08:11:56","date_gmt":"2020-10-14T06:11:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817"},"modified":"2020-10-14T07:59:55","modified_gmt":"2020-10-14T05:59:55","slug":"hinweise-des-tages-3718","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h01\">Grenzen der Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h02\">Bleibt zu Hause! oder wenn Gehorsam Leben rettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h03\">Was tun, wenn nebenan die Party steigt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h04\">Nachbarschaft in Flammen (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h05\">Metall-Industrielle gegen Lohnplus f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h06\">Armut in Deutschland: Stromsperre f&uuml;r 289.000 Haushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h07\">Streik zur Primetime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h08\">&laquo;Respekt beginnt bei 1.000 EUR.&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h09\">Bericht vom Schweigemarsch in Berlin &ndash; und was die Medien daraus gemacht haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h10\">Mittelmeer-Streit: Deutschland beschwichtigt, Erdogan trumpft auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h11\">Arbeiter und Angestellte: Sie haben nichts von der FP&Ouml;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h12\">Fall Alexei Nawalny: EU bringt neue Russland-Sanktionen auf den Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h13\">Bergkarabach-Konflikt: Kim Kardashian mobilisiert armenische Diaspora<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h14\">Dimensionen deutscher Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h15\">Gegen Krone und Patriarchat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h16\">Millionen Besch&auml;ftigte &uuml;berqualifiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h17\">Superreiche in Deutschland und weltweit werden reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65817#h18\">Kevin K&uuml;hnert: Gerade erst strahlend am SPD-Himmel aufgetaucht und schon wieder erloschen???<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Grenzen der Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nGestern hat wieder das Corona-Kabinett getagt. Die wichtigste Aufgabe sei demnach auch weiterhin die Kontaktnachverfolgung, um Infektionsketten zu durchbrechen, erkl&auml;rte Regierungssprecher Steffen Seibert im Anschluss in der Bundespressekonferenz. Daher sei der Blick auf die Neuinfektionen, was ja mittlerweile deutlich sch&auml;rfer kritisiert wird als vorher, schon von Bedeutung, weil diese Zahl angebe, wie viele F&auml;lle man nachverfolgen m&uuml;sse. Das lasse sich aber nicht beliebig steigern, da die Gesundheits&auml;mter begrenzte Kapazit&auml;ten haben. Das ist richtig. Sorge bereitet also die Logistik. Nur warum sollte man immer noch alle Infektionen ermitteln wollen, wenn doch inzwischen klar ist, dass vergleichsweise wenige Menschen tats&auml;chlich schwer erkranken? (&hellip;)<br>\n&bdquo;In dem Ma&szlig;e, wie sich die Immunit&auml;t in der Bev&ouml;lkerung aufbaut, sinkt das Infektionsrisiko f&uuml;r alle &ndash; auch f&uuml;r die gef&auml;hrdeten Personengruppen&ldquo;, schreiben beispielsweise Epidemiologen f&uuml;r Infektionskrankheiten und Wissenschaftler im Bereich des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens in der Great Barrington Erkl&auml;rung. Diejenigen, die am st&auml;rksten gef&auml;hrdet sind, m&uuml;ssen besser gesch&uuml;tzt werden (Focused Protection).&#8239;Das will auch die Bundesregierung. Sie glaubt aber, dies mit einem Verhaltensappell an 83 Millionen Menschen erreichen zu k&ouml;nnen.<br>\nEs liegt an uns allen, ob wir es schaffen. Wenn 80 Millionen mitmachen, sinken die Chancen des Virus gewaltig.<br>\nQuelle: Gesundheitsminister Jens Spahn via Welt Online<br>\nDie Pandemie sei aus Sicht Spahns daher auch ein Charaktertest f&uuml;r die gesamte Gesellschaft, sagt der, der Hartz IV mit aktiver Armutsbek&auml;mpfung &uuml;bersetzt. Das ist dick aufgetragen und dient vor allem dem Selbstschutz. Der Minister lenkt vom eigentlichen Regierungsversagen ab, indem er die gesamte Bev&ouml;lkerung in die Verantwortung nimmt. Denn statt gezielt das Personal im Gesundheits- und Pflegebereich zu testen, um dort Infektionen auszuschlie&szlig;en, hat es der Gesundheitsminister zugelassen, bei Reiser&uuml;ckkehrern wahllos Abstriche vornehmen zu lassen und somit Kapazit&auml;ten und Ressourcen sinnlos zu verplempern. Erst jetzt kommt die Bundesregierung auf die Idee, ihre Teststrategie zu &auml;ndern und gezielter dort einzusetzen, wo sich auch die Risikogruppen befinden. Es ist weiterhin viel Aufkl&auml;rungsarbeit n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/201013grenzen-der-aufklarung\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In letzter Zeit h&ouml;rt man ja auch immer mal wieder den Spruch, man habe &bdquo;die ruhige Zeit im Sommer verschlafen&ldquo; und m&uuml;sse nun die Ma&szlig;nahmen versch&auml;rfen. Der Schluss ist falsch, die zugrunde liegende Analyse ist richtig und falsch zugleicht. Man hat ja keine Zeit verschlafen, sondern sie mit vollkommen unsinnigen Nebenkriegsschaupl&auml;tzen wie dem Maskenzwang in Schulen, der G&auml;ngelung der Gastronomie und der Kultur und der Frage, ob Wirte die Personalien auf G&auml;stelisten &uuml;berpr&uuml;fen d&uuml;rften, vertr&ouml;delt, w&auml;hrend weder in den Krankenh&auml;usern noch in den Altenheimen sich substanziell etwas ge&auml;ndert hat. In der Berliner Charit&eacute;, einem der gr&ouml;&szlig;ten Krankenh&auml;user Deutschlands, werden schon wieder <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Nachrichten\/Charite-verschiebt-wegen-Corona-wieder-planbare-Operationen-413601.html\">Operationen verschoben<\/a>  &ndash; nicht weil es so viele Corona-F&auml;lle gibt, sondern weil die vergleichsweise wenigen Corona-F&auml;lle das ausged&uuml;nnte Personal <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/intensivbetten-kapazitaeten-wie-gut-ist-berlin-auf-schwerkranke-covid-19-patienten-vorbereitet\/26259608.html\">an den Rand der Leistungsf&auml;higkeit bringen<\/a>. Die Regierung hat weder den Schutz der Risikogruppen verbessert, noch den Gesundheitssektor auf Vordermann gebracht, sondern Angst gestreut, an der Privatisierung des Gesundheitssektors festgehalten und auf die &bdquo;Erl&ouml;sung&ldquo; durch einen Impfstoff gesetzt, obgleich klar sein musste, dass diese Hoffnung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65607\">vage bis gef&auml;hrlich ist<\/a>. Und die B&uuml;rger? Die stehen &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65789\">fragw&uuml;rdigen Umfragen zufolge<\/a> &ndash; hinter dieser Politik und bescheren der CDU <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65593\">Rekord-Umfragewerte<\/a>. Na klar, die mediale Meinungssteuerung l&auml;uft ja auch auf Hochtouren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bleibt zu Hause! oder wenn Gehorsam Leben rettet<\/strong><br>\nFeiert der autorit&auml;re Charakter Auferstehung? F&uuml;r eine gute Sache. Wenn wir gegen den Strom schwimmen &ndash; sind wir dann gerettet?<br>\n(&hellip;) Das Erschrecken &uuml;ber die pl&ouml;tzliche R&uuml;ckkehr des braven Kindes. Das ich einmal, das ich vor vielen Jahren war. Das auch zum Denunzianten werden konnte. Werde ich, jetzt, zum Blockwart? Aus Angst, schuld zu sein, wenn Menschen sterben? Wenn ich mich nicht einreihte ins kollektive Abwehrdispositiv? Jetzt, da die Welt so leicht zu retten ist. Mit H&auml;ndewaschen, Abstand, Masken. Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn Gehorsam Leben sch&uuml;tzt? Wenn sich die Reihen schlie&szlig;en und der Ruf nach F&uuml;hrung in unsicheren Zeiten lauter wird? Gew&ouml;hnen wir uns (wieder) daran, Marschbefehle zu befolgen? Wohin der Marsch auch geht. Feiert der autorit&auml;re Charakter Auferstehung? Im Namen einer guten Sache. Die beklemmende Erinnerung an das Gedicht &laquo;immer sch&ouml;n in der reihe gehen&raquo;. Das ich in jungen Jahren &ndash; aus Protest klein &ndash; geschrieben. Das im September 1970 in der Jugendzeitschrift team erstmals ver&ouml;ffentlicht worden ist. Kurz bevor ich neunzehn wurde&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/Bleibt-zu-Hause-oder-wenn-Gehorsam-Leben-rettet\">infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was tun, wenn nebenan die Party steigt?<\/strong><br>\nWenn Bars schlie&szlig;en, feiern die Leute privat. Aber wie soll man mit der Sorglosigkeit der anderen umgehen? Diskutieren? Polizei rufen? [&hellip;]<br>\nWas, wenn ich h&ouml;re, dass in der Wohnung oder im Haus nebenan eine Party stattfindet und es nicht gerade nach den (in Berlin) erlaubten zehn Leuten klingt? Hingehen und mit Besoffenen diskutieren? Die Polizei rufen? Einen w&uuml;tenden Zettel ins Treppenhaus h&auml;ngen? Wie geht man mit der Sorglosigkeit der anderen um, wenn man sie nicht teilt?<br>\nJe linker man ist, desto gr&ouml;&szlig;er ist das Problem dabei. Man kann nat&uuml;rlich r&uuml;bergehen und klingeln, auf Hausordnung und Personen-Obergrenze verweisen, und beten, dass es hilft. Man kann die Polizei rufen, aber will man das? Kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass die Polizei dann einfach nett auf die Regeln verweist, wenn man etwa neulich das Video gesehen hat, in dem ein Polizeibeamter einem 19-j&auml;hrigen Gamer, der zu laut gewesen war, ins Gesicht schlug? Will man das Risiko eingehen, dass eine Institution, die in letzter Zeit vermehrt durch rechtsextreme Netzwerke und Polizeigewalt in den Schlagzeilen war, bei den Nachbarn klingelt? Will man nicht. Nicht, weil es spie&szlig;ig w&auml;re, sondern weil es riskant w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/feiern-trotz-corona-was-tun-wenn-nebenan-die-party-steigt-a-1882dca1-4d3f-416c-b0b6-d8f117d3bcce?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ&amp;fbclid=IwAR0889Mq0lc2WiePf_D5w830Yum6RpnIxU4xHwgYvP4ZSqeQtYVr0FyWk-o\">Margarete Stokowski im SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Gedankenwelt einer 34j&auml;hrigen gefeierten Jungautorin, die sich selbst als &bdquo;links&ldquo; einordnet &ndash; gefangen in Denunziantentum und Spie&szlig;igkeit. Leider passt dieser Aufsatz sehr gut zum Innenleben einer jungen, urbanen, b&uuml;rgerlichen Schicht, die sich zwar selbst &bdquo;links&ldquo; verortet, es aber nicht ist. Man liest taz, w&auml;hlt meist gr&uuml;n oder links, macht beruflich irgendwas mit Medien und wird dabei von den Eltern quersubventioniert, tr&auml;gt aktiv zur Gentrifizierung bei, beklagt diese aber gleichzeitig, gibt sich in identit&auml;spolitischen Fragen ultraliberal, tickt jedoch in anderen gesellschaftspolitischen Fragen spie&szlig;ig bis reaktion&auml;r. Die Lebenswirklichkeit von &bdquo;normalen&ldquo; Arbeitern und Angestellten ist ihnen komplett fremd. Wenn das die Zukunft der Linken ist, hat die Linke keine Zukunft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nachbarschaft in Flammen (II)<\/strong><br>\nEU ohne Einfluss auf den Krieg um Berg-Karabach; Kooperation mit Russland nach den j&uuml;ngsten Sanktionsbeschl&uuml;ssen kaum noch m&ouml;glich.<br>\nBerlin\/Br&uuml;ssel (Eigener Bericht) &ndash; Mit hilflosen Appellen fordert die EU Armenien und Aserbaidschan zu einem Waffenstillstand auf. Die K&auml;mpfe um Berg-Karabach m&uuml;ssten umgehend beendet werden, hie&szlig; es gestern bei einem Treffen der EU-Au&szlig;enminister. Konkrete Ma&szlig;nahmen wurden nicht bekannt. Berliner Au&szlig;enpolitik-Experten raten, mangelnden eigenen Einfluss auf die Konfliktparteien durch koordinierte EU-Aktivit&auml;ten sowie durch Absprachen mit Russland wettzumachen. Mit Unterst&uuml;tzung durch Moskau hatte Berlin zu Jahresbeginn in &auml;hnlicher Lage Fortschritte im Bem&uuml;hen um einen Waffenstillstand in Libyen erreichen k&ouml;nnen. Im aktuellen Fall ist diese Option nicht in Sicht: Die EU-Au&szlig;enminister haben gestern auf deutsch-franz&ouml;sische Forderung hin Sanktionen gegen Russland beschlossen. Experten urteilen, Moskau erwarte jetzt &ldquo;nichts mehr von Europa&rdquo;; es f&uuml;hle sich &ldquo;nicht mehr verpflichtet, dessen Meinung oder Interessen zu ber&uuml;cksichtigen&rdquo;. Einfluss auf die T&uuml;rkei zu nehmen, die Aserbaidschan unterst&uuml;tzt, gelingt der EU wegen innerer Differenzen nicht: Ankara spielt Berlin und Paris gegeneinander aus.<br>\n(&hellip;) Keine Erwartungen mehr<br>\nVergleichbare Absprachen mit Russland sind heute nicht in Sicht. Ursache ist insbesondere das Vorgehen der Bundesregierung im Fall Nawalny. Bereits Mitte September hatte Dmitri Trenin, ein Experte von Carnegie Moscow, gewarnt, der Fall sei zum &ldquo;Wendepunkt in den russisch-deutschen Beziehungen&rdquo; geworden&hellip;<br>\nMoskau werde &ldquo;ein neues Kapitel&rdquo; im Umgang mit Berlin aufschlagen und die Bundesregierung von nun an &ldquo;als unter US-Kontrolle stehend&rdquo; einstufen&hellip;Russland erwartet nichts mehr von Europa, und es f&uuml;hlt sich daher nicht mehr verpflichtet, dessen Meinung oder Interessen zu ber&uuml;cksichtigen.&rdquo; Dies gilt umso mehr, als Berlin und Paris vergangene Woche neue Sanktionen gegen Russland forderten und am gestrigen Montag die EU-Au&szlig;enminister solche Sanktionen prinzipiell beschlossen haben. Damit wird jede Zusammenarbeit noch weiter erschwert &ndash; auch dort, wo Berlin Vorteile daraus ziehen k&ouml;nnte. Der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow hatte schon vor dem gestrigen Sanktionsbeschluss offen gewarnt: &ldquo;Mit den Beziehungen zwischen Russland und der EU geht es rapide bergab.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8408\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere anhand des Vorgehens von Bundeskanzlerin Merkel und ihres Chefdiplomaten, Herrn Maas, in der Nawalny-Sache k&ouml;nnte inzwischen wohl gut studiert werden, wie Au&szlig;enpolitik nicht betrieben werden sollte. Der europ&auml;ische und internationale Schaden ist immens und d&uuml;rfte nicht im Interesse der Bev&ouml;lkerung hierzulande sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Lawrow: Russland kann gezwungen sein, Dialog mit der EU zu stoppen<\/strong><br>\nWenn die Europ&auml;ische Union die Notwendigkeit eines &ldquo;gegenseitig respektvollen Gespr&auml;chs&rdquo; mit Moskau nicht versteht, wird Russland gezwungen sein, den Dialog mit der EU einzustellen. Das erkl&auml;rte der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow am Dienstag.<br>\n&ldquo;Die Leute, die f&uuml;r die Au&szlig;enpolitik im Westen zust&auml;ndig sind, verstehen die Notwendigkeit eines gegenseitig respektvollen Gespr&auml;chs nicht &ndash; vielleicht sollten wir dann eine bestimmte Zeit lang nicht mit ihnen kommunizieren&rdquo;, sagte Lawrow in seiner Rede im internationalen Diskussionsklub &ldquo;Waldai&rdquo; am Dienstag. &ldquo;Zumal Ursula von der Leyen sagt, dass eine geopolitische Partnerschaft mit der gegenw&auml;rtigen russischen F&uuml;hrung nicht klappt.&rdquo;<br>\n&bdquo;Dann sei es drum, wenn sie das wollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/107773-lawrow-russland-kann-gezwungen-sein-dialog-mit-der-eu-zu-stoppen\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch:  Norwegen: Russland steckt hinter Hackerangriff auf Parlament<\/strong><br>\nDie norwegische Regierung beschuldigt Russland, f&uuml;r einen Hackerangriff auf das Parlament in Oslo verantwortlich zu sein. Basierend auf der Informationsgrundlage der Regierung sei man zu der Einsch&auml;tzung gekommen, dass Russland hinter dem Vorfall stecke, teilte Au&szlig;enministerin Ine Eriksen Soreide gestern mit. &bdquo;Das ist ein schwerwiegender Vorfall, der unsere wichtigste demokratische Institution betrifft.&ldquo; Sp&auml;ter sagte Soreide vor Reportern, es sei wichtig, Russland zur Verantwortung zu ziehen. Die russische Botschaft in Oslo sei &uuml;ber die Erkenntnisse informiert worden.<br>\nAm 24. August waren die Mail-Konten mehrerer Abgeordneter und Mitarbeiter des norwegischen Parlaments gehackt worden. Das hatte die Direktorin des Parlaments, Marianne Andreassen, eine Woche sp&auml;ter publik gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3185101\/\">orf.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Metall-Industrielle gegen Lohnplus f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nD&uuml;sseldorf. Die Kapitalisten der Metall- und Elektroindustrie sehen unisono keinen Spielraum f&uuml;r Tariferh&ouml;hungen f&uuml;r die bundesweit rund vier Millionen Besch&auml;ftigten. &raquo;Wir brauchen die Nullrunde&laquo;, behauptete der Chef der baden-w&uuml;rttembergischen Metallunternehmer, Stefan Wolf, in einem am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Interview mit dem Handelsblatt. Viele Mittelst&auml;ndler h&auml;tten schon im Spitzenjahr 2018 Umsatzrenditen erwirtschaftet von nur einem oder zwei Prozent. &raquo;Da ist heute gar keine Luft mehr&laquo;, erkl&auml;rte der Aspirant f&uuml;r den Gesamtmetall-Pr&auml;sidenten. Wolf erteilte auch der Forderung der Gewerkschaft IG Metall nach einer Vier-Tage-Woche bei Lohnausgleich eine Absage. &raquo;Ich habe &uuml;berhaupt kein Problem mit Arbeitszeitverk&uuml;rzung als Option, solange sie ohne Lohnausgleich stattfindet und die Arbeitskosten sich nicht weiter verteuern&laquo;, meinte Wolf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/388655.metall-industrielle-gegen-lohnplus-f%C3%BCr-besch%C3%A4ftigte.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut in Deutschland: Stromsperre f&uuml;r 289.000 Haushalte<\/strong><br>\nIm letzten Jahr mussten 289.000 Haushalte zumindest zeitweise ohne Strom leben, da ihnen aufgrund von nicht bezahlten Rechnungen von den Energieversorgungsunternehmen der Strom abgesperrt wurde. Hunderttausende hatten kein Licht, kein warmes Wasser, konnten keinen K&uuml;hlschrank oder Herd benutzen, keine W&auml;sche waschen und hatten keinen Zugang zu Internet, Radio oder Fernsehen.<br>\n4,75 Millionen Haushalten wurde 2019 angedroht, den Strom abzusperren. Dies geht aus dem neuen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zum Energiemarkt hervor. Damit sei die Anzahl der von Stromsperren betroffenen Haushalte gegen&uuml;ber dem Vorjahr um etwa 7000 gesunken. Im Jahr 2018 war es bei 4,9 Millionen Androhungen von Stromsperren zu 296.000 tats&auml;chlichen Sperrungen gekommen. Im Jahr 2014 hatte es mit 350.000 Haushalten den bisherigen H&ouml;chststand seit 2011 gegeben.<br>\nDer leichte R&uuml;ckgang &auml;ndert nichts an den brutalen Auswirkungen f&uuml;r die von den Stromsperren betroffenen Menschen, die unter extremer Armut leiden. Das sind vor allem die Haushalte von Arbeitslosen, Niedriglohnverdienern, Hartz-IV-Empf&auml;ngern, armen Rentnern, Jugendlichen und Studenten ohne regelm&auml;&szlig;iges Einkommen&hellip;<br>\nEine Studie des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung von 2017 zeigt, dass vor allem Empf&auml;nger von Grundsicherung &ndash; wie Hartz-IV-Empf&auml;nger &ndash; von Stromsperren betroffen sind. Der Grund daf&uuml;r ist, dass der Anteil, der f&uuml;r Strom bei Hartz-IV vorgesehen ist, nicht ausreichend die Stromkosten abdeckt. &bdquo;W&auml;hrend die Kosten f&uuml;r Strom zwischen den Jahren 2008 und 2018 um knapp 40 Prozent nach oben kletterten, stiegen die staatlichen Zuwendungen f&uuml;r Strom im Regelsatz der Grundsicherung nur um 27 Prozent an.&ldquo;&hellip;<br>\nDie Einf&uuml;hrung von Hartz-IV und die damit verbundenen Arbeitsmarktreformen der SPD-Gr&uuml;nen-Regierung von Gerhard Schr&ouml;der hatte zu Anfang der 2000er Jahre zum Aufbau eines riesigen Niedriglohnsektors in Deutschland gef&uuml;hrt. Die Hartz-IV-Leistungen waren von Anfang an viel zu niedrig, um damit ein menschenw&uuml;rdiges Leben zu f&uuml;hren, und sind es weiterhin. Umfassende Sanktionsm&ouml;glichkeiten der Jobcenter f&uuml;hren immer wieder dazu, dass Unterst&uuml;tzungsberechtigten Leistungen gek&uuml;rzt oder bei jungen Menschen sogar ganz gestrichen werden.<br>\nIm Fall der Stromsperren ist es so, dass Betroffene, wenn sie es schaffen, irgendwie ihre R&uuml;ckst&auml;nde zu bezahlen, noch zus&auml;tzliche Geb&uuml;hren f&uuml;r die Androhung der Sperrung und f&uuml;r deren Aufhebung bezahlen m&uuml;ssen. Und das von finanziellen Mitteln, die kaum zum Leben reichen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2020\/10\/10\/stro-o10.html\">wsws<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Streik zur Primetime<\/strong><br>\nKampf f&uuml;r Tarifvertrag: Verdi ruft Amazon-Besch&auml;ftigte zu zweit&auml;gigem Streik auf. Konzern spielt Proteste beim &raquo;Prime Day&laquo; herunter.<br>\n(&hellip;) Verdi rief Amazon-Besch&auml;ftigte an sieben Versandzentren in sechs St&auml;dten zum Streik auf. Die Arbeitsausst&auml;nde in Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg, Werne, Graben bei Augsburg und Koblenz begannen am Dienstag zur Fr&uuml;hschicht und enden mit der Sp&auml;tschicht am Mittwoch, teilte die Gewerkschaft am Dienstagmorgen mit. Amazon erkl&auml;rte gleichentags auf jW-Nachfrage, das Gros seiner Mitarbeiter arbeite &raquo;wie an jedem anderen Tag&laquo;, Pakete k&auml;men p&uuml;nktlich zu den Kunden. Kurzum: Business as usual.<br>\nAlle Standorte sind streikf&auml;hige Betriebe, betonte hingegen Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter f&uuml;r den Einzel- und Versandhandel, am Dienstag im jW-Gespr&auml;ch. Die Betriebsaktivisten seien schlie&szlig;lich ge&uuml;bt, h&auml;tten im Juni w&auml;hrend einer Aktionswoche gegen mangelnden Gesundheitsschutz beim Konzern viel gelernt. Und ganz wichtig: &raquo;Die Besch&auml;ftigten lassen sich von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung auch nicht mehr einsch&uuml;chtern, k&auml;mpfen f&uuml;r ihre Belange&laquo;, so Akman. Bis zu 2.500 Amazon-Kollegen h&auml;tten am ersten Streiktag w&auml;hrend der Arbeitszeit &raquo;Schicht gemacht&laquo;, stellte der Gewerkschafter zufrieden fest&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/388269.arbeitsk%C3%A4mpfe-in-der-brd-streik-zur-primetime.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&laquo;Respekt beginnt bei 1.000 EUR.&raquo;<\/strong><br>\nSeit dem 3. September streiken im ostukrainischen Krywyj Rih, dem Zentrum der ukrainischen Metallurgie und der Heimat des derzeitigen Pr&auml;sidenten &ndash; Wolodymyr Selenskyj &ndash; die Bergarbeiter. Einige Hundert von ihnen sind seitdem in anderthalb Kilometern Tiefe und weigern sich, den Schacht zu verlassen.<br>\nSie lehnen die Abschaffung von Sonderkonditionen bei den Rentenauszahlungen ab, fordern eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und angemessene L&ouml;hne.<br>\n&laquo;Respekt beginnt bei 1.000 EUR&raquo; &ndash; lautet das Motto des Streiks. Diese Summe fordern die Protestierenden als Lohn. In der Ukraine, wo der Durchschnittslohn bei etwa 300 Euro liegt, ist diese Forderung ziemlich radikal. Jedoch erhielten Bergleute bereits fr&uuml;her schon einmal L&ouml;hne in H&ouml;he von etwa 1.000 EUR bis 2014 die massive Abwertung der Hrywna einsetzte.<br>\nDas im Krywbass abgebaute Eisenerz wird zu weltmarkt&uuml;blichen Preisen international exportiert. Die Bergleute glauben, dass ihre L&ouml;hne nicht auf Grundlage realer Kosten und Gewinne des Unternehmens, sondern durch das allgemein niedrige Lohnniveau in der Ukraine bestimmt werden&hellip;.<br>\n(&hellip;) Laut einer Studie, die von der GUE\/NGL gef&ouml;rdert wurde, verliert der ukrainische Haushalt durch Offshore-Konstrukte der Eisenerzkombinate in Krywyi Rih j&auml;hrlich etwa 540 Millionen Dollar Steuereinnahmen. Diese Mittel sind mit der internationalen Hilfe vergleichbar, die die Ukraine vom IWF und anderen Institutionen bekommt. Der Kampf gegen Steuerhinterziehung w&uuml;rde nicht nur angemessene L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen f&uuml;r Bergarbeiter mit sich bringen, sondern auch die Einnahmen im sozialen Bereich erh&ouml;hen. Ein Bereich der chronisch unterfinanziert ist und die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung der Ukraine betrifft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/43110\/respekt-beginnt-bei-1000-eur\">Rosa Luxemburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bericht vom Schweigemarsch in Berlin &ndash; und was die Medien daraus gemacht haben<\/strong><br>\nGastbeitrag von Henry Matthe&szlig;.<br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber den Schweigemarsch gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen am 10. Oktober in Berlin, zeigt, wie Medienkonsumenten bei ihrer Meinungsbildung einer parallelen Realit&auml;t ausgesetzt sind. Eine dpa-Meldung, eine grundlose Verhaftung und eine nicht nachvollziehbare Polizeiangabe zu den Teilnehmerzahlen konstruieren zusammen eine ganz eigene mediale Realit&auml;t von den Ereignissen.<br>\nWer wie der Autor am 10. Oktober Augenzeuge des Schweigemarsches in Berlin gegen die Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit vieler Corona-Ma&szlig;nahmen war, reibt sich bei Sichtung der medialen Berichterstattung verwundert die Augen ob des Unterschiedes zur eigenen Wahrnehmung vor Ort.<br>\nEs beginnt mit der Sch&auml;tzung der Teilnehmerzahl durch die Berliner Polizei von einigen tausend Demonstranten. Angesichts eines gut 3 km langen Protestzug sch&auml;tzt der Autor eingerechnet der stets eingehaltenen Hygieneabst&auml;nde die Teilnehmerzahl auf mindestens 30.000. Der Realit&auml;t angemessen w&auml;re also eine Polizeiangabe von einigen zehntausend Demonstranten gewesen.<br>\nAllen gesichteten Presseberichten liegt eine Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) zugrunde, auf deren Wiedergabe sich z.B. die FAZ und die WELT beschr&auml;nken. Im dpa-Text wird das Anliegen der Veranstalter des Schweigemarsches korrekt zitiert, aber nahtlos mit der Person des Vegankochs Attila Hildmann verklammert&hellip;<br>\nFazit<br>\nDie Realit&auml;t einer auch f&uuml;r Berlin sehr gro&szlig;en und wieder friedlichen Demonstration von zehntausenden Teilnehmern wird von Medien durch eine eigene &ldquo;Realit&auml;t&rdquo; ersetzt. Eine dpa-Meldung bewirkte die Gleichrichtung der mittlerweile stark zentralisierten redaktionellen Berichterstattung und versah den Schweigemarsch mit einer sachlich v&ouml;llig unangemessenen Rechtsextremismus-Rahmung. Redaktionen verst&auml;rken diese Verklammerung noch mit tendenzi&ouml;sen, personalisierten Inhalten. Die Polizei verk&uuml;ndet klar untertriebene Teilnehmerzahlen.<br>\nErgebnis der so konstruierten Medienrealit&auml;t: Es demonstrierten nur einige tausend Menschen, die mit Rechtsextremen und Verschw&ouml;rungstheoretikern in Verbindung stehen, was mit einer Verhaftung eines angeblich solchen &ldquo;belegt&rdquo; wird.<br>\nARD und ZDF als &ouml;ffentliche Rundfunkanstalten mit gesetzlichem Informationsauftrag verschweigen die Demonstration mehrerer zehntausend Menschen zu einem hochaktuellen Thema komplett, w&auml;hrend &uuml;ber jede Demonstration in Weissrussland ausf&uuml;hrlich berichtet wird. Und auch dem einstigen Nachrichtenmagazin Der Spiegel ist sie keine Nachricht wert. Ein Stategiewechsel vom Diffamieren zum Totschweigen?<br>\nKommentar von Norbert H&auml;ring<br>\nIch habe mir das Video der Verhaftung angeschaut, und es ist wirklich sehr irritierend. Ein Anlass f&uuml;r die Verhaftung ist nicht zu erkennen, auch nicht dass Hildmann oder sonst jemand gesagt worden w&auml;re, was er falsch gemacht haben soll. Eine eher feingliedrige Frau, die weder bedrohlich wirkt, noch sich so verh&auml;lt &ndash; im Gegensatz zu Hildmann ohne Maske &ndash; wird von zwei Beamten mit Armhebeln niedergehalten, ohne dass ein Anlass f&uuml;r diese Art der Behandlung erkennbar w&auml;re.<br>\nLeseempfehlung von Norbert H&auml;ring<br>\nJens Berger hat auf den Nachdenkseiten einen lesenswerten Kommentar dar&uuml;ber geschriebenwie der Protest k&uuml;nstlich auf einige Personen mit zum Teil ziemlich schr&auml;gen und extremen Ansichten (Hildmann z&auml;hle ich dazu) reduziert und dann mit diesen Personen die gesamte Protestbewegung diskreditiert wird. (Marco Wenzel: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65756\">Wendler, Hildmann, Naidoo und Co. &ndash; Nebelkerzen zur Einengung des Debattenraums<\/a>)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/schweigemarsch-berlin-dpa\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mittelmeer-Streit: Deutschland beschwichtigt, Erdogan trumpft auf<\/strong><br>\nDie Regierung in Ankara schickt die Oruc Reis wieder dorthin, wo sie schon einmal f&uuml;r &Auml;rger sorgte. Griechenland sagt Gespr&auml;che ab<br>\nAlles wieder auf Anfang? Die griechische Regierung sagt nun nein zu Gespr&auml;chen mit der T&uuml;rkei. Solange sich das t&uuml;rkische Schiff Oruc Reis in Gew&auml;ssern bewege, die von Griechenland beansprucht werden, werde es keine Sondierungskontakte mit der T&uuml;rkei geben, teilte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas mit. Die Entsendung des Explorationsschiffes in Gew&auml;sser in der N&auml;he der Insel Kastellorizo stellt aus Sicht der griechischen Regierung eine &ldquo;schwerwiegende Eskalation&rdquo; und eine &ldquo;direkte Bedrohung des Friedens&rdquo; dar&hellip;<br>\nDie R&uuml;ckbeorderung der Oruc Reis vor einem Monat war auch f&uuml;r die deutsche Regierung eine wichtige R&uuml;ckendeckung.<br>\nDenn die Regierung Merkel setzte sich ma&szlig;geblich daf&uuml;r ein, dass es in der Streitsache keine EU-Sanktionen gegen die T&uuml;rkei geben w&uuml;rde, obwohl Frankreich und EU-S&uuml;dl&auml;nder daf&uuml;r waren&hellip;<br>\nNun f&uuml;hrt sie die t&uuml;rkische Regierung erneut vor. Erdogan stellt die Bedingungen. Die deutsche Politik gibt ihm gro&szlig;en Raum f&uuml;r seine Selbstverwirklichungsprojekte&hellip;Die deutsche Regierung schaut gebannt auf die geopolitische Bedeutung der T&uuml;rkei, auf deren Bereitschaft zu milit&auml;rischen Aktionen, auf kommende Fl&uuml;chtlingskrisen und auf ihre B&uuml;rger mit t&uuml;rkischem Hintergrund. Bei den auf Beschwichtigung setzenden Handlungen spielen Gesch&auml;ftsinteressen und eine Portion Angst mit&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mittelmeer-Streit-Deutschland-beschwichtigt-Erdogan-trumpft-auf-4927611.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeiter und Angestellte: Sie haben nichts von der FP&Ouml;<\/strong><br>\nDie FP&Ouml; gibt sich gerne als &bdquo;soziale Heimatpartei&ldquo;. Egal ob unter Haider, Strache oder jetzt Hofer &ndash; sie tut, als ob sie die Partei der normalen Leute w&auml;re. Doch egal ob in Opposition oder Regierung: Die FP&Ouml; vertritt gemeinsam mit der &Ouml;VP Konzerne und &Ouml;sterreichs Reichste. Und l&auml;sst sich von diesen f&uuml;rstlich entlohnen, wie das Ibiza-Video zeigt.<br>\nSchwarz-Blau unter Strache, Hofer und Kurz<br>\nWie ernst die FP&Ouml; die Sorgen der &bdquo;kleinen Leute&ldquo; nimmt, sieht man gut am Programm und den Beschl&uuml;ssen der letzten schwarz-blauen Regierung. K&uuml;rzere Ruhepausen f&uuml;r Besch&auml;ftigte im Tourismus, der 12-Stunden-Tag und die geplante Abschaffung der Notstandshilfe &ndash; das war alles kein Problem f&uuml;r die selbsternannte &bdquo;soziale Heimatpartei&ldquo; in der schwarz-blauen Koalition.<br>\nAu&szlig;erdem erh&ouml;hte die FP&Ouml; den Lohndruck durch mehr schlecht bezahlte Arbeitskr&auml;fte aus EU-Drittstaaten und k&uuml;rzte die Facharbeiterf&ouml;rderung. Einer ihrer gr&ouml;&szlig;ten Umfaller war die Zustimmung zu dem Freihandelsabkommen CETA.<br>\nDie FP&Ouml; bessert sich in der Opposition nicht<br>\n(&hellip;) Nach dem Wechsel in die Opposition hat sich die Politik der FP&Ouml; wenig ver&auml;ndert. Seit der schwarz-gr&uuml;nen Regierungsangelobung haben die Freiheitlichen gegen zahlreiche Verbesserungen f&uuml;r arbeitende Menschen gestimmt. Und das obwohl es keinen Koalitionszwang gegeben hat, der sie dazu zwingen w&uuml;rde. So stimmten Hofer, Kickl und Co. etwa bei der Nationalratssitzung am 23. September 2020 gegen eine 15-min&uuml;tige Maskenpause f&uuml;r Arbeitnehmerinnen mit Maskenpflicht. Auch als es darum ging, den Familienh&auml;rtefallfonds zu reparieren, stimmten die Blauen mit schwarz und gr&uuml;n. Damit verhinderten sie deutliche Verbesserungen f&uuml;r geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte, Selbstst&auml;ndige und Alleinerziehende in Karenz.<br>\nAu&szlig;erdem waren die Freiheitlichen dagegen, Corona-Hilfen f&uuml;r Konzerne an Bedingungen wie eine Arbeitsplatzgarantie und einen Verzicht auf Bonus- und Dividendenzahlungen zu kn&uuml;pfen. Auch f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer freiwilligen 4-Tage-Woche war die FP&Ouml; nie zu gewinnen.<br>\nIm Bundesrat zeichnet sich ein &auml;hnliches Bild. Dort stimmten sie etwa gegen ein umfangreiches Ma&szlig;nahmenpaket gegen Kinderarmut&hellip;<br>\nBei der FP&Ouml; ist Sozialabbau Ideologie und Programm<br>\nAll diese Dinge passen in das Programm der FP&Ouml;&hellip;<br>\nDas FP&Ouml;-Wirtschafts- und Wahlprogramm aus dem letzten Wahlkampf und ihr Wahlprogramm waren voller Angriffe auf Normal- und Niedrigverdiener: Der Sozialstaat soll abgebaut, Ausgaben f&uuml;r Gesundheit, Soziales und Bildung reduziert werden. Gleichzeitig soll die Mehrwertsteuer erh&ouml;ht werden. Im Gegenzug will die FP&Ouml; Steuererleichterungen f&uuml;r Gro&szlig;verdiener und Unternehmer, die Bankenregulierung aufweichen und die Vertretung von Arbeitnehmern schw&auml;chen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/fpoe-kickl-hofer-wahlprogramm-nationalratswahl-2019\/\">Kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fall Alexei Nawalny: EU bringt neue Russland-Sanktionen auf den Weg<\/strong><br>\nIm Fall um den mutma&szlig;lichen Giftanschlag auf den sogenannten &ldquo;Kreml-Kritiker&rdquo; Alexei Nawalny bringt die Europ&auml;ische Union (EU) laut dpa neue Russland-Sanktionen auf den Weg. Die Au&szlig;enminister der EU-Staaten einigten sich am Montag bei einem Treffen in Luxemburg darauf, mit den notwendigen Vorbereitungen zu beginnen.<br>\nDeutschland und Frankreich hatten zuvor gemeinsame EU-Strafma&szlig;nahmen wegen des mutma&szlig;lichen Giftanschlags mit einem &ldquo;milit&auml;rischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe&rdquo; vorgeschlagen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Diplomatenkreisen erfuhr, begr&uuml;ndeten sie den Schritt damit, dass Russland Aufforderungen zu einer l&uuml;ckenlosen Aufkl&auml;rung der Tat bislang nicht nachgekommen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/107719-fall-alexei-nawalny-eu-bringt\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Neues Navalny-Interview:<\/strong><br>\nDeutschland als Helfer f&uuml;r innerrussische Propaganda gegen die Regierung<br>\nDie deutsche Bundesregierung scheint fest entschlossen zu sein, den Fall Navalny zu nutzen, um die deutsch-russischen Beziehungen nachhaltig zu zerst&ouml;ren. Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r ist ein Interview, das nun ver&ouml;ffentlicht wurde&hellip;<br>\nDas russische Au&szlig;enministerium scheint inzwischen auch die Geduld zu verlieren, wie deren Verlautbarungen zeigen:<br>\n &bdquo;Es sei daran erinnert, dass im Westen oft behauptet wird, man k&ouml;nne in den Beziehungen zu Russland nicht zur Tagesordnung &uuml;bergehen, also d&uuml;rfe es kein &bdquo;business as usual&ldquo; geben. Von unserer Seite kommen wir zum Schluss, dass mit Blick auf dieses Verhalten Deutschlands und seiner EU- und Nato-Verb&uuml;ndeten es der Westen ist, mit dem man unm&ouml;glich etwas zu tun haben kann, bis er die Methoden der Provokationen und Manipulationen abgelegt hat und sich ehrlich und verantwortungsbewusst zu verhalten beginnt.&ldquo;<br>\nDerart deutliche Worte hat es aus Moskau in Richtung Berlin seit Jahrzehnten nicht gegeben. Und nun hat die Bundesregierung einen weiteren Nadelstich gegen Moskau gesetzt.<br>\nIn Russland gibt es einen popul&auml;ren Journalisten und YouTube-Blogger namens Jurij Dud, der mit seinem erst drei Jahre alten YouTube-Kanal schon &uuml;ber acht Millionen Follower hat. Dud ist ein klarer Regierungsgegner und sein Konzept sind lange und ausf&uuml;hrliche Interviews, was ein wenig an Ken-FM erinnert. Allerdings ist das Format von Dud eher auf junge Leute zugeschnitten&hellip;<br>\nNun hat Dud ein neues Interview ver&ouml;ffentlicht und zwar mit Navalny. Das w&auml;re kaum erw&auml;hnenswert, wenn Corona nicht w&auml;re. Die deutschen Grenzen sind f&uuml;r Russen geschlossen, man kommt als Russe nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Bundesregierung nach Deutschland. Aber das Interview haben sie in Berlin aufgezeichnet, wie sie auch in dem Interview mehrmals erz&auml;hlen. Das bedeutet, dass die Bundesregierung Dud extra eine Einreisegenehmigung gegeben hat.<br>\nDas Interview wird im Westen niemand erw&auml;hnen, denn in der Sache sagt Navalny darin nichts Neues oder Interessantes, was die Medien aufgreifen k&ouml;nnten. Aber in Russland macht es Furore und hat in wenigen Tagen schon &uuml;ber 15 Millionen Klicks gesammelt. Die Bundesregierung hat also Dud eine Ausnahme-Einreisegenehmigung erteilt, damit er in Russland anti-russische Propaganda machen kann&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/neues-navalny-interview-deutschland-als-helfer-fuer-innerrussische-propaganda-gegen-die-regierung\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bergkarabach-Konflikt: Kim Kardashian mobilisiert armenische Diaspora<\/strong><br>\n(&hellip;) Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach hat auch die gro&szlig;e armenische Diaspora in Los Angeles in Kalifornien alarmiert. Ein weltweit bekannter Name, die Realityshow-Ikone und Unternehmerin f&uuml;r Mode und Kosmetik mit armenischen Wurzeln, Kim Kardashian, machte den Auftakt f&uuml;r die Mobilisierung mit ihrem Spendenaufruf an alle US-amerikanischen Armenier und er&ouml;ffnete die Hilfskampagne mit einer Million US-Dollar an den pan-armenischen Hayastan All-Armenian Fund. Damit soll humanit&auml;re Hilfe wie Nahrung, Obdach und Medizin gew&auml;hrleistet werden&hellip;<br>\nIn den USA leben circa 800.000 Menschen armenischer Abstammung. In S&uuml;dkalifornien lebt die gr&ouml;&szlig;te armenische Gemeinde der USA.<br>\nAm Sonntag liefen Tausende Protestierende mit der Fahne Armeniens durch die Stra&szlig;en von Los Angeles. Mindestens 20.000 Menschen sollen sich vor dem t&uuml;rkischen Konsulat in Beverly Hills versammelt haben, um die Unterst&uuml;tzung der T&uuml;rkei f&uuml;r Aserbaidschan zu verurteilen.<br>\nAuch der B&uuml;rgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sandte einen Unterst&uuml;tzungs-Tweet f&uuml;r die Protestierenden und h&auml;ngte diesem noch einen offenen Brief an den US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo an. Darin dr&auml;ngten mehrere B&uuml;rgermeister und Kongressabgeordnete die US-F&uuml;hrung zur Hilfeleistung bei der Deeskalation des Bergkarabach-Konflikts&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/107714-kim-kardashian-armeniens-schweres-geschutz\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Es werden wahllos Wohngebiete angegriffen&ldquo;<\/strong><br>\nim Gespr&auml;ch mit Hovhannes Gevorkian &uuml;ber den Krieg in Bergkarabach<br>\n(&hellip;) Welches Ausma&szlig; hatte der Krieg? Wie gro&szlig; ist die Zerst&ouml;rung und wie viele Menschen mussten ihr Leben lassen?<br>\nDer Krieg begann am Morgen des 27. September durch einen gro&szlig;angelegten und kalkulierten Angriff seitens der aserbaidschanischen Truppen zusammen mit den eigens aus Syrien rekrutierten islamistischen Dschihadisten. Das t&uuml;rkische Milit&auml;r war nicht nur in die Planungen involviert, sondern von Anfang an eine Kriegspartei mit eigenen Kampfjets, milit&auml;rischen Beratern und Soldaten. Die Soldaten griffen zwar nicht direkt ein, allerdings waren die Kampfjets im Einsatz und schossen ein armenisches Flugzeug &uuml;ber armenischem Territorium ab.<br>\n(&hellip;) Auch die T&uuml;rkei ist ein wesentlicher Unterst&uuml;tzer Bakus, insbesondere durch Waffenlieferungen. Das aserbaidschanische Milit&auml;r prahlte online regelrecht mit seinem Einsatz t&uuml;rkischer Kampfdrohnen in den j&uuml;ngsten Gefechten. Wie eng ist die t&uuml;rkisch-aserbaidschanische Kooperation und welche strategischen\/geopolitischen Interessen verfolgt Ankara hier?<br>\nDie Kooperation ist sehr eng und so tief wie nie zuvor. Zwischen Baku und Ankara gab es schon immer eine Allianz und t&uuml;rkische Waffenlieferungen f&uuml;r aserbaidschanisches &Ouml;l und Gas waren Standard. Heute allerdings sieht es so aus, als w&uuml;rde die T&uuml;rkei den Ton in diesem Krieg angeben und klar die F&uuml;hrung gegen&uuml;ber Baku haben. Der Pr&auml;sident von Arzach\/Karabach, Arajik Harutjunjan, der selbst an der Front ist und die vielleicht meistgehasste Figur in Aserbaidschan ist, sagte offen, dass &bdquo;nicht Aserbaidschan, sondern die T&uuml;rkei Krieg gegen uns f&uuml;hrt&rdquo;.<br>\nEs gibt t&uuml;rkische Waffen, aber auch t&uuml;rkische Milit&auml;rangeh&ouml;rige in Aserbaidschan. Die Abstimmung zwischen den beiden Regimen ist sehr eng und immer wieder gibt es ranghohe Besuche seitens der t&uuml;rkischen Politiker in Baku. Erst k&uuml;rzlich, n&auml;mlich am 6. Oktober war der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t &Ccedil;avu&#351;o&#287;lu in Baku und sprach davon, dass die T&uuml;rkei und Aserbaidschan &bdquo;eine Nation&ldquo; seien. Er sagte: &bdquo;Niemand sollte Zweifel haben, dass wir auch als ein Staat handeln werden, wenn es n&ouml;tig sein sollte.&rdquo; &Uuml;bersetzt: Die T&uuml;rkei sieht Aserbaidschan als Teil seines Einflussgebietes an und droht offen damit, direkt in den Krieg zu intervenieren.<br>\nDer Hintergrund dieser sehr aggressiven Herangehensweise liegt darin, dass die T&uuml;rkei so eine st&auml;rkere Pr&auml;senz in Aserbaidschan aufbauen und dort Milit&auml;rbasen errichten kann, nachdem das zuvor nur in der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan m&ouml;glich war, die zwar an die T&uuml;rkei, aber nicht an Aserbaidschan grenzt. Nicht zuletzt kann so die russische Hegemonie im Kaukasus wom&ouml;glich zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden, wobei Moskau und Ankara nat&uuml;rlich gegenseitige Interessen haben, nicht nur im Kaukasus, sondern auch in Libyen und Syrien.<br>\n(&hellip;) Dieser Konflikt ist komplex, aber Fakt ist, dass er damit zu tun, dass sich auf beiden Seiten moderne kapitalistische Nationalstaaten gebildet haben, die jeweils f&uuml;r sich homogen sein wollen. Das nationalistische Denken ist tief verankert und hat die Region traumatisiert. Ich pers&ouml;nlich denke, dass ein friedliches und freies Zusammenleben nur gemeinsam m&ouml;glich ist, damit auch die Frage der Gefl&uuml;chteten gel&ouml;st werden kann: Dies kann allerdings niemals unter kapitalistischen Bedingungen m&ouml;glich sein, sodass die kapitalistische Ordnung nicht nur in Armenien und Aserbaidschan, sondern in der gesamten Region gest&uuml;rzt werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-10-11\/es-werden-wahllos-wohngebiete-angegriffen-im-gespraech-mit-hovhannes-gevorkian-ueber-den-krieg-in-bergkarabach\/\">justice now<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dimensionen deutscher Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung richtet ihre Aufr&uuml;stungsanstrengungen auf Gro&szlig;machtkonkurrenz aus. Sie nennt das Landes- und B&uuml;ndnis-verteidigung und hat dabei vor allem Russland, zunehmend aber auch China im Visier. Sie f&auml;hrt ihren Aufr&uuml;stungskurs, den sie aus dem Zwei-Prozent-Ziel-Beschluss der NATO-Regierungschefs 2014 ableitet, zweigleisig. Indem sie zum einen die St&auml;rkung des europ&auml;ischen Pfeilers der NATO betont, stellt sie aber zugleich Weichen f&uuml;r eine milit&auml;rische Unabh&auml;ngigkeit der EU von den USA. (Fern-)ziel ist die Schaffung einer europ&auml;ischen Armee.<br>\n(&hellip;) Deutsch-franz&ouml;sisch-spanische Luftkampfmittel der n&auml;chsten Generation<br>\nGigantische deutsch-franz&ouml;sisch-spanische Pl&auml;ne zur Entwicklung und Herstellung einer neuen Generation von Kampfflugzeugen &ndash; der 6. Generation &ndash; nehmen allm&auml;hlich Gestalt an. Die von Kanzlerin Merkel und Pr&auml;sident Macron 2017 getroffene Vereinbarung zur Herstellung eines Future Combat Aircraft Systems (FCAS) soll bis 2040 abgeschlossen sein und allein Entwicklungskosten in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro verschlingen.[43] Das FCAS soll mit K&uuml;nstlicher Intelligenz, Kampfdrohnen, Drohnenschw&auml;rmen, Flugzeugen und im Verbund mit den anderen Teilstreitkr&auml;ften ein &bdquo;System der Systeme&ldquo; schaffen, von dem die Luftwaffeninspekteure Deutschlands, Frankreichs und Spaniens sagen, es &bdquo;soll in allen Kategorien des Luftkampfes &uuml;ber hervorragende F&auml;higkeiten verf&uuml;gen, dadurch die Luft&uuml;berlegenheit unserer Luftwaffen und dadurch die erforderliche Bewegungsfreiheit der anderen Teilstreitkr&auml;fte sicherstellen.<br>\n(&hellip;) R&uuml;stungsexport<br>\nIm letzten Jahr genehmigte die Bundesregierung R&uuml;stungsexporte in bis dahin nie gekannter H&ouml;he. Mit 8,015 Milliarden Euro verdoppelte sie ihren Wert im Vergleich zu 2018&hellip;<br>\nNeueste Zahlen besagen, dass der Wert der tats&auml;chlichen deutschen Kriegswaffenausfuhr in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent h&ouml;her liegt. Der Kampf f&uuml;r einen Stopp des R&uuml;stungsexports muss also weiter oben auf der Agenda der Friedensbewegung bleiben.<br>\nWeitere wichtige Themen sind: ein drohender Krieg der USA\/Israels mit dem Iran, insbesondere dann, wenn Trump wiedergew&auml;hlt wird. Das Vorhaben Kramp-Karrenbauers als Vorstufe f&uuml;r eine allgemeine Dienstpflicht eine neuen Freiwilligendienst f&uuml;r die Bundeswehr einzuf&uuml;hren. Unter dem Motto &bdquo;Dein Jahr f&uuml;r Deutschland&ldquo; sollen ab 2021 Freiwillige nach 6 Monaten milit&auml;rischer Grundausbildung ein weiteres halbes Jahr heimatnah zu Reservediensten herangezogen werden.<br>\nDie Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr. Zurzeit sind es 13 mit 2.863 Soldatinnen und Soldaten. Die gr&ouml;&szlig;ten sind in Afghanistan mit noch 1.105 und die beiden in Mali mit zusammen 993 Soldat*innen, dann folgen die Eins&auml;tze in Syrien\/Irak mit 246 Soldat*innen. Mali wird hier sicherlich der Dauerbrenner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/dimensionen-deutscher-aufruestung\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Atomkriegs&uuml;bung der Bundeswehr<\/strong><br>\nDie Bundeswehr f&uuml;hrt diese Woche ihr j&auml;hrliches Nuklearman&ouml;ver durch. US-Umstellung auf &ldquo;Mini-Nukes&rdquo; erh&ouml;ht Atomkriegsgefahr.<br>\nBerlin\/Washington (Eigener Bericht) &ndash; Die Bundeswehr hat laut Berichten ihre diesj&auml;hrige Atomkriegs&uuml;bung begonnen. Demnach trainiert in dieser Woche die Luftwaffe im Rahmen des Man&ouml;vers &ldquo;Steadfast Noon&rdquo; die Abl&auml;ufe, die durchgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen, wenn deutsche Piloten im Rahmen der sogenannten Nuklearen Teilhabe US-Atombomben abwerfen. &ldquo;Steadfast Noon&rdquo; findet jedes Jahr im Herbst statt. Dieses Jahr ist unter anderem der Fliegerhorst N&ouml;rvenich unweit K&ouml;lns eingebunden, der als Ausweichstandort f&uuml;r die 20 auf dem Fliegerhorst B&uuml;chel (Eifel) eingelagerten US-Atombomben vorgesehen ist. In B&uuml;chel findet gleichzeitig ein zweites Man&ouml;ver statt, bei dem es darum geht, &ldquo;wichtige Infrastruktur vor Bedrohungen aus der Luft zu sch&uuml;tzen&rdquo;. Sowohl die dortigen Kernwaffen wie auch die Kampfjets, die sie abwerfen k&ouml;nnen, sollen f&uuml;r Milliardensummen modernisiert werden; die neuen Atombomben vom Typ B61-12 k&ouml;nnen zudem mit geringerer Sprengkraft eingesetzt werden, was die Hemmschwelle zum Nuklearkrieg senkt. Berichten zufolge ist in NATO-Dokumenten von &ldquo;nuklearen Erstschl&auml;gen&rdquo; die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8410\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gegen Krone und Patriarchat<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Kampf der Frauen Saudi-Arabiens und das falsche Spiel des Tyrannen Mohammed bin Salman<br>\nSeit der De-facto-Macht&uuml;bernahme des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MbS) wurde eine Reihe an Reformen initiiert, die das Leben saudischer Frauen merklich verbesserten. Doch d&uuml;rfen diese Entwicklungen nicht als echter gesellschaftlicher Wandel begriffen und MbS keine aufrichtig progressive Agenda unterstellt werden. Sie gr&uuml;nden sich auf reinen &ouml;konomischen Pragmatismus: MbS braucht die Frauen zwingend f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung seiner Vision 2030, jenem ambitionierten Programm zur umfassenden Diversifizierung, das die saudische Wirtschaft f&uuml;rs 21. Jahrhundert r&uuml;sten soll.<br>\n(&hellip;) MbS &ndash; der tyrannische Reformer<br>\n&hellip; Es steht au&szlig;er Frage, dass MbS seit seinem rasanten Aufstieg zur Macht, beginnend mit der Inthronisierung seines Vaters 2015, durch verschiedene Ma&szlig;nahmen das allt&auml;gliche Leben vieler Frauen im absolutistisch regierten K&ouml;nigreich verbessert hat&hellip; Im Juni 2018 wurde das Fahrverbot f&uuml;r Frauen aufgehoben. 2019 wurde eine Initiative initiiert, die gleiche L&ouml;hne f&uuml;r M&auml;nner und Frauen anstrebt (bislang verdienen Frauen teilweise nur 54 Prozent f&uuml;r dieselbe T&auml;tigkeit). 2019 wurde der zwingend konservative Dresscode f&uuml;r Touristinnen gelockert, was den Weg ebnen k&ouml;nnte, dass dies eines Tages auch f&uuml;r saudische Frauen Realit&auml;t wird. Die vollst&auml;ndige Geschlechtertrennung am Arbeitsplatz wird schrittweise aufgehoben. Frauen wurden die Tore zu Sportevents, Kinos und Konzerten ge&ouml;ffnet, in Restaurants und Caf&eacute;s d&uuml;rfen auch Frauen und M&auml;nner, die nicht verwandt sind, zusammensitzen. Erstmals durften Frauen bei Kommunalwahlen w&auml;hlen und sich selbst aufstellen lassen. (Auch die inhaftierte Driving Activist Loujain al-Hathloul wollte sich zur Wahl stellen, wurde jedoch nicht zugelassen.) Die Macht der Sittenpolizei wurde beschnitten und Frauen d&uuml;rfen erstmals Berufe bekleiden, die in der Vergangenheit nur M&auml;nnern vorbehalten waren. Diese Schritte sind positiv anzuerkennen, doch bleibt allen voran eine gro&szlig;e Kampfarena im Zentrum der Frauenemanzipation: das Vormundschaftsgesetz. De facto werden Frauen in Saudi-Arabien rechtlich wie Minderj&auml;hrige behandelt und d&uuml;rfen ohne Zustimmung ihres Vormunds &ndash; ihr Ehemann, Bruder, Vater oder selbst der Sohn &ndash; nicht reisen, einen Job annehmen, Beh&ouml;rdeng&auml;nge bestreiten oder sich scheiden lassen&hellip;<br>\n(&hellip;) Das &ouml;konomische Megaprojekt Vision 2030 soll die saudische Volkswirtschaft umfassend restrukturieren und diversifizieren &ndash; weg vom &Ouml;l, hin zur High-Tech-Nation und zur Investmentdrehscheibe des eurafrasischen Raums. Saudi-Arabien soll die Speerspitze des globalisierten Finanzmarkt-Kapitalismus in Nahost werden&hellip;.<br>\nDie Vision 2030 soll einerseits von den jungen Menschen des Landes realisiert werden und andererseits: von den Frauen. Denn davon abgesehen, dass Frauen in der Regel die H&auml;lfte einer Gesellschaft ausmachen, sind saudische Frauen in der Tendenz besser ausgebildet, arbeiten h&auml;rter, schreiben sich &ouml;fter an den Universit&auml;ten ein und schlie&szlig;en diese &ouml;fter erfolgreich ab als die saudischen M&auml;nner&hellip;<br>\nDie Vision 2030 ist eine &ouml;konomische Revolution, die sich gewisser gesellschaftlicher und politischer Zugest&auml;ndnisse bedient, solange sie das f&uuml;r diese Umw&auml;lzung zwingend notwendige Image n&auml;hren und so der volkswirtschaftlichen Agenda dienen. Dies ist auch die bittere Erkenntnis, die im Zentrum der Frauenk&auml;mpfe steht: MbS ist kein Reformer, dem die Sache der Frauen aufrichtig am Herzen liegt. Er ist ein Opportunist, der Frauen als politisch-&ouml;konomische Man&ouml;vriermasse instrumentalisiert, solange es ihm als F&uuml;hrer der herrschenden Klasse dient. MbS ist kein progressiver Hoffnungstr&auml;ger, wie er selbst und die liberale Intelligenzia im Westen, die reihenweise auf ihn hereinfiel, der Welt gerne weismachen wollen. Die Hoffnung auf emanzipatorischen Wandel liegt immer und einzig bei den unerm&uuml;dlichen Menschenrechtsaktivistinnen im Inland und im Exil &uuml;berall auf der Welt, bei den mutigen Frauen auf der Stra&szlig;e, die jeden Tag gegen Bevormundung und Patriarchat aufstehen und sich unbeugsam auch von unaussprechlicher Repression nicht einsch&uuml;chtern lassen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-10-13\/gegen-krone-und-patriarchat\/\">justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Millionen Besch&auml;ftigte &uuml;berqualifiziert<\/strong><br>\nRund jeder achte sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte in Deutschland hat einen Job unterhalb seines eigentlichen Ausbildungsniveaus.<br>\nDas geht aus einer Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Insgesamt &uuml;bten Ende vergangenen Jahres 4,05 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte eine T&auml;tigkeit aus, deren Anforderungsniveau unterhalb ihrer Qualifikation lag. Das waren 12,0 Prozent der 33,74 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten. Bei den Minijobbern war sogar jeder F&uuml;nfte formal &uuml;berqualifiziert: 911.000 von ihnen arbeiteten unterhalb ihres Qualifikationsniveaus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/arbeitsmarkt-millionen-beschaeftigte-ueberqualifiziert-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-201011-99-902405\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Superreiche in Deutschland und weltweit werden reicher<\/strong><br>\nDie Corona-Krise hat die Superreichen rund um den Globus noch reicher gemacht. Das Gesamtverm&ouml;gen der mehr als 2000 Dollar-Milliard&auml;re weltweit stieg bis Ende Juli auch dank der Erholung an den Aktienm&auml;rkten auf den Rekordwert von rund 10,2 Billionen US-Dollar (8,7 Billionen Euro). Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Gro&szlig;bank UBS hervor.<br>\nVor allem Engagements in schnell wachsenden Bereichen wie Technologie und Gesundheitswesen erwiesen sich der Studie zufolge als Treiber.<br>\nDas gewaltige Verm&ouml;gen verteilt sich demnach auf 2189 M&auml;nner und Frauen. Die Summe ist in Euro umgerechnet mehr als doppelt so hoch wie die gesamte j&auml;hrliche Wirtschaftsleistung Deutschlands als gr&ouml;&szlig;ter Volkswirtschaft Europas (2019: knapp 3,5 Billionen Euro). Ber&uuml;cksichtigt wurden Bargeld, Immobilien, Luxusg&uuml;ter sowie Aktien und Firmenverm&ouml;gen. Verbindlichkeiten wurden abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/ultrareiche-in-deutschland-und-weltweit-trotz-krise-reicher-geworden-li.109839?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kevin K&uuml;hnert: Gerade erst strahlend am SPD-Himmel aufgetaucht und schon wieder erloschen???<\/strong><br>\nDie Partei als T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r Karriere oder, wie aus einem GroKo-Gegner ein GroKo-Versteher wird<br>\nEs gab eine Zeit, noch nicht allzu lange her, da glaubte ich einen neuen Stern am SPD-Himmel leuchten zu sehen. Kevin K&uuml;hnert hei&szlig;t der Mann, den ich als Hoffnungstr&auml;ger der heruntergekommenen SPD sehen wollte. Die verbreitete Hinneigung f&uuml;r den jungen Mann lie&szlig; auch mich nicht unber&uuml;hrt.<br>\nWie aus Saulus ein Paulus wurde; oder besser umgekehrt?<br>\nEiner der ganz wenigen Kenner der deutschen Sozialdemokratie, Albrecht M&uuml;ller, Kanzlerberater von Willy Brandt und Helmut Schmidt, hat auch schon anfangs nicht die Euphorie verbreitet, wie sie in mir erwacht war. Seine pers&ouml;nlichen Erfahrungen gaben dabei wohl den Ausschlag.<br>\nAuch die zur Vorsicht mahnenden Stimmen in meinem pers&ouml;nlichen Umfeld habe ich eher &uuml;berh&ouml;rt, als kritisch vorauszudenken. An anderer Stelle bemerkte Albrecht M&uuml;ller:<br>\n&bdquo;Falls Sie sich fragen, warum wir uns hier mit den Jusos besch&auml;ftigen: Die Antwort ist klar. Ich habe mit Ihnen eine Hoffnung verbunden. Und dann habe ich dummerweise gepr&uuml;ft, ob diese Hoffnung eine Basis hat und musste feststellen: Leider nicht.&ldquo;<br>\nWas M&uuml;ller unter Einflussagenten versteht, hat er in seinem Buch &bdquo;Die Revolution ist f&auml;llig &ndash; Aber sie ist verboten&ldquo; beschrieben. Um den Begriff &bdquo;Einflussagenten&ldquo; den Beigeschmack von krimineller T&auml;tigkeit zu nehmen, hat er zur Entsch&auml;rfung im weiteren Text die Umformulierung &bdquo;Einflusspersonen&ldquo; gew&auml;hlt, wobei jede Leserin oder jeder Leser selbst entscheiden kann, wie er selbst dar&uuml;ber denkt.<br>\nWas er in seinem aktuellen NachDenkSeiten-Beitrag von heute im Hinblick auf Kevin K&uuml;hnert veranschaulicht, ist im Zusammenhang auf den SPD-Hoffnungstr&auml;ger zu beziehen.<br>\nMeine doch seit 2018 und dann im Dezember 2019 etwas voreilig aufgebaute Erwartung, dass es in der SPD mit Saskia Esken und Nobert Walter-Borjans als Vorsitzende und dem erfrischend neuen Vorstandsmitglied K&uuml;hnert zur propagierten Erneuerung kommen k&ouml;nne, wich sehr schnell der Ern&uuml;chterung. Wie zurzeit absehbar ist, kommt es h&ouml;chstwahrscheinlich anders als man denkt. Ihn hat nun auch das Schicksal seiner Vorg&auml;nger im Juso-Amt ereilt, d.h., wer Karriere machen will, kann das nur mit der Mutter; leider ist die Mutter, f&uuml;r sehr viele Entt&auml;uschte auf dem falschen Pfad.<br>\nUnd die Zukunft der SPD?<br>\nMarkus LANZ erhielt in seiner Talksendung am 8.102020 auf die Frage an Sahra Wagenknecht zu Rot-Rot-Gr&uuml;n die sinngem&auml;&szlig;e Antwort, &hellip; darauf gibt es doch &uuml;berhaupt keine realistische Aussicht, &hellip; damit, dass die SPD ausgerechnet Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gemacht hat, hat sie sich bei 15 Prozent verbunkert.<br>\nDas sieht nicht nur Sahra Wagenknecht so.<br>\nAlbrecht M&uuml;llers R&eacute;sum&eacute;<br>\n&bdquo;Wenn die SPD nicht endlich ihr friedenspolitisches und soziales gesellschaftspolitisches Profil wiedergewinnt, wird sie bei Wahlen im Keller bleiben und keine gro&szlig;e politische Rolle mehr spielen. Der Einflussagent K&uuml;hnert hat offensichtlich auch daf&uuml;r zu sorgen, dass dieser Ernstfall eintritt: die totale Bedeutungslosigkeit der SPD.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.von-links-gedacht.de\/index.php\/kevin-kuehnert-gerade-erst-strahlend-am-spd-himmel-aufgetaucht-und-schon-wieder-erloschen\/\">von links gedacht<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch: Albrecht M&uuml;ller &ndash; &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65650\">Der Prototyp des Einflussagenten: K&uuml;hnert<\/a>&ldquo; und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65680\">die Leserbriefe<\/a> dazu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-65817","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65817"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65817\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65820,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65817\/revisions\/65820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}